„DIE STATION GIBT AB:
ELTERN HANDELN – PFLEGE VERANTWORTET?“
8. Dresdner Herbsttag 2016
„Frühgeburt: Stellen wir die richt...
Zentrale Fragen:
1. Können, dürfen und sollen pflegerische (oder sonstige medizinische)
Maßnahmen auf die Eltern übertrage...
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„Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
Zeitschrift ...
„Grundsätzlich sollte davon ausgegangen werden, dass Entscheidungen
über den Einsatz lebenserhaltender Maßnahmen nicht nur...
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„Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
Zeitschrift ...
„Im Sinne einer familienzentrierten und patientenorientierten Pflege ist
notwendig, dass Eltern
• Informationsangebote erh...
„ … Im Verlauf des Aufenthaltes auf der neonatologischen Intensivstation
verändern sich für Eltern die Anforderungen an di...
„Die sechs vorrangigen Bedürfnisse in Bezug auf die tägliche Pflege des
Kindes sind bei den Eltern wie folgt beschrieben:
...
„Welche Unterstützungsbedürfnisse werden formuliert und eingefordert?
1. Mütter wollen ihre Kompetenzen in der eigenständi...
Medizin-ethisches Fazit:
In der Pflegepraxis ist aus ethischer, pflegerischer und familien-/kind-
orientierter Sicht die E...
Obladen, ehem. Direktor der Klinik für Neonatologie der Charité
Berlin, in: Dudenhausen, Praktische Geburtshilfe, 21. Aufl...
Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797:
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durch die...
§ 1627 BGB:
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„Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
Grundsatz:
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Bedingt delegationsfähig sind Maßnahmen, wenn dies nach einer
Einzelfallprüfung vertretbar ist.
Maßgebliche Kriterien sind...
Voraussetzungen und Grenzen der Delegation in der Pflege
Die Delegation an die Eltern ist entsprechend der Delegation an
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OLG Köln, Urteil vom 21.08.1996; AHRS 2005/165:
„… Bei der Frühgeburt eines Kindes in der 28. SSW handelt es sich
um ein e...
Aktuelle Entscheidung des OLG Oldenburg vom 28.10.2015, GesR 6/2016,
Seite 353:
„Hat der Krankenpfleger eines 5-jährigen, ...
Die Delegation/Substitution der pflegerischen (oder sonstigen medizinischen)
Maßnahmen auf die Eltern sind abhängig zu mac...
Was gilt bei juristischer Betrachtung?
• Kann den einbezogenen Eltern grundsätzlich alles übertragen werden und
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Die Antwort/Herausforderung besteht darin,
1. nichts ohne die Einwilligung und Mitwirkung der sorgeberechtigten
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§ 39 Abs. 1a SGB V:
„Die Krankenhausbehandlung umfasst ein Entlassmanagement
zur Unterstützung einer sektorenübergreifende...
Das umfasst
1. Planung des Übergangs in die ambulante Versorgung,
2. Organisation der erforderlichen weiteren Versorgung d...
Entlassmanagement hat sich gleichfalls den o.g. haftungsrechtlichen
Rahmenbedingungen anzuschließen:
1. Wie ist eine patie...
Notwendigkeit der sogenannten therapeutischen Sicherungsaufklärung:
Der Arzt/Pfleger hat den Patienten grundsätzlich thera...
Insbesondere beim Entlassmanagement ist gegenüber den Eltern
1. die therapeutische Sicherungsaufklärung ernst zu nehmen un...
Resümee:
1. Die Übertragung/Delegation von pflegerischen Maßnahmen auf
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8. dresdner herbsttag 2016

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8. dresdner herbsttag 2016

  1. 1. „DIE STATION GIBT AB: ELTERN HANDELN – PFLEGE VERANTWORTET?“ 8. Dresdner Herbsttag 2016 „Frühgeburt: Stellen wir die richtigen Fragen?“ Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, 22.10.2016, Dresden Dr. Roland Uphoff, Master of medicine, ethics and law Fachanwalt für Medizinrecht www.uphoff.de
  2. 2. Zentrale Fragen: 1. Können, dürfen und sollen pflegerische (oder sonstige medizinische) Maßnahmen auf die Eltern übertragen werden? 2. Wann und unter welchen Voraussetzungen können Eltern mit ihrem Kind aus stationärer Betreuung nach Hause entlassen werden? 2 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  3. 3. 3 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden Zeitschrift Kinderkrankenschwester 07/16, S. 250
  4. 4. „Grundsätzlich sollte davon ausgegangen werden, dass Entscheidungen über den Einsatz lebenserhaltender Maßnahmen nicht nur einer einzelnen Berufsgruppe obliegen. Vielmehr müssen sowohl Ärzte, Hebammen, Pflegekräfte sowie natürlich auch die Eltern des betroffenen Kindes in einem schwierigen Entscheidungsprozess eingebunden werden. Dabei erfüllen Eltern eine Stellvertreterfunktion, die sie gemeinsam mit den übrigen Entscheidungsträgern … wahrnehmen.“ 4 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  5. 5. 5 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden Zeitschrift „Kinderkrankenschwester“ 7/16, S. 256
  6. 6. „Im Sinne einer familienzentrierten und patientenorientierten Pflege ist notwendig, dass Eltern • Informationsangebote erhalten, • die individuelle Versorgung des Kindes erlernen, • in der emotionalen Bewältigung der Krisensituation Unterstützung bekommen …“ 6 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  7. 7. „ … Im Verlauf des Aufenthaltes auf der neonatologischen Intensivstation verändern sich für Eltern die Anforderungen an die Bewältigung ihrer als krisenhaft erlebten Situation. Diese Entwicklung lässt sich beschreiben als ein Lernweg, auf dem sie sich • von anfänglich passiven Zuschauern im Umfeld einer technikdomi- nierten Intensivmedizin zu • aktiven GestalterInnen der Eltern-Kind-Beziehung und • anerkannten PartnerInnen der professionellen Akteure bewegen …“ 7 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  8. 8. „Die sechs vorrangigen Bedürfnisse in Bezug auf die tägliche Pflege des Kindes sind bei den Eltern wie folgt beschrieben: 1. Eltern wollen korrekte Informationen erhalten, 2. Eltern wollen von den Pflegenden positiv wahrgenommen werden, 3. Eltern wollen in die Pflege des Kindes einbezogen werden, 4. Eltern wollen das Kind beobachten und beschützen, 5. Eltern wollen durch die therapeutische Interaktionsbeziehung zu den Pflegenden das Kind beruhigen, 6. Eltern wollen die individuelle Pflege des Kindes gewährleisten …“ 8 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  9. 9. „Welche Unterstützungsbedürfnisse werden formuliert und eingefordert? 1. Mütter wollen ihre Kompetenzen in der eigenständigen Versorgung ihres Kindes ausbauen, 2. Eltern wollen handlungspraktische Fertigkeiten im Umgang mit ihrem Kind erlernen, 3. Eltern wollen mehr und mehr in wichtige Entscheidungsprozesse einbezogen werden, 4. Eltern wünschen sich persönliche Wertschätzung und emotionale Zuwendung, um Vertrauen in die Pflegekräfte zu erlangen …“ 9 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  10. 10. Medizin-ethisches Fazit: In der Pflegepraxis ist aus ethischer, pflegerischer und familien-/kind- orientierter Sicht die Einbindung und Übertragung von Maßnahmen der Eltern unabdingbar! 10 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  11. 11. Obladen, ehem. Direktor der Klinik für Neonatologie der Charité Berlin, in: Dudenhausen, Praktische Geburtshilfe, 21. Aufl. 2011, Seite 404: „Hauptaufgaben der Kinderkrankenschwester sind: • pflegerische und emotionale Unterstützung der Mutter beim Erlernen der Versorgung des Kindes, beim Stillen und beim rooming-in, …“ 11 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  12. 12. Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797: „Die Kinder, als Personen, haben … ein Recht auf ihre Versorgung durch die Eltern, bis sie vermögend sind, sich selbst zu erhalten …“ 12 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  13. 13. § 1627 BGB: „Die Eltern haben die elterliche Sorge in eigener Verantwortung und im gegenseitigen Einvernehmen zum Wohle des Kindes auszuüben.“ § 1666 BGB: „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ (insbesondere die Weigerung, medizinisch zwingend indizierte Maßnahmen/Operationen durchzuführen) § 1631 BGB: „Die Personensorge der Eltern umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen und zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.“ 13 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  14. 14. Delegation und Substitution in der Kinderkrankenpflege Assistenz Hilfeleistung in Verantwortung des anordnenden Arztes/Pflegers Delegation Übertragung der Durchführungskompetenz zur Ausübung heilkundlicher/pflegerischer Tätigkeiten in eigener Verantwortung (über das „Wie“) Substitution Übertragung der Entscheidungskompetenz (über das „Ob“) 14 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  15. 15. 15 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden Grundsatz: Nicht delegationsfähig sind die dem Kernbereich ärztlicher/pflegerischer Tätigkeit unterfallenden Maßnahmen. Auch solche Maßnahmen, die wegen der Komplexität oder der mit der Maßnahme verbundenen Risiken zwingend ärztliche/pflegerische Kom- petenz verlangen, dürfen nicht übertragen werden.
  16. 16. Bedingt delegationsfähig sind Maßnahmen, wenn dies nach einer Einzelfallprüfung vertretbar ist. Maßgebliche Kriterien sind: • Art der Maßnahme • Gefahr für den Patienten • Erfahrenheit der angewiesenen Pflegeperson 16 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  17. 17. Voraussetzungen und Grenzen der Delegation in der Pflege Die Delegation an die Eltern ist entsprechend der Delegation an nichtärztliche Gesundheitsberufe • abhängig von Schwierigkeit/Gefährlichkeit/Vorhersehbarkeit der Maßnahme, • abhängig von einer Anleitung, • abhängig von der Überwachung (in der Regel nicht nur stichprobenhaft), • abhängig von der Kompetenz der Eltern, • abhängig von der Erreichbarkeit des Arztes/Pflegepersonals 17 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  18. 18. OLG Köln, Urteil vom 21.08.1996; AHRS 2005/165: „… Bei der Frühgeburt eines Kindes in der 28. SSW handelt es sich um ein erhebliches Risiko für das Kind, welches eine besondere ärztliche Fürsorge erfordert. Dazu gehören zunächst geburtshilfliche Kontroll- und Unterstützungsmaßnahmen während des Geburts- vorgangs als auch eine fachkundige postpartale Betreuung (…).“ 18 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  19. 19. Aktuelle Entscheidung des OLG Oldenburg vom 28.10.2015, GesR 6/2016, Seite 353: „Hat der Krankenpfleger eines 5-jährigen, der mit Schüttelfrost und hohem Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, nachts erkannt, dass bei dem Patienten Hautveränderungen aufgetreten sind und dennoch keinen Arzt hinzugezogen, stellt dies einen groben Behandlungsfehler dar … Hat sich durch Erbrechen eines 5-jährigen Patienten nachts dessen Infusionsnadel gelöst, liegt ein grober Behandlungsfehler des Pflegers vor, wenn dieser die gelöste Infusionsnadel und die damit verbundene Unterbrechung der durchgeführten Infusionstherapie bemerkt und dennoch nicht den diensthabenden Arzt verständigt hat.“ 19 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  20. 20. Die Delegation/Substitution der pflegerischen (oder sonstigen medizinischen) Maßnahmen auf die Eltern sind abhängig zu machen von 1. patientenorientierter Risikoabschätzung (Kindeswohl!) 2. Anleitung, Training, Kenntnisstand und Fähigkeiten der Eltern, 3. dem Risiko der durchzuführenden Maßnahme (Arztvorbehalt!). 20 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  21. 21. Was gilt bei juristischer Betrachtung? • Kann den einbezogenen Eltern grundsätzlich alles übertragen werden und ist nur fachlich begründet die Vornahme bestimmter Maßnahmen zu verbieten? oder • sind grundsätzlich den Eltern alle Maßnahmen zu verbieten und nur ausnahmsweise zu erlauben? 21 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  22. 22. Die Antwort/Herausforderung besteht darin, 1. nichts ohne die Einwilligung und Mitwirkung der sorgeberechtigten Eltern zu unternehmen 2. und gleichzeitig dem medizin-ethischen Prinzip der Fürsorge verpflichtet zu bleiben, die Willensäußerung der Sorgeberechtigten stets mit den gesundheitlichen Interessen des Kindes abzugleichen. 22 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  23. 23. 23 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden Zeitschrift Kinderkrankenschwester 06/16, S. 229
  24. 24. § 39 Abs. 1a SGB V: „Die Krankenhausbehandlung umfasst ein Entlassmanagement zur Unterstützung einer sektorenübergreifenden Versorgung der Versicherten beim Übergang in die Versorgung nach Kranken- hausbehandlung.“ 24 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  25. 25. Das umfasst 1. Planung des Übergangs in die ambulante Versorgung, 2. Organisation der erforderlichen weiteren Versorgung durch einen Entlassplan, 3. Kontaktaufnahme mit den benötigten Leistungserbringern, 4. Sicherstellen des zeitgerechten Einsatzes der Leistungserbringer. Problem/Exkurs: Dürfen externe Dritte beim Entlassmanagement im Krankenhaus beteiligt werden? Darf Entlassmanagement ausgelagert werden? (outsourcing) (Zeitschrift GesR 6/2016, S. 339) 25 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  26. 26. Entlassmanagement hat sich gleichfalls den o.g. haftungsrechtlichen Rahmenbedingungen anzuschließen: 1. Wie ist eine patientenorientierte Risikoeinschätzung abzugeben? 2. Wie sind die Eltern trainiert, informiert? Sind sie kompetent? 3. Sind eine ausreichende Beratung und Anschlussbehandlung sichergestellt? 26 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  27. 27. Notwendigkeit der sogenannten therapeutischen Sicherungsaufklärung: Der Arzt/Pfleger hat den Patienten grundsätzlich therapeutisch aufzuklären. Er muss 1. Informieren zum therapiegerechten Verhalten, 2. warnen vor dem Patienten unbekannten Gefahren, insbesondere auch zur Wiedervorstellung in einem bestimmten zeitlichen Abstand raten, In allen Fällen geht es darum, den Patienten Informationen über Risiken zu verschaffen, deren Kenntnis bei einem Laien nicht vorausgesetzt werden kann. 3. über die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung aufklären, 4. über therapierichtiges Verhalten bei fehlender Mitwirkung belehren. 27 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  28. 28. Insbesondere beim Entlassmanagement ist gegenüber den Eltern 1. die therapeutische Sicherungsaufklärung ernst zu nehmen und 2. das Aufklärungsgespräch ausführlich (mit Merkblatt!) zu dokumentieren. 28 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  29. 29. Resümee: 1. Die Übertragung/Delegation von pflegerischen Maßnahmen auf Eltern ist im Rahmen einer familienzentrierten Pflege unter Berücksichtigung einer patientenorientierten Risikoabschätzung (Kindeswohl!) zulässig und wichtig. 2. Das Entlassmanagement orientiert sich an einer patientenorientier- ten Risikoabschätzung mit Einbindung der informierten, trainierten und motivierten Eltern. 29 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  30. 30. 30 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden www.uphoff.de Besuchen Sie uns auch im Netz
  31. 31. Besuchen Sie uns auch im Netz www.recht-geburtsschaden.de 31 „Die Station gibt ab: Eltern handeln – Pflege verantwortet?“, 8. Dresdner Herbsttag, 22.10.2016, UK Dresden
  32. 32. DIE ELTERN KOMMEN ZU UNS MIT IHREM WICHTIGSTEN: IHREN KINDERN Dr. Roland Uphoff, Master of medicine, ethics and law Fachanwalt für Medizinrecht

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