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Bildungspaten
gesucht!           aten
      Stuttgarter P
                      Zukunf t.
      für Bildung und ungspaten
                      d
                art.de/bil
      www.stuttg




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Wir alle sind gefragt!


Damit jedes Kind   „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, sagt ein altes afrikani­
                   sches Sprichwort. Kinder lernen nicht nur von ihren Eltern oder in der Schule.



eine Chance hat
                   Überall nehmen sie etwas mit, was ihnen im Leben nützlich sein kann. Bei der
                   Oma lernen sie, Lieder zu singen, der Opa zeigt, wie man mit Holz arbeitet,
                   der große Bruder zeigt Fußballtricks.


                   Dem Geist des Sprichworts folgend, haben sich in Stuttgart in den vergange­
                   nen Jahren viele hervorragende Initiativen gebildet, die Bildungsangebote
                   für Kinder und Jugendliche geschaffen haben. Ich möchte mit der Aktion
                   „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ die bereits bestehenden Initiativen
                   stärken und Interessierte ermutigen, sich an dieser Bildungsoffensive zu
                   beteiligen. Wir brauchen das Engagement und den Einsatz der Starken in der
                   Gesellschaft. Sie können Kinder und Jugendliche unterstützen, ihnen zeigen,
                   wie groß und abwechslungsreich die Welt ist und wie viel es dort zu entde­
                   cken gibt. Für die Paten bietet das Engagement die Möglichkeit, eine andere
                   Lebenswelt und damit viel Neues zu entdecken.


                   Betonen möchte ich, dass dieser ehrenamtliche Einsatz nicht die Arbeit von
                   Lehrern und Erziehern ersetzt, sondern das professionelle Engagement in den
                   Schulen und Einrichtungen ergänzt. Bildungspaten leisten einen Beitrag in ge­
                   sellschaftlichen Handlungsfeldern, in denen Unterstützung fehlt, und ergänzen
                   mit ihrem Engagement auch veränderte familiäre Strukturen.


                   Auf den folgenden Seiten stellen wir einige Möglichkeiten vor, wo und wie
                   man sich als Bildungspate engagieren kann. Entdecken Sie gemeinsam mit
                   Kindern und Jugendlichen verborgene Schätze!




                   Dr. Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart




                                                                                                     3
Bildungspatenschaften:
       sehr gut!


      Eine Investition in die Zukunft

      Bildung ist eines der wenigen Güter, das sich vermehrt, wenn man es teilt.     Mit der Aktion „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ möchte die Stadt
      Wer sich für etwas begeistert, kann in anderen das Feuer wecken, kann neue     Stuttgart die schon bestehenden Initiativen der Bildungspartnerschaft stärken
      Horizonte eröffnen, kann neue Perspektiven bieten.                             und beim Aufbau neuer Projekte helfen. Die Aktion knüpft ein Netzwerk,
                                                                                     das mit Rat und Tat zur Seite steht, das Interessenten berät und sie an Projekte
      Kinder sind geborene Forscher, und sie entdecken mit viel Eifer die Welt um    vermittelt. Eine gemeinsame Plattform unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit,
      sich herum. Überall schnappen sie etwas auf, und aus der Vielzahl an Eindrü­   kann bei der Qualifizierung helfen und bietet viele Gelegenheiten für die frei­
      cken formt sich später die Persönlichkeit, die umso erfolgreicher und glück­   willig Engagierten, sich gegenseitig kennenzulernen und Projekte miteinander
      licher werden kann, je mehr sie an diesen Bildungserlebnissen gewachsen ist.   zu verknüpfen.


      Es zeigt sich aber auch, dass die Talente der Kinder verkümmern können,        Ohne Zusammenhalt funktioniert die Stadtgemeinschaft nicht. Die Gesell­
      wenn sie nicht richtig gefordert und gefördert werden. Wer zu wenig Anre­      schaft insgesamt kann dadurch stabiler werden, dass diejenigen, die „stärker“
      gung bekommt, wird schnell zum Bildungsverlierer. Seine Chancen nehmen         sind, also mehr Lebenserfahrung, mehr soziale Kompetenz oder auch mehr
      stark ab, in der Gesellschaft eine angemessene                                 Erfolg im Leben haben, ihr Potenzial Kindern und Jugendlichen zur Verfügung
      Rolle zu spielen. Es geht dabei nicht nur um                                   stellen. Dies ergänzt die wertvolle Arbeit, die die professionellen Kräfte in den
      die „harten“ Fakten, zum Beispiel um                                           Kindertagesstätten und Schulen leisten.
      die Noten in der Schule. Auch „weiche“
      Faktoren, wie ein angemessenes Be­                                             Darüber hinaus sollen auch Stiftungen und Unternehmen gewonnen werden,
      nehmen oder die Fähigkeit, Meinungs­                                           selbst Bildungspatenschaften zu initiieren oder Projekte finanziell bzw. perso­
      verschiedenheiten gewaltfrei zu lösen,                                         nell zu unterstützen.
      zählen zu diesem Bildungsbegriff.
      Ebenso wichtig sind motorische Fähig­                                          Gemeinsames Ziel ist die weitere Stärkung von Kindern und Jugendlichen.
      keiten, die leider bei vielen Kindern                                          Jedes Kind in Stuttgart soll eine faire Chance auf Bildung bekommen, unab­
      unterentwickelt sind.                                                          hängig von den sozialen Verhältnissen, in denen es lebt, oder seiner Herkunft.




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Gute Gründe für eine
      Bildungspatenschaft


      Es profitieren alle

      Die Aktion „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ richtet sich an die       Kompetenzen. „Vorlesepaten“ wecken die Lust an der Sprache und am Lesen,
      gesamte Stadtgemeinschaft und möchte das Potenzial an Wissen und Energie,        Besuche im Theater oder in der Wilhelma führen die Kinder in Welten, die sie
      das in der Gesellschaft schlummert, wecken. Beteiligen können sich Bürger je­    bis dahin oft nicht kannten.
      den Alters, Vereine, Unternehmen und Stiftungen, die an die Kraft der Bildung
      glauben.                                                                         Doch auch die Paten profitieren: Viele Untersuchungen zeigen, dass Bürger,
                                                                                       die sich engagieren, glücklicher sind. Der Mensch ist ein soziales Wesen, und
      Aufgerufen sind aber auch die Schulen, Kindertageseinrichtungen und Famili­      wer anderen Gutes tut, wird spüren, dass immer etwas zurückkommt. Das
      enzentren, sich für den Einsatz von Bildungspaten zu öffnen und gemeinsam        Patenprojekt bietet die Möglichkeit, eine andere Welt kennenzulernen. Sei
      auf den Weg zu machen.                                                           es, dass man durch die Patenschaft eine andere Kultur schätzen lernt, oder
                                                                                       mit Kindern aus anderen Milieus neue Perspektiven und Lebenswirklichkeiten
      Und das Schöne daran: alle profitieren! Patenschaften öffnen Kindern frühzei­    entdeckt. Für Studenten, gerade für solche, die eine pädagogische Tätigkeit
      tig Zugänge zur deutschen Sprache, Kultur und Gesellschaft. Gerade Kinder        anstreben, ist eine Patenschaft eine gute Gelegenheit, Praxiserfahrungen zu
      mit hohem Förderbedarf aus Migrantenfamilien und aus sozial benachteiligten      sammeln und sich diese auch bestätigen zu lassen. Zertifikate können für die
      Milieus können am meisten von der Aktion profitieren. Eine individuelle Förde­   berufliche Zukunft von großem Vorteil sein. Auf jeden Fall wird man als Pate
      rung von Kindern und Jugendlichen erhöht deren Bildungschancen und bietet        das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun!
      ihnen eine Unterstützung, um sie auf die komplexen Herausforderungen der
      Zukunft vorzubereiten.                                                           Besonders profitieren können auch Unternehmen. Sie sind auf qualifizierten
                                                                                       Nachwuchs angewiesen. Durch Partnerschaften mit Schulen können zum
      Paten können andere Wege des Lernens anbieten. Bei gemeinsamen Aktivi­           Beispiel Handwerksbetriebe die Schülerinnen und Schüler für praktische Tätig­
      täten wie einer Stadterkundung oder einem Museumsbesuch, im Gespräch             keiten begeistern und dabei die Gelegenheit nutzen, potenzielle Lehrlinge
      über eigene Stärken und Interessen oder bei der gemeinsamen Praktikums­          im Vorfeld kennenzulernen oder durch ein Schnupperpraktikum zu testen. Die
      suche geben sie ihr Erfahrungswissen an die Kinder und Jugendlichen weiter.      Jugendlichen bekommen mehr Orientierung für ihre Berufswahl, die Unterneh­
      So vermitteln sie ihnen informell und alltagspraktisch neue Kenntnisse und       men haben die Chance, vielversprechende Jugendliche an sich zu binden.




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„Die Kinder
                                              halten uns jung“                                       Einmal in der Woche „Patentag“

                                                                                                     Seit etwa zehn Jahren arbeitet der Haigst­Kindergarten mit Bildungspaten
                                                             Eva-Maria Fehrle und Federico Rapino,   zusammen. Einmal in der Woche können die Kinder gemeinsam mit den Paten
                                                             Bildungspaten im Haigst-Kindergarten    weben, kleben, falten und basteln. Neben den Eltern, die auch zur Unter­
                                                                                                     stützung herangezogen werden, haben die Senioren, die hier die Kita unter­
                                                                                                     stützen, eine besondere Funktion. „Die Kinder begegnen Älteren ganz anders
                                                                                                     als uns“, sagt Kindergartenleiterin Xenia Braun. „Ihnen wird Respekt, sogar
                                                                                                     Hochachtung entgegengebracht. Schließlich haben in Degerloch viele Kinder
                                                                                                     ihre Großeltern nicht vor Ort. Da sind die Paten schon große Vorbilder und
                                                 Bildungspaten in Kitas                              vielleicht auch manchmal ein Ersatz für die fehlenden Opas und Omas.“


                                                  Alle zwei Wochen kommt Eva­                        Wichtig für die Kinder – da sind sich die Erzieherinnen einig – ist es auch, dass
                                                  Maria Fehrle in den Evangelischen                  mit Federico Rapino ein Mann als „Handwerker­Opa“ zur Verfügung steht.
                                 Haigst­Kindergarten in Degerloch. Die 78­Jährige                    „Ein Mann, der mit den Kindern auch mal mit Hammer und Bohrer arbeitet, ist
    faltet dann gemeinsam mit den Kindern Papier. Ein, zwei Kinder sitzen um sie                     eine willkommene Abwechslung für die Kleinen. Jungen und Mädchen genie­
    herum und falten die Geschichte vom „kleinen, unzufriedenen Quadrat“, das                        ßen das sehr“, so die Kita­Leiterin.
    auch mal etwas anderes sein möchte, zum Beispiel ein Rechteck. Am Ende
    des Jahres wird dann jedes Kind ein eigenes Buch mit zahlreichen Falt­Kunst­                     Die Bildungspaten bringen einen Blick von außen in den Kindergarten und
    werken sein Eigen nennen. „Es bringt mir einfach Spaß, etwas mit Kindern zu                      „erweitern den Horizont“, sagt Xenia Braun. Früher kamen die Paten an mehre­
    machen“, sagt die ehemalige Leiterin der Albschule in Degerloch. Nach ihrer                      ren Tagen in der Woche, aber um das Angebot besser koordinieren zu können,
    Pensionierung und nachdem sie lange ihre Mutter gepflegt hatte, sah sie einen                    gibt es nun einmal in der Woche den „Patentag“. Die Einsatzmöglichkeiten
    Aushang der Kindertagesstätte, die Bildungspaten suchte. „Ich meine, dass die                    für Paten in der Kita sind sehr umfangreich. „Man könnte das Angebot zum
    Arbeit mit Kindern immer neue Erlebnisse bringt und mich damit auch jung                                                         Beispiel noch mit Gärtnern, künstlerischen
    hält“, sagt Eva­Maria Fehrle lächelnd.                                                                                           Arbeiten, Musik oder auch Lesepaten erwei­
                                                                                                                                     tern“, so Xenia Braun.
    „Ich verbringe die Zeit so gerne hier“, pflichtet Federico Rapino bei. Er hat
    bereits in einem anderen Kindergarten als „Handwerker­Opa“ gewirkt, aber
    als seine Enkelkinder in den Haigst­Kindergarten kamen, wurde er von seiner
    Schwiegertochter schnell weitervermittelt. Etwa alle zwei Wochen zeigt er
    den Kindern nun, wie man mit Säge, Hammer und Zange umgeht, und fertigt
    gemeinsam mit den Kleinen Autos, Flugzeuge und Roller. Die Kinder bewah­
                                                                                                                                            „Paten
    ren diese „Geschenke“ teils noch jahrelang auf, wie eine Erzieherin verrät.
    Federico Rapino wirkt richtig gerührt, als er erzählt, dass er es immer wieder                                                            erweitern
    erlebt, dass ihn ehemalige Kita­Kinder in Degerloch erkennen und „Nonno“
    nennen – italienisch für „Großvater“.                                                                                                   den Horizont“
                                                                                                                                                Xenia Braun, Leiterin des
                                                                                                                                                Evangelischen Haigst-Kindergartens

8                                                                                                                                                                                        9
„Ohne Ehrenamtliche
keine Bildungs-                                                                                   Lerninseln für Kinder


 gerechtigkeit“                                                                                   Das Familien­ und Stadtteilzentrum Nord (FAZ) hat sich unter der Leitung von
                                                                                                  Dorothea Wagner zu einem wichtigen Anlaufpunkt im Stuttgarter Norden
                                                                                                  entwickelt. Tritt man in der Mittagszeit ein, herrscht eine konzentrierte Atmo­
               Peter Burkhardt, Rektor der Pragschule
                                                                                                  sphäre. Bildungspaten helfen Schülern beim Lernen.


                                                                                                  Zum Beispiel Helene Mantler: Die 18­Jährige kam über eine Jahresarbeit in der
                                                                                                  Waldorfschule ins FAZ. Hier unterstützt sie einmal in der Woche die achtjähri­
                                                                                                  ge Denisa, vor allem geht es um Sprachschulung. „Ich habe am Anfang zu viel
                                                                                                  erwartet, aber in zwei Wochen kann man keinen perfekten Schüler machen“,
                                                                                                  sagt sie selbstkritisch. „Aber jetzt sehe ich auch die kleinen Erfolge, die wir
     Bildungspaten in Schulen                                                                     zusammen erreicht haben. Denisa will ja auch lernen. Ich spüre, dass es mich
                                                                                                  glücklich macht, Kindern etwas mitzugeben.“
     „Ein Bildungspate kann für das ‚Patenkind‘
     bedeutsam fürs ganze Leben sein“, ist sich                                                   Uta Heim ist als pensionierte Deutschlehrerin ein „alter Hase“. Sie kümmert
     Peter Burkhardt, Rektor der Pragschule,                                                      sich im FAZ um zwei „Patenkinder“, Mädchen im Alter von zehn und elf
     sicher. „Als Vorbild können die Paten fast                                                   Jahren. „Ich bin gar nicht so eine sozial Engagierte, wie es viele gibt. Aber ich
     eine Art Elternfunktion übernehmen.“ An                                                      hatte das Gefühl, dass jeder ein bisschen was für die Gemeinschaft tun kann.“
     seinen Grundschülern hat er schon oft beobachtet, dass sie                                   Bei ihrem Sprachunterricht sieht sie nicht so sehr die Schulnoten: „Ich möchte,
     zwar große Begabungen haben, aber durch ihr Elternhaus zuwenig Förderung                     dass die Kinder die Schönheit von Texten sehen und spüren, dass es Spaß
     bekommen. Häufig scheitern die Kinder dann, wenn die ersten Klippen in                       macht, sich mit Sprache zu beschäftigen.“
     der Schulkarriere zu meistern sind. Während bildungsnahe Familien dann eine
     Nachhilfe organisieren oder selbst bei den Hausaufgaben helfen, sind viele                   „Unser Ziel ist, Bildung im Stadtteil zu verankern und
     Eltern aus dem Stadtteil wegen ihrer eigenen geringen Bildung überfordert.                   den Bildungserfolg der Kinder unabhängiger von
     „Die Unterstützungssysteme, die wir in der Grundschule noch haben, brechen                   der Herkunft zu machen“, sagt Dorothea Wagner.
     in der fünften Klasse weg“, so Burkhardt. Bildungspaten werden auch dann                     „Wir könnten noch viel mehr Helfer brauchen.“
     dringend gebraucht, um die Kinder zu stabilisieren.


     „Die Funktion von ehrenamtlichen Helfern kann man gar nicht hoch genug ein­
     schätzen“, betont der Rektor. Seine Schule ist im Stadtteil eng vernetzt, unter
     anderem mit dem Familienzentrum FAZ. In einem „Runden Tisch Kooperation“           „Bildung im
     werden alle wichtigen Themen besprochen, dadurch gibt es sehr direkte Wege
     zwischen den Einrichtungen. Weil viele Pragschul­Eltern den Nachhilfeunter­          Stadtteil
     richt nicht selbst zahlen können, freut er sich über die Bildungspaten: „Ohne
     Ehrenamtliche werden wir nie eine Bildungsgerechtigkeit bekommen.“                verankern“
                                                                                        Helene Mantler und Uta Heim,
                                                                                        Bildungspatinnen im FAZ


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„Stiftungen
    bringen den                                                                           Patenschaften zwischen Unternehmen und Schulen


 Stein ins Rollen“                                                                        Die Lapp Group, weltweit einer der führenden Anbieter von integrierten
                                                                                          Lösungen und Markenprodukten für Kabel­ und Verbindungstechnik mit Sitz
     Margit Leitz,                                                                        in Stuttgart­Vaihingen, ist im vergangenen Jahr eine Bildungspartnerschaft
     Stiftungsvorstand der Louis Leitz Stiftung                                           mit dem benachbarten Hegel­Gymnasium eingegangen. Die Schüler können
                                                                                          nun regelmäßig einen Einblick in die Arbeit eines familiengeführten „Global
                                                                                          Players“ nehmen. Bei Betriebsbesuchen lernen sie, wie modernes Umweltma­
                                                                                          nagement, schlanke Produktionsmethoden und Marketing funktionieren. Das
     Als Impulsgeber gefragt                                                              Unternehmen stellt Praktikumsplätze zur Verfügung, und Azubis helfen den
                                                                                          Schülern bei der Vorbereitung von Bewerbungsmappen und ­gesprächen.
     Vor allem über Bildung und Ausbildung können sich
     benachteiligte Jugendliche verwirklichen und eine                                    „Ich bin sicher, dass sich die Bildungspartnerschaft für uns und die Schüler
     Chance bekommen“, ist sich Margit Leitz, Stiftungs­                                  lohnen wird und kann jedem Unternehmen nur raten, sich in solchen Projekten
     vorstand der Louis Leitz Stiftung, sicher. Deshalb                                   zu engagieren“, sagt Andreas Lapp, der gemeinsam mit seiner Mutter Ida und
     ist der Fokus der gemeinnützigen Stiftung auch auf dieses Thema gerichtet.           seinem Bruder Siegbert das Unternehmen führt. „Gut ausgebildete Arbeitskräf­
     Gemeinsam mit zehn anderen Stuttgarter Stiftungen arbeiten sie sowie ihr             te sind eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg, und mit der
     Bruder und Vorstandskollege Helmut Leitz im Stiftungskreis „Chancen für              Partnerschaft können wir selbst dazu beitragen, diesen ‚Rohstoff‘ zu sichern.“
     Bildung und Arbeit“ zusammen, der Bildungsprojekte in Stuttgart fördert.
                                                                                          Das Projekt sieht Lapp als logische Ergänzung zum Ausbildungsprogramm des
     Der Stiftungskreis hat sich zum Beispiel vor einigen Jahren die Frage gestellt:      Unternehmens mit zurzeit 56 Auszubildenden. „Wir können den Schülerinnen
     „Wo ist die Unterstützung am allernötigsten?“ und eine eigene Idee umge­             und Schülern vor Ort einen besseren Einblick in den Berufsalltag geben und
     setzt – das Projekt „Freunde schaffen Erfolg“. Hier kümmern sich ehemalige           hoffentlich auch Interesse wecken.“ Das Hegel­Gymnasium brachte durch
     Hauptschüler, die beruflich etwas erreicht haben, in ihrer Freizeit um Schüler       eigene Projekte, zum Beispiel Schülerfirmen, beste Voraussetzungen für eine
     ihrer alten Schule. Sie motivieren sie und sind Vorbild auf Augenhöhe. Das           Partnerschaft mit. „Allein schon aus gesundem Eigeninteresse sollten Unter­
     Projekt lief zuerst in der Rosenstein­ und in der Lerchenrainschule an. In           nehmen sich engagieren“, so Andreas Lapp, „denn schließlich haben wir auch
     der Zwischenzeit beteiligen sich zehn Stuttgarter Schulen daran. Ein anderes         eine soziale Verantwortung, und hierbei gewinnen alle.“
     regionales Projekt ist die „Lesebrücke Türkisch“ in städtischen Kitas. Dank
     ehrenamtlicher Vorlesepatinnen und ­paten dient es der Wertschätzung und
     der Förderung der Muttersprache, was den Zugang zu Büchern und das
     Erlernen der deutschen Sprache erleichtert.
                                                                                          „Bei diesem
     „Stiftungen können Impulsgeber sein und Themen als gesellschaftlich relevant
     im Bewusstsein verankern“, so Margit Leitz. „Stifter bringen sich selbst                 Projekt
     ein und formulieren Ziele, die sie gerne in der Gesellschaft verwirklicht sehen
     würden. Dabei spielen ehrenamtlich Engagierte oft eine wichtige Rolle.“           profitieren alle“
                                                                                          Andreas Lapp,
                                                                                          Vorstandvorsitzender der Lapp Holding AG

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Jetzt werde ich                                                                    Informationen und Adressen



      Bildungspate!                                                                     Agabey-Abla, ein Stipendien-
                                                                                        und Mentorenprogramm
                                                                                        Derya Bermek-Kühn, 0711 / 2 48 44 41,
                                                                                                                                 Stadt, Kulturangebote, treiben zusam­
                                                                                                                                 men Sport oder haben das gleiche
                                                                                                                                 Hobby.
                                                                                        www.dtf-stuttgart.de
                                                                                        Türkischstämmige Gymnasiasten            Freunde schaffen Erfolg
      Die Beispiele auf den vorhergehenden Seiten sind lediglich ein Ausschnitt aus     und Studierende engagieren sich für      Matthias Pallerberg, 0711 / 60 17 03 23
      den vielfältigen Möglichkeiten, die Bildungspatenschaften bieten. Die Projekte    türkischstämmige Schüler von der         www.freunde-schaffen-erfolg.de
      sprechen sowohl verschiedene Zielgruppen als auch ganz unterschiedliche           1. bis zur 7. Klasse und fördern ihren   Berufstätige Hauptschüler (Peers)
      Bedürfnisse an. Ob Sie sich für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene oder        Bildungserfolg.                          begleiten Schüler an der Hauptschule
      Familien engagieren möchten. Ob Sie sich speziell um ein Kind kümmern wollen,                                              beim schwierigen Übergang von der
      oder es doch vorziehen, mit einer Spende ein Projekt zu unterstützen – es         Aktion Miteinander „50+ minus 16“ Schule in den Beruf.
      gibt viele Wege, etwas dafür zu tun, dass jedes Kind und jeder Jugendliche eine   Regina Dipper, 0711 / 765 12 23,
      Chance auf eine gute Zukunft hat. Auf den folgenden Seiten sind aktuelle          www.stadtteilrunde-degerloch.de          Frühstück für Kinder
      Patenprojekte in Stuttgart aufgeführt. Dort finden Sie Ansprechpartner, die zu    Menschen über 50 und Kinder lernen       Roland Sauer, 0711 / 47 14 68,
      den einzelnen Projekten und deren Rahmenbedingungen weitere Informatio­           und profitieren gemeinsam von den        www.fruehstueckfuerkinder.de
      nen geben können. Sollte eines der aufgeführten Projekte genau das richtige       Erfahrungen des anderen.                 An Brennpunktschulen erhalten
      für Sie sein, ist der direkte Weg der einfachste: Rufen Sie an, alle Projekte                                              Kinder ein ausgewogenes Frühstück.
      freuen sich über tatkräftige Unterstützung!                                       Ausbildungspatenschaften                 Die Paten bereiten das Frühstück vor
                                                                                        für Realschüler                          und betreuen die Kinder.
      Alle, die sich erst einen weiteren Überblick über verschiedene Bildungs­          Ilona Liedel, 0711 / 216-1588,
      patenprojekte verschaffen wollen, eine Bildungspatenschaft mit einer Schule       www.stuttgart.de/freiwilligenagentur     Gemeinschaftserlebnis Sport
      oder Kita aufbauen möchten, oder eine eigene Idee haben, die in der Liste         Menschen mit Berufserfahrung             Thomas Krombacher, 0711 / 28 07 76 57,
      noch nicht auftaucht, können sich an die Abteilung Stuttgarter Bildungs­          unterstützen Realschüler bei der         www.gemeinschaftserlebnis-sport.de
      partnerschaft oder an die Freiwilligenagentur der Stadt Stuttgart wenden.         Ausbildungsplatzsuche.                   Die Paten unterstützen niederschwel­
                                                                                                                                 lige Sportangebote für Kinder und
      Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft,          Big Brothers Big Sisters                 Jugendliche im ganzen Stadtgebiet.
      Yvonne Schütz, Eberhardstraße 1, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 / 216­98529,          Region Stuttgart
      yvonne.schuetz@stuttgart.de                                                       Ralph Benz, 0711 / 342 47 70,            Hausaufgabenbetreuung für
                                                                                        www.stuttgart.bbbsd.org                  Grundschüler an der Riedseeschule
      Die Freiwilligenagentur, Nadlerstraße 4, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 / 216­1919,   Mentoren erkunden und erleben mit        Andrea Hoppmann, 0711 / 719 42 61,
      freiwilligenagentur@stuttgart.de                                                  einem Kind oder Jugendlichen die         www.ilm-ev.de




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Viermal wöchentlich bietet die Initia­    Familien, denen verwandtschaftliche    beim Verbessern der deutschen          Soziale Schülerbetreuung Stuttgart
     tive Unterstützung für Schüler an, die    Kontakte in Stuttgart fehlen.          Sprachkenntnisse, als Basis für alle   Marija Rukavina, 0711 / 216-5617,
     zu Hause wenig Hilfe bei den Schul­                                              Unterrichtsfächer.                     www.stuttgart.de/
     arbeiten bekommen können.                 Initiative Z, Interkulturelle                                                 sozialeschuelerbetreuung
                                               Begleitung von Familien                Lernpaten im Familien- und             Lernpaten unterstützen Grundschüler
     Hilfe! Referat!                           Christine Heppner, 0711 / 216-3945,    Stadtteilzentrum Nord                  bei der Erledigung der Hausaufgaben
     Inka Heiler und Regina Lorösch,           www.stuttgart.de/elternseminar         Dorothea Wagner, 0711 / 253 56 16,     und üben Lesen, Diktate, Rechnen und
     0711 / 216-5770,                          Begleitung von Familien mit einer      www.jugendhaus.net/faz                 vieles mehr. Dieses Angebot gibt es im
     stadtteilbuecherei.west@stuttgart.de      Zuwanderungsgeschichte.                Paten unterstützen Schülerinnen und    ganzen Stadtgebiet an den verschiede­
     Schüler der 1. bis 7. Klasse werden in                                           Schüler aus dem Stadtteil bei den      nen Grundschulen.
     der Stadtteilbücherei West bei Haus­      Kleine Leute – Grosse Töne,            Hausaufgaben.
     aufgaben, Referaten und weiteren          Musik im Kindergarten                                                         STARTklar – ehrenamtliche Seni-
     Fragen unterstützt. Ähnliche Ange­        Ilka Möller, 0711 / 216-6110,          Leseohren aufgeklappt,                 orpartner trainieren mit Haupt-
     bote gibt es auch in anderen Stadtteil­   www.kleineleute-grossetoene.de         Stuttgarter Vorleseprojekt             schülern für den Berufseinstieg
     büchereien.                               Musiker und Sänger führen in Kitas     Bettina Kaiser, 0711 / 216-5779        Claudia Grimaldi, 0711 / 216-2630,
                                               als Musikpaten musikalische Projekte   www.leseohren-aufgeklappt.de           www.stuttgart.de/startklar
     Individuelle Lernbegleitung für           durch.                                 Lesepaten lesen Kindern in Kinder­     In enger Kooperation mit Lehrern
     Schüler im Übergang Schule/Beruf                                                 tagesstätten, Schulen und Stadtteil­   arbeiten die Seniorpartner mit festen
     Stefanie Ender, 0711 / 216-1605,          Kunst-Paten, Jukus e.V.                büchereien vor und helfen damit        Schülergruppen der Klassen 8 und 9
     www.stuttgart.de/integration              Ursula Thiele-Zoll, 0711 / 24 50 18,   bei der Verbesserung der Lese­ und     zum Thema Berufseinstieg.
     Ehrenamtlich Engagierte unterstützen      www.jukus.kulturserver.de              Sprachkompetenz.
     jeweils einen bis drei Haupt­, Förder­,   Kunst­Paten schenken einem Paten­                                             Theaterpaten, „Auf in den Turm“,
     oder Berufsschüler beim Lernen und        kind einen Kunstkurs an der Jugend­    MefJU – Mentoren für Jugendliche       Heidelinde Müller, 0151 / 11 22 11 00,
     Wiederholen von Unterrichtsstoff. Sie     kunstschule und nehmen gemeinsam       Gisela Küllmer, 0711 / 479 02 03,      www.kinderfreundliches-stuttgart.de
     helfen bei der Prüfungsvorbereitung       mit ihm am Kurs teil.                  www.agdw.de                            Theaterpaten gehen gemeinsam mit
     und vermitteln bessere Lernmethoden.                                             Gezielte Förderung von Jugendlichen    ihren Patenkindern regelmäßig ins
                                               Lernhilfe an der Friedensschule        aus allen Schularten im Stadtbezirk    Theater und übernehmen die Kosten
     Initiative Z, Familienpatenschaften       Susanne Weimer-Aue, 0711 / 24 02 80,   Sillenbuch. Ziel: gute Bildungsab­     der Theaterkarten.
     Christine Heppner, 0711 / 216-3945,       www.agdw.de                            schlüsse, Einblick in das kulturelle
     www.stuttgart.de/elternseminar            Hauptschüler der Klassen 5 bis 7       Leben, Unterstützung beim Übergang
     Begleitung von Alleinerziehenden und      erhalten individuelle Unterstützung    in die Ausbildung.




16                                                                                                                                                                    17
Impressum

Herausgeberin
Landeshauptstadt Stuttgart


Projektleitung und Ansprechpartnerin
Yvonne Schütz
Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft
Telefon 0711 / 216­98529
yvonne.schuetz@stuttgart.de


Konzept und Gestaltung
Stephanie Kreber, www.stephaniekreber.de


Text
Dietmar Gustke


Fotografie
Gottfried Stoppel, www.stoppel­fotografie.de
istockphoto / PacoRomero (Titel, Seite 4)
Thomas Wagner (Seite 2)
Lapp Holding (Seite 13)


Stand Februar 2011
Bildungspaten gesucht

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Bildungspaten gesucht

  • 1. Bildungspaten gesucht! aten Stuttgarter P Zukunf t. für Bildung und ungspaten d art.de/bil www.stuttg 1
  • 2. Wir alle sind gefragt! Damit jedes Kind „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, sagt ein altes afrikani­ sches Sprichwort. Kinder lernen nicht nur von ihren Eltern oder in der Schule. eine Chance hat Überall nehmen sie etwas mit, was ihnen im Leben nützlich sein kann. Bei der Oma lernen sie, Lieder zu singen, der Opa zeigt, wie man mit Holz arbeitet, der große Bruder zeigt Fußballtricks. Dem Geist des Sprichworts folgend, haben sich in Stuttgart in den vergange­ nen Jahren viele hervorragende Initiativen gebildet, die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche geschaffen haben. Ich möchte mit der Aktion „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ die bereits bestehenden Initiativen stärken und Interessierte ermutigen, sich an dieser Bildungsoffensive zu beteiligen. Wir brauchen das Engagement und den Einsatz der Starken in der Gesellschaft. Sie können Kinder und Jugendliche unterstützen, ihnen zeigen, wie groß und abwechslungsreich die Welt ist und wie viel es dort zu entde­ cken gibt. Für die Paten bietet das Engagement die Möglichkeit, eine andere Lebenswelt und damit viel Neues zu entdecken. Betonen möchte ich, dass dieser ehrenamtliche Einsatz nicht die Arbeit von Lehrern und Erziehern ersetzt, sondern das professionelle Engagement in den Schulen und Einrichtungen ergänzt. Bildungspaten leisten einen Beitrag in ge­ sellschaftlichen Handlungsfeldern, in denen Unterstützung fehlt, und ergänzen mit ihrem Engagement auch veränderte familiäre Strukturen. Auf den folgenden Seiten stellen wir einige Möglichkeiten vor, wo und wie man sich als Bildungspate engagieren kann. Entdecken Sie gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen verborgene Schätze! Dr. Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart 3
  • 3. Bildungspatenschaften: sehr gut! Eine Investition in die Zukunft Bildung ist eines der wenigen Güter, das sich vermehrt, wenn man es teilt. Mit der Aktion „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ möchte die Stadt Wer sich für etwas begeistert, kann in anderen das Feuer wecken, kann neue Stuttgart die schon bestehenden Initiativen der Bildungspartnerschaft stärken Horizonte eröffnen, kann neue Perspektiven bieten. und beim Aufbau neuer Projekte helfen. Die Aktion knüpft ein Netzwerk, das mit Rat und Tat zur Seite steht, das Interessenten berät und sie an Projekte Kinder sind geborene Forscher, und sie entdecken mit viel Eifer die Welt um vermittelt. Eine gemeinsame Plattform unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit, sich herum. Überall schnappen sie etwas auf, und aus der Vielzahl an Eindrü­ kann bei der Qualifizierung helfen und bietet viele Gelegenheiten für die frei­ cken formt sich später die Persönlichkeit, die umso erfolgreicher und glück­ willig Engagierten, sich gegenseitig kennenzulernen und Projekte miteinander licher werden kann, je mehr sie an diesen Bildungserlebnissen gewachsen ist. zu verknüpfen. Es zeigt sich aber auch, dass die Talente der Kinder verkümmern können, Ohne Zusammenhalt funktioniert die Stadtgemeinschaft nicht. Die Gesell­ wenn sie nicht richtig gefordert und gefördert werden. Wer zu wenig Anre­ schaft insgesamt kann dadurch stabiler werden, dass diejenigen, die „stärker“ gung bekommt, wird schnell zum Bildungsverlierer. Seine Chancen nehmen sind, also mehr Lebenserfahrung, mehr soziale Kompetenz oder auch mehr stark ab, in der Gesellschaft eine angemessene Erfolg im Leben haben, ihr Potenzial Kindern und Jugendlichen zur Verfügung Rolle zu spielen. Es geht dabei nicht nur um stellen. Dies ergänzt die wertvolle Arbeit, die die professionellen Kräfte in den die „harten“ Fakten, zum Beispiel um Kindertagesstätten und Schulen leisten. die Noten in der Schule. Auch „weiche“ Faktoren, wie ein angemessenes Be­ Darüber hinaus sollen auch Stiftungen und Unternehmen gewonnen werden, nehmen oder die Fähigkeit, Meinungs­ selbst Bildungspatenschaften zu initiieren oder Projekte finanziell bzw. perso­ verschiedenheiten gewaltfrei zu lösen, nell zu unterstützen. zählen zu diesem Bildungsbegriff. Ebenso wichtig sind motorische Fähig­ Gemeinsames Ziel ist die weitere Stärkung von Kindern und Jugendlichen. keiten, die leider bei vielen Kindern Jedes Kind in Stuttgart soll eine faire Chance auf Bildung bekommen, unab­ unterentwickelt sind. hängig von den sozialen Verhältnissen, in denen es lebt, oder seiner Herkunft. 4 5
  • 4. Gute Gründe für eine Bildungspatenschaft Es profitieren alle Die Aktion „Stuttgarter Paten für Bildung und Zukunft“ richtet sich an die Kompetenzen. „Vorlesepaten“ wecken die Lust an der Sprache und am Lesen, gesamte Stadtgemeinschaft und möchte das Potenzial an Wissen und Energie, Besuche im Theater oder in der Wilhelma führen die Kinder in Welten, die sie das in der Gesellschaft schlummert, wecken. Beteiligen können sich Bürger je­ bis dahin oft nicht kannten. den Alters, Vereine, Unternehmen und Stiftungen, die an die Kraft der Bildung glauben. Doch auch die Paten profitieren: Viele Untersuchungen zeigen, dass Bürger, die sich engagieren, glücklicher sind. Der Mensch ist ein soziales Wesen, und Aufgerufen sind aber auch die Schulen, Kindertageseinrichtungen und Famili­ wer anderen Gutes tut, wird spüren, dass immer etwas zurückkommt. Das enzentren, sich für den Einsatz von Bildungspaten zu öffnen und gemeinsam Patenprojekt bietet die Möglichkeit, eine andere Welt kennenzulernen. Sei auf den Weg zu machen. es, dass man durch die Patenschaft eine andere Kultur schätzen lernt, oder mit Kindern aus anderen Milieus neue Perspektiven und Lebenswirklichkeiten Und das Schöne daran: alle profitieren! Patenschaften öffnen Kindern frühzei­ entdeckt. Für Studenten, gerade für solche, die eine pädagogische Tätigkeit tig Zugänge zur deutschen Sprache, Kultur und Gesellschaft. Gerade Kinder anstreben, ist eine Patenschaft eine gute Gelegenheit, Praxiserfahrungen zu mit hohem Förderbedarf aus Migrantenfamilien und aus sozial benachteiligten sammeln und sich diese auch bestätigen zu lassen. Zertifikate können für die Milieus können am meisten von der Aktion profitieren. Eine individuelle Förde­ berufliche Zukunft von großem Vorteil sein. Auf jeden Fall wird man als Pate rung von Kindern und Jugendlichen erhöht deren Bildungschancen und bietet das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun! ihnen eine Unterstützung, um sie auf die komplexen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Besonders profitieren können auch Unternehmen. Sie sind auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Durch Partnerschaften mit Schulen können zum Paten können andere Wege des Lernens anbieten. Bei gemeinsamen Aktivi­ Beispiel Handwerksbetriebe die Schülerinnen und Schüler für praktische Tätig­ täten wie einer Stadterkundung oder einem Museumsbesuch, im Gespräch keiten begeistern und dabei die Gelegenheit nutzen, potenzielle Lehrlinge über eigene Stärken und Interessen oder bei der gemeinsamen Praktikums­ im Vorfeld kennenzulernen oder durch ein Schnupperpraktikum zu testen. Die suche geben sie ihr Erfahrungswissen an die Kinder und Jugendlichen weiter. Jugendlichen bekommen mehr Orientierung für ihre Berufswahl, die Unterneh­ So vermitteln sie ihnen informell und alltagspraktisch neue Kenntnisse und men haben die Chance, vielversprechende Jugendliche an sich zu binden. 6 7
  • 5. „Die Kinder halten uns jung“ Einmal in der Woche „Patentag“ Seit etwa zehn Jahren arbeitet der Haigst­Kindergarten mit Bildungspaten Eva-Maria Fehrle und Federico Rapino, zusammen. Einmal in der Woche können die Kinder gemeinsam mit den Paten Bildungspaten im Haigst-Kindergarten weben, kleben, falten und basteln. Neben den Eltern, die auch zur Unter­ stützung herangezogen werden, haben die Senioren, die hier die Kita unter­ stützen, eine besondere Funktion. „Die Kinder begegnen Älteren ganz anders als uns“, sagt Kindergartenleiterin Xenia Braun. „Ihnen wird Respekt, sogar Hochachtung entgegengebracht. Schließlich haben in Degerloch viele Kinder ihre Großeltern nicht vor Ort. Da sind die Paten schon große Vorbilder und Bildungspaten in Kitas vielleicht auch manchmal ein Ersatz für die fehlenden Opas und Omas.“ Alle zwei Wochen kommt Eva­ Wichtig für die Kinder – da sind sich die Erzieherinnen einig – ist es auch, dass Maria Fehrle in den Evangelischen mit Federico Rapino ein Mann als „Handwerker­Opa“ zur Verfügung steht. Haigst­Kindergarten in Degerloch. Die 78­Jährige „Ein Mann, der mit den Kindern auch mal mit Hammer und Bohrer arbeitet, ist faltet dann gemeinsam mit den Kindern Papier. Ein, zwei Kinder sitzen um sie eine willkommene Abwechslung für die Kleinen. Jungen und Mädchen genie­ herum und falten die Geschichte vom „kleinen, unzufriedenen Quadrat“, das ßen das sehr“, so die Kita­Leiterin. auch mal etwas anderes sein möchte, zum Beispiel ein Rechteck. Am Ende des Jahres wird dann jedes Kind ein eigenes Buch mit zahlreichen Falt­Kunst­ Die Bildungspaten bringen einen Blick von außen in den Kindergarten und werken sein Eigen nennen. „Es bringt mir einfach Spaß, etwas mit Kindern zu „erweitern den Horizont“, sagt Xenia Braun. Früher kamen die Paten an mehre­ machen“, sagt die ehemalige Leiterin der Albschule in Degerloch. Nach ihrer ren Tagen in der Woche, aber um das Angebot besser koordinieren zu können, Pensionierung und nachdem sie lange ihre Mutter gepflegt hatte, sah sie einen gibt es nun einmal in der Woche den „Patentag“. Die Einsatzmöglichkeiten Aushang der Kindertagesstätte, die Bildungspaten suchte. „Ich meine, dass die für Paten in der Kita sind sehr umfangreich. „Man könnte das Angebot zum Arbeit mit Kindern immer neue Erlebnisse bringt und mich damit auch jung Beispiel noch mit Gärtnern, künstlerischen hält“, sagt Eva­Maria Fehrle lächelnd. Arbeiten, Musik oder auch Lesepaten erwei­ tern“, so Xenia Braun. „Ich verbringe die Zeit so gerne hier“, pflichtet Federico Rapino bei. Er hat bereits in einem anderen Kindergarten als „Handwerker­Opa“ gewirkt, aber als seine Enkelkinder in den Haigst­Kindergarten kamen, wurde er von seiner Schwiegertochter schnell weitervermittelt. Etwa alle zwei Wochen zeigt er den Kindern nun, wie man mit Säge, Hammer und Zange umgeht, und fertigt gemeinsam mit den Kleinen Autos, Flugzeuge und Roller. Die Kinder bewah­ „Paten ren diese „Geschenke“ teils noch jahrelang auf, wie eine Erzieherin verrät. Federico Rapino wirkt richtig gerührt, als er erzählt, dass er es immer wieder erweitern erlebt, dass ihn ehemalige Kita­Kinder in Degerloch erkennen und „Nonno“ nennen – italienisch für „Großvater“. den Horizont“ Xenia Braun, Leiterin des Evangelischen Haigst-Kindergartens 8 9
  • 6. „Ohne Ehrenamtliche keine Bildungs- Lerninseln für Kinder gerechtigkeit“ Das Familien­ und Stadtteilzentrum Nord (FAZ) hat sich unter der Leitung von Dorothea Wagner zu einem wichtigen Anlaufpunkt im Stuttgarter Norden entwickelt. Tritt man in der Mittagszeit ein, herrscht eine konzentrierte Atmo­ Peter Burkhardt, Rektor der Pragschule sphäre. Bildungspaten helfen Schülern beim Lernen. Zum Beispiel Helene Mantler: Die 18­Jährige kam über eine Jahresarbeit in der Waldorfschule ins FAZ. Hier unterstützt sie einmal in der Woche die achtjähri­ ge Denisa, vor allem geht es um Sprachschulung. „Ich habe am Anfang zu viel erwartet, aber in zwei Wochen kann man keinen perfekten Schüler machen“, sagt sie selbstkritisch. „Aber jetzt sehe ich auch die kleinen Erfolge, die wir Bildungspaten in Schulen zusammen erreicht haben. Denisa will ja auch lernen. Ich spüre, dass es mich glücklich macht, Kindern etwas mitzugeben.“ „Ein Bildungspate kann für das ‚Patenkind‘ bedeutsam fürs ganze Leben sein“, ist sich Uta Heim ist als pensionierte Deutschlehrerin ein „alter Hase“. Sie kümmert Peter Burkhardt, Rektor der Pragschule, sich im FAZ um zwei „Patenkinder“, Mädchen im Alter von zehn und elf sicher. „Als Vorbild können die Paten fast Jahren. „Ich bin gar nicht so eine sozial Engagierte, wie es viele gibt. Aber ich eine Art Elternfunktion übernehmen.“ An hatte das Gefühl, dass jeder ein bisschen was für die Gemeinschaft tun kann.“ seinen Grundschülern hat er schon oft beobachtet, dass sie Bei ihrem Sprachunterricht sieht sie nicht so sehr die Schulnoten: „Ich möchte, zwar große Begabungen haben, aber durch ihr Elternhaus zuwenig Förderung dass die Kinder die Schönheit von Texten sehen und spüren, dass es Spaß bekommen. Häufig scheitern die Kinder dann, wenn die ersten Klippen in macht, sich mit Sprache zu beschäftigen.“ der Schulkarriere zu meistern sind. Während bildungsnahe Familien dann eine Nachhilfe organisieren oder selbst bei den Hausaufgaben helfen, sind viele „Unser Ziel ist, Bildung im Stadtteil zu verankern und Eltern aus dem Stadtteil wegen ihrer eigenen geringen Bildung überfordert. den Bildungserfolg der Kinder unabhängiger von „Die Unterstützungssysteme, die wir in der Grundschule noch haben, brechen der Herkunft zu machen“, sagt Dorothea Wagner. in der fünften Klasse weg“, so Burkhardt. Bildungspaten werden auch dann „Wir könnten noch viel mehr Helfer brauchen.“ dringend gebraucht, um die Kinder zu stabilisieren. „Die Funktion von ehrenamtlichen Helfern kann man gar nicht hoch genug ein­ schätzen“, betont der Rektor. Seine Schule ist im Stadtteil eng vernetzt, unter anderem mit dem Familienzentrum FAZ. In einem „Runden Tisch Kooperation“ „Bildung im werden alle wichtigen Themen besprochen, dadurch gibt es sehr direkte Wege zwischen den Einrichtungen. Weil viele Pragschul­Eltern den Nachhilfeunter­ Stadtteil richt nicht selbst zahlen können, freut er sich über die Bildungspaten: „Ohne Ehrenamtliche werden wir nie eine Bildungsgerechtigkeit bekommen.“ verankern“ Helene Mantler und Uta Heim, Bildungspatinnen im FAZ 10 11
  • 7. „Stiftungen bringen den Patenschaften zwischen Unternehmen und Schulen Stein ins Rollen“ Die Lapp Group, weltweit einer der führenden Anbieter von integrierten Lösungen und Markenprodukten für Kabel­ und Verbindungstechnik mit Sitz Margit Leitz, in Stuttgart­Vaihingen, ist im vergangenen Jahr eine Bildungspartnerschaft Stiftungsvorstand der Louis Leitz Stiftung mit dem benachbarten Hegel­Gymnasium eingegangen. Die Schüler können nun regelmäßig einen Einblick in die Arbeit eines familiengeführten „Global Players“ nehmen. Bei Betriebsbesuchen lernen sie, wie modernes Umweltma­ nagement, schlanke Produktionsmethoden und Marketing funktionieren. Das Als Impulsgeber gefragt Unternehmen stellt Praktikumsplätze zur Verfügung, und Azubis helfen den Schülern bei der Vorbereitung von Bewerbungsmappen und ­gesprächen. Vor allem über Bildung und Ausbildung können sich benachteiligte Jugendliche verwirklichen und eine „Ich bin sicher, dass sich die Bildungspartnerschaft für uns und die Schüler Chance bekommen“, ist sich Margit Leitz, Stiftungs­ lohnen wird und kann jedem Unternehmen nur raten, sich in solchen Projekten vorstand der Louis Leitz Stiftung, sicher. Deshalb zu engagieren“, sagt Andreas Lapp, der gemeinsam mit seiner Mutter Ida und ist der Fokus der gemeinnützigen Stiftung auch auf dieses Thema gerichtet. seinem Bruder Siegbert das Unternehmen führt. „Gut ausgebildete Arbeitskräf­ Gemeinsam mit zehn anderen Stuttgarter Stiftungen arbeiten sie sowie ihr te sind eine Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg, und mit der Bruder und Vorstandskollege Helmut Leitz im Stiftungskreis „Chancen für Partnerschaft können wir selbst dazu beitragen, diesen ‚Rohstoff‘ zu sichern.“ Bildung und Arbeit“ zusammen, der Bildungsprojekte in Stuttgart fördert. Das Projekt sieht Lapp als logische Ergänzung zum Ausbildungsprogramm des Der Stiftungskreis hat sich zum Beispiel vor einigen Jahren die Frage gestellt: Unternehmens mit zurzeit 56 Auszubildenden. „Wir können den Schülerinnen „Wo ist die Unterstützung am allernötigsten?“ und eine eigene Idee umge­ und Schülern vor Ort einen besseren Einblick in den Berufsalltag geben und setzt – das Projekt „Freunde schaffen Erfolg“. Hier kümmern sich ehemalige hoffentlich auch Interesse wecken.“ Das Hegel­Gymnasium brachte durch Hauptschüler, die beruflich etwas erreicht haben, in ihrer Freizeit um Schüler eigene Projekte, zum Beispiel Schülerfirmen, beste Voraussetzungen für eine ihrer alten Schule. Sie motivieren sie und sind Vorbild auf Augenhöhe. Das Partnerschaft mit. „Allein schon aus gesundem Eigeninteresse sollten Unter­ Projekt lief zuerst in der Rosenstein­ und in der Lerchenrainschule an. In nehmen sich engagieren“, so Andreas Lapp, „denn schließlich haben wir auch der Zwischenzeit beteiligen sich zehn Stuttgarter Schulen daran. Ein anderes eine soziale Verantwortung, und hierbei gewinnen alle.“ regionales Projekt ist die „Lesebrücke Türkisch“ in städtischen Kitas. Dank ehrenamtlicher Vorlesepatinnen und ­paten dient es der Wertschätzung und der Förderung der Muttersprache, was den Zugang zu Büchern und das Erlernen der deutschen Sprache erleichtert. „Bei diesem „Stiftungen können Impulsgeber sein und Themen als gesellschaftlich relevant im Bewusstsein verankern“, so Margit Leitz. „Stifter bringen sich selbst Projekt ein und formulieren Ziele, die sie gerne in der Gesellschaft verwirklicht sehen würden. Dabei spielen ehrenamtlich Engagierte oft eine wichtige Rolle.“ profitieren alle“ Andreas Lapp, Vorstandvorsitzender der Lapp Holding AG 12 13
  • 8. Jetzt werde ich Informationen und Adressen Bildungspate! Agabey-Abla, ein Stipendien- und Mentorenprogramm Derya Bermek-Kühn, 0711 / 2 48 44 41, Stadt, Kulturangebote, treiben zusam­ men Sport oder haben das gleiche Hobby. www.dtf-stuttgart.de Türkischstämmige Gymnasiasten Freunde schaffen Erfolg Die Beispiele auf den vorhergehenden Seiten sind lediglich ein Ausschnitt aus und Studierende engagieren sich für Matthias Pallerberg, 0711 / 60 17 03 23 den vielfältigen Möglichkeiten, die Bildungspatenschaften bieten. Die Projekte türkischstämmige Schüler von der www.freunde-schaffen-erfolg.de sprechen sowohl verschiedene Zielgruppen als auch ganz unterschiedliche 1. bis zur 7. Klasse und fördern ihren Berufstätige Hauptschüler (Peers) Bedürfnisse an. Ob Sie sich für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene oder Bildungserfolg. begleiten Schüler an der Hauptschule Familien engagieren möchten. Ob Sie sich speziell um ein Kind kümmern wollen, beim schwierigen Übergang von der oder es doch vorziehen, mit einer Spende ein Projekt zu unterstützen – es Aktion Miteinander „50+ minus 16“ Schule in den Beruf. gibt viele Wege, etwas dafür zu tun, dass jedes Kind und jeder Jugendliche eine Regina Dipper, 0711 / 765 12 23, Chance auf eine gute Zukunft hat. Auf den folgenden Seiten sind aktuelle www.stadtteilrunde-degerloch.de Frühstück für Kinder Patenprojekte in Stuttgart aufgeführt. Dort finden Sie Ansprechpartner, die zu Menschen über 50 und Kinder lernen Roland Sauer, 0711 / 47 14 68, den einzelnen Projekten und deren Rahmenbedingungen weitere Informatio­ und profitieren gemeinsam von den www.fruehstueckfuerkinder.de nen geben können. Sollte eines der aufgeführten Projekte genau das richtige Erfahrungen des anderen. An Brennpunktschulen erhalten für Sie sein, ist der direkte Weg der einfachste: Rufen Sie an, alle Projekte Kinder ein ausgewogenes Frühstück. freuen sich über tatkräftige Unterstützung! Ausbildungspatenschaften Die Paten bereiten das Frühstück vor für Realschüler und betreuen die Kinder. Alle, die sich erst einen weiteren Überblick über verschiedene Bildungs­ Ilona Liedel, 0711 / 216-1588, patenprojekte verschaffen wollen, eine Bildungspatenschaft mit einer Schule www.stuttgart.de/freiwilligenagentur Gemeinschaftserlebnis Sport oder Kita aufbauen möchten, oder eine eigene Idee haben, die in der Liste Menschen mit Berufserfahrung Thomas Krombacher, 0711 / 28 07 76 57, noch nicht auftaucht, können sich an die Abteilung Stuttgarter Bildungs­ unterstützen Realschüler bei der www.gemeinschaftserlebnis-sport.de partnerschaft oder an die Freiwilligenagentur der Stadt Stuttgart wenden. Ausbildungsplatzsuche. Die Paten unterstützen niederschwel­ lige Sportangebote für Kinder und Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft, Big Brothers Big Sisters Jugendliche im ganzen Stadtgebiet. Yvonne Schütz, Eberhardstraße 1, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 / 216­98529, Region Stuttgart yvonne.schuetz@stuttgart.de Ralph Benz, 0711 / 342 47 70, Hausaufgabenbetreuung für www.stuttgart.bbbsd.org Grundschüler an der Riedseeschule Die Freiwilligenagentur, Nadlerstraße 4, 70173 Stuttgart, Tel. 0711 / 216­1919, Mentoren erkunden und erleben mit Andrea Hoppmann, 0711 / 719 42 61, freiwilligenagentur@stuttgart.de einem Kind oder Jugendlichen die www.ilm-ev.de 14 15
  • 9. Viermal wöchentlich bietet die Initia­ Familien, denen verwandtschaftliche beim Verbessern der deutschen Soziale Schülerbetreuung Stuttgart tive Unterstützung für Schüler an, die Kontakte in Stuttgart fehlen. Sprachkenntnisse, als Basis für alle Marija Rukavina, 0711 / 216-5617, zu Hause wenig Hilfe bei den Schul­ Unterrichtsfächer. www.stuttgart.de/ arbeiten bekommen können. Initiative Z, Interkulturelle sozialeschuelerbetreuung Begleitung von Familien Lernpaten im Familien- und Lernpaten unterstützen Grundschüler Hilfe! Referat! Christine Heppner, 0711 / 216-3945, Stadtteilzentrum Nord bei der Erledigung der Hausaufgaben Inka Heiler und Regina Lorösch, www.stuttgart.de/elternseminar Dorothea Wagner, 0711 / 253 56 16, und üben Lesen, Diktate, Rechnen und 0711 / 216-5770, Begleitung von Familien mit einer www.jugendhaus.net/faz vieles mehr. Dieses Angebot gibt es im stadtteilbuecherei.west@stuttgart.de Zuwanderungsgeschichte. Paten unterstützen Schülerinnen und ganzen Stadtgebiet an den verschiede­ Schüler der 1. bis 7. Klasse werden in Schüler aus dem Stadtteil bei den nen Grundschulen. der Stadtteilbücherei West bei Haus­ Kleine Leute – Grosse Töne, Hausaufgaben. aufgaben, Referaten und weiteren Musik im Kindergarten STARTklar – ehrenamtliche Seni- Fragen unterstützt. Ähnliche Ange­ Ilka Möller, 0711 / 216-6110, Leseohren aufgeklappt, orpartner trainieren mit Haupt- bote gibt es auch in anderen Stadtteil­ www.kleineleute-grossetoene.de Stuttgarter Vorleseprojekt schülern für den Berufseinstieg büchereien. Musiker und Sänger führen in Kitas Bettina Kaiser, 0711 / 216-5779 Claudia Grimaldi, 0711 / 216-2630, als Musikpaten musikalische Projekte www.leseohren-aufgeklappt.de www.stuttgart.de/startklar Individuelle Lernbegleitung für durch. Lesepaten lesen Kindern in Kinder­ In enger Kooperation mit Lehrern Schüler im Übergang Schule/Beruf tagesstätten, Schulen und Stadtteil­ arbeiten die Seniorpartner mit festen Stefanie Ender, 0711 / 216-1605, Kunst-Paten, Jukus e.V. büchereien vor und helfen damit Schülergruppen der Klassen 8 und 9 www.stuttgart.de/integration Ursula Thiele-Zoll, 0711 / 24 50 18, bei der Verbesserung der Lese­ und zum Thema Berufseinstieg. Ehrenamtlich Engagierte unterstützen www.jukus.kulturserver.de Sprachkompetenz. jeweils einen bis drei Haupt­, Förder­, Kunst­Paten schenken einem Paten­ Theaterpaten, „Auf in den Turm“, oder Berufsschüler beim Lernen und kind einen Kunstkurs an der Jugend­ MefJU – Mentoren für Jugendliche Heidelinde Müller, 0151 / 11 22 11 00, Wiederholen von Unterrichtsstoff. Sie kunstschule und nehmen gemeinsam Gisela Küllmer, 0711 / 479 02 03, www.kinderfreundliches-stuttgart.de helfen bei der Prüfungsvorbereitung mit ihm am Kurs teil. www.agdw.de Theaterpaten gehen gemeinsam mit und vermitteln bessere Lernmethoden. Gezielte Förderung von Jugendlichen ihren Patenkindern regelmäßig ins Lernhilfe an der Friedensschule aus allen Schularten im Stadtbezirk Theater und übernehmen die Kosten Initiative Z, Familienpatenschaften Susanne Weimer-Aue, 0711 / 24 02 80, Sillenbuch. Ziel: gute Bildungsab­ der Theaterkarten. Christine Heppner, 0711 / 216-3945, www.agdw.de schlüsse, Einblick in das kulturelle www.stuttgart.de/elternseminar Hauptschüler der Klassen 5 bis 7 Leben, Unterstützung beim Übergang Begleitung von Alleinerziehenden und erhalten individuelle Unterstützung in die Ausbildung. 16 17
  • 10. Impressum Herausgeberin Landeshauptstadt Stuttgart Projektleitung und Ansprechpartnerin Yvonne Schütz Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft Telefon 0711 / 216­98529 yvonne.schuetz@stuttgart.de Konzept und Gestaltung Stephanie Kreber, www.stephaniekreber.de Text Dietmar Gustke Fotografie Gottfried Stoppel, www.stoppel­fotografie.de istockphoto / PacoRomero (Titel, Seite 4) Thomas Wagner (Seite 2) Lapp Holding (Seite 13) Stand Februar 2011