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Reinventing DB - Share and Collaborative Economy

45 min Präsentation in 3 Teilen 1. Share- und Collaborative Economy Was verstehen wir darunter? Entwicklungsphasen. Treiber. Bedingungen, etc. 2. Old vs. New Economy Metaebene. Gegenüberstellung alter und neuer Wirtschaft und Gesellschaft. Veränderungen im Welt- und Menschenbild, im Umgang mit Planet und Umwelt, bei gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Interaktionen, der Organisationsformen und Zukunftsprognosen. 3. Runtergebrochen auf die DB Wie können/werden diese Entwicklungen in Zukunft die DB verändern. Risiken und Chancen.

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Reinventing DB
Share- & Collaborative Economy
Brücke von alter zu neuer Wirtschaft/Gesellschaft
von Thomas Dönnebrink, @TDoennebrink
OuiShare Connector Germany
Freelancer Collaborative Economy
Illustrationen von Thuy Chinh Duong
Besonderer Dank @AlbertCanig, @MGFave
Community Building
1 Magazin ouishare.net
3 Globale Konferenzen
2 Touren (LATAM/Europa
7 Internationale Summits
100+ Facebook Gruppen
200+ OuiShare Events
27500+ Facebook Fans
> 30 cities in Europa, Lateinamerica & Near Osten
3. Internationale Konferenz. 20.-22.Mai 2015
“Lost in Transition”
Vielen Dank für die Einladung
Mein Name ist Thomas Dönnebrink. Ich bin als OuiShare Connector und Freelancer im Bereich
der Kollaborative Ökonomie und Gesellschaft tätig.
Einige Sätze zu OuiShare – Selbst ein Produkt der kollaborativen Ökonomie - zur Einordnung:
OuiShare ist vor gut drei Jahren in Paris aus einem Blog zum Thema kollaborativer Konsum
entstanden und hat sich mittlerweile zu einem internationalen Peer-Netzwerk mit mehreren
Tausend Mitgliedern entwickelt.
Als Bewegung, think und do-tank hat OuiShare mittlerweile über 200 Events in mehren Dutzend
Städten Europas, Lateinamerikas und des Nahen Ostens veranstaltet bei denen wir Akteure,
Vordenker und Interessierte zusammenbringen.
So findet seit Mai 2013 auch das dreitägige OuiShareFest in Paris statt. Als größte Veranstaltung
zum Thema kollaborative Ökonomie und Gesellschaft zieht es jedes Jahr über 1000+ Teilnehmer
und Experten aus der ganzen Welt an. -
30-city Europetour
Think Tank& Do Tank
Beispiele von Events in anderen Städten ist eine 30-Städte-Europatour in 2013
oder die Sharing City Berlin Woche im Juni 2014 unter dem Motto
„Von der geteilten zur teilenden Stadt“
Letztere bestand aus einer Veranstaltungsserie mit Konferenzen zum Thema:
Zukunft der Arbeit, Zukunft der kollaborativen Finanzierung
und einer Messe mit 60 kommerziellen und nicht-kommerziellen Akteuren
und wurde gänzlich kollaborativ und bottom-up organisiert.
Durch diese Aktivitäten und permanenten Austausch mit Vordenkerinnen, Forschern, Aktivisten,
Entrepreneuren, interessieten Bürgern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft
aggregieren wir in unsere Netzwerk Wissen und Erfahrung zu Wirkungsweisen &Entwicklungstrends
der kollaborativen Ökonomie und Gesellschaft
und teilen sie mit Interessierten.
Dies schließt eine Vielzahl von Hintergrundgesprächen mit lokalen, nationalen und europäischen
Politikern, Verwaltungen und Ministerien ein.
Umfasst aber auch Workshops, Beratungs- und Strategiebegleitung für Organisationen und Firmen. So
ist beispielsweise SNCF, die französische Bahn, ein Hauptsponsor und Kunde von OuiShare.
SNCF ist übrigens ein interessantes Beispiel, da sie in die Sharing Economy investieren um ihren Kunden
breitere Lösungsangebote zu machen.
Dies schließt P2P carsharing und ride-sharing mit ein.
(In Frankreich gibt es noch nicht eine freien Busservicemarkt was zu einem wachsenden Wettbewerb
v.a. seitens BlaBlaCar um niedrigkostige Alternativen zum Zug geführt hat. (Dazu später mehr)
Was Sie erwartet:
1. Überblick über die
Share- & Kollaborative Ökonomie
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  • 2. Community Building 1 Magazin ouishare.net 3 Globale Konferenzen 2 Touren (LATAM/Europa 7 Internationale Summits 100+ Facebook Gruppen 200+ OuiShare Events 27500+ Facebook Fans > 30 cities in Europa, Lateinamerica & Near Osten 3. Internationale Konferenz. 20.-22.Mai 2015 “Lost in Transition”
  • 3. Vielen Dank für die Einladung Mein Name ist Thomas Dönnebrink. Ich bin als OuiShare Connector und Freelancer im Bereich der Kollaborative Ökonomie und Gesellschaft tätig. Einige Sätze zu OuiShare – Selbst ein Produkt der kollaborativen Ökonomie - zur Einordnung: OuiShare ist vor gut drei Jahren in Paris aus einem Blog zum Thema kollaborativer Konsum entstanden und hat sich mittlerweile zu einem internationalen Peer-Netzwerk mit mehreren Tausend Mitgliedern entwickelt. Als Bewegung, think und do-tank hat OuiShare mittlerweile über 200 Events in mehren Dutzend Städten Europas, Lateinamerikas und des Nahen Ostens veranstaltet bei denen wir Akteure, Vordenker und Interessierte zusammenbringen. So findet seit Mai 2013 auch das dreitägige OuiShareFest in Paris statt. Als größte Veranstaltung zum Thema kollaborative Ökonomie und Gesellschaft zieht es jedes Jahr über 1000+ Teilnehmer und Experten aus der ganzen Welt an. -
  • 5. Beispiele von Events in anderen Städten ist eine 30-Städte-Europatour in 2013 oder die Sharing City Berlin Woche im Juni 2014 unter dem Motto „Von der geteilten zur teilenden Stadt“ Letztere bestand aus einer Veranstaltungsserie mit Konferenzen zum Thema: Zukunft der Arbeit, Zukunft der kollaborativen Finanzierung und einer Messe mit 60 kommerziellen und nicht-kommerziellen Akteuren und wurde gänzlich kollaborativ und bottom-up organisiert. Durch diese Aktivitäten und permanenten Austausch mit Vordenkerinnen, Forschern, Aktivisten, Entrepreneuren, interessieten Bürgern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft aggregieren wir in unsere Netzwerk Wissen und Erfahrung zu Wirkungsweisen &Entwicklungstrends der kollaborativen Ökonomie und Gesellschaft und teilen sie mit Interessierten. Dies schließt eine Vielzahl von Hintergrundgesprächen mit lokalen, nationalen und europäischen Politikern, Verwaltungen und Ministerien ein. Umfasst aber auch Workshops, Beratungs- und Strategiebegleitung für Organisationen und Firmen. So ist beispielsweise SNCF, die französische Bahn, ein Hauptsponsor und Kunde von OuiShare. SNCF ist übrigens ein interessantes Beispiel, da sie in die Sharing Economy investieren um ihren Kunden breitere Lösungsangebote zu machen. Dies schließt P2P carsharing und ride-sharing mit ein. (In Frankreich gibt es noch nicht eine freien Busservicemarkt was zu einem wachsenden Wettbewerb v.a. seitens BlaBlaCar um niedrigkostige Alternativen zum Zug geführt hat. (Dazu später mehr)
  • 6. Was Sie erwartet: 1. Überblick über die Share- & Kollaborative Ökonomie 2. Gegenüberstellung alte vs. neue Ökonomie & Gesellschaft 3. Wie könnte dies die DB in Zukunft verändern und transformieren?
  • 7. Hier nun was Sie in dieser 45 min Session erwartet: In den ersten 15 min möchte ich Ihnen einen Überblick geben über die Share- & Kollaborative Ökonomie : Was verstehen wir darunter? Entwicklungsphasen, Treiber, Bedingungen ... In den zweiten 15 min möchte ich Sie einladen mit mir zu wagen auf eine Metaebene abzuheben in der ich Ihnen einen Vergleich von zwei Ökonomien präsentieren möchte: Eine, die ich alt nennen werde, da sie bereits Alters- und Verschleißerscheinungen zeigt. Und eine, die ich neu nennen möchte, da sie vor nicht langer Zeit geboren ist, sich aber rasant entwickelt. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine solche Gegenüberstellung schematisch, teilweise provokativ und daher auch vereinfacht sein wird. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass diese Betrachtung neue Gedanken, Ideen und Sichtweisen anstoßen und eine fruchtbare Diskussion anregen kann - wenn es ... im dritten Teil und den letzten 15 min darum geht vor dem Hintergrund der gemachten Annahmen und Zukunftsprognosen diese auf die Gegenwart und die Deutsche Bahn wieder herunterzubrechen und zu überlegen wie die Deutsche Bahn mit ihren Bahnhöfen und Angeboten in der Zukunft aussehen könnte oder sollte.
  • 9. Lassen Sie mich beginnen mit der kollaborativen Ökonomie. Wir unterscheiden vier Bereiche, welche sich natürlich überlappen und gegenseitig verstärken. Am bekanntesten und weitesten verbreitet ist das Feld des kollaborativen Konsums, meist auch bekannt unter dem Begriff Share- oder Sharing Economy. Weniger bekannt, aber vielleicht in Zukunft noch disruptiver für den Status Quo sind die Felder der kollaborativen Produktion und der kollaborativen Finanzierung. In einem vierten Bereich, der unter Begriffen wie Offenheit oder kollaboratives Wissen oder Lernen bekannt ist, werden Konzepte wie open software, open hardward, open knowledge, open government and governance zusammengefasst. Aspekte dieses Bereichs der Offenheit spielen für alle drei vorangehende Bereich auch eine wichtige Rolle. Wir werden gleich jeden dieser vier Bereiche noch etwas genauer betrachten.
  • 11. Ein Zitat von Chris Anderson, dem ehemaligen Chefredakteur des Wired Magazines fasst die Entwicklung der ersten zwei Jahrzehnte dieses Jahrhundert prägnant in zwei Sätzen zusammen. Er sagt: „In der letzten Dekade ging es darum neue Kollaborations- und Innovationsmodelle im Internet zu (er)finden. In der nächsten Dekade wird es darum gehen diese in der realen Welt anzuwenden.“
  • 13. Lassen Sie mich für eine Minute genauer auf dieses Zitat eingehen. Betrachten wir dieses erste Jahrzehnt, so sehen wir Plattformen wie Wikipedia, Linux, Wordpress, flickr, Facebook, Youtube & Twitter entstehen und stark anwachsen und einflussreich werden. Sie erlauben den sich immer mehr ausbreitenden communities Musik, Wissen, Code, Bilder, Videos, Nachrichten mit der ganzen Welt zu tauschen. Eine ganze Generation, die DIGITAL NATIVES, sind in dieser online Welt der Kollaboration und des Teilens aufgewachsen. Sie ist Teil ihrer natürlichen DNA und ihres Verhaltens geworden. Was folgt ist, das dieses Verhalten und dies Einstellung der Kollaboration und des Teilens auf die reale Welt angewandt wird. Tausende von Plattformen kommen überall auf und ermöglichen Menschen den Zugang und das Teilen – nicht nur von digitalen Gütern online, sondern zunehmend auch von materiellen Gütern in der wirklichen Welt. Genauer gesagt, was wir beobachten ist eine Verschmelzung der Online und der Offline Welt.
  • 15. Diese Entwicklung zusammenfassend können vier Phasen unterschieden werden: Phase 1 Wir verbinden uns um Informationen zu teilen. Phase 2 Wir verbinden uns untereinander um soziale Netzwerke zu bilden. Phase 3 Wir verbinden uns um digitale Güter zu teilen Phase 4 Wir verbinden uns um reale Güter zu teilen und zugänglich zu machen. Kurzum: Sharing und gemeinschaftliche Nutzung erreicht neue Dimensionen Zum einen durch neue Technologien, zum anderen durch neue Erfahrungen und Bedürfnisse.
  • 17. Was sind die Treiber dieser kollaborativen Ökonomie? Wir sehen vier Treiber am Werk. Nr. 1 Rasende Verbreitung technologischer Innovationen und Digitalisierung durch Internet & Smartphones. Nr. 2 Eine zunehmende Sehnsucht nach Gemeinschaft und Teilhabe nach Jahrzehnten autistischem Materialismus. Nr. 3 Ein wachsendes Umwelt-Bewusstsein und Achtsamkeit für die planetarischen Grenzen. Nr. 4 Ökonomische (Sach)Zwänge. Die Not als Mutter von Innovation. Die Treiber 2 & 3 stellen weitgehend eine Renaissance traditioneller Verhaltensweisen und alter Formen der Verbundenheit dar. Nichtdestotrotz können sie aufgrund ihres Bestebens den Status quo zu ändern, als Ausdruck sozialer Innovation betrachtet werden. Diese Treiber der sozialen Innovation verbinden sich mit den Treibern der technologischen Innovation und schaffen so eine neue disruptive Qualität, für die hier den Ausdruck KOLLABORATIVE INNOVATION prägen möchte. Wir betrachte diese Kollaborative Innovation sowohl als einen wichtigen Ursprung als auch kraftvollen Motor für die Werteverschiebung, die sich zunehmend entfaltet und das Wesen als auch den Lauf unserer Wirtschaft und Gesellschaft verändert.
  • 19. Was sind Vorbedingungen für die kollaborative Ökonomie? Es lassen sich vor allem vier Vorbedingungen ausmachen: 1. Vertrauen: Digitale Technology, GPS, Soziale Netzwerke ermöglichen kollaborative Technologien wie z.b. Reputation Systeme die Vertrauen schaffen. Misstraute Fremde (strangers) werden zu Vertrauten (frangers) oder sogar Freunden (friends). 2. Wachsender Glaube an die Commons wird geschaffen durch Werteverschiebungen wie bei der Bedeutung des Privateigentums, Lebenstilen wie auch Lebenszielen 3. Ungenutzte Kapazitäten werden zunehmend als uneffizient und verschwenderisch wahrgenommen (klassische Beispiel: der Privatwagen 23/24 am Straßenrand stehend). 4. Wachsender Netzwerkeffekt der zunehmend bessere matchings ermöglicht und gegen Null tendierende Transaktionskosten. Je mehr sich diese Vorbedingungen verbessern – und alle vier tun dies – desto schneller und weiter wird sich die kollaborative Ökonomie ausbreiten.
  • 21. 1. Kollaborative Konsum Was teilen wir? (Fast) alles kann und wird geteilt werden sofern bzw. sobald die zuvor besprochenen notwendigen Vorbedingungen erfüllt sind. Wie teilen wir? Wir beobachten eine Renaissance traditioneller Markt(platz)verhalten wie Wiederverkauf, Tausch, Vermieten, Verleihen, Schenkung, etc. Wir teilen mit Hilfe von Geld oder ohne Geld oder mit Gebrauch von Technologie oder ohne. (Bahnhofsbespielungen sind weiterhin fast ausschließlich Abverkaufsstraßen) Warum teilen wir? Obwohl ökonomische Gründe, wie die Möglichkeit Geld zu sparen oder zu verdienen, meist am Anfang steht, scheint die Bedeutung der ökologischen und sozialen Gründe wie Ereichung größerer Resourceneffizienz und Verbundenheit mit anderen Menschen zunehmend zu wachsen. Welche Effekte lassen sich beobachten? 1. Zugang schlägt Eigentum. 2. Aufkommen neuer Geschäftsmodelle. 3. Aufkommen neuer kollaborativer Lebensstile und Möglichkeiten. Fazit: Nicht nur WAS konsumiert, sondern auch WIE konsumiert wird, verändert sich.
  • 23. 2. Kollaborative Produktion Coworking spaces verdoppeln sich alle 12 Monate und dies ununterbrochen seit fünf Jahren. Mehr und mehr Menschen kommen zusammen in einer zunehmenden Zahl von Fabrikations- Laboren, Hackerspaces und Reparatur Cafés um gemeinsam zu entwickeln, reparieren, schaffen und produzieren. (Warum nicht in Bahnhöfen bzw. Bahnhofsnähe?)
  • 25. In der Vergangenheit waren meist zuvor akkumuliertes Kapital und Infrastrukturen notwendige Vorbedingungen für den Produktionsbeginn. Heute ermöglicht ein zunehmend einfacherer und günstigerer Zugang zu Produktionsmitteln immer mehr Menschen die Möglichkeit auch Produzenten zu werden. Diese Entwicklung kann als Demokratisierung der Produktion bezeichnet werden. 1. Open Hardware stattet einen mit lizenzfreien Werkzeugen und Komponenten aus. 2. FabLabs & Hackerspaces geben einem Zugang zu Räumlichkeiten und Maschinen. 3. Open Communities ermöglichen einem die richtige Leute zu finden und freien Zugang zu wertvollem Wissen zu bekommen. 4. Marketplätze und Plattformen wie Kickstarter or Etsy geben jedem die Chance sich Finanzierung zu beschaffen oder seine Produkte ohne weitere Fixkosten direkt anzubieten. Diese Demokratisierung der Produktion wird auch dessen (Re)Lokalisierung begünstigen. Michael Bauwens brachte dies prägnant in seiner Rede auf der Degrowth confrence in Leipzig zum Ausdruck: “If it‘s light it should be global. If it‘s heavy it should be local”. (Passen hierzu nicht hervorragend die meist zentralen und verkehrstechnisch gut angebundenen Bahnhöfe und Liegenschaften der DB und die bestehenden und potentiellen Verbindungslinien?)
  • 27. Um lediglich ein Beispiel zu geben wie weit kollaborative Produktion etablierte Strukturen herausfordern kann, möchte ich Wikispeed, ein open source Kraftfahrzeug Projekt vorstellen. Das Auto erreicht über 180 km/h, fährt mit weniger als 3 Litern. Der erste Prototyp wurde von 40 Freiwilligen innerhalb von 3 Monaten und mit fast keinem Budget erstellt. Das KFZ besteht aus modularen Komponenten welche es ermöglichen Produktzyklen auf wenige Tage zu reduzieren, was wiederum schnelle Experimentier- und Anwendungszyklen neuer Innovationen ermöglicht. Im Gegensatz dazu betragen in der traditionellen Automobilindustrie Produktzyklen um die sieben Jahren und gehen mit hohen Fixkosten einher. Beides verursachen hohe Kosten für Veränderungen und Innovation. Wie disruptiv sich diese Unterschiede entwickeln werden, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. (Aber diese kollaborativen Praktiken werden nicht nur ihre Auswirkungen auf die Automobilindustrie, bzw. den (privaten) Autoverkehr haben, sondern den Mobilitätssektor im Allgemeinen verändern und alte Anbieter müssen sich neu erfinden)
  • 29. 3. Kollaborative Finanzierung Der Bereich kollaborative Finanzierung scheint sich zu einem weiteren Game Changer zu entwickeln. Wir unterscheiden crowdfunding, von crowdinvesting und crowdlending. Alle Varianten geben jedem neue Zugangsmöglichkeiten zu Finanzierungen – unter Umgehung traditioneller Banken. Die 5,1 Mrd. $ der 2013 weltweit aufgebrachten kollaborativen Finanzierung waren für die Bankenwelt vernachlässigbare peanuts. Die 1000 Mrd. $ welche das Forbes Magazine für das Jahr 2020 vorhersagt werden sich sicherlich nicht mehr wie peanuts anfühlen. Ein Blick auf die Top 11 crowdfunding Kampagnen bis heute zeigt, dass jede der Hardware, Video game, or Immobilien Projekte vielfache Millionen zusammengebracht haben. Selbst bei einer witzige Kampagne zur Erstellung eines Kartoffelsalates kamen über 55.000 $ zusammen.
  • 31. 4. Offenheit / Kollaboratives Lernen Aufgrund der zeitlichen Begrenztheit kann an dieser Stelle nicht groß eingegangen werden auf das Potential der extrem disruptiven Kraft dieses vierten Feldes der kollaborativen Ökonomie. Der Vollständigkeitshalber möchten wir zumindest auf ein Beispiel eingehen: Die freie Online Enzyklopädie Wikipedia hat es innerhalb weniger Jahre geschafft proprietäre Versionen wie die ehrwürdige über 200 Jahre alte Britannica oder die kapitalkräftige Microsoft Encarta obsolete werden zu lassen. Es gibt beide nicht mehr.
  • 33. Die kollaborative Ökonomie ist auf dem Vormarsch und setzt sich immer mehr im öffentlichen Bewusstsein fest . Wie der Economist sagt “ It’s time to start caring about sharing“
  • 35. Zusammenfassend kann festgehalten werden: Die kollaborative Ökonomie verändert NICHT NUR wie wir ... ... leben, reisen, und uns fortbewegen, ... Wie wir lernen, arbeiten, produzieren und finanzieren SONDERN AUCH wie wir ... ... unser Umfeld und unser Zusammenleben erfahren ... und wie wir denken und handeln. Ganz nach Charles Eisenstein, dem US Sozial-Philosoph, gilt: Jedes System baut auf Werten und einer Geschichte auf. Will man das System verändern müssen sich die zu Grunde liegenden Werte und die Geschichte, die es legitimieren wandeln. Hier liegt der wirkungsvollste Hebel für einen Systemwandel und aller daraus folgenden Veränderung für Geschäftsmodelle, bzw. Organisation von Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen.
  • 37. Darf ich Sie nun im zweiten Teil und den folgenden 15 Min. einladen mir auf eine Metaebene zu folgen in der ich versuchen möchte vermeintliche bzw. zu beobachtende Entwicklungstendenzen und Zukunftsprognosen sichtbar zu machen indem ich zwei Ökonomien / Gesellschaftsausprägungen - eine alte und eine neue - gegenüberstelle. Wie bereits gesagt, liegt es in der Natur der Sache, dass eine solche Gegenüberstellung schematisch, vereinfacht und teilweise provokativ sein wird.
  • 39. Ein erster Überblick über die alte Ökonomie bzw. Gesellschaft. In ihr gibt es zwei dominante Spieler/Kräfte: der Staat und private Unternehmen. Sie streben nach Macht(erhalt) und Profiten. Beide sind organisiert in Form hierachischer top-down Pyramiden . Dominante Merkmale sind Konkurrenz, Ordnung & Kontrolle - erreicht mit Hilfe extrinsischer Motivation auf Grund von Regeln, Zuckerbrot oder Peitsche. Der Staat und die Betriebe fungieren als Zwischenhändler welche versuchen – mittels Zugangsbarrieren, Zugangskontrolle und Monopole - Mangel zu erreichen, zu kontrollieren und zu sichern um so (hohe) Profite und (unangefochtene) Macht zu garantieren. Damit verbundene Ineffizienz und Intransparenz werden billigend in Kauf genommen oder sogar angestrebt. Persönliches Eigentum ist von höchstem Wert, ermöglicht es doch Exklusivität und Status. Verkörpert durch den homo oeconomicus in seinem Streben nach persönlicher Nutzenmaximierung.
  • 41. Ein erster Überblick über die neue Ökonomie bzw. Gesellschaft zeichnet ein anderes Bild: Menschen werden selber zu Spielern/Kräften Sie beginnen sich in sozialen Peer-Netzwerken mit horizontalen Strukturen selbst oder mit Hilfe von Plattformen mit niederschwelligen Zugangsbarrieren zu organisieren und ihre Bedürfnisse gegenseitig und direkt zu befriedigen – jenseits von Markt & Staat & traditionellen Strukturen. Dominante Merkmale sind: Kollaboration, Vertrauen, Selbstorganisation und intrinsische Motivation. Traditionelle Dichotomien von Produzent und Konsument, Anbieter und Kunde, Arbeitgeber und Angestellte verschwimmen oder lösen sich auf. Menschen werden zu Prosumenten, Mitgestaltern und Mikroentrepreneuren. Peers interagieren direkt miteinander – unter Umgehung von Intermediären und schaffen so mehr Transparenz und Effizienz. Persönliches Eigentum verliert an Bedeutung da Zugang und Teilhabe an den Commons Inklusion und Zugehörigkeit schaffen. Verkörpert durch den homo collaborans in seinem Streben einen Beitrag zu leisten was seiner/ihrem Umfeld Nutzen und Sinn stiftet.
  • 43. Lassen Sie mich nach diesem ersten Überflug, die Gegenüberstellung unter 6 Überschriften weiter ausführen 1. Alt vs. Neu: Versuch einer allgemeinen Umschreibung Die alte Ökonomie ist eine Markt- oder Handelsökonomie. Aber wie sollte die neue genannt werden? Kollaborative Ökonomie, Care Ökonomie, Solidarische Ökonomie, Zivilökonomie, Peer-Ökonomie? Ich möchten es an dieser Stelle offen lassen und denke allein diese Namensunsicherheit zeigt, dass wir uns in einer Transformationszeit befinden, in der vieles im Fluß ist. Der Fokus in der alten Ökonomie liegt auf der materiellen Welt, auf Objekten und Produkten, die mittels Marketing in den Markt gedrückt werden müssen. Erfolg wird ausgedrückt und gemessen in BSP Kennzahlen. In dieser Gier Ökonomie (greed economy) ist das Individuum darauf aus so viel wie möglich für sich zu nehmen und so wenig wie möglich zu geben. Diese Gier-Ökonomie ist in ihrem Wesen ego-zentrisch sowie extraktiv und ausbeuterisch. Der Fokus in der neuen Ökonomie liegt auf Menschen und der immateriellen Welt (Bedürfnissen hinter den Dingen). Erfolg wird ausgedrückt in Bruttonationalglück oder anderen sinnhaften Maßeinheiten. In dieser Bedürfnis-Ökonomie (need economy) ist das Individuum angeregt so viel es kann zu geben und sich einzubringen und lediglich zu nehmen was es braucht (ähnlich dem Verhalten in Familien und Freundeskreisen). Diese Bedürfnis-Ökonomie ist in ihrem Wesen eco-zentrisch sowie additiv und kontributiv. Die alte Ökonomie neigt zu immer mehr Ungleichheit, die neue zu mehr Gleichheit.
  • 45. 2. Alt vs. Neu: Ein Vergleich der Weltbilder und Systemfundamente Wir erwähnten bereits den homo economicus, den Einzelkämpfer, der abgetrennt von der Natur diese wie ein Verbrauchsgut behandelt und ausbeutet und der abgetrennt von anderen Menschen diese als Konkurrenten in einer Welt voller Mangel wahrnimmt mit denen um die Ressourcen gekämpft werden muss. Der Fokus liegt auf Quantität, Transaktionen, Produkten und Objekten. Erfolg wird gemessen in absoluter und relativer Anhäufung privaten Eigentums. Der homo collaborans hingegen betrachtet sich als Teil der Natur, die es zu erhalten und zu schützen gilt und fühlt sich verbunden mit den Mitmenschen und will mit ihnen kollaborieren sowie Güter und Erfahrungen teilen in einer Welt empfunden als reich an Fülle und Möglichkeiten. Der Fokus liegt auf Qualität, Verbundenheit, Menschen und Beziehungen. Erfolg wird gemessen an Glück, Zufriedenheit, Dienlichkeit und Sinn. Die alte Ökonomie neigt zu Exklusion und Abgrenzung. Die neue Ökonomie zu mehr Inklusion, Offenheit und Transparenz.
  • 47. 3. Alt vs. Neu: Planet und Umwelt. Die alte Ökonomie betrachtet und behandelt die Natur und die natürlichen Ressourcen als Ge- und Verbrauchsgut, verfügbar zur Ausbeutung und persönlichen Bereicherung. Diese Ökonomie, die Verkaufsorientiert ist, unter einem permanenten systeminternen Wachstumsdruck steht und nach einem sich stetig beschleunigenden linearen Produkt-rein-Müll- raus Prinzip funktioniert, akkumuliert zunehmend Abfall, Verschwendung und toxische Rückstände. Der Raubbau an der Natur und den natürlichen Ressourcen wird unweigerlich zu Mangel und Konflikten führen. Die neue Ökonomie betrachtet sich selber als untrennbaren, voneinander abhängigen und symbiotischen Teil der Natur. Diese entschleunigte Bedürfnis-Ökonomie ist organisiert in geschlossenen Kreisläufen, die Verschwendung sowie Verbrauch von toxischen Bestandteilen meidet. Zirkulare Kreisläufe und faire Ressourcenverteilung und –nutzung vermeidet Mangel und reduziert Konflikt. Die alte Ökonomie neigt zu Monokulturen und einer Degenerierung der natürlichen Lebensgrundlagen. Die neue Ökonmie hat eine stärkere Neigung zu (Bio)Diversität und der Bewahrung natürlicher Existensgrundlagen
  • 49. 4. Alt vs. Neu: Menschen in beiden Systemen. Menschen in der alten Ökonomie haben meist eine mehr statische Position. Normalweise füllen sie eine bestimmte Rolle aus (ein Beruf, ein Job, eine bestimmte Tätigkeit, manchmal sogar nur ein bestimmter Handgriff). Vielmals ist die Rolle von anderen definiert worden und fremdbestimmt und drückt somit gleichzeitig eine Abhängigkeitsbeziehung aus. Regularien, Kontrolle, Bestrafung und Incentives werden zu Mitteln extrinsischer Motivation. Menschen in der neuen Ökonomie finden sich in dynamischeren Kontexten wieder. Sie haben oftmals mehrere Rollen und somit mehr Optionen und Chancen für einen autonomeren und aktiveren Lebensstil. Dies macht das Leben nicht notwendigerweise einfacher oder erfüllter, da wir oftmals noch wieder erlernen müssen mit dieser zurückgewonnenen Freiheit und Selbstbestimmung umzugehen. In der alten Ökonomie agieren die Menschen oftmals aufgrund extrinsischer Motivation. In der neuen Ökonomie bestimmt zunehmend intrinsische Motivation das Handeln.
  • 51. 5. Alt vs. Neu: Interaktionen Bestandteile der alten Ökonomie sind unabhängige, isolierte Entitäten. Unabhängigkeit und Abhängigkeit sind vorherrschende Beziehungen. Konkurrenz ist das dominante Muster welches die Entitäten antreibt gegeneinander zu arbeiten und so vorteilssüchtige Elbogengesellschaften schafft in denen Ausbeutung, Exklusion und Monopolisierung mit Wettbewerbsvorteil belohnt wird. Aufwendige Regularien, Gesetze und Kontrolle haben die Aufgaben gegenseitiges Misstrauen zu kompensieren. Die neue Ökonomie besteht aus Netzwerken verbundener Entitäten. Interdependenz ist das leitende Beziehungsmuster. Kollaboration ist die Standarteinstellung welche Vertrauensbildung begünstigt in einer Gesellschaft in der Teilen, Austausch, Netzwerkeffekte und die Aktivierung des ganzen Potentials aller Bevölkerungsteile bessere Ergebnisse schafft. In der alten Ökonomie prägt Wettkampf in der neuen Ökonomie Kollaboration die Interaktionen.
  • 53. 6. Alt vs. Neu: Gegenüberstellung von Organisationsformen. In der alten Ökonomie sind Organisationen ziemlich statische Einheiten mit starren Grenzen und top-down Regulierung. Ziele und Prozesse - als auch Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen - sind oftmals genau bestimmt. Aufgaben und Kompetenzen klar getrennt. Beides tendiert zu Spezialistentum und eingefahrenen Gewohnheiten und Sichtweisen. Die etablierten Strukturen gehen meist einher mit hohen Fixkosten und führen zu Inflexibilität und Immobilität. Typische Aktivitäten der alten Ökonomie sind: kontrollieren, führen, managen, (voraus)planen, aggregieren, budgetieren, exekutieren. In der neuen Ökonomie sind die Entitäten dynamischer, flexibler und oftmals ad-hoc geschaffen, mit fließenden Grenzen und auf Basis von Peer-to-Peer Selbstorganisation. Ziele und Prozesse werden ad-hoc formuliert oder entsprechend des Bedarfes. Aufgaben und Kompetenzen sind weniger voneinander getrennt und erlauben somit mehr Raum und Gelegenheit für Serendipität und Innovation. Die Entitäten sind oftmals lean und daher mobiler und flexibler und kommen mit geringeren Fixkosten aus. Typische Aktivitäten der neuen Ökonomie sind: koordinieren, ad-hoc bilden und evaluieren, ermöglichen, improvisieren, experimentieren. Die alte Ökonomie tendiert zu Zentralisierung und Bürokratisierung. Die neue Ökonomie zu Dezentralisierung.
  • 54. Jeremy Rifkin, Ökonom, Head of Foundation on Economic Trends: Sagt hybride Wirtschaft & Eclipse des Kapitalismus bis 2060 voraus. Führt zur 3. industriellen Revolution & Kollaborative Commons. “Wir bekommen einen Einblick in die Entstehung eines neuen ökonomischen Systems welches auf Teilen und Kollaboration beruht. […] Die beiden Systeme sind noch größtenteils ineinander verschränkt.”
  • 55. Ausblick in die Zukunft: Jeremy Rifkin, Ökonom sowie Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends, wagt eine ziemlich präzise Vorhersage . Er sieht gegenwärtig beide Systeme florieren. Teilweise kooperieren sie, teilweise stehen sie in Konkurrenz zueinander. Nichtdestotrotz datiert er die Eclipse des Kapitalismus um das Jahr 2060 und sagt voraus, dass das alte Modell an Kraft verlieren wird die Ökonomie alleine zu bestimmen. Gründe für diese Entwicklung liegen einerseits in der zunehmen Substituierung des alten Systems durch Kapital(ismus)ferne Tätigkeiten wie Teilen, Tauschen, Selber machen oder kooperative Strukturen. Menschen werden eigene Solarpanels haben anstatt Elektrizität zu kaufen, werden Auto teilen anstatt zu erwerben und miteinander Räume austauschen anstatt für Hotelzimmer zu bezahlen. Einen weiteren Grund für diesen Niedergang sieht Rifkin in einem Paradox, welches er tief in der kapitalistischen Theorie und Praxis verankert sind, den marginalen Grenzkosten, die Systemgefährdent werden wenn sie gegen Null tendieren..
  • 56. Warum ist diese Entwicklung für die Deutsche Bahn mit seinen • ca. 300.000 Mitarbeitern • ca. 40 Mrd € Umsatz • riesigen Infrastrukturen und Beständen eine große Gefahr?
  • 57. Warum ist diese Entwicklung für die Deutsche Bahn mit seinen • ca. 300.000 Mitarbeitern • ca. 40 Mrd € Umsatz • riesigen Infrastrukturen und Beständen eine große Gefahr?
  • 58. Und nun nach dem langen Monolog ein kleines interaktives Element
  • 59. Und nun nach dem langen Monolog ein kleines interaktives Element
  • 60. a) Gegründet nach 2000 b) US Unternehmen c) Null d) 42 Frage: Was haben die folgenden Marken gemeinsam?
  • 61. a) Gegründet nach 2000 b) US Unternehmen c) Null d) 42 Frage: Was haben die folgenden Marken gemeinsam?
  • 62. Frage: Was haben die folgenden Marken gemeinsam? a) Gegründet nach 2000 (Not Alibaba) b) US Unternehmen (Not Alibaba) c) Null d) 42 (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy)
  • 63. Frage: Was haben die folgenden Marken gemeinsam? a) Gegründet nach 2000 (Not Alibaba) b) US Unternehmen (Not Alibaba) c) Null d) 42 (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy)
  • 64. Nach 6 Jahren Die weltweit größte Taxifirma besitzt NULL eigene Autos. > 140 Mio. Fahrten in 2014 Nach 11 Jahren Die weltweit populärste Medienplattform produziert NULL eigenen content Nach 12 Jahren Der weltweit wertvollste Retailer hat NULL eigenes Inventar Nach 7 Jahren weltweit größter Übernacht- ungsanbieter besitzt NULL eigene Immobilien > 23 Mio. Gäste/J Die Power von NULL 41 Mrd. $ 184 Mrd. $ $210 Mrd. $ $20 Mrd. $
  • 65. Nach 6 Jahren Die weltweit größte Taxifirma besitzt NULL eigene Autos. > 140 Mio. Fahrten in 2014 Nach 11 Jahren Die weltweit populärste Medienplattform produziert NULL eigenen content Nach 12 Jahren Der weltweit wertvollste Retailer hat NULL eigenes Inventar Nach 7 Jahren weltweit größter Übernacht- ungsanbieter besitzt NULL eigene Immobilien > 23 Mio. Gäste/J Die Power von NULL 41 Mrd. $ 184 Mrd. $ $210 Mrd. $ $20 Mrd. $
  • 66. 650,000 Zimmer 650,000 Zimmer 6 Jahre 63 Jahre NULL Inventar 1000 Angestellte PRORIETÄR 120,000Angestellte Börsenwert $20B Börsenwert $10B@instigating
  • 67. 650,000 Zimmer 650,000 Zimmer 6 Jahre 63 Jahre NULL Inventar 1000 Angestellte PRORIETÄR 120,000Angestellte Börsenwert $20B Börsenwert $10B@instigating
  • 68. 2,000,000+ Passagiere / Monat 9 Jahre NULL Inventar 300Angestellte
  • 69. Oder schauen wir uns BlaBlaCar, die *2006 in Paris gegründete Mitfahrgelegenheit an. Nach letzten Finanzierungsrunden: 2012 um (10 Mio. $) und 2014 um (100 Mio. $) reicher, hat BlaBlaCar diese Liquidität u.a. dafür genutzt Aquisitionen -wie den deutschen einst größten Mitbewerber Carpooling – zu tätigen. -Somit verfügt BlaBlaCar heute über 20.Mio Mitglieder in mittlerweile 19 Ländern (einschließlich Russland, Indien und Mexiko). Nach Aussage der Gründer will BlaBlaCar als wichtigste Alternative zu Bus und Bahn wahrgenommen werden und auch nach Übernahme von Carpooling wird noch ein Verzehnfachungspotential in Deutschland gesehen.
  • 71. Kurzum: Die Firmen, die heute am schnellsten wachsen und den tiefgreifendsten Impact habe benutzen ein völlig anderes Operationsmodell. Laut einer Studie von Price Waterhouse Cooper wird die kollaborativen Ökonomie in den nächsten 10 Jahren um das >22 fache, von 15 auf 335 Mrd. $ wachsen. Für Individuen wie auch Firmen gilt zunehmend: „Das neue Status Symbol ist nicht was du besitzt, sondern ist was du schlau genug bist NICHT besitzen zu müssen.“
  • 72. Die Entitäten der offenen und kollaborativen Ökonomie sind der Lage Dinge zu machen [… einer Form, die ökonomische transparenter und effizienter Javi Creus
  • 73. Javi Creus, von Ideas for Change und OuiShare Berater bringt es folgendermaßen auf den Punkt. Die Entitäten der offenen und kollaborativen Ökonomie sind in der Lage Dinge zu machen […] in einer Form, die ökonomischer, transparenter und effizienter ist …
  • 74. Die Kolloborative Ökonomie schließt Praktiken und ökon. Modelle ein, die auf horizontalen Strukturen & communities basieren . KONSUM sharing economy P2P FINANZIERUNG crowdfunding OPEN KNOWLEDGE DESIGN & FABRIKATION OPEN GOVERNMENT Open gov & flat orgs 1 3 2 4 5 AUSTAUSCH SYSTEM Alter. Geld, Zeitbanken 6
  • 75. Und hier noch einmal ein Überblick über Kategorien und einige Beispiele von Akteuren der kollaborativen Ökonomie. Sie schließt Praktiken und ökonomische Modelle ein, die auf horizontalen Strukturen und communities basieren.
  • 76. Die Kolloborative Ökonomie schließt Praktiken und ökon. Modelle ein, die basieren auf horizontalen Strukturen & communities. CONSUMO sharing economy FINANZAS P2P crowdfunding CONOCIMIENTO ABIERTO DISEÑO Y FABRICACIÓN open design & manufact. GOBERNANZA Open gov & flat orgs 1 3 2 4 5 SISTEM. DE INTERCAMBIO Zeitbanken 6 BÜRGER TEILEN BÜRGER PRODUZIEREN BÜRGER SCHAFFEN COMMONS
  • 77. Und es sind die Bürger, die sich zunehmend hinter das Steuer setzen.
  • 78. New power is the deployment of m participation and peer coordinatio create change and shift outcomes Jeremy Heimans
  • 79. Jeremy Heimans definiert New power folgendermaßen: Es ist der Aufmarsch der Massenpartizipation und Peer-Koordinierung um Wandel zu schaffen und Ergebnisse zu verschieben. Viele Tracks des OuiShare Festes, welches auch Jeremy Heimans als Sprecher bereicherte standen im Bezug zu diesem Thema: The New Spirit Of Collaboration - Culture, Philosophy & Spirituality In The Collaborative Society Reinventing Democracy - Rethinking Institutions and Policymaking: can Collaboration and Communities Get Us Out of the Current Political Dead-end? Building A True Sharing Economy - Shared Value, Regulation, Worker Protection, User Data: Overcoming The Tensions Of The Sharing Economy To Fulfill Its Potential The Collaborative City - Challenges, Opportunities And Strategies For Local Collaborative Development
  • 80. Zusammenfallen von Dichotomien Produzent Prosument Konsument Arbeitgeber Microentre- preneur? Arbeitnehmer Regierung Part. Zivil- gesellschaft Regierte
  • 81. Das zunehmenden Zusammenfallen bestimmter Dichtomien hatten wir bereits angesprochen: Produzent – Konsument -> Prosument Arbeitgeber – Arbeitnehmer -> Microentrepreneur? Bzw. wachsender Partizipationsanspruch der Zivilgesellschaft fordert das alte Gegensatzpaar von Regierung – Regierte heraus
  • 82. Verschiebung polít. Dichtomien Links Rechts Neue Bewegung Status Quo
  • 83. Andere Dichotomien verschieben sich. So das klassische links – rechts-Schema in der Politik. --- Tsipras – The real question of the referendum: the enclosure of the Greek commons.
  • 84. Fülle Mangel Offen Geschlossen Dezentralisiert Zentralisiert Neue Dichotomien XXI.Jh (Koll-Ökon.)
  • 85. Andererseits bilden sich neue Dichtomien. Fülle vs. Mangel – Offen vs. Geschlossen – Dezentralisiert vs. zentralisiert
  • 86. Abundante Mangel Abierto Geschlossen Distribuido Zentralisiert Die Bürger haben schon gewählt
  • 87. Und die Bürger haben sich schon für eine Seite entschieden. Dezentrale, offene Netzwerke und Gemeinschaften von Menschen werden wie eine Firma. Sie bekommen was sie brauchen voneinander und lassen dabei ineffiziente Organisationen einfach links liegen.
  • 88. Wie können Firmen, wie kann die Deutsche Bahn darauf reagieren?
  • 89. 1. Ignorieren (geht ja vielleicht weg)
  • 90. 1. Ignorieren (geht ja vielleicht weg) Also ein Aussitzen nach Helmut Kohlscher Manier.
  • 91. 2. Juristische Wege/ Lobbykämpfe
  • 92. 2. Juristische Wege/ Lobbykämpfe Kann man machen. Kann man die Entwicklung eventuell etwas aufhalten wenn auch nur selten verhindern. Kostet aber Geld, meist auch Image & damit macht man sich nicht unbedingt beliebt. Und v.a. – es löst meist nicht wirklich das Problem.
  • 94. 3. Sponsor kollaborativer Projekte werden: Hier sponsern Banken und Telekommunikationsfirmen öffentliche BikeSharing Angebote in Barcelona, NY und London.
  • 95. 4. Investieren oder Einkaufen
  • 96. 4. Investieren in oder Einkaufen von Anbietern der Share- und Collaborative Economy. Hier die belgische Bahn SNCB und das stationäre Carsharing Unternehmen Cambio Und sie kennen sicher alle die Versuche von Daimler sich jenseits des traditionellen Autoabverkaufs durch Investition und Einkauf ein Stück vom größeren Mobilitätskuchen zu sichern. Da gerade ganz frisch, möchte ich auf eine Investition exemplarisch etwas genauer eingehen ...
  • 98. SNCF ist seit einer guten Woche (2015-06-25) mit einer Investition von 28 Mio € im Besitz der Mehrheitsanteile der zweitgrößten franz. P2P Carsharing Plattform OuiCar (Gegründet: 2011. Zugriff auf 20.000 KFZ bei ca. 400.000 Nutzer. Ziel in drei Jahren Zugriff auf 100.000 KFZ zu haben und eine landesweite Abdeckung und Zugang an allen Bahnhöfen zu erreichen. Die Kosten belaufen sich im Schnitt auf 40% weniger als bei traditioneller Autovermietung. Alle Risiken sind versichert. Die gemachte Investition geht v.a. in die Expansion in Frankreich und schließlich im Ausland. Dies ist ein weiterer Baustein der SNCF Strategie den Kunden eine komplette Bandbreite von Reiseangeboten auf ihrer Webseite zu machen und den Reisenden einen Service vom Start bis zum Ende der Reise - und nicht nur den Zug - anzubieten.
  • 100. Der größte, 2010 gegründete, P2P Carsharing Anbierter Drivy hat in Frankreich bereits Zugriff auf 27.000 KFZ und 600.000 Nutzern. Nach drei Fundingrunden in 2012,14 und 15 hat das startup ca. 18 Mio. € einsammeln können welches es nun mit Akquisition des frz Buzzcar und Livop sowie die soeben (2015-06-10) einkaufte deutsche P2P Carsharing Plattform autonetzer in die Expansion investiert. Somit verfügt drivy in Deutschland bereits nach weniger als einem Jahr über einen Zugang zu 11.000 KFZ und 100.000 Nutzern. Ziel für das kommende Jahr ist eine Verdoppelung der Nutzer und das Vorhaben an jeder Straßenecke in Deutschland Zugang zu einem KFZ zu bekommen. Ab August auch in Spanien.
  • 101. 5. Partner mit startups (SNCF)
  • 102. 5. Partnern mit startups. Aus einer langen Liste der Partner startups von SNCF beispielhaft einige Partnerschaft SNCF – Zipcar. Frequent travellers bekommenn die Gelegenheit an ihrer Ankunftsstation mit einem Zipcar ihre Reise zu beenden. Der roll-out beginnt mit 25 Stationen diesen Sommer und ermöglicht Zipcar alle wichtigen Städte Frankreichs abzudecken. Partnerschaft SNCF – Tripndrive: (Freies Parken an Bahnhöfen gegen P2P Weitervermietung – 100% versichert) Partnerschaft SNCF – Coworking Space (Unter Open Gare (Offener Bahnhof) ist OuiShare gerade involviert in einen Open call für die Bespielung von 17 Bahnhöfen in der Ile-de-France Region.
  • 103. 6. Aufbau eigener Dienste
  • 104. 6. Vor allem unter dem Eindruck, dass die Zukunft des Transports sozialer und intermodaler ist, macht auch der Aufbau eigener kollaborative Dienste Sinn. Hier einige Beispiele: IDVroom – die MfG von SNCF (ähnlich flinc) TGVPop – Dolmus Prinzip auf Züge. Fahrt findet statt wenn Zug voll. Ähnlich dem unlock my city Prinzip: unlock my train. Tickup – die MfG bei 300 km/h von RENFE (4er Tischgemeinschaftsbuchung – 60% Rabatt)
  • 105. 7. Empower andere auf der eigenen Plattform aufzubauen
  • 106. 7. Empower andere auf der eigenen Plattform aufzubauen. Hier beispielhaft die Open Data Initiative von SNCF genannt, die erlaubt auf der Datenbasis weitere Dienstleistungen aufzubauen.
  • 107. Fokus auf Beziehungen nicht Transaktionen
  • 108. Vorschlag für erstes take-away: Fokusshift von Transaktion auf Beziehungen.
  • 110. Und als abschließendes take-away möchte ich Ihnen kurz das Modell @pentagrowth vom vorab erwähntem Javier Creus vorstellen. Mit seinem Team hat er 50 Organisationen untersucht, die zwischen 2008 and 2013 jährlich mehr als 50% /Jahr gewachsen sind. (Bsp.: Wikipedia, Spotify, Airbnb u.a.) Es fasst in 5 Hebeln die Schlüsseldimensionen zusammen, 1. Connect (Network): Je größer die Anzahl der Knotenpunkte (nodes) die eine Entität in der Lage ist zu verknüpfen, desto größer das Wachstumspotential (hier in der wachsenden Gradierung: sozial, mobile, IOT) 2. Collect (Inventar): Je geringer der interne Aufwand, den eine Entität braucht um verfügbares Inventar aufzubauen, desto größer das Wachstumspotential (hier in der wachsenden Gradierung: Zentralisiert, dezentralisiert, Commons) 3. Empower (Nutzer): Je mehr eine Entität die Kapazitäten der Nutzer nutzen kann, desto größer das Wachstumspotential (hier in der wachsenden Gradierung: Nutzer (1 Rolle), Nutzer/Produzent (2 Rollen) Mehrere/beliebige Rollen) 4. Enable (Partner): Je größer die Anzahl der Partner die das von der Entität bereitgestellte tool nutzen um ihr eigenes Geschäft aufzubauen, desto größer das Wachstumspotential (hier in der wachsenden Gradierung: Zur Verfügungstellung, Co-Märkte, Co-Kreierung) 5. Share (Wissen): Je größer die community, die einen Gemeinschaftsinn mit dem Ressourcenbesitz der Entität entwickelt (Identifikation), desto größer das Wachstumspotential (hier in der wachsenden Gradierung: Proprietär, Nicht-kommerziell, Offen)
  • 111. 1. Presentation: Smart City Exhibition Bologna (Oktober 2014). Siehe: www.smartcityexhibition.it/en or www.sharitories.net Für mehr Informationen: thomas@ouishare.net Internationales Projekt mit einem praktischen lokalen Fokus: Werkzeugkasten & Workshopdesign zur Erfassung der Möglichkeiten die sich durch Kollaboration und Partizipation auf einen begrenztes Territorium (Stadt, Dorf, Nachbarschaft, Bahnhof) ergeben. 3 Phasen: Bewusstmachung – Ermöglichung - Aufbau
  • 112. Und erlauben Sie mir zum Schluss noch einen kleinen Werbeblock z.B. zur Anwendung auf den Bahnhof 2.0, 3.0 oder 4.0 Das Collaborative Territories Toolkit ist ein weiteres internationales OuiShare Projekt an dem ich selber auch beteiligt bin. Es hat einem praktischen lokalen Fokus: Es ist ein Werkzeugkasten & Workshopdesign zur Erfassung der Möglichkeiten die sich durch Kollaboration und Partizipation auf einen begrenztes Territorium (Stadt, Dorf, Nachbarschaft oder eben Bahnhöfe) ergeben. Die drei Phasen umfassen: • Bewusstmachung (Chancen verstehen) • Ermöglichung (Erfassen der Ressourcen, Verstehen der Probleme) • Aufbau (Aufbau und Entzünden kollaborativer Strukturen und Praktiken)
  • 113. Warum ist diese Entwicklung für die Deutsche Bahn eine große Chance? ZENTRALE RÄUME MOBILITÄTS- HUB KOMMUNIKATIONS - HUB Bahnhof 2.0 / 3.0 / 4.0? Kristallisationspunkt d. Kollaborativen Ökonomie
  • 114. In diesem Sinne und durch den im vorangegangenen Werbeblock ausgedrückten disclaimer abschließend noch ein Bereich wo ich großes Potential bei der Bahn sehe. Nämlich im Neudenken und Gestalten der Bahnhöfe als Offline Hub, natürlich verbunden mit entsprechender Online Anbindung.
  • 115. Vielen Dank! Thomas Dönnebrink OuiShare Connector Germany Freelancer Collaborative Economy www.about.me/thomasdoennebrink thomas@ouishare.net @tdoennebrink +49 176 32335744 Illustrationen von Thuy Chinh Duong chinh@harry.do @chinhzilla Besonderer Dank @AlbertCanig, @MGFave
  • 116. Was wäre wenn ... ... Bahnhöfe nicht nur als Einkaufszentren gedacht werden? ... Bahnhöfe nicht nur als Transitstationen für eigene Transportdienstleistungen gedacht werden? ... kaum genutzte oder brachliegende Bahnhöfe und Liegenschaften nicht als Kostenposten gesehen und an Investoren veräußert werden? ... Menschen nicht nur als einzelne Kunden und Konsumenten gesehen werden, denen bestimmte Produkte zum Verkauf angeboten werden um Geld einzunehmen? ... Andere Mobilitätsanbieter und –formen nichts als bedrohliche Konkurrenten gesehen werden? ... Innovation nicht nur in technischer Dimension gedacht, investiert und vermarktet wird. ... (Große) Bahnhöfe nicht als Produkt-in – Trash-out Durchlaufstellen fahren.
  • 117. Was wäre wenn ... ... Bahnhöfe nicht nur als Einkaufszentren gedacht werden? Sondern als Orte die dem wachsenden Bedürfnis der Menschen wieder mehr zu (ver)mieten, (ver)leihen, verschenken und miteinander in Kommunikation zu treten und ins gemeinsame Tun zu kommen, entgegengeht. Bahnhöfe als Begegnungs- und Kommunikationshubs ... Bahnhöfe nicht nur als Transitstationen für eigene Transportdienstleistungen gedacht werden? Sondern als Verknüpfungspunkte eigener und fremder Transportdienstleistung, sowie Zusammenkunftsorte um gemeinsam zu arbeiten, sich zu vergnügen, zu leben. Bahnhöfe als Lebens- und Zusammenkunftsräume. (Coworking (seets2meet, OS – SNCF (Ile de France), Fablabs/Hackerspaces (Relokalisierung) ... kaum genutzte oder brachliegende Bahnhöfe und Liegenschaften nicht als Kostenposten gesehen und an Investoren veräußert werden? Sondern zusammen mit der Zivilgesellschaft und interessierten Initiativen der Nachbarschaft, gestaltet, bespielt und in das Ökosystem der Umgebung eingebunden werden zu beidseitigem Vorteil und daher auch gefördert durch die öffentliche Hand.
  • 118. Was wäre wenn ... ... Menschen nicht nur als einzelne Kunden und Konsumenten gesehen werden, denen bestimmte Produkte zum Verkauf angeboten werden um Geld einzunehmen? Sondern als Co-Produzenten, Co-Creatoren mit denen zusammen neue Wertschaffungen erdacht, geplant und durchgeführt werden. (Bsp. TGVPop (kritische Masse), Open Space / Pop-up Store / Gallery) ... Andere Mobilitätsanbieter und –formen nichts als bedrohliche Konkurrenten gesehen werden? Sondern als Partner und Ergänzung zusammengearbeitet wird. ... Innovation nicht nur in technischer Dimension gedacht, investiert und vermarktet wird. Sondern smarten soziale und kollaborativen Innovationen sowie unkonventionellen und kreativen Ideen und Initiativen die bugs in features umgestalten mehr Aufmerksamkeit und Raum geboten wird. (Bsp. Ted Rory Sutherland) ... (Große) Bahnhöfe nicht als Produkt-in – Trash-out Durchlaufstellen fahren. Sondern die einzelnen Akteure und InvestitiDB (Space – Mobilität – Kommunikation) neu denkenonen auf der Plattform Bahnhof nach zirkulären Kriterien auswählt und organisiert.
  • 119. Zusätzliche Informationen zu OuiShare: OuiShare ist eine globale community wie auch think & do-tank. Unsere Mission ist die Schaffung und die Förderung einer Kollaborativen Gesellschaft durch das Verbinden von Menschen, Organisationen & Ideen im Geiste des Fairness, Offenheit & Vertrauen. Geteilte Werte und Prinzipien Offenheit – Transparenz – Unabhängigkeit – Impact – Feedback – Action – MenschenImWahrenLebenTreffen – PermanentBeta – Inklusion - Play
  • 120. Vielen Dank! Thomas Dönnebrink OuiShare Connector Germany Freelancer Collaborative Economy www.about.me/thomasdoennebrink thomas@ouishare.net @tdoennebrink +49 176 32335744 Illustrationen von Thuy Chinh Duong chinh@harry.do @chinhzilla Besonderer Dank @AlbertCanig, @MGFave