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Ausgabe: August 2020
Corona-Hilfen mit dem Finanz-
amt abrechnen: So vermeiden
Sie böse Überraschungen
Ob Angestellte, Selbstständige oder
Familien: Wer Unterstützung erhält,
muss dafür oft nachträglich Steuern
zahlen.
Spätestens mit der Steuererklärung für 2020 müssen viele
Empfänger von Corona-Hilfen mit Forderungen des Finanzamts
rechnen. Da ist es gut, die möglichen Abzüge schon heute zu
kennen: Zum Beispiel, wenn es um die berufliche Zukunft als
Selbstständiger geht oder wenn Familien überlegen, wie viel
vom 300-Euro-Bonus je Kind tatsächlich zur Verfügung steht.
Die Steuerexperten der Stiftung Warentest sagen, welche nach-
trägliche Belastung mit den Leistungen verbunden sein kann.
Das Wichtigste in Kürze
Angestellte. Vereinbart wurden unter anderem Erleichterungen
beim Kurzarbeitergeld sowie die Möglichkeit, dass Angestellte
von Anfang März bis Ende Dezember 2020 bis zu 1 500 Euro
Corona-Beihilfe ihres Arbeitgebers steuerfrei erhalten können.
Haben Sie Kurzarbeitergeld erhalten, planen Sie Nach-
forderungen des Finanzamts ein. Waren Sie im Homeoffice,
prüfen Sie, ob Sie Kosten für ein Arbeitszimmer absetzen
können (Arbeitnehmer: Kurzarbeit meistern, Boni steuerfrei
einstreichen).
Selbstständige. Sie können neben der Soforthilfe Steuer-
erleichterungen beantragen, zum Beispiel, dass Zahlungen ans
Finanzamt zinsfrei gestundet werden. Klären Sie mit Ihrem
Steuerberater, wie hoch Ihre Steuerbelastung künftig ist, etwa
wenn Sie Soforthilfe erhalten oder Zahlungen aufgeschoben
haben (Selbstständige: Schlussrechnung steht noch aus).
Familien. Sie erhalten bis zu 300 Euro Bonus pro Kind. Eltern,
die aufgrund geschlossener Kitas und Schulen ihre Kinder
selbst betreuen und deshalb ihre Arbeitszeit reduzieren,
können einen Ausgleich bekommen. Überschlagen Sie, ob Sie voll
vom Familienbonus profitieren oder ob Ihr Einkommen dafür zu
hoch ist. Als Orientierung dienen der Steuerbescheid des
Vorjahres und das dort genannte Einkommen (Familien: Mehr
Vorteile für Eltern).
Rentner und Nebenjobber. Frührentner haben deutlich mehr
Freiraum beim Zuverdienst. Wenn Sie mehr arbeiten wollen,
sollten Sie sich aber vorher vom Arbeitgeber ausrechnen
lassen, wie viel Ihnen am Monatsende netto bleibt. Wer regel-
mäßig mehr als 450 Euro im Monat verdient, muss Steuern und
Sozialabgaben zahlen. Manchmal ist es dann besser, doch
weniger zu arbeiten und Minijobber zu bleiben (Rentner und
Nebenjobber: Mehr rausholen).
Das dicke Ende kommt noch
Die Soforthilfe für Soloselbstständige und Kleinunternehmer
ist ein Posten auf der langen Liste an Maßnahmen, die die
Bundesregierung als Reaktion auf die Corona-Krise auf den Weg
gebracht hat. Von einigen Hilfsmaßnahmen wie der gesenkten
Mehrwertsteuer können alle profitieren. Andere Hilfen richten
sich gezielt an einzelne Gruppen, etwa direkt an Familien,
Angestellte, Frührentner oder eben Selbstständige.
Mit dem Finanzamt rechnen
So hilfreich die Maßnahmen in den Krisenwochen oft waren oder
weiterhin sind: Mit dem Steuerbescheid für 2020 können sie den
Empfängern eine böse Überraschung bringen. Denn viele
Leistungen müssen in der Steuererklärung abgerechnet werden.
Gut möglich, dass dann ein Teil der erhaltenen Mittel wieder
verloren geht. Selbstständige müssen die Soforthilfen als
Betriebseinnahmen abrechnen, sodass ihre Steuerlast steigen
kann.
Nachträgliche Belastung einplanen
Spätestens mit der Steuererklärung für 2020 müssen viele
Empfänger von Corona-Hilfen mit Forderungen des Finanzamts
rechnen. Auch wenn es bis dahin noch etwas dauert, hilft es
bei der Planung, die möglichen Abzüge schon heute zu kennen:
Zum Beispiel, wenn es um die berufliche Zukunft als Selbst-
ständiger geht oder wenn Familien überlegen, wie viel vom 300-
Euro-Bonus je Kind (Familien: Mehr Vorteile für Eltern)
tatsächlich zur Verfügung steht.
Vieles anders im Corona-Jahr
Die Steuererklärung für 2020 kann aber auch für viele Steuer-
pflichtige, die keine Corona-Hilfen erhalten haben,
enttäuschend sein, etwa für Berufspendler. Bringt ihnen die
Jahresabrechnung sonst viel Geld zurück, sollten sie
einkalkulieren, dass sie sich dieses Mal eventuell mit weniger
begnügen müssen.
Homeoffice: Weniger Ausgaben für
Arbeitsweg
Wer 2020 mehrere Monate im Homeoffice arbeitet, spart
natürlich Ausgaben für den Arbeitsweg. Eventuell ist diese
Ersparnis aber längst nicht mehr im Hinterkopf, wenn im
nächsten Jahr die Steuerformulare ausgefüllt werden. Dann
stellen die Pendler fest, dass sie weniger Fahrtkosten
absetzen können als üblich. Somit wird auch ihre
Steuerersparnis niedriger sein als die, an die sie sich in den
Vorjahren gewöhnt haben.
Angestellte: Kurzarbeit meistern, Boni
steuerfrei einstreichen
Knapp elf Millionen Arbeitnehmer erhielten im März und April
2020 Kurzarbeitergeld, im Mai rund 1,1 Millionen und im Juni
342 000. Gesetzesänderungen haben einige Erleichterungen
gebracht, zum Beispiel dass sich die Leistung mit der Zeit
erhöht. Als weiterer Vorteil lockt ein steuerfreier Bonus vom
Chef.
Kurzarbeitergeld ersetzt volles Gehalt
Wenn der Arbeitgeber die Arbeitszeit vorübergehend reduziert
und so ein Teil des Verdienstes wegfällt, zahlt die Arbeits-
agentur kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent des entgangenen
Nettoverdienstes, mit Kindern 67 Prozent. Der Arbeitgeber darf
die Zahlung aufstocken. Ab dem vierten Monat steigt der Lohn-
ersatz von der Arbeitsagentur.
Aufstockung durch Arbeitgeber ist
abgabenfrei
Das Geld der Arbeitsagentur ist steuer- und sozialabgabenfrei.
Das gilt auch für die Aufstockung durch den Arbeitgeber seit
März bis Jahresende, aber nur, wenn er das Kurzarbeitergeld
bis höchstens 80 Prozent (mit Kindern: 87 Prozent) des Monats-
nettos aufstockt.
Nachträgliche Belastung. Die Steuerlast kann sich erhöhen, da
der Lohnersatz dem Progressionsvorbehalt unterliegt: Das
Finanzamt addiert die Zahlungen zu den übrigen Einkünften,
wenn es den Steuersatz ermittelt. Dadurch steigt die
Steuerbelastung an.
Bis zu 1 500 Euro Bonus steuerfrei
Beschäftigte in der Altenpflege bekommen 2020 einen
Pflegebonus. Vom Bund erhalten sie je nach Umfang und Art der
Beschäftigung bis zu 1 000 Euro. Die meisten Länder stocken
diese Summe um bis zu 500 Euro auf.
Unabhängig vom Beruf können Arbeitgeber Mitarbeitern aufgrund
von Corona zusätzlich zum vertraglich vereinbarten Gehalt
Beihilfen zahlen. Geld- und Sachleistungen bis 1 500 Euro im
Jahr sind steuer- und sozialabgabenfrei. Die Leistung ist
neben anderen geldwerten Extras erlaubt, etwa neben einem
regelmäßigen Zuschuss zum Monatsticket.
Nachträgliche Belastung. Die Beschäftigten müssen keine Abzüge
fürchten.
Selbstständige: Schlussrechnung steht
noch aus
Ob Musiker, Physiotherapeut oder Café-Betreiber: Corona hat
viele Soloselbstständige und Kleinunternehmer an ihre
finanziellen Grenzen geführt. Sie können nun zum Beispiel Geld-
leistungen beantragen oder günstig an KfW-Kredite kommen. Und
der Zugang zur Grundsicherung vom Staat wurde erleichtert
(mehr in unserem Special Grundsicherung im Alter).
Soforthilfe für Fixkosten
Bis Ende Mai hatten Selbstständige die Möglichkeit, eine
Soforthilfe zu beantragen. Die Höhe richtete sich unter
anderem nach der Betriebsgröße. Für Einzelunternehmer oder
Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern waren bis zu 9 000 Euro
Soforthilfe möglich.
Der Bund stellte das Geld für laufende Betriebskosten wie
Mieten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten bereit.
Für die Abwicklung waren die Bundesländer zuständig, die die
Leistungen des Bundes zum Teil durch eigene Programme ergänzt
haben.
Überbrückungshilfe
Seit Juni gilt mit der Überbrückungshilfe ein neues Angebot
des Bundes: Auf Antrag bekommen Selbstständige einen Teil
ihrer Fixkosten erstattet je nach Höhe ihrer Umsatzeinbußen
im Vergleich zum Vorjahr.
Nachträgliche Belastung. Die Hilfen zählen als Betriebs-
einnahmen, sodass nachträglich Steuern fällig werden können.
Zudem müssen Empfänger nachweisen, dass sie das Geld zu Recht
erhalten haben. Zu viel erhaltene Leistungen müssen sie zurück-
zahlen.
Steuerzahlungen verschieben
Auf Antrag stundet das Finanzamt fällige Einkommen-,
Körperschaft- und Umsatzsteuer. Bis zum 31. Dezember 2020
müssen Selbstständige dafür keine Zinsen zahlen. Sie können
zudem beantragen, dass Steuervorauszahlungen, die derzeit
fällig wären, gesenkt oder bereits geleistete Vorauszahlungen
erstattet werden.
Nachträgliche Belastung. Die Steuerzahlung wird nur
aufgeschoben, nicht aufgehoben. Wer Steuern stunden lässt oder
Vorauszahlungen vorerst umgeht, muss einplanen, dass sich die
Posten summieren und das Finanzamt die Steuern später fordert.
Familien: Mehrere Vorteile für Eltern
Familien mit kleineren Kindern standen in den vergangenen
Monaten vor besonderen Herausforderungen. Da Schulen und Kitas
geschlossen waren, mussten viele Eltern die Kinderbetreuung
und das Homeschooling neben ihrer Berufstätigkeit meistern.
Als finanzielle Entlastung erhalten sie nun unter anderem
einen Familienbonus.
300 Euro pro Kind
Für jedes Kind, für das Eltern Anspruch auf Kindergeld haben,
wird ihnen ein Bonus von 300 Euro ausgezahlt. Das Geld soll in
zwei Raten im September und Oktober fließen.
Nachträgliche Belastung. Verheiratete Eltern, die 2020 ein zu
versteuerndes Einkommen von mehr als 67 800 Euro (Unver-
heiratete: 33 900 Euro) erzielen, müssen einplanen, dass nach
der Steuererklärung nur ein Teil oder sogar nichts von dem
Bonus bleibt.
Zusammenspiel von Kindergeld und
Steuerfreibeträgen
Die nachträgliche Belastung ergibt sich durch das Zusammen-
spiel von Kindergeld und Steuerfreibeträgen für Kinder. Eltern
haben Anspruch auf Kindergeld und auf Kinderfreibeträge. Diese
liegen 2020 bei insgesamt 7 812 Euro pro Kind. Eltern erhalten
jedoch nicht beides gleichzeitig, sondern profitieren entweder
von den Freibeträgen oder vom Kindergeld 2020 von den Frei-
beträgen oder vom Kindergeld plus Familienbonus.
Bei der Steuererklärung ermittelt das Finanzamt automatisch,
wie hoch der Steuervorteil einer Familie dank der Steuerfrei-
beträge ist. Ist der Steuervorteil größer als das Kindergeld,
zieht es vom Vorteil das Kindergeld ab und nur der Rest wirkt
sich steuermindernd aus.
Beispielrechnung
Was das im Einzelfall bedeutet und wie sich die 300 Euro Bonus
auswirken, zeigt ein Beispiel, das der Bundesverband Lohn-
steuerhilfevereine (BVL) für eine Familie mit einem Kind
gerechnet hat:
Die Eltern erzielen 2020 ein Einkommen von 75 000 Euro. Für
ihre Tochter erhalten sie übers Jahr 2 448 (12 × 204) Euro
Kindergeld. Ohne Corona-Bonus ergäbe sich folgendes Bild: Das
Finanzamt würde ermitteln, dass das Paar dank der Kinderfrei-
beträge 2 568 Euro Einkommensteuer spart. Von diesem Wert
ziehen die Beamten die 2 448 Euro Kindergeld ab, sodass sich
eine Steuerersparnis von 120 Euro ergeben würde.
Weil das Paar aber 2020 die 300 Euro Corona-Bonus erhält,
spart es in diesem Jahr diese 120 Euro Steuern nicht, denn das
Paar erhält übers Jahr verteilt bereits 2 748 Euro (2 448 Euro
Kindergeld + 300 Euro Bonus). Diese Zahlung ist höher als die
Steuerersparnis von 2 568 Euro, die sich durch die Kinderfrei-
beträge ergibt. Die Steuerfreibeträge wirken sich also dieses
Mal nicht aus. Letztlich erhält das Paar also 300 Euro Bonus,
muss dafür aber auf 120 Euro Steuerersparnis verzichten.
Ausgleich für Gehaltseinbußen
Geschlossene Kitas und Schulen zwangen viele Eltern, für
einige Wochen oder Monate die Arbeitszeit zu reduzieren. Für
die Einkommenseinbußen konnten und können sie bei ihrem Arbeit-
geber Ausgleichszahlungen beantragen: 67 Prozent des
entgangenen Nettoverdienstes, maximal 2 016 Euro monatlich.
Das Geld fließt pro Elternteil für höchstens zehn Wochen
(Alleinerziehende: 20 Wochen). Es muss aber kein
zusammenhängender Zeitraum sein.
Nachträgliche Belastung. Eltern müssen einplanen, dass die
gezahlte Entschädigung dem Progressionsvorbehalt unterliegt
(Arbeitnehmer: Kurzarbeit meistern, Boni steuerfrei
einstreichen). Dadurch steigt der Steuersatz für die übrigen
Einkünfte, sodass mehr Steuern fällig werden.
Mehr steuerfrei für Alleinerziehende
Alleinerziehenden steht mit dem Entlastungsbetrag ein eigener
Steuerfreibetrag zu. Dieser steigt für 2020 und 2021 von 1 908
auf 4 008 Euro. Für jedes weitere Kind liegt der Freibetrag um
240 Euro höher.
Nachträgliche Belastung. Die Steuerlast steigt nicht, sondern
sinkt sogar.
Arbeitgeber finanziert Betreuung
Der Arbeitgeber darf Familien zusätzlich zum vertraglich
vereinbarten Verdienst unter die Arme greifen, um eine kurz-
fristige Kinderbetreuung oder auch die Versorgung eines
pflegebedürftigen Angehörigen zu ermöglichen. Wenn der Arbeit-
geber zum Beispiel die Kosten für eine Tagesmutter übernimmt,
die kurzfristig das Kind seiner Angestellten betreut, bleiben
Zahlungen bis zu 600 Euro im Jahr steuerfrei.
Nachträgliche Belastung. Bei einer Unterstützung bis 600 Euro
im Jahr müssen Beschäftigte keine Abzüge fürchten. Zahlt der
Arbeitgeber aber mehr für eine kurzfristige Betreuung, ist der
Anteil oberhalb der 600 Euro steuerpflichtig.
Rentner und Nebenjobber: Mehr rausholen
Rentner und andere haben im Nebenjob derzeit besondere
Freiräume beim Verdienst.
Im Minijob über 450 Euro verdienen
Normalerweise dürfen Minijobber für höchstens drei Monate im
Jahr mehr als 450 Euro im Monat verdienen, zum Beispiel wenn
sie unvorhergesehen für eine erkrankte Kollegin einspringen
und deshalb mehr arbeiten müssen. Durch Corona darf die 450-
Euro-Grenze bis zu fünf Mal überschritten werden, ohne dass
aus der geringfügigen eine sozialversicherungspflichtige
Beschäftigung wird.
Nachträgliche Belastung. Solange es ein Minijob bleibt, müssen
Beschäftigte meist keine Abzüge fürchten. Häufig versteuert
der Arbeitgeber den Verdienst pauschal. In der Steuererklärung
taucht er nicht auf.
Höherer Zuverdienst für Frührentner
Rentner, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben,
dürfen normalerweise bis zu 6 300 Euro im Jahr verdienen, ohne
dass ihre Altersrente gekürzt wird. Für 2020 wurde die Grenze
deutlich auf 44 590 Euro angehoben.
Nachträgliche Belastung. Für einen regelmäßigen Verdienst von
mehr als 450 Euro im Monat sind Steuern und Sozialabgaben zu
zahlen. Bevor Frührentner einen Job antreten, sollten sie sich
vom Arbeitgeber ausrechnen lassen, wie viel ihnen am Monats-
ende netto bleibt. Durch die Abzüge kann es sein, dass ein
Bruttomonatsverdienst von mehr als 450 Euro netto kaum mehr
oder sogar weniger bringt als ein 450-Euro-Minijob.
Übungsleiterpauschale nutzen
Ärzte und Pfleger, die in Rente sind und im Zuge der Pandemie
ins Berufsleben zurückkehrten, dürfen für ihre Tätigkeit die
Übungsleiterpauschale nutzen. Dadurch bleibt ein Einkommen von
bis zu 2 400 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei.
Nachträgliche Belastung. Wird die Grenze von 2 400 Euro einge-
halten, müssen die Beschäftigten keine Abzüge fürchten. Selbst
wenn die Einnahmen höher sind, werden dafür eventuell keine
Steuern fällig, denn die Beschäftigten können eigene Ausgaben
für den Job beim Finanzamt geltend machen.
Corona-Krise drängt
Engagement der Jugendlichen
für Klimaschutz in den
Hintergrund
Online-Streiks von Fridays for Future finden nur
geringen Zulauf
Viele Teenager achten beim Online-Shopping auf
Nachhaltigkeit
Bis zur Corona-Krise konnten sich Greta Thunberg & Co. auf die
Unterstützung von deutschen Jugendlichen verlassen. Knapp ein
Drittel der 16- bis 18-Jährigen hat schon einmal an einer
Fridays-for-Future-Demo teilgenommen. Mädchen in diesem Alter
sind in der Bewegung besonders aktiv. Während 34 Prozent von
ihnen bereits für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen
sind, gilt das nur für 28 Prozent der Jungen. Die Teenager
setzten sich aber nicht nur bei Fridays for Future für die
Umwelt ein, sondern auch auf andere Weise. Insgesamt
engagierten sich vor der Corona-Krise 65 Prozent von ihnen für
den Klimaschutz. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen
Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai
1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt
wurden.
Seit Fridays for Future wegen Covid-19 den Protest von der
Straße ins Netz verlagert hat, ist die Unterstützung der
Teenager allerdings längst nicht mehr so groß. Lediglich sechs
Prozent von ihnen haben bislang an einem Online-Streik
teilgenommen. 36 Prozent sagen nun sogar, das Thema
interessiere sie nicht. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als
vor der Pandemie. Darüber hinaus mangelt es den Online-
Aktionen an Bekanntheit: Jeder vierte Jugendliche hat noch
nichts davon gehört. Immerhin: Jeder Dritte möchte künftig
gerne mal im Internet für das Klima demonstrieren. Das gilt
vor allem für Mädchen. Während sich 38 Prozent von ihnen eine
Teilnahme vorstellen können, sind es bei den Jungen nur 26
Prozent.
Teenagern ist Nachhaltigkeit vor allem
beim Kauf von Kleidung und Schuhen
wichtig
Auch wenn die Jugendlichen gerade weniger zahlreich
protestieren als vor der Corona-Krise, bleiben Umweltschutz
und Nachhaltigkeit wichtige Themen für sie etwa beim Online-
Shopping. 61 Prozent der Teenager achten beim Kauf von
Kleidung und Schuhen auf Kriterien wie den Einsatz natürlicher
Rohstoffe oder die Vermeidung von Plastik. Bei Kosmetika tun
das 53 Prozent. Und bei modischen Accessoires wie
Sonnenbrillen oder Taschen denken 42 Prozent beim Kauf an die
Umwelt. Auch bei von Influencern empfohlenen Produkten ist es
jedem Zweiten wichtig, dass diese umweltschonend hergestellt
sind. Je älter die Jugendlichen sind, desto stärker ist ihr
Bewusstsein für Nachhaltigkeit. 54 Prozent der 18-Jährigen,
die Produkte auf Empfehlung von Influencern gekauft haben,
achten auf den Klimaschutz. Unter den 17-Jährigen tun das 45
Prozent und unter den 16-Jährigen sind es nur 42 Prozent.
Ob beim Klimastreik oder beim Online-Shopping: Die heutigen
Jugendlichen sind politisch interessiert und haben einen
klaren Kompass , sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der
Postbank. Auch wenn Fridays for Future derzeit bei Aktionen
im Netz weniger Unterstützung durch die Jugend erhält als
zuvor auf der Straße, spielt das Thema Nachhaltigkeit in
dieser Altersgruppe weiterhin eine wichtige Rolle. Als
Verbraucher sorgen die Teenager durch ihre Nachfrage schon
jetzt dafür, dass Unternehmen immer mehr nachhaltige Produkte
anbieten. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft fortsetzen.
Postbank 20_08_18 Infografik Nachhaltigkeit
Hintergrundinformationen zur Postbank Jugend-Digitalstudie
2020
Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 wurden im April und
Mai dieses Jahres 1.000 Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren
repräsentativ befragt.
Digitale Versicherer gehen
gestärkt durch die Corona-
Krise
Versicherungsunternehmen, die Vorreiter bei der digitalen
Transformation sind, gehen gestärkt durch die COVID-19-
Pandemie. Diese Unternehmen sind dank digitaler Vertriebs- und
Betriebskanäle auch in der Krise vollständig arbeitsfähig und
haben keine Produktivitätseinbußen, sondern können teilweise
sogar mit wachsendem Geschäftsvolumen glänzen. Dies belegt
eine aktuelle Studie der Managementberater von EY Innovalue,
bei der qualitative Expertengespräche mit Vorständen und
Spezialisten bei 26 Unternehmen der deutschen
Versicherungswirtschaft geführt wurden.
Die Studie bestätigt, was vielfach vermutet wurde: Digitale
Vorreiter sind klar im Vorteil in der Corona-Krise. Doch an
dieser Stelle zu verharren, ist wenig ratsam. Jetzt geht es
darum, wie sich das Management auf die Post-Corona-Zeit
vorbereitet und welche Handlungsfelder konkret angegangen
werden sollten , betont Stephan Maier, Partner und Managing
Director bei EY Innovalue.
PM_EY_Innovalue_Operations-Studie
Starke Bonität und stabiler
Ausblick myLife erhält
positives Bonitätsrating von
Assekurata
Die Ratingagentur Assekurata bescheinigt der myLife
Lebensversicherung AG mit dem A-Rating erneut eine starke
Bonität und einen stabilen Ausblick. In den kommenden Jahren
wird eine Fortsetzung des Wachstums erwartet. myLife
profitiert von einer starken Positionierung und einer hohen
Reputation. Das Rating war in diesem Jahr von dem weiterhin
andauernden Niedrigzinsniveau am Kapitalmarkt und insbesondere
durch die äußeren Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-
Pandemie beeinflusst.
Die myLife Lebensversicherung AG als Spezialist im Bereich
provisionsfreier Nettoversicherungen hat sich einem weiteren
Bonitätsrating von Assekurata unterzogen. Mit einem A-
konnte der Göttinger Lebensversicherer die Beurteilung aus dem
Vorjahr erneut bestätigen. Der myLife wird eine starke
Bonität, ein geringes Ausfallrisiko und ein stabiler Ausblick
attestiert.
Hinsichtlich ihrer Bonität profitiert die myLife von ihren
überaus hohen bilanziellen Sicherheitsmitteln. Ebenso verfügt
die myLife im eigenen Versicherungsbestand im Marktvergleich
nur über sehr geringe Garantiezinsverpflichtungen. Es besteht
eine komfortable Bedeckung der Kapitalanforderung nach
Solvency II.
PM_myLife_Assekurata_2020_08_11_RZ
Commerzbank erneut mit
Spitzenposition für
Aktienresearch und -sales in
Deutschland
Commerzbank in diesjähriger Institutional Investor
(ehemals Extel) Umfrage auf Platz 1 in Overall Germany
Research
Die beiden bestplatzierten Analysten für Overall
Germany Research sind bei der Commerzbank tätig
Commerzbank auf Platz 1 bzw. 2 in Sektoren mit
Deutschland-Bezug
Platz 1 und 2 in den europäischen Kategorien Equity
Technical Analysis & Charting und Index Analysis
Commerzbank ebenso an der Spitze für Sales: Overall
Germany sowie Corporate Access: Overall Germany
In der diesjährigen Umfrage von Institutional Investor
(ehemals Extel) unter Aktienprofis in Europa und USA hat die
Commerzbank ihre Spitzenposition im Aktienresearch, -sales und
Corporate Access für Deutschland erneut bestätigt. Sie knüpft
damit nahtlos an die Top 1 und 2 Platzierungen als Germany-
Leading Brokerage Firm der vergangenen 10 Jahre bei der
Extel-Umfrage an.
In den Research-Sektoren mit Deutschland-Bezug erzielte die
Commerzbank die Spitzenposition in Financials , Industrials
und Information Technology sowie Rang 2 bei Consumer
Discretionary , Materials und Small & Mid Cap Stocks . Auch
in den europäischen Kategorien Equity Technical Analysis &
Charting sowie Index Analysis belegt die Commerzbank erneut
Platz 1 und 2.
Im Bereich Corporate Access: Overall Germany erhielt die
Bank außerdem die Bestnote für Conferences , Roadshows ,
Field Trips , Logistics und Team Quality .
Wir haben immer an unserem Qualitätsversprechen eines
erstklassigen Researchangebots festgehalten und sind sehr
dankbar, dass unsere Kunden dies schätzen , so Christoph
Dolleschal, Leiter Equity Research & Strategy und
stellvertretender Leiter Research der Commerzbank. Auch hat
in dieser herausfordernden Zeit der Umfang und die Qualität
unseres Produktangebotes nicht gelitten. Hier zahlt sich aus,
dass wir vor einem Jahr die Researchproduktion vollständig
digitalisiert haben und es somit keine Einschränkungen durch
Homeoffice Tätigkeiten gab.
In der Befragung bei über 1.200 Finanzinstitutionen für den
europäischen Aktienmarkt konnten die Analysten der Commerzbank
auch mehrere Einzelrankings für sich entscheiden: Die beiden
besten Analysten innerhalb der Kategorie Overall Germany
Research arbeiten bei der Commerzbank: Andreas Huerkamp
(Platz 1) und Achim Matzke, Leiter Technical Analysis & Index
Research (Platz 2).
Darüber hinaus konnten Commerzbank-Analysten weitere 20 Top 10
Positionen in verschiedenen Kategorien mit Deutschland-Bezug
für sich entscheiden; davon 12 in den Top 3.
Jeder dritte Teenager kauft
wegen Corona mehr im Internet
Social-Media-Influencer beeinflussen Jugendliche stark
beim Online-Shopping
Jungen geben deutlich mehr Geld im Netz aus als Mädchen
Der Shutdown während der Corona-Krise hat Spuren hinterlassen
auch im Einkaufsverhalten Jugendlicher. 35 Prozent der 16-
bis 18-Jährigen sagen, dass sie seitdem mehr online bestellen.
Im Schnitt geben sie 77 Euro aus, das sind 42 Prozent mehr als
im Vorjahr. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank
Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000
Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden.
Zwölf Prozent der Jugendlichen wiederum shoppen aufgrund von
Corona gezielter und versuchen, kleine und lokale Geschäfte zu
unterstützen, die ihr Sortiment nun auch online anbieten. Doch
es gibt auch Teenager, die aktuell weniger Geld ausgeben: Acht
Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, insgesamt, also auch
online, weniger einzukaufen, da sie nicht mehr so viel Geld
zur Verfügung haben.
Gerade Mädchen springen auf Werbung von
Influencern an
Kleidung, Schminke, Ernährung: Insbesondere weibliche Teenager
lassen sich beim Kauf im Netz von YouTubern und Co.
beeinflussen. Fast die Hälfte von ihnen hat ein Produkt schon
einmal nach Empfehlung eines Influencers oder einer
Influencerin bestellt. Von den Jungen sind es ein Drittel. 41
Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, nach der Werbung
durch einen Influencer ein bestimmtes Produkt im Netz geordert
zu haben.
Jungen haben mehr Geld zur Verfügung und
geben auch mehr aus
Insgesamt kaufen neun von zehn Teenagern im Internet ein. Bei
männlichen Jugendlichen sitzt das Geld allerdings lockerer:
Sie geben im Schnitt 92 Euro pro Monat aus, Mädchen hingegen
nur 63 Euro. Die Studie gibt auch Hinweise, was
dahinterstecken könnte: Jungen haben monatlich deutlich mehr
Geld zur Verfügung, nämlich durchschnittlich 272 Euro. Mädchen
hingegen nur 165 Euro.
Nicht einmal zwei Drittel aller Teenager besitzen allerdings
auch ein eigenes Girokonto unter ihrem Namen. Auch wenn sich
auf dem ersten eigenen Konto meist noch keine großen Summen
befinden, sollten Jugendliche lernen, verantwortungsbewusst
mit ihrem Geld umzugehen , sagt Thomas Brosch, Chief Digital
Officer der Postbank. Dazu gehört, die zur Verfügung
stehenden Beträge sinnvoll einzuteilen, Rücklagen zu bilden
und sich darüber zu informieren, welche Bankprodukte und
Möglichkeiten zur Geldanlage es auch für kleinere Beträge
gibt. Das hilft jungen Leuten, jetzt und später die richtigen
finanziellen Entscheidungen zu treffen.
Junge Generation hat starkes
Umweltbewusstsein beim Online-Shopping
Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf spielt bei den Teenagern
eine große Rolle: Besonders wichtig ist es Jugendlichen, dass
Kleidung und Schuhe Nachhaltigkeitskriterien wie
umweltfreundliche Produktion oder klimaneutralen Versand
erfüllen. Das sagen 61 Prozent. Fast ebenso relevant ist es
den Jugendlichen bei Körperpflege- und Kosmetikartikeln: Hier
geben 53 Prozent der Teenager an, dass sie zumindest
gelegentlich auf die Nachhaltigkeit der Produkte achten.
Übrigens: Je älter die Jugendlichen, desto höher der
Stellenwert von Nachhaltigkeit beim Einkauf.
Hintergrundinformationen zur Postbank
Jugend-Digitalstudie 2020
Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 wurden im April und
Mai dieses Jahres 1.000 jugendliche Deutsche zwischen 16 und
18 Jahren repräsentativ befragt.
20_08_06 Infografik Internet Kaufverhalten Postbank
Commerzbank trotz Corona mit
Quartalsgewinn
Die Commerzbank hat im zweiten Quartal 2020 trotz deutlich
höherer Belastungen aus dem Risikoergebnis einen Operativen
Gewinn von 205 Millionen Euro erzielt. Die Bank verzeichnete
eine insgesamt stabile Entwicklung im Kundengeschäft. So
steigerte das Firmenkundensegment dank eines guten
Kapitalmarktgeschäfts die Erträge leicht. Im Segment Privat-
und Unternehmerkunden verzeichnete die Bank vor allem über
ihre digitalen Angebote weiteres Wachstum bei Kunden sowie
Kredit- und Wertpapiervolumen. Insgesamt steigerte die Bank
die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 7 %.
Hier spiegeln sich ein deutlicher Anstieg des
Provisionsergebnisses und Aufholungen bei Bewertungseffekten
wider. Letztere hatten das Vorquartal stark belastet und haben
sich wie erwartet teilweise erholt. Die Operativen Kosten
senkte die Bank um 3,3 %. Dem stand ein mit minus 469
Millionen Euro deutlich höheres Risikoergebnis gegenüber. Es
beinhaltet weitere Corona-Effekte von minus 131 Millionen Euro
und Belastungen von 175 Millionen Euro aus einem Einzelfall.
Obwohl die Bank die neuen regulatorischen Übergangsregeln
nicht genutzt hat, verbesserte sich die harte Kernkapitalquote
von 13,2 % im Vorquartal auf 13,4 % und liegt damit weiter
klar über allen Anforderungen.
2020-08-05 PM_Q2-2020_DE
vfm-Gruppe: Wachstumskurs
erfolgreich fortgesetzt
Die vfm-Gruppe zieht eine äußerst zufriedenstellende Bilanz
für das Geschäftsjahr 2019. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete
der Finanzdienstleister aus dem oberfränkischen Pegnitz ein
Wachstum bei den Courtage- und Provisionserlösen in Höhe von
9,54 Prozent beziehungsweise 3,3 Millionen Euro. Darüber
hinaus ist das Unternehmen bisher sehr gut durch die
diesjährige Corona-Krise gekommen. Wirtschaftlich konstatiert
das Gros der vfm-Vermittler für das laufende Geschäftsjahr
bislang keine negativen Folgen.
Die vfm-Gruppe blickt auf ein insgesamt sehr gutes
Geschäftsjahr 2019 zurück. Die Courtage- und Provisionserlöse
im Verbund konnten auf 37,9 Millionen Euro gesteigert werden
(2018: 34,6 Millionen Euro). Das Wachstum wurde insbesondere
durch einen letztjährigen Nettobestandszubau hauptsächlich im
Kompositbereich in Höhe von 14,2 Millionen Euro realisiert.
Die Eigenkapitalquote der vfm-Gruppe erhöhte sich 2019
gegenüber Vorjahr auf 48,29 Prozent (2018: 47,86 Prozent).
Mit den Geschäftsergebnissen 2019 und der soliden
Unternehmensentwicklung sind wir sehr zufrieden. Die Resultate
machen deutlich, dass unsere Kooperationspartner erneut eine
beachtenswerte Beratungsarbeit geleistet haben. Zudem lagen
sowohl die Gesamtschadenquote in SHU und Kfz als auch die
Stornoquote in der Lebens und Krankenversicherung 2019 auf
anhaltend niedrigem Niveau. Dies setzt die Einhaltung hoher
Qualitätsanforderungen und eine erstklassige Beratung voraus.
Umfassende Unterstützung erhalten die über 400
Kooperationspartner der vfm jederzeit von den 80 Experten
unserer fachspezifischen Kompetenz-Center , so vfm-
Geschäftsführer Klaus Liebig.
An das letzte Jahr anknüpfend bleibt die vfm-Gruppe auch 2020
trotz herausfordernder Corona-Krise aktuell auf gesundem
Wachstumskurs. Unsere Kooperationspartner stufen die Krise
und ihre Folgen selbstredend als grundsätzlich ernst ein, in
der Praxis wurden die negativen Auswirkungen bei den
jeweiligen Vermittlerbetrieben jedoch tendenziell als eher
gering eingeschätzt. Mit Blick auf den laufenden
Geschäftsverlauf konnten die vfm-Kooperationspartner das gute
Vorjahresniveau halten oder weiter ausbauen , erklärt Liebig.
Für einzelne Sparten verzeichnete die vfm-Gruppe sogar ein
deutliches Umsatzplus. So steigerten sich die Courtagen im
Krankenversicherungsbereich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber
Vorjahr um 5,5 Prozent. Die Sparte Baufinanzierung konnte bei
den Erlösen sogar ein Wachstum in Höhe von 41 Prozent
generieren.
Die Zahlen belegen, dass die vfm-Gruppe mitsamt ihren
Kooperationspartnern bislang gut durch diese schwierige Zeit
gekommen ist. Besonders geholfen haben dabei unsere bereits
getätigten Investitionen in IT-Projekte wie etwa in unsere
hauseigene Maklerverwaltungslösung Keasy , kommentiert vfm-
Geschäftsführer Robert Schmidt. Der IT-Verantwortliche weiter:
Mit dem Corona-Ausbruch haben der digitale Wandel und die
Onlineberatung nochmals deutlich Fahrt aufgenommen. Vermittler
profitierten diesbezüglich von den umfassenden digitalen
Lösungen der vfm. Viele positive Rückmeldungen bestätigen,
dass unser Maklerverwaltungsprogramm Keasy den Beratungsalltag
der vfm-Kooperationspartner deutlich entlastet. Zudem lässt
sich mit der bereitgestellten Software die komplette
Beratungsstrecke elektronisch und bestmöglich automatisiert
durchführen. Das spart wertvolle Zeit und sorgt für mehr
Effizienz sowie Produktivität im Vermittlerunternehmen.
Zum Wohle der Kooperationspartner wird vfm auch künftig
Investitionen in technische Weiterentwicklungen und
insbesondere in die hauseigene Software Keasy tätigen. Erst
kürzlich wurden die neuesten Features des
Maklerverwaltungsprogramms vorgestellt. Makler können von
zahlreichen neuen Schnittstellen profitieren. Zudem wurden die
Endkunden-App mit neuen Features ausgestattet, der E-Mail-
Dienst Outlook weiter mit Keasy vernetzt sowie die Funktion
der digitalen Unterschrift in der neuen Version verbessert.
Darüber hinaus gibt es noch unzählige vertriebsunterstützende
Maßnahmen, die allesamt dazu beitragen, dass die
Kooperationspartner noch erfolgreicher arbeiten können.
neue leben: Altersvorsorge
auf Knopfdruck
Die neue leben Lebensversicherung AG, Vorsorgepartner
zahlreicher Sparkassen, bietet als einer der ersten
Versicherer in Deutschland den Abschluss eines
Altersvorsorgeprodukts in einer kompletten digitalen
Beratungs- und Abschlussstrecke online an.
Für Holm Diez, Vertriebs-Vorstand der neuen leben, ein
Meilenstein im Vorsorgeangebot: Unser Anspruch ist es,
jungen, technikaffinen Kunden, eine zeitgemäße und vor allem
digitale Abschlussmöglichkeit zu bieten. In der Corona-Zeit
haben sich auch Kunden, die sich sonst gerne in den Filialen
beraten lassen, für digitale Angebote geöffnet. Ich freue
mich, dass wir unseren Kunden und Sparkassenpartnern für ihre
Internet-Filiale einen Onlineabschluss bieten können.
Zunächst ist der Online-Abschluss des erfolgreichen Produkts
Aktivplan eine Kombination aus konventioneller und
fondsgebundener Rentenversicherung, möglich. Weitere Produkte
werden sukzessive folgen.
Einfach digital
Die Handhabung ist bewusst einfach gehalten mit wenigen
Angaben in der digitalen Beratungsstrecke können Kunden ihren
Sparbeitrag sowie die für sie sinnvollste Anlagestrategie
ermitteln Basis dafür sind ihre Kenntnisse im Umgang mit
Kapitalanlagen sowie ihre individuelle Risikobereitschaft.
Anhand der Angaben des Kunden wird eine Fondsquote empfohlen,
die nach Bedarf angepasst werden kann. Darüber hinaus sind
auch Fonds, Beitragshöhe sowie Zahlweise für den Kunden
flexibel wählbar. Nach dem Download der Beratungsdokumentation
und Antragsunterlagen kann der Kunde verbindlich abschließen.
Diez betont: Eine Produktberatung insbesondere zu
fondsgebundenen Lebensversicherungen ist in der Regel
hochkomplex und bedarf einer kompetenten Beratung. Umso mehr
freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, diese Komplexität in
einen einfachen, intuitiven und digitalen Prozess zu
integrieren. Der Prozess findet vollständig online statt. Eine
Unterschrift ist nicht erforderlich. Und die Online-
Identifikation erfolgt unmittelbar sowohl per Handy als auch
mit Tablet oder Desktop.
Mit einem Klick zum persönlichen
Beratungsgespräch
Kunden können auch während des Prozesses jederzeit ein
persönliches Beratungsgespräch mit ihrer Sparkasse
vereinbaren.
Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat die Onlineabschlusstrecke
bereits im Mai in ihre Internet-Filiale aufgenommen. Seitdem
sind weitere 14 Sparkassen dem Beispiel gefolgt.
Über den Aktivplan
Der neue leben Aktivplan ist eine moderne Anlageform, die
sich flexibel jeder Lebens- und Marktlage anpasst. Mit dem Mix
aus konventioneller Rentenversicherung und der fondsgebundenen
Rentenversicherung können Kunden zwei Anlageformen
gleichzeitig nutzen. Der Kunde entscheidet ganz individuell,
welcher Teil seines Beitrags chancenorientiert in Fonds und
welcher konventionell mit Bruttobeitragsgarantie zum
Rentenübergang angelegt werden soll. Darüber hinaus sind
Zuzahlungen auch gleich zum Versicherungsbeginn möglich. Bei
steigenden Zinsen oder starken Kursschwankungen können Kunden
ihr Fondsvermögen einfach komplett oder teilweise in den
konventionellen Teil umschichten. Dies ist einmal pro Jahr
möglich.
Zudem ist in dem Aktivplan eine Pflegekomponente integriert.
Sollte der Kunde zum Rentenbeginn oder im Rentenbezug
pflegebedürftig werden, kann er zwischen einer
Todesfallleistung oder einer erhöhten lebenslangen Rente
wählen.
Die hohe Produktqualität bestätigen seit Jahren auch die
unabhängigen Experten der Rating-Agentur Franke und
Bornberg . In den drei Kategorien neue klassische ,
fondsgebundene und beitragsorientierte hybride
Rentenversicherungen wurde der Aktivplan jeweils mit der
Höchstnote FFF+ Hervorragend (Note 0,5) (Stand: 04/2019),
ausgezeichnet.
Immobilienmarkt: Droht jetzt
die Überhitzung?
Experten analysieren regionale
Wohnungsmärkte in Deutschland
In vielen Ballungsräumen hängen die
Kaufpreise die Mieten ab
Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren,
besonders in den Ballungsräumen. Droht der Markt zu
überhitzen? Ein Gradmesser ist das Verhältnis von Kauf- zu
Mietpreisniveau. Ein Blick in den Postbank Wohnatlas zeigt,
dass in 158 von 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien
Städten die Wohnungspreise noch vergleichsweise moderat, in
den Großstädten aber überdurchschnittlich hoch ausfallen. In
der Analyse hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstituts
(HWWI) für die Postbank die Immobilienangebote untersucht.
Messinstrument für das Verhältnis von Mieten zu Kaufpreisen
ist der so genannte Vervielfältiger. Wie viele
durchschnittliche Jahresmieten kostet eine Eigentumswohnung im
Schnitt? In die Berechnungen gingen durchschnittliche Kauf-
und Mietpreise des Jahres 2019 ein. Den Experten zufolge ist
nicht zu erwarten, dass die Auswirkungen der Corona-Krise in
den kommenden Monaten zu großen Verschiebungen im Verhältnis
der Preise zueinander führen werden. Langfristig könnte es
allerdings in wirtschaftlich besonders betroffenen Regionen zu
Anpassungen kommen. Brechen die verfügbaren Einkommen der
privaten Haushalte stark ein, wird dies auch die Nachfrage
nach Wohnraum abschwächen.
Große Unterschiede in Deutschland
Je niedriger der örtliche Vervielfältiger ausfällt, desto
höher die Ertragschancen für den Käufer. Das gilt sowohl für
Selbstnutzer, die keine Mieten mehr zahlen möchten, wie auch
für Vermieter, die mit den Mieteinnahmen die Immobilie
finanzieren wollen. Bundesweit reicht die Spanne von elf
Jahresnettokaltmieten im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt bis
zu knapp 72 im Landkreis Nordfriesland an der Nordsee, zu dem
die begehrten Lagen auf Sylt, Föhr und Amrum gehören. Bei
einem Vervielfältiger von unter 22,5 sprechen die Experten von
einem moderaten Kaufpreisniveau gemessen an den örtlichen
Mieten. Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft Postbank
erläutert: Wenn der Kaufpreis in diesem Bereich liegt, fahren
Käufer oft günstiger als Mieter: Die niedrigen Zinsen
ermöglichen dann monatliche Raten, die eine ortsübliche Miete
nicht übersteigen. Zugleich betreiben Käufer Vermögensaufbau.
Die eigenen vier Wände sind auch eine gute Altersvorsorge.
Im Schnitt über alle deutschen Kreise und kreisfreien Städte
lag der Vervielfältiger 2019 bei 24. Im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet das einen Anstieg um gut eine Jahresmiete: 2018
wurden durchschnittlich knapp 23 Jahresnettokaltmieten für den
Wohnungskauf fällig. Damit sind die Kaufpreise insgesamt also
stärker gestiegen als die Mieten.
Ein Blick auf die Top 10 der deutschen Landkreise und
kreisfreien Städte zeigt, dass die Immobilienpreise besonders
den Küsten- und Alpenregionen die Mieten abhängen. Die bereits
sehr hohen Vervielfältiger des Jahres 2018 wurden 2019
nochmals übertroffen. Niedrige Vervielfältiger finden sich vor
allem in der Mitte Deutschlands.
Kaufpreise für Wohneigentum in Anzahl der
Jahresnettokaltmieten
Stadt/ Kreis Bundesland
Vervielfältiger
2019
Vervielfältiger
2018
1
Nordfriesland,
Landkreis
Schleswig-Holstein 71,9 64,5
2 Aurich, Landkreis Niedersachsen 51,6 50,3
3 Leer, Landkreis Niedersachsen 47,0 42,0
4 Wittmund, Landkreis Niedersachsen 46,5 46,6
5 Rostock, Landkreis Mecklenburg-Vorpommern 44,0 43,0
6 Miesbach, Landkreis Bayern 43,2 41,3
7
Vorpommern-Rügen,
Landkreis
Mecklenburg-Vorpommern 42,6 39,0
8 Starnberg, Landkreis Bayern 38,0 36,4
9
Garmisch-Partenkirchen,
Landkreis
Bayern 37,5 35,9
10
Vorpommern-Greifswald,
Landkreis
Mecklenburg-Vorpommern 37,5 32,8
392. Sömmerda, Landkreis Thüringen 13,2 14,4
393. Goslar, Landkreis Niedersachsen 13,1 12,7
394.
Jerichower Land,
Landkreis
Sachsen-Anhalt 13,0 12,6
395.
Saale-Orla-Kreis,
Landkreis
Thüringen 12,9 12,4
396.
Mansfeld-Südharz,
Landkreis
Sachsen-Anhalt 12,9 9,7
397.
Vogtlandkreis,
Landkreis
Sachsen 12,7 11,2
398.
Kyffhäuserkreis,
Landkreis
Thüringen 12,6 14,4
399.
Altenburger Land,
Landkreis
Thüringen 12,2 12,3
400. Wittenberg, Landkreis Sachsen-Anhalt 11,9 12,0
401.
Burgenlandkreis,
Landkreis
Sachsen-Anhalt 11,3 11,5
Deutschlandweit* 24,0 22,9
Quellen: Value AG Marktdatenbank (2020); Berechnungen des HWWI
* Durchschnitt über alle Kreise und kreisfreien Städte
Überhitzungstendenzen in den Big Seven?
Auch in den so genannten Big Seven, den sieben größten
deutschen Städten, liegen die Vervielfältiger auf hohem Niveau
und sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegen. In
Berlin und Hamburg werden für Käufer rund 36, in München sogar
37 Jahresnettokaltmieten fällig. Besonders steil angestiegen
im Verhältnis zu den Mieten sind die Immobilienpreise in
Hamburg und Berlin: Im Vorjahr mussten Käufer im Schnitt noch
knapp drei Jahresmieten weniger berappen. Kaufinteressierte
sollten ein Investment hier besonders sorgfältig prüfen. Wenn
die Immobilienpreise das Mietniveau weit überholen, kann das
ein Hinweis darauf sein, dass für die Zukunft erwartete
Wertgewinne zumindest in Teilen bereits auf die Kaufpreise
aufgeschlagen wurden , sagt Postbank-Expertin Grunwald.
Preisniveau in deutschen Großstädten (Big
Seven)
Kaufpreise in Jahresnettokaltmieten
Stadt Vervielfältiger 2019 Vervielfältiger 2018
München 37,2 36,0
Hamburg 36,0 33,2
Berlin 35,5 32,6
Frankfurt 33,5 31,4
Düsseldorf 31,3 29,9
Köln 28,2 26,8
Stuttgart 27,7 27,5
Durchschnitt* 32,8 31,1
Quellen: Value AG Marktdatenbank (2020); Berechnungen HWWI
*über die sieben größten deutschen Städte
Gemischtes Bild in deutschen Großstädten
ab 100.000 Einwohnern
Aber auch in deutschen Großstädten abseits der Big Seven
liegen die Kaufpreise 2019 im Vergleich zu den Mieten auf
hohem Niveau. Mehr als 30 Jahresmieten werden beispielweise in
Rostock, Potsdam, Regensburg und Lübeck für den Wohnungskauf
fällig. Im Schnitt liegt der Vervielfältiger in Großstädten
mit mehr als 100.000 Einwohnern bei knapp 25 Jahresmieten.
In einigen Großstädten sind die Kaufpreise allerdings im
Vergleich zu den Mieten nicht durch die Decke gegangen. Wer
statt einer Mietwohnung gern die eigenen vier Wände beziehen
möchte, dem bieten sich auf dem Immobilienmarkt vielerorts
durchaus Chancen. Eigentümer zahlen dann häufig nicht mehr
für Wohnen als Mieter, genießen aber die Vorteile einer
eigenen Immobilie , sagt Grunwald. Günstige Kaufpreise im
Verhältnis zu den Mieten gibt es etwa in Gelsenkirchen
(Vervielfältiger 15,9), Salzgitter (16,7), Bremerhaven (17,5),
Duisburg (18,1) oder Herne (18,3). In insgesamt 24 Städten mit
mehr als 100.000 Einwohnern liegt der Vervielfältiger
unterhalb von 22,5 und damit unter dem Wert, den Experten als
Grenzwert für moderate Preise betrachten.
Hintergrundinformationen zum Postbank
Wohnatlas 2020
Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende,
mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt
unter verschiedenen Aspekten auf Kreisebene beleuchtet. Unter
der Leitung von Diplom-Volkswirtin Dörte Nitt-Drießelmann,
Senior Researcherin beim Hamburger WeltWirtschaftsInstitut
(HWWI), wurde die Immobilienpreisentwicklung in den 401
deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht.
Postbank Wohnatlas 2020 Infografik Vervielfaeltiger
Was passiert, wenn der
Firmenlaptop vom Küchentisch
fällt?
Mit dem Corona-Lockdown gab es eine massive Verschiebung
klassischer Bürojobs ins Homeoffice. Was ursprünglich nur als
zeitlich begrenztes Provisorium gedacht war, entpuppt sich für
viele Angestellte gewollt oder ungewollt nun als
Dauerlösung. Obt Haftpflicht oder Unfallversicherung:
Spätestens jetzt sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit
dem Versicherungsschutz beim Arbeiten in den eigenen vier
Wänden beschäftigen.
Beim bundesweiten Umzug ins Homeoffice konnten aufgrund der
besonderen Umstände und der gebotenen Eile nicht alle Details
im Voraus geklärt werden. Der Versicherungsschutz nahm häufig
eine untergeordnete Rolle ein. Dies sollte nun dringend
nachgeholt werden.
Viele Angestellte haben gute Erfahrungen mit der Heimarbeit
gemacht und möchten trotz der Corona-Lockerungen zumindest
zeitweise auch weiterhin im Homeoffice arbeiten. Spätestens
jetzt wird es deshalb Zeit, offene Versicherungsfragen zu
klären , mahnt Armin Molla, Vertriebsvorstand der Mailo
Versicherung AG.
Als digitaler Gewerbeversicherer deckt mailo über eine
Büropolice Schäden an der Betriebseinrichtung bis zu einer
Entschädigungsgrenze von 10.000 Euro ab, wenn zum Beispiel der
Firmenlaptop aus dem privaten Arbeitszimmer des Angestellten
gestohlen wird.
Zusätzlich greift die Versicherung auch bei Unachtsamkeiten ,
so mailo-Vorstand Molla. Wichtig ist, dass wir über alle
Schäden sofort benachrichtigt werden und eine saubere
Dokumentation erfolgt. Die Grenze zwischen Privatem und
Beruflichem verschwimmt im Homeoffice häufig. Deshalb sollten
besser auch die Versicherungsbedingungen der eigenen
Privathaftpflicht nochmals überprüft werden.
Eine Betriebshaftpflicht hingegen greift unabhängig davon, wo
der Angestellte arbeitet. Wenn aufgrund einer Tätigkeit
betriebliche Schäden entstanden sind, ist es unerheblich, wo
die Mitarbeitenden während der Bürozeiten sitzen und
arbeiten , erklärt der Experte für Gewerbeversicherungen.
Der Weg zum Kühlschrank ist nicht
arbeitsbedingt
Deutlich kniffeliger als ein vom Küchentisch
heruntergefallener Laptop ist die Situation, wenn ein
Angestellter im Homeoffice stürzt. Weil die gesetzliche
Unfallversicherung zwischen privaten und beruflichen
Tätigkeiten genau unterscheidet, greift sie nur dann, wenn der
Angestellte zum Zeitpunkt des Unfalls mit einer Arbeit
beschäftigt war, die in einem direkten Zusammenhang mit seinem
Beruf steht.
Der Gang zur Toilette zum Beispiel gehört nicht dazu, hat das
Sozialgericht München entschieden (Aktenzeichen: S 40 U
227/18). Und auch der im Homeoffice doch recht häufig
eingeschlagene Weg zum Kühlschrank wird von der gesetzlichen
Unfallversicherung nicht anerkannt.
Die offenen Fragen zur Unfallversicherung sollte ein
Angestellter auf jeden Fall mit seinem Arbeitgeber klären ,
rät Versicherungsfachmann Molla. Wer langfristig aus dem
Homeoffice heraus arbeiten möchte, sollte deshalb auch eine
private Unfallversicherung in Betracht ziehen. Die gilt immer,
egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit. Das Homeoffice
wird sich nach Ansicht von mailo-Vorstand Molla langfristig
auf dem deutschen Arbeitsmarkt etablieren. (dr)
Marketing-Mix-Analyse:
Krankenhauszusatzversicherung
2020
Die Performances von zehn Versicherern für
Krankenhauszusatzversicherungen zeigen eine enorme Bandbreite
in den analysierten Marketingbereichen. Die Möglichkeiten in
den Social Media werden nur ansatzweise genutzt.
Zehn analysierte Versicherer offerieren zwischen zwei und vier
Produkte für Krankenhauszusatzversicherungen. Eine
Vergleichsanalyse der insgesamt 30 Produkte zeigt über 40
verschiedene Produktfeatures auf. In 78 Prozent der Produkte
findet sich das Feature Zwei-Bett-Zimmer, vier Prozent
beinhalten eine Haushaltshilfe bei Krankenhausaufenthalten.
Eine weitere Analyse vergleicht die monatlichen Beiträge
mittels zehn durchgerechneten Nutzerprofilen. Hier ist die
Beitragsspanne breit gestreut. Häufig belaufen sich die
monatlichen Beiträge beim teuersten Anbieter auf mehr als das
Dreifache des günstigsten Anbieters. Vier der zehn Anbieter
präsentieren sich in mindestens einem Profil als günstigster
Versicherer. Advigon und Axa finden sich häufig unter den
günstigsten Versicherern.
In Vergleichsportalen ist die Präsenz der Versicherer
überraschend heterogen: drei Anbieter sind in weniger als 20
Prozent der analysierten Portale gelistet. Gothaer und
Hallesche zeigen eine Top-Portalpräsenz hinsichtlich Anzahl
der genutzten Portale sowie der Top 10-Platzierungen. Ein
weiteres Standbein der Distribution stellen die Serviceteams,
die den Direktkontakt zum Interessenten oder Kunden bilden.
Deren Performance hinsichtlich Antwortqualität liegt bei
Telefonanfragen im Durchschnitt bei unter 50 Prozent.
Im Bereich der Kommunikation setzen die Versicherer einzelne
Schwerpunkte. Anzeigen in Suchmaschinen oder Werbung schalten
jeweils nur vier der zehn Versicherer. Die Möglichkeiten in
den Social Media werden nur ansatzweise genutzt. Im
Durchschnitt ergeben sich lediglich 0,7 relevante Beiträge pro
Anbieter und Jahr auf Facebook, Twitter oder YouTube. Und auch
in der Presse spielt das Thema Krankenhauszusatzversicherung
so gut wie keine Rolle. Im Durchschnitt veröffentlichen die
Versicherer weniger als eine Pressemitteilung pro Jahr, die
Presseresonanz ist entsprechend gering.
Sowohl das abschließende Marketingranking, als auch die
Einzelrankings der vier analysierten Marketing-Mix-Bereiche
zeigen eine enorme Bandbreite zwischen der jeweils schwächsten
und stärksten Performance. Drei der zehn untersuchten
Versicherer belegen Spitzenplätze in den vier analysierten
Marketing-Mix-Bereichen.
Über die Studie:
Die Marketing-Mix-Analyse Krankenhauszusatzversicherung 2020
von research tools gibt auf 335 Seiten Einblick in das
Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter Advigon,
Axa, Central, DFV, DKV, Gothaer, Hallesche, Ottonova, UKV,
Württembergische. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps
Product, Price, Place, Promotion. Stärken-Schwächen-Analyse
und Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und
eine statistische Marketing-Positionierung visualisiert die
Ergebnisse.

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Augustausgabe von ProExpert24

  • 2. Corona-Hilfen mit dem Finanz- amt abrechnen: So vermeiden Sie böse Überraschungen Ob Angestellte, Selbstständige oder Familien: Wer Unterstützung erhält, muss dafür oft nachträglich Steuern zahlen. Spätestens mit der Steuererklärung für 2020 müssen viele Empfänger von Corona-Hilfen mit Forderungen des Finanzamts rechnen. Da ist es gut, die möglichen Abzüge schon heute zu kennen: Zum Beispiel, wenn es um die berufliche Zukunft als Selbstständiger geht oder wenn Familien überlegen, wie viel vom 300-Euro-Bonus je Kind tatsächlich zur Verfügung steht. Die Steuerexperten der Stiftung Warentest sagen, welche nach- trägliche Belastung mit den Leistungen verbunden sein kann.
  • 3. Das Wichtigste in Kürze Angestellte. Vereinbart wurden unter anderem Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld sowie die Möglichkeit, dass Angestellte von Anfang März bis Ende Dezember 2020 bis zu 1 500 Euro Corona-Beihilfe ihres Arbeitgebers steuerfrei erhalten können. Haben Sie Kurzarbeitergeld erhalten, planen Sie Nach- forderungen des Finanzamts ein. Waren Sie im Homeoffice, prüfen Sie, ob Sie Kosten für ein Arbeitszimmer absetzen können (Arbeitnehmer: Kurzarbeit meistern, Boni steuerfrei einstreichen). Selbstständige. Sie können neben der Soforthilfe Steuer- erleichterungen beantragen, zum Beispiel, dass Zahlungen ans Finanzamt zinsfrei gestundet werden. Klären Sie mit Ihrem Steuerberater, wie hoch Ihre Steuerbelastung künftig ist, etwa wenn Sie Soforthilfe erhalten oder Zahlungen aufgeschoben haben (Selbstständige: Schlussrechnung steht noch aus). Familien. Sie erhalten bis zu 300 Euro Bonus pro Kind. Eltern, die aufgrund geschlossener Kitas und Schulen ihre Kinder selbst betreuen und deshalb ihre Arbeitszeit reduzieren, können einen Ausgleich bekommen. Überschlagen Sie, ob Sie voll vom Familienbonus profitieren oder ob Ihr Einkommen dafür zu hoch ist. Als Orientierung dienen der Steuerbescheid des Vorjahres und das dort genannte Einkommen (Familien: Mehr Vorteile für Eltern). Rentner und Nebenjobber. Frührentner haben deutlich mehr Freiraum beim Zuverdienst. Wenn Sie mehr arbeiten wollen, sollten Sie sich aber vorher vom Arbeitgeber ausrechnen lassen, wie viel Ihnen am Monatsende netto bleibt. Wer regel- mäßig mehr als 450 Euro im Monat verdient, muss Steuern und Sozialabgaben zahlen. Manchmal ist es dann besser, doch weniger zu arbeiten und Minijobber zu bleiben (Rentner und Nebenjobber: Mehr rausholen).
  • 4. Das dicke Ende kommt noch Die Soforthilfe für Soloselbstständige und Kleinunternehmer ist ein Posten auf der langen Liste an Maßnahmen, die die Bundesregierung als Reaktion auf die Corona-Krise auf den Weg gebracht hat. Von einigen Hilfsmaßnahmen wie der gesenkten Mehrwertsteuer können alle profitieren. Andere Hilfen richten sich gezielt an einzelne Gruppen, etwa direkt an Familien, Angestellte, Frührentner oder eben Selbstständige. Mit dem Finanzamt rechnen So hilfreich die Maßnahmen in den Krisenwochen oft waren oder weiterhin sind: Mit dem Steuerbescheid für 2020 können sie den Empfängern eine böse Überraschung bringen. Denn viele Leistungen müssen in der Steuererklärung abgerechnet werden. Gut möglich, dass dann ein Teil der erhaltenen Mittel wieder verloren geht. Selbstständige müssen die Soforthilfen als Betriebseinnahmen abrechnen, sodass ihre Steuerlast steigen kann. Nachträgliche Belastung einplanen Spätestens mit der Steuererklärung für 2020 müssen viele Empfänger von Corona-Hilfen mit Forderungen des Finanzamts rechnen. Auch wenn es bis dahin noch etwas dauert, hilft es bei der Planung, die möglichen Abzüge schon heute zu kennen: Zum Beispiel, wenn es um die berufliche Zukunft als Selbst- ständiger geht oder wenn Familien überlegen, wie viel vom 300- Euro-Bonus je Kind (Familien: Mehr Vorteile für Eltern) tatsächlich zur Verfügung steht.
  • 5. Vieles anders im Corona-Jahr Die Steuererklärung für 2020 kann aber auch für viele Steuer- pflichtige, die keine Corona-Hilfen erhalten haben, enttäuschend sein, etwa für Berufspendler. Bringt ihnen die Jahresabrechnung sonst viel Geld zurück, sollten sie einkalkulieren, dass sie sich dieses Mal eventuell mit weniger begnügen müssen. Homeoffice: Weniger Ausgaben für Arbeitsweg Wer 2020 mehrere Monate im Homeoffice arbeitet, spart natürlich Ausgaben für den Arbeitsweg. Eventuell ist diese Ersparnis aber längst nicht mehr im Hinterkopf, wenn im nächsten Jahr die Steuerformulare ausgefüllt werden. Dann stellen die Pendler fest, dass sie weniger Fahrtkosten absetzen können als üblich. Somit wird auch ihre Steuerersparnis niedriger sein als die, an die sie sich in den Vorjahren gewöhnt haben. Angestellte: Kurzarbeit meistern, Boni steuerfrei einstreichen Knapp elf Millionen Arbeitnehmer erhielten im März und April 2020 Kurzarbeitergeld, im Mai rund 1,1 Millionen und im Juni 342 000. Gesetzesänderungen haben einige Erleichterungen gebracht, zum Beispiel dass sich die Leistung mit der Zeit erhöht. Als weiterer Vorteil lockt ein steuerfreier Bonus vom Chef.
  • 6. Kurzarbeitergeld ersetzt volles Gehalt Wenn der Arbeitgeber die Arbeitszeit vorübergehend reduziert und so ein Teil des Verdienstes wegfällt, zahlt die Arbeits- agentur kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent des entgangenen Nettoverdienstes, mit Kindern 67 Prozent. Der Arbeitgeber darf die Zahlung aufstocken. Ab dem vierten Monat steigt der Lohn- ersatz von der Arbeitsagentur. Aufstockung durch Arbeitgeber ist abgabenfrei Das Geld der Arbeitsagentur ist steuer- und sozialabgabenfrei. Das gilt auch für die Aufstockung durch den Arbeitgeber seit März bis Jahresende, aber nur, wenn er das Kurzarbeitergeld bis höchstens 80 Prozent (mit Kindern: 87 Prozent) des Monats- nettos aufstockt. Nachträgliche Belastung. Die Steuerlast kann sich erhöhen, da der Lohnersatz dem Progressionsvorbehalt unterliegt: Das Finanzamt addiert die Zahlungen zu den übrigen Einkünften, wenn es den Steuersatz ermittelt. Dadurch steigt die Steuerbelastung an. Bis zu 1 500 Euro Bonus steuerfrei Beschäftigte in der Altenpflege bekommen 2020 einen Pflegebonus. Vom Bund erhalten sie je nach Umfang und Art der Beschäftigung bis zu 1 000 Euro. Die meisten Länder stocken diese Summe um bis zu 500 Euro auf. Unabhängig vom Beruf können Arbeitgeber Mitarbeitern aufgrund von Corona zusätzlich zum vertraglich vereinbarten Gehalt Beihilfen zahlen. Geld- und Sachleistungen bis 1 500 Euro im
  • 7. Jahr sind steuer- und sozialabgabenfrei. Die Leistung ist neben anderen geldwerten Extras erlaubt, etwa neben einem regelmäßigen Zuschuss zum Monatsticket. Nachträgliche Belastung. Die Beschäftigten müssen keine Abzüge fürchten. Selbstständige: Schlussrechnung steht noch aus Ob Musiker, Physiotherapeut oder Café-Betreiber: Corona hat viele Soloselbstständige und Kleinunternehmer an ihre finanziellen Grenzen geführt. Sie können nun zum Beispiel Geld- leistungen beantragen oder günstig an KfW-Kredite kommen. Und der Zugang zur Grundsicherung vom Staat wurde erleichtert (mehr in unserem Special Grundsicherung im Alter). Soforthilfe für Fixkosten Bis Ende Mai hatten Selbstständige die Möglichkeit, eine Soforthilfe zu beantragen. Die Höhe richtete sich unter anderem nach der Betriebsgröße. Für Einzelunternehmer oder Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern waren bis zu 9 000 Euro Soforthilfe möglich. Der Bund stellte das Geld für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten bereit. Für die Abwicklung waren die Bundesländer zuständig, die die Leistungen des Bundes zum Teil durch eigene Programme ergänzt haben.
  • 8. Überbrückungshilfe Seit Juni gilt mit der Überbrückungshilfe ein neues Angebot des Bundes: Auf Antrag bekommen Selbstständige einen Teil ihrer Fixkosten erstattet je nach Höhe ihrer Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr. Nachträgliche Belastung. Die Hilfen zählen als Betriebs- einnahmen, sodass nachträglich Steuern fällig werden können. Zudem müssen Empfänger nachweisen, dass sie das Geld zu Recht erhalten haben. Zu viel erhaltene Leistungen müssen sie zurück- zahlen. Steuerzahlungen verschieben Auf Antrag stundet das Finanzamt fällige Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer. Bis zum 31. Dezember 2020 müssen Selbstständige dafür keine Zinsen zahlen. Sie können zudem beantragen, dass Steuervorauszahlungen, die derzeit fällig wären, gesenkt oder bereits geleistete Vorauszahlungen erstattet werden. Nachträgliche Belastung. Die Steuerzahlung wird nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Wer Steuern stunden lässt oder Vorauszahlungen vorerst umgeht, muss einplanen, dass sich die Posten summieren und das Finanzamt die Steuern später fordert. Familien: Mehrere Vorteile für Eltern Familien mit kleineren Kindern standen in den vergangenen Monaten vor besonderen Herausforderungen. Da Schulen und Kitas geschlossen waren, mussten viele Eltern die Kinderbetreuung und das Homeschooling neben ihrer Berufstätigkeit meistern. Als finanzielle Entlastung erhalten sie nun unter anderem einen Familienbonus.
  • 9. 300 Euro pro Kind Für jedes Kind, für das Eltern Anspruch auf Kindergeld haben, wird ihnen ein Bonus von 300 Euro ausgezahlt. Das Geld soll in zwei Raten im September und Oktober fließen. Nachträgliche Belastung. Verheiratete Eltern, die 2020 ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 67 800 Euro (Unver- heiratete: 33 900 Euro) erzielen, müssen einplanen, dass nach der Steuererklärung nur ein Teil oder sogar nichts von dem Bonus bleibt. Zusammenspiel von Kindergeld und Steuerfreibeträgen Die nachträgliche Belastung ergibt sich durch das Zusammen- spiel von Kindergeld und Steuerfreibeträgen für Kinder. Eltern haben Anspruch auf Kindergeld und auf Kinderfreibeträge. Diese liegen 2020 bei insgesamt 7 812 Euro pro Kind. Eltern erhalten jedoch nicht beides gleichzeitig, sondern profitieren entweder von den Freibeträgen oder vom Kindergeld 2020 von den Frei- beträgen oder vom Kindergeld plus Familienbonus. Bei der Steuererklärung ermittelt das Finanzamt automatisch, wie hoch der Steuervorteil einer Familie dank der Steuerfrei- beträge ist. Ist der Steuervorteil größer als das Kindergeld, zieht es vom Vorteil das Kindergeld ab und nur der Rest wirkt sich steuermindernd aus.
  • 10. Beispielrechnung Was das im Einzelfall bedeutet und wie sich die 300 Euro Bonus auswirken, zeigt ein Beispiel, das der Bundesverband Lohn- steuerhilfevereine (BVL) für eine Familie mit einem Kind gerechnet hat: Die Eltern erzielen 2020 ein Einkommen von 75 000 Euro. Für ihre Tochter erhalten sie übers Jahr 2 448 (12 × 204) Euro Kindergeld. Ohne Corona-Bonus ergäbe sich folgendes Bild: Das Finanzamt würde ermitteln, dass das Paar dank der Kinderfrei- beträge 2 568 Euro Einkommensteuer spart. Von diesem Wert ziehen die Beamten die 2 448 Euro Kindergeld ab, sodass sich eine Steuerersparnis von 120 Euro ergeben würde. Weil das Paar aber 2020 die 300 Euro Corona-Bonus erhält, spart es in diesem Jahr diese 120 Euro Steuern nicht, denn das Paar erhält übers Jahr verteilt bereits 2 748 Euro (2 448 Euro Kindergeld + 300 Euro Bonus). Diese Zahlung ist höher als die Steuerersparnis von 2 568 Euro, die sich durch die Kinderfrei- beträge ergibt. Die Steuerfreibeträge wirken sich also dieses Mal nicht aus. Letztlich erhält das Paar also 300 Euro Bonus, muss dafür aber auf 120 Euro Steuerersparnis verzichten. Ausgleich für Gehaltseinbußen Geschlossene Kitas und Schulen zwangen viele Eltern, für einige Wochen oder Monate die Arbeitszeit zu reduzieren. Für die Einkommenseinbußen konnten und können sie bei ihrem Arbeit- geber Ausgleichszahlungen beantragen: 67 Prozent des entgangenen Nettoverdienstes, maximal 2 016 Euro monatlich. Das Geld fließt pro Elternteil für höchstens zehn Wochen (Alleinerziehende: 20 Wochen). Es muss aber kein zusammenhängender Zeitraum sein. Nachträgliche Belastung. Eltern müssen einplanen, dass die gezahlte Entschädigung dem Progressionsvorbehalt unterliegt
  • 11. (Arbeitnehmer: Kurzarbeit meistern, Boni steuerfrei einstreichen). Dadurch steigt der Steuersatz für die übrigen Einkünfte, sodass mehr Steuern fällig werden. Mehr steuerfrei für Alleinerziehende Alleinerziehenden steht mit dem Entlastungsbetrag ein eigener Steuerfreibetrag zu. Dieser steigt für 2020 und 2021 von 1 908 auf 4 008 Euro. Für jedes weitere Kind liegt der Freibetrag um 240 Euro höher. Nachträgliche Belastung. Die Steuerlast steigt nicht, sondern sinkt sogar. Arbeitgeber finanziert Betreuung Der Arbeitgeber darf Familien zusätzlich zum vertraglich vereinbarten Verdienst unter die Arme greifen, um eine kurz- fristige Kinderbetreuung oder auch die Versorgung eines pflegebedürftigen Angehörigen zu ermöglichen. Wenn der Arbeit- geber zum Beispiel die Kosten für eine Tagesmutter übernimmt, die kurzfristig das Kind seiner Angestellten betreut, bleiben Zahlungen bis zu 600 Euro im Jahr steuerfrei. Nachträgliche Belastung. Bei einer Unterstützung bis 600 Euro im Jahr müssen Beschäftigte keine Abzüge fürchten. Zahlt der Arbeitgeber aber mehr für eine kurzfristige Betreuung, ist der Anteil oberhalb der 600 Euro steuerpflichtig. Rentner und Nebenjobber: Mehr rausholen Rentner und andere haben im Nebenjob derzeit besondere Freiräume beim Verdienst.
  • 12. Im Minijob über 450 Euro verdienen Normalerweise dürfen Minijobber für höchstens drei Monate im Jahr mehr als 450 Euro im Monat verdienen, zum Beispiel wenn sie unvorhergesehen für eine erkrankte Kollegin einspringen und deshalb mehr arbeiten müssen. Durch Corona darf die 450- Euro-Grenze bis zu fünf Mal überschritten werden, ohne dass aus der geringfügigen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird. Nachträgliche Belastung. Solange es ein Minijob bleibt, müssen Beschäftigte meist keine Abzüge fürchten. Häufig versteuert der Arbeitgeber den Verdienst pauschal. In der Steuererklärung taucht er nicht auf. Höherer Zuverdienst für Frührentner Rentner, die die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, dürfen normalerweise bis zu 6 300 Euro im Jahr verdienen, ohne dass ihre Altersrente gekürzt wird. Für 2020 wurde die Grenze deutlich auf 44 590 Euro angehoben. Nachträgliche Belastung. Für einen regelmäßigen Verdienst von mehr als 450 Euro im Monat sind Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Bevor Frührentner einen Job antreten, sollten sie sich vom Arbeitgeber ausrechnen lassen, wie viel ihnen am Monats- ende netto bleibt. Durch die Abzüge kann es sein, dass ein Bruttomonatsverdienst von mehr als 450 Euro netto kaum mehr oder sogar weniger bringt als ein 450-Euro-Minijob.
  • 13. Übungsleiterpauschale nutzen Ärzte und Pfleger, die in Rente sind und im Zuge der Pandemie ins Berufsleben zurückkehrten, dürfen für ihre Tätigkeit die Übungsleiterpauschale nutzen. Dadurch bleibt ein Einkommen von bis zu 2 400 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei. Nachträgliche Belastung. Wird die Grenze von 2 400 Euro einge- halten, müssen die Beschäftigten keine Abzüge fürchten. Selbst wenn die Einnahmen höher sind, werden dafür eventuell keine Steuern fällig, denn die Beschäftigten können eigene Ausgaben für den Job beim Finanzamt geltend machen.
  • 14. Corona-Krise drängt Engagement der Jugendlichen für Klimaschutz in den Hintergrund Online-Streiks von Fridays for Future finden nur geringen Zulauf Viele Teenager achten beim Online-Shopping auf Nachhaltigkeit Bis zur Corona-Krise konnten sich Greta Thunberg & Co. auf die Unterstützung von deutschen Jugendlichen verlassen. Knapp ein Drittel der 16- bis 18-Jährigen hat schon einmal an einer Fridays-for-Future-Demo teilgenommen. Mädchen in diesem Alter sind in der Bewegung besonders aktiv. Während 34 Prozent von ihnen bereits für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen sind, gilt das nur für 28 Prozent der Jungen. Die Teenager setzten sich aber nicht nur bei Fridays for Future für die Umwelt ein, sondern auch auf andere Weise. Insgesamt engagierten sich vor der Corona-Krise 65 Prozent von ihnen für den Klimaschutz. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt
  • 15. wurden. Seit Fridays for Future wegen Covid-19 den Protest von der Straße ins Netz verlagert hat, ist die Unterstützung der Teenager allerdings längst nicht mehr so groß. Lediglich sechs Prozent von ihnen haben bislang an einem Online-Streik teilgenommen. 36 Prozent sagen nun sogar, das Thema interessiere sie nicht. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor der Pandemie. Darüber hinaus mangelt es den Online- Aktionen an Bekanntheit: Jeder vierte Jugendliche hat noch nichts davon gehört. Immerhin: Jeder Dritte möchte künftig gerne mal im Internet für das Klima demonstrieren. Das gilt vor allem für Mädchen. Während sich 38 Prozent von ihnen eine Teilnahme vorstellen können, sind es bei den Jungen nur 26 Prozent. Teenagern ist Nachhaltigkeit vor allem beim Kauf von Kleidung und Schuhen wichtig Auch wenn die Jugendlichen gerade weniger zahlreich protestieren als vor der Corona-Krise, bleiben Umweltschutz und Nachhaltigkeit wichtige Themen für sie etwa beim Online- Shopping. 61 Prozent der Teenager achten beim Kauf von Kleidung und Schuhen auf Kriterien wie den Einsatz natürlicher Rohstoffe oder die Vermeidung von Plastik. Bei Kosmetika tun das 53 Prozent. Und bei modischen Accessoires wie Sonnenbrillen oder Taschen denken 42 Prozent beim Kauf an die Umwelt. Auch bei von Influencern empfohlenen Produkten ist es jedem Zweiten wichtig, dass diese umweltschonend hergestellt sind. Je älter die Jugendlichen sind, desto stärker ist ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit. 54 Prozent der 18-Jährigen, die Produkte auf Empfehlung von Influencern gekauft haben, achten auf den Klimaschutz. Unter den 17-Jährigen tun das 45
  • 16. Prozent und unter den 16-Jährigen sind es nur 42 Prozent. Ob beim Klimastreik oder beim Online-Shopping: Die heutigen Jugendlichen sind politisch interessiert und haben einen klaren Kompass , sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. Auch wenn Fridays for Future derzeit bei Aktionen im Netz weniger Unterstützung durch die Jugend erhält als zuvor auf der Straße, spielt das Thema Nachhaltigkeit in dieser Altersgruppe weiterhin eine wichtige Rolle. Als Verbraucher sorgen die Teenager durch ihre Nachfrage schon jetzt dafür, dass Unternehmen immer mehr nachhaltige Produkte anbieten. Diese Entwicklung wird sich in Zukunft fortsetzen. Postbank 20_08_18 Infografik Nachhaltigkeit Hintergrundinformationen zur Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 wurden im April und Mai dieses Jahres 1.000 Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren repräsentativ befragt.
  • 17. Digitale Versicherer gehen gestärkt durch die Corona- Krise Versicherungsunternehmen, die Vorreiter bei der digitalen Transformation sind, gehen gestärkt durch die COVID-19- Pandemie. Diese Unternehmen sind dank digitaler Vertriebs- und Betriebskanäle auch in der Krise vollständig arbeitsfähig und haben keine Produktivitätseinbußen, sondern können teilweise sogar mit wachsendem Geschäftsvolumen glänzen. Dies belegt eine aktuelle Studie der Managementberater von EY Innovalue, bei der qualitative Expertengespräche mit Vorständen und Spezialisten bei 26 Unternehmen der deutschen Versicherungswirtschaft geführt wurden. Die Studie bestätigt, was vielfach vermutet wurde: Digitale Vorreiter sind klar im Vorteil in der Corona-Krise. Doch an dieser Stelle zu verharren, ist wenig ratsam. Jetzt geht es darum, wie sich das Management auf die Post-Corona-Zeit vorbereitet und welche Handlungsfelder konkret angegangen werden sollten , betont Stephan Maier, Partner und Managing Director bei EY Innovalue. PM_EY_Innovalue_Operations-Studie
  • 18.
  • 19. Starke Bonität und stabiler Ausblick myLife erhält positives Bonitätsrating von Assekurata Die Ratingagentur Assekurata bescheinigt der myLife Lebensversicherung AG mit dem A-Rating erneut eine starke Bonität und einen stabilen Ausblick. In den kommenden Jahren wird eine Fortsetzung des Wachstums erwartet. myLife profitiert von einer starken Positionierung und einer hohen Reputation. Das Rating war in diesem Jahr von dem weiterhin andauernden Niedrigzinsniveau am Kapitalmarkt und insbesondere durch die äußeren Rahmenbedingungen aufgrund der Corona- Pandemie beeinflusst. Die myLife Lebensversicherung AG als Spezialist im Bereich provisionsfreier Nettoversicherungen hat sich einem weiteren Bonitätsrating von Assekurata unterzogen. Mit einem A- konnte der Göttinger Lebensversicherer die Beurteilung aus dem Vorjahr erneut bestätigen. Der myLife wird eine starke Bonität, ein geringes Ausfallrisiko und ein stabiler Ausblick attestiert. Hinsichtlich ihrer Bonität profitiert die myLife von ihren überaus hohen bilanziellen Sicherheitsmitteln. Ebenso verfügt
  • 20. die myLife im eigenen Versicherungsbestand im Marktvergleich nur über sehr geringe Garantiezinsverpflichtungen. Es besteht eine komfortable Bedeckung der Kapitalanforderung nach Solvency II. PM_myLife_Assekurata_2020_08_11_RZ
  • 21. Commerzbank erneut mit Spitzenposition für Aktienresearch und -sales in Deutschland Commerzbank in diesjähriger Institutional Investor (ehemals Extel) Umfrage auf Platz 1 in Overall Germany Research Die beiden bestplatzierten Analysten für Overall Germany Research sind bei der Commerzbank tätig Commerzbank auf Platz 1 bzw. 2 in Sektoren mit Deutschland-Bezug Platz 1 und 2 in den europäischen Kategorien Equity Technical Analysis & Charting und Index Analysis Commerzbank ebenso an der Spitze für Sales: Overall Germany sowie Corporate Access: Overall Germany In der diesjährigen Umfrage von Institutional Investor (ehemals Extel) unter Aktienprofis in Europa und USA hat die Commerzbank ihre Spitzenposition im Aktienresearch, -sales und Corporate Access für Deutschland erneut bestätigt. Sie knüpft damit nahtlos an die Top 1 und 2 Platzierungen als Germany- Leading Brokerage Firm der vergangenen 10 Jahre bei der Extel-Umfrage an.
  • 22. In den Research-Sektoren mit Deutschland-Bezug erzielte die Commerzbank die Spitzenposition in Financials , Industrials und Information Technology sowie Rang 2 bei Consumer Discretionary , Materials und Small & Mid Cap Stocks . Auch in den europäischen Kategorien Equity Technical Analysis & Charting sowie Index Analysis belegt die Commerzbank erneut Platz 1 und 2. Im Bereich Corporate Access: Overall Germany erhielt die Bank außerdem die Bestnote für Conferences , Roadshows , Field Trips , Logistics und Team Quality . Wir haben immer an unserem Qualitätsversprechen eines erstklassigen Researchangebots festgehalten und sind sehr dankbar, dass unsere Kunden dies schätzen , so Christoph Dolleschal, Leiter Equity Research & Strategy und stellvertretender Leiter Research der Commerzbank. Auch hat in dieser herausfordernden Zeit der Umfang und die Qualität unseres Produktangebotes nicht gelitten. Hier zahlt sich aus, dass wir vor einem Jahr die Researchproduktion vollständig digitalisiert haben und es somit keine Einschränkungen durch Homeoffice Tätigkeiten gab. In der Befragung bei über 1.200 Finanzinstitutionen für den europäischen Aktienmarkt konnten die Analysten der Commerzbank auch mehrere Einzelrankings für sich entscheiden: Die beiden besten Analysten innerhalb der Kategorie Overall Germany Research arbeiten bei der Commerzbank: Andreas Huerkamp (Platz 1) und Achim Matzke, Leiter Technical Analysis & Index Research (Platz 2). Darüber hinaus konnten Commerzbank-Analysten weitere 20 Top 10 Positionen in verschiedenen Kategorien mit Deutschland-Bezug für sich entscheiden; davon 12 in den Top 3.
  • 23. Jeder dritte Teenager kauft wegen Corona mehr im Internet Social-Media-Influencer beeinflussen Jugendliche stark beim Online-Shopping Jungen geben deutlich mehr Geld im Netz aus als Mädchen Der Shutdown während der Corona-Krise hat Spuren hinterlassen auch im Einkaufsverhalten Jugendlicher. 35 Prozent der 16- bis 18-Jährigen sagen, dass sie seitdem mehr online bestellen. Im Schnitt geben sie 77 Euro aus, das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden. Zwölf Prozent der Jugendlichen wiederum shoppen aufgrund von Corona gezielter und versuchen, kleine und lokale Geschäfte zu unterstützen, die ihr Sortiment nun auch online anbieten. Doch es gibt auch Teenager, die aktuell weniger Geld ausgeben: Acht Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, insgesamt, also auch online, weniger einzukaufen, da sie nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben.
  • 24. Gerade Mädchen springen auf Werbung von Influencern an Kleidung, Schminke, Ernährung: Insbesondere weibliche Teenager lassen sich beim Kauf im Netz von YouTubern und Co. beeinflussen. Fast die Hälfte von ihnen hat ein Produkt schon einmal nach Empfehlung eines Influencers oder einer Influencerin bestellt. Von den Jungen sind es ein Drittel. 41 Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, nach der Werbung durch einen Influencer ein bestimmtes Produkt im Netz geordert zu haben. Jungen haben mehr Geld zur Verfügung und geben auch mehr aus Insgesamt kaufen neun von zehn Teenagern im Internet ein. Bei männlichen Jugendlichen sitzt das Geld allerdings lockerer: Sie geben im Schnitt 92 Euro pro Monat aus, Mädchen hingegen nur 63 Euro. Die Studie gibt auch Hinweise, was dahinterstecken könnte: Jungen haben monatlich deutlich mehr Geld zur Verfügung, nämlich durchschnittlich 272 Euro. Mädchen hingegen nur 165 Euro. Nicht einmal zwei Drittel aller Teenager besitzen allerdings auch ein eigenes Girokonto unter ihrem Namen. Auch wenn sich auf dem ersten eigenen Konto meist noch keine großen Summen befinden, sollten Jugendliche lernen, verantwortungsbewusst mit ihrem Geld umzugehen , sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. Dazu gehört, die zur Verfügung stehenden Beträge sinnvoll einzuteilen, Rücklagen zu bilden und sich darüber zu informieren, welche Bankprodukte und
  • 25. Möglichkeiten zur Geldanlage es auch für kleinere Beträge gibt. Das hilft jungen Leuten, jetzt und später die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen. Junge Generation hat starkes Umweltbewusstsein beim Online-Shopping Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf spielt bei den Teenagern eine große Rolle: Besonders wichtig ist es Jugendlichen, dass Kleidung und Schuhe Nachhaltigkeitskriterien wie umweltfreundliche Produktion oder klimaneutralen Versand erfüllen. Das sagen 61 Prozent. Fast ebenso relevant ist es den Jugendlichen bei Körperpflege- und Kosmetikartikeln: Hier geben 53 Prozent der Teenager an, dass sie zumindest gelegentlich auf die Nachhaltigkeit der Produkte achten. Übrigens: Je älter die Jugendlichen, desto höher der Stellenwert von Nachhaltigkeit beim Einkauf. Hintergrundinformationen zur Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 wurden im April und Mai dieses Jahres 1.000 jugendliche Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren repräsentativ befragt. 20_08_06 Infografik Internet Kaufverhalten Postbank
  • 26. Commerzbank trotz Corona mit Quartalsgewinn Die Commerzbank hat im zweiten Quartal 2020 trotz deutlich höherer Belastungen aus dem Risikoergebnis einen Operativen Gewinn von 205 Millionen Euro erzielt. Die Bank verzeichnete eine insgesamt stabile Entwicklung im Kundengeschäft. So steigerte das Firmenkundensegment dank eines guten Kapitalmarktgeschäfts die Erträge leicht. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden verzeichnete die Bank vor allem über ihre digitalen Angebote weiteres Wachstum bei Kunden sowie Kredit- und Wertpapiervolumen. Insgesamt steigerte die Bank die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 7 %. Hier spiegeln sich ein deutlicher Anstieg des Provisionsergebnisses und Aufholungen bei Bewertungseffekten wider. Letztere hatten das Vorquartal stark belastet und haben sich wie erwartet teilweise erholt. Die Operativen Kosten senkte die Bank um 3,3 %. Dem stand ein mit minus 469 Millionen Euro deutlich höheres Risikoergebnis gegenüber. Es beinhaltet weitere Corona-Effekte von minus 131 Millionen Euro und Belastungen von 175 Millionen Euro aus einem Einzelfall. Obwohl die Bank die neuen regulatorischen Übergangsregeln nicht genutzt hat, verbesserte sich die harte Kernkapitalquote von 13,2 % im Vorquartal auf 13,4 % und liegt damit weiter klar über allen Anforderungen.
  • 28. vfm-Gruppe: Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt Die vfm-Gruppe zieht eine äußerst zufriedenstellende Bilanz für das Geschäftsjahr 2019. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete der Finanzdienstleister aus dem oberfränkischen Pegnitz ein Wachstum bei den Courtage- und Provisionserlösen in Höhe von 9,54 Prozent beziehungsweise 3,3 Millionen Euro. Darüber hinaus ist das Unternehmen bisher sehr gut durch die diesjährige Corona-Krise gekommen. Wirtschaftlich konstatiert das Gros der vfm-Vermittler für das laufende Geschäftsjahr bislang keine negativen Folgen. Die vfm-Gruppe blickt auf ein insgesamt sehr gutes Geschäftsjahr 2019 zurück. Die Courtage- und Provisionserlöse im Verbund konnten auf 37,9 Millionen Euro gesteigert werden (2018: 34,6 Millionen Euro). Das Wachstum wurde insbesondere durch einen letztjährigen Nettobestandszubau hauptsächlich im Kompositbereich in Höhe von 14,2 Millionen Euro realisiert. Die Eigenkapitalquote der vfm-Gruppe erhöhte sich 2019 gegenüber Vorjahr auf 48,29 Prozent (2018: 47,86 Prozent). Mit den Geschäftsergebnissen 2019 und der soliden Unternehmensentwicklung sind wir sehr zufrieden. Die Resultate machen deutlich, dass unsere Kooperationspartner erneut eine
  • 29. beachtenswerte Beratungsarbeit geleistet haben. Zudem lagen sowohl die Gesamtschadenquote in SHU und Kfz als auch die Stornoquote in der Lebens und Krankenversicherung 2019 auf anhaltend niedrigem Niveau. Dies setzt die Einhaltung hoher Qualitätsanforderungen und eine erstklassige Beratung voraus. Umfassende Unterstützung erhalten die über 400 Kooperationspartner der vfm jederzeit von den 80 Experten unserer fachspezifischen Kompetenz-Center , so vfm- Geschäftsführer Klaus Liebig. An das letzte Jahr anknüpfend bleibt die vfm-Gruppe auch 2020 trotz herausfordernder Corona-Krise aktuell auf gesundem Wachstumskurs. Unsere Kooperationspartner stufen die Krise und ihre Folgen selbstredend als grundsätzlich ernst ein, in der Praxis wurden die negativen Auswirkungen bei den jeweiligen Vermittlerbetrieben jedoch tendenziell als eher gering eingeschätzt. Mit Blick auf den laufenden Geschäftsverlauf konnten die vfm-Kooperationspartner das gute Vorjahresniveau halten oder weiter ausbauen , erklärt Liebig. Für einzelne Sparten verzeichnete die vfm-Gruppe sogar ein deutliches Umsatzplus. So steigerten sich die Courtagen im Krankenversicherungsbereich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber Vorjahr um 5,5 Prozent. Die Sparte Baufinanzierung konnte bei den Erlösen sogar ein Wachstum in Höhe von 41 Prozent generieren. Die Zahlen belegen, dass die vfm-Gruppe mitsamt ihren Kooperationspartnern bislang gut durch diese schwierige Zeit gekommen ist. Besonders geholfen haben dabei unsere bereits getätigten Investitionen in IT-Projekte wie etwa in unsere hauseigene Maklerverwaltungslösung Keasy , kommentiert vfm- Geschäftsführer Robert Schmidt. Der IT-Verantwortliche weiter: Mit dem Corona-Ausbruch haben der digitale Wandel und die Onlineberatung nochmals deutlich Fahrt aufgenommen. Vermittler profitierten diesbezüglich von den umfassenden digitalen
  • 30. Lösungen der vfm. Viele positive Rückmeldungen bestätigen, dass unser Maklerverwaltungsprogramm Keasy den Beratungsalltag der vfm-Kooperationspartner deutlich entlastet. Zudem lässt sich mit der bereitgestellten Software die komplette Beratungsstrecke elektronisch und bestmöglich automatisiert durchführen. Das spart wertvolle Zeit und sorgt für mehr Effizienz sowie Produktivität im Vermittlerunternehmen. Zum Wohle der Kooperationspartner wird vfm auch künftig Investitionen in technische Weiterentwicklungen und insbesondere in die hauseigene Software Keasy tätigen. Erst kürzlich wurden die neuesten Features des Maklerverwaltungsprogramms vorgestellt. Makler können von zahlreichen neuen Schnittstellen profitieren. Zudem wurden die Endkunden-App mit neuen Features ausgestattet, der E-Mail- Dienst Outlook weiter mit Keasy vernetzt sowie die Funktion der digitalen Unterschrift in der neuen Version verbessert. Darüber hinaus gibt es noch unzählige vertriebsunterstützende Maßnahmen, die allesamt dazu beitragen, dass die Kooperationspartner noch erfolgreicher arbeiten können.
  • 31. neue leben: Altersvorsorge auf Knopfdruck Die neue leben Lebensversicherung AG, Vorsorgepartner zahlreicher Sparkassen, bietet als einer der ersten Versicherer in Deutschland den Abschluss eines Altersvorsorgeprodukts in einer kompletten digitalen Beratungs- und Abschlussstrecke online an. Für Holm Diez, Vertriebs-Vorstand der neuen leben, ein Meilenstein im Vorsorgeangebot: Unser Anspruch ist es, jungen, technikaffinen Kunden, eine zeitgemäße und vor allem digitale Abschlussmöglichkeit zu bieten. In der Corona-Zeit haben sich auch Kunden, die sich sonst gerne in den Filialen beraten lassen, für digitale Angebote geöffnet. Ich freue mich, dass wir unseren Kunden und Sparkassenpartnern für ihre Internet-Filiale einen Onlineabschluss bieten können. Zunächst ist der Online-Abschluss des erfolgreichen Produkts Aktivplan eine Kombination aus konventioneller und fondsgebundener Rentenversicherung, möglich. Weitere Produkte werden sukzessive folgen. Einfach digital Die Handhabung ist bewusst einfach gehalten mit wenigen Angaben in der digitalen Beratungsstrecke können Kunden ihren
  • 32. Sparbeitrag sowie die für sie sinnvollste Anlagestrategie ermitteln Basis dafür sind ihre Kenntnisse im Umgang mit Kapitalanlagen sowie ihre individuelle Risikobereitschaft. Anhand der Angaben des Kunden wird eine Fondsquote empfohlen, die nach Bedarf angepasst werden kann. Darüber hinaus sind auch Fonds, Beitragshöhe sowie Zahlweise für den Kunden flexibel wählbar. Nach dem Download der Beratungsdokumentation und Antragsunterlagen kann der Kunde verbindlich abschließen. Diez betont: Eine Produktberatung insbesondere zu fondsgebundenen Lebensversicherungen ist in der Regel hochkomplex und bedarf einer kompetenten Beratung. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, diese Komplexität in einen einfachen, intuitiven und digitalen Prozess zu integrieren. Der Prozess findet vollständig online statt. Eine Unterschrift ist nicht erforderlich. Und die Online- Identifikation erfolgt unmittelbar sowohl per Handy als auch mit Tablet oder Desktop. Mit einem Klick zum persönlichen Beratungsgespräch Kunden können auch während des Prozesses jederzeit ein persönliches Beratungsgespräch mit ihrer Sparkasse vereinbaren. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat die Onlineabschlusstrecke bereits im Mai in ihre Internet-Filiale aufgenommen. Seitdem sind weitere 14 Sparkassen dem Beispiel gefolgt. Über den Aktivplan Der neue leben Aktivplan ist eine moderne Anlageform, die sich flexibel jeder Lebens- und Marktlage anpasst. Mit dem Mix aus konventioneller Rentenversicherung und der fondsgebundenen Rentenversicherung können Kunden zwei Anlageformen gleichzeitig nutzen. Der Kunde entscheidet ganz individuell,
  • 33. welcher Teil seines Beitrags chancenorientiert in Fonds und welcher konventionell mit Bruttobeitragsgarantie zum Rentenübergang angelegt werden soll. Darüber hinaus sind Zuzahlungen auch gleich zum Versicherungsbeginn möglich. Bei steigenden Zinsen oder starken Kursschwankungen können Kunden ihr Fondsvermögen einfach komplett oder teilweise in den konventionellen Teil umschichten. Dies ist einmal pro Jahr möglich. Zudem ist in dem Aktivplan eine Pflegekomponente integriert. Sollte der Kunde zum Rentenbeginn oder im Rentenbezug pflegebedürftig werden, kann er zwischen einer Todesfallleistung oder einer erhöhten lebenslangen Rente wählen. Die hohe Produktqualität bestätigen seit Jahren auch die unabhängigen Experten der Rating-Agentur Franke und Bornberg . In den drei Kategorien neue klassische , fondsgebundene und beitragsorientierte hybride Rentenversicherungen wurde der Aktivplan jeweils mit der Höchstnote FFF+ Hervorragend (Note 0,5) (Stand: 04/2019), ausgezeichnet.
  • 34. Immobilienmarkt: Droht jetzt die Überhitzung? Experten analysieren regionale Wohnungsmärkte in Deutschland In vielen Ballungsräumen hängen die Kaufpreise die Mieten ab Die Immobilienpreise in Deutschland steigen seit Jahren, besonders in den Ballungsräumen. Droht der Markt zu überhitzen? Ein Gradmesser ist das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisniveau. Ein Blick in den Postbank Wohnatlas zeigt, dass in 158 von 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Wohnungspreise noch vergleichsweise moderat, in den Großstädten aber überdurchschnittlich hoch ausfallen. In der Analyse hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) für die Postbank die Immobilienangebote untersucht. Messinstrument für das Verhältnis von Mieten zu Kaufpreisen ist der so genannte Vervielfältiger. Wie viele durchschnittliche Jahresmieten kostet eine Eigentumswohnung im Schnitt? In die Berechnungen gingen durchschnittliche Kauf- und Mietpreise des Jahres 2019 ein. Den Experten zufolge ist nicht zu erwarten, dass die Auswirkungen der Corona-Krise in
  • 35. den kommenden Monaten zu großen Verschiebungen im Verhältnis der Preise zueinander führen werden. Langfristig könnte es allerdings in wirtschaftlich besonders betroffenen Regionen zu Anpassungen kommen. Brechen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte stark ein, wird dies auch die Nachfrage nach Wohnraum abschwächen. Große Unterschiede in Deutschland Je niedriger der örtliche Vervielfältiger ausfällt, desto höher die Ertragschancen für den Käufer. Das gilt sowohl für Selbstnutzer, die keine Mieten mehr zahlen möchten, wie auch für Vermieter, die mit den Mieteinnahmen die Immobilie finanzieren wollen. Bundesweit reicht die Spanne von elf Jahresnettokaltmieten im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt bis zu knapp 72 im Landkreis Nordfriesland an der Nordsee, zu dem die begehrten Lagen auf Sylt, Föhr und Amrum gehören. Bei einem Vervielfältiger von unter 22,5 sprechen die Experten von einem moderaten Kaufpreisniveau gemessen an den örtlichen Mieten. Eva Grunwald, Leiterin Immobiliengeschäft Postbank erläutert: Wenn der Kaufpreis in diesem Bereich liegt, fahren Käufer oft günstiger als Mieter: Die niedrigen Zinsen ermöglichen dann monatliche Raten, die eine ortsübliche Miete nicht übersteigen. Zugleich betreiben Käufer Vermögensaufbau. Die eigenen vier Wände sind auch eine gute Altersvorsorge. Im Schnitt über alle deutschen Kreise und kreisfreien Städte lag der Vervielfältiger 2019 bei 24. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um gut eine Jahresmiete: 2018 wurden durchschnittlich knapp 23 Jahresnettokaltmieten für den Wohnungskauf fällig. Damit sind die Kaufpreise insgesamt also stärker gestiegen als die Mieten. Ein Blick auf die Top 10 der deutschen Landkreise und
  • 36. kreisfreien Städte zeigt, dass die Immobilienpreise besonders den Küsten- und Alpenregionen die Mieten abhängen. Die bereits sehr hohen Vervielfältiger des Jahres 2018 wurden 2019 nochmals übertroffen. Niedrige Vervielfältiger finden sich vor allem in der Mitte Deutschlands. Kaufpreise für Wohneigentum in Anzahl der Jahresnettokaltmieten Stadt/ Kreis Bundesland Vervielfältiger 2019 Vervielfältiger 2018 1 Nordfriesland, Landkreis Schleswig-Holstein 71,9 64,5 2 Aurich, Landkreis Niedersachsen 51,6 50,3 3 Leer, Landkreis Niedersachsen 47,0 42,0 4 Wittmund, Landkreis Niedersachsen 46,5 46,6 5 Rostock, Landkreis Mecklenburg-Vorpommern 44,0 43,0 6 Miesbach, Landkreis Bayern 43,2 41,3 7 Vorpommern-Rügen, Landkreis Mecklenburg-Vorpommern 42,6 39,0 8 Starnberg, Landkreis Bayern 38,0 36,4 9 Garmisch-Partenkirchen, Landkreis Bayern 37,5 35,9 10 Vorpommern-Greifswald, Landkreis Mecklenburg-Vorpommern 37,5 32,8 392. Sömmerda, Landkreis Thüringen 13,2 14,4 393. Goslar, Landkreis Niedersachsen 13,1 12,7 394. Jerichower Land, Landkreis Sachsen-Anhalt 13,0 12,6 395. Saale-Orla-Kreis, Landkreis Thüringen 12,9 12,4 396. Mansfeld-Südharz, Landkreis Sachsen-Anhalt 12,9 9,7 397. Vogtlandkreis, Landkreis Sachsen 12,7 11,2 398. Kyffhäuserkreis, Landkreis Thüringen 12,6 14,4
  • 37. 399. Altenburger Land, Landkreis Thüringen 12,2 12,3 400. Wittenberg, Landkreis Sachsen-Anhalt 11,9 12,0 401. Burgenlandkreis, Landkreis Sachsen-Anhalt 11,3 11,5 Deutschlandweit* 24,0 22,9 Quellen: Value AG Marktdatenbank (2020); Berechnungen des HWWI * Durchschnitt über alle Kreise und kreisfreien Städte Überhitzungstendenzen in den Big Seven? Auch in den so genannten Big Seven, den sieben größten deutschen Städten, liegen die Vervielfältiger auf hohem Niveau und sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gestiegen. In Berlin und Hamburg werden für Käufer rund 36, in München sogar 37 Jahresnettokaltmieten fällig. Besonders steil angestiegen im Verhältnis zu den Mieten sind die Immobilienpreise in Hamburg und Berlin: Im Vorjahr mussten Käufer im Schnitt noch knapp drei Jahresmieten weniger berappen. Kaufinteressierte sollten ein Investment hier besonders sorgfältig prüfen. Wenn die Immobilienpreise das Mietniveau weit überholen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass für die Zukunft erwartete Wertgewinne zumindest in Teilen bereits auf die Kaufpreise aufgeschlagen wurden , sagt Postbank-Expertin Grunwald. Preisniveau in deutschen Großstädten (Big Seven) Kaufpreise in Jahresnettokaltmieten Stadt Vervielfältiger 2019 Vervielfältiger 2018 München 37,2 36,0 Hamburg 36,0 33,2 Berlin 35,5 32,6
  • 38. Frankfurt 33,5 31,4 Düsseldorf 31,3 29,9 Köln 28,2 26,8 Stuttgart 27,7 27,5 Durchschnitt* 32,8 31,1 Quellen: Value AG Marktdatenbank (2020); Berechnungen HWWI *über die sieben größten deutschen Städte Gemischtes Bild in deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohnern Aber auch in deutschen Großstädten abseits der Big Seven liegen die Kaufpreise 2019 im Vergleich zu den Mieten auf hohem Niveau. Mehr als 30 Jahresmieten werden beispielweise in Rostock, Potsdam, Regensburg und Lübeck für den Wohnungskauf fällig. Im Schnitt liegt der Vervielfältiger in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern bei knapp 25 Jahresmieten. In einigen Großstädten sind die Kaufpreise allerdings im Vergleich zu den Mieten nicht durch die Decke gegangen. Wer statt einer Mietwohnung gern die eigenen vier Wände beziehen möchte, dem bieten sich auf dem Immobilienmarkt vielerorts durchaus Chancen. Eigentümer zahlen dann häufig nicht mehr für Wohnen als Mieter, genießen aber die Vorteile einer eigenen Immobilie , sagt Grunwald. Günstige Kaufpreise im Verhältnis zu den Mieten gibt es etwa in Gelsenkirchen (Vervielfältiger 15,9), Salzgitter (16,7), Bremerhaven (17,5), Duisburg (18,1) oder Herne (18,3). In insgesamt 24 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern liegt der Vervielfältiger unterhalb von 22,5 und damit unter dem Wert, den Experten als Grenzwert für moderate Preise betrachten.
  • 39. Hintergrundinformationen zum Postbank Wohnatlas 2020 Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten auf Kreisebene beleuchtet. Unter der Leitung von Diplom-Volkswirtin Dörte Nitt-Drießelmann, Senior Researcherin beim Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), wurde die Immobilienpreisentwicklung in den 401 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht. Postbank Wohnatlas 2020 Infografik Vervielfaeltiger
  • 40. Was passiert, wenn der Firmenlaptop vom Küchentisch fällt? Mit dem Corona-Lockdown gab es eine massive Verschiebung klassischer Bürojobs ins Homeoffice. Was ursprünglich nur als zeitlich begrenztes Provisorium gedacht war, entpuppt sich für viele Angestellte gewollt oder ungewollt nun als Dauerlösung. Obt Haftpflicht oder Unfallversicherung: Spätestens jetzt sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Versicherungsschutz beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden beschäftigen. Beim bundesweiten Umzug ins Homeoffice konnten aufgrund der besonderen Umstände und der gebotenen Eile nicht alle Details im Voraus geklärt werden. Der Versicherungsschutz nahm häufig eine untergeordnete Rolle ein. Dies sollte nun dringend nachgeholt werden. Viele Angestellte haben gute Erfahrungen mit der Heimarbeit gemacht und möchten trotz der Corona-Lockerungen zumindest zeitweise auch weiterhin im Homeoffice arbeiten. Spätestens jetzt wird es deshalb Zeit, offene Versicherungsfragen zu klären , mahnt Armin Molla, Vertriebsvorstand der Mailo Versicherung AG.
  • 41. Als digitaler Gewerbeversicherer deckt mailo über eine Büropolice Schäden an der Betriebseinrichtung bis zu einer Entschädigungsgrenze von 10.000 Euro ab, wenn zum Beispiel der Firmenlaptop aus dem privaten Arbeitszimmer des Angestellten gestohlen wird. Zusätzlich greift die Versicherung auch bei Unachtsamkeiten , so mailo-Vorstand Molla. Wichtig ist, dass wir über alle Schäden sofort benachrichtigt werden und eine saubere Dokumentation erfolgt. Die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmt im Homeoffice häufig. Deshalb sollten besser auch die Versicherungsbedingungen der eigenen Privathaftpflicht nochmals überprüft werden. Eine Betriebshaftpflicht hingegen greift unabhängig davon, wo der Angestellte arbeitet. Wenn aufgrund einer Tätigkeit betriebliche Schäden entstanden sind, ist es unerheblich, wo die Mitarbeitenden während der Bürozeiten sitzen und arbeiten , erklärt der Experte für Gewerbeversicherungen. Der Weg zum Kühlschrank ist nicht arbeitsbedingt Deutlich kniffeliger als ein vom Küchentisch heruntergefallener Laptop ist die Situation, wenn ein Angestellter im Homeoffice stürzt. Weil die gesetzliche Unfallversicherung zwischen privaten und beruflichen Tätigkeiten genau unterscheidet, greift sie nur dann, wenn der Angestellte zum Zeitpunkt des Unfalls mit einer Arbeit beschäftigt war, die in einem direkten Zusammenhang mit seinem Beruf steht. Der Gang zur Toilette zum Beispiel gehört nicht dazu, hat das Sozialgericht München entschieden (Aktenzeichen: S 40 U 227/18). Und auch der im Homeoffice doch recht häufig eingeschlagene Weg zum Kühlschrank wird von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht anerkannt.
  • 42. Die offenen Fragen zur Unfallversicherung sollte ein Angestellter auf jeden Fall mit seinem Arbeitgeber klären , rät Versicherungsfachmann Molla. Wer langfristig aus dem Homeoffice heraus arbeiten möchte, sollte deshalb auch eine private Unfallversicherung in Betracht ziehen. Die gilt immer, egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit. Das Homeoffice wird sich nach Ansicht von mailo-Vorstand Molla langfristig auf dem deutschen Arbeitsmarkt etablieren. (dr)
  • 43. Marketing-Mix-Analyse: Krankenhauszusatzversicherung 2020 Die Performances von zehn Versicherern für Krankenhauszusatzversicherungen zeigen eine enorme Bandbreite in den analysierten Marketingbereichen. Die Möglichkeiten in den Social Media werden nur ansatzweise genutzt. Zehn analysierte Versicherer offerieren zwischen zwei und vier Produkte für Krankenhauszusatzversicherungen. Eine Vergleichsanalyse der insgesamt 30 Produkte zeigt über 40 verschiedene Produktfeatures auf. In 78 Prozent der Produkte findet sich das Feature Zwei-Bett-Zimmer, vier Prozent beinhalten eine Haushaltshilfe bei Krankenhausaufenthalten. Eine weitere Analyse vergleicht die monatlichen Beiträge mittels zehn durchgerechneten Nutzerprofilen. Hier ist die Beitragsspanne breit gestreut. Häufig belaufen sich die monatlichen Beiträge beim teuersten Anbieter auf mehr als das Dreifache des günstigsten Anbieters. Vier der zehn Anbieter präsentieren sich in mindestens einem Profil als günstigster Versicherer. Advigon und Axa finden sich häufig unter den
  • 44. günstigsten Versicherern. In Vergleichsportalen ist die Präsenz der Versicherer überraschend heterogen: drei Anbieter sind in weniger als 20 Prozent der analysierten Portale gelistet. Gothaer und Hallesche zeigen eine Top-Portalpräsenz hinsichtlich Anzahl der genutzten Portale sowie der Top 10-Platzierungen. Ein weiteres Standbein der Distribution stellen die Serviceteams, die den Direktkontakt zum Interessenten oder Kunden bilden. Deren Performance hinsichtlich Antwortqualität liegt bei Telefonanfragen im Durchschnitt bei unter 50 Prozent. Im Bereich der Kommunikation setzen die Versicherer einzelne Schwerpunkte. Anzeigen in Suchmaschinen oder Werbung schalten jeweils nur vier der zehn Versicherer. Die Möglichkeiten in den Social Media werden nur ansatzweise genutzt. Im Durchschnitt ergeben sich lediglich 0,7 relevante Beiträge pro Anbieter und Jahr auf Facebook, Twitter oder YouTube. Und auch in der Presse spielt das Thema Krankenhauszusatzversicherung so gut wie keine Rolle. Im Durchschnitt veröffentlichen die Versicherer weniger als eine Pressemitteilung pro Jahr, die Presseresonanz ist entsprechend gering. Sowohl das abschließende Marketingranking, als auch die Einzelrankings der vier analysierten Marketing-Mix-Bereiche zeigen eine enorme Bandbreite zwischen der jeweils schwächsten und stärksten Performance. Drei der zehn untersuchten Versicherer belegen Spitzenplätze in den vier analysierten Marketing-Mix-Bereichen. Über die Studie:
  • 45. Die Marketing-Mix-Analyse Krankenhauszusatzversicherung 2020 von research tools gibt auf 335 Seiten Einblick in das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter Advigon, Axa, Central, DFV, DKV, Gothaer, Hallesche, Ottonova, UKV, Württembergische. Analysiert wurden die vier Marketing-Ps Product, Price, Place, Promotion. Stärken-Schwächen-Analyse und Marketing-Ranking führen sämtliche Ergebnisse zusammen und eine statistische Marketing-Positionierung visualisiert die Ergebnisse.