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Zeitung für Thälmann-Pioniere und Schüler
50. Jahrgang • Preis 10 Pf • Index 33 528
4. JANUAR-AUSGABE 1967
Die
. ::..
DDR-;
,':'~?R?WL,: · ; '.,II

Das ist die Genossin Marga Schmidt,
Meisterin im Berliner Kabelwerk Ober-
spree. Sie war dabei, als die Werktätigen
in unserem Teil Deutschlands begannen,
ihre Republik aufzubauen. Diese DDR ist
auch das Vaterland aller Pioniere. Sie
wachsen hier auf und gehen hier zur
Schule. Bei Wanderungen und Fahrten
lernen sie die Schönheit unseres Landes
kennen urici besuchen die Arbeiter in
ihren Betrieben.
Wartet einen Augenblick, bevor ihr euch
an die Briefmarkenalben setzt, zum Trai-
ning in das Sportzentrum fahrt oder den
Fernsehapparat einschaltet.
Lest auf Seite 3,
was die Genossin Schmidt den Pionieren
erzählte, von ihrem Vater, der den Krieg
haßte; von ihrer Suche nach dem Vater-
land, und wo sie es fand, und von Men-
schen, die in schweren und glücklichen
Tagen zu ihrem Vaterland standen und
es täglich neu gestalten!
der klugen
Köpfe
Kohle
über den Plan
Die Kumpel des Braunkohlen•
tagebaus Seese trotzen Schnc-e
und Morast. Die Gleisbaubri• ·
gade „Ernst Thälmann" sorgte
ffü· einwandfreie Gleisanlagen
(unser Foto) und sicherte so die
ausreichende Versorgung der
Großkraftwerke Lübbenau und
Vetschau mit Kohle. In der
ersten Januar-Woche wurde
mit mehr als 15 000 Tonnen
Rohbraunkohle der Förderplan
zu Ehren des VII. Parteitages
der SED übererfüllt
Ihr habt 11och nichts davon gehört? Dabei
pfeifen es alle Spatzen vom Dach: ,,,TT' an
18 Ferientagen."
Jeder kann mitmachen,. vorausgesetzt, er
besitzt die „Trommel" Nr. 6 und hat keine
Lust, in einen Winterferienschlaf zu fallen.
Erprobt ,,TT";
das Mittel für Ferienfreuden
. Spitzt die Bleistifte. Legt eine frankierte
Postkarte und eine Schere bereit. Pac-kt
die Schulbücher nicht so weit in eine Ecke,
denn für kluge ·Köpfe gibt's etwas zu tu!).
Preise winken als Belohnung. Hier ein
Rat kurz vor C:em Start: Beginnt mit dem
Denk- und Körpertraining nicht erst beim
Startschuß. Wiederholt sofort das im Schul-
jahr Gelernte und lockert die Gelenke.
Macht mit beim ,',TT", dem „Trommel"•
Turnier der klugen Köpfe!
Sowjetische Riesen
Sowjetische Flieger bilden auf dem
Territorium der DRV vietnamesi-
sche Flieger an Groß-Hubschraubern
vom Typ „MI-6« aus. Die „MI-6"
versieht bereits am Himmel Viet-
nams ihre Dienste, und sie hat ihr
schweres Examen gut bestanden.
Angst vor der Zukunft
Neue. Entlassungen. und Kurzarbeit
in
1
den verschiedensten, . Industrie~
zweigen melden die westdeutschen
Landesämter. Der .Klöckner-Konzern
will 200 Arbeitern kündigen. Die
Bremer Wollkämmereien . wollen
ebenfalls 200 Arbeiter auf die Straße
setzen. 9000 Belegschaftsmitglieder
der Blaupunlü Radios und Fernseh_.
werke _
in Hildesheim und Salzgitter
müssen drei Tage im Januar zwangs-
feiern. Auch im Februar soll .ver-
kürzt gearbeitet werden. Die Reihe
ließe sich fortführen. Den Nutzen
haben die Kapitalisten: doch in viele
Familie11 · zieht · die ·Angst _vor der
Zukunft ein.
Erdölleitung Schwedt- Leuna
· Die Spezialisten des Warschauer
Unternehmens „Hydrobudowa 6'1
haben ihre Arbeit an der Erdöllei-
• tung Schwedt-Leuna wieder auf-
genommen. Sie hatten bis Jahres,::
Sein Berufs-
wunsch:
Verkehrs-
polizist
Heute schon trai•
nie1·t er als junger
Verkehrshelfer
auf den Straßen
von Ulan-Bator für
seinen zukünftigen
Beruf
Fotos: Zentralbild
Fotos: JW-Blld/Glocke, Drowskl
ende 306 km der insgesamt,.336 k~
langen· Erdölleitung· geschweißt. -Da.:
mit haben -sie ihr ·Jahresziel· über~
boten.
Joghurt in der Tüte
Bulgarischen Wissenschaftlern .:.. ge-
lang es, Joghurt in Pulverform her•
zustellen. Ein Kilogramm ' Joghurt_.
Pulver entspricht etwa 12-Kilogramm
gewöhnlichem Joghurt.
Schafsgebiß
Die Graslandschaften Australiens
sind teilweise so sandi-
g, daß die
dort weidenden Schafe unter einem
frühzeitigen Zahnverfa'n leiden und.
gefüttert werden müssen. Ein nor-
. wegischer Veterinär-Zahnarzt ent-
·wickelte einen Kobalt-Chrom-Zahn-
ersatz. Schafe mit Gebiß sind jetzt
keine Seltenheit .mehr auf australi•
schen· Weiden. ·
Die Flucht
Im Straßengraben lag ein umge~
stürzter und ausgebrannter Späh•
wagen. Hilflos ragten die Räder in
den hellen Julihimmel. Der gepan-
zerte Turm hatte sich tief in die
weiche Erde gedrückt. Und in die
platte Stirnfront war ein mächtiges
Loch geschossen. Brennendes 01
war über das Gras gelaufen und
hatte es. versengt. Der laue Som-
merwind verwehte nun rußige
Ascheflocken. Sie wirbelten wie
schwarzer Schnee.
Martin Vorwerk steuerte den schwe-
ren Dreiachser um einen metertiefen
Granattrichter. Dabei holperten die
wulstigen Radreifen über heraus-
geschleuderte Granitsteine. Hinter
der Kabinenwand hörte Martin
dunfpf die Kisten zusamnienstoßc·n.
Sein Auto war ·bis zum Rand mit
Patronenkisten beladen. Martin
Vorwerk brachte Munition an die
Front.
Der Lastwagen schwankte hin und
her und rollte dann aus. Martin
lenkte ihn von der staubgrauen
Straße. Dann standen die Räder
im engspurigen Sommerweg.
Ein kleiner, weißer Schmetterling
flatterte vorbei. Er ließ sich aL•f
einem abgestorbenen Halm nieder.
Un-d der Schmetterling kam Martin
hier wie ein Wunder vor.
Der tote Halm knickte. Erschrocken
flog der Falter auf. Er irrte herum
und suchte einen sicheren Platz.
Doch er konnte keinen finden.
Panzerketten und Sprenggranaten
hatten die Erde aufgerissen.
.,Kleiner Flatterfalter", sagte Mar-
tin. .,Nicht ein Zipfel Gras ist für
dich geblieben." ·
Noch lange sah Martin den Schmet-
terling wie einen schimmernden und
tanzenden Punkt.
Von der Waldhöhe dröhnte Kampf.
lärm. Unter den wuchtigen und har-
ten Granatschlägen bebte die Erde.
Und der Himmel grollte wie beir,1
allerschwersten Gewitter.
Seit ,2wei Tagen wollte die Hitler-
armee über den Fluß. Sie schaffte
es nicht. Die Sowjetsoldaten wehr-
ten vom jenseitigen Ufer jeden
Landeversuch ab. Pausenlos krach-
ten Gewehrschüsse. Und die Ma-
schinenqewehre verstreuten töd-
lichen Kugelregen. So war das auf
beiden Seiten.
Als Martin weiterfahren wollte, er-
blickte er einen Soldatentrupp. Die
Männer kamen ihm entgegen. Sie
sahen müde und zerschlagen aus.
Ihre Uniformen hingen in Stücke ge-
rissen. Durchblutete Notverbände
waren um Arme und Beine und
Köpfe gewickelt. Pilötzlich wußte es
Martin. Das waren gefangene So-
wjetsoldaten.
In manchen Augen sah er Haß auf-
flackern. Und er hätte am liebsten
gerufen: ,.Was seht ihr mich so an?
Ich bin doch gar kein Faschist!"
Martin wollte sich wegdrehen und
nichts mehr sehen. Da war ihm, als
hätte er ein bekanntes Gesicht ge-
funden. Näher und näher kam es
auf ihn zu. Martin saß da wie ge-
läh'mt. Sein Mund wurde trocken.
Immer wieder formten die Lippen
eine!') Namen.
;,Dimka!"
Martin fuhr hastig mit der Hand
über · die fieberheiße Stirn. · Seine
Finger tasteten die strichdünre
Narbe ab. Sie fühlten viele kleine
Schweißperlen, . . - · -
Martin hatte Dimka erkannt. Der
Freund war ein Gefangener. Er trug
keine feldbluse mehr: Und er gi,,g
ohne Stiefel. Die hatten die Deut-
schen ihm, weggenommen . Alles
nahmen sie diesen Menschen. Das
Glück und das Land und auch dos
Leben.
Martin verkrampfte die Finger um
das Steuerrad, als wollte er es zer-
brechen. War er nicht Kommuni st
geblieben? Ja! Martin war kein
/ /"
-,
<.y-,.
/
3.TEIL
Hitlermann; Aber er wurde in die•
sen Krieg geschickt. Martin hatte
versucht, etwas gegen ihren Krieg
zu tun. Sooft er konnte, verzögerte
er Munitionstransporte; Doch das
reichte nicht mehr.
Martin griff nach seiner Brieftasch.e.
Zwischen dem Seidenfutter und dem
weichgegerbten Leder spürte er ein
gezacktes Stück Metall. Es war
Dimkas Stern.
Der Abendhimmel hatte sich mit
dicken und grauen Wolkenhaufen
bewgen. leichter Nieselregen fiel.
Die Erde verhüllte nebliger Dunst.
Sie war schmierig und glitschig ge•
worden.
Mcirtin Vorwerk hatte sich zum
Wachmann einteilen lassen. Er hatte
den Soldatenhelm geholt und das
Sturmgewehr umgehängt. Dann war
er mit einem zweiten Posten zur
Scheune gegangen. Dort befanden
sich die Gefangenen. Es waren
siebenundzwanzig.
Rund um die Scheune war eine
Stacheldrahtsperre gezogen. Ein
geladenes Maschinengewehr stand
vor dem weit offenen Scheunentor.
Ma'rtin saß daneben auf einem
Strohbund. Ihn fröstelte. Die Nässe
kroch durch bis auf die Haut.
Der andere Posten kam vom Rund-
gang. Martin hakte die Feldflasche
vom Koppelleder.
.,Trink etwas!"
Der andere nahm lange Schlucke.
„Russischer Wodka", lobte er und
gab Martin die Flasche. Doch der
trank keinen Tropfen.
Martin wartete eine ganze Weile.
„Schon halb zwölf", wandte er sich
an den Posten. Aber es kam keine
Antwort. Der Posten lehnte mit dem
Rücken an der Bretterscheune. Er
war einqenickt. So hatte es Martin
vorgehabt.
Martin erhob sich. Vorsichtig setzte
er Fuß vor Fuß. Strohhalme rasch el-
ten auf der Tenne. Martin ließ
seine Taschenlampe über die er-
schöpften Gefangenen scheinen.
„Dimko !" rief er leise. .,Dimitri
Lowrenkow ..."
Einer richtete sich halb hoch.
,.Dimka !" Martins Stimme bebt~
#&46'1
Automatischer Kontrolleur
Sowjetische Konstrukteure haben
eine automatische Einrichtung
entwickelt, die den fahrplan-
mäßigen Verkehr von Straßen-
bahnen, Trolleybussen und elek-
trischen Vorartzügen gewähr-
leistet. Die automatische Einrich-
tung registriert die Vorbeifahrt
der Fahrzeuge an bestimmten
Punkten und übermittelt ·die
Daten zu einem zentralen Steuer-
pult. Die Anlage kann gleichzei-
tig mehrere Linien überwachen,
da der Automat mit Impulsen
unterschiedlicher Frequenz arbei-
tet. Der Automat ermög!fcht eine
Pünktlichkeit für alle elektrischen
Fahrzeuge . im Stadtverkehr bis
auf die Minute. Diese auto-
-
matische Einrichtung wird jetzt
in Moskau und anderen Groß-
städten installiert.
W #Ak WWM-#4$ -it@it1f !ii+:: 4,ißdS!ZMJ!"'!:t
Es war im Sommer einunddreißig;
Rote Jungpioniere fuhren in die
Sowjetunion. Einer von ihnen war
Martin Vorwerk. In einem sowjeti•
schen Pionierlager begegnete er
Dimka aus Rostow. Beide wurden
Freunde. Darum schenkte Dimka
Martin einen Messingstern.
Jahre sind vergangen. Martin ist
Kommun~t geworden. Illegal
kämpft ermit seinen Genossen ge•
gen den Faschismus.
Hitler übecfällt die Welt mit Krieg.
Auch Martin muß den Soldatenrock
anziC[!hen. Zwei Jahre später brkht
die Hitlerarmee in die Sowjetunion
ein. Vom ersten Tag an erlebt Mar•
tin diesen schrecklichen Krieg. Er
hat das Sowjetvolk wie ein Blitz•
schlag getroffen. Häuser brennen
bis auf die Grundmauern nieder.
Menschen werden erschlagen. So
beginnt der Sommer 1941.
und klan'g heiser. Jetzt erkonnte
Dimko .Martin.
Dimko sah Martin. lange an und
sprach kein Wort.
,.Ich bin dein Freund geblieben";
beteuerte Martin. Doch Dimka
schüttelte den Kopf.
„Nein, Martin, nein!" Dann drehte
er sich weg.
Martin packte Dimkas Schulter. ,.lch
hole dich raus! Wir fliehen! Du und
ich, wir olle .• ,"
Dimko mußte erst begreifen, was
Martin ihm da sagte, Wärme kam
in seine braunen Augen. Martin
hielt ihm beide Hände hin. Und
Dimka nahm sie.
Der zweite Wachmann schlief noch
immer. Sein Kopf war auf die Brust
gesunken. Die Gefangenen tastete,,
sich in 'die dunkle Regennacht.
Martin bückte sich nach dem Ma-
schinengewehr und hob es hoch.
Dimka faßte nach der Gurtmunition.
Geduckt rannten sie los.
Martin hatte den Dreiachser in eine
Tannenschonung gefahren. Es blie-
ben nur noch ein paar hundert
Meter bis zum Fluß. Sie gingen
dicht hintereinander und schwiege:,.
9H @Ai&
•
Landung auf einem Rad
:i;:>er Pilot Waleri Tokawarow war
mit seiner „AN-2" und den an
Bord befindlichen Passagieren
gerade gestartet. als er im Kopf-
hörer die aufgeregte Stimme des
Diensthabenden vom Flugplatz
vernahm: .,Die Maschine hat das
linke Rad des Fahrgestells ver-
loren."
Der Flughafen von Ust-Kameno-
gorsk. wo die Maschine landen
sollte, nahm die „einrädrige"
Maschine .unter besondere Kon-
trolle. Auf Befehl der Boden-
station flog die „AN-2" eine
Runde Über dem Flugplatz Ust-
Kamenogorsk. Dann landete die
Maschine sicher am Rande des
Rollfeldes. Die Passagiere bemerk-
ten beim Verlassen des Flugzeu-
ges verwundert die bereitstehen-
den Krankenwagen.
,A.
l '
Der Regen war stärker geworden;
Er rauschte richtig.
Sie hörten Wasser glucksen. Martin
flüsterte: ,.Wartet hier!" '
Ganz nahe mußte das leckgeschos-
sene deutsche Sturmboot liegen.
Martin ging es suchen und kam
bald zurück.
Das Boot lag im S~hilfdi~kicht ver-
steckt. Wasser schwappte auf dem
Bootsboden. Die Gefangenen stopf-
ten eilig Tuchfetzen in das zerspiit-
terte Leck. Und ein baumlanger Rot-
armist fing an, das Wasser auszu-
schöpfen. Er tat es mit seiner Mütze.
Martin warf den Bootsmotor an.
Der heulte los wie ein wildes Tier.
Mit einem Riesensatz brach das
Sturmboot durch das mannshohe
Uferschilf. Die andere Flußseite
war kaum zu erkennen. Doch das
Boot hielt darauf zu.
Da zerplatzte die stille Nacht mit
einem Knall. Eine weißblendende
Leuchtkugel zischte in den Regen-
himmel. Es wurden mehr. Von über-
all stiegen sie auf. Sprühende
Sterne beleuchteten den Fluß wie
hundert kalte Sonnen.
Die Flucht war entdeckt.
Ein deutsches Maschinengewehr
hämmerte nervös los. Schon waren ·
es zwei. Und dann schossen sie aus
ollen Gräben. Leuchtspurgarb,m
strichen dicht über den Fluß. Die
#MIAAE at#J SäEiA ff
Musik kontra Bären
Eine Expeditionsgruppe von
Topographen unter Leitung von
Leonid Losowski hatte an einem
Taigaf!üßchen bei Itkutsk haltge-
macht. Der größte Teil der Topo-
graphen war unterwegs, das Ge-
lände zu .erkunden. Nur zwei
hatte man im Lager zurückgelas-
sen. Diese hörten plötzlich ein
lautes Schnaufen und erblickten
den Kopf eines riesigen Bären im
Zelteingang. Es war schon zu spät,
die Karabiner . zu ergreifen, sie
standen in einer Zeltecke .•. Was
tun? Losowski streckte vorsichtig
die Hand nach dem nahestehen-
den Rundfunkempfänger aus und
drehte ihn auf volle Lautstärke!
Musik dröhnte los. Erschrocken
fuhr der Bär zurück und machte
sich aus dem Staube.
ECKHARD.RöSLER
Kugeln zersiebten das Wasser. Und
sie schlugen klatschend in die
Bootswände. Die Flüchtenden duck•
ten und preßten sich an die Boden•
bretter. Nur der lange Rotarmist
schöpfte ununterbrochen Wasser
aus. Doc~ es stieg mit jedem Atem•
zug.
Martin und Dimka robbten zum
Bootsheck. Sie zogen das mitge-
nommene Maschinengewehr heran.
Den Lauf richteten sie auf die deut-
schen Gröben. Dimko langte einen
Patronengurt aus der Kiste.
.,Fertig?" fragte Martin.
,.Fertig!"
Sie schossen zurück;
Dlustratlon: K. Fischer
Gurt um Gurt verschlang das Mo·
schinengewehr. Feurige Perlen-
schnüre SFhlugen auf die Ufer-
böschung und die Deutschen muß-
ten die Köpfe einziehen. Sie konn-
ten nicht mehr genau zielen.
Martin verschdß die letzten Potto-
nen.
Da knirschte - Flußkies unter dern
Sturmboot. Sie waren am anderen
Ufer. Menschenschatten tauchlen
auf. Dimka rief ihnen etwas zu.
„Unsere!" sagte er dann immer
wieder. .,Unsere!"
Sie waren gerettet.
Die beiden Freunde umarmten sir.h.
Jetzt erst fanden sie Zeit dazu.
(Fortsetzung folgt)
C&fi##WlbWW IM
Artek des Femen Ostens
Etwa 27 Kilometer von Wladi-
wostok entfernt werden bald
Bagger, Bulldozzer und Hebekräne
ihr Werk beginnen. Hier wird das
„Artek des Fernen Ostens" - ein
neues Pionierlager - entstehen.
30 Hektar malerisches, wald-
reiches Ufer der Amurbucht sind
den sowjetischen Kindern ge-
schenkt worden.
Dieses Lager wird das ganze Jahr
über geöffnet sein. Im Winter
werden sich hier 500, im Sommer
1000 Kinder erholen können. Es
wird Schulen mit modernen Klas-
senräumen, Speziallaboratorien,
Heilkabinette. ein Sommer- und
ein Winterschwimmbecken. einen
großen Kultursaal. Spielzimmer
und Sporthallen geben. Auch eine
Bootsausleihstation und ein Pier
für Seeschiffe werden entstehen-.
•
1e -
.;...; :•:•:•:•:•:•:•:•:•:•:·:,o le·h~rnte, 1
eser agg! t - alles gehört ihnen,
tätigen unserer Republik. Sie pl(ll'len selbst ihre Produktion, und was $ie
produzieren, nutzt ihnen allen, 1hrem Staat, den sie mitregieren
öitcir;-
Deshcrlb unterstütten wir das v1etnamesische Volk in seinem Freiheits•
kampf. Wir stehen an $einer Seite gegen den USA-Imperialismus
,t
Auf der Wartb:.irg forderten 1817 deutsche Studenten Volksvertretungen
und die Einheit des Landes. Wir bewahren und pflegen die guten Tradi•
tionen unseres Volkes. Kunst und Wissenschaft sind bei uns allen zu•
gänglich .
Das Gesundheitswesen ·in unserem Staat ist vorbildlich. Hier zeigt sich,'
wie· hoch der Mensch und sein Leben geachtet werden. Und wo der
Mensch ohne Unterschiede etwas gilt, findet er,auch sein Vaterland
•
m
& »~- ,.... . ;,; . 1 · ~ ;;· ·· ~ -- ~- ·;t; x· . ,
1>:r große Y
tcuim~ j ' I
, kh hotte nicht immer ein Vaterland
, l,Pld wäre al$ l(i11d lieber Fr!Jnxose
$~Wesen, denn wir lebten Jm Rhemfond,
'1llß l:{er erste Welt~rieg hatte. Deut$.cb•
wJand ni(ht mit Ruhm E!edeckt. Spciter
ip den Scl111lun9eo des Kommunisti•
. sehen Jugendverbandes lemte ich, daß
' wir unser Vaterland erkämpfen müs•
' sen. Und begeistert verfolgten wir die
.Eritwicklung in der .Sowjetunion, dem
V<1terland a!)er Arbeiter, wie wie es
x ~;t,n~ien, Mein Vater, der mit einer
'. ·Btm!ie im Gewehrlauf in derf ersten
Welffcrieg geschickt ,worden w<u, halte
gewußt, daß sich hinter dem Vater•
londsgerede der Geldsack der Unter•
nehmer verbarg. E1 hatte diesem Krieg
. geschadet, wo er nur konnte, Wir waren
, eine Arbeiterfamilie, und ,meine .El.tern,
Kommunisten, ericgen uns im Sinne
',.unserer Kld$$e, Die' Arbeiter waren
ret;htlos und den Launen der Kapita•
llsten ausgeliefert. Wir wehrten uns mit
aller Kraft. Als ich so alt war wie für,
1 stan~ ich 11St;hmiereß, wenn unsere Ge•
f
..nossen. Plak,Qf~ gegen }-ljtler k{ehlen.
~ Jo;,der lllega.lifüt. .drutkfen wir FlugbliH..•
ter und verteilten ,sie. Unsere großen
Vorbilder, Lenin, t iebktiecht, Luxem•
:'· burg und Thälmcm.n, .hatten uns den
richti9en Weg gewiesen, und . wir
1
träumten von dem großen Ziel, unser
Va
..tertan
. d ·.allhuba,~.en. ohr1
. e B!_utsau
·. ;i)et
um;I Men,chensch1t1'd'e.r - em Land
'phne 1.üge, wo d$T arbeitende Mensch
im Mittelpunkt steht - so wie in der
Sowjetunion. . . •
Ak die Sowjetar-nfoe den faschismus
1"ierscbla9en hatte und die Arbeiter die
, M<lcht i.n ihre Hönde nahmen, war der
f
···
,· 1'.ag .zu . kurz, um ~U das 'iu s1;hoffen,
was wir iu unseiein VQf~rland, brauch•
4eri. Aber wir W!IBen, unser Tro.um geht
1
in Erfiillung, wenn• olle mit 7:upacken,
Es war ein schwerer und schöner Weg.
Und immer mehr Menschen erkannten,
daß wir hier in der Ot>R unser,Valer-
·• l'ct11d euichten. ·
,..,,. Es gibt .r
i nichts Schöneres
.., ,
,,,,Seit diesen T~g~ sin.d liher 2Ö·Iahr~.,
r vergqngen;, ;Un~ gehöre.n die,.Fabrik~[I
und Felder, dte Sdiulen u:nd Th~ater,
Die Ausbeutung .des Mensc~en ist für
immer beseitigt. Was wir füt _unser
,Vofetland unternehmen, tun wir für uns,
Und wir unternehmen viel, denn es
g1bt nichts Schöneres. als die Tat für
das Vaterlc;md. Darin liegt der Sinn
··unseres Lebens.
So wie jede Familie ihr Zuhause ge-
staltet und sich eio glückliches leben
aufbaut, so hoben wir unser Land
geschaffen, das wir lieben und vertei•
f
. digim.
Alle Menschen haben gleiche Rechte,
und die Zeiten, in denen ich a(s Tex•
ti!Qrbeiterin schlechter ,bezahlt wurde
als ein Mann, sind vorbei. Wo Arbeiter•
1 frauen mitbestimmen, ist der Frieden
in guten Händen: denn sie spenden
das Leben und wollen es erholten.
Hier, in diesem ersten Vaterland des
deutschen Volkes, ' konnte ich das mit·
ilerwirklichen, was mich mein Vater
lehrte.
Für alle
guten Deutschen
Doch die DDR ist auch das Vaterland
der ausgebeuteten und beiogenen
Menschen im anderen Teil Deuts.ch-
lands. In den Fabriken, in denen sie
Werte erarbeiten; die sich der Kapita:,,
• Ji$t aneignet, haben sie nichts ~u
.,, sa.9e.n. Im lc!l)de regieren die Konzern•
>betten. :Wer bei Hitler gelernt hat,
. ,, weil}, wfe man ein Volk betrügt. Des•
ho.lb steht ein KZ-Baumeister an der
Spiti;e der Bundesrepublik, und ein Hit•
leranhänger ist Bundeskanzler, Der
deutsche Imperialismus, der zwei Welt•
kriege verloren hat, will wieder fremde
Gebiete erobern und beteuert, das.
liege im Interesse des deutschen Vater•
lands. In deut$chem Interesse liegt der
Friede, und den schützt cmsere Repu-
blik, Wer andere Völker unterd1i.ickt
und morden hilft, hat auch mit sei'nem
Volk Schreckliches, vor. Ein Vat-erlond
det Arbeiter schickt kein Giftgas n1;1ch
Vietnam. Wo der · Profit als bocbstes
, . gilt, ist nicht das Vaterl(lnd der Werk•
,.,., tätigen. ,
ln der DDR werden die Kinder das Land
rhrer Väter und Mütter erben und fort-
setzen, 'wos bego~ne.,, wurde. - In der
... ODR, unserem Vöterland, wQ der, Frie-
Y: d'en 1.1nd ciie Menschenwürde oberstes
'Gesetr sind, findet Jeder gute Deuu,he
>eine Heimstatt~
Qends$in Marga, Sc'hmicit,
MeMterin
~ & im Raoeiwerk ObeTspree
.-":(._
Dieser Schacht und die örderanlagen gehören nie t en r eitern. es•
halb sind Mossenentlassungel und •Feierschichten in Westdeutschland
an der Tagesordnung. Dort, wo der Arbeiter nicht_
s besitzt, ist auch nic:ht
sein Vaterland
.
ncm. Unter dem•Deckmontel des Roten Kreuzes lief dns Schiff „Helgo•
land" nach Südvietnam· aus. Dieses Schiff hilft den Unterdrückern des
•vietnamesischeli Volkes '
Burgen werden zum Verkauf angeboten. Alles ist im Kapitalismus käuf•
!ich. Gute Traditionen unseres Volkes werden verleumdet. Kunstschätze
werden den Werktätigen vorenthalten
Im Schandfleck Bonns: ,,Wir
•leben hier wie die Tiere!''
r>mßjlJi~ l11.r*,w~ im Proru,b:u·far OBJ"" ~ ui:- !SO ~.ndM in Gftf.h,
Y,,l, • 0 v.,. .,'f-v 7.,c,~,) ,~;.t ss..~-l"'-91 « ~~o~
"'"'= d·o :,,•l),,...•t '(,l•, ("',.jt~ ~;o, ,o:.,,> ··• !:'4t 8-s,M)')
,;.,, .to·W"(..S~.... (•V -0;.,,,,..1v.,.m !>«K").., '(~ «~ :+>.
,,""'•11•)}0('Y,t;:A•;¼,_ J,...,.;:11#N,(ll•V>• ~tc.~1>>~'<'-,
y.·d s,;,,;>.."-'t . 'Wf< :~..,, ,.;~, ~ 6:o "''«o ~» vt>N1'1.
j,;,o;:.,.>.,;.s<«~«-Jvi-:91-,oA<-(IA~vl•".,o;,,k-.:,1'W;:-tc
,.'),,~ :-:<--::< kfl« «·~ »k-1', ~6~)~<) <::x,,:-.M-x<: ":v.
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,:w ~{6: ~0W4~ Y•1'.'t
r e1ter ümmert sich der Kapi alist nur so ,
lange, wie er sie braucht. Der Mensch gilt nichts. In diesem Staat ist
alles ungesund. Hier ist kein Vaterland für die Werktätigen '"
Manch einer staunt,,
wenn Ursel, die
Freundschaftsrats•
vorsitzende, viele
Einsen bekommt.
.,Jeden zweiten Ta!,'
in den- Ferien schaue
ich mir das Gelernte
an, wiederhole, übe.
Helmut und Hans-
Jürgen sollten es
auch mal versuchen!
Wenn auch vielleicht
nicht genug Schnee
liegt, Zeit ist reichlich
vorhanden,"
Fotos: JW-Bildl •
Eckebrecht
Am Morgen hatte es in Lichterfelde geschneit. Die 7: Klasse machte „Probe•
ferien" auf dem Schulhof, packte Skier und Schlittschuhe, spannende Bücher,
das Mathematiklehrbudl, das Vokabelheft und die gute Laune auf ihreJl
Schlitten. Stephan holte das lange Lineal, um 'den einen Zentimeter Schnee
zu messen, und schaute zum Himmel, ob da ·njcht. noch ein paar Flocken
kämen. - Noch ist Zeit bis zu den Winterferien, und die Wolken haben das
letzte Wort. - Wirl,lich?
Haben dieWolken
das letzteWort?
Der Freundschaftsrat ist damit nicht
einverstanden. Interessante, lustige ·
Ferientage beginnen in Lichterfelde
mit vielen guten Ideen - von jedem
Pionier mindestens eine. Die Pioniere
haben nach den Aufgaben des Pio•
nierauftrages einen Plan gemacht,
wie auch ohne Schnee jeder dieser
Tage ein Erlebnis wird und die
Langeweile nicht mit am warmen
Ofen sitzt. Drei Wochen vor Weih•
nachten gab der Freundschaftsrat
das Signal, die Gruppen berieten
über ihre Vorschläge. Und dann
war der Plan entstanden.
Schulbücher
nicht aufs Eis gelegt
Alle haben mitgedacht. Alle helfen
dabei, diesen Plan lebendig zu
machen. Sie verwandeln den Mathe-
matikraum in ein Knobelzentrum,
im Chemie• und Biologiezimmer
werden blaue Flammen zischen und
Augen durch Mikroskope sehen. Die
Lichterfelder legen ihre Schulbücher
nicht „auf Eis", wenn die Klingel
das letzte Mal schellt.
Der Quast
bleibt nicht allein
Vor dem Dorf wartet ein kleiner
Teich - der Quast. Er hat im
Ferienplan seinen Platz. Eisfeste,
Wettkämpfe - er wird viele Pio-·
niere a1,1f seinem Rücken tragen. Zu
einem Geländespiel haben sich die
Lichterfelder Pioniere Genossen der
Kampfgruppe ihres Patenbetriebes
eingeladen. Diese Spiele haben
schon eine Tradition. Eine Ge-
denktafel im Ort erzählt vom Kampf
der Arbeiterklasse gegen die Kapp-
Putschisten.
Jeder Tag wird genutzt
Die „Jungen Historiker" bekamen
von der Kreisleitung der SED den
Auftrag, diese Kämpfe in den März-
tagen 1923 zu erforschen. Sie nutzen
die Winterferien, um den Auftrag
zum VII. Parteitag der SED ehren-
voll zu erfüllen. 'Der Klub der inter-
·nationalen Freundschaft lädt zu
einer Reise durch das Land des
Roten Oktober ein. Reiseführer sind
Komsomolzen aus der benachharten
üarnison. Die 7. Klasse wird von
den Jungen und Mädchen in den
Blauhemden vieles über ihren sozia-
listischen Jugendverband erfahren.
Ob jeder Tag in den Ferie11 voU
Schnee ·ist, können nicht einmal die
,,·wetterfröscheu sagen, aber daß
jeder Tag ein richtiger, spannender
Ferientag wird, das wissen alle
Lichterfelder Pioniere ganz genau.
Joachim Ratsch
DER REPORTER
Am 21. Januar vor 43 Jahren starb W. 1
, Lenin. Die fortschrittliche
Welt, die Arbeiter ehren ihn als den Begründer des Sowjetstaates,
der mit seiner Partei die Macht der 'Kapitalisten in Rußland für immer
verbannte. Lenin achtete und liebte die Menschen. Er war aufmerk•
sam und freundlich zu den Freunden, aber hart und unerbittlich zu
den Feinden des Volkes.
Wohin Lenin auch fuhr, wohin auch
er seine Schritte lenken mochte,
überall begleitete ihn ein wortkarger
Mann, der nie von seiner Seite wich.
Er war weder jung noch alt, weder
traurig noch lustig.
Lenin dachte immerzu:
„Wer mag das bloß sein? Weshalb
folgt er mir, und woher mag er
kommen?" Doch je öfter Lenin den
geheimnisvollen Unbekannten -beob-
achtete, desto mehr verlor er sich in
Vermutungen. Eines Tages konnte
er sich nicht enthalten, ihn zu
fragen: .,Entschuldigen Sie, Ge-
nosse, was schreiben Sie denn da
fortwährend ?"
,,Ich ~chreibe Berichte für die Zei•
tung. Ich bin Reporter, Wladimir
Iljitsch, von der ,Prawda'."
„Reporter? ! Und ich habe etwas
ganz anderes gedacht", lächelte
Lenin, ,,ich bitte Sie, schreiben Sie
immer wahrheitsgetreu und genau.
Bei unserer Sache geht es gar nicht
anders."
,,Ich werde mir Mühe geben, Wla-
dimir Iljitsch'", versicherte der Re-
porter.
Und wirklich enthielten die in der
Zeitung abgedruckten Berichte über
das Auftreten Lenins aus der Feder
des Reporters kein überflüssiges
Wort.
Aber einmal, als Lenin auf einer
wichtigen Versammlung sprach,
hatte sich der Reporter verspätet.
Als die Versammlung zu Ende war,
ging er auf Lenin zu und bat ihn. Zeichnung: Böhnke
·,,Wladimir Iljitsch, könqten Sie bitte
mit zwei Worten noch mal wieder-
holen, worüber Sie heute hier ge-
sprochen haben?"
.,Aber wo sind Sie denn gewesen,
Genosse?" fragte ihn Lenin. /
.,Ich habe mich verspätet ... Es fuh-
ren keine Straßenbahnen, weil auf
der ganzen Strecke kein Strom war.
Da bin ich zuerst rasch gelaufen,
dann bin ich gerannt, so schnell ich
konnte, geschafft habe ich es aber
trotzdem nicht mehr."
Lenin betrachtete aufmerksam den
Reporter, der ganz verlegen war,
und bemerkte erst jetzt, daß dieser
durchaus kein junger Mann mehr
war, sondern schon recht alt und
vollständig ergraut. ,,Schon gut, lie-
ber Genosse. Sie haben eben schon
bemerkt, daß ich niemals zu spät
komme. Jetzt aber gehen wir zu-
sammen weg, und dann werden wir
notieren, worüber ich heute zu den
Arbeitern gesprochen habe." Lange
unterhielten sich Lenin und der Re-
porter im Büro. Besser gesagt, der
eine sprach, während der andere
schnell schrieb. Als Lenin aufhörte
zu diktieren, war auch das Notiz-
buch des Reporters voll. ,,Das ist
aber schade", sagte Lenin da, ,,nur
eine einzige Seite noch würde ich
brauchen."
„Wladimir Iljitsch, diktieren Sie
nur, ich werde es mir merken, in der
Redaktion werde ich dann alles
Wort für Wort aufschreiben", bat
der Reporter.
,,Nein, nein, Papier brauchen wir
schon, in unserem Fach geht es nun
mal ohne Papier nicht", lächelte
Lenin.
!11.._ diesem Augenblick betrat der
Abteilungsleiter den Raum un'.i
wollte dem Reporter ein Blatt Pa-
pier reichen.
,,Nein, nein, das ist nicht für ihn,
sondern für mich", hielt Lenin de11
Abteilungsleiter zurück. .,Mir ist da
ein sehr wichtiger Gedanke einge-
fallen, ich werde es selbst versuchen,
ihn zu Papier zu bringen." Lenin
setzte sich an den Tisch und schrieb
nur einige Worte auf das Blatt_,..
Dann hielt er es dem Reporter hin:
„Damit gehen Sie sogleich zum Rat
der Volkskommissare."
Erst im Rat der Volkskommissare
erfuhr er, was Lenin auf das Blatt
Papier geschrieben hatte.
Es enthielt die Anweisµng, daß dem
Korrespondenten der „Prawda" un-
verzüglich Pferd und Wagen zur
Verfügung zu stellen seien. ,,Dieser
Mann ist nicht mehr jung, und nach
meiner Meinung fiHlt es ihm schwer,
Tag für Tag zu Fuß umherzulaufen,
um die Aufträge seiner Redaktion
zu erfüllen", las der Verantwortliche
für solche Fragen laut vor. Lenin
hatte sich geirrt, wahrscheinlich zum
ersten Male in seinem Leben: Nie
zuvor hatte sirh der Reporter so
jung gefühlt wie an diesem Tage.
Aus dem Russischen übertragen
von Rudolf Kreßne·,:
I
Vom Knochen zum Schlittschuh
In Deutschland war das Schlittschuh-
laufen bis in das 18. Jahrhundert Sport
der Hofleute und des Adels. Erst
Goethe, Lessing und Klopstock dräng-
ten, diesen herrlichen Sport auch für
das damalige Bürgertum zu erschließen.
Die ersten Eiskunstlauf-Europameister-
schaften fanden 1891 in Hamburg, die
ersten Weltmeisterschaften 1896 im
zaristischen St. Petersburg (Leningrad)
statt. Bis 1906 durften die Frauen nur
zuschauen. Seit 1924 ist Eiskunstlaufen
eine olympische Disziplin.
Wie entstand der Schlittschuh? Schon
die Bewohner der Pfahlbauten am
Züricher See glitten während der Stein-
zeit auf Sehreitschuhen übei; das Eis.
Ihre aus Unterarmknochen von Pferden
und Rentieren geschliffenen Sehreit-
schuhe waren ein unentbehrliches Ver-
kehrsmittel. Lange Zeit später ver-
schwanden die Knochen und man ver-
suchte es mit Eisen. Zuerst waren es
primitive in Holz eingelassene Schienen.
Nach und nach entwickelten die Men-
schen diese Schienen zu den heutigen
chromblitzenden Wunderwerken.
Harmonisch, spielend leicht wirkt
immer wieder das Programm der
Olympiasieger, Europa- und Weltmeister
Ludmilla Belussowa und Oleg Proto-
popow. In ihrer Kür spiegeln sich
15 Jahre hartes Training wider
Fotos: ZB/JW-Blld/Schulze
/
Mit Gabriele Seyfert, Beate Rich•
ter, Irene Müller / Hans-Georg
Dallmer, Heidi Steiner / Heinz-
Ulrich Walther und vielen ande-
ren Läufern gehört unsere Repu-
blik heute mit z.u den leistungs-
stärksten Ländern Europas. Eis-
kunstlauf! Das ist der Sport der
anscheinend leicht hingeworfenen
Sprünge und der Sport des
Lächelns. Lächeln zu den Preis-
richtern und Lächeln zum Publi:
kum, so kennen wir die Eiskunst•
läufer. Doch ist eine Fünf-Minu-
ten-Kür wirklich nur ein von
Sprüngen unterbrochener tänze-
rischer Eislaufvortrag, der ohne
:besondere konditionelle Vorbe-
reitung durchgestanden werden
kann? Wie bei jeder anderen
Sportart ist Kondition und Tech-
nik, ist _Kraft und Nervenstärke
d~ A und Q der Eiskunstläufer.
Hinzu ko~t das Musikverständ-
nis. Gerade beim Paarlauf spielt
die Harmonie, der Gleichklang
zwischen deq Partnern eine Rolle.
Vor dem Auftritt herrscht in den
Kabinen der Eisläufer die gleiche
Atmosphäre wie bei anderen
Sportlern: Massage, gymnastische
Übungen, letzte Anweisungen der
Trainer, Startfieber. ,,Sybille Stol-
fig ist vor ihrer Kür so aufgeregt,
daß sich ihre Nervosität auch
Für die Mitgliederversammlungen in den 7. Klassen
6))rfn
noch anfangs auf dem Eis wider-
spiegelt. Oft klappt es mit den
Sprüngen nicht so, wie es sich der
Zuschauer wünscht, obwohlSybille
sie beherrscht", berichtet ihre
Trainerin. Das Gegenteil davon
ist Günter Zöller, der neue
Deutsche Meister. Gelassen harrt
er der Dinge, die auf ihn zukom-
men. Meist sieht er bis kurz vor
dem Auftritt seinen Gegnern zu.
Wie oft hörten wir schon von
seiner Trainerin Jutta Müller:
„Wenn der Günter doch bloß ein
bißchen aufgeregter wäre." ·
In den njichsten Wochen stehen
unsere Eiskunstläufer vor _
schwe-
ren Aufgaben, denn sie werden
bei den Europameisterschaften in
·Ljutiljana und ,bei den Welt-
meisterschaften in Wien ihr Kön-
nen erneut beweisen müssen.
Manfred Höhnel
Akrobatische Sprünge hat jeder Eiskunstläufer in seiner Kür. Der
Franzose Alain Calmat, mehrfacher Europameister, beherrschte sie wie
ein Turner auf der Matte
Flugsport. Die sowjetischen Flug-
sportler stellten in den letzten
dreieinhalb Jahren insgesamt
289 Landesrekorde auf, von denen
202 gleichzeitig Weltbestleistun-
gen bedeuten.
Skisport. Über die Entwicklung
des Skisports in der Welt und be-
sonders im Klingenthaler Gebiet
seit den neunziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts wird künf-
tig ein Ski-Museum informieren.
Es soll an der großen Aschberg-
schanze bei Klingenthal errichtet
werden. Die dazu erforderlichen
Pro.
iektierungsarbeiten sind nahe-
zu abgeschlossen.
Fußball. Als erster weiblicher
Fußball-Schiedsrichter im Bezirk
Karl-Marx-Stadt wird die 23iäh-
rige lJona Stowacker ihre Tätig-
keit aufnehmen. Ilona ist Mitglied
der BSG Motor Zwiclrnu.
Rennschlittensport. Vom 30. Ja-
nuar bis zum 5._ Februar 1967
werden in Friedrichroda die
Europameisterschaften der Junio-
ren ausgetragen. Um den Pokal
der Nationen geht es dann vom
6. bis zum 12. Februar. Ein Tip
der Redaktion an alle Pionier-
grupn'en der Umgebung von
Friedrichroda: Organisiert Wjn-
terwanderungen zu den spannen•
den Wettkämpfen.
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1 • •
Piefke und Schniefke
Piefke: ,,Ich sagte ja gleich, es
ist viel zu glatt."
K
ühneErbauerdeseigenenGlückes
Wie ein Magnet zog die Freie Deut-
sche Jugend bereits in den schweren
Nachkriegsjahren Hunderttausende
Mädchen und Jungen an. Was war
der Grund? Auf dem I. Parlament
der FDJ, 1946 in Brandenburg, hatte
Erich Honecker die „Grundrechte der
jungen Generation" verkündet. Den
Worten folgten sofort die Taten.
Die FDJ forderte: Recht auf politi-
sche Mitbestimmung. Die Mitglieder
der Freien Deutschen Jugend in
Sachsen halfen, 1946 einen wichtigen
Volksentscheid über die Enteignung
der Betriebe der Kriegsverbrecher
und Naziaktivisten zu einem vollen
Sieg des Volkes zu führen. FDJ-Mit-
glieder arbeiteten mit, um den
Bauern das Land der Grqßgrund-
besitzer zu übergeben. Nach wenigen
Jahren wurden bereits 8270 junge
Abgeordnete in die Volksvertretun-
gen gewählt. Es wurde erl'eicht, daß
alle Jugendlichen ab 18 Jahre das
Recht haben, an den Wahlen der
Volksvertretungen teilzunehmen.
Noch heute wird dieses Recht der
westdeutschen Jugend verwehrt.
Alle Wege stehen offen
Die FDJ forderte: Recht auf Arbeit
und Erholung. Schon nach einem
Jahr war mit Hilfe der Freie11 Deut-
schen Jugend die Arbeitslosigkeit bei
uns beseitigt. In Westdeutschland
aber blieben Hunderttausende Ju-
gendliche ohne Arbeitsplatz. 1949 be-
teiligten sich 100 000 Lehrlinge am
Berufswettbewerb der Freien Deut-
schen Jugend. Die jungen Arbeiter
dankten mit guten Taten. Die FDJ
,setzte sich für eine Verkürzung der
wöchentlichen Arbeitszeit von
48 Stunden auf 42 Stunden für 14-
bis 16jährige und auf 45 Stunden
für 16- bis 18jährige ein. Gleicher
Lohn für gleiche Arbeit wurde ge-
fordert.
Foto: ZB
Beides ist bei uns längst Selbstver-
ständlichkeit.
Die FDJ forderte: Recht auf Bildung.
Fortschrittliche Lehrer gab es 1945
wenig. r>a schickte die FDJ in kurzer
Zeit 44 000 ihrer besten Mitglieder
auf Lehrerschulen, damit die Kinder
des Volkes in gute Hände gelangten.
Junge Arbeiter und Bauern besuch-
ten die Universitäten - das war noch
nie <iagewesen. Alle Wege stehen
seitdem jedem fleißigen Jugend-
lichen, der unsere DDR liebt, offen.
Auch das Recht auf Bildung ist für
die Kinder von Arbeitern und
Bauern im Bonner Staat nur ein
Traum.
Träume wurd~n Wirklichkeit
Die FDJ forderte: Recht auf Freude
und Frohsinn. Die Mitglieder der
FDJ bauten Jugendheime, Sport-
plätze, Ferienlager und Pionierhäu-
ser. Musikgruppen, Interessen-
gemeinschaften, Sportvereinigungen
entstanden. Neue Jugendlieder wur-
den gesungen. 300 000 Kinder konn-
ten bereits 1949 frohe Ferientage in
den Lagern der Freien Deutschen
Jugend verleben. Jugendherbergen
boten den FDJ- und Pioniergruppen
bei Wanderungen gastliche Unter-
kunft. Viel müssen die Kinder und
Jugendlichen in Westdeutschland
vermissen.
So haben die Mädchen und Jungen
der Freien Deutschen Jugend die
Deutsche Demokratische Republik
mitgeschaffen - ihre Heimat, ihr
Vaterl,md. Die „Grundrechte der
jungen Generation" wurden ver-
wirklicht, weil in der DDR die Macht
dem befreiten Volle gehört. das von
der Partei der Arbeiterklasse geführt
wird. Aus sehnsuchtsvollen Träu-
men der Jugend wurde Wirklichkeit,
weil sie selbst als kühne Erbauer des
eigenen Glückes handelte.
Der
Pionier-
kalender 1961
is
t da!
Ab sofort beginnt die Auslie•
ferung. Holt eure Kalender
dort ab, wo ihr sie bestellt
habt.
Wenn es Scl1wierigkeiten gibt,
wendet euch nur an den Kin-
derbuchverlag, 108 Berlin,
)-v1arkgrafenstraße 30.
,
/
I
2
Ge en den Frieden
;,Seit der Imperialismus besteht,
ist er mit Verbrechen verbunden."
Mit diesem Satz endete unser er-
ster Beitrag. Wir wollen ihn heute
etwas näher anschauen! Wir ge-
hen in das Museum für Deutsche
Geschichte. Unmittelbar am Marx-
Engels-Platz in Berlin steht das
ehemalige Zeughaus. Im ersten
Stock befindet sich der Ausstel-
lungsabschnitt zur deutschen Ge-
schichte von der Jahrhund0rt-
wende bis zur Gegenwart. An der
Schwelle unseres Jahrhunderif
machen wir halt. Um die Jahr-
hundertwende war in Deutschland
der Übergang zum Imperialismus
vollzogen.
Die·Silvesterfeier
bringen, um in Großbetrieben die
mächtig entwid,elte Technik ren-
tabel zu nutzen. Die Monopole
ordneten sich die Wirtschaft und
den Staat mit der Armee, der
Polizei, den Richtern unter, · um
allein den Markt zu beherrschen,
höchstmögliche Preise festzusetzen
und die revolutionären Arbeiter
zu unterdrücken. Dieses Bestre-
ben zwang die Monopole eines
Landes, ihre Macht möglichst auf
Ländern aµfgeteilt worden, der
deutsche Imperialismus war da-
bei zu spät gekommen.
Die Beutefahne
Mit seiner Rede am Beginn unse-
res Jahrhunderts kündigt der Kai-
ser die militärischen Vorstöße des
deutschen Imperialismus zur Neu-
aufteilung der Welt an. Am
Und gleich am ersten Tag des
neuen Jahrhunderts verkündete
hier im Zeughaus der Kaiser das
verbrecherische Programm des
deutschen Imperialismus. Wir
brauchen nur an eines der Fen-
ster heranzutreten und können
in den Lichthof blicken, wo der
Kaiser auf der militärischen Neu-
jahrsfeier am 1. Januar 1900 rief:
,,Der erste Tag unseres Jahrhun-
derts sieht unsere Armee, d. h.
unser Volk, in Waffen urri seine
Feldzeichen geschart." Was sich
aber dort unten um die Fahnen
geschart hatte, waren Prinzen und
adlige Offiziere. Am nächsten Tag
schrieb der „Vorwärts", die Zei-
tung der Arbeiter: ,,Wir haben ein
Heer gegen das Volk, nicht ein
Volksheer." Zu deutlich hatte der
Kaiser im Zeughaus den Zweck
der Militarisierung ausposaunt, als
er verkündete, er woll_e das Heer
und die Marine so verstärken,
„damit durch sie das deutsche
Reich auch im Ausland in der
Lage sei. den noch •nicht erreich1cn
Platz zu erringen". Das ist die An-
kündigung eines Verbrechens, das
Verbred1en des Eroberungskrie-
ges.
1. Januar 1900. Der Ifaiser gibt die Parole der Imperialisten bekannt
Sie kamen zu spät
Auf der Jagd nach höchstem Pro-
fit hatten sich auch in Deut3ch-
land die mächtigsten Kapitalis!en
zu Vereinigungen zusammenge-
schlossen, sogenannten Monopo-
len. Nur nod1 Monopole konnten
das erforderliche Kapital auf-
die ganze Welt auszudehnen. Das
Stadium des Kapitalismus, in dem
die Monopole die Welt zu ihrem
Imperium (Weltreich) gemacht
haben, nennt man das Stadium
des Imperialismus, und die Mono-
polherren nennt man Imperla-
listen. Infolge der sprunghaften,
ungleichmäßigen wirtschaftlichen
und polit.ischen Entwicklung der
kapitalistischen Länder il) der
Periode des Imperialismus kämp-
fen die Monopole ständig erneut
mit wirtschaftlichen, politiscllen
und militärischen Mitteln um die
Neuaufteilung der Welt. Die -
deutschen Monopole sind be-•
sonders aggressiv (eroberungs-
wütig), weil sich der wirtschaft-
liche Aufschwung in Deutschland
später als zum Beispiel in Eng-
land und Frankreich, dann aber
schneller vollzogen hat. Die Welt
war von den zuerst mächtigen
rupp$ xtraprofltproTon
derJahres/oh ·
12. Juni 1900 kämpften schon
deutsche Marinelandungsmann-
s·chaften gegen das chinesische
Yolk. Die Chinesen hatten sich
gegen die Unterjochung durch die
Monopole der großen Industrie-
länder erhoben. An dem blutigen
Sieg über Taku war besonders das
deutsche Kanonenboot „Iltis" be-
teiligt. Als dessen Besatzung am
Ende des Jahres 1900 zurück-
kehrte, wurde s,ie im Lichthof
des Zeughauses vom Kaiser be-
grüßt. Sie führte außer ihrer ei~e-
nen Sturmflagge auch eine er-
oberte chinesische Fahne mit.
Später kamen noch weitere
Beutefahnen in das Zeughaus.
Eine der Fahnen chinesischer
Freiheitskämpfer ist im Mus~11m
ausgestellt als Zeuge für die Ver-
brechen des deutschen Imperialis-
mus von Beginn seines Bestehens
~- M.~
Jahreseinkommen des Monopolkapitalisten Krupp im Jahre 1908: 17 000 000 Mark. Jahreseinkommen eines
Facharbeiters bei Krupp im Jah1·e 1908: 1700 Mark
Gewinne Krupps im I. Weltkrieg: 800 Millionen Mark.
Verluste des deutschen Volkes: 2 Millionen gefallene Soldaten. R_
üstung und Krieg sind allein für die
Imperialisten ein Gewinn!
I
Einen Solidaritätsbasar für das kämpfende Vietnam veranstal-
teten Pioniere in der Ossietzky-Oberschule Berlin-Pankow aus
Anlaß der Elternbeiratswahl
Elter~beiratswahlen 1967
An allen Schulen der DDR
finden gegenwärtig die Eltern-
beiratswahlen statt. Die El-
ternbeiräte sind nicht nur Rat-
geber und Helfer der Lehrer,
die die Verbindung zwischen
Eltern und Schule halten, son-
dern auch gute Freunde eurer
Pioniergruppen. Mit Rat und
Tat stehen sie euch auch bei
der Erfüllung des Pionierauf-
trages zur Seite. Doch in vie-
len Schul~n würden noch weit
mehr Eltern die Pionierarbeit
unterstützen, wenn sie immer
über die Möglichkeiten richtig
informiert wären.
Das überlegten auch die Pio-
niere und Schüler der 17.
Obersclrnle Berlin-Baumschu-
lenweg. Sie werden anläßlich
der Elternbeiratswahl an ihrer
Schule in einer Ausstellung
über rlie Erfüllung des Pio-
nierauftrages berichten. Zeicli-
nungen. Bastelarbeiten, erste
Ergebnisse der Forschungsauf-
träge, Hefte mit Klassenarbei-
, ten. selbstgebaute Lehr- und
Anschauungsmittel, Briefe aus-
ländischer Pioniere und der
erste Auftritt des neugebilde-
ten Chore~ sollen den Ellern
einen kleinen Einblick in das
Leben in den Pioniergruppen
geben.
Der Sparapfel
Eines Tages erhielt Bernd, das
jüngste und kleinste Mitglied
des PionierblasorchestersStaß-
furt einen Brief von Nguyen-
van~Nhan aus der Botschaft
der Demokratischen Republik
Vietnam. Er dankte dem sie-
ben Jahre alten Zimbelschlä-
ger aus Staßfurt für seine
Solidarität.
Bei einer Quizrunde hatte
Bernd einen Sparapfel ge-
wonnen. Während seine
Freunde 1000 Kinder mit
ihrem Musikprogramm er-
freuten,. sammelte Bernd in
diesem Sparapfel Geld für das
vietnamesische Volk, das sich
tapfer gegen die USA-Impe-
rialisten wehrt. Er ging durch
die Reihen der Zuschauer, und
bald war der Apfel mit Mün-
zen gefüllt. Bernd schickte
diesen wertvollen Sparapfel
an die Botschaft der DRV in
Berlin.
Übrigens, das Honorar für
diese Veranstaltung wurde
ebenfalls auf das Sonderkonto
für das vietnamesische Volk
überwiesen.
Stephan Moninger, Staßfurt
Zehn Räder für die FNl
Am 13. Dezember 1966 rief die Pioniergruppe der. Kla~se ,5 b
alle Pionier- und FDJ-G~uppen der Schule auf, monatlich einen
bestimmten Prozentsatz ihres Taschengeldes bis zum Schul-
jahresende für Vietnam zu spenden. Alle schlossen sich dem
Aufruf an. Das Ziel ist, einen Betrag im Werte von zehn F~hr-
rädern zu sammeln. Die Pioniere der 5 b und der 7 b haben
bereits 70,- MDN gespendet. Zur Vorbereitung der Elternbei-
ratswahlen wird ein Pionierbasar eingerichtet. Das eingeno!n-
mene Geld soll ebenfalls auf das Solidaritätskonto üb<.?rwiesen
werden. Am 4. ,Januar wurden außerdem n·acli einer Elternver-
sammlung 199,10 MDN gesammelt. Eltern, Lehrer und Schüler
beweisen hierdurch daß sie sich solidarisch erklären mit den
Helden Vietnams. ' ' Pioniere und FDJler
der 9. Oberschule Berlin-Hohenschönhausen
Kubanisch-sowjetische Freun~sc:hafl
Die Sowjetunion leistet seit
dem Sieg der Revolution dem
kubanischen Volk vielfältige
Hilfe. Mit Unterstützung so-
wjetisd1er Techniker wurden
in Kuba . Industriewerke er-
rid1tet. Sowjetische Ärzte ar-
beiten in kubanischen Kran-
kenhäusern, Alle 72 Stunden
läuft im Hafen von Havanna
ein sowjetischer Tanker ein,
der Erdöl aus Batumi bringt,
und nid1t zuletzt finden so-
wjetische Traktoren in den
Zu::kerrohrplantagen ein wei-
tes Einsatzfeld. - Vier kuba-
nische Sonderbriefmarken, die
zum 49. Jahr-estag der Okto-
berrevolution erschienen, sind
der Freundschaft zwischen
dem kubanisclJen Volk :und
den Völkern der Sowjetunitm
gewidmet und spiegeln die
sowjetische Hilfe wider. Das
Krankenhaus „Lenin", ein
Erdöltanker. ein kubanischer
und ein sowjetischer Techni-
ker bei gemeinsamer Arbeit
und Traktoren im Einsatz in
der Landwirtschaft sind die
Motive dieser Ausgabe.
Dr. Knorr
1'
Winter in Dahlen. Über ·den Bäu.:
men, Häusern und Feldern liegt ein
funkelnder Kristallteppich. Ein
Mann stapft durch den Schnee. Vor
15 Jahren war er Zimmermann,
flickte bei den Bauern Zäune und
Dachfirste aus, bis er selber Lust für
die Landarbeit bekam. Viel mußte er
lernen. Genossen hatte er als
Freunde. Mit 300 ha und einem
Traktor gründeten sie eine land-
wirtschaftliche Produktionsgenossen-
schaft. Heute gehören ihnen 1200 ha,
und sie haben zweiundzwanzig Trak-
toren, drei Mähdrescher und drei
Kartoffelkombines. Sie wurden mit
dem Nationalpreis ausgezeichnet.
Und der Vorsitzende ist Mitglied des
Zentralkomitees der SED.
Der Mann bleibt stehen. Er hat ein
kleines Gerät in der Hand. UFT 430
steht darauf. Und eine Antenne
blitzt in der fahlen Wintersonne.
Plötzlich ein leises Knacken.
,,Hallo, hallo! Hier spricht die Ober-
schule Dahlen. Genosse Döhler, bitte
melden!" Und der Mann auf dem
Schneefeld antwortet.
·Blitzableiter für Leerlauf
„Genosse Vorsitzender, warum
braucht unsere LPG Sprechfunk-
geräte?"
,,Alle Mitglieder unserer LPG füh-
ren einen Wettbewerb unter der
Losung ,Rationeller produzieren -
für dich, für deinen Betrieb, für un-
seren sozialistischen Friedensstaat -
dem VII. Parteitag entgegen' durch.
Um also unserer Republik mehr
Milch, mehr Fleisch, Eier, Mehl und
Kartoffeln liefern zu können, muß
jeder von uns se;ne ganze Kraft und
sein ganzes Können zum Gelingen
unseres Planes ·einsetzen. Und dabei
soll uns die Technik unterstützen.
Auf unseren 80-Hektar-Schlägen
passierte es oft, daß leere Fahrzeuge
an vollen Gemüsekisten oder Kar-
toffelsäcken vorbeifuhren. Rufen
Nationaf.;
• 1 ,
preis•
träger
Johannes
Döhler
half nichts: Also mußte erst jemand
im nächsten Ort telefonieren oder
sogar mit dem Motorrad bis zur
LPG fahren. So war es auch bei not-
wendigen Reparaturen an Traktoren
oder Mähdreschern auf den Feldern.
Wertvolle Arbeitswochen gingen da-
bei im Laufe des Jahres verloren. Das
ist vorbei. Wir haben jetzt diese
Handsprechfunkgeräte. Ihre Anten-
nen sind die Blitzableiter für den
teuren Leerlauf!"
,,Genosse Döhler, unsere Lehrerin,
Frau Lauschert, erzählte uns, daß
jetzt jede Kuh viel mehr Milch gibt
als vor drei Jahren. Wie kommt
denn das?"
„Dahlen liegt in einer regenarmen
Gegend. Der meist kümmerliche
Klee verbrannte in sonnenreichen
Sommern. Die Kühe hatten Hunger,
und wir mußten anderes Futter
„Hier ruft Traktorenbrigadier Jacob
den Reparaturstützpunkt. Lenkungs-
schaden am Schwenklader - Stand-
ort Bausteile zwei ..."
Egon Rolle zwischen 16 und 18 Uhr in Berlins Sporthallen
Musik machen
will gelernt
sein
kaufen. Wir ließen den Boden unter.;
suchen. Ergebnis: Die Kühe brauch-
ten nicht hungern, wenn der Boden
gesund gekalkt ~ird und mehr
Regen bekommt. Kalk hatten wir
und Regen - auch! Unter einer
Fläche von 700 Hektar wurden Rohre
verlegt, und nun können wir es reg-
nen lassen, wann wir wollen. Jetzt
haben wir mehr und besseren Klee
im Sommer und größere Futterrüben
für den Winter!"
Betonpiste auf dem Acker
,,Stimmt es, daß unsere LPG im ver-
gangenen Sommer keinen Dünger
streute ?" ·
,,Ja, das stimmt. Weil es billiger ist,
haben wir einen neuen flüssigen
Ammoniak-Dünger, mit alten Jau-
chewagen auf die Äcker gespritzt.
Das ging zu langsam, und die Trans-
portbehälter, teure Gummisäcke,
sind zu wertvoll. Nun ·betonieren
wir alle wichtigen Feldwege. Das
schont unsere Fahrzeuge, der Trans-
port geht schneller,' wir sparen Geld.
Eine Straße wird sogar in 300 Meter
Länge als St1trt- und Landebahn für
kleine Flugzeuge angelegt. Daneben
bauen wir für Treibstoffe, Pflanzen-
schutzmittel ,und flüssigen Kunst-
dünger eine mächtige Tankstelle.
Tankwagen bringen dann den Dün-
ger heran, und Flugzeuge sprühen
ihn auf die Felder. Das hört sich an
wie Zukunftsmusik. Aber die Zu-
kunft gehört uns, und wir sind tüch-
tig dabei, Musik zu machen. Doch
ihr wißt es selbst, das Musikmachen,
die Arbeit, will gelernt sein!"
..Genosse Vorsitzender, wir verspre-
chen Ihnen, daß wir tüchtig lernen!"
Und während der Genosse lächelnd
zu den riesigen Treibhäusern stapft,
beugen sich dreißig Köpfe über ~ie
Mathematikaufgaben ...
Text: Manfred Zielinsld
Fotos: Karlheinz Drowski
665 Milchkühe stehen in den modernen, blitzsauberen Dahlener l.lilch•
fabriken mit Futter- und Dungfließbändern und hydraulischen Me~
anlagen
*
Melkerlehrling Gerd Fabian kontrollle.rt den Pulsverstlirlter der Melk•
anlage. Seine Kühe geben jährlich 4380 kg Milch
TraininlJ löult auf vollen Tour STARiiER WILLE
Thomas: ,,Also gut! Ich
esse die Haferflocken auf.
Aber wenn sie mich groß
und stark gemacht haben;
bringt mich keiner mehr
dazu, sie anzurühren!"
„Abteilung Mitteltrab!" schallt das
Kommando des Trainers durch die
riesige neue Reithalle in Berlin-
Hoppegarten. Die Mädchen und Jun-
gen zügeln ihre Pferde. Sitzübungen,
Schenkelweichen und Vorderhand- ·
wendungen folgen. Drei- bis vier-
mal in der Woche ist Training. Rei-
ter und Pferde verst~hen sicj1 schon
gut. Das beweist dieser Sprung über
den 1,30 m hohen Rick.
Kreuz und quer durch die Turnhalle
der 9. Oberschule in Berlin-Lichten-
berg wirbeln die Jungen der Hand-
ballauswahl. Sie stehen vor einem
wichtigen Turnier. Sportfreund Ger-
hard Wahlicht, Mathematiklehrer an
der 5. Oberschule, trainiert die Aus-
wahl. Er ist mit seinen Schützlingen
zufrieden. Hier nimmt er jeden ein-
zelnen vor und erteilt technische
Hinweise bei 7-m-Würfen.
Schnee hat der Hauptstadt ein weißes Kleid übergezogen; Auf Eis- und
Rodelbahnen herrscht Hochbetrieb. Pioniergruppen kämpfen um das Winter-
sportabzeichen. Die Stimmung ist prächtig, Was aber geschieht jetzt in den
Sporthallen, sind sie leer? Bei meiner Stippvisite an einem Freitag zwischen
16 und 18 Uhr stellte ich fest: Das Training läuft auf vollen Touren, Die
Weichen in allen Sportarten sind auf Spartakiade gerichtet,
Keine Pause kennt der Turnsaal in
der Dynamo-Sporthalle. Mädchen
aus 3. und 4. Klassen wollen durch
viel Fleiß den Sprung zur Kinder-
und Jugendsportschule schaffen. In-
grid Föst, einst unsere erfolgreichste
Turnerin, bemüht sich Tag für Tag
um den Nachwuchs. ,,Prima ist es
bei Frau Föst. Bei ihr haben wir
schon sehr, sehr viel gelernt", mei-
nen Jaqueline und ihre Freundinnen.
Fotos: J W-Blld/Gloc
.ke
Über diese kleine Halle rattert in
kurzen Abständen die S-Bahn. Hier
sind im Winter die Ruderer zu
Hause. Unentwegt skullen die Mäd-
chen und Jungen der B$G Motor
Baumschulenweg. Ihre Rollsitze be-
wegen sich zwar hin und her, aber
mit diesem „Boot" kommen sie kein
Stück vom Fleck. Kastenrudern
wird das Wintertraining dieser Was-
sersportler genannt.
APFELEI
„Wieviel Äpfel würdest du
haben, wenn du neunmal
neun Äpfel bekommen
würdest?" fragt Wolfgang.
Peter: ,,Genug!"
MOTTENJAGD
Dieter jagt eifrig hinter
einer Motte her. Die Mutter
sieht sich das sonderbare
Treiben eine Zeitlang stau-
nend an. ' Doch all!T_ählich
wird die Jagd beängstigend
wild. ,,Was machst du denn
eigentlich Dieter?"
;,Ach, ich will nur die Mqtte
-fangen." ,,Warum denn?"
- ,,Sonst frißt sie mir ein
Loch in die Hose, und ich
kriege es dann wieder."
BEKANNTE GERÄUSCHE
Tante Guste erzählt das
Märchen vom Rotkäpp-
chen. Als sie an der Stelle
anlangte, an der das Rot-
käppchen das Haus der
Großmutter betritt, in das
inzwischen der Wolf Ein-
zug gehalten hat, unter-
brach sie und fragte: ,.Was
meint ihr wohl, wer da Im
Bett lag und schnarchte'/"
Stille l ·Tante Guste ver-
suc-hte es noch einmal : .,Er
lag da, schnarchte und
schnaufte laut" Jetzt er-
kannte , ihn Petra. Sie
springt auf und ruft:
,,Mein Vati!" ·
· .Di<? Trommel", Organ des Zentralrats der FDJ für Thälmann-Pioniere und Schiller • Chefredakteur : Dfpl.-P.'id, Rudi Chowanetz, stellv. Chefredakteur: Dipl.-Päd. Wllfried Weidner, Redaktionssekretär: Karl-
·1etnz Rühle, Gestaltung: G. Müller/Feiste! · Veröffentlicht unter Lizenz-Nr. 207 des Presseamtes beim Vorsitzenden des M.lnisterrates der DDR • ,.Die Trommel" erscheint wöchentlich im Verlag Junge Welt, verlags-
direktor: Kurt Feitsch • Anschrltt cjer Redaktion: 108- Berl!n, Postfaeh 1214, Kronenstraße 30/31 • Telefon: 20 04 61 • Bestellungen nimmt jedes P ostamt entgegen . Satz und Druck: Druckerei Tägliche Rundschau;
108 Berlin , Für unverlangt eingesandte Manuskripte übern1mmt die Redaktion keine Haftung , ;,Die Trommel'! ist Träger der Medaille der Pionierorganisation in Gold. ·
Schwung
für die
2. Etappe
Zu Beginn der 2. Etappe unseres
Pionierauftrages entwickelten unsere
Pioniergruppen tolle Ideen. Zum
Pioniergeburtstag war binnen einer
halben Stunde, völlig unvorbereitet,
eine gute ·Tat zu vollbringen. Die
Klasse 6 sammelte in dieser Zeit
231 Unterschriften gegen den ver-
brecherischen Krieg der USA in
Vietnam. Andere Gruppen kamen in
Begleitung von Gästen in den Saal
zurück. Einmal waren es Arbeiter
aus Brigaden des Weichenwerkes,
mit denen die Gruppen Patenschafts- .
vertrüge abzuschließen beabsichti-
gen, zum anderen waren es Rentner,
die d ie Gruppen von der Straße we~
zur Festveranstaltung eingeladen
hatten. Andere Gruppen halfen iilte-
ren Menschen Kohlen aus dem Kel-
ler holen. Die Klasse 7 a benutzte
die kurze Zeit dazu, um Pionier,~n
der 3. Klasse zu Hause bei uen
Schulaufgaben zu helfen.
Mit diesem Elan soll es weitergehen
in d_
er 2. Etappe unseres Auftrages,
mit dem wir helfen wollen, den VII.
Parteitag der SED vorzubereiten.
Sylvia Uhlig,
Freundschaftsratsvorsitzende
der Reyher-OS ll,
Golh'l
Solidarität mit Vietnam
Es ist abscheulich, was täglich in
Vietnam durch die USA an Un-
menschlichkeit geschieht.
Die Pioniere Schüler und FDJler
der 12. Obersclmle Gera/Windischen-
bernsdorf sammelten mit einem tie-
fen Zugehörigkeitsgefühl zu den
Menschen Vi etnams 722,- MDN fi.k
das Solidaritätskonto.
Pionierfreundschaft
.,Paul Robeson"
12. Oberschule
Gera/Windischenbernsdorf
*
Wit sind sehr empört über den
schmutzigen Krieg in Vietnam.
Durch unsere Sammelaktion wollen
wir dem vietnamesischen Volk hel-
fen. Bis jetzt sammelten wir 354,17
MON.
aktion läuft weiter. Wir wollen das
Geld für zwei Fahrräder spenden.
Pionierfreundschaft
.,Paul Meyer"
Oberschule I Schwedt/Oder
*
Wir eröffneten einen Pionierbasar
mit selbstgebastelten Gegenständen.
Viele Kä ufer lobten unsere Arbei-
ten. Nach 6 Verkaufsstunden konn-
ten der FDJ-Kreisleitung 325,25
MDN für das vietnamesische Volk
überge'beq werden.
· Die Pioniere der Freundschaft
.,Adolf By.tzeck'",
TorgeloU]-Spechtberg
Wir-lesen -Gorki
Wir haben uns vorgenommen, das
Leben und Werk Maxim Gork-is
kennenzulernen.
An der Wandzeitung hatten wir
schon viele Gorkibilder. Unsere
Lehrerin hat uns über das Leben
Maxim Gorkis erzählt und darüber
mit uns gesprochen, welche Bedeu-
tung für ihn die Oktoberrevolution
hatte. Wir lasen auch schon gemein-
sam Episoden aus der Erzählung
„Bei Gorki in Gorki" von Karl
G rünberg. Nun freuen wir uns schon
auf den Märchennachmittag mit
Gorkis „Italienischen Märchen".
Manfred Schermer;
Klasse 6 C;
20. Oberschule Berlin-Grünau
Pioniergalerie Freundschaft
Die 1. Etappe unseres Pionierauftra,;
ges beendeten wir mit einer Ausstel-
lung der besten künstlerischen Ar-
beiten, die an unserer Freundschaft
bisher entstanden sind.
Der „Klub junger Künstler" eröff-
nete die 1. Pioniergalerie Freund-
schaft. P ioniere und Mitglieder der
FDJ haben in Gedichten, Zeichnun-
gen und Aufsatzmappen ihre Ge,;
danken über die Entwicklung in
unserer Republik, über die Freund-
schaft zur Sowjetunion und die
Ereignisse in Vietnam zum Aus-
druck gebracht. Unsere 2. .,Galerie'',
wird gemeinsam mit unseren For,;
schungsergebnissen im „technikus-
projekt 67" und den Ergebnissen
unserer Arbeitsgemei nschaften in
der Zeit des VII. Parteitages eröff-
net. .
„Trommel" -Repo·
rter
Karin Vogt;
Ernst-Schneller-OS,
Hoyerswerda
Davon sammelten die Pioniere der ~ f> %
<
. . ,.,. -·..
Klasse 4 c allei n 78,- MDN und der
4 b . 67,70 MDN. Unsere Sammel- Foto: wache
IITROMMEL·•-Scheibe
Der große Schieß-Wettstreit hat
begonnen. Die ersten Meldungen
sind da. Sie kamen von 15 Pionieren
aus der Klasse 5 a der 4. Oberschu!fi
Berlin-Mitte. Bester war: Andre
Lukow mit 46 Ringen. Damit hat er
als erster die von der „Trommel"-
Redaktion vorgelegte Ringzahl von
42 Ringen überboten. Aber dann
ging es Schlag. auf Schlag, und hier
der aktuelle Stand:
Es führen:
, Lothar Preuß aus Bad Freienwalde
55 Ringe
Friedbert Weimann aus Babst/Wis.;
mar 54 Ringe
Frank Maatz aus Lichtenhain
50 Ringe
Also, Pioniere, wer schiebt sich in
die Spitzengruppe? Wir erwarten
eure Meldungen. Zum Schluß noch
Egon Rolles Tips:
8 Beachtet beim Schießen alle
Sicherheitsbestimmungen
e Wenn die „Trommel"-Scheiben
nicht ausreichen, schießt auf nor-
male Zehner-Ring-Scheiben.
DENKEN• RATEN•
FüLLRÄTSEL a-a_;d:..; d- d_;e - e
-e-e - e-e - e-e -
e-e-e-f - f - g - i -
~~~~ =~~=~=~~ i-i-k-k-k- 1 -1 -
r; 1-m-m - m- n-n-
1' n - o-r - r- r -r - r
1----1--~- +-+--l-~-~• -r-s-s-s-s - t -
2 t - u - u - Die vorstehen-
1------1----'+-- + -+--I-~- ~• den Buchstaben bauen wir so
'
IJ in die Figur ein, daß sich fol-
U----1-----1--+.--+--+--+---II gende Beg1·iffe ergeben . 1.
Mannschaftsdienstgrad · bei der
1~--1-----1--1-- + - +--+---II NVA. 2. Siadt an der Elbe. 3.
C',estalt beim Kinderfernsehen,
4
5
l k --1-----11--1---+--+ -+---II 4. Haarschneider. 5. Gemüse-
.~, oflanze, 6. Bezirksstadt cler
6
DDR. 7. Erinnerungsstätte Die
lk-- -1----11--1-- -+- +---''r.---ll gestrich elte Diagonale ergibt
7
einen beliebten Kinder- und
t.=;;;;;;;;;;;.;;iiii.;;;;;;:;=..!.=;;;;;;;;=;!;;;;;;;;;;;I Jugendbuchautoren.
UNSERE
SCHACHAUFGABE
Weiß ist am Zuge. Ihr sollt hier
eine lehrreiche Wendung fin:J en,
durch die der Weiße, der auf un-
serem Stellungsbild noch eine
Qualität weniger hat, selber in
Vorteil kommt und gute Gewinn-
chancen erhält.
MUT GEHORT DAZU
1. Hauptstadt und wichtig,ter
Hafen Thailands, 2. mitt,el-
schwedische Landschaft, 3. das
Aufbrechen der Eisdecke von
F lüssen im Frühjahr, 4. Kern-
obst, 5. chemisches Element, 6.
größte Gattung der Menscht>n-
affen, 7. elektrisches Läu le-
. werk ' 8. kommt vor beim Fufl-
. ballspiel, 9. Vorratshaus, La-
gerraum, 10. eine Südfrucht, 11.
als Eieruhr gebräuchliches
Zeitrneßgerät, 12. französischer
Mädchenna me, 13. Fa hrzeug,
14. kurze Erzählung, 15. F'i~ch-
ar t, 16.· Lehre vom Schall, 17.
iranisches Vo,
lk, 18. Zahlform,
19: FarbstoU, • 20. Grundlage
der Musik, 2l, Kreisstadt im
bayrischen Schwaben am Lech,.
22. Windröschen, 23, Wohltat,
24. Grundlage, 25. Mitgl; ecl
eines Senats, Ratshe rr, 26. Be-
zeichnung für internationale
Blumenvermittlung, 27. Auf-
stellung von Maschin~n, 2B.
stürzende Schnee- und Eismas-
sen im Hochgebirge, 29. Kurz-
atmigkeit, 30. lernt als Käfi g-
vogel die menschliche Sprache
nachahmen, 31. weiblicher Vor-
name, 32. europäischer Staat.
Sind alle Wörter richtig unter-
einandergeschrieben, ergeben
die vierten Buchstaben, von
oben nach unten gelesen, einen
sowjetischen Kosmonauten.
Auf einer ovalen -Radrennb~hn
findet ein Rennen statt. Ein
Fahrer fährt so, daß ein Dt·it-
tel des Feldes vor ihm und die
Hälfte der Teilnehmer hinter
ihm ist. Wieviel Fahrer neh-
Re:inen teil?
Foto: Honka
WAS
IST
DASt
a) Knöpfe,
b) Reißzwecken
c) Schmuck
MATHEMATISCHE
NUSSE
1. In die Felder der Figur sind
nach dem Prinzip des Rös,el-
sprunges die Zahlen von I bis
18 einzusetzen. Einige Zahlen
befinden sich zur Erleichterung
bereits in der Figur.
-
1
3
[ 1
51
1 1
..
10
2. Setzt für die Figuren Zah,;
len ein und rechnet die Auf-
gabe a us.
3. Auf dem Teller liegen Ha.:
selnüsse. Günter nimmt sich
davon ein Drittel. Sein Bruder
Werner, der nicht weiß, daß
Günter schon seinen Teil ge- ·
nommen hat, nirI'mt sich von
dem, was er vorfindet, eben-
falls ein Drittel. Als Klaus, der
Jüngste, nach Hause kommt,
nimmt er wiederum ein Drittel
vom Teller. So findet die M·;t-
ter abends noch acht Nüs5e
vor. ·wieviel waren es insge-
samt?
-:1w ,Wer zuletzt lacht, ;; ; : •lacht am besten!"
:' ....~
ZEICHENRÄTSEL
Welche Skisportarten
ihr hier erkennen?
AUFLOSUNGEN
AUS NR. 2-3/67
könnt
Wabenrätsel: 1. Lauf, 2. Auge,
3. Elen, 4. Fest, 5. Tara, 6.
Narr, 7. Alge, 8. Fett, 9. Team,
10. Norm, 11. Ofen, 12. Ahle, 13.
Ehre, 14. Eule - Fanfare -
*
Was ist das? c) Giraffe
*
Unsere Schachaufgabe: Nach
1 . . . De2-g4!! müßte Schwarz
gewinnen! Es droht 2 . .. Dg4:
g2 matt, auf 2. h3:g4 oder f:2-f3
geht g7:f6. 2. Td3-g3 scheitert
an Dg4:g3!
Dreimal 29: · 
Mathematische Nüsse:
1. 2520
2. 351 X 78
2457
2808
27378
4. a) 15 Losabschnitte aus
Kauf und zusätzlich 4 Losab-
schnitte a ls Ersatz für die Frei-
lose= 19 Losabschnitte. b)
Einsatz für 19 Lose wäre MDN
9,50.
Gewonnen hat er MDN 10,~
4 Gewinne a MDN 1,- 4,-
4 Freilose a MON 0,50 ~
16,-
Differenz demnach = Gewinn
MON 6,50
~~A ~,§~~
~ t' .
•• •'•1
- ---,,,. . -
•·' -- ~
....:~·:4
;,Jetzt braucht ihr euch nicht mehr ~:
um den einen zu zanken."

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  • 1. Zeitung für Thälmann-Pioniere und Schüler 50. Jahrgang • Preis 10 Pf • Index 33 528 4. JANUAR-AUSGABE 1967 Die . ::.. DDR-; ,':'~?R?WL,: · ; '.,II Das ist die Genossin Marga Schmidt, Meisterin im Berliner Kabelwerk Ober- spree. Sie war dabei, als die Werktätigen in unserem Teil Deutschlands begannen, ihre Republik aufzubauen. Diese DDR ist auch das Vaterland aller Pioniere. Sie wachsen hier auf und gehen hier zur Schule. Bei Wanderungen und Fahrten lernen sie die Schönheit unseres Landes kennen urici besuchen die Arbeiter in ihren Betrieben. Wartet einen Augenblick, bevor ihr euch an die Briefmarkenalben setzt, zum Trai- ning in das Sportzentrum fahrt oder den Fernsehapparat einschaltet. Lest auf Seite 3, was die Genossin Schmidt den Pionieren erzählte, von ihrem Vater, der den Krieg haßte; von ihrer Suche nach dem Vater- land, und wo sie es fand, und von Men- schen, die in schweren und glücklichen Tagen zu ihrem Vaterland standen und es täglich neu gestalten! der klugen Köpfe Kohle über den Plan Die Kumpel des Braunkohlen• tagebaus Seese trotzen Schnc-e und Morast. Die Gleisbaubri• · gade „Ernst Thälmann" sorgte ffü· einwandfreie Gleisanlagen (unser Foto) und sicherte so die ausreichende Versorgung der Großkraftwerke Lübbenau und Vetschau mit Kohle. In der ersten Januar-Woche wurde mit mehr als 15 000 Tonnen Rohbraunkohle der Förderplan zu Ehren des VII. Parteitages der SED übererfüllt Ihr habt 11och nichts davon gehört? Dabei pfeifen es alle Spatzen vom Dach: ,,,TT' an 18 Ferientagen." Jeder kann mitmachen,. vorausgesetzt, er besitzt die „Trommel" Nr. 6 und hat keine Lust, in einen Winterferienschlaf zu fallen. Erprobt ,,TT"; das Mittel für Ferienfreuden . Spitzt die Bleistifte. Legt eine frankierte Postkarte und eine Schere bereit. Pac-kt die Schulbücher nicht so weit in eine Ecke, denn für kluge ·Köpfe gibt's etwas zu tu!). Preise winken als Belohnung. Hier ein Rat kurz vor C:em Start: Beginnt mit dem Denk- und Körpertraining nicht erst beim Startschuß. Wiederholt sofort das im Schul- jahr Gelernte und lockert die Gelenke. Macht mit beim ,',TT", dem „Trommel"• Turnier der klugen Köpfe! Sowjetische Riesen Sowjetische Flieger bilden auf dem Territorium der DRV vietnamesi- sche Flieger an Groß-Hubschraubern vom Typ „MI-6« aus. Die „MI-6" versieht bereits am Himmel Viet- nams ihre Dienste, und sie hat ihr schweres Examen gut bestanden. Angst vor der Zukunft Neue. Entlassungen. und Kurzarbeit in 1 den verschiedensten, . Industrie~ zweigen melden die westdeutschen Landesämter. Der .Klöckner-Konzern will 200 Arbeitern kündigen. Die Bremer Wollkämmereien . wollen ebenfalls 200 Arbeiter auf die Straße setzen. 9000 Belegschaftsmitglieder der Blaupunlü Radios und Fernseh_. werke _ in Hildesheim und Salzgitter müssen drei Tage im Januar zwangs- feiern. Auch im Februar soll .ver- kürzt gearbeitet werden. Die Reihe ließe sich fortführen. Den Nutzen haben die Kapitalisten: doch in viele Familie11 · zieht · die ·Angst _vor der Zukunft ein. Erdölleitung Schwedt- Leuna · Die Spezialisten des Warschauer Unternehmens „Hydrobudowa 6'1 haben ihre Arbeit an der Erdöllei- • tung Schwedt-Leuna wieder auf- genommen. Sie hatten bis Jahres,:: Sein Berufs- wunsch: Verkehrs- polizist Heute schon trai• nie1·t er als junger Verkehrshelfer auf den Straßen von Ulan-Bator für seinen zukünftigen Beruf Fotos: Zentralbild Fotos: JW-Blld/Glocke, Drowskl ende 306 km der insgesamt,.336 k~ langen· Erdölleitung· geschweißt. -Da.: mit haben -sie ihr ·Jahresziel· über~ boten. Joghurt in der Tüte Bulgarischen Wissenschaftlern .:.. ge- lang es, Joghurt in Pulverform her• zustellen. Ein Kilogramm ' Joghurt_. Pulver entspricht etwa 12-Kilogramm gewöhnlichem Joghurt. Schafsgebiß Die Graslandschaften Australiens sind teilweise so sandi- g, daß die dort weidenden Schafe unter einem frühzeitigen Zahnverfa'n leiden und. gefüttert werden müssen. Ein nor- . wegischer Veterinär-Zahnarzt ent- ·wickelte einen Kobalt-Chrom-Zahn- ersatz. Schafe mit Gebiß sind jetzt keine Seltenheit .mehr auf australi• schen· Weiden. ·
  • 2. Die Flucht Im Straßengraben lag ein umge~ stürzter und ausgebrannter Späh• wagen. Hilflos ragten die Räder in den hellen Julihimmel. Der gepan- zerte Turm hatte sich tief in die weiche Erde gedrückt. Und in die platte Stirnfront war ein mächtiges Loch geschossen. Brennendes 01 war über das Gras gelaufen und hatte es. versengt. Der laue Som- merwind verwehte nun rußige Ascheflocken. Sie wirbelten wie schwarzer Schnee. Martin Vorwerk steuerte den schwe- ren Dreiachser um einen metertiefen Granattrichter. Dabei holperten die wulstigen Radreifen über heraus- geschleuderte Granitsteine. Hinter der Kabinenwand hörte Martin dunfpf die Kisten zusamnienstoßc·n. Sein Auto war ·bis zum Rand mit Patronenkisten beladen. Martin Vorwerk brachte Munition an die Front. Der Lastwagen schwankte hin und her und rollte dann aus. Martin lenkte ihn von der staubgrauen Straße. Dann standen die Räder im engspurigen Sommerweg. Ein kleiner, weißer Schmetterling flatterte vorbei. Er ließ sich aL•f einem abgestorbenen Halm nieder. Un-d der Schmetterling kam Martin hier wie ein Wunder vor. Der tote Halm knickte. Erschrocken flog der Falter auf. Er irrte herum und suchte einen sicheren Platz. Doch er konnte keinen finden. Panzerketten und Sprenggranaten hatten die Erde aufgerissen. .,Kleiner Flatterfalter", sagte Mar- tin. .,Nicht ein Zipfel Gras ist für dich geblieben." · Noch lange sah Martin den Schmet- terling wie einen schimmernden und tanzenden Punkt. Von der Waldhöhe dröhnte Kampf. lärm. Unter den wuchtigen und har- ten Granatschlägen bebte die Erde. Und der Himmel grollte wie beir,1 allerschwersten Gewitter. Seit ,2wei Tagen wollte die Hitler- armee über den Fluß. Sie schaffte es nicht. Die Sowjetsoldaten wehr- ten vom jenseitigen Ufer jeden Landeversuch ab. Pausenlos krach- ten Gewehrschüsse. Und die Ma- schinenqewehre verstreuten töd- lichen Kugelregen. So war das auf beiden Seiten. Als Martin weiterfahren wollte, er- blickte er einen Soldatentrupp. Die Männer kamen ihm entgegen. Sie sahen müde und zerschlagen aus. Ihre Uniformen hingen in Stücke ge- rissen. Durchblutete Notverbände waren um Arme und Beine und Köpfe gewickelt. Pilötzlich wußte es Martin. Das waren gefangene So- wjetsoldaten. In manchen Augen sah er Haß auf- flackern. Und er hätte am liebsten gerufen: ,.Was seht ihr mich so an? Ich bin doch gar kein Faschist!" Martin wollte sich wegdrehen und nichts mehr sehen. Da war ihm, als hätte er ein bekanntes Gesicht ge- funden. Näher und näher kam es auf ihn zu. Martin saß da wie ge- läh'mt. Sein Mund wurde trocken. Immer wieder formten die Lippen eine!') Namen. ;,Dimka!" Martin fuhr hastig mit der Hand über · die fieberheiße Stirn. · Seine Finger tasteten die strichdünre Narbe ab. Sie fühlten viele kleine Schweißperlen, . . - · - Martin hatte Dimka erkannt. Der Freund war ein Gefangener. Er trug keine feldbluse mehr: Und er gi,,g ohne Stiefel. Die hatten die Deut- schen ihm, weggenommen . Alles nahmen sie diesen Menschen. Das Glück und das Land und auch dos Leben. Martin verkrampfte die Finger um das Steuerrad, als wollte er es zer- brechen. War er nicht Kommuni st geblieben? Ja! Martin war kein / /" -, <.y-,. / 3.TEIL Hitlermann; Aber er wurde in die• sen Krieg geschickt. Martin hatte versucht, etwas gegen ihren Krieg zu tun. Sooft er konnte, verzögerte er Munitionstransporte; Doch das reichte nicht mehr. Martin griff nach seiner Brieftasch.e. Zwischen dem Seidenfutter und dem weichgegerbten Leder spürte er ein gezacktes Stück Metall. Es war Dimkas Stern. Der Abendhimmel hatte sich mit dicken und grauen Wolkenhaufen bewgen. leichter Nieselregen fiel. Die Erde verhüllte nebliger Dunst. Sie war schmierig und glitschig ge• worden. Mcirtin Vorwerk hatte sich zum Wachmann einteilen lassen. Er hatte den Soldatenhelm geholt und das Sturmgewehr umgehängt. Dann war er mit einem zweiten Posten zur Scheune gegangen. Dort befanden sich die Gefangenen. Es waren siebenundzwanzig. Rund um die Scheune war eine Stacheldrahtsperre gezogen. Ein geladenes Maschinengewehr stand vor dem weit offenen Scheunentor. Ma'rtin saß daneben auf einem Strohbund. Ihn fröstelte. Die Nässe kroch durch bis auf die Haut. Der andere Posten kam vom Rund- gang. Martin hakte die Feldflasche vom Koppelleder. .,Trink etwas!" Der andere nahm lange Schlucke. „Russischer Wodka", lobte er und gab Martin die Flasche. Doch der trank keinen Tropfen. Martin wartete eine ganze Weile. „Schon halb zwölf", wandte er sich an den Posten. Aber es kam keine Antwort. Der Posten lehnte mit dem Rücken an der Bretterscheune. Er war einqenickt. So hatte es Martin vorgehabt. Martin erhob sich. Vorsichtig setzte er Fuß vor Fuß. Strohhalme rasch el- ten auf der Tenne. Martin ließ seine Taschenlampe über die er- schöpften Gefangenen scheinen. „Dimko !" rief er leise. .,Dimitri Lowrenkow ..." Einer richtete sich halb hoch. ,.Dimka !" Martins Stimme bebt~ #&46'1 Automatischer Kontrolleur Sowjetische Konstrukteure haben eine automatische Einrichtung entwickelt, die den fahrplan- mäßigen Verkehr von Straßen- bahnen, Trolleybussen und elek- trischen Vorartzügen gewähr- leistet. Die automatische Einrich- tung registriert die Vorbeifahrt der Fahrzeuge an bestimmten Punkten und übermittelt ·die Daten zu einem zentralen Steuer- pult. Die Anlage kann gleichzei- tig mehrere Linien überwachen, da der Automat mit Impulsen unterschiedlicher Frequenz arbei- tet. Der Automat ermög!fcht eine Pünktlichkeit für alle elektrischen Fahrzeuge . im Stadtverkehr bis auf die Minute. Diese auto- - matische Einrichtung wird jetzt in Moskau und anderen Groß- städten installiert. W #Ak WWM-#4$ -it@it1f !ii+:: 4,ißdS!ZMJ!"'!:t Es war im Sommer einunddreißig; Rote Jungpioniere fuhren in die Sowjetunion. Einer von ihnen war Martin Vorwerk. In einem sowjeti• schen Pionierlager begegnete er Dimka aus Rostow. Beide wurden Freunde. Darum schenkte Dimka Martin einen Messingstern. Jahre sind vergangen. Martin ist Kommun~t geworden. Illegal kämpft ermit seinen Genossen ge• gen den Faschismus. Hitler übecfällt die Welt mit Krieg. Auch Martin muß den Soldatenrock anziC[!hen. Zwei Jahre später brkht die Hitlerarmee in die Sowjetunion ein. Vom ersten Tag an erlebt Mar• tin diesen schrecklichen Krieg. Er hat das Sowjetvolk wie ein Blitz• schlag getroffen. Häuser brennen bis auf die Grundmauern nieder. Menschen werden erschlagen. So beginnt der Sommer 1941. und klan'g heiser. Jetzt erkonnte Dimko .Martin. Dimko sah Martin. lange an und sprach kein Wort. ,.Ich bin dein Freund geblieben"; beteuerte Martin. Doch Dimka schüttelte den Kopf. „Nein, Martin, nein!" Dann drehte er sich weg. Martin packte Dimkas Schulter. ,.lch hole dich raus! Wir fliehen! Du und ich, wir olle .• ," Dimko mußte erst begreifen, was Martin ihm da sagte, Wärme kam in seine braunen Augen. Martin hielt ihm beide Hände hin. Und Dimka nahm sie. Der zweite Wachmann schlief noch immer. Sein Kopf war auf die Brust gesunken. Die Gefangenen tastete,, sich in 'die dunkle Regennacht. Martin bückte sich nach dem Ma- schinengewehr und hob es hoch. Dimka faßte nach der Gurtmunition. Geduckt rannten sie los. Martin hatte den Dreiachser in eine Tannenschonung gefahren. Es blie- ben nur noch ein paar hundert Meter bis zum Fluß. Sie gingen dicht hintereinander und schwiege:,. 9H @Ai& • Landung auf einem Rad :i;:>er Pilot Waleri Tokawarow war mit seiner „AN-2" und den an Bord befindlichen Passagieren gerade gestartet. als er im Kopf- hörer die aufgeregte Stimme des Diensthabenden vom Flugplatz vernahm: .,Die Maschine hat das linke Rad des Fahrgestells ver- loren." Der Flughafen von Ust-Kameno- gorsk. wo die Maschine landen sollte, nahm die „einrädrige" Maschine .unter besondere Kon- trolle. Auf Befehl der Boden- station flog die „AN-2" eine Runde Über dem Flugplatz Ust- Kamenogorsk. Dann landete die Maschine sicher am Rande des Rollfeldes. Die Passagiere bemerk- ten beim Verlassen des Flugzeu- ges verwundert die bereitstehen- den Krankenwagen. ,A. l ' Der Regen war stärker geworden; Er rauschte richtig. Sie hörten Wasser glucksen. Martin flüsterte: ,.Wartet hier!" ' Ganz nahe mußte das leckgeschos- sene deutsche Sturmboot liegen. Martin ging es suchen und kam bald zurück. Das Boot lag im S~hilfdi~kicht ver- steckt. Wasser schwappte auf dem Bootsboden. Die Gefangenen stopf- ten eilig Tuchfetzen in das zerspiit- terte Leck. Und ein baumlanger Rot- armist fing an, das Wasser auszu- schöpfen. Er tat es mit seiner Mütze. Martin warf den Bootsmotor an. Der heulte los wie ein wildes Tier. Mit einem Riesensatz brach das Sturmboot durch das mannshohe Uferschilf. Die andere Flußseite war kaum zu erkennen. Doch das Boot hielt darauf zu. Da zerplatzte die stille Nacht mit einem Knall. Eine weißblendende Leuchtkugel zischte in den Regen- himmel. Es wurden mehr. Von über- all stiegen sie auf. Sprühende Sterne beleuchteten den Fluß wie hundert kalte Sonnen. Die Flucht war entdeckt. Ein deutsches Maschinengewehr hämmerte nervös los. Schon waren · es zwei. Und dann schossen sie aus ollen Gräben. Leuchtspurgarb,m strichen dicht über den Fluß. Die #MIAAE at#J SäEiA ff Musik kontra Bären Eine Expeditionsgruppe von Topographen unter Leitung von Leonid Losowski hatte an einem Taigaf!üßchen bei Itkutsk haltge- macht. Der größte Teil der Topo- graphen war unterwegs, das Ge- lände zu .erkunden. Nur zwei hatte man im Lager zurückgelas- sen. Diese hörten plötzlich ein lautes Schnaufen und erblickten den Kopf eines riesigen Bären im Zelteingang. Es war schon zu spät, die Karabiner . zu ergreifen, sie standen in einer Zeltecke .•. Was tun? Losowski streckte vorsichtig die Hand nach dem nahestehen- den Rundfunkempfänger aus und drehte ihn auf volle Lautstärke! Musik dröhnte los. Erschrocken fuhr der Bär zurück und machte sich aus dem Staube. ECKHARD.RöSLER Kugeln zersiebten das Wasser. Und sie schlugen klatschend in die Bootswände. Die Flüchtenden duck• ten und preßten sich an die Boden• bretter. Nur der lange Rotarmist schöpfte ununterbrochen Wasser aus. Doc~ es stieg mit jedem Atem• zug. Martin und Dimka robbten zum Bootsheck. Sie zogen das mitge- nommene Maschinengewehr heran. Den Lauf richteten sie auf die deut- schen Gröben. Dimko langte einen Patronengurt aus der Kiste. .,Fertig?" fragte Martin. ,.Fertig!" Sie schossen zurück; Dlustratlon: K. Fischer Gurt um Gurt verschlang das Mo· schinengewehr. Feurige Perlen- schnüre SFhlugen auf die Ufer- böschung und die Deutschen muß- ten die Köpfe einziehen. Sie konn- ten nicht mehr genau zielen. Martin verschdß die letzten Potto- nen. Da knirschte - Flußkies unter dern Sturmboot. Sie waren am anderen Ufer. Menschenschatten tauchlen auf. Dimka rief ihnen etwas zu. „Unsere!" sagte er dann immer wieder. .,Unsere!" Sie waren gerettet. Die beiden Freunde umarmten sir.h. Jetzt erst fanden sie Zeit dazu. (Fortsetzung folgt) C&fi##WlbWW IM Artek des Femen Ostens Etwa 27 Kilometer von Wladi- wostok entfernt werden bald Bagger, Bulldozzer und Hebekräne ihr Werk beginnen. Hier wird das „Artek des Fernen Ostens" - ein neues Pionierlager - entstehen. 30 Hektar malerisches, wald- reiches Ufer der Amurbucht sind den sowjetischen Kindern ge- schenkt worden. Dieses Lager wird das ganze Jahr über geöffnet sein. Im Winter werden sich hier 500, im Sommer 1000 Kinder erholen können. Es wird Schulen mit modernen Klas- senräumen, Speziallaboratorien, Heilkabinette. ein Sommer- und ein Winterschwimmbecken. einen großen Kultursaal. Spielzimmer und Sporthallen geben. Auch eine Bootsausleihstation und ein Pier für Seeschiffe werden entstehen-.
  • 3. • 1e - .;...; :•:•:•:•:•:•:•:•:•:•:·:,o le·h~rnte, 1 eser agg! t - alles gehört ihnen, tätigen unserer Republik. Sie pl(ll'len selbst ihre Produktion, und was $ie produzieren, nutzt ihnen allen, 1hrem Staat, den sie mitregieren öitcir;- Deshcrlb unterstütten wir das v1etnamesische Volk in seinem Freiheits• kampf. Wir stehen an $einer Seite gegen den USA-Imperialismus ,t Auf der Wartb:.irg forderten 1817 deutsche Studenten Volksvertretungen und die Einheit des Landes. Wir bewahren und pflegen die guten Tradi• tionen unseres Volkes. Kunst und Wissenschaft sind bei uns allen zu• gänglich . Das Gesundheitswesen ·in unserem Staat ist vorbildlich. Hier zeigt sich,' wie· hoch der Mensch und sein Leben geachtet werden. Und wo der Mensch ohne Unterschiede etwas gilt, findet er,auch sein Vaterland • m & »~- ,.... . ;,; . 1 · ~ ;;· ·· ~ -- ~- ·;t; x· . , 1>:r große Y tcuim~ j ' I , kh hotte nicht immer ein Vaterland , l,Pld wäre al$ l(i11d lieber Fr!Jnxose $~Wesen, denn wir lebten Jm Rhemfond, '1llß l:{er erste Welt~rieg hatte. Deut$.cb• wJand ni(ht mit Ruhm E!edeckt. Spciter ip den Scl111lun9eo des Kommunisti• . sehen Jugendverbandes lemte ich, daß ' wir unser Vaterland erkämpfen müs• ' sen. Und begeistert verfolgten wir die .Eritwicklung in der .Sowjetunion, dem V<1terland a!)er Arbeiter, wie wie es x ~;t,n~ien, Mein Vater, der mit einer '. ·Btm!ie im Gewehrlauf in derf ersten Welffcrieg geschickt ,worden w<u, halte gewußt, daß sich hinter dem Vater• londsgerede der Geldsack der Unter• nehmer verbarg. E1 hatte diesem Krieg . geschadet, wo er nur konnte, Wir waren , eine Arbeiterfamilie, und ,meine .El.tern, Kommunisten, ericgen uns im Sinne ',.unserer Kld$$e, Die' Arbeiter waren ret;htlos und den Launen der Kapita• llsten ausgeliefert. Wir wehrten uns mit aller Kraft. Als ich so alt war wie für, 1 stan~ ich 11St;hmiereß, wenn unsere Ge• f ..nossen. Plak,Qf~ gegen }-ljtler k{ehlen. ~ Jo;,der lllega.lifüt. .drutkfen wir FlugbliH..• ter und verteilten ,sie. Unsere großen Vorbilder, Lenin, t iebktiecht, Luxem• :'· burg und Thälmcm.n, .hatten uns den richti9en Weg gewiesen, und . wir 1 träumten von dem großen Ziel, unser Va ..tertan . d ·.allhuba,~.en. ohr1 . e B!_utsau ·. ;i)et um;I Men,chensch1t1'd'e.r - em Land 'phne 1.üge, wo d$T arbeitende Mensch im Mittelpunkt steht - so wie in der Sowjetunion. . . • Ak die Sowjetar-nfoe den faschismus 1"ierscbla9en hatte und die Arbeiter die , M<lcht i.n ihre Hönde nahmen, war der f ··· ,· 1'.ag .zu . kurz, um ~U das 'iu s1;hoffen, was wir iu unseiein VQf~rland, brauch• 4eri. Aber wir W!IBen, unser Tro.um geht 1 in Erfiillung, wenn• olle mit 7:upacken, Es war ein schwerer und schöner Weg. Und immer mehr Menschen erkannten, daß wir hier in der Ot>R unser,Valer- ·• l'ct11d euichten. · ,..,,. Es gibt .r i nichts Schöneres .., , ,,,,Seit diesen T~g~ sin.d liher 2Ö·Iahr~., r vergqngen;, ;Un~ gehöre.n die,.Fabrik~[I und Felder, dte Sdiulen u:nd Th~ater, Die Ausbeutung .des Mensc~en ist für immer beseitigt. Was wir füt _unser ,Vofetland unternehmen, tun wir für uns, Und wir unternehmen viel, denn es g1bt nichts Schöneres. als die Tat für das Vaterlc;md. Darin liegt der Sinn ··unseres Lebens. So wie jede Familie ihr Zuhause ge- staltet und sich eio glückliches leben aufbaut, so hoben wir unser Land geschaffen, das wir lieben und vertei• f . digim. Alle Menschen haben gleiche Rechte, und die Zeiten, in denen ich a(s Tex• ti!Qrbeiterin schlechter ,bezahlt wurde als ein Mann, sind vorbei. Wo Arbeiter• 1 frauen mitbestimmen, ist der Frieden in guten Händen: denn sie spenden das Leben und wollen es erholten. Hier, in diesem ersten Vaterland des deutschen Volkes, ' konnte ich das mit· ilerwirklichen, was mich mein Vater lehrte. Für alle guten Deutschen Doch die DDR ist auch das Vaterland der ausgebeuteten und beiogenen Menschen im anderen Teil Deuts.ch- lands. In den Fabriken, in denen sie Werte erarbeiten; die sich der Kapita:,, • Ji$t aneignet, haben sie nichts ~u .,, sa.9e.n. Im lc!l)de regieren die Konzern• >betten. :Wer bei Hitler gelernt hat, . ,, weil}, wfe man ein Volk betrügt. Des• ho.lb steht ein KZ-Baumeister an der Spiti;e der Bundesrepublik, und ein Hit• leranhänger ist Bundeskanzler, Der deutsche Imperialismus, der zwei Welt• kriege verloren hat, will wieder fremde Gebiete erobern und beteuert, das. liege im Interesse des deutschen Vater• lands. In deut$chem Interesse liegt der Friede, und den schützt cmsere Repu- blik, Wer andere Völker unterd1i.ickt und morden hilft, hat auch mit sei'nem Volk Schreckliches, vor. Ein Vat-erlond det Arbeiter schickt kein Giftgas n1;1ch Vietnam. Wo der · Profit als bocbstes , . gilt, ist nicht das Vaterl(lnd der Werk• ,.,., tätigen. , ln der DDR werden die Kinder das Land rhrer Väter und Mütter erben und fort- setzen, 'wos bego~ne.,, wurde. - In der ... ODR, unserem Vöterland, wQ der, Frie- Y: d'en 1.1nd ciie Menschenwürde oberstes 'Gesetr sind, findet Jeder gute Deuu,he >eine Heimstatt~ Qends$in Marga, Sc'hmicit, MeMterin ~ & im Raoeiwerk ObeTspree .-":(._ Dieser Schacht und die örderanlagen gehören nie t en r eitern. es• halb sind Mossenentlassungel und •Feierschichten in Westdeutschland an der Tagesordnung. Dort, wo der Arbeiter nicht_ s besitzt, ist auch nic:ht sein Vaterland . ncm. Unter dem•Deckmontel des Roten Kreuzes lief dns Schiff „Helgo• land" nach Südvietnam· aus. Dieses Schiff hilft den Unterdrückern des •vietnamesischeli Volkes ' Burgen werden zum Verkauf angeboten. Alles ist im Kapitalismus käuf• !ich. Gute Traditionen unseres Volkes werden verleumdet. Kunstschätze werden den Werktätigen vorenthalten Im Schandfleck Bonns: ,,Wir •leben hier wie die Tiere!'' r>mßjlJi~ l11.r*,w~ im Proru,b:u·far OBJ"" ~ ui:- !SO ~.ndM in Gftf.h, Y,,l, • 0 v.,. .,'f-v 7.,c,~,) ,~;.t ss..~-l"'-91 « ~~o~ "'"'= d·o :,,•l),,...•t '(,l•, ("',.jt~ ~;o, ,o:.,,> ··• !:'4t 8-s,M)') ,;.,, .to·W"(..S~.... (•V -0;.,,,,..1v.,.m !>«K").., '(~ «~ :+>. ,,""'•11•)}0('Y,t;:A•;¼,_ J,...,.;:11#N,(ll•V>• ~tc.~1>>~'<'-, y.·d s,;,,;>.."-'t . 'Wf< :~..,, ,.;~, ~ 6:o "''«o ~» vt>N1'1. j,;,o;:.,.>.,;.s<«~«-Jvi-:91-,oA<-(IA~vl•".,o;,,k-.:,1'W;:-tc ,.'),,~ :-:<--::< kfl« «·~ »k-1', ~6~)~<) <::x,,:-.M-x<: ":v. )),?(~1vx1'.<. C:x•i,;<) -nl~< ft~l$Y(•~«- "(o) ,~.- b:c »;«OC" O:<) .S...HC'X~,C)o,,,,01,✓, >:-W: ~»~•(~)( Jc«h,,«>-:,(,,6 Ww. '»> :c,.,t,,IO')(.l-O(q,:«O:,:in »:> ~o:->il:~« ~:-15 :it.:t »-·«l»:, $»->i~~, (OK >r.oc:o:o:S:cb(<) «-> <i&•« Yff-A :iso "!o)lt!«'- ,.,_j ,o« (O:J, >)'>'.• $:.:->:,,c)l'.°Q,> 6o-> -C.:o-.r-,:,-,:~:, ~«.xl>Sc.,a w1'.io:«o:t !.:« o)"y ;""Oll:< ;,o-,.,~~.«<>,., o,: ~ h(O'IJ. J., 1:-).:~~k,.,. y,:%~~:• ·c>~ i'>tlf~~,<>11:<" :o·~~~~~ ~=~~~~o ;:;·::;:'.~ !:;:, ~:~::::-~~:;:i/;~t:t~:~..>;(~( : ,:w ~{6: ~0W4~ Y•1'.'t r e1ter ümmert sich der Kapi alist nur so , lange, wie er sie braucht. Der Mensch gilt nichts. In diesem Staat ist alles ungesund. Hier ist kein Vaterland für die Werktätigen '"
  • 4. Manch einer staunt,, wenn Ursel, die Freundschaftsrats• vorsitzende, viele Einsen bekommt. .,Jeden zweiten Ta!,' in den- Ferien schaue ich mir das Gelernte an, wiederhole, übe. Helmut und Hans- Jürgen sollten es auch mal versuchen! Wenn auch vielleicht nicht genug Schnee liegt, Zeit ist reichlich vorhanden," Fotos: JW-Bildl • Eckebrecht Am Morgen hatte es in Lichterfelde geschneit. Die 7: Klasse machte „Probe• ferien" auf dem Schulhof, packte Skier und Schlittschuhe, spannende Bücher, das Mathematiklehrbudl, das Vokabelheft und die gute Laune auf ihreJl Schlitten. Stephan holte das lange Lineal, um 'den einen Zentimeter Schnee zu messen, und schaute zum Himmel, ob da ·njcht. noch ein paar Flocken kämen. - Noch ist Zeit bis zu den Winterferien, und die Wolken haben das letzte Wort. - Wirl,lich? Haben dieWolken das letzteWort? Der Freundschaftsrat ist damit nicht einverstanden. Interessante, lustige · Ferientage beginnen in Lichterfelde mit vielen guten Ideen - von jedem Pionier mindestens eine. Die Pioniere haben nach den Aufgaben des Pio• nierauftrages einen Plan gemacht, wie auch ohne Schnee jeder dieser Tage ein Erlebnis wird und die Langeweile nicht mit am warmen Ofen sitzt. Drei Wochen vor Weih• nachten gab der Freundschaftsrat das Signal, die Gruppen berieten über ihre Vorschläge. Und dann war der Plan entstanden. Schulbücher nicht aufs Eis gelegt Alle haben mitgedacht. Alle helfen dabei, diesen Plan lebendig zu machen. Sie verwandeln den Mathe- matikraum in ein Knobelzentrum, im Chemie• und Biologiezimmer werden blaue Flammen zischen und Augen durch Mikroskope sehen. Die Lichterfelder legen ihre Schulbücher nicht „auf Eis", wenn die Klingel das letzte Mal schellt. Der Quast bleibt nicht allein Vor dem Dorf wartet ein kleiner Teich - der Quast. Er hat im Ferienplan seinen Platz. Eisfeste, Wettkämpfe - er wird viele Pio-· niere a1,1f seinem Rücken tragen. Zu einem Geländespiel haben sich die Lichterfelder Pioniere Genossen der Kampfgruppe ihres Patenbetriebes eingeladen. Diese Spiele haben schon eine Tradition. Eine Ge- denktafel im Ort erzählt vom Kampf der Arbeiterklasse gegen die Kapp- Putschisten. Jeder Tag wird genutzt Die „Jungen Historiker" bekamen von der Kreisleitung der SED den Auftrag, diese Kämpfe in den März- tagen 1923 zu erforschen. Sie nutzen die Winterferien, um den Auftrag zum VII. Parteitag der SED ehren- voll zu erfüllen. 'Der Klub der inter- ·nationalen Freundschaft lädt zu einer Reise durch das Land des Roten Oktober ein. Reiseführer sind Komsomolzen aus der benachharten üarnison. Die 7. Klasse wird von den Jungen und Mädchen in den Blauhemden vieles über ihren sozia- listischen Jugendverband erfahren. Ob jeder Tag in den Ferie11 voU Schnee ·ist, können nicht einmal die ,,·wetterfröscheu sagen, aber daß jeder Tag ein richtiger, spannender Ferientag wird, das wissen alle Lichterfelder Pioniere ganz genau. Joachim Ratsch DER REPORTER Am 21. Januar vor 43 Jahren starb W. 1 , Lenin. Die fortschrittliche Welt, die Arbeiter ehren ihn als den Begründer des Sowjetstaates, der mit seiner Partei die Macht der 'Kapitalisten in Rußland für immer verbannte. Lenin achtete und liebte die Menschen. Er war aufmerk• sam und freundlich zu den Freunden, aber hart und unerbittlich zu den Feinden des Volkes. Wohin Lenin auch fuhr, wohin auch er seine Schritte lenken mochte, überall begleitete ihn ein wortkarger Mann, der nie von seiner Seite wich. Er war weder jung noch alt, weder traurig noch lustig. Lenin dachte immerzu: „Wer mag das bloß sein? Weshalb folgt er mir, und woher mag er kommen?" Doch je öfter Lenin den geheimnisvollen Unbekannten -beob- achtete, desto mehr verlor er sich in Vermutungen. Eines Tages konnte er sich nicht enthalten, ihn zu fragen: .,Entschuldigen Sie, Ge- nosse, was schreiben Sie denn da fortwährend ?" ,,Ich ~chreibe Berichte für die Zei• tung. Ich bin Reporter, Wladimir Iljitsch, von der ,Prawda'." „Reporter? ! Und ich habe etwas ganz anderes gedacht", lächelte Lenin, ,,ich bitte Sie, schreiben Sie immer wahrheitsgetreu und genau. Bei unserer Sache geht es gar nicht anders." ,,Ich werde mir Mühe geben, Wla- dimir Iljitsch'", versicherte der Re- porter. Und wirklich enthielten die in der Zeitung abgedruckten Berichte über das Auftreten Lenins aus der Feder des Reporters kein überflüssiges Wort. Aber einmal, als Lenin auf einer wichtigen Versammlung sprach, hatte sich der Reporter verspätet. Als die Versammlung zu Ende war, ging er auf Lenin zu und bat ihn. Zeichnung: Böhnke ·,,Wladimir Iljitsch, könqten Sie bitte mit zwei Worten noch mal wieder- holen, worüber Sie heute hier ge- sprochen haben?" .,Aber wo sind Sie denn gewesen, Genosse?" fragte ihn Lenin. / .,Ich habe mich verspätet ... Es fuh- ren keine Straßenbahnen, weil auf der ganzen Strecke kein Strom war. Da bin ich zuerst rasch gelaufen, dann bin ich gerannt, so schnell ich konnte, geschafft habe ich es aber trotzdem nicht mehr." Lenin betrachtete aufmerksam den Reporter, der ganz verlegen war, und bemerkte erst jetzt, daß dieser durchaus kein junger Mann mehr war, sondern schon recht alt und vollständig ergraut. ,,Schon gut, lie- ber Genosse. Sie haben eben schon bemerkt, daß ich niemals zu spät komme. Jetzt aber gehen wir zu- sammen weg, und dann werden wir notieren, worüber ich heute zu den Arbeitern gesprochen habe." Lange unterhielten sich Lenin und der Re- porter im Büro. Besser gesagt, der eine sprach, während der andere schnell schrieb. Als Lenin aufhörte zu diktieren, war auch das Notiz- buch des Reporters voll. ,,Das ist aber schade", sagte Lenin da, ,,nur eine einzige Seite noch würde ich brauchen." „Wladimir Iljitsch, diktieren Sie nur, ich werde es mir merken, in der Redaktion werde ich dann alles Wort für Wort aufschreiben", bat der Reporter. ,,Nein, nein, Papier brauchen wir schon, in unserem Fach geht es nun mal ohne Papier nicht", lächelte Lenin. !11.._ diesem Augenblick betrat der Abteilungsleiter den Raum un'.i wollte dem Reporter ein Blatt Pa- pier reichen. ,,Nein, nein, das ist nicht für ihn, sondern für mich", hielt Lenin de11 Abteilungsleiter zurück. .,Mir ist da ein sehr wichtiger Gedanke einge- fallen, ich werde es selbst versuchen, ihn zu Papier zu bringen." Lenin setzte sich an den Tisch und schrieb nur einige Worte auf das Blatt_,.. Dann hielt er es dem Reporter hin: „Damit gehen Sie sogleich zum Rat der Volkskommissare." Erst im Rat der Volkskommissare erfuhr er, was Lenin auf das Blatt Papier geschrieben hatte. Es enthielt die Anweisµng, daß dem Korrespondenten der „Prawda" un- verzüglich Pferd und Wagen zur Verfügung zu stellen seien. ,,Dieser Mann ist nicht mehr jung, und nach meiner Meinung fiHlt es ihm schwer, Tag für Tag zu Fuß umherzulaufen, um die Aufträge seiner Redaktion zu erfüllen", las der Verantwortliche für solche Fragen laut vor. Lenin hatte sich geirrt, wahrscheinlich zum ersten Male in seinem Leben: Nie zuvor hatte sirh der Reporter so jung gefühlt wie an diesem Tage. Aus dem Russischen übertragen von Rudolf Kreßne·,:
  • 5. I Vom Knochen zum Schlittschuh In Deutschland war das Schlittschuh- laufen bis in das 18. Jahrhundert Sport der Hofleute und des Adels. Erst Goethe, Lessing und Klopstock dräng- ten, diesen herrlichen Sport auch für das damalige Bürgertum zu erschließen. Die ersten Eiskunstlauf-Europameister- schaften fanden 1891 in Hamburg, die ersten Weltmeisterschaften 1896 im zaristischen St. Petersburg (Leningrad) statt. Bis 1906 durften die Frauen nur zuschauen. Seit 1924 ist Eiskunstlaufen eine olympische Disziplin. Wie entstand der Schlittschuh? Schon die Bewohner der Pfahlbauten am Züricher See glitten während der Stein- zeit auf Sehreitschuhen übei; das Eis. Ihre aus Unterarmknochen von Pferden und Rentieren geschliffenen Sehreit- schuhe waren ein unentbehrliches Ver- kehrsmittel. Lange Zeit später ver- schwanden die Knochen und man ver- suchte es mit Eisen. Zuerst waren es primitive in Holz eingelassene Schienen. Nach und nach entwickelten die Men- schen diese Schienen zu den heutigen chromblitzenden Wunderwerken. Harmonisch, spielend leicht wirkt immer wieder das Programm der Olympiasieger, Europa- und Weltmeister Ludmilla Belussowa und Oleg Proto- popow. In ihrer Kür spiegeln sich 15 Jahre hartes Training wider Fotos: ZB/JW-Blld/Schulze / Mit Gabriele Seyfert, Beate Rich• ter, Irene Müller / Hans-Georg Dallmer, Heidi Steiner / Heinz- Ulrich Walther und vielen ande- ren Läufern gehört unsere Repu- blik heute mit z.u den leistungs- stärksten Ländern Europas. Eis- kunstlauf! Das ist der Sport der anscheinend leicht hingeworfenen Sprünge und der Sport des Lächelns. Lächeln zu den Preis- richtern und Lächeln zum Publi: kum, so kennen wir die Eiskunst• läufer. Doch ist eine Fünf-Minu- ten-Kür wirklich nur ein von Sprüngen unterbrochener tänze- rischer Eislaufvortrag, der ohne :besondere konditionelle Vorbe- reitung durchgestanden werden kann? Wie bei jeder anderen Sportart ist Kondition und Tech- nik, ist _Kraft und Nervenstärke d~ A und Q der Eiskunstläufer. Hinzu ko~t das Musikverständ- nis. Gerade beim Paarlauf spielt die Harmonie, der Gleichklang zwischen deq Partnern eine Rolle. Vor dem Auftritt herrscht in den Kabinen der Eisläufer die gleiche Atmosphäre wie bei anderen Sportlern: Massage, gymnastische Übungen, letzte Anweisungen der Trainer, Startfieber. ,,Sybille Stol- fig ist vor ihrer Kür so aufgeregt, daß sich ihre Nervosität auch Für die Mitgliederversammlungen in den 7. Klassen 6))rfn noch anfangs auf dem Eis wider- spiegelt. Oft klappt es mit den Sprüngen nicht so, wie es sich der Zuschauer wünscht, obwohlSybille sie beherrscht", berichtet ihre Trainerin. Das Gegenteil davon ist Günter Zöller, der neue Deutsche Meister. Gelassen harrt er der Dinge, die auf ihn zukom- men. Meist sieht er bis kurz vor dem Auftritt seinen Gegnern zu. Wie oft hörten wir schon von seiner Trainerin Jutta Müller: „Wenn der Günter doch bloß ein bißchen aufgeregter wäre." · In den njichsten Wochen stehen unsere Eiskunstläufer vor _ schwe- ren Aufgaben, denn sie werden bei den Europameisterschaften in ·Ljutiljana und ,bei den Welt- meisterschaften in Wien ihr Kön- nen erneut beweisen müssen. Manfred Höhnel Akrobatische Sprünge hat jeder Eiskunstläufer in seiner Kür. Der Franzose Alain Calmat, mehrfacher Europameister, beherrschte sie wie ein Turner auf der Matte Flugsport. Die sowjetischen Flug- sportler stellten in den letzten dreieinhalb Jahren insgesamt 289 Landesrekorde auf, von denen 202 gleichzeitig Weltbestleistun- gen bedeuten. Skisport. Über die Entwicklung des Skisports in der Welt und be- sonders im Klingenthaler Gebiet seit den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wird künf- tig ein Ski-Museum informieren. Es soll an der großen Aschberg- schanze bei Klingenthal errichtet werden. Die dazu erforderlichen Pro. iektierungsarbeiten sind nahe- zu abgeschlossen. Fußball. Als erster weiblicher Fußball-Schiedsrichter im Bezirk Karl-Marx-Stadt wird die 23iäh- rige lJona Stowacker ihre Tätig- keit aufnehmen. Ilona ist Mitglied der BSG Motor Zwiclrnu. Rennschlittensport. Vom 30. Ja- nuar bis zum 5._ Februar 1967 werden in Friedrichroda die Europameisterschaften der Junio- ren ausgetragen. Um den Pokal der Nationen geht es dann vom 6. bis zum 12. Februar. Ein Tip der Redaktion an alle Pionier- grupn'en der Umgebung von Friedrichroda: Organisiert Wjn- terwanderungen zu den spannen• den Wettkämpfen. ~"- -:-~ - ~- ~ . ~;) 1 ™ 1 1111111 '/IJ/II/I :):?{{t''?1 /~:'::s:tf?1 '•·,· :·.· ' ,· ': ...... 1 • • Piefke und Schniefke Piefke: ,,Ich sagte ja gleich, es ist viel zu glatt." K ühneErbauerdeseigenenGlückes Wie ein Magnet zog die Freie Deut- sche Jugend bereits in den schweren Nachkriegsjahren Hunderttausende Mädchen und Jungen an. Was war der Grund? Auf dem I. Parlament der FDJ, 1946 in Brandenburg, hatte Erich Honecker die „Grundrechte der jungen Generation" verkündet. Den Worten folgten sofort die Taten. Die FDJ forderte: Recht auf politi- sche Mitbestimmung. Die Mitglieder der Freien Deutschen Jugend in Sachsen halfen, 1946 einen wichtigen Volksentscheid über die Enteignung der Betriebe der Kriegsverbrecher und Naziaktivisten zu einem vollen Sieg des Volkes zu führen. FDJ-Mit- glieder arbeiteten mit, um den Bauern das Land der Grqßgrund- besitzer zu übergeben. Nach wenigen Jahren wurden bereits 8270 junge Abgeordnete in die Volksvertretun- gen gewählt. Es wurde erl'eicht, daß alle Jugendlichen ab 18 Jahre das Recht haben, an den Wahlen der Volksvertretungen teilzunehmen. Noch heute wird dieses Recht der westdeutschen Jugend verwehrt. Alle Wege stehen offen Die FDJ forderte: Recht auf Arbeit und Erholung. Schon nach einem Jahr war mit Hilfe der Freie11 Deut- schen Jugend die Arbeitslosigkeit bei uns beseitigt. In Westdeutschland aber blieben Hunderttausende Ju- gendliche ohne Arbeitsplatz. 1949 be- teiligten sich 100 000 Lehrlinge am Berufswettbewerb der Freien Deut- schen Jugend. Die jungen Arbeiter dankten mit guten Taten. Die FDJ ,setzte sich für eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden auf 42 Stunden für 14- bis 16jährige und auf 45 Stunden für 16- bis 18jährige ein. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit wurde ge- fordert. Foto: ZB Beides ist bei uns längst Selbstver- ständlichkeit. Die FDJ forderte: Recht auf Bildung. Fortschrittliche Lehrer gab es 1945 wenig. r>a schickte die FDJ in kurzer Zeit 44 000 ihrer besten Mitglieder auf Lehrerschulen, damit die Kinder des Volkes in gute Hände gelangten. Junge Arbeiter und Bauern besuch- ten die Universitäten - das war noch nie <iagewesen. Alle Wege stehen seitdem jedem fleißigen Jugend- lichen, der unsere DDR liebt, offen. Auch das Recht auf Bildung ist für die Kinder von Arbeitern und Bauern im Bonner Staat nur ein Traum. Träume wurd~n Wirklichkeit Die FDJ forderte: Recht auf Freude und Frohsinn. Die Mitglieder der FDJ bauten Jugendheime, Sport- plätze, Ferienlager und Pionierhäu- ser. Musikgruppen, Interessen- gemeinschaften, Sportvereinigungen entstanden. Neue Jugendlieder wur- den gesungen. 300 000 Kinder konn- ten bereits 1949 frohe Ferientage in den Lagern der Freien Deutschen Jugend verleben. Jugendherbergen boten den FDJ- und Pioniergruppen bei Wanderungen gastliche Unter- kunft. Viel müssen die Kinder und Jugendlichen in Westdeutschland vermissen. So haben die Mädchen und Jungen der Freien Deutschen Jugend die Deutsche Demokratische Republik mitgeschaffen - ihre Heimat, ihr Vaterl,md. Die „Grundrechte der jungen Generation" wurden ver- wirklicht, weil in der DDR die Macht dem befreiten Volle gehört. das von der Partei der Arbeiterklasse geführt wird. Aus sehnsuchtsvollen Träu- men der Jugend wurde Wirklichkeit, weil sie selbst als kühne Erbauer des eigenen Glückes handelte. Der Pionier- kalender 1961 is t da! Ab sofort beginnt die Auslie• ferung. Holt eure Kalender dort ab, wo ihr sie bestellt habt. Wenn es Scl1wierigkeiten gibt, wendet euch nur an den Kin- derbuchverlag, 108 Berlin, )-v1arkgrafenstraße 30. ,
  • 6. / I 2 Ge en den Frieden ;,Seit der Imperialismus besteht, ist er mit Verbrechen verbunden." Mit diesem Satz endete unser er- ster Beitrag. Wir wollen ihn heute etwas näher anschauen! Wir ge- hen in das Museum für Deutsche Geschichte. Unmittelbar am Marx- Engels-Platz in Berlin steht das ehemalige Zeughaus. Im ersten Stock befindet sich der Ausstel- lungsabschnitt zur deutschen Ge- schichte von der Jahrhund0rt- wende bis zur Gegenwart. An der Schwelle unseres Jahrhunderif machen wir halt. Um die Jahr- hundertwende war in Deutschland der Übergang zum Imperialismus vollzogen. Die·Silvesterfeier bringen, um in Großbetrieben die mächtig entwid,elte Technik ren- tabel zu nutzen. Die Monopole ordneten sich die Wirtschaft und den Staat mit der Armee, der Polizei, den Richtern unter, · um allein den Markt zu beherrschen, höchstmögliche Preise festzusetzen und die revolutionären Arbeiter zu unterdrücken. Dieses Bestre- ben zwang die Monopole eines Landes, ihre Macht möglichst auf Ländern aµfgeteilt worden, der deutsche Imperialismus war da- bei zu spät gekommen. Die Beutefahne Mit seiner Rede am Beginn unse- res Jahrhunderts kündigt der Kai- ser die militärischen Vorstöße des deutschen Imperialismus zur Neu- aufteilung der Welt an. Am Und gleich am ersten Tag des neuen Jahrhunderts verkündete hier im Zeughaus der Kaiser das verbrecherische Programm des deutschen Imperialismus. Wir brauchen nur an eines der Fen- ster heranzutreten und können in den Lichthof blicken, wo der Kaiser auf der militärischen Neu- jahrsfeier am 1. Januar 1900 rief: ,,Der erste Tag unseres Jahrhun- derts sieht unsere Armee, d. h. unser Volk, in Waffen urri seine Feldzeichen geschart." Was sich aber dort unten um die Fahnen geschart hatte, waren Prinzen und adlige Offiziere. Am nächsten Tag schrieb der „Vorwärts", die Zei- tung der Arbeiter: ,,Wir haben ein Heer gegen das Volk, nicht ein Volksheer." Zu deutlich hatte der Kaiser im Zeughaus den Zweck der Militarisierung ausposaunt, als er verkündete, er woll_e das Heer und die Marine so verstärken, „damit durch sie das deutsche Reich auch im Ausland in der Lage sei. den noch •nicht erreich1cn Platz zu erringen". Das ist die An- kündigung eines Verbrechens, das Verbred1en des Eroberungskrie- ges. 1. Januar 1900. Der Ifaiser gibt die Parole der Imperialisten bekannt Sie kamen zu spät Auf der Jagd nach höchstem Pro- fit hatten sich auch in Deut3ch- land die mächtigsten Kapitalis!en zu Vereinigungen zusammenge- schlossen, sogenannten Monopo- len. Nur nod1 Monopole konnten das erforderliche Kapital auf- die ganze Welt auszudehnen. Das Stadium des Kapitalismus, in dem die Monopole die Welt zu ihrem Imperium (Weltreich) gemacht haben, nennt man das Stadium des Imperialismus, und die Mono- polherren nennt man Imperla- listen. Infolge der sprunghaften, ungleichmäßigen wirtschaftlichen und polit.ischen Entwicklung der kapitalistischen Länder il) der Periode des Imperialismus kämp- fen die Monopole ständig erneut mit wirtschaftlichen, politiscllen und militärischen Mitteln um die Neuaufteilung der Welt. Die - deutschen Monopole sind be-• sonders aggressiv (eroberungs- wütig), weil sich der wirtschaft- liche Aufschwung in Deutschland später als zum Beispiel in Eng- land und Frankreich, dann aber schneller vollzogen hat. Die Welt war von den zuerst mächtigen rupp$ xtraprofltproTon derJahres/oh · 12. Juni 1900 kämpften schon deutsche Marinelandungsmann- s·chaften gegen das chinesische Yolk. Die Chinesen hatten sich gegen die Unterjochung durch die Monopole der großen Industrie- länder erhoben. An dem blutigen Sieg über Taku war besonders das deutsche Kanonenboot „Iltis" be- teiligt. Als dessen Besatzung am Ende des Jahres 1900 zurück- kehrte, wurde s,ie im Lichthof des Zeughauses vom Kaiser be- grüßt. Sie führte außer ihrer ei~e- nen Sturmflagge auch eine er- oberte chinesische Fahne mit. Später kamen noch weitere Beutefahnen in das Zeughaus. Eine der Fahnen chinesischer Freiheitskämpfer ist im Mus~11m ausgestellt als Zeuge für die Ver- brechen des deutschen Imperialis- mus von Beginn seines Bestehens ~- M.~ Jahreseinkommen des Monopolkapitalisten Krupp im Jahre 1908: 17 000 000 Mark. Jahreseinkommen eines Facharbeiters bei Krupp im Jah1·e 1908: 1700 Mark Gewinne Krupps im I. Weltkrieg: 800 Millionen Mark. Verluste des deutschen Volkes: 2 Millionen gefallene Soldaten. R_ üstung und Krieg sind allein für die Imperialisten ein Gewinn! I Einen Solidaritätsbasar für das kämpfende Vietnam veranstal- teten Pioniere in der Ossietzky-Oberschule Berlin-Pankow aus Anlaß der Elternbeiratswahl Elter~beiratswahlen 1967 An allen Schulen der DDR finden gegenwärtig die Eltern- beiratswahlen statt. Die El- ternbeiräte sind nicht nur Rat- geber und Helfer der Lehrer, die die Verbindung zwischen Eltern und Schule halten, son- dern auch gute Freunde eurer Pioniergruppen. Mit Rat und Tat stehen sie euch auch bei der Erfüllung des Pionierauf- trages zur Seite. Doch in vie- len Schul~n würden noch weit mehr Eltern die Pionierarbeit unterstützen, wenn sie immer über die Möglichkeiten richtig informiert wären. Das überlegten auch die Pio- niere und Schüler der 17. Obersclrnle Berlin-Baumschu- lenweg. Sie werden anläßlich der Elternbeiratswahl an ihrer Schule in einer Ausstellung über rlie Erfüllung des Pio- nierauftrages berichten. Zeicli- nungen. Bastelarbeiten, erste Ergebnisse der Forschungsauf- träge, Hefte mit Klassenarbei- , ten. selbstgebaute Lehr- und Anschauungsmittel, Briefe aus- ländischer Pioniere und der erste Auftritt des neugebilde- ten Chore~ sollen den Ellern einen kleinen Einblick in das Leben in den Pioniergruppen geben. Der Sparapfel Eines Tages erhielt Bernd, das jüngste und kleinste Mitglied des PionierblasorchestersStaß- furt einen Brief von Nguyen- van~Nhan aus der Botschaft der Demokratischen Republik Vietnam. Er dankte dem sie- ben Jahre alten Zimbelschlä- ger aus Staßfurt für seine Solidarität. Bei einer Quizrunde hatte Bernd einen Sparapfel ge- wonnen. Während seine Freunde 1000 Kinder mit ihrem Musikprogramm er- freuten,. sammelte Bernd in diesem Sparapfel Geld für das vietnamesische Volk, das sich tapfer gegen die USA-Impe- rialisten wehrt. Er ging durch die Reihen der Zuschauer, und bald war der Apfel mit Mün- zen gefüllt. Bernd schickte diesen wertvollen Sparapfel an die Botschaft der DRV in Berlin. Übrigens, das Honorar für diese Veranstaltung wurde ebenfalls auf das Sonderkonto für das vietnamesische Volk überwiesen. Stephan Moninger, Staßfurt Zehn Räder für die FNl Am 13. Dezember 1966 rief die Pioniergruppe der. Kla~se ,5 b alle Pionier- und FDJ-G~uppen der Schule auf, monatlich einen bestimmten Prozentsatz ihres Taschengeldes bis zum Schul- jahresende für Vietnam zu spenden. Alle schlossen sich dem Aufruf an. Das Ziel ist, einen Betrag im Werte von zehn F~hr- rädern zu sammeln. Die Pioniere der 5 b und der 7 b haben bereits 70,- MDN gespendet. Zur Vorbereitung der Elternbei- ratswahlen wird ein Pionierbasar eingerichtet. Das eingeno!n- mene Geld soll ebenfalls auf das Solidaritätskonto üb<.?rwiesen werden. Am 4. ,Januar wurden außerdem n·acli einer Elternver- sammlung 199,10 MDN gesammelt. Eltern, Lehrer und Schüler beweisen hierdurch daß sie sich solidarisch erklären mit den Helden Vietnams. ' ' Pioniere und FDJler der 9. Oberschule Berlin-Hohenschönhausen Kubanisch-sowjetische Freun~sc:hafl Die Sowjetunion leistet seit dem Sieg der Revolution dem kubanischen Volk vielfältige Hilfe. Mit Unterstützung so- wjetisd1er Techniker wurden in Kuba . Industriewerke er- rid1tet. Sowjetische Ärzte ar- beiten in kubanischen Kran- kenhäusern, Alle 72 Stunden läuft im Hafen von Havanna ein sowjetischer Tanker ein, der Erdöl aus Batumi bringt, und nid1t zuletzt finden so- wjetische Traktoren in den Zu::kerrohrplantagen ein wei- tes Einsatzfeld. - Vier kuba- nische Sonderbriefmarken, die zum 49. Jahr-estag der Okto- berrevolution erschienen, sind der Freundschaft zwischen dem kubanisclJen Volk :und den Völkern der Sowjetunitm gewidmet und spiegeln die sowjetische Hilfe wider. Das Krankenhaus „Lenin", ein Erdöltanker. ein kubanischer und ein sowjetischer Techni- ker bei gemeinsamer Arbeit und Traktoren im Einsatz in der Landwirtschaft sind die Motive dieser Ausgabe. Dr. Knorr
  • 7. 1' Winter in Dahlen. Über ·den Bäu.: men, Häusern und Feldern liegt ein funkelnder Kristallteppich. Ein Mann stapft durch den Schnee. Vor 15 Jahren war er Zimmermann, flickte bei den Bauern Zäune und Dachfirste aus, bis er selber Lust für die Landarbeit bekam. Viel mußte er lernen. Genossen hatte er als Freunde. Mit 300 ha und einem Traktor gründeten sie eine land- wirtschaftliche Produktionsgenossen- schaft. Heute gehören ihnen 1200 ha, und sie haben zweiundzwanzig Trak- toren, drei Mähdrescher und drei Kartoffelkombines. Sie wurden mit dem Nationalpreis ausgezeichnet. Und der Vorsitzende ist Mitglied des Zentralkomitees der SED. Der Mann bleibt stehen. Er hat ein kleines Gerät in der Hand. UFT 430 steht darauf. Und eine Antenne blitzt in der fahlen Wintersonne. Plötzlich ein leises Knacken. ,,Hallo, hallo! Hier spricht die Ober- schule Dahlen. Genosse Döhler, bitte melden!" Und der Mann auf dem Schneefeld antwortet. ·Blitzableiter für Leerlauf „Genosse Vorsitzender, warum braucht unsere LPG Sprechfunk- geräte?" ,,Alle Mitglieder unserer LPG füh- ren einen Wettbewerb unter der Losung ,Rationeller produzieren - für dich, für deinen Betrieb, für un- seren sozialistischen Friedensstaat - dem VII. Parteitag entgegen' durch. Um also unserer Republik mehr Milch, mehr Fleisch, Eier, Mehl und Kartoffeln liefern zu können, muß jeder von uns se;ne ganze Kraft und sein ganzes Können zum Gelingen unseres Planes ·einsetzen. Und dabei soll uns die Technik unterstützen. Auf unseren 80-Hektar-Schlägen passierte es oft, daß leere Fahrzeuge an vollen Gemüsekisten oder Kar- toffelsäcken vorbeifuhren. Rufen Nationaf.; • 1 , preis• träger Johannes Döhler half nichts: Also mußte erst jemand im nächsten Ort telefonieren oder sogar mit dem Motorrad bis zur LPG fahren. So war es auch bei not- wendigen Reparaturen an Traktoren oder Mähdreschern auf den Feldern. Wertvolle Arbeitswochen gingen da- bei im Laufe des Jahres verloren. Das ist vorbei. Wir haben jetzt diese Handsprechfunkgeräte. Ihre Anten- nen sind die Blitzableiter für den teuren Leerlauf!" ,,Genosse Döhler, unsere Lehrerin, Frau Lauschert, erzählte uns, daß jetzt jede Kuh viel mehr Milch gibt als vor drei Jahren. Wie kommt denn das?" „Dahlen liegt in einer regenarmen Gegend. Der meist kümmerliche Klee verbrannte in sonnenreichen Sommern. Die Kühe hatten Hunger, und wir mußten anderes Futter „Hier ruft Traktorenbrigadier Jacob den Reparaturstützpunkt. Lenkungs- schaden am Schwenklader - Stand- ort Bausteile zwei ..." Egon Rolle zwischen 16 und 18 Uhr in Berlins Sporthallen Musik machen will gelernt sein kaufen. Wir ließen den Boden unter.; suchen. Ergebnis: Die Kühe brauch- ten nicht hungern, wenn der Boden gesund gekalkt ~ird und mehr Regen bekommt. Kalk hatten wir und Regen - auch! Unter einer Fläche von 700 Hektar wurden Rohre verlegt, und nun können wir es reg- nen lassen, wann wir wollen. Jetzt haben wir mehr und besseren Klee im Sommer und größere Futterrüben für den Winter!" Betonpiste auf dem Acker ,,Stimmt es, daß unsere LPG im ver- gangenen Sommer keinen Dünger streute ?" · ,,Ja, das stimmt. Weil es billiger ist, haben wir einen neuen flüssigen Ammoniak-Dünger, mit alten Jau- chewagen auf die Äcker gespritzt. Das ging zu langsam, und die Trans- portbehälter, teure Gummisäcke, sind zu wertvoll. Nun ·betonieren wir alle wichtigen Feldwege. Das schont unsere Fahrzeuge, der Trans- port geht schneller,' wir sparen Geld. Eine Straße wird sogar in 300 Meter Länge als St1trt- und Landebahn für kleine Flugzeuge angelegt. Daneben bauen wir für Treibstoffe, Pflanzen- schutzmittel ,und flüssigen Kunst- dünger eine mächtige Tankstelle. Tankwagen bringen dann den Dün- ger heran, und Flugzeuge sprühen ihn auf die Felder. Das hört sich an wie Zukunftsmusik. Aber die Zu- kunft gehört uns, und wir sind tüch- tig dabei, Musik zu machen. Doch ihr wißt es selbst, das Musikmachen, die Arbeit, will gelernt sein!" ..Genosse Vorsitzender, wir verspre- chen Ihnen, daß wir tüchtig lernen!" Und während der Genosse lächelnd zu den riesigen Treibhäusern stapft, beugen sich dreißig Köpfe über ~ie Mathematikaufgaben ... Text: Manfred Zielinsld Fotos: Karlheinz Drowski 665 Milchkühe stehen in den modernen, blitzsauberen Dahlener l.lilch• fabriken mit Futter- und Dungfließbändern und hydraulischen Me~ anlagen * Melkerlehrling Gerd Fabian kontrollle.rt den Pulsverstlirlter der Melk• anlage. Seine Kühe geben jährlich 4380 kg Milch TraininlJ löult auf vollen Tour STARiiER WILLE Thomas: ,,Also gut! Ich esse die Haferflocken auf. Aber wenn sie mich groß und stark gemacht haben; bringt mich keiner mehr dazu, sie anzurühren!" „Abteilung Mitteltrab!" schallt das Kommando des Trainers durch die riesige neue Reithalle in Berlin- Hoppegarten. Die Mädchen und Jun- gen zügeln ihre Pferde. Sitzübungen, Schenkelweichen und Vorderhand- · wendungen folgen. Drei- bis vier- mal in der Woche ist Training. Rei- ter und Pferde verst~hen sicj1 schon gut. Das beweist dieser Sprung über den 1,30 m hohen Rick. Kreuz und quer durch die Turnhalle der 9. Oberschule in Berlin-Lichten- berg wirbeln die Jungen der Hand- ballauswahl. Sie stehen vor einem wichtigen Turnier. Sportfreund Ger- hard Wahlicht, Mathematiklehrer an der 5. Oberschule, trainiert die Aus- wahl. Er ist mit seinen Schützlingen zufrieden. Hier nimmt er jeden ein- zelnen vor und erteilt technische Hinweise bei 7-m-Würfen. Schnee hat der Hauptstadt ein weißes Kleid übergezogen; Auf Eis- und Rodelbahnen herrscht Hochbetrieb. Pioniergruppen kämpfen um das Winter- sportabzeichen. Die Stimmung ist prächtig, Was aber geschieht jetzt in den Sporthallen, sind sie leer? Bei meiner Stippvisite an einem Freitag zwischen 16 und 18 Uhr stellte ich fest: Das Training läuft auf vollen Touren, Die Weichen in allen Sportarten sind auf Spartakiade gerichtet, Keine Pause kennt der Turnsaal in der Dynamo-Sporthalle. Mädchen aus 3. und 4. Klassen wollen durch viel Fleiß den Sprung zur Kinder- und Jugendsportschule schaffen. In- grid Föst, einst unsere erfolgreichste Turnerin, bemüht sich Tag für Tag um den Nachwuchs. ,,Prima ist es bei Frau Föst. Bei ihr haben wir schon sehr, sehr viel gelernt", mei- nen Jaqueline und ihre Freundinnen. Fotos: J W-Blld/Gloc .ke Über diese kleine Halle rattert in kurzen Abständen die S-Bahn. Hier sind im Winter die Ruderer zu Hause. Unentwegt skullen die Mäd- chen und Jungen der B$G Motor Baumschulenweg. Ihre Rollsitze be- wegen sich zwar hin und her, aber mit diesem „Boot" kommen sie kein Stück vom Fleck. Kastenrudern wird das Wintertraining dieser Was- sersportler genannt. APFELEI „Wieviel Äpfel würdest du haben, wenn du neunmal neun Äpfel bekommen würdest?" fragt Wolfgang. Peter: ,,Genug!" MOTTENJAGD Dieter jagt eifrig hinter einer Motte her. Die Mutter sieht sich das sonderbare Treiben eine Zeitlang stau- nend an. ' Doch all!T_ählich wird die Jagd beängstigend wild. ,,Was machst du denn eigentlich Dieter?" ;,Ach, ich will nur die Mqtte -fangen." ,,Warum denn?" - ,,Sonst frißt sie mir ein Loch in die Hose, und ich kriege es dann wieder." BEKANNTE GERÄUSCHE Tante Guste erzählt das Märchen vom Rotkäpp- chen. Als sie an der Stelle anlangte, an der das Rot- käppchen das Haus der Großmutter betritt, in das inzwischen der Wolf Ein- zug gehalten hat, unter- brach sie und fragte: ,.Was meint ihr wohl, wer da Im Bett lag und schnarchte'/" Stille l ·Tante Guste ver- suc-hte es noch einmal : .,Er lag da, schnarchte und schnaufte laut" Jetzt er- kannte , ihn Petra. Sie springt auf und ruft: ,,Mein Vati!" · · .Di<? Trommel", Organ des Zentralrats der FDJ für Thälmann-Pioniere und Schiller • Chefredakteur : Dfpl.-P.'id, Rudi Chowanetz, stellv. Chefredakteur: Dipl.-Päd. Wllfried Weidner, Redaktionssekretär: Karl- ·1etnz Rühle, Gestaltung: G. Müller/Feiste! · Veröffentlicht unter Lizenz-Nr. 207 des Presseamtes beim Vorsitzenden des M.lnisterrates der DDR • ,.Die Trommel" erscheint wöchentlich im Verlag Junge Welt, verlags- direktor: Kurt Feitsch • Anschrltt cjer Redaktion: 108- Berl!n, Postfaeh 1214, Kronenstraße 30/31 • Telefon: 20 04 61 • Bestellungen nimmt jedes P ostamt entgegen . Satz und Druck: Druckerei Tägliche Rundschau; 108 Berlin , Für unverlangt eingesandte Manuskripte übern1mmt die Redaktion keine Haftung , ;,Die Trommel'! ist Träger der Medaille der Pionierorganisation in Gold. ·
  • 8. Schwung für die 2. Etappe Zu Beginn der 2. Etappe unseres Pionierauftrages entwickelten unsere Pioniergruppen tolle Ideen. Zum Pioniergeburtstag war binnen einer halben Stunde, völlig unvorbereitet, eine gute ·Tat zu vollbringen. Die Klasse 6 sammelte in dieser Zeit 231 Unterschriften gegen den ver- brecherischen Krieg der USA in Vietnam. Andere Gruppen kamen in Begleitung von Gästen in den Saal zurück. Einmal waren es Arbeiter aus Brigaden des Weichenwerkes, mit denen die Gruppen Patenschafts- . vertrüge abzuschließen beabsichti- gen, zum anderen waren es Rentner, die d ie Gruppen von der Straße we~ zur Festveranstaltung eingeladen hatten. Andere Gruppen halfen iilte- ren Menschen Kohlen aus dem Kel- ler holen. Die Klasse 7 a benutzte die kurze Zeit dazu, um Pionier,~n der 3. Klasse zu Hause bei uen Schulaufgaben zu helfen. Mit diesem Elan soll es weitergehen in d_ er 2. Etappe unseres Auftrages, mit dem wir helfen wollen, den VII. Parteitag der SED vorzubereiten. Sylvia Uhlig, Freundschaftsratsvorsitzende der Reyher-OS ll, Golh'l Solidarität mit Vietnam Es ist abscheulich, was täglich in Vietnam durch die USA an Un- menschlichkeit geschieht. Die Pioniere Schüler und FDJler der 12. Obersclmle Gera/Windischen- bernsdorf sammelten mit einem tie- fen Zugehörigkeitsgefühl zu den Menschen Vi etnams 722,- MDN fi.k das Solidaritätskonto. Pionierfreundschaft .,Paul Robeson" 12. Oberschule Gera/Windischenbernsdorf * Wit sind sehr empört über den schmutzigen Krieg in Vietnam. Durch unsere Sammelaktion wollen wir dem vietnamesischen Volk hel- fen. Bis jetzt sammelten wir 354,17 MON. aktion läuft weiter. Wir wollen das Geld für zwei Fahrräder spenden. Pionierfreundschaft .,Paul Meyer" Oberschule I Schwedt/Oder * Wir eröffneten einen Pionierbasar mit selbstgebastelten Gegenständen. Viele Kä ufer lobten unsere Arbei- ten. Nach 6 Verkaufsstunden konn- ten der FDJ-Kreisleitung 325,25 MDN für das vietnamesische Volk überge'beq werden. · Die Pioniere der Freundschaft .,Adolf By.tzeck'", TorgeloU]-Spechtberg Wir-lesen -Gorki Wir haben uns vorgenommen, das Leben und Werk Maxim Gork-is kennenzulernen. An der Wandzeitung hatten wir schon viele Gorkibilder. Unsere Lehrerin hat uns über das Leben Maxim Gorkis erzählt und darüber mit uns gesprochen, welche Bedeu- tung für ihn die Oktoberrevolution hatte. Wir lasen auch schon gemein- sam Episoden aus der Erzählung „Bei Gorki in Gorki" von Karl G rünberg. Nun freuen wir uns schon auf den Märchennachmittag mit Gorkis „Italienischen Märchen". Manfred Schermer; Klasse 6 C; 20. Oberschule Berlin-Grünau Pioniergalerie Freundschaft Die 1. Etappe unseres Pionierauftra,; ges beendeten wir mit einer Ausstel- lung der besten künstlerischen Ar- beiten, die an unserer Freundschaft bisher entstanden sind. Der „Klub junger Künstler" eröff- nete die 1. Pioniergalerie Freund- schaft. P ioniere und Mitglieder der FDJ haben in Gedichten, Zeichnun- gen und Aufsatzmappen ihre Ge,; danken über die Entwicklung in unserer Republik, über die Freund- schaft zur Sowjetunion und die Ereignisse in Vietnam zum Aus- druck gebracht. Unsere 2. .,Galerie'', wird gemeinsam mit unseren For,; schungsergebnissen im „technikus- projekt 67" und den Ergebnissen unserer Arbeitsgemei nschaften in der Zeit des VII. Parteitages eröff- net. . „Trommel" -Repo· rter Karin Vogt; Ernst-Schneller-OS, Hoyerswerda Davon sammelten die Pioniere der ~ f> % < . . ,.,. -·.. Klasse 4 c allei n 78,- MDN und der 4 b . 67,70 MDN. Unsere Sammel- Foto: wache IITROMMEL·•-Scheibe Der große Schieß-Wettstreit hat begonnen. Die ersten Meldungen sind da. Sie kamen von 15 Pionieren aus der Klasse 5 a der 4. Oberschu!fi Berlin-Mitte. Bester war: Andre Lukow mit 46 Ringen. Damit hat er als erster die von der „Trommel"- Redaktion vorgelegte Ringzahl von 42 Ringen überboten. Aber dann ging es Schlag. auf Schlag, und hier der aktuelle Stand: Es führen: , Lothar Preuß aus Bad Freienwalde 55 Ringe Friedbert Weimann aus Babst/Wis.; mar 54 Ringe Frank Maatz aus Lichtenhain 50 Ringe Also, Pioniere, wer schiebt sich in die Spitzengruppe? Wir erwarten eure Meldungen. Zum Schluß noch Egon Rolles Tips: 8 Beachtet beim Schießen alle Sicherheitsbestimmungen e Wenn die „Trommel"-Scheiben nicht ausreichen, schießt auf nor- male Zehner-Ring-Scheiben. DENKEN• RATEN• FüLLRÄTSEL a-a_;d:..; d- d_;e - e -e-e - e-e - e-e - e-e-e-f - f - g - i - ~~~~ =~~=~=~~ i-i-k-k-k- 1 -1 - r; 1-m-m - m- n-n- 1' n - o-r - r- r -r - r 1----1--~- +-+--l-~-~• -r-s-s-s-s - t - 2 t - u - u - Die vorstehen- 1------1----'+-- + -+--I-~- ~• den Buchstaben bauen wir so ' IJ in die Figur ein, daß sich fol- U----1-----1--+.--+--+--+---II gende Beg1·iffe ergeben . 1. Mannschaftsdienstgrad · bei der 1~--1-----1--1-- + - +--+---II NVA. 2. Siadt an der Elbe. 3. C',estalt beim Kinderfernsehen, 4 5 l k --1-----11--1---+--+ -+---II 4. Haarschneider. 5. Gemüse- .~, oflanze, 6. Bezirksstadt cler 6 DDR. 7. Erinnerungsstätte Die lk-- -1----11--1-- -+- +---''r.---ll gestrich elte Diagonale ergibt 7 einen beliebten Kinder- und t.=;;;;;;;;;;;.;;iiii.;;;;;;:;=..!.=;;;;;;;;=;!;;;;;;;;;;;I Jugendbuchautoren. UNSERE SCHACHAUFGABE Weiß ist am Zuge. Ihr sollt hier eine lehrreiche Wendung fin:J en, durch die der Weiße, der auf un- serem Stellungsbild noch eine Qualität weniger hat, selber in Vorteil kommt und gute Gewinn- chancen erhält. MUT GEHORT DAZU 1. Hauptstadt und wichtig,ter Hafen Thailands, 2. mitt,el- schwedische Landschaft, 3. das Aufbrechen der Eisdecke von F lüssen im Frühjahr, 4. Kern- obst, 5. chemisches Element, 6. größte Gattung der Menscht>n- affen, 7. elektrisches Läu le- . werk ' 8. kommt vor beim Fufl- . ballspiel, 9. Vorratshaus, La- gerraum, 10. eine Südfrucht, 11. als Eieruhr gebräuchliches Zeitrneßgerät, 12. französischer Mädchenna me, 13. Fa hrzeug, 14. kurze Erzählung, 15. F'i~ch- ar t, 16.· Lehre vom Schall, 17. iranisches Vo, lk, 18. Zahlform, 19: FarbstoU, • 20. Grundlage der Musik, 2l, Kreisstadt im bayrischen Schwaben am Lech,. 22. Windröschen, 23, Wohltat, 24. Grundlage, 25. Mitgl; ecl eines Senats, Ratshe rr, 26. Be- zeichnung für internationale Blumenvermittlung, 27. Auf- stellung von Maschin~n, 2B. stürzende Schnee- und Eismas- sen im Hochgebirge, 29. Kurz- atmigkeit, 30. lernt als Käfi g- vogel die menschliche Sprache nachahmen, 31. weiblicher Vor- name, 32. europäischer Staat. Sind alle Wörter richtig unter- einandergeschrieben, ergeben die vierten Buchstaben, von oben nach unten gelesen, einen sowjetischen Kosmonauten. Auf einer ovalen -Radrennb~hn findet ein Rennen statt. Ein Fahrer fährt so, daß ein Dt·it- tel des Feldes vor ihm und die Hälfte der Teilnehmer hinter ihm ist. Wieviel Fahrer neh- Re:inen teil? Foto: Honka WAS IST DASt a) Knöpfe, b) Reißzwecken c) Schmuck MATHEMATISCHE NUSSE 1. In die Felder der Figur sind nach dem Prinzip des Rös,el- sprunges die Zahlen von I bis 18 einzusetzen. Einige Zahlen befinden sich zur Erleichterung bereits in der Figur. - 1 3 [ 1 51 1 1 .. 10 2. Setzt für die Figuren Zah,; len ein und rechnet die Auf- gabe a us. 3. Auf dem Teller liegen Ha.: selnüsse. Günter nimmt sich davon ein Drittel. Sein Bruder Werner, der nicht weiß, daß Günter schon seinen Teil ge- · nommen hat, nirI'mt sich von dem, was er vorfindet, eben- falls ein Drittel. Als Klaus, der Jüngste, nach Hause kommt, nimmt er wiederum ein Drittel vom Teller. So findet die M·;t- ter abends noch acht Nüs5e vor. ·wieviel waren es insge- samt? -:1w ,Wer zuletzt lacht, ;; ; : •lacht am besten!" :' ....~ ZEICHENRÄTSEL Welche Skisportarten ihr hier erkennen? AUFLOSUNGEN AUS NR. 2-3/67 könnt Wabenrätsel: 1. Lauf, 2. Auge, 3. Elen, 4. Fest, 5. Tara, 6. Narr, 7. Alge, 8. Fett, 9. Team, 10. Norm, 11. Ofen, 12. Ahle, 13. Ehre, 14. Eule - Fanfare - * Was ist das? c) Giraffe * Unsere Schachaufgabe: Nach 1 . . . De2-g4!! müßte Schwarz gewinnen! Es droht 2 . .. Dg4: g2 matt, auf 2. h3:g4 oder f:2-f3 geht g7:f6. 2. Td3-g3 scheitert an Dg4:g3! Dreimal 29: · Mathematische Nüsse: 1. 2520 2. 351 X 78 2457 2808 27378 4. a) 15 Losabschnitte aus Kauf und zusätzlich 4 Losab- schnitte a ls Ersatz für die Frei- lose= 19 Losabschnitte. b) Einsatz für 19 Lose wäre MDN 9,50. Gewonnen hat er MDN 10,~ 4 Gewinne a MDN 1,- 4,- 4 Freilose a MON 0,50 ~ 16,- Differenz demnach = Gewinn MON 6,50 ~~A ~,§~~ ~ t' . •• •'•1 - ---,,,. . - •·' -- ~ ....:~·:4 ;,Jetzt braucht ihr euch nicht mehr ~: um den einen zu zanken."