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Der mündige Patient 
Welche Kompetenzen brauche ich 
im Gesundheitssystem? 
www.sylvia-saenger.de/fit-als-patient 
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...
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„Tut mir leid Doktor, aber da 
muss ich Ihnen entschieden 
widersprechen!“ 
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patient-ist-ein-phantom-1.1710032 
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„....Vielmehr findet man sehr heterogene Charak-terisierungen, 
http://www.aerzteblatt.de/pdf/104/37/a2489.pdf 
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die...
Was wir uns wünschen…. 
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Nichts über mich, ohne mich! 
Jeder Mensch hat das Recht, über sein Leben selbst zu 
bestimmen und bei Entscheidungen mitz...
Der mündige Patient 
 Kennt seine Rechte 
 Ist ausreichend informiert 
 Ist beteiligt 
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Rec...
Die „Patienten-Pflichten“ 
Sozialgesetzbuch, 5. Buch 
§ 1 Solidarität und Eigenverantwortung 
…Die Versicherten sind für ...
Der mündige Patient 
 Kennt seine Rechte 
 Ist ausreichend informiert 
 Ist beteiligt 
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Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens 
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Was ist die beste 
Behandlung? 
Brauche ich diese 
Untersuchung?
In Studien hat man herausgefunden, dass: 
 ein Arztbesuch im Schnitt fünf Minuten dauert 
 Patienten nach ca. 20s vom Ar...
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Gesundheits-informationen 
SUCHEN & FINDEN 
VERSTEHEN & BEWERTEN 
ANWENDEN 
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heute 
Quelle: 
Bildarchiv des Deutschen Hygienemuseum Dresden
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„(Im Internet) nach 
Gesundheitsinformationen 
zu suchen ist wie Wasser 
aus einem 
Feuerwehrschlauch zu 
trinken.“...
Beispiele verlässlicher Quellen zu 
medizinischen Informationen 
 Patientenportale 
 Wissenschaftlich begründete 
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www.gesundheitsinformation.de 
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www©.2p014sychenet.de
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http://www.leitlinien.de/patienten/patientenleitlinien 
Asthma 
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – COPD 
Typ-2-Diabe...
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Brustkrebs 
Eierstockkrebs 
Hodgkin-Lymphom 
Magenkrebs 
Melanom 
Mundhöhlenkarzinom 
Prostatakrebs 
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http://www.awmf.org/leitlinien/patienteninformation.html 
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informiert seit über 40 Jahren Ärzte, Apotheker und andere 
Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. 
...
www.igel-monitor.de 
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www.igel-check.de 
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Woran erkenne ich 
gute Informationen? WWW 
Sie sind absolut verlässlich und 
unterstützen meine Entscheidung. 
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Vergleich 
guter 
Studien 
Studien 
mit zufälliger 
Zuteilung 
Studien 
ohne zufällige 
Zuteilung 
Qualitative 
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D...
©2014 Abbildung: Fotolia.de © Wilm Ihlenfeld
Beispiel Brustkrebs-Screening mittels Mammographie 
"Etwa 25 % aller Brustkrebs Todesfälle können durch ein 
Mammographie-...
Eine gute Gesundheitsinformation 
• nennt „Ross und Reiter“ 
• stützt sich auf das „best verfügbare Wissen“ 
• ist aktuel...
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Wann ist Vorsicht geboten? 
Wenn in einer Information geraten wird, eine 
(bewährte) Therapie einfach abzubrechen. ...
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Zauberformel:
http://www.neue-medizin.de/index.html 
• ...ist eine 
naturwissenschaftliche Medizin, die 
die gesamte Medizin umfasst…. 
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Zauberformel: 
„Er sieht so sympathisch aus, 
man glaubt ihm einfach…“ 
„……wie die ARD über viele Jahre jemanden 
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Quelle: http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/ 
archiv/jahrgang-2008/nr.-3-maijuni-2008/werbung---aufgepasst.php 
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Qualitätskennzeichnungen medizinischer Informationen 
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Wie finde ich Ärzte 
oder Krankenhäuser? 
Wer kann mir raten 
oder helfen?
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„Partnersuche“ 
Sie sind neu in der Stadt 
und suchen eine(n) 
Hausärztin/Hausarzt. 
Wie sähe Ihre 
Kontaktanzeige ...
www.arztcheckliste.de 
Mit Patientenvertretern 
erarbeitet 
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Nimmt der Arzt mich 
und mein spezielles 
gesundheitliches 
Problem ernst? 
Woran erkenne ich das? 
Der Arzt: 
 hö...
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Erhalte ich von meinem 
Arzt eine ausführliche 
und verständliche 
Information und 
Beratung? 
Woran erkenne ich ...
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Erhalte ich von meinem 
Arzt Hinweise auf 
weiterführende Infor-mationsquellen 
und 
Beratungsangebote? 
Woran erk...
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Bezieht mich mein Arzt in 
alle Entscheidungen 
bezüglich meiner 
gesundheitlichen Situation 
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Woran erkenne ...
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Werde ich von Arzt und 
Praxispersonal freundlich 
und respektvoll 
behandelt? 
Woran erkenne ich das? 
Der Arzt: 
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Erhalte ich ohne Probleme 
Zugang zu meinen 
Patientenunterlagen? 
Woran erkenne ich das? 
Der Arzt: 
 ermöglicht ...
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Akzeptiert mein Arzt, 
dass ich im Zweifels-fall 
eine zweite 
Meinung einholen 
möchte? 
Woran erkenne ich das? 
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Wird in der Praxis der 
Schutz meiner Person 
und Intimsphäre 
gewahrt? 
Woran erkenne ich das? 
Der Arzt: 
 nimm...
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Wird in der Praxis der 
Schutz meiner 
persönlichen Daten 
gewahrt? 
Woran erkenne ich das? 
Arzt und Praxisperson...
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Kann ich Arzt und Arztpraxis 
gut erreichen? 
Woran erkenne ich das? 
 Die Praxis hat einen barrierefreien Zugang ...
Arztsuche / Kliniksuche 
Gelbe Seiten 
Empfehlungen von Ärzten und Bekannten 
Arzt- und Klinikbewertungsportale 
Landesärz...
Wie erfüllen Arztbewertungsportale Qualitätsanforderungen? 
42 Qualitätskriterien wurden getestet 
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Probleme bei Arztbewertungsportalen: 
• unterschiedliche Qualität 
• Bewertungsverfahren sind nicht immer nachvollziehbar ...
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Ein Wort zur Qualität von Internetapotheken 
Internetapotheken 
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Der mündige Patient 
 Kennt seine Rechte 
 Ist ausreichend informiert 
 Ist beteiligt 
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Was ist gut und was ist 
gefährlich an der Frage: 
„Herr Doktor, was würden 
Sie an meiner Stelle tun?“ 
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Entscheidungen 
 müssen ständig getroffen werden 
 geben eine Richtung vor 
 stellen Weichen 
 können Ihr Leben veränd...
Quelle: Klemperer D, Rosenwirth M, Chartbook „Shared Decision Making“ 
Herausgeber: Bertelsmann Stiftung, 2005 
http://www...
www.patient-als-partner.de 
It takes 
two 
to tango! 
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Wie komme ich mit 
der Situation klar? 
Was kann ich selbst 
tun? 
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Erfahrungen anderer nutzen 
www.krankheitserfahrungen.de 
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Eine 
Selbsthilfegruppe finden 
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Sich beraten lassen 
www.patientenberatung.de 
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Das Arztgespräch vorbereiten www.patienten-universitaet.de 
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Eine aktuelle Medikamentenliste führen 
http://www.aps-ev. 
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PDFs/Infos_fuer_Patienten/Me...
http://www.akdae.de/AMTS/Medikationsplan/docs/Medikationsplan_blanko.pdf 
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Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Nachfragen und mit eigenen 
Worten wiederholen, was der Arzt gesagt hat 
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„Ah, ja da 
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Wesentliche Inhalte 
Überblick über eigene Arzneimittel behalten 
Aktiv nachfragen (bei Unklarheiten, Unverständnis oder...
Informieren 
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Hilfe suchen 
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Alle Befunde sammeln und bereithalten 
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Bei schwierigen Entscheidungen auch mal 
eine Zweitmeinung einholen 
Beispiel für ein Zweitmeinungsportal 
©2014
Nicht vergessen: 
Die Arzt-Patienten-Beziehung 
ist keine Einbahnstraße! 
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Der mündige Patient - Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Vortrag in der URANIA Berlin vom 7.11.2014

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Wer krank ist, möchte die beste Behandlung, gut informiert werden, sich selbst auch informieren, sich mehr oder weniger an Entscheidungen beteiligen und möglichst keinen Schaden erleiden. Jede Patientin und jeder Patient kann auch selbst Einfluss nehmen darauf, wie gut das gelingt. Haben Sie den Mut, Einfluss zu nehmen! Der Vortrag erklärt, was eine gute Gesundheitsinformation ausmacht, wie man einen guten Arzt findet, warum es so wichtig ist, sich an allen Gesundheitsentscheidungen zu beteiligen und was man selbst alles für mehr Mündigkeit tun kann.
Vortrag in der URANIA Berlin am 7. November 2014

Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
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Der mündige Patient - Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? Vortrag in der URANIA Berlin vom 7.11.2014

  1. 1. Der mündige Patient Welche Kompetenzen brauche ich im Gesundheitssystem? www.sylvia-saenger.de/fit-als-patient ©2014 Fotolia.de © kantver
  2. 2. ©2014 „Tut mir leid Doktor, aber da muss ich Ihnen entschieden widersprechen!“ http://internationalforum.bmj.com/forum-resources/presentation-files/A_Harter.pdf
  3. 3. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/bericht-der-patientenberatung-der-muendige- patient-ist-ein-phantom-1.1710032 ©2014
  4. 4. „....Vielmehr findet man sehr heterogene Charak-terisierungen, http://www.aerzteblatt.de/pdf/104/37/a2489.pdf ©2014 die von Idealbildern eigenverantwortlicher und aktiver Patienten bis hin zu bedrohlicheren Szenarien reichen, in denen anspruchsvolle, sich selbst überschätzende Patienten ihre Ärzte potenziell infrage stellen...“
  5. 5. Was wir uns wünschen…. ©2014 Fotolia.de © Gina Sanders
  6. 6. Nichts über mich, ohne mich! Jeder Mensch hat das Recht, über sein Leben selbst zu bestimmen und bei Entscheidungen mitzubestimmen. Grundsatz der Selbsthilfe ©2014
  7. 7. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  8. 8. http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Praevention/Broschueren/130627_PRB_Internet_pdf_neu.pdf ©2014 Rechte bei der medizinischen Behandlung (Behandlungsvertrag, Information und Aufklärung, Einwilligung, besondere Lebenssituation, Einsichtsrecht in die Patientenakte, IGeL) Rechte als Krankenversicherter (Beiträge, Kassenwahl, Widerspruch gegen Entscheidungen) Rechte bei Behandlungsfehlern (Fehler erkennen, Schadens- und Streitfall) Bestellen unter: Publikationsversand der Bundesregierung Postfach 48 10 09 18132 Rostock
  9. 9. Die „Patienten-Pflichten“ Sozialgesetzbuch, 5. Buch § 1 Solidarität und Eigenverantwortung …Die Versicherten sind für ihre Gesundheit mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung, durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu überwinden…. ©2014
  10. 10. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  11. 11. Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens ©2014 Was ist die beste Behandlung? Brauche ich diese Untersuchung?
  12. 12. In Studien hat man herausgefunden, dass:  ein Arztbesuch im Schnitt fünf Minuten dauert  Patienten nach ca. 20s vom Arzt unterbrochen werden  Patienten oft nur 50% der Informationen verstehen, die sie erhalten  in nur ca. 50% aller Fälle das eigentliche Problem des Patienten angesprochen wird  Kommunikationsprobleme 70% der gerichtlichen Auseinandersetzungen ausmachen  in 81% der Arzt-Patient-Kontakte zumindest einmal ein für Laien unverständlicher Fachjargon auftaucht. Die durchschnittliche Häufigkeit solcher Begriffe lag pro Gespräch bei 4. Quellen: www.evimed.ch (Horten Zentrum für praxisorientierte Forschung) Dierks, Seidel, Schulung für Patientenberaterinnen und Patientenberater, Berlin, 10. 7. 2009 ©2014
  13. 13. ©2014 Gesundheits-informationen SUCHEN & FINDEN VERSTEHEN & BEWERTEN ANWENDEN Bild: fotolia.de © fotomek
  14. 14. ©2014 heute Quelle: Bildarchiv des Deutschen Hygienemuseum Dresden
  15. 15. ©2014 „(Im Internet) nach Gesundheitsinformationen zu suchen ist wie Wasser aus einem Feuerwehrschlauch zu trinken.“ Quelle unbekannt Fotolia.de © wellphoto
  16. 16. Beispiele verlässlicher Quellen zu medizinischen Informationen  Patientenportale  Wissenschaftlich begründete (evidenzbasierte) Entscheidungshilfen  Patienten-Leitlinien  Informationen zu Arzneimitteln  Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) ©2014
  17. 17. www.gesundheitsinformation.de ©2014
  18. 18. ©2014
  19. 19. www.achse.info ©2014
  20. 20. www©.2p014sychenet.de
  21. 21. ©2014
  22. 22. ©2014
  23. 23. http://www.leitlinien.de/patienten/patientenleitlinien Asthma Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – COPD Typ-2-Diabetes (Folgeerkrankungen) Herzschwäche Chronische Koronare Herzkrankheit – KHK Kreuzschmerz Unipolare Depression ©2014
  24. 24. ©2014 Brustkrebs Eierstockkrebs Hodgkin-Lymphom Magenkrebs Melanom Mundhöhlenkarzinom Prostatakrebs www.leitlinienprogramm-onkologie.de
  25. 25. http://www.awmf.org/leitlinien/patienteninformation.html ©2014
  26. 26. ©2014
  27. 27. ©2014 informiert seit über 40 Jahren Ärzte, Apotheker und andere Heilberufe über Nutzen und Risiken von Arzneimitteln. Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gibt Arzneiverordnung in der Praxis heraus erste unabhängige werbungsfreie deutsche Medizinzeitschrift, besteht seit ca. 40 Jahren beobachtet die Pharma-Kampagne die Lobbyarbeit der Arzneimittelindustrie weltweit
  28. 28. www.igel-monitor.de ©2014
  29. 29. www.igel-check.de ©2014
  30. 30. Woran erkenne ich gute Informationen? WWW Sie sind absolut verlässlich und unterstützen meine Entscheidung. ©2014
  31. 31. Vergleich guter Studien Studien mit zufälliger Zuteilung Studien ohne zufällige Zuteilung Qualitative Studien Die „Wissenstreppe“ ©2014 Expertenmeinung
  32. 32. ©2014 Abbildung: Fotolia.de © Wilm Ihlenfeld
  33. 33. Beispiel Brustkrebs-Screening mittels Mammographie "Etwa 25 % aller Brustkrebs Todesfälle können durch ein Mammographie-Screening verhindert werden“ Ulla Schmidt, 2004 ©2014 bei 1000 Frauen Kein Screening 4 Todesfälle Screening 3 Todesfälle Aus: Gerd Gigerenzer. Das Einmaleins der Skepsis. Berlin Verlag
  34. 34. Eine gute Gesundheitsinformation • nennt „Ross und Reiter“ • stützt sich auf das „best verfügbare Wissen“ • ist aktuell und gültig (wird regelmäßig aktualisiert) • ist ausgewogen und unbeeinflusst von Interessen • beschreibt alle Maßnahmen, die in Frage kommen • erklärt verständlich Nutzen und Nebenwirkungen mit den „richtigen Zahlen“! • ermöglicht eine individuelle Nutzen-Schaden-Abwägung • berücksichtigt die Patientensicht • Aber: kann das Arzt-Patienten-Gespräch nicht ersetzen Quellen: www.discern.de, Gute Praxis Gesundheitsinformation des Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. ©2014
  35. 35. ©2014 Wann ist Vorsicht geboten? Wenn in einer Information geraten wird, eine (bewährte) Therapie einfach abzubrechen. Wenn Heilsversprechen gegeben werden. Wenn behauptet wird es gäbe keinerlei Nebenwirkungen der Behandlung. Bei „reißerischer Aufmachung“ –  neu, noch nie da gewesen, einzigartig… Wenn andere seriöse Angebote schlecht gemacht werden. Wenn die Information Angst macht. Wenn Werbung allzu offensichtlich ist. Foto: fotolia.de © apops
  36. 36. http://www.starvers©an2d0.1co4m Zauberformel:
  37. 37. http://www.neue-medizin.de/index.html • ...ist eine naturwissenschaftliche Medizin, die die gesamte Medizin umfasst…. • Sie bedarf keiner .... sogennanten statistischen Wahrscheinlichkeiten • Dies wurde am 8. und 9. September 1998 an der Universität Trnava (Slowakei) demonstriert und amtlich verifiziert! ©2014 Zauberformel:
  38. 38. Zauberformel: „Er sieht so sympathisch aus, man glaubt ihm einfach…“ „……wie die ARD über viele Jahre jemanden ohne Medizinstudium, ohne medizinische Berufspraxis und mit einer seltsamen Professur einem Millionenpublikum zumutet - einem Publikum allerdings, dessen Expertengläubigkeit, dessen mangelnde Kritikfähigkeit den Auftritten des Mannes erst den Boden bereitet hat…“ Dr. Gerd Antes Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums Freiburg http://www.sueddeutsche.de/wissen/der-fall-bankhofer-stutenmilch-und-anderer- kaese-1.596485-2 ©2014
  39. 39. Quelle: http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/ archiv/jahrgang-2008/nr.-3-maijuni-2008/werbung---aufgepasst.php ©2014 Zauberformel: www.gutepillen-schlechtepillen.de
  40. 40. Qualitätskennzeichnungen medizinischer Informationen ©2014
  41. 41. Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens ©2014 Wie finde ich Ärzte oder Krankenhäuser? Wer kann mir raten oder helfen?
  42. 42. ©2014 „Partnersuche“ Sie sind neu in der Stadt und suchen eine(n) Hausärztin/Hausarzt. Wie sähe Ihre Kontaktanzeige in der Zeitung aus? Jetzt sind Sie dran!
  43. 43. www.arztcheckliste.de Mit Patientenvertretern erarbeitet ©2014
  44. 44. ©2014 Nimmt der Arzt mich und mein spezielles gesundheitliches Problem ernst? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  hört zu und wendet sich mir zu  geht auf mein gesundheitliches Problem ein  zieht andere Kollegen dazu, wenn es notwendig ist  fragt aktiv nach
  45. 45. ©2014 Erhalte ich von meinem Arzt eine ausführliche und verständliche Information und Beratung? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  informiert und berät mich umfassend und verständlich  macht Angaben zur Finanzierung der Behandlung  prüft nach, ob ich alles verstanden habe
  46. 46. ©2014 Erhalte ich von meinem Arzt Hinweise auf weiterführende Infor-mationsquellen und Beratungsangebote? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  gibt mir Tipps wo und wie ich mich informieren kann  gibt mir Adressen von Beratung und Selbsthilfe  weist mich auf Schulungen hin (Asthma, etc.)
  47. 47. ©2014 Bezieht mich mein Arzt in alle Entscheidungen bezüglich meiner gesundheitlichen Situation ein? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  erfragt Ihre Erwartungen und Wünsche  entscheidet mit Ihnen gemeinsam
  48. 48. ©2014 Werde ich von Arzt und Praxispersonal freundlich und respektvoll behandelt? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  behandelt seine Patienten gleich  geht respektvoll mit Ihnen um
  49. 49. ©2014 Erhalte ich ohne Probleme Zugang zu meinen Patientenunterlagen? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  ermöglicht mir eine Einsichtnahme  händigt mir Kopien meiner Befunde aus (selbst zahlen!)
  50. 50. ©2014 Akzeptiert mein Arzt, dass ich im Zweifels-fall eine zweite Meinung einholen möchte? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  macht das Angebot einer Zweitmeinung  hat Verständnis, wenn Sie eine Zweitmeinung wünschen
  51. 51. ©2014 Wird in der Praxis der Schutz meiner Person und Intimsphäre gewahrt? Woran erkenne ich das? Der Arzt:  nimmt Rücksicht auf Ihre Persönlichkeitssphäre  achtet darauf, dass Sie nicht gestört werden
  52. 52. ©2014 Wird in der Praxis der Schutz meiner persönlichen Daten gewahrt? Woran erkenne ich das? Arzt und Praxispersonal  gehen vertraulich mit Ihnen um (z.B. Anmeldung)  gehen sorgsam mit Ihren und anderen Daten um
  53. 53. ©2014 Kann ich Arzt und Arztpraxis gut erreichen? Woran erkenne ich das?  Die Praxis hat einen barrierefreien Zugang  Alle Wege sind gut ausgeschildert  Praxis ist telefonisch gut erreichbar  Außerhalb der Sprechzeiten läuft ein Anrufbeantworter
  54. 54. Arztsuche / Kliniksuche Gelbe Seiten Empfehlungen von Ärzten und Bekannten Arzt- und Klinikbewertungsportale Landesärztekammern Kassenärztliche Vereinigungen Krankenkassen Qualitätsberichte von Kliniken Selbsthilfe ©2014
  55. 55. Wie erfüllen Arztbewertungsportale Qualitätsanforderungen? 42 Qualitätskriterien wurden getestet ©2014 http://www.aezq.de/aezq/arztbewertungsport ale/bewertete-portale/gutachten-2011-12
  56. 56. Probleme bei Arztbewertungsportalen: • unterschiedliche Qualität • Bewertungsverfahren sind nicht immer nachvollziehbar und nicht vergleichbar • Aufnahmekriterien für Ärzte nicht eindeutig, • Zu wenige Bewertungen (kritische Masse!) • Bewertungskriterien unterschiedlich • derzeit vorhandene Portale sind nicht in der Lage, Nutzern eine angemessene Hilfestellung bei der Suche nach dem geeigneten Arzt zu geben. http://www.arztbewertungsportale.de/ ©2014
  57. 57. ©2014 www.kbv.de
  58. 58. ©2014 http://www.weisse-liste.de
  59. 59. ©2014 http://www.g-ba-qualitaetsberichte.de
  60. 60. ©2014 http://www.patientenberatung.de
  61. 61. Ein Wort zur Qualität von Internetapotheken Internetapotheken ©2014 www.dimdi.de
  62. 62. Der mündige Patient  Kennt seine Rechte  Ist ausreichend informiert  Ist beteiligt ©2014 Fotolia.de © kantver
  63. 63. Was ist gut und was ist gefährlich an der Frage: „Herr Doktor, was würden Sie an meiner Stelle tun?“ ©2014
  64. 64. Entscheidungen  müssen ständig getroffen werden  geben eine Richtung vor  stellen Weichen  können Ihr Leben verändern ©2014 Foto: privat
  65. 65. Quelle: Klemperer D, Rosenwirth M, Chartbook „Shared Decision Making“ Herausgeber: Bertelsmann Stiftung, 2005 http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xbcr/SID-83453704- 580045BA/bst/chartbook_190705_(2._Auflage).pdf ©2014
  66. 66. www.patient-als-partner.de It takes two to tango! ©2014 Fotolia.de © catalineremia
  67. 67. ©2014 www.patient-als-partner.de
  68. 68. ©2014 Wie komme ich mit der Situation klar? Was kann ich selbst tun? Foto: Fotolia.de © Sergeey Nivens
  69. 69. Erfahrungen anderer nutzen www.krankheitserfahrungen.de ©2014
  70. 70. ©2014 Eine Selbsthilfegruppe finden www.nakos.de
  71. 71. Sich beraten lassen www.patientenberatung.de ©2014
  72. 72. Das Arztgespräch vorbereiten www.patienten-universitaet.de ©2014
  73. 73. Eine aktuelle Medikamentenliste führen http://www.aps-ev. de/fileadmin/©fuerRedakteur/2014 PDFs/Infos_fuer_Patienten/Medikamentenplan.pdf
  74. 74. http://www.akdae.de/AMTS/Medikationsplan/docs/Medikationsplan_blanko.pdf ©2014
  75. 75. Zu Ihrer eigenen Sicherheit: Nachfragen und mit eigenen Worten wiederholen, was der Arzt gesagt hat ©2014 „Ah, ja da steht‘s ja: Tropfen in viel Flüssigkeit einnehmen.“ Fotolia.de © alphaspirit
  76. 76. Wesentliche Inhalte Überblick über eigene Arzneimittel behalten Aktiv nachfragen (bei Unklarheiten, Unverständnis oder Ängsten) Selbst beobachten (Erkrankungsverlauf, Begleiterscheinungen etc.) http://www.aps-ev.de/fileadmin/fuerRedakteur/PDFs/AGs/Tipps_Arzneimitteltherapie.pdf ©2014
  77. 77. Informieren www.washabich.de ©2014
  78. 78. Hilfe suchen ©2014 http://www.doktor-johannes.de
  79. 79. Alle Befunde sammeln und bereithalten http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Gesundheitsmappen/Bestellformular_2013.pd f ©2014
  80. 80. Bei schwierigen Entscheidungen auch mal eine Zweitmeinung einholen Beispiel für ein Zweitmeinungsportal ©2014
  81. 81. Nicht vergessen: Die Arzt-Patienten-Beziehung ist keine Einbahnstraße! ©2014 Foto: fotolia.de © Finanzfoto
  82. 82. www.sylvia-saenger.de/fit-als-patient ©2014 Foto: fotolia.de © fotogestoeber

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