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Denkmale ausstellen Prof. Dr. Hans Walter Hütter 8. Oktober 2011
Prof. Dr. Hütter Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erschließt gezielt historisch-authentische Orte, macht sie der Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert dort Ausstellungen.  Bundesrat, Bonn Kanzlerbungalow, Bonn „ Tränenpalast“, Berlin Ziel ist, einen engen Bezug zwischen Denkmal und Ausstellung herzustellen. Zudem bietet die Stiftung über Ausstellungen hinausgehende Formen der Vermittlung an – etwa Veranstaltungen und museumspädagogische Aktionen mit thematischem Bezug.
Prof. Dr. Hütter Bundesrat, Bonn Eine strenge Trennung von geschütztem Baudenkmal und seiner Kontextualisie-rung durch Ausstellungs-elemente findet sich im ehe-maligen Bundesrat in Bonn. Sein Plenarsaal steht seit Verlegung des Sitzes nach Berlin im Jahr 2000 unter Ensembleschutz.
Prof. Dr. Hütter Bundesrat, Bonn Zur thematischen Kontextualisierung  wurde im Vorraum des Plenarsaals, der ehemaligen Lobby, eine Ausstellung eingerichtet: das Informationszentrum Föderalismus.  In Workshops lernen junge Menschen eine demokratische Institution „von innen“ kennen und üben die aktive Debatte – am authentischen, denkmalgeschützten Redner-pult. Auf diese Weise werden am historischen Ort Demokratiegeschichte und demokratische Prozesse lebendig und nachvollziehbar.
Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Ebenfalls hohe Auflagen für eine museale Ausgestaltung galten für den Kanzlerbun-galow. Diesen nahm die Wüstenrot Stiftung 2006 in ihr Denkmalprogramm für die Er-haltung herausragender Bauten der Moder-ne auf. Seine Revitalisierung wurde in enger Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte und dem Bundeskanzleramt durchgeführt.  1963 im Auftrag von Bundeskanzler Ludwig Erhard von Sep Ruf entworfen, spiegeln die architektonischen Grundaus-sagen des Bungalows – Weiträumigkeit, Sachlichkeit und Offenheit – das politische Selbstverständnis der jungen Bundesrepu-blik. Das Gebäude steht somit als histori-sche Primärquelle weitgehend für sich selbst.
Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Ziel der Revitalisierung war, die zentralen Qualitäten der Architektur von Sep Ruf im Innern des Gebäudes wieder zurückzugewinnen und zugleich die Zeitschicht aus der letzten Nutzungspe-riode zu erhalten.  Wohn- und Empfangsraum, Musikzimmer Nutzung durch Ludwig Erhard Speisezimmer Nutzung durch Helmut Kohl
Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Eine kleine Dauerausstellung präsentiert die Geschichte des Bauwerks sowie dessen Nutzung durch die Bundeskanzler. Die Ausstellungswände, die vom Baukörper losgelöst sind, setzen sich durch die Wahl des Materials von der Architektur des Gebäudes ab, fügen sich jedoch zugleich durch ihre zurückhaltende Gestaltung in den im Stil der klassischen Moderne errichteten Kanzlerbungalow ein.
Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, in deren Rahmen unter anderem die Glasfassade und die Decke umfassend renoviert wurden, hat die Stiftung Haus der Geschichte im „Tränenpa-last“ die Dauerausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“am 14. September 2011 eröffnet.
Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Die Architektur des „Tränenpalasts“ steht in auffälliger Diskrepanz zu seiner tatsächlichen historischen Nutzung. Das „Zollabfertigungsge-bäude“ wurde von Reichsbahnarchi-tekt Horst Lüderitz 1961 als licht-durchfluteter Pavillon für die Einreise in die DDR entworfen. Doch wurde das Gebäude nie für diesen Zweck genutzt. Von 1962 bis 1990 diente es ausschließlich als Zoll- und Passabfertigungsgebäude bei der Ausreise aus der DDR in den Westen.
Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Fußboden, Wände und Einbauten sind weit-gehend erhalten geblieben und wurden in die Ausstellung integriert. Im Rahmen einer be-hutsamen Rekonstruktion wurde der im Lau-fe der Jahre nach 1990 reduzierte Bestand gesichert und sorgfältig ergänzt.  Die historische Raumstruktur wurde erhalten und teilweise rekonstruiert. Damit konnte ein Zustand geschaffen werden, der den origi-nalen Gesamteindruck des Raumes als Ba-sis für die Ausstellungsarchitektur erhält und gleichzeitig einen sinnvollen Besucherrund-gang ermöglicht.
Prof. Dr. Hütter Die Stiftung Haus der Geschichte folgt mit der musealen Ausgestaltung des  „ Tränenpalastes“ in Berlin wie auch des Bundesrates und des Kanzlerbun- galows in Bonn ihrer Aufgabe, Zeitgeschichte auch an authentischen Orten  zu präsentieren. Den Besuchern wird hier ein unmittelbarer, eindringlicher,  auch emotionaler Zugang zur jüngsten Vergangenheit ermöglicht. Die Erläu- terung, Kontextualisierung und Einordnung der jeweiligen Gebäude in die  entsprechenden historischen Zusammenhänge bieten einzigartige  Möglichkeiten lebendiger zielgruppenspezifischer Geschichtsvermittlung.  Der authentische Ort wird zum Träger historischer Informationen und regt  zur Auseinandersetzung mit Fragen der Zeitgeschichte an.  Zusammenfassung

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  • 1. Denkmale ausstellen Prof. Dr. Hans Walter Hütter 8. Oktober 2011
  • 2. Prof. Dr. Hütter Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erschließt gezielt historisch-authentische Orte, macht sie der Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert dort Ausstellungen. Bundesrat, Bonn Kanzlerbungalow, Bonn „ Tränenpalast“, Berlin Ziel ist, einen engen Bezug zwischen Denkmal und Ausstellung herzustellen. Zudem bietet die Stiftung über Ausstellungen hinausgehende Formen der Vermittlung an – etwa Veranstaltungen und museumspädagogische Aktionen mit thematischem Bezug.
  • 3. Prof. Dr. Hütter Bundesrat, Bonn Eine strenge Trennung von geschütztem Baudenkmal und seiner Kontextualisie-rung durch Ausstellungs-elemente findet sich im ehe-maligen Bundesrat in Bonn. Sein Plenarsaal steht seit Verlegung des Sitzes nach Berlin im Jahr 2000 unter Ensembleschutz.
  • 4. Prof. Dr. Hütter Bundesrat, Bonn Zur thematischen Kontextualisierung wurde im Vorraum des Plenarsaals, der ehemaligen Lobby, eine Ausstellung eingerichtet: das Informationszentrum Föderalismus. In Workshops lernen junge Menschen eine demokratische Institution „von innen“ kennen und üben die aktive Debatte – am authentischen, denkmalgeschützten Redner-pult. Auf diese Weise werden am historischen Ort Demokratiegeschichte und demokratische Prozesse lebendig und nachvollziehbar.
  • 5. Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Ebenfalls hohe Auflagen für eine museale Ausgestaltung galten für den Kanzlerbun-galow. Diesen nahm die Wüstenrot Stiftung 2006 in ihr Denkmalprogramm für die Er-haltung herausragender Bauten der Moder-ne auf. Seine Revitalisierung wurde in enger Kooperation mit der Stiftung Haus der Geschichte und dem Bundeskanzleramt durchgeführt. 1963 im Auftrag von Bundeskanzler Ludwig Erhard von Sep Ruf entworfen, spiegeln die architektonischen Grundaus-sagen des Bungalows – Weiträumigkeit, Sachlichkeit und Offenheit – das politische Selbstverständnis der jungen Bundesrepu-blik. Das Gebäude steht somit als histori-sche Primärquelle weitgehend für sich selbst.
  • 6. Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Ziel der Revitalisierung war, die zentralen Qualitäten der Architektur von Sep Ruf im Innern des Gebäudes wieder zurückzugewinnen und zugleich die Zeitschicht aus der letzten Nutzungspe-riode zu erhalten. Wohn- und Empfangsraum, Musikzimmer Nutzung durch Ludwig Erhard Speisezimmer Nutzung durch Helmut Kohl
  • 7. Prof. Dr. Hütter Kanzlerbungalow, Bonn Eine kleine Dauerausstellung präsentiert die Geschichte des Bauwerks sowie dessen Nutzung durch die Bundeskanzler. Die Ausstellungswände, die vom Baukörper losgelöst sind, setzen sich durch die Wahl des Materials von der Architektur des Gebäudes ab, fügen sich jedoch zugleich durch ihre zurückhaltende Gestaltung in den im Stil der klassischen Moderne errichteten Kanzlerbungalow ein.
  • 8. Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, in deren Rahmen unter anderem die Glasfassade und die Decke umfassend renoviert wurden, hat die Stiftung Haus der Geschichte im „Tränenpa-last“ die Dauerausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“am 14. September 2011 eröffnet.
  • 9. Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Die Architektur des „Tränenpalasts“ steht in auffälliger Diskrepanz zu seiner tatsächlichen historischen Nutzung. Das „Zollabfertigungsge-bäude“ wurde von Reichsbahnarchi-tekt Horst Lüderitz 1961 als licht-durchfluteter Pavillon für die Einreise in die DDR entworfen. Doch wurde das Gebäude nie für diesen Zweck genutzt. Von 1962 bis 1990 diente es ausschließlich als Zoll- und Passabfertigungsgebäude bei der Ausreise aus der DDR in den Westen.
  • 10. Prof. Dr. Hütter „ Tränenpalast“, Berlin Fußboden, Wände und Einbauten sind weit-gehend erhalten geblieben und wurden in die Ausstellung integriert. Im Rahmen einer be-hutsamen Rekonstruktion wurde der im Lau-fe der Jahre nach 1990 reduzierte Bestand gesichert und sorgfältig ergänzt. Die historische Raumstruktur wurde erhalten und teilweise rekonstruiert. Damit konnte ein Zustand geschaffen werden, der den origi-nalen Gesamteindruck des Raumes als Ba-sis für die Ausstellungsarchitektur erhält und gleichzeitig einen sinnvollen Besucherrund-gang ermöglicht.
  • 11. Prof. Dr. Hütter Die Stiftung Haus der Geschichte folgt mit der musealen Ausgestaltung des „ Tränenpalastes“ in Berlin wie auch des Bundesrates und des Kanzlerbun- galows in Bonn ihrer Aufgabe, Zeitgeschichte auch an authentischen Orten zu präsentieren. Den Besuchern wird hier ein unmittelbarer, eindringlicher, auch emotionaler Zugang zur jüngsten Vergangenheit ermöglicht. Die Erläu- terung, Kontextualisierung und Einordnung der jeweiligen Gebäude in die entsprechenden historischen Zusammenhänge bieten einzigartige Möglichkeiten lebendiger zielgruppenspezifischer Geschichtsvermittlung. Der authentische Ort wird zum Träger historischer Informationen und regt zur Auseinandersetzung mit Fragen der Zeitgeschichte an. Zusammenfassung