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Potenziale und Fallstricke -
Urheberrecht, OER und
freie Lizenzen
Matthias Andrasch, Lizenz: CC BY-SA 4.0 - gerne weiterverwenden/selbst benutzen/remixen!
26.06.2017 Gastvortrag im Seminar „Gestaltung und Produktion digitalen Lernmaterials“ von Sandra Hofhues, Universität zu Köln
Link zu den Folien: https://goo.gl/YGoJMU
Ziele und Ablauf
Grundverständnis und Einführung in Creative Commons Lizenzen,
Grundstein für euer Feinkonzept (Umgang mit Urheberrecht) legen.
1. Relevanz
2. Kleines Urheberrechts-1x1
3. OER und freie Lizenzen: Creative Commons (CC)
4. CC-Kompetenz?
5. Weiterführendes Material
6. Diskussion/Fragen zu euren Projekten
Matthias Andrasch
Wissenschaftlicher Mitarbeiter OERlabs (www.oerlabs.de),
B.A. Medienbildung, Ins-Internet-Reinschreiber & Eduhacker.
Twitter: @m_andrasch
Web: www.matthias-andrasch.de
Hi!
Disclaimer
Keine Rechtsberatung.
Relevanz
Urheberrecht in einer mediatisierten Welt?
1.
Foto: Pexels (Pixabay, CC0)
Grafik: geralt (Pixabay, CC0)
Foto: Pixelcreatures (Pixabay, CC0)
Urheberrecht 1x1
Die Situation in Deutschland
2.
Urheberrecht 1x1: Werk
- Länderspezifisch! Deutschland:
- „Werk“ (Text, Foto, Video, etc.) erstellt = automatisch
Urheber*in
→ eigene geistige Schöpfung
→ „Schaffenshöhe“ (vs. Alltägliches/Handwerkliches)
→ bis 70 Jahre nach dem Tod (danach: gemeinfrei)
Sonderfälle?
Foto: Eric de Redelijkheid - Cathedra van
Barnett Newman, CC BY-SA 2.0 Generic
Anforderungen an urheberrechtlichen Schutz eines Tweets
(Screenshot nicht unter freier Lizenz)
Urheberrecht 1x1: Nutzung
Für die Nutzung eines Werkes
ist Erlaubnis des Urhebers
oder der Urheberin notwendig.
„Quelle:” ist nicht ausreichend.
Foto: geralt (Pixabay, CC0)
Urheberrecht 1x1: Nutzung
- Ohne Erlaubnis: Schranken:
- Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen
Bibliotheken, Museen und Archiven, § 52b UrhG
- Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch, § 53 UrhG
- Zitat, § 51 UrhG → sehr enge Grenzen! (siehe z.B. hier)
- Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung, § 52a UrhG
- ...
Foto: Martina Roell - Noch ein
Feldweg (CC BY-SA 2.0
Generic)
Weiterführende Infos zu Schranken: LLZ Wiki Uni Halle
§52a
Folie aus Material der
Lehrerfortbildung
Baden-Württemberg:
https://lehrerfortbildung-bw.de
/st_recht/urheber/urh/
Checkliste zu
verschiedenen Quellen
und Nutzung im
Unterricht,
Schul-Intranet oder
weböffentlich:
https://lehrerfortbildung-bw.de/st_rec
ht/urheber/checkl/text_bild/index.htm
l
Warum ist das wichtig?
www.br.de/sogehtmedien/
Darf ich dieses
Youtube-Video als
Lehrer*in im
Schulunterricht zeigen?
Blogbeitrag mit gesamter Story:
https://matthias-andrasch.de/2017/unterrichtsmaterial-so-
geht-medien-einsatz-nur-bis-klasse-10-erlaubt/
Unsicherheiten
- Video auf Webseite / Blog / Wiki / ins Intranet der
Schule hochladen (einbetten)?
- in außerschulischem Workshop nutzen?
- Was ist eigentlich mit Veränderungen am Video? Im
Flipped Classroom Video einen Ausschnitt einfügen?
- Auswege? BR anrufen und Vertrag abschließen für jeden
spezifischen Nutzungszweck?
EU-Perspektive
Aktivismuskampagne:
www.rightcopyright.eu
EU-Perspektive
Studie zu Lehrertypen und wie
Umgang mit Urheberrecht
erfolgt in EU-Ländern:
https://rightcopyright.eu/wp-content/uploads/20
17/04/Teachers-and-modern-educational-practi
ces.pdf (CC0)
OER und freie Lizenzen
als Lösung?
Pädagogische und zeitgemäße Freiheiten durch Creative Commons
Lizenzen?
3.
OER-Definition (UNESCO)
Offene Lizenz
Open Educational
Resources (OER) sind
Bildungsmaterialien
jeglicher Art und in
jedem Medium, die
unter einer offenen
Lizenz veröffentlicht
werden.
Nutzung/Bearbeitung
Eine solche offene
Lizenz ermöglicht den
kostenlosen Zugang
sowie die kostenlose
Nutzung, Bearbeitung
und Weiterverbreitung
durch Andere ohne oder
mit geringfügigen
Einschränkungen.
Mehr als Material
Open Educational Resources
können einzelne Materialien aber
auch komplette Kurse oder
Bücher umfassen. Jedes Medium
kann verwendet werden.
Lehrpläne, Kursmaterialien,
Lehrbücher, Streaming-Videos,
Multimediaanwendungen,
Podcasts – all diese Ressourcen
sind OER, wenn sie unter einer
offenen Lizenz veröffentlicht
werden.
Quelle: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. Lizenz: CC BY 4.0
Illustration: Jesper Wallerborg - copyright-hacking
(CC BY-SA 2.0 Generic)
LizenzenFoto: Martina Roell - Noch ein
Feldweg (CC BY-SA 2.0
Generic)
Foto: geralt (Pixabay,
CC0)
Illustration: Jesper Wallerborg - copyright-hacking
(CC BY-SA 2.0 Generic)
“
We have a massive system to regulate
creativity. A massive system of lawyers
regulating creativity as copyright law has
expanded in unrecognizable forms, going
from a regulation of publishing to a
regulation of copying.
Lawrence Lessig, Jurist, Harvard-Professor, Gründer
Creative Commons - Zitat aus Vortrag von 2002 (Quelle:
Wikiquote)
Foto: "Lawrence Lessig" (CC BY 2.0) by Joi
Vorteile Creative Commons
- Creative Commons Lizenzen operieren ebenfalls
mit länderspezifischem Urheberrecht
- weltweit Arbeitsgruppen aktiv, weite Verbreitung
- Nutzungsvertrag zwischen Urheber*in und
Lizenznehmer*in ohne mündliche oder schriftliche
Absprache
- regeln auch Veränderungen und
Wiederveröffentlichung statt nur passive Nutzung
- Einfach auffindbar durch Maschinenlesbarkeit
1,2 Milliarden
Creative Commons lizenzierte Werke
https://stateof.creativecommons.org/?lang=de (2016)
Lizentypen
CC0 = Gemeinfrei (Public Domain)
CC-BY = Namensnennung
CC-BY-SA =
Namensnennung-Weitergabe-
unter-gleichen-Bedingungen (ShareAlike)
--
ND = Keine Veränderung (No derivates)
NC = Nichtkommerziell (non-commercial)
Grafik: CC License Specture (Public Domain)
CC-Kompetenz
nötig?
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bei Creative Commons Lizenzen
3.
Vorschlag von Andre Hermes
(@medienberater) im Blog:
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Schüler*innen:
1.) CC0
www.pixabay.com
CC0 = Urheber*in
stellt Werk der
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Bedingungen zur
Verfügung
1.) Weitere Rechtsvorschriften
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Persönlichkeitsrecht
Persönlichkeitsrecht
nicht in CC-Lizenz
enthalten!
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eigenen Bild“,
Pixabay-Hinweise
Galileo-Beitrag zu Pixabay und Persönlichkeitsrecht
(Screenshot nicht unter freier Lizenz)
VICE.com Beitrag zu Persönlichkeitsrecht und
Stockfotos (Screenshot nicht unter freier Lizenz)
1.) Weitere Rechtsvorschriften
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sehr hoher Wahrscheinlichkeit
rechtswidrig in Deutschland,
z.B. www.giphy.com
(fest in Twitter integriert) →
Zitatrecht kaum anwendbar
- Keine Fair Use Regelung, keine
Urheberrechtschranke für GIFs
Suchergebnis bei GIPHY, Screenshot nicht unter freier Lizenz
2.) CC BY - Lizenzangaben
Urheber*in: Macht damit was ihr wollt,
aber mein Name soll (muss) genannt
werden - sowie: TULLU Regel (laut
Lizenztext Creative Commons)
Beispiel Web:
Foto „Lawrence Lessig“ von Joi Ito unter der Lizenz CC BY 2.0 via Flickr
Beispiel Print:
Foto „Lawrence Lessig“ von Joi Ito (https://www.flickr.com/photos/joi/)
unter der Lizenz CC BY 2.0
(https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode) via Flickr
(https://www.flickr.com/photos/joi/2723085701)
2.) CC BY - Lizenzangaben
2.) CC BY - Lizenzangaben
- Maschinenlesbarkeit, Inhalt
lizenzieren mit:
https://creativecommons.org/
share-your-work/
- search.creativecommons.org
→ Google Web / Bilder, Flickr
und weitere Quellen
durchsuchen möglich
2.) Fiese Details & Glaubwürdigkeit
- Abmahnungen
- Unterschiede zwischen OER-Produzent*innen und
Fotograf*innen bzgl. Abmahnungsrisiko
- Beispiel: SEGU Geschichte - Technische, fiese
Details
- Unerlaubter Upload auf pixabay, flickr & Co
- keine hundertprozentige Sicherheit, Organisationen
mit Rechtsabteilungen im Vorteil, Risiko für
Einzelpersonen (Rechtskosten, Anwaltsgebühren)
- Wie sieht so etwas aus? Beispiel Zitatabmahnung
2.) Fiese Details & Glaubwürdigkeit
- Tipps:
- TULLU Regel beachten
- Reverse Image Search
- Bilder des*der Fotograf*in durchgehen
- Links folgen bei Wikimedia Commons -> Flickr
(manchmal fehlerhaft übernommen)
- Screenshot der Seite selber abspeichern, auf
welcher man Medien findet
2.) CC-BY Beispiele
3.) ShareAlike
- Oft genutzt, erhält Offenheit
- Aber: kompliziertere Nutzung
Wenn ihr in einem Video z.B. ein CC
BY-SA Foto habt, dann muss das ganze
Werk unter CC BY-SA lizenziert werden
bei Veröffentlichung.
3.) ShareAlike-Beispiel
Beispiel: https://segu-geschichte.de/streik/
→ kann für Arbeitsblätter, etc. verwendet und
geändert werden, muss dann wieder unter einer
kompatiblen ShareAlike-Lizenz veröffentlicht
werden.
4.) ND (keine Veränderung)
- Nicht relevant für uns, wenn
OER als Veränderung gedacht
wird, z.B. Anpassung an
verschiedene Szenarien
- Siehe mBook-Diskussion
- Beispiel: Musikstück darf
eigentlich nur abgespielt
werden (Siehe hier)
5.) NC (Nichtkommerziell)
- Sehr kompliziert, persönliche Meinung:
lieber nicht benutzen in Deutschland
- Wird trotzdem oft genutzt, aber auch
(leider) oft missverstanden
- Kann nicht in Wikipedia übertragen
werden
- Streitfrage: Was ist „kommerziell“?
- Broschüre: Folgen, Risiken und
Nebenwirkungen der NC-Lizenz
Fragen?
Weitere Fallstricke
- OER
- Dateiformat oder Plattform (veränderbar?)
- Markenrecht
- Allgemein
- Datenschutz (Erfassen von personenbezogenen
Daten?)
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öffentlicher Aufführung (z.B. GEMA, VG Wort)
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Weiterführendes Material
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und mehr verlinkt
Communities:
Twitter: #OERde, #OER
https://www.facebook.com/groups/OERde/
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Gruppen5.
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offene Fragen zu euren Projekten, eigenen oder
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Vielen Dank!
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
Kontakt: matthias.andrasch@uni-koeln.de
Twitter: @m_andrasch
Lizenz: Folientexte unter CC BY-SA 4.0, ausgenommen:
Screenshots, Präsentationsvorlage von Slidescarnival (CC
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  • 1. Potenziale und Fallstricke - Urheberrecht, OER und freie Lizenzen Matthias Andrasch, Lizenz: CC BY-SA 4.0 - gerne weiterverwenden/selbst benutzen/remixen! 26.06.2017 Gastvortrag im Seminar „Gestaltung und Produktion digitalen Lernmaterials“ von Sandra Hofhues, Universität zu Köln Link zu den Folien: https://goo.gl/YGoJMU
  • 2. Ziele und Ablauf Grundverständnis und Einführung in Creative Commons Lizenzen, Grundstein für euer Feinkonzept (Umgang mit Urheberrecht) legen. 1. Relevanz 2. Kleines Urheberrechts-1x1 3. OER und freie Lizenzen: Creative Commons (CC) 4. CC-Kompetenz? 5. Weiterführendes Material 6. Diskussion/Fragen zu euren Projekten
  • 3. Matthias Andrasch Wissenschaftlicher Mitarbeiter OERlabs (www.oerlabs.de), B.A. Medienbildung, Ins-Internet-Reinschreiber & Eduhacker. Twitter: @m_andrasch Web: www.matthias-andrasch.de Hi!
  • 5. Relevanz Urheberrecht in einer mediatisierten Welt? 1.
  • 6. Foto: Pexels (Pixabay, CC0) Grafik: geralt (Pixabay, CC0) Foto: Pixelcreatures (Pixabay, CC0)
  • 7. Urheberrecht 1x1 Die Situation in Deutschland 2.
  • 8. Urheberrecht 1x1: Werk - Länderspezifisch! Deutschland: - „Werk“ (Text, Foto, Video, etc.) erstellt = automatisch Urheber*in → eigene geistige Schöpfung → „Schaffenshöhe“ (vs. Alltägliches/Handwerkliches) → bis 70 Jahre nach dem Tod (danach: gemeinfrei)
  • 9. Sonderfälle? Foto: Eric de Redelijkheid - Cathedra van Barnett Newman, CC BY-SA 2.0 Generic Anforderungen an urheberrechtlichen Schutz eines Tweets (Screenshot nicht unter freier Lizenz)
  • 10. Urheberrecht 1x1: Nutzung Für die Nutzung eines Werkes ist Erlaubnis des Urhebers oder der Urheberin notwendig. „Quelle:” ist nicht ausreichend. Foto: geralt (Pixabay, CC0)
  • 11. Urheberrecht 1x1: Nutzung - Ohne Erlaubnis: Schranken: - Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven, § 52b UrhG - Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch, § 53 UrhG - Zitat, § 51 UrhG → sehr enge Grenzen! (siehe z.B. hier) - Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung, § 52a UrhG - ... Foto: Martina Roell - Noch ein Feldweg (CC BY-SA 2.0 Generic) Weiterführende Infos zu Schranken: LLZ Wiki Uni Halle
  • 12. §52a Folie aus Material der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg: https://lehrerfortbildung-bw.de /st_recht/urheber/urh/ Checkliste zu verschiedenen Quellen und Nutzung im Unterricht, Schul-Intranet oder weböffentlich: https://lehrerfortbildung-bw.de/st_rec ht/urheber/checkl/text_bild/index.htm l
  • 13. Warum ist das wichtig? www.br.de/sogehtmedien/ Darf ich dieses Youtube-Video als Lehrer*in im Schulunterricht zeigen?
  • 14. Blogbeitrag mit gesamter Story: https://matthias-andrasch.de/2017/unterrichtsmaterial-so- geht-medien-einsatz-nur-bis-klasse-10-erlaubt/
  • 15. Unsicherheiten - Video auf Webseite / Blog / Wiki / ins Intranet der Schule hochladen (einbetten)? - in außerschulischem Workshop nutzen? - Was ist eigentlich mit Veränderungen am Video? Im Flipped Classroom Video einen Ausschnitt einfügen? - Auswege? BR anrufen und Vertrag abschließen für jeden spezifischen Nutzungszweck?
  • 17. EU-Perspektive Studie zu Lehrertypen und wie Umgang mit Urheberrecht erfolgt in EU-Ländern: https://rightcopyright.eu/wp-content/uploads/20 17/04/Teachers-and-modern-educational-practi ces.pdf (CC0)
  • 18. OER und freie Lizenzen als Lösung? Pädagogische und zeitgemäße Freiheiten durch Creative Commons Lizenzen? 3.
  • 19. OER-Definition (UNESCO) Offene Lizenz Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Nutzung/Bearbeitung Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen. Mehr als Material Open Educational Resources können einzelne Materialien aber auch komplette Kurse oder Bücher umfassen. Jedes Medium kann verwendet werden. Lehrpläne, Kursmaterialien, Lehrbücher, Streaming-Videos, Multimediaanwendungen, Podcasts – all diese Ressourcen sind OER, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Quelle: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER. Lizenz: CC BY 4.0
  • 20. Illustration: Jesper Wallerborg - copyright-hacking (CC BY-SA 2.0 Generic)
  • 21. LizenzenFoto: Martina Roell - Noch ein Feldweg (CC BY-SA 2.0 Generic) Foto: geralt (Pixabay, CC0) Illustration: Jesper Wallerborg - copyright-hacking (CC BY-SA 2.0 Generic)
  • 22. “ We have a massive system to regulate creativity. A massive system of lawyers regulating creativity as copyright law has expanded in unrecognizable forms, going from a regulation of publishing to a regulation of copying. Lawrence Lessig, Jurist, Harvard-Professor, Gründer Creative Commons - Zitat aus Vortrag von 2002 (Quelle: Wikiquote) Foto: "Lawrence Lessig" (CC BY 2.0) by Joi
  • 23. Vorteile Creative Commons - Creative Commons Lizenzen operieren ebenfalls mit länderspezifischem Urheberrecht - weltweit Arbeitsgruppen aktiv, weite Verbreitung - Nutzungsvertrag zwischen Urheber*in und Lizenznehmer*in ohne mündliche oder schriftliche Absprache - regeln auch Veränderungen und Wiederveröffentlichung statt nur passive Nutzung - Einfach auffindbar durch Maschinenlesbarkeit
  • 24. 1,2 Milliarden Creative Commons lizenzierte Werke https://stateof.creativecommons.org/?lang=de (2016)
  • 25. Lizentypen CC0 = Gemeinfrei (Public Domain) CC-BY = Namensnennung CC-BY-SA = Namensnennung-Weitergabe- unter-gleichen-Bedingungen (ShareAlike) -- ND = Keine Veränderung (No derivates) NC = Nichtkommerziell (non-commercial) Grafik: CC License Specture (Public Domain)
  • 26. CC-Kompetenz nötig? Umgang und Fallstricke bei Creative Commons Lizenzen 3. Vorschlag von Andre Hermes (@medienberater) im Blog: Vermittlungsmodell für CC-Kompetenz für Schüler*innen:
  • 27.
  • 28. 1.) CC0 www.pixabay.com CC0 = Urheber*in stellt Werk der Allgemeinheit ohne Bedingungen zur Verfügung
  • 31. Galileo-Beitrag zu Pixabay und Persönlichkeitsrecht (Screenshot nicht unter freier Lizenz) VICE.com Beitrag zu Persönlichkeitsrecht und Stockfotos (Screenshot nicht unter freier Lizenz)
  • 32. 1.) Weitere Rechtsvorschriften - Markenrecht - Meme-Kultur und GIFs mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit rechtswidrig in Deutschland, z.B. www.giphy.com (fest in Twitter integriert) → Zitatrecht kaum anwendbar - Keine Fair Use Regelung, keine Urheberrechtschranke für GIFs Suchergebnis bei GIPHY, Screenshot nicht unter freier Lizenz
  • 33.
  • 34. 2.) CC BY - Lizenzangaben Urheber*in: Macht damit was ihr wollt, aber mein Name soll (muss) genannt werden - sowie: TULLU Regel (laut Lizenztext Creative Commons)
  • 35. Beispiel Web: Foto „Lawrence Lessig“ von Joi Ito unter der Lizenz CC BY 2.0 via Flickr Beispiel Print: Foto „Lawrence Lessig“ von Joi Ito (https://www.flickr.com/photos/joi/) unter der Lizenz CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode) via Flickr (https://www.flickr.com/photos/joi/2723085701)
  • 36. 2.) CC BY - Lizenzangaben
  • 37. 2.) CC BY - Lizenzangaben - Maschinenlesbarkeit, Inhalt lizenzieren mit: https://creativecommons.org/ share-your-work/ - search.creativecommons.org → Google Web / Bilder, Flickr und weitere Quellen durchsuchen möglich
  • 38. 2.) Fiese Details & Glaubwürdigkeit - Abmahnungen - Unterschiede zwischen OER-Produzent*innen und Fotograf*innen bzgl. Abmahnungsrisiko - Beispiel: SEGU Geschichte - Technische, fiese Details - Unerlaubter Upload auf pixabay, flickr & Co - keine hundertprozentige Sicherheit, Organisationen mit Rechtsabteilungen im Vorteil, Risiko für Einzelpersonen (Rechtskosten, Anwaltsgebühren) - Wie sieht so etwas aus? Beispiel Zitatabmahnung
  • 39. 2.) Fiese Details & Glaubwürdigkeit - Tipps: - TULLU Regel beachten - Reverse Image Search - Bilder des*der Fotograf*in durchgehen - Links folgen bei Wikimedia Commons -> Flickr (manchmal fehlerhaft übernommen) - Screenshot der Seite selber abspeichern, auf welcher man Medien findet
  • 41.
  • 42. 3.) ShareAlike - Oft genutzt, erhält Offenheit - Aber: kompliziertere Nutzung Wenn ihr in einem Video z.B. ein CC BY-SA Foto habt, dann muss das ganze Werk unter CC BY-SA lizenziert werden bei Veröffentlichung.
  • 43. 3.) ShareAlike-Beispiel Beispiel: https://segu-geschichte.de/streik/ → kann für Arbeitsblätter, etc. verwendet und geändert werden, muss dann wieder unter einer kompatiblen ShareAlike-Lizenz veröffentlicht werden.
  • 44.
  • 45. 4.) ND (keine Veränderung) - Nicht relevant für uns, wenn OER als Veränderung gedacht wird, z.B. Anpassung an verschiedene Szenarien - Siehe mBook-Diskussion - Beispiel: Musikstück darf eigentlich nur abgespielt werden (Siehe hier)
  • 46.
  • 47. 5.) NC (Nichtkommerziell) - Sehr kompliziert, persönliche Meinung: lieber nicht benutzen in Deutschland - Wird trotzdem oft genutzt, aber auch (leider) oft missverstanden - Kann nicht in Wikipedia übertragen werden - Streitfrage: Was ist „kommerziell“? - Broschüre: Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der NC-Lizenz
  • 49. Weitere Fallstricke - OER - Dateiformat oder Plattform (veränderbar?) - Markenrecht - Allgemein - Datenschutz (Erfassen von personenbezogenen Daten?) - Zweitverwertungsrechte und Gebühren bei öffentlicher Aufführung (z.B. GEMA, VG Wort) - Panoramafreiheit - Fotos von Kunstwerken in Ausstellungen - …
  • 51. Weiterführendes Material www.oerlabs.de/oer/ - Videos, Praxisleitfäden und mehr verlinkt Communities: Twitter: #OERde, #OER https://www.facebook.com/groups/OERde/
  • 53. Gruppenaufgabe - Diskussion in den Projektgruppen: Spezifische offene Fragen zu euren Projekten, eigenen oder fremden Inhalten?
  • 54. Vielen Dank! Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! Kontakt: matthias.andrasch@uni-koeln.de Twitter: @m_andrasch Lizenz: Folientexte unter CC BY-SA 4.0, ausgenommen: Screenshots, Präsentationsvorlage von Slidescarnival (CC BY 4.0).
  • 55. OER als Lösung? - Einarbeitungszeit notwendig? - Viele Detailfragen zu Lizenzen und genauen Regelungen? - Potenzial durch internationale Anerkennung und weite Verbreitung? - Abmahnungen in Deutschland als hohes Risiko? - Aber: bessere Lösung derzeit als konventionelle Urheberrechtsschranken? - …