Gute Azubis sind heiß begehrt. In fast allenBranchen. Doch wie bekommt man sie? Wiebegeistert man junge Menschen für einen...
Chemie: „Elementare Vielfalt“Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, begleitenden Informati-onsmaterialien und Social Media ...
„Reisefieber“ in derTourismusbrancheDer Deutsche ReiseVerband (DRV) wirbt im Rahmen seinerAusbildungsoffensive für die Aus...
„Nur Mut!“ Kein Durch-schnittsjob: ChirurgInDie Nachwuchskampagne des Berufsverbandes der Deut-schen Chirurgen e.V. (BDC) ...
Bäckerhandwerk: Back DirDeine ZukunftDer Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks punktetbei seiner Nachwuchskampagne ...
EDEKA „Geh‘ deinen Weg“ −der EDEKA-SongSie tanzen auf dem Fließband, grooven durch die Frische-Theken und haben jede Menge...
Tipps für erfolgreiche Azubi-KampagnenGUT VORBEREITENWas sind die wirklichen Highlights bei der Ausbildung undbeim Beruf? ...
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Die Tops und Flops der Azubi-Kampagnen

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Ein paar Beispiele, wie Unternehmen und Verbände um Auszubildende werben. Plus: Ein paar Tipps, was bei Ausbildungskampagnen zu beachten ist.

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Die Tops und Flops der Azubi-Kampagnen

  1. 1. Gute Azubis sind heiß begehrt. In fast allenBranchen. Doch wie bekommt man sie? Wiebegeistert man junge Menschen für einenbestimmten Ausbildungsberuf?Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung gibt eszu Hauf. Meistens nutzen sie soziale Medien,um möglichst nah an die Zielgruppe zu kom-men.Doch oft scheitern die Bestrebungen an man-gelnder Kreativität, falscher Zielgruppenanspra-che oder einfach am Fehlen eines funktionie-renden Netzwerks.Ein paar Beispiele für Tops & Flops bei derSuche nach Einsteigern.Und ein paar Tipps, wie man es richtig macht.Von Natalie Kube/InsignioDie Tops und Flops der NachwuchskampagnenAlle wollen Lisa
  2. 2. Chemie: „Elementare Vielfalt“Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, begleitenden Informati-onsmaterialien und Social Media Aktivitäten stärkt die Ausbil-dungsbetriebe der Chemie-Branche im Wettbewerb um jungeNachwuchskräfte.Die Kampagnenwebsite www.elementare-vielfalt.de infor-miert Jugendliche über die Top-Ausbildungsberufe der Bran-che. Echte Auszubildende begeistern als authentische Bot-schafter für ihren Beruf und die spannende Welt der Chemie.Darüber hinaus gibt es wertvolle Bewerbungstipps und interes-sante Hintergrundinformationen zur chemischen Industrie.Ein weiteres Highlight ist die neu gestaltete Ausbildungsbörse,von der nicht nur Schülerinnen und Schüler bei der Suche nachAusbildungsplätzen profitieren: Insbesondere kleine und mitt-lere Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre Aktivitäten beider Ausschreibung auf Ausbildungsstellen effizient zu bündeln.Der Kampagnenclip stellt auf sympathische Weise die Vielfaltder Ausbildungsberufe in der Chemie-Branche dar. Zusätzlichwerden mit einem Facebook-Auftritt und einem eigenen You-tube-Kanal virale Effekte und ein Kommunikationsnetz aufpersönlicher Ebene erzeugt.Elementare Vielfalt ist die Ausbildungskampagne der Chemie-Arbeitgeberverbände. Herausgeber ist der Bundesarbeitge-berverband Chemie e.V. (BAVC).
  3. 3. „Reisefieber“ in derTourismusbrancheDer Deutsche ReiseVerband (DRV) wirbt im Rahmen seinerAusbildungsoffensive für die Aus- und Weiterbildung in Reise-büros und bei Reiseveranstaltern.Ziel ist es, die Attraktivität der Tourismusbranche als zu-kunftsfähigen Arbeitsmarkt hervorzuheben. Das besondereAugenmerk liegt dabei auf der Ansprache von Schülerinnenund Schülern, um sie als Nachwuchskräfte für die Branche zubegeistern.Mit einem Imagevideo und einer Praktikumsbörse Macht derVerband im Internet und auf Facebook auf den Beruf auf-merksam. Durch das Angebot von Schul- und Ferienpraktikaauf www.tourismus-azubi.de sollen Schülerinnen und Schü-ler einen ersten Einblick in die Arbeitswelt der Tourismuskauf-leute erhalten. Botschafter der Kampagne sind die drei fürsImagevideo gecasteten Azubis, die authentisch die Freude anihrem Beruf vermitteln.Als zusätzlicher Anreiz wurde ein Gewinnspiel entwickelt,das über soziale Medien wie Facebook und Co. viral verbreitetwird.Die Kampagne ist genau auf die Zielgruppen zugeschnitten:multimedial, interaktiv, viral und authentisch.
  4. 4. „Nur Mut!“ Kein Durch-schnittsjob: ChirurgInDie Nachwuchskampagne des Berufsverbandes der Deut-schen Chirurgen e.V. (BDC) „Nur Mut! Kein Durchschnittsjob:ChirurgIn“ erreichte seit ihrem Start 2008 bundesweit mehrals 5.000 Medizinstudierende. Sie ist damit eine der erfolg-reichsten Nachwuchskampagnen innerhalb des medizini-schen Fächerkanons.Die Kampagne informiert durch praktische Kurse, Informations-veranstaltungen und die Website www.chirurg-werden.deüber das Berufsbild des Chirurgen.Eine zusätzliche Facebookseite sorgt für virale Effekte, dieVernetzung der Interessenten und eine intensivere Kommuni-kation. Zielgruppe sind Studenten der Medizin.Die auffälligen Kampagnenmotive mit Slogans wie „Aufschnei-der“, „Kein Durchschnittsjob“ oder „Lernen Sie täglich neueMenschen kennen. Von innen.“ verwendet der BDC bewusst,um durch den Schockeffekt Aufmerksamkeit und Interesse zuwecken. „Wir sehen bewusst mit einem Augenzwinkern aufunseren Berufsstand“, so der BDC.
  5. 5. Bäckerhandwerk: Back DirDeine ZukunftDer Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks punktetbei seiner Nachwuchskampagne unter dem Motto „Back dirdeine Zukunft“ mit einer Vielzahl toller Ideen.Auf der Kampagnenwebsite www.back-dir-deine-zukunft.dekönnen sich Schülerinnen und Schüler rund um das Bäcke-reihandwerk informieren und in einem witzigen Test heraus-finden, ob sie das Zeug zum Bäcker haben.Mit Bäckerhymne und dazugehörigem Imagefilm soll ein posi-tives Bild des Bäckerberufs gezeichnet werden. Das Kinderlied„Backe, backe Kuchen“ darf dabei natürlich nicht fehlen. Durchden Youtube-Kanal und die Facebook-Präsenz werden dieJugendlichen auf weiteren Plattformen angesprochen.Ein besonderes Highlight ist das kostenlose Kampagnenpa-ket, mit dem Bäckereibetriebe bestens ausgestattet sind, umpotenzielle Auszubildende für die Berufe Bäcker/in bzw. Bä-ckereifachverkäufer/in zu begeistern.Das Paket besteht aus Faltenbeuteln, Info-Flyern, Postkartenmit lustigen Sprüchen zum Bäckerhandwerk sowie drei Akti-onspostern.
  6. 6. EDEKA „Geh‘ deinen Weg“ −der EDEKA-SongSie tanzen auf dem Fließband, grooven durch die Frische-Theken und haben jede Menge Spaß dabei. Dazu gibt es fetteBeats und lässige Zeilen − ganz nach dem Motto: „Einbildungist ätzend und Ausbildung ist cool.“Mit einem peppigen Supermarktrap versuchte ein EDEKA-Markt in Franken die Praktikanten von morgen für sich zu be-geistern. Aber im Gegensatz zu den wirklich gelungenen Inhal-ten auf dem EDEKA-Ausbildungsportal www.edekaner.de ,wirkt der Rap gekünstelt und unauthentisch. Die übertriebeneLockerheit lässt das Video unfreiwillig komisch, ja geradezulächerlich erscheinen. Wenn die Wurst zum Takt geschnittenund zwischen Cornflakes-Regalen getanzt wird, kommt somancher ins Schmunzeln. So sammelte der Clip innerhalb kür-zester Zeit etliche Klicks auf YouTube - aber auch viel Spott.Demnach ist es nicht immer sinnvoll, unabhängig vom Mut-terkonzern in die Produktion zu gehen und die eigene Werbe-trommel zu rühren.Mit diesem Problem ist die fränkische EDEKA-Filiale jedochnicht allein. Im Netz sind viele Recruiting-Videos mit Fremd-schäm-Potenzial zu finden. Es gehört also weitaus mehr dazu,ein gelungenes Imagevideo zu machen, als eine Kamera undein paar willige Mitarbeiter...
  7. 7. Tipps für erfolgreiche Azubi-KampagnenGUT VORBEREITENWas sind die wirklichen Highlights bei der Ausbildung undbeim Beruf? Keine Abenteuer versprechen, wo es sie nicht gibt.Zielgruppen auswählen. Nur Abiturienten? Auch Absolventender mittleren Reife haben was drauf. Und Eltern und Lehrernicht vergessen. Sie sind leichter zu erreichen und haben ho-hen Einfluss auf die Jugendlichen.DEN TON TREFFENLustig, wenn Sie versuchen, den Style und den Sound der Kidszu treffen. Das wird aber meistens peinlich. Stellen Sie dieBerufe und die Menschen Ihrer Branche so dar, wie sie sind.Übertriebene Witzigkeit kommt selten gut an. Sie wirkt nur alsFremdschäm-Faktor. Leere Versprechen werden entlarvt.Nicht zwanghaft unterhalten, nicht mit Details zutexten, son-dern locker und auf den Punkt informieren und Interesse aufmehr wecken.MEDIEN UND PLATTFORMENMachen Sie eine eigene Website für Ihre Ausbildungskampa-gne. Die kann zugänglicher sein, als die Infoseite Ihres Unter-nehmens oder Verbandes. Zusätzlich: Werbung, Promotions,Präsentationen an Schulen, auf Jobbörsen und in Jugendmedi-en, die sich mit Bildung etc. beschäftigen.NETZWERKE NUTZENIhre Branche, Ihr Unternehmen hat mehr Kontakt in die Ziel-gruppe, als Sie denken. Die Kinder Ihrer Mitarbeiter und Kun-den, die Besucher Ihrer Filialen − jeder Kontakt ist ein poten-zieller Multiplikator Ihrer Kampagnen-Botschaft.Soziale Netzwerke sind dabei gut, aber keine Wunderwaffe.Ihre Kampagne muss schon verdammt originell sein, damit Sievon Jugendlichen geliked und geteilt wird. Sprechen Sie des-halb über soziale Netzwerke auch Eltern an.ANREIZE SCHAFFENGewinn ist immer schön. Deshalb kann man mit einem Ge-winnspiel die Aufmerksamkeit steigern. Aber Vorsicht: DerGewinn sollte in Beziehung zu Ihrer Branche stehen und nichteinfach nur wertvoll sein. Sonst erreichen Sie viele Teilnehmermit wenig Interesse an Ihren Themen.PROFIS EINBINDENOb Video, Website oder Werbekampagne: Fragen Sie jeman-den, der sich auskennt und vertrauen Sie auf die Kompetenzder Partner. Dann sparen Sie sich Peinlichkeiten wie diese hier:http://www.youtube.com/watch?v=ZSazzpSqljw

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