Diese Präsentation wurde erfolgreich gemeldet.
Wir verwenden Ihre LinkedIn Profilangaben und Informationen zu Ihren Aktivitäten, um Anzeigen zu personalisieren und Ihnen relevantere Inhalte anzuzeigen. Sie können Ihre Anzeigeneinstellungen jederzeit ändern.

Seminar Verteilung Gpa Djp

650 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Technologie, Business
  • Als Erste(r) kommentieren

Seminar Verteilung Gpa Djp

  1. 1. Verteilungsgerechtigkeit Österreich auf dem Prüfstand
  2. 2. Vermögensverteilung in Österreich
  3. 3. Vermögensverteilung in Österreich (Geldvermögen) <ul><li>Geldvermögen der ÖsterreicherInnen (September 2008): 418,5 Mrd. EUR. Das Nettogeldvermögen betrug 271,8 Mrd. EUR. (ÖNB) </li></ul><ul><li>Durchschnitt: 51.790,-- EUR je Haushalt </li></ul><ul><li>Median: 21.855,-- EUR je Haushalt </li></ul><ul><li>Oberste 0,1% der Haushalte haben genauso viel Geldvermögen wie die gesamten unteren 50% </li></ul><ul><li>Oberste 10% haben 54% des gesamten Geldvermögens </li></ul>
  4. 4. Lorenz-Kurven Einkommen und Immobilienvermögen
  5. 5. Erbschaften I
  6. 6. Geldvermögen: Verteilung
  7. 7. Einkommens- oder Vermögensfokus? <ul><li>(1) Die Vermögensungleichheit ist weit höher als die Einkommensungleichheit. </li></ul><ul><li>(2) Schlussfolgerungen zur Umverteilung beim Einkommen korrespondieren nicht mit jenen beim Vermögen. </li></ul><ul><li>(3) Die Ungleichheit von Vermögen ist in Hinblick auf Gerechtigkeitsprinzipien (wie etwa Chancengleichheit) schwerer zu begründen als bei Einkommen. </li></ul>
  8. 8. Entwicklung Lohnquote
  9. 9. Verteilung des Steueraufkommens
  10. 10. Entwicklung Gewinne u. Steuern Quelle: http://wien.arbeiterkammer.at/bilder/d70/Nr.6_Steuerreform.pdf
  11. 11. Abgabenquote für Durchschnittsverdienst 2005
  12. 12. Vermögensbezogene Steuern 2005 (als Anteil am Gesamtsteueraufkommen)
  13. 13. Anteil der vermögensbezogenen Steuern in Österreich und der EU <ul><li>Anteil des Aufkommens vermögensbezogener Steuern: </li></ul><ul><li>Österreich: 1980: 1,12% des BIP, 2006 0,6% </li></ul><ul><li>EU15 1980: 1,46% des BIP, 2006: 2,15% </li></ul>
  14. 14. Haushaltskonsolidierung <ul><li>Es stellt sich die Frage, wie man den Staatshaushalt konsolidieren soll. </li></ul><ul><li>Die Staatsschulden steigen krisenbedingt von 176 Mrd. EUR 2008 auf etwa 250 Mrd. EUR 2013 (Felderer, Staatsschuldenausschuss) </li></ul><ul><li>Schuldenquote 2007: 59,4% , 2010: 75,2% (Tendenz steigend), (WIFO) </li></ul><ul><li>Eine ausgabenseitige Sanierung wird nicht möglich sein. </li></ul>
  15. 15. Vermögensbezogene Besteuerung <ul><li>Was kann vermögensbezogen besteuert werden? </li></ul><ul><li>Vermögenssubstanz </li></ul><ul><li>Beispiele: allgemeine Vermögenssteuer (abgeschafft 1994), Grundsteuer </li></ul><ul><li>Vermögensverkehr </li></ul><ul><li>Beispiel: Grunderwerbssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer (seit August 2008 abgeschafft), Finanztransaktionssteuer </li></ul><ul><li>Vermögenszuwachs </li></ul><ul><li>Beispiel: Besteuerung von Spekulationsgewinnen bei Aktien </li></ul>
  16. 16. Vermögenszuwachssteuer <ul><li>Problem: Veräußerungsgewinne von Wertpapieren sind nach einer einjährigen Behaltedauer völlig steuerfrei </li></ul><ul><li>Forderung der GPA-djp: Aufhebung der Spekulationsfrist von einem Jahr; Kursgewinne mit 25 % endbesteuern </li></ul>
  17. 17. Vermögenszuwachssteuer <ul><li>Problem: Veräußerungsgewinne von Immobilien sind nach zehnjähriger Behaltedauer völlig steuerfrei </li></ul><ul><li>Forderung der GPA-djp: Verdoppelung der Spekulationsfrist </li></ul><ul><ul><li>Ausnahme: Selbst bewohnte Wohnungen und Einfamilienhäuser für die Eigennutzung </li></ul></ul><ul><ul><li>Umwidmung des Grundstücks: Spekulationsfrist soll entfallen </li></ul></ul>
  18. 18. Vermögensbezogene Steuern: Forderungen <ul><li>Einführung einer Finanztransaktionssteuer (Wertpapiere, Devisen) </li></ul><ul><li>Solange auf EU-Ebene die Finanztransaktionssteuer nicht umgesetzt ist, muss auf nationaler Ebene eine Börsenumsatzsteuer mit 0,25 % eingeführt werden, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren fällig wird. </li></ul>
  19. 19. Vermögensbezogene Steuern: Forderungen <ul><li>Gerechtere Besteuerung von Privatstiftungen </li></ul><ul><li>- KESt für alle Vermögenserträge in voller Höhe für Stiftungen </li></ul><ul><li>- derzeit: halbe KESt (12,5 %) für Zinsen/Kapitalerträge aus Veranlagungen und 0% KESt für Dividenden und Gewinne aus GmbHs, die einer Stiftung zufließen </li></ul>
  20. 20. Vermögensteuer: GPA-djp-Modell <ul><li>GPA-djp fordert eine progressiv gestaffelte Vermögensbesteuerung </li></ul><ul><ul><li>Freibetrag von 500.000,-- EUR </li></ul></ul><ul><ul><li>Eingangssteuersatz von 0,25 %, der sich schrittweise auf 1,45 % bei über 2 Mio. EUR Vermögen erhöht </li></ul></ul><ul><ul><li>Gesamtes Vermögen wird erfasst (Immobilien, Fahrzeuge, Wertpapiere, Sparbücher); Hausrat ist ausgenommen; Laufende Kredite werden abgezogen. </li></ul></ul><ul><ul><li>Vermögensbewertung: Nach dem Verkehrswert </li></ul></ul>
  21. 21. Steuersätze der Vermögenssteuer (GPA-djp-Vorschlag)
  22. 22. Vermögenssteuer: Modell von Schulmeister <ul><li>Freibetrag von 100.000,-- EUR/Person, je Kind zusätzlich 25.000,-- EUR </li></ul><ul><li>Konstanter Steuersatz von 0,5 % („flat tax“-Tarif) </li></ul><ul><li>Gesamtes Vermögen wird erfasst. Verbindlichkeiten können abgezogen werden. </li></ul><ul><li>Vermögensbewertung: Nach Marktpreisen </li></ul>
  23. 23. Vermögenssteuer: Beispiel 1 <ul><li>Frau A.: </li></ul><ul><li>Eigenheim im Burgenland (EUR 350.000,--) </li></ul><ul><li>Wertpapiere (EUR 50.000,--) </li></ul><ul><li>Sparbuch für ihre 2 Kinder (EUR 50.000,--) </li></ul><ul><li>Kredit (EUR 70.000,--) </li></ul><ul><li>Vermögenssteuer: </li></ul><ul><li>EUR 0,-- (GPA-djp-Modell) </li></ul><ul><li>EUR 1.150,-- (Schulmeister-Modell) </li></ul>
  24. 24. Vermögenssteuer: Beispiel 2 <ul><li>Herr W.: </li></ul><ul><li>Wochenendhaus in NÖ und Eigentumswohnung in Wien (EUR 700.000,--) </li></ul><ul><li>Sparguthaben (EUR 100.000,--) </li></ul><ul><li>Mercedes (EUR 50.000,--) </li></ul><ul><li>Vermögensteuer: </li></ul><ul><li>EUR 1.075,-- (GPA-djp-Modell) </li></ul><ul><li>EUR 3.750,-- (Schulmeister-Modell) </li></ul>
  25. 25. Vermögenssteuer: Beispiel 3 <ul><li>Herr S. besitzt Immobilien, Fahrzeuge und Wertpapiere im Wert von insgesamt EUR 2.200.000,-- </li></ul><ul><li>Vermögensteuer: </li></ul><ul><li>EUR 14.150,-- (GPA-djp-Modell) </li></ul><ul><li>EUR 10.500,-- (Schulmeister-Modell) </li></ul>
  26. 26. Umfrage zur Vermögensteuer <ul><li>Gallup-Umfrage (April 2009) </li></ul><ul><li>74 % für eine neue &quot;Vermögenssteuer ab einem Vermögen von 500.000,-- Euro </li></ul><ul><li>Nur 20 % wären dagegen </li></ul><ul><li>BefürworterInnen nach Parteien: BZÖ 94 %, Grüne 90 %, SPÖ 87 %, FPÖ 71 %, ÖVP 59% </li></ul>
  27. 27. Erbschaftssteuer <ul><li>Erbschaftssteuer ist im August 2008 ausgelaufen. </li></ul><ul><li>Hatte eine stark umverteilende Wirkung: 2006 entfiel die Hälfte des Aufkommens der Erbschafts- und Schenkungssteuer auf 1,3% der Erbfälle (811 von 62.399 Erben) </li></ul><ul><li>AkademikerInnen erben am häufigsten, Menschen mit Pflichtschulabschluss am seltensten </li></ul><ul><li>Problem der alten Erbschaftssteuerregelung: </li></ul><ul><li>- Niedrige Einheitswerte von Grundstücken </li></ul><ul><li>- Steuerbefreiung für Sparguthaben und Wertpapierdepots </li></ul>
  28. 28. Wiedereinführung der Erbschaftssteuer <ul><li>Eckpunkte: </li></ul><ul><li>Großzügiger Freibetrag von EUR 400.000,-- (Kleine und mittlere Vermögen sollen verschont bleiben.) </li></ul><ul><li>Steuersätze zwischen 4% und 20% </li></ul><ul><li>Auch Sparguthaben und Wertpapierdepots sollen erfasst werden. </li></ul><ul><li>Grundvermögen soll mit seinem realen Verkehrswert erfasst werden. </li></ul>
  29. 29. Verteilungswirkungen von Staatseinnahmen und -ausgaben (WIFO-Studie) <ul><li>Umverteilt wird in Ö. über Staatsausgaben nicht über Staatseinnahmen </li></ul><ul><li>Steuersystem ist nur schwach progressiv alle Einkommensschichten zahlen in Relation zu ihrem Einkommen fast gleich viel Steuern (37% im ersten, 40% im 10. Dezil) </li></ul><ul><li>Sozialtransfers wirken stark umverteilend. </li></ul><ul><li>Fazit: Sozialstaat erfüllt seine Aufgabe! </li></ul><ul><li>Aber: nicht alle Transfers sind armutsfest! </li></ul>
  30. 30. Problemzone Arbeitslosengeld <ul><li>Wifo Prognose 2010: AL-Rekord 310.000 </li></ul><ul><li>AL-Geld ist nicht existenzsichernd </li></ul><ul><li>Nettoersatzrate ist im internationalen Vergleich niedrig </li></ul><ul><li>Durchschnittliches AL-Geld 806,- (Notstandshilfe 603,-) </li></ul>
  31. 32. GPA-djp Aktionswochen
  32. 33. Elemente: <ul><li>IFES-Studie </li></ul><ul><li>Auftakt-Pressekonferenzen </li></ul><ul><li>Offene Veranstaltungen (Podiumsdiskussionen, Infomessen) </li></ul><ul><li>Aktionen im betrieblichen/öffentlichen Raum </li></ul>
  33. 34. Bilanz: <ul><li>140 Hauptamtliche und FunktionärInnen an ca. 200 Standorten im Einsatz </li></ul><ul><li>30.000 Folder/Aktionsmaterialien verteilt </li></ul><ul><li>Sehr gutes Presseecho: Print, ORF, Privatradio, -fernsehen, Regionalmedien </li></ul>
  34. 35. Es gibt vieles, für das es sich lohnt, organisiert zu sein.

×