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Matching von Titeldaten -
  Fragen und Ansätze

 DINI AG KIM Workshop, Mannheim
           11. April 2012
  Adrian Pohl <pohl@hbz-nrw.de>
Agenda
 Grundbegriffe
 Identifikation bibliographischer
  Ressourcen
 Zwischenfazit
 Matching & Kontext




                             2
Grundbegriffe




                3
(Bibliographische) Ressource
 Dinge/Entitäten/Objekte, die in
  Katalogen, Bibliographien etc.
  beschrieben werden
 Exemplar, Auflage, Manifestation,
  Werk …
 Monographie, Aufsatz, Journal,
  Mehrbändiges Werk, Band etc.
 Print, elektronisch ...


                           4
5
Siehe auch: https://wiki1.hbz-nrw.de/display/SEM/2011/10/17/Serials+and+FRBR
(Bibliographische) Beschreibung
  Beschreibungen von Dingen (von
   Exemplaren, Typen, Mengen von
   Typen)
  Das, was in RDF repräsentiert wird




                            6
7
Identifikation
bibliographischer
   Ressourcen



               8
Feuilletonistisch


 das erste Hauptwerk
 des österreichischen
 Philosophen Ludwig
 Wittgenstein




                    9
Bibliographisch


Ludwig Wittgenstein: Tractatus
logico-philosophicus, Logisch-
philosophische Abhandlung.
Suhrkamp, Frankfurt am Main
2003. ISBN 3-518-10012-2




                          10
Mittels Identifikatoren

     ISBN 3-518-10012-2

                          Das Buch, dessen
                          WorldCat-Eintrag die
                          OCLC-Nummer
                          '174202788' hat.

http://openlibrary.org
/works/OL15680951W




                                  11
Durch Hinweisen

"Das dunkelblaue Buch
dort auf dem Tisch."
                        http://www.gutenberg.org
                        /files/5740/5740-pdf.pdf




                               12
...




      13
Was wird hier identifiziert?
 Ein Exemplar
 So etwas wie ein FRBR-Werk
 mehrere Druckauflagen eines
  Taschenbuchs
 eine konkrete Druckauflage
 Eine Übersetzung + Vorwort als E-Book
 ...




                            14
Zwischenfazit




                15
 Es gibt nicht die Art der Identifikation
  bibliographischer Ressourcen, sondern
  unterschiedliche Praktiken der
  Identifikation.
 Die richtige Art der Identifikation ist
  einer Frage der Bedürfnisse/des
  Kontexts.
 Eine Identifikationspraxis sollte sich an
  den Bedürfnissen ihrer Anwender
  orientieren.

                               16
Um sinnvolle (Un)Gleichheitsaussagen über
zwei Dinge machen zu können, müssen diese
zur selben Kategorie gehören, d.h. derselben
Identifikationspraxis folgen.




                              17
Unsinn:
das erste Hauptwerk des Philosophen Ludwig
Wittgenstein
=
Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-
philosophicus, Logisch-philosophische
Abhandlung. Suhrkamp, Frankfurt am Main
2003. ISBN 3-518-10012-2
=
ISBN 3-518-10012-2
=
Das dunkelblaue Buch dort auf dem Tisch.
                                 18
Matching & Kontext




                19
Praxisfragen für Matcherinnen &
            Matcher
  Was wird identifiziert? (Beschreibung
   oder Ressource)
  Welche Identifikationspraxis liegt den zu
   matchenden Ressourcen zugrunde?
  Welches sind identifizierende und
   unterscheidende Merkmale bei meinem
   Matching?




                               20
Kontext dokumentieren
 Bei der ID-Vergabe wie auch beim
  Matching ist es sinnvoll, den Kontext zu
  dokumentieren.
 Die Bundle-Ontologie bietet die
  Möglichkeit, den Kontext für die
  Bündelung ähnlicher Ressourcen in RDF
  zu dokumentieren.
 <http://purl.org/net/bundle#>




                             21
22
23
Quelle: http://www.culturegraph.org/about/match-oclc%24key%3A10009258/html
Danke.

         Fragen?
Gerne jetzt oder auch später an
    semweb@hbz-nrw.de



                          24
Lizenz




 Diese Folien stehen unter folgender CC-
                  Lizenz:
http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/



                              25

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Hinweis der Redaktion

  1. Typ: Auflage einer Monographie Ausgabe einer Zeitschrift/Zeitung Mehrbändiges Werk als Gesamtheit Auflage eines Teilandes Exemplar: Exemplar der Auflage eines Buchs Exemplar eines mehrbändigen Werkes als Ganzem Exemplar einer Zeitschriften-/Zeitungsausgabe Menge von Typen: Serie Zeitschrift als Gesamtheit aller Ausgaben Mehrbändiges Werk als Menge unterschiedlicher Teile
  2. Es gibt eine Vielzahl von Identifikatoren für bibliographische Ressourcen und deren Beschreibungen. Diese unterscheiden sich nicht nur darin, dass die einen (wie z.B. die ISBN oder die EKI-URI) eine bibliographische Ressource selbst identifizieren und die anderen (wie die DNB- oder OCLC-Nummer) nicht (siehe Abbildung), sondern auch darin, dass ihnen unterschiedliche Auffassungen/Definitionen bibliographischer Entitäten zugrundeliegen. Mit anderen Worten: Die Vergabepraxis bibliographischer Identifier ist uneinheitlich. Während etwa dieselbe ISBN für mehrere Auflagen eines Buches in verschiedenen Jahren benutzt wird, falls es sich um eine unveränderte Neuauflage handelt, werden in der Katalogisierungspraxis der Bibliothekswelt diese Auflagen unterschieden, weshalb sie unterschiedliche Beschreibungen und diese wiederum unterschiedliche Identifikatoren bekommen. Auf der anderen Seite erhalten Hardcover und Taschenbuch mit demselben gedruckten Inhalten zwar unterschiedliche ISBNs aber nur einen Titeldatensatz.
  3. Nur Dinge derselben Kategorie lassen sich vergleichen: Gattungen und Gattungen, Arten und Arten. Sonst: Unsinn/Kategorienfehler „ Äpfel und Birnen vergleichen“ (und auf ihre Ungleichheit schließen) ist demnach korrekt, nicht aber „Boscops mit Obst vergleichen“ D.h.: Mit owl:sameAs sehr vorsichtig sein. Nach der ISBN-Vergabepraxis hat eine Ressource nur eine ISBN und haben unterschiedliche Ressourcen verschiedene ISBNS. In Bibliothekskatalogen hat hingegen u.U. eine Ressource zwei ISBNs und verschiedene Ressourcen die gleiche ISBN.
  4. Gilt auch für != Analog: OK: „Dompfaff und Gimpel sind dasselbe“ Sinnlos: „Dompfaff und Fisch sind nicht dasselbe“ Eher: „Der Dompfaff geht nicht zur Gattung der Fische“
  5. Die Antwort auf die Frage „Welches sind identifizierende/ unterscheidende Merkmale?“ gitb Auskunft über eine Identifikationspraxis.
  6. Bei der Identifikation von Ressourcen wird – sobald geteilte Ontologien oder Identifier genutzt werden– der Kontext automatisch dokumentiert.