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LE CD REVIEWS 2013 (all)

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LE CD REVIEWS 2013 (all)

  1. 1. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  2. 2. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  3. 3. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Shostakovich & Rachmaninov Elschenbroich/Grynyuk (Onyx) David Mellor 18 May 2013 The New Releases Show with David Mellor Connoisseur’s Choice Shostakovich & Rachmaninov Leonard Elschenbroich/ Alexei Grynyuk Onyx ONYX 4116 David’s verdict: “I find it very satisfying. A very interesting interpretation of all this music from cellist Leonard Elschenbroich – a name we’re going to hear much more of.” Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  4. 4. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW
  5. 5. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.u
  6. 6. h ö r e n & s e h e n Rámon Vargas Tenor mit Strahlkraft Fast könnte man ja schon vergessen haben, wie volle, kräftige Tenorstimmen im italienischen Fach klingen. Die Mischung aus hochgezüchte- ten Baritonstimmen und ins Dramatische drän- genden lyrischen, die derzeit en vogue sind, haben eine ganze Traditionslinie in den Hinter- grund gestellt. Da kommt Rámon Vargas’ Reci- tal mit Arienklassikern des italienischen und französischen Fachs gerade recht. Er demons- triert, wie Verdi und Verismo, aber auch Gou- nod und Massenet klingen, wenn der Stimm- kern mit tenoraler Kraft gespeist ist, wenn die Attacke überwältigen kann und wenn die expo- nierten Töne tatsächlich strahlen. Auch wenn ihm die ganz große Karriere versagt blieb, so ist Vargas doch seit seinem legendären Einsprin- gen für Pavarotti an der Met Anfang der 90er- Jahre, auf den großen Opernbühnen unterwegs. 2001 wurde er als „bester Sänger” mit dem „Echo Klassik” ausgezeichnet. Dieses souveräne Arien-Album, von Riccardo Frizza und dem Budapester Symphony Orchestra ebenso stilsi- cher wie diskret begleitet, zeigt einen Tenor der alten Schule, im besten Sinne des Wortes. US „Opera Arias“ Ramón Vergas, Budapest Symphony Orchestra, Riccardo Frizza ­(Capriccio) Track 1 auf der crescendo Abo- CD: „Pourquoi me réveiller“ aus „Werther“ Christine Hoock Phönix aus der Asche Der Kontrabass führt als Soloinstrument heutzutage ein Schattendasein. Früher war das anders: Im Barock war die Bassgambe – ein Vorläufer des Kontrabasses – als Soloinstrument sehr gefragt. Christine Hoock, Professorin für Kontrabass am Salzburger Mozarteum, lässt auf dieser CD des Münchner NEOS-Labels ihr Instrument facettenreich erklingen, von „minimalistisch“ bis „hoch virtuos“. Dabei überschreitet sie munter Stilgrenzen, lässt Antonio Vivaldi auf Philip Glass treffen und Johann Sebastian Bach auf Arvo Pärt. Ihre Mitstreiter sind u.a. drei weitere Kontra- bassisten, die beim barocken Konzert „Le Phénix“ von Michel Corette ein atemberaubend voll- mundig tönendes Ensemble bilden. Da das Album auch klanglich hoch- wertig produziert ist, bietet es Hifi-Fans ein Festival der tiefen Töne mit herrlich satten Passagen, bei denen sich Gänsehautfeeling einstellt. Es enthält Transkriptionen und Originalwerke. RA „Le Phénix – Solokontrabass in Barock und Moderne“ Christine Hoock, Thomas Martin, Thomas Jauch, Stephan Bauer, Barbara Nussbaum, Florian Birsak (NEOS) Arabella Steinbacher Fast zu elegant Im Inlay ihres neuen Albums sieht man Arabella Steinbacher im violetten Kleid am Tisch eines Salons – ein Schauplatz für Arabella Steinbachers Stradivari. Eleganz, das kann man ganz sicher- lich von Arabella Steinbacher erwarten. Nicht umsonst wird der Klassikstar für den silbrigen Ton und eigenständigen Stil geschätzt. Auf dem Album interpretiert Arabella Steinbacher neben Ernest Chaussons Poème für Violine und Orchester zwei „dicke Schinken“ der Violinlitertaur: das Violinkonzert in D-Dur von Erich Wolfgang Korngold sowie Max Bruchs Violinkonzert in g-Moll. Ihre Noblesse aber kommt ihr in dieser Aufnahme nicht immer zugute. Ein bisschen zu fein, vielleicht auch vornehm zurückgehalten, erklingt vor allem Bruchs Violinkonzert, ein Werk, geschrieben, um an großen Emotionen zu zerbersten. Ebenso könnte Korngolds Violinkonzert, das durchweg Themen seiner Filmpartituren aufgreift, mehr Hollywood-Sound vertragen. Bei Ernest Chaussons Poème für Violine kann Steinbacher allerdings mit allen Facetten ihres Feingefühls brillieren. Mit magischem Ton zaubert die Künst- lerin Musik, beseelt von ihrer natürlichen Persönlichkeit. KW „Arabella Steinbacher: Bruch, Korngold, Chausson“ (Pentatone Classics) Leonard Elschenbroich Hör mir zu! Man will eigentlich ausschalten und kann nicht – das gibt es nicht oft bei einer CD. Leonard Elschenbroich spielt die Brat- schensonate op. 147 von Dimitri Scho- stakowitsch (in der Bearbeitung für Cello von Daniil Shafran) so eindringlich, als wollte er sagen: „Hör mir zu!“ Der Kompo- nist schrieb das Werk quasi auf dem Toten- bett, und doch hat es nichts von einem wür- devollen Abschied – eher von Ernüchte- rung und Kälte. Die persönliche Faszination Elschenbroichs für Schostakowitsch spricht aus der Tiefe des Ausdrucks, mit der er jede einzelne Note dieses, wie er selbst sagt, „depri- mierenden“ Stücks spielt. Was die technische Seite betrifft, sei nur auf die Liste von Auszeichnungen verwiesen, über die der 1983 geborene Weltstar bereits verfügt. Eingerahmt wird die Schostakowitsch-Sonate von zwei „versöhnlicher“ wirkenden Werken Sergej Rachmaninovs: der Cellosonate in g-Moll op. 19 sowie der Vocalise op. 34 Nr. 14 (am Klavier, ebenfalls hervorragend: Alexei Grynyuk). JH „Schostakowitsch Rachmaninov“ ­Leonard Elschenbroich, Alexei Grynyuk (Onyx) Track 6 auf der crescendo Abo-CD: „Vocalise op. 34, Nr. 34“ 35 Foto: Kaupo Kikkas
  7. 7. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich – cello Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  8. 8. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich – cello Zwischen Leben und Tod Elschenbroich/Grynyuk (Onyx) 16 May 2013 Der deutsche Cellist Leonard Elschenbroich, Jahrgang 1985, stellt sich auf dieser CD zunächst mit Rachmaninovs Cellosonate vor, für die er sowohl den richtigen Atem als auch einen ausgeprägten Sinn für die Melodik und Kantabilität der Musik mitbringt, daraus eine Mischung erzeugend, die die Sonate vor jeglicher Süße bewahrt und ihr eine erfrischend beherzte Dynamik gibt. Neben Elschenbroich überzeugt auch der ukrainisch-britische Pianist Alexei Grynyuk durch kongeniales Mitgestalten. Dmitri Shostakovichs Bratschensonate op. 147 ist sein letztes Werk. Entstanden in den Monaten vor seinem Tod trägt es die Züge einer Endzeit, und das wird in dieser Aufnahme sehr deutlich. Leonard Elschenbroich spielt die von Daniil Shafran gemachte Transkription für Cello und Klavier, die der Komponist ausdrücklich genehmigte und für die er Shafran auch noch selber beriet. Elschenbroichs Ton wechselt zwischen Leidenschaftlichkeit und Lyrismus, wobei im Adagio die Musik manchmal so bleich wird, dass dem Zuhörer der Atem stockt. Die CD wird somit ein Parcours zwischen Leben (Rachmaninov) und Tod (Shostakovich) Die Tonaufnahme ist ideal balanciert und klanglich angenehm präsent. Remy Franck Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  9. 9. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich (violoncello) and Alexei Grynyuk (piano) Sergei Rachmaninov (1873 - 1943) - Cello sonata in G minor, op. 29 [36.18] Dmitri Shostakovich (1906 - 1975) - Viola sonata op. 147 [33.18] Sergei Rachmaninov (1873 - 1943) - Vocalise op. 34, no. 14 [6.39] Recorded 24-26 November 2012, Potton Hall Suffolk ONYX 4116 1 CD [76.36] Review by Robert Hugill http://www.planethugill.com Twitter @RobertHugill Rachmaninov's Cello Sonata opens with a Lento introduction before the mainAllegro moderato of the first movement. Elschenbroich plays the opening with a narrow, unfolding tone and a fine elegant line. In the main Allegro moderato he plays with a lovely singing tone, and his dialogue with Grynyuk's piano takes on a very poetic character. The performance is a relatively restrained one, but impulsive in nature with plenty of flexibility to the rubato and never self-indulgent. There are dramatic climaxes and quiet poetry, but this isn't a big Romantic performance and Elschenbroich's tone is fine grained rather than heavily vibrato laden. For the Allegro Scherzando Elschenbroich brings rather a dark edge to the scurrying passages, rather dramatic moments alternate with finely sung poetic ones. The Andante opens with a lovely romantic piano tune, finely and subtly played by Grynyuk. When Elschenbroich comes in, he too sings. There is again drama and poetry here, with heavy piano textures contrasting to the singing line of the cello, making the movement powerfully evocative. For the final Allegro mosso we have technical virtuosity and brilliant freedom with a nicely impulsive performance from both cello and piano. The material here evokes memories of the piano concertos. Throughout the work both Elschenbroich and Grynyuk indulge in fine, poetic dialogue, forming a real partnership. They continue, albeit in a highly different vein, in Shostakovich's Viola Sonata, This late work includes quotations from Shostakovich's own music, the Berg Violin Concerto and, most notably, Beethoven's Moonlight sonata in the last movement. The opening Moderato is intense, melancholy and very dark. Textures are sparse (throughout the work Shostakovich uses one or two part textures for the piano a lot of the time). This is a deadly darkly serious movement with not trace of the sardonic humour often found in Shostakovich. The spare textures simply evaporate into nothing at the end. The Allegretto is scherzo like, but very edgy and brittle, not at all fun. Elschenbroich makes the solo part pointed but still low key. The concluding section, with its feeling of instability, has some lovely high playing from the cello. I am aware that, by playing the piece on the cello even if at pitch, we get a more present, less veiled tone than if it had been on the viol, but Elschenbroich makes a brilliant case for this incarnation of the work. The last movement opens with an unaccompanied cantilena from the cello, then it develops into a curious, haunting meditation on Beethoven's Moonlight sonata with the piano echoing Beethoven, the cello singing over the top. After something of a cadenza, other material returns for the uneasy conclusion. A masterly performance of a troubling work. Throughout this review, I have referred to Elschenbroich's singing tone and poetry of his playing, so it is very apt that he and Grynyuk conclude with Leonard Rose's adaptation of Rachmaninov's Vocalise in a magical performance. This is a masterly disc from two talented young artists, who show us that they can not only sing, but take us to some very dark places indeed. Robert Hugill http://www.planethugill.com Twitter @RobertHugill
  10. 10. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Onyx CD release with Alexei Grynyuk (piano) – Rachmaninov, Shostakovich Elschenbroich/Grynyuk (Onyx) April 2013 5* This is an exceptional set of performances by German cellist Leonard Elschenbroich and Kiev-born pianist Alexei Grynyuk, in which the sheer poise and eloquence of Rachmaninov’s expansive Cello Sonata is chillingly offset by the dry pallor of Shostakovich’s Viola Concerto, his last work seamlessly arranged for cello by Daniil Shafran. Where there is supreme beauty in the Rachmaninov – the darkened brilliance of the Allegro scherzando, and an Andante every bit as ravishing as that of the Second Piano Concerto – there is a curt austerity in the Shostakovich, all of which this duo articulate with complete conviction. Rachmaninov’s deliciously mellifluous Vocalise provides a warm and cosy ending to a seriously good disc. Ken Walton Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  11. 11. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Rachmaninov and Shostakovich Young German cellist Leonard Elschebroich is a fast-rising star, and with good reason, says Jessica Duchen as she listens to these wonderfully three-dimensional performances. Label: Onyx Classics Rating ***** It’s hard to imagine two Russian sonatas more different than Rachmaninov’s for cello and piano and Shostakovich’s for viola and piano (here in an arrangement by the late great cellist Daniil Shafran). The Rachmaninov is – to the surprise of some who consider him primarily a composer of piano music – one of the composer’s most magnificent creations, contemporaneous with his Second Piano Concerto and Suite No.2. The cello, with its enormous expressive range, proves the perfect vehicle for his melodic sensibility, while the piano part is nearly as demanding as the soloist’s role in his concertos. Shostakovich’s Viola Sonata is, likewise, a masterpiece – but there the similarity ends, for this tortured and devastating piece (with its ironic references to Beethoven’s ‘Moonlight’ Sonata) was written when the composer was on his deathbed and seems to reflect the agony not only of disease but of the spiritual toll that the composer’s dilemmas in Soviet Russia had taken upon him. Wonderfully rich, colourful and spiritually faithful interpretations The young German cellist Leonard Elschenbroich, a fast-rising star, is one of the BBC’s New Generation Artists at present – and this CD proves that that’s with good reason. Together with the excellent Alexei Grynyuk, Elschenbroich proves his range of expression more than equal to their demands at both ends of the emotional spectrum – from Rachmaninov’s generous and life-affirming passion to the chill of Shostakovich’s deathly hallows. Both musicians give a complete arsenal of apparently faultless technique to the creation of wonderfully rich, colourful and spiritually faithful interpretations. The Rachmaninov Vocalise serves as a well- chosen encore. Jessica Duchen http://sinfinimusic.com/uk/reviews/2013/04/leonard-elschenbroich-recital/ Contact: Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 ccarson@icartists.co.uk
  12. 12. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Cello im Duo: Spiel, Satz und Sieg im Märchenwald Elschenbroich/Grynyuk (Onyx) 1 June 2013 Cello und Klavier, eine spröde Ehe? Fast nie. Altmeister David Geringas entdeckte Märchentöne, sein junger Kollege Leonard Elschenbroich setzt auf das 20. Jahrhundert. Eines eint sie: der swingende Ton, der bebt und lebt. Wenn nur alles so üppig sprießen würde wie der Nachwuchs an Cello-Solisten! Wer in dieser Champions League mitspielen will, muss sich allerdings schnell profilieren, da die Literatur für Cello solo nicht unendlich vorhanden ist. Der 1985 in Frankfurt geborene Cellist Leonard Elschenbroich punktete 2009 beim Schleswig- Holstein Musikfestival und gewann dort den Bernstein-Preis. Sein Paarlauf mit Anne-Sophie Mutter im Brahms-Doppelkonzert unter Christoph Eschenbachs Leitung überzeugte, der junge Mann wuchs zu einem international angesehenen Virtuosen heran. CDs von ihm gibt es noch nicht viele, aber seine neue Veröffentlichung mit russischer Kammermusik bestätigt den Ruf von Elschenbroichs elegantem Celloton. Die Sonate op. 19 von Sergej Rachmaninow bietet diesem Ton nun beste Entfaltungsmöglichkeiten. Kleine Reibereien inbegriffen: Man hört dem Klavierpart hier jederzeit an, dass der Komponist selbst als prankenfester Tastentitan unterwegs war. Der Cellist muss schon selbstbewusst zugreifen und einen sicheren Strich gegen die Wucht des Pianos aufbieten. Elschenbroich antwortet nicht mit Gewalt, sondern mit sanglichem, biegsamen Ton - was zu einer ungemein packenden Symbiose aus Sentiment und Kraft wie im dramatischen Allegro scherzando der Sonate führt. Mehr als nur einen Begleitpart spielt der auftrumpfende Alexei Grynyuk (seit einigen Jahren schon mit Elschenbroich aktiv), der die eloquenten Linien von Rachmaninows Klaviersatz pointiert herausarbeitet: Beide profitieren von diesem Teamwork. Ergebnis: Sieg in vier munteren Sätzen, bis hin zum beseelt perlenden Allegro mosso. Kraftvoller Rachmaninow Als nettes Bonbon überrascht die Bearbeitung von DmitriSchostakowitschs Viola-Sonate op. 147, die der russische Cellist Daniil Shafran (1923-1997) für sein Instrument besorgt hat. Elschenbroich schreibt darüber interessant in den Liner Notes zu seiner CD, die mit ihrer Dezenz und Klangkultur, nicht vordergründiger Hexerei überzeugt.
  13. 13. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Inspiration kam eventuell auch aus deutschen Landen: Wenn auch Leonard Elschenbroich kein Schüler des im Hamburg lebenden litauischen Cellisten David Geringas ist, so mag sein biegsamer Ton dem älteren Meister abgelauscht sein. Geringas' jugendlich frische Einspielungen der sechs Bach-Suiten von 2011 sind noch in lebhafter Erinnerung. Ebenfalls mit Klavier als Sekundanz spielte er nun ein gleichfalls eigenwilliges Programm namens Pohádka ein, das seinen Klangsinn und seine sportive Brillanz dieses Mal in spätromantischem Gewand vorführt. Die Kompositionen von Dvorak, Suk, Janacek und - Achtung - Gustav Mahler gehören nicht zum gängigen Repertoire. Ein großer Spaß, denn diese zwei Instrumentalisten teilen ihre Entdeckerfreude mit Temperament und überlegener Spieltechnik. Poesie und Spannung bei Janácek Wenn David Geringas diese Stücke im Konzert vorträgt, so wirkt er konzentriert und entspannt zugleich: Klar fließt sein meditativer Ton. Der tänzerische Wirbel seiner Bach-Interpretationen lebt in den eingängigen Stücken von Anton Dvorak und Josef Suk fort, mit denen seine CD beschwingt startet. Und dem spröden, kräftig gezupften Pohádka (Märchen) von Leos Janácek (1854-1928) gibt er Poesie und Erzähl-Fluss. Auch hier sind die liebevollen Begleittexte der CD erwähnenswert, die nicht nur das Märchen darstellen, auf welches sich Janácek bezieht, sondern auch die Entstehung der Mahler-Bearbeitungen durch den russischen Pianisten und Heinrich-Neuhaus-Schüler Viktor Derevianko erläutern. Diese kammermusikalische Version von bekannten Kompositionen wie den Kindertotenliedern oder dem bewegenden Ich bin der Welt abhanden gekommen aus den Rückert-Liedern fordert von den Interpreten die Entwicklung eines eigenen Mahler-Tones, denn Kammermusik gibt es vom Komponisten praktisch nicht. Dass dies so überzeugend gelingt, geht auch auf das Konto des britischen Pianisten Ian Fountain, der 1989 mit 19 Jahren als jüngster Pianist den Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv gewann. Wunderbar ergänzen sich sein kraftvolles, expressives Klavierspiel mit Geringas' federn-leichtem Cello-Ausdruck. Wie so oft bei perfekten Paaren: Gegensätze ziehen sich in diesem Kammermusik-Match nicht nur an, sondern verstärken die Wirkung - ein altersunabhängiges Phänomen. Leonard Elschenbroich, Alexei Grynyuk: Schostakowitsch und Rachmaninow. Onyx; 22,99 Euro. David Geringas: Pohádka - Dvorák, Janácek, Mahler, Suk. Es-Dur; 17,99 Euro. Bitte erklären Sie mir wie man im Jahr 2013 einen Artikel über Musik schreibt ohne diese hören zu können - bitte 2. GinaBe 01.06.2013 Der Artikel macht neugierig, eher auf ein Konzert mit dem jungen Künstler, als eine CD zu erstehen. Dennoch, Ausschau halten werde ich.. Leonard Elschenbroich Christoph Eschenbach Beethoven Sonatas- Schleswig-Holstein [...] 3. Hörenswert gstaad 01.06.2013 Eine differenzierte, herausragende Interpretation. Ein großer Künstler seiner Zeit. Alle Kommentare öffnen © SPIEGEL ONLINE 2013 Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH Samstag, 01.06.2013 – 08:45 Uhr Leonard Elschenbroich, Alexei Grynyuk: Schostakowitsch und Rachmaninow. Onyx; 22,99 Euro. Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  14. 14. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Shostakovich/Shafran: Viola Sonata; Rachmaninov: Cello Sonata – review Elschenbroich/Grynyuk (Onyx) ***** Tim Ashley, Thursday 9 May 2013 The most tragic work I know, is how cellist Leonard Elschenbroich describes Shostakovich's Viola Sonata, his harrowing last composition, completed in 1975. The piece was originally planned, however, as a cello sonata for Mstislav Rostropovich, then exiled from the USSR; just before his death, Shostakovich asked cellist Daniil Shafran to prepare a version for the lower instrument. It's Shafran's version that Elschenbroich gives us here in a performance of tremendous assurance and power. You could argue that the cello's warmth adds a touch of lyricism that detracts from the sparseness of the original. But there's no mistaking the intensity and commitment that Elschenbroich and pianist Alexei Grynyuk bring to it, and the closing pages, which look unflinchingly towards extinction, are unnerving in the extreme. Its companion piece, radically different, is Rachmaninov's Cello Sonata, in which Grynyuk's energy and Elschenbroich's sense of poetry are joyously to the fore. Exceptional. Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  15. 15. International Classical Artists International Classical Artists Dunstan House 14a St Cross Street London EC1N 8XA Tel: +44 20 7902 0520 www.icartists.co.uk REVIEW Leonard Elschenbroich - cello Contact Cathy Carson International Classical Artists T: +44 (0)20 7539 2633 (direct) M: +44 (0 +44 75381 79065 E: ccarson@icartists.co.uk
  16. 16. Leonard Elschenbroich - cello Onyx CD release with Alexei Grynkuk (piano) – Rachmaninov, Shostakovich 5* THIS is an exceptional set of performances by German cellist Leonard Elschenbroich and Kiev-born pianist Alexei Grynyuk, in which the sheer poise and eloquence of Rachmaninov’s expansive Cello Sonata is chillingly offset by the dry pallor of Shostakovich’s Viola Concerto, his last work seamlessly arranged for cello by Daniil Shafran. Where there is supreme beauty in the Rachmaninov – the darkened brilliance of the Allegro scherzando, and an Andante every bit as ravishing as that of the Second Piano Concerto – there is a curt austerity in the Shostakovich, all of which this duo articulate with complete conviction. Rachmaninov’s deliciously mellifluous Vocalise provides a warm and cosy ending to a seriously good disc. The Scotsman By Ken Walton, April 2013

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