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Musiklernen im Web2.0
Musikpädagogisches Seminar, WS 2009/2010
Dozent: Matthias Krebs

                   Intervalltraining
                   in der Primarstufe
                   Ein Skript von Annegret, Karoline & Anne
Gliederung


    1.   Vorstellung der Seite www.musikwissenschaften.de

    2.   Konzeption zur Unterrichtseinheit „Gehörbildung in der
         Primarstufe“

    3.   Theoretische Auseinandersetzung

    4.   Diskussion: Wofür ist das Training von Intervallhören notwendig?
         Warum sollte Intervalltraining Unterrichtsthema sein?



                                           © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs   / 2
1. Kurzbeschreibung


  Unter der Adresse www.musikwissenschaften.de findet man eine
  einfache Form von Gehörbildungsprogramm. Hier kann direkt im
  Internetbrowser das Erkennen von Intervallen und kurzen Melodien
  geübt werden. Weiterhin gibt es ein Angebot für Kinder mit
  bunten Musikspielen.




                                          © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs   / 3
1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de
A) Interaktive Trainingsprogramme:
Gehörbildung:
• Wahl zwischen Modulen Intervall: „sukzessiv“, „simultan“, „Melodien atonal“
• Module spielen Töne nacheinander oder gleichzeitig vor Intervall
   bestimmen maßgebend: Anzahl der Halbtonschritte
• Schwierigkeitsgrad kann an individuelle Bedürfnisse angepasst werden


Intervalltraining:
• Erkennen und Benennen von Intervallen anhand eines Notenbildes
• Jeweils 2 Noten werden dargestellt bilden Intervall benennen


Elektrische Klänge:
• Schwerpunkt auf auditive Identifikation von Klängen
• Klangmaterial: Grundwellenformen der Elektronischen Musik
• Trainingsschwerpunkt liegt auf Erkennen von Klangfarben,
   Tonhöhe, Wellenformen und Frequenzen


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1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de
B) Musikalische Online- Spiele:
Gehörbildung:
• Zusammenhang zwischen erklingenden und graphisch notierten Tonhöhen
• Bis zu 4 Töne werden vorgespielt und gleichzeitig notiert
• Notenfolge wird dann nachgespielt bei Erfolg Steigerung des Schwierigkeitsgrades
Farbmelodien- Spiel:
• Folge von 2- 8 Tönen erklingt als „Farbmelodie“
• Töne sind in farblich markierten Notensystemen notiert
• werden nachgespielt
Kartenspiel:
• Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit steht im Vordergrund
• 20 Spielkarten verdeckt auf Spielfläche gelegt
• Durch Mausklick hören von Intervallen
• Ziel: mit möglichst wenigen Doppelklicks alle Karten vom Spielfeld zu räumen
Schlagzeug- Spiel:
• Drumset wird vom Computer mit zwei bis acht Schlägen bespielt
• Klang- bzw. Geräuschfolge wird anschließend über Schlagpads aus Gedächtnis nachgespielt

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1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de



C) Popup- Piano:
• Online zur Verfügung gestellte Tabulatur
• kann man mit Orgel- und Klavierklängen belegen mit Maus spielen


D) Notenblattdrucker, Tabulaturendrucker:
• Möglich sind Ausdruck von Notensystemen für Einzelstimmen, Piano-, Trio-, Quartettbesetzung
• Notenschlüssel können selber bestimmt werden


E) Allgemeine Informationen und Hinweise zur Programmübersicht




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2. Unterrichtskonzeption

1. Theorieeinheit zum Thema Intervalle (Lehrervortrag bzw. geleitetes
   Lehrer-Schüler-Gespräch)

     • Was sind Intervalle?
     • Welche verschiedenen gibt es?
     • Wie erkennt man diese? (Grafischer Abstand im Notenbild,
       Auszählen der dazwischen liegenden Tonschritte, HÖREN)
     • Wozu muss man Intervalle hören?




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2. Unterrichtskonzeption

2. Einführung in den Klang bestimmter Intervalle mit Liedanfängen

             • z.B. kl.2 „Schneeflöckchen, Weißröckchen“,
             • gr.2 „Alle meine Entchen“,
             • kl. 3 „Alle Vögel sind schon da“ usw.




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2. Unterrichtskonzeption

3. Übungsphase 1: Der Klang bestimmter Intervalle vom Computer

    • auf musicians-place.de/gehoerbildung.html Intervalle anhören
    • (Intervalle nacheinander einführen; am Anfang eventuell nur
      Prime, Sekunde, Terz und nach und nach neue hinzunehmen)




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2. Unterrichtskonzeption

4. Übungsphase 2: Übungen& Spiele auf www.musikwissenschaften.de

        • Gehörbildung (Möglichkeit zur Einstellung, dass nur Intervalle
          im Umfang einer Sekunde, Quarte... gespielt werden)
        • Intervall-Kartenspiel
        • Intervalltraining (Ebenfalls die Möglichkeit zur Einstellung, dass
          nur Intervalle im Umfang einer Sekunde, Quarte... gespielt
          werden)




                                            © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 10
2. Unterrichtskonzeption

5. Intervalle des Liedes „Die Affen rasen durch den Wald“ bestimmen




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2. Unterrichtskonzeption

5. Intervalle des Liedes „Die Affen rasen durch den Wald“ bestimmen
      • Kinder erhalten das Notenblatt
      • Lehrkraft singt mit den Schülern das Lied, bis die Melodie halbwegs
         sicher beherrscht wird
      • Schüler sollen die Intervalle zwischen den Noten bestimmen, indem sie
            a) theoretisch die Intervalle mit den Noten auf dem Notenblatt
               bestimmen und
            b) auf www.musikwissenschaften.de das Lied vorspielen und die
               Intervalle nach dem Gehör bestimmen und prüfen ( → bei
               „Gehörbildung“ die Sounds laden, aber nicht das Training starten!
               Kinder sollen in dem über der Klaviertastatur stehenden
               Notensystem die Noten des Liedes anklicken bzw. gern die
               Klaviertastatur benutzen, wenn sie diese beherrschen.)

                                                © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 12
1. Aufgabe

Schau dir die Melodie des Liedes genau an und bestimme die Intervalle zwischen den
Noten. Schreibe zwischen die Noten die jeweilige Zahl des Intervalls (1 = Prime, 2=
Sekunde ...).
Bestimme zunächst nur grob, um welches Intervall es sich handelt und füge noch nicht
die genauen Kennzeichnungen klein, groß ... hinzu.
                             Die Affen rasen durch den Wald




                                                   © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 13
2. Aufgabe
Öffne die Seite www.musikwissenschaften.de.    2.1 Klicke auf die Schaltfläche Piano.

                                               2.2 Spiele dir die Melodie Note für Note vor,
                                               indem du entweder mit der linken Maustaste
                                               die jeweilige Note im Notenbild anklickst oder
                                               indem du auf die richtige Taste auf der
                                               Klaviertastatur klickst.

                                               • Höre dir die Intervalle zwischen den Noten an
                                               und bestimme sie genau.
                                               • Schreibe die genaue Bezeichnung vor die
                                               bereits geschriebene Zahl.
3. Kontrolliere deine Intervallbestimmungen
sorgfältig, indem du die Intervalle spielend   (rein= r, klein= kl, groß = g, vermindert = v,
nachsingst und mit den beispielhaften          übermäßigt = ü)
Liedanfängen vergleichst.

                                                       © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 14
2. Unterrichtskonzeption

6. Möglichkeit der Erweiterung

     • Einstudieren des Liedes
     • Ein Teil der Klasse erhält eine zweite Stimme, die sie im Bezug zur
       ersten Stimme untersuchen sollen
     • Lied wird zweistimmig gesungen → Kinder entdecken die
       Intervallbeziehungen zwischen den Stimmen
     • →(häufiger oder permanenter) Terzabstand zur 1. Stimme wäre
       sinnvoll, da die Kinder dadurch gleich die einfachste
       wirkungsvollste Methode zur Bildung einer 2. Stimme erlernen.)



                                           © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 15
3. Theoretische Auseinandersetzung
a) Was soll vermittelt werden?
• Kenntnis über die Existenz von Intervallen
• Wissen über den Aufbau, den Nutzen, den Klang, die Eigenschaften (klingt im
   Zusammenklang harmonisch/dissonant) ... von Intervallen
• Fähigkeit zum Hören und Erkennen von Intervallen


b) In welcher Schulklasse könnte diese Unterrichtseinheit durchgeführt werden?
• Primarstufe, Durchführung in den Klassen 3-6 denkbar (je nach Leistungsstand
   der Klasse)




                                              © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 16
3. Theoretische Auseinandersetzung
c) Wie können die Interessen der Lernenden einbezogen werden?
• Sozialform kann teilweise nach den Wünschen der Kinder entschieden werden
   (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit)
• Übungsphase kann auf die Kinder abgestimmt werden (man kann mehr singen
   und die Liedanfänge üben, einen Liedersalat bauen (die Anfänge aller Lieder
   hintereinander singen)) oder mehr am Computer spielerisch
   (www.musikwissenschaften.de) oder ’ernsthafter’ üben lassen (www.musicians-
   place.de/gehoerbildung.html)
• die zu untersuchenden Lieder könnte man die Schüler sich selbst auswählen
   lassen




                                              © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 17
3. Theoretische Auseinandersetzung
d) Was könnten mögliche Ergebnisse sein? Wie soll eine Auswertung der
   Ergebnisse stattfinden (Kriterien)?
• denkbar wäre die Komposition einer 2. Stimme zu einem Lied in Partnerarbeit:
   beide sollen dann ihre Stimmen vortragen und ihre Komposition begründen
• mögliche Kriterien könnten sein:
      • die Vortragsweise
      • der Zusammenklang zwischen den Stimmen
      • die Komposition der zweiten Stimme (Kreativ oder immer nur in
         Primen/Terzen geführt??)
      • wurde die Stilistik der zweiten Stimme der ersten angeglichen
      • die Begründung der Komposition (schlüssig, nachvollziehbar?)




                                               © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 18
3. Theoretische Auseinandersetzung
e) Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus der Nutzung dieser Plattform
   gegenüber
klassischen Methoden?
Nachteile:
• Schüler hören technisch erzeugten Klang statt den Klang eines Instruments
• simples bestimmen von Intervallen und Übungen zur Bestimmung dieser macht
   für die Kinder keinen Sinn
• die Kinder sind nicht selbst musikalisch tätig oder kreativ
Vorteile:
• die Kinder können individuell die Intervalle hören und üben
• Jedes Kind kann den Schwierigkeitsgrad und die Anzahl der Wiederholungen
   selbst bestimmen und so seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend üben
• der spielerische Charakter der Übungen auf www.musikwissenschaften.de
   motiviert die Kinder → sie üben unbewusst
                                            © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 19
3. Theoretische Auseinandersetzung
f) Welche methodischen Alternativen gibt es?
• Übungsphasen auf den Internetplattformen und selbstständiges Singen und
   Erzeugen von Intervallen auf anderen Instrumenten abwechseln
• Kompositionen eigener zusätzlicher Stimmen in Instrumental- Vokalwerken
   anregen




                                             © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 20
4. Diskussion

•   Wofür ist das Training von Intervallhören notwendig?

      •   Intonationssicherheit
      •   Notwendig für die auditive Analyse und Interpretation von Werken
      •   Wichtig, um Zusammenhänge und Stimmungen in der Musik zu
          erkennen
      •   Voraussetzung für das Singen nach Noten
      •   Innere Klang- und Rhythmusvorstellung
      •   Hörkontrolle des eigenen Spiels und des Spielens Anderer




                                             © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 21
4. Diskussion

•   Warum sollte Intervalltraining Unterrichtsthema sein?

      • Ausbildung einer sehr anspruchsvollen, aber grundlegenden
        Fähigkeit zum Musizieren
      • Verbesserung des Verständnisses für Klänge und Musik & damit
        größere Faszination und Motivation
      • Fähigkeit sehr anspruchsvoll und vielleicht in den wenigen
        Musikstunden nicht auszubilden
      • Fähigkeit sehr speziell und nur für den intensiven Umgang mit
        Musik nützlich → eventuelles Desinteresse



                                             © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 22
Linksammlung


Weitere Online-Gehörbildungsprogramme
• http://www.trainear.com/ - Free Online Ear Training
• http://www.ossmann.com/bigears/index.html - Big Ears
• http://www.earplane.com/ - Earplane
• http://www.good-ear.com/ - Good Ear




                                         © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 23
Musiklernen im Web2.0
Musikpädagogisches Seminar, WS 2009/2010
Dozent: Matthias Krebs
Weitere Seminarergebnisse finden Sie unter:

http://www.musiklernen.tumblr.com




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Intervalltraining - Musiklernen im Internet

  • 1. Musiklernen im Web2.0 Musikpädagogisches Seminar, WS 2009/2010 Dozent: Matthias Krebs Intervalltraining in der Primarstufe Ein Skript von Annegret, Karoline & Anne
  • 2. Gliederung 1. Vorstellung der Seite www.musikwissenschaften.de 2. Konzeption zur Unterrichtseinheit „Gehörbildung in der Primarstufe“ 3. Theoretische Auseinandersetzung 4. Diskussion: Wofür ist das Training von Intervallhören notwendig? Warum sollte Intervalltraining Unterrichtsthema sein? © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 2
  • 3. 1. Kurzbeschreibung Unter der Adresse www.musikwissenschaften.de findet man eine einfache Form von Gehörbildungsprogramm. Hier kann direkt im Internetbrowser das Erkennen von Intervallen und kurzen Melodien geübt werden. Weiterhin gibt es ein Angebot für Kinder mit bunten Musikspielen. © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 3
  • 4. 1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de A) Interaktive Trainingsprogramme: Gehörbildung: • Wahl zwischen Modulen Intervall: „sukzessiv“, „simultan“, „Melodien atonal“ • Module spielen Töne nacheinander oder gleichzeitig vor Intervall bestimmen maßgebend: Anzahl der Halbtonschritte • Schwierigkeitsgrad kann an individuelle Bedürfnisse angepasst werden Intervalltraining: • Erkennen und Benennen von Intervallen anhand eines Notenbildes • Jeweils 2 Noten werden dargestellt bilden Intervall benennen Elektrische Klänge: • Schwerpunkt auf auditive Identifikation von Klängen • Klangmaterial: Grundwellenformen der Elektronischen Musik • Trainingsschwerpunkt liegt auf Erkennen von Klangfarben, Tonhöhe, Wellenformen und Frequenzen © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 4
  • 5. 1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de B) Musikalische Online- Spiele: Gehörbildung: • Zusammenhang zwischen erklingenden und graphisch notierten Tonhöhen • Bis zu 4 Töne werden vorgespielt und gleichzeitig notiert • Notenfolge wird dann nachgespielt bei Erfolg Steigerung des Schwierigkeitsgrades Farbmelodien- Spiel: • Folge von 2- 8 Tönen erklingt als „Farbmelodie“ • Töne sind in farblich markierten Notensystemen notiert • werden nachgespielt Kartenspiel: • Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit steht im Vordergrund • 20 Spielkarten verdeckt auf Spielfläche gelegt • Durch Mausklick hören von Intervallen • Ziel: mit möglichst wenigen Doppelklicks alle Karten vom Spielfeld zu räumen Schlagzeug- Spiel: • Drumset wird vom Computer mit zwei bis acht Schlägen bespielt • Klang- bzw. Geräuschfolge wird anschließend über Schlagpads aus Gedächtnis nachgespielt © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 5
  • 6. 1. Vorstellung von www.musikwissenschaften.de C) Popup- Piano: • Online zur Verfügung gestellte Tabulatur • kann man mit Orgel- und Klavierklängen belegen mit Maus spielen D) Notenblattdrucker, Tabulaturendrucker: • Möglich sind Ausdruck von Notensystemen für Einzelstimmen, Piano-, Trio-, Quartettbesetzung • Notenschlüssel können selber bestimmt werden E) Allgemeine Informationen und Hinweise zur Programmübersicht © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 6
  • 7. 2. Unterrichtskonzeption 1. Theorieeinheit zum Thema Intervalle (Lehrervortrag bzw. geleitetes Lehrer-Schüler-Gespräch) • Was sind Intervalle? • Welche verschiedenen gibt es? • Wie erkennt man diese? (Grafischer Abstand im Notenbild, Auszählen der dazwischen liegenden Tonschritte, HÖREN) • Wozu muss man Intervalle hören? © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 7
  • 8. 2. Unterrichtskonzeption 2. Einführung in den Klang bestimmter Intervalle mit Liedanfängen • z.B. kl.2 „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, • gr.2 „Alle meine Entchen“, • kl. 3 „Alle Vögel sind schon da“ usw. © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 8
  • 9. 2. Unterrichtskonzeption 3. Übungsphase 1: Der Klang bestimmter Intervalle vom Computer • auf musicians-place.de/gehoerbildung.html Intervalle anhören • (Intervalle nacheinander einführen; am Anfang eventuell nur Prime, Sekunde, Terz und nach und nach neue hinzunehmen) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 9
  • 10. 2. Unterrichtskonzeption 4. Übungsphase 2: Übungen& Spiele auf www.musikwissenschaften.de • Gehörbildung (Möglichkeit zur Einstellung, dass nur Intervalle im Umfang einer Sekunde, Quarte... gespielt werden) • Intervall-Kartenspiel • Intervalltraining (Ebenfalls die Möglichkeit zur Einstellung, dass nur Intervalle im Umfang einer Sekunde, Quarte... gespielt werden) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 10
  • 11. 2. Unterrichtskonzeption 5. Intervalle des Liedes „Die Affen rasen durch den Wald“ bestimmen © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs 11
  • 12. 2. Unterrichtskonzeption 5. Intervalle des Liedes „Die Affen rasen durch den Wald“ bestimmen • Kinder erhalten das Notenblatt • Lehrkraft singt mit den Schülern das Lied, bis die Melodie halbwegs sicher beherrscht wird • Schüler sollen die Intervalle zwischen den Noten bestimmen, indem sie a) theoretisch die Intervalle mit den Noten auf dem Notenblatt bestimmen und b) auf www.musikwissenschaften.de das Lied vorspielen und die Intervalle nach dem Gehör bestimmen und prüfen ( → bei „Gehörbildung“ die Sounds laden, aber nicht das Training starten! Kinder sollen in dem über der Klaviertastatur stehenden Notensystem die Noten des Liedes anklicken bzw. gern die Klaviertastatur benutzen, wenn sie diese beherrschen.) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 12
  • 13. 1. Aufgabe Schau dir die Melodie des Liedes genau an und bestimme die Intervalle zwischen den Noten. Schreibe zwischen die Noten die jeweilige Zahl des Intervalls (1 = Prime, 2= Sekunde ...). Bestimme zunächst nur grob, um welches Intervall es sich handelt und füge noch nicht die genauen Kennzeichnungen klein, groß ... hinzu. Die Affen rasen durch den Wald © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 13
  • 14. 2. Aufgabe Öffne die Seite www.musikwissenschaften.de. 2.1 Klicke auf die Schaltfläche Piano. 2.2 Spiele dir die Melodie Note für Note vor, indem du entweder mit der linken Maustaste die jeweilige Note im Notenbild anklickst oder indem du auf die richtige Taste auf der Klaviertastatur klickst. • Höre dir die Intervalle zwischen den Noten an und bestimme sie genau. • Schreibe die genaue Bezeichnung vor die bereits geschriebene Zahl. 3. Kontrolliere deine Intervallbestimmungen sorgfältig, indem du die Intervalle spielend (rein= r, klein= kl, groß = g, vermindert = v, nachsingst und mit den beispielhaften übermäßigt = ü) Liedanfängen vergleichst. © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 14
  • 15. 2. Unterrichtskonzeption 6. Möglichkeit der Erweiterung • Einstudieren des Liedes • Ein Teil der Klasse erhält eine zweite Stimme, die sie im Bezug zur ersten Stimme untersuchen sollen • Lied wird zweistimmig gesungen → Kinder entdecken die Intervallbeziehungen zwischen den Stimmen • →(häufiger oder permanenter) Terzabstand zur 1. Stimme wäre sinnvoll, da die Kinder dadurch gleich die einfachste wirkungsvollste Methode zur Bildung einer 2. Stimme erlernen.) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 15
  • 16. 3. Theoretische Auseinandersetzung a) Was soll vermittelt werden? • Kenntnis über die Existenz von Intervallen • Wissen über den Aufbau, den Nutzen, den Klang, die Eigenschaften (klingt im Zusammenklang harmonisch/dissonant) ... von Intervallen • Fähigkeit zum Hören und Erkennen von Intervallen b) In welcher Schulklasse könnte diese Unterrichtseinheit durchgeführt werden? • Primarstufe, Durchführung in den Klassen 3-6 denkbar (je nach Leistungsstand der Klasse) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 16
  • 17. 3. Theoretische Auseinandersetzung c) Wie können die Interessen der Lernenden einbezogen werden? • Sozialform kann teilweise nach den Wünschen der Kinder entschieden werden (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit) • Übungsphase kann auf die Kinder abgestimmt werden (man kann mehr singen und die Liedanfänge üben, einen Liedersalat bauen (die Anfänge aller Lieder hintereinander singen)) oder mehr am Computer spielerisch (www.musikwissenschaften.de) oder ’ernsthafter’ üben lassen (www.musicians- place.de/gehoerbildung.html) • die zu untersuchenden Lieder könnte man die Schüler sich selbst auswählen lassen © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 17
  • 18. 3. Theoretische Auseinandersetzung d) Was könnten mögliche Ergebnisse sein? Wie soll eine Auswertung der Ergebnisse stattfinden (Kriterien)? • denkbar wäre die Komposition einer 2. Stimme zu einem Lied in Partnerarbeit: beide sollen dann ihre Stimmen vortragen und ihre Komposition begründen • mögliche Kriterien könnten sein: • die Vortragsweise • der Zusammenklang zwischen den Stimmen • die Komposition der zweiten Stimme (Kreativ oder immer nur in Primen/Terzen geführt??) • wurde die Stilistik der zweiten Stimme der ersten angeglichen • die Begründung der Komposition (schlüssig, nachvollziehbar?) © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 18
  • 19. 3. Theoretische Auseinandersetzung e) Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus der Nutzung dieser Plattform gegenüber klassischen Methoden? Nachteile: • Schüler hören technisch erzeugten Klang statt den Klang eines Instruments • simples bestimmen von Intervallen und Übungen zur Bestimmung dieser macht für die Kinder keinen Sinn • die Kinder sind nicht selbst musikalisch tätig oder kreativ Vorteile: • die Kinder können individuell die Intervalle hören und üben • Jedes Kind kann den Schwierigkeitsgrad und die Anzahl der Wiederholungen selbst bestimmen und so seinen eigenen Fähigkeiten entsprechend üben • der spielerische Charakter der Übungen auf www.musikwissenschaften.de motiviert die Kinder → sie üben unbewusst © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 19
  • 20. 3. Theoretische Auseinandersetzung f) Welche methodischen Alternativen gibt es? • Übungsphasen auf den Internetplattformen und selbstständiges Singen und Erzeugen von Intervallen auf anderen Instrumenten abwechseln • Kompositionen eigener zusätzlicher Stimmen in Instrumental- Vokalwerken anregen © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 20
  • 21. 4. Diskussion • Wofür ist das Training von Intervallhören notwendig? • Intonationssicherheit • Notwendig für die auditive Analyse und Interpretation von Werken • Wichtig, um Zusammenhänge und Stimmungen in der Musik zu erkennen • Voraussetzung für das Singen nach Noten • Innere Klang- und Rhythmusvorstellung • Hörkontrolle des eigenen Spiels und des Spielens Anderer © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 21
  • 22. 4. Diskussion • Warum sollte Intervalltraining Unterrichtsthema sein? • Ausbildung einer sehr anspruchsvollen, aber grundlegenden Fähigkeit zum Musizieren • Verbesserung des Verständnisses für Klänge und Musik & damit größere Faszination und Motivation • Fähigkeit sehr anspruchsvoll und vielleicht in den wenigen Musikstunden nicht auszubilden • Fähigkeit sehr speziell und nur für den intensiven Umgang mit Musik nützlich → eventuelles Desinteresse © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 22
  • 23. Linksammlung Weitere Online-Gehörbildungsprogramme • http://www.trainear.com/ - Free Online Ear Training • http://www.ossmann.com/bigears/index.html - Big Ears • http://www.earplane.com/ - Earplane • http://www.good-ear.com/ - Good Ear © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs / 23
  • 24. Musiklernen im Web2.0 Musikpädagogisches Seminar, WS 2009/2010 Dozent: Matthias Krebs Weitere Seminarergebnisse finden Sie unter: http://www.musiklernen.tumblr.com © 2010 Musiklernen im Web2.0 – Matthias Krebs