Die HIV-Infektion: ein Überblick
zum Welt-AIDS-Tag 2016
Weltweit gab es Ende 2015 rund 36,7 Mio. HIV-Infizierte, und
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Die HIV-Infektion: ein Überblick zum Welt-AIDS-Tag 2016

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Weltweit gab es Ende 2015 rund 36,7 Mio. HIV-Infizierte, und noch immer kommen neue Fälle hinzu. Insgesamt geht die Anzahl der Neuinfektionen durch Fortschritte in der Therapie
zurück. Weltweit haben allerdings nur 46 % der Infizierten Zugang zu Medikamenten. Lesen Sie in unserer Infografik zum Welt-AIDS-Tag 2016 weitere Details zur Entwicklung in Deutschland oder zu unterschiedlichen Infektionswegen und Therapien.

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Die HIV-Infektion: ein Überblick zum Welt-AIDS-Tag 2016

  1. 1. Die HIV-Infektion: ein Überblick zum Welt-AIDS-Tag 2016 Weltweit gab es Ende 2015 rund 36,7 Mio. HIV-Infizierte, und noch immer kommen neue Fälle hinzu: 2,1 Mio. Neuinfektionen kamen 2015 hinzu. Insgesamt geht die Anzahl der Neuinfektionen durch Fortschritte in der Therapie zurück. Weltweit haben allerdings nur 46 % der Infizierten Zugang zu Medikamenten.1 Quellen: 1 UNAIDS FACT SHEETS November 2016, http://www.unaids.org/en/resources/campaigns/HowAIDSchangedeverything/factsheet, abgerufen am 24.11.2016 2 Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin Nr. 45 / 14.11.2016 3 Infektion erfolgte über kontaminierte Blutkonserven und Gerinnungsfaktorenkonzentrate überwiegend in der Zeit vor 1986 4 Deutsche AIDS-Hilfe, http://www.aidshilfe.de/de/faq/chronik, abgerufen am 26.11.2015 5 IMS PharmaScope®; Umsatz zum Apothekenverkaufspreis (AVP) ohne Abzug jeglicher Rabatte 6 IMS Institut for Healthcare Informatics: Global Medicines in 2020. Outlook and Implications. November 2015. Abrufbar: http://www.imshealth.de/de_DE/thought-leadership/ims-institute/reports/global-medicines-use-in-2020; IMS Therapy Prognosis™: Beinhaltet Umsatz-Prognosen für Haupt-Therapiegebiete in 14 Kernmärkten, 8 davon entwickelt (USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, U.K., Kanada und Südkorea) und 6 pharmerging (China, Brasilien, Russland, Indien, Türkei und Mexiko) 60.700 der Personen mit HIV-Diagnose in Deutschland erhalten eine antiretrovirale Therapie.2 Jahr 1987 Erstes Arzneimittel (Retrovir) gegen HIV wird zugelassen Mittlerweile stehen 35 Präparate als Einzelwirkstoffe oder fixe Kombinationen von bis zu 4 Wirkstoffen für die HIV-Therapie zur Verfügung. Ziel ist es, die Viruslast im Körper der Patienten so weit zu senken, dass das Virus nicht mehr nachweisbar ist und die Erkrankung an AIDS verhindert wird. Arzneimittelumsatz von Virustatika gegen HIV stagniert im Jahr 20155: Die nach Umsatz führenden Präparate im Jahr 2015:5 69.500 Männer 15.200 Frauen Es gibt verschiedene Infektionswege. Innerhalb Deutschlands birgt der sexuelle Kontakt zwischen Männern das größte Ansteckungsrisiko.2 In Deutschland lebten 2015 etwa 84.700 Personen mit HIV/AIDS. Die Zahl der Neuinfektionen lag geschätzt bei 3.200. Deutlich mehr Männer sind betroffen als Frauen.2 Jahr 1995 Kombinationstherapie mit 2 Wirkstoffen wird neuer Therapiestandard Jahr 1996 Zulassung neuer Präparateklasse der Proteasehemmer markiert Beginn von Kombinationstherapie aus 3 (oder 4) antiretroviralen Wirkstoffen Jahr 2006 Erste fixe Kombination von 3 Wirkstoffen in einer Tablette wird verfügbar Antivirale Mittel im Apothekenmarkt; Umsatz in Tausend Euro zu AVP (links); Absatz in Tausend Packungen (rechts) Ausblick: Schwerpunkte in der Erforschung von HIV-Therapien bilden aktuell die Erhöhung der Potenz bestehender Arzneimittel und die Verbesserung ihrer Verträglichkeit. Zukünftig könnte es für einige Wirkstoffe auch injizierbare Depotpräparate geben, was sich positiv auf die Adhärenz in der antiretroviralen Therapie auswirken würde. Innerhalb der Heilungsforschung gibt es gentherapeutische Ansätze, wie die Veränderung von Stammzellen oder das Ausschneiden der HIV-Informationen aus der DNA mithilfe der „Genschere“. Allerdings befinden sich diese Therapien noch in einem sehr frühen Stadium der klinischen Forschung. QuintilesIMS prognostiziert für die folgenden spezialtherapeutische Gebiete bis 2020 den größten Umsatz (in Mrd. US Dollar): 6 ● Onkologie: 100-120 ● Autoimmunerkrankung: 55-65 ● Virushepatitis: 45-55 ● Immunsuppressiva: 20-30 ● Antivirals/HIV: 20-30 Es gibt 15 neue HIV-Therapien in späteren Stadien klinischer Studien. Viele davon werden voraussichtlich im Jahr 2020 verfügbar sein.6 Erste Generika gibt es in Deutschland seit 2011. Ihr Marktanteil liegt im Jahr 2015 bei 1% nach Umsatz und 4 % nach Absatz in Packungen.5 Wichtige Meilensteine in der Behandlung von HIV:4 Umsatz in Mrd. US-Dollar Ansteckung im Inland4 (nach Infektionsweg); ungefähre Fallzahlen ● Truvada ● Atripla ● Triumeq ● Prezista ● Eviplera @QuintilesIMS_DE QuintilesIMS (IMS HEALTH GmbH & Co. OHG) | www.imshealth.de | info@de.imshealth.com © 2016, QuintilesIMS (IMS HEALTH GmbH & Co. OHG). All rights reserved. Antivirale Mittel im Apothekenmarkt; Umsatz in Tausend Euro zu AVP 922 2011 853 2010 788 2009 2015 687 2008 587 2007 487 2006 429 2005 377 1.058 2014 1.059 2013 994 2012 93% 1.058 1% 6% Nicht mehr patentgeschützte OriginalePatentgeschützte Präparate Generika 450 7.70010.700 54.100 Heterosexuelle Kontakte Drogengebrauch Blutprodukte3Sex zwischen Männern 19% 77% 766 4% Umsatzanteile Absatzanteile Ostafrika, Südafrika 19,0 Mio. Lateinamerika, Karibik 2,0 Mio. Westafrika, Zentralafrika 6,5 Mio. Asien, Pazifikraum 5,1 Mio. Osteuropa, Zentralasien 1,5 Mio. Mittlerer Osten, Nordafrika 230 Tsd. Nordamerika, Zentral-/Westeuropa 2,4 Mio. Anzahl Menschen mit HIV-Infektion1

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