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Kognitive Entwicklung und Spracherwerb <ul><li>oder </li></ul><ul><li>“ Was geht in Schülern vor?” </li></ul>
<ul><li>Entwicklung =  Langfristige Veränderung eines Lebewesens zwischen Empfängnis und Tod </li></ul><ul><li>Beispiel Kl...
<ul><li>Körperliche Entwicklung </li></ul><ul><li>Persönlichkeitsentwicklung </li></ul><ul><li>Soziale Entwicklung </li></...
Prinzipien der Entwicklung <ul><li>Unterschiedliches Entwicklungstempo </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Große Unterschiede in...
<ul><li>Dschungel aus Schichten und Verbindungsschleifen </li></ul><ul><li>Zerebraler Kortex : Grösster Teil des Gehirns <...
Beispiel Kleinhirn <ul><li>- Hauptfunktionen : Gleichgewicht, Bewegungen </li></ul><ul><li>- Hippocampus : Kurzzeitgedächt...
Neuronen
<ul><li>1 Monat nach der Befruchtung: Anfangsstadium des Gehirns ( Neuralrohr ) </li></ul><ul><li>50.000 - 100.000 neue Ze...
<ul><li>Erfahrungserwartend </li></ul><ul><li>Überproduktion in gewissen Entwicklungsstadien </li></ul><ul><li>Neuronen pa...
<ul><li>Nicht nur abhängig von sozialen Reizen und körperlichen Anregungen </li></ul><ul><li>Altersabhängig </li></ul><ul>...
<ul><li>Kompensationsfähigkeit des Gehirns : Kann schädliche Folgen ausgleichen durch seine Plastizität </li></ul><ul><li>...
<ul><li>Entwickelt sich langsam </li></ul><ul><li>Entwicklung : Körpermotorik  Sinnesprozesse  Frontallappen ( Bewusstsein...
Spezialisierung und Intergration <ul><li>Lateralisierung : Spezialisierung der Hirnhälften </li></ul><ul><li>Grösstenteils...
Training und Gehirnentwicklung <ul><li>Training und Erfahrung -> Direkter Einfluss auf die Kortexorganisation </li></ul><u...
Hyperaktivität Aufmersamkeitsdefizit Normalentwickeltes  Gehirn
Gehirn und Lernen <ul><li>Beziehung zwischen Lernen und Emotionen </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Ängste, Langeweile, Unterf...
<ul><li>Auf die verschiedenen Sinne zurückgreifen </li></ul><ul><li>Reizvolle und flexible Umwelt </li></ul><ul><li>Neurol...
 
<ul><li>Doktorat in Zoologie </li></ul><ul><li>Studium der Kinderpsychologie und Pädagogik  </li></ul><ul><li>Recherchen i...
Berühmte Werke &quot;Psychologie der Intelligenz&quot; (1948) &quot;Traité de logique. Essais des logistique opératoire&qu...
Piagets Theorie  <ul><li>Was ist deine Nationalität? - Ich bin Schweizerin. </li></ul><ul><li>Wie kommt das? – Weil ich in...
2.2.1- Entwicklungseinflüsse (S.39) <ul><li>Denkprozess  </li></ul><ul><ul><li>radikale Veränderung zw. Geburt und Reife <...
<ul><li>Piagets 4 Faktoren: </li></ul><ul><ul><li>Biologische Reifung </li></ul></ul><ul><ul><li>Aktivität </li></ul></ul>...
<ul><li>2. Aktivität </li></ul><ul><li>körperliche Reifung    körperliche Fähigkeit    Auswirkung auf die Umwelt    Ler...
<ul><li>3. Soziale Umwelt </li></ul><ul><li>Lernen von anderen  </li></ul><ul><li>   Neu entdecken </li></ul>
<ul><li>2 Grundtendenzen: </li></ul><ul><li>Organisation (Kobinieren, Arrangieren) </li></ul><ul><li>Adaptation (Anpassen ...
<ul><li>Organisation </li></ul><ul><li>Denkprozesse in psychologische Struktruen ordnen </li></ul><ul><li>Strukturen = Sys...
<ul><li>Adaptation </li></ul><ul><li>= Anpassung an die Umwelt </li></ul><ul><li>   2 Grundprozesse :  </li></ul><ul><li>...
<ul><li>Äquilibration </li></ul><ul><li>= Suche nach dem Gleichgewicht </li></ul><ul><li>Schemata= geeignet für Situation ...
2.2.3 – 4 Stufen der kognitiven Entwicklung (S. 41) <ul><li>sensomotorische Stufe </li></ul><ul><li>präoperationale Stufe ...
<ul><li>Sensomotorische Stufe (S. 41) </li></ul><ul><li>Säuglinge (0-2 Jahre) </li></ul><ul><li>Eng mit der Wahrnehmung ve...
<ul><li>2. Die Präoperationale Stufe (S. 42) </li></ul><ul><li>Frühe Kindheit / Frühes Grundschulalter (2-7) </li></ul><ul...
<ul><li>Unterricht für das präoperationale Kind (S.44) </li></ul><ul><li>konkrete Unterrichtsmaterialien + visuelle Hilfen...
 
<ul><li>3. Die konkret operationale Stufe (S. 45) </li></ul><ul><li>Spätes Grundschulalter – Mittelstufe (7-11) </li></ul>...
<ul><li>Klassifikation (Objekte nach 1 Merkmal ordnen)    Reversibilität (Objekte können nach verschiedenen Merkmalen org...
<ul><li>Unterricht für das konkret – operationale Kind </li></ul><ul><li>anschauliche Unterrichtsmaterialen </li></ul><ul>...
<ul><li>Sie wollen für eine längere Reise packen, aber das Gepäck soll leicht sein.  </li></ul><ul><li>Wie viele Ausstattu...
<ul><li>4. Formale operationale Stufe (S. 48) </li></ul><ul><li>Höheres Schulalter + Grundstudium in der Hochschulausbildu...
<ul><li>Hypothesen aufstellen </li></ul><ul><li>mentale Experimente durchführen </li></ul><ul><li>abstrakte Möglichkeiten ...
<ul><li>Unterricht für den formal operanten Schüler </li></ul><ul><li>visuelle + anschauliche Unterrichtsmethoden </li></u...
<ul><li>Erreischen wir die 4 Stufen der kognitiven Entwicklung? (S. 50) </li></ul><ul><li>3 ersten Stufen sind fest progra...
2.2.4 Informationsverarbeitung und neo-piagetscher Ansatz in der kognitiven Entwicklung <ul><li>Junge Kinder: schwieriger ...
<ul><li>Ältere Kinder:  können ihre Aufmerksamkeit besser gerichtet einsetzen, Informationen schneller verarbeiten, höhere...
2.2.5 Grenzen der Theorie Piagets S.52 <ul><li>4 getrennte Stufen der kognitiven Entwicklung werden in Frage gestellt </li...
<ul><li>Unterschätzung der Fähigkeiten junger Kindern </li></ul><ul><li>-> zu schwere und verwirrende Instruktionen </li><...
WYGOTSKI <ul><li>Seite 53 bis 60 </li></ul>
Biographie: Wygotski <ul><li>Lev Semionovitch Wygotski </li></ul><ul><li>Geboren am 17. November 1896 in Orcha, Russland <...
Soziokulturelle Theorie (Seite 53) <ul><li>Es existieren kooperative Dialoge zwischen dem Kind und erfahreneren Erwachsene...
Soziale Interaktion (Seite 54) <ul><li>für Wygotski  sind soziale Interaktionen nicht nur Einflüsse, sondern sie  schaffen...
Die sozialen Wurzeln des individuellen Denkens  (Seite 54) <ul><li>Die Entwicklung für Wygotski: </li></ul><ul><li>Transfo...
Beispiel Seite 54 <ul><li>Erste Ebene: der Vater = kenntnisreichere Person  erinnert das Mädchen durch Fragen -> Problemlö...
Kulturtechniken  (Seite 55) <ul><li>sind technische Hilfsmittel und Symbolsysteme (wie Sprache)  </li></ul><ul><li>diese e...
Symbolsystem (Seite 56) <ul><li>Das Symbolsystem wird von Erwachsenen an das Kind weitergegeben durch  Interaktionen  und ...
Sprache (Seite 56) <ul><li>= wichtigstes Symbolsystem unter den Kulturtechniken </li></ul><ul><li>Sie ist ein Medium mit d...
Selbstgespräche (Seiten 57 und 58) <ul><li>Wygotski sagt, dass Selbstgespräche die kognitive Entwicklung des Kindes steuer...
Selbstgespräche und Lernen <ul><li>Selbstgespräche im Rahmen einer Klassenarbeit erlauben und fördern </li></ul><ul><li>Di...
Zone der Proximalen Entwicklung  (Seite 59) <ul><li>Bereich zw dem Entwicklungsstand wo das Kind ein  Problem selbstständi...
<ul><li>Die sprachlichen Anforderungen des Erwachsenen nehemen mit wachseneder Selbstständigkeit des Kindes ab </li></ul><...
Lernen und Entwicklung (Seite 60) <ul><li>Für Wygotski ist Lernen ein AKTIVER Prozess, der nicht auf der altersbedingten k...
Grenzen (Seite 60) <ul><li>Ging zu weit in seinen Überlegungen über die Rolle der Kultur und sozialer Prozessen in der kog...
Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Erst: kognitiven Entwicklungsstand der Schüler verstehen - Danach: darau...
Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>„ Problem der Passung“ </li></ul><ul><li>=angemessenes Ausmaß an Disäqui...
Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Mehrebenenunterricht  </li></ul><ul><li>->  Materialien und Unterrichtse...
Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Interaktion  </li></ul><ul><li>->  das eigene Denken prüfen  </li></ul><...
Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Kognitive Entwicklung der Kinder durch: </li></ul><ul><li>Unterhaltung...
Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Tutorisiertes Lernen </li></ul><ul><li>Anleitung durch den Lehrer/die ...
Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Rolle des Lehrers </li></ul><ul><li>->  Anpassung des Unterrichtmateri...
Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Kulturtechniken einsetzen </li></ul><ul><li>->  soziokultureller Hinte...
Sprachunterschiede: Erwerb zweier Sprachen <ul><li>Erwachsene -> mehr Lernstrategien +  größeres Sprachwissen als junge Ki...
Bilinguale Kinder <ul><li>Junges Alter: vermischen Syntax + Lexikon </li></ul><ul><li>-> ab 4 Jahre </li></ul><ul><li>Erst...
Sprachentwicklung im Schulalter S.70 <ul><li>Etwa mit 5-6 Jahren, Erwarb aller Grundlagen der Muttersprache: </li></ul><ul...
<ul><li>Pragmatik:  Differenzierung zwischen Peers + Familie und Erwachsene. </li></ul><ul><li>Metalinguistische Kognition...
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Kognitive Entwicklung Ppt[1]

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Kognitive Entwicklung Ppt[1]

  1. 1. Kognitive Entwicklung und Spracherwerb <ul><li>oder </li></ul><ul><li>“ Was geht in Schülern vor?” </li></ul>
  2. 2. <ul><li>Entwicklung = Langfristige Veränderung eines Lebewesens zwischen Empfängnis und Tod </li></ul><ul><li>Beispiel Kleinkinder : Anpassungsfähigkeit, Organisation, Effizienssteigerung, Komplexität psychischer und biologischer Funktionen </li></ul>
  3. 3. <ul><li>Körperliche Entwicklung </li></ul><ul><li>Persönlichkeitsentwicklung </li></ul><ul><li>Soziale Entwicklung </li></ul><ul><li>Kognitive Entwicklung </li></ul><ul><li>Entwicklung durch Reifung </li></ul>Aspekte menschlicher Entwicklung
  4. 4. Prinzipien der Entwicklung <ul><li>Unterschiedliches Entwicklungstempo </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Große Unterschiede in Schulklassen beobachtbar </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Altersgraduierte Entwicklung </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Zuerst muss eine Basis geschaffen werden um darauf aufzubauen </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Nicht unbedingt linear </li></ul></ul></ul></ul><ul><li>Entwicklung braucht Zeit </li></ul>
  5. 5. <ul><li>Dschungel aus Schichten und Verbindungsschleifen </li></ul><ul><li>Zerebraler Kortex : Grösster Teil des Gehirns </li></ul><ul><li>Komplexe Leistungen : Problemlösung, Sprache, Erinnerung </li></ul>Gehirn und kognitive Entwicklung
  6. 6. Beispiel Kleinhirn <ul><li>- Hauptfunktionen : Gleichgewicht, Bewegungen </li></ul><ul><li>- Hippocampus : Kurzzeitgedächtnis </li></ul><ul><li>- Mandelkernkomplex: Wut und Angststeuerung </li></ul><ul><li>- Thalamus : Behalten neuer Informationen </li></ul><ul><li>- Retikulärformation : Aufmerksamkeit und Filterfunktion </li></ul><ul><li>- Balken : Verbindung zwischen den Hirnhälften </li></ul>
  7. 7. Neuronen
  8. 8. <ul><li>1 Monat nach der Befruchtung: Anfangsstadium des Gehirns ( Neuralrohr ) </li></ul><ul><li>50.000 - 100.000 neue Zellen pro Sekunde in den ersten 3 Monaten </li></ul><ul><li>Bei der Geburt: Maximale Anzahl von Neuronen ( 100 - 200 Billionen ) </li></ul><ul><li>Synapsen : Chemische Verbindungen zwischen Neuronen </li></ul><ul><li>Pro Neuron 2500 Synapsen bei der Geburt, 15.000 nach 2-3 Jahren </li></ul><ul><li>Ungenutzte Neuronen sterben ab </li></ul>
  9. 9. <ul><li>Erfahrungserwartend </li></ul><ul><li>Überproduktion in gewissen Entwicklungsstadien </li></ul><ul><li>Neuronen passen sich den Reizen an </li></ul><ul><li>Hauptverantwortlich für die Entwicklung des Gehirns </li></ul><ul><li>Auswahlverfahren durch Forderung </li></ul><ul><li>Beispiel: Blindes Kind, Japaner und die “R,L”-Laute </li></ul>Überproduktion und Auswahlverfahren <ul><li>Erfahrungsabhängig </li></ul><ul><li>Herstellung von Synapsen </li></ul><ul><li>Aktion - Reaktion </li></ul><ul><li>Beteiligt am Lernen </li></ul><ul><li>Fordert auch die Herstellung neuer Synapsen </li></ul><ul><li>Beispiel: Lernen der Produktion unbekannter Laute </li></ul>
  10. 10. <ul><li>Nicht nur abhängig von sozialen Reizen und körperlichen Anregungen </li></ul><ul><li>Altersabhängig </li></ul><ul><li>Umgebungsabhängig </li></ul><ul><li>Richtige und frühe Anregung !!! </li></ul><ul><li>Richtige Dosis </li></ul>
  11. 11. <ul><li>Kompensationsfähigkeit des Gehirns : Kann schädliche Folgen ausgleichen durch seine Plastizität </li></ul><ul><li>Mylenisierung : Ummantelung der Nervenfasern </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Beschleunigt den Informationsfluss </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Sichert die Weitergabe </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Wird ab der Kindheit langsamer </li></ul></ul></ul></ul>
  12. 12. <ul><li>Entwickelt sich langsam </li></ul><ul><li>Entwicklung : Körpermotorik Sinnesprozesse Frontallappen ( Bewusstsein, Impulskontrolle, Sprechen) </li></ul><ul><li>Impulse (Wut, Rachegefühl, impulsives Verhalten) werden vom Verstand unter Kontrolle gehalten -> Emotionskontrolle </li></ul><ul><ul><ul><ul><ul><li>Bei der Geburt noch nicht vorhanden -> Entwickelt sich über 20 Jahre </li></ul></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><ul><li>Eltern und Schule ersetzen die Funktion des Präfrontallappens durch Regeln und helfen so bei der Entwicklung auf kognitiver und emotionaler Ebene </li></ul></ul></ul></ul></ul>Zerebraler Kortex
  13. 13. Spezialisierung und Intergration <ul><li>Lateralisierung : Spezialisierung der Hirnhälften </li></ul><ul><li>Grösstenteils sind beide Hirnhälften gefordert </li></ul><ul><li>Keine simple Rechts-Links-Theorie </li></ul><ul><li>Sprache </li></ul><ul><li>Kernideen einer Geschichte </li></ul><ul><li>Visuell-räumliche Infos </li></ul><ul><li>Emotionen </li></ul><ul><li>Syntax </li></ul>
  14. 14. Training und Gehirnentwicklung <ul><li>Training und Erfahrung -> Direkter Einfluss auf die Kortexorganisation </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Beispiel : Schlaganfallpatienten oder schlechte Leser </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Intensives und gezieltes Training kann auch nachträglich noch Einfluss haben </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Personen mit ADHS : Auffälligkeiten bei der Gehirnstruktur (Frontallappen, Basalganglien, Kleinhirn sind kleiner) </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><ul><li>Diese Strukturen beeinflussen das Verhalten, die Koordination und die Motorik </li></ul></ul></ul></ul></ul>
  15. 15. Hyperaktivität Aufmersamkeitsdefizit Normalentwickeltes Gehirn
  16. 16. Gehirn und Lernen <ul><li>Beziehung zwischen Lernen und Emotionen </li></ul><ul><ul><ul><ul><li>Ängste, Langeweile, Unterforderung stören das Lernen während Herausforderungen, Intresse und Neugier schnelles Lernen unterstützen </li></ul></ul></ul></ul><ul><ul><ul><ul><li>Schüler müssen lernen ihre Emotionen und Motivation zu steuern -> Aufgabe der Erziehung </li></ul></ul></ul></ul>
  17. 17. <ul><li>Auf die verschiedenen Sinne zurückgreifen </li></ul><ul><li>Reizvolle und flexible Umwelt </li></ul><ul><li>Neurologische Untersuchung und gezielte Behandlung </li></ul><ul><li>Es gibt kein Universallehrmittel </li></ul><ul><li>Es herrscht Unklarheit über das Lernen auf neurowissenschaftlicher Basis </li></ul>Tips für den Lehrenden
  18. 19. <ul><li>Doktorat in Zoologie </li></ul><ul><li>Studium der Kinderpsychologie und Pädagogik </li></ul><ul><li>Recherchen in Paris über die Entwicklung der Intelligenz </li></ul><ul><li>Professor an der Universität Genf, Neuchâtel und Lausanne </li></ul><ul><li>Verheiratet und 3 Kinder, welche als Studienonjekte dienten </li></ul><ul><li>Gründung des &quot;Centre International d`Epistémologie Génétique&quot; </li></ul><ul><li>Bahnbrechende Arbeiten im Bereich der Logik des Kindes </li></ul>Jean Piaget * 09. .08.1896 † 16. 09.1980
  19. 20. Berühmte Werke &quot;Psychologie der Intelligenz&quot; (1948) &quot;Traité de logique. Essais des logistique opératoire&quot; (1949) &quot;Die Bildung des Zeitbegriffs beim Kind&quot; (1955) &quot;Das moralische Urteil beim Kind&quot; (1973) &quot;Les mécanismes perceptifs. Modèles probabilistes&quot; (1961) &quot;Biologie et connaissance&quot; (1967) &quot;Logique et connaissance scientifique&quot; (1967) ” Einführung in die genetische Erkenntnistheorie&quot; (1973) &quot;Der Strukturalismus, seine mathematischen und logischen Strukturen&quot; (1973) &quot;Die Entwicklung des inneren Bildes des Kindes&quot; (1979).
  20. 21. Piagets Theorie <ul><li>Was ist deine Nationalität? - Ich bin Schweizerin. </li></ul><ul><li>Wie kommt das? – Weil ich in der Schweiz lebe. </li></ul><ul><li>Bist du auch Genferin? – Nein, das ist nicht Möglichl, denn ich bin ja schon Schweizerin. Ich kann nicht auch noch Genferin sein </li></ul><ul><li>Denkweise </li></ul><ul><li>= Für Kinder sehr schwer </li></ul><ul><li>= Für Erwachsene sehr einfach </li></ul>
  21. 22. 2.2.1- Entwicklungseinflüsse (S.39) <ul><li>Denkprozess </li></ul><ul><ul><li>radikale Veränderung zw. Geburt und Reife </li></ul></ul><ul><ul><li>aber langsame Veränderung </li></ul></ul><ul><li>Erfahrungen sollen Bedeutung bekommen </li></ul>
  22. 23. <ul><li>Piagets 4 Faktoren: </li></ul><ul><ul><li>Biologische Reifung </li></ul></ul><ul><ul><li>Aktivität </li></ul></ul><ul><ul><li>Soziale Erfahrung </li></ul></ul><ul><ul><li>Gleichgewicht </li></ul></ul><ul><li> Interaktion + Denken beeinflussen </li></ul>
  23. 24. <ul><li>2. Aktivität </li></ul><ul><li>körperliche Reifung  körperliche Fähigkeit  Auswirkung auf die Umwelt  Lernen </li></ul><ul><li>Informationen werden erkundet, erforscht, getestet und organisiert </li></ul>
  24. 25. <ul><li>3. Soziale Umwelt </li></ul><ul><li>Lernen von anderen </li></ul><ul><li> Neu entdecken </li></ul>
  25. 26. <ul><li>2 Grundtendenzen: </li></ul><ul><li>Organisation (Kobinieren, Arrangieren) </li></ul><ul><li>Adaptation (Anpassen an die Umwelt) </li></ul>
  26. 27. <ul><li>Organisation </li></ul><ul><li>Denkprozesse in psychologische Struktruen ordnen </li></ul><ul><li>Strukturen = Systeme zum Verständnis + Interaktion mit der Umwelt </li></ul><ul><li>Einfache Strukturen  kombiniert + koordiniert  übergeordnete, differenzierte Strukturen </li></ul><ul><li>Strukturen = Schemata </li></ul><ul><li>= Grundbausteine des Denkens </li></ul><ul><li>= organisierte Verhaltens- + Denksysteme </li></ul><ul><ul><li>Ereignisse aus der Umwelt mental zu repräsentieren </li></ul></ul><ul><ul><li>zum Gegendstand unseres Denkens zu machen </li></ul></ul>
  27. 28. <ul><li>Adaptation </li></ul><ul><li>= Anpassung an die Umwelt </li></ul><ul><li> 2 Grundprozesse : </li></ul><ul><li>1) Assimilation </li></ul><ul><li>= verstehen, indem wir unser neues Wissen </li></ul><ul><li>in unser « altes Wissen » einordnen. </li></ul><ul><li>2) Akkomodation </li></ul><ul><li>= unser Denken neuen Informationen anpassen </li></ul><ul><li>= ändern + neu erarbeiten </li></ul>
  28. 29. <ul><li>Äquilibration </li></ul><ul><li>= Suche nach dem Gleichgewicht </li></ul><ul><li>Schemata= geeignet für Situation  Gleichgewicht (Äquilibration) </li></ul><ul><li>Schemata = ungeeignet für Situation  Ungleichgewicht (Disäquil.) </li></ul><ul><li>Ungleichgewicht – genau richtig  Interessant </li></ul><ul><li>Assimilation + Akkomodationsprozesse </li></ul><ul><li>= Auflösung des Ungleichgewichts </li></ul>
  29. 30. 2.2.3 – 4 Stufen der kognitiven Entwicklung (S. 41) <ul><li>sensomotorische Stufe </li></ul><ul><li>präoperationale Stufe </li></ul><ul><li>konkret operationale Stufe </li></ul><ul><li>formal operationale Stufe </li></ul><ul><li> Stufen = Altersabhängig </li></ul>
  30. 31. <ul><li>Sensomotorische Stufe (S. 41) </li></ul><ul><li>Säuglinge (0-2 Jahre) </li></ul><ul><li>Eng mit der Wahrnehmung verbunden </li></ul><ul><li>«Objektpermanenz » wird entwickelt (3-4 Monate) </li></ul><ul><li>≠ Gedächtnis </li></ul><ul><li>≠ Suchverhalten </li></ul><ul><li>zielgerichtete Handlung </li></ul><ul><li>Beginn: Fähigkeit Handlungen rückgängig zu machen (Reversibilität) im Handeln </li></ul>
  31. 32. <ul><li>2. Die Präoperationale Stufe (S. 42) </li></ul><ul><li>Frühe Kindheit / Frühes Grundschulalter (2-7) </li></ul><ul><li>Entwicklung mentaler Operationen </li></ul><ul><li>Denken wird symbolisch </li></ul><ul><li>ABER: Nur in eine Richtung denken </li></ul><ul><li>Reversibles Denken – noch sehr schwierig </li></ul><ul><li>Egozentrismus « Alle haben die gleiche Gefühle wie ich »; kein « Hineinversetzen » </li></ul><ul><li> Selbstgespräche  Kollektiver Monolog </li></ul>
  32. 33. <ul><li>Unterricht für das präoperationale Kind (S.44) </li></ul><ul><li>konkrete Unterrichtsmaterialien + visuelle Hilfen </li></ul><ul><li>Schritt für Schritt (Handlungen + verbale Erklärungen) </li></ul><ul><li>Fähigkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen , anregen </li></ul><ul><li>Kinder verstehen  andere Bedeutung der Wörter, erfundene Wörter (Neologismen) </li></ul><ul><li>Durch Handhabung Fähigkeiten fördern  Leseverständnis + Zusammenarbeit </li></ul><ul><li>grosser Erfahrungsspielraum ermöglichen  Bergriffsbildung + Spracherwerb </li></ul>
  33. 35. <ul><li>3. Die konkret operationale Stufe (S. 45) </li></ul><ul><li>Spätes Grundschulalter – Mittelstufe (7-11) </li></ul><ul><li>« Erkennen der logischen Stabilität der physikalischen Welt » </li></ul><ul><li>3 Aspekte des Logischen Denkens: </li></ul><ul><ul><ul><li>Identität </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Kompensation </li></ul></ul></ul><ul><ul><ul><li>Reversibilität </li></ul></ul></ul>
  34. 36. <ul><li>Klassifikation (Objekte nach 1 Merkmal ordnen)  Reversibilität (Objekte können nach verschiedenen Merkmalen organisiert werden) </li></ul><ul><li>Serienbildung (Seriation) = Folge von gross nach klein bilden  Verständnis </li></ul><ul><li>unfähig hypotetische, abstrakte Probleme zu lösen </li></ul>
  35. 37. <ul><li>Unterricht für das konkret – operationale Kind </li></ul><ul><li>anschauliche Unterrichtsmaterialen </li></ul><ul><li>visuelle Hilfen </li></ul><ul><li>Anfassen + Explorieren </li></ul><ul><li>kurze + gut aufgebaute Darstellungen + Lesestoff </li></ul><ul><li>Bekannte Beispiele um komplexe Sachverhalte darzustellen </li></ul><ul><li>Aufgabenstellung die logisches, analytischen Denken erfordern </li></ul>
  36. 38. <ul><li>Sie wollen für eine längere Reise packen, aber das Gepäck soll leicht sein. </li></ul><ul><li>Wie viele Ausstattungen mit drei Stücken (Hose, Hemd/Bluse, Jacke ) haben Sie, wenn Sie drei Hosen, drei Hemden/Blusen und drei Jacken mitnehmen wollen. (wir nehmen an, dass sie alle modisch aufeinander abgestimmt sind)? Halten sie Ihre eigene Überlegung fest. </li></ul>
  37. 39. <ul><li>4. Formale operationale Stufe (S. 48) </li></ul><ul><li>Höheres Schulalter + Grundstudium in der Hochschulausbildung ( ab 12. ) </li></ul><ul><li>Fokus der Aufmerksamkeit wechselt auf « das was sein könnte » </li></ul><ul><li>nicht Teil der Erfahrung </li></ul><ul><ul><li>hypotetisch, deduktives Denken </li></ul></ul><ul><ul><li>induktive Schlussfolgerung  Allgemeines Prinzip anwenden </li></ul></ul>
  38. 40. <ul><li>Hypothesen aufstellen </li></ul><ul><li>mentale Experimente durchführen </li></ul><ul><li>abstrakte Möglichkeiten erkennen </li></ul><ul><li> Notwendig in Mathématik + Naturwissenschaften </li></ul><ul><li>Adoleszenter Egozentrismus: </li></ul><ul><ul><li>sehen andere Wahrnehmungen </li></ul></ul><ul><ul><li>sehr mit sich selbst beschäftigt </li></ul></ul><ul><ul><li>imaginäres Publikum </li></ul></ul>
  39. 41. <ul><li>Unterricht für den formal operanten Schüler </li></ul><ul><li>visuelle + anschauliche Unterrichtsmethoden </li></ul><ul><li>viele hypothetische Fragen stellen </li></ul><ul><li>zur Problemlösung ermutigen </li></ul><ul><li>wissenschaftliches Denken anregen </li></ul><ul><li>Erfahrungsbereich der Schüler mit einbeziehen  umfassendere Konzepte </li></ul>
  40. 42. <ul><li>Erreischen wir die 4 Stufen der kognitiven Entwicklung? (S. 50) </li></ul><ul><li>3 ersten Stufen sind fest programmiert durch die Entwicklung + physikalische Umwelt </li></ul><ul><li>Erwachsene erreichen nur in verschiedenen Bereichen die 4. Stufe durch Erfahrung und Expertise </li></ul><ul><li>formallogisches Denken wird nur durch Erfahrung erreicht </li></ul><ul><li>durch tiefgehendes Verständnis </li></ul>
  41. 43. 2.2.4 Informationsverarbeitung und neo-piagetscher Ansatz in der kognitiven Entwicklung <ul><li>Junge Kinder: schwieriger Konservierungs- und andere piagetsche Aufgaben zu bewältigen </li></ul><ul><li>-> Erklärung Piaget: Kompetenzen der Informationsverarbeitung (Aufmerksamkeit, Gedächtniskapazität + Lernziele) S.51 </li></ul>
  42. 44. <ul><li>Ältere Kinder: können ihre Aufmerksamkeit besser gerichtet einsetzen, Informationen schneller verarbeiten, höhere Informationsmengen speichern + Denkstrategien leichter und flexibler einsetzen </li></ul><ul><li>-> durch Reifungsprozess + Gehirnentwicklung </li></ul><ul><li>Was können Lehrer tun? </li></ul><ul><li>-> Kapazitäten für Strategieverständnis beim Problemlösen, + logisch denken </li></ul><ul><li>->> durch Herausforderung ( Fragen, Erklärungen -> infragestellen) </li></ul>
  43. 45. 2.2.5 Grenzen der Theorie Piagets S.52 <ul><li>4 getrennte Stufen der kognitiven Entwicklung werden in Frage gestellt </li></ul><ul><li>Mangel an Übereinstimmung im Denken der Kinder (Beispiel: Bauklötze) </li></ul><ul><li>Keine 4 getrennten Stufen sondern kontinuierlicher Prozess (allmähliche Entwicklung, nicht Alles- oder- Nichts- Prinzip) </li></ul><ul><li>Veränderung der Kompetenzen, werden auf einen Schlag wahrgenommen </li></ul>
  44. 46. <ul><li>Unterschätzung der Fähigkeiten junger Kindern </li></ul><ul><li>-> zu schwere und verwirrende Instruktionen </li></ul><ul><li>Menschen : geboren mit höherer kognitiver Ausstattung (S. 53) </li></ul><ul><li>Vernachlässigung des sozialen + kulturellen Kontextes </li></ul><ul><li>-> Herkunft, Religion, soziales Umfeld </li></ul>
  45. 47. WYGOTSKI <ul><li>Seite 53 bis 60 </li></ul>
  46. 48. Biographie: Wygotski <ul><li>Lev Semionovitch Wygotski </li></ul><ul><li>Geboren am 17. November 1896 in Orcha, Russland </li></ul><ul><li>Russischer Psychologe </li></ul><ul><li>Zeitgenosse von Jean Piaget </li></ul><ul><li>Hauptvertreter des Soziokonstruktivismus </li></ul><ul><li>Starb am 11. Juni 1934 (Tuberkulose) </li></ul><ul><li>Schrieb 100 Bücher und Artikel </li></ul>
  47. 49. Soziokulturelle Theorie (Seite 53) <ul><li>Es existieren kooperative Dialoge zwischen dem Kind und erfahreneren Erwachsenen in der Gesellschaft. </li></ul><ul><li>Kernidee: unsere mentalen Strukturen und Prozesse werden auf unsere soziale Interaktion mit anderen zurückgeführt. </li></ul>
  48. 50. Soziale Interaktion (Seite 54) <ul><li>für Wygotski sind soziale Interaktionen nicht nur Einflüsse, sondern sie schaffen unsere kognitiven Strukturen und Denkprozesse </li></ul>
  49. 51. Die sozialen Wurzeln des individuellen Denkens (Seite 54) <ul><li>Die Entwicklung für Wygotski: </li></ul><ul><li>Transformation von sozialen Tätigkeiten in internalisierte Prozesse </li></ul><ul><li>Dies geschieht auf zwei Ebenen: </li></ul><ul><li>Soziale Ebene, zwischen den Menschen, geteilte Tätigkeiten, Ko-Konstruktion </li></ul><ul><li>Dann individuell, im Kind, Ko-Konstruktion wird internalisiert </li></ul>
  50. 52. Beispiel Seite 54 <ul><li>Erste Ebene: der Vater = kenntnisreichere Person erinnert das Mädchen durch Fragen -> Problemlösung, die Erinnerung ist das Ergebnis dieser Interaktion ► Ko-Konstruktion </li></ul><ul><li>Zweite Ebene: diese Strategie wird internalisiert, Kind kann später ohne Interaktion selbstständig diesen Prozess erstellen </li></ul>
  51. 53. Kulturtechniken (Seite 55) <ul><li>sind technische Hilfsmittel und Symbolsysteme (wie Sprache) </li></ul><ul><li>diese erlauben den Menschen einer Gesellschaft zu kommunizieren, gemeinsam zu denken, Probleme zu lösen und Wissen auszubauen </li></ul>
  52. 54. Symbolsystem (Seite 56) <ul><li>Das Symbolsystem wird von Erwachsenen an das Kind weitergegeben durch Interaktionen und Unterweisungen </li></ul><ul><li>im Austausch von Denkformen und Begriffspräsentation mit Erwachsenen oder fähigeren Peers internalisiert Kind die soeben konstruierten Ideen. </li></ul><ul><li>Im Prozess der Verselbstständigung entwickelt Kind eigene Kulturtechniken </li></ul>
  53. 55. Sprache (Seite 56) <ul><li>= wichtigstes Symbolsystem unter den Kulturtechniken </li></ul><ul><li>Sie ist ein Medium mit dessen Hilfe Fragen gestellt werden, Begriffe und Kategorien benannt werden sowie Vergangenheit mit Zukunft verbunden wird </li></ul>
  54. 56. Selbstgespräche (Seiten 57 und 58) <ul><li>Wygotski sagt, dass Selbstgespräche die kognitive Entwicklung des Kindes steuern </li></ul><ul><li>Entwicklung erfolgt in verschiedenen Stufen: </li></ul><ul><li>Vom gesprochenem Wort zur inneren Sprache, von der gesteuerten Interaktion zwischen Partnern zum kognitiven Prozess im Individuum </li></ul>
  55. 57. Selbstgespräche und Lernen <ul><li>Selbstgespräche im Rahmen einer Klassenarbeit erlauben und fördern </li></ul><ul><li>Diese kognitive Selbstinstruktionen in Form eines Selbstgesprächs sind fruchtbare Lernmethoden </li></ul>
  56. 58. Zone der Proximalen Entwicklung (Seite 59) <ul><li>Bereich zw dem Entwicklungsstand wo das Kind ein Problem selbstständig lösen kann und dem Entwicklungsstand wo das Problem seine Fähigkeiten übersteigt . </li></ul><ul><li>Das Kind kann nur Lernfortschritte erreicht wenn es Unterweisungen erfolgreich einsetzt , diese Unterweisungen erhält es von Erwachsenen und/oder fähigeren Peers </li></ul>
  57. 59. <ul><li>Die sprachlichen Anforderungen des Erwachsenen nehemen mit wachseneder Selbstständigkeit des Kindes ab </li></ul><ul><li>Kind übernimmt Anforderungen in Form von Selbstgesprächen, dann in Form von innerem Sprechen </li></ul>
  58. 60. Lernen und Entwicklung (Seite 60) <ul><li>Für Wygotski ist Lernen ein AKTIVER Prozess, der nicht auf der altersbedingten kognitiven Entwicklung aufgebaut ist (=Piaget) </li></ul><ul><li>-> soziale Interaktionen bewirken das Lernen </li></ul><ul><li>Hier haben die Interaktionspartner (Lehrer, Eltern, Peers) eine wichtige Rolle </li></ul>
  59. 61. Grenzen (Seite 60) <ul><li>Ging zu weit in seinen Überlegungen über die Rolle der Kultur und sozialer Prozessen in der kognitiven Entwicklung </li></ul><ul><li>Er hat nicht differenziert zwischen einzelnen kognitiven Prozessen und deren Veränderung im Lauf der Entwicklung </li></ul><ul><li>Wygotskis Theorie basiert auf allgemeinen Hypothesen, er starb bevor er die Anwendung seiner Theorie auf den Unterricht ausarbeiten konnte </li></ul>
  60. 62. Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Erst: kognitiven Entwicklungsstand der Schüler verstehen - Danach: darauf aufbauen. </li></ul><ul><li>heterogene Ansammlung von Entwicklungen </li></ul><ul><li>Schüler verschieden entwickelt </li></ul><ul><li>Wie jedoch erkennen? </li></ul><ul><li>Robbie Case: „die Schüler sorgfältig beobachten“ </li></ul>
  61. 63. Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>„ Problem der Passung“ </li></ul><ul><li>=angemessenes Ausmaß an Disäquilibrium: </li></ul><ul><li>Kinder weder langweilen, noch überfordern soll </li></ul><ul><li>Durch beispielsweise unerwartete Ergebnisse </li></ul>
  62. 64. Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Mehrebenenunterricht </li></ul><ul><li>-> Materialien und Unterrichtseinheiten auf jeweilige Schüler anpassen </li></ul><ul><li>Tom Good und Jere Brophy </li></ul><ul><li>-> Aktivitätskarten=eigene Form der Nacharbeit aussuchen </li></ul><ul><li>„ Aktives Lernen“ </li></ul><ul><li>-> Lernen=konstruktiver Prozess </li></ul><ul><li>-> Schüler aktiv im Lernprozess </li></ul>
  63. 65. Piagets Theorie in der Institution Schule <ul><li>Interaktion </li></ul><ul><li>-> das eigene Denken prüfen </li></ul><ul><li>Kommunikation </li></ul><ul><li>-> neue Denkansätze </li></ul><ul><li>Spiel </li></ul><ul><li>-> Alter=keine Rolle </li></ul>
  64. 66. Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Kognitive Entwicklung der Kinder durch: </li></ul><ul><li>Unterhaltungen und Interaktion mit fähigeren Mitglieder der Gesellschaft </li></ul><ul><li>-> „ Peers “ </li></ul><ul><li>Peers stellen abgestufte Anleitung bereit </li></ul><ul><li>-> „ scaffolding “ </li></ul><ul><li>Medium unserer westlichen Gesellschaft: </li></ul><ul><li>-> die Sprache </li></ul>
  65. 67. Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Tutorisiertes Lernen </li></ul><ul><li>Anleitung durch den Lehrer/die Lehrerin </li></ul><ul><li>Rolle des Lehrers </li></ul><ul><li>-> NICHT: Umgebung schaffen in der Schüler alleine Entdeckungen machen können </li></ul><ul><li>-> SONDERN: Anleitungen geben nach dem Prinzip von „scaffolding“ </li></ul><ul><li>-> SOWIE: Erkennen, wann der Schüler selbstständiger arbeiten kann </li></ul>
  66. 68. Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Rolle des Lehrers </li></ul><ul><li>-> Anpassung des Unterrichtmaterials/Aufgaben an den gegenwärtigen Kenntnisstand </li></ul><ul><li>-> Einzelne Etappen eines Problems durchgehen </li></ul><ul><li>-> Rückmeldung geben für Schüler </li></ul><ul><li>„ Magische Mitte“ </li></ul><ul><li>-> Schüler: soll weder gelangweilt noch überfordert werden </li></ul><ul><li>-> Hilfe von anderen Schülern = Kooperation </li></ul>
  67. 69. Wygotskis Theorie in der Institution Schule <ul><li>Kulturtechniken einsetzen </li></ul><ul><li>-> soziokultureller Hintergrund </li></ul><ul><li>-> Wissensbestände in der Schule anknüpfen = Motivation </li></ul><ul><li>-> Auf die Stärken eines Schülers aufbauen </li></ul><ul><li>-> Sprache ist ein großer Bestandteil des Lernens </li></ul>
  68. 70. Sprachunterschiede: Erwerb zweier Sprachen <ul><li>Erwachsene -> mehr Lernstrategien + größeres Sprachwissen als junge Kinder </li></ul><ul><li>Kritische Periode für muttersprachliche Aussprache </li></ul><ul><li>Beste Periode = frühe Kindheit </li></ul><ul><li>Je besser die Erstsprache desto schneller lernt man die Zweitsprache </li></ul>
  69. 71. Bilinguale Kinder <ul><li>Junges Alter: vermischen Syntax + Lexikon </li></ul><ul><li>-> ab 4 Jahre </li></ul><ul><li>Erst mit 3-5 Jahren kompetent in ihrer zweiten Sprache </li></ul>
  70. 72. Sprachentwicklung im Schulalter S.70 <ul><li>Etwa mit 5-6 Jahren, Erwarb aller Grundlagen der Muttersprache: </li></ul><ul><li>Aussprache: Erstklässler beherrschen fast alle Laute, bevorzugen leichte Wörter </li></ul><ul><li>Grammatik: Beherrschen Syntax + Grammatik früh, Passiv dauert länger </li></ul><ul><li>Lexikon: 6 Jahre= 8000-14000 Wörter, 11 Jahre= 40000 Wörter </li></ul><ul><li>-> Abstraktion, Metarphern, Ironie = schwer </li></ul>
  71. 73. <ul><li>Pragmatik: Differenzierung zwischen Peers + Familie und Erwachsene. </li></ul><ul><li>Metalinguistische Kognitionen: beide Kommunikationspartner müssen die Sprache verstehen, sonst keine Kommunikation. </li></ul>

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