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                   an das deutsche Volk
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Mitteilung gewisser Wahrheit, um Errrettung von                  fieberkranken und deshalb so tollkühnen ...
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Behauptung berechtigen. Wenn auch unendlich viele           versunkensten, unglücklichsten Menschen aller...
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die Annahme, dass Pfaffenwesen, Geiz, Jesuitismus,             an ein Kirchenwesen, von welchem im Neuen
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Manifest des freien Urchristentums an das deutsche Volk

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Heute könnten wir froh sein, wenn man 1848 auf das Manifest dieses Baptistenpredigers gehört hätte. Leider ist die Welt dem unheilvollen Manifesto des Satanisten Karl Marx aus demselben Jahr auf den Leim gegangen, wodurch viele Generation ins Unglück gestürzt wurden. Köbners Standpunkte sind aber auch in der heutigen Politik und Gesellschaft höchst relevant.

Veröffentlicht in: News & Politik, Seele & Geist, Technologie
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Manifest des freien Urchristentums an das deutsche Volk

  1. 1. GuteBot[aft.$om Manifest des freien Urchristentums an das deutsche Volk von Julius J. W. Köbner VORWORT * 11.6. 1806 als erstes von neun Kindern des jüdischen Kaufmanns Isaak Aaron Köbner und dessen Ehefrau Hanna in Odense auf Fünen, + 2.2. 1884 in Berlin, Prediger und Missionar. Köbner zählt neben Johann Gerhard Oncken und Gottfried Wilhelm Lehmann (1799-1882) zu den drei markantesten Vertretern des deutschen Baptismus im 19. Jahrhundert. 1848 war in Deutschland ein Jahr der Revolution. Jedoch wurde im gleichen Jahr auch ein anderes Manifest veröffentlicht, nämlich das antichristliche "Kommunistische Manifesto" des Karl Marx, in dessen Namen dann im 20. Jahrhundert die fürchterlichsten Greuel geschehen sind, die an Grausamkeit jeglichen Menschenverstand übersteigen. Marx neigte zum Satanismus und verachtete Gott und jede Form von christlicher Moral. Schon 1848 träumte Marx vom "kommenden Weltkrieg". Er schrieb satanistische Gedichte, verherrlichte Gewalt und war von dem Ideal besessen, die Massen der Menschen mit sich in die Hölle zu reißen (siehe Richard Wurmbrands Buch "Das andere Gesicht des Karl Marx", Edition Stephanus) Die christliche Botschaft im Manifest von Julius Köbner wurde überwiegend ignoriert. Die Welt wollte unbedingt dem blinden Blindenführer Marx hinterher in den Abgrund schreiten. Unbußfertigkeit, eitle Welt-Weisheit und Sinnesverblendung bei den Menschen haben dazu geführt, daß sie die einfachen Wahrheiten der Bibel abgelehnt haben und den Sohn Gottes verspien haben, der doch der einzig wahre Seligmacher aller verlorenen Seelen ist. Jesus ist der gute Hirte. Weil die Botschaft von Julius Köbner, einem schlichten deutschen Baptistenprediger, so jämmerlich und elend ignoriert wurde, muß der Fall wiederaufgenommen werden und Julius Köbner noch einmal in den Zeugenstand berufen werden, damit er noch einmal vor dem deutschen Volk Zeugnis ablegen kann: TEXT DES MANIFESTS aber der Bekenner des freien Urchristentums wüncht dir Glück zum Besitz edler bügerlicher Freiheit, wenn Als der allmächtige Gott die Ketten deiner du sie dankbar von Gott empfängst und seinem bürgerlichen Unterjochung zerbrach, wurde auch Willen gemäß benutzest. jene Erfindung zu Schanden, durch welche es Der apostolisch gesinnte Christ kennt das Wort: "Er gelungen war, deine Zunge zu fesseln. Heute freuen übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die sich die Verteidiger deiner Rechte, politische hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn" und erblickt in Wahrheit reden zu dürfen. Aber es freuen sich auch dem, was geschehen ist, das majestätische Gericht diejenigen deiner Bürger, deren Herz wärmer noch eines heiligen und gerechten Gottes über die als für politische Freiheit für Gott schlägt, dass sie europöische Politik und Diplomatie, das System der christliche Wahrheit reden dürfen, nicht geknebelt Heuchelei, der Wortbrüchigkeit und des Geizes, durch eine Zensur, die nur dem monopolisierten welches er nicht länger ansehen konnte. Das Kirchentum das Wort gestattete, damit es dir ewig wirkliche Christentum bleibt der Ungerechtigkeit und verborgen bleibe, dass Christentum und Staats- Unterdrückung fremd, es fördert daher auch keine Pfaffentum ebenso verschieden sind wie Christus selbstsüchtigen Tendenzen, sondern aufopfernde und Kaiphas. Deine Priester weinen über den Fall der Liebe, Wahrheit, Licht und Recht, Freiheit und absoluten Herrschergewalt, ihre treffliche Stütze, 1
  2. 2. GuteBot[aft.$om Fortschritt; dies beweisen die Länder des Urchristentums hingegen, der in der Christentums, England und Nordamerika. England glaubenskräftigen Demut die Pracht der Kirche verdankt die frühe Gründung und spätere Christi findet, stimmt dem Allmächtigen einen Erweiterung seiner bürgerlichen Freiheit in Lobgesang an, dass er es vermag, ein so altes Sonderheit den antistaaatskirchlichen Christen, Truggebilde in sein Nichts aufzulösen, und wünscht welche es so zahlreich bewohnen, während die dem deutschen Volke Glück zu dem nahen reiche Geistlichkeit der herrschenden Kirche sich Untergange aller Kirchen- und Priesterherrschaft. unablässig anstrengte, Aristokratie und Missbräuche aufrecht zu erhalten. Der freie Boden Nordamerikas Jede herrschende Kirche ist eine verfolgende, wurde zuerst von solchen christlichen Parteien inquisitorische, mag sie römisch oder protestantisch bevölkert, die, von der feindseligen englischen sein; das haben nicht nur die Zeiten der Staatskirche verfolgt, die Heimat verließen und den Ketzerverbrennungen, nicht nur die Zeiten der Sinn für echtes Christentum, sowie für bürgerliche Reformation, das haben auch unsere Tage dargetan. und religiöse Freiheit mit in die neue Welt nahmen; Protestanten sind nicht nur von der katholischen wo sie pflantzten und pflegten, was später zur Reife Kirche in Bayern unterdrückt worden, Lutheraner sind gedieh. Die herrschende Kirche mag, zur von der unierten Kirche in Preußen noch viel Aufrechterhaltung ihrer goldenen Rechte, das schrecklicher verfolgt und so lange mit dreißigjährige Verfahren des oben genannten Gefängnisstrafe, Raub des Eigentums etc. gehetzt Systems kanonisieren; der apostolische Christ scheut worden, bis sie zu Tausenden den heimatlichen sich nicht, auch wenn das Haupt auf dem Spiele Boden verlassen und sich jenseits des Meeres eine steht, wie Johannes der Täufer zu sagen: "Es ist Zufluchtsstätte suchen mussten. Ebenso recht nicht recht, dass du deines Bruders Weib habest!" staatskirchlich betrug sich die reformierte Kirche oder wie Paulus zu reden "von der Gerechtigkeit und Hollands gegen die dort sehr zahlreichen von der Keuschheit und von dem zukünftigen Altreformierten, welche ihre Unabhängigkeit Gericht". Andererseits aber wird er durch die behaupten wollten. Und wie ist es den Baptisten Aussprüche Christi und seiner Apostel von jeder ergangen? In Dänemark und fast in allen Teilen ungesetzlichen Handlung zurückgehalten und bleibt Deutschlands sind sie verfolgt worden, und an vielen jeder Gewalttat fern. Orten ist man so weit gegangen, als die Zeit es nur zuließ. Aber man wusste sie während der Tortur noch Das wunderbare Erdbeben, welches vom Westen bis besser zu knebeln als die Altlutheraner, und so zum Osten, vom Süden bis zum Norden dem festen mögen viele glauben, die Religionsverfolgungen Schlosse der Fürstenmacht den Einsturz drohte, haben in Deutschland längst aufgehört. Nein, ergriff auch das Gebäude der Priestermacht, mit geliebtes Volk! man hat diejenigen deiner Söhne und jenem zu Einem Bau künstlich vereinigt. Seit Töchter, deren Verbrechen es war, mit Verwerfung fünfzehn Jahrhunderten standen beide Mächte des Staatspfaffentums allein dem Urchristentum zu zusammen und hielten sich gegenseitig aneinander huldigen, mit Polizeivögten und Gendarmen in den fest, allen Stürmen trotzend; selbst die Reformation heiligsten, gottgeweihten Augenblicken ihres Lebens trennte sie nicht, sondern verband sie nur noch überfallen, sie mit roher Gewalt zerstreut, sie inniger miteinander. Da ertönt 1848 allenthalben der genötigt, wie in den Tagen der Hugenottenverfolgung Ruf: "Religionsfreiheit!" "Trennung von Kirche und in Frankreich, in den verborgensten Schlupfwinkeln Staate!" und die Macht wie das Ansehn der einsamer Wälder ihren Gottesdienst zu halten, ihnen herrschenden Kirchen ist dem Zerfallen nahe. Das ist auf den Landstraßen aufgelauert und sie zum das Gericht des Herrn, des großen Gottes! - Aber Umkehren auf ihrem Weg gezwungen, wenn sie sich sollen solche, die dem Christentum mit allem Ernst besuchen wollten; man hat sie, weil sie nicht zugetan sind, nicht darüber klagen? Ja, wenn sie nachlassen wollten, Gott auf ihre Weise anzubeten, durch Vorurteil, Ehrgeiz oder Einkünfte an jene vor aller Menschen Augen dahin geschleppt, wo die untergehende Pracht und Herrlichkeit gefesselt sind, Diebe und Mörder hausen, und hat ihnen oft größere dann werden sie es tun. Der Anhänger des Härte bewiesen als diesen; man hat sie getrennt von 2
  3. 3. GuteBot[aft.$om Weib und Kindern, in den Gefängnissen schmachten minder aber sich selbst vor jeder Freiheitsidee, sei es lassen, um sie zu dem Versprechen zu bewegen, eine religiöse oder politische, zu bewahren. Doch dass sie ihre Gottesverehrung aufgeben wollten, Gott hat uns Mut und Kraft gegeben, in diesem doch ohne Erfolg, auch nicht in einem einzigen Falle; ungleichen vieljährigem Kampfe unsrer Überzeugung man hat sie mit ewigen Zitationen und gerichtlichen treu zu bleiben und jede Handbreit vom Gebiete des Verhören gepeinigt, endlich, wenn sie nicht treulos uns vom Allerhöchsten verliehenen Rechtes, mit dem werden wollten, sie mit Geldstrafen belegt, und wenn scharfen Schwerte der Wahrheit in der Hand zu sie diese nicht bezahlen konnten oder durften, um behaupten. Nur so lange, wie man uns hinter nicht dadurch die Autorität der weltlichen Obrigkeit in eisernen Gittern von allen Menschen getrennt hielt, Glaubenssachen anzuerkennen, ist ihnen der haben wir von dem Heiland und seinem Worte mehrfache Betrag an Mobilien und Sachen grausam geschwiegen. Und die Verfolgungen haben nur dazu abgepfändet und verschleudert worden; man ist mit gedient, unsre Gemeinden zu vervielfältigen, indem bewaffneten und unbewaffneten Dienern der Gewalt sie die Aufmerksamkeit auf uns richteten und viele in ihre Häuser eingedrungen und hat das Kind von veranlassten, den Geist der Staatspriester und ihrer der Mutterbrust weggerissen, um es von der Hand Freunde, der Polizeibeamten, zu bemerken, dann eines Staatspriesters als Glied der Staatskirche aber die Wahrheit eher bei den Verfolgten als bei den bezeichnen zu lassen; man hat sie endlich - Ober- Verfolgern zu suchen. sowohl als Unterbeamte - nicht nur auf die schnödeste und unverschämteste Weise behandelt, Aus dem Obigen wird es jedem klar sein, dass wir sondern von den Letztgenannten sind sie auch durch dem Prinzipe der Religionsfreiheit huldigen. Wir Scheußlichkeiten und Gemeinheiten in einer solchen empfangen diese edle Freiheit nicht erst heute aus Weise gefoltert und insuliert worden, dass keine der Hand irgendeiner Staatsgewalt, wir haben sie seit Feder es zu beschreiben vermag. Die kräftigsten 15 Jahren als unser unveräußerliches Gut betrachtet Vorstellungen gegen diesen Greuel der und sie, wenn auch auf Kosten unserer irdischen Religionsverfolgung, und die dringensten Bitten um Habe und Freiheit, fortwährend genossen. Aber wir Befreiung Unschuldiger von solchen Bedrückungen behaupten nicht nur unsere religiöse Freiheit, fanden hohen oder höchsten Orts ein taubes Ohr und sondern wir fordern sie für jeden Menschen, der den blieben fruchtlos. Vor allen Ländern Deutschlands hat Boden des Vaterlandes bewohnt, wir fordern sie in sich das Kurfürstentum Hessen durch fortwährende, völlig gleichem Maße für alle, seien sie Christen, mit ausgezeichneter Grausamkeit betriebene Juden, Mohammedaner oder was sonst. Wir halten Baptistenverfolgung ausgezeichnet. Den dortigen es nicht nur für eine höchst unchristliche Sünde, die Behörden war der Ruhm vorbehalten, einen treuen eiserne Faust der Gewalt an die Gottesverehrung fleißigen Biedermann nicht nur wiederholt rein irgendeines Menschen zu legen, wir glauben auch, auszuplündern, sondern ihm auch den Sonntagsrock dass der eigene Vorteil jeder Partei ein ganz zu nehmen und in diesem Geiste fortzufahren, bis gleichmäßiges Recht aller erheische. Bleibt hier eine zum Anbruch einer neuen Zeit auch für Hessen. - oder mehrere im Besitze besonderer Vorrechte, so werden sie immer wieder gereizt werden, sich des Die interessantesten Religionsverfolgungs- ihnen gelassenen weltlichen Apparats zu bedienen, geschichten, welche in den letzten 15 bis 16 Jahren um sich selbst zu erheben und andere zu erdrücken. das Vaterland befleckt haben, würden leicht einen Wer es aber redlich mit sich und seiner Partei meint, starken Band füllen, wenn wir sie publizieren wollten. der fürchtet sich vor solcher Schande, vor solchem Und dies alles war das Werk protestantischer geistlichen Schaden, der wünscht kein Vorrecht, Pastoren, welche den ihnen befreundeten und dessen Versuchungen er und die Seinen nicht dienstbaren weltlichen Arm in Bewegung zu setzen gewachsen sein möchten. Wie verderblich und wussten. Die Staatsgewalten ließen sich aber um so unwiderstehlich der Einfluss eines piviligierten leichter bestimmen, uns zu verfolgen, da ihre Politik Staatschristentums ist, das wird durch die Tatsache es forderte, das Pfaffentum zu erhalten und gegen ins rechte Licht gestellt, dass es unter den Pastoren, die ihm verderbliche Ketzerei zu schützen, nicht welche mittels der weltlichen Obrigkeit die Baptisten 3
  4. 4. GuteBot[aft.$om verfolgt haben, auch wackere Männer gibt, die von Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, wäre ich diesen hochgeachtet und geliebt werden, und dass Christi Knecht nicht." In diesem Geiste sprachen die überhaupt so manche wahre Christen der Apostel zum hohen Rate: "Richtet ihr selbst, ob es Staatskirche sich haben hinreißen lassen, der vor Gott recht sei, dass wir euch mehr gehorchen als geistlichen und weltlichen Despotie zu huldigen.- Gott. Man muss Gott mehr gehorchen denn den Man täusche sich nicht! Wir werden keine wahre Menschen." - Bei solchen Christen kann daher keine Religionsfreiheit haben, wenn irgendeine natürliche Sympathie für die Prinzipien der Religionspartei in Verbindung mit dem Staate bleibt Aristokratie und des Absolutismus vorhanden sein. oder der Staat sich um die Religion kümmert. Man nehme ihnen allen jedes Staatseigentum, jede Im Grundgesetz der Gemeinde Christi heißt es: "Die Besoldung aus der Staatskasse, und verwende die weltlichen Fürsten herrschen und die Mächtigen ungerechte Unterstützung zu patriotischen Zwecken, unter ihnen haben Gewalt; aber also soll es unter jede Gemeinde der Sorge für sich selbst euch nicht sein; sondern welcher will groß sein unter überlassend. Dadurch wird man allen den besten euch, der soll euer Diener sein, und wer unter euch Dienst erweisen, indem es sich immer gezeigt hat, will der Vornehmste sein, der soll aller Diener sein." dass reiche Besoldungen, Prachtentfaltung usw. die Demgemäß gibt es in der Gemeinde keine schädlichste Wirkung auf eine religiöse Korporation entscheidenden Stimmen. Die allgemeine ausübten. Abstimmung entscheidet jede Frage. Die einfache Aber wird es nötig sein, wenn unser Manifest die Stimmenmehrheit ist die höchste irdische Autorität, rechte Geltung zuteil werden soll, den Versuch zu die einzige und höchste Instanz aller Urteile, die machen, dem deutschen Volke einen bestimmten alleinige Quelle aller Beschlüsse und Ordnungen, die Begriff von dem Verhältnis des freien Urchristentums ausschließich gültige Bestimmung in allen zu dem römischen und protestantischen erheblichen Angelegenheiten. Die Abstimmung Staatskirchentum zu geben und deutlicher zu zeigen, entscheidet über die Aufnahme eines neuen wie wir jenes in der Praxis zu verwirklichen gesucht Mitgliedes in den Gemeindeverband und über den haben. Ausschluss eines solchen, das dem Christentum Schande macht durch Verstöße gegen das "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" war das Moralgesetz. Mit dem Worte: "Einer ist euer Meister, bedeutungsvolle Wort Jesu Christi. Mit diesem Worte Christus; Ihr aber seid alle Brüder" hat der Herr jedes trennte er seine Gemeinde vom Staate und sprach aristokratische oder hierarchische Element aus die Unmögichkeit aus, dass sie je mit demselben seiner Gemeinde entfernt. "Geistliche", im Gegensatz zusammenschmelzen könne, ohne dadurch zu den weltlichen Mitgliedern der Kirche, eine von der wesentlich aufzuhören, ein Reich Christi zu sein. In Kaste der Laien verschiedene Priesterkaste, ist eine diesem Wort ist aber auch die Natur seines Reiches der wahren Gemeinde Christi ganz fremde jüdisch- bezeichnet; seine Gemeinde ist eine rein geistige, heidnische Erscheinung. Die Gemeinde hat ihre religiöse Verbindung, die sich als solche in keinerlei Ältesten (Vorsteher oder Prediger, in der Schrift auch weltliche Angelegenheiten zu mischen hat. Die Bischöfe genannt) und Diener (Diakonen, Kirche Christi kann darum keinen Fürsten und keinen Armenpfleger), aber dies sind Brüder, die von ihren Gesetzgeber über sich anerkennen als den, der im Brüdern gleichen Ranges zu diesen Ämtern aus ihrer Himmel thront; sie ist vollkommen unabhängig von Mitte erwählt worden sind, keine mit Talaren, aller menschlichen Autorität, und jede Anerkennung Chorröcken und auf sonstige Weise ausgezeichnete einer solchen würde ihr unsichtbares Haupt entehren, "Pfarrherren" oder "Herren Pastoren." Die Gemeinde würde ein Verrat an seinen Prärogativen, wie an Christi duldet keine Individuen, die imponieren, seiner Liebe sein. Der Geist dieser Gemeinde ist dominieren oder gar die Taschen ausbeuten wollen. daher, den Menschen und Mächtigen der Erde Die Verwaltung ihrer Ämter ist Liebesdienst, und nur gegenüber, ein männlicher. In ihm sprach Paulus: im äußersten Fall wird derjenige, welcher dazu Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu würdig befunden wird, eine Unterstützung von der Dienst? oder gedenke ich Menschen gefällig zu sein? Gemeinde annehmen, nur dann, wenn kein anderer 4
  5. 5. GuteBot[aft.$om sonstiger Broterwerb ihm möglich bleibt. Herzensglück und ist überzeugt, dass die Gemeinde Christi der heilige Boden ist, auf welchem dies blühen Die Gemeinde Christi ist auch kein Publikum, soll. Der Verein solcher, die sich kennen, achten und welches Geschmack daran findet, denselben lieben, soll das hohe Glück echter Bruderliebe Schauspieler 52 mal im Jahre auftreten zu sehen, um genießen; er soll aber auch im Kampfe mit den in demselben mittelalterlichen Kostüme die Rolle unzähligen verwundenden und zerstörenden eines ersten Liebhabers der Moral zu spielen; auch Ereignissen des Lebens siegen und das innere Glück gibt sie ihr zu den edelsten Zwecken anwendbare festhalten lernen. Und da dies nicht geschehen kann Geld nicht zu läppischen Luxus her, darum besoldet durch Anschluss an vergängliche leblose Dinge, an sie keine Künstler, deren höchstes Ziel erreicht ist, schwache hülflose Mitgeschöpfe, an Kunst und wenn sie Applaus einernten oder Theatertränen Wissenschaft - wie die Gesamterfahrung aller erzeugen. Wenn sie zusammenkommt, will sie die Menschen lehrt, - so soll es geschehen durch Mitteilung dessen empfangen, was Liebe zu Gott und Anschluss an den großen, ewigen, wunderbaren, den Menschen, tief eindringend in den Reichtum heiligen und gütigen Gott. göttlicher Urkunden, in die Schatzkammern unerschaffener Weisheit, gefunden hat. Sie will eines Wo Leben ist, da ist Entwicklung und Wachstum. Das redlichen, vom Geiste Gottes durchdrungenen neuerwachte politische Leben, die erstehende Mannes tiefste Herzenserfahrungen, seinen Vaterlandsliebe und die starke Überzeugung, dass selbsterprobten ernstlichen Rat vernehmen. In ihren Deutschland ein Ganzes sein müsse, haben sich in beratenden Versammlungen aber will sie nicht begeisternder Weise mitgeteilt, und viele sind Stumme Zuhörerin eines priviligiertem Redners sein, dadurch für die deutsche Sache gewonnen worden. sondern Jeden seine Ansicht frei äußeren lassen und Wo es nun eine Gemeinde gibt, die ein mit dem dann ihr Votum geben. Überhaupt sind die Mitglieder Herzen ergriffenes lebendiges Christentum besitzt der Gemeinde Christi keine Nullen, welche nur und davon begeistert wird, da ist Mitteilung und dadurch Bedeutung gewinnen, dass sie hinter dem Ausbreitung dieser Begeisterung Notwendigkeit. Pastor stehen und mit ihm eine Zahl ausmachen; er Diese Gemeinde ist überdem die vom Herrn ist nicht die gemeinschaftliche Seele für alle Glieder, beauftragte Überbringerin einer frohen Botschaft an sondern jedes Glied hat selber Herz und Seele, die Welt; sie soll die Welt für den Herrn gewinnen. Willen und Erkenntnis; die Gemeinde des Herrn Aber wodurch? Welche Bekehrungsmittel soll sie besteht aus "lebendigen Steinen", daher lebt und anwenden? Sich den weltlichen Fürsten unterordnen handelt sie auch ohne priesterliches Faktotum. Nicht und befreunden, um durch Zwangsgesetze zu ihren wenige Mitglieder wären zu jeder Zeit imstande, sie Gunsten zu erlangen? Das wäre ja reiner Unsinn, durch herzliche, belebende und erhebende Worte denn wie kann herzliche Zustimmung durch äußeren anzureden, wenn sie auch keineswegs vermögen, Zwang oder Begeisterung durch den Polizeistock eine Predigt oder eine wohlgeordnete Rede zu hervorgerufen werden? Oder soll die Gemeinde halten. Der Gemeinde ist es eigentlich gar nicht um Christi sich des Ansehns und der äußeren einen Ohrenschmaus zu tun; sie schätzt den Herrlichkeit bedienen, überhaupt eine imponierende gesunden, kräftig wirkenden Gedanken, der im Gestalt annehmen, um für ihre Sache zu gewinnen? groben Kittel einer unbeholfenen Sprache auftritt, Diese Ausbreitungs-, Erhaltungs- und höher als die leere Phrase in Samt und Seide. Befestigungsmittel handhabte das römische und protestantische Priestertum. Die Gemeinde Christi Jeder Kokettenschmuck, jede eitle Prachtentfaltung aber kann weder unreine, ungöttliche Mittel, noch das sagen ihrem Geschmacke gar nicht zu. Sie verachtet durch sie erzeugte elende Heuchelwerk gebrauchen. Wortprunk und aufgenähte Gelehrsamkeitsflitter; Sie betrachtet es als Menschenraub und zum Prinzip goldene Kanzelquäste und prächtige Altardecken der Leibeigenschaft gehörend, durch Landesgesetze sind in ihren Augen nur veraltende Fetzen, eine die neugeborenen Kindlein sogleich für eine Beute Beute des Staubes und der Motten; betäubendes der herrschenden Kirche erklären zu lassen. Uns, die Orgelgeräusch und pompöse Steinhallen befriedigen wir keine Juden, also dem Gesetz der Beschneidung ihren Geist nicht. Sie will wahres, bleibendes 5
  6. 6. GuteBot[aft.$om nicht unterworfen sind, erscheint es ebenfalls ohne Reichtümer, ohne hochehrwürdige Amtstitel, unzulässig, durch die väterliche Autorität über die ohne ehrfurchtgebietende Talare, ohne pompöse Religion der Kinder zu verfügen und auf diese Weise Gelehrsamkeit wurden sie ausgesandt, und doch die Gemeinde zu vergrößern, ja es erscheint uns, waren sie Welteroberer. "Die Waffen unserer eben weil es eine Christen-Gemeinde ist, unmöglich. Ritterschaft" - sagt Paulus - "sind nicht fleischlich, Die Christengemeinde ist nicht mehr unter dem sondern mächtig durch Gott, zu zerstören die Zuchtmeister des jüdischen Zeremonialgesetzes, Befestigungen, damit wir zerstören die Anschläge welches Gott selbst aufgehoben hat; sie soll aus und alle Höhe, die sich erhebet wider die Erkenntnis freien mündigen Mitgliedern bestehen, die aus voller Gottes". Daher glauben apostolisch gesinnte Jünger Herzensüberzeugung sich ihr angeschlossen haben. noch, sich aller Pfaffenmentalität enthalten zu Mithin ist die Kindertaufe und die nachfolgende, müssen. Wir streiten nur mit Wahrheit für Gott, und fabrikmäßige Konfirmation eine Zwangsaufnahme, wagen mit dem guten zweischneidigen Schwerte welche dem Wesen und dem Inhalt des neuen seines Wortes den Kampf mit allen geistigen und Testamentes widerspricht, eine menschliche physischen Waffen der zivilisierten und unzivilisierten Nachahmung der jüdischen Beschneidung, ein Welt. Aber wir freuen uns, dass man jetzt in der Ausdehnungsmittel des ausgearteten, jüdisch zivilisierten Welt die physischen Waffen niederlegen gewordenen, mit Priestern und Altären und will. Das Recht, die geistigen zu führen, nehmen wir Messopfern versehenen Christentums. Verwerflich ist für alle ohne Unterschied in Anspruch; ja wir nicht minder jedes Mittel, welches bloß darauf wünschen, dass jeder unserm Christentum so lange berechnet ist, eine leichtsinnig gegebene offen und ehrlich widerspreche, als er ihm in seinem Zustimmung zu gewissen Glaubenssätzen zu Herzen widerspricht. Wir lieben es, wenn Gründe erzeugen, um diese dann als wahre Überzeugung gegeneinander klingen und mit Wärme gefochten gelten zu lassen. Die Gemeinde des Herrn ist in wird; aber wir schweigen betrübt, wenn wir es mit keinem Fall berechtigt, auf die Bedingung zu solchen zu tun haben, denen das "Ja, ja" immer auf verzichten, die er als notwendig zum Eintritt in der Zunge schwebt. Wir finden nicht den mindesten dieselbe festgestellt hat: "Ihr müsst von neuem Geschmack weder an einem orthodoxen geboren werden!" so lautet sie. "Ein neues Herz und Scheinchristentum, noch an einem Rationalismus mit ein neuer Geist", das sind die kraftvollen frommer christlicher Miene, sondern sehen es lieber, Bezeichnungen der inneren Umgestaltung von wenn die Offenheit derer zunimmt, die das Willen, Gesinnung und Überzeugung, welche im Christentum verneinen, wenn überhaupt alles sich äußeren Leben durch werktätige Liebe zu Gott und äußerlich zeigt, wie es innerlich ist, wenn Namen und Menschen sich kundgibt, und allein zur Aufnahme Gestalt mit dem Wesen übereinstimmen; denn berechtigt. dadurch wird man fähiger zu vergleichen, zu erkennen und zu urteilen. Aber welche Mittel soll denn die apostolische Gemeinde in Anwendung bringen, damit durch den Aber was verstehen wir denn unter Wahrheit? und Segenseinfluss Gottes das echte christliche Leben im was meinen wir, wenn wir von Urchristentum reden? Herzen der Menschen erzeugt werde? Es gibt nur Diese natürlichen Fragen müssen wir noch Eins: das überzeugende Wort. Keine andere Waffe beantworten, denn bisher haben wir nur dasjenige in reichte Jesus Christus seiner ausziehenden der Gesinnung, in der Gestalt und in dem Leben der Jüngerschar, zur Bekämpfung aller menschlichen Gemeinde Christi gezeichnet, was genugsam Irrtümer und Vorurteile. "Gehet hin in alle Welt und beweist, dass sie das Entgegengesetzte des predigt das Evangelium aller Kreatur." Das waren römischen und protestantischen Pfaffenchristentums seine Worte. Keine Schutzwaffen gegen Angriffe der ist. Das System des apostolischen Christentums, zu rohen physischen Gewalt des verfolgenden welchem wir uns bekennen, ist das System der lichtscheuen Hasses wurden ihnen gegeben, und reinen gesunden Vernunft. Nichts anderes, als was keine imponierenden Mittel, um auf andere Weise als mit diesem übereinstimmt, kann Wahrheit sein. Aber mit dem einfachen Worte der Wahrheit zu kämpfen; die reine gesunde Vernunft finden wir nur bei Dem, 6
  7. 7. GuteBot[aft.$om der das Weltall erfand und ausführte. Die Vernunft nie außer Gefahr ist, betrogen zu werden, indem sie dieses Schöpfers ist rein, ohne die mindeste sich vom Herzen bestechen lässt, wie die Erfahrung Beimischung von Irrtum; sie ist gesund, denn lehrt; dann möchte es doch wohl vernünftiger sein, Leidenschaften, Sinnlichkeit und Bosheit können sie ihre Urteile über unsichtbare, göttliche und jenseitige nicht beherrschen. Ihm gegenüber erscheint die Dinge für Null zu halten, und in der Tat fängt man Menschenwelt in ihrer unbeschreiblichen auch allgemein an, das zu fühlen, indem man sich Zerrissenheit, mit den buntscheckigsten von diesen Dingen, als von einem blauen Dunst, rein Verhältnissen und Zuständen, als ein wahres Chaos ab- und den irdischen Verhältnissen ganz zuwendet. der Unvernunft. Da weiß man kaum, ob man sich am Es demütigt freilich, so zu reden, Betrachtungen meisten über das unendliche Heer der dieser Art kränken den Stolz, darum entzieht man verschiedenen, sich widersprechenden Ansichten sich ihnen. Aber ist's viel edler und männlicher, eine wundern soll, oder über die Begriffsverwirrung, demütigende Wahrheit ins Auge zu fassen, als mit Unklarheit und Beschränktheit, woraus sie unechtem Schmuck zu prangen und mit vorgeblichen hervorgegangen sind. Da erblickt man allenthalben Reichtümern zu prahlen? Lieber das unangenehmste die Vernunft in der Gewalt verschmiltzt herrschender Geständnis machen, als lügen und heucheln, das ist Leidenschaften, namentlich aber des Egoismus; da unser Grundsatz, und wir halten ihn für vernünftig. sieht man den einen verlachen oder entrüstend niederreißen, was der andere begeistert erhoben und Wer nun Sinnenmensch genug ist, um an angepriesen hat. Allenthalben heißer animalischen Genüssen genug zu haben, oder Meinungskampf, aber jeder im Glauben an seine wessen Herz durch den Ruhm irgendeiner Art durch gesunde Vernunft kämpfend, und nirgends ein Staat die Selbstanbetung befriedigt wird, oder wer sich oder ein Haus, wo es völlig vernünftig herginge. ganz ins Reich der Träume hineingelebt hat, der mag Diese alle Tage vor unseren Augen stehende, hier sich mit den Vermutungen über Gott und die Seele nur leise angedeutete Wirklichkeit überzeugt uns des Menschen behelfen, dem mögen ungewisse nicht von der Gesundheit der menschlichen Vernunft, Annahmen in Bezug auf das Höchste genügen. Uns sondern von ihrer Krankheit, die hauptsächlich darin genügen sie nicht, und wir halten dies für vernünftig. besteht, dass sie sich von dem Herzen beherrschen Bei allen physischen und geistigen Genüssen würden lässt, und der Blick in die höchsten wir unglücklich bleiben, wenn wir nicht eine über Verstandesregionen bietet nur dessen, was unsere jeden Zweifel erhabene Gewissheit hinsichtlich Überzeugung bestätigt, noch mehr dar. Die unseres Verhältnisses zu Gott und der Ewigkeit Wissenschaften, vornehmlich die Philosophie, sind hätten. Diese Gewissheit erscheint uns als erstes ein bald hierher bald dahin wogendes stürmisches Bedürfnis eines wahren Lebensglücks, aber sie muss Meer. Die scharfsinnigsten Geister hatten oft sehr eine echte, untrügliche sein, darum darf sie nicht aus närrische Einfälle und unternahmen oft ganz der ungesunden Menschenvernunft, sie muss aus unpraktische Dinge nach dem Muster von der gesunden Gottesvernunft hervorgehen. Wenn wir Schlössern, die sie vorher in der Luft gebaut hatten. zu etwas anderem bestimmt sind, als unwissende Noch immer ist's wahr, was Schiller sagt: "Was kein Tiere zu sein, die über den gegenwärtigen Verstand der Verständigen sieht, das übet in Einfalt Augenblick nicht hinaus können, so muss es ein Wort ein kindlich Gemüt". Noch immer erkennt der, Gottes, eine göttliche Offenbarung geben! Eine welcher am meisten weiß, dass er eigentlich noch solche fordert die erleuchtete Vernunft als notwendig. nichts weiß; noch immer weiß der berühmteste Mann Gibt es aber eine solche? der Wissenschaft dem Bettler keine Antwort geben, Wie sollte es keine geben? Es muss ja eine geben! der ihn fragt, wie auf seinem Stück Schwarzbrot ein So gewiss es einen Gott gibt, so gewiss muss es Wald von Schimmel wachsen konnte. Wenn nun in eine Offenbarung dieses Gottes geben. Aber wo Beziehung auf sichtbare Dinge die menschliche finden wir sie? Das Buch der Bücher tritt uns Vernunft keine befriedigende Antwort geben, nicht in entgegen und nennt sich das Wort Gottes. Wir lesen die Tiefe eindringen kann, wenn in unzähligen Fällen diese ältesten Urkunden mit forschendem Geiste, des Lebens, wo sie eine Antwort gibt, man dennoch aber mit stetem heißem Flehen zu Gott um die 7
  8. 8. GuteBot[aft.$om Mitteilung gewisser Wahrheit, um Errrettung von fieberkranken und deshalb so tollkühnen Menschen jeder Täuschung, und es findet sich, dass der Inhalt entgegen, und nennt sich selbst "eine göttliche der Bibel nicht aus menschlichem Herzen und Geiste Torheit". Nichts berücksichtigend, als die rettende, geflossen sein kann, weil hier alles ganz anders ist, zur Ähnlichkeit Gottes erhebende Kraft der göttlichen als in jedem anderen Buche. Menschliche Wahrheit, naht sie zu dem in seinem Gewissen Erwartungen und Vermutungen finden sich hier Beunruhigten, seine Sünde und Bosheit gegen Gott getäuscht, nirgends lässt sich der gewöhnliche bereuenden Menschen, und fordert ihn auf, an einen Maßstab anlegen; alles würde ganz anders Heiland zu glauben, der Gott und Mensch ist, ausgefallen sein, wenn es nach menschlichen gekommen, um die Verlornen zu erlösen, damit sie in Regeln, Begriffen und Gefühlen verfasst worden ihm die Liebe Gottes fassen und umarmen können, wäre; alles ist hier wunderbar, den Menschen von neuem in die innigste Verbindung mit Gott befremdend. Diese Beschaffenheit der heiligen tretend; sie fordert auf, in dem Opfer, welches auf Schrift, welche so viele bestimmt, sie als Golgatha blutete, das göttliche Sühnungsmittel der unbegreiflich zu verwerfen, bestimmt uns, sie mit Schuld zu erkennen und durch das Kreuz Christi dem Werke der großen Schöpfung zu vergleichen, Rechtfertigung und Gnade zu empfangen; sie hält wo auch alles ganz anders geworden wäre, wenn wir dem Gewissen vor, dass es in seiner Behauptung den Plan dazu hätten entwerfen sollen, und dann "Einmal begangene Missetat könne nicht wieder beide Werke, Schöpfung und Schrift, als Erzeugnisse ungeschehen gemacht, und müsse daher bestraft des selben großen Geistes anzuerkennen, der hoch werden", Recht habe, zeigt aber die wunderbare über der Sphäre einer kranken menschlichen Vereinigung unabänderlicher Gerechtigkeit mit Vernunft denkt und handelt. Die göttliche Poesie des göttlich großer Barmherzigkeit in dem Leiden und Schöpfungswerkes finden wir in der heiligen Schrift Sterben des Bürgen und Repräsentanten seines wieder, und doch ist diese dabei überaus kindlich Volkes; sie spricht zu dem Zweifelsüchtigen: "Bei den einfach und ohne menschliche Künstelei. Wie jenes Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; den uns die furchtbarsten Naturerscheinungen neben den alle Dinge sind möglich bei Gott." lieblichsten zeigt und uns beide als Gedanken Eines Geistes und Herzens erscheinen lässt, so offenbart In allem diesem können wir keine Motive der diese auch den unendlichen Ernst und die Menschen, keinen Schriftstelleregoismus, kein wunderbare Güte des selben Gottes. Gebäude stolzer Philosophie, kein Gebilde abenteuerlicher Phantasie erkennen, daher auch die Die Schrift will keinen Beifall, sie will nur beseligende, heilige Schrift nicht für ein Menschenwort halten, wenn auch verletzende Wahrheit verkündigen; sie obwohl es von Propheten und Aposteln geschrieben stellt sich dem ganzen Menschengeschlechte mit wurde. Wenn wir die soeben genannten, moralischen dem schärfsten Schwerte entgegen, sie zertritt seine erhabenen, göttlich begeisterten und dabei so ruhig Selbstgefälligkeit und Selbstliebe und deckt sein besonnenen und kindlich offenherzigen Männern moralisches Verderben, die schauerlichen einstimmig behaupten hören und mit Taten eines Bosheitstiefen des menschlichen Herzens, auf; sie allvermögenden Gottes beweisen sehen, dass sie tröstet, heilt und beseligt, aber mit einem seine Beauftragten sind; wenn endlich der im Alten Evangelium, welches nicht Verdienste belohnen, Testamente angekündigte göttliche Heiland im sondern verdammungswürdige Sünder begnadigen Neuen erscheint und die Worte sämtlicher will; sie gibt bare lautere Wahrheit, wie nie ein Gottesboten zu den seinen macht und auf sich Mensch sie gab, denn sie verhehlt uns nichts von bezieht: so könnte uns unheilige Liebe zum dem Befleckenden, Entstellendem, selbst im Leben Sündhaften wohl reizen, dem allen zu widersprechen, der heiligsten und besten Menschen, die Lüge eines alles für Betrug und Jesus Christus selbst für einen Abraham, der Ehebruch eines David und die Virtuosen des der Zeit angemessenen Betruges und Verleugnung eines Petrus werden uns nicht der natürlichen Magie zu erklären, aber gesunde verschwiegen. - Sich ihrer erhabenen himmlischen Vernunft würde uns nimmer zu einem so Würde bewusst, tritt sie lächelnd den Urteilen der unvernünftigen Urteil, zu einer so flachen, schalen 8
  9. 9. GuteBot[aft.$om Behauptung berechtigen. Wenn auch unendlich viele versunkensten, unglücklichsten Menschen aller es sich zum höchsten Grundsatz gemacht haben: Verhältnisse, Länder und Farben durch diese "Was ich nicht sogleich begreife, was mit meinem Wahrheit und den begleitenden Geist Gottes in Urteil nicht übereinstimmt, was mir missfällt, das sittlich reine, herzlich glückliche Anbeter Jehovas brauche ich gar nicht gründlich zu kennen und zu umgewandelt sehen; wenn tief gesunkene, zu prüfen, denn das muss notwendig verwerflich, reißenden, sich zerfleischenden Tieren gewordene, unwahr, unvernünftig sein", so können wir doch teuflischen Sitten ergebene Kannibalenvölker durch vernünftigerweise nicht umhin, in diesem Verfahren diese Wahrheit wie mit einem Schlage frei, der vermeintlichen Unfehlbarkeit den Egoismus, und vernünftig, friedsam, keusch, menschenfreundlich, somit die Quelle alles Absolutismus und aller gefühlvoll werden, wenn sie unter dem Einflusse Unterdrückung zu erblicken. Das Geschöpf, welches dieser Wahrheit in kurzer Zeit wunderbare das Wesen des ewigen Schöpfers begreifen, ihn Fortschritte in der Kultur machen, und sich bei verstehen und beurteilen will mit eigner natürlicher Annäherung weißer Barbaren von der ruhmreichsten Denkkraft, wagt unendlich viel mehr, als die Fliege Nation Europas (die ihnen Unsittlichkeit, politische wagen würde, welche den Menschen begreifen und und religiöse Unterdrückung unter dem verstehen wollte. Wer Gott beurteilt ohne eine heuchlerischen Namen "Protektorat" bringen wollen) Offenbarung Gottes und ohne übernatürliche von ihm sich bewaffen und dem Jesuitenheer den tapfersten verliehene Begriffsorgane, der behauptet, dass er Widerstand leisten; wenn endlich Menschen, die sich Gott gleich sei, weil vermöge natürlicher Kraft völlig fremd sind, zwischen denen Verschiedenheit niemand Gott begreifen kann, als Gott. Gelänge es der Nationalität und Sitten, überhaupt alles eine aber der Theologie, unwidersprechlich darzutun, unüberschreitbare Kluft zu befestigen scheint, durch dass die Bibel nicht Gottes Wort ist, so würde es ihr jene Wahrheit sich als Brüder in die Arme sinken und nur gelungen sein darzutun, dass der Mensch über eines Herzens sind in dem Gott ihres Heils: dann das Wesen und die Gesinnung Gottes, über sein triumphieren sie, die Freunde des Gotteswortes, Verhältnis zu ihm und über die Fortdauer seines hoch über alle entgegengesetzte Weisheit, und eigenen Wesens durchaus nichts wisse, nichts blicken mitleidig hinab auf die Pfeile des stumpfen wissen könne, mithin sich wie ein Tier mit dem Schwachsinns, die Mauerbrecher philosophischer gegenwärtigen Augenblick und dem ungewissen Gewalt und die Sturmböcke des spöttischen Witzes. Besitz unbefriedigender Güter begnügen müsse. Dies wäre aber für den vernünftigen, denkenden Aber in unseren Tagen scheint man die göttlichen Menschen eine Lehre der Verzweiflung. Aus tiefster Früchte der geoffenbarten Wahrheit nicht mehr Überzeugung unseres Verstandes und Herzens sehen zu können. Woher das? Wie geht es zu, dass behaupten wir dieser Lehre gegenüber, der Mensch man jetzt allenthalben wähnt, der Glaube an das sei nicht auf Erden, um getrennt vom Himmel und Wort Gottes führe zum Rückschritt in die Finsternis, von aller Gewissheit verzweifeln zu müssen, sondern zur Knechtschaft, zur Hartherzigkeit und ein gewisses, unfehlbares Gotteswort zu hören, und Unsittlichkeit? Nun das ist ganz natürlich. Die sich dann durch den von Gott gewirkten Glauben, mit Scheinkirche mit ihrem Pfaffentum gibt vor, die Bibel Herz und Leben in einen gewissen Himmel zu sei ihr Glaubensgrund, gibt vor, ganz oder halb an sie erheben, während eben dadurch sich eine irdische zu glauben, wenigstens, wie die Rationalisten der Tätigkeit entfaltet, die das Göttliche der Erde recht alten Schule, mit ihr in Verbindung zu stehen. Daher auszubeuten versteht, die fern von allen betrachtet man die schlechten Früchte der Heuchelei Verblendungen der Leidenschaften alles vernünftig als Früchte des biblischen Christentums, und da das anfängt und deshalb so oft gedeihlich vollendet. Die große Kirchenungetüm die kleine Zahl der wahren Bibel ist Gottes Wort! So jauchzt das Herz derer, die Christen ganz bedeckt und zur unsichtbaren Kirche wahrhaft glücklich sind auf Erden, die, an den Tod macht, so kann man die Früchte des christlichen denkend, wissen, an wen sie glauben. Und wenn sie Herzensglaubens nicht beurteilen. - Wir heben aber nun vollends die wunderbar beseligende Macht unsere Hand auf zu dem Allmächtigen, Allwissenden derselben betrachten, wenn sie Tausende der und protestieren vor dem Volke Deutschlands gegen 9
  10. 10. GuteBot[aft.$om die Annahme, dass Pfaffenwesen, Geiz, Jesuitismus, an ein Kirchenwesen, von welchem im Neuen Absolutismus, Reaktion, Verdummung, Trübsinn Testamente nichts zu finden ist, oder durch usw. Erzeugnisse des Glaubens an die Bibel seien. Befleckung mit den Werken unterdrückender Die Früchte des Bibelglaubens sind Freude, Gewalten, damit er die Welt nicht irre mache und den Lebensglück, reine Sitten, Selbstaufopferung, Mühlstein verdiene. Er lasse ab von allen Menschenliebe, Vaterlandsliebe, Freiheitsliebe, menschlichen Satzungen, Formen und Vorwänden Wahrheitsliebe, Liebe zur Wissenschaft, zur Industrie und kehre zurück zum ursprünglichen Christentum und Zivilisation. Wo diese sich nicht finden, da ist ohne Ehre und einflussreiches Ansehen, ohne jener Glaube nur eine Maske schändlicher Bosheit. Kirchengüter und Priesterschaft; ohne ungeheure Kirchspiele und eine Gliederzahl wie Staub auf Also Redlichkeit! Das ist's, was wir wünschen und Erden, - aber mit Geist und Wahrheit, wollen. Man sei redlich in seinen Urteilen über Bibel wiedergeborenen Gliedern und lebendigen und Christentum, und man sei redlich in dem Gemeinden, Herrlichkeit und Schmach Jesu Christi. - Bekenntnis seiner Herzensüberzeugung. Hat jemand Wir haben uns seit vielen Jahren von der falschen antibiblische Grundsätze und Ansichten, so spreche Herrlichkeit des Staatskirchentums losgesagt, und wir er es frei aus, bekenne sich zum Humanismus und sagen uns heute feierlich los von aller sage sich redlich von der Bibel und dem Christentum Geistesgemeinschaft mit solchen, die das biblische los. Eine undeutsche Heuchelei ist es, wenn solche Christentum als Deckmantel böser und den eigentlichen Inhalt der Bibel aus der selben herrschsüchtiger Interessen benutzen, mögen sie hinauszuschrauben und ihre Begriffe immer sich selbst oder mögen andre sie zu den hineinzuschrauben suchen, und lächerlich ist es, die Bibelgläubigen rechnen, mögen es Hohe oder Bibel als Religionsurkunde beizubehalten, während Niedere, Fürsten oder Bettler sein. man ihren Inhalt für eine Fabel und ihre Lehren für veraltete Begriffe oder gar für schlecht und unsittlich So entscheide denn nun teures deutsches Volk, erklärt. Das Zeitalter der Scheinfrömmigkeit und zwischen Heuchelei und Wahrheit, zwischen wahrem Heuchelei höre endlich einmal auf! Es sei ebenso Christentum und kirchlichem Pfaffentum, zwischen bürgerlich ehrenvoll, Antichrist, Humanist, oder wie vernünftiger biblischer Herzensüberzeugung und man sich sonst nennen will, zu sein, als Christ, damit unvernünftigen menschlichen Luftschlössern. Der niemand verleitet werde, einen falschen Namen zu Geist Jesu Christi aber leite deine Prüfung, damit sie tragen. Gelobt sei Gott, dass die bürgerliche gelinge, und du werdest wie Er, der keinen Egoismus Emanzipation und völlige Gleichstellung aller kannte. "So ihr bleiben werdet an meiner Rede" - Religionen herbei gekommen ist! sprach er - "so seid ihr meine rechten Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird Wer aber Christ sein will, weil er von ganzem Herzen euch frei machen. So nun der Sohn frei macht, so und aus wahrer Überzeugung an seine Bibel glaubt, seid ihr recht frei." der sei auch darin redlich, dass er nichts gelten lasse, als das Wort seines Gottes, und das Heiligtum -- nicht verunstalte und entweihe durch Anhänglichkeit Lieber Leser, wie hast Du dich entschieden? 10

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