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VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE
TEIL I
Wirtschaftsübersetzung Russisch > Deutsch (WiDe01)
Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | ILORI TRANSLATIONS
Agenda
 1: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre
 Bedürfnisse und Bedarf
 Angebot und Nachfrage
 Güterarten
 Volkswirtschaftliche Kennzahlen, u. a. Bruttoinlandsprodukt
 Konjunktur und Konjunkturzyklen
 Märkte
 Marktformen
 Preisbildung
 Einflüsse auf den Markt
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Grundbegriffe der Wirtschaft
Wirtschaft oder Ökonomie ist
 die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen,
 die der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen.
 Wirtschaftliche Einrichtungen: Unternehmen, private und öffentliche Haushalte,
 Handlungen des Wirtschaftens: Herstellung, Absatz, Tausch, Konsum, Umlauf,
Verteilung und Recycling/Entsorgung von Gütern.
 Betroffene Ebenen: welt-, volks-, stadt-, betriebs- und hauswirtschaftlicher Ebene.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft
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Spickzettel:
Bedürfnis = нужда, потребность
Bedarf = потребность, запрос
Nachfrage = спрос, запрос
Grundbegriffe der Wirtschaft (ru)
... экономика
 это хозяйство, наука о хозяйстве и хозяйствовании и отношения между людьми в
процессе хозяйствования.
Экономическая наука
 это наука о том, как люди и общество выбирают способ использования
дефицитных ресурсов, которые могут иметь многоцелевое назначение, для того,
чтобы произвести разнообразные товары и распределить их сейчас или в
будущем для потребления различных индивидов и групп общества.
Quelle: Райзберг/Стародубцева, 2015, Курс экономики
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Bedürfnisse als Motor des Wirtschaftens
Maslowsche Bedürfnishierarchie
 auch Bedürfnispyramide
 ru: Пирамида потребностей по Маслоу
 „Bedürfnis ist … die Empfindung eines
Mangels mit dem Ziel, diesen zu
beseitigen.“
(Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C3%BCr
fnis)
Abbildung: http://employability.e-
mentoring.eu/test1s/description/DE (Stand:
27.01.2020)
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Bedürfnis > Bedarf > Nachfrage
 Bedarf – der als Mangel erlebte Wunsch eines Wirtschaftssubjekts nach dem Erwerb
von Gütern und Dienstleistungen, deren Besitz, Gebrauch, Nutzung oder Verbrauch
die Befriedigung von Bedürfnissen erwarten lässt.
 Der durch Kaufkraft gestützte Bedarf heißt Nachfrage.
Bsp.:
 Hunger > unkonkretes Bedürfnis nach Nahrung
 konkreter Wunsch nach einer Pizza = ökonomisch relevanter Bedarf
 Dieser Wunsch in Kombination mit Kaufkraft (Geldwert) > Nachfrage
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf
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Güterarten I
 Bedürfnisbefriedigung – durch Güter und
Dienstleistungen
 ABER: Bedürfnisse und Konsumwünsche
unbegrenzt <> Güterangebot begrenzt
> Güterknappheit – Spannungsverhältnis –
Notwendigkeit zum Haushalten und
Wirtschaften
Quelle: Stöhr, 2012, S. 16ff.
Güter
Freie Güter Wirtschaftsgüter
Materielle Güter
(Sachgüter)
Immaterielle Güter
(Dienstleistungen,
Rechte)
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Güterarten II
 Konsumgüter sind Güter, die für den privaten Ge- oder
Verbrauch hergestellt und gehandelt werden.
 Investitionsgüter (auch Kapitalgut) – Güter oder
Dienstleistungen, die zur Produktion oder Weiterverarbeitung
von Gütern dienen (u. a. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).
 Dienstleistungen
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgut,
https://de.wikipedia.org/wiki/Investitionsgut
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Produktionsgut Konsumgut
langlebiges Gut
(Gebrauchsgut
i. w. S.)
Investitionsgut
(z. B.
Produktions-
maschinen,
Bürogebäude)
Gebrauchsgut
(z. B. Wohn-
gebäude,
Einrichtungs-
gegenstände)
kurzlebiges Gut
(Verbrauchsgut
i. w. S.)
Vorleistungsgut
(z. B. Schmieröl,
Lacke, Elektro-
motoren)
Verbrauchsgut
(z. B. Lebens-
mittel)
Das ökonomische Prinzip
Beschäftigung mit Wirtschaftswissenschaft basiert auf Annahmen:
 Knappe Güter
 Rational (vernünftig) handelnde Personen
> Ziel des Homo oeconomicus: möglichst günstiges Verhältnis zwischen Einsatz (Input) und Ergebnis
(Output) zu verwirklichen (ökonomisches Prinzip).
Zwei Spezialfälle:
1. Maximalprinzip: Mit gegebenen Mitteln soll ein maximaler Output erzielt werden.
2. Minimalprinzip: Ein angestrebtes Ziel soll mit möglichst wenig Mitteln erreicht werden.
(Effizienz)
Quelle: Stöhr, 2012, S. 19
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Angebot und Nachfrage I
Einfache Definition:
Angebot ist die eine Hälfte des Marktes – die Menge all jener
Güter oder Leistungen, die zum Verkauf stehen. Wie viel
davon tatsächlich den Besitzer wechselt, hängt vor allem
von der anderen Hälfte ab: der Nachfrage.
(Quelle: die tageschau erklärt die Wirtschaft, S. 26)
Wirtschaftswissenschaftliche Definition:
(Das Lexikon der Wirtschaft, S. 62)
Angebot – volkswirtschaftliche Bezeichnung für die Menge eines Gutes, das am Markt zum Verkauf oder
Tausch steht. Angebot ist die Bereitstellung von Waren oder Leistungen […] durch einzelne Unternehmen
(Individualangebot), genauso wie die Gesamtheit an Gütern oder Dienstleistungen, die auf einem
bestimmten Markt […] zum Verkauf bereit stehen (Marktangebot).
Entscheidend für die angebotene Menge an Gütern oder Leistungen auf einem Markt ist z. B. der Preis des
Gutes, die Kosten der Produktion, die Gewinnerwartung des Herstellers oder die Konkurrenzsituation.
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Angebot und Nachfrage II
Nachfrage – die Absicht von Haushalten,
Güter und Leistungen auf Märkten zu erwerben.
(Das Lexikon der Wirtschaft, S. 81)
Arten von Nachfrage: individuell und Gesamtnachfrage
Einflussfaktoren der individuellen Nachfrage:
- Preis des Gutes (zB Brötchen)
- Preis der Komplementärgüter (zB Butter)
- Preis der Substitutionsgüter (zB Brot)
- Einkommen und Vermögen des Konsumenten (Kaufkraft)
- Bedürfnisse (zB Weizen- oder Roggenmehl)
- Erwartungen (zB bzgl. Preisentwicklung)
Bei Gesamtnachfrage:
+ Anzahl der Konsumenten insg.
+ Verteilung des Einkommens/Vermögens
Quelle: Stöhr, 2012, S. 25
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Konjunktur und Konjunkturzyklen
 Konjunktur – ein über mehrere Jahre hinweg in einer Volkswirtschaft
wiederkehrendes Grundmuster von Auf und Ab der wirtschaftlichen Aktivität.
 Konjunkturzyklus – die wellenförmigen Auf- und Ab-Bewegungen der Wirtschaft
 Phasen des Konjunkturzyklus:
 Aufschwung
 Hochkonjunktur/Boom
 Abschwung und
 Konjunkturtief
 Messbar: BIP, Verbraucherpreisindex, private Konsumausgaben, Investitionen,
Produktionsindex, Umsätze von Unternehmen, Preise, Arbeitslosenquote
(zB BIP steigt = Aufschwung)
Quelle: wirtschaftundschule.de, URL: https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterial/detailansicht
-material/material/konjunkturphasen/?tx_z3teachingmaterials_material%5BfileReference%5D=1024
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Volkswirtschaftliche Kennzahlen: Bruttoinlandsprodukt I
 Bruttosozialprodukt (BIP) – Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Jahr innerhalb der
Landesgrenzen einer Volkswirtschaft erwirtschaftet werden.
 In Deutschland: inkl. Leistungen der Ausländer die in Deutschland arbeiten; ohne Leistungen der Inländer,
die im Ausland arbeiten
 Einsatz der Kennzahl: Indikator für den Wohlstand eines Landes und die Leistungsfähigkeit einer
Volkswirtschaft
Quelle: Das Lexikon der Wirtschaft, S. 13
 Das BIP misst den Wert der im Inland hergestellten
Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung),
soweit diese nicht als Vorleistungen für die
Produktion anderer Waren und Dienstleistungen
verwendet werden.
Quelle: destatis, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-
Inlandsprodukt/Methoden/bip.html
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Bruttoinlandsprodukt II
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Volkswirtschaftliche Kennzahlen: BSP
 Bruttosozialprodukt (auch Bruttonationaleinkommen) – die Summe aller Güter und Dienstleistungen in
der jeweiligen Landeswährung, die in einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres hergestellt und
bereitgestellt werden.
 Berechnungsgrundlage:
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
– Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die an das Ausland geflossen sind,
+ Einkommen, die von Inländern aus dem Ausland bezogen worden sind
Quelle: Das Lexikon der Wirtschaft, S. 14
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Konjunktur und Konjunkturzyklen
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Konjunktur und Konjunkturzyklen
Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 17
Konjunktur und Konjunkturzyklen
Handelt es sich um einen extremen Absturz der Wirtschaftstätigkeit mit einer
Arbeitslosigkeit von katastrophalem Ausmaß und einem regelrechten Preisverfall
(Deflation), so spricht man von einer Depression. Allerdings ist dieser Begriff im
allgemeinen Sprachgebrauch für die Weltwirtschaftskrise von 1929 „reserviert“, und er
wirkt so beängstigend, dass er selbst für einen absoluten Rückgang des BIP
(„Schrumpfung“) kaum verwendet wird
Quelle: Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Themenblätter im Unterricht Nr. 86, Konjunktur –
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
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Einflussfaktoren auf Konjunktur – Konjunkturtheorien
Exogene
Theorien
Naturkatastrophen, Kriege,
Epidemie
technische Erfindungen
Politische
Theorien
Wahlen demokratischer
Regierungen
(„Wahlgeschenke“,
Umschwung in der
Wirtschaftspolitik)
Psychologische
Theorien
optimistische Stimmung
und Zukunftserwartung.
pessimistische Stimmung
und Zukunftserwartung
Endogene
Theorien
Monetäre Theorien
(Veränderung der
Geldmenge und des
Kreditvolumens)
Güterwirtschaftliche
Theorien (Ungleichgewicht
von Angebot und
Nachfrage durch zu
wenig Konsum/zu viele
Investitionen)
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Arten der Konjunkturpolitik
 Prozyklische Wirtschaftspolitik und Antizyklische Finanzpolitik
Die Konjunkturpolitik lässt sich nach ihrer Wirkung folgendermaßen einteilen:
 Expansive Konjunkturpolitik: wirkt positiv auf das Wirtschaftswachstum
 Kontraktive Konjunkturpolitik: wirkt negativ auf das Wirtschaftswachstum
 Antizyklische Konjunkturpolitik: diese soll einer Entwicklung entgegenwirken
 Prozyklische Konjunkturpolitik: diese verfestigt eine bereits bestehende Entwicklung
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Konjunkturpolitik
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Markt
 Markt/Märkte und Verhalten der Akteure auf den Märkten – Mikroökonomie (Stöhr, 2012)
 Markt, der Ort (z. B. ein Marktplatz oder eine Markthalle), wo Verkäufer und Käufer von Gütern
zusammenkommen, um zu handeln.
 Aus Sicht der der Wirtschaft ist der Markt der Ort, an dem Angebot (Verkäufer von Gütern) und Nachfrage
(Käufer von Gütern) aufeinander treffen und der Preis ermittelt wird. (Das Lexikon der Wirtschaft, S. 31)
 Unterscheidbar nach gehandelten Gütern: Rohstoffmarkt, Kraftfahrzeugmarkt, Übersetzungsmarkt
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Marktformen
Anzahl der Nachfrager Anzahl der Anbieter
Viele (poly) Wenige (oligo) Einer (mono)
Viele (poly) Polypol Oligopol Monopol
Wenige (oligo) Nachfrageoligopol Zweiseitiges Oligopol Beschränktes Monopol
Einer (mono) Nachfragemonopol
(Monopson)
Beschränktes
Nachfragmonopol
Zweiseitiges Monopol
Quelle: Stöhr, 2012, 24
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Marktgleichgewicht und -ungleichgewicht
Marktgleichgewicht
– die Situation auf einem Markt, in der die Menge des
Angebots gleich der Nachfragemenge ist
(Gleichgewichtsmenge)
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Marktgleichgewicht)
Zusammenfassend:
Der Preis bringt den Angebot und Nachfrage zum
Ausgleich.
„Das Resultat ist ein Marktgleichgewicht, bei dem ein
Preis gefunden ist, der den Markt räumt, also bei dem
genau so viel angeboten wie nachgefragt wird.“
> der Markt-Preis-Mechanismus
(Quelle: Wirtschaft und Schule
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Preisbildung auf dem Markt
Nachfragekurve und Angebotskurve
Abbildung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Preis_(Wirtschaft)
Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 24
Preisbildung auf dem Markt
 Nachfragekurve, Angebotskurve
Abbildung:
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-
der-wirtschaft/20309/preisbildung
Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 25
Wirtschaftlicher Wettbewerb und Wettbewerbsversagen
Besondere Bedeutung des Wettbewerbs in der
Wirtschaft:
 Bewegung, Entwicklung, Fortschritt im Allgemeinen
 Ausgleich zwischen Marktteilnehmern i. B. a. die
wirtschaftliche Macht > bestmögliche Versorgung
von Konsumenten (Wahlfreiheit und
Produktvielfalt)
 Wirkung des Markt-Preis-Mechanismus
Um das zu verhindern – Wettbewerbspolitik
(staatliche Einmischung ins Marktgeschehen)
(Quelle: Wirtschaft und Schule)
Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 26
Wettbewerbspolitik in Deutschland
 Kartellverbot/Kartellrecht (Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen (GWB))
 Missbrauchsaufsicht
 Fusionskontrolle
Bundeskartellamt
„Unseren Feinden haben wir viel zu verdanken. Sie
verhindern, dass wir uns auf die faule Haut legen.“
Oscar Wilde (1854 – 1900)
Staatliche Eingriffe in die soziale Marktwirtschaft
Gründe für einen staatlichen Eingriff innerhalb einer marktwirtschaftlichen Ordnung
können sein:
1. Marktversagen (zB Polizei, Straßenbeleuchtung durch Steuerfinanzierung)
2. Marktmängel (zB Umweltverschmutzung durch zu viel Produktion)
3. Unerwünschte Marktergebnisse (aus der Perspektive moralischer und
gesellschaftlicher Werte, zB Organhandel)
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Empfohlene Quellen und Wörterbücher
Bundeszentrale für politische Bildung, Das Lexikon der Wirtschaft, URL:
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/ (Stand: 27.01.2020)
Wikipedia, zB Artikel „Wirtschaft“ in URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft
(Stand: 27.01.2020)
Райзберг, Б. А./Стародубцева, Е. Б., 2015, Курс экономики, учебник
Stöhr, Holger, 2012, Volkswirtschaftslehre für Volkswirte inkl. betriebswirtschaftlicher
Grundlagen
Internetportal Wirtschaft und Schule, URL: www.wirtschaftundschule.de
Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 28
Sämtliche Texte, Bilder und andere in dieser Präsentation verwendeten Informationen unterliegen
– sofern nicht anders gekennzeichnet – dem Copyright von Dipl.-Hdl. Ilona Riesen oder werden
mit Erlaubnis der Rechteinhaber verwendet.
Jede Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung, Wieder- bzw. Weitergabe sowie Verwendung der
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Wi de01 vwl01

  • 1. VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE TEIL I Wirtschaftsübersetzung Russisch > Deutsch (WiDe01) Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | ILORI TRANSLATIONS
  • 2. Agenda  1: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre  Bedürfnisse und Bedarf  Angebot und Nachfrage  Güterarten  Volkswirtschaftliche Kennzahlen, u. a. Bruttoinlandsprodukt  Konjunktur und Konjunkturzyklen  Märkte  Marktformen  Preisbildung  Einflüsse auf den Markt Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 2
  • 3. Grundbegriffe der Wirtschaft Wirtschaft oder Ökonomie ist  die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen,  die der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen.  Wirtschaftliche Einrichtungen: Unternehmen, private und öffentliche Haushalte,  Handlungen des Wirtschaftens: Herstellung, Absatz, Tausch, Konsum, Umlauf, Verteilung und Recycling/Entsorgung von Gütern.  Betroffene Ebenen: welt-, volks-, stadt-, betriebs- und hauswirtschaftlicher Ebene. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 3 Spickzettel: Bedürfnis = нужда, потребность Bedarf = потребность, запрос Nachfrage = спрос, запрос
  • 4. Grundbegriffe der Wirtschaft (ru) ... экономика  это хозяйство, наука о хозяйстве и хозяйствовании и отношения между людьми в процессе хозяйствования. Экономическая наука  это наука о том, как люди и общество выбирают способ использования дефицитных ресурсов, которые могут иметь многоцелевое назначение, для того, чтобы произвести разнообразные товары и распределить их сейчас или в будущем для потребления различных индивидов и групп общества. Quelle: Райзберг/Стародубцева, 2015, Курс экономики Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 4
  • 5. Bedürfnisse als Motor des Wirtschaftens Maslowsche Bedürfnishierarchie  auch Bedürfnispyramide  ru: Пирамида потребностей по Маслоу  „Bedürfnis ist … die Empfindung eines Mangels mit dem Ziel, diesen zu beseitigen.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C3%BCr fnis) Abbildung: http://employability.e- mentoring.eu/test1s/description/DE (Stand: 27.01.2020) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 5
  • 6. Bedürfnis > Bedarf > Nachfrage  Bedarf – der als Mangel erlebte Wunsch eines Wirtschaftssubjekts nach dem Erwerb von Gütern und Dienstleistungen, deren Besitz, Gebrauch, Nutzung oder Verbrauch die Befriedigung von Bedürfnissen erwarten lässt.  Der durch Kaufkraft gestützte Bedarf heißt Nachfrage. Bsp.:  Hunger > unkonkretes Bedürfnis nach Nahrung  konkreter Wunsch nach einer Pizza = ökonomisch relevanter Bedarf  Dieser Wunsch in Kombination mit Kaufkraft (Geldwert) > Nachfrage Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 6
  • 7. Güterarten I  Bedürfnisbefriedigung – durch Güter und Dienstleistungen  ABER: Bedürfnisse und Konsumwünsche unbegrenzt <> Güterangebot begrenzt > Güterknappheit – Spannungsverhältnis – Notwendigkeit zum Haushalten und Wirtschaften Quelle: Stöhr, 2012, S. 16ff. Güter Freie Güter Wirtschaftsgüter Materielle Güter (Sachgüter) Immaterielle Güter (Dienstleistungen, Rechte) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 7
  • 8. Güterarten II  Konsumgüter sind Güter, die für den privaten Ge- oder Verbrauch hergestellt und gehandelt werden.  Investitionsgüter (auch Kapitalgut) – Güter oder Dienstleistungen, die zur Produktion oder Weiterverarbeitung von Gütern dienen (u. a. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).  Dienstleistungen Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgut, https://de.wikipedia.org/wiki/Investitionsgut Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 8 Produktionsgut Konsumgut langlebiges Gut (Gebrauchsgut i. w. S.) Investitionsgut (z. B. Produktions- maschinen, Bürogebäude) Gebrauchsgut (z. B. Wohn- gebäude, Einrichtungs- gegenstände) kurzlebiges Gut (Verbrauchsgut i. w. S.) Vorleistungsgut (z. B. Schmieröl, Lacke, Elektro- motoren) Verbrauchsgut (z. B. Lebens- mittel)
  • 9. Das ökonomische Prinzip Beschäftigung mit Wirtschaftswissenschaft basiert auf Annahmen:  Knappe Güter  Rational (vernünftig) handelnde Personen > Ziel des Homo oeconomicus: möglichst günstiges Verhältnis zwischen Einsatz (Input) und Ergebnis (Output) zu verwirklichen (ökonomisches Prinzip). Zwei Spezialfälle: 1. Maximalprinzip: Mit gegebenen Mitteln soll ein maximaler Output erzielt werden. 2. Minimalprinzip: Ein angestrebtes Ziel soll mit möglichst wenig Mitteln erreicht werden. (Effizienz) Quelle: Stöhr, 2012, S. 19 Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 9
  • 10. Angebot und Nachfrage I Einfache Definition: Angebot ist die eine Hälfte des Marktes – die Menge all jener Güter oder Leistungen, die zum Verkauf stehen. Wie viel davon tatsächlich den Besitzer wechselt, hängt vor allem von der anderen Hälfte ab: der Nachfrage. (Quelle: die tageschau erklärt die Wirtschaft, S. 26) Wirtschaftswissenschaftliche Definition: (Das Lexikon der Wirtschaft, S. 62) Angebot – volkswirtschaftliche Bezeichnung für die Menge eines Gutes, das am Markt zum Verkauf oder Tausch steht. Angebot ist die Bereitstellung von Waren oder Leistungen […] durch einzelne Unternehmen (Individualangebot), genauso wie die Gesamtheit an Gütern oder Dienstleistungen, die auf einem bestimmten Markt […] zum Verkauf bereit stehen (Marktangebot). Entscheidend für die angebotene Menge an Gütern oder Leistungen auf einem Markt ist z. B. der Preis des Gutes, die Kosten der Produktion, die Gewinnerwartung des Herstellers oder die Konkurrenzsituation. Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 10
  • 11. Angebot und Nachfrage II Nachfrage – die Absicht von Haushalten, Güter und Leistungen auf Märkten zu erwerben. (Das Lexikon der Wirtschaft, S. 81) Arten von Nachfrage: individuell und Gesamtnachfrage Einflussfaktoren der individuellen Nachfrage: - Preis des Gutes (zB Brötchen) - Preis der Komplementärgüter (zB Butter) - Preis der Substitutionsgüter (zB Brot) - Einkommen und Vermögen des Konsumenten (Kaufkraft) - Bedürfnisse (zB Weizen- oder Roggenmehl) - Erwartungen (zB bzgl. Preisentwicklung) Bei Gesamtnachfrage: + Anzahl der Konsumenten insg. + Verteilung des Einkommens/Vermögens Quelle: Stöhr, 2012, S. 25 Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 11
  • 12. Konjunktur und Konjunkturzyklen  Konjunktur – ein über mehrere Jahre hinweg in einer Volkswirtschaft wiederkehrendes Grundmuster von Auf und Ab der wirtschaftlichen Aktivität.  Konjunkturzyklus – die wellenförmigen Auf- und Ab-Bewegungen der Wirtschaft  Phasen des Konjunkturzyklus:  Aufschwung  Hochkonjunktur/Boom  Abschwung und  Konjunkturtief  Messbar: BIP, Verbraucherpreisindex, private Konsumausgaben, Investitionen, Produktionsindex, Umsätze von Unternehmen, Preise, Arbeitslosenquote (zB BIP steigt = Aufschwung) Quelle: wirtschaftundschule.de, URL: https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterial/detailansicht -material/material/konjunkturphasen/?tx_z3teachingmaterials_material%5BfileReference%5D=1024 Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 12
  • 13. Volkswirtschaftliche Kennzahlen: Bruttoinlandsprodukt I  Bruttosozialprodukt (BIP) – Wert aller Güter und Dienstleistungen, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft erwirtschaftet werden.  In Deutschland: inkl. Leistungen der Ausländer die in Deutschland arbeiten; ohne Leistungen der Inländer, die im Ausland arbeiten  Einsatz der Kennzahl: Indikator für den Wohlstand eines Landes und die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft Quelle: Das Lexikon der Wirtschaft, S. 13  Das BIP misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Quelle: destatis, https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen- Inlandsprodukt/Methoden/bip.html Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 13
  • 14. Bruttoinlandsprodukt II Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 14
  • 15. Volkswirtschaftliche Kennzahlen: BSP  Bruttosozialprodukt (auch Bruttonationaleinkommen) – die Summe aller Güter und Dienstleistungen in der jeweiligen Landeswährung, die in einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres hergestellt und bereitgestellt werden.  Berechnungsgrundlage: Bruttoinlandsprodukt (BIP) – Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die an das Ausland geflossen sind, + Einkommen, die von Inländern aus dem Ausland bezogen worden sind Quelle: Das Lexikon der Wirtschaft, S. 14 Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 15
  • 16. Konjunktur und Konjunkturzyklen Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 16
  • 17. Konjunktur und Konjunkturzyklen Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 17
  • 18. Konjunktur und Konjunkturzyklen Handelt es sich um einen extremen Absturz der Wirtschaftstätigkeit mit einer Arbeitslosigkeit von katastrophalem Ausmaß und einem regelrechten Preisverfall (Deflation), so spricht man von einer Depression. Allerdings ist dieser Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch für die Weltwirtschaftskrise von 1929 „reserviert“, und er wirkt so beängstigend, dass er selbst für einen absoluten Rückgang des BIP („Schrumpfung“) kaum verwendet wird Quelle: Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Themenblätter im Unterricht Nr. 86, Konjunktur – Gute Zeiten, schlechte Zeiten Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 18
  • 19. Einflussfaktoren auf Konjunktur – Konjunkturtheorien Exogene Theorien Naturkatastrophen, Kriege, Epidemie technische Erfindungen Politische Theorien Wahlen demokratischer Regierungen („Wahlgeschenke“, Umschwung in der Wirtschaftspolitik) Psychologische Theorien optimistische Stimmung und Zukunftserwartung. pessimistische Stimmung und Zukunftserwartung Endogene Theorien Monetäre Theorien (Veränderung der Geldmenge und des Kreditvolumens) Güterwirtschaftliche Theorien (Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage durch zu wenig Konsum/zu viele Investitionen) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 19
  • 20. Arten der Konjunkturpolitik  Prozyklische Wirtschaftspolitik und Antizyklische Finanzpolitik Die Konjunkturpolitik lässt sich nach ihrer Wirkung folgendermaßen einteilen:  Expansive Konjunkturpolitik: wirkt positiv auf das Wirtschaftswachstum  Kontraktive Konjunkturpolitik: wirkt negativ auf das Wirtschaftswachstum  Antizyklische Konjunkturpolitik: diese soll einer Entwicklung entgegenwirken  Prozyklische Konjunkturpolitik: diese verfestigt eine bereits bestehende Entwicklung Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Konjunkturpolitik Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 20
  • 21. Markt  Markt/Märkte und Verhalten der Akteure auf den Märkten – Mikroökonomie (Stöhr, 2012)  Markt, der Ort (z. B. ein Marktplatz oder eine Markthalle), wo Verkäufer und Käufer von Gütern zusammenkommen, um zu handeln.  Aus Sicht der der Wirtschaft ist der Markt der Ort, an dem Angebot (Verkäufer von Gütern) und Nachfrage (Käufer von Gütern) aufeinander treffen und der Preis ermittelt wird. (Das Lexikon der Wirtschaft, S. 31)  Unterscheidbar nach gehandelten Gütern: Rohstoffmarkt, Kraftfahrzeugmarkt, Übersetzungsmarkt Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 21
  • 22. Marktformen Anzahl der Nachfrager Anzahl der Anbieter Viele (poly) Wenige (oligo) Einer (mono) Viele (poly) Polypol Oligopol Monopol Wenige (oligo) Nachfrageoligopol Zweiseitiges Oligopol Beschränktes Monopol Einer (mono) Nachfragemonopol (Monopson) Beschränktes Nachfragmonopol Zweiseitiges Monopol Quelle: Stöhr, 2012, 24 Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 22
  • 23. Marktgleichgewicht und -ungleichgewicht Marktgleichgewicht – die Situation auf einem Markt, in der die Menge des Angebots gleich der Nachfragemenge ist (Gleichgewichtsmenge) (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Marktgleichgewicht) Zusammenfassend: Der Preis bringt den Angebot und Nachfrage zum Ausgleich. „Das Resultat ist ein Marktgleichgewicht, bei dem ein Preis gefunden ist, der den Markt räumt, also bei dem genau so viel angeboten wie nachgefragt wird.“ > der Markt-Preis-Mechanismus (Quelle: Wirtschaft und Schule Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 23
  • 24. Preisbildung auf dem Markt Nachfragekurve und Angebotskurve Abbildung: https://de.wikipedia.org/wiki/Preis_(Wirtschaft) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 24
  • 25. Preisbildung auf dem Markt  Nachfragekurve, Angebotskurve Abbildung: https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon- der-wirtschaft/20309/preisbildung Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 25
  • 26. Wirtschaftlicher Wettbewerb und Wettbewerbsversagen Besondere Bedeutung des Wettbewerbs in der Wirtschaft:  Bewegung, Entwicklung, Fortschritt im Allgemeinen  Ausgleich zwischen Marktteilnehmern i. B. a. die wirtschaftliche Macht > bestmögliche Versorgung von Konsumenten (Wahlfreiheit und Produktvielfalt)  Wirkung des Markt-Preis-Mechanismus Um das zu verhindern – Wettbewerbspolitik (staatliche Einmischung ins Marktgeschehen) (Quelle: Wirtschaft und Schule) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 26 Wettbewerbspolitik in Deutschland  Kartellverbot/Kartellrecht (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB))  Missbrauchsaufsicht  Fusionskontrolle Bundeskartellamt „Unseren Feinden haben wir viel zu verdanken. Sie verhindern, dass wir uns auf die faule Haut legen.“ Oscar Wilde (1854 – 1900)
  • 27. Staatliche Eingriffe in die soziale Marktwirtschaft Gründe für einen staatlichen Eingriff innerhalb einer marktwirtschaftlichen Ordnung können sein: 1. Marktversagen (zB Polizei, Straßenbeleuchtung durch Steuerfinanzierung) 2. Marktmängel (zB Umweltverschmutzung durch zu viel Produktion) 3. Unerwünschte Marktergebnisse (aus der Perspektive moralischer und gesellschaftlicher Werte, zB Organhandel) Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 27
  • 28. Empfohlene Quellen und Wörterbücher Bundeszentrale für politische Bildung, Das Lexikon der Wirtschaft, URL: https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/ (Stand: 27.01.2020) Wikipedia, zB Artikel „Wirtschaft“ in URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft (Stand: 27.01.2020) Райзберг, Б. А./Стародубцева, Е. Б., 2015, Курс экономики, учебник Stöhr, Holger, 2012, Volkswirtschaftslehre für Volkswirte inkl. betriebswirtschaftlicher Grundlagen Internetportal Wirtschaft und Schule, URL: www.wirtschaftundschule.de Copyright: Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | IloRi Translations 28
  • 29. Sämtliche Texte, Bilder und andere in dieser Präsentation verwendeten Informationen unterliegen – sofern nicht anders gekennzeichnet – dem Copyright von Dipl.-Hdl. Ilona Riesen oder werden mit Erlaubnis der Rechteinhaber verwendet. Jede Vervielfältigung, Verbreitung, Sendung, Wieder- bzw. Weitergabe sowie Verwendung der Inhalte ohne schriftliche Genehmigung von Dipl.-Hdl. Ilona Riesen ist ausdrücklich untersagt. Dipl.-Hdl. Ilona Riesen | ILORI TRANSLATIONS TRANSLATION * TRAINING * CONTENT-WRITING E-Mail: ilona.riesen@ilori-translations.com Website und Blog: https://ilori-translations.com

Hinweis der Redaktion

  1. Spickzettel: Bedürfnis = нужда Bedarf = потребность Nachfrage = спрос
  2. Ein objektiver Mangel wird zum Bedürfnis, wenn er subjektiv durch Wirtschaftssubjekte wahrgenommen wird und ein Anreiz zur Bedürfnisbefriedigung besteht.[1] Wenn sich ein subjektives Bedürfnis konkretisiert, entsteht der ökonomisch relevante Bedarf.[2] Bedarf ist die Art und/oder Menge der zur Bedürfnisbefriedigung eines Wirtschaftssubjektes notwendigen Güter und Dienstleistungen. Hunger weckt demnach das (vorökonomische) unkonkrete Bedürfnis nach Nahrung, der konkrete Wunsch nach einer Pizza stellt sich als ökonomisch relevanter Bedarf dar. Dieser Wunsch wird durch Kaufkraft (Geldwert) zur Nachfrage. Dabei wirkt die Kaufkraft als Selektionskriterium, durch das letztlich nicht jeder Bedarf auch zur konkreten Nachfrage wird.[3] Besteht Geldmangel, kommt es nicht zur Nachfrage. Nicht alle Bedürfnisse sind von wirtschaftlicher Bedeutung. Beispielsweise bietet uns die Natur freie Güter unentgeltlich an. Das Bedürfnis nach körperlicher Aktivität wird dann durch den Wunsch zum Wandern zwar zum Bedarf, der jedoch keine Kaufkraft erfordert.
  3. Die Phase des Aufschwungs ist durch steigende Nachfrage und somit steigende Produktion, steigende Preise, steigende Gewinne, steigende Investitionen und steigende Löhne gekennzeichnet und hat eine sinkende Arbeitslosenzahl zur Folge. Der sich an den Aufschwung anschließende Boom bildet den Hochpunkt der Konjunktur. Hier sind die Kapazitäten stark ausgelastet, es werden hohe Gewinne erzielt und es besteht geringe Arbeitslosigkeit. Das Lohnniveau und die Preise steigen an. Nach dem Boom geht das Wirtschaftswachstum wieder zurück und man spricht von einem Abschwung. Die Nachfrage klingt ab, die Produktion wird verringert, Gewinne, Investitionen sinken und Arbeitslosigkeit steigt. Das Konjunkturtief schließlich zeichnet sich durch eine geringe Nachfrage, brachliegende Kapazitäten und meist steigende Arbeitslosigkeit aus. Häufig befindet sich die Wirtschaft dann in einer Krise. Die Konjunktur ist messbar. Das Bruttoinlandsprodukt (die Gesamtwert aller Waren und Dienstleistung, die in einem Land innerhalb eines Jahres produziert werden) ist hierfür der Messindikator. Schwankungen geben gute Hinweise auf den Verlauf der Konjunktur. Ein steigendes Bruttoinlandsprodukt spiegelt somit eine gute Konjunktur wider und steht für wirtschaftlichen Aufschwung. Quelle: Quelle: wirtschaftundschule.de, URL: https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterial/detailansicht-material/material/konjunkturphasen/?tx_z3teachingmaterials_material%5BfileReference%5D=1024
  4. Quelle: Quelle: wirtschaftundschule.de, URL: https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterial/detailansicht -material/material/konjunkturphasen/?tx_z3teachingmaterials_material%5BfileReference%5D=1024 Wirtschaft einem Konjunkturzyklus unterliegt, bei dem es Aufschwünge hin zu einem Boom (Hochkonjunktur) sowie Abschwünge bis hin zu einem Konjunkturtief (Rezession) gibt und, dass sich diese regelmäßig wiederkehrenden Schwankungen einer Volkswirtschaft über mehrere Jahre erstrecken und durch sogenannte Konjunkturindikatoren identifiziert werden können.
  5. Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, Themenblätter im Unterricht Nr. 86, Konjunktur – Gute Zeiten, schlechte Zeiten Wirtschaft einem Konjunkturzyklus unterliegt, bei dem es Aufschwünge hin zu einem Boom (Hochkonjunktur) sowie Abschwünge bis hin zu einem Konjunkturtief (Rezession) gibt und, dass sich diese regelmäßig wiederkehrenden Schwankungen einer Volkswirtschaft über mehrere Jahre erstrecken und durch sogenannte Konjunkturindikatoren identifiziert werden können.
  6. Die Reichweite und Grenzen der einzelnen Konjunkturtheorien sind bis heute umstritten. Konjunkturwellen sind nicht monokausal zu erklären, sondern werden vermutlich durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Einflussfaktoren ausgelöst
  7. Bestimmung des Gleichgewichtspreises Entstehung des Gleichgewichtspreises Die Angebotslinie startet mit kleinem Angebot bei einem niedrigen Minimalpreis und wächst mit steigendem Preis. Die Nachfragelinie startet mit einer kleinen Nachfrage bei einem hohen Maximalpreis und nimmt mit fallendem Preis immer weiter an Menge zu. Wie an diesen zwei Linien zu erkennen ist, gibt es immer mehr Anbieter und Ware je höher der verlangte Preis ist. Umgekehrt gibt es immer mehr Abnehmer, die immer mehr kaufen, je niedriger der für die Ware verlangte Preis ist. Da die Preiswünsche von Anbietern und Abnehmern gegenläufig sind, stellt sich im Markt ein Gleichgewicht an der Schnittstelle von Angebot und Nachfrage ein, die den Gleichgewichtspreis und das Maximum des Umsatzes festlegt. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Marktgleichgewicht „Ob jemand seine angebotenen Güter verkaufen kann oder ob alle Nachfrager, die dies wünschen, auch ein Gut kaufen können, hängt von der Marktsituation ab. Bei einem hohen Preis wollen viele Anbieter verkaufen, aber nur wenige wollen kaufen. Es existiert ein Überangebot zum aktuellen Preis. Wollen die Anbieter ihre Produkte doch verkaufen, müssen sie den Preis senken. Der Preis sinkt so lange, bis angebotene und nachgefragte Menge übereinstimmen. Bei diesem Preis besteht ein Marktgleichgewicht. Der gleiche Mechanismus in die entgegengesetzte Richtung: Wollen mehr kaufen als angeboten wird, werden einige bereit sein, mehr zu zahlen, um das Gut zu bekommen. Dadurch werden potenzielle Käufer vom Kaufen abgebracht. Gleichzeitig wollen nun aber mehr Verkäufer das Gut produzieren, da ein höherer Preis einen höheren Gewinn verspricht. So verringert sich die Nachfrage während das Angebot steigt genau bis zu dem Punkt, an dem die angebotene Menge der Nachfrage entspricht. Zusammenfassend kann man also sagen, dass es der Preis ist, der Angebot und Nachfrage zum Ausgleich bringt. Das Resultat ist ein Marktgleichgewicht, bei dem ein Preis gefunden ist, der den Markt räumt, also bei dem genau so viel angeboten wie nachgefragt wird. Diesen Mechanismus nennt man Markt-Preis-Mechanismus. https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterialien/unternehmen-und-markt/unterrichtsentwuerfe/marktformen-und-wettbewerb/
  8. Quelle: https://www.wirtschaftundschule.de/unterrichtsmaterialien/unternehmen-und-markt/unterrichtsentwuerfe/marktformen-und-wettbewerb/