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日本の音階
japanische Skalen
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
       Die traditionelle Gagakutheorie
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
       Die traditionelle Gagakutheorie
       Ueharas Theorie der Yo- und Inskala
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
       Die traditionelle Gagakutheorie
       Ueharas Theorie der Yo- und Inskala
       Koizumis Tetrachordtheorie
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
       Die traditionelle Gagakutheorie
       Ueharas Theorie der Yo- und Inskala
       Koizumis Tetrachordtheorie
       Akira Tambas Theorie der metrischen
       und nicht metrischen Skalen
Theorien zu den Skalen in
   japanischer Musik:
       Die traditionelle Gagakutheorie
       Ueharas Theorie der Yo- und Inskala
       Koizumis Tetrachordtheorie
       Akira Tambas Theorie der metrischen
       und nicht metrischen Skalen
       …und immer wieder werden neue
       Versuche gewagt!
Die Gagakuskala ist eine pythagoräische
             12-ton-Skala
(die pythagoräische Stimmung wurde von
         China übernommen)
Die Gagakuskala ist eine pythagoräische
                                12-ton-Skala
(die pythagoräische Stimmung wurde von
                     China übernommen)
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                                            cho
                            kyo
Die Gagakuskala ist eine pythagoräische
                                12-ton-Skala
(die pythagoräische Stimmung wurde von
                     China übernommen)
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                                            cho
                            kyo




 So sieht es jedenfalls in der Theorie aus.
Offensichtlich steht der T f in einem sehr
                          on
  komplexen Verhältnis zum Grundton…




                                             o
Offensichtlich steht der T f in einem sehr
                          on
  komplexen Verhältnis zum Grundton…
   Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete
“Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt.




                                                  o
Offensichtlich steht der T f in einem sehr
                          on
      komplexen Verhältnis zum Grundton…
         Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete
“Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt.

呂 ryo

soujou
                                                     o




ichikotsuchou




taishikichou
Offensichtlich steht der T f in einem sehr
                          on
      komplexen Verhältnis zum Grundton…
         Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete
“Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt.

呂 ryo                                    律 ritsu

soujou                            oushikichou        o




ichikotsuchou                    banshikichou




taishikichou                      hyoujou
AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu
   ist dorisch, abgesehen von ein paar
eingeklammerten Vorzeichen und der nicht
      recht passenden Anlage der
   pythagoräischen Stimmung und der
  Tatsache, daß es noch eine Stimmung
namens “suichou” gibt, eine Variante von
     oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g.
  Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein
   Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu
   ist dorisch, abgesehen von ein paar
eingeklammerten Vorzeichen und der nicht
      recht passenden Anlage der
   pythagoräischen Stimmung und der
  Tatsache, daß es noch eine Stimmung
namens “suichou” gibt, eine Variante von
     oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g.
  Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein
   Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu
   ist dorisch, abgesehen von ein paar
eingeklammerten Vorzeichen und der nicht
      recht passenden Anlage der
   pythagoräischen Stimmung und der
  Tatsache, daß es noch eine Stimmung
namens “suichou” gibt, eine Variante von
     oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g.
  Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein
   Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und
     kann Ihnen nicht sagen, wie die
Widersprüche zwischen Theorie und Praxis
             gelöst werden.
Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und
     kann Ihnen nicht sagen, wie die
Widersprüche zwischen Theorie und Praxis
             gelöst werden.

Deshalb zu Ueharas Theorie!
Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und
     kann Ihnen nicht sagen, wie die
Widersprüche zwischen Theorie und Praxis
             gelöst werden.

Deshalb zu Ueharas Theorie!
Sie wurde 1892 unter dem Titel
    “俗楽旋律考” vorgestellt.
Was so viel bedeutet wie “Betrachtungen
 zu Melodien der bürgerlichen Musik”;
 gemeint waren damit die Stadtbürger
Edos,Osakas, Kyotos, Nagoyas, wenn
      man nicht gleich sagen will:
俗楽, zokugaku, heißt Kabuki, Jiuta etc.,
Was so viel bedeutet wie “Betrachtungen
 zu Melodien der bürgerlichen Musik”;
 gemeint waren damit die Stadtbürger
Edos,Osakas, Kyotos, Nagoyas, wenn
      man nicht gleich sagen will:
俗楽, zokugaku, heißt Kabuki, Jiuta etc.,
 was man gemeinhin so
“Tokugawamusik” nennt.
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
     Die in-Skala verhält sich auf- und
          absteigend verschieden:
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
     Die in-Skala verhält sich auf- und
          absteigend verschieden:
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
     Die in-Skala verhält sich auf- und
          absteigend verschieden:



         Ein typisches Musikbeispiel:
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
      Kineya Gosaburo
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
     Die in-Skala verhält sich auf- und

  杵屋五三郎   absteigend verschieden:



         Ein typisches Musikbeispiel:
Ueharas Modell ist von verführerischer
Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala
(der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der
      Kineya Gosaburo
 yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
     Die in-Skala verhält sich auf- und

  杵屋五三郎   absteigend verschieden:



         Ein typisches Musikbeispiel:
Es ist allgemein akzeptiert, daß in dieser Skala die
  Halbtöne, besonders früher, enger genommen
wurden als 100 Cent; Shouji Yamaguchi berechnet
     aus den Tabellen für Fingerpositionen in
einschlägigen Kabuki-Shamisen-Lehrwerken Werte
zwischen 70 und 80 Cent für den Halbton zwischen
   c und des, 80 und 90 Cent für den Halbton
                zwischen g und as.
Es ist allgemein akzeptiert, daß in dieser Skala die
  Halbtöne, besonders früher, enger genommen
wurden als 100 Cent; Shouji Yamaguchi berechnet
     aus den Tabellen für Fingerpositionen in
einschlägigen Kabuki-Shamisen-Lehrwerken Werte
zwischen 70 und 80 Cent für den Halbton zwischen
   c und des, 80 und 90 Cent für den Halbton
                   zwischen g und as.


      76 Cent                      82 Cent    76 Cent




                (hier jeweils: Mittelwerte)
Wie ich Ihnen schon schrieb, können die
Verhältnisse auch wesentlich komplexer
ausfallen; hier eine Passage von wirklich
        verwegener Harmonik!
Wie ich Ihnen schon schrieb, können die
Verhältnisse auch wesentlich komplexer
ausfallen; hier eine Passage von wirklich
        verwegener Harmonik!

                           (aus “Shiki no nagame” -
                            “Betrachtung der vier
                             Jahreszeiten” – von
                             Matsuura Kengyo)
Wie ich Ihnen schon schrieb, können die
Verhältnisse auch wesentlich komplexer
ausfallen; hier eine Passage von wirklich
        verwegener Harmonik!

                           (aus “Shiki no nagame” -
                            “Betrachtung der vier
                             Jahreszeiten” – von
                             Matsuura Kengyo)
Die yo-Skala ist dann eine einfache
    Pentatonik ohne Halbtöne:
Die yo-Skala ist dann eine einfache
    Pentatonik ohne Halbtöne:
Die yo-Skala ist dann eine einfache
       Pentatonik ohne Halbtöne:




     Diese Skala findet man besonders in
nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im
     folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
Die yo-Skala ist dann eine einfache
       Pentatonik ohne Halbtöne:




     Diese Skala findet man besonders in
nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im
     folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
Die yo-Skala ist dann eine einfache
       Pentatonik ohne Halbtöne:




     Diese Skala findet man besonders in
nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im
     folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
Fumio Koizumi versuchte in den 70er Jahren, von den
 Ergebnisse seiner Volksmusikforschungen aus eine
integrative Theorie japanischer Skalen zu entwickeln.
   Dieser Theorie sieht den Quartrahmen als die
wesentlichste Konstituente aller japanischen Musik;
   in diesen Rahmen wird ein das jeweilige Genre
  charakterisierender T eingefügt, wodurch vier
                       on
   Dreitongruppen entstehen, die Koizumi etwas
         unglücklich “Tetrachorde” nannte.
Fumio Koizumi versuchte in den 70er Jahren, von den
 Ergebnisse seiner Volksmusikforschungen aus eine
integrative Theorie japanischer Skalen zu entwickeln.
   Dieser Theorie sieht den Quartrahmen als die
wesentlichste Konstituente aller japanischen Musik;
   in diesen Rahmen wird ein das jeweilige Genre
  charakterisierender T eingefügt, wodurch vier
                       on
   Dreitongruppen entstehen, die Koizumi etwas
         unglücklich “Tetrachorde” nannte.
Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man
          z.B. die folgenden Skalen:
Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man
          z.B. die folgenden Skalen:

                        Miyako-bushi onkai
                         (also Ueharas in-Skala)
Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man
          z.B. die folgenden Skalen:

                        Miyako-bushi onkai
                         (also Ueharas in-Skala)

                       die Gagaku-ritsu-skala
                      (von einem andern Blickwinkel)
Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man
          z.B. die folgenden Skalen:

                        Miyako-bushi onkai
                         (also Ueharas in-Skala)

                       die Gagaku-ritsu-skala
                      (von einem andern Blickwinkel)


                             Minyo-Onkai
                           (Ueharas yo-Skala)
Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man
          z.B. die folgenden Skalen:

                        Miyako-bushi onkai
                         (also Ueharas in-Skala)

                       die Gagaku-ritsu-skala
                      (von einem andern Blickwinkel)


                             Minyo-Onkai
                           (Ueharas yo-Skala)


                            Okinawa-Onkai
                      (Skala der Okinawa-Volksmusik)
Der größte Vorzug von Koizumis Theorie liegt darin,
daß sie das strukturelle Verhältnis der Skalentöne,
 als eines von Kerntönen und Zwischentönen, für
einen großen T der japanischen Musik klarstellt.
              eil
 Für intervallische Analyse ist die Theorie weniger
                     ergiebig.
Der größte Vorzug von Koizumis Theorie liegt darin,
 daß sie das strukturelle Verhältnis der Skalentöne,
  als eines von Kerntönen und Zwischentönen, für
 einen großen T der japanischen Musik klarstellt.
               eil
  Für intervallische Analyse ist die Theorie weniger
                      ergiebig.
   Und noch ein anderes Defizit gibt es: Nicht alle
 japanische Musik operiert mit metrisch definierten
Intervallen. Besonders in der Musik des No-Theater
ist es fraglich, ob eine Skalenanalyse überhaupt Sinn
                        hat.
Das rechtfertigt den Ansatz von Akira Tamba, der
metrische und nicht metrische Skalen in japanischer
              Musik unterscheidet…
Das rechtfertigt den Ansatz von Akira Tamba, der
metrische und nicht metrische Skalen in japanischer
               Musik unterscheidet…


…aber wenn man schon so weit gehen will, dann muß
man sich am Ende auch noch um die vielen Versuche
  kümmern, die Defizite von Koizumis Theorie zu
                     beheben.
  Das will ich Ihnen und mir einstweilen ersparen!!!

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Japan skalen

  • 2. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik:
  • 3. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik: Die traditionelle Gagakutheorie
  • 4. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik: Die traditionelle Gagakutheorie Ueharas Theorie der Yo- und Inskala
  • 5. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik: Die traditionelle Gagakutheorie Ueharas Theorie der Yo- und Inskala Koizumis Tetrachordtheorie
  • 6. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik: Die traditionelle Gagakutheorie Ueharas Theorie der Yo- und Inskala Koizumis Tetrachordtheorie Akira Tambas Theorie der metrischen und nicht metrischen Skalen
  • 7. Theorien zu den Skalen in japanischer Musik: Die traditionelle Gagakutheorie Ueharas Theorie der Yo- und Inskala Koizumis Tetrachordtheorie Akira Tambas Theorie der metrischen und nicht metrischen Skalen …und immer wieder werden neue Versuche gewagt!
  • 8. Die Gagakuskala ist eine pythagoräische 12-ton-Skala (die pythagoräische Stimmung wurde von China übernommen)
  • 9. Die Gagakuskala ist eine pythagoräische 12-ton-Skala (die pythagoräische Stimmung wurde von China übernommen) hou u o sho en o u hou hou yo in ur y ki u o y s s suih isok tair tais bue r kou kou u nan ous rins cho kyo
  • 10. Die Gagakuskala ist eine pythagoräische 12-ton-Skala (die pythagoräische Stimmung wurde von China übernommen) hou u o sho en o u hou hou yo in ur y ki u o y s s suih isok tair tais bue r kou kou u nan ous rins cho kyo So sieht es jedenfalls in der Theorie aus.
  • 11. Offensichtlich steht der T f in einem sehr on komplexen Verhältnis zum Grundton… o
  • 12. Offensichtlich steht der T f in einem sehr on komplexen Verhältnis zum Grundton… Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete “Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt. o
  • 13. Offensichtlich steht der T f in einem sehr on komplexen Verhältnis zum Grundton… Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete “Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt. 呂 ryo soujou o ichikotsuchou taishikichou
  • 14. Offensichtlich steht der T f in einem sehr on komplexen Verhältnis zum Grundton… Folgende aus der 12-Ton-Skala abgeleitete “Gebrauchstonleitern” werden im Gagaku benutzt. 呂 ryo 律 ritsu soujou oushikichou o ichikotsuchou banshikichou taishikichou hyoujou
  • 15. AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu ist dorisch, abgesehen von ein paar eingeklammerten Vorzeichen und der nicht recht passenden Anlage der pythagoräischen Stimmung und der Tatsache, daß es noch eine Stimmung namens “suichou” gibt, eine Variante von oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g. Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
  • 16. AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu ist dorisch, abgesehen von ein paar eingeklammerten Vorzeichen und der nicht recht passenden Anlage der pythagoräischen Stimmung und der Tatsache, daß es noch eine Stimmung namens “suichou” gibt, eine Variante von oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g. Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
  • 17. AHA. Also ryo ist myxolydisch, und ritsu ist dorisch, abgesehen von ein paar eingeklammerten Vorzeichen und der nicht recht passenden Anlage der pythagoräischen Stimmung und der Tatsache, daß es noch eine Stimmung namens “suichou” gibt, eine Variante von oushikichou, a-h-c-cis-e-fis-g. Aber wie KLINGT das ganze? Hier ein Beispiel für hyoujou (“Etenraku”).
  • 18. Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und kann Ihnen nicht sagen, wie die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis gelöst werden.
  • 19. Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und kann Ihnen nicht sagen, wie die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis gelöst werden. Deshalb zu Ueharas Theorie!
  • 20. Leider bin ich kein Gagaku-Spezialist und kann Ihnen nicht sagen, wie die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis gelöst werden. Deshalb zu Ueharas Theorie! Sie wurde 1892 unter dem Titel “俗楽旋律考” vorgestellt.
  • 21. Was so viel bedeutet wie “Betrachtungen zu Melodien der bürgerlichen Musik”; gemeint waren damit die Stadtbürger Edos,Osakas, Kyotos, Nagoyas, wenn man nicht gleich sagen will: 俗楽, zokugaku, heißt Kabuki, Jiuta etc.,
  • 22. Was so viel bedeutet wie “Betrachtungen zu Melodien der bürgerlichen Musik”; gemeint waren damit die Stadtbürger Edos,Osakas, Kyotos, Nagoyas, wenn man nicht gleich sagen will: 俗楽, zokugaku, heißt Kabuki, Jiuta etc., was man gemeinhin so “Tokugawamusik” nennt.
  • 23. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber.
  • 24. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber. Die in-Skala verhält sich auf- und absteigend verschieden:
  • 25. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber. Die in-Skala verhält sich auf- und absteigend verschieden:
  • 26. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber. Die in-Skala verhält sich auf- und absteigend verschieden: Ein typisches Musikbeispiel:
  • 27. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der Kineya Gosaburo yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber. Die in-Skala verhält sich auf- und 杵屋五三郎 absteigend verschieden: Ein typisches Musikbeispiel:
  • 28. Ueharas Modell ist von verführerischer Schlichtheit; er stellt einfach eine in-Skala (der “bürgerlichen Musik”, zokugaku) der Kineya Gosaburo yo-Skala (der Volksmusik) gegenüber. Die in-Skala verhält sich auf- und 杵屋五三郎 absteigend verschieden: Ein typisches Musikbeispiel:
  • 29. Es ist allgemein akzeptiert, daß in dieser Skala die Halbtöne, besonders früher, enger genommen wurden als 100 Cent; Shouji Yamaguchi berechnet aus den Tabellen für Fingerpositionen in einschlägigen Kabuki-Shamisen-Lehrwerken Werte zwischen 70 und 80 Cent für den Halbton zwischen c und des, 80 und 90 Cent für den Halbton zwischen g und as.
  • 30. Es ist allgemein akzeptiert, daß in dieser Skala die Halbtöne, besonders früher, enger genommen wurden als 100 Cent; Shouji Yamaguchi berechnet aus den Tabellen für Fingerpositionen in einschlägigen Kabuki-Shamisen-Lehrwerken Werte zwischen 70 und 80 Cent für den Halbton zwischen c und des, 80 und 90 Cent für den Halbton zwischen g und as. 76 Cent 82 Cent 76 Cent (hier jeweils: Mittelwerte)
  • 31. Wie ich Ihnen schon schrieb, können die Verhältnisse auch wesentlich komplexer ausfallen; hier eine Passage von wirklich verwegener Harmonik!
  • 32. Wie ich Ihnen schon schrieb, können die Verhältnisse auch wesentlich komplexer ausfallen; hier eine Passage von wirklich verwegener Harmonik! (aus “Shiki no nagame” - “Betrachtung der vier Jahreszeiten” – von Matsuura Kengyo)
  • 33. Wie ich Ihnen schon schrieb, können die Verhältnisse auch wesentlich komplexer ausfallen; hier eine Passage von wirklich verwegener Harmonik! (aus “Shiki no nagame” - “Betrachtung der vier Jahreszeiten” – von Matsuura Kengyo)
  • 34. Die yo-Skala ist dann eine einfache Pentatonik ohne Halbtöne:
  • 35. Die yo-Skala ist dann eine einfache Pentatonik ohne Halbtöne:
  • 36. Die yo-Skala ist dann eine einfache Pentatonik ohne Halbtöne: Diese Skala findet man besonders in nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
  • 37. Die yo-Skala ist dann eine einfache Pentatonik ohne Halbtöne: Diese Skala findet man besonders in nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
  • 38. Die yo-Skala ist dann eine einfache Pentatonik ohne Halbtöne: Diese Skala findet man besonders in nordjapanischer Volksmusik in Reinkultur, wie im folgenden Oiwakebushi-Ausschnitt.
  • 39. Fumio Koizumi versuchte in den 70er Jahren, von den Ergebnisse seiner Volksmusikforschungen aus eine integrative Theorie japanischer Skalen zu entwickeln. Dieser Theorie sieht den Quartrahmen als die wesentlichste Konstituente aller japanischen Musik; in diesen Rahmen wird ein das jeweilige Genre charakterisierender T eingefügt, wodurch vier on Dreitongruppen entstehen, die Koizumi etwas unglücklich “Tetrachorde” nannte.
  • 40. Fumio Koizumi versuchte in den 70er Jahren, von den Ergebnisse seiner Volksmusikforschungen aus eine integrative Theorie japanischer Skalen zu entwickeln. Dieser Theorie sieht den Quartrahmen als die wesentlichste Konstituente aller japanischen Musik; in diesen Rahmen wird ein das jeweilige Genre charakterisierender T eingefügt, wodurch vier on Dreitongruppen entstehen, die Koizumi etwas unglücklich “Tetrachorde” nannte.
  • 41. Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man z.B. die folgenden Skalen:
  • 42. Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man z.B. die folgenden Skalen: Miyako-bushi onkai (also Ueharas in-Skala)
  • 43. Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man z.B. die folgenden Skalen: Miyako-bushi onkai (also Ueharas in-Skala) die Gagaku-ritsu-skala (von einem andern Blickwinkel)
  • 44. Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man z.B. die folgenden Skalen: Miyako-bushi onkai (also Ueharas in-Skala) die Gagaku-ritsu-skala (von einem andern Blickwinkel) Minyo-Onkai (Ueharas yo-Skala)
  • 45. Durch Verkettung von “Tetrachorden” erhält man z.B. die folgenden Skalen: Miyako-bushi onkai (also Ueharas in-Skala) die Gagaku-ritsu-skala (von einem andern Blickwinkel) Minyo-Onkai (Ueharas yo-Skala) Okinawa-Onkai (Skala der Okinawa-Volksmusik)
  • 46. Der größte Vorzug von Koizumis Theorie liegt darin, daß sie das strukturelle Verhältnis der Skalentöne, als eines von Kerntönen und Zwischentönen, für einen großen T der japanischen Musik klarstellt. eil Für intervallische Analyse ist die Theorie weniger ergiebig.
  • 47. Der größte Vorzug von Koizumis Theorie liegt darin, daß sie das strukturelle Verhältnis der Skalentöne, als eines von Kerntönen und Zwischentönen, für einen großen T der japanischen Musik klarstellt. eil Für intervallische Analyse ist die Theorie weniger ergiebig. Und noch ein anderes Defizit gibt es: Nicht alle japanische Musik operiert mit metrisch definierten Intervallen. Besonders in der Musik des No-Theater ist es fraglich, ob eine Skalenanalyse überhaupt Sinn hat.
  • 48. Das rechtfertigt den Ansatz von Akira Tamba, der metrische und nicht metrische Skalen in japanischer Musik unterscheidet…
  • 49. Das rechtfertigt den Ansatz von Akira Tamba, der metrische und nicht metrische Skalen in japanischer Musik unterscheidet… …aber wenn man schon so weit gehen will, dann muß man sich am Ende auch noch um die vielen Versuche kümmern, die Defizite von Koizumis Theorie zu beheben. Das will ich Ihnen und mir einstweilen ersparen!!!

Hinweis der Redaktion

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