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Der mündige Patient - Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Vortrag in der URANIA Berlin vom 7.11.2014

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Der mündige Patient - Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Vortrag in der URANIA Berlin vom 7.11.2014

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Wer krank ist, möchte die beste Behandlung, gut informiert werden, sich selbst auch informieren, sich mehr oder weniger an Entscheidungen beteiligen und möglichst keinen Schaden erleiden. Jede Patientin und jeder Patient kann auch selbst Einfluss nehmen darauf, wie gut das gelingt. Haben Sie den Mut, Einfluss zu nehmen! Der Vortrag erklärt, was eine gute Gesundheitsinformation ausmacht, wie man einen guten Arzt findet, warum es so wichtig ist, sich an allen Gesundheitsentscheidungen zu beteiligen und was man selbst alles für mehr Mündigkeit tun kann.
Vortrag in der URANIA Berlin am 7. November 2014

Wer krank ist, möchte die beste Behandlung, gut informiert werden, sich selbst auch informieren, sich mehr oder weniger an Entscheidungen beteiligen und möglichst keinen Schaden erleiden. Jede Patientin und jeder Patient kann auch selbst Einfluss nehmen darauf, wie gut das gelingt. Haben Sie den Mut, Einfluss zu nehmen! Der Vortrag erklärt, was eine gute Gesundheitsinformation ausmacht, wie man einen guten Arzt findet, warum es so wichtig ist, sich an allen Gesundheitsentscheidungen zu beteiligen und was man selbst alles für mehr Mündigkeit tun kann.
Vortrag in der URANIA Berlin am 7. November 2014

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Der mündige Patient - Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Vortrag in der URANIA Berlin vom 7.11.2014

  1. 1. Der mündige Patient Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? www.sylvia-saenger.de/fit-als-patient ©2014 Fotolia.de © kantver
  2. 2. ©2014 „Tut mir leid Doktor, aber da muss ich Ihnen entschieden widersprechen!“ http://internationalforum.bmj.com/forum-resources/presentation-files/A_Harter.pdf
  3. 3. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/bericht-der-patientenberatung-der-muendige- patient-ist-ein-phantom-1.1710032 ©2014
  4. 4. „....Vielmehr findet man sehr heterogene Charak-terisierungen, http://www.aerzteblatt.de/pdf/104/37/a2489.pdf ©2014 die von Idealbildern eigenverantwortlicher und aktiver Patienten bis hin zu bedrohlicheren Szenarien reichen, in denen anspruchsvolle, sich selbst überschätzende Patienten ihre Ärzte potenziell infrage stellen...“
  5. 5. Was wir uns wünschen…. ©2014 Fotolia.de © Gina Sanders
  6. 6. Nichts über mich, ohne mich! Jeder Mensch hat das Recht, über sein Leben selbst zu bestimmen und bei Entscheidungen mitzubestimmen. Grundsatz der Selbsthilfe ©2014
  7. 7. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  8. 8. http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Praevention/Broschueren/130627_PRB_Internet_pdf_neu.pdf ©2014 Rechte bei der medizinischen Behandlung (Behandlungsvertrag, Information und Aufklärung, Einwilligung, besondere Lebenssituation, Einsichtsrecht in die Patientenakte, IGeL) Rechte als Krankenversicherter (Beiträge, Kassenwahl, Widerspruch gegen Entscheidungen) Rechte bei Behandlungsfehlern (Fehler erkennen, Schadens- und Streitfall) Bestellen unter: Publikationsversand der Bundesregierung Postfach 48 10 09 18132 Rostock
  9. 9. Die „Patienten-Pflichten“ Sozialgesetzbuch, 5. Buch § 1 Solidarität und Eigenverantwortung …Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden…. ©2014
  10. 10. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  11. 11. Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens ©2014 Was ist die beste Behandlung? Brauche ich diese Untersuchung?
  12. 12. In Studien hat man herausgefunden, dass:  ein Arztbesuch im Schnitt fünf Minuten dauert  Patienten nach ca. 20s vom Arzt unterbrochen werden  Patienten oft nur 50% der Informationen verstehen, die sie erhalten  in nur ca. 50% aller Fälle das eigentliche Problem des Patienten angesprochen wird  Kommunikationsprobleme 70% der gerichtlichen Auseinandersetzungen ausmachen  in 81% der Arzt-Patient-Kontakte zumindest einmal ein für Laien unverständlicher Fachjargon auftaucht. Die durchschnittliche Häufigkeit solcher Begriffe lag pro Gespräch bei 4. Quellen: www.evimed.ch (Horten Zentrum für praxisorientierte Forschung) Dierks, Seidel, Schulung für Patientenberaterinnen und Patientenberater, Berlin, 10. 7. 2009 ©2014
  13. 13. ©2014 Gesundheits-informationen SUCHEN & FINDEN VERSTEHEN & BEWERTEN ANWENDEN Bild: fotolia.de © fotomek
  14. 14. ©2014 heute Quelle: Bildarchiv des Deutschen Hygienemuseum Dresden
  15. 15. ©2014 „(Im Internet) nach Gesundheitsinformationen zu suchen ist wie Wasser aus einem Feuerwehrschlauch zu trinken.“ Quelle unbekannt Fotolia.de © wellphoto
  16. 16. Beispiele verlässlicher Quellen zu medizinischen Informationen  Patientenportale  Wissenschaftlich begründete (evidenzbasierte) Entscheidungshilfen  Patienten-Leitlinien  Informationen zu Arzneimitteln  Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) ©2014
  17. 17. www.gesundheitsinformation.de ©2014
  18. 18. ©2014
  19. 19. www.achse.info ©2014
  20. 20. www©.2p014sychenet.de
  21. 21. ©2014
  22. 22. ©2014
  23. 23. http://www.leitlinien.de/patienten/patientenleitlinien Asthma Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – COPD Typ-2-Diabetes (Folgeerkrankungen) Herzschwäche Chronische Koronare Herzkrankheit – KHK Kreuzschmerz Unipolare Depression ©2014
  24. 24. ©2014 Brustkrebs Eierstockkrebs Hodgkin-Lymphom Magenkrebs Melanom Mundhöhlenkarzinom Prostatakrebs www.leitlinienprogramm-onkologie.de
  25. 25. http://www.awmf.org/leitlinien/patienteninformation.html ©2014
  26. 26. ©2014
  27. 27. ©2014 informiert seit über 40 Jahren Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gibt Arzneiverordnung in der Praxis heraus erste unabhängige werbungsfreie deutsche Medizinzeitschrift, besteht seit ca. 40 Jahren beobachtet die Pharma-Kampagne die Lobbyarbeit der Arzneimittelindustrie weltweit
  28. 28. www.igel-monitor.de ©2014
  29. 29. www.igel-check.de ©2014
  30. 30. Woran erkenne ich gute Informationen? WWW Sie sind absolut verlässlich und unterstützen meine Entscheidung. ©2014
  31. 31. Vergleich guter Studien Studien mit zufälliger Zuteilung Studien ohne zufällige Zuteilung Qualitative Studien Die „Wissenstreppe“ ©2014 Expertenmeinung
  32. 32. ©2014 Abbildung: Fotolia.de © Wilm Ihlenfeld
  33. 33. Beispiel Brustkrebs-Screening mittels Mammographie "Etwa 25 % aller Brustkrebs Todesfälle können durch ein Mammographie-Screening verhindert werden“ Ulla Schmidt, 2004 ©2014 bei 1000 Frauen Kein Screening 4 Todesfälle Screening 3 Todesfälle Aus: Gerd Gigerenzer. Das Einmaleins der Skepsis. Berlin Verlag
  34. 34. Eine gute Gesundheitsinformation • nennt „Ross und Reiter“ • stützt sich auf das „best verfügbare Wissen“ • ist aktuell und gültig (wird regelmäßig aktualisiert) • ist ausgewogen und unbeeinflusst von Interessen • beschreibt alle Maßnahmen, die in Frage kommen • erklärt verständlich Nutzen und Nebenwirkungen mit den „richtigen Zahlen“! • ermöglicht eine individuelle Nutzen-Schaden-Abwägung • berücksichtigt die Patientensicht • Aber: kann das Arzt-Patienten-Gespräch nicht ersetzen Quellen: www.discern.de, Gute Praxis Gesundheitsinformation des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. ©2014
  35. 35. ©2014 Wann ist Vorsicht geboten? Wenn in einer Information geraten wird, eine (bewährte) Therapie einfach abzubrechen. Wenn Heilsversprechen gegeben werden. Wenn behauptet wird es gäbe keinerlei Nebenwirkungen der Behandlung. Bei „reißerischer Aufmachung“ –  neu, noch nie da gewesen, einzigartig… Wenn andere seriöse Angebote schlecht gemacht werden. Wenn die Information Angst macht. Wenn Werbung allzu offensichtlich ist. Foto: fotolia.de © apops
  36. 36. http://www.starvers©an2d0.1co4m Zauberformel:
  37. 37. http://www.neue-medizin.de/index.html • ...ist eine naturwissenschaftliche Medizin, die die gesamte Medizin umfasst…. • Sie bedarf keiner .... sogennanten statistischen Wahrscheinlichkeiten • Dies wurde am 8. und 9. September 1998 an der Universität Trnava (Slowakei) demonstriert und amtlich verifiziert! ©2014 Zauberformel:
  38. 38. Zauberformel: „Er sieht so sympathisch aus, man glaubt ihm einfach…“ „……wie die ARD über viele Jahre jemanden ohne Medizinstudium, ohne medizinische Berufspraxis und mit einer seltsamen Professur einem Millionenpublikum zumutet - einem Publikum allerdings, dessen Expertengläubigkeit, dessen mangelnde Kritikfähigkeit den Auftritten des Mannes erst den Boden bereitet hat…“ Dr. Gerd Antes Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums Freiburg http://www.sueddeutsche.de/wissen/der-fall-bankhofer-stutenmilch-und-anderer- kaese-1.596485-2 ©2014
  39. 39. Quelle: http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/ archiv/jahrgang-2008/nr.-3-maijuni-2008/werbung---aufgepasst.php ©2014 Zauberformel: www.gutepillen-schlechtepillen.de
  40. 40. Qualitätskennzeichnungen medizinischer Informationen ©2014
  41. 41. Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens ©2014 Wie finde ich Ärzte oder Krankenhäuser? Wer kann mir raten oder helfen?
  42. 42. ©2014 „Partnersuche“ Sie sind neu in der Stadt und suchen eine(n) Hausärztin/Hausarzt. Wie sähe Ihre Kontaktanzeige in der Zeitung aus? Jetzt sind Sie dran!
  43. 43. www.arztcheckliste.de Mit Patientenvertretern erarbeitet ©2014
  44. 44. ©2014 Nimmt der Arzt mich und mein spezielles gesundheitliches Problem ernst? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  hört zu und wendet sich mir zu  geht auf mein gesundheitliches Problem ein  zieht andere Kollegen dazu, wenn es notwendig ist  fragt aktiv nach
  45. 45. ©2014 Erhalte ich von meinem Arzt eine ausführliche und verständliche Information und Beratung? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  informiert und berät mich umfassend und verständlich  macht Angaben zur Finanzierung der Behandlung  prüft nach, ob ich alles verstanden habe
  46. 46. ©2014 Erhalte ich von meinem Arzt Hinweise auf weiterführende Infor-mationsquellen und Beratungsangebote? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  gibt mir Tipps wo und wie ich mich informieren kann  gibt mir Adressen von Beratung und Selbsthilfe  weist mich auf Schulungen hin (Asthma, etc.)
  47. 47. ©2014 Bezieht mich mein Arzt in alle Entscheidungen bezüglich meiner gesundheitlichen Situation ein? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  erfragt Ihre Erwartungen und Wünsche  entscheidet mit Ihnen gemeinsam
  48. 48. ©2014 Werde ich von Arzt und Praxispersonal freundlich und respektvoll behandelt? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  behandelt seine Patienten gleich  geht respektvoll mit Ihnen um
  49. 49. ©2014 Erhalte ich ohne Probleme Zugang zu meinen Patientenunterlagen? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  ermöglicht mir eine Einsichtnahme  händigt mir Kopien meiner Befunde aus (selbst zahlen!)
  50. 50. ©2014 Akzeptiert mein Arzt, dass ich im Zweifels-fall eine zweite Meinung einholen möchte? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  macht das Angebot einer Zweitmeinung  hat Verständnis, wenn Sie eine Zweitmeinung wünschen
  51. 51. ©2014 Wird in der Praxis der Schutz meiner Person und Intimsphäre gewahrt? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  nimmt Rücksicht auf Ihre Persönlichkeitssphäre  achtet darauf, dass Sie nicht gestört werden
  52. 52. ©2014 Wird in der Praxis der Schutz meiner persönlichen Daten gewahrt? Woran erkenne ich das? Arzt und Praxispersonal  gehen vertraulich mit Ihnen um (z.B. Anmeldung)  gehen sorgsam mit Ihren und anderen Daten um
  53. 53. ©2014 Kann ich Arzt und Arztpraxis gut erreichen? Woran erkenne ich das?  Die Praxis hat einen barrierefreien Zugang  Alle Wege sind gut ausgeschildert  Praxis ist telefonisch gut erreichbar  Außerhalb der Sprechzeiten läuft ein Anrufbeantworter
  54. 54. Arztsuche / Kliniksuche Gelbe Seiten Empfehlungen von Ärzten und Bekannten Arzt- und Klinikbewertungsportale Landesärztekammern Kassenärztliche Vereinigungen Krankenkassen Qualitätsberichte von Kliniken Selbsthilfe ©2014
  55. 55. Wie erfüllen Arztbewertungsportale Qualitätsanforderungen? 42 Qualitätskriterien wurden getestet ©2014 http://www.aezq.de/aezq/arztbewertungsport ale/bewertete-portale/gutachten-2011-12
  56. 56. Probleme bei Arztbewertungsportalen: • unterschiedliche Qualität • Bewertungsverfahren sind nicht immer nachvollziehbar und nicht vergleichbar • Aufnahmekriterien für Ärzte nicht eindeutig, • Zu wenige Bewertungen (kritische Masse!) • Bewertungskriterien unterschiedlich • derzeit vorhandene Portale sind nicht in der Lage, Nutzern eine angemessene Hilfestellung bei der Suche nach dem geeigneten Arzt zu geben. http://www.arztbewertungsportale.de/ ©2014
  57. 57. ©2014 www.kbv.de
  58. 58. ©2014 http://www.weisse-liste.de
  59. 59. ©2014 http://www.g-ba-qualitaetsberichte.de
  60. 60. ©2014 http://www.patientenberatung.de
  61. 61. Ein Wort zur Qualität von Internetapotheken Internetapotheken ©2014 www.dimdi.de
  62. 62. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  63. 63. Was ist gut und was ist gefährlich an der Frage: „Herr Doktor, was würden Sie an meiner Stelle tun?“ ©2014
  64. 64. Entscheidungen  müssen ständig getroffen werden  geben eine Richtung vor  stellen Weichen  können Ihr Leben verändern ©2014 Foto: privat
  65. 65. Quelle: Klemperer D, Rosenwirth M, Chartbook „Shared Decision Making“ Herausgeber: Bertelsmann Stiftung, 2005 http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-83453704- 580045BA/bst/chartbook_190705_(2._Auflage).pdf ©2014
  66. 66. www.patient-als-partner.de It takes two to tango! ©2014 Fotolia.de © catalineremia
  67. 67. ©2014 www.patient-als-partner.de
  68. 68. ©2014 Wie komme ich mit der Situation klar? Was kann ich selbst tun? Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens
  69. 69. Erfahrungen anderer nutzen www.krankheitserfahrungen.de ©2014
  70. 70. ©2014 Eine Selbsthilfegruppe finden www.nakos.de
  71. 71. Sich beraten lassen www.patientenberatung.de ©2014
  72. 72. Das Arztgespräch vorbereiten www.patienten-universitaet.de ©2014
  73. 73. Eine aktuelle Medikamentenliste führen http://www.aps-ev. de/fileadmin/©fuerRedakteur/2014 PDFs/Infos_fuer_Patienten/Medikamentenplan.pdf
  74. 74. http://www.akdae.de/AMTS/Medikationsplan/docs/Medikationsplan_blanko.pdf ©2014
  75. 75. Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Nachfragen und mit eigenen Worten wiederholen, was der Arzt gesagt hat ©2014 „Ah, ja da steht‘s ja: Tropfen in viel Flüssigkeit einnehmen.“ Fotolia.de © alphaspirit
  76. 76. Wesentliche Inhalte Überblick über eigene Arzneimittel behalten Aktiv nachfragen (bei Unklarheiten, Unverständnis oder Ängsten) Selbst beobachten (Erkrankungsverlauf, Begleiterscheinungen etc.) http://www.aps-ev.de/fileadmin/fuerRedakteur/PDFs/AGs/Tipps_Arzneimitteltherapie.pdf ©2014
  77. 77. Informieren www.washabich.de ©2014
  78. 78. Hilfe suchen ©2014 http://www.doktor-johannes.de
  79. 79. Alle Befunde sammeln und bereithalten http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Gesundheitsmappen/Bestellformular_2013.pd f ©2014
  80. 80. Bei schwierigen Entscheidungen auch mal eine Zweitmeinung einholen Beispiel für ein Zweitmeinungsportal ©2014
  81. 81. Nicht vergessen: Die Arzt-Patienten-Beziehung ist keine Einbahnstraße! ©2014 Foto: fotolia.de © Finanzfoto
  82. 82. www.sylvia-saenger.de/fit-als-patient ©2014 Foto: fotolia.de © fotogestoeber

Hinweis der Redaktion

  • Dr. Sylvia Sänger, Gesundheitswissenschaftlerin, Jena
    Der mündige Patient – Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Wer krank ist, möchte die beste Behandlung, gut informiert werden, sich mehr oder weniger an Entscheidungen beteiligen und möglichst keinen Schaden erleiden. Ob und wie gut das gelingt, kann man als Patient entscheidend mitbestimmen. Voraussetzung für eine solche Mündigkeit ist Kompetenz und Information. In Deutschland gibt es sogar Patientenuniversitäten, wo man als Bürgerin und Bürger Gesundheitswissen erwerben kann. Sie erfahren, was eine gute Gesundheitsinformation ausmacht, wie Sie einen kompetenten und vertrauensvollen Arzt finden, warum es wichtig ist, gemeinsam mit dem Arzt zu entscheiden und was Sie selbst zu Ihrer eigenen Sicherheit während der Behandlung oder eines Krankenhausaufenthaltes tun können.
  • Patiens:
    leiden und mündig, ist das ein Widerspruch?
  • Patientenrechtegesetz: am 26. Februar 2013 in Kraft getreten
  • Manchmal auch vorgeschrieben wie REHA bei Arbeitsunfall (BG)
  • Das gute Arztbewertungsportal
    erfüllt Anforderungen gemäß Telemediengesetz (siehe Erläuterungen);
    enthält ein Impressum, das Aufschluss über die Identität des Betreibers gibt, eine E-Mail-Adresse ist angegeben;
    verzeichnet das Datum der letzten Aktualisierung der enthaltenen Arzteinträge;
    beinhaltet eine Datenschutzerklärung, die den Um- gang mit personenbezogenen Nutzerdaten und die Voraussetzungen für deren Löschung und Weiter- gabe darlegt;
    legt die Finanzierung offen;
    trennt Werbung und Inhalt;
    verfügt über eine personenbezogene Arztsuche;
    hat ein verständliches Bewertungsverfahren;
    weist darauf hin, dass Bewertungen allenfalls Einschätzungen zu einzelnen Aspekten der Versorgung und Betreuung durch Arzt beziehungsweise Praxispersonal geben können;
    stellt sicher, dass Einträge in Freitextfeldern redaktionell zu festgelegten Zeiten geprüft werden;
    räumt betroffenen Ärzten die Möglichkeit zu Gegendarstellung und/oder Widerspruch ein;
    bietet Schutz gegen Täuschungsmanöver und Schmähkritik.
  • Ein Qualitätsbericht besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil erfährt man wo sich das Krankenhaus befindet, wer der Träger ist, welche Fachabteilungen zum Haus gehören, wie sie zusammenarbeiten, welche besonderen Einrichtungen das Haus hat, welche Forschungseinrichtungen es gibt, wie viele Betten vorhanden sind und wie viele Patienten pro Jahr behandelt werden. Auch über Räumlichkeiten, Aspekte der Barrierefreiheit und Ausstattung der Patientenzimmer, besondere Serviceleistungen sowie das Lob- und Beschwerdemanagement kann man sich im ersten Berichtsteil informieren.

    Im zweiten Teil wird zu jeder Fachabteilung beschrieben, welche Ausstattung sie hat, wie viele Patienten mit welchen Diagnosen behandelt werden und über welche Qualifikationen das Personal verfügt.

    Weil alle Krankenhäuser gesetzlich verpflichtet sind, ihre Qualität zu überwachen und zu verbessern, erfährt man im dritten Teil des Berichts, wie das entsprechende Haus die Qualität seiner Arbeit beschreibt. Qualitätsindikatoren legen fest was gemacht werden muss und was nicht passieren darf.

    Der vierte Teil ist für die Krankenhäuser freiwillig. Er gibt Auskunft darüber was das Krankenhaus tut um eine hohe Qualität zu sichern.

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