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Ihr Weg zu uns
Mit dem Auto: Autobahn A8 bis Ausfahrt Augsburg-Ost. Über Mühlhauser
Straße/Hans-Böckler-Straße zur MAN-Brücke. Nach der Brücke erste
Kreuzung rechts (MAN-Hochhaus), weiter über Sebastianstraße
zur Heinrich-von-Buz-Straße 28
Mit der Bahn: ab Augsburg Hauptbahnhof mit dem Taxi oder mit
Straßenbahnlinie 3 (Richtung Inninger Straße) bzw. Linie 4 (Richtung
Augsburg-Nord), dann Umsteigen am Königsplatz in die Straßenbahnlinie 2
(Richtung Park & Ride Augsburg-West, Haltestelle Senkelbach)
MAN Energy Solutions SE
MAN-Museum
Heinrich-von-Buz-Straße 28
86153 Augsburg
www.museum.man-es.com
www.man-es.com
Öffnungszeiten:
Nach telefonischer Anmeldung,
Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Telefon: +49 (0)821 322-33 66
Besuchen Sie auch unser DieselHouse in Kopenhagen/Dänemark unter
www.dieselhouse.dk/de
MAN-
Museum
Begleitheft
Orientierung und Rundgang
Autobahn A8 bis Ausfahrt Augsburg-Ost. Über Mühlhauser
Straße/Hans-Böckler-Straße zur MAN-Brücke. Nach der Brücke erste
Straßenbahnlinie 3 (Richtung Inninger Straße) bzw. Linie 4 (Richtung
Augsburg-Nord), dann Umsteigen am Königsplatz in die Straßenbahnlinie 2
Besuchen Sie auch unser DieselHouse in Kopenhagen/Dänemark unter
Am 23. April 1953 wurde das M.A.N.-Werkmuseum in den ehemaligen
Räumen der M.A.N.-Forschungsanstalt für Mechanik und Gestaltung in
Augsburg eröffnet. Heute präsentiert das MAN-Museum mit Original-
exponaten und Modellen die Technikgeschichte der MAN Gruppe
und der manroland Goss web systems GmbH.
Vorwort
Geschichte MAN
Meilensteine MAN
Geschichte manroland Goss web systems
Persönlichkeiten
Orientierung
Rundgang
Inhalt
4 – 5
6 – 7
8 – 11
12 – 13
14 – 15
16 – 17
18 – 35
3MAN-Museum2
4 – 5
6 – 7
8 – 11
12 – 13
14 – 15
16 – 17
18 – 35
Willkommen
im
MAN-Museum
Liebe Besucherinnen und Besucher des MAN-Museums,
die Geschichte sowohl von MAN Energy Solutions als auch der MAN Gruppe
insgesamt geht bis auf das Jahr 1758 zurück. Bratpfannen und Kanonen-
kugeln zählten zu den ersten Erzeugnissen der Eisenhütte St. Antony, der
Keimzelle des industriellen Ruhrgebiets und des heutigen MAN-Standorts
im nordrhein-westfälischen Oberhausen.
Über acht Jahrzehnte später, im Jahr 1840, wurde die MAN in Augsburg
gegründet. Druckerpressen und Dampfmaschinen – insbesondere für
den Antrieb der aufstrebenden Augsburger Textilindustrie – waren nun
die Hauptprodukte des Unternehmens. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts
änderte sich das Sortiment erneut, denn die Dampfmaschine wurde von
einer in den eigenen Werkshallen entwickelten bahnbrechenden Innova-
tion abgelöst: dem Dieselmotor. Aktuell stellt sich MAN mit Blick auf die
Dekarbonisierung von Industrie und Gesellschaft abermals darauf ein, das
Produktangebot einschneidend zu verändern und es um Hybrid-, Speicher-
und digitale Servicelösungen zu ergänzen. Damals wie heute basiert der
Unternehmenserfolg von MAN auf der Bereitschaft und der Fähigkeit zum
technologischen Wandel.
Das 1953 gegründete MAN-Museum bringt Ihnen die einzigartige MAN-
Geschichte mit ihren zahlreichen Häutungs- und Veränderungsprozessen
näher. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind dabei die Augsburger
Produkte und die Unternehmensgeschichte in Augsburg – von der Ur-Firma
Sander’sche Maschinen-Fabrik bis zur heutigen MAN Energy Solutions
SE und mit dem ersten Versuchsdieselmotor als Highlight-Exponat. Ich
wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Rundgang, auf dem Sie diese Broschüre
begleiten und mit interessanten Informationen versorgen möge.
Herzlichst,
Dr. Jan Dietrich Müller
Leiter Group Communications & Marketing
MAN Energy Solutions SE
5MAN-Museum4
MAN-Museum
Geschichte MAN
St.-Antony-Hütte, 1834 – erstes Hüttenwerk
des Ruhrgebiets
Maschinenfabrik Augsburg, 1882
Vorgängerfirmen der MAN
1840 Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg
1841 Klett & Comp. in Nürnberg
1844 C. Reichenbach’sche Maschinenfabrik in Augsburg
1857 Maschinenfabrik Augsburg
1873 Maschinenbau-Actien-Gesellschaft in Nürnberg
1898 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und
Maschinenbaugesellschaft Nürnberg in Augsburg
1908 Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg in Augsburg
Die Wege der beiden Konzerne kreuzten sich 1920, als die GHH eine
Mehrheitsbeteiligung an der M.A.N. erwarb. Daraus entstand eine Gruppe
mit umfangreichen Stahl-, Maschinen- und Anlagenbauaktivitäten.
1986 wurde der GHH-Konzern, dessen Schwerpunkte sich nach dem
Zweiten Weltkrieg klar zum Maschinen- und Nutzfahrzeugbau verlagert
hatten, völlig umgestaltet und in MAN Gruppe umbenannt. Die Geschäfts-
bereiche wurden zu eigenständigen Tochtergesellschaften der heutigen
MAN SE umgewandelt.
Seit 2011 gehört die MAN Gruppe mehrheitlich zum Volkswagen-Konzern.
Die Ursprünge
MAN Energy Solutions und die MAN Gruppe gehen auf zwei
Unternehmensgründungen zurück
1758 Gründung der Eisenhütte St. Antony in Oberhausen
1840 Gründung der Sander’schen Maschinen-Fabrik in Augsburg
Aus St. Antony, der Keimzelle der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet,
entwickelte sich 1873 nach etlichen Zusammenschlüssen mit anderen
Stahl- und Maschinenbauunternehmen die GHH Gutehoffnungshütte in
Oberhausen. Im Süden Deutschlands entstand aus der Sander’schen
Maschinen-Fabrik nach mehreren Fusionen die M.A.N. Maschinenfabrik
Augsburg-Nürnberg.
Vorgängerfirmen der GHH
1758 Hütte St. Antony bei Osterfeld
1782 Hütte Gute Hoffnung in Sterkrade
1791 Hütte Neu Essen im Reichsstift Essen
1808 Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi,
Haniel & Huyssen in Sterkrade
1873 Gutehoffnungshütte, Actienverein für Bergbau
und Hüttenbetrieb in Sterkrade
1953 Gutehoffnungshütte Aktienverein in Oberhausen
7MAN-Museum6
Gründung der Sander’schen Maschinen-Fabrik in Augsburg
Aus St. Antony, der Keimzelle der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet,
entwickelte sich 1873 nach etlichen Zusammenschlüssen mit anderen
Stahl- und Maschinenbauunternehmen die GHH Gutehoffnungshütte in
Oberhausen. Im Süden Deutschlands entstand aus der Sander’schen
Maschinen-Fabrik nach mehreren Fusionen die M.A.N. Maschinenfabrik
1970 Größtes Schiffs-Planetengetriebe der Welt, 18 000 PS/13 250 kW
(RENK)
1977 Größte Aufzugsanlage der Welt für dänisches Krankenhaus
(M.A.N.)
1979 Erster Start der europäischen Trägerrakete ARIANE (M.A.N.)
1981 Erste europäische Solarfarm (M.A.N.)
1982 Erster Zweitaktgroßdieselmotor mit über 50 Prozent
Wirkungsgrad (M.A.N.)
1983 Errichtung des GROWIAN (Große Windenergieanlage) (M.A.N.)
1984 Bau des ersten Hochtemperatur-Salzbad-Röhrenreaktors
der Welt (DWE)
1986 Neue Lkw-Generation F90 (MAN Nutzfahrzeuge)
1987 - Stärkster Fernverkehrsattelschlepper mit V-Zehnzylinder-
Dieselmotor, 460 PS/338 kW (MAN Nutzfahrzeuge)
- Weltgrößter dieselelektrischer Antrieb für ein ziviles Schiff: neun
Viertaktmotoren für Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth 2“ mit
130 000 PS/95 615 kW (MAN B&W Diesel)
- Indienststellung des größten Luxus-Fluss-Kreuzfahrtschiffes der
Welt MS „Mozart“ (DWE)
1998 Bau der Magnetringe des weltgrößten Elektromagneten
für das Europäische Kernforschungszentrum CERN (DWE)
2000 - Weltweit erster elektronisch geregelter Zweitakt-Schiffs-
dieselmotor (MAN B&W Diesel)
- Neue schwere Trucknology-Lkw-Generation TGA
(MAN Nutzfahrzeuge)
2001 Neue Reisebusgeneration Lion’s Star (MAN Nutzfahrzeuge)
1787 Bau des ersten deutschen (pferdebetriebenen)
Schienenwegs Rauendahler Kohlenweg (GHH)
1814 Erste Dampfmaschine (GHH)
1852 Erste deutsche Materialprüfmaschine (Klett & Comp.)
1857 Erster Kompressor (GHH)
1893 – 97 Entwicklung und Bau des ersten Dieselmotors der Welt
zusammen mit Rudolf Diesel (M.A.N.)
1897 Müngstener Eisenbahnbrücke, erste Brücke der Welt im
Freivorbau (Maschinenbau-Actien-Gesellschaft)
1903 –04 Erster Turbokompressor und erste Dampfturbine (GHH)
1904 Erstes Dieselgroßkraftwerk der Welt in Kiew,
1 600 PS/1177 kW (M.A.N.)
1912 Erstes seegehendes Schiff „Selandia“ mit
Dieselantriebsmaschinen (Burmeister & Wain)
1915 Beginn des Lastwagenbaus (M.A.N.)
1923 Erster Fahrzeugdieselmotor der Welt mit Direkteinspritzung (M.A.N.)
1932 Stärkster Diesellastwagen der Welt mit 150 PS/110 kW (M.A.N.)
1938 Produktionsbeginn von Dieselackerschleppern (M.A.N.)
1951 Erster deutscher Abgasturbolader für Lkw mit
35 % Leistungssteigerung (M.A.N.)
1965 Erfindung des hydrostatisch-hydromechanischen Lenkantriebs
für Kettenfahrzeuge (RENK)
Meilensteine MAN
▴ Magnetringe des weltgrößten Elektromagneten
Kettenwagen, angetrieben vom ersten
MAN-Lkw-Dieselmotor mit Direkteinspritzung
8 9
Erster Fahrzeugdieselmotor der Welt mit Direkteinspritzung (M.A.N.)
Stärkster Diesellastwagen der Welt mit 150 PS/110 kW (M.A.N.)
Erfindung des hydrostatisch-hydromechanischen Lenkantriebs
Kettenwagen, angetrieben vom ersten
MAN-Lkw-Dieselmotor mit Direkteinspritzung
Meilensteine MAN
2003 Kompressorstrang für die weltgrößte GTL-Anlage (gas to liquids)
(MAN TURBO)
2004 - Neue Nutzfahrzeugmotorengeneration D20 Common Rail
(MAN Nutzfahrzeuge)
- Leistungsstärkstes Getriebe der Welt für eine Windenergieanlage
(RENK)
2005 - Neue leichte und mittlere Trucknology-Lkw-Reihen TGL und
TGM (MAN Nutzfahrzeuge)
- Common-Rail-Technik für große Viertakt-Dieselmotoren
(MAN B&W Diesel)
2006 Emissionsarmer Dual-Fuel-Motor 51/60DF (MAN Diesel)
2007 - Leistungsstärkster Dieselmotor der Welt 14K98ME
mit 115 000 PS/84,3 MW (MAN Diesel)
- Neun Motoren für das größte Schiff der Welt, die „Pieter Schelte“
(MAN Diesel)
2010 - Hybrid-Stadtbus geht in Serie (MAN Truck & Bus)
- Erster Hybrid-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo)
2011 - Neuer emissionsarmer, hocheffizienter Gasmotor 35/44G
(MAN Diesel & Turbo)
- Markteintritt der neu entwickelten Industriegasturbine MGT6000
(MAN Diesel & Turbo)
2013 - Präsentation Gasmotor 51/60G (MAN Diesel & Turbo)
- Markteinführung MAX1-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo)
2014 Markteinführung des schnelllaufenden Motors MAN 175D für
Schiffsbetrieb (MAN Diesel & Turbo)
2015 Inbetriebstellung HOFIM-Kompressoren für Öl- und Gasförderung
am Meeresgrund (MAN Diesel & Turbo)
2016 G95ME-C9.5: mit 75 570 kW (103 000 PS) leistungsstärkster
Motor, den MAN je entwickelt hat (MAN Diesel & Turbo)
2017 - Markteinführung des neuen Viertakt-Motors 45/60CR
„The Game Changer“ (MAN Diesel & Turbo)
- 3-D-Druck-Komponenten für Industriegasturbine MGT6000
(MAN Diesel & Turbo)
2018 Vorstellung Zweitaktmotor Dual-Fuel MAN B&W ME-LGIP
für LPG-Betrieb (MAN Energy Solutions)
MAX1-Axialkompressor
▴ Dual-Fuel-Motor 51/60 DF
11MAN-Museum10
Kompressorstrang für die weltgrößte GTL-Anlage (gas to liquids)
Neue Nutzfahrzeugmotorengeneration D20 Common Rail
- Leistungsstärkstes Getriebe der Welt für eine Windenergieanlage
- Neue leichte und mittlere Trucknology-Lkw-Reihen TGL und
- Neun Motoren für das größte Schiff der Welt, die „Pieter Schelte“
Neuer emissionsarmer, hocheffizienter Gasmotor 35/44G
Markteintritt der neu entwickelten Industriegasturbine MGT6000
Markteinführung MAX1-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo)
Dual-Fuel-Motor 51/60 DF
1979 Zusammenschluss des Druckmaschinenbereichs der M.A.N. und
der Roland Offsetmaschinenfabrik Faber & Schleicher zur MAN
Roland Druckmaschinen AG
1994 Neue Leistungsdimension: LITHOMAN mit Bahngeschwindigkeit
von 15 m/s (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg)
1995 Vorstellung der digitalen Offsetdruckmaschine DICOweb
(MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg)
1996 Längste Zeitungsdruckanlage der Welt – eine GEOMAN – für
O Globo, Rio de Janeiro (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg)
1998 Vorstellung der vier Platten breiten Zeitungsdruckmaschine
REGIOMAN 4/1 (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg)
2001 Vorstellung Zeitungsdruckmaschine COLORMAN, XXL
(MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg)
2008 Umwandlung von MAN Roland Druckmaschinen AG in die
manroland AG
2012 Umwandlung von manroland AG in die manroland web
systems GmbH
2015 Rekord bei Zeitungsproduktion: COLORMAN e:line erreicht bis
zu 110 000 Exemplaren/h
2018 Umwandlung von manroland web systems in manroland Goss
web systems
1845 In der C. Reichenbach’schen Maschinenfabrik wird unter
der Leitung von Carl August Reichenbach und Carl Buz
in Augsburg die erste Schnellpresse gebaut
1873 Erste deutsche Rotationsmaschine für Zeitungsdruck
(Maschinenfabrik Augsburg)
1871 Louis Faber und Adolf Schleicher gründen ein Associations-
geschäft zur Produktion von lithografischen Schnellpressen.
Im gleichen Jahr wird mit der Albatros die erste Druckmaschine
entwickelt.
1900 Das Unternehmen bekommt in Offenbach den Namen Faber &
Schleicher AG.
1911 Erste Bogenoffsetmaschine Roland (Faber & Schleicher)
1921 Erste Rollenoffsetdruckmaschine (M.A.N.)
1925 - Größte deutsche Rotationsmaschine mit 15 Druckwerken (M.A.N.)
- Erste Tiefdruckrollenmaschine (M.A.N.)
1928 Zweifarbendruckmaschine ROLAND RZS im Fünf-Zylinder-
System (Faber & Schleicher)
1951 - Erste Bogenoffsetdruckmaschine ULTRA-M.A.N. (M.A.N.)
- Erste Roland-Vierfarbendruckmaschine (Faber & Schleicher)
1972 Vorstellung Vierfarbendruckmaschine ROLAND 800 für
Großformat (Faber & Schleicher).
1974 Größte Rotationsdruckmaschine Europas – eine COLORMAN mit
62 Druckwerken (M.A.N.)
▴ C. Reichenbach’sche Maschinenfabrik
in Augsburg, 1846
◂ Schnellpresse,1845
▸ Rotationsdruckmaschine,1873
Geschichte
manroland Goss
web systems
13MAN-Museum12
Louis Faber und Adolf Schleicher gründen ein Associations-
geschäft zur Produktion von lithografischen Schnellpressen.
Im gleichen Jahr wird mit der Albatros die erste Druckmaschine
Das Unternehmen bekommt in Offenbach den Namen Faber &
- Größte deutsche Rotationsmaschine mit 15 Druckwerken (M.A.N.)
Zweifarbendruckmaschine ROLAND RZS im Fünf-Zylinder-
- Erste Bogenoffsetdruckmaschine ULTRA-M.A.N. (M.A.N.)
- Erste Roland-Vierfarbendruckmaschine (Faber & Schleicher)
Größte Rotationsdruckmaschine Europas – eine COLORMAN mit
manroland Goss
Persönlichkeiten
Carl Buz
1803 – 1870
Buz, seit 1838 als Offizier am Bau der Eisenbahn München – Augsburg
beteiligt, legt ab 1844 zusammen mit Reichenbach die Grundlagen für die
spätere MAN. Unter seiner Führung werden Dampfkessel, Dampfmaschinen,
Wasserturbinen und Pumpen in Augsburg gefertigt. 1864 übergibt er das
Firmenerbe an seinen Sohn Heinrich.
Heinrich von Buz
1833 – 1918
Buz tritt 1857 in die Maschinenfabrik Augsburg ein, die 1844 als
Reichenbach’sche Maschinenfabrik von seinem Vater Carl mitbegründet
worden war. Von 1864 bis 1913 führt er diese als alleinverantwortlicher
Direktor und vereint sie 1898 mit der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft
Nürnberg. Der „Bismarck der deutschen Maschinenindustrie“, unter dessen
Ägide 1873 die erste deutsche Rotationsmaschine und die erste Linde’sche
Kältemaschine entstehen, fördert in ganz entscheidendem Maß den Bau
des Dieselmotors bei MAN. 1907 erhält er das Ritterkreuz des Königlichen
Verdienstordens der Bayerischen Krone, mit dem der persönliche Adel
verbunden ist.
Carl August Reichenbach
1801 – 1883
Reichenbach übernimmt zusammen mit seinem Schwager Carl Buz im
Jahr 1844 die Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg, nachdem er
im Unternehmen seines Onkels, Friedrich Gottlob Koenig (Erfinder der
Schnellpresse), in allen Sparten des Schnellpressenbaus ausgebildet
worden war. Reichenbach fertigt in Augsburg eine Druckmaschine neuester
Konstruktion: die Schnellpresse mit Eisenbahnbewegung, die ab 1845
geliefert wird; er begründet damit den Druckmaschinenbau.
Rudolf Diesel
1858 – 1913
Diesel, als Sohn deutscher Eltern 1858 in Paris geboren, hört während
seines Studiums an der TH München vom schlechten Wirkungsgrad der
Dampfmaschine. 1880 wird er Leiter der französischen Niederlassung des
Kühlmaschinenunternehmens von Professor Carl von Linde und baut in
Eigeninitiative einen Ammoniakmotor. Ab 1890 leitet er das technische Büro
des Unternehmens in Berlin. Weitere Überlegungen bringen ihn auf die Idee
einer rationellen Wärmekraftmaschine.
1893 erhält er die Patenturkunde Nr. 67 207 „Arbeitsverfahren und Aus-
führungsart für Verbrennungskraftmaschinen“ und er schließt den Vertrag
zum Bau einer Versuchsmaschine mit der Maschinenfabrik Augsburg ab.
Der nunmehr selbstständige Diesel widmet sich ausschließlich der Reali-
sierung seines Motors. Am Versuchsmotor (Abbildung Seite 18) gelingt
1895 der erste Nachweis effektiver Leistung mit einem Wirkungsgrad von
16,6 Prozent. Dank der Unterstützung durch Heinrich von Buz entsteht bei
der Maschinenfabrik Augsburg 1896/97 der erste betriebsfähige Dieselmotor
der Welt (ausgestellt im Deutschen Museum, München): Wirkungsgrad
26,2 %, 18 PS, Drehzahl 154 U/min, Kraftstoffverbrauch 238 g/PSh. Der
neuartige „Wärmemotor Patent Diesel“ hat ab 1898 noch einige Hürden zu
nehmen, ehe er den Erwartungen gerecht wird. Ab 1900 verbreitet sich der
Dieselmotor weltweit. Er wird in stationären Anlagen und ab 1903 auch als
Schiffsantrieb eingesetzt und ist bis heute die wirtschaftlichste Wärmekraft-
maschine. Diesel erlebt die Tragweite seiner Pioniertat nur noch in Ansätzen:
Seit einer Schiffspassage von Belgien nach Großbritannien im Herbst 1913
gilt er als verschollen.
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15MAN-Museum14
Buz, seit 1838 als Offizier am Bau der Eisenbahn München – Augsburg
beteiligt, legt ab 1844 zusammen mit Reichenbach die Grundlagen für die
spätere MAN. Unter seiner Führung werden Dampfkessel, Dampfmaschinen,
Wasserturbinen und Pumpen in Augsburg gefertigt. 1864 übergibt er das
Reichenbach’sche Maschinenfabrik von seinem Vater Carl mitbegründet
worden war. Von 1864 bis 1913 führt er diese als alleinverantwortlicher
Direktor und vereint sie 1898 mit der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft
Nürnberg. Der „Bismarck der deutschen Maschinenindustrie“, unter dessen
Ägide 1873 die erste deutsche Rotationsmaschine und die erste Linde’sche
Kältemaschine entstehen, fördert in ganz entscheidendem Maß den Bau
des Dieselmotors bei MAN. 1907 erhält er das Ritterkreuz des Königlichen
Verdienstordens der Bayerischen Krone, mit dem der persönliche Adel
Reichenbach übernimmt zusammen mit seinem Schwager Carl Buz im
Jahr 1844 die Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg, nachdem er
im Unternehmen seines Onkels, Friedrich Gottlob Koenig (Erfinder der
Schnellpresse), in allen Sparten des Schnellpressenbaus ausgebildet
worden war. Reichenbach fertigt in Augsburg eine Druckmaschine neuester
Konstruktion: die Schnellpresse mit Eisenbahnbewegung, die ab 1845
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a+b
a+b
Orientierung
- Im Foyer finden Sie einen Zeitstrahl
zu unserer Geschichte, Vitrinen mit
verschiedenen Ausstellungsstücken
und Merchandise-Produkte.
- Der Sander*-Saal mit den High-
lights der Ausstellung – der erste
Versuchsdieselmotor, weitere
Motorenentwicklungen sowie
Antriebstechnik und historische
Druckmaschinen.
- Forum I mit verschiedenen
Exponaten aus dem Motoren- und
Druckmaschinenbau.
- Forum II mit RENK-Getrieben
sowie einem Zahnrad für ein
Fregattengetriebe.
- Im Wenge**-Saal befindet sich
MAN Truck & Bus mit aktuellen
und historischen Fahrzeugen und
Motoren.
- Im Obergeschoss finden Sie
die ehemalige MAN-Konzern-
gesellschaft MAN Technologie
(heute MT Aerospace) mit
Exponaten aus der Raumfahrt.
Gegenüber, im selbem Raum, ist
MAN Energy Solutions mit ver-
schiedenen Kompressorlaufrädern
sowie einem Modell des Luxuskreuz-
fahrtschiffes „Mozart“ vertreten.
- Die Galerie über dem Sander-Saal
gibt mit der dreiteilig strukturierten
Fotozeitreise durch die Geschichte
von MAN und manroland Goss
web systems Einblicke in die his-
torische und aktuelle Produktpalette
sowie das soziale Engagement der
Unternehmen.
Erdgeschoss Obergeschoss
* Ludwig Sander = Gründer der MAN
**Franz Ferdinand von Wenge =
Gründer der GHH
Foyer
Eingang
Sander-Saal
Wenge-Saal
Forum I
Forum II
Ober-
geschoss
Galerie
bis
17MAN-Museum16
finden Sie einen Zeitstrahl
zu unserer Geschichte, Vitrinen mit
verschiedenen Ausstellungsstücken
und Merchandise-Produkte.
mit den High-
erste
, weitere
Motorenentwicklungen sowie
Antriebstechnik und historische
Exponaten aus dem Motoren- und
-Getrieben
sowie einem Zahnrad für ein
befindet sich
aktuellen
und historischen Fahrzeugen und
* Ludwig Sander = Gründer der MAN
◂ Diesels Patenturkunde für seinen Motor
Wir empfehlen, den Rundgang
im Sander-Saal beim ersten
Dieselmotor 5 der Welt zu
beginnen. Auf den folgenden Seiten
werden die weiteren Highlights des
MAN-Museums präsentiert und
beschrieben.
Wenn Sie das Erdgeschoss abge-
schlossen haben, vergessen Sie
nicht, einen Blick ins Obergeschoss
zu werfen – auch dort gibt es noch
Einiges zu entdecken.
Rundgang
1893 – 95
Der erste
Dieselmotor
der Welt
- 10 PS (7 kW)
- Drehzahl 88 U/min
- Kraftstoffverbrauch 382 g/PSh
(520 g/kWh)
Der Versuchsdieselmotor wurde
von der Maschinenfabrik Augs-
burg zusammen mit Rudolf Diesel
gebaut. Er arbeitete im Viertakt-
verfahren sowie mit Kraftstoffein-
blasung und hatte einen
Wirkungsgrad von 16,6 Prozent.
Dampfmaschinen hatten damals
einen Wirkungsgrad zwischen
8 und 12 %.
5
19MAN-Museum18
5
1905
Einzylinder-Tauchkolben-
Dieselmotor
- 10 PS (7 kW)
- Drehzahl 255 U/min
- Kraftstoffverbrauch 220 g/PSh
(299 g/kWh)
- Hubraum 7 791 ccm
Der 1,8 Tonnen schwere
„Wärmemotor Nr. 659
Patent Diesel“ (mit
Kraftstoffeinblasung)
arbeitete bis 1935 bei der
Schnupf- und Rauchtabak-
fabrik Pöschl in Landshut und
kostete damals 6 500 Goldmark.
Dieser Motorentyp wurde mit
Leistungen bis 12 PS/9 kW gebaut
und war nach 1900 die bevorzugte
Kraftmaschine für Kleinbetriebe.
1943
Sechszylinder-Dieselmotor
M6V 40/46 für U-Boot-Antrieb
- 2000 PS (1 470 kW)
- Drehzahl 520 U/min
Das Ausstellungsstück arbeitete bis
1982 bei den Ruselkraftwerken in
Deggendorf. Der Motorentyp 40/46
wurde 1930 zum ersten Mal ge-
liefert, 1935 kamen vier Motoren
erstmals in den U-Booten U 25 und
U 26 zum Einsatz. 800 Stück Sechs-
bzw. Neunzylindermaschinen wurden
von MAN verkauft. 100 Motoren
wurden nach Ende des Krieges für
Frachtschiffe bzw. für den stationären
Einsatz verwendet.
1966
Turboplanetengetriebe TPA 50p
mit fluchtenden Wellen
- Antriebsleistung 2 370 PS
(1 743 kW)
- Drehzahl Antrieb 1 490 U/min
- Drehzahl Abtrieb 8 359 U/min
- Übersetzungsverhältnis 1:5,61
Dieses Übersetzungsgetriebe (hier
läuft die getriebene Welle schneller
als die Antriebswelle) war zwischen
einem Elektromotor und einem Ver-
dichter in einer Erdöl-Chemie-Anlage
eingesetzt. Planetengetriebe werden
seit 1936 von RENK produziert und
können bis zu sechs Planetenräder
umfassen sowie einen Durchmesser
bis zu 3,50 Meter haben.
Erdgeschoss: Sander-Saal
6 8
12
13
1898
Zweizylinder-Kreuzkopf-
Dieselmotor
- 50 PS (37 kW)
- Drehzahl 190 U/min
Dieser zweite von der Maschinen-
fabrik Augsburg verkaufte Diesel-
motor wiegt nahezu 13 Tonnen und
stand bis 1930 in der Papierhülsen-
fabrik Rugendas in Augsburg.
Der erste von der Maschinenfabrik
Augsburg verkaufte Dieselmotor war
am 5. März 1898 bei der Actiengesell-
schaft Union, Vereinigte Zündholz-
und Wichsefabrik in Kempten in
Betrieb genommen worden.
2120 MAN-MuseumRundgang
- Kraftstoffverbrauch 220 g/PSh
fabrik Pöschl in Landshut und
kostete damals 6 500 Goldmark.
Dieser Motorentyp wurde mit
Leistungen bis 12 PS/9 kW gebaut
und war nach 1900 die bevorzugte
Kraftmaschine für Kleinbetriebe.
8
1951/1984
Tiefdruckzylinder (oben)
Offsetzylinder (unten)
Beim Tiefdruck werden Schrift und
Bild auf einen verkupferten Stahl-
zylinder unterschiedlich tief in
Näpfchenform geätzt oder graviert.
Der Zylinder rotiert in der Farbwanne.
Die überschüssige Farbe auf der
Oberfläche wird mit einer Rakel
abgestreift. Die Farbe in den vertieften
Stellen wird beim Druck vom Papier
„herausgezogen“. Beim Offsetdruck
wird die Druckform auf eine Aluminium-
platte belichtet. Die bebilderte Platte
wird auf den Zylinder aufgespannt und
mit einer dünnen Farb- und Wasser-
schicht belegt. Nach der fotografi-
schen Entwicklung nehmen die nicht
druckenden Teile nur Wasser, die
druckenden Teile nur die fetthaltige
Farbe an. Das Druckbild gelangt über
einen Gummituchzylinder auf
das Papier.
1964
Plattenzylinder einer Hochdruck-
rotationsmaschine für Zeitungen
Unter Hochdruck versteht man den
Druck von erhöhter Form, das heißt,
die druckenden Teile liegen höher
als die druckfreien Zwischenräume
und werden von den Farbwalzen
eingefärbt. Die halbrunden Platten
der Hochdruckrotationsmaschinen
haben auf der Rückseite Nuten, in die
nach dem Auflegen auf den Zylinder
Innenbacken greifen. Dadurch wird
verhindert, dass sie sich bei der
hohen Laufgeschwindigkeit von etwa
zehn Metern pro Sekunde abheben.
Eine zusätzliche Einrichtung – die
Registereinstellvorrichtung – ermög-
licht, jede der acht Platten in Umfang-
und Seitenrichtung zu verstellen.
1906
Einbahnige Hochdruck-
rotationsmaschine für
Illustrationsdruck
- 6 000 Exemplare/Stunde
Diese Maschine arbeitete bis 1965
in der Schweiz.1879 baute die
Maschinenfabrik Augsburg die erste
Rotationsmaschine für „Werk- und
Zeitschriftendruck“ und mit ihr gelang
der erste auf einer Rotationsmaschine
hergestellte Illustrationsdruck in
Europa.
1962
Zweitouren-Druckautomat Poly 50
- 5 000 Bogen/Stunde
Der Poly ist eine Flachsatzbuchdruck-
maschine, die nach dem Zweitouren-
Prinzip (erste Tour: Bogenanlage
und -druck, zweite Tour: Bogen-
auslage und Karrenrücklauf) arbeitete.
Von 1931 bis 1963 wurden davon
etwa 3 800 Stück hergestellt. Der hier
ausgestellte Druckautomat war von
1962 bis 1979 bei der Augsburger
Firma Stumböck in Betrieb.
Erdgeschoss: Sander-Saal
2044 21 22
a+b
23MAN-Museum22 Rundgang
Beim Tiefdruck werden Schrift und
Bild auf einen verkupferten Stahl-
zylinder unterschiedlich tief in
Näpfchenform geätzt oder graviert.
Der Zylinder rotiert in der Farbwanne.
Die überschüssige Farbe auf der
Oberfläche wird mit einer Rakel
abgestreift. Die Farbe in den vertieften
Stellen wird beim Druck vom Papier
„herausgezogen“. Beim Offsetdruck
wird die Druckform auf eine Aluminium-
platte belichtet. Die bebilderte Platte
wird auf den Zylinder aufgespannt und
mit einer dünnen Farb- und Wasser-
schicht belegt. Nach der fotografi-
schen Entwicklung nehmen die nicht
druckenden Teile nur Wasser, die
druckenden Teile nur die fetthaltige
Farbe an. Das Druckbild gelangt über
einen Gummituchzylinder auf
20
a+b
1846
Handbetriebene
Schnellpresse
(Stoppzylindermaschine)
mit „Eisenbahnbewegung“
- 1 000 Bogen/Stunde
Die ausgestellte Schnellpresse war
bis 1974 in der Justizvollzugsanstalt
Amberg zum Druck verschiedener
Formulare eingesetzt. Dieser
Maschinentyp wurde erstmals 1845
von der C. Reichenbach’schen
Maschinenfabrik & Eisengiesserei
Augsburg gebaut. Der Wagen mit
der Druckform rollt hier – ähnlich
einem Eisenbahngefährt – auf zwei
festen, im Grundgestell verankerten
Schienen. Diese ursprüngliche
Konstruktion blieb bis 1889 im
Bauprogramm.
- 13 PS (10 kW)
- Drehzahl 625 U/min
- Kraftstoffverbrauch 192 g/PSh
(261 g/kWh)
An diesem Einzylinder-Versuchs-
dieselmotor 1K14/19 mit Kraft-
stoffdirekteinspritzung, die
eine zentrale Voraussetzung für
eine deutliche Anhebung der
Motordrehzahl war, wurden die
maßgeblichen Erkenntnisse für die
direkte Einspritzung gewonnen.
Er markierte den Beginn der Ära
des schnelllaufenden Fahrzeug-
dieselmotors. Erste Versuche
mit der unmittelbaren Einspritzung
begannen bereits 1919.
1877
Einbahnige Hochdruck-
rotationsmaschine für
Zeitungsdruck
- 8 000 Bogen/Stunde
Diese Rotationsmaschine – die
14. verkaufte Druckmaschine der
Maschinenfabrik Augsburg – wurde
zum Druck des Meyer’schen
Konversationslexikons im Biblio-
graphischen Institut in Leipzig
eingesetzt. 1873 entstand bei der
Maschinenfabrik Augsburg die erste
deutsche Rotationsdruckmaschine
für Zeitungsdruck, die auf der
Weltausstellung in Wien gezeigt
wurde. Sie arbeitete mit dem neuen
Prinzip rotierender Formzylinder
zum Schön- und Widerdruck auf
die „endlos“ durch die Druckwerke
geführte Papierbahn.
Erster Fahrzeug-
dieselmotor mit
Kraftstoff-
direkteinspritzung
1923
Erdgeschoss: Sander-Saal Erdgeschoss: Forum I
25 26
3
25MAN-Museum24 Rundgang
mit „Eisenbahnbewegung“
Die ausgestellte Schnellpresse war
bis 1974 in der Justizvollzugsanstalt
Amberg zum Druck verschiedener
Formulare eingesetzt. Dieser
Maschinentyp wurde erstmals 1845
von der C. Reichenbach’schen
Maschinenfabrik & Eisengiesserei
Augsburg gebaut. Der Wagen mit
der Druckform rollt hier – ähnlich
einem Eisenbahngefährt – auf zwei
festen, im Grundgestell verankerten
Schienen. Diese ursprüngliche
Konstruktion blieb bis 1889 im
26
1965
Kolben und Treibstange eines
Viertakt-Dieselmotors VV40/54
Bei den V-Motoren (Zylinderanordnung
in V-Position) wurde erstmals das
sogenannte Anlenkpleuel anstelle der
herkömmlichen, parallel nebeneinan-
derliegenden Treibstangen verwendet.
1912
Illustrationsschnellpresse J VI a
- 1 300 Bogen/Stunde
- Papierformat 745 x 1 130 mm
- Kraftbedarf 2 PS (1,5 kW)
Diese Presse hat bis 1980 bei der
Druckerei Hochdorf in der Schweiz
die örtliche Wochenzeitung „Seetaler
Bote“ gedruckt. Das Farbwerk hat
vier Auftragswalzen. Anstelle der
ursprünglichen Handanlage wurde
später ein automatischer Bogen-
anleger mit Vorderkantensauger
aufgesetzt.
Erdgeschoss: Forum I
1995
Abtriebsbandage eines
Fregattengetriebes
- Außendurchmesser 2 268 mm
- Zähne 190
- Verzahnungsbreite: 2 x 180 mm
Dieses Getriebeteil – die Bandage –
wird mit einer Schraubverbindung auf
einem Radkörper befestigt. Das Bau-
teil, das zur Kraftübertragung dient,
hat durch die hohe Anzahl der Zähne
und den großen Schrägungswinkel
den Vorteil der geringen Geräusch-
abstrahlung. Die doppelschräg aus-
geführte Verzahnung verhindert das
Auftreten von Axialkräften.
1935
Doppeltwirkender Elfzylinder-
Zweitakt-Dieselmotor L11Z 19/30
- 1 400 PS (1 030 kW)
- Drehzahl 900 U/min
Wegen des sehr geringen Leistungs-
gewichts von 2 kg/PS (2,7 kg/kW)
ursprünglich für den Einsatz in
Luftschiffen vorgesehen, wurde
dieser Motor jedoch in Schnellboote
eingebaut.
421 4645
Erdgeschoss: Forum I
27MAN-Museum26 Rundgang
Kolben und Treibstange eines
Viertakt-Dieselmotors VV40/54
Bei den V-Motoren (Zylinderanordnung
in V-Position) wurde erstmals das
sogenannte Anlenkpleuel anstelle der
herkömmlichen, parallel nebeneinan-
derliegenden Treibstangen verwendet.
42
2004
Sechszylinder-Diesel-
motor D 2066 LF 01
- 430 PS (316 kW)
- Drehzahl 1 000 – 1 400 U/min
- Hubraum 10 518 ccm
- spezifische Leistung 30,1 kW/dm3
Dieser Motor nutzt die Common-
Rail-Technologie (gemeinsame
Kraftstoffleitung zu den Zylindern)
der zweiten Generation, bei welcher
der Einspritzdruck unabhängig von
der Motordrehzahl auf 1 600 bar
steigt und sich Einspritzzeitpunkt und
Einspritzmenge frei wählen lassen.
Verglichen mit dem Vorgängermotor
D 28 ist er fast 100 Kilogramm leichter,
verbraucht fünf Prozent weniger Kraft-
stoff und ist um zwei Dezibel leiser.
1970
Saugwagen 9 160 mit Sechs-
zylinder-HM-Dieselmotor
- 160 PS (118 kW)
- Drehzahl 2 500 U/min
- Hubraum 7 252 ccm
Dieses 2007 von MAN aus der
Schweiz übernommene Fahrzeug
hat eine Höchstgeschwindigkeit
von 86 km/h. Es befindet sich im
Originalzustand, hatte nur einen
Vorbesitzer und war bis 2006 im
Einsatz. Das Fahrerhaus dieses
Frontlenkers ist vom Typ F7, das auf
die gemeinsame Entwicklung und
Produktion mit dem französischen
Hersteller Saviem zurückgeht.
1923 –1924
Kettenantrieb-Lastwagen
mit Vierzylinder-Dieselmotor
- Baujahr 1923/24
- Hubraum 7 479 ccm
- 45 PS (33 kW)
- Drehzahl 1 050 U/min
Erster Lastwagen der Welt, der mit
einem Dieselmotor mit direkter Ein-
spritzung angetrieben war (Nachbau).
Das Original-Fahrzeug wurde 1924
auf der Automobilausstellung Berlin
erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
1928
Feuerlöschfahrzeug mit
Vierzylinder-Ottomotor
- 65 PS (48 kW)
Dieses Feuerlöschfahrzeug mit
einer 26 m hohen Magirus-Drehleiter,
automatischer Kippsicherung und
Kardanantrieb war im Zweiten
Weltkrieg in München im Einsatz.
Die Höchstgeschwindigkeit lag bei
über 40 km/h. Bei der Übernahme des
Gefährts 1971 lag der Kilometerstand
bei 8 000 km.
5143 5861
Erdgeschoss: Wenge-Saal
29MAN-Museum28 Rundgang
Saugwagen 9 160 mit Sechs-
Dieses 2007 von MAN aus der
Schweiz übernommene Fahrzeug
hat eine Höchstgeschwindigkeit
von 86 km/h. Es befindet sich im
Originalzustand, hatte nur einen
Vorbesitzer und war bis 2006 im
Einsatz. Das Fahrerhaus dieses
Frontlenkers ist vom Typ F7, das auf
die gemeinsame Entwicklung und
Produktion mit dem französischen
Hersteller Saviem zurückgeht.
61
1967
Lastwagen 780 HKA
mit Sechszylinder-Dieselmotor
- 186 PS (137 kW)
- Drehzahl 2 200 U/min
- Hubraum 9 592 ccm
Der Motor dieses Fahrzeugs
arbeitete nach dem geräuscharmen
M-Verfahren (Mittenkugel-Verbren-
nungsverfahren), bei dem der
Kraftstoff nicht mehr zentral in den
Brennraum, sondern tangentiell auf
die Wand des Kugelbrennraumes
aufgespritzt wurde.
2005
Fahrerhaus TGX XLX
Basis der TGX XLX-Kabine war ein
komplettes Fahrerhaus, das im
Innenraum teilweise demontiert und
auf einen rollbaren Grundrahmen
montiert wurde. Das Fernverkehrs-
fahrerhaus ist auf das Flottensegment
zugeschnitten und bietet dem Fahrer
Komfort u.a. durch einen großen
Innenraum mit voller Stehhöhe,
Staufächer sowie durch eine niedrige
Frontscheibe für eine verminderte
Sonneneinstrahlung mit geringer
Innenraumaufheizung.
1951
Ackerschlepper AS 325 H
mit Vierzylinder-Dieselmotor
- 25 PS (18 kW)
- Drehzahl 1 500 U/min
- Hubraum 2 676 ccm
Dieser Traktorentyp wurde von
1949 bis 1952 insgesamt 1 450-mal
produziert. Der eingebaute Vier-
zylindermotor D 8814 GS arbeitete
mit dem damals neu entwickelten
M.A.N.-Verbrennungsverfahren, das
heißt mit einem kugelförmigen Ver-
brennungsraum und einer Flachsitz-
düse für unmittelbare Einspritzung.
2013
Champions-Truck TGX
mit Sechszylinder-Dieselmotor
- 400 PS (294 kW)
- Drehzahl 1 900 U/min
- Hubraum 10 500 ccm
Mit diesem Fahrzeug – eine Sonder-
anfertigung für besondere Fussball-
feierlichkeiten – hat Borussia
Dortmund 2017 den Gewinn des
deutschen Pokales gefeiert.
56 4 6059
Erdgeschoss: Wenge-Saal
31MAN-Museum30 Rundgang
Basis der TGX XLX-Kabine war ein
komplettes Fahrerhaus, das im
Innenraum teilweise demontiert und
auf einen rollbaren Grundrahmen
montiert wurde. Das Fernverkehrs-
fahrerhaus ist auf das Flottensegment
zugeschnitten und bietet dem Fahrer
Komfort u.a. durch einen großen
Innenraum mit voller Stehhöhe,
Staufächer sowie durch eine niedrige
Frontscheibe für eine verminderte
Sonneneinstrahlung mit geringer
59
1987
Luxusflusskreuzfahrtschiff
MS Mozart (Modell 1:100)
- Antriebsleistung
- 2 x 1 612 PS (2 x 1 185 kW)
Dieses erste von der Deggendorfer
Werft und Eisenbau (DWE) gebaute
Kabinenfahrgastschiff, ausgelegt
für 239 Passagiere, wurde nach
nur zwölf Monaten Bauzeit an die
Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft
in Wien ausgeliefert. DWE ist heute in
MAN Energy Solutions aufgegangen
und produziert Reaktoren und
Apparate für die chemische Industrie
anstelle von Binnenschiffen.
1972
Laufrad eines 6-stufigen
Turbokompressors zur
Verdichtung von Luft
- Drehzahl 7 138 U/min
1983
Laufrad eines 8-stufigen
Turbokompressors zur
Verdichtung von Propan
- Drehzahl 9 180 U/min
1985
Laufrad eines 3-stufigen
Turbokompressors zur
Drucklufterzeugung
- Drehzahl 18 938 U/min
1995
Laufrad eines 4-stufigen
Turbokompressors zur
Verdichtung von Luft
- Drehzahl 15 756 U/min
1978
Läufer eines Versuchsaxial-
kompressors in Tandembauweise
- Drehzahl 12 820 U/min
28
32
27
29
30
31
Obergeschoss
33MAN-Museum32 Rundgang
Luxusflusskreuzfahrtschiff
Dieses erste von der Deggendorfer
Werft und Eisenbau (DWE) gebaute
Kabinenfahrgastschiff, ausgelegt
für 239 Passagiere, wurde nach
nur zwölf Monaten Bauzeit an die
Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft
in Wien ausgeliefert. DWE ist heute in
MAN Energy Solutions aufgegangen
und produziert Reaktoren und
Apparate für die chemische Industrie
27
1908
Zylinderdeckel
1925
Dieselmotor GV 30
1968
Radialabgasturbolader NR 20
1938
Dieselmotor W4V17,5/22
2002
Bogenzahnkupplung SB 60
1929
Kolben und Treibstange des
Dieselmotors GV 58/84
1938
Triebwerk des
Dieselmotors M9Z 65/95
1900/1925
Handgießapparat für Stereotypie
und Prägepresse
1927
Dieselmotor W4V 11/18
1985
Getriebe HSWL 354
1980
Turbopumpe für europäische
Rakete ARIANE
1996
Europäische Raumfahrt-
Trägerrakete ARIANE 5
1971
Escher-Wyss-
Gleichdruckturbine
2012
Powerturbine mit
Planetengetriebe
Diesel-Diorama (nachgestellte
Szenerie, als der Dieselmotor auf dem
Werkgelände der Maschinenfabrik
Augsburg zum ersten Mal zündete)
Modelle von Dieselmotoren und
Druckmaschinen
17
9
10
11
7
2
2
33 41
14
15
16
24
64
47
63
6348
a+b
18
-
Weitere Exponate
35MAN-Museum34 Rundgang
Handgießapparat für Stereotypie
Turbopumpe für europäische
2
63

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MAN Museum Augsburg Broschüre

  • 1. Ihr Weg zu uns Mit dem Auto: Autobahn A8 bis Ausfahrt Augsburg-Ost. Über Mühlhauser Straße/Hans-Böckler-Straße zur MAN-Brücke. Nach der Brücke erste Kreuzung rechts (MAN-Hochhaus), weiter über Sebastianstraße zur Heinrich-von-Buz-Straße 28 Mit der Bahn: ab Augsburg Hauptbahnhof mit dem Taxi oder mit Straßenbahnlinie 3 (Richtung Inninger Straße) bzw. Linie 4 (Richtung Augsburg-Nord), dann Umsteigen am Königsplatz in die Straßenbahnlinie 2 (Richtung Park & Ride Augsburg-West, Haltestelle Senkelbach) MAN Energy Solutions SE MAN-Museum Heinrich-von-Buz-Straße 28 86153 Augsburg www.museum.man-es.com www.man-es.com Öffnungszeiten: Nach telefonischer Anmeldung, Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr Telefon: +49 (0)821 322-33 66 Besuchen Sie auch unser DieselHouse in Kopenhagen/Dänemark unter www.dieselhouse.dk/de MAN- Museum Begleitheft Orientierung und Rundgang Autobahn A8 bis Ausfahrt Augsburg-Ost. Über Mühlhauser Straße/Hans-Böckler-Straße zur MAN-Brücke. Nach der Brücke erste Straßenbahnlinie 3 (Richtung Inninger Straße) bzw. Linie 4 (Richtung Augsburg-Nord), dann Umsteigen am Königsplatz in die Straßenbahnlinie 2 Besuchen Sie auch unser DieselHouse in Kopenhagen/Dänemark unter
  • 2. Am 23. April 1953 wurde das M.A.N.-Werkmuseum in den ehemaligen Räumen der M.A.N.-Forschungsanstalt für Mechanik und Gestaltung in Augsburg eröffnet. Heute präsentiert das MAN-Museum mit Original- exponaten und Modellen die Technikgeschichte der MAN Gruppe und der manroland Goss web systems GmbH. Vorwort Geschichte MAN Meilensteine MAN Geschichte manroland Goss web systems Persönlichkeiten Orientierung Rundgang Inhalt 4 – 5 6 – 7 8 – 11 12 – 13 14 – 15 16 – 17 18 – 35 3MAN-Museum2 4 – 5 6 – 7 8 – 11 12 – 13 14 – 15 16 – 17 18 – 35
  • 3. Willkommen im MAN-Museum Liebe Besucherinnen und Besucher des MAN-Museums, die Geschichte sowohl von MAN Energy Solutions als auch der MAN Gruppe insgesamt geht bis auf das Jahr 1758 zurück. Bratpfannen und Kanonen- kugeln zählten zu den ersten Erzeugnissen der Eisenhütte St. Antony, der Keimzelle des industriellen Ruhrgebiets und des heutigen MAN-Standorts im nordrhein-westfälischen Oberhausen. Über acht Jahrzehnte später, im Jahr 1840, wurde die MAN in Augsburg gegründet. Druckerpressen und Dampfmaschinen – insbesondere für den Antrieb der aufstrebenden Augsburger Textilindustrie – waren nun die Hauptprodukte des Unternehmens. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich das Sortiment erneut, denn die Dampfmaschine wurde von einer in den eigenen Werkshallen entwickelten bahnbrechenden Innova- tion abgelöst: dem Dieselmotor. Aktuell stellt sich MAN mit Blick auf die Dekarbonisierung von Industrie und Gesellschaft abermals darauf ein, das Produktangebot einschneidend zu verändern und es um Hybrid-, Speicher- und digitale Servicelösungen zu ergänzen. Damals wie heute basiert der Unternehmenserfolg von MAN auf der Bereitschaft und der Fähigkeit zum technologischen Wandel. Das 1953 gegründete MAN-Museum bringt Ihnen die einzigartige MAN- Geschichte mit ihren zahlreichen Häutungs- und Veränderungsprozessen näher. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind dabei die Augsburger Produkte und die Unternehmensgeschichte in Augsburg – von der Ur-Firma Sander’sche Maschinen-Fabrik bis zur heutigen MAN Energy Solutions SE und mit dem ersten Versuchsdieselmotor als Highlight-Exponat. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Rundgang, auf dem Sie diese Broschüre begleiten und mit interessanten Informationen versorgen möge. Herzlichst, Dr. Jan Dietrich Müller Leiter Group Communications & Marketing MAN Energy Solutions SE 5MAN-Museum4 MAN-Museum
  • 4. Geschichte MAN St.-Antony-Hütte, 1834 – erstes Hüttenwerk des Ruhrgebiets Maschinenfabrik Augsburg, 1882 Vorgängerfirmen der MAN 1840 Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg 1841 Klett & Comp. in Nürnberg 1844 C. Reichenbach’sche Maschinenfabrik in Augsburg 1857 Maschinenfabrik Augsburg 1873 Maschinenbau-Actien-Gesellschaft in Nürnberg 1898 Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbaugesellschaft Nürnberg in Augsburg 1908 Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg in Augsburg Die Wege der beiden Konzerne kreuzten sich 1920, als die GHH eine Mehrheitsbeteiligung an der M.A.N. erwarb. Daraus entstand eine Gruppe mit umfangreichen Stahl-, Maschinen- und Anlagenbauaktivitäten. 1986 wurde der GHH-Konzern, dessen Schwerpunkte sich nach dem Zweiten Weltkrieg klar zum Maschinen- und Nutzfahrzeugbau verlagert hatten, völlig umgestaltet und in MAN Gruppe umbenannt. Die Geschäfts- bereiche wurden zu eigenständigen Tochtergesellschaften der heutigen MAN SE umgewandelt. Seit 2011 gehört die MAN Gruppe mehrheitlich zum Volkswagen-Konzern. Die Ursprünge MAN Energy Solutions und die MAN Gruppe gehen auf zwei Unternehmensgründungen zurück 1758 Gründung der Eisenhütte St. Antony in Oberhausen 1840 Gründung der Sander’schen Maschinen-Fabrik in Augsburg Aus St. Antony, der Keimzelle der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet, entwickelte sich 1873 nach etlichen Zusammenschlüssen mit anderen Stahl- und Maschinenbauunternehmen die GHH Gutehoffnungshütte in Oberhausen. Im Süden Deutschlands entstand aus der Sander’schen Maschinen-Fabrik nach mehreren Fusionen die M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg. Vorgängerfirmen der GHH 1758 Hütte St. Antony bei Osterfeld 1782 Hütte Gute Hoffnung in Sterkrade 1791 Hütte Neu Essen im Reichsstift Essen 1808 Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen in Sterkrade 1873 Gutehoffnungshütte, Actienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Sterkrade 1953 Gutehoffnungshütte Aktienverein in Oberhausen 7MAN-Museum6 Gründung der Sander’schen Maschinen-Fabrik in Augsburg Aus St. Antony, der Keimzelle der Eisen- und Stahlindustrie im Ruhrgebiet, entwickelte sich 1873 nach etlichen Zusammenschlüssen mit anderen Stahl- und Maschinenbauunternehmen die GHH Gutehoffnungshütte in Oberhausen. Im Süden Deutschlands entstand aus der Sander’schen Maschinen-Fabrik nach mehreren Fusionen die M.A.N. Maschinenfabrik
  • 5. 1970 Größtes Schiffs-Planetengetriebe der Welt, 18 000 PS/13 250 kW (RENK) 1977 Größte Aufzugsanlage der Welt für dänisches Krankenhaus (M.A.N.) 1979 Erster Start der europäischen Trägerrakete ARIANE (M.A.N.) 1981 Erste europäische Solarfarm (M.A.N.) 1982 Erster Zweitaktgroßdieselmotor mit über 50 Prozent Wirkungsgrad (M.A.N.) 1983 Errichtung des GROWIAN (Große Windenergieanlage) (M.A.N.) 1984 Bau des ersten Hochtemperatur-Salzbad-Röhrenreaktors der Welt (DWE) 1986 Neue Lkw-Generation F90 (MAN Nutzfahrzeuge) 1987 - Stärkster Fernverkehrsattelschlepper mit V-Zehnzylinder- Dieselmotor, 460 PS/338 kW (MAN Nutzfahrzeuge) - Weltgrößter dieselelektrischer Antrieb für ein ziviles Schiff: neun Viertaktmotoren für Kreuzfahrtschiff „Queen Elizabeth 2“ mit 130 000 PS/95 615 kW (MAN B&W Diesel) - Indienststellung des größten Luxus-Fluss-Kreuzfahrtschiffes der Welt MS „Mozart“ (DWE) 1998 Bau der Magnetringe des weltgrößten Elektromagneten für das Europäische Kernforschungszentrum CERN (DWE) 2000 - Weltweit erster elektronisch geregelter Zweitakt-Schiffs- dieselmotor (MAN B&W Diesel) - Neue schwere Trucknology-Lkw-Generation TGA (MAN Nutzfahrzeuge) 2001 Neue Reisebusgeneration Lion’s Star (MAN Nutzfahrzeuge) 1787 Bau des ersten deutschen (pferdebetriebenen) Schienenwegs Rauendahler Kohlenweg (GHH) 1814 Erste Dampfmaschine (GHH) 1852 Erste deutsche Materialprüfmaschine (Klett & Comp.) 1857 Erster Kompressor (GHH) 1893 – 97 Entwicklung und Bau des ersten Dieselmotors der Welt zusammen mit Rudolf Diesel (M.A.N.) 1897 Müngstener Eisenbahnbrücke, erste Brücke der Welt im Freivorbau (Maschinenbau-Actien-Gesellschaft) 1903 –04 Erster Turbokompressor und erste Dampfturbine (GHH) 1904 Erstes Dieselgroßkraftwerk der Welt in Kiew, 1 600 PS/1177 kW (M.A.N.) 1912 Erstes seegehendes Schiff „Selandia“ mit Dieselantriebsmaschinen (Burmeister & Wain) 1915 Beginn des Lastwagenbaus (M.A.N.) 1923 Erster Fahrzeugdieselmotor der Welt mit Direkteinspritzung (M.A.N.) 1932 Stärkster Diesellastwagen der Welt mit 150 PS/110 kW (M.A.N.) 1938 Produktionsbeginn von Dieselackerschleppern (M.A.N.) 1951 Erster deutscher Abgasturbolader für Lkw mit 35 % Leistungssteigerung (M.A.N.) 1965 Erfindung des hydrostatisch-hydromechanischen Lenkantriebs für Kettenfahrzeuge (RENK) Meilensteine MAN ▴ Magnetringe des weltgrößten Elektromagneten Kettenwagen, angetrieben vom ersten MAN-Lkw-Dieselmotor mit Direkteinspritzung 8 9 Erster Fahrzeugdieselmotor der Welt mit Direkteinspritzung (M.A.N.) Stärkster Diesellastwagen der Welt mit 150 PS/110 kW (M.A.N.) Erfindung des hydrostatisch-hydromechanischen Lenkantriebs Kettenwagen, angetrieben vom ersten MAN-Lkw-Dieselmotor mit Direkteinspritzung
  • 6. Meilensteine MAN 2003 Kompressorstrang für die weltgrößte GTL-Anlage (gas to liquids) (MAN TURBO) 2004 - Neue Nutzfahrzeugmotorengeneration D20 Common Rail (MAN Nutzfahrzeuge) - Leistungsstärkstes Getriebe der Welt für eine Windenergieanlage (RENK) 2005 - Neue leichte und mittlere Trucknology-Lkw-Reihen TGL und TGM (MAN Nutzfahrzeuge) - Common-Rail-Technik für große Viertakt-Dieselmotoren (MAN B&W Diesel) 2006 Emissionsarmer Dual-Fuel-Motor 51/60DF (MAN Diesel) 2007 - Leistungsstärkster Dieselmotor der Welt 14K98ME mit 115 000 PS/84,3 MW (MAN Diesel) - Neun Motoren für das größte Schiff der Welt, die „Pieter Schelte“ (MAN Diesel) 2010 - Hybrid-Stadtbus geht in Serie (MAN Truck & Bus) - Erster Hybrid-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo) 2011 - Neuer emissionsarmer, hocheffizienter Gasmotor 35/44G (MAN Diesel & Turbo) - Markteintritt der neu entwickelten Industriegasturbine MGT6000 (MAN Diesel & Turbo) 2013 - Präsentation Gasmotor 51/60G (MAN Diesel & Turbo) - Markteinführung MAX1-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo) 2014 Markteinführung des schnelllaufenden Motors MAN 175D für Schiffsbetrieb (MAN Diesel & Turbo) 2015 Inbetriebstellung HOFIM-Kompressoren für Öl- und Gasförderung am Meeresgrund (MAN Diesel & Turbo) 2016 G95ME-C9.5: mit 75 570 kW (103 000 PS) leistungsstärkster Motor, den MAN je entwickelt hat (MAN Diesel & Turbo) 2017 - Markteinführung des neuen Viertakt-Motors 45/60CR „The Game Changer“ (MAN Diesel & Turbo) - 3-D-Druck-Komponenten für Industriegasturbine MGT6000 (MAN Diesel & Turbo) 2018 Vorstellung Zweitaktmotor Dual-Fuel MAN B&W ME-LGIP für LPG-Betrieb (MAN Energy Solutions) MAX1-Axialkompressor ▴ Dual-Fuel-Motor 51/60 DF 11MAN-Museum10 Kompressorstrang für die weltgrößte GTL-Anlage (gas to liquids) Neue Nutzfahrzeugmotorengeneration D20 Common Rail - Leistungsstärkstes Getriebe der Welt für eine Windenergieanlage - Neue leichte und mittlere Trucknology-Lkw-Reihen TGL und - Neun Motoren für das größte Schiff der Welt, die „Pieter Schelte“ Neuer emissionsarmer, hocheffizienter Gasmotor 35/44G Markteintritt der neu entwickelten Industriegasturbine MGT6000 Markteinführung MAX1-Axialkompressor (MAN Diesel & Turbo) Dual-Fuel-Motor 51/60 DF
  • 7. 1979 Zusammenschluss des Druckmaschinenbereichs der M.A.N. und der Roland Offsetmaschinenfabrik Faber & Schleicher zur MAN Roland Druckmaschinen AG 1994 Neue Leistungsdimension: LITHOMAN mit Bahngeschwindigkeit von 15 m/s (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg) 1995 Vorstellung der digitalen Offsetdruckmaschine DICOweb (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg) 1996 Längste Zeitungsdruckanlage der Welt – eine GEOMAN – für O Globo, Rio de Janeiro (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg) 1998 Vorstellung der vier Platten breiten Zeitungsdruckmaschine REGIOMAN 4/1 (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg) 2001 Vorstellung Zeitungsdruckmaschine COLORMAN, XXL (MAN Roland Druckmaschinen, Augsburg) 2008 Umwandlung von MAN Roland Druckmaschinen AG in die manroland AG 2012 Umwandlung von manroland AG in die manroland web systems GmbH 2015 Rekord bei Zeitungsproduktion: COLORMAN e:line erreicht bis zu 110 000 Exemplaren/h 2018 Umwandlung von manroland web systems in manroland Goss web systems 1845 In der C. Reichenbach’schen Maschinenfabrik wird unter der Leitung von Carl August Reichenbach und Carl Buz in Augsburg die erste Schnellpresse gebaut 1873 Erste deutsche Rotationsmaschine für Zeitungsdruck (Maschinenfabrik Augsburg) 1871 Louis Faber und Adolf Schleicher gründen ein Associations- geschäft zur Produktion von lithografischen Schnellpressen. Im gleichen Jahr wird mit der Albatros die erste Druckmaschine entwickelt. 1900 Das Unternehmen bekommt in Offenbach den Namen Faber & Schleicher AG. 1911 Erste Bogenoffsetmaschine Roland (Faber & Schleicher) 1921 Erste Rollenoffsetdruckmaschine (M.A.N.) 1925 - Größte deutsche Rotationsmaschine mit 15 Druckwerken (M.A.N.) - Erste Tiefdruckrollenmaschine (M.A.N.) 1928 Zweifarbendruckmaschine ROLAND RZS im Fünf-Zylinder- System (Faber & Schleicher) 1951 - Erste Bogenoffsetdruckmaschine ULTRA-M.A.N. (M.A.N.) - Erste Roland-Vierfarbendruckmaschine (Faber & Schleicher) 1972 Vorstellung Vierfarbendruckmaschine ROLAND 800 für Großformat (Faber & Schleicher). 1974 Größte Rotationsdruckmaschine Europas – eine COLORMAN mit 62 Druckwerken (M.A.N.) ▴ C. Reichenbach’sche Maschinenfabrik in Augsburg, 1846 ◂ Schnellpresse,1845 ▸ Rotationsdruckmaschine,1873 Geschichte manroland Goss web systems 13MAN-Museum12 Louis Faber und Adolf Schleicher gründen ein Associations- geschäft zur Produktion von lithografischen Schnellpressen. Im gleichen Jahr wird mit der Albatros die erste Druckmaschine Das Unternehmen bekommt in Offenbach den Namen Faber & - Größte deutsche Rotationsmaschine mit 15 Druckwerken (M.A.N.) Zweifarbendruckmaschine ROLAND RZS im Fünf-Zylinder- - Erste Bogenoffsetdruckmaschine ULTRA-M.A.N. (M.A.N.) - Erste Roland-Vierfarbendruckmaschine (Faber & Schleicher) Größte Rotationsdruckmaschine Europas – eine COLORMAN mit manroland Goss
  • 8. Persönlichkeiten Carl Buz 1803 – 1870 Buz, seit 1838 als Offizier am Bau der Eisenbahn München – Augsburg beteiligt, legt ab 1844 zusammen mit Reichenbach die Grundlagen für die spätere MAN. Unter seiner Führung werden Dampfkessel, Dampfmaschinen, Wasserturbinen und Pumpen in Augsburg gefertigt. 1864 übergibt er das Firmenerbe an seinen Sohn Heinrich. Heinrich von Buz 1833 – 1918 Buz tritt 1857 in die Maschinenfabrik Augsburg ein, die 1844 als Reichenbach’sche Maschinenfabrik von seinem Vater Carl mitbegründet worden war. Von 1864 bis 1913 führt er diese als alleinverantwortlicher Direktor und vereint sie 1898 mit der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg. Der „Bismarck der deutschen Maschinenindustrie“, unter dessen Ägide 1873 die erste deutsche Rotationsmaschine und die erste Linde’sche Kältemaschine entstehen, fördert in ganz entscheidendem Maß den Bau des Dieselmotors bei MAN. 1907 erhält er das Ritterkreuz des Königlichen Verdienstordens der Bayerischen Krone, mit dem der persönliche Adel verbunden ist. Carl August Reichenbach 1801 – 1883 Reichenbach übernimmt zusammen mit seinem Schwager Carl Buz im Jahr 1844 die Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg, nachdem er im Unternehmen seines Onkels, Friedrich Gottlob Koenig (Erfinder der Schnellpresse), in allen Sparten des Schnellpressenbaus ausgebildet worden war. Reichenbach fertigt in Augsburg eine Druckmaschine neuester Konstruktion: die Schnellpresse mit Eisenbahnbewegung, die ab 1845 geliefert wird; er begründet damit den Druckmaschinenbau. Rudolf Diesel 1858 – 1913 Diesel, als Sohn deutscher Eltern 1858 in Paris geboren, hört während seines Studiums an der TH München vom schlechten Wirkungsgrad der Dampfmaschine. 1880 wird er Leiter der französischen Niederlassung des Kühlmaschinenunternehmens von Professor Carl von Linde und baut in Eigeninitiative einen Ammoniakmotor. Ab 1890 leitet er das technische Büro des Unternehmens in Berlin. Weitere Überlegungen bringen ihn auf die Idee einer rationellen Wärmekraftmaschine. 1893 erhält er die Patenturkunde Nr. 67 207 „Arbeitsverfahren und Aus- führungsart für Verbrennungskraftmaschinen“ und er schließt den Vertrag zum Bau einer Versuchsmaschine mit der Maschinenfabrik Augsburg ab. Der nunmehr selbstständige Diesel widmet sich ausschließlich der Reali- sierung seines Motors. Am Versuchsmotor (Abbildung Seite 18) gelingt 1895 der erste Nachweis effektiver Leistung mit einem Wirkungsgrad von 16,6 Prozent. Dank der Unterstützung durch Heinrich von Buz entsteht bei der Maschinenfabrik Augsburg 1896/97 der erste betriebsfähige Dieselmotor der Welt (ausgestellt im Deutschen Museum, München): Wirkungsgrad 26,2 %, 18 PS, Drehzahl 154 U/min, Kraftstoffverbrauch 238 g/PSh. Der neuartige „Wärmemotor Patent Diesel“ hat ab 1898 noch einige Hürden zu nehmen, ehe er den Erwartungen gerecht wird. Ab 1900 verbreitet sich der Dieselmotor weltweit. Er wird in stationären Anlagen und ab 1903 auch als Schiffsantrieb eingesetzt und ist bis heute die wirtschaftlichste Wärmekraft- maschine. Diesel erlebt die Tragweite seiner Pioniertat nur noch in Ansätzen: Seit einer Schiffspassage von Belgien nach Großbritannien im Herbst 1913 gilt er als verschollen. 3 1 2 1 2 3 4 4 15MAN-Museum14 Buz, seit 1838 als Offizier am Bau der Eisenbahn München – Augsburg beteiligt, legt ab 1844 zusammen mit Reichenbach die Grundlagen für die spätere MAN. Unter seiner Führung werden Dampfkessel, Dampfmaschinen, Wasserturbinen und Pumpen in Augsburg gefertigt. 1864 übergibt er das Reichenbach’sche Maschinenfabrik von seinem Vater Carl mitbegründet worden war. Von 1864 bis 1913 führt er diese als alleinverantwortlicher Direktor und vereint sie 1898 mit der Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg. Der „Bismarck der deutschen Maschinenindustrie“, unter dessen Ägide 1873 die erste deutsche Rotationsmaschine und die erste Linde’sche Kältemaschine entstehen, fördert in ganz entscheidendem Maß den Bau des Dieselmotors bei MAN. 1907 erhält er das Ritterkreuz des Königlichen Verdienstordens der Bayerischen Krone, mit dem der persönliche Adel Reichenbach übernimmt zusammen mit seinem Schwager Carl Buz im Jahr 1844 die Sander’sche Maschinen-Fabrik in Augsburg, nachdem er im Unternehmen seines Onkels, Friedrich Gottlob Koenig (Erfinder der Schnellpresse), in allen Sparten des Schnellpressenbaus ausgebildet worden war. Reichenbach fertigt in Augsburg eine Druckmaschine neuester Konstruktion: die Schnellpresse mit Eisenbahnbewegung, die ab 1845 2
  • 9. 28 32 27 18 17 5 6 8 9 10 11 7 12 13 14 15 16 20 44 21 22 25 24 26 56 64 51 3 142 46 47 45 63 43 48 58 4 2 60 61 59 a+b a+b Orientierung - Im Foyer finden Sie einen Zeitstrahl zu unserer Geschichte, Vitrinen mit verschiedenen Ausstellungsstücken und Merchandise-Produkte. - Der Sander*-Saal mit den High- lights der Ausstellung – der erste Versuchsdieselmotor, weitere Motorenentwicklungen sowie Antriebstechnik und historische Druckmaschinen. - Forum I mit verschiedenen Exponaten aus dem Motoren- und Druckmaschinenbau. - Forum II mit RENK-Getrieben sowie einem Zahnrad für ein Fregattengetriebe. - Im Wenge**-Saal befindet sich MAN Truck & Bus mit aktuellen und historischen Fahrzeugen und Motoren. - Im Obergeschoss finden Sie die ehemalige MAN-Konzern- gesellschaft MAN Technologie (heute MT Aerospace) mit Exponaten aus der Raumfahrt. Gegenüber, im selbem Raum, ist MAN Energy Solutions mit ver- schiedenen Kompressorlaufrädern sowie einem Modell des Luxuskreuz- fahrtschiffes „Mozart“ vertreten. - Die Galerie über dem Sander-Saal gibt mit der dreiteilig strukturierten Fotozeitreise durch die Geschichte von MAN und manroland Goss web systems Einblicke in die his- torische und aktuelle Produktpalette sowie das soziale Engagement der Unternehmen. Erdgeschoss Obergeschoss * Ludwig Sander = Gründer der MAN **Franz Ferdinand von Wenge = Gründer der GHH Foyer Eingang Sander-Saal Wenge-Saal Forum I Forum II Ober- geschoss Galerie bis 17MAN-Museum16 finden Sie einen Zeitstrahl zu unserer Geschichte, Vitrinen mit verschiedenen Ausstellungsstücken und Merchandise-Produkte. mit den High- erste , weitere Motorenentwicklungen sowie Antriebstechnik und historische Exponaten aus dem Motoren- und -Getrieben sowie einem Zahnrad für ein befindet sich aktuellen und historischen Fahrzeugen und * Ludwig Sander = Gründer der MAN
  • 10. ◂ Diesels Patenturkunde für seinen Motor Wir empfehlen, den Rundgang im Sander-Saal beim ersten Dieselmotor 5 der Welt zu beginnen. Auf den folgenden Seiten werden die weiteren Highlights des MAN-Museums präsentiert und beschrieben. Wenn Sie das Erdgeschoss abge- schlossen haben, vergessen Sie nicht, einen Blick ins Obergeschoss zu werfen – auch dort gibt es noch Einiges zu entdecken. Rundgang 1893 – 95 Der erste Dieselmotor der Welt - 10 PS (7 kW) - Drehzahl 88 U/min - Kraftstoffverbrauch 382 g/PSh (520 g/kWh) Der Versuchsdieselmotor wurde von der Maschinenfabrik Augs- burg zusammen mit Rudolf Diesel gebaut. Er arbeitete im Viertakt- verfahren sowie mit Kraftstoffein- blasung und hatte einen Wirkungsgrad von 16,6 Prozent. Dampfmaschinen hatten damals einen Wirkungsgrad zwischen 8 und 12 %. 5 19MAN-Museum18 5
  • 11. 1905 Einzylinder-Tauchkolben- Dieselmotor - 10 PS (7 kW) - Drehzahl 255 U/min - Kraftstoffverbrauch 220 g/PSh (299 g/kWh) - Hubraum 7 791 ccm Der 1,8 Tonnen schwere „Wärmemotor Nr. 659 Patent Diesel“ (mit Kraftstoffeinblasung) arbeitete bis 1935 bei der Schnupf- und Rauchtabak- fabrik Pöschl in Landshut und kostete damals 6 500 Goldmark. Dieser Motorentyp wurde mit Leistungen bis 12 PS/9 kW gebaut und war nach 1900 die bevorzugte Kraftmaschine für Kleinbetriebe. 1943 Sechszylinder-Dieselmotor M6V 40/46 für U-Boot-Antrieb - 2000 PS (1 470 kW) - Drehzahl 520 U/min Das Ausstellungsstück arbeitete bis 1982 bei den Ruselkraftwerken in Deggendorf. Der Motorentyp 40/46 wurde 1930 zum ersten Mal ge- liefert, 1935 kamen vier Motoren erstmals in den U-Booten U 25 und U 26 zum Einsatz. 800 Stück Sechs- bzw. Neunzylindermaschinen wurden von MAN verkauft. 100 Motoren wurden nach Ende des Krieges für Frachtschiffe bzw. für den stationären Einsatz verwendet. 1966 Turboplanetengetriebe TPA 50p mit fluchtenden Wellen - Antriebsleistung 2 370 PS (1 743 kW) - Drehzahl Antrieb 1 490 U/min - Drehzahl Abtrieb 8 359 U/min - Übersetzungsverhältnis 1:5,61 Dieses Übersetzungsgetriebe (hier läuft die getriebene Welle schneller als die Antriebswelle) war zwischen einem Elektromotor und einem Ver- dichter in einer Erdöl-Chemie-Anlage eingesetzt. Planetengetriebe werden seit 1936 von RENK produziert und können bis zu sechs Planetenräder umfassen sowie einen Durchmesser bis zu 3,50 Meter haben. Erdgeschoss: Sander-Saal 6 8 12 13 1898 Zweizylinder-Kreuzkopf- Dieselmotor - 50 PS (37 kW) - Drehzahl 190 U/min Dieser zweite von der Maschinen- fabrik Augsburg verkaufte Diesel- motor wiegt nahezu 13 Tonnen und stand bis 1930 in der Papierhülsen- fabrik Rugendas in Augsburg. Der erste von der Maschinenfabrik Augsburg verkaufte Dieselmotor war am 5. März 1898 bei der Actiengesell- schaft Union, Vereinigte Zündholz- und Wichsefabrik in Kempten in Betrieb genommen worden. 2120 MAN-MuseumRundgang - Kraftstoffverbrauch 220 g/PSh fabrik Pöschl in Landshut und kostete damals 6 500 Goldmark. Dieser Motorentyp wurde mit Leistungen bis 12 PS/9 kW gebaut und war nach 1900 die bevorzugte Kraftmaschine für Kleinbetriebe. 8
  • 12. 1951/1984 Tiefdruckzylinder (oben) Offsetzylinder (unten) Beim Tiefdruck werden Schrift und Bild auf einen verkupferten Stahl- zylinder unterschiedlich tief in Näpfchenform geätzt oder graviert. Der Zylinder rotiert in der Farbwanne. Die überschüssige Farbe auf der Oberfläche wird mit einer Rakel abgestreift. Die Farbe in den vertieften Stellen wird beim Druck vom Papier „herausgezogen“. Beim Offsetdruck wird die Druckform auf eine Aluminium- platte belichtet. Die bebilderte Platte wird auf den Zylinder aufgespannt und mit einer dünnen Farb- und Wasser- schicht belegt. Nach der fotografi- schen Entwicklung nehmen die nicht druckenden Teile nur Wasser, die druckenden Teile nur die fetthaltige Farbe an. Das Druckbild gelangt über einen Gummituchzylinder auf das Papier. 1964 Plattenzylinder einer Hochdruck- rotationsmaschine für Zeitungen Unter Hochdruck versteht man den Druck von erhöhter Form, das heißt, die druckenden Teile liegen höher als die druckfreien Zwischenräume und werden von den Farbwalzen eingefärbt. Die halbrunden Platten der Hochdruckrotationsmaschinen haben auf der Rückseite Nuten, in die nach dem Auflegen auf den Zylinder Innenbacken greifen. Dadurch wird verhindert, dass sie sich bei der hohen Laufgeschwindigkeit von etwa zehn Metern pro Sekunde abheben. Eine zusätzliche Einrichtung – die Registereinstellvorrichtung – ermög- licht, jede der acht Platten in Umfang- und Seitenrichtung zu verstellen. 1906 Einbahnige Hochdruck- rotationsmaschine für Illustrationsdruck - 6 000 Exemplare/Stunde Diese Maschine arbeitete bis 1965 in der Schweiz.1879 baute die Maschinenfabrik Augsburg die erste Rotationsmaschine für „Werk- und Zeitschriftendruck“ und mit ihr gelang der erste auf einer Rotationsmaschine hergestellte Illustrationsdruck in Europa. 1962 Zweitouren-Druckautomat Poly 50 - 5 000 Bogen/Stunde Der Poly ist eine Flachsatzbuchdruck- maschine, die nach dem Zweitouren- Prinzip (erste Tour: Bogenanlage und -druck, zweite Tour: Bogen- auslage und Karrenrücklauf) arbeitete. Von 1931 bis 1963 wurden davon etwa 3 800 Stück hergestellt. Der hier ausgestellte Druckautomat war von 1962 bis 1979 bei der Augsburger Firma Stumböck in Betrieb. Erdgeschoss: Sander-Saal 2044 21 22 a+b 23MAN-Museum22 Rundgang Beim Tiefdruck werden Schrift und Bild auf einen verkupferten Stahl- zylinder unterschiedlich tief in Näpfchenform geätzt oder graviert. Der Zylinder rotiert in der Farbwanne. Die überschüssige Farbe auf der Oberfläche wird mit einer Rakel abgestreift. Die Farbe in den vertieften Stellen wird beim Druck vom Papier „herausgezogen“. Beim Offsetdruck wird die Druckform auf eine Aluminium- platte belichtet. Die bebilderte Platte wird auf den Zylinder aufgespannt und mit einer dünnen Farb- und Wasser- schicht belegt. Nach der fotografi- schen Entwicklung nehmen die nicht druckenden Teile nur Wasser, die druckenden Teile nur die fetthaltige Farbe an. Das Druckbild gelangt über einen Gummituchzylinder auf 20 a+b
  • 13. 1846 Handbetriebene Schnellpresse (Stoppzylindermaschine) mit „Eisenbahnbewegung“ - 1 000 Bogen/Stunde Die ausgestellte Schnellpresse war bis 1974 in der Justizvollzugsanstalt Amberg zum Druck verschiedener Formulare eingesetzt. Dieser Maschinentyp wurde erstmals 1845 von der C. Reichenbach’schen Maschinenfabrik & Eisengiesserei Augsburg gebaut. Der Wagen mit der Druckform rollt hier – ähnlich einem Eisenbahngefährt – auf zwei festen, im Grundgestell verankerten Schienen. Diese ursprüngliche Konstruktion blieb bis 1889 im Bauprogramm. - 13 PS (10 kW) - Drehzahl 625 U/min - Kraftstoffverbrauch 192 g/PSh (261 g/kWh) An diesem Einzylinder-Versuchs- dieselmotor 1K14/19 mit Kraft- stoffdirekteinspritzung, die eine zentrale Voraussetzung für eine deutliche Anhebung der Motordrehzahl war, wurden die maßgeblichen Erkenntnisse für die direkte Einspritzung gewonnen. Er markierte den Beginn der Ära des schnelllaufenden Fahrzeug- dieselmotors. Erste Versuche mit der unmittelbaren Einspritzung begannen bereits 1919. 1877 Einbahnige Hochdruck- rotationsmaschine für Zeitungsdruck - 8 000 Bogen/Stunde Diese Rotationsmaschine – die 14. verkaufte Druckmaschine der Maschinenfabrik Augsburg – wurde zum Druck des Meyer’schen Konversationslexikons im Biblio- graphischen Institut in Leipzig eingesetzt. 1873 entstand bei der Maschinenfabrik Augsburg die erste deutsche Rotationsdruckmaschine für Zeitungsdruck, die auf der Weltausstellung in Wien gezeigt wurde. Sie arbeitete mit dem neuen Prinzip rotierender Formzylinder zum Schön- und Widerdruck auf die „endlos“ durch die Druckwerke geführte Papierbahn. Erster Fahrzeug- dieselmotor mit Kraftstoff- direkteinspritzung 1923 Erdgeschoss: Sander-Saal Erdgeschoss: Forum I 25 26 3 25MAN-Museum24 Rundgang mit „Eisenbahnbewegung“ Die ausgestellte Schnellpresse war bis 1974 in der Justizvollzugsanstalt Amberg zum Druck verschiedener Formulare eingesetzt. Dieser Maschinentyp wurde erstmals 1845 von der C. Reichenbach’schen Maschinenfabrik & Eisengiesserei Augsburg gebaut. Der Wagen mit der Druckform rollt hier – ähnlich einem Eisenbahngefährt – auf zwei festen, im Grundgestell verankerten Schienen. Diese ursprüngliche Konstruktion blieb bis 1889 im 26
  • 14. 1965 Kolben und Treibstange eines Viertakt-Dieselmotors VV40/54 Bei den V-Motoren (Zylinderanordnung in V-Position) wurde erstmals das sogenannte Anlenkpleuel anstelle der herkömmlichen, parallel nebeneinan- derliegenden Treibstangen verwendet. 1912 Illustrationsschnellpresse J VI a - 1 300 Bogen/Stunde - Papierformat 745 x 1 130 mm - Kraftbedarf 2 PS (1,5 kW) Diese Presse hat bis 1980 bei der Druckerei Hochdorf in der Schweiz die örtliche Wochenzeitung „Seetaler Bote“ gedruckt. Das Farbwerk hat vier Auftragswalzen. Anstelle der ursprünglichen Handanlage wurde später ein automatischer Bogen- anleger mit Vorderkantensauger aufgesetzt. Erdgeschoss: Forum I 1995 Abtriebsbandage eines Fregattengetriebes - Außendurchmesser 2 268 mm - Zähne 190 - Verzahnungsbreite: 2 x 180 mm Dieses Getriebeteil – die Bandage – wird mit einer Schraubverbindung auf einem Radkörper befestigt. Das Bau- teil, das zur Kraftübertragung dient, hat durch die hohe Anzahl der Zähne und den großen Schrägungswinkel den Vorteil der geringen Geräusch- abstrahlung. Die doppelschräg aus- geführte Verzahnung verhindert das Auftreten von Axialkräften. 1935 Doppeltwirkender Elfzylinder- Zweitakt-Dieselmotor L11Z 19/30 - 1 400 PS (1 030 kW) - Drehzahl 900 U/min Wegen des sehr geringen Leistungs- gewichts von 2 kg/PS (2,7 kg/kW) ursprünglich für den Einsatz in Luftschiffen vorgesehen, wurde dieser Motor jedoch in Schnellboote eingebaut. 421 4645 Erdgeschoss: Forum I 27MAN-Museum26 Rundgang Kolben und Treibstange eines Viertakt-Dieselmotors VV40/54 Bei den V-Motoren (Zylinderanordnung in V-Position) wurde erstmals das sogenannte Anlenkpleuel anstelle der herkömmlichen, parallel nebeneinan- derliegenden Treibstangen verwendet. 42
  • 15. 2004 Sechszylinder-Diesel- motor D 2066 LF 01 - 430 PS (316 kW) - Drehzahl 1 000 – 1 400 U/min - Hubraum 10 518 ccm - spezifische Leistung 30,1 kW/dm3 Dieser Motor nutzt die Common- Rail-Technologie (gemeinsame Kraftstoffleitung zu den Zylindern) der zweiten Generation, bei welcher der Einspritzdruck unabhängig von der Motordrehzahl auf 1 600 bar steigt und sich Einspritzzeitpunkt und Einspritzmenge frei wählen lassen. Verglichen mit dem Vorgängermotor D 28 ist er fast 100 Kilogramm leichter, verbraucht fünf Prozent weniger Kraft- stoff und ist um zwei Dezibel leiser. 1970 Saugwagen 9 160 mit Sechs- zylinder-HM-Dieselmotor - 160 PS (118 kW) - Drehzahl 2 500 U/min - Hubraum 7 252 ccm Dieses 2007 von MAN aus der Schweiz übernommene Fahrzeug hat eine Höchstgeschwindigkeit von 86 km/h. Es befindet sich im Originalzustand, hatte nur einen Vorbesitzer und war bis 2006 im Einsatz. Das Fahrerhaus dieses Frontlenkers ist vom Typ F7, das auf die gemeinsame Entwicklung und Produktion mit dem französischen Hersteller Saviem zurückgeht. 1923 –1924 Kettenantrieb-Lastwagen mit Vierzylinder-Dieselmotor - Baujahr 1923/24 - Hubraum 7 479 ccm - 45 PS (33 kW) - Drehzahl 1 050 U/min Erster Lastwagen der Welt, der mit einem Dieselmotor mit direkter Ein- spritzung angetrieben war (Nachbau). Das Original-Fahrzeug wurde 1924 auf der Automobilausstellung Berlin erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. 1928 Feuerlöschfahrzeug mit Vierzylinder-Ottomotor - 65 PS (48 kW) Dieses Feuerlöschfahrzeug mit einer 26 m hohen Magirus-Drehleiter, automatischer Kippsicherung und Kardanantrieb war im Zweiten Weltkrieg in München im Einsatz. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 40 km/h. Bei der Übernahme des Gefährts 1971 lag der Kilometerstand bei 8 000 km. 5143 5861 Erdgeschoss: Wenge-Saal 29MAN-Museum28 Rundgang Saugwagen 9 160 mit Sechs- Dieses 2007 von MAN aus der Schweiz übernommene Fahrzeug hat eine Höchstgeschwindigkeit von 86 km/h. Es befindet sich im Originalzustand, hatte nur einen Vorbesitzer und war bis 2006 im Einsatz. Das Fahrerhaus dieses Frontlenkers ist vom Typ F7, das auf die gemeinsame Entwicklung und Produktion mit dem französischen Hersteller Saviem zurückgeht. 61
  • 16. 1967 Lastwagen 780 HKA mit Sechszylinder-Dieselmotor - 186 PS (137 kW) - Drehzahl 2 200 U/min - Hubraum 9 592 ccm Der Motor dieses Fahrzeugs arbeitete nach dem geräuscharmen M-Verfahren (Mittenkugel-Verbren- nungsverfahren), bei dem der Kraftstoff nicht mehr zentral in den Brennraum, sondern tangentiell auf die Wand des Kugelbrennraumes aufgespritzt wurde. 2005 Fahrerhaus TGX XLX Basis der TGX XLX-Kabine war ein komplettes Fahrerhaus, das im Innenraum teilweise demontiert und auf einen rollbaren Grundrahmen montiert wurde. Das Fernverkehrs- fahrerhaus ist auf das Flottensegment zugeschnitten und bietet dem Fahrer Komfort u.a. durch einen großen Innenraum mit voller Stehhöhe, Staufächer sowie durch eine niedrige Frontscheibe für eine verminderte Sonneneinstrahlung mit geringer Innenraumaufheizung. 1951 Ackerschlepper AS 325 H mit Vierzylinder-Dieselmotor - 25 PS (18 kW) - Drehzahl 1 500 U/min - Hubraum 2 676 ccm Dieser Traktorentyp wurde von 1949 bis 1952 insgesamt 1 450-mal produziert. Der eingebaute Vier- zylindermotor D 8814 GS arbeitete mit dem damals neu entwickelten M.A.N.-Verbrennungsverfahren, das heißt mit einem kugelförmigen Ver- brennungsraum und einer Flachsitz- düse für unmittelbare Einspritzung. 2013 Champions-Truck TGX mit Sechszylinder-Dieselmotor - 400 PS (294 kW) - Drehzahl 1 900 U/min - Hubraum 10 500 ccm Mit diesem Fahrzeug – eine Sonder- anfertigung für besondere Fussball- feierlichkeiten – hat Borussia Dortmund 2017 den Gewinn des deutschen Pokales gefeiert. 56 4 6059 Erdgeschoss: Wenge-Saal 31MAN-Museum30 Rundgang Basis der TGX XLX-Kabine war ein komplettes Fahrerhaus, das im Innenraum teilweise demontiert und auf einen rollbaren Grundrahmen montiert wurde. Das Fernverkehrs- fahrerhaus ist auf das Flottensegment zugeschnitten und bietet dem Fahrer Komfort u.a. durch einen großen Innenraum mit voller Stehhöhe, Staufächer sowie durch eine niedrige Frontscheibe für eine verminderte Sonneneinstrahlung mit geringer 59
  • 17. 1987 Luxusflusskreuzfahrtschiff MS Mozart (Modell 1:100) - Antriebsleistung - 2 x 1 612 PS (2 x 1 185 kW) Dieses erste von der Deggendorfer Werft und Eisenbau (DWE) gebaute Kabinenfahrgastschiff, ausgelegt für 239 Passagiere, wurde nach nur zwölf Monaten Bauzeit an die Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien ausgeliefert. DWE ist heute in MAN Energy Solutions aufgegangen und produziert Reaktoren und Apparate für die chemische Industrie anstelle von Binnenschiffen. 1972 Laufrad eines 6-stufigen Turbokompressors zur Verdichtung von Luft - Drehzahl 7 138 U/min 1983 Laufrad eines 8-stufigen Turbokompressors zur Verdichtung von Propan - Drehzahl 9 180 U/min 1985 Laufrad eines 3-stufigen Turbokompressors zur Drucklufterzeugung - Drehzahl 18 938 U/min 1995 Laufrad eines 4-stufigen Turbokompressors zur Verdichtung von Luft - Drehzahl 15 756 U/min 1978 Läufer eines Versuchsaxial- kompressors in Tandembauweise - Drehzahl 12 820 U/min 28 32 27 29 30 31 Obergeschoss 33MAN-Museum32 Rundgang Luxusflusskreuzfahrtschiff Dieses erste von der Deggendorfer Werft und Eisenbau (DWE) gebaute Kabinenfahrgastschiff, ausgelegt für 239 Passagiere, wurde nach nur zwölf Monaten Bauzeit an die Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien ausgeliefert. DWE ist heute in MAN Energy Solutions aufgegangen und produziert Reaktoren und Apparate für die chemische Industrie 27
  • 18. 1908 Zylinderdeckel 1925 Dieselmotor GV 30 1968 Radialabgasturbolader NR 20 1938 Dieselmotor W4V17,5/22 2002 Bogenzahnkupplung SB 60 1929 Kolben und Treibstange des Dieselmotors GV 58/84 1938 Triebwerk des Dieselmotors M9Z 65/95 1900/1925 Handgießapparat für Stereotypie und Prägepresse 1927 Dieselmotor W4V 11/18 1985 Getriebe HSWL 354 1980 Turbopumpe für europäische Rakete ARIANE 1996 Europäische Raumfahrt- Trägerrakete ARIANE 5 1971 Escher-Wyss- Gleichdruckturbine 2012 Powerturbine mit Planetengetriebe Diesel-Diorama (nachgestellte Szenerie, als der Dieselmotor auf dem Werkgelände der Maschinenfabrik Augsburg zum ersten Mal zündete) Modelle von Dieselmotoren und Druckmaschinen 17 9 10 11 7 2 2 33 41 14 15 16 24 64 47 63 6348 a+b 18 - Weitere Exponate 35MAN-Museum34 Rundgang Handgießapparat für Stereotypie Turbopumpe für europäische 2 63