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GUTE VORSÄTZE
FÜRS NEUE JAHR.
LebenszeitenAusgabe 01/2017 • Nr. 49
wenn Mustafa dieser Tage als Fahrradkurier über die
Nordbahntrasse braust, ist er mit seinen Gedanken in
Syrien. Bei seiner Familie, die in einem Vorort von Idlib
eingekesselt ist. Bei seinem Großvater, der Diabetiker
ist und keine Medikamente mehr bekommt. Bei seinem
Onkel in Damaskus, der seine Frau und seine Kinder
in Idlib zurücklassen musste.
Allerdings ist der verzweifelte und besorgte Mustafa
mit großen Gaben gesegnet: mit Optimismus und Humor,
einer zupackenden Art und dem festen Willen,
das Beste aus seinem Leben zu machen.
Ein realistischer Vorsatz für uns alle im neuen Jahr könnte
sein, etwas mehr auf die zuversichtlichen Stimmen in
uns zu hören. Zu diesem Perspektivwechsel lädt auch
Dr. h. c. Peter H. Vaupel mit einer kleinen Geschichte ein.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Wuppertaler
Sparkasse erzählt sie uns in diesem „Auf den Weg
gegeben“.
Selbstverständlich kann es niemals darum gehen, die
Augen vor dem Leid, den Problemen, vor dem, was
einfach nicht stimmt, zu verschließen. Ganz im Gegenteil:
Wir möchten in dieser Ausgabe dazu anregen, sich in
guten Zeiten Gedanken darüber zu machen, wie es sein
soll, wenn es uns einmal nicht mehr so gut geht.
Liebe
Leserinnen,
liebe Leser,
Nicht den Tod sollte man fürchten,
sondern dass man nie beginnen wird,
zu leben.
Marcus Aurelius
LZ 01/17 | 3
Testament,
Vorsorgevollmacht,
Patientenverfügung,
Bestattungsvorsorge: All
das erinnert uns an unsere
eigene Endlichkeit, an die
Zerbrechlichkeit des
Lebens. Möglicherweise
lebt es sich aber besser,
wenn wir diese
„Angelegenheiten“
beizeiten regeln, so gut
es eben möglich ist. Thomas Isenberg vom
Bergischen Betreuungsverein und unsere Koordinatorin
Christine Bode geben uns wertvolle Hinweise dazu.
Bleibt mir noch, Ihnen mitzuteilen, dass „Lebenszeiten“
künftig nur noch zweimal im Jahr erscheinen wird. Der
Vorstand musste diese Entscheidung aus finanziellen
Gründen treffen. Nur noch zweimal im Jahr? Auch
das eine Frage der Perspektive. Ich freue mich, Ihnen
mitteilen zu können, dass der Verein „Lebenszeiten“
trotzt knapper Kasse weiterhin regelmäßig in ein
Medium investiert, das Ihnen – wie wir hoffen –
Freude bereitet und interessante Impulse gibt.
Geht doch mit dem Perspektivwechsel!
Ich wünsche Ihnen ein schönes,
friedliches und erfülltes Jahr 2017!
Herzlichst
Das, was wir Tod nennen,
ist in Wahrheit der Anfang des Lebens.
Thomas Carlyle
LZ 01/17 | 4
INHALT
An unsere Leserinnen und Leser	2
GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR
Im Gespräch
Thomas Isenberg über Patientenverfügung	 6
Patientenverfügung – Schritt für Schritt	9
Vier Fragen an Dr. Stefan Kühn	10
Buchtipp
Matthias Thöns: Patient ohne Verfügung.
Das Geschäft mit dem Lebensende.	 12
AUS VEREIN UND NETZWERK
Erstqualifizierung für neue
Hospizbegleiterinnen und -begleiter	14
Abschluss Befähigungskurs
(Stimmen von Teilnehmern-
und Teilnehmerinnen)	16
Trauer beginnt im Abschied	19
Meditatives Bogenschießen	20
Monika Schneider	21
Termine	27
AUF DEN WEG GEGEBEN ...
von Dr. h. c. Peter H. Vaupel	24
Wird’s besser?
Wird’s schlimmer?
Fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich.
Erich Kästner
Thomas Isenberg.
Als Mitarbeiter des Bergischen
Betreuungsvereins unterstützt er in
Wuppertal volljährige Menschen,
die ihre für die Bewältigung des Alltags
erforderlichen Angelegenheiten ganz
oder teilweise nicht mehr selbst
besorgen können.
Das Interview führten Astrid und Joachim Schau.
Es gibt erfülltes Leben
trotz vieler unerfüllter Wünsche.
Dietrich Bonhoeffer
Herr Isenberg, Sie sind Diplomsozialarbeiter und
stehen Menschen mit psychischen, körperlichen
oder geistigen Krankheiten als Betreuer zur Seite.
Was leitet Sie bei Ihrer Arbeit?
Thomas Isenberg: Zurzeit betreue ich 40 Menschen mit
ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen, Hinter-
gründen und Vorstellungen. Meine oberste Maxime –
und das ist auch vom Gesetzgeber so gewollt: der Wille
des Betreuten steht an erster Stelle. Ich bemühe mich,
soweit es möglich ist, die Wünsche der Betroffenen zu
erfüllen.
Der Staat will und soll sich so wenig wie möglich in die
Privatsphäre seiner Bürgerinnen und Bürger einmischen.
Die richterlich angeordnete Betreuung ist also eine ultima
ratio. Den überwiegenden Teil der Betreuungen überneh-
men Ehrenamtliche, die zu 95 Prozent aus dem persön-
lichen Umfeld des Betreuten stammen. Neben den
Betreuerinnen und Betreuern, die im Bergischen
Betreuungsverein und in konfessionellen Einrichtungen
angestellt sind, gibt es in Wuppertal etwa 60 Freiberufler.
Je verschiedenartiger die Gesellschaft wird und je mehr
sich traditionelle Familienstrukturen auflösen, desto mehr
wird der Bedarf an professionellen Betreuern wachsen.
Tritt der Ernstfall – beispielsweise in Form eines
Schlaganfalls – ein, ist es zu spät, die Dinge selbst
zu regeln. Was kann der oder die Einzelne in gesun-
den Tagen tun?
Thomas Isenberg: Mit einem umfassenden Vorsorge-
check ist man gut auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Paare können festlegen, was passieren soll, wenn es
einem Partner schlecht geht. Neben eherechtlichen
Verträgen schafft eine Vorsorgevollmacht oder
Betreuungsverfügung Sicherheit. Damit erspart man
sich in Zeiten, in denen man sich um einen geliebten
Menschen sorgt, eine Menge bürokratischen Aufwand.
Selbstverständlich sollte man eine Person nur dann
bevollmächtigen, wenn man ihr hundertprozentig
vertraut.
Mit der Vorsorgevollmacht wäre also der erste
Schritt im Vorsorgecheck getan. Was folgt dann?
Thomas Isenberg: Man sollte den Bevollmächtigten oder
Betreuer mit der Frage, was in der Sterbephase zu tun
ist, nicht alleine lassen.
LZ 01/17 | 7
Je detaillierter in einer Patientenverfügung geklärt
wird, welche Maßnahmen der oder die Betroffene
wünscht und welche er ablehnt, desto besser kann
seinem Wunsch entsprochen werden. Es ist wichtig,
die Patientenverfügung regelmäßig zu überprüfen,
da sich die Einstellungen ändern können. Je zeitnäher
die Verfügung ist, für umso verbindlicher wird sie
genommen. Ich habe auch schon gemeinsam mit
einzelnen Klienten eine Patientenverfügung erarbeitet.
Eine tragfähige Verfügung aufzusetzen, erfordert eine
große kognitive Leistung. Ich rate Laien in jedem Fall,
sich fachkundig beraten zu lassen. In meiner beruflichen
Praxis hier in Wuppertal habe ich allerdings noch nie
erlebt, dass ein Richter eingreifen musste, weil es unter-
schiedliche Auslegungen einer Patientenverfügung gab.
Benötigt ein Mensch dauerhaft Unterstützung,
gilt für die Beziehung von Betroffenem und
Betreuer „bis, dass der Tod euch scheidet …“
Thomas Isenberg: Ja, tatsächlich haben wir im
Verein etwa zwei Todesfälle im Monat. Mit diesem
Moment des Abschiednehmens ist für uns die
berufliche Beziehung zu Menschen, die wir mitunter
seit Jahrzehnten begleiten, abgeschlossen. Ich bin
froh, wenn es mir zu Lebzeiten der Person gelungen
ist, eine vernünftige Bestattungsvorsorge zu initiieren.
Ist nichts geregelt, kommt das Ordnungsamt und
veranlasst die denkbar billigste Bestattung. Das ist
sehr trostlos. Deshalb empfehle ich allen Leserinnen
und Lesern als letzten Teil des Vorsorgechecks eine
Bestattungsvorsorge. Es lebt sich einfach besser,
wenn die letzten Dinge geregelt sind.
SEIN TIPP:
Wie wäre es zum Jahresbeginn
mit einem Vorsorgecheck?
Der Jahresanfang drängt uns oft dazu, uns
neu zu sortieren und unsere Ziele und Pläne
für das neue Jahr zu bestimmen. Vielleicht
steht bei dem Einen oder Anderen auch
das Erstellen einer Patientenverfügung ganz
oben auf der persönlichen Liste. Auf geht’s…
PATIENTENVERFÜGUNG.
SCHRITT FÜR SCHRITT.
Im Juli 2016 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass
eine Patientenverfügung (im Sinne des §1901a Absatz 1 des
BGB) nur dann Berücksichtigung findet, wenn sie konkrete
Entscheidungen des Betroffenen über die Einwilligung oder
Nichteinwilligung in bestimmte, noch nicht bevorstehende
ärztliche Maßnahmen enthält.
Das hat zu großer Verunsicherung bei vielen Menschen
geführt, die schon im Vorfeld eine Patientenverfügung
verfasst haben. Wir hören in Beratungen zu dem Thema
oft die Fragen: Gilt meine Verfügung jetzt nicht mehr?
Muss ich jetzt eine neue Verfügung erstellen? Die Antwort
lautet: nein – nicht grundsätzlich. Aber jeder ist gefordert,
sich seine Patientenverfügung nochmal genau anzusehen.
Mit seinem Urteil hat der Bundesgerichtshof für mehr
Klarheit gesorgt. Künftig gilt die bloße Erklärung, ein
Patient wünsche keine lebenserhaltenden Maßnahmen,
nicht mehr als klare Willensbekundung. Vielmehr muss
genau benannt werden, in welcher Situation welche
Behandlung vorgenommen oder
unterlassen werden soll.
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	Parallel zur Patientenverfügung empfiehlt es sich,
zugleich auch eine Vorsorgevollmacht auszustellen.
Darin legen Menschen eine bestimmte Person fest,
welche die Entscheidungen für sie trifft, wenn sie
nicht mehr selbst dazu in der Lage sind.
	Bei der Erstellung der Patientenverfügung hilft eine
fachkundige Beratung, beispielsweise durch einen
Arzt oder einen Hospizdienst. Dort können sich
Vorsorgende über die Konsequenzen ihrer Verfügung
informieren und erhalten Hinweise, welche Formulierungen
in das Dokument aufgenommen werden sollten.
	Sowohl die Patientenverfügung als auch die Vorsorge-
vollmacht müssen jeweils mit Datum und Unterschrift
versehen sein. Beide sollten außerdem regelmäßig über-
prüft und aktualisiert werden, um zu signalisieren, dass
sie noch immer dem Willen des Patienten entsprechen.
	Die unterschriebenen Dokumente können bei den jeweils
zuständigen Zentralregistern (z.B. Bundeszentralregister
Willenserklärung der Deutschen Stiftung Patientenschutz,
Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR))
hinterlegt werden. Zudem ist es ratsam, den Hausarzt zu
informieren und eine Informationskarte bei sich zu tragen,
mit der auf die Verfügungen hingewiesen wird. Auch der
Bevollmächtigte sollte eine Kopie der Verfügungen erhalten.
Die Koordinatorinnen des Hospizdienstes Lebenszeiten
Wuppertal e.V. sind mit diesem Thema vertraut und
halten sich auf dem Laufenden. Wir halten aktuelle
Vorsorgemappen bereit und beraten Sie gerne kostenfrei.
Informationen und Termine in der Geschäftsstelle
unter Telefon 0202 – 459 88 19	
Christine Bode
LZ 08/16 | 10
Grundsätzlich ist zu beachten:
VIER
FRAGEN
AN…
Wie möchten Sie sterben?
Ich möchte mich bewusst
verabschieden können und
dann ohne Schmerzen
sterben.
Welche Fähigkeit möchten
Sie bis zum letzten Moment
behalten?
Ich möchte mich bewegen
können und nicht an das
Bett gefesselt sein.
Welchen bereits verstorbenen
Menschen vermissen Sie?
Ich vermisse einige Menschen.
Darunter meine Oma. Eine Frau
mit kleiner Bildung und einem
großen Herzen. Eine Arbeiter-
frau mit beiden Beinen im
Leben, die sich für andere
eingesetzt hat. Sie verkörperte
rheinische Lebensfreude und
kölsche Mentalität. Für mich
ist sie ein Vorbild.
Mit welchem Gefühl sehen
Sie auf Ihr bisheriges Leben?
Zu jedem Leben gehören
Fehler, Niederlagen und
Schicksalsschläge. Nichts-
destotrotz blicke ich glücklich
und dankbar zurück. Ich konnte
in Frieden und Freiheit sowie
ohne Not leben. Und ich kann
mich gemeinsam mit vielen
anderen für die Menschen in
meiner Heimatstadt Wuppertal
einsetzen. Damit ist für mich ein
Traum in Erfüllung gegangen.
Dr. Stefan Kühn,
Sozialdezernent
der Stadt Wuppertal
Matthias Thöns:
Patient ohne Verfügung. Das
Geschäft mit dem Lebensende.
Buchempfehlung
Umfragen ergeben immer wieder, dass die
meisten Menschen sich wünschen, in ihrer
vertrauten häuslichen Umgebung zu sterben.
Die Realität sieht anders aus, gerade schwer-
kranken Menschen bleibt dies oft verwehrt.
Mit zahlreichen erschreckenden Fallbeispielen beschreibt
der Autor die Leidenswege schwerkranker Menschen, die
durch aufwändige Operationen und teure Therapien oft
am Sterben gehindert und über Jahre künstlich am Leben
erhalten werden. Obwohl keine Aussicht auf Heilung
besteht, werden die Patienten „teilweise sogar gegen
ihren Willen mit sündhaft teuren, oft überflüssigen und
äußerst belastenden Therapien“ gequält.
Schonungslos rechnet Thöns mit seinem Berufsstand
ab und stellt gängige Praxis in den Kliniken dar. Herz-
versagen, Krebstherapie, Dialyse, Wachkoma, künst-
liche Ernährung, Thöns lässt kein Gebiet aus, um die
Dimensionen der Apparatemedizin zu verdeutlichen.
Das Gesundheitssystem in Deutschland hat einen hohen
Standard, der sich auf diese Weise ins Gegenteil verkehrt.
Die Würde der Patienten, ihre Lebensqualität, ihre fami-
liären Bindungen geraten dabei aus dem Blick. Thöns ist
seit Langem Palliativarzt. Nicht selten kann er erst tätig
werden, wenn die Patienten buchstäblich am Ende sind.
Er beschreibt aber auch Fälle, in denen dank palliativer
Versorgung Menschen ihre letzte Lebensphase schmerz-
frei, würdevoll und in liebevoller Versorgung verbringen
können, was mit bereichernden Erfahrungen für Patienten
und Angehörige/Freunde verbunden ist. Und der Preis
dafür ist in der Regel nicht, wie von Ärzten oft angedroht,
eine Verkürzung der Lebenszeit.
Für die beschriebenen Fälle vergleicht der Autor in frap-
pierender Weise die Kosten für Operationen, Therapien,
stationäre Behandlung, die in der Regel von den
Krankenkassen fraglos getragen
werden, mit den Kosten für am-
bulante palliative Versorgung,
die einen verschwindend geringen
Anteil der erstgenannten Kosten
ausmachen.
Thöns analysiert auch die Fehl-
entwicklungen im Gesundheits-
wesen: Orientierung an öko-
nomischen Interessen, Abrech-
nungssysteme, die stationäre
Behandlung begstigen, Fehlanreize
durch Bonusvereinbarungen,
explodierende Medikamentenkosten … Die Analyse
ist erschreckend und hoffentlich aufrüttelnd.
In diesem Prozess bleiben gewissenhafte Beratung des
Patienten und die Achtung seines Willens oftmals auf
der Strecke. Einen Grund dafür sieht der Autor auch bei
den Menschen, die die Auseinandersetzung mit dem
eigenen Tod scheuen. Thöns ermutigt sie mit seinen
Erfahrungen der Begleitung Sterbender. Eindringlich
appelliert er an die Leser, eine Patientenverfügung zu
verfassen, was leider immer noch viel zu wenig gemacht
wird. Ebenso wichtig ist es aber auch, Angehörige oder
Freunde zu fragen, die im Ernstfall den Patientenwillen
einfordern. Weiterhin ermutigt Thöns die Leser, vor
Operationen und Therapien eine Zweitmeinung
einzuholen, was inzwischen von den Krankenkassen
getragen wird. Im Anhang des Buches befindet sich
sein Vorschlag für eine ausführliche Patientenverfügung
und Vorsorgevollmacht.
Ein absolut mutiges Buch, ein interessantes und
gut verständliches, mitunter aber auch belastendes
und erschreckendes Buch. Und einmal mehr
ein Aufforderung, sich mit der eigenen Endlichkeit
auseinanderzusetzen. mrö
LZ 01/17 | 12 LZ 01/17 | 13
AUS VEREIN
UND NETZWERK
Der Hospizdienst Lebenszeiten
Wuppertal e.V. begleitet im Jahr
zwischen 70 und 100 Menschen
bis zu ihrem Tod. Die Begleiter
setzen ihre freie Zeit ein, um
Menschen zu helfen, ihre letzte
Lebensphase würdevoll zu gestalten,
und stellen sich dabei ganz auf ihre
Bedürfnisse ein. Damit entlasten sie
auch die pflegenden Angehörigen
und Freunde.
Für diese dankbare und anspruchsvolle Aufgabe
werden Menschen gesucht, die eine offene,
zugewandte, lebensbejahende Grundhaltung
gegenüber Menschen in ihren ganz indivi-
duellen Lebenssituationen mitbringen.
Der Kurs 2017 wird nach den Sommerferien,
voraussichtlich Anfang September, beginnen.
LZ 08/16 | 15
ERSTQUALIFIZIERUNG
FÜR NEUE HOSPIZ-
BEGLEITERINNEN
UND -BEGLEITER
INTERESSE
Wenn Sie Interesse haben, melden Sie
sich gerne bei den Koordinatorinnen
in der Geschäftsstelle unter
Tel.: 0202 – 459 88 19 oder
info@hospizwuppertal.de.
LZ 01/17 | 14 LZ 01/17 | 15
Dank der sowohl
professionellen und kom-
petenten als auch herzlichen und
empathischen Anleitung durch die
Koordinatorinnen fühle ich mich nach
dem Kurs mental sehr gut vorbe-
reitet, um in eine Begleitung zu gehen. Der
Austausch mit Ihnen und den anderen
Teilnehmern hat mir aber nicht nur für die
Tätigkeit sehr viel gegeben, sondern
auch die Sicht auf manche Dinge
des Alltags verbessert. 
Viktoria Förster
Ich habe in diesem Befähigungs-
kurs vor allem erfahren, dass das
Sterben genauso komplex wie das Leben
ist. Ich habe viel wertvolles Rüstzeug mit
auf den Weg bekommen, um professionell
handeln zu können, aber auch das Vertrauen
gewonnen, dass es oft sehr viel sein kann,
einfach nur da zu sein. Und nicht zuletzt habe ich
mich in unserer Ausbildungsgruppe und
mit den Koordinatorinnen  gut aufgehoben
und sehr wohl gefühlt.
Udo Kammler
DAS EINZIG WICHTIGE IM LEBEN
SIND DIE SPUREN VON LIEBE,
DIE WIR HINTERLASSEN,
WENN WIR WEGGEHEN.
D u r c h
den Befähigungskurs
ist mir noch mehr bewusst
geworden, wie wichtig und wertvoll es
ist, jedem Menschen unvoreingenommen,
wertschätzend und achtungsvoll gegenüber
zutreten. Dies ist etwas, was jeder schwerkranke
oder sterbende Mensch verdient hat. Jeder Mensch
trägt eine Welt in sich, die einzigartig ist und die es
verdient hat, beachtet und respektiert zu werden.
In den Kurstagen herrschte eine sehr schöne Atmos-
phäre, liebevoll gestaltet von den Koordinatorinnen,
mit sehr guten Referentinnen und Referenten und
immer auch getragen von der sehr harmonischen
Stimmung zwischen den Kursteilnehmerinnen
und Kursteilnehmern. 
Der Kurs hat mir
mein Verhältnis zur Zeit
noch einmal sehr bewusst
gemacht: Wie wichtig es ist, ein-
fach da zu sein und zu versuchen
zu spüren, was jetzt gerade wichtig
und richtig ist – in der Begegnung
mit Sterbenden und im Leben
überhaupt.
Steffen Tschuschke
Hanne
Münch
Albert Schweitzer
LZ 01/17 | 16 LZ 01/17 | 17
Magdalene Wächter
Der Befähigungskurs
2016 hat etwas in mir verändert.
Seitdem ich mein Leben immer mal
wieder von seinem Ende her betrachte, ändert
auch mein Denken seine Richtung. Der Wechsel
meiner Perspektive und Sichtweise wirft mich auf mich
selbst zurück – ein Anstoß zum kritischen Überprüfen
meiner Werte.
Es war mir möglich, Wahrhaftigkeit, mit allem, was mich als
Mensch ausmacht, in diesem Kurs zu leben, weil ich mich als
Mensch angenommen und respektiert fühlte. Eine sehr schöne
und mich bereichernde Erfahrung. Für meine zukünftigen
Begleitungen fühle ich mich sehr gut vorbereitet. Ein weiterer
sehr schöner Nebeneffekt der gemeinsamen Ausbildung
war, dass ich sehr aufgeschlossenen, liebenswerten
Menschen begegnen durfte. „Vertrauen ist die
leiseste Form von Mut“, dieser Satz fällt mir
gerade dazu ein, leider ist mir unbekannt, wer
ihn so treffend formulierte. 
Den Befähigungs-
kurs zur Hospizhelferin mit
seinen Themenschwerpunkten unter
der qualifizierten und einfühlsamen
Leitung der Koordinatorinnen und der
Referentinnen/Referenten habe ich in einer
harmonisch-stimmigen Gruppe erleben dürfen.
Er hat mir viel wertvolles Wissen gebracht und
mich gestärkt es hinzunehmen: Das Sterben
ist ein Teil des Lebens. Mit diesem Vertrauen
möchte ich schwerkranke, sterbende Menschen
ein Stück mit auf ihrem letzten Weg begleiten.
Marie Silbersiepe
Wir haben im Frühsommer dieses Jahres
eine Fortbildung (65 Unterrichtseinheiten)
zu diesem Thema für die Hospizbegleiter
angeboten. Ziel war die Auseinandersetzung
mit der Trauer im Begleitungsprozess und
die Erweiterung der Fähigkeiten im Umgang
mit den betroffenen Menschen und ihren
Angehörigen.
TRAUER BEGINNT
IM ABSCHIED
Der Referent Thomas Schmidt hat die Teilnehmer behutsam
bei ihren eigenen Erfahrungen mit Verlusterlebnissen
abgeholt und sie sehr kompetent durch die verschiedenen
Themenbereiche geführt. Dazu gehören unter anderen:
die eigene Trauer – Selbstbetroffenheit, „Vorschuss-Trauer“
– die Trauer im Sterbeprozess, Frauentrauer – Männertrauer,
Verhaltensauffälligkeiten, Eindrücke und der individuelle
Ausdruck der Trauer jedes einzelnen Menschen.
Die Teilnehmer konnten viele gute Hinweise und
Erfahrungen aus dem Seminar mitnehmen und einige von
ihnen wollen in Zukunft bei der Trauerarbeit innerhalb des
Vereins unterstützen. Ein schöner Gewinn für alle Seiten.
Christine Bode
LZ 01/17 | 18 LZ 01/17 | 19
MEDITATIVES
BOGENSCHIESSEN
Am 17.09.2016 waren wir mit Gudrun Schmitz,
Trainerin meditatives Bogenschießen verabredet.
Frau Schmitz hat uns zunächst erläutert, worum es
bei dem meditativen Bogenschießen geht: „Der inneren
Ausrichtung bewusst Aufmerksamkeit zukommen zu
lassen, ist der Ansatz des Meditativen Bogenschießens.
Inneres Ungleichgewicht, zu viel Nachgiebigkeit,
Überspanntheit u.ä. spiegeln sich nicht selten auch
in der Haltung beim Bogenschießen. Sich in diesem
Rahmen selbst im Spannungs-Bogen wahrzunehmen
und zu reflektieren, kann wohltuend und heilsam sein.
Also haben wir uns daran gemacht, das Ziel in den Blick
zu nehmen, den Bogen nicht mehr zu überspannen.
Jede/r von uns hat sich selbst neu wahrgenommen
und war überrascht, wie gut die Übungen nach einer
Weile gelungen sind.
Die wunderbare Umgebung und das herrliche Spät-
sommerwetter haben zu einem entspannten Tag bei-
getragen, der uns alle begeistert hat. Christine Bode
-Wohnhaus Edith Stein
Meckelstr. 106
42287 Wuppertal-Barmen
Tel. 02 02 / 57 40-0 . Fax 02 02 / 57 40-5 09
www.cbt-gmbh.de
Caritas-Betriebsführungs - und Trägergesellschaft mbH
Leben im Alter in Geborgenheit und Würde
ü Alten- und Pflegeheim
ü Wohnen mit Service
ü Kurzzeitpflege
vorübergehendes Wohnen
ü Hausgemeinschaften
Es gibt zur zwei Arten
zu leben. Entweder
so als wäre nichts ein
Wunder oder so als
wäre alles ein Wunder.
Albert Einstein
Frau Monika Schneider hat nach dreijähriger
Mitarbeit unseren Verein verlassen. Ein abgeschlos-
senes Psychologiestudium hat ihr neue berufliche
Perspektiven eröffnet. Sie hat als Koordinatorin
gute Arbeit geleistet und den Verein in seiner
Weiter-entwicklung tatkräftig unterstützt. Neben
ihren Hauptaufgaben, der Ausbildung, dem fachlich
richtigen Einsatz und der Begleitung unserer ehren-
amtlichen Hospizhelferinnen und -helfer, hat sie sich
in besonderer Weise im Projekt „Hospiz macht
Schule“ engagiert. Dieses Projekt wurde gemeinsam
mit dafür speziell ausgebildeten ehrenamtlichen
Hospiz-helferinnen in einer Wuppertaler Grundschule
erprobt und kann jetzt erfolgreich fortgesetzt werden.
Sie brachte Ideen ein, wie die Arbeit zum Wohle der
zu begleitenden Sterbenden und deren Zugehörigen
im häuslichen Bereich oder im Heim noch verbessert
werden könnte. Da die Zusammenarbeit mit
Wuppertaler Alten- und Pflegeheimen zu Beginn
ihrer Tätigkeit noch verstetigt und auf eine solide
fachliche Basis gebracht werden musste, ist ihr auch
in dieser Hinsicht für ihre aktive Mitarbeit zu danken.
Wir wünschen Frau Schneider alles Gute und
viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe. jsc
MONIKA SCHNEIDER
Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung richtet sich an
schwerst kranke Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung
und begrenzter Lebens erwartung. Sie soll ihre Lebensqualität
und Selbstbestimmung so weit wie möglich erhalten, fördern
und verbessern, um ihnen ein würdiges Leben bis zum Tod in
ihrer vertrauten häuslichen Umgebung, in stationären Pflege
einrichtungen und auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe
zu ermöglichen. Die SAPV arbeitet eng mit den betreuenden
Haus- und Fachärzten vor Ort zusammen.
Was ist SAPV?
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Bertolt Brecht
von Dr. h. c. Peter H. Vaupel
Dr. h. c. Peter H. Vaupel verbrachte sein
ganzes Berufs-leben bei der Sparkasse,
zuletzt als Vorsitzender des Vorstands.
Mit welchen Vorsätzen ist er 2014 in
den Ruhestand gegangen und wie ist
ihm der Neuanfang gelungen?
Nach einem mehr als ausgefüllten Arbeitsleben bin ich
vor einiger Zeit in den, wie man so sagt, wohlverdienten
Ruhestand getreten. Ein Schritt, den ich gut vorbereitet
hatte, denn wer will schon in ein tiefes Loch fallen.
In diesen Tagen habe ich mir noch einmal die Briefe
zu meiner Verabschiedung durchgelesen und mir die
Frage gestellt, was ich denn aus den guten, wohlgemein-
ten Ratschlägen gemacht habe, Ratschläge wie „Geben
Sie jetzt Ihrem Leben einen veränderten Inhalt und
widmen Sie sich den angenehmen Seiten des Daseins“
und „Erhalten Sie sich stets die Freude am Leben und
nehmen Sie Anteil an ihrer Schönheit und Fähigkeit“
und viele Ratschläge mehr.
AUF DEN WEG
GEGEBEN ...
Naja, all diese Hinweise habe ich nicht wirklich umgesetzt,
doch eine Geschichte begleitet mich durchs Leben. Und da
wir am Jahresanfang stehen, möchte ich allen Leserinnen
und Lesern diese Geschichte ans Herz legen.
Der schwarze Punkt
Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug
einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das
Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten
zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf, die Seite
umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller
gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der
Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes: „Ich
möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“
Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.
Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten
ein und begann, sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne
Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben –
seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum,
sein Größenverhältnis zum Papier etc.
LZ 01/17 | 24
Nun lächelte der Professor und sagte: „Ich wollte Ihnen
eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat
etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben.
Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und
das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein
weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genie-
ßen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen
Flecken.
Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und
Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer
einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden
Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns
eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag
sehen… Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken
konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der
Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem
Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund
usw.
Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu
allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind
diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten
Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße
Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen
Momente in ihrem Leben und teilen Sie es mit anderen
Menschen!
	
Sei du selbst die Veränderung,
die du dir wünschst für diese Welt.
Mahatma Gandhi
Termine
LZ 08/16 | 27
Benefizkonzert der Gruppe Klez  More
mit dem Programm „Lebenszeiten“
Café Lebenszeiten
Trauerspaziergang
Es wird einen Wechsel von Klezmermusik, Swing,
Dixieland und literarischen Texten zu dem Thema des
Programms geben – gelesen von Elisabeth Verhoeven.
Der Eintritt ist frei! Die Musiker spielen für Lebenszeiten e.V.
Termine:	 Jeden 1. Donnerstag im Monat
	 17 bis 18:30 Uhr
Ort: 	 Café für Trauernde in der Färberei, 	
	 Peter-Hansen-Platz 1 (1. Etage, Raum 2),
	 42275 Wuppertal	
Termine:	 Jeden 3. Mittwoch im Monat
	 14:30 Uhr
Treffpunkt: 	 Hardt, Botanischer Garten,
	 Elisenturm (Buslinie 643)
	 Die Geschäftsstelle informiert Sie gerne:
	 0202 / 4598819	
Termine:	 am 05. März 2017 um 17 Uhr 	
Ort: 	 Auferstehungskirche
	 Bergischer Ring 31, 42113 Wuppertal
Unser Angebot
•	 Begleitung schwer-
kranker und sterbender
Menschen sowie ihrer
Angehörigen
•	 Individuelle Beratung
in Krisensituationen
•	 Informationen u. a.
zu Möglichkeiten
der Schmerztherapie,
Palliativpflege und
Patientenverfügung
•	 Trauerbegleitung
für Einzelne
•	 Befähigungskurse
für Ehrenamtliche
Impressum
«Lebenszeiten» wird herausgegeben vom ambulanten Hospiz-
und Palliativberatungsdienst Lebenszeiten Wuppertal e.V.
•	Redaktion: Monika Röttgers (mrö), Astrid Schau (asc),
Joachim Schau (jsc)
• 	Fotos: Harald Beckmann, bergische-gartenarche.org,
Antonia Dinnebier, Simone Falk-Meding, Kurt Feisel,
Joachim Schau, TomLuther Photography
•	 Verantwortlich: Astrid Schau
•	 Gestaltung: Till Kiel
•	 Druck: Druckerei Halm
• 	Auflage: 4000 Stück
Bürozeiten: montags bis
freitags von 9 bis 12 Uhr
Schusterstraße 1
Tel.:	 0202 / 4 59 88 19
Fax.:	 0202 / 7 58 55 45
info@hospizwuppertal.de
Auf unserer Homepage finden Sie ausführliche
Informationen zu unserem Verein:
Sprechen Sie uns an,
wenn Sie ...
•	 unsere Hilfe brauchen
•	 mehr über Hospizdienst
erfahren möchten
•	 sich für eine Mitarbeit
bei uns interessieren
•	 uns ideell oder materiell
unterstützen wollen.
www.hospizwuppertal.de

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Lebenszeiten Ausgabe Januar 2017

  • 1. GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR. LebenszeitenAusgabe 01/2017 • Nr. 49
  • 2. wenn Mustafa dieser Tage als Fahrradkurier über die Nordbahntrasse braust, ist er mit seinen Gedanken in Syrien. Bei seiner Familie, die in einem Vorort von Idlib eingekesselt ist. Bei seinem Großvater, der Diabetiker ist und keine Medikamente mehr bekommt. Bei seinem Onkel in Damaskus, der seine Frau und seine Kinder in Idlib zurücklassen musste. Allerdings ist der verzweifelte und besorgte Mustafa mit großen Gaben gesegnet: mit Optimismus und Humor, einer zupackenden Art und dem festen Willen, das Beste aus seinem Leben zu machen. Ein realistischer Vorsatz für uns alle im neuen Jahr könnte sein, etwas mehr auf die zuversichtlichen Stimmen in uns zu hören. Zu diesem Perspektivwechsel lädt auch Dr. h. c. Peter H. Vaupel mit einer kleinen Geschichte ein. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Wuppertaler Sparkasse erzählt sie uns in diesem „Auf den Weg gegeben“. Selbstverständlich kann es niemals darum gehen, die Augen vor dem Leid, den Problemen, vor dem, was einfach nicht stimmt, zu verschließen. Ganz im Gegenteil: Wir möchten in dieser Ausgabe dazu anregen, sich in guten Zeiten Gedanken darüber zu machen, wie es sein soll, wenn es uns einmal nicht mehr so gut geht. Liebe Leserinnen, liebe Leser, Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben. Marcus Aurelius LZ 01/17 | 3 Testament, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Bestattungsvorsorge: All das erinnert uns an unsere eigene Endlichkeit, an die Zerbrechlichkeit des Lebens. Möglicherweise lebt es sich aber besser, wenn wir diese „Angelegenheiten“ beizeiten regeln, so gut es eben möglich ist. Thomas Isenberg vom Bergischen Betreuungsverein und unsere Koordinatorin Christine Bode geben uns wertvolle Hinweise dazu. Bleibt mir noch, Ihnen mitzuteilen, dass „Lebenszeiten“ künftig nur noch zweimal im Jahr erscheinen wird. Der Vorstand musste diese Entscheidung aus finanziellen Gründen treffen. Nur noch zweimal im Jahr? Auch das eine Frage der Perspektive. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass der Verein „Lebenszeiten“ trotzt knapper Kasse weiterhin regelmäßig in ein Medium investiert, das Ihnen – wie wir hoffen – Freude bereitet und interessante Impulse gibt. Geht doch mit dem Perspektivwechsel! Ich wünsche Ihnen ein schönes, friedliches und erfülltes Jahr 2017! Herzlichst Das, was wir Tod nennen, ist in Wahrheit der Anfang des Lebens. Thomas Carlyle
  • 3. LZ 01/17 | 4 INHALT An unsere Leserinnen und Leser 2 GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR Im Gespräch Thomas Isenberg über Patientenverfügung 6 Patientenverfügung – Schritt für Schritt 9 Vier Fragen an Dr. Stefan Kühn 10 Buchtipp Matthias Thöns: Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende. 12 AUS VEREIN UND NETZWERK Erstqualifizierung für neue Hospizbegleiterinnen und -begleiter 14 Abschluss Befähigungskurs (Stimmen von Teilnehmern- und Teilnehmerinnen) 16 Trauer beginnt im Abschied 19 Meditatives Bogenschießen 20 Monika Schneider 21 Termine 27 AUF DEN WEG GEGEBEN ... von Dr. h. c. Peter H. Vaupel 24 Wird’s besser? Wird’s schlimmer? Fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich. Erich Kästner
  • 4. Thomas Isenberg. Als Mitarbeiter des Bergischen Betreuungsvereins unterstützt er in Wuppertal volljährige Menschen, die ihre für die Bewältigung des Alltags erforderlichen Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbst besorgen können. Das Interview führten Astrid und Joachim Schau. Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche. Dietrich Bonhoeffer Herr Isenberg, Sie sind Diplomsozialarbeiter und stehen Menschen mit psychischen, körperlichen oder geistigen Krankheiten als Betreuer zur Seite. Was leitet Sie bei Ihrer Arbeit? Thomas Isenberg: Zurzeit betreue ich 40 Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen, Hinter- gründen und Vorstellungen. Meine oberste Maxime – und das ist auch vom Gesetzgeber so gewollt: der Wille des Betreuten steht an erster Stelle. Ich bemühe mich, soweit es möglich ist, die Wünsche der Betroffenen zu erfüllen. Der Staat will und soll sich so wenig wie möglich in die Privatsphäre seiner Bürgerinnen und Bürger einmischen. Die richterlich angeordnete Betreuung ist also eine ultima ratio. Den überwiegenden Teil der Betreuungen überneh- men Ehrenamtliche, die zu 95 Prozent aus dem persön- lichen Umfeld des Betreuten stammen. Neben den Betreuerinnen und Betreuern, die im Bergischen Betreuungsverein und in konfessionellen Einrichtungen angestellt sind, gibt es in Wuppertal etwa 60 Freiberufler. Je verschiedenartiger die Gesellschaft wird und je mehr sich traditionelle Familienstrukturen auflösen, desto mehr wird der Bedarf an professionellen Betreuern wachsen. Tritt der Ernstfall – beispielsweise in Form eines Schlaganfalls – ein, ist es zu spät, die Dinge selbst zu regeln. Was kann der oder die Einzelne in gesun- den Tagen tun? Thomas Isenberg: Mit einem umfassenden Vorsorge- check ist man gut auf alle Eventualitäten vorbereitet. Paare können festlegen, was passieren soll, wenn es einem Partner schlecht geht. Neben eherechtlichen Verträgen schafft eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung Sicherheit. Damit erspart man sich in Zeiten, in denen man sich um einen geliebten Menschen sorgt, eine Menge bürokratischen Aufwand. Selbstverständlich sollte man eine Person nur dann bevollmächtigen, wenn man ihr hundertprozentig vertraut. Mit der Vorsorgevollmacht wäre also der erste Schritt im Vorsorgecheck getan. Was folgt dann? Thomas Isenberg: Man sollte den Bevollmächtigten oder Betreuer mit der Frage, was in der Sterbephase zu tun ist, nicht alleine lassen. LZ 01/17 | 7
  • 5. Je detaillierter in einer Patientenverfügung geklärt wird, welche Maßnahmen der oder die Betroffene wünscht und welche er ablehnt, desto besser kann seinem Wunsch entsprochen werden. Es ist wichtig, die Patientenverfügung regelmäßig zu überprüfen, da sich die Einstellungen ändern können. Je zeitnäher die Verfügung ist, für umso verbindlicher wird sie genommen. Ich habe auch schon gemeinsam mit einzelnen Klienten eine Patientenverfügung erarbeitet. Eine tragfähige Verfügung aufzusetzen, erfordert eine große kognitive Leistung. Ich rate Laien in jedem Fall, sich fachkundig beraten zu lassen. In meiner beruflichen Praxis hier in Wuppertal habe ich allerdings noch nie erlebt, dass ein Richter eingreifen musste, weil es unter- schiedliche Auslegungen einer Patientenverfügung gab. Benötigt ein Mensch dauerhaft Unterstützung, gilt für die Beziehung von Betroffenem und Betreuer „bis, dass der Tod euch scheidet …“ Thomas Isenberg: Ja, tatsächlich haben wir im Verein etwa zwei Todesfälle im Monat. Mit diesem Moment des Abschiednehmens ist für uns die berufliche Beziehung zu Menschen, die wir mitunter seit Jahrzehnten begleiten, abgeschlossen. Ich bin froh, wenn es mir zu Lebzeiten der Person gelungen ist, eine vernünftige Bestattungsvorsorge zu initiieren. Ist nichts geregelt, kommt das Ordnungsamt und veranlasst die denkbar billigste Bestattung. Das ist sehr trostlos. Deshalb empfehle ich allen Leserinnen und Lesern als letzten Teil des Vorsorgechecks eine Bestattungsvorsorge. Es lebt sich einfach besser, wenn die letzten Dinge geregelt sind. SEIN TIPP: Wie wäre es zum Jahresbeginn mit einem Vorsorgecheck? Der Jahresanfang drängt uns oft dazu, uns neu zu sortieren und unsere Ziele und Pläne für das neue Jahr zu bestimmen. Vielleicht steht bei dem Einen oder Anderen auch das Erstellen einer Patientenverfügung ganz oben auf der persönlichen Liste. Auf geht’s… PATIENTENVERFÜGUNG. SCHRITT FÜR SCHRITT. Im Juli 2016 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine Patientenverfügung (im Sinne des §1901a Absatz 1 des BGB) nur dann Berücksichtigung findet, wenn sie konkrete Entscheidungen des Betroffenen über die Einwilligung oder Nichteinwilligung in bestimmte, noch nicht bevorstehende ärztliche Maßnahmen enthält. Das hat zu großer Verunsicherung bei vielen Menschen geführt, die schon im Vorfeld eine Patientenverfügung verfasst haben. Wir hören in Beratungen zu dem Thema oft die Fragen: Gilt meine Verfügung jetzt nicht mehr? Muss ich jetzt eine neue Verfügung erstellen? Die Antwort lautet: nein – nicht grundsätzlich. Aber jeder ist gefordert, sich seine Patientenverfügung nochmal genau anzusehen. Mit seinem Urteil hat der Bundesgerichtshof für mehr Klarheit gesorgt. Künftig gilt die bloße Erklärung, ein Patient wünsche keine lebenserhaltenden Maßnahmen, nicht mehr als klare Willensbekundung. Vielmehr muss genau benannt werden, in welcher Situation welche Behandlung vorgenommen oder unterlassen werden soll. LZ 01/17 | 8
  • 6.  Parallel zur Patientenverfügung empfiehlt es sich, zugleich auch eine Vorsorgevollmacht auszustellen. Darin legen Menschen eine bestimmte Person fest, welche die Entscheidungen für sie trifft, wenn sie nicht mehr selbst dazu in der Lage sind.  Bei der Erstellung der Patientenverfügung hilft eine fachkundige Beratung, beispielsweise durch einen Arzt oder einen Hospizdienst. Dort können sich Vorsorgende über die Konsequenzen ihrer Verfügung informieren und erhalten Hinweise, welche Formulierungen in das Dokument aufgenommen werden sollten.  Sowohl die Patientenverfügung als auch die Vorsorge- vollmacht müssen jeweils mit Datum und Unterschrift versehen sein. Beide sollten außerdem regelmäßig über- prüft und aktualisiert werden, um zu signalisieren, dass sie noch immer dem Willen des Patienten entsprechen.  Die unterschriebenen Dokumente können bei den jeweils zuständigen Zentralregistern (z.B. Bundeszentralregister Willenserklärung der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Zentrales Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (ZVR)) hinterlegt werden. Zudem ist es ratsam, den Hausarzt zu informieren und eine Informationskarte bei sich zu tragen, mit der auf die Verfügungen hingewiesen wird. Auch der Bevollmächtigte sollte eine Kopie der Verfügungen erhalten. Die Koordinatorinnen des Hospizdienstes Lebenszeiten Wuppertal e.V. sind mit diesem Thema vertraut und halten sich auf dem Laufenden. Wir halten aktuelle Vorsorgemappen bereit und beraten Sie gerne kostenfrei. Informationen und Termine in der Geschäftsstelle unter Telefon 0202 – 459 88 19 Christine Bode LZ 08/16 | 10 Grundsätzlich ist zu beachten: VIER FRAGEN AN… Wie möchten Sie sterben? Ich möchte mich bewusst verabschieden können und dann ohne Schmerzen sterben. Welche Fähigkeit möchten Sie bis zum letzten Moment behalten? Ich möchte mich bewegen können und nicht an das Bett gefesselt sein. Welchen bereits verstorbenen Menschen vermissen Sie? Ich vermisse einige Menschen. Darunter meine Oma. Eine Frau mit kleiner Bildung und einem großen Herzen. Eine Arbeiter- frau mit beiden Beinen im Leben, die sich für andere eingesetzt hat. Sie verkörperte rheinische Lebensfreude und kölsche Mentalität. Für mich ist sie ein Vorbild. Mit welchem Gefühl sehen Sie auf Ihr bisheriges Leben? Zu jedem Leben gehören Fehler, Niederlagen und Schicksalsschläge. Nichts- destotrotz blicke ich glücklich und dankbar zurück. Ich konnte in Frieden und Freiheit sowie ohne Not leben. Und ich kann mich gemeinsam mit vielen anderen für die Menschen in meiner Heimatstadt Wuppertal einsetzen. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal
  • 7. Matthias Thöns: Patient ohne Verfügung. Das Geschäft mit dem Lebensende. Buchempfehlung Umfragen ergeben immer wieder, dass die meisten Menschen sich wünschen, in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu sterben. Die Realität sieht anders aus, gerade schwer- kranken Menschen bleibt dies oft verwehrt. Mit zahlreichen erschreckenden Fallbeispielen beschreibt der Autor die Leidenswege schwerkranker Menschen, die durch aufwändige Operationen und teure Therapien oft am Sterben gehindert und über Jahre künstlich am Leben erhalten werden. Obwohl keine Aussicht auf Heilung besteht, werden die Patienten „teilweise sogar gegen ihren Willen mit sündhaft teuren, oft überflüssigen und äußerst belastenden Therapien“ gequält. Schonungslos rechnet Thöns mit seinem Berufsstand ab und stellt gängige Praxis in den Kliniken dar. Herz- versagen, Krebstherapie, Dialyse, Wachkoma, künst- liche Ernährung, Thöns lässt kein Gebiet aus, um die Dimensionen der Apparatemedizin zu verdeutlichen. Das Gesundheitssystem in Deutschland hat einen hohen Standard, der sich auf diese Weise ins Gegenteil verkehrt. Die Würde der Patienten, ihre Lebensqualität, ihre fami- liären Bindungen geraten dabei aus dem Blick. Thöns ist seit Langem Palliativarzt. Nicht selten kann er erst tätig werden, wenn die Patienten buchstäblich am Ende sind. Er beschreibt aber auch Fälle, in denen dank palliativer Versorgung Menschen ihre letzte Lebensphase schmerz- frei, würdevoll und in liebevoller Versorgung verbringen können, was mit bereichernden Erfahrungen für Patienten und Angehörige/Freunde verbunden ist. Und der Preis dafür ist in der Regel nicht, wie von Ärzten oft angedroht, eine Verkürzung der Lebenszeit. Für die beschriebenen Fälle vergleicht der Autor in frap- pierender Weise die Kosten für Operationen, Therapien, stationäre Behandlung, die in der Regel von den Krankenkassen fraglos getragen werden, mit den Kosten für am- bulante palliative Versorgung, die einen verschwindend geringen Anteil der erstgenannten Kosten ausmachen. Thöns analysiert auch die Fehl- entwicklungen im Gesundheits- wesen: Orientierung an öko- nomischen Interessen, Abrech- nungssysteme, die stationäre Behandlung begstigen, Fehlanreize durch Bonusvereinbarungen, explodierende Medikamentenkosten … Die Analyse ist erschreckend und hoffentlich aufrüttelnd. In diesem Prozess bleiben gewissenhafte Beratung des Patienten und die Achtung seines Willens oftmals auf der Strecke. Einen Grund dafür sieht der Autor auch bei den Menschen, die die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod scheuen. Thöns ermutigt sie mit seinen Erfahrungen der Begleitung Sterbender. Eindringlich appelliert er an die Leser, eine Patientenverfügung zu verfassen, was leider immer noch viel zu wenig gemacht wird. Ebenso wichtig ist es aber auch, Angehörige oder Freunde zu fragen, die im Ernstfall den Patientenwillen einfordern. Weiterhin ermutigt Thöns die Leser, vor Operationen und Therapien eine Zweitmeinung einzuholen, was inzwischen von den Krankenkassen getragen wird. Im Anhang des Buches befindet sich sein Vorschlag für eine ausführliche Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Ein absolut mutiges Buch, ein interessantes und gut verständliches, mitunter aber auch belastendes und erschreckendes Buch. Und einmal mehr ein Aufforderung, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. mrö LZ 01/17 | 12 LZ 01/17 | 13
  • 8. AUS VEREIN UND NETZWERK Der Hospizdienst Lebenszeiten Wuppertal e.V. begleitet im Jahr zwischen 70 und 100 Menschen bis zu ihrem Tod. Die Begleiter setzen ihre freie Zeit ein, um Menschen zu helfen, ihre letzte Lebensphase würdevoll zu gestalten, und stellen sich dabei ganz auf ihre Bedürfnisse ein. Damit entlasten sie auch die pflegenden Angehörigen und Freunde. Für diese dankbare und anspruchsvolle Aufgabe werden Menschen gesucht, die eine offene, zugewandte, lebensbejahende Grundhaltung gegenüber Menschen in ihren ganz indivi- duellen Lebenssituationen mitbringen. Der Kurs 2017 wird nach den Sommerferien, voraussichtlich Anfang September, beginnen. LZ 08/16 | 15 ERSTQUALIFIZIERUNG FÜR NEUE HOSPIZ- BEGLEITERINNEN UND -BEGLEITER INTERESSE Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich gerne bei den Koordinatorinnen in der Geschäftsstelle unter Tel.: 0202 – 459 88 19 oder info@hospizwuppertal.de. LZ 01/17 | 14 LZ 01/17 | 15
  • 9. Dank der sowohl professionellen und kom- petenten als auch herzlichen und empathischen Anleitung durch die Koordinatorinnen fühle ich mich nach dem Kurs mental sehr gut vorbe- reitet, um in eine Begleitung zu gehen. Der Austausch mit Ihnen und den anderen Teilnehmern hat mir aber nicht nur für die Tätigkeit sehr viel gegeben, sondern auch die Sicht auf manche Dinge des Alltags verbessert.  Viktoria Förster Ich habe in diesem Befähigungs- kurs vor allem erfahren, dass das Sterben genauso komplex wie das Leben ist. Ich habe viel wertvolles Rüstzeug mit auf den Weg bekommen, um professionell handeln zu können, aber auch das Vertrauen gewonnen, dass es oft sehr viel sein kann, einfach nur da zu sein. Und nicht zuletzt habe ich mich in unserer Ausbildungsgruppe und mit den Koordinatorinnen  gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt. Udo Kammler DAS EINZIG WICHTIGE IM LEBEN SIND DIE SPUREN VON LIEBE, DIE WIR HINTERLASSEN, WENN WIR WEGGEHEN. D u r c h den Befähigungskurs ist mir noch mehr bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll es ist, jedem Menschen unvoreingenommen, wertschätzend und achtungsvoll gegenüber zutreten. Dies ist etwas, was jeder schwerkranke oder sterbende Mensch verdient hat. Jeder Mensch trägt eine Welt in sich, die einzigartig ist und die es verdient hat, beachtet und respektiert zu werden. In den Kurstagen herrschte eine sehr schöne Atmos- phäre, liebevoll gestaltet von den Koordinatorinnen, mit sehr guten Referentinnen und Referenten und immer auch getragen von der sehr harmonischen Stimmung zwischen den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern.  Der Kurs hat mir mein Verhältnis zur Zeit noch einmal sehr bewusst gemacht: Wie wichtig es ist, ein- fach da zu sein und zu versuchen zu spüren, was jetzt gerade wichtig und richtig ist – in der Begegnung mit Sterbenden und im Leben überhaupt. Steffen Tschuschke Hanne Münch Albert Schweitzer LZ 01/17 | 16 LZ 01/17 | 17
  • 10. Magdalene Wächter Der Befähigungskurs 2016 hat etwas in mir verändert. Seitdem ich mein Leben immer mal wieder von seinem Ende her betrachte, ändert auch mein Denken seine Richtung. Der Wechsel meiner Perspektive und Sichtweise wirft mich auf mich selbst zurück – ein Anstoß zum kritischen Überprüfen meiner Werte. Es war mir möglich, Wahrhaftigkeit, mit allem, was mich als Mensch ausmacht, in diesem Kurs zu leben, weil ich mich als Mensch angenommen und respektiert fühlte. Eine sehr schöne und mich bereichernde Erfahrung. Für meine zukünftigen Begleitungen fühle ich mich sehr gut vorbereitet. Ein weiterer sehr schöner Nebeneffekt der gemeinsamen Ausbildung war, dass ich sehr aufgeschlossenen, liebenswerten Menschen begegnen durfte. „Vertrauen ist die leiseste Form von Mut“, dieser Satz fällt mir gerade dazu ein, leider ist mir unbekannt, wer ihn so treffend formulierte.  Den Befähigungs- kurs zur Hospizhelferin mit seinen Themenschwerpunkten unter der qualifizierten und einfühlsamen Leitung der Koordinatorinnen und der Referentinnen/Referenten habe ich in einer harmonisch-stimmigen Gruppe erleben dürfen. Er hat mir viel wertvolles Wissen gebracht und mich gestärkt es hinzunehmen: Das Sterben ist ein Teil des Lebens. Mit diesem Vertrauen möchte ich schwerkranke, sterbende Menschen ein Stück mit auf ihrem letzten Weg begleiten. Marie Silbersiepe Wir haben im Frühsommer dieses Jahres eine Fortbildung (65 Unterrichtseinheiten) zu diesem Thema für die Hospizbegleiter angeboten. Ziel war die Auseinandersetzung mit der Trauer im Begleitungsprozess und die Erweiterung der Fähigkeiten im Umgang mit den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen. TRAUER BEGINNT IM ABSCHIED Der Referent Thomas Schmidt hat die Teilnehmer behutsam bei ihren eigenen Erfahrungen mit Verlusterlebnissen abgeholt und sie sehr kompetent durch die verschiedenen Themenbereiche geführt. Dazu gehören unter anderen: die eigene Trauer – Selbstbetroffenheit, „Vorschuss-Trauer“ – die Trauer im Sterbeprozess, Frauentrauer – Männertrauer, Verhaltensauffälligkeiten, Eindrücke und der individuelle Ausdruck der Trauer jedes einzelnen Menschen. Die Teilnehmer konnten viele gute Hinweise und Erfahrungen aus dem Seminar mitnehmen und einige von ihnen wollen in Zukunft bei der Trauerarbeit innerhalb des Vereins unterstützen. Ein schöner Gewinn für alle Seiten. Christine Bode LZ 01/17 | 18 LZ 01/17 | 19
  • 11. MEDITATIVES BOGENSCHIESSEN Am 17.09.2016 waren wir mit Gudrun Schmitz, Trainerin meditatives Bogenschießen verabredet. Frau Schmitz hat uns zunächst erläutert, worum es bei dem meditativen Bogenschießen geht: „Der inneren Ausrichtung bewusst Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist der Ansatz des Meditativen Bogenschießens. Inneres Ungleichgewicht, zu viel Nachgiebigkeit, Überspanntheit u.ä. spiegeln sich nicht selten auch in der Haltung beim Bogenschießen. Sich in diesem Rahmen selbst im Spannungs-Bogen wahrzunehmen und zu reflektieren, kann wohltuend und heilsam sein. Also haben wir uns daran gemacht, das Ziel in den Blick zu nehmen, den Bogen nicht mehr zu überspannen. Jede/r von uns hat sich selbst neu wahrgenommen und war überrascht, wie gut die Übungen nach einer Weile gelungen sind. Die wunderbare Umgebung und das herrliche Spät- sommerwetter haben zu einem entspannten Tag bei- getragen, der uns alle begeistert hat. Christine Bode -Wohnhaus Edith Stein Meckelstr. 106 42287 Wuppertal-Barmen Tel. 02 02 / 57 40-0 . Fax 02 02 / 57 40-5 09 www.cbt-gmbh.de Caritas-Betriebsführungs - und Trägergesellschaft mbH Leben im Alter in Geborgenheit und Würde ü Alten- und Pflegeheim ü Wohnen mit Service ü Kurzzeitpflege vorübergehendes Wohnen ü Hausgemeinschaften Es gibt zur zwei Arten zu leben. Entweder so als wäre nichts ein Wunder oder so als wäre alles ein Wunder. Albert Einstein
  • 12. Frau Monika Schneider hat nach dreijähriger Mitarbeit unseren Verein verlassen. Ein abgeschlos- senes Psychologiestudium hat ihr neue berufliche Perspektiven eröffnet. Sie hat als Koordinatorin gute Arbeit geleistet und den Verein in seiner Weiter-entwicklung tatkräftig unterstützt. Neben ihren Hauptaufgaben, der Ausbildung, dem fachlich richtigen Einsatz und der Begleitung unserer ehren- amtlichen Hospizhelferinnen und -helfer, hat sie sich in besonderer Weise im Projekt „Hospiz macht Schule“ engagiert. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dafür speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Hospiz-helferinnen in einer Wuppertaler Grundschule erprobt und kann jetzt erfolgreich fortgesetzt werden. Sie brachte Ideen ein, wie die Arbeit zum Wohle der zu begleitenden Sterbenden und deren Zugehörigen im häuslichen Bereich oder im Heim noch verbessert werden könnte. Da die Zusammenarbeit mit Wuppertaler Alten- und Pflegeheimen zu Beginn ihrer Tätigkeit noch verstetigt und auf eine solide fachliche Basis gebracht werden musste, ist ihr auch in dieser Hinsicht für ihre aktive Mitarbeit zu danken. Wir wünschen Frau Schneider alles Gute und viel Erfolg in ihrer neuen Aufgabe. jsc MONIKA SCHNEIDER Die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung richtet sich an schwerst kranke Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung und begrenzter Lebens erwartung. Sie soll ihre Lebensqualität und Selbstbestimmung so weit wie möglich erhalten, fördern und verbessern, um ihnen ein würdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung, in stationären Pflege einrichtungen und auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe zu ermöglichen. Die SAPV arbeitet eng mit den betreuenden Haus- und Fachärzten vor Ort zusammen. Was ist SAPV? Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Bertolt Brecht
  • 13. von Dr. h. c. Peter H. Vaupel Dr. h. c. Peter H. Vaupel verbrachte sein ganzes Berufs-leben bei der Sparkasse, zuletzt als Vorsitzender des Vorstands. Mit welchen Vorsätzen ist er 2014 in den Ruhestand gegangen und wie ist ihm der Neuanfang gelungen? Nach einem mehr als ausgefüllten Arbeitsleben bin ich vor einiger Zeit in den, wie man so sagt, wohlverdienten Ruhestand getreten. Ein Schritt, den ich gut vorbereitet hatte, denn wer will schon in ein tiefes Loch fallen. In diesen Tagen habe ich mir noch einmal die Briefe zu meiner Verabschiedung durchgelesen und mir die Frage gestellt, was ich denn aus den guten, wohlgemein- ten Ratschlägen gemacht habe, Ratschläge wie „Geben Sie jetzt Ihrem Leben einen veränderten Inhalt und widmen Sie sich den angenehmen Seiten des Daseins“ und „Erhalten Sie sich stets die Freude am Leben und nehmen Sie Anteil an ihrer Schönheit und Fähigkeit“ und viele Ratschläge mehr. AUF DEN WEG GEGEBEN ... Naja, all diese Hinweise habe ich nicht wirklich umgesetzt, doch eine Geschichte begleitet mich durchs Leben. Und da wir am Jahresanfang stehen, möchte ich allen Leserinnen und Lesern diese Geschichte ans Herz legen. Der schwarze Punkt Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf, die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes: „Ich möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“ Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit. Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann, sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc. LZ 01/17 | 24
  • 14. Nun lächelte der Professor und sagte: „Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genie- ßen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken. Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen… Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund usw. Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben. Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen Sie es mit anderen Menschen! Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Mahatma Gandhi Termine LZ 08/16 | 27 Benefizkonzert der Gruppe Klez More mit dem Programm „Lebenszeiten“ Café Lebenszeiten Trauerspaziergang Es wird einen Wechsel von Klezmermusik, Swing, Dixieland und literarischen Texten zu dem Thema des Programms geben – gelesen von Elisabeth Verhoeven. Der Eintritt ist frei! Die Musiker spielen für Lebenszeiten e.V. Termine: Jeden 1. Donnerstag im Monat 17 bis 18:30 Uhr Ort: Café für Trauernde in der Färberei, Peter-Hansen-Platz 1 (1. Etage, Raum 2), 42275 Wuppertal Termine: Jeden 3. Mittwoch im Monat 14:30 Uhr Treffpunkt: Hardt, Botanischer Garten, Elisenturm (Buslinie 643) Die Geschäftsstelle informiert Sie gerne: 0202 / 4598819 Termine: am 05. März 2017 um 17 Uhr Ort: Auferstehungskirche Bergischer Ring 31, 42113 Wuppertal
  • 15. Unser Angebot • Begleitung schwer- kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen • Individuelle Beratung in Krisensituationen • Informationen u. a. zu Möglichkeiten der Schmerztherapie, Palliativpflege und Patientenverfügung • Trauerbegleitung für Einzelne • Befähigungskurse für Ehrenamtliche Impressum «Lebenszeiten» wird herausgegeben vom ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Lebenszeiten Wuppertal e.V. • Redaktion: Monika Röttgers (mrö), Astrid Schau (asc), Joachim Schau (jsc) • Fotos: Harald Beckmann, bergische-gartenarche.org, Antonia Dinnebier, Simone Falk-Meding, Kurt Feisel, Joachim Schau, TomLuther Photography • Verantwortlich: Astrid Schau • Gestaltung: Till Kiel • Druck: Druckerei Halm • Auflage: 4000 Stück Bürozeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr Schusterstraße 1 Tel.: 0202 / 4 59 88 19 Fax.: 0202 / 7 58 55 45 info@hospizwuppertal.de Auf unserer Homepage finden Sie ausführliche Informationen zu unserem Verein: Sprechen Sie uns an, wenn Sie ... • unsere Hilfe brauchen • mehr über Hospizdienst erfahren möchten • sich für eine Mitarbeit bei uns interessieren • uns ideell oder materiell unterstützen wollen. www.hospizwuppertal.de