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Fakten zur bAV in KMU
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Fakten zur bAV in KMU

  1. 1. Haufe Studien ReiheHoffnungsträgerim StimmungstiefDer Status quo der betrieblichen Altersversorgungaus der Sicht von Unternehmenspraktikern
  2. 2. Studie bAV im Mittelstand VORWORT Wege aus dem StimmungstiefBertram Valentin, Die betriebliche Altersversorgung (bAV) hat der bAV weist große Unterschiede auf. Um zuGeschäftsführer ihren Platz im deutschen Vorsorgesystem gefun- diesen Erkenntnissen zu kommen, ist die Unter-Standard Life Versicherung den und gilt seit Jahren als Hoffnungsträger der suchung einen neuen Weg gegangen und hat Assekuranz. Das liegt einerseits am wachsenden sich auf die Verantwortlichen in den Unterneh- Bewusstsein der Arbeitnehmer und Arbeitgeber men konzentriert, die über die Einführung und um die Chancen einer betrieblichen Altersver- Umsetzung der bAV entscheiden. sorgung, im Wesentlichen aber an drei Entschei- dungen der Bundesregierung. Wir hoffen, mit der Studie einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion über die Stärken und Die erste trat im Januar 2002 in Kraft: Seitdem Schwächen der betrieblichen Altersversorgung in können Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber Deutschland zu leisten und Wege aufzuzeigen, eine betriebliche Altersversorgung verlangen, wie ihr Durchdringungsgrad in den Unterneh- wenn sie dafür auf Teile ihres Entgelts verzich- men gesteigert werden kann. Die Studie liefert ten. 2002 kamen auch Pensionsfonds als soge- dafür wichtige und neue Erkenntnisse über die nannter fünfter „Durchführungsweg“ – neben bAV. Sie bietet Unternehmen Anhaltspunkte, wo der Direktversicherung, der Direktzusage, der sie mit ihrem bAV-Angebot im Markt stehen. Pensions- und der Unterstützungskasse – hinzu. Sie gibt Arbeitnehmern Aufschluss darüber, wel- Den zweiten Einschnitt brachten das Altersein- chen Stellenwert die bAV bei den Verant- künftegesetz 2005 und das damit verbundene wortlichen in den Firmen tatsächlich genießt,Ass. jur. Katharina Schmitt, Ende des Steuervorteils für die klassische aber auch wo sie selbst gefordert sind. Und sieRedaktion Personalmagazin Lebensversicherung. Ein seit Jahrzehnten ge- eröffnet Vermittlern und Anbietern von bAV-Lö-Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co. KG pflegter Verkaufsvorteil entfiel – die Versiche- sungen Chancen, ihre Produkte und Dienstleis- rungsbranche stand damit vor neuen Herausfor- tungen zu verbessern. derungen. Den dritten Schub schließlich erhielt die bAV durch den Beschluss der Bundesregie- Vielleicht wird so aus dem Hoffnungsträger rung, auch über das Jahr 2008 hinaus – und betriebliche Altersversorgung eines Tages ein damit entgegen der ursprünglichen Planung – Gewinnbringer für alle – für Mitarbeiter, Unter- keine Sozialabgaben auf die Entgeltumwand- nehmen, Vermittler und Produktanbieter. lung zu erheben. Nach diesen Schritten sollte man davon ausge- hen, dass die bAV mittlerweile in den Unter- nehmen angekommen und zu einer wesent- lichen Stütze der Altersvorsorge in Deutschland Bertram Valentin, Geschäftsführer geworden ist. Die vorliegende Studie des Per- Standard Life Versicherung sonalmagazins und des britischen Lebensver- sicherers Standard Life legt jedoch den Schluss nahe, dass es noch großen Nachholbedarf gibt. Denn das Gefälle zwischen kleinen und großen Betrieben und innerhalb der unterschiedlichen Durchführungswege ist gewaltig, aber auch das Ass. jur. Katharina Schmitt, Wissen um und das Interesse der Mitarbeiter an Redaktion Personalmagazin 3
  3. 3. Studie bAV im Mittelstand INHALT Inhalt Vorwort 1. Zielsetzung und Zielgruppenbestimmung 6 2. Durchdringung der bAV in den Unternehmen 9 3. Gründe, warum keine bAV angeboten wird 15 4. Verbreitung der bAV und Interesse bei den Mitarbeitern 18 5. Kriterien für die Auswahl von bAV-Produkten und -Anbietern 25 6. Information und Beratung bei der bAV 31 7. Resümee 36 8. Methodik 37 9. Impressum 38 5
  4. 4. Studie bAV im Mittelstand ZIELSETZUNG 1. Zielsetzung und Zielgruppenbestimmung In einer Reihe von Studien zur betrieblichen Die Haufe Marktforschung führte für diese Unter- Altersversorgung (bAV) sind in den vergangenen suchung mit annähernd 300 dieser bAV-Ent- Jahren größtenteils die Anbieter von bAV-Pro- scheider telefonische Interviews, um Antworten dukten, Versicherungsvermittler und Arbeitneh- auf folgende Fragen zu erhalten: mer zur ihren Einstellungen befragt worden. Die vorliegende gemeinsame Untersuchung des • Wie beurteilen die bAV-Verantwortlichen Personalmagazins aus der Haufe Mediengruppe die betriebliche Altersversorgung generell? und des britischen Lebensversicherers Standard • Welche Rolle spielt die betriebliche Life geht einen neuen Weg und konzentriert sich Altersversorgung in ihrem Unternehmen? auf eine andere Zielgruppe: die Verantwortlichen • Wie gut sind Mitarbeiter und Kollegen in den Unternehmen, die über die Einführung informiert, wie sehr interessiert? und Umsetzung der bAV entscheiden. • Welche Merkmale von bAV-Anbietern und -Produkten sind ihnen besonders wichtig? • Wie beurteilen die Entscheider die zukünftige Entwicklung der bAV? Zielgruppe der Befragung waren ausschließlich die Verantwortlichen für die betriebliche Alters- versorgung in Unternehmen in ganz Deutsch- land. Dazu zählten Firmeninhaber, Geschäfts- führer und Niederlassungsleiter ebenso wie Per- sonalverantwortliche in Stabsabteilungen und, meist in kleineren Unternehmen, leitende Mit- arbeiter mit Personalverantwortung. Befragt wurden sowohl Menschen, die eine bAV in ihrem Unternehmen anboten, als auch solche, bei denen es keine bAV gab. 6
  5. 5. Studie bAV im Mittelstand ZIELSETZUNG Die Befragung konzentrierte sich hinsichtlich der „Wer ist in Ihrem Unternehmen für die Durch- Betriebsgrößen bei Firmen, die eine bAV haben, führung der betrieblichen Altersversorgung zu- im Schwerpunkt auf kleine und mittelgroße Un- ständig?“, lautete eine der Eingangsfragen. Da- ternehmen: 68,3 Prozent der Interviewpartner bei ergab sich: Je größer das Unternehmen, des- stammten aus Firmen mit höchstens 100 Mitar- to häufiger liegt die Verantwortung für die bAV beitern, wobei die Betriebe mit zehn bis 50 Mit- bei der Personalabteilung (63,3 Prozent); je klei- arbeitern den größten Anteil ausmachten (37,6 ner die Firma, desto öfter liegt sie beim Ge- Prozent). Über 100 bis 200 Mitarbeiter stark schäftsführer (33,9 Prozent). waren 15,6 Prozent der Firmen, über 200 bis 500 noch 10,1 Prozent und mehr als 500 Mitarbei- ter hatten sechs Prozent der Betriebe. Bei den Unternehmen ohne bAV-Angebot hatte keines mehr als 100 Mitarbeiter, 59 Prozent sogar weni- ger als zehn Mitarbeiter. Der Großteil der Interviewpartner (61,5 Prozent) steht dem Personal- oder einem ähnlichen Be- reich vor. Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern war dies sogar in mehr als 84 Prozent der Fall. Rund ein Viertel (25,7 Prozent) der Befragten stammt aus der Unternehmenslei- tung, bei Firmen mit weniger als zehn Mitarbei- tern drei Viertel (75,8 Prozent). Führungskräfte mit Budget- und/oder Personalverantwortung machten nur 5,5 Prozent der Befragten aus. Bei Firmen ohne bAV kehrte sich das Verhältnis um: Drei von fünf Interviewpartnern (60,7 Pro- zent) stammten aus der Unternehmensleitung, weniger als ein Drittel aus dem Personalbereich (29,5 Prozent); knapp fünf Prozent (4,9 Prozent) waren aus dem Tätigkeitsbereich Sachbearbei- ter, Assistenten oder Sekretärinnen. 7
  6. 6. Studie bAV im Mittelstand ZIELSETZUNGVerantwortlichkeit für die betriebliche Altersversorgung im Unternehmen 4,1 Werte in Prozent Werte in Prozent 33,9 67,2 63,3 32,8 1,6 Personalabteilung Personalabteilung Geschäftsführer/Inhaber Geschäftsführer/Inhaber Buchhaltung/Rechnungswesen keine eindeutige ZuständigkeitUnternehmen mit bAV: Größtenteils ist in bAV-anbietenden Unternehmen ohne bAV: In mehr als zwei Dritteln der Firmen,Unternehmen die Personalabteilung zuständiger Partner für die die keine betriebliche Altersversorgung anbieten (durchgehendbetriebliche Altersversorgung der Mitarbeiter. Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeiter), obliegt dieser Bereich der Verantwortung von Geschäftsführer oder Inhaber. Bei Unternehmen ohne bAV ist das Verhältnis Von den teilnehmenden Unternehmen, die keine umgekehrt: In mehr als zwei Dritteln (67,2 bAV hatten, stammten die meisten aus der Prozent) wird der Bereich bAV vom Geschäfts- Dienstleistung/Gastronomie (24,6 Prozent), führer/Inhaber des Unternehmens verantwortet. dem Handel, Transport und Verkehr (19,7 Pro- Auf die Personalabteilung entfallen die übrigen zent) sowie dem Handwerk, Baugewerbe und 32,8 Prozent. Bezogen auf die Branchen kamen der KfZ-Reparatur (18 Prozent). Eine tiefergehen- die meisten Unternehmen mit bAV aus dem pro- de Auswertung nach Branchen wurde nicht duzierenden Gewerbe/Industrie (25,7 Prozent), durchgeführt. Handel/Transport und Verkehr (13,8 Prozent) sowie Dienstleistung/Gastronomie (11 Prozent). 8
  7. 7. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAV 2. Durchdringung der bAV in den Unternehmen Seit wann bieten Sie in Ihrem Unternehmen Doch erst seit 2002 gewinnt die bAV in Deut- eine betriebliche Altersversorgung an? schland richtig an Fahrt, wie die Grafik zeigt – zwei Drittel (66,1 Prozent) der befragten Firmen Auch wenn es die Betriebsrente in Deutschland bieten sie erst seit diesem Jahr an. Die stärksten schon lange gibt, so zeigt die Befragung doch, Zuwächse gab es in den Jahren 2004 (13,6 Pro- dass diese Form der Altersvorsorge erst seit rund zent der Neuabschlüsse), 2002 (13,1 Prozent), zehn Jahren an Popularität gewonnen hat. Zwar 2005 (12,2 Prozent) und 2003 (11,7 Prozent). werden in einem der befragten Unternehmen 2006 und 2007 waren die Abschlüsse wieder erste bAV-Leistungen schon seit 1940 angebo- rückläufig; 2008 stiegen sie erneut auf das Ni- ten, doch ist ein signifikanter Zuwachs erstmals veau von vor zehn Jahren an. 1998 mit 6,1 Prozent und zwei Jahre später mit acht Prozent der Neuabschlüsse festzustellen. Der Grund für diese Entwicklung liegt offensicht- lich in der Gesetzgebung: Seit Januar 2002 wirdEntwicklung der betrieblichen Altersversorgung die betriebliche Altersversorgung vom Staat stär- ker sozialversicherungsrechtlich und steuerlich gefördert. Arbeitnehmer können seitdem von2000 8,0 ihrem Arbeitgeber eine bAV verlangen, wenn sie bereit sind, dafür auf Teile des Entgelts zu ver-2001 4,7 zichten („Entgeltumwandlung“). 2002 kamen2002 13,1 auch die Pensionsfonds als sogenannter fünfter Werte in Prozent2003 11,7 „Durchführungsweg“ – neben der Direktversiche- rung, der Direktzusage, der Pensions- und der2004 13,6 Unterstützungskasse – hinzu.2005 12,2 Zusätzlichen Rückenwind erhielt die betriebliche2006 6,6 Altersversorgung im Jahr 2007 durch den Be-2007 2,8 schluss der Bundesregierung, Beiträge für die 6,1 Entgeltumwandlung, entgegen der ursprüngli-2008 chen Planung, auch nach 2008 nicht mit Sozial- abgaben zu belasten. Damit setzte die Bundes-Zwei Drittel der befragten Firmen bieten bAV erst seit dem Jahr 2002 oder spä- regierung ein weiteres Signal zugunsten der be-ter an. Ein deutlicher Rückgang zeigt sich ab 2006, als die Weiterführung der trieblichen Altersversorgung, um sie als wichti-Sozialversicherungsfreiheit in der Entgeltumwandlung zur Diskussion stand. ges Standbein der Altersvorsorge zu erhalten. 9
  8. 8. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAV Welche Formen der bAV bieten Sie in Ihrem Am stärksten vertreten ist demnach die Direkt- Unternehmen bereits heute an? versicherung mit 72,9 Prozent der Nennungen, wie in der Abbildung auf Seite 11 zu sehen ist. Für die Studie erkundigte sich die Haufe-Markt- Danach bleibt die Direktversicherung der be- forschung bei den Verantwortlichen in den Be- liebteste Durchführungsweg. Sie ist überdurch- trieben auch danach, welcher bAV-Durchfüh- schnittlich bei kleinsten und mittleren Unter- rungsweg bei ihnen am häufigsten zum Einsatz nehmen bis 100 Mitarbeiter zu finden; so bieten kommt. Zur Auswahl standen die fünf bekannten 87,9 Prozent der Kleinstunternehmen mit weni- Formen (Direktversicherung, Pensionsfonds, Di- ger als zehn Beschäftigten Direktversicherungen rektzusage, Pensionskasse und Unterstützungs- für die bAV an. kasse) plus Treuhandmodelle und sogenannte „Contractual Trust Arrangements“ (CTAs). Diese An zweiter Stelle folgen die Pensionskassen mit werden immer öfter von börsennotierten Kon- 50,5 Prozent. Überdurchschnittlich oft ist diese zernen genutzt. Es bestand die Möglichkeit, Form der betrieblichen Altersversorgung bei Mehrfachnennungen vorzunehmen, wenn unter- mittleren (70,6 Prozent), größeren (64,7 Pro- schiedliche Durchführungswege in einem Unter- zent) und großen Unternehmen (63,6 Prozent) nehmen angeboten werden. mit 51 bis 500 Mitarbeitern zu finden. 10
  9. 9. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAV Die übrigen Durchführungswege der betriebli- CTAs und Treuhandmodelle spielten bei dieser chen Altersversorgung spielen in den befragten Befragung mit jeweils 1,4 Prozent der Nennun- Unternehmen noch eine untergeordnete Rolle gen keine Rolle. Dies mag daran liegen, dass und werden nur in Kombination mit der Direkt- über zwei Drittel der teilnehmenden Firmen versicherung und/oder der Pensionskasse an- weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigten und geboten. So kam die Unterstützungskasse auf die beiden genannten Wege aufgrund ihrer 8,3 Prozent, der erst im Jahr 2002 in Deutschland Komplexität nur für Konzerne relevant sind. eingeführte Pensionsfonds auf 6,9 Prozent und die Direktzusage auf sechs Prozent. Verteilung der Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung Direktversicherung 72,9 Pensionskasse 50,5 Werte in Prozent Unterstützungskasse 8,3 Pensionsfonds 6,9 Direktzusage 6,0 CTAs 1,4 Treuhandmodelle 1,4 Die Direktversicherung ist der mit Abstand am stärksten genutzte Durchführungsweg. Auch Pensionskassen werden von über 50 Prozent der Befragten genutzt. Nach CTAs und Treu- handmodellen besteht dagegen kaum Nachfrage. 11
  10. 10. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAV Wie hoch ist der Zeitaufwand, den Sie bezie- Antwort („geringer Aufwand“) entschieden, hungsweise die verantwortlichen Mitarbeiter sagte fast jeder Sechste (15,7 Prozent), er habe aufbringen müssen, um die betriebliche Alters- keinerlei Aufwand mit der bAV. versorgung abzuwickeln? Einen hohen oder gar sehr hohen Arbeitsauf- Mit der betrieblichen Altersversorgung wollte wand mit der betrieblichen Altersversorgung der Gesetzgeber eine möglichst einfache Ergän- gaben demgegenüber nur 6,9 Prozent der Be- zung zu den bestehenden Formen der Altersvor- fragten an. Vor allem große Firmen (201 bis 500 sorge schaffen – dies scheint auch gelungen zu Mitarbeiter) klagten mit 27,2 Prozent über einen sein. Drei Viertel (76,1 Prozent) der Entscheider überdurchschnittlich starken Aufwand, den in Unternehmen, die eine bAV anbieten, haben ihnen die bAV bereite. Die Vermutung liegt nahe: damit nach eigenen Aussagen nur einen „gerin- Je größer das Unternehmen, desto mehr Durch- gen“ oder „keinen Aufwand“. Während drei von führungswege bietet es seinen Angestellten an, fünf Befragten (60,4 Prozent) sich für die erste und umso mehr Arbeit ist damit verbunden. Zeitaufwand für die Verwaltung der bAV 4,1 2,8 15,7 Werte in Prozent sehr hoher Aufwand hoher Aufwand 16,1 mittelmäßiger Aufwand geringer Aufwand 60,4 kein Aufwand Der Aufwand zur Verwaltung der bAV ist in den meisten Unternehmen höchstens gering (76,1 Prozent). Nur 23 Prozent der Befragten gaben an, die Verwaltung der bAV verlange überdurchschnittlichen Aufwand. 12
  11. 11. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAV Welche Finanzierungsform bieten Sie den Mit- arbeitern in Ihrem Unternehmen an? Werden Sie dieses System in den nächsten fünf Jahren beibehalten oder sind Änderungen der Fi- nanzierung beabsichtigt? Die klassische Lastenteilung, die gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmern finanzierte be- triebliche Altersversorgung, ist am häufigsten in deutschen Unternehmen anzutreffen. Mit 47,7 Prozent nannte annähernd die Hälfte der Be- fragten diese Finanzierungsform. Etwas mehr als ein Drittel (37,6 Prozent) der Entscheider sagte, die bAV werde ausschließlich von den Arbeitneh- mern getragen. Weniger als 15 Prozent (14,7 Prozent) nannten den Arbeitgeber als alleinigen Finanzier in ihrem Unternehmen. Interessant wird die Frage nach der Finanzierung vor allem, wenn man einen Blick auf die Anzahl der Mitarbeiter in den jeweiligen Betrieben wirft. Vor allem bei kleinsten (51,5 Prozent ) und kleinen (50 Prozent) Unternehmen mit maximal 50 Arbeitnehmern macht die Mischfinanzierung die Hälfte der Finanzierungsformen aus. Noch höher ist die Mischfinanzierung mit 55,9 Prozent nur in den größeren Betrieben mit 101 bis 200 Mitarbeitern vertreten. 13
  12. 12. Studie bAV im Mittelstand DURCHDRINGUNG DER BAVFinanzierungsformen der betrieblichen Altersversorgung Überdurchschnittlich oft (21,6 Prozent) wird die Direktversicherung vom Arbeitgeber gezahlt, die Pensionskasse hingegen eher vom Arbeitneh- mer (47,9 Prozent); doch auch bei der Pensions- kasse engagiert sich der Arbeitgeber immer 14,7 Werte in Prozent noch überdurchschnittlich (16,7 Prozent). mischfinanziert 47,7 arbeitnehmerfinanziert Insgesamt scheint bei den bAV-Entscheidern das arbeitgeberfinanziert Verständnis vorzuherrschen, die betriebliche 37,6 Altersversorgung als gemeinsame Aufgabe von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verstehen. Die Arbeitgeber sehen sich durchaus in der Pflicht, ihren Beitrag zur Altersvorsorge ihrer Angestell- ten und Arbeiter zu leisten.Mischform siegt: Die gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmern finanzier-te bAV ist am häufigsten in deutschen Unternehmen zu finden. Alleine arbeit- Es ist stark davon auszugehen, dass dieser Statusgeberfinanziert sind nur 14,7 Prozent der betrieblichen Versorgungswerke. auch in Zukunft erhalten bleiben wird, denn die Unternehmen scheinen mit der gewählten Fi- nanzierung zufrieden zu sein: Mit 95,4 Prozent sagten fast alle Interviewten, sie wollten an der gewählten Finanzierungsform in den nächsten fünf Jahren nichts ändern. Von den größten Un- ternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern erklär- ten das sogar 100 Prozent. 14
  13. 13. Studie bAV im Mittelstand KEIN BAV-ANGEBOT 3. Gründe, warum keine bAV angeboten wird Wurde in Ihrem Unternehmen bereits über die schon mindestens einmal diskutiert. Allerdings Einführung einer betrieblichen Altersversor- wurde das Thema im Anschluss wieder verwor- gung nachgedacht? fen – warum, verdeutlicht das nächste Kapitel. Neben Vertretern von Unternehmen mit einer 41 Prozent der Interviewten gaben an, dass in betrieblichen Altersversorgung wurden auch ihrem Betrieb bisher noch nicht über die bAV Entscheider aus Firmen befragt, die keine bAV diskutiert wurde. Addiert und übersetzt bedeutet anbieten. Dabei ging es darum festzustellen, dies, dass in mehr als vier Fünftel (85,3 Prozent) welche Gründe (bislang zumindest) gegen eine der befragten Betriebe die bAV keine hohe Prio- Einführung sprachen. In rund der Hälfte der rität genießt. Mit 14,8 Prozent der Nennungen Unternehmen ohne bAV (44,3 Prozent) wurde befindet sich die bAV bei knapp einem Siebtel zumindest die Frage einer Einführung der bAV noch in der Diskussionsphase. Firmen ohne bAV: Wird über die Einführung einer bAV diskutiert? 14,8 Werte in Prozent Ja, wurde diskutiert und verworfen 44,3 Nein, wurde bisher noch nicht diskutiert 41,0 Ja, wird aktuell diskutiert, es ist aber noch keine Entscheidung getroffen worden In fast der Hälfte der Unternehmen ohne bAV ist die Einführung einer bAV diskutiert und ver- worfen worden. 41 Prozent der Unternehmen sprechen nicht einmal über eine mögliche Ein- führung. Nur knapp ein Siebtel ist aktuell noch in der Diskussionsphase. 15
  14. 14. Studie bAV im Mittelstand KEIN BAV-ANGEBOT Welche Gründe waren ausschlaggebend für die mente für die Einführung eines Modells gefun- Ablehnung einer bAV? den werden“, gaben 26,2 Prozent an, „es gab kein Know-how, um die bAV einzuführen“ 24,6 Trotz gesetzlicher Vorgaben, staatlicher Förde- Prozent. Auf den letzten drei Plätzen landeten rung und unterschiedlichen Durchführungswe- „kein Anbieter mit einem überzeugenden bAV- gen ist die betriebliche Altersversorgung nicht in Modell“ (16,4 Prozent), „keine Einigung über das allen Unternehmen angekommen. Welche einzuführende System“ (14,8 Prozent) sowie „der Gründe waren dafür ausschlaggebend? Aus Sicht Betriebsrat war nicht interessiert“ (9,9 Prozent). der Verantwortlichen scheiterte die Einführung der bAV in ihren Betrieben nicht am passenden Das angeblich mangelnde Interesse der Mitar- Angebot, richtigen Produkten oder dem Wissen beiter an der bAV mag erstaunen. Bei der Inter- darüber, sondern am mangelnden Interesse der pretation sollte aber berücksichtigt werden, dass Mitarbeiter: 70,5 Prozent der Befragten gaben die Befragten, die keine bAV anbieten, aus- diesen Grund als „zutreffend“ oder sogar „stark schließlich in Unternehmen mit weniger als 100 zutreffend“ an. Mitarbeitern arbeiten. In diesen Betrieben ist die betriebliche Altersversorgung meist Chef-Sache Als weitere, wenn auch nachrangige Gründe (vergleichen Sie hierzu Seite 8). Die Vermutung wurden mit 37,7 Prozent ein zu großer Aufwand liegt nahe, dass auf der Agenda der Unterneh- für die Durchführung der bAV sowie kein Interes- mensleiter kleiner Betriebe die Altersvorsorge se der Unternehmensleitung (31,1 Prozent) ge- der Mitarbeiter nicht zu den Prioritäten gehört. nannt. „Es konnten keine überzeugenden Argu- Hindernisse der bAV-Einführung im Unternehmen kein Mitarbeiterinteresse 70,5 Aufwand zu groß 37,7 Werte in Prozent Unternehmensleitung nicht interessiert 31,1 kein überzeugendes Argument gefunden 26,2 kein Know-how vorhanden 24,6 kein überzeugender Anbieter 16,4 keine Einigung über System 14,8 Betriebsrat nicht interessiert 9,9 Mitarbeiter sind desinteressiert: Über 70 Prozent der Verantwortlichen sehen als Haupt- grund, weshalb in ihrem Unternehmen keine bAV angeboten wird, das mangelnde Interesse der Mitarbeiter. Hindernisse wie zuviel Aufwand oder Mängel in den Systemen der bAV wer- den dagegen weit weniger oft als Grund angeführt. 16
  15. 15. Studie bAV im Mittelstand KEIN BAV-ANGEBOTIst eine Einführung der bAV im Unternehmen geplant? Planen Sie, mittelfristig eine betriebliche Alters- versorgung in Ihrem Unternehmen anzubieten? Doch auch wenn derzeit noch keine bAV in vie- 11,5 3,3 len kleinen und mittelständischen Betrieben an- Werte in Prozent Nein, werden wir geboten wird, kann sich an dieser Situation nicht anbieten durchaus etwas ändern. Die Marktforscher woll- 31,1 Ja, werden wir ten deshalb erfahren, ob diese Unternehmen vielleicht anbieten vorhaben, mittelfristig eine bAV einzuführen. 54,1 Ja, werden wir sicherlich anbieten Doch auch die zukünftige Entwicklung der bAV Schwer zu beurteilen die Befragten eher skeptisch: Mit 54,1 beurteilen Prozent plant über die Hälfte der Unternehmen nicht, eine bAV einzuführen. Nahezu ein Drittel der Befragten (31,1 Prozent) zeigt sich unent-Über die Hälfte der Unternehmen ohne bAV plant, auch mittelfristig keine solche schlossen, und nur etwas mehr als ein ZehntelAltersversorgung einzurichten. Nur etwas mehr als ein Zehntel wird die bAV im (11,5 Prozent) beabsichtigt, die bAV im Unter-Unternehmen etablieren; nahezu ein Drittel der Befragten ist unentschlossen. nehmen auf jeden Fall zu etablieren. 17
  16. 16. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV 4. Verbreitung der bAV und Interesse bei den Mitarbeitern Wie hoch schätzen Sie den prozentualen Anteil Die Antworten offenbarten auch deutliche der Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen ein, die Gegenpole bezüglich der Durchdringung in bereits über eine bAV verfügen? unterschiedlich großen Betrieben: In den kleins- ten Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern Zurück zu den Unternehmen mit betrieblicher ging die größte Gruppe der Entscheider (36,4 Altersversorgung: Wie stark ist die bAV bei ihnen Prozent) davon aus, dass höchstens ein Zehntel etabliert? Die Haufe-Marktforschungsabteilung ihrer Kollegen eine bAV hat – in den größten bat die bAV-Verantwortlichen um eine Einschät- Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten zung, wie hoch ungefähr der prozentuale Anteil schätzen die bAV-Verantwortlichen zu fast einem an Mitarbeitern sei, die über eine bAV verfügen, Drittel (30,8 Prozent), dass mehr als 90 Prozent um so ein Bild über den Durchdringungsgrad in der Belegschaft bereits eine bAV haben. den jeweiligen Unternehmen zu erhalten. Die Ergebnisse offenbaren, dass auch in Firmen, Danach gehen zwei Drittel (66,5 Prozent) der in denen eine betriebliche Altersversorgung be- Befragten davon aus, dass in ihrem Unterneh- reits vorhanden ist, noch deutlicher Nachholbe- men weniger als die Hälfte der Mitarbeiter über darf besteht. Dies gilt umso mehr für kleinere eine bAV verfügt. Die größte Gruppe (23,4 Pro- Betriebe, in denen die Durchdringung sehr ge- zent) sagte, dass höchstens zehn Prozent ihrer ring ist. Wie weit mangelndes Interesse der Mitarbeiter eine bAV haben. Eine Abdeckung von Mitarbeiter selbst dafür den Ausschlag gibt, zei- über 90 Prozent schätzten dagegen nur 12,4 Pro- gen die Antworten auf die nächste Frage. zent der Befragten. 18
  17. 17. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Wie stark ist das Interesse der Mitarbeiter in als nur mittelmäßig ein. Über zwei Drittel der Ihrem Unternehmen an einer betrieblichen Al- bAV-Entscheider (67,3 Prozent) gehen davon aus, tersversorgung? dass ihre Mitarbeiter nur ein „geringes“ oder „mittleres Interesse“ an Formen der bAV haben. Aus Sicht der bAV-Verantwortlichen scheint die „Starkes“ oder „sehr starkes Interesse“ vermutet Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung weniger als ein Drittel (29,5 Prozent) der Be- noch nicht bei den Mitarbeitern angekommen zu fragten. Überhaupt kein Interesse wird bei weni- sein – sie schätzen das Interesse der Belegschaft ger als drei Prozent der Mitarbeiter angenommen.Interesse der Mitarbeiter an einer bAV 2,8 10,6 8,2 19,7 3,3 Werte in Prozent Werte in Prozent 18,9 34,6 24,6 32,7 39,3 sehr starkes Interesse sehr starkes Interesse starkes Interesse starkes Interesse mittleres Interesse mittleres Interesse geringes Interesse geringes Interesse kein Interesse kein InteresseUnternehmen mit bAV: Die Bedeutung der bAV ist nach Ansicht Unternehmen ohne bAV: In Firmen ohne bAV glauben überder bAV-Verantwortlichen noch nicht bei den Mitarbeitern 83 Prozent der bAV-Entscheider, dass ihre Mitarbeiter höchstensangekommen – über 70 Prozent schätzen das Interesse der „mittleres Interesse“ an der bAV haben, fast 40 Prozent vermu-Belegschaft mittelmäßig oder geringer ein. Überhaupt kein ten gar kein Interesse. Dennoch scheint jeder zehnte MitarbeiterInteresse wird aber von den Wenigsten (2,8 Prozent) vermutet. „stark“ oder „sehr stark“ an einer bAV interessiert zu sein. 19
  18. 18. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Das Interesse an der betrieblichen Altersversor- gung scheint mit der Größe des Unternehmens zu wachsen: Einzig die Vertreter von kleinsten Unternehmen mit bis zu zehn (12,1 Prozent) und kleinen mit bis zu 50 Beschäftigten (2,5 Prozent) sagten, ihre Mitarbeiter hätten gar kein Interesse an einer bAV. Dagegen gingen 13,6 Prozent der bAV-Verantwortlichen in Unternehmen mit 200 bis 500 Mitarbeitern und 38,5 Prozent der Unter- nehmen mit mehr als 500 Angestellten davon aus, dass ihre Mitarbeiter ein „sehr starkes“ Inte- resse in Sachen bAV hätten. Schlechter sieht es bei den Firmen aus, die keine bAV anbieten. In diesen Betrieben glauben fast zwei Drittel der bAV-Entscheider (63,9 Prozent), dass ihre Mitarbeiter „kein“ oder nur „geringes Interesse“ an der bAV haben. Knapp 39 Prozent gehen sogar von einem völligen Desinteresse ihrer Kollegen aus. Nur etwas mehr als jeder zehnte Mitarbeiter (11,5 Prozent) in Firmen ohne betriebliche Altersversorgung scheint „stark“ oder sogar „sehr stark“ daran interessiert zu sein. 20
  19. 19. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Wie würden Sie das zukünftige Interesse der daran. Auch hier besteht offensichtlich ein Zu- Mitarbeiter an der betrieblichen Altersversor- sammenhang zur Unternehmensgröße: Wäh- gung in den nächsten fünf Jahren in Ihrem rend die kleinsten Unternehmen mit weniger als Unternehmen einschätzen? zehn Mitarbeitern besonders pessimistisch sind (12,2 Prozent), erwarten in den größten Unter- Wie sehen die bAV-Verantwortlichen aber die zu- nehmen drei von fünf Befragten (61,5 Prozent), künftige Entwicklung des Interesses an der bAV? dass sich das Interesse der Mitarbeiter zukünftig Wird das momentan noch mittelmäßige Interes- verstärken wird. se der Mitarbeiter in den kommenden fünf Jah- ren wachsen? Nur etwas mehr als ein Viertel Ähnlich wie in den Firmen mit einer betrieb- (26,6 Prozent) der bAV-Verantwortlichen glaubt lichen Altersversorgung gehen die Verantwort- lichen in Unternehmen ohne bAV davon aus,Einschätzung des Interesses an einer bAV in der Zukunft dass das Interesse weitgehend gleichbleiben wird: Über die Hälfte der Befragten bejahte des- halb diese Frage. Nur etwas mehr als ein Viertel (24,6 Prozent) der bAV-Verantwortlichen glaubt, dass das Interesse in den nächsten fünf JahrenWerte in Prozent 20,6 Interesse nimmt sehr stark zu wachsen wird; weniger als fünf Prozent gehen Interesse nimmt zu sogar von einem sehr starken Zuwachs aus. Interesse bleibt gleich 6,6 Prozent prognostizieren ein abnehmendes 6,0 Interesse nimmt ab 66,1 Interesse. Ein vergleichsweise großer Anteil der 4,1 Befragten (16,4 Prozent) war sich bezüglich des zukünftigen Interesses an der bAV unsicher und antwortete mit „schwer zu beurteilen“. Generell steht die negative Einschätzung in denNur etwas mehr als ein Viertel der Verantwortlichen in Betrieben mit einer Unternehmen im starken Widerspruch zu denbAV glaubt, dass das Interesse an betrieblicher Altersversorgung in den nächsten Erwartungen der Assekuranz, die in der betrieb-fünf Jahren wachsen wird. Der Großteil (66,1 Prozent) geht von einem stagnie- lichen Altersversorgung einen Zukunftsmarktrenden Intesse aus. sieht. Allerdings zeigt die Entwicklung vor allem der Jahre 2002 bis 2005, dass Eingriffe des Ge- setzgebers der bAV einen zusätzlichen Schub verleihen können. 21
  20. 20. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Sehen Sie eine Chance, den Anteil der Mitarbei-Chancen, den Mitarbeiteranteil an der bAV zu erhöhen ter in den nächsten Jahren noch zu erhöhen? Wie bei der vorhergehenden Frage herrscht auch bei den Zukunftsperspektiven der bAV weitge- Werte in Prozent 29,8 hend Skepsis: Drei Viertel der bAV-Entscheider 16,1 sehr gute Chancen (74,8 Prozent) sehen „keine“ oder bestenfalls mittlere Chancen „geringe Chancen“, den Anteil der Mitarbeiter 7,3 geringe Chancen mit einer betrieblichen Altersversorgung zu er- keine Chancen 45,0 höhen. Fast die Hälfte (45 Prozent) glaubt über- haupt nicht daran. „Sehr gute“ oder zumindest „mittlere Chancen“ sehen immerhin ein Viertel der Befragten (23,4 Prozent).Düsterer Blick in die Zukunft: Drei Viertel der bAV-Entscheider (74,8 Prozent) Das Misstrauen ist besonders in kleinsten Firmensehen „keine“ oder bestenfalls „geringe Chancen“, den Anteil der bAV in ihrem mit weniger als zehn Mitarbeitern stark ausge-Unternehmen zu erhöhen. Fast die Hälfte (45 Prozent) glaubt überhaupt nicht prägt: Hier sehen 60,6 Prozent keine Chancen.daran, den Durchdringungsgrad erhöhen zu können. Demgegenüber ist die Zuversicht in den größten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern wesentlich stärker: 30,8 Prozent sehen sehr gute Chancen, den Anteil der Mitarbeiter mit betrieb- licher Altersversorgung in den kommenden Jah- ren zu steigern. Interessant ist auch die Querverbindung zu den Durchführungswegen: Firmen, die in der bAV ausschließlich eine Pensionskasse anbieten, sehen bessere Chancen (25 Prozent), den Anteil in Zukunft zu erhöhen, als solche, in denen es nur die Direktversicherung gibt (15,9 Prozent). 22
  21. 21. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Wie hoch schätzen Sie den Informationsgrad Befragten halten ihre Mitarbeiter für „gut“ oder der Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen in Be- besser als „gut“ informiert. Sechs Prozent gaben zug auf die betriebliche Altersversorgung ein? sogar „hervorragend“ als Wissensstand ihrer Mitarbeiter an. Nur 2,8 Prozent der befragten Neben Aufschluss über das Interesse in den bAV-Entscheider halten ihre Mitarbeiter für Unternehmen an einer betrieblichen Altersver- schlecht informiert. Auch hier zeigt sich wieder sorgung sollte die Studie auch den Informations- der Zusammenhang zur Unternehmensgröße: grad der Mitarbeiter in Sachen bAV ermitteln. In Einen hohen Informationsgrad zur betrieblichen Betrieben, in denen eine betriebliche Altersver- Altersversorgung nannten vor allem die Vertre- sorgung vorhanden ist, ist der Wissensstand dem- ter der größten Unternehmen (92,3 Prozent) mit nach gut: Mehr als drei Viertel (76,2 Prozent) der mehr als 500 Mitarbeitern. 23
  22. 22. Studie bAV im Mittelstand INTERESSE AN BAV Im Gegensatz dazu ist in Unternehmen ohne Besonders auffällig wird die Diskrepanz zu den bAV der Informationsgrad schlechter. Nur etwas Unternehmen mit bAV, vergleicht man in beiden mehr als die Hälfte (50,8 Prozent) der Entschei- Gruppen den Anteil der Befragten, die den Infor- der in diesen Firmen ist der Auffassung, ihre Mit- mationsgrad ihrer Mitarbeiter als „sehr gut“ oder arbeiter seien „gut“ oder besser als „gut“ über „hervorragend“ angegeben haben: Das sind in die bAV informiert. Mehr als ein Fünftel (21,3 den Unternehmen ohne bAV gerade einmal 14,8 Prozent) der Befragten hält die Mitarbeiter sogar Prozent, in Firmen mit betrieblicher Altersver- für „schlecht informiert“. sorgung dagegen mehr als 40 Prozent.Informationsstand der Mitarbeiter in Betrieben mit und ohne bAV 6,0 1,6 20,6 13,1 2,8 Werte in Prozent Werte in Prozent 21,3 34,4 36,1 35,8 26,2 hervorragend hervorragend sehr gut sehr gut gut gut mittelmäßig mittelmäßig schlecht schlechtUnternehmen mit bAV: Mitarbeiter in Firmen mit bAV sind gut Unternehmen ohne bAV: Fast die Hälfte (47,5 Prozent) derinformiert. Mehr als drei Viertel (76,2 Prozent) der Befragten Entscheider im Unternehmen ohne betriebliche Altersver-schätzen, dass ihre Angestellten „gut“ oder besser über die bAV sorgung halten ihre Mitarbeiter für nur „mittelmäßig“ oderBescheid wissen. Nur 2,8 Prozent der befragten bAV-Entscheider „schlecht“ informiert.halten ihre Mitarbeiter für schlecht informiert. 24
  23. 23. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL 5. Kriterien für die Auswahl von bAV-Produkten und -Anbietern Was könnte Ihrer Ansicht nach die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung in Ihrem Unternehmen stärken? Nachdem das Interesse an der bAV und der Informationsgrad der Mitarbeiter erfragt wor- den waren, erkundigten sich die Marktforscher, welche Kriterien für die Auswahl von Produkten und Anbietern bedeutend sind. Zuerst stellten sie die Frage, was die Verbreitung der bAV in den Betrieben stärken könnte. Zur Auswahl standen sieben verschiedene Punkte. Als „hilfreich“ oder „sehr hilfreich“ für eine bes- sere bAV-Durchdringung erachteten die Entschei- der in Betrieben mit bAV Produkte mit einer hö- heren staatlichen Förderung (63,8 Prozent), ein- fachere und verständlichere Produkte (52,3 Pro- zent) sowie einen geringeren Verwaltungsauf- wand für die Unternehmen (47,7 Prozent). Mehr Beratung der Mitarbeiter durch einen bAV- Anbieter (28,9 Prozent), bessere Schulung für die bAV-Verantwortlichen (25,2 Prozent) sowie mehr Werbung für die bAV durch die Unterneh- mensleitung (16 Prozent) oder den Betriebsrat (12 Prozent) landeten abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Kleine und mittlere Unterneh- men bis 500 Mitarbeiter empfinden die genann- ten Aspekte insgesamt fast immer als hilfreicher als große Betriebe. In Unternehmen ohne ein Angebot zur betrieb- lichen Altersversorgung ist die Wahrnehmung ähnlich: Für „hilfreich“ oder „sehr hilfreich“ hal- ten 65,6 Prozent der bAV-Entscheider einfachere Produkte. 59 Prozent bewerten Produkte mit ei- ner höheren staatlichen Förderung als mindes- tens „hilfreich“. 25
  24. 24. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL Die Bedeutung eines geringeren Verwaltungs- mensleitung (14,8 Prozent) oder den Betriebsrat aufwands als Treiber der bAV wird hoch einge- (6,6 Prozent) spielten ebenfalls keine Rolle. schätzt. 42,6 Prozent aller Befragten halten ihn für „hilfreich“, für „sehr hilfreich“ sogar 16,4 Pro- Die Antworten speziell von Befragten, die noch zent. Auch ein besseres Schulungsangebot für keine bAV anbieten, sind nahe liegend: Ein- die bAV-Verantwortlichen (42,6 Prozent) und fachere und verständliche Produkte sowie ein mehr Beratung der Mitarbeiter durch den An- geringerer Aufwand erleichtern vor allem klei- bieter (39,3 Prozent) wurden öfter als hilfreich nen Unternehmen, die noch keine bAV haben bis sehr hilfreich angesehen, als dies in Firmen und bei denen die Entscheidung darüber Chef- mit bAV der Fall war. Werbung durch Unterneh- Sache ist, die Arbeit enorm.Was kann die Verbreitung der bAV in Ihrem Unternehmen stärken? Betriebe mit bAV Betriebe ohne bAV 63,8 höhere staatliche Förderung 59,0 52,3 einfachere und verständlichere Produkte 65,6 Werte in Prozent 47,7 geringerer Verwaltungsaufwand 59,0 28,9 mehr Beratung der Mitarbeiter 39,4 25,2 mehr Schulung für bAV-Verantwortliche 42,6 16,0 mehr Werbung durch Unternehmensleitung 14,8 12,0 mehr Werbung durch Betriebsrat 6,6Unternehmen mit bAV: Insbesondere eine höhere staatliche Unternehmen ohne bAV: Einfachere und verständliche Pro-Förderung sehen 63,8 Prozent der Entscheider in Betrieben mit dukte werden in Betrieben ohne bAV von über 65 Prozent derbAV als möglichen Treiber. Auch einfachere und verständlichere Befragten als Chance zur besseren Verbreitung gesehen. HöhereProdukte (52,3 Prozent) werden als hilfreich für eine bessere staatliche Förderung und geringeren Verwaltungsaufwand ver-Durchdringung bewertet. langen nur jeweils 59 Prozent. 26
  25. 25. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHLGründe für die Einführung einer bAV Betriebe mit bAV Betriebe ohne bAV 76,6 Vorsorgeinteresse 67,2 67,9 Motivation der Mitarbeiter 70,5 Werte in Prozent 56,4 Vorgabe durch Gesetzgeber 37,7 46,3 zusätzliche staatliche Förderung 32,8 40,3 Senkung Lohnnebenkosten 39,3 28,9 Imagesteigerung 26,2Unternehmen mit bAV: Vorsorgeinteressen und die Motivations- Unternehmen ohne bAV: Die Mitarbeitermotivation wird in Fir-erhaltung der Mitarbeiter sind die Hauptbeweggründe für die men ohne bAV als noch wichtigerer Grund zur Einführung ange-Einführung einer bAV in Betrieben. sehen als das Vorsorgeinteresse. Welches sind die ausschlaggebenden Gründe steigerung landete mit 28,9 Prozent der Stim- für Ihr Unternehmen, eine bAV anzubieten? men auf dem letzten Platz. Bei der Entscheidung, ob eine betriebliche Al- Ähnlich die Sichtweise in Firmen ohne betriebli- tersversorgung eingeführt werden soll, standen che Altersvorsorge. Auch dort standen die Mitar- eindeutig die Mitarbeiter im Fokus. Das Interesse beiter bei der Diskussion um eine Einführung der an ihrer Vorsorge (76,6 Prozent) und die Motiva- bAV im Vordergrund: Ihre Motivation (70,5 Pro- tion der Mitarbeiter (67,9 Prozent) waren „wich- zent) und das Vorsorgeinteresse (67,2 Prozent) tige“ oder „sehr wichtige“ Gründe, erklärten die wurden an den ersten beiden Stellen genannt. bAV-Entscheider. Erst mit einigem Abstand folgte Anreize wie weniger Lohnnebenkosten (39,3 Pro- als weiterer Grund die Vorgabe durch den Ge- zent) oder staatliche Förderung (32,8 Prozent) setzgeber (56,4 Prozent). Finanzielle Aspekte folgten mit deutlichem Abstand; sie scheinen da- wie eine zusätzliche staatliche Förderung (46,3 mit ebenso eine geringere Rolle zu spielen wie Prozent) oder die Senkung der Lohnnebenkosten die Vorgabe durch den Gesetzgeber (37,7 Pro- (40,3 Prozent) spielten nur eine untergeordnete zent). Noch schwächer als in Firmen mit bAV fiel Rolle. Ein häufig in der Diskussion um die bAV hier das Argument der Imagesteigerung aus, das genannter Grund fiel dagegen ab: Die Image- nur 26,2 Prozent als „wichtig“ bewerteten. 27
  26. 26. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL Auswahlkriterien bei der Entscheidung für ein bAV-Angebot Sicherheit bei Insolvenz 86,7 Werte in Prozent Flexibilität 82,1 lebenslange Rentenzahlungen 81,2 Höhe der Rendite 77,0 Transparenz des Angebots 59,2 Höhe der staatlichen Förderung 58,8 Sicherheit bei Insolvenz, Flexibilität der Vorsorge und lebenslange Rentenzahlung sind für jeweils über 80 Prozent der Entscheider die wichtigsten Kriterien bei der Produktwahl: Erst danach folgt die Höhe der Rendite (77 Prozent). Als weniger wichtig wird die Transparenz des Angebots (59,2 Prozent) und die Höhe der staatlichen Förderung (58,8 Prozent) genannt. Welche Merkmale sind bei der Wahl eines bAV- Erst danach gaben die bAV-Verantwortlichen die Angebots besonders wichtig? Höhe der Rendite (77 Prozent) als Kriterium an. Als weitaus weniger wichtig wurden die Trans- Sicherheit ist Trumpf: Bei der Auswahl der richti- parenz des Angebots (59,2 Prozent) und die gen Angebote nannten die bAV-Entscheider an Höhe der staatlichen Förderung erachtet (58,8 erster Stelle Sicherheit bei Insolvenz, Hartz IV und Prozent). Den kleinsten Unternehmen mit weni- Pfändungsschutz mit 86,7 Prozent als „wichtige“ ger als zehn Mitarbeitern lag der Insolvenzschutz oder „sehr wichtige“ Merkmale. Für 82,1 Pro- besonders am Herzen – hierfür stimmten 100 zent der Befragten sind Flexibilität bei der Ein- Prozent. Auf der anderen Seite nannten die Ver- und Auszahlung, für 81,2 Prozent auch eine le- treter der größten Unternehmen mit mehr als benslange garantierte Rentenzahlung besonders 500 Mitarbeitern die Rendite (84,7 Prozent) als wichtig. wichtigsten Aspekt. 28
  27. 27. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL Auch die Entscheider in Unternehmen ohne bAV geben Sicherheit bei Insolvenz, Hartz IV und Pfändungsschutz mit 90,2 Prozent als „wichti- ges“ oder „sehr wichtiges“ Kriterium an. Analog zur vorhergehenden Gruppe folgen die Nennung einer lebenslangen garantierten Rentenzahlung (85,2 Prozent) sowie in gleichem Maße die Flexi- bilität bei der Ein- und Auszahlung. Die Höhe der Rendite wurde mit 82 Prozent erst an vierter Stelle genannt. Erst mit einigem Abstand folgen Transparenz des Angebots (57,4 Prozent) und die Höhe der staatlichen Förderung (57,4 Prozent). Wie wichtig das Thema Sicher- heit für diese Gruppe ist, wird deutlich, wenn man sich den Anteil der Befragten anschaut, die Sicherheit sogar als „sehr wichtig“ einschätzen: 37,7 Prozent taten das. 29
  28. 28. Studie bAV im Mittelstand KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL Welche Merkmale eines bAV-Anbieters sind Geringe Unterschiede brachten die Antworten aus Ihrer Sicht wichtig? auf dieselbe Frage bei Firmen, in denen keine bAV angeboten wird: Auch dort gelten Kompe- Nach dem Angebot folgte die Frage nach dem tenz bei der Beratung (93,4 Prozent), ein guter Anbieter: „Welche Merkmale eines Anbieters der Kundenservice (91,8 Prozent) und ein seriöses betrieblichen Altersversorgung sind aus Ihrer Image (88,5 Prozent) als „sehr wichtig“ oder Sicht wichtig?“ Herausragende Merkmale sind „wichtig“. Der geringe Verwaltungsaufwand danach für 95 Prozent der Befragten vor allem folgte mit 78,7 Prozent an vierter Stelle. Auch bei das seriöse Image sowie die Kompetenz bei der den Unternehmen ohne bAV wurden die drei Beratung und ein guter Kundenservice, die wichtigsten Kriterien mit mehr als 50 Prozent der jeweils 94 Prozent nannten. Alle drei Kriterien Nennungen als „sehr wichtig“ eingestuft. wurden von mehr als 60 Prozent der bAV-Verant- wortlichen sogar als „sehr wichtig“ eingestuft.Kriterien bei der Auswahl des bAV-Anbieters seriöses Image 95,0 Kompetenz 94,0 guter Kundenservice 94,0 geringer Verwaltungsaufwand 78,9 Werte in Prozent gute Produkt-Ratings 71,1 Information der Mitarbeiter durch Anbieter 68,4 transparente Bedingungen 66,0 Flexibilität des Produkts 64,2 Dauer der Tätigkeit 59,6 laufende Informationen 58,7Seriosität, Kompetenz und guten Service halten fast alle Befragten in Unternehmen mit einer betrieblichen Altersversorgung fürsehr wichtige Merkmale des bAV-Anbieters. Die weiteren Kriterien wie geringer Verwaltungsaufwand und gute Ratings sind dem-gegenüber mit Nennungen von 78,9 und 71,1 Prozent zwar auch wichtig, aber nicht entscheidend. 30
  29. 29. Studie bAV im Mittelstand INFORMATION UND BERATUNG 6. Information und Beratung bei der bAV Wie wichtig ist die Beratung und die Unterstüt- Beratung ist in den Unternehmen ausdrücklich zung der mit der betrieblichen Altersversor- erwünscht: Neun von zehn (89,9 Prozent) der gung Beauftragten in Ihrem Unternehmen bAV-Entscheider halten Beratung bei der bAV durch Externe? für „wichtig“ oder „sehr wichtig“. „Sehr wichtig“ wird dabei umso häufiger genannt, je größer die Beratung und Information der bAV-Entscheider Firma ist. Weniger als drei Prozent (2,8 Prozent) sind das Thema des letzten Kapitels dieser Stu- der befragten Gruppe insgesamt halten externe die. Die Antworten legen nahe, dass den Verant- Unterstützung für „unwichtig“; überproportional wortlichen für die betriebliche Altersversorgung (jeweils 5,9 Prozent) ist dies bei mittleren und bewusst ist, wie kompliziert und erklärungsbe- größeren Unternehmen mit 51 bis 200 Mitar- dürftig das Thema und wie wichtig die perma- beitern der Fall. nente Aktualisierung des eigenen Wissens über die bAV insgesamt sind. In Unternehmen, die keine betriebliche Alters- versorgung anbieten, sind deutlich weniger Ent-Bedarf an Beratung und Information scheider an einer Beratung interessiert als bei Firmen mit bAV. Nur drei von fünf (60,7 Prozent) der Befragten halten Beratung für „wichtig“ oder „sehr wichtig“; nur knapp jeder Vierte (23 Pro- Werte in Prozent 43,1 zent) nannte sie „sehr wichtig“. Doch mehr als sehr wichtig fünfmal so viel (14,8 Prozent) der Entscheider in wichtig mittelmäßig Betrieben ohne bAV als bei Unternehmen mit 6,9 unwichtig bAV sagen, externe Unterstützung sei für sie „unwichtig“. Die Erklärung dafür könnte darin 46,8 2,8 liegen, dass bei einem großen Teil dieser Unter- nehmen das Thema bAV bereits diskutiert und verworfen wurde (vergleichen Sie hierzu unsere Grafik auf Seite 15).Beratung ist ausdrücklich erwünscht. Fast 90 Prozent der Entscheider halten Bera-tung durch Externe in Sachen bAV für wichtig oder sehr wichtig. Nur 2,8 Prozentwerten sie als unwichtig. 31
  30. 30. Studie bAV im Mittelstand INFORMATION UND BERATUNG Wer berät Ihr Unternehmen bei Fragen zur betrieblichen Altersversorgung? Unterstützung suchen die Verantwortlichen für die betriebliche Altersversorgung vor allem bei Finanzberatern und Versicherungsmaklern (60,1 Prozent), denen offensichtlich die größte bAV-Kompetenz zugesprochen wird. Bei den kleinen Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern (68,3 Prozent) und den großen mit 201 bis 500 Angestellten (68,2 Prozent) ist der Makler über- durchschnittlich oft gefragt. Anbieter von bAV-Produkten allgemein (14,2 Prozent) und die Hausbank oder ein Kreditins- titut (13,3 Prozent) sind weniger bedeutende Ansprechpartner, und auch die Bedeutung des Steuerberaters ist wesentlich geringer (11,5 Prozent) als häufig angenommen. Weitere 13,3 Prozent verzichten nach wie vor auf jede Be- ratung in Sachen betriebliche Altersversorgung und trauen sich offensichtlich zu, die bAV selbst in die Hand zu nehmen. Fondsgesellschaften werden mit weniger als zwei Prozent (1,8 Pro- zent) so gut wie gar nicht konsultiert. 32
  31. 31. Studie bAV im Mittelstand INFORMATION UND BERATUNG Fast die Hälfte (47,5 Prozent) der Unternehmen Die Hausbank (8,2 Prozent), Anbieter von bAV- ohne betriebliche Altersversorgung lässt sich in Produkten generell (4,9 Prozent) und vor allem diesem Bereich überhaupt nicht beraten. Für die die Fondsgesellschaften (1,6 Prozent) beraten übrigen ist der Steuerberater (26,2 Prozent) vor Firmen ohne bAV höchst selten – vermutlich, dem Finanzberater oder Versicherungsmakler weil sie selten um Rat gefragt werden. (24,6 Prozent) der wichtigste externe Partner.Berater bei der betrieblichen Altersversorgung Betriebe mit bAV Betriebe ohne bAV 60,1 Finanzberater/Versicherungsmakler 24,6 14,2 Anbieter von bAV-Produkten 4,9 Werte in Prozent 13,3 Hausbank/Kreditinstitut 8,2 13,3 niemand 47,5 11,5 Steuerberater 26,2 6,0 andere 0,0 1,8 Fondsgesellschaften 1,6Unternehmen mit bAV: 60 Prozent der bAV-Verantwortlichen in Unternehmen ohne bAV: Fast die Hälfte der Unternehmen ohneUnternehmen mit bAV verlassen sich bei der Beratung auf Fi- bAV lässt sich in diesem Bereich auch nicht beraten. Wennnanzberater und Versicherungsmakler. Die Bedeutung des Beratung gesucht wird, ist der Steuerberater vor dem Finanz-Steuerberaters ist wesentlich geringer, als häufig angenommen. berater oder Versicherungsmakler gefragt. 33
  32. 32. Studie bAV im Mittelstand INFORMATION UND BERATUNG Wie informieren Sie sich bei der betrieblichen ratung, für mehr als die Hälfte (57,1 Prozent) der Altersversorgung? Befragten, die eine betriebliche Altersversor- gung anbieten, der Finanzberater oder Versiche- Vor der externen Beratung kommt meist die rungsmakler; das heißt, Information und Bera- eigene Information. Wie machen sich die bAV- tung werden aus einer Hand gesucht. Es folgen Verantwortlichen über das Thema schlau? Wich- die Versicherer mit 40,7 Prozent sowie Wirt- tigste Informationsquelle ist, wie bei der Be- schafts- und Fachzeitungen (39,6 Prozent).Informationsquellen für die betriebliche Altersversorgung Finanzberater/Versicherungsmakler 57,1 Versicherungen 40,7 Wirtschafts- bzw. Fachzeitungen 39,6 Steuerberater 16,0 Werte in Prozent Banken/Sparkassen 15,6 Tageszeitungen/Zeitschriften 11,1 Internet 10,7 spezialisierte Verbände 9,8 Hörfunk/TV 5,1 andere Quellen 2,5 Fondsgesellschaften 0,5Vor allem größere Unternehmen informieren sich am häufigsten bei unabhängigen Finanzberatern (72,7 Prozent) und Versiche-rungen (54,5 Prozent). Einen besonderen Stellenwert nehmen Wirtschafts- und Fachzeitungen ein. „Selten“ oder „nie“ werden vonallen Befragten Fondsgesellschaften oder spezialisierte Verbände konsultiert. 34

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