PHONETIK - PHONOLOGIE 
Verfasserin: Irje rebane 
2014
1. Das Sprechen 
2. Das Schreiben => 
Primat der mündlichen Sprache 
(historische Seite; der Mensch lernt sprechen früher ...
PHONETIK 
Ziel: Untersuchen und Beschreiben der materiellen Seite des Sprechens und Hörens 
Methoden: naturwissenschaftlic...
Phonetik 
Griech.: phōné = Laut, Ton, Stimme 
Wissenschaft von den sprachlichen Lauten, ihrer Art, Erzeugung und Verwendun...
Was wir tun, wenn wir sprechen ? 
Drei Phasen: 
Initiation (Anfang) – (!)zuerst Ausatmung: das Erzeugen eines Luftstroms,...
Artikulation 
 Bildung von Lauten mithilfe der Sprechwerkzeuge 
 Grundvoraussetzung für die Lautbildung ist die Atmung 
...
Artikulationsort 
● Artikulationsort – die Stelle, an der ein Laut durch die aktiven Organe, die an der 
Lautproduktion be...
Artikulationsart 
 Artikulationsart (auch Artikulationsmodus) – bezeichnet die Art und Weise des 
Überwindungsmodus im Vo...
Artikulationsort & Artikulationsart + Art der Phonation => Distinktive Merkmale 
(distinktiv – klar unterschieden) 
1)Affr...
Phonation (Laut-, Simmbildung) – der Vorgang der kontrollierten Stimmtonerzeugung 
durch die im Kehlkopf befindlichen Stim...
Stimmhaftigkeit/stimmlosigkeit 
 Stimmhaft – die Stimmlippen schwingen bei der Produktion eines Konsonanten 
 Stimmlos –...
ASPIRATION = BEAUCHUNG 
– das Merkmal der Tenues [p],[t],[k] – z.B. am 
Wortanfang und am Wortende vor einer Pause
Sonoranten/obstruenten 
 Sonoranten: 
- Keine durchgehende Verengung im Ansatzohr 
- Luftdruck vor Enge = Luftdruck nach ...
Segmentale/suprasegmentale merkmale 
der laute 
 Segmentale – Artikulationsart; Artikulationsort 
 Suprasegmentale – Akz...
Koartikulation/prosodie 
 Koartikulation – bedeutet, dass Laute immer in Verbindung mit den Lauten stehen, 
die sie umgeb...
Artikulation der Vokale 
VOKALE (Öffnungslaute) – Ausatemstrom wird im Ansatzohr nicht durch Verschluss 
oder Reibung gehe...
Diphthonge 
Diphthonge – ein Doppellaut aus zwei Vokalen 
Im Deutschen vor allem: 
au [ao] 
ei [ai] 
eu äu [oe] 
NB! Si...
Phonologie 
Rohschallerzeugung + Artikulation = Sprachlaut 
Sprachlaut + Erkennung der bedeutungsunterscheidenden Merkmale...
Kernziele der phonologischen Analyse 
1.Phoneme ermitteln 
2.Phonsystem erstellen 
3.Allophone ermitteln
1. Phoneme ermitteln 
 Ein Korpus von Äußerungen wird per Tonaufnahme zusammengestellt und in 
phonetischer Notation tran...
 Phonem – die kleinste bedeutungsunterscheidende segmentale Lauteinheit einer 
Sprache 
 Minimaalpaar – besteht aus zwei...
2. Phonemsystem erstellen 
Anlaut, Inlaut, Auslaut 
Phon Phonem Anlaut Inlaut Auslaut 
[p] /p/ Pass – Hass Mappe – Matte R...
3. Allophone ermitteln 
Allophone – Realisierungsvarianten eines Phonems 
(ein Phonem und mehrere Kategorien darunter) 
F...
Silbe 
Silbe = das zusammen Gesprochene 
Konsonantische Silbenschale – besteht aus Silbenkopf und Sibenkoda 
Vokalische ...
Silbentypen 
 NACKTE SILBE – eine vokalisch anlautende Silbe (z.B. Ei) 
 BEDECKTE SILBE – eine Silbe mit einem Konsonant...
Benutzte quellen 
 Albert Busch; Oliver Stenschke „Germanistische Linguistik. Eine Einführung“ 2007 
 www.uni-leipzig.de...
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  1. 1. PHONETIK - PHONOLOGIE Verfasserin: Irje rebane 2014
  2. 2. 1. Das Sprechen 2. Das Schreiben => Primat der mündlichen Sprache (historische Seite; der Mensch lernt sprechen früher als schreiben; Schriftsprache muss das weitergeben, was wir sprechen nicht umgekehrt) Phonetik und Phonologie: Untersuchen/beschreiben die mündliche Sprache
  3. 3. PHONETIK Ziel: Untersuchen und Beschreiben der materiellen Seite des Sprechens und Hörens Methoden: naturwissenschaftlich orientiert Grundeinheit: Phon/Laut PHONOLOGIE Ziel: Untersuchen und Beschreiben der Funktion und Position der Laute im Lautsystem als bedeutungsunterscheidende Einheiten Methoden: geisteswissenschaftlich orientiert Grundeinheit: Phonem/Lautklasse
  4. 4. Phonetik Griech.: phōné = Laut, Ton, Stimme Wissenschaft von den sprachlichen Lauten, ihrer Art, Erzeugung und Verwendung in der Kommunikation (Sender/Sprecher – Empfänger/Hörer) Artikulatorische Phonetik – untersucht die biomechanischen Vorgänge und Prozesse der Sprachlautproduktion (Produktion – die Seite des Senders) Akustische Phonetik – beschreibt die Eigenschaften und Übertragungscharakteristika des Sprachsignals (Übertragung: Sender => Hörer) Auditive Phonetik – analysiert die Aufnahme des Sprachsignals durch den Hörer (wie beim Hörer ankommt)
  5. 5. Was wir tun, wenn wir sprechen ? Drei Phasen: Initiation (Anfang) – (!)zuerst Ausatmung: das Erzeugen eines Luftstroms, der zur Lautproduktion benötigt wird/bildet die Grundlage aller Lautproduktion Phonation – Stimmbildung mithilfe des Kehlkopfes und der Stimmlippen/entsteht die Stimme Artikulation – Modifizierung des Schallsignals zu einem Sprachlaut
  6. 6. Artikulation  Bildung von Lauten mithilfe der Sprechwerkzeuge  Grundvoraussetzung für die Lautbildung ist die Atmung  Findet im Ansatzohr statt Ansatzohr offen: entstehen Vokale Ansatzohr verengt/geschlossen → explosionsartige Öffnung: entstehen Konsonanten
  7. 7. Artikulationsort ● Artikulationsort – die Stelle, an der ein Laut durch die aktiven Organe, die an der Lautproduktion beteiligt sind, gebildet wird Artikulationsorte, die für das Deutsche von Relevanz sind: Bilabial: Lautbildung von Unter- und Oberlippe [b, p] Labiodental: Lautbildung von Unterlippe und oberen Schneidezähnen [f] Dental: Lautbildung von Zungenspitze und oberen Schneidezähnen [t,d] Alveolar: Lautbildung von Zunge und Gaumenrand [r] Palatal: Lautbildung von Zunge und Palatum (hartem Gaumen) [j, ich-Laut] Velar: Lautbildung von Zunge und Velum (weichem Gaumen) [g, k] Uvular: Lautbildung von Zunge und Zäpfchen (uvula) [R] Glottal: Lautbildung an den Stimmritzen (glottis) [h]
  8. 8. Artikulationsart  Artikulationsart (auch Artikulationsmodus) – bezeichnet die Art und Weise des Überwindungsmodus im Vokaltrakt (Ansatzohr), durch die ein Sprachlaut gebildet wird Artikulationsarten des deutschen Konsonantensystem: (was passiert wenn wir sprechen)  Plosive (auch Explosive, Verschlusslaute): [ p, t, k; b, d, g] (passiert: eine kleine Explosion)  Nasale: die Nase ist beteiligt [m, n] (der Mund ist zu; die Luft strömt durch die Nase aus)  Vibranten (auch Schwinglaute): Zungenspitzen-r (apikales r) und Zäpfchen-r (uvulares r) (apikales r - nur in Dialekten im Deutschen; uvulares r – heudeutsche r)  Frikative (auch Spiranten): [f, s, v, j, z, h, x] (keine Explosion; fliessend)  Laterale (auch Seitenlaute): die Luftentweicht an beiden seiten der Zunge [l]  Affrikaten (auch Doppellaute): Verbindung zwischen Explosiven und Frikativen [pf, ts]
  9. 9. Artikulationsort & Artikulationsart + Art der Phonation => Distinktive Merkmale (distinktiv – klar unterschieden) 1)Affrikaten als:  Einzellaut – monophonematische Bewertung  Zwei Laute – biphonematische Bewertung 2) Unterschiedliche Zeichen im Duden-Aussprachwörterbuch und z.B. im Lexikon der Sprachwissenschaft (Knacklaut; Wörter, die mit <r> anlauten)
  10. 10. Phonation (Laut-, Simmbildung) – der Vorgang der kontrollierten Stimmtonerzeugung durch die im Kehlkopf befindlichen Stimmlippen; hinsichtlich der Konsonanten
  11. 11. Stimmhaftigkeit/stimmlosigkeit  Stimmhaft – die Stimmlippen schwingen bei der Produktion eines Konsonanten  Stimmlos – die Stimmlippen schwingen nicht bei der Produktion eines Konsonanten NB! Siehe Tabelle auf der Seite 45 (im Buch, Kapitel 3)
  12. 12. ASPIRATION = BEAUCHUNG – das Merkmal der Tenues [p],[t],[k] – z.B. am Wortanfang und am Wortende vor einer Pause
  13. 13. Sonoranten/obstruenten  Sonoranten: - Keine durchgehende Verengung im Ansatzohr - Luftdruck vor Enge = Luftdruck nach Enge - Spontan stimmhaft  Obstruenten: - Durchgehende Verengung im Ansatzohr - Luftdruck vor Enge ≠ Luftdruck nach Enge - Nicht spontan stimmhaft OBSTRUENTEN: Frikative; Plosive; Affrikaten SONORANTEN: alle anderen Laute
  14. 14. Segmentale/suprasegmentale merkmale der laute  Segmentale – Artikulationsart; Artikulationsort  Suprasegmentale – Akzent; Intonation; Sprechtempo oder Pausen
  15. 15. Koartikulation/prosodie  Koartikulation – bedeutet, dass Laute immer in Verbindung mit den Lauten stehen, die sie umgeben, und von diesen verändert werden  Prosodie – beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass Laute nicht nur nach ihren segmentalen Merkmalen klassifizierbar sind, sondern immer auch suprasegmentale Merkmale aufweisen Prosodie – als Intonation bezeichnende Satzmelodie (wichtig!)
  16. 16. Artikulation der Vokale VOKALE (Öffnungslaute) – Ausatemstrom wird im Ansatzohr nicht durch Verschluss oder Reibung gehemmt → stimmhafte Laute Hauptmerkmale, die die Eigenart der Vokale bestimmen: 1.Vertikale Zungenlage/Öffnungsgrad 2.Horizontale Zungenlage/Klangfarbe 3.Lippenrundung 4.Gespannt/ungespannt kurz oder lang
  17. 17. Diphthonge Diphthonge – ein Doppellaut aus zwei Vokalen Im Deutschen vor allem: au [ao] ei [ai] eu äu [oe] NB! Siehe das Vokaltrapez Seite 48 im Buch; Kapitel 3
  18. 18. Phonologie Rohschallerzeugung + Artikulation = Sprachlaut Sprachlaut + Erkennung der bedeutungsunterscheidenden Merkmale = Lautverstehen Die Untersuchung des Lautverstehens und des bedeutungsunterscheidenden Potezials von Lauten ist Aufgabe der PHONOLOGIE.
  19. 19. Kernziele der phonologischen Analyse 1.Phoneme ermitteln 2.Phonsystem erstellen 3.Allophone ermitteln
  20. 20. 1. Phoneme ermitteln  Ein Korpus von Äußerungen wird per Tonaufnahme zusammengestellt und in phonetischer Notation transkibiert  Die Lautketten werden in einzelne Phone segmentiert  Die ermittelten Phone werden durch Oppositionsbildung (Minialpaare) auf ihre bedeutungsunterscheidende Funktion hin überprüft und klassifiziert  Die Phone werden Phonemen zugeordnet (Phone sind materielle Einheiten, Phoneme sind abstrakte Klassen)
  21. 21.  Phonem – die kleinste bedeutungsunterscheidende segmentale Lauteinheit einer Sprache  Minimaalpaar – besteht aus zwei bedeutungsunterschiedenen Wörtern einer Sprache, die sich lediglich in einem Phonunterschieden Tisch - Fisch
  22. 22. 2. Phonemsystem erstellen Anlaut, Inlaut, Auslaut Phon Phonem Anlaut Inlaut Auslaut [p] /p/ Pass – Hass Mappe – Matte Raub – Raum [b] /b/ Bass – Fass Leber – Leder - [t] /t/ Tat – Rat leiten - leiden Tat – Tag [l] /l/ Leid – Neid Bälle – Bäche Fall – Fach [∫] /∫/ Schuh - Kuh Masche - Masse Barsch - Bart phonetische Besonderheit – AUSLAUTVERHÄRTUNG (Raub – Raum; /p/ im Auslaut, geschrieben wird <b>) Am Wort bzw. Silbenauslaut – die stimmhaften Obstruenten werden zu ihren stimmlosen Pendants verhärtet Innerhalb des Wortes – das Merkmal der Stimmhaftigkeit bleibt erhalten
  23. 23. 3. Allophone ermitteln Allophone – Realisierungsvarianten eines Phonems (ein Phonem und mehrere Kategorien darunter) Freie Allophone – unabhängig von der Lautumgebung Kombinatorische Allophone – stellungsbedingte Allophone abhängig von der Lautumgebung (In der Phonologie ich- und ach-Laute dieselbe; es gibt keine Minimalpaare, es hängt ab, welcher Vokal vorher kommt)
  24. 24. Silbe Silbe = das zusammen Gesprochene Konsonantische Silbenschale – besteht aus Silbenkopf und Sibenkoda Vokalische Silbenkern Silbenkern und –koda werden auch als Reim bezeichnet
  25. 25. Silbentypen  NACKTE SILBE – eine vokalisch anlautende Silbe (z.B. Ei)  BEDECKTE SILBE – eine Silbe mit einem Konsonanten im Anlaut (z.B. bei)  OFFENE SILBE – eine Silbe mit einem Vokal im Auslaut (z.B. so)  GESCHLOSSENE SILBE – eine Silbe mit konsonantischer Koda (z.B. ein)
  26. 26. Benutzte quellen  Albert Busch; Oliver Stenschke „Germanistische Linguistik. Eine Einführung“ 2007  www.uni-leipzig.de/~jtrommer/phonologie06/p5.pdf  www.duden.de  www.hgklein.de/romsem/propadeutikum/Seite22.htm
  27. 27. DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!

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