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Stille & Fülle
                          Klöster der Zukunft
                          6. bis 10. Juni 2012 in Seebenstein (NÖ)




                             Motivenbericht und Vorschau
                             Franz Nahrada / Paul Franzke

Freitag, 20. April 2012
Überblick
                          1.   Intention des Symposions
                          2.   Das Paradox des Klösterlichen anhand
                               der christlichen Ordensgeschichte
                          3.  Die Aktualität der Gemeinschaft in
                             einer Zeit des Wandels
                          4. Acht zeitlose Aspekte der Klosteridee
                          5.   Einige interessante Entwicklungen
                          6.   Zum Ablauf des Symposions



Freitag, 20. April 2012
1. Intention des Symposions
                          ✦ Die Lebensform Kloster neu zu
                            überdenken und zu erforschen, was
                            zugrunde liegende "Muster" sind.
                          ✦ Diese Muster mit gegenwärtigen
                            Bedürfnissen der Gemeinschaftsbildung,
                            sowie der Erfüllung von gesellschaftlichen
                            und kulturellen Aufgaben, konfrontieren.
                          ✦ Inspirationen der Geschichte sowie der
                            Gegenwart aufzeigen
                          ✦ Einen fruchtbaren Raum anbieten in dem
                            neue Visionen und Projektansätze durch
                            die TeilnehmerInnen entstehen können
                                                                    3


Freitag, 20. April 2012
2. Das Paradox des Klösterlichen

          ✦ Klöster existieren in vielen Kulturen und Religionen;
            gemeinschaftliches Leben als Rückzug und zugleich
            aber nicht selten als zentrale Träger von Kultur und
            Bildung.
          ✦ Der westliche christliche Monastizismus beginnt mit
            einem Mythos; die Wüstenväter ziehen sich vom
            gesellschaftlichen (und staats-religiösen) Betrieb
            zurück, um die wahre Natur des Daseins, die Reinheit
            des Geistes und die Nähe zum Schöpfer zu suchen.




Freitag, 20. April 2012
Dali

Freitag, 20. April 2012
Das Paradox (2)
            ✦ Sehr bald begannen die Sucher ein
              gemeinschaftliches Leben (vom Eremiten
              zum Koinobiten) und die Klöster wurden
              Orte gemeinschaftlicher Aktivität.
            ✦ Das Paradox bestand darin, sich selber
              durch Rückzug der Gesellschaft, in seiner
              wahrsten und tiefsten Dimension zu
              suchen, und dann dieses Selbst wiederum
              in einer gesellschaftlichen Aufgabe
              gefunden zu haben.

Freitag, 20. April 2012
Zuflucht, Heilung, Gastfreundschaft




Freitag, 20. April 2012
Die Intensivierung
                            der Paradoxie
                          ✦ Im Karolingischen Reich wurden die
                            Klöster zur wichtigsten Infrastruktur einer
                            theologisch legitimerten Herrschaft - und
                            wurden zu wichtigen Trägern von
                            Innovation und Entwicklung speziell vom
                            8. bis ins 11. Jahrhundert, aber auch danach
                          ✦ Einige von ihnen akkumulierten gewaltige
                            Reichtümer und Besitztümer.
                          ✦ Letztlich wandelten sich die Orden von
                            Klosterfamilien zu mächtigen Netzwerken.



Freitag, 20. April 2012
Lerins




                   Admont

Freitag, 20. April 2012
Das Paradox als Evolution
          ✦ Die Klöster gerieten in ein unvermeidliches
            und komplexes Dialogverhältnis zur
            Außenwelt.
          ✦ Diese einzigartige und widerspruchsvolle
            Konstruktion bewirkte eine Kaskade von
            evolutionären Schritten in denen sich die
            Klöster immer wieder neu erfanden.
          ✦ Es entstand ein breites Spektrum von Orden
            die verschiedene Kulturen, Charakteristika
            und Charismata entwickelten - und in eigenen
            „familiären“ Strukturen nachhaltig zu erhalten
            und erweitern suchten.
Freitag, 20. April 2012
Stammbaum

Freitag, 20. April 2012
3. Die Aktualität von Gemeinschaft in
                          einer Zeit des Wandels




Freitag, 20. April 2012
Überleitung

          ✦ Die monastischen Familien besitzen
                   „genetische“ Muster mit interessanten
                   Eigenschaften die studiert werden sollten
          ✦        sie schufen nachhaltige Muster des
                   gemeinschaftlichen Lebens die wir in
                   Zeiten zunehmender Krisenhaftigkeit und
                   eines sich abzeichnenden fundamentalen
                   Wandels aktualisieren können.



Freitag, 20. April 2012
Freitag, 20. April 2012
„Weiterentwicklung und
   Wiederaufnahme“      Massengesellschaft, Nationalismus
                                              Industrie, Kapitalismus     Atomzeitalter
                                                                           Supermacht
                                 Armeen, Merkantilismus
                                                                            Globalisierung,
                         Macht,                                            Multikulturalismus
         Jesuiten
                      Absolutismus
             Handel, Entdeckungen
                                                             Automatisierung,Neotribalismus,
          Mittelalterliche Stadt                             Medien-und Finanzfeudalismus
                       Franziskaner



   Wissenschaft, Universität                                          Informationsgesellschaft,
                                Dominikaner
                                                         etwas Neues?       Netzwerke,
             Kloster                                                        Open Source
                Zisterzienser

                                                   Dezentralisierung, Rekultivierung,
 Benediktiner
          Kolonisation, Reichsbildung                  kooperative Ökonomien
Freitag, 20. April 2012
4. Warum Klöster?
                             acht Aspekte

                          ..warum wir uns der Vergangenheit
                          zuwenden, um zeitlose Antworten zu
                          finden...


Freitag, 20. April 2012
I. Ein Zufluchts- und Rückzugsort
      Eine Welt zusammenhangsloser
      Informationsfluten, ein Auseinander-
      driften von Armut und Luxus, Verfall,
      Vergeudung, Verblendung...

      Wo können wir uns sammeln
      und einen Gegenpol schaffen?

Freitag, 20. April 2012
II. Ein Ort um Werte zu manifestieren
                 “Inmitten unseres Selbst
                    liegt die kreative Kraft
                  die uns zeigen kann was
                   gebraucht wird für eine
                 gemeinsame Schöpfung”

Freitag, 20. April 2012
“Ein kreativer Raum der Stille, ein
                          Freiraum in dem der Geist sich selbst
                          begegnen kann, führt zur Berührung
                          mit der sich ständig erneuernden
                          Energie der Schöpfung.“

          III. Ein Ort um das Essentielle zu finden




Freitag, 20. April 2012
IV. Ein Ort der Integration unserer Ziele
                              “Die Wahrheit kommt
                              aus vielen Quellen.
                              Was wir brauchen ist
                              ein Weg zur
                              Kohärenz.”

Freitag, 20. April 2012
V. Ein Ort der Heilung und Kultivierung
         “Wir brauchen eine kreative
         Ökologie, eine die unsere
         neue, kooperative und
         bewusste Naturbeziehung
         vorwegnimmt in
         Mikrokosmen, Erfahrungs-
         Orten und Laboratorien“

Freitag, 20. April 2012
“Die Neuen Medien haben
                                         uns die Möglichkeit
                                         gegeben, das Wissen der
                                         ganzen Welt zugänglich zu
                                         haben, aber ....


  VI. Eine Werkstatt für kulturelle Integration
  ...was dabei leicht übersehen wird ist dass wir mehr Bücher lesen,
  mehr Dinge aufeinander beziehen müssen als vorher !”




Freitag, 20. April 2012
“Die Technologie hat
                                 sich in wundersamer
                                 Weise der Magie genähert
                                 und verbindet Gedanken
                                 und Herstellung durch
                                 Automation”

VII. Ein Entwicklungszentrum für Allgemeines Wissen
                           “Anstatt Information zu
                           monopolisieren und lizensieren,
                           könnten wir Repositorien bauen
                           und überall Reichtum schaffen“




Freitag, 20. April 2012
VIII. Ein Zentrum für Vitalität und Kohärenz

     “Es ist eine weitverbreitete Einsicht oder Ahnung, dass wenn das
     Denken nicht rein und wach gehalten und die Verehrung des
     Geistigen zum Erliegen kommt, auch die Schiffe und Automobile
     nicht mehr richtig gehen und die Berechnungen des Ingenieurs
     und die Gleichungen der Wirtschaft ihre Gültigkeit verlieren.”

     Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

Freitag, 20. April 2012
5. Einige interessante
                              Entwicklungen




Freitag, 20. April 2012
Holiwork - Arbeiten im Kloster
               http://wiki.osgeo.org/wiki/Bolsena_Code_Sprint_2010




Freitag, 20. April 2012
Immersion - tiefe Arbeit an
                    einer Forschungsaufgabe




                          Villagio Arboricolo, Piemonte



Freitag, 20. April 2012
Forschung, Entwicklung, Test




                    Open Source Ecology, Missouri


Freitag, 20. April 2012
Integration von Innovation




                 Solar Power Village, Monte Cerro PT
Freitag, 20. April 2012
Experimentalorte für
                          ganzheitliches Leben




                          Wüstenstadt Arcosanti in Arizona

Freitag, 20. April 2012
und vieles mehr ....
                          einiges davon zu Besuch in
                                 Seebenstein !



                           Auroville        Schweibenalp




                 Plumvillage           Findhorn         buddhistisches
                                                       Zentrum Scheibbs
Freitag, 20. April 2012
Die kulturelle Perspektive
          ✦ Die großen Übergangsbewegungen
            unserer Zeit zielen in ähnliche
            Richtungen:
          ✦ Sanfte, grüne, kluge, gesellige,
            nachhaltige, stärker selbstversorgende,
            widerstandsfähige, bildende und
            heilende Orte die ausstrahlen.
          ✦ Menschen die aus ihrer Mitte leben
            und tun, was sie „wirklich wirklich
Freitag, 20. April 2012
Die Brücke
         ✦ Klöster sind „Muster aus Mustern“, die
           uns erlauben, nicht nur gemeinsam zu
           leben, sondern etwas gemeinsam zu tun.

         ✦ Neue mögliche „Klöster“ des 21.
           Jahrhunderts liegen jenseits von Ökodorf
           und Cohousing, jenseits von Hubs und
           Coworking, jenseits von Ashram und
           Retreat, indem sie alle diese Dinge und
           viel mehr in einem komplexen Raum
Freitag, 20. April 2012
Dieser Entwicklung wollen
                       wir bei unserem
                  Symposion nachgehen und
                     ihre Möglichkeiten
                           erfassen

                                         34


Freitag, 20. April 2012
6. Zum Ablauf des Symposiums




                                  35


Freitag, 20. April 2012
Donnerstag 7. Juni - Vortragstag mit
               5 thematischen Podien

       ‣ die soziale Basis der klösterlich
         inspirierten Gemeinschaft.
       ‣ das Kloster als Raum, als Bauwerk und als Ort
       ‣ der spirituelle Kern und die Rolle der Religion
       ‣ das Kloster als Werkzeug um gemeinsame
         Aufgaben zu erfüllen
       ‣ Spekulationen über eine neue Kultur und die
         Renaissance monastischer Lebensformen
                                                  36


Freitag, 20. April 2012
Donnerstag 7. Juni - die Referenten
                          Marianne Gronemeyer      Das gesellschaftliche Bedürfnis nach Rückzugsorten
                                                   und Auszeit 
                                   Franz Ritter    Bericht über die Gründung des buddhistische Zentrums
                                                   Scheibbs
                               Barbara Stauch      Von der Vision zum Leben in Gemeinschaft -
                                                   die wichtigsten Schritte

                                    Iris Kunze     Was Gemeinschaften Zusammenhält,
                                                   am Beispiel von Findhorn und Auroville

                              Bernhard Freyer      Forschungsarbeit über Klöster und Nachhaltigkeit
                                                   an der Univ. Boku Wien

                              Raffael Kemenczy     alternative Organisationsformen
                                   Valerie Seitz   Achtsamkeit in Ökodörfern
                                Karin Stieldorf    die architektonische Transformation von Klöstern
                                  Karin Haider     Bericht über Meditationszentrum Plum Village in
                                                   Frankreich
                                 Gabor Karszai     Bericht über ein Klosterprojekt in Ungarn -
                                                   World Servers Foundation
                          Viktoria Lamprecht &     Geomantie und das Kloster Pernegg
                                Harald Koisser,
                            Jaan Karl Klasmann     Universeller Sufismus
                    Elisabeth Wappelshammer        Klöster und Altenpflege                              37


Freitag, 20. April 2012
Freitag 8. Juni - der Entdeckungstag

         ✦ Reflexion, persönliche Position finden, Resonanzen
           entdecken, vom Konsumieren zum Produzieren,
         ✦ „Kloster“-Projekte werden vorgestellt, Erlebnisse geteilt

              Methoden:
         ✦ Open Space für Interessenthemen, Arbeit in Kleingruppen
         ✦ Soziometrische Aufstellungen,
         ✦ gelebte Stille&Fülle, Übungen und Workshopangebote:
           „Führung in die Stille“ mit Sascha Tscherni,
           „Handeln aus dem Herzen“ - mit Sebastian Unger
           „Achtsamkeitsübungen“ mit Karin Haider
                                                            38


Freitag, 20. April 2012
Samstag 9. Juni - der Prozesstag

         ‣      Bildung von Gruppen
                gemeinsamer Absicht, Visionen
                verdichten und ihnen Gestalt
                geben, Pläne schmieden,
                Relevante Fragen formulieren,
                Präsentation vorbereiten, Einen
                guten Abschluss finden

                Open Space - Worldcafe -
                Visionskreis
                                                  39


Freitag, 20. April 2012
Sonntag 10. Juni - Resultate
                 Präsentieren
        ‣       Das zum leben Erweckte abschliessen und
                öffentlich Bekunden an die Austrotopia-
                Teilnehmer
        ‣       gemeinsames Abschlussritual
        ‣       Übergabe des Platzes an Austrotopia 2012:
                das schon traditionsreiche Austauschtreffen der
                österreichischen Gemeinschaften,
                10. und 11. Juni


                                                           40


Freitag, 20. April 2012
Wir freuen uns auf euch!




                                                 41


Freitag, 20. April 2012

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Stille und Fülle - Klöster der Zukunft

  • 1. Stille & Fülle Klöster der Zukunft 6. bis 10. Juni 2012 in Seebenstein (NÖ) Motivenbericht und Vorschau Franz Nahrada / Paul Franzke Freitag, 20. April 2012
  • 2. Überblick 1. Intention des Symposions 2. Das Paradox des Klösterlichen anhand der christlichen Ordensgeschichte 3. Die Aktualität der Gemeinschaft in einer Zeit des Wandels 4. Acht zeitlose Aspekte der Klosteridee 5. Einige interessante Entwicklungen 6. Zum Ablauf des Symposions Freitag, 20. April 2012
  • 3. 1. Intention des Symposions ✦ Die Lebensform Kloster neu zu überdenken und zu erforschen, was zugrunde liegende "Muster" sind. ✦ Diese Muster mit gegenwärtigen Bedürfnissen der Gemeinschaftsbildung, sowie der Erfüllung von gesellschaftlichen und kulturellen Aufgaben, konfrontieren. ✦ Inspirationen der Geschichte sowie der Gegenwart aufzeigen ✦ Einen fruchtbaren Raum anbieten in dem neue Visionen und Projektansätze durch die TeilnehmerInnen entstehen können 3 Freitag, 20. April 2012
  • 4. 2. Das Paradox des Klösterlichen ✦ Klöster existieren in vielen Kulturen und Religionen; gemeinschaftliches Leben als Rückzug und zugleich aber nicht selten als zentrale Träger von Kultur und Bildung. ✦ Der westliche christliche Monastizismus beginnt mit einem Mythos; die Wüstenväter ziehen sich vom gesellschaftlichen (und staats-religiösen) Betrieb zurück, um die wahre Natur des Daseins, die Reinheit des Geistes und die Nähe zum Schöpfer zu suchen. Freitag, 20. April 2012
  • 6. Das Paradox (2) ✦ Sehr bald begannen die Sucher ein gemeinschaftliches Leben (vom Eremiten zum Koinobiten) und die Klöster wurden Orte gemeinschaftlicher Aktivität. ✦ Das Paradox bestand darin, sich selber durch Rückzug der Gesellschaft, in seiner wahrsten und tiefsten Dimension zu suchen, und dann dieses Selbst wiederum in einer gesellschaftlichen Aufgabe gefunden zu haben. Freitag, 20. April 2012
  • 8. Die Intensivierung der Paradoxie ✦ Im Karolingischen Reich wurden die Klöster zur wichtigsten Infrastruktur einer theologisch legitimerten Herrschaft - und wurden zu wichtigen Trägern von Innovation und Entwicklung speziell vom 8. bis ins 11. Jahrhundert, aber auch danach ✦ Einige von ihnen akkumulierten gewaltige Reichtümer und Besitztümer. ✦ Letztlich wandelten sich die Orden von Klosterfamilien zu mächtigen Netzwerken. Freitag, 20. April 2012
  • 9. Lerins Admont Freitag, 20. April 2012
  • 10. Das Paradox als Evolution ✦ Die Klöster gerieten in ein unvermeidliches und komplexes Dialogverhältnis zur Außenwelt. ✦ Diese einzigartige und widerspruchsvolle Konstruktion bewirkte eine Kaskade von evolutionären Schritten in denen sich die Klöster immer wieder neu erfanden. ✦ Es entstand ein breites Spektrum von Orden die verschiedene Kulturen, Charakteristika und Charismata entwickelten - und in eigenen „familiären“ Strukturen nachhaltig zu erhalten und erweitern suchten. Freitag, 20. April 2012
  • 12. 3. Die Aktualität von Gemeinschaft in einer Zeit des Wandels Freitag, 20. April 2012
  • 13. Überleitung ✦ Die monastischen Familien besitzen „genetische“ Muster mit interessanten Eigenschaften die studiert werden sollten ✦ sie schufen nachhaltige Muster des gemeinschaftlichen Lebens die wir in Zeiten zunehmender Krisenhaftigkeit und eines sich abzeichnenden fundamentalen Wandels aktualisieren können. Freitag, 20. April 2012
  • 15. „Weiterentwicklung und Wiederaufnahme“ Massengesellschaft, Nationalismus Industrie, Kapitalismus Atomzeitalter Supermacht Armeen, Merkantilismus Globalisierung, Macht, Multikulturalismus Jesuiten Absolutismus Handel, Entdeckungen Automatisierung,Neotribalismus, Mittelalterliche Stadt Medien-und Finanzfeudalismus Franziskaner Wissenschaft, Universität Informationsgesellschaft, Dominikaner etwas Neues? Netzwerke, Kloster Open Source Zisterzienser Dezentralisierung, Rekultivierung, Benediktiner Kolonisation, Reichsbildung kooperative Ökonomien Freitag, 20. April 2012
  • 16. 4. Warum Klöster? acht Aspekte ..warum wir uns der Vergangenheit zuwenden, um zeitlose Antworten zu finden... Freitag, 20. April 2012
  • 17. I. Ein Zufluchts- und Rückzugsort Eine Welt zusammenhangsloser Informationsfluten, ein Auseinander- driften von Armut und Luxus, Verfall, Vergeudung, Verblendung... Wo können wir uns sammeln und einen Gegenpol schaffen? Freitag, 20. April 2012
  • 18. II. Ein Ort um Werte zu manifestieren “Inmitten unseres Selbst liegt die kreative Kraft die uns zeigen kann was gebraucht wird für eine gemeinsame Schöpfung” Freitag, 20. April 2012
  • 19. “Ein kreativer Raum der Stille, ein Freiraum in dem der Geist sich selbst begegnen kann, führt zur Berührung mit der sich ständig erneuernden Energie der Schöpfung.“ III. Ein Ort um das Essentielle zu finden Freitag, 20. April 2012
  • 20. IV. Ein Ort der Integration unserer Ziele “Die Wahrheit kommt aus vielen Quellen. Was wir brauchen ist ein Weg zur Kohärenz.” Freitag, 20. April 2012
  • 21. V. Ein Ort der Heilung und Kultivierung “Wir brauchen eine kreative Ökologie, eine die unsere neue, kooperative und bewusste Naturbeziehung vorwegnimmt in Mikrokosmen, Erfahrungs- Orten und Laboratorien“ Freitag, 20. April 2012
  • 22. “Die Neuen Medien haben uns die Möglichkeit gegeben, das Wissen der ganzen Welt zugänglich zu haben, aber .... VI. Eine Werkstatt für kulturelle Integration ...was dabei leicht übersehen wird ist dass wir mehr Bücher lesen, mehr Dinge aufeinander beziehen müssen als vorher !” Freitag, 20. April 2012
  • 23. “Die Technologie hat sich in wundersamer Weise der Magie genähert und verbindet Gedanken und Herstellung durch Automation” VII. Ein Entwicklungszentrum für Allgemeines Wissen “Anstatt Information zu monopolisieren und lizensieren, könnten wir Repositorien bauen und überall Reichtum schaffen“ Freitag, 20. April 2012
  • 24. VIII. Ein Zentrum für Vitalität und Kohärenz “Es ist eine weitverbreitete Einsicht oder Ahnung, dass wenn das Denken nicht rein und wach gehalten und die Verehrung des Geistigen zum Erliegen kommt, auch die Schiffe und Automobile nicht mehr richtig gehen und die Berechnungen des Ingenieurs und die Gleichungen der Wirtschaft ihre Gültigkeit verlieren.” Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel Freitag, 20. April 2012
  • 25. 5. Einige interessante Entwicklungen Freitag, 20. April 2012
  • 26. Holiwork - Arbeiten im Kloster http://wiki.osgeo.org/wiki/Bolsena_Code_Sprint_2010 Freitag, 20. April 2012
  • 27. Immersion - tiefe Arbeit an einer Forschungsaufgabe Villagio Arboricolo, Piemonte Freitag, 20. April 2012
  • 28. Forschung, Entwicklung, Test Open Source Ecology, Missouri Freitag, 20. April 2012
  • 29. Integration von Innovation Solar Power Village, Monte Cerro PT Freitag, 20. April 2012
  • 30. Experimentalorte für ganzheitliches Leben Wüstenstadt Arcosanti in Arizona Freitag, 20. April 2012
  • 31. und vieles mehr .... einiges davon zu Besuch in Seebenstein ! Auroville Schweibenalp Plumvillage Findhorn buddhistisches Zentrum Scheibbs Freitag, 20. April 2012
  • 32. Die kulturelle Perspektive ✦ Die großen Übergangsbewegungen unserer Zeit zielen in ähnliche Richtungen: ✦ Sanfte, grüne, kluge, gesellige, nachhaltige, stärker selbstversorgende, widerstandsfähige, bildende und heilende Orte die ausstrahlen. ✦ Menschen die aus ihrer Mitte leben und tun, was sie „wirklich wirklich Freitag, 20. April 2012
  • 33. Die Brücke ✦ Klöster sind „Muster aus Mustern“, die uns erlauben, nicht nur gemeinsam zu leben, sondern etwas gemeinsam zu tun. ✦ Neue mögliche „Klöster“ des 21. Jahrhunderts liegen jenseits von Ökodorf und Cohousing, jenseits von Hubs und Coworking, jenseits von Ashram und Retreat, indem sie alle diese Dinge und viel mehr in einem komplexen Raum Freitag, 20. April 2012
  • 34. Dieser Entwicklung wollen wir bei unserem Symposion nachgehen und ihre Möglichkeiten erfassen 34 Freitag, 20. April 2012
  • 35. 6. Zum Ablauf des Symposiums 35 Freitag, 20. April 2012
  • 36. Donnerstag 7. Juni - Vortragstag mit 5 thematischen Podien ‣ die soziale Basis der klösterlich inspirierten Gemeinschaft. ‣ das Kloster als Raum, als Bauwerk und als Ort ‣ der spirituelle Kern und die Rolle der Religion ‣ das Kloster als Werkzeug um gemeinsame Aufgaben zu erfüllen ‣ Spekulationen über eine neue Kultur und die Renaissance monastischer Lebensformen 36 Freitag, 20. April 2012
  • 37. Donnerstag 7. Juni - die Referenten Marianne Gronemeyer Das gesellschaftliche Bedürfnis nach Rückzugsorten und Auszeit  Franz Ritter Bericht über die Gründung des buddhistische Zentrums Scheibbs Barbara Stauch Von der Vision zum Leben in Gemeinschaft - die wichtigsten Schritte Iris Kunze Was Gemeinschaften Zusammenhält, am Beispiel von Findhorn und Auroville Bernhard Freyer Forschungsarbeit über Klöster und Nachhaltigkeit an der Univ. Boku Wien Raffael Kemenczy alternative Organisationsformen Valerie Seitz Achtsamkeit in Ökodörfern Karin Stieldorf die architektonische Transformation von Klöstern Karin Haider Bericht über Meditationszentrum Plum Village in Frankreich Gabor Karszai Bericht über ein Klosterprojekt in Ungarn - World Servers Foundation Viktoria Lamprecht & Geomantie und das Kloster Pernegg Harald Koisser, Jaan Karl Klasmann Universeller Sufismus Elisabeth Wappelshammer Klöster und Altenpflege 37 Freitag, 20. April 2012
  • 38. Freitag 8. Juni - der Entdeckungstag ✦ Reflexion, persönliche Position finden, Resonanzen entdecken, vom Konsumieren zum Produzieren, ✦ „Kloster“-Projekte werden vorgestellt, Erlebnisse geteilt Methoden: ✦ Open Space für Interessenthemen, Arbeit in Kleingruppen ✦ Soziometrische Aufstellungen, ✦ gelebte Stille&Fülle, Übungen und Workshopangebote: „Führung in die Stille“ mit Sascha Tscherni, „Handeln aus dem Herzen“ - mit Sebastian Unger „Achtsamkeitsübungen“ mit Karin Haider 38 Freitag, 20. April 2012
  • 39. Samstag 9. Juni - der Prozesstag ‣ Bildung von Gruppen gemeinsamer Absicht, Visionen verdichten und ihnen Gestalt geben, Pläne schmieden, Relevante Fragen formulieren, Präsentation vorbereiten, Einen guten Abschluss finden Open Space - Worldcafe - Visionskreis 39 Freitag, 20. April 2012
  • 40. Sonntag 10. Juni - Resultate Präsentieren ‣ Das zum leben Erweckte abschliessen und öffentlich Bekunden an die Austrotopia- Teilnehmer ‣ gemeinsames Abschlussritual ‣ Übergabe des Platzes an Austrotopia 2012: das schon traditionsreiche Austauschtreffen der österreichischen Gemeinschaften, 10. und 11. Juni 40 Freitag, 20. April 2012
  • 41. Wir freuen uns auf euch! 41 Freitag, 20. April 2012