SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 69
Downloaden Sie, um offline zu lesen
UX-Design & Neuro-Psychologie:



Alice im Wunderland



                  Düsseldorf, 28.09.2012
                  eCommerce Breakfast
Themen

1.   User Experience Design

2.   Neuro-Psychologie

3. Best Practice Beispiel: „Alice im Wunderland“




                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   2
1. User Experience Design




     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   3
Was bedeutet User Experience Design?




        „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   4
Was bedeutet User Experience Design?

●
    Eine Nutzer-fokussierte Herangehensweise

●
    Stammt ursprünglich aus der Software-Entwicklung

●
    Wird heutezutage oft in einzelnen Projekten angewendet

●
    ABER: User Experience ist deutlich mehr

●
    Es ist eine unternehmensweite Haltung




                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   5
User Experience Design
ist eine durchgängige Strategie
 für alle Interaktionen zwischen
     Konsument und Marke...




     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   6
… mit dem Ziel,
durch modellierte Interaktionen eine unterbewusste
              emotionale Akzeptanz
                   zu erzeugen...




               „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   7
… und den Konsumenten emotional
   eng an die Marke zu binden.




      „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   8
Mit UX-Strategie zur Nutzerbindung

●
    Etablierung der User Experience als Strategie im
    Unternehmen

●
    Modellierung aller Interaktionen zwischen Konsument und
    Marke

●
    Die UX-Strategie definiert das Grundgefühl, das zwischen
    Marke und Konsument erzeugt wird

●
    Die UX-Strategie wird zur Geisteshaltung im Unternehmen
    und dient als Guideline für die Mitarbeiter sowie für alle
    Kommunikationsmaßnahmen

                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   9
Mit UX-Strategie zur Nutzerbindung

●
    Ziel: durch kontinuierliche Wiederholung positiver
    Nutzererlebnisse den Nutzer an die Marke zu binden und
    eine emotional verankerte Akzeptanz der Marke zu errichten
●
    Prägung schafft Verbundenheit zur Marke
●
    Die Prägung wirkt selbst dann, wenn Marken Fehler machen
    (Beispiel Apple)
●
    Der Nutzer wird unbewusst zum Botschafter der Marke
●
    Das Unterbewusstsein beeinflusst den Nutzer bei seiner
    „rationalen“ Urteilsfindung


                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   10
Wo wirkt eine User Experience Strategie?




         „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   11
TV
               Hotline                               Banner



    Chat                                                            AdWords




News-                                                                  Face-
letter                                                                 book




                                                                     You-
  E-Mails
                                                                     Tube


               Online-
                                                     Twitter
                shop
                                   Blog


            „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie              12
Wo wirkt eine User Experience Strategie?

●
    User Experience ist wirkt global, d.h. an jedem
    Berührungspunkt der Marke mit dem Nutzer
●
    Jede Marke hat eine Menge von Interaktionen mit dem Nutzer
●
    Aufgabe der UX-Strategie ist es, diese zu erkennen
●
    Häufig stattfindende Interaktionen werden stärker
    berücksichtigt und mit Vorrang optimiert
●
    Jede Interaktion prägt das Gesamterlebnis und muss darauf
    einzahlen, dem Nutzer das definierte Nutzererlebnis zu
    vermitteln, so dass für ihn ein „rundes Bild“ entsteht


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   13
Die Vorteile einer User Experience Strategie




           „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   14
Vorteile einer User Experience Strategie

1) Bindet den Nutzer emotional

●
    Das einheitliche Nutzererlebnis über alle Interaktionen bindet
    den Nutzer nachhaltig auf emotionaler Ebene

●
    Jedes positive Erlebnis zahlt auf das Gesamterlebnis ein

●
    Es stellt sich eine positive Grundhaltung gegenüber dem
    Unternehmen bzw. der Marke ein




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   15
Vorteile einer User Experience Strategie

2) Macht die Kommunikation planungssicher

●
    Gibt einen einheitlichen Rahmen für die Kommunikation,
    ohne die Flexibilität einzuschränken

●
    Wirkt inspirierend in alle Unternehmensbereiche

●
    Nutzungserlebnis steht jederzeit als Ausgangspunkt für
    Marketing- und Kommunikation zur Verfügung




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   16
Vorteile einer User Experience Strategie

3) Ist systematisch und methodisch anwendbar

●
    UX-Design bietet eine Vielzahl bewährter Methoden
    = „Werkzeugkasten“
●
    Diese Methoden können jederzeit angewendet werden
●
    Die Zusammenstellung der richtigen Methoden erfolgt
    systematisch und zielorientiert
●
    Kreatives Chaos wird abgewendet und der Rahmen
    geschaffen, in dem Kreativität zielgerichtet seine volle
    Wirkung entfalten kann

                    „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   17
Vorteile einer User Experience Strategie

4) Ist durch den Wettbewerb nur schwer kopierbar

●
    Entsteht aus dem Unternehmen heraus

●
    Es äußert sich an der Oberfläche und ist emotional für
    jedermann wahrnehmbar

●
    Die dafür verantwortlichen Leitlinien und Glaubenssätze sind
    allerdings verborgen und wirken von innen nach außen

●
    Deshalb sind sie nur schwer durch den Wettbewerb
    kopierbar


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   18
Wo schwächelt User Experience Design?




        „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   19
Wo schwächelt User Experience Design?

●
    User Experience Design bietet viele Vorteile

●
    Aber es gibt eine entscheidende Schwäche in der Art,
    wie UX-Design praktiziert wird




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   20
UX-Design untersucht Ziele & Aufgaben




                                                  Festlegung
               Identifikation                   von Strukturen,       Ergebnis:
  Research      bewusster                         Funktionen         bewusstes
                 Aufgaben                        und Inhalten        Ziel erreicht




                                                                       Resultat:
                                                                     Zufriedenheit
                                                                      des Nutzers




             „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                   21
UX-Design untersucht Ziele & Aufgaben

●
    UX-Design ermittelt die Aufgaben des Nutzers auf Basis von
    Beobachtungen und Interviews
●
    UX-Design definiert Wege zur Erfüllung der Aufgaben,
    abgeleitet aus den Beobachtungen und Befragungen
●
    UX-Design führt den Nutzer aktiv zum bewusst verfolgten Ziel
    und damit zur Erfüllung der Aufgabe
●
    Zufriedenheit entsteht. Diese ist stellvertretend für das
    gesamte Nutzererlebnis
●
    Die Aufgaben entstehen jedoch eigentlich aus unterbewussten
    Motiven, die in den UX-Prozess einfließen müssen
                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   22
Neuro-UX-Design untersucht die Ziele,
Motive und die daraus resultierenden
bewussten & unbewussten Aufgaben



                                                                 Festlegung     Ergebnis:
               Psycho-              Identifikation
                                                                 optimierter   bewusstes
              logische             bewusster und
 Research                                                        Strukturen,    und unter-
            Betrachtung             unbewusster
                                                                 Funktionen    bewusstes
             der Motive               Aufgaben
                                                                 und Inhalte   Ziel erreicht




                                                                                 Resultat:
                                                                               Begeisterung
                                                                               des Nutzers




                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                        23
Neuro-UX-Design untersucht die Ziele, Motive
und (un-)bewussten Aufgaben
●
    Neuro-UX-Design untersucht neben den Aufgaben auch die
    psychologische Gewichtung der Nutzer
●
    Daraus werden konkrete Ableitungen für die Struktur, Funktionen
    und Inhalte gebildet und die übergreifende Nutzererfahrung
    entsprechend modelliert
●
    Am Ende ist nicht nur das bewusste Ziel, sondern auch das
    unterbewusste Leitmotiv erfüllt
●
    Daraus resultiert nicht einfach nur Zufriedenheit, sondern
    tiefe Begeisterung für die Marke
●
    Die positive User-Experience ist damit im Unterbewusstsein
    verankert

                      „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   24
Ein Beispiel aus der Markenführung:
Gleiche Aufgabe, unterschiedliche Motive
Motiv: Sparen ohne             Motiv: Individualität                      Motiv: Erfolg zeigen
ausgegrenzt zu werden          ausleben                                   und sich belohnen




                        „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                    25
Ein Beispiel aus der Markenführung:
Gleiche Aufgabe, unterschiedliche Motive
●
    Ein einfaches Beispiel: Der Autokauf. Hochemotional
●
    Die 3 Beispiele veranschaulichen die Notwendigkeit, neben
    der offensichtlichen Aufgabe auch die unterbewussten
    Motive zu berücksichtigen:
●
    1. implizites Motiv: Sparen, aber ja nicht negativ auffallen.
    Gesellschaftliche Sicherheit ist wichtig → DACIA
●
    2. implizites Motiv: Auffallen, anders sein, Individualität um
    jeden Preis ausleben → MINI
●
    3. implizites Motiv: Erfolg zeigen, Power nach außen
    sichtbar machen, sich abgrenzen → PORSCHE
                    „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   26
2. Neuro-Psychologie




  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   27
So funktionieren unsere Denkprozesse


                                                                           90%
                                                                         unterbewusstes,
                                                                          automatisiertes
                                         10%                                 Denken
                                      bewusstes,
                                       gelenktes
                                        Denken




                                         „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                    28
Vgl.: „Die Macht des Unbewussten“, ARD Mediathek Reportage, Folge 1: http://www.youtube.com/watch?v=Hwz5ac-xA6o
So funktionieren unsere Denkprozesse

●
      100% Gehirnleistung heißt nicht 100% bewusstes Denken

●
      Tatsächlich liegt der Anteil des bewussten Denkens nur bei
      unter 10%

●
      Das heißt: über 90% unserer Entscheidungen werden
      unbewusst getroffen und (wenn überhaupt) nur zum
      „Bestätigen“ an das Bewusstsein weitergereicht

●
      Diese 90% laufen vollkommen automatisiert ab

Vgl.: „Die Macht des Unbewussten“, ARD Mediathek Reportage, Folge 1: http://www.youtube.com/watch?v=Hwz5ac-xA6o



                                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                          29
So funktionieren unsere Denkprozesse

●
    Das haben Sie alle sicher beim Autofahren gemerkt:

●
    Mit fortschreitender Fahrerfahrung nimmt der Mensch
    einzelne Handlungen nicht mehr wahr. Durch Wiederholung
    drängen sich diese ins Unterbewusstsein und werden
    automatisiert

●
    Entscheidungen werden vom Unterbewusstsein
    selbstständig getroffen




                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   30
Die 3 treibenden Kräfte des Unterbewusstseins




                     Balance                                   Dominanz                              Stimulanz
                  > Überleben sichern                                                                 > Neues finden
                                                                > Durchsetzen
                    > Status sichern                                                                    > Chancen
                                                              > Status aufbauen
                > Beziehungen festigen                                                                  erschließen
                                                              > Prestige erlangen
                                                                                                    > Fortschritt sichern




                                          „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                             31
Vgl.: „Brain View – Warum Kunden kaufen“, Hans-Georg Häusel, Haufe Medienruppe, 2. Auflage (2010)
Die 3 treibenden Kräfte des Unterbewusstseins

●
     Das Unterbewusstsein wird von 3 mächtigen Spielern beherrscht:

●
     Balance ist die ausgeprägteste Macht in unserem Kopf. Sie sorgt
     dafür, dass wir alles tun, um unsere Existenz zu sichern. Sie ist auch
     für die Sicherung von Beziehungen verantwortlich.

●
     Dominanz animiert uns dazu, in Führung zu gehen. Mehr rauszuholen
     und uns positiv von anderen abzugrenzen. Sie dient dazu, eine starke
     Position aufzubauen und zu verteidigen.

●
     Stimulanz sorgt dafür, dass wir uns nach neuen Möglichkeiten
     umsehen. Neue Chancen entdecken und neue Wege gehen.

Vgl.: „Brain View – Warum Kunden kaufen“, Hans-Georg Häusel, Haufe Medienruppe, 2. Auflage (2010)


                                    „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie           32
4 Denktypen nach Ned Herrmann


      Dominanz-Instruktion                                                                           Stimulanz-Instruktion

                                                        Zahlen         Das große Ganze
                                                 Informationen         Bilder & Metaphern
                                                     Statistiken       Hypothesen
                                                  Logisch              Experimentell

                                           Strukturiert                Emotional
                                                       Beispiele       Gefühlvolle Sprache
                                                     Autoritäten       Persönliche Erfahrung
                                                      Zertifikate      Menschliche Aspekte




                                                       Balance-Instruktion

                                           „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                             33
Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns
4 Denktypen nach Ned Herrmann

●
      Aus den 3 Spielern im Gehirn entwickelte der Amerikaner
      Ned Herrmann 4 Denktypen

●
      Das Denken jedes Menschen wird durch eine individuelle
      Gewichtung der 4 Typen bestimmt

●
      Je nachdem, wie die eigene Gewichtung der Denktypen ist,
      reagieren wir sehr unterschiedlich auf bestimmte Inhalte




Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns


                                     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                   34
4 Denktypen nach Ned Herrmann

●
      Der logische Typ reagiert auf präzise Informationen,
      Kausalitäten und Problemanalysen. Er fühlt sich besonders
      angesprochen von Zahlen, Informationen und Statistiken
      (z.B. Daten & Fakten zum Produkt).

●
      Der experimentelle Typ reagiert auf Innovation und
      Visionen. Er spricht besonders gut auf Bilder und Metaphern
      an, sowie auf Hypothesen und den Blick aufs Große Ganze
      (z.B. Zukunftsaussichten, Entwicklungen).



Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns


                                     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                   35
4 Denktypen nach Ned Herrmann

●
      Der strukturierte Typ reagiert auf Belege und Bewährtes.
      Er spricht besonders gut auf Beispiele, Autoritäten und
      Zertifikate an (z.B. Siegel).

●
      Der emotionale Typ reagiert auf Wohlbefinden und
      Gemeinschaft. Er fühlt sich besonders angesprochen von
      gefühlvoller Sprache, menschlichen Aspekten und
      persönlichen Erfahrungen (z.B. User-Bewertungen).




Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns


                                     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie                   36
3. Best Practice Beispiel:
 „Alice im Wunderland“




     „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   37
Best Practice Beispiel: „Alice im Wunderland“

●
    Alice.com ist einer der bekanntesten US-amerikanischen
    Online-Supermärkte

●
    Alice hat eine eigene UX-Strategie und Philosophie, ist auf
    einer Mission

●
    Diese Mission heißt „Sorge dafür, dass der Nutzer den
    Samstag für sich und seine Familie zurückgewinnt!“

●
    Alice gibt diese Mission als aktives Nutzerversprechen ab,
    z.B. auf der Startseite des Onlineshops


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   38
UX-Strategie und Mission:
Ein freier Samstag für die Kunden




   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   39
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   40
„Everyone needs an Alice. Because you have
better things to do with your Saturdays.“
●
    Eine klar definierte User Experience

●
    Das Erlebnis bedeutet Zeit für die Familie am Wochenende

●
    Alice wird alles tun, um den Kunden dabei zu unterstützen

●
    Motivation 1: Strukturelle Sicherheit herstellen. Sprich: den
    Einkauf dauerhaft organisiert bekommen

●
    Motivation 2: Emotionale Sicherheit herstellen. Weniger
    Stress und Aufregung in der Familie


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   41
„Everyone needs an Alice. Because you have
better things to do with your Saturdays.“
●
    Alice wird damit zum Partner des Nutzers. Es ist im
    beiderseitigen Interesse, dass der Nutzer am Samstag nicht
    in den Supermarkt fährt

●
    Alice unterstützt den Nutzer aktiv darin, den Einkauf
    möglichst einfach, bequem und schnell zu erledigen

●
    Die folgenden Beispiele verdeutlichen das Engagement von
    Alice, um ihren Nutzern das versprochene Erlebnis zu
    ermöglichen




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   42
„Haushalt“ statt „Supermarkt“




  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   43
„Haushalt“ statt „Supermarkt“

●
    Ein Haushalt ist mit seinen Räumen auf das Wohnen
    ausgerichtet und nicht aufgebaut wie ein Supermarkt
●
    Ein Supermarkt ist auf das Verkaufen ausgerichtet. Die
    Waren sind nach psychologischen Gesichtspunkten verkaufs-
    optimiert angeordnet → ein Supermarkt ist also auch kein
    Haushalt
●
    Zur Vorbereitung seines Einkaufs geht ein Verbraucher i.d.R.
    seinen Haushalt ab und notiert den jeweiligen Bedarf
●
    Anschließend wird der eigene Bedarf pro Raum in die
    Reihenfolge gebracht, in der die Produkte im Supermarkt der
    Wahl angeordnet sind
                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   44
„Haushalt“ statt „Supermarkt“

●
    Um die Belastung des Nutzers auf ein Minimum zu
    beschränken, arbeitet Alice mit dem mentalen Modell des
    Haushalts:

●
    Die Produkte werden nach Räumen geordnet angezeigt.
    Vorteile:

●
    Schnelle Adaption durch Spiegelung des eigenen Haushalts

●
    Einfacher Einkauf durch Bestandsaufnahme des Haushalts,
    kein Umdenken erforderlich


                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   45
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   46
Schnell zum Produkt und wieder zurück




      „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   47
Schnell zum Produkt und wieder zurück

●
    Alice ermöglicht seinen Nutzern eine einfache und schnelle
    Navigation zwischen den Produkten:

●
    Primäres Sprungziel aus der Listenansicht ist nicht mehr die
    Detailseite, sondern ein Layer, der sich über der Liste öffnet

●
    Der Layer bietet dem Nutzer sämtliche Produktinformationen
    auf einen Blick, ohne dass er die Listenansicht verlassen
    und eine neue Seite laden muss

●
    Durch Schließen des Layers ist der Nutzer unmittelbar
    wieder auf der Liste

                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   48
Schnell zum Produkt und wieder zurück

●
    In einer herkömmlichen Navigation hätte der Nutzer für jede
    Produktansicht von der Listenansicht auf die Detailseite und
    wieder zurück wechseln müssen (3 Seitenloads pro Ansicht)

●
    Die Alice-Mechanik beschleunigt das Einkaufen erheblich
    und entspricht dem normalen Verhalten am Regal:
    Produkte herausnehmen, ansehen, zurückstellen

●
    Produkt-Detailseiten existieren nach wie vor, falls ein User
    diese Ansicht bevorzugt sowie aus SEO-Gründen




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   49
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   50
Dein Haushalt = Dein Onlineshop




   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   51
Dein Haushalt = Dein Onlineshop

●
    Alice führt die Ausrichtung auf den Haushalt des Nutzers
    konsequent weiter:

●
    Über ein umfangreiches Kunden-Backend kann der Nutzer
    seinen Haushalt konfigurieren

●
    Familienmitglieder können mit Namen, Geschlecht und Alter
    angelegt werden, auch Nutzerrechte können ggf. vergeben
    werden

●
    Sogar Haustiere werden berücksichtigt


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   52
Dein Haushalt = Dein Onlineshop

●
    Alice lernt so den Haushalt des Nutzers besser kennen,
    kann passgenaue Angebote und Empfehlungen ausspielen
    und dadurch den Einkauf schrittweise erleichtern

●
    Im Bereich „My Products“ verwaltet der Nutzer spielerisch
    seine Räume, ordnet ihnen Produkte zu, nimmt Zugriff auf
    zurückliegende Bestellungen und bekommt passende
    Produkte empfohlen

●
    So entsteht nach und nach ein individueller „Mini-Shop-im-
    Shop“ für jeden Nutzer, was den Einkauf grundlegend
    vereinfacht und beschleunigt

                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   53
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   54
Mach mir den Einkauf




„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   55
Mach mir den Einkauf

●
    Regelmäßig benötigte Produkte können durch eine Art
    „Abomodell“ automatisch geordert werden
●
    Der Nutzer kann den Zeitraum frei wählen und der Liste einen
    individuellen Namen geben
●
    Listen können jederzeit pausiert, gestartet & verändert werden
●
    Alice nimmt dem Nutzer so einen der nervigsten Jobs ab:
    die Beschaffung von Low-Interest-Gütern (z.B. Mineralwasser,
    Toilettenpapier etc.)
●
    Die helfende Hand sorgt für den bequemen, einfachen
    Einkauf ohne eigenen Aufwand
                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   56
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   57
Was Du brauchst, bekommst Du.
Der schnelle Weg vom Bedarf zum Einkauf.




       „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   58
Was Du brauchst, bekommst Du.

●
    Alice Befriedigt den Bedarf seiner Kunden proaktiv

●
    Bedürfnisorientierte, vorgefertigte Pakete ermöglichen einen
    schnellen Einstieg in den Einkaufsprozess

●
    Der Nutzer findet vorgefertigte Einkaufslisten, die auf seine
    Lebenssituation angepasst sind (z.B. alles für das
    Neugeborene)

●
    Er kann individuell weitere Produkte zur Liste hinzufügen oder
    bestehende Produkte löschen bzw. austauschen


                    „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   59
Was Du brauchst, bekommst Du.

●
    Dann kann er entweder einen einzelnen Bestellprozess
    starten oder das Paket als automatische Bestellung aktivieren

●
    Der Aufwand minimiert sich radikal auf das Verändern der
    vorgefertigten Liste, eine umfangreiche eigene Recherche ist
    nicht mehr erforderlich




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   60
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   61
Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt




       „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   62
Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt

●
    Alice verschickt jede Woche 2 Newsletter an ihre Kunden

●
    Personalisierte Ausrichtung und bedürfnisorientierte Inhalte
    stellen sicher, dass die Newsletter trotz (oder gerade wegen)
    der hohen Frequenz als Hilfe wahrgenommen werden

●
    Der 1. Newsletter bringt die besten Deals & Schnäppchen
    und soll den Nutzer im Planungsprozess seines Einkaufs
    aktivieren

●
    Der 2. Newsletter unterstützt den Nutzer dabei, noch nicht
    gefüllte Räume mit Produkte zu bestücken

                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   63
Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt

●
    Auf diese Weise hilft Alice dem Nutzer, Geld zu sparen und
    gleichzeitig den virtuellen Haushalt zu vervollständigen

●
    Für den Nutzer fühlt es sich an wie eine Guide-Tour;
    am Ende ist sein Einkauf perfekt durchgeplant




                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   64
„Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   65
Das eigene „Wunderland“ aufbauen
          und entwickeln




      „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   66
Das eigene „Wunderland“ aufbauen
und entwickeln
●
    Etablieren Sie eine UX-Strategie als Unternehmensziel
●
    Schaffen sie psychologische Profile Ihrer Nutzer durch
    Online-Befragungen und Tests
●
    Stimmen Sie Strukturen, Funktionen und Inhalte auf die
    psychologischen Gegebenheiten ab
●
    Optimieren Sie Ihr bestehendes System durch konsequentes
    Testen verschiedener psychologisch optimierter Versionen
●
    Ermitteln Sie schrittweise die am besten wirkende
    psychologische Tonalität und bleiben Sie am Ball


                   „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   67
Fazit

●
    UX-Design in Kombination mit Neuro-Psychologie ermöglicht:

●
    Durchgängig kommunizierte Markenwerte in allen
    Interaktionen

●
    Psychologisch zugeschnittene Inhalte

●
    Grundlage für kontinuierliche Optimierung der Kommunikation

●
    Eine Absicherung der Marke gegenüber den Mitbewerbern



                  „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie   68
Danke für Ihr Interesse.

Das umfangreiche Handout inkl. weiterführender
Informationen finden Sie auf unser Webseite:

www.manymize.com

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

La educación parvularia en chile 2
La educación parvularia en chile 2La educación parvularia en chile 2
La educación parvularia en chile 2
estefany1233
 
Deber1cedulafecha
Deber1cedulafecha Deber1cedulafecha
Deber1cedulafecha
Christian
 
Laprehistoria 100321061815-phpapp02
Laprehistoria 100321061815-phpapp02Laprehistoria 100321061815-phpapp02
Laprehistoria 100321061815-phpapp02
David Mons Martin
 
Atapuerca. Ignacio.
Atapuerca. Ignacio.Atapuerca. Ignacio.
Atapuerca. Ignacio.
BEGOÑA
 
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
cepr08TAC
 
Aristo encuesta 2009
Aristo encuesta 2009Aristo encuesta 2009
Aristo encuesta 2009
guest269f19
 
Educación para la sexualidad
Educación para la sexualidadEducación para la sexualidad
Educación para la sexualidad
ilich
 
Empresa manofactureras diapositivas
Empresa manofactureras diapositivasEmpresa manofactureras diapositivas
Empresa manofactureras diapositivas
margeory
 

Andere mochten auch (20)

Viorel .- ATAPUERCA
Viorel .- ATAPUERCAViorel .- ATAPUERCA
Viorel .- ATAPUERCA
 
Les Papillon
Les PapillonLes Papillon
Les Papillon
 
Memo enseignant
Memo enseignantMemo enseignant
Memo enseignant
 
5. reducción pérdidas energía
5. reducción pérdidas energía5. reducción pérdidas energía
5. reducción pérdidas energía
 
Inmuno1.doc
Inmuno1.docInmuno1.doc
Inmuno1.doc
 
Power Point Informatica
Power Point InformaticaPower Point Informatica
Power Point Informatica
 
Bianka j.
Bianka j.Bianka j.
Bianka j.
 
Generación%20 de%20contenidos[1]
Generación%20 de%20contenidos[1]Generación%20 de%20contenidos[1]
Generación%20 de%20contenidos[1]
 
La educación parvularia en chile 2
La educación parvularia en chile 2La educación parvularia en chile 2
La educación parvularia en chile 2
 
Deber1cedulafecha
Deber1cedulafecha Deber1cedulafecha
Deber1cedulafecha
 
Laprehistoria 100321061815-phpapp02
Laprehistoria 100321061815-phpapp02Laprehistoria 100321061815-phpapp02
Laprehistoria 100321061815-phpapp02
 
Atapuerca. Ignacio.
Atapuerca. Ignacio.Atapuerca. Ignacio.
Atapuerca. Ignacio.
 
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
Tac unimet equipo 4boletin1 amarilis mariam elvis 001
 
Cours 2 twitter
Cours 2 twitterCours 2 twitter
Cours 2 twitter
 
Presentación Corporativa Grupo Inmobiliario ALTING
Presentación Corporativa Grupo Inmobiliario ALTINGPresentación Corporativa Grupo Inmobiliario ALTING
Presentación Corporativa Grupo Inmobiliario ALTING
 
MURALES (Escuela Pedro de Mendoza)
MURALES (Escuela Pedro de Mendoza) MURALES (Escuela Pedro de Mendoza)
MURALES (Escuela Pedro de Mendoza)
 
Aristo encuesta 2009
Aristo encuesta 2009Aristo encuesta 2009
Aristo encuesta 2009
 
Educación para la sexualidad
Educación para la sexualidadEducación para la sexualidad
Educación para la sexualidad
 
Presentación Girona, 108
Presentación Girona, 108Presentación Girona, 108
Presentación Girona, 108
 
Empresa manofactureras diapositivas
Empresa manofactureras diapositivasEmpresa manofactureras diapositivas
Empresa manofactureras diapositivas
 

Ähnlich wie Alice im Wunderland - Die Magie der User Experience im eCommerce

Einführung in User Experience Design
Einführung in User Experience DesignEinführung in User Experience Design
Einführung in User Experience Design
chmoser79
 

Ähnlich wie Alice im Wunderland - Die Magie der User Experience im eCommerce (20)

Digitale Produktentwicklung - der denkwerk Prozess mit Methodenkompendium (2012)
Digitale Produktentwicklung - der denkwerk Prozess mit Methodenkompendium (2012)Digitale Produktentwicklung - der denkwerk Prozess mit Methodenkompendium (2012)
Digitale Produktentwicklung - der denkwerk Prozess mit Methodenkompendium (2012)
 
Content ist Design. Design ist Content – Ansätze für eine ganzheitliche Conte...
Content ist Design. Design ist Content – Ansätze für eine ganzheitliche Conte...Content ist Design. Design ist Content – Ansätze für eine ganzheitliche Conte...
Content ist Design. Design ist Content – Ansätze für eine ganzheitliche Conte...
 
Usability / Designtrends in Kommunalen Internetportalen - Nicole Armbruster
Usability / Designtrends in Kommunalen Internetportalen - Nicole ArmbrusterUsability / Designtrends in Kommunalen Internetportalen - Nicole Armbruster
Usability / Designtrends in Kommunalen Internetportalen - Nicole Armbruster
 
Folgst du noch oder formst du schon? Über Brands und UX Design
Folgst du noch oder formst du schon? Über Brands und UX DesignFolgst du noch oder formst du schon? Über Brands und UX Design
Folgst du noch oder formst du schon? Über Brands und UX Design
 
Usability-Trends 2014 - Worauf es ankommt bei der Online-Präsenz
Usability-Trends 2014 - Worauf es ankommt bei der Online-PräsenzUsability-Trends 2014 - Worauf es ankommt bei der Online-Präsenz
Usability-Trends 2014 - Worauf es ankommt bei der Online-Präsenz
 
diefirma gmbh webthinking® Quickguide
diefirma gmbh webthinking® Quickguide diefirma gmbh webthinking® Quickguide
diefirma gmbh webthinking® Quickguide
 
UX Thinking and Product Visions
UX Thinking and Product VisionsUX Thinking and Product Visions
UX Thinking and Product Visions
 
Mach Deinen Nutzer happy! Usability und UX
Mach Deinen Nutzer happy! Usability und UXMach Deinen Nutzer happy! Usability und UX
Mach Deinen Nutzer happy! Usability und UX
 
Product tank karlsruhe 2021 modern ux short
Product tank karlsruhe 2021 modern ux shortProduct tank karlsruhe 2021 modern ux short
Product tank karlsruhe 2021 modern ux short
 
14 11-11 emotional design - barcamp Hamburg 2014
14 11-11 emotional design - barcamp Hamburg 201414 11-11 emotional design - barcamp Hamburg 2014
14 11-11 emotional design - barcamp Hamburg 2014
 
Vom Bedürfnis zum Produkt - Integration von UX Methoden in der Softwareentwic...
Vom Bedürfnis zum Produkt - Integration von UX Methoden in der Softwareentwic...Vom Bedürfnis zum Produkt - Integration von UX Methoden in der Softwareentwic...
Vom Bedürfnis zum Produkt - Integration von UX Methoden in der Softwareentwic...
 
USECON_Experience Design & Consulting
USECON_Experience Design & ConsultingUSECON_Experience Design & Consulting
USECON_Experience Design & Consulting
 
UX & USER RESEARCH - WORKSHOP PRÄSENTATION VON APPS WITH LOVE
UX & USER RESEARCH - WORKSHOP PRÄSENTATION VON APPS WITH LOVEUX & USER RESEARCH - WORKSHOP PRÄSENTATION VON APPS WITH LOVE
UX & USER RESEARCH - WORKSHOP PRÄSENTATION VON APPS WITH LOVE
 
Micro UX. Wie Produkte wirklich Spaß machen (2014)
Micro UX. Wie Produkte wirklich Spaß machen (2014)Micro UX. Wie Produkte wirklich Spaß machen (2014)
Micro UX. Wie Produkte wirklich Spaß machen (2014)
 
Wunschfeld Ix Design Workshop World Usability Day 08
Wunschfeld Ix Design Workshop World Usability Day 08Wunschfeld Ix Design Workshop World Usability Day 08
Wunschfeld Ix Design Workshop World Usability Day 08
 
Einführung in User Experience Design
Einführung in User Experience DesignEinführung in User Experience Design
Einführung in User Experience Design
 
Webinar: Mit Mental Models Kunden langfristig binden
Webinar: Mit Mental Models Kunden langfristig bindenWebinar: Mit Mental Models Kunden langfristig binden
Webinar: Mit Mental Models Kunden langfristig binden
 
USEEDS° :: Customer Journey Maps
USEEDS° :: Customer Journey MapsUSEEDS° :: Customer Journey Maps
USEEDS° :: Customer Journey Maps
 
Digital Experience for Pharma and Healthcare @ pharmaplace 2016
Digital Experience for Pharma and Healthcare @ pharmaplace 2016Digital Experience for Pharma and Healthcare @ pharmaplace 2016
Digital Experience for Pharma and Healthcare @ pharmaplace 2016
 
Dipl.-Ing. Ludwig Meyer (alysis)
Dipl.-Ing. Ludwig Meyer (alysis)Dipl.-Ing. Ludwig Meyer (alysis)
Dipl.-Ing. Ludwig Meyer (alysis)
 

Mehr von eCommerce Lounge

Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
eCommerce Lounge
 
Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
Nach dem Relaunch ist vor dem RelaunchNach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
eCommerce Lounge
 
Gamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
Gamification - Chancen und Risiken für den E-CommerceGamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
Gamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
eCommerce Lounge
 
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgenErfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
eCommerce Lounge
 
eCommerce Recht 2011 aktuell
eCommerce Recht 2011 aktuelleCommerce Recht 2011 aktuell
eCommerce Recht 2011 aktuell
eCommerce Lounge
 
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-CommerceErfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
eCommerce Lounge
 
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
eCommerce Lounge
 

Mehr von eCommerce Lounge (20)

Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
Social Commerce - Mehr als ein Buzzword(!)?
 
Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
Nach dem Relaunch ist vor dem RelaunchNach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch
 
Gamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
Gamification - Chancen und Risiken für den E-CommerceGamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
Gamification - Chancen und Risiken für den E-Commerce
 
Die Zukunft von Google Shopping
Die Zukunft von Google ShoppingDie Zukunft von Google Shopping
Die Zukunft von Google Shopping
 
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgenErfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
Erfolgreiche Shop-Konzepte von heute für die Anforderungen von morgen
 
Re-Commerce, der neue Megatrend im eCommerce
Re-Commerce, der neue Megatrend im eCommerceRe-Commerce, der neue Megatrend im eCommerce
Re-Commerce, der neue Megatrend im eCommerce
 
Wie wählt man das richtige Shopsystem?
Wie wählt man das richtige Shopsystem?Wie wählt man das richtige Shopsystem?
Wie wählt man das richtige Shopsystem?
 
Screw it, let’s do it — Praxisbeispiele für Mobile Shops und Facebook Einsatz
Screw it, let’s do it — Praxisbeispiele für Mobile Shops und Facebook EinsatzScrew it, let’s do it — Praxisbeispiele für Mobile Shops und Facebook Einsatz
Screw it, let’s do it — Praxisbeispiele für Mobile Shops und Facebook Einsatz
 
eCommerce-Recht 2012
eCommerce-Recht 2012eCommerce-Recht 2012
eCommerce-Recht 2012
 
Mehr Verkäufe durch SEO Onsite- & Conversion Optimierung
Mehr Verkäufe durch SEO Onsite- & Conversion OptimierungMehr Verkäufe durch SEO Onsite- & Conversion Optimierung
Mehr Verkäufe durch SEO Onsite- & Conversion Optimierung
 
Location-Based Services und Mobile Commerce
Location-Based Services und Mobile CommerceLocation-Based Services und Mobile Commerce
Location-Based Services und Mobile Commerce
 
E-Commerce Schweiz: heute und morgen
E-Commerce Schweiz: heute und morgenE-Commerce Schweiz: heute und morgen
E-Commerce Schweiz: heute und morgen
 
Google Shopping Search
Google Shopping SearchGoogle Shopping Search
Google Shopping Search
 
Mit einem Liveshopping Konzept die Swiss Marketing-Trophy gewinnen
Mit einem Liveshopping Konzept die Swiss Marketing-Trophy gewinnen Mit einem Liveshopping Konzept die Swiss Marketing-Trophy gewinnen
Mit einem Liveshopping Konzept die Swiss Marketing-Trophy gewinnen
 
Der perfekte Checkout
Der perfekte CheckoutDer perfekte Checkout
Der perfekte Checkout
 
eCommerce Recht 2011 aktuell
eCommerce Recht 2011 aktuelleCommerce Recht 2011 aktuell
eCommerce Recht 2011 aktuell
 
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-CommerceErfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
Erfolgreicher Einsatz von Multi-Channel-Commerce
 
Shopoptimierung – Worauf man aus SEO-Sicht achten sollte
Shopoptimierung –  Worauf man aus SEO-Sicht achten sollteShopoptimierung –  Worauf man aus SEO-Sicht achten sollte
Shopoptimierung – Worauf man aus SEO-Sicht achten sollte
 
Millionengrab Google AdWords? So vermeiden Sie die Verlustfalle!
Millionengrab Google AdWords?  So vermeiden Sie die Verlustfalle! Millionengrab Google AdWords?  So vermeiden Sie die Verlustfalle!
Millionengrab Google AdWords? So vermeiden Sie die Verlustfalle!
 
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
Mehr Umsatz, durch eine intelligente Such-Software im OnlineShop!
 

Alice im Wunderland - Die Magie der User Experience im eCommerce

  • 1. UX-Design & Neuro-Psychologie: Alice im Wunderland Düsseldorf, 28.09.2012 eCommerce Breakfast
  • 2. Themen 1. User Experience Design 2. Neuro-Psychologie 3. Best Practice Beispiel: „Alice im Wunderland“ „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 2
  • 3. 1. User Experience Design „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 3
  • 4. Was bedeutet User Experience Design? „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 4
  • 5. Was bedeutet User Experience Design? ● Eine Nutzer-fokussierte Herangehensweise ● Stammt ursprünglich aus der Software-Entwicklung ● Wird heutezutage oft in einzelnen Projekten angewendet ● ABER: User Experience ist deutlich mehr ● Es ist eine unternehmensweite Haltung „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 5
  • 6. User Experience Design ist eine durchgängige Strategie für alle Interaktionen zwischen Konsument und Marke... „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 6
  • 7. … mit dem Ziel, durch modellierte Interaktionen eine unterbewusste emotionale Akzeptanz zu erzeugen... „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 7
  • 8. … und den Konsumenten emotional eng an die Marke zu binden. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 8
  • 9. Mit UX-Strategie zur Nutzerbindung ● Etablierung der User Experience als Strategie im Unternehmen ● Modellierung aller Interaktionen zwischen Konsument und Marke ● Die UX-Strategie definiert das Grundgefühl, das zwischen Marke und Konsument erzeugt wird ● Die UX-Strategie wird zur Geisteshaltung im Unternehmen und dient als Guideline für die Mitarbeiter sowie für alle Kommunikationsmaßnahmen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 9
  • 10. Mit UX-Strategie zur Nutzerbindung ● Ziel: durch kontinuierliche Wiederholung positiver Nutzererlebnisse den Nutzer an die Marke zu binden und eine emotional verankerte Akzeptanz der Marke zu errichten ● Prägung schafft Verbundenheit zur Marke ● Die Prägung wirkt selbst dann, wenn Marken Fehler machen (Beispiel Apple) ● Der Nutzer wird unbewusst zum Botschafter der Marke ● Das Unterbewusstsein beeinflusst den Nutzer bei seiner „rationalen“ Urteilsfindung „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 10
  • 11. Wo wirkt eine User Experience Strategie? „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 11
  • 12. TV Hotline Banner Chat AdWords News- Face- letter book You- E-Mails Tube Online- Twitter shop Blog „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 12
  • 13. Wo wirkt eine User Experience Strategie? ● User Experience ist wirkt global, d.h. an jedem Berührungspunkt der Marke mit dem Nutzer ● Jede Marke hat eine Menge von Interaktionen mit dem Nutzer ● Aufgabe der UX-Strategie ist es, diese zu erkennen ● Häufig stattfindende Interaktionen werden stärker berücksichtigt und mit Vorrang optimiert ● Jede Interaktion prägt das Gesamterlebnis und muss darauf einzahlen, dem Nutzer das definierte Nutzererlebnis zu vermitteln, so dass für ihn ein „rundes Bild“ entsteht „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 13
  • 14. Die Vorteile einer User Experience Strategie „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 14
  • 15. Vorteile einer User Experience Strategie 1) Bindet den Nutzer emotional ● Das einheitliche Nutzererlebnis über alle Interaktionen bindet den Nutzer nachhaltig auf emotionaler Ebene ● Jedes positive Erlebnis zahlt auf das Gesamterlebnis ein ● Es stellt sich eine positive Grundhaltung gegenüber dem Unternehmen bzw. der Marke ein „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 15
  • 16. Vorteile einer User Experience Strategie 2) Macht die Kommunikation planungssicher ● Gibt einen einheitlichen Rahmen für die Kommunikation, ohne die Flexibilität einzuschränken ● Wirkt inspirierend in alle Unternehmensbereiche ● Nutzungserlebnis steht jederzeit als Ausgangspunkt für Marketing- und Kommunikation zur Verfügung „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 16
  • 17. Vorteile einer User Experience Strategie 3) Ist systematisch und methodisch anwendbar ● UX-Design bietet eine Vielzahl bewährter Methoden = „Werkzeugkasten“ ● Diese Methoden können jederzeit angewendet werden ● Die Zusammenstellung der richtigen Methoden erfolgt systematisch und zielorientiert ● Kreatives Chaos wird abgewendet und der Rahmen geschaffen, in dem Kreativität zielgerichtet seine volle Wirkung entfalten kann „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 17
  • 18. Vorteile einer User Experience Strategie 4) Ist durch den Wettbewerb nur schwer kopierbar ● Entsteht aus dem Unternehmen heraus ● Es äußert sich an der Oberfläche und ist emotional für jedermann wahrnehmbar ● Die dafür verantwortlichen Leitlinien und Glaubenssätze sind allerdings verborgen und wirken von innen nach außen ● Deshalb sind sie nur schwer durch den Wettbewerb kopierbar „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 18
  • 19. Wo schwächelt User Experience Design? „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 19
  • 20. Wo schwächelt User Experience Design? ● User Experience Design bietet viele Vorteile ● Aber es gibt eine entscheidende Schwäche in der Art, wie UX-Design praktiziert wird „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 20
  • 21. UX-Design untersucht Ziele & Aufgaben Festlegung Identifikation von Strukturen, Ergebnis: Research bewusster Funktionen bewusstes Aufgaben und Inhalten Ziel erreicht Resultat: Zufriedenheit des Nutzers „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 21
  • 22. UX-Design untersucht Ziele & Aufgaben ● UX-Design ermittelt die Aufgaben des Nutzers auf Basis von Beobachtungen und Interviews ● UX-Design definiert Wege zur Erfüllung der Aufgaben, abgeleitet aus den Beobachtungen und Befragungen ● UX-Design führt den Nutzer aktiv zum bewusst verfolgten Ziel und damit zur Erfüllung der Aufgabe ● Zufriedenheit entsteht. Diese ist stellvertretend für das gesamte Nutzererlebnis ● Die Aufgaben entstehen jedoch eigentlich aus unterbewussten Motiven, die in den UX-Prozess einfließen müssen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 22
  • 23. Neuro-UX-Design untersucht die Ziele, Motive und die daraus resultierenden bewussten & unbewussten Aufgaben Festlegung Ergebnis: Psycho- Identifikation optimierter bewusstes logische bewusster und Research Strukturen, und unter- Betrachtung unbewusster Funktionen bewusstes der Motive Aufgaben und Inhalte Ziel erreicht Resultat: Begeisterung des Nutzers „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 23
  • 24. Neuro-UX-Design untersucht die Ziele, Motive und (un-)bewussten Aufgaben ● Neuro-UX-Design untersucht neben den Aufgaben auch die psychologische Gewichtung der Nutzer ● Daraus werden konkrete Ableitungen für die Struktur, Funktionen und Inhalte gebildet und die übergreifende Nutzererfahrung entsprechend modelliert ● Am Ende ist nicht nur das bewusste Ziel, sondern auch das unterbewusste Leitmotiv erfüllt ● Daraus resultiert nicht einfach nur Zufriedenheit, sondern tiefe Begeisterung für die Marke ● Die positive User-Experience ist damit im Unterbewusstsein verankert „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 24
  • 25. Ein Beispiel aus der Markenführung: Gleiche Aufgabe, unterschiedliche Motive Motiv: Sparen ohne Motiv: Individualität Motiv: Erfolg zeigen ausgegrenzt zu werden ausleben und sich belohnen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 25
  • 26. Ein Beispiel aus der Markenführung: Gleiche Aufgabe, unterschiedliche Motive ● Ein einfaches Beispiel: Der Autokauf. Hochemotional ● Die 3 Beispiele veranschaulichen die Notwendigkeit, neben der offensichtlichen Aufgabe auch die unterbewussten Motive zu berücksichtigen: ● 1. implizites Motiv: Sparen, aber ja nicht negativ auffallen. Gesellschaftliche Sicherheit ist wichtig → DACIA ● 2. implizites Motiv: Auffallen, anders sein, Individualität um jeden Preis ausleben → MINI ● 3. implizites Motiv: Erfolg zeigen, Power nach außen sichtbar machen, sich abgrenzen → PORSCHE „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 26
  • 27. 2. Neuro-Psychologie „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 27
  • 28. So funktionieren unsere Denkprozesse 90% unterbewusstes, automatisiertes 10% Denken bewusstes, gelenktes Denken „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 28 Vgl.: „Die Macht des Unbewussten“, ARD Mediathek Reportage, Folge 1: http://www.youtube.com/watch?v=Hwz5ac-xA6o
  • 29. So funktionieren unsere Denkprozesse ● 100% Gehirnleistung heißt nicht 100% bewusstes Denken ● Tatsächlich liegt der Anteil des bewussten Denkens nur bei unter 10% ● Das heißt: über 90% unserer Entscheidungen werden unbewusst getroffen und (wenn überhaupt) nur zum „Bestätigen“ an das Bewusstsein weitergereicht ● Diese 90% laufen vollkommen automatisiert ab Vgl.: „Die Macht des Unbewussten“, ARD Mediathek Reportage, Folge 1: http://www.youtube.com/watch?v=Hwz5ac-xA6o „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 29
  • 30. So funktionieren unsere Denkprozesse ● Das haben Sie alle sicher beim Autofahren gemerkt: ● Mit fortschreitender Fahrerfahrung nimmt der Mensch einzelne Handlungen nicht mehr wahr. Durch Wiederholung drängen sich diese ins Unterbewusstsein und werden automatisiert ● Entscheidungen werden vom Unterbewusstsein selbstständig getroffen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 30
  • 31. Die 3 treibenden Kräfte des Unterbewusstseins Balance Dominanz Stimulanz > Überleben sichern > Neues finden > Durchsetzen > Status sichern > Chancen > Status aufbauen > Beziehungen festigen erschließen > Prestige erlangen > Fortschritt sichern „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 31 Vgl.: „Brain View – Warum Kunden kaufen“, Hans-Georg Häusel, Haufe Medienruppe, 2. Auflage (2010)
  • 32. Die 3 treibenden Kräfte des Unterbewusstseins ● Das Unterbewusstsein wird von 3 mächtigen Spielern beherrscht: ● Balance ist die ausgeprägteste Macht in unserem Kopf. Sie sorgt dafür, dass wir alles tun, um unsere Existenz zu sichern. Sie ist auch für die Sicherung von Beziehungen verantwortlich. ● Dominanz animiert uns dazu, in Führung zu gehen. Mehr rauszuholen und uns positiv von anderen abzugrenzen. Sie dient dazu, eine starke Position aufzubauen und zu verteidigen. ● Stimulanz sorgt dafür, dass wir uns nach neuen Möglichkeiten umsehen. Neue Chancen entdecken und neue Wege gehen. Vgl.: „Brain View – Warum Kunden kaufen“, Hans-Georg Häusel, Haufe Medienruppe, 2. Auflage (2010) „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 32
  • 33. 4 Denktypen nach Ned Herrmann Dominanz-Instruktion Stimulanz-Instruktion Zahlen Das große Ganze Informationen Bilder & Metaphern Statistiken Hypothesen Logisch Experimentell Strukturiert Emotional Beispiele Gefühlvolle Sprache Autoritäten Persönliche Erfahrung Zertifikate Menschliche Aspekte Balance-Instruktion „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 33 Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns
  • 34. 4 Denktypen nach Ned Herrmann ● Aus den 3 Spielern im Gehirn entwickelte der Amerikaner Ned Herrmann 4 Denktypen ● Das Denken jedes Menschen wird durch eine individuelle Gewichtung der 4 Typen bestimmt ● Je nachdem, wie die eigene Gewichtung der Denktypen ist, reagieren wir sehr unterschiedlich auf bestimmte Inhalte Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 34
  • 35. 4 Denktypen nach Ned Herrmann ● Der logische Typ reagiert auf präzise Informationen, Kausalitäten und Problemanalysen. Er fühlt sich besonders angesprochen von Zahlen, Informationen und Statistiken (z.B. Daten & Fakten zum Produkt). ● Der experimentelle Typ reagiert auf Innovation und Visionen. Er spricht besonders gut auf Bilder und Metaphern an, sowie auf Hypothesen und den Blick aufs Große Ganze (z.B. Zukunftsaussichten, Entwicklungen). Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 35
  • 36. 4 Denktypen nach Ned Herrmann ● Der strukturierte Typ reagiert auf Belege und Bewährtes. Er spricht besonders gut auf Beispiele, Autoritäten und Zertifikate an (z.B. Siegel). ● Der emotionale Typ reagiert auf Wohlbefinden und Gemeinschaft. Er fühlt sich besonders angesprochen von gefühlvoller Sprache, menschlichen Aspekten und persönlichen Erfahrungen (z.B. User-Bewertungen). Vgl.: „Vier-Quadranten-Modell des Gehirns: http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Quadranten-Modell_des_Gehirns „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 36
  • 37. 3. Best Practice Beispiel: „Alice im Wunderland“ „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 37
  • 38. Best Practice Beispiel: „Alice im Wunderland“ ● Alice.com ist einer der bekanntesten US-amerikanischen Online-Supermärkte ● Alice hat eine eigene UX-Strategie und Philosophie, ist auf einer Mission ● Diese Mission heißt „Sorge dafür, dass der Nutzer den Samstag für sich und seine Familie zurückgewinnt!“ ● Alice gibt diese Mission als aktives Nutzerversprechen ab, z.B. auf der Startseite des Onlineshops „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 38
  • 39. UX-Strategie und Mission: Ein freier Samstag für die Kunden „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 39
  • 40. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 40
  • 41. „Everyone needs an Alice. Because you have better things to do with your Saturdays.“ ● Eine klar definierte User Experience ● Das Erlebnis bedeutet Zeit für die Familie am Wochenende ● Alice wird alles tun, um den Kunden dabei zu unterstützen ● Motivation 1: Strukturelle Sicherheit herstellen. Sprich: den Einkauf dauerhaft organisiert bekommen ● Motivation 2: Emotionale Sicherheit herstellen. Weniger Stress und Aufregung in der Familie „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 41
  • 42. „Everyone needs an Alice. Because you have better things to do with your Saturdays.“ ● Alice wird damit zum Partner des Nutzers. Es ist im beiderseitigen Interesse, dass der Nutzer am Samstag nicht in den Supermarkt fährt ● Alice unterstützt den Nutzer aktiv darin, den Einkauf möglichst einfach, bequem und schnell zu erledigen ● Die folgenden Beispiele verdeutlichen das Engagement von Alice, um ihren Nutzern das versprochene Erlebnis zu ermöglichen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 42
  • 43. „Haushalt“ statt „Supermarkt“ „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 43
  • 44. „Haushalt“ statt „Supermarkt“ ● Ein Haushalt ist mit seinen Räumen auf das Wohnen ausgerichtet und nicht aufgebaut wie ein Supermarkt ● Ein Supermarkt ist auf das Verkaufen ausgerichtet. Die Waren sind nach psychologischen Gesichtspunkten verkaufs- optimiert angeordnet → ein Supermarkt ist also auch kein Haushalt ● Zur Vorbereitung seines Einkaufs geht ein Verbraucher i.d.R. seinen Haushalt ab und notiert den jeweiligen Bedarf ● Anschließend wird der eigene Bedarf pro Raum in die Reihenfolge gebracht, in der die Produkte im Supermarkt der Wahl angeordnet sind „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 44
  • 45. „Haushalt“ statt „Supermarkt“ ● Um die Belastung des Nutzers auf ein Minimum zu beschränken, arbeitet Alice mit dem mentalen Modell des Haushalts: ● Die Produkte werden nach Räumen geordnet angezeigt. Vorteile: ● Schnelle Adaption durch Spiegelung des eigenen Haushalts ● Einfacher Einkauf durch Bestandsaufnahme des Haushalts, kein Umdenken erforderlich „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 45
  • 46. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 46
  • 47. Schnell zum Produkt und wieder zurück „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 47
  • 48. Schnell zum Produkt und wieder zurück ● Alice ermöglicht seinen Nutzern eine einfache und schnelle Navigation zwischen den Produkten: ● Primäres Sprungziel aus der Listenansicht ist nicht mehr die Detailseite, sondern ein Layer, der sich über der Liste öffnet ● Der Layer bietet dem Nutzer sämtliche Produktinformationen auf einen Blick, ohne dass er die Listenansicht verlassen und eine neue Seite laden muss ● Durch Schließen des Layers ist der Nutzer unmittelbar wieder auf der Liste „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 48
  • 49. Schnell zum Produkt und wieder zurück ● In einer herkömmlichen Navigation hätte der Nutzer für jede Produktansicht von der Listenansicht auf die Detailseite und wieder zurück wechseln müssen (3 Seitenloads pro Ansicht) ● Die Alice-Mechanik beschleunigt das Einkaufen erheblich und entspricht dem normalen Verhalten am Regal: Produkte herausnehmen, ansehen, zurückstellen ● Produkt-Detailseiten existieren nach wie vor, falls ein User diese Ansicht bevorzugt sowie aus SEO-Gründen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 49
  • 50. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 50
  • 51. Dein Haushalt = Dein Onlineshop „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 51
  • 52. Dein Haushalt = Dein Onlineshop ● Alice führt die Ausrichtung auf den Haushalt des Nutzers konsequent weiter: ● Über ein umfangreiches Kunden-Backend kann der Nutzer seinen Haushalt konfigurieren ● Familienmitglieder können mit Namen, Geschlecht und Alter angelegt werden, auch Nutzerrechte können ggf. vergeben werden ● Sogar Haustiere werden berücksichtigt „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 52
  • 53. Dein Haushalt = Dein Onlineshop ● Alice lernt so den Haushalt des Nutzers besser kennen, kann passgenaue Angebote und Empfehlungen ausspielen und dadurch den Einkauf schrittweise erleichtern ● Im Bereich „My Products“ verwaltet der Nutzer spielerisch seine Räume, ordnet ihnen Produkte zu, nimmt Zugriff auf zurückliegende Bestellungen und bekommt passende Produkte empfohlen ● So entsteht nach und nach ein individueller „Mini-Shop-im- Shop“ für jeden Nutzer, was den Einkauf grundlegend vereinfacht und beschleunigt „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 53
  • 54. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 54
  • 55. Mach mir den Einkauf „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 55
  • 56. Mach mir den Einkauf ● Regelmäßig benötigte Produkte können durch eine Art „Abomodell“ automatisch geordert werden ● Der Nutzer kann den Zeitraum frei wählen und der Liste einen individuellen Namen geben ● Listen können jederzeit pausiert, gestartet & verändert werden ● Alice nimmt dem Nutzer so einen der nervigsten Jobs ab: die Beschaffung von Low-Interest-Gütern (z.B. Mineralwasser, Toilettenpapier etc.) ● Die helfende Hand sorgt für den bequemen, einfachen Einkauf ohne eigenen Aufwand „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 56
  • 57. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 57
  • 58. Was Du brauchst, bekommst Du. Der schnelle Weg vom Bedarf zum Einkauf. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 58
  • 59. Was Du brauchst, bekommst Du. ● Alice Befriedigt den Bedarf seiner Kunden proaktiv ● Bedürfnisorientierte, vorgefertigte Pakete ermöglichen einen schnellen Einstieg in den Einkaufsprozess ● Der Nutzer findet vorgefertigte Einkaufslisten, die auf seine Lebenssituation angepasst sind (z.B. alles für das Neugeborene) ● Er kann individuell weitere Produkte zur Liste hinzufügen oder bestehende Produkte löschen bzw. austauschen „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 59
  • 60. Was Du brauchst, bekommst Du. ● Dann kann er entweder einen einzelnen Bestellprozess starten oder das Paket als automatische Bestellung aktivieren ● Der Aufwand minimiert sich radikal auf das Verändern der vorgefertigten Liste, eine umfangreiche eigene Recherche ist nicht mehr erforderlich „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 60
  • 61. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 61
  • 62. Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 62
  • 63. Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt ● Alice verschickt jede Woche 2 Newsletter an ihre Kunden ● Personalisierte Ausrichtung und bedürfnisorientierte Inhalte stellen sicher, dass die Newsletter trotz (oder gerade wegen) der hohen Frequenz als Hilfe wahrgenommen werden ● Der 1. Newsletter bringt die besten Deals & Schnäppchen und soll den Nutzer im Planungsprozess seines Einkaufs aktivieren ● Der 2. Newsletter unterstützt den Nutzer dabei, noch nicht gefüllte Räume mit Produkte zu bestücken „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 63
  • 64. Deals und viele Tipps für Deinen Haushalt ● Auf diese Weise hilft Alice dem Nutzer, Geld zu sparen und gleichzeitig den virtuellen Haushalt zu vervollständigen ● Für den Nutzer fühlt es sich an wie eine Guide-Tour; am Ende ist sein Einkauf perfekt durchgeplant „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 64
  • 65. „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 65
  • 66. Das eigene „Wunderland“ aufbauen und entwickeln „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 66
  • 67. Das eigene „Wunderland“ aufbauen und entwickeln ● Etablieren Sie eine UX-Strategie als Unternehmensziel ● Schaffen sie psychologische Profile Ihrer Nutzer durch Online-Befragungen und Tests ● Stimmen Sie Strukturen, Funktionen und Inhalte auf die psychologischen Gegebenheiten ab ● Optimieren Sie Ihr bestehendes System durch konsequentes Testen verschiedener psychologisch optimierter Versionen ● Ermitteln Sie schrittweise die am besten wirkende psychologische Tonalität und bleiben Sie am Ball „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 67
  • 68. Fazit ● UX-Design in Kombination mit Neuro-Psychologie ermöglicht: ● Durchgängig kommunizierte Markenwerte in allen Interaktionen ● Psychologisch zugeschnittene Inhalte ● Grundlage für kontinuierliche Optimierung der Kommunikation ● Eine Absicherung der Marke gegenüber den Mitbewerbern „Alice im Wunderland“ - UX-Design & Neuro-Psychologie 68
  • 69. Danke für Ihr Interesse. Das umfangreiche Handout inkl. weiterführender Informationen finden Sie auf unser Webseite: www.manymize.com