SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 20
Downloaden Sie, um offline zu lesen
Agile Beschaffungen
Best Practices
1
Reto Maduz, COO, SwissQ Consulting AG, @rmaduz,
Mitglied Leitungskreis swissICT Fachgruppe „Lean, Agile & Scrum“
#ITBeschaffung
it-beschaffung@swissict.ch
Agenda
•  Was ist seit der IT Beschaffungskonferenz 2012 gelaufen?
•  Drei Schritte einer (agilen) Beschaffung
•  Verschiedene Sichten
•  Fragen, die sich aufgrund der Agilität stellen
•  Nächste Schritte
•  ... und am Nachmittag findet die Fachsession 2 statt mit
dem Thema „Varianten von agilen Beschaffungen“
2
Umfrage 2012 in Bezug auf Agilität in der
Beschaffung
Ja Nein
Ist das Konzept "Dialog" praktikabel? 95% 5%
Ist das Konzept "Technologie-Partner" praktikabel? 90% 10%
Sind die zwei erwähnten Konzepte (Dialog,
Strategiepartner) offen genug für Änderungen im
Verlaufe des Projektes?
30% 70%
3
Leitfaden: IT Beschaffung
Der Leitfaden soll folgenden Fokus haben:
•  Erfolgreiche und nachhaltige IT Beschaffung in der
öffentlichen Hand.
•  Ausschreibungen im Umfang von bis zu
3 Mio CHF sollen effizienter werden.
•  Zu Handen von Unternehmen und Organisationen, die
IT Beschaffungen tätigen.
•  Fokus: Standardsoftware, Individualsoftware, Wartung
und Weiterentwicklung, SaaS; kein Personalverleih.
4
Leitfaden: IT Beschaffung
Involvierte Personen
–  Daniel Gerhard, Diartis AG
–  Matthias Günter, GnostX GmbH
–  Marc Leutenegger, XIMIQ AG
–  Reto Maduz, SwissQ AG
–  Stephan Sutter, ti&m AG
Diskussionen wurden weiter geführt mit:
–  Rich Lutz, VBZ
–  pcn (public consultant network)
–  Diverse Personen auf Auftraggeber und Auftragnehmerseite
5
Erfolgskriterien für erfolgreiche Beschaffung
Diskussion haben verschiedene Aspekte aufgezeigt
•  Freunden Sie sich mit der Realität an
–  Klar definierte Lösung zu einem festen Preis“ à Illusion
–  Sie werden Dinge brauchen, an die Sie nicht gedacht haben
•  Richtige Granularität in den Ausschreibungsdokumenten
•  Definieren Sie das „WAS“
•  Steuern Sie. Immer.
–  Verantwortung für das „WAS“ niemals wegdelegieren
•  Bleiben Sie im Projekt permanent transparent
•  Eignungskriterien „filtern“. Wählen Sie diese mit Bedacht
–  Vorsicht mit „Muss“-Kriterien und Technik-Vorgaben.
6
Drei Schritte einer Beschaffung
7
Vor Ausschreibung
•  Anforderungserhebung
•  Wahl des Verfahrens
•  Festlegen der Kriterien
•  Publikation
Ausschreibung
•  Fragerunden
•  Angebot
•  Ablauf Angebotsfrist
•  Analyse und Bewertung
•  Entscheid
•  Zuschlag
Nach
Ausschreibung
•  Vertragsabschluss
•  Realisierung
•  Betrieb
•  Weiterentwicklung
Beschaffen heisst Entscheiden.
Entscheiden heisst eine klare Entscheidungsgrundlage zu
haben.
Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben
werden.
8
9
Beschaffen heisst entscheiden.
Entscheiden heisst, eine klare Entscheidungsgrundlage zu
haben.
Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben
werden.
Wie reagiere ich auf Änderungen?
? Lösung ?
10
Priorisierung, Detaillierung und Klärung
Vor Ausschreibung Ausschreibung Nach
Ausschreibung
Gute Ausschreibungen ermöglichen eine
schrittweise Realisierung
11
Beschreibung des
„WAS“
Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft
IT-Beschaffung beschreibt einen „Service“ und nie ein System
und/oder eine Software
•  Das Lastenheft als Dokument der Ausschreibung
beschreibt das WAS des zu entwickelnden Systems
–  das „Geschäft“, das mit dem neuen System abgewickelt werden
soll à Beschreibung des „Service“
–  Prozessabläufe
–  Qualitätsanforderungen
–  Systemumfeld
•  Der Lieferant (Offert-Steller; Lieferant) beschreibt, WIE
das System für den Service entwickelt wird
(Pflichtenheft).
•  Enge Zusammenarbeit zwischen den Parteien.
12
Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft
IT-Beschaffung beschreibt einen „Service“ und nie ein System
und/oder eine Software
13
Auftraggeber:
Lasterheft à WAS
Lieferant:
Pflichtenheft à WIE
Gemeinsam:
Umsetzung à
schrittweise
Verschiedene Sichten
Einkäufer
Messbare Beurteilung der Angebote à la
„Checkliste“
Jurist / Rechtsabteilung
Klare Vertragslage
Fachabteilung
Möglichst viel Gestaltungsfreiraum und
Involvierung bei der Lösungsfindung
resp. Lösungsrealisierung
Lieferant
„Offerierbare“ Ausschreibung.
Nachvollziehbarer Entscheid. Mitwirkung
Auftraggeber. Klare Abgrenzung.
14
Beschaffen heisst entscheiden.
Entscheiden heisst, eine klare Entscheidungsgrundlage zu
haben, indem ich beschreibe, WAS ich will.
Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben
werden, weshalb der Lieferant ein Pflichtenheft erstellt,
welches mit dem Auftraggeber besprochen wird.
Auf Änderungen reagiere ich flexibel. Die Priorisierung hilft
mir.
15
Fragen, die sich stellen
•  Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft als
Entscheidungsgrundlage:
–  Wie bewerte ich das?
–  Was sind da die richtigen Eignungs- und Zuschlagskriterien?
•  Hinweise zu möglichen Antworten:
–  Eignungskriterien: Im Gegensatz zu Technologie-Partner
Auswahl filtern diese für Projekte < 3 Mio weniger stark.
–  Zuschlagskriterien: Müssen beurteilen, wie gut die Lösung den
Bedarf (Service) abdeckt.
à Achtung: Mapping von WIE auf WAS!
16
Fragen, die sich stellen
•  Flexible Abwicklung: Wenn ich etwas weglasse, dafür
was anderes hinzu nehme, verändere ich die
Ausgangslage.
–  Ist das Beschaffungs-rechtlich machbar?
•  Hinweis zu einer möglichen Antwort:
–  Gedankengang: Was ist anders als bei den vielen „Change
Requests“ bei einer Wasserfallentwicklung?
17
Nächste Schritte
•  „Tenor“ für Erkenntnisse einholen anlässlich dieser IT
Beschaffungskonferenz
–  Fachsession 2 am Nachmittag: Varianten von agilen
Beschaffungen
•  Vervollständigung des Leitfadens und Review auf breiter
Front.
•  Publikation des Leitfadens unter dem Patronat von
swissICT
18
Diskutieren Sie mit uns heute Nachmittag in der
Fachsession 2 zum Thema „Varianten von agilen
Beschaffungen“
19
Haben Sie Interesse, den Leitfaden weiter zu gestalten?
Melden Sie sich!
•  Daniel Gerhard, Diartis AG
•  Matthias Günter, GnostX GmbH
•  Marc Leutenegger, XIMIQ AG
•  Reto Maduz, SwissQ AG
•  Stephan Sutter, ti&m AG
it-beschaffung@swissict.ch
20

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test Master
Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test MasterDer Test Manager ist tot - lang lebe der Test Master
Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test MasterSwissQ Consulting AG
 
Strategien im Beschaffungsmarketing des Handels
Strategien im Beschaffungsmarketing des HandelsStrategien im Beschaffungsmarketing des Handels
Strategien im Beschaffungsmarketing des HandelsFlorian Schwarz
 
Mainz2
Mainz2Mainz2
Mainz2flobut
 
Créditos de vivienda en Costa Rica con Coopealianza
Créditos de vivienda en Costa Rica con CoopealianzaCréditos de vivienda en Costa Rica con Coopealianza
Créditos de vivienda en Costa Rica con CoopealianzaCOOPEALIANZARL
 
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...Mario Fernando Uribe O.
 
Club Sports Coaches Handbook
Club Sports Coaches HandbookClub Sports Coaches Handbook
Club Sports Coaches HandbookAntwan Smith
 
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani Nakembetwa
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani NakembetwaSms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani Nakembetwa
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani NakembetwaAmani Nakembetwa
 
Trabajo de-informatica
Trabajo de-informaticaTrabajo de-informatica
Trabajo de-informaticaangel alducin
 
Ordenanza galego concello de ferrol
Ordenanza galego concello de ferrolOrdenanza galego concello de ferrol
Ordenanza galego concello de ferrolSanti P
 
Botella deportiva pimag sport bottle
Botella deportiva pimag sport bottleBotella deportiva pimag sport bottle
Botella deportiva pimag sport bottleNIKKEN Perú
 
Gnatus institucional presentacíon esp_2013
Gnatus institucional presentacíon esp_2013Gnatus institucional presentacíon esp_2013
Gnatus institucional presentacíon esp_2013gnatusonline
 

Andere mochten auch (20)

Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test Master
Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test MasterDer Test Manager ist tot - lang lebe der Test Master
Der Test Manager ist tot - lang lebe der Test Master
 
Ihk Outsourcing Ergebnisse I
Ihk Outsourcing Ergebnisse IIhk Outsourcing Ergebnisse I
Ihk Outsourcing Ergebnisse I
 
Strategien im Beschaffungsmarketing des Handels
Strategien im Beschaffungsmarketing des HandelsStrategien im Beschaffungsmarketing des Handels
Strategien im Beschaffungsmarketing des Handels
 
Mainz2
Mainz2Mainz2
Mainz2
 
Créditos de vivienda en Costa Rica con Coopealianza
Créditos de vivienda en Costa Rica con CoopealianzaCréditos de vivienda en Costa Rica con Coopealianza
Créditos de vivienda en Costa Rica con Coopealianza
 
Natural Links
Natural LinksNatural Links
Natural Links
 
CurriculoJaquelineSilva
CurriculoJaquelineSilvaCurriculoJaquelineSilva
CurriculoJaquelineSilva
 
DEPORTES
DEPORTESDEPORTES
DEPORTES
 
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...
Information design as a mediator in the transitions of oral information to di...
 
Club Sports Coaches Handbook
Club Sports Coaches HandbookClub Sports Coaches Handbook
Club Sports Coaches Handbook
 
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani Nakembetwa
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani NakembetwaSms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani Nakembetwa
Sms As Business Communication Tool For SMEs, by Eng. Amani Nakembetwa
 
Trabajo de-informatica
Trabajo de-informaticaTrabajo de-informatica
Trabajo de-informatica
 
Ordenanza galego concello de ferrol
Ordenanza galego concello de ferrolOrdenanza galego concello de ferrol
Ordenanza galego concello de ferrol
 
Folleto anuncio 2013
Folleto anuncio 2013Folleto anuncio 2013
Folleto anuncio 2013
 
Social Media Plan
Social Media PlanSocial Media Plan
Social Media Plan
 
Botella deportiva pimag sport bottle
Botella deportiva pimag sport bottleBotella deportiva pimag sport bottle
Botella deportiva pimag sport bottle
 
una topología
una topologíauna topología
una topología
 
FokusTransportenLogistiek_1116
FokusTransportenLogistiek_1116FokusTransportenLogistiek_1116
FokusTransportenLogistiek_1116
 
Gnatus institucional presentacíon esp_2013
Gnatus institucional presentacíon esp_2013Gnatus institucional presentacíon esp_2013
Gnatus institucional presentacíon esp_2013
 
Joel: Notas expositivas
Joel: Notas expositivasJoel: Notas expositivas
Joel: Notas expositivas
 

Ähnlich wie IT Beschaffungskonferenz, 28.8.2013 - Agile IT Beschaffung - Best Practices

code.talks 2019 - Schneller vom Problem zum Prototypen mit Design Sprints
code.talks 2019 - Schneller vom Problem  zum Prototypen  mit Design Sprintscode.talks 2019 - Schneller vom Problem  zum Prototypen  mit Design Sprints
code.talks 2019 - Schneller vom Problem zum Prototypen mit Design SprintsAndreas Behrens
 
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...SYNGENIO AG
 
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch Graz
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch GrazUX & AGILE vom SCRUM Stammtisch Graz
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch GrazHAnnes Robier
 
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale Arbeit
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale ArbeitPRfact Kurze Einführung in unsere digitale Arbeit
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale ArbeitAdrian Huwyler
 
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-Systemen
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-SystemenHandlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-Systemen
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-SystemenOPITZ CONSULTING Deutschland
 
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBB
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBBAgile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBB
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBBpragmatic solutions gmbh
 
Ratgeber Digital Transformation
Ratgeber Digital TransformationRatgeber Digital Transformation
Ratgeber Digital TransformationBadRobot3
 
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200518 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedinJonasKlumski
 
Twowayys Agile Sourcing
Twowayys Agile SourcingTwowayys Agile Sourcing
Twowayys Agile SourcingJörg Petters
 
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200525 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedinJonasKlumski
 
Xing learningZ: Auftragsklärung im Projektmanagement
Xing learningZ:  Auftragsklärung im ProjektmanagementXing learningZ:  Auftragsklärung im Projektmanagement
Xing learningZ: Auftragsklärung im ProjektmanagementDigicomp Academy AG
 
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-Umgebung
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-UmgebungDas Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-Umgebung
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-UmgebungOPITZ CONSULTING Deutschland
 
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200602 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedinJonasKlumski
 
SOORCE - DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre Projekte
SOORCE -  DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre ProjekteSOORCE -  DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre Projekte
SOORCE - DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre ProjekteConrad Eß
 
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...Tassilo Kubitz
 
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler Festpresiprojekte
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler FestpresiprojekteDer Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler Festpresiprojekte
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler FestpresiprojekteTassilo Kubitz
 
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der Praxis
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der PraxisResponsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der Praxis
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der PraxisRoberto Rizzi
 
Wettschätzen mit der Bet-Cost-Matrix
Wettschätzen mit der Bet-Cost-MatrixWettschätzen mit der Bet-Cost-Matrix
Wettschätzen mit der Bet-Cost-MatrixScreamin Wrba
 
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekte
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekteD4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekte
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekteTassilo Kubitz
 

Ähnlich wie IT Beschaffungskonferenz, 28.8.2013 - Agile IT Beschaffung - Best Practices (20)

code.talks 2019 - Schneller vom Problem zum Prototypen mit Design Sprints
code.talks 2019 - Schneller vom Problem  zum Prototypen  mit Design Sprintscode.talks 2019 - Schneller vom Problem  zum Prototypen  mit Design Sprints
code.talks 2019 - Schneller vom Problem zum Prototypen mit Design Sprints
 
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...
Auf zu neuen Ufern! Mit „Lean Startup“ den Kundengeschmack treffen. Elmar Bor...
 
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch Graz
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch GrazUX & AGILE vom SCRUM Stammtisch Graz
UX & AGILE vom SCRUM Stammtisch Graz
 
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale Arbeit
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale ArbeitPRfact Kurze Einführung in unsere digitale Arbeit
PRfact Kurze Einführung in unsere digitale Arbeit
 
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-Systemen
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-SystemenHandlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-Systemen
Handlungsoptionen bei der Modernisierung von Legacy-Systemen
 
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBB
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBBAgile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBB
Agile Breakfast March 2017: Agile Transformation @SBB
 
Ratgeber Digital Transformation
Ratgeber Digital TransformationRatgeber Digital Transformation
Ratgeber Digital Transformation
 
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200518 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200518 v linkedin
 
Twowayys Agile Sourcing
Twowayys Agile SourcingTwowayys Agile Sourcing
Twowayys Agile Sourcing
 
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200525 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200525 v linkedin
 
Xing learningZ: Auftragsklärung im Projektmanagement
Xing learningZ:  Auftragsklärung im ProjektmanagementXing learningZ:  Auftragsklärung im Projektmanagement
Xing learningZ: Auftragsklärung im Projektmanagement
 
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-Umgebung
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-UmgebungDas Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-Umgebung
Das Ganze ist mehr als seine Teile: Die moderne Continuous-Delivery-Umgebung
 
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedinTwowayys agile sourcing 20200602 v linkedin
Twowayys agile sourcing 20200602 v linkedin
 
SOORCE - DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre Projekte
SOORCE -  DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre ProjekteSOORCE -  DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre Projekte
SOORCE - DIGITALE FREELANCER & EXPERTEN - unbegrenztes Wissen für Ihre Projekte
 
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...
Modern-RE_Tassilo_Kubitz-Der_Beitrag_von_RE_zur_Steuerung_Agiler_Festpreispro...
 
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler Festpresiprojekte
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler FestpresiprojekteDer Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler Festpresiprojekte
Der Beitrag von Requirements Engineering zur Steuerung Agiler Festpresiprojekte
 
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der Praxis
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der PraxisResponsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der Praxis
Responsive Multichannel-E-Commerce: Vorgehen und Learnings aus der Praxis
 
Wettschätzen mit der Bet-Cost-Matrix
Wettschätzen mit der Bet-Cost-MatrixWettschätzen mit der Bet-Cost-Matrix
Wettschätzen mit der Bet-Cost-Matrix
 
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekte
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekteD4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekte
D4.2 ma2015 tassilo-kubitz_agile-festpreisprojekte
 
Lean Sales Controlling
Lean Sales ControllingLean Sales Controlling
Lean Sales Controlling
 

IT Beschaffungskonferenz, 28.8.2013 - Agile IT Beschaffung - Best Practices

  • 1. Agile Beschaffungen Best Practices 1 Reto Maduz, COO, SwissQ Consulting AG, @rmaduz, Mitglied Leitungskreis swissICT Fachgruppe „Lean, Agile & Scrum“ #ITBeschaffung it-beschaffung@swissict.ch
  • 2. Agenda •  Was ist seit der IT Beschaffungskonferenz 2012 gelaufen? •  Drei Schritte einer (agilen) Beschaffung •  Verschiedene Sichten •  Fragen, die sich aufgrund der Agilität stellen •  Nächste Schritte •  ... und am Nachmittag findet die Fachsession 2 statt mit dem Thema „Varianten von agilen Beschaffungen“ 2
  • 3. Umfrage 2012 in Bezug auf Agilität in der Beschaffung Ja Nein Ist das Konzept "Dialog" praktikabel? 95% 5% Ist das Konzept "Technologie-Partner" praktikabel? 90% 10% Sind die zwei erwähnten Konzepte (Dialog, Strategiepartner) offen genug für Änderungen im Verlaufe des Projektes? 30% 70% 3
  • 4. Leitfaden: IT Beschaffung Der Leitfaden soll folgenden Fokus haben: •  Erfolgreiche und nachhaltige IT Beschaffung in der öffentlichen Hand. •  Ausschreibungen im Umfang von bis zu 3 Mio CHF sollen effizienter werden. •  Zu Handen von Unternehmen und Organisationen, die IT Beschaffungen tätigen. •  Fokus: Standardsoftware, Individualsoftware, Wartung und Weiterentwicklung, SaaS; kein Personalverleih. 4
  • 5. Leitfaden: IT Beschaffung Involvierte Personen –  Daniel Gerhard, Diartis AG –  Matthias Günter, GnostX GmbH –  Marc Leutenegger, XIMIQ AG –  Reto Maduz, SwissQ AG –  Stephan Sutter, ti&m AG Diskussionen wurden weiter geführt mit: –  Rich Lutz, VBZ –  pcn (public consultant network) –  Diverse Personen auf Auftraggeber und Auftragnehmerseite 5
  • 6. Erfolgskriterien für erfolgreiche Beschaffung Diskussion haben verschiedene Aspekte aufgezeigt •  Freunden Sie sich mit der Realität an –  Klar definierte Lösung zu einem festen Preis“ à Illusion –  Sie werden Dinge brauchen, an die Sie nicht gedacht haben •  Richtige Granularität in den Ausschreibungsdokumenten •  Definieren Sie das „WAS“ •  Steuern Sie. Immer. –  Verantwortung für das „WAS“ niemals wegdelegieren •  Bleiben Sie im Projekt permanent transparent •  Eignungskriterien „filtern“. Wählen Sie diese mit Bedacht –  Vorsicht mit „Muss“-Kriterien und Technik-Vorgaben. 6
  • 7. Drei Schritte einer Beschaffung 7 Vor Ausschreibung •  Anforderungserhebung •  Wahl des Verfahrens •  Festlegen der Kriterien •  Publikation Ausschreibung •  Fragerunden •  Angebot •  Ablauf Angebotsfrist •  Analyse und Bewertung •  Entscheid •  Zuschlag Nach Ausschreibung •  Vertragsabschluss •  Realisierung •  Betrieb •  Weiterentwicklung
  • 8. Beschaffen heisst Entscheiden. Entscheiden heisst eine klare Entscheidungsgrundlage zu haben. Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben werden. 8
  • 9. 9
  • 10. Beschaffen heisst entscheiden. Entscheiden heisst, eine klare Entscheidungsgrundlage zu haben. Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben werden. Wie reagiere ich auf Änderungen? ? Lösung ? 10
  • 11. Priorisierung, Detaillierung und Klärung Vor Ausschreibung Ausschreibung Nach Ausschreibung Gute Ausschreibungen ermöglichen eine schrittweise Realisierung 11 Beschreibung des „WAS“
  • 12. Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft IT-Beschaffung beschreibt einen „Service“ und nie ein System und/oder eine Software •  Das Lastenheft als Dokument der Ausschreibung beschreibt das WAS des zu entwickelnden Systems –  das „Geschäft“, das mit dem neuen System abgewickelt werden soll à Beschreibung des „Service“ –  Prozessabläufe –  Qualitätsanforderungen –  Systemumfeld •  Der Lieferant (Offert-Steller; Lieferant) beschreibt, WIE das System für den Service entwickelt wird (Pflichtenheft). •  Enge Zusammenarbeit zwischen den Parteien. 12
  • 13. Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft IT-Beschaffung beschreibt einen „Service“ und nie ein System und/oder eine Software 13 Auftraggeber: Lasterheft à WAS Lieferant: Pflichtenheft à WIE Gemeinsam: Umsetzung à schrittweise
  • 14. Verschiedene Sichten Einkäufer Messbare Beurteilung der Angebote à la „Checkliste“ Jurist / Rechtsabteilung Klare Vertragslage Fachabteilung Möglichst viel Gestaltungsfreiraum und Involvierung bei der Lösungsfindung resp. Lösungsrealisierung Lieferant „Offerierbare“ Ausschreibung. Nachvollziehbarer Entscheid. Mitwirkung Auftraggeber. Klare Abgrenzung. 14
  • 15. Beschaffen heisst entscheiden. Entscheiden heisst, eine klare Entscheidungsgrundlage zu haben, indem ich beschreibe, WAS ich will. Bei Projektstart kann nicht alles im Detail beschrieben werden, weshalb der Lieferant ein Pflichtenheft erstellt, welches mit dem Auftraggeber besprochen wird. Auf Änderungen reagiere ich flexibel. Die Priorisierung hilft mir. 15
  • 16. Fragen, die sich stellen •  Beschreibung des „WAS“ im Lastenheft als Entscheidungsgrundlage: –  Wie bewerte ich das? –  Was sind da die richtigen Eignungs- und Zuschlagskriterien? •  Hinweise zu möglichen Antworten: –  Eignungskriterien: Im Gegensatz zu Technologie-Partner Auswahl filtern diese für Projekte < 3 Mio weniger stark. –  Zuschlagskriterien: Müssen beurteilen, wie gut die Lösung den Bedarf (Service) abdeckt. à Achtung: Mapping von WIE auf WAS! 16
  • 17. Fragen, die sich stellen •  Flexible Abwicklung: Wenn ich etwas weglasse, dafür was anderes hinzu nehme, verändere ich die Ausgangslage. –  Ist das Beschaffungs-rechtlich machbar? •  Hinweis zu einer möglichen Antwort: –  Gedankengang: Was ist anders als bei den vielen „Change Requests“ bei einer Wasserfallentwicklung? 17
  • 18. Nächste Schritte •  „Tenor“ für Erkenntnisse einholen anlässlich dieser IT Beschaffungskonferenz –  Fachsession 2 am Nachmittag: Varianten von agilen Beschaffungen •  Vervollständigung des Leitfadens und Review auf breiter Front. •  Publikation des Leitfadens unter dem Patronat von swissICT 18
  • 19. Diskutieren Sie mit uns heute Nachmittag in der Fachsession 2 zum Thema „Varianten von agilen Beschaffungen“ 19
  • 20. Haben Sie Interesse, den Leitfaden weiter zu gestalten? Melden Sie sich! •  Daniel Gerhard, Diartis AG •  Matthias Günter, GnostX GmbH •  Marc Leutenegger, XIMIQ AG •  Reto Maduz, SwissQ AG •  Stephan Sutter, ti&m AG it-beschaffung@swissict.ch 20