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Anforderungen dokumentieren, validieren
            und verwalten


   iks-Thementag: Requirements Engineering

                  16.11.2010




                    Autoren
           Christoph Schmidt-Casdorff
                Carsten Schädel
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 3 / 38
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 4 / 38
Einleitung

      Viel Inhalt

      Wenig fest Vorgegebenes

      Überblick über einen „Baukasten“

      „Best Practices“




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 5 / 38
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 6 / 38
Dokumentationsart – Natürliche Sprache

      Anforderungen werden in Prosa beschrieben

      Vorteile
       – Stakeholder müssen keine neue Notation lernen
       – Alle Arten von Anforderungen sind dokumentierbar

      Nachteil
       – Anforderungen können mehrdeutig sein
       – Vermischung von Perspektiven

      Unterstützung durch Satzschablone
       – Anforderungen lesen sich u.U. aber nicht mehr so flüssig


iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 7 / 38
Überblick: Satzschablone der Sophisten




Beispiel: Nachdem das System die Geschäftsdaten gespeichert hat, muss das System dem
Mitarbeiter die Möglichkeit bieten, einen Genehmigungsantrag auf dem Netzwerkdrucker zu
drucken.




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Dokumentationsart – Konzeptuelle Modelle

      Anforderungen werden durch Diagramme beschrieben

      Vorteile
       – Oft kompakter als natürliche Sprache
       – Für den geübten Leser leichter verständlich
       – Höherer Grad der Eindeutigkeit durch Formalisierung

      Nachteile
       – Nicht universell einsetzbar
       – Nicht alle Anforderungen können durch Modelle beschrieben werden
       – Modellierungskenntnisse notwendig
       – Spezialisierte Tools werden benötigt


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Dokumentationsart – Mischformen

      Beschreibung von Anforderung mittels
       – natürlicher Sprache
       – konzeptueller Modelle

      Nachteile werden durch Vorteile der anderen Dokumentationsart
      verringert
       – Ergänzung konzeptueller Modelle mit natürlich sprachigen
          Kommentaren
       – Zusammenfassung natürlich sprachiger Anforderungen durch
          Modelle




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 10 / 38
Dokumentenstrukturen

      Standardisiert
       – Vorgabe einer Grobstruktur
       – Einfachere Einarbeitung neuer Mitarbeiter
       – Schnellere Erfassung ausgewählter Inhalte
       – Ermöglichen selektives Lesen

      Angepasst
       – Reduzierung auf die eigenen Anforderungen




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Dokumentenstrukturen - Standardisiert

      Beispiele
       – RUP (rational unified process)
       – IEEE 830 - 1998
       – V-Modell




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Dokumentenstrukturen - Beispielgliederung

      Einleitung
       – Zweck, Systemumfang, Stakeholder, Definitionen, Referenzen …

      Allgemeine Übersicht
       – Systemumfeld, Architektur, Nutzer und Zielgruppen, Rand-
          bedingungen …

      Anforderungen

      Anhang
       – Weiterführende Unterlagen zu Standards, Konventionen etc.

      Index

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Dokumentenstrukturen - Glossar

      Ziel: Vereinheitlichung von Sprache

      Aufbau/ Pflege/ Zugriff
       – Zentral und allgemein zugänglich
       – Projektbegleitend gepflegt
       – Verantwortlichkeiten
       – Wiederverwendet
       – Herkunft der Begriffe ist enthalten
       – Mit Stakeholdern abgestimmt
       – Einträge haben einheitliche Struktur
       – …

  Ein Wiki ist bestens geeignet

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Beispiel - Glossar




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 15 / 38
Fazit – Anforderungen dokumentieren

      Dokumentationsart anhand des Leserkreises auswählen

      Redundanzen zwischen Diagrammen und Prosa-Anforderungen
      vermeiden

      Ein Glossar zur Vereinheitlichung der Sprache anlegen

      Nur soviel dokumentieren wie wirklich notwendig




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 16 / 38
Qualitätskriterien für Dokumente

      Eindeutigkeit und Konsistenz

      Klare Strukturen

      Modifizierbarkeit und Erweiterbarkeit

      Vollständigkeit
       – bezogen auf die benötigten Anforderungen

      Verfolgbarkeit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 17 / 38
Qualitätskriterien für Anforderungen (nach IEEE)

      Abgestimmtheit
      Bewertet
      Eindeutig
      Gültig und aktuell
      Korrekt
      Konsistent
      Prüfbar
      Realisierbar
      Verfolgbar
      Vollständig
      Verständlich



iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 18 / 38
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 19 / 38
Qualitätsaspekte für Anforderungen

      Inhalt

      Dokumentation

      Abgestimmtheit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 20 / 38
Prüfungsprinzipien

      Beteiligung der richtigen Stakeholder
       – Zusammenstellung eines geeigneten Prüfungsteams
               • Autor ist niemals sein eigener Prüfer
        – Externe / Interne Prüfer
      Trennung von Fehlersuche und Fehlerursache
       – Getrennte Phase
        – Ermöglicht Konzentration auf Fehleridentifikation
      Wiederholte Prüfung
       – Anforderungen unterliegen (starken) Veränderungen
               • Hoher Innovationsanteil
               • Langfristige Projekte
               • Unbekannte Domäne


iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 21 / 38
Prüfungstechniken (I) - Reviews

      Stellungnahme
       – Expertise Dritter über Qualität der Anforderungen
       – Nicht formalisiert
       – Geringer Planungsaufwand
      Walkthrough
       – Vorstellung/Erläuterung der Anforderungen durch Autoren
       – Ziel: Gemeinsames Verständnis der Anforderungen
      Inspektion
       – Formalisiert
       – Rollenbasiert
       – Phasenorientiert
       – Ziel: systematische Fehlersuche in Anforderungen

iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 22 / 38
Prüfungstechniken (II)

      Simulationsmodell / Prototyp
       – Aufwendig zu erstellen

      Abstrakte Testfälle erstellen
       – Formalisierte, abstrakte Testfälle
               • Z.B. In Form von Entscheidungstabellen
               • Keine Testskripte




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 23 / 38
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 24 / 38
Was ist Anforderungsmanagement

      Zentraler Informationsaustausch
       – Alle Spezifikationsinhalte zentral bereithalten
       – Rollenbasierter Zugriff
      Verwaltung von Anforderungen
       – Unterstützung des Lebenszyklus einer Anforderungen
       – Verfolgbarkeit
       – Versionierung
      Änderungsmanagement
       – Wie werden Änderungen an Anforderungen behandelt
      Auswertung und Projektsteuerung
       – Auswertung über Projektfortschritt


iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 25 / 38
Lebensweg einer Anforderung

      Anforderungen befinden sich in unterschiedlichen Stadien
       – Z.B. angelegt, qualitätsgeprüft, umgesetzt, getestet, …
       – Zustand muss dokumentiert werden
               • Aus dem Zustand leiten sich unterschiedliche Berechtigungen ab
        – Aus dem Zustand ergeben sich Verantwortlichkeiten
               • Realisierung kann beginnen
        – Zustände sind Grundlage für Projektsteuerung
               • Report über alle umgesetzten Anforderungen

      Aufgabe des Anforderungsmanagements
       – Geeignete Zustände/Zustandsübergänge zu definieren
       – Entsprechende Rollen und Rechte zuzuordnen
       – Auswertungsmöglichkeiten bereitzustellen

iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten           Seite 26 / 38
Verfolgbarkeit

      Zusammenhänge zwischen Anforderungen
       – Konsistenzprüfung
       – Priorisierung / Umsetzungsreihenfolge

      Bezug zu externen Informationen/Artefakten
       – Welche Artefakte resultieren aus dieser Anforderung?
               • Entwicklungsartefakte
               • Testfälle
        – Rückwirkende Projektbewertung / Aufwandsermittlung
        – Auswirkungen von Änderungen an Anforderung




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 27 / 38
Versionierung

      Anforderungen ändern sich inhaltlich
       – Versionen werden nachgehalten

      Anforderungsbaseline
       – Konsistente Menge an Anforderungen
       – Basis für Planung von Auslieferungsstufen
       – Basis für Aufwandsschätzung




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 28 / 38
Was ist Änderungsmanagement

      Änderungen verursachen Aufwände
       – Bezogen auf eine Anforderungsbaseline

      Verfahren, wie Änderungen in den Prozess einfließen
       – Entscheidungsverfahren
               • Stakeholder sind einbezogen
        – Dokumentation der Änderungen
               • Und ihrer Auswirkungen




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 29 / 38
Was ist Anforderungsmanagement - reloaded

      Zentraler Informationsaustausch
      Verwaltung von Anforderungen
       – Unterstützung des Lebenszyklus einer Anforderungen
       – Verfolgbarkeit
       – Versionierung
      Änderungsmanagement
      Auswertung und Projektsteuerung
       – Auswertung über Projektfortschritt




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 30 / 38
Herausforderung an Umsetzung

      Medienbrüche
       – Verbindung zwischen Anforderungen und/oder Artefakten

      Harmonisierung mit anderen Prozessen
       – Entwicklungsprozess
       – Test- und Abnahmeprozess
       – Projektmanagement

      Technologieschwelle bei der Anforderungserfassung
       – „Mit Word geht es am besten“

      Integration in bestehende technologische Infrastruktur


iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 31 / 38
Alles aus einem Guss

      geschlossene Suiten
       – Rational (Requisite pro, DOOR) IBM
       – Caliber (Borland)
        – ...
      teilgeschlossene Suiten
       – in-step von microtool (RE und UML)
        – ...
      . . . bieten Integration mit Tools für nachfolgende Projektschritte
        – Analyse/UML-Modellierung
        – Entwicklung
        – Testfälle
      . . . unterstützen Anforderungsmanagement

iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 32 / 38
Leichtgewichtiger Werkzeug-Baukasten (I)

      Zentraler Informationsaustausch
       – Serverbasierte Lösung
       – DMS

      Verfolgbarkeit
       – Gemeinsame Informationsbasis
               • Verknüpfung innerhalb eines Systems
        – „Verlinkbarkeit“ der Systeme
               • Physische Verlinkbarkeit (z.B. Webanwendungen)
               • JIRA Issues und SVN




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 33 / 38
Leichtgewichtiger Werkzeug-Baukasten (II)

      Lebenszyklus einer Anforderung
       – State Maschine
               • Bugtracker (JIRA, …)


      Auswertung
       – Reports in State Maschine
               • Bugtracker (JIRA,… )


      Versionierung / Anforderungsbaseline
       – Alle Bestandteile gemeinsam versionieren
               • Eine gemeinsame Datenbasis (MS-Worddokument, UML Modelle)
        – Versionen als statische Abzüge zu definierten Zeitpunkten
               • Exports nach Excel, PDF, HTML


iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 34 / 38
Agenda

      Einleitung

      Anforderungen dokumentieren

      Anforderungen validieren

      Anforderungen verwalten

      Fazit




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 35 / 38
Fazit

      Nicht an der Qualität der Anforderungen/ Anforderungsdokumente
      sparen

      Finden Sie Ihr Anforderungsmanagement
       – Welche Eigenschaft benötigen Sie (und in welcher Ausprägung)

      Ziehen Sie leichtgewichtige Werkzeuge in Erwägung
       – „Besser als gar nichts“
       – Kann Requirements Engineering weiterbringen
       – Siehe Fallstudie 2
       – Einschränkungen sind hinzunehmen
       – Verfolgbarkeit / Versionierung
      Es muss nicht immer Software sein

iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 36 / 38
Referenzen

      [Überblick über RE Tools]
      http://easyweb.easynet.co.uk/~iany/other/vendors.htm

      [Caliber]
       http://www.borland.com/de/products/caliber/index.html

      [Rational]
       http://www.ibm.com/developerworks/rational/

      [in-step]
      http://www.microtool.de/instep/de/index.asp




iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten   Seite 37 / 38
Weiterführende Literatur

      KlausPohl/Chris Rupp,
          Basiswissen Requirements Engineering

      Chris Rupp & Sophisten ,
           Requirements Engineering und -Management




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Fragen?
www.iks-gmbh.com

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Requirements Engineering: Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten

  • 1. Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten iks-Thementag: Requirements Engineering 16.11.2010 Autoren Christoph Schmidt-Casdorff Carsten Schädel
  • 2. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 3 / 38
  • 3. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 4 / 38
  • 4. Einleitung Viel Inhalt Wenig fest Vorgegebenes Überblick über einen „Baukasten“ „Best Practices“ iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 5 / 38
  • 5. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 6 / 38
  • 6. Dokumentationsart – Natürliche Sprache Anforderungen werden in Prosa beschrieben Vorteile – Stakeholder müssen keine neue Notation lernen – Alle Arten von Anforderungen sind dokumentierbar Nachteil – Anforderungen können mehrdeutig sein – Vermischung von Perspektiven Unterstützung durch Satzschablone – Anforderungen lesen sich u.U. aber nicht mehr so flüssig iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 7 / 38
  • 7. Überblick: Satzschablone der Sophisten Beispiel: Nachdem das System die Geschäftsdaten gespeichert hat, muss das System dem Mitarbeiter die Möglichkeit bieten, einen Genehmigungsantrag auf dem Netzwerkdrucker zu drucken. iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 8 / 38
  • 8. Dokumentationsart – Konzeptuelle Modelle Anforderungen werden durch Diagramme beschrieben Vorteile – Oft kompakter als natürliche Sprache – Für den geübten Leser leichter verständlich – Höherer Grad der Eindeutigkeit durch Formalisierung Nachteile – Nicht universell einsetzbar – Nicht alle Anforderungen können durch Modelle beschrieben werden – Modellierungskenntnisse notwendig – Spezialisierte Tools werden benötigt iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 9 / 38
  • 9. Dokumentationsart – Mischformen Beschreibung von Anforderung mittels – natürlicher Sprache – konzeptueller Modelle Nachteile werden durch Vorteile der anderen Dokumentationsart verringert – Ergänzung konzeptueller Modelle mit natürlich sprachigen Kommentaren – Zusammenfassung natürlich sprachiger Anforderungen durch Modelle iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 10 / 38
  • 10. Dokumentenstrukturen Standardisiert – Vorgabe einer Grobstruktur – Einfachere Einarbeitung neuer Mitarbeiter – Schnellere Erfassung ausgewählter Inhalte – Ermöglichen selektives Lesen Angepasst – Reduzierung auf die eigenen Anforderungen iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 11 / 38
  • 11. Dokumentenstrukturen - Standardisiert Beispiele – RUP (rational unified process) – IEEE 830 - 1998 – V-Modell iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 12 / 38
  • 12. Dokumentenstrukturen - Beispielgliederung Einleitung – Zweck, Systemumfang, Stakeholder, Definitionen, Referenzen … Allgemeine Übersicht – Systemumfeld, Architektur, Nutzer und Zielgruppen, Rand- bedingungen … Anforderungen Anhang – Weiterführende Unterlagen zu Standards, Konventionen etc. Index iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 13 / 38
  • 13. Dokumentenstrukturen - Glossar Ziel: Vereinheitlichung von Sprache Aufbau/ Pflege/ Zugriff – Zentral und allgemein zugänglich – Projektbegleitend gepflegt – Verantwortlichkeiten – Wiederverwendet – Herkunft der Begriffe ist enthalten – Mit Stakeholdern abgestimmt – Einträge haben einheitliche Struktur – …  Ein Wiki ist bestens geeignet iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 14 / 38
  • 14. Beispiel - Glossar iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 15 / 38
  • 15. Fazit – Anforderungen dokumentieren Dokumentationsart anhand des Leserkreises auswählen Redundanzen zwischen Diagrammen und Prosa-Anforderungen vermeiden Ein Glossar zur Vereinheitlichung der Sprache anlegen Nur soviel dokumentieren wie wirklich notwendig iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 16 / 38
  • 16. Qualitätskriterien für Dokumente Eindeutigkeit und Konsistenz Klare Strukturen Modifizierbarkeit und Erweiterbarkeit Vollständigkeit – bezogen auf die benötigten Anforderungen Verfolgbarkeit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 17 / 38
  • 17. Qualitätskriterien für Anforderungen (nach IEEE) Abgestimmtheit Bewertet Eindeutig Gültig und aktuell Korrekt Konsistent Prüfbar Realisierbar Verfolgbar Vollständig Verständlich iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 18 / 38
  • 18. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 19 / 38
  • 19. Qualitätsaspekte für Anforderungen Inhalt Dokumentation Abgestimmtheit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 20 / 38
  • 20. Prüfungsprinzipien Beteiligung der richtigen Stakeholder – Zusammenstellung eines geeigneten Prüfungsteams • Autor ist niemals sein eigener Prüfer – Externe / Interne Prüfer Trennung von Fehlersuche und Fehlerursache – Getrennte Phase – Ermöglicht Konzentration auf Fehleridentifikation Wiederholte Prüfung – Anforderungen unterliegen (starken) Veränderungen • Hoher Innovationsanteil • Langfristige Projekte • Unbekannte Domäne iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 21 / 38
  • 21. Prüfungstechniken (I) - Reviews Stellungnahme – Expertise Dritter über Qualität der Anforderungen – Nicht formalisiert – Geringer Planungsaufwand Walkthrough – Vorstellung/Erläuterung der Anforderungen durch Autoren – Ziel: Gemeinsames Verständnis der Anforderungen Inspektion – Formalisiert – Rollenbasiert – Phasenorientiert – Ziel: systematische Fehlersuche in Anforderungen iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 22 / 38
  • 22. Prüfungstechniken (II) Simulationsmodell / Prototyp – Aufwendig zu erstellen Abstrakte Testfälle erstellen – Formalisierte, abstrakte Testfälle • Z.B. In Form von Entscheidungstabellen • Keine Testskripte iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 23 / 38
  • 23. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 24 / 38
  • 24. Was ist Anforderungsmanagement Zentraler Informationsaustausch – Alle Spezifikationsinhalte zentral bereithalten – Rollenbasierter Zugriff Verwaltung von Anforderungen – Unterstützung des Lebenszyklus einer Anforderungen – Verfolgbarkeit – Versionierung Änderungsmanagement – Wie werden Änderungen an Anforderungen behandelt Auswertung und Projektsteuerung – Auswertung über Projektfortschritt iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 25 / 38
  • 25. Lebensweg einer Anforderung Anforderungen befinden sich in unterschiedlichen Stadien – Z.B. angelegt, qualitätsgeprüft, umgesetzt, getestet, … – Zustand muss dokumentiert werden • Aus dem Zustand leiten sich unterschiedliche Berechtigungen ab – Aus dem Zustand ergeben sich Verantwortlichkeiten • Realisierung kann beginnen – Zustände sind Grundlage für Projektsteuerung • Report über alle umgesetzten Anforderungen Aufgabe des Anforderungsmanagements – Geeignete Zustände/Zustandsübergänge zu definieren – Entsprechende Rollen und Rechte zuzuordnen – Auswertungsmöglichkeiten bereitzustellen iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 26 / 38
  • 26. Verfolgbarkeit Zusammenhänge zwischen Anforderungen – Konsistenzprüfung – Priorisierung / Umsetzungsreihenfolge Bezug zu externen Informationen/Artefakten – Welche Artefakte resultieren aus dieser Anforderung? • Entwicklungsartefakte • Testfälle – Rückwirkende Projektbewertung / Aufwandsermittlung – Auswirkungen von Änderungen an Anforderung iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 27 / 38
  • 27. Versionierung Anforderungen ändern sich inhaltlich – Versionen werden nachgehalten Anforderungsbaseline – Konsistente Menge an Anforderungen – Basis für Planung von Auslieferungsstufen – Basis für Aufwandsschätzung iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 28 / 38
  • 28. Was ist Änderungsmanagement Änderungen verursachen Aufwände – Bezogen auf eine Anforderungsbaseline Verfahren, wie Änderungen in den Prozess einfließen – Entscheidungsverfahren • Stakeholder sind einbezogen – Dokumentation der Änderungen • Und ihrer Auswirkungen iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 29 / 38
  • 29. Was ist Anforderungsmanagement - reloaded Zentraler Informationsaustausch Verwaltung von Anforderungen – Unterstützung des Lebenszyklus einer Anforderungen – Verfolgbarkeit – Versionierung Änderungsmanagement Auswertung und Projektsteuerung – Auswertung über Projektfortschritt iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 30 / 38
  • 30. Herausforderung an Umsetzung Medienbrüche – Verbindung zwischen Anforderungen und/oder Artefakten Harmonisierung mit anderen Prozessen – Entwicklungsprozess – Test- und Abnahmeprozess – Projektmanagement Technologieschwelle bei der Anforderungserfassung – „Mit Word geht es am besten“ Integration in bestehende technologische Infrastruktur iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 31 / 38
  • 31. Alles aus einem Guss geschlossene Suiten – Rational (Requisite pro, DOOR) IBM – Caliber (Borland) – ... teilgeschlossene Suiten – in-step von microtool (RE und UML) – ... . . . bieten Integration mit Tools für nachfolgende Projektschritte – Analyse/UML-Modellierung – Entwicklung – Testfälle . . . unterstützen Anforderungsmanagement iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 32 / 38
  • 32. Leichtgewichtiger Werkzeug-Baukasten (I) Zentraler Informationsaustausch – Serverbasierte Lösung – DMS Verfolgbarkeit – Gemeinsame Informationsbasis • Verknüpfung innerhalb eines Systems – „Verlinkbarkeit“ der Systeme • Physische Verlinkbarkeit (z.B. Webanwendungen) • JIRA Issues und SVN iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 33 / 38
  • 33. Leichtgewichtiger Werkzeug-Baukasten (II) Lebenszyklus einer Anforderung – State Maschine • Bugtracker (JIRA, …) Auswertung – Reports in State Maschine • Bugtracker (JIRA,… ) Versionierung / Anforderungsbaseline – Alle Bestandteile gemeinsam versionieren • Eine gemeinsame Datenbasis (MS-Worddokument, UML Modelle) – Versionen als statische Abzüge zu definierten Zeitpunkten • Exports nach Excel, PDF, HTML iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 34 / 38
  • 34. Agenda Einleitung Anforderungen dokumentieren Anforderungen validieren Anforderungen verwalten Fazit iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 35 / 38
  • 35. Fazit Nicht an der Qualität der Anforderungen/ Anforderungsdokumente sparen Finden Sie Ihr Anforderungsmanagement – Welche Eigenschaft benötigen Sie (und in welcher Ausprägung) Ziehen Sie leichtgewichtige Werkzeuge in Erwägung – „Besser als gar nichts“ – Kann Requirements Engineering weiterbringen – Siehe Fallstudie 2 – Einschränkungen sind hinzunehmen – Verfolgbarkeit / Versionierung Es muss nicht immer Software sein iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 36 / 38
  • 36. Referenzen [Überblick über RE Tools] http://easyweb.easynet.co.uk/~iany/other/vendors.htm [Caliber] http://www.borland.com/de/products/caliber/index.html [Rational] http://www.ibm.com/developerworks/rational/ [in-step] http://www.microtool.de/instep/de/index.asp iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 37 / 38
  • 37. Weiterführende Literatur KlausPohl/Chris Rupp, Basiswissen Requirements Engineering Chris Rupp & Sophisten , Requirements Engineering und -Management iks Thementag RE, Anforderungen dokumentieren, validieren und verwalten Seite 38 / 38