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E 3.1
Perfekt ins Bild gesetzt
Anschaulicher, lesenswerter, verständlicher –
warum Texte Fotos brauchen und worauf es dabei ankommt




                                                                Eva-Maria Waas



Ein Bild, so ein Sprichwort, sagt mehr als 1000 Worte. Deshalb kommen Informationen und Be-
richte, die den Leser fesseln sollen, nicht ohne Fotos aus. Die folgenden Hinweise möchten Ihnen
als Wissenschaftler und Vermittler von Forschungsergebnissen zeigen, wie Sie mit Fotos die Ver-
ständlichkeit Ihrer Texte erhöhen und damit das Interesse an Ihrer Arbeit vertiefen. Fotos verleihen
Ihrer wissenschaftlichen Botschaft Nachdruck und stellen die Thematik wirksamer in der Öffent-
lichkeit zur Diskussion.


Gliederung                                                                                    Seite

1.      Was Fotos bewirken                                                                        2
1.1     Wovon Fotos sprechen                                                                      2
1.2     Ohne Menschen geht es nicht                                                               2
1.3     Niemals nichts als Rücken                                                                 4
1.4     Die unvermeidlichen Gruppenfotos                                                          5
1.5     In einer „natürlichen“ Umgebung                                                           6
1.6     Das Wichtige im Vordergrund                                                               7
1.7     Auf den Hintergrund achten                                                                8
1.8     Nicht mit Fotos geizen                                                                    8
2.      Ohne Bildtext geht es nicht                                                               9
2.1     Das Wesentliche in Kürze                                                                  9
2.2     Beim Namen nennen                                                                        10
2.3     Urheberrecht                                                                             10
2.4     Bildunterschriften mitliefern                                                            10
3.      Das digitale Foto                                                                        10
3.1     Digitale Bilder bestehen aus Pixeln                                                      10
3.2     Wie viele Pixel braucht ein Foto?                                                        12
3.3     Digitalbilder abspeichern                                                                13
3.3.1   JPEG (Joint Pictures Experts Group):                                                     13
3.3.2   TIFF (Tagged Image File Format):                                                         13




HWK 1 01 08 06                                                                                    1
E 3.1                                    Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür?

Foto, Grafik, Filme




                         1.    Was Fotos bewirken
Blickfang für den Text   Fotos sind der Blickfang für den Text, sie wecken Interesse, verhin-
                         dern Langeweile beim Lesen, fördern die Konzentration und halten
                         das Thema länger und anschaulicher in Erinnerung. Was für Pressein-
                         formationen von Firmen und Behörden gilt, ist für den Forschungs-
                         und Wissenschaftsbereich ganz besonders wichtig: Fotos übertragen
                         Abstraktes ins Konkrete, machen Gedachtes schaubar und geben
                         grauer Theorie lebendige Farben. Fotos visualisieren Ihre Arbeit.


                         1.1 Wovon Fotos sprechen

Die erste Orientierung   Wer etwas tut, was er tut, wie er es tut und mit welchem Ziel – das
für den Leser            sind die wichtigsten Aussagen von Fotos, die einen Bericht illustrie-
                         ren. Das gilt uneingeschränkt auch für wissenschaftliche Berichte.
                         Fotos sind neben den Schlagzeilen die erste Orientierung für den Le-
                         ser, machen ihn neugierig, noch bevor er sich dem Text zuwendet.
                         Fotos sind also ein ganz wichtiger Bestandteil Ihrer Botschaft. Des-
                         halb müssen die Bildinhalte stimmen: Sie sollen das Arbeitsergebnis –
                         eine wissenschaftliche These oder ein Produkt – erfassen und die
                         Kernaussage Ihrer Arbeit eindrucksvoll ins Bild rücken.

                         Fotos sind unverzichtbar, wenn Ihre Hochschule, Ihr Institut oder eine
                         Arbeitsgruppe als Einrichtung der Öffentlichkeit vorgestellt werden
                         soll. Anlässe wie Jubiläen, Feiern, Ehrungen, prominente Gäste, neue
                         Gebäude, Geräte oder Apparaturen eignen sich besonders gut, um an
                         die Öffentlichkeit zu gehen. Auch dabei ist es wichtig, die Bildinhalte
                         lebendig zu gestalten, sie zum Sprechen zu bringen.


                         1.2 Ohne Menschen geht es nicht

                         Wenn Fotos zum „Hingucker“ werden sollen, sind leere Gebäude,
                         Konferenzräume oder Forschungslabors tabu. Auch Produktfotos ohne
                         jedes Ambiente wirken langweilig und sollten deshalb vermieden
                         werden. Der Leser will Menschen sehen. Leute in Räume oder Ar-
                         beitsabläufe einzubinden oder sie mit Produkten in Beziehung zu set-
                         zen – dafür muss der Fotograf manchmal ein bisschen inszenieren.
                         Aber Vorsicht: Das Foto darf nicht gestellt aussehen!




2                                                                                 HWK 1 01 08 06
Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür?                                  E 3.1

                                                               Foto, Grafik, Filme




Abb. E 3.1-1     Nicht so
                 Auch die schönste Einrichtung wirkt ohne
                 Menschen langweilig und leblos.




Abb. E 3.1-2       sondern so!
                 Leute lockern das Bild auf und erzählen von
                 der Bestimmung des Raums.




HWK 1 01 08 06                                                                  3
E 3.1                                            Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür?

Foto, Grafik, Filme




     Informationen zur Autorin:
     Eva-Maria Waas arbeitet als selbständige Grafik-Designerin in Stuttgart. Ihre 1993 gegründete
     Werbeagentur hat sich vornehmlich auf Printmedien spezialisiert. So hat sie unter anderem für
     zahlreiche namhafte Institutionen, Verlage und Wirtschaftsunternehmen Publikationen verschieden-
     ster Art entworfen, umgestaltet und produziert.




14                                                                                       HWK 1 01 08 06

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Eva-Maria Waas: Perfekt ins Bild gesetzt

  • 1. E 3.1 Perfekt ins Bild gesetzt Anschaulicher, lesenswerter, verständlicher – warum Texte Fotos brauchen und worauf es dabei ankommt Eva-Maria Waas Ein Bild, so ein Sprichwort, sagt mehr als 1000 Worte. Deshalb kommen Informationen und Be- richte, die den Leser fesseln sollen, nicht ohne Fotos aus. Die folgenden Hinweise möchten Ihnen als Wissenschaftler und Vermittler von Forschungsergebnissen zeigen, wie Sie mit Fotos die Ver- ständlichkeit Ihrer Texte erhöhen und damit das Interesse an Ihrer Arbeit vertiefen. Fotos verleihen Ihrer wissenschaftlichen Botschaft Nachdruck und stellen die Thematik wirksamer in der Öffent- lichkeit zur Diskussion. Gliederung Seite 1. Was Fotos bewirken 2 1.1 Wovon Fotos sprechen 2 1.2 Ohne Menschen geht es nicht 2 1.3 Niemals nichts als Rücken 4 1.4 Die unvermeidlichen Gruppenfotos 5 1.5 In einer „natürlichen“ Umgebung 6 1.6 Das Wichtige im Vordergrund 7 1.7 Auf den Hintergrund achten 8 1.8 Nicht mit Fotos geizen 8 2. Ohne Bildtext geht es nicht 9 2.1 Das Wesentliche in Kürze 9 2.2 Beim Namen nennen 10 2.3 Urheberrecht 10 2.4 Bildunterschriften mitliefern 10 3. Das digitale Foto 10 3.1 Digitale Bilder bestehen aus Pixeln 10 3.2 Wie viele Pixel braucht ein Foto? 12 3.3 Digitalbilder abspeichern 13 3.3.1 JPEG (Joint Pictures Experts Group): 13 3.3.2 TIFF (Tagged Image File Format): 13 HWK 1 01 08 06 1
  • 2. E 3.1 Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? Foto, Grafik, Filme 1. Was Fotos bewirken Blickfang für den Text Fotos sind der Blickfang für den Text, sie wecken Interesse, verhin- dern Langeweile beim Lesen, fördern die Konzentration und halten das Thema länger und anschaulicher in Erinnerung. Was für Pressein- formationen von Firmen und Behörden gilt, ist für den Forschungs- und Wissenschaftsbereich ganz besonders wichtig: Fotos übertragen Abstraktes ins Konkrete, machen Gedachtes schaubar und geben grauer Theorie lebendige Farben. Fotos visualisieren Ihre Arbeit. 1.1 Wovon Fotos sprechen Die erste Orientierung Wer etwas tut, was er tut, wie er es tut und mit welchem Ziel – das für den Leser sind die wichtigsten Aussagen von Fotos, die einen Bericht illustrie- ren. Das gilt uneingeschränkt auch für wissenschaftliche Berichte. Fotos sind neben den Schlagzeilen die erste Orientierung für den Le- ser, machen ihn neugierig, noch bevor er sich dem Text zuwendet. Fotos sind also ein ganz wichtiger Bestandteil Ihrer Botschaft. Des- halb müssen die Bildinhalte stimmen: Sie sollen das Arbeitsergebnis – eine wissenschaftliche These oder ein Produkt – erfassen und die Kernaussage Ihrer Arbeit eindrucksvoll ins Bild rücken. Fotos sind unverzichtbar, wenn Ihre Hochschule, Ihr Institut oder eine Arbeitsgruppe als Einrichtung der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Anlässe wie Jubiläen, Feiern, Ehrungen, prominente Gäste, neue Gebäude, Geräte oder Apparaturen eignen sich besonders gut, um an die Öffentlichkeit zu gehen. Auch dabei ist es wichtig, die Bildinhalte lebendig zu gestalten, sie zum Sprechen zu bringen. 1.2 Ohne Menschen geht es nicht Wenn Fotos zum „Hingucker“ werden sollen, sind leere Gebäude, Konferenzräume oder Forschungslabors tabu. Auch Produktfotos ohne jedes Ambiente wirken langweilig und sollten deshalb vermieden werden. Der Leser will Menschen sehen. Leute in Räume oder Ar- beitsabläufe einzubinden oder sie mit Produkten in Beziehung zu set- zen – dafür muss der Fotograf manchmal ein bisschen inszenieren. Aber Vorsicht: Das Foto darf nicht gestellt aussehen! 2 HWK 1 01 08 06
  • 3. Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? E 3.1 Foto, Grafik, Filme Abb. E 3.1-1 Nicht so Auch die schönste Einrichtung wirkt ohne Menschen langweilig und leblos. Abb. E 3.1-2 sondern so! Leute lockern das Bild auf und erzählen von der Bestimmung des Raums. HWK 1 01 08 06 3
  • 4. E 3.1 Werkzeugkasten: Welche Instrumente wofür? Foto, Grafik, Filme Informationen zur Autorin: Eva-Maria Waas arbeitet als selbständige Grafik-Designerin in Stuttgart. Ihre 1993 gegründete Werbeagentur hat sich vornehmlich auf Printmedien spezialisiert. So hat sie unter anderem für zahlreiche namhafte Institutionen, Verlage und Wirtschaftsunternehmen Publikationen verschieden- ster Art entworfen, umgestaltet und produziert. 14 HWK 1 01 08 06