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Social Recruiting - Mythos oder Wirklichkeit

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Social Recruiting ist mehr als "Social Media Recruiting". Es ist die Begegnung zwei Menschen auf Augenhöhe zwecks eines offenen Austausch über berufliche Perspektive. Diese Begegnungen können durch Active Sourcing, eine klassische Bewerbung oder (vor allem) durch persönliche Netzwerke entstehen.

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Social Recruiting - Mythos oder Wirklichkeit

  1. 1. Social Recruiting – Mythos oder Wirklichkeit? Impulsvortrag von Henrik Zaborowski bei den Promerit Talent Managment Insights 2015 Social Recruiting
  2. 2. Social Recruiting? Was soll das sein? „social“ = gesellschaftlich, gesellig, sozial
  3. 3. Social Recruiting? Was haben wir denn dann bis jetzt gemacht?
  4. 4. Social Recruiting? DAS ist bisher unsere Botschaft an die Bewerber: Quelle: www.bildreflexe.de / pixelio.de
  5. 5. Recruiting in Deutschland? Ein Desaster! Seit Jahrzehnten!
  6. 6. Recruiting in Deutschland? Die Grundprobleme in der Personalauswahl: 1) Wir blicken eindimensional auf scheinbaren Erfolg! 2) Und ignorieren die Komplexität des Lebens!
  7. 7. Personalauswahl in Deutschland? Stümperhaft und nicht valide! Die Wissenschaft sagt das schon lange ...
  8. 8. ... sie wissen nicht, was sie tun! http://www.personalblogger.net/2015/05/20/was-macht-hr-erfolgreich/
  9. 9. Unsere Auswahlkriterien Erfolg Disziplin Ausdauer Strebsamkeit Angepasstheit Zielorientierung
  10. 10. Auswahl anhand von bitte was? „Wir nehmen nur die Schlausten und die Besten, weil unsere Jobs sind megageilomat ach so, und wie wir diese Passung testen? Wir schleusen den CV durch den Automat. Und das stört mich am Recruiting echt am meisten Die Personalauswahl anhand gelackter Fakten. Verbunden mit der Frage: Was kann der Bewerber leisten? Und all das lesen wir aus Akten.“ Henrik Zaborowski, Recruiter Slam 2015
  11. 11. Bewerben in Deutschland „So sieht die perfekte Bewerbung aus“ „In 5 Schritten zum richtigen Bewerbungsfoto“ „So antworten Sie richtig auf fiese Personalerfragen“ „Das muss in Ihren Lebenslauf“ „So bringen Sie Ihre Persönlichkeit richtig rüber“
  12. 12. Personalauswahl / Bewerben in Deutschland?
  13. 13. Personalauswahl / Bewerben in Deutschland? What ever you‘ve done: I‘ve done it bigger, better and for longer!
  14. 14. Alter Erfolg = zukünftiger Erfolg? „Zahlen, Daten und Fakten, selbst vorgewiesene und glaubhaft berichtete Erfolge sind nur bedingt aussage- kräftig. Ein wenig zuverlässiger als Titel und Noten sind sie, aber noch immer keine Gewähr dafür, dass der Kandidat die Herausforderungen der neuen Aufgabe ähnlich gut oder besser meistern wird.“ (Leopold Hüffner)
  15. 15. Erfolg = Leben? Die Wirtschaft hat die Arbeit und damit auch die Menschen vom Leben entkoppelt. Es herrscht die Illusion der Vorhersagbarkeit und des herbeiführbaren Erfolges. Erfolg im Beruf ist das erstrebenswerteste im Leben – und er ist mein Verdienst! Aber beides ist nicht die Wahrheit!
  16. 16. Mythos Erfolg „Viele Organisationen sind vom Dogma individueller Leistung durchdrungen. Dabei ist Einzelleistung ein Mythos.“ „Das Problem ist, dass wirklich niemand ein auch nur im Ansatz funktionierendes Modell vom individuell verursachten beruflichen Erfolg hat.“ Dr. Rüdiger Hossiep https://www.xing.com/communities/posts/bochumer-inventare- 1009682220?comment=33216934
  17. 17. Der Recruitingwahnsinn Recruiting ist die Kunst uns gegenseitig zu blenden, selbst im Weg stehen, in die Tasche lügen, dringend gebrauchte Talente, Wissen und Motivation liegen lassen - und uns dabei auch noch gut und erfolgreich aussehen zu lassen!
  18. 18. Erfolg = Leben = unser Problem! Erfolg im Beruf ist das erstrebenswerteste im Leben – und er ist mein Verdienst? Das ist zum einen nicht wahr! Und zum anderen: Was bitte ist daran „social“???
  19. 19. Die Wahrheit hat mehr als eine Seite „Luther des Recruitings“ „Einstein des Recruitings“ „Rainmaker“ „Ich bin ein ganz großer Fan von Ihnen“ „Der beste Personalberater, den ich je hatte“ „Sie haben mein Herz berührt“ „Episch“ (Recruiter Slam 2015 Champion) „Ich ziehe meinen Hut“ „Einer der renommiertester HR Blogger“ „Freigeist“
  20. 20. „andere Seite“ Eine gescheiterte Selbständigkeit Zweite läuft noch ....  Zweimal arbeitslos, Besuch beim Sozialamt Kein Haus, kaum Altersvorsorge, Auto 14 Jahre alt, Schulden, seit Jahren keinen richtigen Urlaub Sechs „Wechsel“ in 14 Jahren
  21. 21. Wer war noch mal das Subjekt? Ach ja! Der Mensch!!!
  22. 22. Menschen Zhang Ruimin, Chef von Haier Weltmarktführer für Haushaltsgroßgeräte 70.000 Mitarbeiter http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/haier-chef-zhang-ruimin-zhang-ruimin-zur-arbeit-der- zukunft/11740152-2.html
  23. 23. Der ideale Mitarbeiter „Der ideale Mitarbeiter“, Studienreport von Andrea Derler, November 2014 1. Ideal ist, wer angepasst ist. Andersdenkende Individuen, die selbstlos agieren, selbstbewusst vom Trend abweichen oder gar schwer beeinflussbar sind, gelten nicht als Ideale Mitarbeiter 2. Besonders Führungskräfte in Konzernkulturen haben sehr genaue Vorstellungen. Sie wünschen sich u.a. produktive, fleißige und schnelle Mitarbeiter und betonen die höchste Anzahl wichtiger Mitarbeitermerkmale von allen untersuchten Kulturen.
  24. 24. HR und Fachbereich als Mensch Die optimale Auslastung eines Managers liegt lt. Dueck und der Mathematik bei 75-85%.
  25. 25. Die (Er)Lösung?? Jetzt wird alles digital! http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/software-erkennt-persoenlichkeit-mit-sprachanalyse-13596216.html
  26. 26. Matching durch Software?
  27. 27. Software – und dann? http://www.kaushik.net/avinash/the-10-90-rule-for-magnificient-web-analytics-success/
  28. 28. Das Problem ist und bleibt ... „der Mensch!“
  29. 29. Erstmalig in der Geschichte wird der Mensch im Vordergrund stehen! Aus Profitgründen! Aber egal.
  30. 30. Social Recruiting: Wenn „Arbeitgeber“ und „Bewerber“ sich als Menschen im Bewusstsein der Komplexität des Lebens auf einander einlassen! Und jetzt?
  31. 31. Personalauswahl anhand • Fähigkeiten • Interessen • Motiven • Idealem Arbeitsumfeld
  32. 32. „Talent“ wird neu definiert • Schul- & Studiumsabbrecher, Quereinsteiger, Rentner, Eltern, Arbeitslose, Ausländer ... • Job wird an Mitarbeiter angepasst
  33. 33. • Recruiting durch persönliche Netzwerke der Führungskräfte & Mitarbeiter • Professionelles Trennungsmanagement • Lose, aber langfristige Beziehungen • Karriere in „2-3 Jahres-Schritten“ Recruiting in & durch Netzwerke
  34. 34. Fazit? Social Recruiting ist (noch) ein Mythos!
  35. 35. Fazit? Denn wenn wir so weiter mit uns umgehen wie bisher, werden wir als Wirtschaft und als Gesellschaft scheitern! Wir müssen dringend unser Recruiting ändern!
  36. 36. Vielen Dank! Henrik Zaborowski hzaborowski / feelgood@work www.hzaborowski.de Twitter Youtube Kanal hz@hzaborowski.de Mobil 0170 700 33 46

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