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Andre Yasmine Anton Christine Atzei Federica Audry Christiane Disewiscourt Marc Hemmen Michèle Uni.lu, Campus Walferdange ...
Inhaltsverzeichnis <ul><li>Einleitung </li></ul><ul><li>Gehirn, Neuronen, Synapsen </li></ul><ul><li>Wichtige Persönlichke...
<ul><ul><li>  Neurodidaktik </li></ul></ul><ul><li>Hirnforschung Pädagogik </li></ul><ul><li>Neue Kenntnisse der Gehirnfor...
http://de.youtube.com/watch?v=KL27Xg7Abck Pinky & Brain erklären das Gehirn
Aufbau des Gehirns Kleinhirn Bewegungskoordination Muskeltonus Gleichgewicht Stammhirn Körperfunktionen Großhirn Gedächtni...
Der Cortex (= Großhirnrinde) <ul><li>Äußere Schicht des Großhirns </li></ul><ul><li>Frontallappen = Motorik </li></ul><ul>...
Das limbische System <ul><li>Das  limbische System  dient der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverha...
Neuronen oder Nervenzellen <ul><li>Gehirn  =  Interaktion stark vernetzter Neuronen </li></ul><ul><li>100 Milliarden Neuro...
<ul><li>Ein Neuron „steht“ für etwas,  repräsentiert etwas  (im Gegenteil zu einer Hautzelle). </li></ul><ul><li>Impulse w...
Synapse <ul><li>Synapse  =  Kontaktstelle zwischen Nervenzelle und anderen Zellen (wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen)...
<ul><li>Wenn viele Impulse über eine Synapse laufen, wird sie stärker und überträgt den Reiz auch schneller und stärker. <...
Prof Dr.Dr. Manfred Spitzer <ul><li>-geb. 1958 </li></ul><ul><li>-studierte Medizin, Psychologie, Philosophie </li></ul><u...
Prof Gerhard Preiss
Zahlengarten <ul><li>„ Im Zahlengarten fühlen sich die Zahlen wohl. </li></ul><ul><li>Da sehe ich mich um. </li></ul><ul><...
Zahlengarten: <ul><li>Idee vom Zahlengarten wurde im Rahmen eines Unterrichtsprojektes für Geistesbehinderte entwickelt </...
Stroop effect <ul><li>Psychologisches Phänomen das bei Automatismen auftritt. Dieser Effekt besagt dass antrainierte Handl...
Optische Täuschungen <ul><li>http:// www.youtube.com/watch?v=P1px_geoK0I&feature=related </li></ul>
 
 
 
Was passiert mit den Informationen die wir aufnehmen? <ul><ul><li>Die Informationen werden gespeichert im: </li></ul></ul>...
Wi e ist das Langzeitgedächtnis eingeteilt? <ul><li>Episodisches Gedächtnis (=autobiographisches Gedächtnis) </li></ul><ul...
Musterwahrnehmung/Regeln <ul><li>Das kindliche Gehirn sucht nach Mustern/Regeln in seiner Umwelt.  </li></ul><ul><ul><li>Z...
Entstehung von “Landkarten“ im Gehirn <ul><li>Neuronen reagieren auf Reize </li></ul><ul><li>Neuronen die auf ähnliche Rei...
Das Vorwissen <ul><li>Spielt eine wichtige Rolle beim Lernen: </li></ul><ul><li>Ermöglicht schnelleres Lernen </li></ul><u...
Wie kann ich effektiv lernen? <ul><li>Durch häufige Wiederholung (Bsp.: Glühweinbude) </li></ul><ul><ul><li>-> Gedächtniss...
Motivation und Neugier <ul><li>-angeboren </li></ul><ul><li>„ wir hatten noch keine Chance es ihnen (den Babys) abzugewöhn...
Positive Emotionen <ul><li>Hippocampus </li></ul><ul><li>„ Einzelteile“ werden innerhalb von Wochen und Monaten in die Geh...
Negative Emotionen <ul><li>Mandelkern </li></ul><ul><li>Gefühle werden „mit -gespeichert“ </li></ul><ul><li>Körperliche Re...
Mit Geruch lernen? <ul><li>Zusammenspiel der Sinne (Hören, sehen, riechen…) regt Wahrnehmungsapparat an </li></ul><ul><li>...
Wieso vergessen wir? <ul><li>— Wenn man sich ständig an alles erinnern könnte, wäre es nicht möglich sich auf eine Sache z...
Vergessen <ul><li>„ scheinbar“ vergessen </li></ul><ul><li>Kurzzeitgedächtnis </li></ul><ul><li>Selektion </li></ul><ul><l...
Spaß- und Erlebnispädagogik <ul><li>Das Gehirn funktioniert umso besser, je attraktiver die Lernsituation empfunden wird <...
Das Spiel beim Lernen <ul><li>Spiel: effektivste Form kindlichen Lernens </li></ul><ul><li>Es ist die intensivste , intrin...
„ Kuschelpädagogik“? <ul><li>Kritik: Es wird den Schülern zu leicht gemacht, sie haben nur Spaß und umgehen den Anstrengun...
„ Flow“ in der Schule <ul><li>= Glück, Zufriedenheit </li></ul><ul><li>Aktive Beteiligung der Schüler an ihrem Tun </li></...
Belohnungssystem und Dopamin <ul><li>Erfolgserlebnisse steigern den Lernerfolg: </li></ul><ul><li>Durch Fehler lernen </li...
Rahmenbedingungen fürs Lernen <ul><li>In der Neurowissenschaft ist heute gewusst unter welchen Bedingungen das Gehirn bess...
<ul><li>„ Das Gehirn lernt immer, es kann gar nicht anders.“ (Spitzer M., 2003). </li></ul><ul><li>Jedoch muss das Lernen ...
<ul><li>Der emotionale Zustand bestimmt darüber, wo gelernte Fakten gespeichert werden </li></ul><ul><li>Im Hippocampus od...
<ul><li>Wie lehrt und lernt man effektiv? </li></ul>
Erfolgreiches Lehren und Lernen <ul><li>Sich des Lehr- und Lernziels bewusst sein </li></ul><ul><li>Selbstorganisiertes un...
<ul><li>Die Gehirnforschung zeigt nur, dass wir zum lernen geboren sind </li></ul><ul><li>Sie zeigt die Bedingungen erfolg...
Lerntheorien  im Unterricht <ul><li>Behaviorismus </li></ul><ul><li>Kognitivismus </li></ul><ul><li>Konstruktivismus </li>...
Behaviorismus <ul><li>Lernender = passiv </li></ul><ul><li>Lehrer = Zentrum </li></ul><ul><li>Postive und negative Reize b...
Kognitivismus <ul><li>Lernen durch Erkenntnis, Einsicht, Verständnis </li></ul><ul><li>Vergleich von Gehirn mit Computer =...
Konstruktivismus <ul><li>Lernender steuert seinen Lernprozess selbst </li></ul><ul><li>Individuelle Repräsentationen  </li...
«  Wir können sehen, wie das  Gehirn denkt »  <ul><li>Beobachtung von neurologisch aktiven Gehirnen </li></ul><ul><li>Wenn...
Aussagen der Neurobiologie +  Folgerungen für den Unterricht <ul><li>Die Bedingungen für die Erforschung  der Reaktionen  ...
Neurobiologen haben bestätigt dass: <ul><li>Problemlösen ohne bewusste Aufmerksamkeit = unmöglich </li></ul><ul><li>Mehr A...
“ Gehirne sind Regelextraktionsmaschinen” <ul><li>Die Welt ist regelhaft deshalb muß man sich nicht alles merken ( Manfred...
Vernunft? <ul><li>Appelle an die Einsicht = verfehlt </li></ul><ul><ul><li>Weil : </li></ul></ul><ul><li>Missverstehen= No...
Sprache <ul><li>Gesprochene Srpache verstärkt Ausbildung von verschiedenen geistigen Leistungen: </li></ul><ul><li>Vorstel...
Gefühle und lernen? <ul><li>Die Triebe , Gefühle bestimmen unser Verhalten </li></ul><ul><li>Entscheidungen werden im limb...
<ul><li>Gefühle haben einen starken Einfluss auf  Gedächtnisleistungen </li></ul><ul><li>Positive Reize = Inhalte werden b...
<ul><li>Folgerung : </li></ul><ul><li>Gefühle sichtbar machen </li></ul><ul><li>Freundliche Lernatmosphäre </li></ul><ul><...
Kritik <ul><li>Neurowissenschaft = Wissenschaft  </li></ul><ul><li>Sie analysiert was im Gehirn der Menschen passiert und ...
<ul><li>Aber  : </li></ul><ul><li>Zu theoretisch  </li></ul><ul><li>Wird ein Lehrer der die Funktionen des Gehirns kennt s...
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Brain Based Learning

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Brain Based Learning

  1. 1. Andre Yasmine Anton Christine Atzei Federica Audry Christiane Disewiscourt Marc Hemmen Michèle Uni.lu, Campus Walferdange 17.12.2008 Brain-based learning theories
  2. 2. Inhaltsverzeichnis <ul><li>Einleitung </li></ul><ul><li>Gehirn, Neuronen, Synapsen </li></ul><ul><li>Wichtige Persönlichkeiten </li></ul><ul><li>Hirngerechtes Lernen </li></ul><ul><li>Lernen mit Emotionen, Spiel und Neugier </li></ul><ul><li>Spaß- und Lernpädagogik </li></ul><ul><li>Rahmenbedingungen fürs Lernen </li></ul><ul><li>Lerntheorien und Neurodidaktik </li></ul>
  3. 3. <ul><ul><li> Neurodidaktik </li></ul></ul><ul><li>Hirnforschung Pädagogik </li></ul><ul><li>Neue Kenntnisse der Gehirnforschung werden für neue didaktische Mitteln eingesetzt. </li></ul><ul><li>Lernprozesse sind Gegenstand der Gehirnforschung. </li></ul><ul><li>Hirngerechtes Lernen: Welche Bedingungen sind notwendig fürs Lernen? </li></ul><ul><li>Kann ein Lehrer besser lehren, wenn er die Zusammenhänge im Gehirn kennt? </li></ul>
  4. 4. http://de.youtube.com/watch?v=KL27Xg7Abck Pinky & Brain erklären das Gehirn
  5. 5. Aufbau des Gehirns Kleinhirn Bewegungskoordination Muskeltonus Gleichgewicht Stammhirn Körperfunktionen Großhirn Gedächtnis Bewusstsein Intellekt
  6. 6. Der Cortex (= Großhirnrinde) <ul><li>Äußere Schicht des Großhirns </li></ul><ul><li>Frontallappen = Motorik </li></ul><ul><li>Parietallappen = Berührung </li></ul><ul><li>Temporallappen = Hören </li></ul><ul><li>Occipitallappen = Sehen </li></ul><ul><li>Insellappen = Schmecken </li></ul><ul><li>Limpischer Lappen (Hippocampus) = Gedächtnisfunktion, emotionaler Prozess </li></ul><ul><li>Zusammenspiel der Felder </li></ul>
  7. 7. Das limbische System <ul><li>Das limbische System dient der Verarbeitung von Emotionen und der Entstehung von Triebverhalten </li></ul><ul><li>Hippocampus (Seepferdchen) </li></ul><ul><li>Überführung von Gedächtnisinhalten vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis </li></ul><ul><li>ist für Einzelepisoden zuständig </li></ul><ul><li>Amygdala (Mandelkern) </li></ul><ul><li>Entstehung von Angst, emotionale Bewertung, Wiedererkennung einer Situation, Analysieren von Gefahr </li></ul>
  8. 8. Neuronen oder Nervenzellen <ul><li>Gehirn = Interaktion stark vernetzter Neuronen </li></ul><ul><li>100 Milliarden Neuronen </li></ul><ul><li>4 Elemente </li></ul><ul><ul><li>Dendriten (Reizaufnahme) </li></ul></ul><ul><ul><li>Zellkörper (Lebensfunktionen) </li></ul></ul><ul><ul><li>Axon (Nervenfasern, leiten Signale weiter) </li></ul></ul><ul><ul><li>Synapsen (Ende des Axon, Kontaktstelle zwischen Nervenzelle und anderen Zellen) </li></ul></ul>
  9. 9. <ul><li>Ein Neuron „steht“ für etwas, repräsentiert etwas (im Gegenteil zu einer Hautzelle). </li></ul><ul><li>Impulse werden durch Sinnesorgane aufgenommen. </li></ul><ul><li>Die Dendriten nehmen die Reize auf und die Informationsverarbeitung erfolgt im Zellkern. </li></ul><ul><li>Das Axon leitet die Signale an die Synapse weiter. </li></ul><ul><li>An den Synapsen werden die elektrische Signale in chemische Signale umgewandelt, was zur Herstellung zu Neurotransmitter führt. </li></ul><ul><li>Die Zelle ist nun aktiviert und kann ihre Impulse an die Nerven- oder Sinneszellen weiterleiten. </li></ul>
  10. 10. Synapse <ul><li>Synapse = Kontaktstelle zwischen Nervenzelle und anderen Zellen (wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen) oder zwischen Nervenzellen untereinander. </li></ul><ul><li>Hier findet eine Erregungsübertragung von einem Axon auf eine andere Zelle statt. </li></ul>
  11. 11. <ul><li>Wenn viele Impulse über eine Synapse laufen, wird sie stärker und überträgt den Reiz auch schneller und stärker. </li></ul><ul><li>Die Kontaktfläche vergrößert sich. </li></ul><ul><li>Einzelfälle haben keine Auswirkung auf das Gehirn </li></ul><ul><li>Reize, die wiederholt werden, können gespeichert werden. </li></ul><ul><li>Lernen = Veränderung der Stärke von Verbindungen zwischen Nervenzellen </li></ul>
  12. 12. Prof Dr.Dr. Manfred Spitzer <ul><li>-geb. 1958 </li></ul><ul><li>-studierte Medizin, Psychologie, Philosophie </li></ul><ul><li>-leitet Psychiatrische Universitätsklinik Ulm </li></ul><ul><li>und Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen </li></ul><ul><li>-Bestseller « Lernen » wurde mit dem Forschungspreis </li></ul><ul><li>der Deutschen Gesellschaft für Nervenkunde ausgezeichnet </li></ul>
  13. 13. Prof Gerhard Preiss
  14. 14. Zahlengarten <ul><li>„ Im Zahlengarten fühlen sich die Zahlen wohl. </li></ul><ul><li>Da sehe ich mich um. </li></ul><ul><li>Dort gehe ich mit meinen Freunden hin. “ </li></ul>
  15. 15. Zahlengarten: <ul><li>Idee vom Zahlengarten wurde im Rahmen eines Unterrichtsprojektes für Geistesbehinderte entwickelt </li></ul><ul><li>Aufgaben </li></ul><ul><li>Pädagogik </li></ul><ul><li>Lernen + Beobachten in freier Natur </li></ul><ul><li>Verbinden unterschiedlicher Lehrnfächer </li></ul><ul><li>Erkennen von Zahlen und Formen der Geometrie </li></ul><ul><li>Erkennen verschiedener Grössen, Längen, Flächen…. </li></ul>
  16. 16. Stroop effect <ul><li>Psychologisches Phänomen das bei Automatismen auftritt. Dieser Effekt besagt dass antrainierte Handlungen schwer zu unterbrechen sind. </li></ul><ul><li>Emotions Stroop-Test: </li></ul><ul><li>http://www.youtube.com/watch?v=Tpge6c3Ic4g </li></ul><ul><li>Numerischer Zahlenstroop-Test </li></ul>
  17. 17. Optische Täuschungen <ul><li>http:// www.youtube.com/watch?v=P1px_geoK0I&feature=related </li></ul>
  18. 21. Was passiert mit den Informationen die wir aufnehmen? <ul><ul><li>Die Informationen werden gespeichert im: </li></ul></ul><ul><ul><li>Sensorischen Gedächtnis (=Ultrakurzzeitgedächtnis) </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>-> 1 Sekunde </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Kurzzeitgedächtnis </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>-> 15-45 Sekunden </li></ul></ul></ul><ul><ul><li>Langzeitgedächtnis </li></ul></ul><ul><ul><ul><li>-> Mehrere Stunden, Tage, Wochen oder ein ganzes Leben lang </li></ul></ul></ul>
  19. 22. Wi e ist das Langzeitgedächtnis eingeteilt? <ul><li>Episodisches Gedächtnis (=autobiographisches Gedächtnis) </li></ul><ul><ul><li>-> Persönliche Erfahrungen </li></ul></ul><ul><li>Semantisches Gedächtnis (=Faktengedächtnis) </li></ul><ul><ul><li>-> Dinge die man in der Schule gelernt hat </li></ul></ul><ul><li>Prozedurales Gedächtnis (=Speichern von gelernten Handlungsabläufen) </li></ul><ul><ul><li>->z.B Fahrradfahren, Autofahren,... </li></ul></ul>
  20. 23. Musterwahrnehmung/Regeln <ul><li>Das kindliche Gehirn sucht nach Mustern/Regeln in seiner Umwelt. </li></ul><ul><ul><li>Z.B. Beim Gebrauch des Präteritums in der deutschen Sprache </li></ul></ul><ul><li>Speicherung dieser Regeln (ohne Einfluss des Menschen) </li></ul><ul><ul><li>Das Präteritum von „spielen“ lautet „ich spiel te “. </li></ul></ul><ul><li>Anwendung der gespeicherten Regeln </li></ul><ul><ul><li>Aus „essen“ wird „ich ess te “ </li></ul></ul>
  21. 24. Entstehung von “Landkarten“ im Gehirn <ul><li>Neuronen reagieren auf Reize </li></ul><ul><li>Neuronen die auf ähnliche Reize reagieren liegen nahe beieinander. </li></ul><ul><ul><li>Z.B. Tastempfindungen (Hände und Lippen) </li></ul></ul><ul><li>Entstehung verschiedener “Landkarten“ im Gehirn </li></ul><ul><ul><li>Z.B. Empfindungslandkarte </li></ul></ul>
  22. 25. Das Vorwissen <ul><li>Spielt eine wichtige Rolle beim Lernen: </li></ul><ul><li>Ermöglicht schnelleres Lernen </li></ul><ul><ul><li>-> Verknüpfung vom neuen Wissen mit bereits vorhandenem Wissen </li></ul></ul><ul><li>Nachteil: Vorwissen kann einschränken </li></ul><ul><ul><li>- > Neigung dazu, an einer Interpretation festzuhalten </li></ul></ul><ul><ul><li>-> hindert uns daran etwas neues zu lernen </li></ul></ul>
  23. 26. Wie kann ich effektiv lernen? <ul><li>Durch häufige Wiederholung (Bsp.: Glühweinbude) </li></ul><ul><ul><li>-> Gedächtnisspuren entstehen durch Gebrauch </li></ul></ul><ul><ul><li>-> Benutzung der Verbindungen zwischen den Nervenzellen </li></ul></ul><ul><ul><li>-> Spuren verfestigen sich </li></ul></ul><ul><li>Themen die das persönliche Interesse ansprechen </li></ul><ul><li>Einbeziehen der (positiven) Emotionen </li></ul><ul><li>Einbeziehen mehrerer Sinnesorgane </li></ul><ul><ul><li>-> Wenn z.B. etwas gleichzeitig gesehen und gehört wird </li></ul></ul><ul><li>Angenehme Lernumgebung </li></ul>
  24. 27. Motivation und Neugier <ul><li>-angeboren </li></ul><ul><li>„ wir hatten noch keine Chance es ihnen (den Babys) abzugewöhnen“ (Spitzer) </li></ul><ul><li>-jeder will lernen </li></ul><ul><li>-Schule kann nicht motivieren </li></ul>aber de motivieren
  25. 28. Positive Emotionen <ul><li>Hippocampus </li></ul><ul><li>„ Einzelteile“ werden innerhalb von Wochen und Monaten in die Gehirnrinde transportiert </li></ul><ul><li> langfristige Speicherung </li></ul><ul><li>Gelerntes ist kreativ einsetzbar </li></ul><ul><li>Dopamin  „flow“ </li></ul>
  26. 29. Negative Emotionen <ul><li>Mandelkern </li></ul><ul><li>Gefühle werden „mit -gespeichert“ </li></ul><ul><li>Körperliche Reaktionen </li></ul><ul><li> Routinen (wie Flucht) können nur noch ausgeführt werden </li></ul><ul><li>Angst blockiert Gedanken, „blackout“ </li></ul>
  27. 30. Mit Geruch lernen? <ul><li>Zusammenspiel der Sinne (Hören, sehen, riechen…) regt Wahrnehmungsapparat an </li></ul><ul><li> leichteres Lernen und Behalten </li></ul><ul><li> bei Abruf assoziiert </li></ul>
  28. 31. Wieso vergessen wir? <ul><li>— Wenn man sich ständig an alles erinnern könnte, wäre es nicht möglich sich auf eine Sache zu konzentrieren. </li></ul><ul><li> Überflutung von Erinnerungen </li></ul>
  29. 32. Vergessen <ul><li>„ scheinbar“ vergessen </li></ul><ul><li>Kurzzeitgedächtnis </li></ul><ul><li>Selektion </li></ul><ul><li>—Theorie der verblassenden Gedächtnisspur </li></ul><ul><li>—Inferenz- und Überlagerungstheorie </li></ul><ul><li>—Stress </li></ul><ul><li>—Depressionen </li></ul><ul><li>—Alkohol, Medikamente, Drogen, Ernährung </li></ul><ul><li>—Alter </li></ul><ul><li>—Negative Emotionen </li></ul>
  30. 33. Spaß- und Erlebnispädagogik <ul><li>Das Gehirn funktioniert umso besser, je attraktiver die Lernsituation empfunden wird </li></ul><ul><li>Die attraktive Lernumgebung fördert Lernbereitschaft und Motiviertheit </li></ul><ul><li>Emotionalität und Spaß beim Lernen als wesentliche Rahmenbedingung für Lernerfolge </li></ul><ul><li>Spaßpädagogik macht Lust auf fortgesetztes Lernen </li></ul>
  31. 34. Das Spiel beim Lernen <ul><li>Spiel: effektivste Form kindlichen Lernens </li></ul><ul><li>Es ist die intensivste , intrinsisch motivierte Lerntätigkeit </li></ul><ul><li>Soziales Handeln, Kognition und Emotionen werden geschaffen </li></ul><ul><li>Erlebniszustand, entspannte Atmosphäre </li></ul>
  32. 35. „ Kuschelpädagogik“? <ul><li>Kritik: Es wird den Schülern zu leicht gemacht, sie haben nur Spaß und umgehen den Anstrengungen </li></ul><ul><li>Antwort der Gehirnforscher: </li></ul><ul><li>„ Kuschelpädagogik“ ist diejenige, die nicht nach den individuellen Interessen der Schüler fragt und sie herausfordert </li></ul><ul><li>Lehrerzentrierter Unterricht </li></ul><ul><li>Hier schalten die Gehirne der Schüler ab </li></ul>
  33. 36. „ Flow“ in der Schule <ul><li>= Glück, Zufriedenheit </li></ul><ul><li>Aktive Beteiligung der Schüler an ihrem Tun </li></ul><ul><li>Der Lernende im Mittelpunkt: selbstgeschaffene Regeln und Ziele </li></ul><ul><li>Er lernt, weil es ihm wichtig ist, nicht weil es im Lehrplan steht </li></ul><ul><li>Das Gehirn wird sinnvoll beschäftigt </li></ul><ul><li>Lernen wird als Erlebnis empfunden </li></ul><ul><li>Durch die Emotionen wird das Gelernte auf eine besondere Weise abgespeichert </li></ul>
  34. 37. Belohnungssystem und Dopamin <ul><li>Erfolgserlebnisse steigern den Lernerfolg: </li></ul><ul><li>Durch Fehler lernen </li></ul><ul><li>Spaß am Erfolg und an der Leistung </li></ul><ul><li>„ Dopamin -Dusche“: Das Gehirn belohnt sich für jeden Erfolg selbst </li></ul><ul><li>Dopamin gibt ein positives Gefühl </li></ul><ul><li>Das Gehirn sucht nach diesem Glückgefühl </li></ul><ul><li>Deshalb: </li></ul><ul><li>Mehr Lernen, mehr Erfolg, mehr Dopamin </li></ul>
  35. 38. Rahmenbedingungen fürs Lernen <ul><li>In der Neurowissenschaft ist heute gewusst unter welchen Bedingungen das Gehirn besser oder schlechter lernt </li></ul><ul><li>Solche Bedingungen kann man aber nur beschreiben </li></ul><ul><li>Wie setzt man sie um? </li></ul>
  36. 39. <ul><li>„ Das Gehirn lernt immer, es kann gar nicht anders.“ (Spitzer M., 2003). </li></ul><ul><li>Jedoch muss das Lernen als „positive Anstrengung“ empfunden werden. </li></ul><ul><li>Lehrende müssen geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit die „Gehirne“ angeregt und nicht abgeschreckt oder gelangweilt werden </li></ul><ul><li>Ein Lehrer, der weiß, wie das Lernen funktioniert, kann besser lehren </li></ul>
  37. 40. <ul><li>Der emotionale Zustand bestimmt darüber, wo gelernte Fakten gespeichert werden </li></ul><ul><li>Im Hippocampus oder im Mandelkern </li></ul><ul><li>Lernen darf nicht mit Angst und Druck verbunden werden </li></ul><ul><li>Am besten lernen Kinder bei guter Laune </li></ul><ul><li>Lernen bedarf eines „entspannten Feldes“ </li></ul><ul><li>Kinder brauchen Sicherheit und Anregung beim Lernen </li></ul>
  38. 41. <ul><li>Wie lehrt und lernt man effektiv? </li></ul>
  39. 42. Erfolgreiches Lehren und Lernen <ul><li>Sich des Lehr- und Lernziels bewusst sein </li></ul><ul><li>Selbstorganisiertes und selbstbestimmtes Lernen </li></ul><ul><li>Alle Sinne ansprechen </li></ul><ul><li>Neugierde weckt positive Gefühle </li></ul><ul><li>Angst und Stress vermeiden </li></ul><ul><li>In einem sinnvollen Kontext lernen </li></ul><ul><li>Bevor die Details gelernt werden, Verständnis des Ganzen vermitteln </li></ul><ul><li>In einer motivierenden Umgebung lehren und lernen </li></ul>
  40. 43. <ul><li>Die Gehirnforschung zeigt nur, dass wir zum lernen geboren sind </li></ul><ul><li>Sie zeigt die Bedingungen erfolgreichen Lernens in verschiedenen Lebensphasen </li></ul><ul><li>Damit ein besseres Lernen aber möglich ist, muss man die Theorie umsetzen </li></ul><ul><li>Im Handeln zeigt sich was wirkt und was nicht, welche Theorie taugt und welche nicht, welche Vorgänge wichtig und welche randständig sind </li></ul>
  41. 44. Lerntheorien im Unterricht <ul><li>Behaviorismus </li></ul><ul><li>Kognitivismus </li></ul><ul><li>Konstruktivismus </li></ul>
  42. 45. Behaviorismus <ul><li>Lernender = passiv </li></ul><ul><li>Lehrer = Zentrum </li></ul><ul><li>Postive und negative Reize bestimmen den Lernprozess </li></ul><ul><li>Tabula rasa ( kein Vorwissen) </li></ul>
  43. 46. Kognitivismus <ul><li>Lernen durch Erkenntnis, Einsicht, Verständnis </li></ul><ul><li>Vergleich von Gehirn mit Computer = Informationsverarbeitung </li></ul><ul><li>Der Lernender= aktiv an seinen Lernprozess beteiligt </li></ul><ul><li>(wird geleitet aber soll die Lösung selbst finden) </li></ul><ul><li>Lernen mit Emotionen </li></ul>
  44. 47. Konstruktivismus <ul><li>Lernender steuert seinen Lernprozess selbst </li></ul><ul><li>Individuelle Repräsentationen </li></ul><ul><li>Selbständiges konstruieren von neuem Wissen </li></ul><ul><li>Lehrer= Unterstützer und Berater </li></ul><ul><li>Entwicklung intrinsischer Motivation </li></ul>
  45. 48. «  Wir können sehen, wie das Gehirn denkt »  <ul><li>Beobachtung von neurologisch aktiven Gehirnen </li></ul><ul><li>Wenn ein Mensch fühlt , denkt = sichtbare Aktivität von Neuronen </li></ul>
  46. 49. Aussagen der Neurobiologie + Folgerungen für den Unterricht <ul><li>Die Bedingungen für die Erforschung der Reaktionen auf die verschiedenen Lernprozesse hat sich drastisch verbessert </li></ul><ul><li>Die Neurowissenschaft ermöglicht die Analyse der bisher bekannten Lerntheorien </li></ul><ul><li>Keine neue Lerntheorie sondern neue Erkenntnisse über die bestehenden. </li></ul>
  47. 50. Neurobiologen haben bestätigt dass: <ul><li>Problemlösen ohne bewusste Aufmerksamkeit = unmöglich </li></ul><ul><li>Mehr Aufmerksamkeit wenn : neu und wichtig </li></ul><ul><li>Größere Chancen dass das Gedächtnis speichert </li></ul><ul><li>“ Kernanliegen” herausfinden = wichtig </li></ul>
  48. 51. “ Gehirne sind Regelextraktionsmaschinen” <ul><li>Die Welt ist regelhaft deshalb muß man sich nicht alles merken ( Manfred Spitzer) </li></ul><ul><li>Bsp. Auto fahren </li></ul><ul><li>Also : </li></ul><ul><li>Einzelne Fakten lernen in der Schule = ungünstig </li></ul><ul><li>Besser = viele gute Beispiele lernen und Regeln selbst erbauen </li></ul>
  49. 52. Vernunft? <ul><li>Appelle an die Einsicht = verfehlt </li></ul><ul><ul><li>Weil : </li></ul></ul><ul><li>Missverstehen= Normal / Verstehen = Ausnahme </li></ul><ul><li>Einsichtsapelle = erfolgreich wenn man auf der gleichen Wellenlänge ist </li></ul>
  50. 53. Sprache <ul><li>Gesprochene Srpache verstärkt Ausbildung von verschiedenen geistigen Leistungen: </li></ul><ul><li>Vorstellen </li></ul><ul><li>Erinnern </li></ul><ul><li>Begriffliches Denken </li></ul><ul><ul><li>Deshalb: </li></ul></ul><ul><li>Sprachliche Interaktion ist notwendig </li></ul>
  51. 54. Gefühle und lernen? <ul><li>Die Triebe , Gefühle bestimmen unser Verhalten </li></ul><ul><li>Entscheidungen werden im limbischen System gefällt </li></ul><ul><li>Limbisches System (= Ort der Erzeugung und Verarbeitung von Gefühlen) </li></ul><ul><li>Kognition ( Wahrnehmem , Denken, Verstehen, Urteielen) </li></ul><ul><ul><ul><li>= ohne Emotion nicht möglich </li></ul></ul></ul><ul><li>Ohne Gefühle kein vernünftiges entscheiden </li></ul>
  52. 55. <ul><li>Gefühle haben einen starken Einfluss auf Gedächtnisleistungen </li></ul><ul><li>Positive Reize = Inhalte werden besser gespeichert </li></ul><ul><li>Negative Reize= führen nicht auf Dauer zu besserem Einspeichern </li></ul><ul><li>Behavioristen: Anwendung beider Reize </li></ul>
  53. 56. <ul><li>Folgerung : </li></ul><ul><li>Gefühle sichtbar machen </li></ul><ul><li>Freundliche Lernatmosphäre </li></ul><ul><li>Aus trockenem Stoff, Fakten lebendige Geschichten machen </li></ul>
  54. 57. Kritik <ul><li>Neurowissenschaft = Wissenschaft </li></ul><ul><li>Sie analysiert was im Gehirn der Menschen passiert und beweist uns damit was stimmt und was nicht </li></ul><ul><li>Die Lerntheorien haben durch verschiedene Daten + Experimente ihre Lerntheorien verteidigt </li></ul><ul><li>Die Neurowissenschaft nimmt sie auseinander und überprüft ihre Glaubhaftigkeit </li></ul><ul><li>Im Gehirn passiert das Lernen, das Fühlen </li></ul>
  55. 58. <ul><li>Aber : </li></ul><ul><li>Zu theoretisch </li></ul><ul><li>Wird ein Lehrer der die Funktionen des Gehirns kennt seinen Unterricht lernfreundlicher gestalten können? </li></ul><ul><li>Nicht genügend anwendungsorientierte Forschung </li></ul><ul><li>Zu grosse Erwartungen </li></ul><ul><li>Jetzt wissen wir wie das Gehirn während des Lernprozesses funktioniert und unsere Schulsysteme werden nun besser und die Schüler lernen mehr ( Bsp. Pisa) </li></ul>
  56. 59. Ende

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