Weltgesellschaft
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Staat
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„Wenn diesem weltweitenKommunikationssystem zuweilen der Titel»Gesellschaft« verweigert wird, so mag diesan traditionsbedi...
„Das weltpolitische System istausdifferenziert als ein Subsystem derWeltgesellschaft auf der Basis einerfunktionalen Diffe...
„Erst bürgerkriegsähnliche Situationen,machtmäßig erfolgreicheGegenregierungen, also Zweifel an derzuständigen Adresse, bi...
Integration
„Die postulierten integrativen Werte undNormen sind kaum zu finden. Behält manjene Theorie bei, muss man die Fakten alsalar...
„Das umfassende System garantiertseinen Teilsystemen eine »innere Umwelt«von schon reduzierter Komplexität, alsoetwa Fried...
„Die Teilsysteme können das Systeminnere (dasheißt die anderen Teilsysteme) als ihre Umweltbehandeln und nochmals die Vort...
Erwartungsstil
„Normatives Erwarten zeigt sich alsentschlossen, die Erwartung auch imEnttäuschungsfalle festzuhalten, und stütztsich dabe...
„Kognitives Erwarten stilisiert sich dagegenlernbereit, es lässt sich durchEnttäuschungen korrigieren und stützt sichseine...
Verhalten   Ziel
Verhalten
„Lernen oder Nichtlernen, das ist dieFrage.“                                 Luhmann 1990: 138
„Selbst die internationale Politik hat, sofern mandavon überhaupt reden kann, sich diesem Stilangepasst – abzulesen an sym...
WTO
„Das Regelwerk der WTO gründet aufinternationalen Verträgen zwischen souveränenNationalstaaten, die keinen Gesetzgeber übe...
Zyklopen
„Würde man die moderne Gesellschaftlediglich als eine Menge von autonomenFunktionssystemen beschreiben, dieeinander keine ...
„Es etabliert sich ein prächtiges Komplottwechselseitiger Aufreizung zur Höchstleistung, indessen Vollzug die Teilsysteme ...
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Weltgesellschaft

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Moderation zu einer Sitzung über das Konzept der Weltgesellschaft in der Systemtheorie von Niklas Luhmann.

Veröffentlicht in: Bildung
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Weltgesellschaft

  1. 1. Weltgesellschaft
  2. 2. • Staat• Integration•Erwartungsstile• Zyklopen
  3. 3. Staat
  4. 4. Rechtsstaat government Repräsentationsstaa Ich tsocietas civilis Staat Territorialstaat WohlfahrtsstaatNationalstaat status
  5. 5. „Wenn diesem weltweitenKommunikationssystem zuweilen der Titel»Gesellschaft« verweigert wird, so mag diesan traditionsbedingten Begriffsvorgabenliegen, die den Gesellschaftsbegriff mitdem des Nationalstaates verschmelzen, dieaber durch keine ernst zu nehmendeTheorie mehr gedeckt sind.“ Luhmann 1998: 374
  6. 6. „Das weltpolitische System istausdifferenziert als ein Subsystem derWeltgesellschaft auf der Basis einerfunktionalen Differenzierung desGesellschaftssystems und unterscheidetsich insofern von Weltwirtschaft,Weltwissenschaft, Weltrecht, weltweiterFamilienbildung, Weltsystem derMassenmedien usw. Und es ist interndifferenziert in das, was wirTerritorialstaaten nennen.“ Luhmann 1998: 375f.
  7. 7. „Erst bürgerkriegsähnliche Situationen,machtmäßig erfolgreicheGegenregierungen, also Zweifel an derzuständigen Adresse, bilden für dasweltpolitische System ein Problem. Denndie Weltgesellschaft und ihr politischesSystem beruhen operativ aufKommunikation und können es sich dahernicht leisten, ganze Territorien aus derkommunikativen Zugänglichkeit zuentlassen.“ Luhmann 1998: 380
  8. 8. Integration
  9. 9. „Die postulierten integrativen Werte undNormen sind kaum zu finden. Behält manjene Theorie bei, muss man die Fakten alsalarmierenden Missstand ansehen.Wissenschaftlicher wäre es jedoch, dieTheorie angesichts der Fakten zuüberprüfen.“ Luhmann 1991: 59
  10. 10. „Das umfassende System garantiertseinen Teilsystemen eine »innere Umwelt«von schon reduzierter Komplexität, alsoetwa Frieden, Vorhersehbarkeit,Vereinfachung der möglichenVeränderungen auf wenige relevanteVariable.“ Luhmann 1991: 59
  11. 11. „Die Teilsysteme können das Systeminnere (dasheißt die anderen Teilsysteme) als ihre Umweltbehandeln und nochmals die Vorteile einerGrenzziehung und grenzgesteuerterSelektionsprozesse erzielen. Unter dieserVoraussetzung können unwahrscheinlichstrukturierte Teilsysteme gebildet werden, diesich »in der freien Natur« nicht halten könnten,die aber, einmal geschaffen und stabilisiert, dieinnere Komplexität des Gesamtsystems steigernund dieses dadurch in die Lage versetzen, aufmehr Umweltveränderungen spezifisch zureagieren. “ Luhmann 1991: 59
  12. 12. Erwartungsstil
  13. 13. „Normatives Erwarten zeigt sich alsentschlossen, die Erwartung auch imEnttäuschungsfalle festzuhalten, und stütztsich dabei auf entsprechende Ressourcenwie innere Überzeugung, Sanktionsmittel,Konsens.“ Luhmann 1991: 55
  14. 14. „Kognitives Erwarten stilisiert sich dagegenlernbereit, es lässt sich durchEnttäuschungen korrigieren und stützt sichseinerseits auf entsprechende Ressourcen,vor allem auf die Erwartung, dass sich inEnttäuschungslagen die Richtung derErwartungsänderung hinreichend rasch undhinreichend eindeutig ausmachen lässt.“ Luhmann 1991: 55
  15. 15. Verhalten Ziel
  16. 16. Verhalten
  17. 17. „Lernen oder Nichtlernen, das ist dieFrage.“ Luhmann 1990: 138
  18. 18. „Selbst die internationale Politik hat, sofern mandavon überhaupt reden kann, sich diesem Stilangepasst – abzulesen an symptomatischen Details,zum Beispiel der Aufgabe des völkerrechtlichenInstituts der humanitären Intervention oder daran,dass das »anerkennen der Realitäten« in der Politikzu einem moralischen (!) Argument geworden ist.“ Luhmann 1991: 55
  19. 19. WTO
  20. 20. „Das Regelwerk der WTO gründet aufinternationalen Verträgen zwischen souveränenNationalstaaten, die keinen Gesetzgeber über sichanerkennen. Insofern verkörpert die WTO den fürdie transnationale und globale Ebenebezeichnenden Regimewechsel von einem rule oflaw zu einem rule of rules, zu Regeln also, die nichtdie formale Qualität von Recht haben, weil sie nichtdurch souveräne Macht abgesichert sind, sonderndurch die Geltung von Verträgen im gegenseitigenInteresse.“ Willke 2003: 305
  21. 21. Zyklopen
  22. 22. „Würde man die moderne Gesellschaftlediglich als eine Menge von autonomenFunktionssystemen beschreiben, dieeinander keine Rücksicht schulden, sondernden Reproduktionszwängen ihrer eigenenAutopoiesis folgen, ergäbe das ein höchsteinseitiges Bild. Es wäre dann schwer zuverstehen, wieso diese Gesellschaft nichtbinnen kurzem explodiert oder in sichzerfällt.“ Luhmann 1997: 776
  23. 23. „Es etabliert sich ein prächtiges Komplottwechselseitiger Aufreizung zur Höchstleistung, indessen Vollzug die Teilsysteme zu hoch trainierten,kraftstrotzenden Zyklopen mutieren undniemandem auffällt, dass sich deren Gesichtsfeldzunehmend auf ihre eigene Logik verengt, bisschließlich die Einäugigkeit sich zumOrdnungsprinzip einer Systemarchitekturemporschwingt, die aufgrund ihrer differenziertenLeistungsfähigkeit von allen, insbesondere vondenen, die noch nicht so weit sind, alsHypostasierung optimaler Evolution verstandenwerden darf.“ Willke 2001: 200
  24. 24. „Die Weltsysteme fragen nicht danach, wer sie sind,weil ihr Erfolg diese Frage überflüssig macht, undsie fragen nicht, wohin sie gehen sollen, weil esihnen genügt, irgendwohin zu gehen, in atopischerFreiheit und in der Sicherheit, dass sie überallankommen. Wie Horst Ehmke im Zenit seinerSelbsttäuschung geben sie keine Anweisungen mehran den Chauffeur, denn sie werden überallgebraucht.“ Willke 2001: 227

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