Facebook, Twitter & Co. in der Gesundheitsförderung

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2-tägiger Workshop für Entscheider/innen und Kommunikator/innen aus der Gesundheitsförderung

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Facebook, Twitter & Co. in der Gesundheitsförderung

  1. 1. Facebook, Twitter & Co. in der Gesundheitsförderung Seminar, 23./24.04.2014 Mag. Sonja Schwarz CC Joachim S. Müller
  2. 2. Mag. Sonja Schwarz Projektleiterin / Digital Expert +43 699 18 50 60 22 schwarz@oiat.at www.xing.com/profile/Sonja_Schwarz6 www.twitter.com/realpinkbanana
  3. 3. Social Media, was gehört dazu?
  4. 4. Social vs. Old Media • Kommunikation mit und unter Usern (Dialog) • Echtzeit-Kommunikation • Keine klassischen Kommunikationshierarchien • Inhalte werden rasant geteilt • „Das Internet vergisst nicht“ – alles ist öffentlich
  5. 5. Warum Social Media? • 93% der Internetnutzer erwarten eine Social Media-Präsenz von Organisationen (Quelle: www.checkfacebook.com) • Die öffentliche Wahrnehmung: „Wer im Internet nicht präsent ist, existiert nicht.“ • Das Informations- und Kommunikationsverhalten der Menschen hat sich fundamental verändert
  6. 6. 60 Sekunden im Internet 60 Sekunden im Web Quelle: Qmee.com, 2014
  7. 7. Social Media-Nutzung in Österreich 55% nutzen Social Media Immer mehr 60+ Nutzer Jugend in mehreren Netzwerken aktiv Quellen: Lifestyle Studie 2013 der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung; Our Mobile Planet Frauen nutzen Soziale Netzwerke intensiver als Männer 70% mobile Nutzung
  8. 8. Passt Social Media zur Gesundheitsförderung?
  9. 9. 79% der Internetnutzer informieren sich im Internet über Gesundheitsthemen. (Quelle: www.zukunft-gesundheitswesen.de, Dezember 2013)
  10. 10. Angst (Bild) CC ucumari – Flickr.com Angst?
  11. 11. Häufigste Ängste und Hürden • Kontrollverlust • Datenschutz • Mangelnde Ressourcen • Messbarkeit • Unklare Rechtslage • Persönliche Vorbehalte
  12. 12. “We don't have a choice whether we do social media; the question is how well we do it.” Erik Qualman
  13. 13. SOCIAL MEDIA – WAS BRINGT‘S? CC massdistraction– Flickr.com
  14. 14. Social Media – Nutzen6 Beziehungs- aufbau (Kostenloses) Feedback (Neue) Zielgruppen kennenlernen und servicieren Reputations- aufbau Schneller Verbreitungs- kanal Bessere Auffindbarkeit (SEO)
  15. 15. Speziell für Vereine / Organisationen: • Vergleichsweise geringe Kosten • Keine technischen Vorkenntnisse oder Systemvoraussetzungen notwendig • Einfache Einbindung von Freiwilligenarbeitern bzw. nicht-ständigen oder karenzierten Mitarbeitern • Zeit- und ortsunabhängiger Wissensaustausch Social Media – Nutzen
  16. 16. „Social Media kann die Gesundheitskommunikation patientenzentrierter, partizipativer, zugänglicher und effizienter gestalten.“ #hcsmeu-Community
  17. 17. Was Social Media nicht ist
  18. 18. Social Media – Nachteile • Nicht zu unterschätzender Zeitaufwand für Redaktion und Community-Betreuung • Auf User-Kommentare wird eine schnelle Reaktion erwartet (auch am Wochenende) • Kommentare können auch Kritik beinhalten • Abhängigkeit von Dritten (Plattformbetreiber)
  19. 19. ALLES FACEBOOK?! ODER GIBT‘S DA NOCH MEHR? CC gato-gato-gato – Flickr.com
  20. 20. Die größten Networks 1,4 Mrd. AT: 3,24 Mio. 1 Mrd. AT: 3 Mio. 540 Mio. AT: 600.000 500 Mio. AT: 117.400 259 Mio. AT: 245.000 200 Mio. 109 Mio. Quellen: Adobe, Statista , Social Media Radar Austria 450 Mio. AT: 2 Mio.+ 70 Mio.
  21. 21. Facebook
  22. 22. WER ist dort? • Alle – Massennetzwerk • Nutzung privat und als Infokanal • Mehr als 50% der User sind mind. 1x/Tag online • Am schnellsten wachsende Altersgruppe: 55+ WAS kann ich dort tun? • Persönliches Profil • Organisationsseiten • Gruppen
  23. 23. Persönliches Profil
  24. 24. Newsfeed • „Startseite“ • Hier kommen alle Inhalte zusammen • Facebook wählt aus, was wichtig ist und was nicht – man sieht nicht alles • Immer mehr „gekaufte“ Inhalte
  25. 25. Achtung: Kein Profil, sondern Seite für Organisationen anlegen! www.facebook.com/bhslinz
  26. 26. Seite erstellen • Neue Seite erstellen (in wenigen Minuten): www.facebook.com/bookmarks/pages • Aufruf der Seite über die linke Menüspalte auf der Startseite (Admins) oder über die URL
  27. 27. Was brauche ich für den Start? • Eine/n Hauptverantwortliche/n • Strategie, Redaktionskonzept, Ideen • Seitennamen (nicht zu allgemein, nicht zu abstrakt) • Titelbild (groß) und Profilbild (klein) • Organisations-/Projektbeschreibung, Impressum • Vanity-URL: www.facebook.com/username
  28. 28. Postings
  29. 29. Kommentare Private Nachrichten Chat
  30. 30. Fotoalben Videos Shop
  31. 31. Kampagnen Games Wettbewerbe
  32. 32. Aktionen www.youtube.com/watch?v=kvWp_IxCa-Q
  33. 33. Jobboards Tools Spenden
  34. 34. Veranstaltungen Festlegen, ob die Veranstaltung öffentlich oder geschlossen ist!
  35. 35. Werbung
  36. 36. Gruppen • offen / geschlossen / geheim • beliebig viele Mitglieder; müssen nicht miteinander befreundet sein • Austausch von Textbeiträgen, Links, Fotos, Dateien … • Umfragen und Veranstaltungen erstellen • Gruppenchats starten
  37. 37. Neue Gruppe erstellen www.facebook.com/groups/615781121839991
  38. 38. SIE SIND DRAN! CC Chickens in the TreesÜbung: Gruppe beitreten und posten
  39. 39. Interessenlisten • Eigene Newsfeeds für spezielle Themen anlegen • Seiten und Personen abonnieren • Direkt von der Startseite aus abrufbar • Können öffentlich zugänglich gemacht und von anderen abonniert werden ( Austausch mit Kollegen)
  40. 40. Interessenliste anlegen • www.facebook.com/addlist Listenverwaltung: www.facebook.com/ bookmarks/interests
  41. 41. Seite zu Interessenliste hinzufügen
  42. 42. YouTube
  43. 43. YouTube – der Traffic-Riese • Pro Minute werden 2,8 Mio. Videos abgerufen • Wird von 2/3 der österr. Internetnutzer verwendet • Gehört Google
  44. 44. WER ist dort? • Alle; jedes Thema/Interesse wird abgedeckt • Nutzer sind jünger und aktiver WAS kann ich dort tun? • Videos ansehen, hochladen und kommentieren • Eigenen Video-Channel führen
  45. 45. www.youtube.com/user/AKoesterreich YouTube-Channel
  46. 46. Kampagnenvideos www.youtube.com/watch?v=9COytsH-oUM
  47. 47. Persönliches www.youtube.com/watch?v=9yrxpSlVbPc
  48. 48. Erklärvideos www.youtube.com/watch?v=5TTHL4F-_8c
  49. 49. Mach mit! www.youtube.com/user/SportbundRheinhesse
  50. 50. Twitter
  51. 51. WER ist dort? • Journalisten, PR-Fachleute, Internet- Avantgarde, Wissenschaftler, Politiker, Experten, der Papst … - zunehmend aber auch „normale“ User WAS kann ich dort tun? • Nachrichten veröffentlichen • Nachrichten von anderen abonnieren • Vernetzen • Persönliches Profil oder Firmenaccount
  52. 52. https://twitter.com/mayoclinic
  53. 53. https://twitter.com/Hirslanden
  54. 54. Twitter-Lexikon Tweet – Nachricht auf Twitter (max. 140 Zeichen) Retweet – ein Tweet wird an die eigenen Follower weitergegeben Follower – abonniert die Inhalte eines Accounts Hashtag – wichtige Keywords werden mit #Wort angeführt Mention – direktes Ansprechen einer Person/Organisation mit @Twittername
  55. 55. #hcSMeu #hcSMat www.hcsmeu.at
  56. 56. Der perfekte Tweet Quelle: tobesocial.de
  57. 57. Instagram
  58. 58. WER ist dort? • Junge, visuell kommunizierende Nutzer • Nutzung stark steigend • Darf mit Nickname registriert sein WAS kann ich dort tun? • Fotos veröffentlichen, teilen und kommentieren • Persönliches Profil • Organisationsprofil • Visuelle Werbung (nicht sofort erkennbar)
  59. 59. http://instagram.com/yogainspiration
  60. 60. WhatsApp
  61. 61. WER ist dort? • Smartphone-Nutzer ab 8 Jahren • Alle Altersgruppen WAS kann ich dort tun? • Nachrichten schreiben (eine / mehrere Personen) • Fotos und Filme teilen, Audionachrichten • Gruppen Achtung: Nicht sehr sicher!
  62. 62. Natürlich gibt‘s noch mehr!
  63. 63. Blogs www.selhofen.ch/blog/index.html
  64. 64. Wikis www.pflegewiki.de/wiki/Hauptseite
  65. 65. Bewertungsplattformen www.docfinder.at
  66. 66. Foren und Chats http://community.netdoktor.at/forum/kleinkinder-596.html
  67. 67. Webinare www.healthatwork-online.de/webinare/
  68. 68. Das Web ist ein Bauchladen Picken Sie sich das heraus, was gut zu Ihrer Organisation und Ihren Zielgruppen passt! Bild: CC Deror Avi
  69. 69. „NIEMAND PLANT ZU VERSAGEN, ABER DIE MEISTEN VERSAGEN BEIM PLANEN.“
  70. 70. Social Media-Einsatz VORbereiten • WEN (Zielgruppen) möchte ich WIE (Inhalte) und WARUM (Ziele) erreichen? • WO (Plattformen) kann ich das tun? • Wie viel ZEIT und GELD habe ich dafür, WER macht aller mit? (Ressourcen) STRATEGIE
  71. 71. Wer sind meine Zielgruppen?
  72. 72. Zielgruppenraster SIE SIND DRAN!
  73. 73. Ziele formulieren • Konkret, realistisch, messbar SCHLECHT: Informationsmaterialien zum Download anbieten GUT: Mind. 1.000 Downloads des Flyers „Gesundes Leben“ im 1. Quartal 2014
  74. 74. WENIGER IST MEHR! CC kevin.hackert – Flickr.com
  75. 75. JEDER HAT MAL KLEIN ANGEFANGEN! CC limaoscarjuliet – Flickr.com
  76. 76. Social Media-Prozess
  77. 77. Wie überzeuge ich meinen Chef? Gemeinsames Brainstorming
  78. 78. Das ideale Social Media-Team Strategy Content Community Management Analytics Customer Service Marketing IT Legal Product Development CC ashley rose – Flickr.com
  79. 79. DIE REALITÄT  CC alles-schlumpf – Flickr.com
  80. 80. Team-Organisation • Einen Hauptverantwortlichen bestimmen • Rollen und Aufgaben verteilen  für alle transparent • Redaktionsmeetings abhalten • Themensammlung anlegen • Redaktionskalender führen • Weiterbildung sicherstellen • Online-Tools für die Zusammenarbeit nutzen
  81. 81. CC Bundeswehr Fotos – Flickr.com
  82. 82. Herausforderungen • Das bloße Einrichten einer Social Media- Präsenz reicht nicht aus • Muss Verständnis dafür innerhalb der eigenen Organisation schaffen  das kann dauern • Es gibt kein „Geheimrezept“ und auch leider keine Erfolgsgarantie • Gewisse Freiheiten müssen gewährleistet sein – oft ein Problem in starren hierarchischen Strukturen
  83. 83. Social Media ist kein Quickie!
  84. 84. UND TROTZDEM: ES LOHNT SICH! CC RayMorris1 – Flickr.com
  85. 85. DO‘S & DONT‘S IN SOCIAL MEDIA nickwheeleroz – Flickr.com
  86. 86. Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln #1: Verstehen lernen. CC Lienhard Schulz
  87. 87. #2: Zuhören. CC Tambako the Jaguar Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  88. 88. #3: Nutzen bieten. Bild: CC Iguanasan Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  89. 89. #4: Die Community pflegen. Bild: CC Christopher Craig Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  90. 90. #5: Mutig sein. CC Lara Cores Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  91. 91. #6: Multimedial denken. Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  92. 92. #7: Authentisch bleiben. Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  93. 93. #8: Vernetzen. CC Harvey K Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  94. 94. #9: Am Ball bleiben. CC Joel_47 Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  95. 95. #10: Evaluieren. Do‘s in Social Media – 10 goldene Regeln
  96. 96. Dont‘s in Social Media • Accounts bzw. Seiten „ihrem Schicksal überlassen“ • User ignorieren (Ausnahme: „Trolle“) • User angreifen, beschimpfen, … • Mitbewerb schlecht machen • Spammen, Belangloses posten • Als reines Marketing-/PR-Instrument missbrauchen • Fans kaufen
  97. 97. AM ANFANG WAR … DAS POSTING! CC marfis75 – Flickr.com
  98. 98. Der perfekte Facebook-Post Quelle: tobesocial.de
  99. 99. Memes
  100. 100. Memes Quelle: www.facebook.com/SteiraMemes
  101. 101. Memes Quelle: www.facebook.com/ooe.memes
  102. 102. SIE SIND DRAN! CC NYCArthur – Flickr.comÜbung: Postings formulieren
  103. 103. EINE COMMUNITY ERFOLGREICH MANAGEN CC David Sedlmayer
  104. 104. • Stille Mitläufer • Gelegenheits-Liker • Deal-Sucher • Unzufriedene • Stänkerer • Anfeuerer • Treue Fans 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal)
  105. 105. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der stille Mitläufer • Kennt Ihre Organisation, ist aber (noch) nicht unbedingt Kunde / Mitglied • Folgt Ihnen, weil es seine Freunde auch tun • Schadet Ihnen nicht Herausforderung: Ansprechenden, visuellen Content bereitstellen und starke Mitmach-Anreize liefern, um diese Fans zu motivieren „Manches von dir bekomme ich mit, wenn es mich anspricht.“ CC Günter Hentschel
  106. 106. Der Gelegenheits-Liker • Verbindet mit Ihrer Organisation ein positives Erlebnis aus der Vergangenheit • Empfiehlt gerne Dinge an seine Freunde • Fördert Ihre Sichtbarkeit im Netzwerk Herausforderung: Kreativ und motivierend über neue Produkte und Services berichten; zum Teilen anregen „Einiges, was du postest, finde ich wirklich gut.“ 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal)
  107. 107. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der Deal-Sucher • Trifft (Kauf-)Entscheidungen nach Abwägung der Vorteile • Bleibt ständig am Ball • Hilft Ihnen, neue Anhänger zu bekommen Herausforderung: Deals und Specials anbieten, die auch an neue User geteilt werden „Ich mach was für dich, wenn du was für mich tust.“ CC thinkpanama
  108. 108. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der Unzufriedene • Meldet sich negativ auf Ihren Social Media-Präsenzen zu Wort • Erwartet sich eine schnelle Antwort bzw. Lösung • Kann Ihre Online-Reputation möglicherweise negativ beeinflussen Herausforderung: Social Media konsequent beobachten, um auf negative Postings schnell und professionell reagieren zu können „Ich habe schlechte Erfahrungen mit dir gemacht und möchte mir Luft verschaffen.“ CC Adam Foster
  109. 109. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der Stänkerer • Ist nicht zwangsläufig Kunde (aber möglicherweise) • Ist sehr emotional und vertritt seine Meinung laut • Kann Ihnen schaden, wenn Sie falsch reagieren Herausforderung: Cool und sachlich auf Angriffe reagieren, nicht in emotionale Diskussionen verstricken lassen – „Don‘t feed the trolls“ „Ich möchte mich über irgendwas aufregen – und alle sollen es mitkriegen!“ CC cloud_nine
  110. 110. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der Anfeuerer • Liked, kommentiert und teilt Ihre Postings, häufig von mobilen Geräten aus • Macht bei jedem Ihrer Aufrufe mit • Unterstützt das Community-Building und steigert Ihren Bekanntheitsgrad Herausforderung: Konstant wertvollen Content bieten, der den Erwartungen entspricht und potenziell neue Fans anlockt „Ich finde dich und alles, was du postest, toll! #YouRock“ CC San Diego Shooter
  111. 111. 7 Social Media-Fantypen (nach: ReachLocal) Der treue Fan • Empfiehlt Ihre Organisation an Familie und Freunde, on- und offline • Lobt aufrichtig, gibt aber auch konstruktive Kritik • Verteidigt Sie gegen aufgebrachte User Herausforderung: Spezielle Beachtung zukommen lassen und Lob/Kritik besonders ernst nehmen „Ich steh‘ zu dir, egal was kommt!“ CC Bob.Fornal
  112. 112. Die 90-9-1 Nielsen-Regel Quelle: www.nngroup.com/articles/participation-inequality/
  113. 113. WAS TUN IN HEIKLEN SITUATIONEN?
  114. 114. Social Media Policy • Was darf gesagt werden, was nicht? • Was ist im Sinne der Organisation, was nicht? • Abgrenzung private vs. berufliche Nutzung • Welche Freiheiten gibt es, wo sind die Grenzen? • Wie wird mit heiklen Situationen und Themen umgegangen? • Wer trifft Entscheidungen? • Was passiert mit persönlichen Daten?
  115. 115. Social Media Policy – Beispiel Quelle: www.wienerstadtwerke.at/media/files/2012/social%20media%20guidelines_74428.pdf
  116. 116. Social Media Policy – Beispiel Quelle: www.wienerstadtwerke.at/media/files/2012/social%20media%20guidelines_74428.pdf
  117. 117. http://de.slideshare.net/voestalpine/voestalpine-social-media-m
  118. 118. www.caritas.de/socialmedialeitlinien
  119. 119. Fallbeispiel 1 Eine enttäuschte Mutter postet ein Kommentar auf der Facebook-Seite einer Klinik. Sie beschwert sich darin, dass sie in der Notambulanz mit ihrem 4-jährigen Sohn drei Stunden ohne Hilfe warten musste – obwohl ihr Sohn über starke Schmerzen klagte. Eine Privatperson (Lieselotta Müller) antwortet ihr: „Willkommen im echten Leben. Hier ist eine Packung Taschentücher.“ Das verärgert die Mutter natürlich noch mehr. Eine kurze Recherche ergibt, dass „Lieselotta Müller“ selbst Krankenschwester in dieser Klinik ist. Ihr Posting bleibt seitens der Klinik unkommentiert stehen.
  120. 120. Fallbeispiel 2 Freitag Abend lief eine TV-Dokumentation zum Thema „Impfen – Das Geschäft der Pharma-Lobby“. Bereits währenddessen wird auf Twitter rege dazu diskutiert. Eine Person stellt die Vermutung auf, dass die „Schönes Leben“-Versicherung mit ihrer jüngsten Impfaktion mit der Pharma-Industrie unter einer Decke steckt. Verunsicherte Klienten schicken Nachrichten an die Versicherung – doch diese schweigt. Das ganze Wochenende und auch danach, denn intern ist man mit diesen Reaktionen überfordert. Schnell schlussfolgern die User, dass das Social Media-Engagement der Versicherung nicht ernst gemeint ist.
  121. 121. Fallbeispiel 3 Auf der Facebook-Seite einer Beratungshotline für Schüler stellen User viele Fragen. Die meisten davon werden auch recht zügig beantwortet, z.B. wenn es um die gesunde Schuljause geht oder um die tägliche Turnstunde. Sobald es jedoch um „heiklere“ Themen geht, schweigen die Seitenbetreiber. Die 12-jährige Anna möchte z.B. wissen, wie sie einer Klassenkollegin helfen kann, die online stark gemobbt wird. Die Täter werden im Umfeld eines Sportvereins vermutet. Während andere Fragen auf der Seite beantwortet werden, bleibt ihr Posting unkommentiert. Geht es hier nur um die „harmlosen“ Dinge im Leben?
  122. 122. Fallbeispiel 4 Ein User postet seine private Krankengeschichte öffentlich auf der Facebook-Seite einer Gesundheitseinrichtung. Er weiß nicht mehr weiter, denn er hat Angst, aufgrund seiner Erkrankung den Arbeitsplatz zu verlieren und bittet um Rat. Der User postet unter seinem echten Namen und mit einem Profilbild, auf dem er eindeutig zu erkennen ist.
  123. 123. SIE SIND DRAN! Welche Regeln wären hier vorbeugend sinnvoll? Was könnte eine geeignete Reaktion in dieser Situation sein?
  124. 124. UMGANG MIT SENSIBLEN THEMEN CC Shandi-lee
  125. 125. Schwere Krankheiten Geschlechts- krankheiten Psychische Krankheiten Alkohol- und Drogenmissbrauch Gewalt Cyber-Grooming (Cyber-)Mobbing Essstörungen Suizid Diskriminierung am Arbeitsplatz Sexueller Missbrauch Patientendaten - Datenschutz Pflege von Angehörigen CC seyed mostafa zamani Verwahrlosung
  126. 126. Falschinformationen, Hoaxes
  127. 127. SIE SIND DRAN! Arbeitsblatt „Sensible Themen in meiner Arbeit“
  128. 128. Umgang mit sensiblen Themen VORBEREITUNG: • Aktive vs. passive Herangehensweise • Pro- und Contra-Meinungen kennen • Thema und Akteure beobachten • Statements und Argumente vorbereiten • Was darf gesagt werden, was nicht? • Experten an der Hand haben (Netzwerk) • Austausch mit PR-Abteilung • Themenführerschaft?
  129. 129. CC Paolo Margari Untertauchen = ganz schlechte Idee …
  130. 130. … auch nicht abwarten und Tee trinken CC dopamine
  131. 131. CC mellyjean … und keinesfalls wegschauen!
  132. 132. Umgang mit sensiblen Themen WENN ES „BRENNT“: • Ruhe bewahren • Präsenz zeigen • Sachlich und professionell reagieren • Nicht auf emotionale Diskussionen einlassen • Moderieren • Don‘t feed the trolls • Opfer und Beteiligte schützen • Im Extremfall: Rechtliche Schritte erwägen CC stbjr – Flickr.com
  133. 133. Umgang mit sensiblen Themen NACHBEREITUNG: • Was können wir daraus lernen? • Was ist gut gelaufen, was sollte beim nächsten Mal besser sein? • Störenfriede identifizieren und ggf. sperren • Wie geht es mit dem Thema weiter? NÜTZEN SIE DIE HERAUSFORDERUNG ALS CHANCE!
  134. 134. Kinder und Jugendliche stärken • Aufklärung und Sensibilisierung Nein-Sagen und Widerstand zeigen Informieren, wo man Hilfe bekommt Auf das eigene Bauchgefühl hören Familiären oder sozialen Zusammenhalt stärken Selbstbewusst- sein der Kinder stärken CC avarty
  135. 135. (Potenzielle) Täter vertreiben Verbal vertreiben: •„Lass mich in Ruhe!“ •„Ich will das nicht!“ •„Das ist verboten. Ich sag es weiter“ •„Ich warne andere vor dir“ • „Ich kann beweisen, was du gemacht hast.“ •„Du bist schuld.“ Blockieren und melden Beweise sichern Neues Konto anlegen An erwachsene Vertrauensperson wenden
  136. 136. Sexting
  137. 137. BERATUNG VIA SOCIAL MEDIA CC mueritz
  138. 138. Beratung via Social Media • Öffentlich auf der Organisationsseite • Privatnachrichten • (Geschlossene) Gruppe • Chat Achten auf: • Schutz der Privatsphäre der Klienten • Gesicherte Verbindung • Im Zweifel auf anderen Kanal verweisen • Nur professionelle Beratungs-Tools verwenden ?
  139. 139. Privatperson vs. Organisation Thomas Maier Verein „Leben retten“ + Direkter und persönlicher Kontakt zu Klienten + Kontinuität über Personalwechsel hinweg + Anteilnahme am Leben der Klienten ist leichter + Abgrenzung Privat/Beruf ist leichter + Weitergabe von Infos - Keine Kontinuität bei Personalwechsel - Weniger persönliches Online-Verhältnis - Abgrenzung Privat/Beruf ist schwieriger
  140. 140. „Fragestunden“
  141. 141. RECHTLICHE ASPEKTE CC Gatis Gribusts
  142. 142. Personenbezogene Daten Sensible Daten: Betreffen den persönlichen Lebensbereich einer Person: • Ethnische Herkunft • Politische Meinung • Gewerkschaftszugehörigkeit • Religiöse oder philosophische Überzeugung • Gesundheit • Sexualleben Dürfen nur in Ausnahmefällen verwendet werden. Aber: Wenn Betroffene diese selbst veröffentlichen, dürfen andere dies ohne Zustimmung auch! Nicht-sensible Daten: • Adresse • Telefonnummer • Geburtsdatum • Beruf Dürfen verwendet werden, wenn: • Es gesetzlich erlaubt ist • Betroffene zustimmen • Lebenswichtige Interessen bestehen (z.B. Handyortung nach Bergunglück) • Überwiegend berechtigte Interessen eines Dritten bestehen
  143. 143. Veröffentlichung von Fotos • Am besten nur mit Einverständnis des/der Abgebildeten • Bedenken Sie: Kann zu Belästigung oder Diskriminierung führen! • Einverständniserklärung kann jederzeit widerrufen werden, das Bild müssen Sie dann löschen • Nachteilige Bilder dürfen nie veröffentlicht werden (Recht am eigenen Bild) CC Bowen Chin
  144. 144. Impressum • Name • Anschrift • DVR-Nummer • Geschäftsführer • Mitglieder des Vorstandes • Vereinszweck • Blattlinie • Bei Unternehmen: Kammerzugehörigkeit Social Media = meinungsbildende Websites: Gehen über Selbstpräsentation hinaus und beeinflussen öffentliche Meinung
  145. 145. Haftung – eigene Inhalte • Üble Nachrede • Ehrenbeleidigung • Verleumdung • Kreditschädigung • Verhetzung • Nationalsozialistische Wiederbetätigung • Kinderpornografie • Urheberrechtsverletzung • Verletzung des Persönlichkeits-, Namens- oder Markenrecht
  146. 146. Haftung – fremde Inhalte / Links • Wenn keine Kenntnis über rechtswidrige Inhalte: Keine Haftung • Sobald Information erfolgt, müssen Inhalte sofort gelöscht werden – Daher: Moderieren und kontrollieren! – Disclaimer sind kein Schutz – sind rechtlich nicht verbindend
  147. 147. User oder Inhalte melden
  148. 148. Melde- und Beratungsstellen www.ombudsmann.at www.stopline.at www.saferinternet.at www.rataufdraht.at www.bmi.gv.at/meldestellen www.watchlist-internet.at help.gv.at
  149. 149. Netiquette www.facebook.com/helvetia.versicherungen.oesterreich/app_125093554281651
  150. 150. Netiquette www.facebook.com/Arbeiterkammer/app_234228876686496
  151. 151. Urheberrechte • Jedes geistig eigentümliche Werk ist urheberrechtlich geschützt • Die „leichte“ Verwendung im Internet darf nicht gleichzeitig als „freie“ Verwendung missinterpretiert werden • Für jede Veröffentlichung muss die (schriftliche) Zustimmung des Rechteinhabers eingeholt werden
  152. 152. Creative Commons • Unter gewissen Bedingungen ist eine Veröffentlichung erlaubt • http://search.creativecommons.org • www.flickr.com • www.jamendo.com/de/ • www.compfight.com
  153. 153. DIE EIGENE PRIVATSPHÄRE IM NETZ SCHÜTZEN CC V.H.S
  154. 154. Privatsphäre – wen interessiert‘s? Hi! Wie war‘s auf Bali? Kennen wir uns?!?
  155. 155. Die eigene Privatsphäre im Netz schützen • Nichts veröffentlichen, was Ihnen oder anderen peinlich werden könnte • Sichere Passwörter aussuchen • Privatsphäre-Einstellungen verwenden • Nur „echte“ Freunde annehmen • Mit persönlichen Daten sparsam umgehen • Nach sich selbst „googeln“ Linktipp: www.saferinternet.at
  156. 156. www.youtube.com/watch?v=zvpRIsKfJuc
  157. 157. Privat vs. Beruf
  158. 158. Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook
  159. 159. IHRE NÄCHSTEN SCHRITTE? Arbeitsblatt „Do‘s and Dont‘s“
  160. 160. CC by fontplaydotcom
  161. 161. CC Éole
  162. 162. Link- & Lesetipps • Video: „Social Media 2014“: www.youtube.com/watch?v=DYedZth9ArM • Social Media Guidelines im Gesundheitsbereich: http://ebennett.org/hsnl/hsmp/ • Benchmarks: Ö: www.socialmediaranking.at, DE: www.socialmediaranking.eu , International: www.socialbakers.com • Facebook für Unternehmen – Tipps, Fallstudien etc.: www.facebook.com/business/ • „How to survive a shitstorm“ by ambuzzador: www.ambuzzador.com/wp-content/uploads/2012/05/ How_to_survive_a_shitstorm.pdf • Buchtipp: „Follow me! Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter und Co.“: www.social-media-marketing- buch.com

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