Verteilungsgerechtigkeit
Verteilungsgerechtigkeit <ul><li>Debakel neoliberaler Deregulierung => Finanzkrise => Weltwirtschaftskrise </li></ul><ul><...
Exit Strategie  <ul><li>Rückführung der Schulden notwendig </li></ul><ul><li>Geld für Bildung, Soziales Forschung notwendi...
Exit Strategie <ul><li>GPA-djp forderte Vermögenssteuern  </li></ul><ul><ul><li>Vermögen und Vermögenseinkommen tragen fas...
Einnahmen erhöhen oder  Ausgaben senken <ul><li>Einnahmeseitige Konsolidierung  </li></ul><ul><ul><li>Gebühren, Mehrwertst...
Steuerstruktur  <ul><li>Problem : Fast 2/3 der Steuereinnahmen sind MWSt und Lohnsteuer </li></ul><ul><li>Indirekte Steuer...
WIFO Studie  <ul><li>Kaum Umverteilung auf der Einnahmenseite:  </li></ul><ul><ul><li>Zwar Progressive Einkommenssteuer (h...
Fast durchgängig selbe Steuerbelastung  Quelle: WIFO 2009
Anteil am Markteinkommen  Anteil an den Sozialleistungen  Quelle: WIFO 2009
IV: Umverteilung Ausbeutung der LeistungsträgerInnen  Die „armen“ Reichen müssen den Rest erhalten
Jeder braucht Soziale Absicherung <ul><li>Jeder wird vom Nettozahler zum  Nettoempfänger, wenn  </li></ul><ul><ul><li>Er/S...
Boden aufbereiten <ul><li>Um Vermögenssteuerdebatte zu verhindern  - Sozialneiddebatte  </li></ul><ul><li>Sozialtransferko...
Prettenthalers seltsame Beispiele  <ul><li>Behauptung: Arbeit zahlt sich ja nicht aus   </li></ul><ul><ul><li>Man verliert...
Prettenthalers seltsame Beispiele <ul><li>Konstruierte Beispiele </li></ul><ul><ul><li>Familie 2 Kinder (10 Monate, 4 Jahr...
 
Einkommensverteilung
Einkommensverteilung <ul><li>Kapitaleinkommen steigen stärker als Lohneinkommen  </li></ul><ul><li>Ungleichheit der Arbeit...
Einkommen und Steuer Zuwachs 2000 bis 2008 in %
Ö: Niedrige Gewinnsteuereinnahmen
Einkommensverteilung, jeweils Anteil am Gesamteinkommen
Einkommenssteigerung  2000 bis 2006 in %,  Bruttojahreseinkommen BMSK, 4.3.2008
KV Erhöhungen sichern Kaufkraft
KV Erhöhungen wirken bei aufrechtem DV  <ul><li>ArbeitnehmerInnen die 2 Jahre durchgehend beschäftigt waren   </li></ul><u...
Geschlechter Einkommensunterschiede  <ul><li>Frauen verdienen im Jahr 40% weniger als Männer  </li></ul><ul><li>40% der Fr...
Verteilung und Bildungspolitik <ul><li>selektives Bildungssystem – hohe Unterschiede der Arbeitseinkommen </li></ul><ul><l...
Verteilung und Bildungspolitik <ul><li>Höhere Bildung, geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko </li></ul><ul><ul><li>4% aller A...
Verteilung vor und nach sozialstaatlicher Umverteilung  Haushaltsebene   Quelle: WIFO 2009
Warum Vermögenssteuern?
Vermögensverteilung in Österreich <ul><li>Gesamtvermögen:  </li></ul><ul><ul><li>10% besitzen 68% des Vermögens  </li></ul...
Vermögensverteilung in Österreich
Geldvermögen: Verteilung
Steuerliche Behandlung Vermögensteuer – abgeschafft   Die Vermögensteuer wurde ab dem 1. 1. 1994 abgeschafft - das Aufkomm...
Erbschaftssteuer <ul><li>Erbschaftssteuer ist im August 2008 ausgelaufen. </li></ul><ul><li>Hatte eine stark umverteilende...
Steuerliche Behandlung Sonderabgabe von Banken: Die Sonderabgabe von Banken wird seit 1.1.1994 nicht mehr eingehoben.  Auf...
Vermögensbezogene Steuern 2005 (als Anteil am Gesamtsteueraufkommen)
Vermögensteuer: GPA-djp-Modell <ul><li>GPA-djp fordert eine progressiv gestaffelte Vermögensbesteuerung  </li></ul><ul><ul...
Umfrage zur Vermögensteuer <ul><li>Gallup-Umfrage (April 2009)  </li></ul><ul><li>74 % für eine neue &quot;Vermögenssteuer...
<ul><li>Einführung einer Finanztransaktionssteuer :   </li></ul><ul><ul><li>sie erfasst nicht nur Devisentransaktionen, so...
<ul><li>Stiftungen : </li></ul><ul><ul><li>für Vermögenserträge in Stiftungen ist die volle Kapitalertragssteuer  abzuführ...
Es gibt vieles,  für das es sich lohnt, organisiert zu sein.
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Verteilung 5.12.2009

  1. 1. Verteilungsgerechtigkeit
  2. 2. Verteilungsgerechtigkeit <ul><li>Debakel neoliberaler Deregulierung => Finanzkrise => Weltwirtschaftskrise </li></ul><ul><li>Wirtschaftskrise => Verschuldung steigt stark an </li></ul><ul><ul><li>Schulden derzeit rund 170 Mrd. Euro </li></ul></ul><ul><ul><li>Emissionsvolumen 2009: ca. € 33 Mrd. </li></ul></ul><ul><ul><li>Jährlicher Zinsaufwand von rund 7 Mrd . Euro (2,5% des BIP, war schon bei 3,5%) </li></ul></ul><ul><ul><li>Neuverschuldung bis 2013 etwa 14 Mrd. EUR jährlich. </li></ul></ul><ul><ul><li>Die Staatsschulden auf 250 Mrd. 2013; etwa 80% des BIP </li></ul></ul><ul><ul><li>Zinsen und Tilgungen gemeinsam machten 2008 41% der Netto und 27,7% der der Bruttosteuereinnahmen aus </li></ul></ul><ul><li>Bankenpaket: </li></ul><ul><ul><li>Die Bundesschulden 2008 stiegen um 9,9% bzw. 14,6 Mrd. EUR. Aufnahme von 8 Mrd. für Rekapitalisierung der Banken. </li></ul></ul>
  3. 3. Exit Strategie <ul><li>Rückführung der Schulden notwendig </li></ul><ul><li>Geld für Bildung, Soziales Forschung notwendig und nicht für Zinsen </li></ul><ul><li>Wer wird zahlen ? </li></ul><ul><li>Match </li></ul><ul><li>mehr Steuergerechtigkeit oder </li></ul><ul><li>Sozialabbau durch ausgabeseitige Konsolidierung </li></ul>
  4. 4. Exit Strategie <ul><li>GPA-djp forderte Vermögenssteuern </li></ul><ul><ul><li>Vermögen und Vermögenseinkommen tragen fast nichts zum Steueraufkommen bei </li></ul></ul><ul><li>Industriellenvereinigung und andere </li></ul><ul><ul><li>Keine neuen Steuern </li></ul></ul><ul><ul><li>Ausgabenseitig 10 Jahre jährlich 9 – 12 Mrd. einsparen </li></ul></ul><ul><ul><li>Bei Pensionen, Gesundheit, Verwaltung </li></ul></ul>
  5. 5. Einnahmen erhöhen oder Ausgaben senken <ul><li>Einnahmeseitige Konsolidierung </li></ul><ul><ul><li>Gebühren, Mehrwertsteuer trifft Ärmere stärker als Reiche </li></ul></ul><ul><ul><li>Vermögenssteuern treffen treffsicher Wohlhabende </li></ul></ul><ul><li>Ausgabenseitige Einsparungen </li></ul><ul><ul><li>Umverteilung in Österreich erfolgt durch Sozialausgaben </li></ul></ul><ul><ul><li>Ausgabenseitige Einsparungen treffen sozial Schwache viel stärker </li></ul></ul>
  6. 6. Steuerstruktur <ul><li>Problem : Fast 2/3 der Steuereinnahmen sind MWSt und Lohnsteuer </li></ul><ul><li>Indirekte Steuern unsozial: </li></ul><ul><ul><li>Unterstes Einkommensdrittel gibt 17% des Einkommens für MWSt aus </li></ul></ul><ul><ul><li>Oberstes Einkommensdrittel: 12% </li></ul></ul>
  7. 7. WIFO Studie <ul><li>Kaum Umverteilung auf der Einnahmenseite: </li></ul><ul><ul><li>Zwar Progressive Einkommenssteuer (höhere Einkommensbestandteile – höherer Steuersatz) ABER </li></ul></ul><ul><ul><li>Viele indirekte Steuern </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozialversicherungsbeiträge enden bei der Höchstbeitragsgrundlage (4.020 EUR) </li></ul></ul><ul><ul><li>Sehr geringe Vermögensbezogene Steuern </li></ul></ul><ul><ul><li>Hohe Abgabenbelastung für Arbeit </li></ul></ul><ul><ul><li>Abgabenquote für fast alle Einkommen bei 35% bis 40% </li></ul></ul>
  8. 8. Fast durchgängig selbe Steuerbelastung Quelle: WIFO 2009
  9. 9. Anteil am Markteinkommen Anteil an den Sozialleistungen Quelle: WIFO 2009
  10. 10. IV: Umverteilung Ausbeutung der LeistungsträgerInnen Die „armen“ Reichen müssen den Rest erhalten
  11. 11. Jeder braucht Soziale Absicherung <ul><li>Jeder wird vom Nettozahler zum Nettoempfänger, wenn </li></ul><ul><ul><li>Er/Sie eine Operation braucht </li></ul></ul><ul><ul><li>Den Arbeitsplatz verliert </li></ul></ul><ul><ul><li>In Pension geht </li></ul></ul><ul><ul><li>Kinderbetreuungsgeld bezieht… </li></ul></ul><ul><li>Jeder war Nettoempfänger </li></ul><ul><ul><li>Als Kind, in der Schule; </li></ul></ul><ul><li>Nicht die Reichen erhalten die Armen, sondern </li></ul><ul><ul><li>Die ArbeitnehmerInnen, die die Wertschöpfung erbringen erhalten die Spitzenverdiener </li></ul></ul><ul><ul><li>Weil die Lohnquote sinkt sind höhere Kapitaleinkommen möglich </li></ul></ul>
  12. 12. Boden aufbereiten <ul><li>Um Vermögenssteuerdebatte zu verhindern - Sozialneiddebatte </li></ul><ul><li>Sozialtransferkonto </li></ul><ul><ul><li>„&quot;Unkontrollierte Umverteilung auf allen Ebenen&quot; – „Studie“ Prettenthaler </li></ul></ul><ul><ul><li>Pröll: „Steuerzahlerfamilien haben oft ein weit niedrigeres Familieneinkommen als jene, die gar keine Steuer zahlen, aber Anspruch auf zahlreiche Beihilfen haben“. </li></ul></ul><ul><ul><li>Gezielte Falschinformation </li></ul></ul>
  13. 13. Prettenthalers seltsame Beispiele <ul><li>Behauptung: Arbeit zahlt sich ja nicht aus </li></ul><ul><ul><li>Man verliert angeblich Sozialleistungen wenn man arbeitet </li></ul></ul><ul><ul><li>Meiste Leistungen Sozialversicherung: höhere Einzahlung – höherer Anspruch </li></ul></ul><ul><ul><li>Österreich viele Sozialleistungen einkommensunabhängig (zB Familienbeihilfe – jedes Kind ist gleich viel wert) </li></ul></ul><ul><ul><li>Bedarfsgeprüfte Leistungen (fallen bei Einkommensgrenze weg) nur 4% der Familienförderung </li></ul></ul><ul><ul><li>Was ab bestimmter Höhe des Erwerbseinkommens wegfällt ist das Kinderbetreuungsgeld </li></ul></ul><ul><ul><li>Einkommensersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Krankengeld) bekommt man statt Einkommen und nicht zusätzlich </li></ul></ul>
  14. 14. Prettenthalers seltsame Beispiele <ul><li>Konstruierte Beispiele </li></ul><ul><ul><li>Familie 2 Kinder (10 Monate, 4 Jahre) </li></ul></ul><ul><ul><li>Beide Eltern erwerbstätig </li></ul></ul><ul><ul><li>Beide Eltern Pendler </li></ul></ul><ul><ul><li>Verdienen gemeinsam 900 EUR </li></ul></ul><ul><ul><li>Kind in Krippe </li></ul></ul><ul><ul><li>Eingerechnet Zuschuss zu Schulferienaktion (beide Kinder sind nicht im Schulalter) </li></ul></ul><ul><ul><li>Nicht eingerechnet: Steuerbegünstigung 13./14. Monatsgehalt, Alleinverdienerabsatzbetrag, Pendlerpauschale </li></ul></ul>
  15. 16. Einkommensverteilung
  16. 17. Einkommensverteilung <ul><li>Kapitaleinkommen steigen stärker als Lohneinkommen </li></ul><ul><li>Ungleichheit der Arbeitseinkommen nimmt zu </li></ul><ul><li>Nur durch Umverteilung wird die Schere reduziert </li></ul>
  17. 18. Einkommen und Steuer Zuwachs 2000 bis 2008 in %
  18. 19. Ö: Niedrige Gewinnsteuereinnahmen
  19. 20. Einkommensverteilung, jeweils Anteil am Gesamteinkommen
  20. 21. Einkommenssteigerung 2000 bis 2006 in %, Bruttojahreseinkommen BMSK, 4.3.2008
  21. 22. KV Erhöhungen sichern Kaufkraft
  22. 23. KV Erhöhungen wirken bei aufrechtem DV <ul><li>ArbeitnehmerInnen die 2 Jahre durchgehend beschäftigt waren </li></ul><ul><ul><li>etwa zwei Drittel aller 2000 bis 2007 unselbständig Erwerbstätigen, </li></ul></ul><ul><ul><li>stiegen 2000 bis 2007 jährlich um 4,3% </li></ul></ul><ul><ul><li>deutlich über der Inflationsrate, die durchschnittlich 2% betragen </li></ul></ul><ul><li>ArbeitnehmerInnen, die von 2000 bis 2007 durchgehend beschäftigt gewesen sind, </li></ul><ul><ul><li>rund ein Fünftel aller in dieser Zeit Erwerbstätigen </li></ul></ul><ul><ul><li>stiegen durchschnittlich um 24%, inflationsbereinigt um 15%. </li></ul></ul><ul><ul><li>Realeinkommensverluste bei 28% der ArbeiterInnen, 20% der Angestellten (inkl. Vertragsbedienstete) und 13% der BeamtInnen. </li></ul></ul><ul><ul><li>KV versus Ist Erhöhung, Organisationsgrad </li></ul></ul>
  23. 24. Geschlechter Einkommensunterschiede <ul><li>Frauen verdienen im Jahr 40% weniger als Männer </li></ul><ul><li>40% der Frauen arbeiten Teilzeit </li></ul><ul><li>Auch ganzjährig vollzeitbeschäftigt 22% weniger Einkommen </li></ul><ul><li>15 % des Einkommensunterschieds können nicht durch die Faktoren Arbeitszeit, Alter, Berufsgruppe, Bildung oder Dauer der Unternehmenszugehörigkeit erklärt werden (Geisberger in Statistische Nachrichten 7/2007) </li></ul>
  24. 25. Verteilung und Bildungspolitik <ul><li>selektives Bildungssystem – hohe Unterschiede der Arbeitseinkommen </li></ul><ul><li>Bildungswege werden vererbt </li></ul><ul><li>Je weniger die Eltern verdienen, desto eher wechseln ihre Kinder nicht in die AHS, trotz AHS-Reife (öibf-Studie 2004) </li></ul><ul><li>58% aller 15-jährigen von Eltern, die niedrigqualifizierte Tätigkeiten ausführen, machen keine Matura </li></ul><ul><li>77% der 15 jährigen von Eltern in höheren Tätigkeiten, machen Matura. (Mikrozensus 2007 sowie PISA 2003.) </li></ul>
  25. 26. Verteilung und Bildungspolitik <ul><li>Höhere Bildung, geringeres Arbeitslosigkeitsrisiko </li></ul><ul><ul><li>4% aller AHS- und BHS-AbsolventInnen sind arbeitslos, 17% der PflichtschulabsolventInnen </li></ul></ul><ul><ul><li>80% der derzeit Arbeitslosen verfügen maximal über einen Pflichtschul- oder Lehrabschluss. </li></ul></ul><ul><li>Mehr Bildung, mehr Gehalt </li></ul><ul><ul><li>Ein zusätzliches Ausbildungsjahr => 7% mehr Stundenlohn. </li></ul></ul><ul><ul><li>Frauen mit AHS-Abschluss verdienen um netto 34% mehr als PflichtschulabsolventInnen, Männer um 37%. (Statistik Austria 2008) </li></ul></ul>
  26. 27. Verteilung vor und nach sozialstaatlicher Umverteilung Haushaltsebene Quelle: WIFO 2009
  27. 28. Warum Vermögenssteuern?
  28. 29. Vermögensverteilung in Österreich <ul><li>Gesamtvermögen: </li></ul><ul><ul><li>10% besitzen 68% des Vermögens </li></ul></ul><ul><li>Geldvermögen </li></ul><ul><ul><li>Durchschnitt: 51.790,-- EUR je Haushalt, Median: 21.855,-- EUR je Haushalt </li></ul></ul><ul><li>Oberste 0,1% der Haushalte haben genauso viel Geldvermögen wie die gesamten unteren 50% </li></ul>
  29. 30. Vermögensverteilung in Österreich
  30. 31. Geldvermögen: Verteilung
  31. 32. Steuerliche Behandlung Vermögensteuer – abgeschafft Die Vermögensteuer wurde ab dem 1. 1. 1994 abgeschafft - das Aufkommen an dieser Steuer belief sich im Jahr 1993 auf 8,4 Mrd. Schilling = 610 Mio €. Erbschaftssteuer – abgeschafft Das Erbschaftssteueräquivalent - als Abgabe juristischer Personen als Ausgleich für das Fehlen einer erbschaftssteuerlichen Belastung - wurde ab dem 1.1.1994 abgeschafft. Aufkommen 1993: 1,9 Mrd. Schilling = 138 Mio. €.
  32. 33. Erbschaftssteuer <ul><li>Erbschaftssteuer ist im August 2008 ausgelaufen. </li></ul><ul><li>Hatte eine stark umverteilende Wirkung: 2006 entfiel die Hälfte des Aufkommens der Erbschafts- und Schenkungssteuer auf 1,3% der Erbfälle (811 von 62.399 Erben) </li></ul><ul><li>AkademikerInnen erben am häufigsten, Menschen mit Pflichtschulabschluss am seltensten </li></ul><ul><li>Problem der alten Erbschaftssteuerregelung: </li></ul><ul><li>- Niedrige Einheitswerte von Grundstücken </li></ul><ul><li>- Steuerbefreiung für Sparguthaben und Wertpapierdepots </li></ul>
  33. 34. Steuerliche Behandlung Sonderabgabe von Banken: Die Sonderabgabe von Banken wird seit 1.1.1994 nicht mehr eingehoben. Aufkommen 1993: 1,925 Mrd. Schilling = 140 Mio. €. Abschaffung der Börsenumsatzsteuer ab 1.10.2000: Steuerausfall rund 1 Milliarde Schilling = 72 Mio. €. Spekulationsertragsteuer: Wenn Wertpapier mehr als 1 Jahr gehalten wird, dann Steuerbefreiung 1 Mrd. Schilling Steuerausfall = 72 Mio. €.
  34. 35. Vermögensbezogene Steuern 2005 (als Anteil am Gesamtsteueraufkommen)
  35. 36. Vermögensteuer: GPA-djp-Modell <ul><li>GPA-djp fordert eine progressiv gestaffelte Vermögensbesteuerung </li></ul><ul><ul><li>Freibetrag von 500.000,-- EUR </li></ul></ul><ul><ul><li>Eingangssteuersatz von 0,25 %, der sich schrittweise auf 1,45 % bei über 2 Mio. EUR Vermögen erhöht </li></ul></ul><ul><ul><li>Gesamtes Vermögen wird erfasst (Immobilien, Fahrzeuge, Wertpapiere, Sparbücher); Hausrat ist ausgenommen; Laufende Kredite werden abgezogen. </li></ul></ul><ul><ul><li>Vermögensbewertung: Nach dem Verkehrswert </li></ul></ul>
  36. 37. Umfrage zur Vermögensteuer <ul><li>Gallup-Umfrage (April 2009) </li></ul><ul><li>74 % für eine neue &quot;Vermögenssteuer ab einem Vermögen von 500.000,-- Euro </li></ul><ul><li>Nur 20 % wären dagegen </li></ul><ul><li>BefürworterInnen nach Parteien: BZÖ 94 %, Grüne 90 %, SPÖ 87 %, FPÖ 71 %, ÖVP 59% </li></ul>
  37. 38. <ul><li>Einführung einer Finanztransaktionssteuer : </li></ul><ul><ul><li>sie erfasst nicht nur Devisentransaktionen, sondern auch jene von Wertpapieren (z.B. Aktien, Optionen, Futures etc.) </li></ul></ul><ul><ul><li>solange auf EU-Ebene die Finanztransaktionssteuer nicht umgesetzt ist, muss innerösterreichisch eine Börsenumsatzsteuer mit 0,25% eingeführt werden, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren fällig ist </li></ul></ul><ul><li>Besteuerung von Spekulationsgewinnen : </li></ul><ul><ul><li>Wertpapiere sind kein steuerlich begünstigungsfähiges Investitionsgut </li></ul></ul><ul><ul><li>Aufhebung der Spekulationsfrist (dzt. 1 Jahr), dafür 25%-ige Endbesteuerung der Kursgewinne </li></ul></ul>ÖGB-Kongress 2009 zur Besteuerung der Finanzmärkte
  38. 39. <ul><li>Stiftungen : </li></ul><ul><ul><li>für Vermögenserträge in Stiftungen ist die volle Kapitalertragssteuer abzuführen. Derzeit wird nur die halbe KESt (= 12,5 %) für Zinsen und Kapitalerträge aus Veranlagungen bzw. Veräußerungsgewinnen und Null Steuer auf entnommene Substanz eingehoben </li></ul></ul><ul><li>Reform der Erbschaftssteuer </li></ul><ul><ul><li>bei der kleinere und mittlere Vermögen von dieser Steuer verschont bleiben. </li></ul></ul><ul><li>Gewinnbesteuerung </li></ul><ul><ul><li>Einschränkung der Gruppenbesteuerung (Verrechnung von Verlusten im Ausland gegen Gewinne in Österreich) </li></ul></ul>ÖGB-Kongress 2009 zur Besteuerung der Finanzmärkte
  39. 40. Es gibt vieles, für das es sich lohnt, organisiert zu sein.

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