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Schaffen Sie den richtigen ­ ährboden für Innovation!
                           N




«Quak» – und die Schnecken
sind weg
Was bedeutet «Innovation» eigentlich und wann kann von «echter Innovation» gesprochen werden? Die Suchmaschine
von Google zeigt bei der Eingabe von «Definition Innovation» über 54 Mio. Treffer, beim Begriff «Innovation» sogar 110 Mio.
Resultate an. In diesem Artikel geht es nun nicht darum, eine weitere Definition aufzuzeigen. Ziel ist vielmehr darauf hin-
zuweisen, auf was es ankommt. Beginnen möchten wir mit einer Erfolgsgeschichte aus der Praxis.



Wer auf absolut biologische Schneckenvertil-    Das Geschäftsmodell sieht vor, die Tiere zu in-
gung setzt, dem kann geholfen werden. Pia       dividuell vereinbarten Tarifen auszumieten,        Check-List Innovation für KMU
Oechslin, Teilnehmerin der «Unternehmer-        mitgeliefert werden das Entenhaus und, bei
schule KMU/Gewerbe», und Susi Betschart,        Bedarf, eine Abschrankung. Ab und zu kommt         –
                                                                                                    Innovationen auf klaren Kundennutzen
vielseitige Unternehmerin, vermieten Enten.     es vor, dass aus einem Miet- ein Kaufvertrag         ausrichten.
                                                entsteht, sprich die Kunden die Enten langfris-    –  usrichtung der Strategie und des Mar-
                                                                                                     A
«rent en ent» gegen Schnecken                   tig behalten möchten. Die munteren Vögel             ketings auf Innovationen.
                                                sind unterhaltsam und gelten als pflegeleichte     –  ls Führungskraft optimale Rahmenbe-
                                                                                                     A
Sprechen wir hier von Innovation oder von ei-   Gartentiere. Wichtig ist, genügend Wasser            dingungen schaffen.
ner Schnapsidee? – Keinesfalls vom Zweiten.     und Auslauf zur Verfügung zu stellen.              –  onsequente Umsetzung bis zur Markt-
                                                                                                     K
Die beiden Unternehmerinnen bieten nebst                                                             reife vorantreiben.
viel Köstlichem aus «Susi’s und Pia’s Buure-    Pia Oechslin: «Ideen haben meine Freundin          –  ie richtigen Partner rechtzeitig einbin-
                                                                                                     D
garte» diesen speziellen Service an. Auch       Susi und ich bereits seit Längerem ‹gespon-          den.
wenn es sich bei dieser Dienstleistung durch    nen›. Einerseits entstanden diese aus einem
indische Laufenten um etwas Exotisches zu       gewissen Druck heraus, nur mit dem landwirt-
handeln scheint, steckt klare Logik dahinter.   schaftlichen Betrieb eine Familie nicht ernäh-    ren zu können. Andererseits hat uns die
                                                                                                  Freude an Neuem nie losgelassen.»


                                                                                                  Akzeptiert denn das Umfeld solch
                                                                                                  spezielle Ideen?

                                                                                                  «Am Anfang haben alle nur den Kopf geschüt-
                                                                                                  telt. Doch der Erfolg gibt uns Recht. Die
                                                                                                  Marktreife für einige Ideen, wie z.B. den Ver-
                                                                                                  kauf von Wachteleiern, zu erlangen, verlief
                                                                                                  nicht immer reibungslos. Mit ‹Rent en ent›
                                                                                                  konnten wir bei der Lancierung einige Be-
                                                                                                  kannte, danach immer öfter weitere Kunden
                                                                                                  beglücken, die Verbreitung steigt überpro­
                                                                                                  portional.»


                                                                                                  Intuition und gezielte Umsetzung

                                                                                                  Pia Oechslin vertraut uns ihr Erfolgsrezept an:
                                                                                                  «Nach einer kreativen Idee kommt es auf die
                                                                                                  Umsetzung an. Für die erste Phase, für welche
                                                                                                  insbesondere viel Intuition gefragt ist, war pri-
                                                                                                  mär meine Freundin verantwortlich, heute
                                                                                                  macht sie sich stark in der Direktvermarktung.
Unternehmensberatung          3




Ich kümmere mich darum, wie wir das Ganze        ausgerichtet sind. Der Unternehmer muss da-
zur Marktreife bringen können. Hierfür habe      für sorgen, dass der Prozess für Veränderun-
ich auch die ‹Unternehmerschule KMU/Ge-          gen aktiv begünstigt wird.
werbe› absolviert. An dieser ganzheitlichen,
betriebswirtschaftlichen Weiterbildung habe      Somit schliesst sich der Kreis zu «rent an ent».
ich praktische Werkzeuge erhalten, welche        Es geht nicht nur darum, gute Ideen zu haben,
ich umsetze.»                                    sondern diese auch konsequent weiterzuver-
                                                 folgen und sinnvoll umzusetzen. Hierfür sind
Bis zur Marktreife durchgehalten                 nebst   Fingerspitzengefühl,    Herzblut   und
                                                 Durchhaltewillen auch «lebenslanges Lernen»
Oft sind einige gute Ideen daran gescheitert,    und manchmal die Begleitung durch geeig-
dass sie die Marktreife nicht erlangten. Damit   nete, unabhängige Partner sinnvoll.
das Produkt am Markt greift, hat die Füh-
rungskraft dafür zu sorgen, dass auch die                                                           Thomas Schumacher
Strategie und das Marketing auf Innovationen
                                                                                                    hat mehr als 20 Jahre Berufs- und Führungs-
                                                                                                    erfahrung im Dienstleistungssektor; darunter
                                                                                                    Verkaufsleiter Reisebüros, Regional- und Ei-
                                                                                                    genvertriebsleiter für über 20 Filialen, Opera-
                                                                                                    tioneller Leiter Schweiz für Dienstleistungs-
                                                                                                    unternehmen am Flughafen mit ca. 300
                                                                                                    Mitarbeitenden, seit Herbst 2009 als Lehr-
                                                                                                    gangsleiter und Trainer insbesondere für die
                                                                                                    Fächer    Selbst-/Mitarbeiterführung    sowie
                                                                                                    Marketing an der Wyrsch Unternehmer-
                                                                                                    schule tätig.
                                                                                                    tsc@unternehmerschule.ch
                                                                                                    www.unternehmerschule.ch
                                                                                                    www.periscope.ch



                                                                                                    Im Vordergrund sieht er bei Innovationen den
                                                                                                    klaren Kundennutzen. Ihn gilt es stetig zu
                                                                                                    hinterfragen. Wichtig ist dies, weil sich die
                                                                                                    Bedürfnisse der Kunden stetig verändern
                                                                                                    und die Erwartungen sich mit jeder Erfah-
                                                                                                    rung «nach oben» verschieben. Somit ist es
                                                                                                    eminent wichtig, Rahmenbedingungen zu
                                                                                                    schaffen, um Innovationen zu fördern.


                                                                                                    Die   Aufgabe    einer    KMU-Führungskraft
                                                                                                    kommt somit einem Gärtner gleich. Es sind
                                                                                                    organisatorische und strukturelle Vorausset-
                                                                                                    zungen zu schaffen, damit Innovation entste-
                                                                                                    hen kann. Diese Massnahmen ermöglichen
                                                                                                    den notwendigen Raum für Kreativität – eine
                                                                                                    der Grundlagen für Inventionen, sprich dem
                                                                                                    Entwickeln neuer Ideen bis hin zu einem
                                                                                                    a
                                                                                                    ­ ngepassten oder neuen Produkt. Bei die-
                                                                                                    sem Status kann jedoch noch nicht von
                                                                                                    Innovation die Rede sein. Wie im Artikel
                                                                                                    ­
                                                                                                    e
                                                                                                    ­ rwähnt geht es darum, bis zur Marktreife
                                                                                                    durchzuhalten.    Erst,   wenn   nachhaltiger
                                                                                                    K
                                                                                                    ­ undennutzen geschaffen wird, kann von
                                                                                                    echter Innovation gesprochen werden.

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  • 1. Schaffen Sie den richtigen ­ ährboden für Innovation! N «Quak» – und die Schnecken sind weg Was bedeutet «Innovation» eigentlich und wann kann von «echter Innovation» gesprochen werden? Die Suchmaschine von Google zeigt bei der Eingabe von «Definition Innovation» über 54 Mio. Treffer, beim Begriff «Innovation» sogar 110 Mio. Resultate an. In diesem Artikel geht es nun nicht darum, eine weitere Definition aufzuzeigen. Ziel ist vielmehr darauf hin- zuweisen, auf was es ankommt. Beginnen möchten wir mit einer Erfolgsgeschichte aus der Praxis. Wer auf absolut biologische Schneckenvertil- Das Geschäftsmodell sieht vor, die Tiere zu in- gung setzt, dem kann geholfen werden. Pia dividuell vereinbarten Tarifen auszumieten, Check-List Innovation für KMU Oechslin, Teilnehmerin der «Unternehmer- mitgeliefert werden das Entenhaus und, bei schule KMU/Gewerbe», und Susi Betschart, Bedarf, eine Abschrankung. Ab und zu kommt – Innovationen auf klaren Kundennutzen vielseitige Unternehmerin, vermieten Enten. es vor, dass aus einem Miet- ein Kaufvertrag ausrichten. entsteht, sprich die Kunden die Enten langfris- – usrichtung der Strategie und des Mar- A «rent en ent» gegen Schnecken tig behalten möchten. Die munteren Vögel ketings auf Innovationen. sind unterhaltsam und gelten als pflegeleichte – ls Führungskraft optimale Rahmenbe- A Sprechen wir hier von Innovation oder von ei- Gartentiere. Wichtig ist, genügend Wasser dingungen schaffen. ner Schnapsidee? – Keinesfalls vom Zweiten. und Auslauf zur Verfügung zu stellen. – onsequente Umsetzung bis zur Markt- K Die beiden Unternehmerinnen bieten nebst reife vorantreiben. viel Köstlichem aus «Susi’s und Pia’s Buure- Pia Oechslin: «Ideen haben meine Freundin – ie richtigen Partner rechtzeitig einbin- D garte» diesen speziellen Service an. Auch Susi und ich bereits seit Längerem ‹gespon- den. wenn es sich bei dieser Dienstleistung durch nen›. Einerseits entstanden diese aus einem indische Laufenten um etwas Exotisches zu gewissen Druck heraus, nur mit dem landwirt- handeln scheint, steckt klare Logik dahinter. schaftlichen Betrieb eine Familie nicht ernäh- ren zu können. Andererseits hat uns die Freude an Neuem nie losgelassen.» Akzeptiert denn das Umfeld solch spezielle Ideen? «Am Anfang haben alle nur den Kopf geschüt- telt. Doch der Erfolg gibt uns Recht. Die Marktreife für einige Ideen, wie z.B. den Ver- kauf von Wachteleiern, zu erlangen, verlief nicht immer reibungslos. Mit ‹Rent en ent› konnten wir bei der Lancierung einige Be- kannte, danach immer öfter weitere Kunden beglücken, die Verbreitung steigt überpro­ portional.» Intuition und gezielte Umsetzung Pia Oechslin vertraut uns ihr Erfolgsrezept an: «Nach einer kreativen Idee kommt es auf die Umsetzung an. Für die erste Phase, für welche insbesondere viel Intuition gefragt ist, war pri- mär meine Freundin verantwortlich, heute macht sie sich stark in der Direktvermarktung.
  • 2. Unternehmensberatung 3 Ich kümmere mich darum, wie wir das Ganze ausgerichtet sind. Der Unternehmer muss da- zur Marktreife bringen können. Hierfür habe für sorgen, dass der Prozess für Veränderun- ich auch die ‹Unternehmerschule KMU/Ge- gen aktiv begünstigt wird. werbe› absolviert. An dieser ganzheitlichen, betriebswirtschaftlichen Weiterbildung habe Somit schliesst sich der Kreis zu «rent an ent». ich praktische Werkzeuge erhalten, welche Es geht nicht nur darum, gute Ideen zu haben, ich umsetze.» sondern diese auch konsequent weiterzuver- folgen und sinnvoll umzusetzen. Hierfür sind Bis zur Marktreife durchgehalten nebst Fingerspitzengefühl, Herzblut und Durchhaltewillen auch «lebenslanges Lernen» Oft sind einige gute Ideen daran gescheitert, und manchmal die Begleitung durch geeig- dass sie die Marktreife nicht erlangten. Damit nete, unabhängige Partner sinnvoll. das Produkt am Markt greift, hat die Füh- rungskraft dafür zu sorgen, dass auch die Thomas Schumacher Strategie und das Marketing auf Innovationen hat mehr als 20 Jahre Berufs- und Führungs- erfahrung im Dienstleistungssektor; darunter Verkaufsleiter Reisebüros, Regional- und Ei- genvertriebsleiter für über 20 Filialen, Opera- tioneller Leiter Schweiz für Dienstleistungs- unternehmen am Flughafen mit ca. 300 Mitarbeitenden, seit Herbst 2009 als Lehr- gangsleiter und Trainer insbesondere für die Fächer Selbst-/Mitarbeiterführung sowie Marketing an der Wyrsch Unternehmer- schule tätig. tsc@unternehmerschule.ch www.unternehmerschule.ch www.periscope.ch Im Vordergrund sieht er bei Innovationen den klaren Kundennutzen. Ihn gilt es stetig zu hinterfragen. Wichtig ist dies, weil sich die Bedürfnisse der Kunden stetig verändern und die Erwartungen sich mit jeder Erfah- rung «nach oben» verschieben. Somit ist es eminent wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Innovationen zu fördern. Die Aufgabe einer KMU-Führungskraft kommt somit einem Gärtner gleich. Es sind organisatorische und strukturelle Vorausset- zungen zu schaffen, damit Innovation entste- hen kann. Diese Massnahmen ermöglichen den notwendigen Raum für Kreativität – eine der Grundlagen für Inventionen, sprich dem Entwickeln neuer Ideen bis hin zu einem a ­ ngepassten oder neuen Produkt. Bei die- sem Status kann jedoch noch nicht von Innovation die Rede sein. Wie im Artikel ­ e ­ rwähnt geht es darum, bis zur Marktreife durchzuhalten. Erst, wenn nachhaltiger K ­ undennutzen geschaffen wird, kann von echter Innovation gesprochen werden.