Politik und Wissen

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Moderation einer Sitzung zum Thema strukturelle Kopplungen mit Politik und Wissenschaft.

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  • Warum muss Umweltkontakt unterbrochen werden?\n\nVielfalt der Beobachtungsarten - Differenz, Funktionssysteme, System baut eigene Komplexität auf, ohne Umweltkorrelate (links/rechts Schema).\n
  • Nur irritieren, nicht aber determinieren. Was heißt das?\n\nKeine Steuerung. Kein: Wenn dies dann das.\n
  • Hochselektiv\n
  • Wo und wie spezifische Empfindlichkeit gesteigert wird zeigen wir nun an Wirtschaft, Recht, Politik und ausführlich dann an Wissen.\n\nOhren können nur Schallwellen wahrnehmen.\n
  • Warum können die Kopplungen nichts zu Operationen beisteuern?\n\nOperationen im Sinne von Autopoiesis. System kann sich nur mit Hilfe und aus seinen Elementen reproduzieren. \n
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  • Steuern werden politisch Motiviert verwendet, aber weil Geld in der Wirtschaft verarbeitet. \n\nPolitisches Instrument im Medium Geld. \n
  • Geld kann man ausgeben, aber nicht determinieren, was damit passieren soll. Steuern sind in Deutschland hoch, Wirtschaft wächst trotzdem.\n
  • Was ist so wichtig daran, dass es politisch motiviert ist?\n
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  • Wirtschaftsentwicklungen werden der Politik politisch zugerechnet (führen zu Machtverlust/Machtgewinn). Wirtschaftspolitik (Steuerung der Wirtschaft).\n\nNächste Folie: Zahlen in der Politik und Wirtschaft\n
  • Wirtschaft produziert Zahlen die nur für die Politik interessant sind. Strukturelle Kopplung: Es geht Zusammen (bei den Zahlen) und bleibt trotzdem getrennt. Die eigene autopoiesis jedes Teilsystems bleibt unberührt. \n
  • Für was interessiert sich das politische System eigentlich beim Thema Steuern?\n
  • Entparadoxierung des Codes, keine Kurzschlüsse. Was ist gerade Recht? Was macht gerade Politik? Verfassungsstaat\n\nEntscheidungen des BVerfG haben Folgen im politischen System.\n
  • Trotz Selbstbeschreibung getrennt.\n
  • Wieso steigen die Freiheitsgrade? Wieso wirkt die Kopplung nicht restriktiv und einschränkend? Wieso kettet sich das politsche System an eine Verfassung?\n\nKomplexitätsgefälle, Autopoiesis verändert System und gleichzeitig Umwelt. Autonomie und Autarkie. \n
  • Kopplung in der Organisation. Funktionssysteme nisten sich in die Organisation ein. Jedes System hat sein eigenes rekursives Netzwerk und seine eigene autopoiesis. \n
  • Wissenschaftliche Wahrheit kann Politik nicht Steuern, keine beabsichtigten Systemzustände bewirken.\n
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  • Politik und Wissen

    1. 1. Politik und Wissen
    2. 2. „Die Differenzorientierung ist eine so immenseVermehrung von möglichen Hinsichten, in denenUmwelt relevant sein könnte, dass sie nur leistbarist, wenn der unmittelbare Umweltkontaktunterbrochen wird. Nur so kann überhaupt dasentstehen, was uns als Sinnerfahrung geläufig undselbstverständlich ist.“ Luhmann 2002: 372
    3. 3. „Die Anpassung eines autopoietischenSystems an Umweltbedingungen wirddurch strukturelle Kopplungenvermittelt, die die kognitiven Prozessedes Systems nur irritieren, nicht aberdeterminieren können.“ Luhmann 2002: 373
    4. 4. „Auf diesen Theoriegrundlagen wirdman erwarten müssen, dassstrukturelle Kopplungen immerhochselektiv eingerichtet sind, alsoviel mehr ausschließen alseinschließen.“ Luhmann 2002: 374
    5. 5. „Wenn sich ein politisches System zu eigenerAutopoiesis ausdifferenziert, wird man folglich mitstrukturellen Kopplungen eigener Art rechnenmüssen, die nahezu alle gesellschaftlichermöglichten Kommunikationsinhalte ausschließenund nur in wenigen Hinsichten eine spezifischeEmpfindlichkeit steigern.“ Luhmann 2002: 374
    6. 6. „Kein System kann über seinestrukturellen Kopplungen disponieren.Sie bleiben für das System selbstunsichtbar, weil sie ja nichtOperationen beisteuern können.“ Luhmann 2002: 375
    7. 7. Politik RechtWirtschaft Wissen
    8. 8. Politik Steuern Wirtschaft
    9. 9. „Schon nach der ersten, noch politischkonditionierten Zahlung ausöffentlichen Kassen (die ihrerseits nurangenommen wird, weil das Geld inder Wirtschaft weiterverwendet werdenkann) entzieht sich das Geld derpolitischen Kontrolle.“ Luhmann 2002: 383
    10. 10. „Geldausgaben können dann imRahmen zur Verfügung stehenderMittel politisch motiviert werden, ohnedass für die Politik die wirtschaftlichenKontexte transparent werdenmüssten.“ Luhmann 2002: 384
    11. 11. Politik Wahlen Wirtschaft
    12. 12. „Die Einzeleffekte einzelner Maßnahmen sindangesichts der Autopoiesis und der Komplexitätdes ökonomischen Systems schwer zu bestimmen;aber ihre Verfügbarkeit genügt, um Politik politischfür die positive oder negative Entwicklung derWirtschaft verantwortlich zu machen. Und mannimmt an, dass in den politischen Wahlen daraufreagiert wird, besonders in Fällen, wowirtschaftliche Probleme hautnah erlebt werden.“ Luhmann 2002: 386
    13. 13. „Zur Kontrolle des Gesamtbildes politischrelevanter wirtschaftlicher Entwicklungen schafftsich das politische System ein Netz vonhochaggregierten Orientierungsdaten, die Zunahmebzw. Abnahme anzeigen – zum BeispielBruttosozialprodukt, Arbeitslosenstatistik, Zahlungs-und Leistungsbilanzen zum Ausland und vor allemdie Inflationsquote.“ Luhmann 2002: 387
    14. 14. „Und dabei geht es nicht mehr nur um die Summeder Verärgerungen einzelner Steuerzahler, die ihrGeld zum Finanzamt bringen müssen, sondern umdie Konsequenzen, die dies im Wirtschaftssystemhat, wie zum Beispiel Preissteigerung,Verschlechterung der internationalenKonkurrenzfähigkeit, Verlagerung von Kapital undKapitaleinkünften ins Ausland etc.“ Luhmann 2002: 386f
    15. 15. Politik Verfassung Recht
    16. 16. „Jede auf den Sinn und Beobachtungsweise(Unterscheidungsweise) von Operationen achtendeSystemtheorie muss deshalb hinnehmen, dasspolitisches System und Rechtssystem getrenntoperieren, dass sie verschiedene Systeme sind –und dies selbst dann, wenn die Selbstbeschreibungder Systeme dem widerspricht.“ Luhmann 2002: 390
    17. 17. „Die verlangte Leistung ist – entgegen allem, wasdie Verfassungssemantik und -lehre behauptet –die Steigerung der Freiheitsgrade sowohl despolitischen Systems als auch des Rechtssystems, sodass auf beiden Seiten Autopoiesis möglich ist undSelbstorganisation greifen kann.“ Luhmann 2002: 391
    18. 18. MedienRecht Wissen
    19. 19. Politik ? Wissen
    20. 20. Erste Paradoxie:Je mehr die Wissenschaft auf die Politik Einfluss nimmt, desto stärker sinkt das Besogrnis über deren Legitimität.
    21. 21. Zweite Paradoxie: Politische Entscheidungen werden nichtkonsensueller, sondern es entstehen immer wieder neue Kontroversen.
    22. 22. Dritte Paradoxie:Obwohl die Experten ihre Autorität verlieren, bleibt das Arrangement unverändert.
    23. 23. Politik Wissen
    24. 24. Modelle der Politikberatung
    25. 25. Modelle der Politikberatung Demokratisches/Dezisionistisches Modell
    26. 26. Modelle der Politikberatung Demokratisches/Dezisionistisches Modell
    27. 27. Modelle der Politikberatung Demokratisches/Dezisionistisches Modell Technokratisches Modell
    28. 28. Modelle der Politikberatung Demokratisches/Dezisionistisches Modell Technokratisches Modell
    29. 29. Modelle der Politikberatung Demokratisches/Dezisionistisches Modell Technokratisches Modell
    30. 30. Modelle der Politikberatung Demokratisches/ Pragmatisches ModellDezisionistisches Modell Technokratisches Modell
    31. 31. Problemwahrnehmung aus Politik oder Wissenschaft Politische RelevanzProbleme werden im Auftrag der Politik in der Wissenschaft erforscht Probleme werden von unabhägigen Wissenschaftlern erforscht
    32. 32. Inflationierung des WissensKontraktion Expansion
    33. 33. Austausch von Ressourcen
    34. 34. Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen
    35. 35. Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen
    36. 36. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen
    37. 37. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen Inflationärer Gebrauch von Expertise
    38. 38. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen Inflationärer Gebrauch von Expertise Verlust von Autorität und Glaubwürdigkeit
    39. 39. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen Inflationärer Gebrauch von Expertise Verlust von Autorität und Glaubwürdigkeit
    40. 40. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen Inflationärer Gebrauch von Expertise Verlust von Autorität und Glaubwürdigkeit
    41. 41. Problemlösung und Legitimität Grenzenlose Produktion von WissenAustausch von Ressourcen Inflationärer Gebrauch von Expertise Verlust von Autorität und Glaubwürdigkeit
    42. 42. Politik und Wissen

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