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Informations- und Wissenstransfer
in kollaborativen Lernsystemen
Eine strukturelle und relationale Analyse über den Einfluss
sozialer Organisationsstrukturen in Wissensnetzwerken
am Beispiel der Lernplattform OPAL
Fakultät Erziehungswissenschaften, Professur für Bildungstechnologie, Verteidigung der Dissertation
Cathleen M. Stützer, 03. Dezember 2013
|2
Danksagungen
Betreuer der Arbeit:
• Prof. Dr. Thomas Köhler, Professur für Bildungstechnologie, Direktor
Medienzentrum, TU Dresden
• Prof. Dr. Gerhard Thiem, Prorektor Forschung und Entwicklung,
Direktor Institut für Technologie- und Wissenstransfer, Hochschule
Mittweida
Weitere Unterstützer:
• Sven Morgner, Jens Schwendel & Team, BPS GmbH
• Prof. Kathleen M. Carley (PhD), Carnegie Mellon University, Pittsburgh,
USA & Prof. Jana Diesner (PhD), University of Illinois, Alberta, USA
• Familie und Freunde
|3
Überblick
1. Einführung
2. Theoretische Ansätze und Modelle
3. Methodik
4. Daten
5. Ergebnisse und Interpretation
6. Implikationen
7. Zusammenfassung und Fazit
|4
Mediatisierung des sozialen Netzwerkes
• kollaborative Verteilung und Nutzung von Information
und Wissen im webbasierten Transfer 
Schlüsselstrategie lebenslanges Lernen
• Umgang mit kollaborativen Lehr- und Lernszenarien 
Grundlage für den soziokulturellen Fortschritt in
Bildungsforschung
1. Einführung
Synergie-Effekte sozialer Interaktion
|5
Analyse von Wissensnetzwerken im Bildungskontext
1.1 Forschungsansatz
»Who (or what) is connected to
whom (or what) by which channels
in which time with what effects?«
(erweitert nach Lazarsfeld et al.,1944; Lasswell,1948; Carley,2003)
|6
Diffusion von Information in sozialen Systemen Lernparadigma des Konnektivismus
Bildquelle: G. Siemens in »Knowing knowledge« (2006, S. 29)Bildquelle: C. Stützer in »Interpersonelle Kommunikation und lokale Identitäten« (2009, S. 3)
»Social systems do not consist of people, also not of actions, but of communications therefore.«
(Luhmann 1986: 269)
Konnektivismus
Transfer soziologischer Netzwerktheorien in Bildungskontext
1.2 Motivation
|7
Eruierung sozialer Organisationsstrukturen
1.3 Zielsetzung
Relationaler Erklärungsansatz
für (potentiellen) Informations- und Wissenstransfer
Extraktion und Exploration relationaler Informationen
im Wissensnetzwerk (Wirkungsgrad/ Entwicklungspotential)
Konzeptionalisierung sozialer Einflussfaktoren
kollaborativen Wissensmanagements
Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
zur Optimierung (soziotechnischer) Infrastrukturen
|8
1.4 Forschungskonzept
|9
Interdisziplinärer Forschungsansatz
2. Theoretische Ansätze & Modelle
Soziologie und Sozialforschung
Granovetter, 1973/83/85; Burt,1976/87/92; Valente, 1995/99;
Barabási, 2003, Rogers, 1962/2003
Lern- und Bildungsforschung
Siemens, 2004; De Laat, 2006/07; Stegbauer, 2009;
Strijbos&Weinberger, 2010
Kommunikations- und Medienforschung
Katz & Lazarsfeld, 1955; Troldahl, 1966; Rogers & Kincaid, 1981
1
2
3
|10
Network Analytics
3. MethodikMultimodalesEntitäten-Konzept(Carley,2003)
UnterteilungNetworkAnalytics(Borgatti,2007)
|11
Schlüsselkonzept im Bereich der Learning Analytics
3. Methodik
Extraktion relationaler Daten
Handhabung von EDM mit relationalen Methoden
Bewertung sozialer Interaktion
durch Klassifizierung von Netzwerkrollen und Positionen
Exploration relationaler Kontexte
durch Aufdeckung von Strukturen & Systematisierung
multimodaler Infrastrukturen
1
2
3
|12
Ein zentrales Lernmanagementsystem an sächsischen
Hochschulen und Universitäten mit vielseitigen kollaborativen
Instrumenten hohem Wachstum
Lernplattform Plattformanbieter
Diskussionsforen des Bildungsportal Sachsens (2005-2009)
4. Daten
(Bildquelle: J. Schwendel, BPS GmbH, 2009)
|13
4. Daten
Analyse von Wissensnetzwerken in der Bildungsforschung
|14
4. Daten
Datenextraktion und Exploration
Gesamtnetzwerk GCC Fokusgruppe
5.808 3.976 834
2.567 1.613 120
49.863 39.820 11.030
8.375 5.589 954
10.844 8.511 1.455
618 1 1
Min 1 1 1
Max 50 50 23 (50)
MW 4,5 5,3 1,7
Min 1 1 1
Max 149 149 98 (149)
MW 18,9 22,5 12,1
Min 1 1 1
Max 256 256 159 (256)
MW 4,6 4,7 7,6
Knoten (n)
Komponenten (Comp)
Verbindungen (l), einfach
Diversität Teilnehmer
(Div [U])
Diversität Diskussionsforen
(Div [F])
Teilnehmer (U)
Diskussionsforen (F)
Beiträge (W [U])
Anbindung / Intensität
(W [U/F])
|15
5. Ergebnisse und Interpretation
Topologie der Fokusgruppe
|16
Topologie der Kommunikationsrollen
5. Ergebnisse und Interpretation
|17
Emergente Netzwerkrollen und Positionen
5. Ergebnisse und Interpretation
|18
Emergente Netzwerkrollen und Positionen
5. Ergebnisse und Interpretation
|19
5. Ergebnisse und Interpretation
|20
5. Ergebnisse und Interpretation
|21
5. Ergebnisse und Interpretation
|22
5. Ergebnisse und Interpretation
|23
5. Ergebnisse und Interpretation
|24
Evolutionsprozesse im Wissensnetzwerk OPAL
5. Ergebnisse und Interpretation
|25
6. Implikationen
Topologie idealtypischer DiffusionsnetzwerkeHybridverteilteOrganisationsform
|26
6. Implikationen
Förderung kollaborativen Wissensmanagements
Vernetzung als Qualitätsindikator
|27
7.1 Zusammenfassung
Offenlegung des Einflusses sozialer Strukturierung
auch in (institutionalisierten) Wissensnetzwerken
Wechselwirkung von Eingebundenheit auf
Teilnehmerebene und Vernetzungspotential auf
Organisationsebene
Einsatz kollaborativer Technologie  Entwicklung
neuer Rollen und Funktionen  Beachtung bei
didaktischer Konzeption
|28
7.2 Fazit
»data-centric view of the world« (Siemens, 2012)
1
2
Weiterentwicklung und Implementierung von Learning
Analytics- und Academic Analytic-Instrumenten 
Mehrwert für Organisatoren zur Qualitätssicherung
Anwendung und Weiterentwicklung relationaler
Forschungsmethoden im Kontext der
Bildungsforschung
|29
Informations- und Wissenstransfer
in kollaborativen Lernsystemen
»Das Ganze ist mehr als
die Summe seiner Teile«
(Aristoteles [384 – 322 v. Chr.])
|30
Diese Arbeit wurde im Rahmen einer
kooperativen Promotion in Zusammenarbeit mit der
Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences
durchgeführt und durch das vom
Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanzierte Projekt
»Wissens- und Know-how-Transfer (SMWK)« gefördert.
|31
|32
Emergente Netzwerkrollen und Positionen
5. Ergebnisse und Interpretation

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Informations- und Wissenstransfer in kollaborativen Lernsystemen

  • 1. Informations- und Wissenstransfer in kollaborativen Lernsystemen Eine strukturelle und relationale Analyse über den Einfluss sozialer Organisationsstrukturen in Wissensnetzwerken am Beispiel der Lernplattform OPAL Fakultät Erziehungswissenschaften, Professur für Bildungstechnologie, Verteidigung der Dissertation Cathleen M. Stützer, 03. Dezember 2013
  • 2. |2 Danksagungen Betreuer der Arbeit: • Prof. Dr. Thomas Köhler, Professur für Bildungstechnologie, Direktor Medienzentrum, TU Dresden • Prof. Dr. Gerhard Thiem, Prorektor Forschung und Entwicklung, Direktor Institut für Technologie- und Wissenstransfer, Hochschule Mittweida Weitere Unterstützer: • Sven Morgner, Jens Schwendel & Team, BPS GmbH • Prof. Kathleen M. Carley (PhD), Carnegie Mellon University, Pittsburgh, USA & Prof. Jana Diesner (PhD), University of Illinois, Alberta, USA • Familie und Freunde
  • 3. |3 Überblick 1. Einführung 2. Theoretische Ansätze und Modelle 3. Methodik 4. Daten 5. Ergebnisse und Interpretation 6. Implikationen 7. Zusammenfassung und Fazit
  • 4. |4 Mediatisierung des sozialen Netzwerkes • kollaborative Verteilung und Nutzung von Information und Wissen im webbasierten Transfer  Schlüsselstrategie lebenslanges Lernen • Umgang mit kollaborativen Lehr- und Lernszenarien  Grundlage für den soziokulturellen Fortschritt in Bildungsforschung 1. Einführung Synergie-Effekte sozialer Interaktion
  • 5. |5 Analyse von Wissensnetzwerken im Bildungskontext 1.1 Forschungsansatz »Who (or what) is connected to whom (or what) by which channels in which time with what effects?« (erweitert nach Lazarsfeld et al.,1944; Lasswell,1948; Carley,2003)
  • 6. |6 Diffusion von Information in sozialen Systemen Lernparadigma des Konnektivismus Bildquelle: G. Siemens in »Knowing knowledge« (2006, S. 29)Bildquelle: C. Stützer in »Interpersonelle Kommunikation und lokale Identitäten« (2009, S. 3) »Social systems do not consist of people, also not of actions, but of communications therefore.« (Luhmann 1986: 269) Konnektivismus Transfer soziologischer Netzwerktheorien in Bildungskontext 1.2 Motivation
  • 7. |7 Eruierung sozialer Organisationsstrukturen 1.3 Zielsetzung Relationaler Erklärungsansatz für (potentiellen) Informations- und Wissenstransfer Extraktion und Exploration relationaler Informationen im Wissensnetzwerk (Wirkungsgrad/ Entwicklungspotential) Konzeptionalisierung sozialer Einflussfaktoren kollaborativen Wissensmanagements Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung (soziotechnischer) Infrastrukturen
  • 9. |9 Interdisziplinärer Forschungsansatz 2. Theoretische Ansätze & Modelle Soziologie und Sozialforschung Granovetter, 1973/83/85; Burt,1976/87/92; Valente, 1995/99; Barabási, 2003, Rogers, 1962/2003 Lern- und Bildungsforschung Siemens, 2004; De Laat, 2006/07; Stegbauer, 2009; Strijbos&Weinberger, 2010 Kommunikations- und Medienforschung Katz & Lazarsfeld, 1955; Troldahl, 1966; Rogers & Kincaid, 1981 1 2 3
  • 11. |11 Schlüsselkonzept im Bereich der Learning Analytics 3. Methodik Extraktion relationaler Daten Handhabung von EDM mit relationalen Methoden Bewertung sozialer Interaktion durch Klassifizierung von Netzwerkrollen und Positionen Exploration relationaler Kontexte durch Aufdeckung von Strukturen & Systematisierung multimodaler Infrastrukturen 1 2 3
  • 12. |12 Ein zentrales Lernmanagementsystem an sächsischen Hochschulen und Universitäten mit vielseitigen kollaborativen Instrumenten hohem Wachstum Lernplattform Plattformanbieter Diskussionsforen des Bildungsportal Sachsens (2005-2009) 4. Daten (Bildquelle: J. Schwendel, BPS GmbH, 2009)
  • 13. |13 4. Daten Analyse von Wissensnetzwerken in der Bildungsforschung
  • 14. |14 4. Daten Datenextraktion und Exploration Gesamtnetzwerk GCC Fokusgruppe 5.808 3.976 834 2.567 1.613 120 49.863 39.820 11.030 8.375 5.589 954 10.844 8.511 1.455 618 1 1 Min 1 1 1 Max 50 50 23 (50) MW 4,5 5,3 1,7 Min 1 1 1 Max 149 149 98 (149) MW 18,9 22,5 12,1 Min 1 1 1 Max 256 256 159 (256) MW 4,6 4,7 7,6 Knoten (n) Komponenten (Comp) Verbindungen (l), einfach Diversität Teilnehmer (Div [U]) Diversität Diskussionsforen (Div [F]) Teilnehmer (U) Diskussionsforen (F) Beiträge (W [U]) Anbindung / Intensität (W [U/F])
  • 15. |15 5. Ergebnisse und Interpretation Topologie der Fokusgruppe
  • 16. |16 Topologie der Kommunikationsrollen 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 17. |17 Emergente Netzwerkrollen und Positionen 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 18. |18 Emergente Netzwerkrollen und Positionen 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 19. |19 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 20. |20 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 21. |21 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 22. |22 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 23. |23 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 24. |24 Evolutionsprozesse im Wissensnetzwerk OPAL 5. Ergebnisse und Interpretation
  • 25. |25 6. Implikationen Topologie idealtypischer DiffusionsnetzwerkeHybridverteilteOrganisationsform
  • 26. |26 6. Implikationen Förderung kollaborativen Wissensmanagements Vernetzung als Qualitätsindikator
  • 27. |27 7.1 Zusammenfassung Offenlegung des Einflusses sozialer Strukturierung auch in (institutionalisierten) Wissensnetzwerken Wechselwirkung von Eingebundenheit auf Teilnehmerebene und Vernetzungspotential auf Organisationsebene Einsatz kollaborativer Technologie  Entwicklung neuer Rollen und Funktionen  Beachtung bei didaktischer Konzeption
  • 28. |28 7.2 Fazit »data-centric view of the world« (Siemens, 2012) 1 2 Weiterentwicklung und Implementierung von Learning Analytics- und Academic Analytic-Instrumenten  Mehrwert für Organisatoren zur Qualitätssicherung Anwendung und Weiterentwicklung relationaler Forschungsmethoden im Kontext der Bildungsforschung
  • 29. |29 Informations- und Wissenstransfer in kollaborativen Lernsystemen »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile« (Aristoteles [384 – 322 v. Chr.])
  • 30. |30 Diese Arbeit wurde im Rahmen einer kooperativen Promotion in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences durchgeführt und durch das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanzierte Projekt »Wissens- und Know-how-Transfer (SMWK)« gefördert.
  • 31. |31
  • 32. |32 Emergente Netzwerkrollen und Positionen 5. Ergebnisse und Interpretation