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Eine Unternehmensschieflage liegt vor, wenn es zu Exis...
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Auch Managementfehler führen zu Unternehmensschieflage...
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Kurz zusammengefasst...
 Unzureichendes Marktverständ...
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Führung und Organisation – wichtig, um Krisen zu verme...
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Persönliche Eignung und Disziplin des Inhabers/Geschä...
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Effektives Managementteam
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Was bedeutet „passendes Führungsmodell“?
operativ ori...
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Das Unternehmen richtig darstellen – ehrlich kommuniz...
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Organisatorische Ordnung schaffen
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Organisatorische Ordnung schaffen
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Gesamtwirtschaftliche Einflüsse vorausschauend einsch...
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Gestaltungsfelder der Unternehmensfinanzierung
 Die ...
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Dämonen – der sichere Weg in die Krise
Gier
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Fremdkapital – in der richtigen Höhe für den richtige...
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Eigenkapital – und zwar ausreichend
 Auf betriebsnot...
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Liquidität - Cash is King!
 Eine ausreichende Liquid...
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Beispielhafte Aktionsfelder für Working Capital Manag...
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Schaffung eines stringenten Instrumentariums zur Über...
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Controlling als Führungsinstrument
 Controlling bede...
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Weitere Instrumentarien
 Risikomanagement - Instrume...
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Das Streben nach Wettbewerbsvorteilen findet mittlerw...
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Zielbild: Optimierung der gesamten Wertschöpfungsstru...
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Organisationstheoretische Denkansätze (2/3)
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Verbindliche Regeln und Gestaltungsgrundsätze sind al...
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Ein stringentes Vorgehensmodell mit zyklischer Ausfüh...
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Krisen sind zu bewältigen und zu vermeiden – mit dem ...
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Unternehmensschieflagen vermeiden

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Warum geraten Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage, lassen sich Krisen frühzeitig erkennen und vermeiden?

Veröffentlicht in: Business, Technologie
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Unternehmensschieflagen vermeiden

  1. 1. - 1 - © Michael H. Danisch 2010… Unternehmensschieflagen vermeiden Michael H. Danisch Business Development | Change Enabling | Corporate Restructuring
  2. 2. - 2 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Eine Unternehmensschieflage liegt vor, wenn es zu Existenz bedrohenden erfolgs- und liquiditätsbezogenen Engpässen kommt. Sie kündigt sich in der Regel durch bestimmte Symptome an.
  3. 3. - 3 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Symptome für Unternehmensschieflagen Stagnierender Umsatz Abnehmende Rentabilität Erhöhte Verschuldung Abnehmende Liquidität
  4. 4. - 4 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Betriebliche Gründe für Unternehmensschieflagen Konjunktureinflüsse Markt-/ Nachfrage- veränderungen Unausge- wogenes Angebot, veraltete Produkte Ausfall von Abnehmern/ Lieferanten schlechte Materialwirtschaft
  5. 5. - 5 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Auch Managementfehler führen zu Unternehmensschieflagen Mangelnde Management- qualifikation Überhastete Expansion Zu hohe Gewinn- entnahme Zu geringe Leistungsbereit- schaft des Unternehmers/des Personals Unzureichende Nachfolgeregelung
  6. 6. - 6 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Kurz zusammengefasst...  Unzureichendes Marktverständnis  Mangelnde Führung  Mangel an Eigenkapital  Unzureichende Materialwirtschaft  Mangel an Transparenz  Mangelhaftes Planungs- und Kontrollsystem ...führen in die Unternehmenskrise
  7. 7. - 7 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Beständigkeit und Erfolg lassen sich erreichen Indikatoren für Beständigkeit und Erfolg Flexibilität und Anpassungs- bereitschaft klare Vertriebs- und Absatzstrategien marktgerechte Angebote starke interne und externe Vernetzung Bekenntnis zum und Orientierung am Wettbewerb stringentes, alltags- taugliches und kommuniziertes Unternehmens- konzept Management und Mitarbeiter als wichtiger Produktionsfaktor
  8. 8. - 8 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Ausgewählte beispielhafte betriebliche Gestaltungsfelder  Führung und Organisation  Finanzierung  Instrumente zur Überwachung und Steuerung
  9. 9. - 9 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Führung und Organisation – wichtig, um Krisen zu vermeiden  Persönliche Eignung und Disziplin des Inhabers/Geschäftsführers  Effektives Managementteam  Mängel in Personalmanagement und Mitarbeiterführung erkennen und beseitigen  Passendes Führungsmodell  Das Unternehmen richtig darstellen – ehrlich kommunizieren  Organisatorische Ordnung schaffen  Schwierigen Umfeldbedingungen richtig und angemessen begegnen
  10. 10. - 10 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Persönliche Eignung und Disziplin des Inhabers/Geschäftsführers  Markt-/Kundenorientierung  Zielorientierung  Verlässlichkeit  Vertrauen  Weitsichtigkeit  Anpassungsfähigkeit  Mitarbeiterorientierung Führung und Organisation
  11. 11. - 11 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Effektives Managementteam  Autokratie und Selbstherrlichkeit führen in eine Sackgasse (Heinz Nixdorf, Max Grundig, Maurice Greenberg/AIG, ...)  Niemand weiß soviel wie die Gruppe: Bündelung von Fähigkeiten, Wissen und Charaktere  Konsensprinzip: ausreden lassen – zuhören – gemeinsam die Lösung finden  Gemeinsames Wertegerüst  Jeder hat seinen Platz in der Organisation (und füllt ihn auch aus) Führung und Organisation
  12. 12. - 12 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Mängel in Personalmanagement und Mitarbeiterführung erkennen und beseitigen  Mitarbeiter fachlich und überfachlich qualifizieren  Verständnis für Geschäftsprozesse und wirtschaftliche Aspekte vermitteln  Kundenorientierung fördern und fordern - die Kunden und deren spezifische Anforderungen stehen im Mittelpunkt aller Handlungen im Unternehmen  Mitarbeiter in die Verantwortung für ihre Arbeitsprozesse nehmen und sie aktiv mitgestalten lassen  Allen Führungskräften und Mitarbeitern transparent machen, was von ihnen erwartet wird und welche Aufgaben und Verantwortungen von ihnen wahrgenommen werden sollen  Mit Zielen führen  Sachbezogen - auf der Grundlage fundierter Daten und Erkenntnisse - entscheiden  Qualitätsbewusstsein und kontinuierliche Verbesserung schärfen - kontinuierliche Beobachtung und Überprüfung aller Leistungsprozesse und deren Arbeitsergebnisse, damit auftretende Mängel frühzeitig entdeckt und beseitigt werden  Eine klare Einschätzung des Mitarbeiterportfolios ist Voraussetzung für ein erfolgsorientiertes Führungsverhalten und wichtigstes Instrument im Falle der Restrukturierung! Führung und Organisation
  13. 13. - 13 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Was bedeutet „passendes Führungsmodell“? operativ orientierte Führung Managementorientierte Führung finanziell orientierte Führung Funktion der Geschäftsleitung Organisatorische Auswirkungen Entscheidungs- kompetenz Ergebnisverantwortung Direkte Einbeziehung in das Tagesgeschäft, operative Verantwortung Festlegung Rahmen- bedingungen, Zielvereinbarungen, strategische Verantwortung Führung ausschließlich über Kennzahlen, finanzielle Verantwortung Funktionale, arbeitsteilige und häufig stark formalisierte Struktur An der strategischen Ausrichtung angelehnte Struktur An den Subzielen der nachfolgenden Ebenen ausgerichtete individuelle Strukturen Zentralisiert, operative Entscheidungen bis in die Geschäftsleitung Selbstständigkeit der Entscheidungen auf den nachfolgenden Eben im Rahmen der definierten Strategie Entscheidungsautonomie der nachfolgenden Ebenen ausschließlich bei der Geschäftsleitung Nach Zielvereinbarungen gestaffelt, Gesamt- verantwortung bei der Geschäftsleitung Vollständig auf nachfolgende Ebenen verlagert Führung und Organisation
  14. 14. - 14 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Das Unternehmen richtig darstellen – ehrlich kommunizieren  Transparenz nach innen — Überschaubare homogene organisatorische und gesellschaftsrechtliche Strukturen • für die Geschäftsleitung • für die Mitarbeiter — Unternehmenssituation ehrlich darstellen – gerade in Krisenzeiten — Vertrauen gewinnen und halten  Transparenz für Geschäftspartner, Kunden und Marktteilnehmer — Vermittlung von Solidität, Seriosität und Bonität  Verhinderung von Interessenkonflikten z. B. zwischen Eigentümern und Geschäftsleitung Führung und Organisation
  15. 15. - 15 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Organisatorische Ordnung schaffen Symptome organisatorischer Unordnung  „Die Einbeziehung der Geschäftsleitung in die Aktivitäten und Entscheidungen des operativen Tagesgeschäft ist hoch.“  „Eine kodifizierte Arbeitsteilung mit klaren Abteilungs-/Zuständigkeitsgrenzen ist kaum vorhanden.“  „Funktionsbereiche ‚igeln sich ein‘ — sie versuchen, Arbeitslasten und Verantwortung für Fehler auf andere abzuwälzen — sie versuchen, sich nicht oder nur schwer messbar zu machen — sie vermeiden den direkten Vergleich (=Wettbewerb) mit Anderen.“  Mangelnde Ordnung in den Organisationseinheiten — unüberschaubare Anzahl von Mitarbeitern — keine klar zuzuordnende Ergebnisbeiträge — durch die Unternehmensleitung nicht kontrollierbar (Kennzahlen, Zielvereinbarungen …) Führung und Organisation
  16. 16. - 16 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Organisatorische Ordnung schaffen Strukturmerkmale: Gliederung des Unternehmens nach Objekten, das sind Produktlinien, Kundengruppen oder Regionen. Alle Funktionen sind dabei diesen Objekten untergeordnet. Divisional- organisation Strukturmerkmale: Gliederung des Unternehmens nach Bereichen, in denen der betriebliche Leistungsprozess erfolgt. Organisationseinheiten bilden jeweils Bereiche gleichartiger Aufgabenerfüllung/Verrichtung. Funktional- organisation Strukturmerkmale: Aufbau des Unternehmens entlang der Kernprozesse, in dieser Prozessstruktur Aufhebung hierarchischer Strukturen, die dem Verrichtungsprinzip entsprechen. Funktionen sind nur noch als Stabsstellen zu verstehen, die Teilprozesse bearbeiten und Spezialaufgaben übernehmen. Prozess- organisation Matrix- organisation Strukturmerkmale: Gliederung des Unternehmens unter gleichzeitiger Anwendung unterschiedlicher Kriterien, z. B. marktbezogen/funktional oder prozessbezogen/ funktional. Eine auf den Unternehmenszweck abgestimmte Aufbauorganisation wählen Führung und Organisation
  17. 17. - 17 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Fokussierung: duale Struktur mit prozess- und funktionsorientierten Arbeitsbereichen  prozessorientiert — im Bereich der Kernwertschöpfung • Planung/Realisierung von Kundenprojekten — in der Produktentwicklung • Produktmodularisierung, Erhöhung des Individualisierungsgrads von Produkten, Bereitstellung von Komponenten  funktionsorientiert — in den Unterstützungsbereichen (Shared Services) • Marketing und Vertriebsservices • Produktservices • Ressourcensteuerung • Administration Organisatorischer Lösungsansatz aus der Praxis Führung und Organisation
  18. 18. - 18 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Schwierigen Umfeldbedingungen richtig und angemessen begegnen Kurze Produkt- lebenszyklen, wechselhafte Nachfrage Weitgehender Erhalt der operativen Flexibilität • Prozessgetriebene Wertschöpfung • Kapazitätsausgleich durch funktionsübergreifende/interdisziplinäre Bündelung in den Arbeitsprozessen • Vermeidung von Hierarchieaufbau Alterungspro- zess von Einzelhandels- formaten Spezialisierung und Fokussierung • Reduzierung der Sortimentsbreite • statt für jeden etwas, alles für einen • konsequente Konzentration und Spezialisierung auf die Bedürfnisse einer Zielgruppe Mangelnde Kundenbindung in Dienstleistungs- prozessen Integration des Kunden in die Produktentwicklung/Wertschöpfung  Leistungsversprechen, orientiert an individueller Bedürfnislage des Kunden, basierend auf Standardkomponenten (mass customizing)  Anbieter als Diensteaggregator Führung und Organisation
  19. 19. - 19 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Gesamtwirtschaftliche Einflüsse vorausschauend einschätzen und geeignete Maßnahmen einleiten Konjunktureller Abschwung Rezession Depression •Zeithorizont: 1-2 Jahre •Wirkungen: nachhaltige Umsatz- und Ertragseinbrüche, einge- schränkte Liquiditätsbeschaffung und Refinanzierung •Maßnahmen: grundlegende Über- prüfung der Unternehmensstrate- gie, Überprüfung aller Investitions- programme, Kapazitätsabbau, ausreichende Finanzierungsbasis schaffen, neue Märkte erschließen •Zeithorizont: 3-5 Jahre •Wirkungen: irrationale Nachfrage- veränderungen, existenzbedrohen- der Umsatzrückgang, dauerhafte Verluste, „Kreditklemme“ – geringe und teure Refinanzierung •Maßnahmen: Ertragssicherung, gezieltes Downsizing, Vermögens- umschichtung, neue Märkte erschließen •Zeithorizont: 6-12 Monate •Wirkungen: Wertverluste, verteuerte Liquiditätsbeschaffung und Refinanzierung •Maßnahmen: Finanzierung absichern, Selbstfinanzierungs- möglichkeiten aussschöpfen, Überprüfung der Produktions- kapazitäten und Wertschöpfungs- strukturen, Produkt-/Prozessver- besserungen/-diversifikation anstoßen Führung und Organisation
  20. 20. - 20 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Gestaltungsfelder der Unternehmensfinanzierung  Die Dämonen des Unternehmertums bekämpfen: Gier – Ungeduld – Maßlosigkeit  Fremdkapital - in der richtigen Höhe für den richtigen Zweck  Eigenkapital – und zwar ausreichend  Liquidität - Cash is King
  21. 21. - 21 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Dämonen – der sichere Weg in die Krise Gier •Lieferanten wie Zitronen ausquetschen… •wo gibt’s die höchste Rendite… •Margenteilung, Win-win-Situationen? Gefühlsduseliger Quatsch – aller Ertrag steht nur mir zu! Ungeduld •Nicht erst übermorgen, schon morgen will ich den Ertrag sehen •Markt und Kundenakzeptanz interessieren nicht •Der Kunde als billiger „Betatester“ Maßlosigkeit •Wir sind erfolgreich, also zeigen wir es auch •Was schert uns der Konkurrent, bei unserem Erfolg werden ihn bald kaufen •Wir werden die Nr. 1, wir machen alle anderen fertig Finanzierung
  22. 22. - 22 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Fremdkapital – in der richtigen Höhe für den richtigen Zweck  Zinsen und Tilgung — …müssen aus den Überschüssen bedient werden, ohne dass betriebsnotwendige Maßnahmen beeinträchtigt werden  Bestimmung Finanzierungszweck und Finanzierungsprodukt — Betriebsmittel, Umlaufvermögen — Sachanlagen, Ersatzinvestitionen — Betriebserweiterungen — Beteiligungen, Diversifikation — Konsolidierung, Desinvestition  Berücksichtigung der Preisunterschiede — bei Fristigkeit (kurz, mittel, lang) — bezogen auf die Kapitalmärkte (Währungsrisiken) Finanzierung
  23. 23. - 23 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Eigenkapital – und zwar ausreichend  Auf betriebsnotwendiges Kapital beschränken  Haftungsnotwendigkeiten beachten  RoE – angemessene Rendite anstreben  Verpflichtung und Aufgabe — Institutionelle Interessenkonflikte vermeiden: • Eigentümer <-> Management • Inhaberziele <-> Unternehmensziele  Sonderthema Steuern — Markt und Wettbewerb sollten die Strategie bestimmen – nicht Programme zur Steuervermeidung Finanzierung
  24. 24. - 24 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Liquidität - Cash is King!  Eine ausreichende Liquidität ist unerlässlich — Substanzerhaltung — Gewinnung von strategischer und operativer Flexibilität  Beobachtung und Steuerung der Zahlungsströme — i. d. R. inkongruente Zahlungsein- und –ausgänge — i. d. R. ist kurzfristige Liquiditätsbeschaffung teuer  Wenn Buchgeld zu Realgeld wird… — Sale-und-Lease-Back von Vermögensgegenständen — Forderungsmanagement (z. B. Factoring) — Absatzfinanzierung (Generierung von kontinuierlichem Zahlungsmittelzufluss und Zinsertrag) statt erweiterter Zahlungsziele  Working-Capital-Management Finanzierung
  25. 25. - 25 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Beispielhafte Aktionsfelder für Working Capital Management Produkt- gestaltung Einkauf und Materialbe- schaffung Verkauf Teile- fertigung Montage Verpackung und Lieferung Rechnungs- legung After-Sales- Service Varianten- vielfalt verringern Zahlungs- prozess beschleunigen Zahlungs- bedingungen aushandeln Bestände und Prozesse optimieren Beschaffungs- zeiten und Lagerung optimieren Forderungen eintreiben Auslieferung beschleunigen Bestände und Prozesse optimieren Prozesse aufeinander abstimmen Zahlungs- bedingungen aushandeln Lieferketten gezielt und aktiv steuern Verpackung und Transport optimieren
  26. 26. - 26 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Schaffung eines stringenten Instrumentariums zur Überwachung und Steuerung des Geschäfts  Controlling  Risikomanagement  Qualitätsmanagement Instrumente
  27. 27. - 27 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Controlling als Führungsinstrument  Controlling bedeutet einen regelmäßigen Abgleich mit den Planungen und Abweichungen, die Verantwortungsbereiche zielgerichtet zu ermitteln, Korrekturmaßnahmen einzuleiten und entsprechend rückzukoppeln, d.h.: — Planung (Festlegung von Unternehmenszielen) — Kontrolle (Soll/Ist-Abgleiche, Abweichungsanalysen) — Steuerung (Durchführung von Korrekturmaßnahmen)  Ausprägungen — Budgetierungsverfahren — Prozesskostenrechnung — Kennzahlensysteme — Frühwarnsysteme — Balanced Scorecard Instrumente
  28. 28. - 28 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Weitere Instrumentarien  Risikomanagement - Instrumente und Maßnahmen zur — Risikoannalyse — Risikovermeidung — Risikominimierung oder -begrenzung — Risikoüberwälzung — Risikovorsorge  Qualitätsmanagement — Kaizen — TQM-Konzepte — EFQM — DIN ISO 9000 Instrumente
  29. 29. - 29 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Das Streben nach Wettbewerbsvorteilen findet mittlerweile nicht nur im Bereich der Produkte und der Kundenbindung statt  Das Streben nach Wettbewerbsvorteilen setzt sich fort — im Wettbewerb um die besseren Prozesse, — im Wettbewerb um die bessere Beherrschung von Komplexität auf allen Ebenen der Wertschöpfung — im Wettbewerb um die höchste Dynamik bei Veränderung.  Hierfür hat sich ein umfangreiches Portfolio an Methoden und Managementprogrammen entwickelt. Methoden und Programme In der Praxis findet man gewöhnlich eine Kombination der Methoden, die aber nur so weit erfolgreich sind, wie das Management hinter den Verbesserungsansätzen steht…
  30. 30. - 30 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Zielbild: Optimierung der gesamten Wertschöpfungsstruktur Organisationstheoretische Denkansätze (1/3) BPR – Business Process Reengineering  Bezug auf das grundsätzliche Überdenken und den Neuentwurf der Geschäftsprozesse  Ziel: substanzielle Verbesserungen in der Aufbau- und Ablauforganisation Lean Management (Administration, Office, Insurance, ...) Organisations- und Führungsprinzip mit folgenden Prinzipen:  Kundenorientierung,  Qualitätsorientierung,  Zulieferintegration (Systempartnerschaften),  Vermeidung von Verschwendung,  Eliminierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten,  Prozessorientierung,  Zielkostenmanagement,  Flache Hierarchien,  Gruppen- Teamarbeit,  Vorausschauende (pro-aktive) Planung Zusammenfassend lässt sich Lean Management mit „Konzentration auf das Wesentliche“ übersetzen. Methoden und Programme
  31. 31. - 31 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Organisationstheoretische Denkansätze (2/3) Sourcing, Shared Services  Fokussierung auf die wesentliche Wertschöpfungsprozesse  Leistungen aus Supportprozessen werden als erfolgsunkritisch ausgelagert oder hinzugekauft (Sourcing)  Shared Services Konzept: Bündelung der benötigten Ressourcen für Supportprozesse und internes Angebot individueller Dienstleistungsvereinbarungen Reverse Engineering  Wertanalytische Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette  Die zu erzielenden Preise eines Produkts sind vorgegeben  Daher retrogade Orientierung des Kostengefüges  Wesentliche Elemente: Standardisierung ständig wiederkehrender Prozesse, kontinuierliche Verbesserung der Prozessstandards, Fehlerminimierung, Komplexitätsreduktion, kontinuierliche Validierung von Planungsannahmen. Kaizen/ KVP  Streben nach der Verbesserung um der Verbesserung Willen  Grundgedanke: nur mit fortwährender Verbesserung aller Arbeitsprozesse kann auch die Verbesserung/Optimierung/ Perfektionierung des Produkts erreicht werden  Aufbau auf charakterlichen Werten wie Übersichtlichkeit, Sauberkeit i. w. S., Ordnung, Disziplin, Vermeidung von Verschwendung, Überlastung und Unregelmäßigkeit Methoden und Programme Zielbild: Optimierung der gesamten Wertschöpfungsstruktur
  32. 32. - 32 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Organisationstheoretische Denkansätze (3/3) Wertstrom- methode Optimierte Wertschöpfung durch Gestaltung  des Produktes (Kundenorientierung) und des Preises (Verursachungsprinzip, risikoorientierte Preiskalkulation, erklärbare Regeln);  der gesamten Wertschöpfungskette (»Value Chain«), der Materialversorgung (Sourcing) und Gestaltung der Arbeitsteilung (Fertigungstiefe);  der Serien- / Massenprozesse (Skaleneffekte, Lernkurveneffekte, Komplexitätseffekte / -management);  der Arbeitsorganisation (Aufgaben-Kompetenz-Verantwortung im Einklang),  der Systemunterstützung (IT-Einsatz, Standards, Schnittstellen);  der Personalwirtschaft (Qualifikation, Motivation und Entlohnung, flexible Arbeitszeit, verschiedene Personalkonzepte für die Mitarbeitergruppen je nach Qualifikations- und Anforderungsprofil). Methoden und Programme Zielbild: Optimierung der gesamten Wertschöpfungsstruktur
  33. 33. - 33 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Verbindliche Regeln und Gestaltungsgrundsätze sind als Handlungsmaxime unerlässlich  Konzentration auf das Wesentliche  Das Ganze sehen, um das Ganze zu verbessern  Streben nach Perfektion  Visionen – ein klares Zielbild  Wertschöpfung durch Wertschätzung  Das Herz des Betriebs schlägt im Kundentakt  Alles fließt – kontinuierlicher Bearbeitungsfluss  Ist was weg, muss was hin – das ziehende Prinzip  Hand am Produkt – es wird stets wertschöpfend gearbeitet  Kleine Losgröße – hohe Flexibilität  Bearbeite möglichst lange produktneutral – gezielte Bündelung individueller Ausprägungen möglichst spät in der Fertigungssequenz ►Gestaltungsgrundsätze  Im Mittelpunkt steht die Gestaltung eines Flusses  Flüsse müssen über Grenzen hinaus betrachtet werden  Die Gestaltung basiert auf einem gemeinsam getragenen Leitbild – „was ist wichtig und warum?“  Der Gestaltungsprozess wird vom Management als Sponsor und Treiber aktiv unterstützt Methoden und Programme
  34. 34. - 34 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Ein stringentes Vorgehensmodell mit zyklischer Ausführungskontrolle sichert die ständige Transparenz und kontinuierliche Verbesserung Methoden und Programme
  35. 35. - 35 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Checkliste: haben wir an alles gedacht? ...sind wir gerüstet, die Krise zu umschiffen? Methoden und Programme
  36. 36. - 36 - © Michael H. Danisch 2010 Unternehmensschieflagen vermeiden … Krisen sind zu bewältigen und zu vermeiden – mit dem Blick fürs Ganze, einem klaren Führungsansatz und einem mehrschichtigen kontinuierlichen Entwicklungsprozess Überarbeitung Produktportfolio, Marketingmix Optimierung Finanzmanagement Workforce- development, Wissensmanage- ment Anpassung Wertschöpfungs- strukturen, Organi- sationsmanagement Ganzheitliche Unternehmens- führung Methoden und Programme

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