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Johannes
Piscator
-
ein Leben
für die
Bibel
Johannes Piscator – ein Leben für die Bibel
1. Spuren in Herborn
2. Eine kurze Biographie
3. Die Hohe Schule Herborns
4. Herborn zur Zeit Piscators
5. Sein Bibelwerk
Der Piscator-Weg
Grabplatte
Johannes Piscators I
• Johannes Piscator
• Vaterstadt Straßburg
• von Beruf Theologe
• in Lehre und Leben
• aufrechter Diener Christi
• der in Wort und Schriften 41 Jahre lang
• an der berühmten Nassauischen
Schule
• die Sache der Kirche förderte
• geboren am 27. März 1546
• gestorben am 20. Juli 1625
• in seinem 80. Lebensjahr
• und
• Otilie Sinzigin
• seiner Ehefrau aus Trier
• der durch Frömmigkeit in Gott
• Liebe zu ihrem Gatten
• und Hilfsbereitschaft gegenüber den
Nächsten
• ausgezeichnete Frau, sie starb
• am 4.Februar im Jahre Christi 1622
• in ihrem 60. Lebensjahr
• wurde dies Denkmal in frommer
Erinnerung gesetzt
Grabplatte
Johannes Piscator II
2. Eine kurze Biographie I
• Vide ut fias piscator hominum
• Humanistisch gebildet durch Johann
Sturm
• Theologisch u.a. durch Jakob Andreä in
Tübingen
• wandte sich 1574 Calvin zu
• 1574 verließ er deshalb Straßburg
2. Eine kurze Biographie II
• 1576 auch das in diesem Jahr
lutherisch gewordene Heidelberg
• Schulrektor in Siegen
• Prof. in Neustadt a. d. Hardt
• Rektor in Moers
• 1584 berief ihn Graf Johann von
Nassau mit Olevian an seine neue
Akademie von Herborn
Nassau - Oranien I
Nassau – Oranien II
• Nassau, nördlich der Lahn
• Graf Johann VI. v. Nassau-Dillenburg
• Seit 1577 / 78 reformiertes Bekenntnis
• Seit 1584 Hohe Schule Herborn
• Neben Genf und Leiden wichtigste
calvinistische Lehrstätte
Die Hohe Schule zu Herborn I
Die Hohe Schule zu Herborn II
• Gegründet:
• Zur Ausbildung reformierter Theologen
• Zur geistigen Abwehr der
Gegenreformation
• 1584 durch Graf Johann VI. von
Nassau-Dillenburg
Die Hohe Schule zu Herborn IIa
Der Calvinismus
Die lutherische Lehre von der Rechtfertigung des Menschen
allein durch den Glauben erweiterte der C. zur doppelten
Prädestinationslehre: Gottes Freiheit sei unendlich groß, und
er habe in seinem unerforschlichen Ratschluss von Ewigkeit
an vorherbestimmt, welcher Mensch für das ewige Heil
erwählt und welcher verdammt werde, ohne Rücksicht darauf,
wie der einzelne sich bewähre.
Die Bestimmung offenbare sich aber zu Lebzeiten in der
Häufigkeit des Kirchgangs, dem Glauben an Gott und der
Integration in die christliche Gemeinde.
Da auch materieller Erfolg als Zeichen der Auserwählung
interpretiert wurde, wurden die Gläubigen immer fleißbetonter
und genussfeindlicher, was die calvinistisch beeinflussten
Länder stark prägte.
Die sich auf Jean Calvin (1509 – 1564) berufende Kirche wird im
deutschsprachigen Raum Reformierte Kirche genannt. In
England, Schottland und Nordamerika wurzelt der
Puritanismus in Calvins Theologie.
Die Hohe Schule zu Herborn III
• Die bedeutendsten Lehrer der »Johannea« waren:
• Caspar Olevian (Heidelberger Katechismus)
• Johannes Piscator (Bibel)
• Wilhelm Zepper (Kirchenordnung)
• Georg Pasor (Verfasser des vielbenutzten ersten
Lehrbuchs zum griech. NT und der ersten griech.
Grammatik des neutestamentarischen Griechisch)
• Johann Heinrich Alsted (Enzyklopädie)
• Der Jurist Johannes Althusius (Politik)
Die Hohe Schule zu Herborn IV
• Internationaler Ruf
• Studenten aus vielen europäischen
Ländern
• Schweiz, Ungarn und den Niederlanden
• Enge Beziehungen zum Rheinland und
Westfalen.
• Berühmtester Schüler: Jan Amos
Comenius
Die Hohe Schule zu Herborn V
• Die Föderaltheologie
• Von lat. Foedus = Bund
• Die Ausgangsfrage: Wie lässt sich die ewige
Einheitlichkeit des Heilshandelns Gottes
angesichts der Vielfalt seiner Geschichte
gestaltenden Offenbarungen erfassen?
• Die Antwort: Gottes seit Ewigkeit
feststehender Heilswille vollzieht sich in der
Zeit stufenweise in Heilshandlungen (Bünden:
Noah, Abraham, Mose, Christus).
Die Hohe Schule zu Herborn VI
• Petrus Ramus (1515-72), Hugenotte
• Seine wissenschaftliche Methode:
• „ausgehend von der Setzung eines
allgemeinen Begriffes (inventio) schreitet
der Ramist in seiner Beweisführung durch
zweiteilende (dichotomische) Aufspaltung
des Begriffs (dispositio) vom Allgemeinen
zum Besonderen fort, wobei auf jeder
Erklärungsstufe klare begriffliche
Bestimmungen vorzunehmen sind.“
Das Schloss
• Vorlesungsräume
• Wohnungen
• Bibliothek
• Küche
• Gymnasium
• 1630 Witwensitz
4. Herborn zur Zeit Piscators I
Stadtkirche Schloss
4. Herborn zur Zeit Piscators II
5. Sein Bibelwerk
• Biblia
• Das ist:
• Alle bücher der H.Schrift
• Des alten und newen Testaments:
• Aus Hebreischer und Griechischer
spraach / in welchen sie anfangs von den
Propheten und Aposteln geschriben /
ietzund aufs new vertheutscht:
• Auch eines ieden buchs und capitels
inhalt / samt Beygefügten
concordantzen /
• und angehengter erklärung der
tunckelngeschichten / worten / reden /
und sachen / aufs kürtzest und
äinfeltigst verfasset:
• Darneben sind auch bey einem ieden
capitel hinzugesetzt allerhand nutzliche
nootwendige lehren:
• Ferner die Apocrypha, das ist / die
bücher / welche von alters an das alte
Testament angehengt werden /
• wiewol sie nicht durch prophetischen
gäist /
• noch in Hebreischer spraach
geschriben sind/
• aufs new vertheutscht:
• Item am ende eine Chronologia oder
Zeitregister / Historienregister /
Landtafeln /
• und ein Summarischer Bericht von den
hauptstücken Christlicher Religioon: wie
auch / warumb / und wie ein Christ die
H.Schrift mit nutz und erbawung lesen /
anhören / und betrachten solle und
könne:
• Durch Johan Piscator /
• Professor der H.Schrift zu Herborn /
• mit raath und hülf Christliebender
gelehrter männer / derselben
dolmetschungen und erklärungen /
verfertiget.
• Die andere editioon.
• Gedruckt zu Herborn durch Christoff
Raben 1604.
Druckerei
Titelkupfer
Anhang
„An der Erstellung des Bibelindexes
arbeite ich schon zwei Jahre und neun
Monate, und doch konnte ich nicht weiter
als bis zum Buch der Weisheit gelangen.“
Markus
8, 12 „12 Da seufzet er
(Jesus) in seinem
Geist / und sprach:
Was suchet doch dies
Geschlecht ein
Zeichen? Amen ich
sage euch / Wann
diesem Geschlecht
ein Zeichen wird
gegeben / so strafe mich
Gott.“
• So strafe mich Gott]
• Diese oder dergleichen Wort müssen
dabei verstanden werden /
• nach Art der hebräischen Sprache.
Erklärung
• (3. Fürwitz und Bosheit)
• Es gebührt dem Menschen nicht / dass er
dem Schöpfer und Herren vorschreibe / wann
und wie er dies oder jenes möchte klar und
offenbar machen / auch bestätigen.
• Darum diejenigen, so die Religion mit
Zeichen und Wunder wollen bestätigt haben,
da sie doch schon genügsam durch Christum
ist bekräftigt worden, die tun wie die
Pharisäer, und versündigen sich gröblich /
v.11.12.
Lehre
Johannes
6, 11
„Solche sind gleich den Säuen,
welche die Eicheln unter den
Bäumen auffressen, aber nicht
über sich sehen, zu schauen,
wo sie herkommen.“
Bern
Die Berner Bibel
• 1684 zur offiziellen Kirchenbibel erklärt
• Revision der Züricher Bibel abgelehnt
• Lutherbibel fand daneben Verwendung
• 1846 NT
• 1848 AT zum letzten Mal aufgelegt
Das Berner Land
Die Holle
– Synopse
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Luther mit Piscator parallel
Lukas 24, 29
(So nun jemand)
Weissagung (hat) so (weis
sage er) nach der + Eben
masse des Glaubens.
+ Proportz
Römer 12, 6
Unnötige Fremdwörter bei Piscator
Eigene Übersetzung Piscators I
den
obenschwebenden
Oberkeiten
Römer 13, 1
Eigene Übersetzung Piscators II
Lukas 10, 41
Piscator dogmatisch I
Titus 2, 11
Piscator dogmatisch II
1. Timotheus 2, 4
Piscator charakteristisch I
Titus 2, 12:
mässig,
gerecht und
gottselig
Lies dazu
Lehre 6
Piscator charakteristisch II
1.Tim. 6, 6:
Es ist ein großer
Gewinn, wer gottselig
ist, und lässt sich
genügen.
Lies dazu Lehre 6
Piscator charakteristisch III
„Freuet euch aber
vielmehr, dass eure
Namen im Himmel
geschrieben sind.“
Lukas 10, 20
Piscator charakteristisch IV
Eins aber ist not.
Lukas 10, 42 Lehre 10
Der Faksimile-Nachdruck
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscator-Bibel-Dokumentation
• Die Geschichte der Piscator-Bibel seit 1602
• 61 Seiten, ca. 21x30 cm
• Mit ausführlicher Information über die
Ausbreitung und Wirkungsgeschichte
• als Softcover
• fest gebunden
– mit Leineneinband
– mit Lederrücken
– mit Voll-Leder-Einband (Sonderbestellung)
• herausgegeben von U. Bister im Jahr 2001
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Neudruck des Neuen Testaments
• 2. Aufl. von 1604
• 2 Bände (19x25 cm), ca. 1000 Seiten
• Ergänzungsband mit Einführung und
Erläuterungen zur Piscatorbibel
• fest gebunden im Schuber
• herausgegeben von U. Bister, September
2003
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Neudruck des Alten Testaments – Band 1
• (5 Bücher Mose)
• 2. Aufl. von 1604
• 1 Band (19x25 cm), 544 Seiten
• fest gebunden
• herausgegeben von U. Bister, September 2007
Der Faksimile-Nachdruck
●
Die Piscatorbibel
●
Neudruck des Alten Testaments – Band 2
●
(Josua bis Esther)
●
2. Aufl. von 1605
●
1 Band (19x25 cm), 676 Seiten
●
fest gebunden
●
herausgegeben von J. Bister, Juli 2011
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Neudruck des Alten Testaments – Band 3
• (Hiob bis Hohelied)
• 2. Aufl. von 1605
• 1 Band (19x25 cm), 467 Seiten
• fest gebunden
• herausgegeben von J. Bister
• Erschienen im Dezember 2012
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Neudruck des Alten Testaments – Band 4
• (Jesaja bis Maleachi)
• 2. Aufl. von 1605
• 1 Band (19x25 cm), 656 Seiten
• fest gebunden
• herausgegeben von J. Bister
• Erschienen im Dezember 2013
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Neudruck der Apokryphen
• 2. Aufl. von 1606
• 1 Band (19x25 cm), 381 Seiten
• fest gebunden
• herausgegeben von J. Bister
• Erschienen im August 2014
Der Faksimile-Nachdruck
• Die Piscatorbibel
• Sonderband zum »Anhang des Herbornischen
Biblischen wercks«
Einführung und Auszüge aus dem Anhang der Piscatorbibel u.a.:
– Bedeutung der Abbreviaturen
– Titelregister, Zeitregister, Münzregister
– Landtafeln, Kartenmaterial
– Kommentare und Lehrstücke Johann Piscators
zur Heiligen Schrift
• fest gebunden, 1 Band (19x25 cm), ca. 140 S.
• herausgegeben von J. Bister
• Erschienen im August 2014
Der Faksimile-Nachdruck

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  • 2. Johannes Piscator – ein Leben für die Bibel 1. Spuren in Herborn 2. Eine kurze Biographie 3. Die Hohe Schule Herborns 4. Herborn zur Zeit Piscators 5. Sein Bibelwerk
  • 4. Grabplatte Johannes Piscators I • Johannes Piscator • Vaterstadt Straßburg • von Beruf Theologe • in Lehre und Leben • aufrechter Diener Christi • der in Wort und Schriften 41 Jahre lang • an der berühmten Nassauischen Schule • die Sache der Kirche förderte • geboren am 27. März 1546 • gestorben am 20. Juli 1625 • in seinem 80. Lebensjahr
  • 5. • und • Otilie Sinzigin • seiner Ehefrau aus Trier • der durch Frömmigkeit in Gott • Liebe zu ihrem Gatten • und Hilfsbereitschaft gegenüber den Nächsten • ausgezeichnete Frau, sie starb • am 4.Februar im Jahre Christi 1622 • in ihrem 60. Lebensjahr • wurde dies Denkmal in frommer Erinnerung gesetzt Grabplatte Johannes Piscator II
  • 6. 2. Eine kurze Biographie I • Vide ut fias piscator hominum • Humanistisch gebildet durch Johann Sturm • Theologisch u.a. durch Jakob Andreä in Tübingen • wandte sich 1574 Calvin zu • 1574 verließ er deshalb Straßburg
  • 7. 2. Eine kurze Biographie II • 1576 auch das in diesem Jahr lutherisch gewordene Heidelberg • Schulrektor in Siegen • Prof. in Neustadt a. d. Hardt • Rektor in Moers • 1584 berief ihn Graf Johann von Nassau mit Olevian an seine neue Akademie von Herborn
  • 9. Nassau – Oranien II • Nassau, nördlich der Lahn • Graf Johann VI. v. Nassau-Dillenburg • Seit 1577 / 78 reformiertes Bekenntnis • Seit 1584 Hohe Schule Herborn • Neben Genf und Leiden wichtigste calvinistische Lehrstätte
  • 10. Die Hohe Schule zu Herborn I
  • 11. Die Hohe Schule zu Herborn II • Gegründet: • Zur Ausbildung reformierter Theologen • Zur geistigen Abwehr der Gegenreformation • 1584 durch Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg
  • 12. Die Hohe Schule zu Herborn IIa Der Calvinismus Die lutherische Lehre von der Rechtfertigung des Menschen allein durch den Glauben erweiterte der C. zur doppelten Prädestinationslehre: Gottes Freiheit sei unendlich groß, und er habe in seinem unerforschlichen Ratschluss von Ewigkeit an vorherbestimmt, welcher Mensch für das ewige Heil erwählt und welcher verdammt werde, ohne Rücksicht darauf, wie der einzelne sich bewähre. Die Bestimmung offenbare sich aber zu Lebzeiten in der Häufigkeit des Kirchgangs, dem Glauben an Gott und der Integration in die christliche Gemeinde. Da auch materieller Erfolg als Zeichen der Auserwählung interpretiert wurde, wurden die Gläubigen immer fleißbetonter und genussfeindlicher, was die calvinistisch beeinflussten Länder stark prägte. Die sich auf Jean Calvin (1509 – 1564) berufende Kirche wird im deutschsprachigen Raum Reformierte Kirche genannt. In England, Schottland und Nordamerika wurzelt der Puritanismus in Calvins Theologie.
  • 13. Die Hohe Schule zu Herborn III • Die bedeutendsten Lehrer der »Johannea« waren: • Caspar Olevian (Heidelberger Katechismus) • Johannes Piscator (Bibel) • Wilhelm Zepper (Kirchenordnung) • Georg Pasor (Verfasser des vielbenutzten ersten Lehrbuchs zum griech. NT und der ersten griech. Grammatik des neutestamentarischen Griechisch) • Johann Heinrich Alsted (Enzyklopädie) • Der Jurist Johannes Althusius (Politik)
  • 14. Die Hohe Schule zu Herborn IV • Internationaler Ruf • Studenten aus vielen europäischen Ländern • Schweiz, Ungarn und den Niederlanden • Enge Beziehungen zum Rheinland und Westfalen. • Berühmtester Schüler: Jan Amos Comenius
  • 15. Die Hohe Schule zu Herborn V • Die Föderaltheologie • Von lat. Foedus = Bund • Die Ausgangsfrage: Wie lässt sich die ewige Einheitlichkeit des Heilshandelns Gottes angesichts der Vielfalt seiner Geschichte gestaltenden Offenbarungen erfassen? • Die Antwort: Gottes seit Ewigkeit feststehender Heilswille vollzieht sich in der Zeit stufenweise in Heilshandlungen (Bünden: Noah, Abraham, Mose, Christus).
  • 16. Die Hohe Schule zu Herborn VI • Petrus Ramus (1515-72), Hugenotte • Seine wissenschaftliche Methode: • „ausgehend von der Setzung eines allgemeinen Begriffes (inventio) schreitet der Ramist in seiner Beweisführung durch zweiteilende (dichotomische) Aufspaltung des Begriffs (dispositio) vom Allgemeinen zum Besonderen fort, wobei auf jeder Erklärungsstufe klare begriffliche Bestimmungen vorzunehmen sind.“
  • 17. Das Schloss • Vorlesungsräume • Wohnungen • Bibliothek • Küche • Gymnasium • 1630 Witwensitz
  • 18. 4. Herborn zur Zeit Piscators I Stadtkirche Schloss
  • 19. 4. Herborn zur Zeit Piscators II
  • 21. • Biblia • Das ist: • Alle bücher der H.Schrift • Des alten und newen Testaments: • Aus Hebreischer und Griechischer spraach / in welchen sie anfangs von den Propheten und Aposteln geschriben / ietzund aufs new vertheutscht:
  • 22. • Auch eines ieden buchs und capitels inhalt / samt Beygefügten concordantzen / • und angehengter erklärung der tunckelngeschichten / worten / reden / und sachen / aufs kürtzest und äinfeltigst verfasset: • Darneben sind auch bey einem ieden capitel hinzugesetzt allerhand nutzliche nootwendige lehren:
  • 23. • Ferner die Apocrypha, das ist / die bücher / welche von alters an das alte Testament angehengt werden / • wiewol sie nicht durch prophetischen gäist / • noch in Hebreischer spraach geschriben sind/ • aufs new vertheutscht:
  • 24. • Item am ende eine Chronologia oder Zeitregister / Historienregister / Landtafeln / • und ein Summarischer Bericht von den hauptstücken Christlicher Religioon: wie auch / warumb / und wie ein Christ die H.Schrift mit nutz und erbawung lesen / anhören / und betrachten solle und könne:
  • 25. • Durch Johan Piscator / • Professor der H.Schrift zu Herborn / • mit raath und hülf Christliebender gelehrter männer / derselben dolmetschungen und erklärungen / verfertiget. • Die andere editioon. • Gedruckt zu Herborn durch Christoff Raben 1604.
  • 28. Anhang „An der Erstellung des Bibelindexes arbeite ich schon zwei Jahre und neun Monate, und doch konnte ich nicht weiter als bis zum Buch der Weisheit gelangen.“
  • 29. Markus 8, 12 „12 Da seufzet er (Jesus) in seinem Geist / und sprach: Was suchet doch dies Geschlecht ein Zeichen? Amen ich sage euch / Wann diesem Geschlecht ein Zeichen wird gegeben / so strafe mich Gott.“
  • 30. • So strafe mich Gott] • Diese oder dergleichen Wort müssen dabei verstanden werden / • nach Art der hebräischen Sprache. Erklärung
  • 31. • (3. Fürwitz und Bosheit) • Es gebührt dem Menschen nicht / dass er dem Schöpfer und Herren vorschreibe / wann und wie er dies oder jenes möchte klar und offenbar machen / auch bestätigen. • Darum diejenigen, so die Religion mit Zeichen und Wunder wollen bestätigt haben, da sie doch schon genügsam durch Christum ist bekräftigt worden, die tun wie die Pharisäer, und versündigen sich gröblich / v.11.12. Lehre
  • 32. Johannes 6, 11 „Solche sind gleich den Säuen, welche die Eicheln unter den Bäumen auffressen, aber nicht über sich sehen, zu schauen, wo sie herkommen.“
  • 33. Bern
  • 34. Die Berner Bibel • 1684 zur offiziellen Kirchenbibel erklärt • Revision der Züricher Bibel abgelehnt • Lutherbibel fand daneben Verwendung • 1846 NT • 1848 AT zum letzten Mal aufgelegt
  • 37. Luther mit Piscator parallel Lukas 24, 29
  • 38. (So nun jemand) Weissagung (hat) so (weis sage er) nach der + Eben masse des Glaubens. + Proportz Römer 12, 6 Unnötige Fremdwörter bei Piscator
  • 39. Eigene Übersetzung Piscators I den obenschwebenden Oberkeiten Römer 13, 1
  • 40. Eigene Übersetzung Piscators II Lukas 10, 41
  • 42. Piscator dogmatisch II 1. Timotheus 2, 4
  • 43. Piscator charakteristisch I Titus 2, 12: mässig, gerecht und gottselig Lies dazu Lehre 6
  • 44. Piscator charakteristisch II 1.Tim. 6, 6: Es ist ein großer Gewinn, wer gottselig ist, und lässt sich genügen. Lies dazu Lehre 6
  • 45. Piscator charakteristisch III „Freuet euch aber vielmehr, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ Lukas 10, 20
  • 46. Piscator charakteristisch IV Eins aber ist not. Lukas 10, 42 Lehre 10
  • 48. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscator-Bibel-Dokumentation • Die Geschichte der Piscator-Bibel seit 1602 • 61 Seiten, ca. 21x30 cm • Mit ausführlicher Information über die Ausbreitung und Wirkungsgeschichte • als Softcover • fest gebunden – mit Leineneinband – mit Lederrücken – mit Voll-Leder-Einband (Sonderbestellung) • herausgegeben von U. Bister im Jahr 2001
  • 49. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Neudruck des Neuen Testaments • 2. Aufl. von 1604 • 2 Bände (19x25 cm), ca. 1000 Seiten • Ergänzungsband mit Einführung und Erläuterungen zur Piscatorbibel • fest gebunden im Schuber • herausgegeben von U. Bister, September 2003
  • 50. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Neudruck des Alten Testaments – Band 1 • (5 Bücher Mose) • 2. Aufl. von 1604 • 1 Band (19x25 cm), 544 Seiten • fest gebunden • herausgegeben von U. Bister, September 2007
  • 51. Der Faksimile-Nachdruck ● Die Piscatorbibel ● Neudruck des Alten Testaments – Band 2 ● (Josua bis Esther) ● 2. Aufl. von 1605 ● 1 Band (19x25 cm), 676 Seiten ● fest gebunden ● herausgegeben von J. Bister, Juli 2011
  • 52. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Neudruck des Alten Testaments – Band 3 • (Hiob bis Hohelied) • 2. Aufl. von 1605 • 1 Band (19x25 cm), 467 Seiten • fest gebunden • herausgegeben von J. Bister • Erschienen im Dezember 2012
  • 53. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Neudruck des Alten Testaments – Band 4 • (Jesaja bis Maleachi) • 2. Aufl. von 1605 • 1 Band (19x25 cm), 656 Seiten • fest gebunden • herausgegeben von J. Bister • Erschienen im Dezember 2013
  • 54. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Neudruck der Apokryphen • 2. Aufl. von 1606 • 1 Band (19x25 cm), 381 Seiten • fest gebunden • herausgegeben von J. Bister • Erschienen im August 2014
  • 55. Der Faksimile-Nachdruck • Die Piscatorbibel • Sonderband zum »Anhang des Herbornischen Biblischen wercks« Einführung und Auszüge aus dem Anhang der Piscatorbibel u.a.: – Bedeutung der Abbreviaturen – Titelregister, Zeitregister, Münzregister – Landtafeln, Kartenmaterial – Kommentare und Lehrstücke Johann Piscators zur Heiligen Schrift • fest gebunden, 1 Band (19x25 cm), ca. 140 S. • herausgegeben von J. Bister • Erschienen im August 2014