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M13 – Wissenschaftliches Arbeiten
Die Forschungsfrage
Daniela Wolf
März 2013
2
Inhaltsverzeichnis
Die Forschungsfrage ......................................................................................................3
Was macht eine gute Forschungsfrage aus? ..................................................................4
Schlechte Forschungsfragen ..........................................................................................5
Häufige Fehler bei der Erstellung von Forschungsfragen .............................................5
Die Schritte auf dem Weg zu einer guten FF.................................................................6
Unterschiedliche Arten von Forschungsfragen..............................................................8
Hilfsmittel für die Entwicklung einer FF.......................................................................9
Literaturverzeichnis .......................................................................................................9
3
Die Forschungsfrage
Die Forschungsfrage ist jene Frage, die auf das Problem sowie das
Erkenntnisinteresse zielt und die gesamte Forschung leitet. Sie ist die zentrale Frage,
die im Verlauf einer wissenschaftlichen Arbeit erarbeitet wird und wird auf Basis der
gelesenen Literatur erstellt, was bedeutet das sie somit theoriegeleitet ist (vgl. Lojka
und Wippersberger, 2008: S.44).
Der erste und wichtigste Schritt beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist
daher neben der Wahl des Themas die Festlegung der Forschungsfrage (in weiterer
Folge auch FF). Auf die Erarbeitung muss große Sorgfalt und ausreichend Zeit
aufgewendet werden. Sie legt fest, womit sich die Arbeit beschäftigen wird und
womit nicht.
Während das Thema sehr breit gehalten werden kann, wie zum Beispiel:
Pausenorte am Campus Krems
gilt für die Forschungsfrage, je enger und präziser desto besser, wie zum Beispiel:
In welcher Hinsicht entsprechen die derzeit angebotenen Pausenorte am Campus
Krems den Idealvorstellungen der Studierenden?
Wichtig ist, dass die Forschungsfrage das Thema präzisiert und erst untersuchbar
macht. Sie muss daher so gewählt werden, dass es möglich ist, innerhalb der
jeweiligen wissenschaftlichen Arbeit diese komplett zu beantworten. Das Schreiben
der Arbeit darf erst begonnen werden, wenn eine präzise Frageformulierung vorliegt,
sonst kann es leicht passieren, dass „am Thema vorbei“ gearbeitet, die falsche
Literatur gelesen und die falschen Daten erhoben werden.
Wenn sich für ein Thema keine wissenschaftliche Forschungsfrage finden lässt oder
„künstlich“ erscheint, so muss man sich fragen, ob das gewählte Thema wirklich für
eine wissenschaftliche Arbeit geeignet ist (vgl. Lojka und Wippersberger, 2008:
S.44).
Neben der Forschungsfrage selbst, ist es auch möglich, Unterfragen zu formulieren.
Die Unterfragen beziehen sich auf einzelne Kapitel in der Forschungsarbeit und sollen
einen Beitrag dazu liefern, die Forschungsfrage selbst zu beantworten (vgl. Wimmer
und Zauchner, 2008: 31).
Obwohl eine wissenschaftliche Arbeit mehrere Forschungsfragen beinhalten kann, ist
es empfehlenswert, sich auf eine Hauptfragestellung zu konzentrieren (vgl. Thabane
4
et al., 2009). Deshalb sollten für eine wissenschaftliche Arbeit nur wenige Fragen
gestellt werden, da eine große Anzahl an Fragen die Gefahr des Ausuferns birgt.
Was macht eine gute Forschungsfrage
aus?
Eine gute Forschungsfrage wird als sogenannte „W“-Frage (Was? Wie? Warum?
Weshalb? Wodurch? Womit?) formuliert (vgl. Berger, 2010: S.60). Dabei sollte die
Forschungsfrage
 möglichst in einem Satz formuliert werden,
 als offene Frage gestellt werden, d.h. nicht bloß mit „Ja“ oder „Nein“
beantwortet werden (vgl. Wimmer und Zauchner, 2008: 32)
 das Ziel und den Zweck der wissenschaftlichen Arbeit erkennen lassen (vgl.
Berger, 2010: S.60),
 in passende Unterfragen unterteilt werden, meist in zwei bis drei (vgl. Berger,
2010: S.60)
 die Unterscheidbarkeit von ähnlichen bereits geschriebenen Arbeiten
gewährleisten
Nachstehend finden Sie ein Beispiel für eine gute Forschungsfrage:
Thema: Der Kärntner Ortstafelkonflikt
Mögliche Forschungsfragen wären:
 Welche Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes gab es seit der Erkenntnis
vom 13.12.2001?
 Was wurde seit dem Verfassungsgerichtshofurteil vom 13.12.2001 von der
Politik konkret umgesetzt?
Thema: Arbeitskräftemobilität in der EU
Mögliche Forschungsfrage wäre:
Welche Auswirkungen hatten die Grundfreiheiten „Niederlassungsfreiheit“ und
„Dienstleistungsfreiheit“ für die Arbeitskräftemobilität des EU-Mitgliedslandes
Ungarn seit EU-Beitritt im Jahr 2004 bis Ende 2007?
(Karmasin und Ribing, 2006: S.23)
5
Schlechte Forschungsfragen
Schlechte Forschungsfragen kennzeichnen sich durch folgende Kriterien (vgl.
Karmasin und Ribing, 2006: S.21):
 sind in sich widersprüchlich
 stellen bloße Behauptungen dar
 basieren auf unrichtige Vorannahmen
 beinhalten Unklarheiten
 sind beeinflussend
 verwenden unsinnige Worte/Konzepte
Nachstehend finden Sie einige Beispiele für schlechte Forschungsfragen (Berger,
2010: S.60):
Weshalb gehen Frauen lieber einkaufen als Männer?
 beinhaltet unrichtige Vorannahmen
Warum schaffen es Händler nicht, andere Kunden an ihr Geschäft zu binden?
 zu unklar formuliert, dass es keine Antwort gibt
Warum kaufen jüngere Personen lieber im Internet ein, wenn auch viele ältere
Personen gerne im Internet bestellen?
 ist in sich widersprüchlich
Ist eine aktive Kundenbindung eine geeignete Vorgehensweise im Customer
Relationship Management im Handel?
 Scheinfrage bzw. verkleidete Behauptung
Wie kann für die Umwelt so wichtige Mülltrennung in den Haushalten verstärkt
werden?
 beeinflussend
Häufige Fehler bei der Erstellung von
Forschungsfragen
 Zur Forschungsfrage gibt es bereits eine Fülle an eindeutigen
wissenschaftlichen Erkenntnissen.
 Die Forschungsfrage ist missverständlich oder unvollständig formuliert.
 Die Frage zielt auf eine Ja-/Nein-Antwort ab.
6
 Es wird eine Definition hinterfragt.
 Die Forschungsfrage zielt auf ein Messergebnis (zB eine Anzahl).
 Die Forschungsfrage ist eine Feststellung.
 Es werden mehrere Forschungsfragen für eine Hypothese aufgestellt.
 Es handelt sich um nicht wissenschaftlich zu beantwortende Fragen. Dazu
gehören vornehmlich ethische und ästhetische Fragen sowie Fragen, die sich
unserer Wahrnehmung entziehen (Lojka und Wippersberger, 2008: S.45).
Die Schritte auf dem Weg zu einer
guten FF
Schritte Beispiel
1. Themenfindung Thema: Jugendarbeitslosigkeit in Wien
2. Befragen Sie Ihr Thema
mit Hilfe von W-Fragen:
WER?
WAS?
WO?
WIE?
WIESO?
WANN?
WARUM?
WESHALB?
WODURCH?
3. Strukturieren Sie die
Fragen und ordnen Sie
thematisch ähnliche
Fragen jeweils einer
„Überfrage“ zu.
WER ist in Wien von Jugendarbeitslosigkeit
betroffen?
WELCHE Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit
sehen Arbeitsmarktexperten?
WELCHE Ursachen für ihre Arbeitslosigkeit
sehen die Jugendlichen selbst?
WAS wird von den zuständigen Stellen gegen
Jugendarbeitslosigkeit getan?
WER ist zuständig?
WELCHE Initiativen setzen die Jugendlichen
selber?
WIE beurteilen den arbeitslosen Jugendlichen die
Maßnahmen?
WO erhalten arbeitslose Jugendliche
Beratungen?
Aus WELCHEN sozialen Schichten kommen die
betroffenen Jugendlichen?
WIE LANGE sind Jugendliche im Durchschnitt
arbeitslos?
WELCHE Auswirkungen hat die Arbeitslosigkeit
auf die Jugendlichen?
WELCHE Ausbildungen haben die betroffenen
Jugendlichen?
Wer ist in Wien von Jugendarbeitslosigkeit
betroffen?
Aus WELCHEN sozialen Schichten kommen die
betroffenen Jugendlichen?
WELCHE Ausbildungen haben die betroffenen
7
4. Überlegungen zu den
Fragebereichen:
Welche
Arbeitsschwerpunkte und
-methoden eignen sich zur
Beantwortung einer
möglichen
Forschungsfrage?
(Entspricht dies Ihren
Vorstellungen, wie Sie bei
Ihrer Arbeit vorgehen
wollen? Ist diese
Vorgehensweise im
Rahmen einer
wissenschaftlichen Arbeit
realistisch und
bewältigbar?)
5. Formulieren Sie
abschließend zu einem der
Fragebereiche Ihre
Forschungsfrage in einem
Satz.
Jugendlichen?
Welche Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit
gibt es?
WELCHE Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit
sehen Arbeitsmarktexperten?
WELCHE Ursachen für ihre Arbeitslosigkeit
sehen die Jugendlichen selbst?
Welche Maßnahmen werden gegen
Jugendarbeitslosigkeit ergriffen?
WAS wird von den zuständigen Stellen gegen
Jugendarbeitslosigkeit getan?
WER ist zuständig?
WELCHE Initiativen setzen die Jugendlichen
selber?
WELCHE Ursachen für die
Jugendarbeitslosigkeit gibt es?
WELCHE Maßnahmen werden gegen
Jugendarbeitslosigkeit ergriffen?
Arbeitsschwerpunkte und Methode(n):
Informationsentnahme aus Literatur zum Thema
Interviews mit betroffenen Jugendlichen
Interviews mit Experten des Arbeitsmarktservice
Wie sehen betroffene Jugendliche in Wien die
Ursachen für und die Maßnahmen gegen
Jugendarbeitslosigkeit?
Quelle: www.vwa-plattform.at
8
Unterschiedliche Arten von
Forschungsfragen
Nach Nienhüser (1998) lassen sich folgende Haupttypen wissenschaftlicher
Forschungs- und Unterfragen unterscheiden:
Der Fragetyp „Beschreibung“ wird eher selten für wissenschaftliche Arbeiten
herangezogen. Er versucht gewisse Entwicklungen und Tatsachen aufzuzeigen,
allerdings in der Regel mit geringem Erkenntnisgewinn und eingeschränkter
praktischer Verwertbarkeit (vgl. Berger, 2010: S.61).
Der Fragetyp „Erklärung“ versucht Ursachen aufzudecken und Hintergründe zu
erfragen. Hier empfiehlt es sich, neben einer ausführlichen Literaturrecherche auch
Experten zu befragen (vgl. Berger, 2010: S.61).
Der Fragetyp „Prognose“ versucht Entwicklungen oder Veränderungen
vorauszusagen. In diesen Bereich fällt beispielweise die Trendforschung. Hier reicht
eine reine Literaturrecherche meistens nicht aus, sondern es sollten Experten- bzw.
Delphibefragungen durchgeführt werden (vgl. Berger, 2010: S.61).
Beim Fragetyp „Gestaltung“ liegen die Schwerpunkte auf Implikationen und
Handlungsempfehlungen, was bedeutet, dass Möglichkeiten herausgefunden werden
9
sollen, wie man einem bestimmten Problem am besten begegnet (vgl. Berger, 2010:
S.61).
Der Fragetyp „Kritik/Bewertung“ ist einer der schwierigsten Fragetypen und sollte
nur dann gewählt werden, wenn man mit einer bestimmten Thematik sehr vertraut ist.
Hier ist fundiertes Expertenwissen zu dem ausgewählten Thema notwendig (vgl.
Berger, 2010: S.61).
Zusammengefasst sind die häufigsten Fragetypen, die in einer wissenschaftlichen
Arbeit von Studierenden gewählt werden, die „Erklärung“ und die „Gestaltung“.
Hilfsmittel für die Entwicklung einer
FF
Bei der Entwicklung der Forschungsfrage/n können Mindmaps oder andere
Visualisierungsmittel wie Cluster oder der Strukturbaum helfen. Dazu braucht man
lediglich Stift und Papier!
Literaturverzeichnis
Berger, D. (2010): Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften. Springer.
Bortz J. & Döring, N. (2002). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und
Sozialwissenschaftler (3. Auflage). Berlin, Heidelberg: Springer.
Flick, U. (2000): Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in
Psychologie und Sozialwissenschaften. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt.
Karmasin, M. & Ribing, R. (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten.
Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG.
Lojka, K. & Wippersberg, J. (2008): Einführung in das
Kommunikationswissenschaftliche Arbeiten. Wien: Facultas Verlags- und
Buchhandels AG.
Nienhüser, W. & Magnus, M. (2003): Die wissenschaftliche Bearbeitung
personalwirtschaftlicher Problemstellungen. Eine Einführung. Essener Beiträge zur
Personalforschung Nr. 2.
Thabane L., Thomas T., Ye C. & Paul J. (2009): Posing the research question: Not so
simple. Canadian Journal of Anaesthesia, 56(1):71-9. Doi: 10.1007/s12630-008-9007-
4.

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Die Forschungsfrage

  • 1. M13 – Wissenschaftliches Arbeiten Die Forschungsfrage Daniela Wolf März 2013
  • 2. 2 Inhaltsverzeichnis Die Forschungsfrage ......................................................................................................3 Was macht eine gute Forschungsfrage aus? ..................................................................4 Schlechte Forschungsfragen ..........................................................................................5 Häufige Fehler bei der Erstellung von Forschungsfragen .............................................5 Die Schritte auf dem Weg zu einer guten FF.................................................................6 Unterschiedliche Arten von Forschungsfragen..............................................................8 Hilfsmittel für die Entwicklung einer FF.......................................................................9 Literaturverzeichnis .......................................................................................................9
  • 3. 3 Die Forschungsfrage Die Forschungsfrage ist jene Frage, die auf das Problem sowie das Erkenntnisinteresse zielt und die gesamte Forschung leitet. Sie ist die zentrale Frage, die im Verlauf einer wissenschaftlichen Arbeit erarbeitet wird und wird auf Basis der gelesenen Literatur erstellt, was bedeutet das sie somit theoriegeleitet ist (vgl. Lojka und Wippersberger, 2008: S.44). Der erste und wichtigste Schritt beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist daher neben der Wahl des Themas die Festlegung der Forschungsfrage (in weiterer Folge auch FF). Auf die Erarbeitung muss große Sorgfalt und ausreichend Zeit aufgewendet werden. Sie legt fest, womit sich die Arbeit beschäftigen wird und womit nicht. Während das Thema sehr breit gehalten werden kann, wie zum Beispiel: Pausenorte am Campus Krems gilt für die Forschungsfrage, je enger und präziser desto besser, wie zum Beispiel: In welcher Hinsicht entsprechen die derzeit angebotenen Pausenorte am Campus Krems den Idealvorstellungen der Studierenden? Wichtig ist, dass die Forschungsfrage das Thema präzisiert und erst untersuchbar macht. Sie muss daher so gewählt werden, dass es möglich ist, innerhalb der jeweiligen wissenschaftlichen Arbeit diese komplett zu beantworten. Das Schreiben der Arbeit darf erst begonnen werden, wenn eine präzise Frageformulierung vorliegt, sonst kann es leicht passieren, dass „am Thema vorbei“ gearbeitet, die falsche Literatur gelesen und die falschen Daten erhoben werden. Wenn sich für ein Thema keine wissenschaftliche Forschungsfrage finden lässt oder „künstlich“ erscheint, so muss man sich fragen, ob das gewählte Thema wirklich für eine wissenschaftliche Arbeit geeignet ist (vgl. Lojka und Wippersberger, 2008: S.44). Neben der Forschungsfrage selbst, ist es auch möglich, Unterfragen zu formulieren. Die Unterfragen beziehen sich auf einzelne Kapitel in der Forschungsarbeit und sollen einen Beitrag dazu liefern, die Forschungsfrage selbst zu beantworten (vgl. Wimmer und Zauchner, 2008: 31). Obwohl eine wissenschaftliche Arbeit mehrere Forschungsfragen beinhalten kann, ist es empfehlenswert, sich auf eine Hauptfragestellung zu konzentrieren (vgl. Thabane
  • 4. 4 et al., 2009). Deshalb sollten für eine wissenschaftliche Arbeit nur wenige Fragen gestellt werden, da eine große Anzahl an Fragen die Gefahr des Ausuferns birgt. Was macht eine gute Forschungsfrage aus? Eine gute Forschungsfrage wird als sogenannte „W“-Frage (Was? Wie? Warum? Weshalb? Wodurch? Womit?) formuliert (vgl. Berger, 2010: S.60). Dabei sollte die Forschungsfrage  möglichst in einem Satz formuliert werden,  als offene Frage gestellt werden, d.h. nicht bloß mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden (vgl. Wimmer und Zauchner, 2008: 32)  das Ziel und den Zweck der wissenschaftlichen Arbeit erkennen lassen (vgl. Berger, 2010: S.60),  in passende Unterfragen unterteilt werden, meist in zwei bis drei (vgl. Berger, 2010: S.60)  die Unterscheidbarkeit von ähnlichen bereits geschriebenen Arbeiten gewährleisten Nachstehend finden Sie ein Beispiel für eine gute Forschungsfrage: Thema: Der Kärntner Ortstafelkonflikt Mögliche Forschungsfragen wären:  Welche Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes gab es seit der Erkenntnis vom 13.12.2001?  Was wurde seit dem Verfassungsgerichtshofurteil vom 13.12.2001 von der Politik konkret umgesetzt? Thema: Arbeitskräftemobilität in der EU Mögliche Forschungsfrage wäre: Welche Auswirkungen hatten die Grundfreiheiten „Niederlassungsfreiheit“ und „Dienstleistungsfreiheit“ für die Arbeitskräftemobilität des EU-Mitgliedslandes Ungarn seit EU-Beitritt im Jahr 2004 bis Ende 2007? (Karmasin und Ribing, 2006: S.23)
  • 5. 5 Schlechte Forschungsfragen Schlechte Forschungsfragen kennzeichnen sich durch folgende Kriterien (vgl. Karmasin und Ribing, 2006: S.21):  sind in sich widersprüchlich  stellen bloße Behauptungen dar  basieren auf unrichtige Vorannahmen  beinhalten Unklarheiten  sind beeinflussend  verwenden unsinnige Worte/Konzepte Nachstehend finden Sie einige Beispiele für schlechte Forschungsfragen (Berger, 2010: S.60): Weshalb gehen Frauen lieber einkaufen als Männer?  beinhaltet unrichtige Vorannahmen Warum schaffen es Händler nicht, andere Kunden an ihr Geschäft zu binden?  zu unklar formuliert, dass es keine Antwort gibt Warum kaufen jüngere Personen lieber im Internet ein, wenn auch viele ältere Personen gerne im Internet bestellen?  ist in sich widersprüchlich Ist eine aktive Kundenbindung eine geeignete Vorgehensweise im Customer Relationship Management im Handel?  Scheinfrage bzw. verkleidete Behauptung Wie kann für die Umwelt so wichtige Mülltrennung in den Haushalten verstärkt werden?  beeinflussend Häufige Fehler bei der Erstellung von Forschungsfragen  Zur Forschungsfrage gibt es bereits eine Fülle an eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen.  Die Forschungsfrage ist missverständlich oder unvollständig formuliert.  Die Frage zielt auf eine Ja-/Nein-Antwort ab.
  • 6. 6  Es wird eine Definition hinterfragt.  Die Forschungsfrage zielt auf ein Messergebnis (zB eine Anzahl).  Die Forschungsfrage ist eine Feststellung.  Es werden mehrere Forschungsfragen für eine Hypothese aufgestellt.  Es handelt sich um nicht wissenschaftlich zu beantwortende Fragen. Dazu gehören vornehmlich ethische und ästhetische Fragen sowie Fragen, die sich unserer Wahrnehmung entziehen (Lojka und Wippersberger, 2008: S.45). Die Schritte auf dem Weg zu einer guten FF Schritte Beispiel 1. Themenfindung Thema: Jugendarbeitslosigkeit in Wien 2. Befragen Sie Ihr Thema mit Hilfe von W-Fragen: WER? WAS? WO? WIE? WIESO? WANN? WARUM? WESHALB? WODURCH? 3. Strukturieren Sie die Fragen und ordnen Sie thematisch ähnliche Fragen jeweils einer „Überfrage“ zu. WER ist in Wien von Jugendarbeitslosigkeit betroffen? WELCHE Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit sehen Arbeitsmarktexperten? WELCHE Ursachen für ihre Arbeitslosigkeit sehen die Jugendlichen selbst? WAS wird von den zuständigen Stellen gegen Jugendarbeitslosigkeit getan? WER ist zuständig? WELCHE Initiativen setzen die Jugendlichen selber? WIE beurteilen den arbeitslosen Jugendlichen die Maßnahmen? WO erhalten arbeitslose Jugendliche Beratungen? Aus WELCHEN sozialen Schichten kommen die betroffenen Jugendlichen? WIE LANGE sind Jugendliche im Durchschnitt arbeitslos? WELCHE Auswirkungen hat die Arbeitslosigkeit auf die Jugendlichen? WELCHE Ausbildungen haben die betroffenen Jugendlichen? Wer ist in Wien von Jugendarbeitslosigkeit betroffen? Aus WELCHEN sozialen Schichten kommen die betroffenen Jugendlichen? WELCHE Ausbildungen haben die betroffenen
  • 7. 7 4. Überlegungen zu den Fragebereichen: Welche Arbeitsschwerpunkte und -methoden eignen sich zur Beantwortung einer möglichen Forschungsfrage? (Entspricht dies Ihren Vorstellungen, wie Sie bei Ihrer Arbeit vorgehen wollen? Ist diese Vorgehensweise im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit realistisch und bewältigbar?) 5. Formulieren Sie abschließend zu einem der Fragebereiche Ihre Forschungsfrage in einem Satz. Jugendlichen? Welche Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit gibt es? WELCHE Ursachen für Jugendarbeitslosigkeit sehen Arbeitsmarktexperten? WELCHE Ursachen für ihre Arbeitslosigkeit sehen die Jugendlichen selbst? Welche Maßnahmen werden gegen Jugendarbeitslosigkeit ergriffen? WAS wird von den zuständigen Stellen gegen Jugendarbeitslosigkeit getan? WER ist zuständig? WELCHE Initiativen setzen die Jugendlichen selber? WELCHE Ursachen für die Jugendarbeitslosigkeit gibt es? WELCHE Maßnahmen werden gegen Jugendarbeitslosigkeit ergriffen? Arbeitsschwerpunkte und Methode(n): Informationsentnahme aus Literatur zum Thema Interviews mit betroffenen Jugendlichen Interviews mit Experten des Arbeitsmarktservice Wie sehen betroffene Jugendliche in Wien die Ursachen für und die Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit? Quelle: www.vwa-plattform.at
  • 8. 8 Unterschiedliche Arten von Forschungsfragen Nach Nienhüser (1998) lassen sich folgende Haupttypen wissenschaftlicher Forschungs- und Unterfragen unterscheiden: Der Fragetyp „Beschreibung“ wird eher selten für wissenschaftliche Arbeiten herangezogen. Er versucht gewisse Entwicklungen und Tatsachen aufzuzeigen, allerdings in der Regel mit geringem Erkenntnisgewinn und eingeschränkter praktischer Verwertbarkeit (vgl. Berger, 2010: S.61). Der Fragetyp „Erklärung“ versucht Ursachen aufzudecken und Hintergründe zu erfragen. Hier empfiehlt es sich, neben einer ausführlichen Literaturrecherche auch Experten zu befragen (vgl. Berger, 2010: S.61). Der Fragetyp „Prognose“ versucht Entwicklungen oder Veränderungen vorauszusagen. In diesen Bereich fällt beispielweise die Trendforschung. Hier reicht eine reine Literaturrecherche meistens nicht aus, sondern es sollten Experten- bzw. Delphibefragungen durchgeführt werden (vgl. Berger, 2010: S.61). Beim Fragetyp „Gestaltung“ liegen die Schwerpunkte auf Implikationen und Handlungsempfehlungen, was bedeutet, dass Möglichkeiten herausgefunden werden
  • 9. 9 sollen, wie man einem bestimmten Problem am besten begegnet (vgl. Berger, 2010: S.61). Der Fragetyp „Kritik/Bewertung“ ist einer der schwierigsten Fragetypen und sollte nur dann gewählt werden, wenn man mit einer bestimmten Thematik sehr vertraut ist. Hier ist fundiertes Expertenwissen zu dem ausgewählten Thema notwendig (vgl. Berger, 2010: S.61). Zusammengefasst sind die häufigsten Fragetypen, die in einer wissenschaftlichen Arbeit von Studierenden gewählt werden, die „Erklärung“ und die „Gestaltung“. Hilfsmittel für die Entwicklung einer FF Bei der Entwicklung der Forschungsfrage/n können Mindmaps oder andere Visualisierungsmittel wie Cluster oder der Strukturbaum helfen. Dazu braucht man lediglich Stift und Papier! Literaturverzeichnis Berger, D. (2010): Wissenschaftliches Arbeiten in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Springer. Bortz J. & Döring, N. (2002). Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler (3. Auflage). Berlin, Heidelberg: Springer. Flick, U. (2000): Qualitative Forschung. Theorie, Methoden, Anwendung in Psychologie und Sozialwissenschaften. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt. Karmasin, M. & Ribing, R. (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG. Lojka, K. & Wippersberg, J. (2008): Einführung in das Kommunikationswissenschaftliche Arbeiten. Wien: Facultas Verlags- und Buchhandels AG. Nienhüser, W. & Magnus, M. (2003): Die wissenschaftliche Bearbeitung personalwirtschaftlicher Problemstellungen. Eine Einführung. Essener Beiträge zur Personalforschung Nr. 2. Thabane L., Thomas T., Ye C. & Paul J. (2009): Posing the research question: Not so simple. Canadian Journal of Anaesthesia, 56(1):71-9. Doi: 10.1007/s12630-008-9007- 4.