Diese Präsentation wurde erfolgreich gemeldet.
Wir verwenden Ihre LinkedIn Profilangaben und Informationen zu Ihren Aktivitäten, um Anzeigen zu personalisieren und Ihnen relevantere Inhalte anzuzeigen. Sie können Ihre Anzeigeneinstellungen jederzeit ändern.

E business lotse-echo

1.188 Aufrufe

Veröffentlicht am

  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

E business lotse-echo

  1. 1. 1 6 Virtuelle Welt – Wie viel Zukunft können wir vertragen? Virtuelle Welt – „Die vierte industrielle Revolution ist digital“ 1 7gezeigt wird, wie ein Produkt funktio-niert. Fast alle börsennotierten Unter-nehmen haben das Internet und speziellsoziale Netzwerke längst als Chance undneues Geschäftsmodell erkannt.Nach dem Malermeister oder dem mittel-ständischen Maschinenhersteller vor Ortsucht man im weltweiten Netz dagegenoft noch vergeblich – mehr als ein Ein-trag in der Online-Ausgabe der GelbenSeiten ist meistens nicht drin. Das neueKompetenzzentrum „E-Business-LotseDarmstadt-Dieburg“ der HochschuleDarmstadt (HDA) und des HessischenTelemedia Technologie Kompetenz-Cen-ters (httc) will eben diesen Unternehmenin der Region jetzt helfen, sich in derweiten Welt der Online-Kommunikationzurechtzufinden.Wie erreicht man jüngereZielgruppen?„Vor allem für jüngere Zielgruppen istdas Internet erste Anlaufstelle, um sichüber Unternehmen in der Region zuinformieren, und nicht mehr das Tele-fonbuch“, sagt Thomas Pleil, Leiter derE-Business-Lotsen und Professor fürPublic Relations an der HDA. Wie dieseZielgruppe erreicht werden kann, will dasfünfköpfige Lotsen-Team gemeinsam mitMittelständlern aus der Region in Work-Vombloggenden Malermeisterlernenvon Meike MittmeyerDas Internet eröffnet Firmen neue Kom-munikationswege mit Kunden und Fach-kräften – die meisten großen Konzernenutzen sie bereits. Das Kompetenzzent-rum „E-Business-Lotse“ an der Hoch-schule Darmstadt will nun kleinen undmittelständischen Betrieben zeigen, wasmit sozialen Netzwerken alles möglichist.Die ganz Großen machen es schon lan-ge: Bloggen, twittern, auf Facebookmit Kunden diskutieren und statt nur ei-ner schnöden Gebrauchsanleitung lieberVideos auf Youtube anbieten, in denenshops, auf Konferenzen und in einemOnline-Netzwerk erörtern. Weil das Pro-jekt im Rahmen des Förderschwerpunkts„Mittelstand Digital“ vom Bundeswirt-schaftsministerium finanziert wird, ist dieTeilnahme kostenlos. Partner sind unteranderem die IHK, der Landkreis und Un-ternehmerverbände. Bundesweit nehmenzeitgleich rund 40 Kompetenzzentrenihre Arbeit auf.Erwarten,dassdieE-Business-LotsendenUnternehmen ihre Online-Kommunika-tion komplett abnehmen, dürfen die Teil-nehmer allerdings nicht. Viel mehr gehees darum, zu Eigeninitiative anzuregenund zu zeigen, was überhaupt alles mög-lich sei im World Wide Web, so Pleil: „ImZentrum steht der Erfahrungsaustausch.“Denn auch bei Klein- und Mittelständlerngibt es bereits Pioniere auf dem GebietSocial Media. Einer von ihnen ist derMalermeister Werner Deck aus der Nähevon Karlsruhe. Er ist in vielen Online-Netzwerken aktiv und betreibt einenWeblog, in dem er über den Arbeitsalltagin seinem Zehn-Mann-Betrieb, Feedbackvon Kunden, aber auch ganz allgemeineThemen schreibt.Maler-Geschichten locken neue Kun-den. Das zieht seinen Angaben zufolgemonatlich über 138 000 Leser auf dieSeite. „Nirgendwo anders hat mandie Möglichkeit, sich in dieser Band-breite zu präsentieren“, ist der 65-Jährigeüberzeugt. Seitdem er im Netz so aktivist, habe er die Zahl der jüngeren Kun-den zwischen 30 und 50 Jahren um 132Prozent gesteigert, sagte er dem ECHO.Deck kommt am Mittwoch auch zur Auf-taktveranstaltung der E-Business-Lotsennach Dieburg.Aber sollte denn wirklich jeder klei-ne Klempner-Betrieb twittern wie ver-rückt und eine Facebook-Seite betrei-ben? „Nein, so pauschal kann man dasnicht sagen“, schränkt Pleil ein. Zieldes Projekts sei es nicht, den Firmengenerell zu raten, in so vielen sozialenNetzwerken wie nur möglich aktiv zusein.Wichtiger sei es, den Unternehmern be-wusst zu machen, wie sich die Entschei-dungswege durch das Internet veränderthaben. „Und wir wollen mit dem Vor-urteil aufräumen, dass sich Social-Me-dia-Aktivitäten nur für große Konzernerentieren.“ Denn die Kommunikations-möglichkeiten beschränken sich nichtauf den Dialog mit Kunden. Auch poten-zielle neue Mitarbeiter könne man überdiese Kanäle erreichen – gerade in Zeitendes Fachkräftemangels eine Option, inder Pleil noch viel Potenzial für Firmensieht.E-Business – Neues Projekt an der Hochschule Darmstadtwill Unternehmen in die Welt sozialer Netzwerke einführenAlle Lotsen an Bord!Das eBusiness-Team stellt sich vor.Welche Grundidee steckt hinter dem Projekt Busi-ness-Lotse?Pleil: Der eBusiness-Lotse soll die Vernetzung dervielen regionalen KMUs vorantreiben und einegrundlegende Sensibilisierung für das Thema In-ternet und „Social Media“ im Speziellen schaffen.Er soll Orientierungshilfe geben und wir wollendurch das Projekt Ängste und/oder Befürchtun-gen vor der Thematik nehmen.Rensing: Ganz wichtig ist uns dabei der Aufbaueiner Wissensplattform, der bestehende Infor-mation von vielen Akteuren bündeln, aggregierensoll. Diese werden „verschlagwortet“ und bietenso unterschiedliche Zugänge zu einem Thema.Erfahrungen Einzelner dienen mit ihren Praxis-beispielen vielen anderen als Orientierungs-und Lösungshilfe bei entsprechenden Frage-stellungen.Was sind die weiteren Schritte des Projekts?Pleil: Wir wollen den Bekanntheitsgrad in einemdoch sehr heterogenem Umfeld stetig erhöhen.Dazu fördern wir auch Partnerschaften mit ande-ren Institutionen, denn diese sind wichtige Mul-tiplikatoren.Rensing: Die Angebote sollen ausgebaut werden.So soll es Workshops von etwa zwei Stundendirekt nach den üblichen Arbeitszeiten, so etwaab 17.00/18.00 Uhr geben. Dazu sind Vortrags-reihen und Veranstaltungen geplant. So gibt esam 17. April den Vortrag „Umgang mit Meinungs-machern“ und am 9. und 10. Juni den WorkshopDrei Fragen zum Projekt e-Business-Lotse„Content-Strategie“, bei dem die Fragen beant-wortet werden sollen „Was soll ich publizieren?Wie oft und wo sind überhaupt meine digitalenOrte, dies zu tun“. Auch die Zugänglichkeit undGestaltung sind ein Thema. Beide Veranstaltun-gen in Dieburg sind kostenlos und werden durchdas Bundesministerium für Wirtschaft und Tech-nologie gefördert.Ist das Projekt zeitlich begrenzt?Pleil: Ein offizielles „Ende“ des Projekts gibt esnicht. Die bundesweit 40 Kompetenzzentren(mehr unter www.mittelstand-digital.de) werdenihre unterschiedlichen Themen ständig an dentechnischen Fortschritt adaptieren. Es ist ein lang-fristig angelegtes Projekt. alegFoto:privatFoto:TUDarmstadtProf. Dr. ThomasPleil ist Leiter deseBusiness LotsenDarmstadt-Dieburg. Ander Hochschule Darm-stadt ist er als Profes-sor für PR mit Schwer-punkt Online-PR tätig.Zudem leitet er als Di-rektor die Abteilung Kommunikationsmanage-ment im Institut für Kommunikation und Me-dien (ikum). Im Rahmen des e-Business Lotsenvertritt er fachlich das Schwerpunktthema SocialMedia. Seine derzeitigen Forschungsinteressensind Social Media, Onlinekommunikation, PublicRelations und Verantwortungskommunikation.Dr.-Ing. ChristophRensing leitet denBereich TelemediaLearning im httc e.V.in Darmstadt und be-gleitet in dieser Funk-tion seit 1998 dieeLearning-Aktivitätendes Hessischen Mi-nisteriums für Wissenschaft und Kunst. Zudemleitet er den Forschungsbereich Knowledge Educational Technologies am Fachgebiet Multi-media Kommunikation der TU Darmstadt. SeineForschungsthemen sind die Erstellung und dasManagement von Wissens- und Lernressourcenin formellen und informellen Lernszenarien.Dabei betrachtet er auch den Einsatz mobilerEndgeräte.Foto:h_da

×