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Wissensmanagement 3.0Bedarfsorientierter Wissensaustausch mit Social Software und Semantischen Technologien<br />Rudi Stud...
Applied Research and & Technology Transfer<br />Innovative Application Scenarios<br />Basic Research<br />Applied Research...
FZI – 25 Jahre erfolgreicher Wissenstransfer im Bereich IT<br /><ul><li>Stiftung des Landes Baden-Württemberg
Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg</li></ul>Innovationsdrehscheibe im Bereich IT in Baden-Württemberg<br />...
Übersicht<br />Motivation: On-Demand Infrastrukturen<br />Beispielanwendungen<br />Bedarfsgetriebener Wissensaustauschin W...
Motivation: On-Demand Infrastrukturen<br />Just-in-time und Dienstorientierung als Management-Prinzip<br />Punktgenaue Lie...
Motivation: On-Demand Bereitstellung von Informationen und Wissen<br />Beobachtungen<br />Große Mengen an Informations- un...
Bedarfsgetriebener Wissensaustausch IN WIKIS<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />7<br />
Wikis<br />“The simplest online database that could possibly work” [Cunningham]<br />Themenorientierte Seite im Internet, ...
Ausgewählte Eigenschaften von Wikis<br />Vorteile<br />Inkrementelle Verbesserung der Inhalte<br />Jeder darf beitragen<br...
Umgang mit Qualität und (Un-)vollständigkeitin der Wikipedia<br />Soziale Praxis: Wartungsvorlagen<br />Wartungsvorlagen k...
Qualität: Mindestens 3% der Artikel in der (deutschsprachigen) Wikipedia haben Qualitätsmängel<br />Gesamtzahl der Artikel...
(Un-)Vollständigkeit: Nur wenige Sprachversionen der Wikipedia haben bisher eine signifikante Größe<br />279 Sprachversion...
(Un-)Vollständigkeit: Fehlende Artikel in der(deutschsprachigen) Wikipedia<br />Gesamtzahl der Artikel: 1.118.260 (Stand: ...
Evolution der Wikipedia: Stagnation der Beiträge<br />Wenige Autoren müssen immer mehr Inhalte pflegen<br />Die Erstellung...
Lösungsansatz 1: Intopedia.org<br />Fragestellungen<br />Wie können Informationsangebot und -Nachfrage der Wikipedia erhob...
LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />16<br />http://de.intopedia.org<br />
Lösungsansatz 2: Woogle4MediaWiki<br />Fragestellungen<br />Wie kann die Erstellung von relevanten Inhalten im Arbeitskont...
Lösungsansatz 2: Woogle4MediaWiki<br />Beispielfunktion: Zusatzinformation für „Rote Links“ (fehlende Artikel)<br />MediaW...
SEMANTIC NEED: LENKUNG VON ANNOTATIONEN IN SEMANTISCHEN WIKIS<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />19<br />
Das Semantische Web am Beispiel Semantic Media Wiki (SMW)<br />Ziel: Maschinelle Verarbeitung von Wissenauf Basis semantis...
(Semantische) Annotationen<br />Anwendungen<br />Suche und Informationsaggregation<br />Automatisierung von Abläufen (z.B....
Nutzung Semantischer Annotationen in Abfragen<br />SMW unterstützt strukturierte Anfragen<br />{{#ask:    [[Category:Count...
SMW Anfrageergebnis<br />{{#ask:    [[Category:Country]] [[OnContinent::Africa]] |?area |?...}}<br />???<br />…?<br />23<b...
Weshalb fehlen die angefragten Annotationen zu „Nigeria“?<br />Information fehlt<br />…nicht korrekt annotiert<br />Andere...
Idee: Heuristische Erkennung unvollständiger Informationen auf Basis existierender Anfragen von Nutzern (1)<br />{{#ask:  ...
Idee: Heuristische Erkennung unvollständiger Informationen auf Basis existierender Anfragen von Nutzern (2)<br />„Fehlende...
Semantic Need: Bedarfsgestützte Annotation fehlender Informationen in Semantic MediaWiki<br />Quellen desInformationsbedar...
Bedarfsgetriebener Wissensaustausch: Fazit<br />Wissensinfrastrukturen sind in der Praxis häufig evolutionär gestaltet und...
PARTICIPATORY SENSING: Dezentrale Erhebung von Daten und Feedback<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />29<br />
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Idee<br />Menschen mit Smartphones als „Fühler in die Realität“ um Räume, Flächen und verteilte Infrastruktur effektiver z...
Beispielszenarien (1)<br />Erfassung und Dokumentation von Sturmschäden<br />Aggregierte Sicht auf die Nutzung von Wegen ü...
Beispielszenarien (2)<br />Ständige Erfassung des Standorts von Maschinen und Material auf großen Firmengeländen, Baustell...
Die Senslet-Plattform des FZI: Motivation<br />Die Szenarien können von mobiler technischer Unterstützung profitieren<br /...
Der Senslet-Ansatz<br />Realisierung solcher Anwendungsfälle ohne spezialisierte Hardware und mit einer generischen Plattf...
Die Senslet-Plattform: Architektur<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />36<br />Senslet-Server<br />Unternehmens...
Die Senslet-Plattform: Ablauf<br />Die eigentliche Sammelphase über verschiedene (mobile) Endgeräte:<br />Datensammlung er...
Anwendungsfall „Stadtverbesserungen“:KA-Feedback<br />Ziel: Existierende Möglichkeiten für Verbesserungsvorschläge von Bür...
Existierende  Möglichkeiten auf Karlsruhe.de (1)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />39<br />
Existierende  Möglichkeiten auf Karlsruhe.de (2)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />40<br />
KA-Feedback auf dem iPhone (1)<br />Mobile Applikation mit der Bürger einfach Probleme & Schäden in der Stadt melden könne...
KA-Feedback auf dem iPhone (2)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />42<br />
ParticipatorySensing: Fazit<br />Mehrwert durch KA-Feedback<br />Für den Bürger: Einfachere Möglichkeit sein Feedback mitz...
Fazit und Ausblick<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />44<br />
Zusammenfassung<br />Bedarfsorientierung ist ein wichtiges Prinzip zur Organisation von IT-Ressourcen<br />Auch im Wissens...
Service Resolution Management<br />Effiziente Informationsverteilung zwischen Experten für eine interaktive Fehlerdiagnose...
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Wissensmanagement 3.0 Bedarfsorientierter Wissensaustausch mit Social Software und Semantischen Technologien

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Wissensmanagement 3.0 Bedarfsorientierter Wissensaustausch mit Social Software und Semantischen Technologien

  1. 1. Wissensmanagement 3.0Bedarfsorientierter Wissensaustausch mit Social Software und Semantischen Technologien<br />Rudi Studer<br />Hans-Jörg Happel<br />Valentin Zacharias<br />
  2. 2. Applied Research and & Technology Transfer<br />Innovative Application Scenarios<br />Basic Research<br />Applied Research<br />Applied Research<br />Product Development & Consulting<br />Technology TransferMarket Preparation<br />Networking<br />Teaching<br />Semantische Technologien in Karlsruhe<br />•<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />2<br />
  3. 3. FZI – 25 Jahre erfolgreicher Wissenstransfer im Bereich IT<br /><ul><li>Stiftung des Landes Baden-Württemberg
  4. 4. Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg</li></ul>Innovationsdrehscheibe im Bereich IT in Baden-Württemberg<br /><ul><li>Innovationspartner des KIT im Bereich IT</li></ul>Der Forschungsbereich IPE<br />Gestaltung intelligenter Informationsverarbeitung in Unternehmen und Wertschöpfungsnetzen<br />Methoden und Werkzeuge zur effizientenVerarbeitung von Information und Wissen sowiezur Internet-basierten Bereitstellung von Diensten<br /><ul><li>Berücksichtigung aller Aspekte assistierenderund kontextbewusster Informationsprozesse</li></ul>3<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />
  5. 5. Übersicht<br />Motivation: On-Demand Infrastrukturen<br />Beispielanwendungen<br />Bedarfsgetriebener Wissensaustauschin Wikis<br />Semantic Need: Lenkung von Annotationenin Semantischen Wikis<br />ParticipatorySensing: Dezentrale Erfassungvon Daten und Feedback<br />Fazit und Ausblick<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />4<br />
  6. 6. Motivation: On-Demand Infrastrukturen<br />Just-in-time und Dienstorientierung als Management-Prinzip<br />Punktgenaue Lieferung von Rohstoffen und Vorprodukten in der gewünschten Menge zum Zeitpunkt, an welchem sie tatsächlich gebraucht werden<br />Spart Lagerkosten und reduziert Verwaltungsaufwand<br />Ursprung in der Produktionslogistik (Automobil-Industrie)<br />Anwendung im IT-Kontext: Software-as-a-Service und Cloud Computing<br />Hardwareressourcen und Lizenzen werden dynamisch und verbrauchsabhängig bereitgestellt<br />Bezahlung der tatsächlichen Nutzung – keine Verschwendung von ungenutzten Kapazitäten<br />Schnelle Reaktion auf Marktveränderungen und Anpassung an Geschäfts-prozesse möglich<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />Anwendung im Bereich der Informations- und Wissensverarbeitung denkbar?<br />5<br />
  7. 7. Motivation: On-Demand Bereitstellung von Informationen und Wissen<br />Beobachtungen<br />Große Mengen an Informations- und Wissensinhalten in Organisationen werden zentral konzipiert und bereitgestellt<br />Gleichzeitig ändern sich Informations- und Wissensbedürfnisse der Anwender immer dynamischer<br />Anwender haben Expertenwissen und sind aktive Partizipationsmöglichkeiten aus dem Web 2.0 gewohnt („Prosumer“-Rolle)<br />Konsequenzen<br />Anwender sind häufig unzufrieden mit Umfang und Qualität der vorhandenen Inhalte und Dienste<br />Viele Inhalte und Dienste werden am eigentlichen Bedarf vorbei produziert<br />Potentielle Beiträge der Anwender werden selten systematisch genutzt<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />Wie kann die Rolle von Beitragenden systematisch unterstützt werden?<br />6<br />
  8. 8. Bedarfsgetriebener Wissensaustausch IN WIKIS<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />7<br />
  9. 9. Wikis<br />“The simplest online database that could possibly work” [Cunningham]<br />Themenorientierte Seite im Internet, die eine Wiki-Software einsetzt<br />Netzwerk aus explizit benannten und untereinander verlinkten Seiten („Internet in klein“)<br />Größtes und populärstes Wiki: Wikipedia [DE, EN, …]<br />Darüber hinaus auch große Verbreitung in Web-Communities, Unternehmen und Organisationen<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />8<br />
  10. 10. Ausgewählte Eigenschaften von Wikis<br />Vorteile<br />Inkrementelle Verbesserung der Inhalte<br />Jeder darf beitragen<br />Beitrag basierend auf eigener Entscheidung<br />Offene Form ermöglicht flexible Strukturierung<br />Probleme<br />Inhalte sind inhärent unvollständig<br />Mangel an zentraler Ordnung<br />Evolution ist weitgehend zufallsgesteuert<br />Einhaltung von Standards und hoher Qualität der Artikel<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />9<br />
  11. 11. Umgang mit Qualität und (Un-)vollständigkeitin der Wikipedia<br />Soziale Praxis: Wartungsvorlagen<br />Wartungsvorlagen kennzeichnen verbesserungswürdige Artikel<br />Die Mehrzahl wird manuell von Editoren eingefügt und gepflegt<br />Technische Funktionen: „Rote Links“ zeigen fehlende Artikel<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />10<br />
  12. 12. Qualität: Mindestens 3% der Artikel in der (deutschsprachigen) Wikipedia haben Qualitätsmängel<br />Gesamtzahl der Artikel: 1.118.260 (Stand: 5.8.2010)<br />Davon 31.036 mit Wartungsvorlagen gekennzeichnet (~3%)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />11<br />
  13. 13. (Un-)Vollständigkeit: Nur wenige Sprachversionen der Wikipedia haben bisher eine signifikante Größe<br />279 Sprachversionen insgesamt<br />10 davon über 500.000 Artikel<br />Weitere 26 mit >100.000 Artikel (darunter Chinesisch, Koreanisch, Türkisch, Indonesisch, Arabisch)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />12<br />Datengrundlage: Wikipedia Stand August 2010, Brockhaus 2006, EncyclopediaBritannica 2004 <br />
  14. 14. (Un-)Vollständigkeit: Fehlende Artikel in der(deutschsprachigen) Wikipedia<br />Gesamtzahl der Artikel: 1.118.260 (Stand: 5.8.2010)<br />Durchschnittlich 4,0 Links auf nicht vorhandene Artikel<br />Insgesamt 1.994.758 verlinkte, aber noch nicht vorhandene Artikel<br />Jeder davon im Schnitt 2,2 Mal aus den vorhandenen Artikeln verlinkt<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />13<br />
  15. 15. Evolution der Wikipedia: Stagnation der Beiträge<br />Wenige Autoren müssen immer mehr Inhalte pflegen<br />Die Erstellung und Pflege neuer Inhalte ist nicht direkt am konkreten Bedarf der Wikipedia-Leser ausgerichtet<br />Übergang vom Wikipedia-Leser zum Beitragenden gelingt zu selten<br /> Wie kann die Gemeinschaft besser bei der Pflege der Wikipedia unterstützt werden?<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />*Dabei sind neue Wikipedianer neue Wikipedia-Benutzeraccounts, die mindestens zehn Bearbeitungen an Artikeln vorgenommen haben und aktive Wikipedianer solche, die mehr als fünf Bearbeitungen an Artikeln in einem Monat vorgenommen haben.<br />(Quelle: Erik Zachte 2010)<br />14<br />Anzahl der neuen und aktiven Wikipedianer* im Zeitverlauf 2006 bis Mitte 2010(über alle Sprachversionen)<br />
  16. 16. Lösungsansatz 1: Intopedia.org<br />Fragestellungen<br />Wie können Informationsangebot und -Nachfrage der Wikipedia erhoben und besser aufeinander abgestimmt werden?<br />Wie können potentielle Autoren größere Transparenz über fehlende Inhalte und damit eigene Beitragsmöglichkeiten bekommen?<br />Prototyp: „Intopedia“<br />Eine Suchmaschine für verbesserungswürdigeArtikel in der Wikipedia<br />Datengrundlage: Wartungsvorlagen und„Rote Links“ auf fehlende Artikel<br />Ranking nach Informationsbedarf:<br />Anzahl der Verlinkungen von anderen Artikeln<br />Anzahl und Bewertung der Qualitätsmängel<br />Anzahl der Aufrufe durch Leser der Wikipedia (geplant)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />15<br />
  17. 17. LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />16<br />http://de.intopedia.org<br />
  18. 18. Lösungsansatz 2: Woogle4MediaWiki<br />Fragestellungen<br />Wie kann die Erstellung von relevanten Inhalten im Arbeitskontext erleichtet werden?<br />Wie können Suchende und Beitragende enger kooperieren und leichter ihre Rolle wechseln?<br />Prototyp: „Woogle4MediaWiki“<br />Eine Erweiterung der Suche der Wiki-Software MediaWiki<br />Woogle nutzt Suchanfragen und zusätzliche Metadaten (z.B. Links), um den Bedarf nach gewünschten Seiten zu qualifizieren<br />Nutzer werden informiert wie stark ein Informationsbedarf ist und in welchem Kontext er besteht<br />Ermöglicht die Bereitstellung von Inhalten auf Grund von Informationsbedürfnissen in Unternehmens- und Organisationswikis<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />17<br />
  19. 19. Lösungsansatz 2: Woogle4MediaWiki<br />Beispielfunktion: Zusatzinformation für „Rote Links“ (fehlende Artikel)<br />MediaWiki-Standard<br />Woogle4MediaWiki<br /> Annahme: Bedarfsinformation führt zu höherer Beitragsbereitschaft<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />18<br />
  20. 20. SEMANTIC NEED: LENKUNG VON ANNOTATIONEN IN SEMANTISCHEN WIKIS<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />19<br />
  21. 21. Das Semantische Web am Beispiel Semantic Media Wiki (SMW)<br />Ziel: Maschinelle Verarbeitung von Wissenauf Basis semantischer Annotationen<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />20<br />
  22. 22. (Semantische) Annotationen<br />Anwendungen<br />Suche und Informationsaggregation<br />Automatisierung von Abläufen (z.B. Vereinbarung eines Arzttermins)<br />Probleme<br />Erstellung und Pflege sind aufwändig und teuer<br />Erstellung ist entkoppelt von der Nutzung (in Bezug auf Akteure und Zeit)<br />Nutzen für den Ersteller ist nicht unmittelbar klar<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />21<br />
  23. 23. Nutzung Semantischer Annotationen in Abfragen<br />SMW unterstützt strukturierte Anfragen<br />{{#ask: [[Category:Country]] [[OnContinent::Africa]] |?area |?...}}<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />22<br />
  24. 24. SMW Anfrageergebnis<br />{{#ask: [[Category:Country]] [[OnContinent::Africa]] |?area |?...}}<br />???<br />…?<br />23<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />
  25. 25. Weshalb fehlen die angefragten Annotationen zu „Nigeria“?<br />Information fehlt<br />…nicht korrekt annotiert<br />Anderer Relations-name<br />Externe Datenquelle offline<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />24<br />
  26. 26. Idee: Heuristische Erkennung unvollständiger Informationen auf Basis existierender Anfragen von Nutzern (1)<br />{{#ask: [[Category:Country]] [[OnContinent::Africa]] |?area |?...}}<br />Fehlende Annotation:[[OnContinent::Africa]] „Beinahe-Ergebnis“<br />Egypt 1.001.449 km2 83.082.869 Cairo Egyptian pound<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />25<br />
  27. 27. Idee: Heuristische Erkennung unvollständiger Informationen auf Basis existierender Anfragen von Nutzern (2)<br />„Fehlende Ausgabewerte“<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />26<br />
  28. 28. Semantic Need: Bedarfsgestützte Annotation fehlender Informationen in Semantic MediaWiki<br />Quellen desInformationsbedarfs<br />Hinweis<br />27<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />
  29. 29. Bedarfsgetriebener Wissensaustausch: Fazit<br />Wissensinfrastrukturen sind in der Praxis häufig evolutionär gestaltet und damit inhärent unvollständig; z.B.:<br />Wikipedia<br />(Semantische) Annotationssysteme<br />Betriebliches Wissensmanagement<br />Neuartige Wissensdienste adressieren und unterstützen den Nutzer in der Rolle des Beitragenden<br />Intopedia & Woogle4MediaWiki<br />Semantic Need<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />28<br />
  30. 30. PARTICIPATORY SENSING: Dezentrale Erhebung von Daten und Feedback<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />29<br />
  31. 31. ?<br />Wie kann man mit Smartphonesund intelligenter Software<br />die kollektive Intelligenz<br />von Mitarbeitern,<br />Kunden oder Bürgern<br />für die Verwaltung von<br />verteilter Infrastruktur<br />nutzen<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />30<br />
  32. 32. Idee<br />Menschen mit Smartphones als „Fühler in die Realität“ um Räume, Flächen und verteilte Infrastruktur effektiver zu verwalten<br />Automatische Erfassung von Sensordaten (z.B. Position, Geschwindigkeit)<br />Nutzern direktes, kontextbezogenes Feedback in einer Situation ermöglichen<br />Insbesondere für Anwendungsfälle, in denen dedizierte Lösungen mit spezialisierter Hardware nicht finanzierbar sind<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />31<br />
  33. 33. Beispielszenarien (1)<br />Erfassung und Dokumentation von Sturmschäden<br />Aggregierte Sicht auf die Nutzung von Wegen über GPS-Spuren<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />32<br />
  34. 34. Beispielszenarien (2)<br />Ständige Erfassung des Standorts von Maschinen und Material auf großen Firmengeländen, Baustellen und Bergwerken<br />Periodische Kontrolle von verteilter Infrastruktur (wie verteilten Lagerhäusern mit Notfall Materialien) <br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />33<br />
  35. 35. Die Senslet-Plattform des FZI: Motivation<br />Die Szenarien können von mobiler technischer Unterstützung profitieren<br />Mehr Präzision in den erfassten Daten <br />GPS, Bilder, Audio und Video anstelle oder ergänzend zu Beschreibungen<br />Tatsächliche Erfassung der Nutzung im Alltag statt nachträglicher Befragung<br />Schnellere Reaktion durch sofortige Übermittlung über das mobile Web<br />Bessere und einfacherer Integration durch Datenerfassung, Sammlung und Analyse ohne Medienbrüche<br />Technische Realisierung ist jedoch (noch) relativ komplex<br />Teure, spezialisierte Lösungen die auf den Anwendungsfall angepasst werden müssen<br />Oft aufbauend auf spezialisierter und teurer Hardware<br />Dadurch bisher nur wenige Anwendungsfälle für wenige Nutzer lösbar<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />34<br />
  36. 36. Der Senslet-Ansatz<br />Realisierung solcher Anwendungsfälle ohne spezialisierte Hardware und mit einer generischen Plattform, die auf viele Anwendungsfälle anpassbar ist<br />Für kleinere Anwendungsfälle<br />Für Anwendungsfälle mit sehr vielen Nutzern <br />Als Prototyp vor der Erstellung einer dedizierten Lösung<br />Der Senslet-Ansatz des FZI schafft eine Plattform die all diese Anwendungsfälle abdeckt und keine spezielle Hardware benötigt<br />Dadurch werden mehr Anwendungsfälle und größere Nutzerzahlen kostengünstiger realisierbar<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />35<br />Die Senslet-Plattform: Ziele<br />
  37. 37. Die Senslet-Plattform: Architektur<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />36<br />Senslet-Server<br />Unternehmens- software<br />Sens-let<br />Sens-let<br />Sens-let<br />App-Store<br />Sens-let<br />
  38. 38. Die Senslet-Plattform: Ablauf<br />Die eigentliche Sammelphase über verschiedene (mobile) Endgeräte:<br />Datensammlung erfolgt durch Nutzer, System oder automatische Protokollierung<br />Zusammenfassen, Visualisieren und Bereinigen der gesammelten Daten<br />Eine Organisation definiert ein „Senslet“ dazu was/wer/wann/wo an Daten erfasst werden soll <br />Durchführen von Aktionen auf Basis der gesammelten Informationen <br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />37<br />
  39. 39. Anwendungsfall „Stadtverbesserungen“:KA-Feedback<br />Ziel: Existierende Möglichkeiten für Verbesserungsvorschläge von Bürgernauf eine neue technische Basis stellen<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />Winterdienst und Schlaglochalarm (KA-News.de, 17.01.2011)<br />„Viele Karlsruher beklagen den Zustand der Karlsruher Straßen und wettern gegen den städtischen Winterdienst. Zu viele spiegelglatte Straßen, zu wenig Streusalz und jetzt die kraterförmigen Schlaglöcher verärgern die Bürger. […] Nach aktuellen Berechnungen des ADAC wird jede zweite Straße in Karlsruhe von Straßenschäden betroffen sein.“<br />38<br />
  40. 40. Existierende Möglichkeiten auf Karlsruhe.de (1)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />39<br />
  41. 41. Existierende Möglichkeiten auf Karlsruhe.de (2)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />40<br />
  42. 42. KA-Feedback auf dem iPhone (1)<br />Mobile Applikation mit der Bürger einfach Probleme & Schäden in der Stadt melden können<br />Direkte Zustellung an die Stadtverwaltung per E-Mail<br />Derzeit verfügbar für iPhone („KA-Feedback“ im AppStore)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />41<br />
  43. 43. KA-Feedback auf dem iPhone (2)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />42<br />
  44. 44. ParticipatorySensing: Fazit<br />Mehrwert durch KA-Feedback<br />Für den Bürger: Einfachere Möglichkeit sein Feedback mitzuteilen<br />Für die Stadt: <br />Genauere Ortsangaben in den Meldungen<br />Potentiell mehr Meldungen und die Beteiligung breiterer Bevölkerungsschichten <br />Mehr Bürgernähe<br />Grundsätzliche Herausforderungen<br />Nutzbarkeit der Applikation<br />Aufbereitung und Analyse der Daten (insb. unter Berücksichtigung von teilweise falschen Angaben)<br />Aktuelle Forschungsansätze<br />Automatische Verarbeitung komplexer Ereignisse (Complex Event Processing; FZI)<br />Qualitätsmanagement und -Sicherung im Crowdsourcing (KIT/KSRI)<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />43<br />
  45. 45. Fazit und Ausblick<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />44<br />
  46. 46. Zusammenfassung<br />Bedarfsorientierung ist ein wichtiges Prinzip zur Organisation von IT-Ressourcen<br />Auch im Wissens- und Informationsmanagement werden häufig Inhalte und Dienste unabhängig vom Bedarf der Nutzer vorgehalten<br />Grundprinzipien für neue Anwendungen und Werkzeuge<br />Bessere Abstimmung von Informationsangebot und –Nachfrage<br />Explizite Unterstützung der Anwender als Beitragende („Prosumer“)<br />Vereinfachung von Feedback und Beitragsmöglichkeiten<br />KA-Feedback, Intopedia und Semantic Need sind Beispiele für die Umsetzung dieser Prinzipien<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />45<br />
  47. 47. Service Resolution Management<br />Effiziente Informationsverteilung zwischen Experten für eine interaktive Fehlerdiagnose.<br />Produkte:<br /><ul><li>SemanticGuide</li></ul>Referenczen:<br /><ul><li>AVL DiTEST
  48. 48. GE Jenbacher
  49. 49. Heidelberger Druck
  50. 50. SMA Solar Technology</li></ul>Semantische Infrastruktur<br />Produkte: OntoBroker & OntoStudio<br />Professionelle Semantic MediaWiki-Lösungenim Portfolio der ontoprise GmbH<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />46<br />Semantic Enterprise Wiki<br />Integriertes Wissensmanagement – auf Wiki-Art!<br />Produkte:<br />Semantic MediaWiki+<br />Referenzen:<br />Siemens<br />Unesco<br />Vulcan Inc. <br />SemanticsforSharePoint<br />Optimale Wissensorganisation für kollaborative Prozesse in MS SharePoint.<br />Produkte:<br />SemanticMiner for SP<br />SemanticWiki for SP<br />Referenzen:<br />Deutsche Telekom<br />Sulzer Metco<br />Voith Hydro<br />Content Discovery<br />Verstecktes Wissen in unstrukturierten und strukturierten Daten entdecken.<br />Produkte:<br />Semantic Content Analytics<br />SemanticXpress<br />SemanticMiner<br />Referenzen:<br />Roche<br />Service-BW<br />Swisscom<br />VectorInformatik<br />Semantic Information Integration<br />NutzerfreundlicheBereitstellung und Zusammenfassung von DatenunterschiedlichsterQuellen.<br />Produkte:<br />SemanticIntegrator<br />Referenzen:<br />Audi<br />Partners HealthCare<br />Johnson & Johnson<br />
  51. 51. Veranstaltungshinweis: Standvortrag und Gesprächsrunde zu Semantic MediaWiki<br />Weiterführende Informationen zur Open Source-Software „Semantic MediaWiki“ und ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Erweiterungen<br />Mit Basil Ell, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)<br />Heute, 16.15h am Stand C 43<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />47<br />
  52. 52. Thank you for your attention !<br />Prof. Dr. Rudi Studer<br />FZI ForschungszentrumInformatik<br />und<br />Institute AIFB & KSRI <br />KIT KarlsruherInstitutfürTechnologie<br />http://www.fzi.de/ipe<br />http://www.aifb.kit.edu<br />http://www.stigermany.de<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />48<br />
  53. 53. Publikationen<br />Hans-Jörg Happel: Semantic Need: GuidingMetadataAnnotationsbyQuestions People #ask. In Proc. 9th International Semantic Web Conference, Shanghai, 2010: 321-336.<br />Hans-Jörg Happel: Socialsearchandneed-drivenknowledgesharing in Wikis withWoogle. In Proceedingsofthe 5th International Symposium on Wikis and Open Collaboration (WikiSym '09). ACM, New York, NY, USA 2009. <br />Hans-Jörg Happel: Towards Need-drivenKnowledge Sharing in Distributed Teams. In Proceedingsofthe 9th International Conference on Knowledge Management (I-KNOW 2009) 128-139.<br />Hans-Jörg Happel: Woogle - On WhyandHowtoMarry Wikis with Enterprise Search. In Proc. Wissensmanagement 2009: 194-205.<br />Markus Krötzsch, Denny Vrandecic, Max Völkel, Heiko Haller, Rudi Studer. Semantic Wikipedia. In Journal of Web Semantics 5/2007, pp. 251–261. Elsevier 2007. <br />Ben Romberg, Hans-Jörg Happel (Betreuer) und Ulrich Bröckl (Betreuer): Intopedia: Personalisierte Beitragsempfehlungen für die Wikipedia. Bachelorarbeit, Hochschule Karlsruhe und FZI Forschungszentrum Informatik, September 2010.<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />49<br />
  54. 54. Danksagung<br />Dank für den Beitrag zu Folien und Inhalten an:<br />Ben Romberg<br />Denny Vrandečić<br />Dank für finanzielle Unterstützung an:<br />Das Bundeswirtschaftsministerium, welches teilweise das THESEUS Forschungsprogramm unterstützt (http://theseus-programm.de)<br />Die Landesstiftung Baden-Württemberg, die teilweise das Projekt „GlobaliSE“ unterstützt (http://www.globalise-projekt.de/)<br />Das Land Baden-Württemberg für die Unterstützung des FZI<br />LEARNTEC 2011: Wissensmanagement 3.0<br />50<br />

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