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der Gemeindereferentinnen und        Advent 2011
Gemeindereferenten im Bistum Essen
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen !


Bei einem Kurztrip mit Vater und Bruder im Frühjahr 2004 nach London zieht
es mich u. a. in die Tate Modern – einem alten Kraftwerk direkt an der
Themse, das einige Jahre zuvor zu einem wunderbaren Museum für
zeitgenössische Kunst umgewandelt wurde. Man betritt es durch die ehemalige
Turbinenhalle. Die Dimensionen dieses Raums, der 155 Meter in der Länge,
23 Meter in der Breite und 35 Meter in der Höhe misst, sind überwältigend. Es
ist ungemütlich an diesem Tag, nass, grau in grau und kühl – und ausgerechnet
hier werde ich von der Sonne überrascht. Der dänische Künstler Olafur
Eliasson hat sie - unter dem Titel „The Weather Project“ - am Ende der
riesigen Eingangshalle als monumentalen strahlend roten Ball gehängt. Wie
die anderen Besucher werde auch ich in die atmosphärische Dichte dieses
Licht-Raumes gezogen. In fast andächtiger Stille erleben die Betrachter eine „
geradezu spirituelle Erfahrung“ – behutsam schreitend glaubt man durch
feinen Nebel auf eine riesige, orangefarbene Sonnenscheibe zuzugehen.
In einem die Halle überwölbenden Spiegel sehen sich die Besucher winzig
klein – viele legen sich auf den Betonboden und genießen die Atmosphäre
dieses unwirklichen Sonnenaufgangs oder -untergangs –, der von 200 Lampen
erzeugt wird.
Diese Installation zeigt mir noch einmal, wie sehr wir Menschen uns nach
dem Licht sehnen. Jede/r von uns weiß aus eigener Erfahrung: Einem
Sonnenaufgang oder -untergang über den Bergen oder dem Meer können wir
uns nicht entziehen und er ist immer wieder neu faszinierend. Und wie sehr
freuen wir uns, wenn nach einem langen Winter die Tage endlich wieder
länger werden und die Sonne an Kraft und Energie gewinnt – sie weckt unsere
Lebensgeister und lässt den nahenden Frühling ahnen.

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Dass unser Weihnachtsfest mit der Wintersonnenwende – sprich die hellen
Stunden des Tages wieder länger werden – zusammenfällt ist kein Zufall. Am
Tag der Wintersonnenwende wurde im Römischen Reich das Fest des „sol
invictus“, des unbesiegten Sonnengottes, begangen. Um sich von diesem Kult
abzusetzen, stellte die junge Kirche dem heidnischen Sonnengott die „wahre
Sonne“ das „wahre Licht der Welt“ entgegen. Dem Fest des Sonnengottes mit
einem christlichen Fest zu begegnen, hatte große symbolische Aussagekraft.
Das Geburtsfest Jesu zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende symbolisierte für
die Menschen der damaligen Zeit, dass Gott mit diesem Kind das Leben neu
entstehen ließ, ein Licht im Dunkeln entzündete.
Vielleicht geht uns in den kommenden Tagen der Winterwende und der
Weihnacht ja auch ein Licht auf?!
    Ein jüdischer Weiser fragt seine Schüler: "Kann man den Augenblick
    bestimmen, wo die Nacht zu Ende ist und der Tag beginnt?
    Der erste Schüler fragt: Ist's wenn man in der Ferne einen Feigenbaum von
    einer Palme unterscheiden kann? "Nein" sagte der Weise, "das ist es
    nicht."
    "Ist's ", fragte der zweite "wenn man ein Schaf von der Ziege
    unterscheiden kann; ist das der Augenblick, wo die Dunkelheit weicht und
    der Tag anbricht?"
    "Nein" sagte der Weise, "das ist es nicht".
    "Aber wann ist denn dieser Augenblick gekommen?"
    "Wenn du in das Gesicht eines Menschen schaust und darin den Bruder
    oder die Schwester entdeckst. Dann ist die Nacht zu Ende, dann bricht der
    Tag an."

Möge uns in dieser Weihnacht jenes Licht aufgehen, das uns in Jesus, dem
Bruder der Menschen, erschienen ist.
Dass sich der Winter wendet -– es wieder lichter und wärmer wird – in Kirche
und Welt!


                                                            Bertold Bittger

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Der astronomische Winter ...


                    ... beginnt auf der Nordhalbkugel am 21. oder 22. Dezember. Er
                    endet am 19. bzw. 20. März. Der Zeitpunkt wird auch
                    Wintersonnenwende genannt. Die Sonne steht dabei senkrecht
                    über dem südlichen Wendekreis, was die kürzesten Tage auf der
                    nördlichen Hemisphäre zur Folge hat. Der meteorologische
                    Winter beginnt bereits am 1. Dezember und endet am 28.,
                    gegebenenfalls am 29. Februar.
                                                                   Im Winter ist der
                                                                   Hauptteil       der
                                                                   Niederschläge
                                                                   advektiv,       das
                                                                   heißt gebunden an
                                                                   horizontale
                                                                   Luftbewegungen,
                                                                   diese       werden
                                                                   meist         durch
                                                                   Aufgleitvorgänge
                                                                   hervorgerufen.
                                                                   Aufgleitvorgänge
                                                                   bezeichnet      das
                                                                   Überströmen
                                                                   feuchter        und
                                                                   relativ    warmer
                                                                   Meeresluft
                                                                   trockener       und
                                                                   relativ       kalter
                                                                   kontinentaler
                                                                   Luft.
Quelle: Deutscher Wetterdienst    Die Härte eines Winters wird in der Klimatologie
                                  u. a. anhand der Anzahl der Eistage ermittelt. Dabei
                    liegt das Maximum der Lufttemperatur unterhalb des
                    Gefrierpunktes. Die mittlere Anzahl der Eistage pro Jahr kann
                    zur Effektiven Klimaklassifikation verwendet werden.




Gregor Lauenburger

                                          4
Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise
                                                   14. Oktober 2011


Seit mittlerweile zwei Jahren beherrscht die Euro-Schuldenkrise die
Nachrichtenlage. An den Geld- und Kapitalmärkten kommt es zu extremen
Verwerfungen, weil an der Solvenz einiger europäischer Staaten gezweifelt wird.
Theorie und Praxis
Regierungen versuchen in konjunkturellen Schwächephasen durch Erhöhung der
Staatsausgaben und Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Dazu nehmen Staaten Geld am Kapitalmarkt auf und erhöhen ihre Verschuldung.
In wirtschaftlich guten Zeiten sollen die Staatshaushalte ausgeglichen sein und
Überschüsse zur Schuldenreduktion verwendet werden. Soweit die
volkswirtschaftliche Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass einige Staaten in
wirtschaftlich guten Zeiten nicht in der Lage sind, ihre Haushaltsdefizite zu
mindern. In der Tabelle zeigt sich, dass Griechenland ein durchschnittliches
Haushaltsdefizit in den letzten 10 Jahren von 7,2% in % des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) aufweist, Italien von 3,2% und
Portugal von 4,8%. In keinem der letzten zehn Jahre wurden
in diesen Ländern Haushaltsüberschüsse generiert
und die Staatsverschuldung wurde immer größer.
Deutlich besser wirtschaften Deutschland und
Spanien, die jeweils drei Jahre mit positivem
Haushalten zu verzeichnen haben.
         Aktuelle Staatsverschuldung in % des BIP         © Rosel Eckstein / PIXELIO
durchschn. Haushaltsdefizit (10 Jahre) in %
                           Spanien          67       2
                           Deutschland      83       2,2
                           Frankreich       87       3,6
                           Euroraum         89       2,7
                           Portugal         106      4,8
                           Italien          121      3,2
                           Griechenland 166          7,2

Quelle: Eurostat




                                          5
Fortsetzung: Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise



Wie viele Schulden kann ein Land vertragen?

Nun stellt sich die Frage, inwieweit Staatsschulden wirtschaftlich tragbar sind. Die
EU-Konvergenzkriterien verpflichten die Eurostaaten, eine maximale
Verschuldung von 60% des BIP einzuhalten. Nur wenige skandinavische
Eurostaaten erfüllen dieses Kriterium. Nach einer Studie des
Wirtschaftswissenschaftlers Kenneth Rogoff verlangsamt sich das Wachstum hoch
entwickelter Volkswirtschaften ab einer Schuldenquote von 90%. In der mittleren
Spalte der obigen Tabelle wird ersichtlich, dass sich die durchschnittliche
Verschuldung der Staaten des Euroraumes annähernd auf diesem Niveau bei 89%
befindet. Daraus lässt sich ableiten, dass weitere staatliche Konjunkturimpulse
zunehmend ihre Wirkung verfehlen. Stattdessen sind die Staaten gezwungen,
strukturelle Defizite zu beseitigen. Zudem ist die Höhe der Zinsen entscheidend,
die der Staat für seine Schulden bezahlen muss. Länder wie Italien oder Spanien
müssen, um auf dem Kapitalmarkt aktuell Geld aufnehmen zu können, einen um
mehr als 4% höheren Zinssatz bieten als Deutschland, weil der Kapitalmarkt an
der Kreditwürdigkeit dieser Länder zweifelt. Andere Länder wie Portugal und
Griechenland können die geforderten Zinsen von über 10% nicht mehr zahlen und
benötigen Liquiditätshilfen durch den Euro-Rettungsschirm.

Erforderliche Maßnahmen

Der Wendepunkt in der Euro-Schuldenkrise kann nur durch ein umfassendes
Maßnahmenpaket erreicht werden. Vor allem muss die Schuldentragfähigkeit von
Griechenland wieder hergestellt werden. Ein Schuldenschnitt erscheint die einzige
Lösung zu sein, da Griechenland das Haushaltsdefizit nicht in den Griff bekommt.
Ein Rettungsplan ist für diejenigen Banken notwendig, die in einem hohen Maß
griechische Anleihen halten und erhebliche Bewertungsverluste bei einem
Schuldenschnitt realisieren würden. Zudem müssen die Rettungsschirme für
Staaten und Banken voll funktionsfähig sein und effizient handeln können. Die
Installierung einer anerkannten wirtschaftspolitischen Führung in Europa erscheint
notwendig zu sein, um eine größere Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten
durchzusetzen.




                                         6
Marktausblick

Der Leitzins wird bis Mitte 2012 bei 1,50% verharren, weil die
Konjunkturindikatoren auf eine Abkühlung der Wirtschaft hinweisen und die
Inflation wieder sinken wird. Einige Marktteilnehmer gehen sogar von einer
Leitzinssenkung Mitte Dezember aus. Auch die Kapitalmarktzinsen werden sich
nicht deutlich erhöhen, solange die Euro-Schuldenkrise für Unsicherheit bei den
Investoren sorgt. Die Aktienmärkte bleiben volatil. Die Gewinnerwartungen der
Analysten werden wegen der nachlassenden Konjunkturdynamik weiter revidiert.
Es ist damit zu rechnen, dass vor allem zyklische Unternehmen die künftige
Geschäftsentwicklung skeptischer sehen. Das Rückschlagpotential für Banken-
und Versicherungstitel ist wegen der ungelösten Schuldenkrise weiterhin sehr
hoch.

                                              Quelle: Bank im Bistum Essen




© Kurt F. Domnik / PIXELIO


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Aktuelles fuer die Berufsgruppe




               Fortbildung
               Themen und Daten bis Mitte 2012
                   l 06.02.2012 und 13.02.2012
                     Atempausen für Mütter -
                     erfahren und gestalten (mit
                     Frau Judith Dimke-
                     Schrader)
                   l 27.02.-04.03.2012
                     Ignatianische
                     Einzelexerzitien (mit Klara
                     Bremen und Pfr. Frank
                     Reyans)
                   l 02.06.2012 Diözesantag
                     gestaltet als
                     Wanderrecollectio (mit
                     Bischof Dr. Overbeck)
                   l 11.-15.06.2012
                     Frühlingstreffen in Berlin
                     (für GR i. R.)
                   l 19.06.2012 Facebook,
                     Twitter und Co. in der
                     Gemeindepastoral (mit Jens
                     Albers)
                   l "Spiritualität im Alltag" -
                     Dem Alltag Farbe geben
                     vom 18.-22.06.2012 in
                     Herstelle (mit Sr. Angela
                     Gamon OSB)


               8
Wir sind bei facebook.

Zurzeit haben wir 14 Mitglieder.

Zu Fragen des Datenschutzes können Sie uns gern
ansprechen. Wir empfehlen aber auch aus dem
Fortbildungsprogramm die Veranstaltung „Facebook,
Twitter und Co. in der Gemeindepastoral“.
Als Faustregel gilt: posten Sie nichts, das nicht jeder
Mensch lesen darf.




Unsere Homepage existiert bereits 2 Jahre:
http://www.gemeindereferentinnen.kirche-vor-ort.de/




                                         9
10
Der Blick wird von der Mitte angezogen:
Eine große Hand hält behutsam
einen kleinen Kopf in den Händen,
bergend und schützend.
Gut behütet liegt dieses kleine Wesen da,
sicher und geborgen,
vertrauensvoll die Augen geschlossen.
Eingehüllt in einen Kranz aus Flügeln,
Engelsflügeln gleich.
Im äußersten Kranz schließen vier Frauen-
oder Engels-Gestalten den Kreis ab.
Die Hand erhoben,
abwehrend, beschützend
oder wie einen Finger vor den Mund gelegt,
für Ruhe sorgend
stehen sie um die Mitte,
um das kostbare Gut des Lebens.
Dies gilt es
zu bewahren,
zu schützen und zu fördern

Dem Kleinen
scheint nichts passieren zu können,
geborgen im warmen Rot,
Zeichen der Liebe und des Lebens,
erfüllte Sehnsucht
und erfüllte Hoffnung -
angedeutet durch das Grün am unteren Rand.

Das Bild „Willkommen, kleiner Mensch!“
von HaPe Eggerl
bringt zum Ausdruck,
was für jeden von uns gilt:
DU bist:
Erwünscht, erwartet und ersehnt.
Geborgen, umfangen und gesegnet.
So sollst du werden, der du bist!

                                         Claudia Schäble

                         11
Garnelen – Muschel – Ragout

                            ***

    Steinbutt mit Artischocken und Zitronenbutter

                            oder

            Lammrückenfilet in Rotweinsauce

                            ***

    Birnen mit Schokoladeneis und Zimtsabayon




Bei Interesse ist das Rezept beim Redaktionsteam erhältlich.


                             12
Winterwanderung


Im Sommer sind wir nie gewandert. Wir            Schuhe dürfen abends nicht wie
waren alle in der Jugendarbeit aktiv und         gewohnt draußen stehen bleiben. Das
die Sommerferien waren belegt mit                Leder friert und am nächsten Morgen
Freizeiten und spannenderen Aktivitäten          kommt man nicht hinein. Essen ist ein
als Wandern. Nach einigen Frühjahrs-             Problem. Alles was man dabei hat friert
und Herbstwanderungen, die sich                  ein und schmeckt nicht mehr. Müesli-
meistens          als        regelrechte         Riegel habe ich in der Hosentasche
Schlammschlachten nach ausgiebigem               aufbewahrt und statt Tee kam eine dicke
Regen erwiesen, brach ich zu meiner              Suppe in die Thermos-Kanne. Beim
ersten Winterwanderung auf: Endlich              Wandern läuft man sich warm und im
sollte es mal eine Wanderung ohne                Schlafsack ist es selbst bei deutlich unter
Regen und ohne Schlamm sein. An                  Null Grad angenehm. Zelt abbauen muss
einem Wochenende im Januar morgens               sehr schnell gehen, da wird es richtig
gegen sechs Uhr startete ich am Rande            kalt. Wegweiser können sehr hilfreich
eines kleinen Dorfes im Westerwald.              sein, wenn man sie denn sieht. Weiße
Bis auf einen sehr guten Schlafsack, den         Wegweiser an Bäumen die mit Schnee
ich günstig im Angebot eines Versandes           überzogen sind, sind nicht wirklich gut
bekommen hatte, hatte ich eigentlich             zu erkennen.
keine besondere Ausrüstung mit;                  Das Wandern oder die Idee vom
Erfahrung auch nicht besonders viel.             Wandern bietet sich sehr gut an,
Dunkel war es: besonders als ich die             spirituelle Gedanken damit zu
Straßen hinter mir gelassen hatte und in         verbinden. Viele schöne Wanderungen
den Wald kam. Die Bäume hielten den              mit biblischen Impulsen oder mit dem
Wind ab, das machte die Kälte erträglich         Dialog mit Gott in seiner Schöpfung
und nach ein paar Kilometern Wanderns            habe ich schon erlebt. Im Winter aber
würde mir schon warm werden. Es muss             reduziert sich alles auf das Wesentliche
bis vor kurzem noch geregnet haben. Die          und wenn es so richtig kalt ist und man
sonst gut zu begehenden Feldwege                 wirklich so ganz draußen bleibt, dann
waren mit einer dicken Eisschicht                vergisst man alle guten Impulse und
überzogen.       Das      macht      das         denkt fast nur noch daran, dass jeder
Vorankommen besonders mühsam.                    Fehler den man macht, schwerwiegende
Ständig rutschte ich aus und stolperte,          Folgen haben kann. Ich hatte auf jeder
und in der Dunkelheit musste ich schon           Winterwanderung den Eindruck, dass
sehr aufpassen, dass ich die richtige            sich alle Gedanken auf das Jetzt
Weggabelung nicht verpasste...                   reduzieren, besonders dann wenn man
Spannend an einer Winterwanderung                wenig Erfahrung und nur mäßige
sind auf jeden Fall die vielen                   Ausrüstung hat..
Erfahrungen       –    besonders      die
schmerzhaften, die ich mitnehmen darf.                         Pater Georg Steinberg

                                            13
Jes 45,24-25
                                              Jer

... zieht euch warm an ... (wenn der Winter

  2 Makk 8,27
                           Weish 6,10-15

        Nah 1,7


                         Ps 34,8
   Ps 57,3




         Ps 34,15




                        Ps 7,11


                         Ps 23,4



                                  Ps 34,20




                                    Ps 91,4     S
r 23,3-6
                           Ps 91,1-2

 kommt) !
                  Jes 4,2.5-6


      Ps 31,21




                                                Koh 7,19
                      Ijob 24,8


                                   Ps 5,12-13


                                                Ps 32,7

                    Gen 3,21



                 Ps 64,3


      Ps 34,19


                  Ps 28,8


Sir 34,19-20
Wo Gott ist, da ist Zukunft !
Eindruecke vom Papstbesuch aus Berlin und Erfurt


             „Du warst doch in Berlin, kannst du nicht etwas dazu für
             unseren Rundbrief schreiben.“ Dieser freundlichen Einladung
             komme ich nun, vier Wochen später, nach. Ja, ich war mit
             einer bunt gemischten Gruppe unserer Pfarrei in Berlin und in
             Erfurt. Es waren schöne Tage mit vielen Erlebnissen. Jetzt, wo
             viele von uns sich mit Martinsfeiern, Krippenspielen und
             einem ersten Blick auf die Sternsingeraktion beschäftigen, fällt
             mir das Bild der Könige ein, die sich auf den Weg zur Krippe
             machen. Ganz ähnlich fühlten sich viele aus unserer Gruppe:
             Was erwartet uns? Welche Aussagen, Veränderungen wird es
             geben? Was wird der Papst den Menschen der verschiedenen
             Gruppen sagen? … und dann mag vielleicht der eine oder die
             andere enttäuscht gewesen sein. Viele Hoffnungen wurden
             nicht erfüllt. Aber wir wurden beschenkt mit einer Tiefe in den
             Gottesdiensten, einer Stille und Ruhe, einer Klarheit und einer
             Freude. Vielleicht so, wie die Könige, die den König gesucht
             und ein Kind gefunden haben. Die Tage in Berlin und Erfurt
             waren gefüllt mit Begegnungen, Freude,
             Auseinandersetzungen und Diskussionen; aber auch mit der
             Zusage, dass Gott den Weg unserer Kirche durch alle
             Wirrnisse, Anfechtungen, Skandale mitgeht in die Zukunft.
                                              Was die Könige von der
                                                   Krippe mitnahmen, weiß
                                                     ich nicht, uns hat der
                                                       Besuch ermutigt,
                                                       weiterzugehen, in
                                                       unsere Gemeinden, in
                                                      unsere Familien, denn
                                                     wir haben ein Stück
                                                      erfahren dürfen: wo
                                                        Gott ist, da ist
                                                        Zukunft.




Lydia Bröß

                                 16
Was bleibt vom Papstbesuch ?



Viel wurde darüber debattiert, ob der Bundestag der
richtige Ort für die Rede eines Papstes ist. In den
ablehnenden Reaktionen mischten sich harsche
Kritik an der katholischen Lehre über Frauen, Ehe
und Homosexualität sowie am Umgang mit
sexuellem Missbrauch mit grundsätzlichen
Anfragen zum Verhältnis von Kirche und Staat. Es
ist gut, dass darüber öffentlich gestritten werden
kann. Jeder und jede Abgeordnete war frei in der
Entscheidung, die Rede zu hören oder nicht.
Auch ich finde nicht alles richtig, was das römische
Lehramt sagt. Aber das Unerbittliche und Eifernde
an dieser Diskussion fand ich befremdlich. Wenn
man eine tolerante Gesellschaft will, muss man zum
Dialog fähig sein. Dazu gehört die Bereitschaft
zuzuhören. Die Ansprache, die Papst Benedikt XVI.
gehalten hat, hat die Kritik als überzogen entlarvt.
Er hat darin gewitzt alle konkreten Erwartungen
enttäuscht. Ich fand das Bild vom „hörenden
Herzen“ – also der Fähigkeit, Gut und Böse zu
unterscheiden und Unrecht zu bekämpfen – für
einen Politiker sehr treffend, ebenso die Forderung,
dass Gerechtigkeit der Maßstab von Politik sein
muss. Dazu hat uns der Papst inmitten der
europäischen Finanzkrise daran erinnert, was
Europa zusammen hält: eine mehr als 2000 Jahre
alte Kultur-, Philosophie- und Religionsgeschichte.
Was Papst Benedikt auf seiner Reise gesagt hat,
wird weiter diskutiert werden. Das ist gut so. Denn
das Evangelium ist kein Museumsstück, sondern
Sauerteig für eine humane und gerechte
Gesellschaft.




                                                       Andrea Nahles, MdB

                                       17
"DIESER BESUCH BLEIBT MIR IN LEBENDIGER
ERINNERUNG"




In einem Schreiben an den            In dem Brief des Papstes an
Vorsitzenden der Deutschen           Erzbischof Zollitsch heißt es weiter:
Bischofskonferenz, Erzbischof        „Als Vorsitzender der Deutschen
Dr. Robert Zollitsch, hat sich       Bischofskonferenz haben Sie in
Papst Benedikt XVI. für die          besonderer Weise zum Gelingen
Gastfreundschaft in Berlin, Erfurt   meines Pastoralbesuches
und Freiburg während seines          beigetragen. So möchte ich Ihnen
Deutschlandbesuches bedankt.         und Ihren Mitarbeitern nochmals
„Mit großer Freude und               von ganzem Herzen Dank sagen für
Dankbarkeit denke ich an meine       all ihr Mühen und Planen im
Apostolische Reise nach              Vorfeld der Reise“, schreibt der
Deutschland zurück. Dieser           Papst. „Die herzliche Aufnahme
Besuch mit seinen                    durch die Bischöfe und die
eindrucksvollen Stationen in         Gläubigen in Deutschland und die
Berlin, Erfurt, Etzelsbach und       sichtbar zum Ausdruck gebrachte
Freiburg bleibt mir in lebendiger    Verbundenheit mit dem Nachfolger
Erinnerung. Vielen Menschen          Petri haben mich in meinem
durfte ich begegnen, ihnen die       Petrusdienst bestärkt.“
Frohe Botschaft verkünden, mit
ihnen zusammen beten und sie
im Glauben stärken.“

PRESSEMELDUNG 27.10.2011 - Nr. 164, DBK

                                     18
Jetzt ist es tatsächlich geschehen.
Erzbischof Zollitsch hat seine
Einladung wahrgemacht.

Auf der Delegiertenversammlung in            Besonders wichtig war mir natürlich
Mannheim, hat er alle                        seine Rede im Konzerthaus. Papst
Teilnehmer/innen zum Papstbesuch in          Benedikt sprach besonders den
sein Bistum eingeladen. Zunächst zum         Ehrenamtlichen seinen Dank aus.
Vortrag in das Konzerthaus, später           Darüber hinaus war die
auch in den Bereich der Ehrengäste zur       „Entweltlichung“ der Kirche eines
Messfeier. Nie hätte ich gedacht, Papst      seiner Hauptaspekte. Wir sollen für die
Benedikt so nah und so intensiv zu           Welt tätig werden, jedoch nicht ein Teil
erleben. Doch der Reihe nach.                dieser sein.

Der „Geist von Mannheim“ wirkte              Er fragte uns Hauptamtliche an: Was ist
noch nach, als ich mich auf den Weg          uns wichtig? Was ist der Grund unseres
nach Freiburg machte. Welche                 Handelns und unseres Glaubens? Sind
Aussagen würde der Papst machen?             wir mehr Funktionär oder Verkünder/in
Würde er auf den Dialogprozess               des Glaubens? Eine Frage, die wir uns
eingehen? Die Reden im Bundestag             alle stellen sollten.
und in Weimar hatte ich am Fernseher
verfolgt. Was würde er zu uns aktiven        Leider ging er nicht direkt auf den
ehrenamtlichen und hauptamtlichen            Dialogprozess in der deutschen Kirche
Katholiken sagen?                            ein. Aber sein Reden vom „Erbarmen
                                             Gottes“ macht mir Mut, in Zukunft auch
Die Messfeier am Sonntag hat mich            vom „Erbarmen der Kirche“ reden zu
sehr beeindruckt. Zu erleben, wie so         können.
viele tausend Menschen miteinander
schweigen und andächtig die Messe            Ich denke, der Besuch Benedikt XVI. in
feiern, war ein sehr intensives Erlebnis.    Deutschland ist ein guter Anlass über
Dieser Gottesdienst war kein Event           das Selbstverständnis der Kirche und
oder eine Inszenierung, vielmehr war         seiner Hauptamtlichen nachdenken.
für mich der persönliche Glaube des          Immer in dem Bewusstsein: Wo Gott
Papstes spürbar.                             ist, ist Zukunft.




                                                                  Elvira Neumann

                                            19
Sie wurde schwanger und gebar
             Schwangerschaft und Geburt im AT


Wer selbst Kinder hat, weiß, dass Schwangerschaft und Geburt eine Frau
verändern und der Beziehung zwischen Frau und Mann eine neue Qualität
verleihen. Aus einer Zweier- wird eine Dreierbeziehung, die an beide, an Mann
und Frau, neue Herausforderungen stellt. Dies habe ich bei der Geburt unserer
eigenen Kinder so erlebt, ebenso bei der Geburt unserer Enkel.

Ein natürliches Geschehen
Am Anfang jeden menschlichen Lebens stehen Schwangerschaft und Geburt. „Sie
wurde schwanger und gebar ...“ (Gen 3,1 u. ö.). Mit dieser feststehenden
Redewendung beschreibt die Bibel dieses Phänomen und nennt die erste Frau Eva
(= Leben). Mit dieser Formel ist mehr ausgesagt als eine Information über die
Geburt eines Kindes. Die Redewendung sagt zugleich etwas über die Frau, ihr
Selbstverständnis und ihren Platz in der Gesellschaft. „Geboren von einer Frau“
(Gal 4,4) betont die Herkunft und die Teilhabe Jesu am menschlichen Geschick.
Obwohl das AT davon überzeugt ist, dass Schwangerschaft und Geburt von
göttlichem Wirken (Gott öffnet den Mutterschoß) und Gottes Segen umfangen
sind, bleiben Schwangerschaft und Geburt für die Menschen der damaligen Zeit
ein natürliches Geschehen im Leben einer Frau. Es ist etwas Selbstverständliches,
aber auch Bedeutsames. Andere Frauen, meist Nachbarinnen, leisteten
Geburtshilfe; manchmal auch Hebammen.

Soziale Folgen
Mit der Schwangerschaft stieg die Achtung einer Frau und ihr gesellschaftlicher
Rang. Einer kinderlosen Frau drohten Scheidung und Vertreibung aus dem Haus
des Mannes.
Der Wettstreit der beiden Schwestern Lea und Rachel um die Gunst des
gemeinsamen Mannes Jakob erzählt dies auf eine spannende und unterhaltsame
Weise. Obwohl Lea von Jakob zurückgesetzt und vernachlässigt wird, wird sie
schwanger. Nach der Geburt ihres dritten Sohnes ist Lea überzeugt, „jetzt endlich
wird mein Mann an mir hängen“ (Gen 29,34). Rachel dagegen, die bis zu diesem
Zeitpunkt noch kinderlos ist, wird eifersüchtig und fordert von ihrem Mann:
„Verschaff mir Söhne! Wenn nicht, sterbe ich“ (Gen 30,1).
Kinder sind Zukunft; und ohne Kinder sein, heißt, ohne Zukunft sein. Auf diesem
Hintergrund wird deutlich, warum Kinderlosigkeit in der Bibel als hartes
Frauenschicksal beschrieben wird. Betroffene Frauen werden von anderen Frauen



                                       20
verachtet und konnten eine Frau in tiefe
Depressionen stürzen. Darüber tröstete
auch nicht die liebende Zuneigung eines
Mannes (vgl. 1 Sam 1,1-18). Deshalb
findet sich in der Bibel die Vorstellung,
ein glückliches und erfülltes Frauenleben
liege in der Mutterschaft.
Das Motiv der Unfruchtbarkeit zieht sich
wie ein roter Faden durch die biblischen
Texte und gilt für viele Mütter
herausragender Männer - so: Sara (Gen
16,1), Rebekka (Gen 25,21), Rachel (Gen
30,1), Hanna (1 Sam 1,2), Elisabet (Lk
1,7). Das Bild der Unfruchtbaren , die
gebären wird, kündet deshalb die
                                                 © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb.
bevorstehende Heilszeit an (Ps 113,9).

Krise und Neuanfang
Das AT weiß auch um die Mühsal und die Gefahren, die mit Schwangerschaft und
Geburt verbunden sind. Gebären geschieht unter Schmerzen (Gen 3,16).
Fehlgeburten waren häufig. Was oft als Folge des Sündenfalls dargestellt wird, ist
die Beschreibung der konkret erfahrenen Wirklichkeit und Zeichen einer
gebrochenen Welt.
Schwangerschaft und Geburt können für eine Frau auch tödlich enden. Dies bleibt
im AT bei aller Freude über die Geburt eines Kindes gegenwärtig. So stirbt Rahel
kurz nach der Geburt Benjamins (Gen 35,16-19; vgl. auch 1 Sam 4,19-20).
Die Geburtswehen dienen häufig als Bild für anbrechende Krisen und anstehende
Not und letztlich für die Wehen der Endzeit. Gott selbst schreit wie eine
Gebärende (Jes 42,14) und gebiert so die neue Heilszeit. Das biblische Wort
„Erbarmen“ (hebr.: rahamin) ist von raehaem (= Mutterschoß) abzuleiten und ein
Wesenszug Gottes. Deshalb wird die innige Beziehung einer Mutter zu ihrem
Kind zum Bild für Gottes Zuneigung und Treue (vgl. Jes 49,15).
Die Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter den Füßen und einen Kranz
von zwölf Sternen auf ihrem Haupt, die in Offb 12,1-3 als großes Zeichen am
Himmel erscheint, ist schwanger und in Geburtswehen. In unseren
Mariendarstellungen, die gerne dieses Motiv aufgreifen, ist nur selten eine
Schwangere oder Gebärende zu sehen, obwohl nach dem NT Schwangerschaft
und Geburt entscheidend das Leben Marias geprägt haben.
                                                          Dr. Rainer Dillmann

                                       21
MAGISCHE ORTE
      Natur- und Kulturmonumente der Welt

Die im Gasometer Oberhausen in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-
Kommission und TUI Deutschland gezeigte Ausstellung „MAGISCHE ORTE –
Natur-und Kulturmonumente der Welt“ wird bis zum 21. Oktober 2012 verlängert.
MAGISCHE ORTE zeigt seit dem 8. April 2011 zum ersten Mal die Wunder der
Natur und Kultur in einer einzigen Ausstellung als gleichermaßen bedeutende
Schöpfungen unseres Planeten. Rund 350 000 Besucher haben sich allein im
ersten halben Jahr dorthin auf den Weg gemacht, wo die Geschichte unserer Erde
lebendig wird: Spektakuläre Fotografien, erstaunliche erdgeschichtliche
Fundstücke und beeindruckende Kunstwerke führen uns durch Wüsten und
Gebirge, durch Urwälder und verwunschene Gärten, in Tempel und Paläste. Diese
„Magischen Orte“ sind Kultstätten der Natur- und Menschheitsentwicklung, voller
Geschichten, Mythen und Sagen. In ihrer Schönheit verkörpern sie die gewaltigen
schöpferischen Kräfte unserer Welt Welt.
Die großformatigen Bilder und Exponate spannen einen Bogen von der
Frühgeschichte unseres Planeten bis in die Gegenwart. Zu sehen sind
beispielsweise außergewöhnliche Gesteinsformationen und leuchtende Kristalle,
erkaltete Lava, Ammoniten und eine Baumscheibe, die viele Generationen und
Ereignisse des Menschen überdauert hat. Kulturgeschichtlich geht die Reise von
ältesten Kultreliquien vorbei an den sieben Weltwundern der Antike, prachtvollen
Kathedralen und Tempeln des Mittelalters bis in die Jetztzeit. In den
himmelstürmenden Wolkenkratzern der Gegenwart erkennen wir die enorme
Schöpfungskraft des Menschen – die aber auch, daran erinnern zwei Exponate aus
Hiroshima, zu seiner eigenen existenziellen Bedrohung werden kann.
„In der Ausstellung MAGISCHE ORTE verbinden sich naturwissenschaftliche,
kulturgeschichtliche sowie künstlerische Sichtweisen. Sie sprechen gleichermaßen
das Denken, Fühlen und die Sinne an, vermitteln Erkenntnisvergnügen und
ästhetischen Genuss“, erklären die Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz.
Gewidmet haben sie die Ausstellung der Arbeit der UNESCO, die Schönheit und
Vielfalt unseres Planeten zu bewahren.
Kathedrale der Natur
Der international renommierte Künstler und Fotograf Wolfgang Volz schuf für
den 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers in Zusammenarbeit mit dem
Lichtgestalter Herbert Cybulska und dem Komponisten Sebastian Studnitzky die
43 Meter hohe Regenwaldbaum Skulptur „Regenwaldbaum“. Die monumentale
Skulptur verwandelt den Gasometer Oberhausen in eine „Kathedrale der Natur“.
In ihr steht dieser „Baum des Lebens“ symbolisch für die Schönheit und

                                       22
Fruchtbarkeit, aber auch für die Verletzbarkeit des ewigen Kreislaufes der Natur.
Wechselnde Farb- und Klangimpressionen spiegeln die sich ständig verändernden
Stimmungen wider. Ein Tagesablauf dauert hier rund eine Viertelstunde.
„Magische Orte“ ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH, Partner
sind die Deutsche UNESCO--Kommission und TUI Deutschland. „Wir freuen uns
über den großen Erfolg dieser außergewöhnlichen Ausstellung. Das zeigt uns, dass
die Menschen von fernen und exotischen Ländern träumen.“, erklärt TUI-
Unternehmenssprecher Mario Köpers.
Die höchste Ausstellungshalle Europas
„Magische Orte“ sind in der höchsten Ausstellungshalle Europas zu sehen. Der
Gasometer, 117 Meter hoch, ist Wahrzeichen der Stadt Oberhausen,
beeindruckendes Dokument der Bau- und Technikgeschichte und spektakulärer
Veranstaltungsort. Große Ausstellungen im Gasometer sind seit 1994 erfolgreicher
Bestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Mit bisher mehr als vier
Millionen Besuchern steht der Gasometer Oberhausen stellvertretend für den
lebendigen Wandel der Region. Das Raumerlebnis im Inneren dieser „Kathedrale
der Industrie“ ist einzigartig. Ein sieben- bis achtfaches Echo lässt die Besucher
staunen. Vom Dach des Gasometers, zu erreichen über den gläsernen
Panoramaaufzug im Inneren, bietet sich der Blick über das gesamte westliche
Ruhrgebiet.




    MAGISCHE ORTE – Natur- und Kulturmonumente der Welt
    Ort: Gasometer Oberhausen, Arenastraße 11, 46047 Oberhausen
    Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr,
    montags geschlossen;
    in den NRW-Ferien an allen Wochentagen geöffnet
    Eintrittspreise: Erwachsene 8 EUR, ermäßigt 5 EUR,
    Familien (2 Erwachsene, bis zu 5 Kinder) 17 EUR
    Dauer: bis 21. Oktober 2012
    Weitere Informationen im Internet unter www.gasometer.de
    Telefon: 0208 850 37 35




                                        23
Wende

   Begleitung von Menschen in Krisensituationen



Menschen erleben für sich                 Gott hat uns bei der Taufe versprochen
Lebenssituationen sehr                    uns auf unserem Lebensweg zu halten,
unterschiedlich. Ein einschneidendes      zu schützen und zu begleiten.
Erlebnis ist manchmal eine Wende in       Das irdische Leben ist endlich – das
ihrem bisherigen Leben. Sie richten       wissen wir! Wir Christen leben aus dem
ihr Leben neu aus.                        Glauben, dass damit unser Weg mit Gott
Gerade in Krisensituationen,              aber nicht zu Ende ist, sondern dass wir
Situationen, in denen man einen           leben werden bei Gott.
geliebten Menschen verloren hat,          Die Zusage Jesu aus dem
durch Tod oder Trennung, erlebe ich       Johannesevangelium: „Im Hause meines
oft eine solche Wende.                    Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn
Menschen in einer solch                   es nicht so wäre, hätte ich euch dann
einschneidenden Lebenssituation zu        gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch
begleiten finde ich als Seelsorger        vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin
spannend. Ich war 15 Jahre als            und einen Platz für euch vorbereitet
Krankenhausseelsorger in                  habe, komme ich wieder und werde euch
verschiedenen Einrichtungen tätig.        zu mir holen, damit auch ihr dort seid,
Seit zwei Jahren verrichte ich meinen     wo ich bin“ (Joh 14,2f.), kann uns dabei
Dienst in der Polizeiseelsorge.           Trost und Hoffnung spenden.
Nebenher bin ich in der                   Jetzt in der Herbst- und Winterzeit, wo
Notfallseelsorge tätig. In allen drei     die dunklen Anteile der Tageszeiten
Bereichen hatte und habe ich es           länger sind, haben wir das Gefühl, dass
immer wieder mit den Themen Tod,          wir uns stärker und öfter mit den
Trauer, Verlust und Verabschiedung        Themen Sterben und Tod
zu tun. Neben all dem Negativen, das      auseinandersetzen. Im Bereich der
mit diesen Themen einhergeht, sehe        Notfallseelsorge haben wir oft auch den
ich auch die Möglichkeit, Positives zu    Eindruck, dass gerade in diesen
entdecken und zu formulieren. Dies        Jahreszeiten sich mehr Menschen das
mit den hinterbliebenen Menschen          Leben nehmen. Die Fallzahlen in der
anzugehen, sie bei einer                  Statistik zeigen keine erhöhten Werte
Neuausrichtung ihres Lebens zu            gegenüber den anderen Jahreszeiten an.
begleiten, erlebe ich als                 Der Eindruck entsteht bei uns selbst, da
Herausforderung und als Chance für        wir uns im Herbst intensiver mit der
unsere Seelsorgearbeit.                   Vergänglichkeit des Lebens



                                         24
auseinandersetzen. Um uns herum bereitet sich die Natur auf die Ruhephase vor.
Im Jahreskreis sind für uns besonders die Tage Allerheiligen und Allerseelen
bedeutend, da wir unserer Verstorbenen gedenken bzw. an Allerheiligen die
Grabstätten unserer Verstorbenen aufsuchen. Ein bewussteres Auseinandersetzen
mit dem Jahreskreislauf der Natur kann uns helfen, dem eigenen Lebenskreislauf
nachzuspüren.
Die Kirche kann uns dabei mit dem Kirchenjahr und seinen Feiern helfen. So
erhalten wir ein Stück Trost und können auch Lebenskrisen aushalten. In der
Gemeinschaft spüren wir, dass wir nicht allein diese Situationen tragen und
ertragen müssen. Menschen gehen ein Stück des Weges mit, halten aus und tragen
mit.
Auch wenn dieses Mitgehen viel an Kraft von uns fordert, können wir uns auch als
Bereicherte fühlen, da wir auch für unseren eigenen Lebensweg neue
Möglichkeiten erkennen können.
An der Stelle möchte ich für die Mitarbeit in der Notfallseelsorge werben. Trotz
vieler Lasten und Einschränkungen während der Bereitschaftszeit, - es ist ein
Dienst, bei dem wir die Kirche und den Glauben in Extremsituationen zeigen
können. Es lohnt sich, da wir hier dem Menschen ganz nahe sein können. Hier
wird durch uns die Liebe Christi zu den Menschen deutlich. Das spüren die
Menschen und sind dankbar, auch wenn sie der Kirche oft skeptisch und
distanziert gegenüberstehen.
Krisensituationen sind auch
immer verbunden mit
Chancen für uns Menschen,
bei denen wir die
Möglichkeit haben, unserem
Leben eine neue Richtung
zu geben, bis hin zu einer
möglichen Wende. Eines
können wir als Christen
gewiss sein
 – Gott ist mit uns.



                                                      Diakon Bernd Malecki

                                      25
Hilfreiche Hinweise


Buchempfehlung:                          Wintersalat mit
Gemeindereferentinnen und                Walnüssen
Gemeindereferenten, Profil einer
professionellen Pastoral,
                                         50 ml Orangensaft vom Filetieren der
herausgegeben von Hans Martin
                                         Orangen
Weikmann und Werner Wertgen,
                                         3 EL Apfelessig und Salz, Pfeffer,
Verlag Friedrich Pustet
                                         Prise Zucker und
Das Buch informiert über Wurzeln,        4 EL Öl (Traubenkernöl) mischen.
Werdegang und Zukunftsaussichten         50 g Walnüsse kurz fettfrei anrösten
unseres Berufes und enthält ein          1 Kopf Radicchiosalat in grobe Stücke
umfangreiches Quellen- und               zerpflücken
Literaturverzeichnis.                    3 Orangen filetieren und den Saft
                                         auffangen
Sie finden das Buch im                   100 g Feldsalat säubern
Medienforum.
                                         Alles nett auf einem Teller anrichten
                                         und die Soße dazu reichen.
   I
   nternetseiten mit Bildern,
   Texten und Grafiken zum
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   www.pfarrbriefservice.de
   www.bilderkiste.de
   www.gifs-paradies.de
   www.kostenlose-grafiken.de
                                    Das Blatt
                                    wendet sich
   In der Arbeitshilfe der kfd
                                    Man trägt rote Rucksäcke statt roter Mützen.
   "VOR ORT", Ausgabe 1-
   2011 steht der gelungene         Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.
   Artikel "Urheber- und
   Persönlichkeitsrecht“
   Erst fragen,
   dann wagen!
                                    26
Quellenangaben


 Die Rechte an Bildern und Texten liegen bei den Autoren und Künstlern. Wir haben uns
 bemüht, alle Angaben zusammenzustellen, und bitten um Hinweise, falls uns ein Fehler
 unterlaufen sein sollte.

 Texte:
 Seite 11: Claudia Schäble, Seite 22 und 23: Gasometer Oberhausen
 Bilder:
 Titelbild: unter Verwendung eines Fotos von B. Bittger, Seite 5: © Rosel Eckstein /
 PIXELIO /bearb., Seite 7: © Kurt F. Domnik / PIXELIO, Seiten 8, 21 und Mittelseite: G.
 Lauenburger, Seite 9: A. Wenner-Schlüter, Seite 10: Abbildung mit freundlicher
 Genehmigung des Künstlers HaPe Eggerl, Seite 16: Benedikt Gottlieb/bearb., Seite 17:
 Büro A. Nahles, Seite 21: © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb., Seite 25 und Rückseite:
 Th. Eckhoff




Impressum

    Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten im Bistum Essen, Zwölfling 16,
    45127 Essen, Telefon 0201-2204 -243

    Redaktion:    D. Bertz, D. Janssen, I. Klein, G. Lauenburger, E. Neumann

    Mitarbeit:    B. Bittger, L. Bröß, Dr. R. Dillmann, B. Malecki, A. Nahles, Pater G.
                  Steinberg und viele hilfreiche Korrekturleserinnen

    Druck: Bischöfliches Generalvikariat, ZA IT-Service

    Redaktionsschluss: 7. Februar 2012

    Arbeitstitel der nächsten Ausgabe: „Kreuz ist Trumpf“




                                           27
Winterwende

       Inhalt dieses Rundbriefes




Grusswort
Der astronomische Winter
Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise
Aktuelles fuer die Berufsgruppe
Kleiner Mensch - willkommen
Wintergericht
Winterwanderung
Mittelseite: Adventskalender
Rueckschau Papstbesuch
Schwangerschaft und Geburt im AT
Magische Orte im Gasometer Oberhausen
Wende (Krisenmanagement)
Hilfreiche Hinweise
Quellenangaben
Impressum

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Rundbrief 12

  • 1. der Gemeindereferentinnen und Advent 2011 Gemeindereferenten im Bistum Essen
  • 2. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen ! Bei einem Kurztrip mit Vater und Bruder im Frühjahr 2004 nach London zieht es mich u. a. in die Tate Modern – einem alten Kraftwerk direkt an der Themse, das einige Jahre zuvor zu einem wunderbaren Museum für zeitgenössische Kunst umgewandelt wurde. Man betritt es durch die ehemalige Turbinenhalle. Die Dimensionen dieses Raums, der 155 Meter in der Länge, 23 Meter in der Breite und 35 Meter in der Höhe misst, sind überwältigend. Es ist ungemütlich an diesem Tag, nass, grau in grau und kühl – und ausgerechnet hier werde ich von der Sonne überrascht. Der dänische Künstler Olafur Eliasson hat sie - unter dem Titel „The Weather Project“ - am Ende der riesigen Eingangshalle als monumentalen strahlend roten Ball gehängt. Wie die anderen Besucher werde auch ich in die atmosphärische Dichte dieses Licht-Raumes gezogen. In fast andächtiger Stille erleben die Betrachter eine „ geradezu spirituelle Erfahrung“ – behutsam schreitend glaubt man durch feinen Nebel auf eine riesige, orangefarbene Sonnenscheibe zuzugehen. In einem die Halle überwölbenden Spiegel sehen sich die Besucher winzig klein – viele legen sich auf den Betonboden und genießen die Atmosphäre dieses unwirklichen Sonnenaufgangs oder -untergangs –, der von 200 Lampen erzeugt wird. Diese Installation zeigt mir noch einmal, wie sehr wir Menschen uns nach dem Licht sehnen. Jede/r von uns weiß aus eigener Erfahrung: Einem Sonnenaufgang oder -untergang über den Bergen oder dem Meer können wir uns nicht entziehen und er ist immer wieder neu faszinierend. Und wie sehr freuen wir uns, wenn nach einem langen Winter die Tage endlich wieder länger werden und die Sonne an Kraft und Energie gewinnt – sie weckt unsere Lebensgeister und lässt den nahenden Frühling ahnen. 2
  • 3. Dass unser Weihnachtsfest mit der Wintersonnenwende – sprich die hellen Stunden des Tages wieder länger werden – zusammenfällt ist kein Zufall. Am Tag der Wintersonnenwende wurde im Römischen Reich das Fest des „sol invictus“, des unbesiegten Sonnengottes, begangen. Um sich von diesem Kult abzusetzen, stellte die junge Kirche dem heidnischen Sonnengott die „wahre Sonne“ das „wahre Licht der Welt“ entgegen. Dem Fest des Sonnengottes mit einem christlichen Fest zu begegnen, hatte große symbolische Aussagekraft. Das Geburtsfest Jesu zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende symbolisierte für die Menschen der damaligen Zeit, dass Gott mit diesem Kind das Leben neu entstehen ließ, ein Licht im Dunkeln entzündete. Vielleicht geht uns in den kommenden Tagen der Winterwende und der Weihnacht ja auch ein Licht auf?! Ein jüdischer Weiser fragt seine Schüler: "Kann man den Augenblick bestimmen, wo die Nacht zu Ende ist und der Tag beginnt? Der erste Schüler fragt: Ist's wenn man in der Ferne einen Feigenbaum von einer Palme unterscheiden kann? "Nein" sagte der Weise, "das ist es nicht." "Ist's ", fragte der zweite "wenn man ein Schaf von der Ziege unterscheiden kann; ist das der Augenblick, wo die Dunkelheit weicht und der Tag anbricht?" "Nein" sagte der Weise, "das ist es nicht". "Aber wann ist denn dieser Augenblick gekommen?" "Wenn du in das Gesicht eines Menschen schaust und darin den Bruder oder die Schwester entdeckst. Dann ist die Nacht zu Ende, dann bricht der Tag an." Möge uns in dieser Weihnacht jenes Licht aufgehen, das uns in Jesus, dem Bruder der Menschen, erschienen ist. Dass sich der Winter wendet -– es wieder lichter und wärmer wird – in Kirche und Welt! Bertold Bittger 3
  • 4. Der astronomische Winter ... ... beginnt auf der Nordhalbkugel am 21. oder 22. Dezember. Er endet am 19. bzw. 20. März. Der Zeitpunkt wird auch Wintersonnenwende genannt. Die Sonne steht dabei senkrecht über dem südlichen Wendekreis, was die kürzesten Tage auf der nördlichen Hemisphäre zur Folge hat. Der meteorologische Winter beginnt bereits am 1. Dezember und endet am 28., gegebenenfalls am 29. Februar. Im Winter ist der Hauptteil der Niederschläge advektiv, das heißt gebunden an horizontale Luftbewegungen, diese werden meist durch Aufgleitvorgänge hervorgerufen. Aufgleitvorgänge bezeichnet das Überströmen feuchter und relativ warmer Meeresluft trockener und relativ kalter kontinentaler Luft. Quelle: Deutscher Wetterdienst Die Härte eines Winters wird in der Klimatologie u. a. anhand der Anzahl der Eistage ermittelt. Dabei liegt das Maximum der Lufttemperatur unterhalb des Gefrierpunktes. Die mittlere Anzahl der Eistage pro Jahr kann zur Effektiven Klimaklassifikation verwendet werden. Gregor Lauenburger 4
  • 5. Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise 14. Oktober 2011 Seit mittlerweile zwei Jahren beherrscht die Euro-Schuldenkrise die Nachrichtenlage. An den Geld- und Kapitalmärkten kommt es zu extremen Verwerfungen, weil an der Solvenz einiger europäischer Staaten gezweifelt wird. Theorie und Praxis Regierungen versuchen in konjunkturellen Schwächephasen durch Erhöhung der Staatsausgaben und Steuersenkungen das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dazu nehmen Staaten Geld am Kapitalmarkt auf und erhöhen ihre Verschuldung. In wirtschaftlich guten Zeiten sollen die Staatshaushalte ausgeglichen sein und Überschüsse zur Schuldenreduktion verwendet werden. Soweit die volkswirtschaftliche Theorie. In der Praxis zeigt sich, dass einige Staaten in wirtschaftlich guten Zeiten nicht in der Lage sind, ihre Haushaltsdefizite zu mindern. In der Tabelle zeigt sich, dass Griechenland ein durchschnittliches Haushaltsdefizit in den letzten 10 Jahren von 7,2% in % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aufweist, Italien von 3,2% und Portugal von 4,8%. In keinem der letzten zehn Jahre wurden in diesen Ländern Haushaltsüberschüsse generiert und die Staatsverschuldung wurde immer größer. Deutlich besser wirtschaften Deutschland und Spanien, die jeweils drei Jahre mit positivem Haushalten zu verzeichnen haben. Aktuelle Staatsverschuldung in % des BIP © Rosel Eckstein / PIXELIO durchschn. Haushaltsdefizit (10 Jahre) in % Spanien 67 2 Deutschland 83 2,2 Frankreich 87 3,6 Euroraum 89 2,7 Portugal 106 4,8 Italien 121 3,2 Griechenland 166 7,2 Quelle: Eurostat 5
  • 6. Fortsetzung: Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise Wie viele Schulden kann ein Land vertragen? Nun stellt sich die Frage, inwieweit Staatsschulden wirtschaftlich tragbar sind. Die EU-Konvergenzkriterien verpflichten die Eurostaaten, eine maximale Verschuldung von 60% des BIP einzuhalten. Nur wenige skandinavische Eurostaaten erfüllen dieses Kriterium. Nach einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Kenneth Rogoff verlangsamt sich das Wachstum hoch entwickelter Volkswirtschaften ab einer Schuldenquote von 90%. In der mittleren Spalte der obigen Tabelle wird ersichtlich, dass sich die durchschnittliche Verschuldung der Staaten des Euroraumes annähernd auf diesem Niveau bei 89% befindet. Daraus lässt sich ableiten, dass weitere staatliche Konjunkturimpulse zunehmend ihre Wirkung verfehlen. Stattdessen sind die Staaten gezwungen, strukturelle Defizite zu beseitigen. Zudem ist die Höhe der Zinsen entscheidend, die der Staat für seine Schulden bezahlen muss. Länder wie Italien oder Spanien müssen, um auf dem Kapitalmarkt aktuell Geld aufnehmen zu können, einen um mehr als 4% höheren Zinssatz bieten als Deutschland, weil der Kapitalmarkt an der Kreditwürdigkeit dieser Länder zweifelt. Andere Länder wie Portugal und Griechenland können die geforderten Zinsen von über 10% nicht mehr zahlen und benötigen Liquiditätshilfen durch den Euro-Rettungsschirm. Erforderliche Maßnahmen Der Wendepunkt in der Euro-Schuldenkrise kann nur durch ein umfassendes Maßnahmenpaket erreicht werden. Vor allem muss die Schuldentragfähigkeit von Griechenland wieder hergestellt werden. Ein Schuldenschnitt erscheint die einzige Lösung zu sein, da Griechenland das Haushaltsdefizit nicht in den Griff bekommt. Ein Rettungsplan ist für diejenigen Banken notwendig, die in einem hohen Maß griechische Anleihen halten und erhebliche Bewertungsverluste bei einem Schuldenschnitt realisieren würden. Zudem müssen die Rettungsschirme für Staaten und Banken voll funktionsfähig sein und effizient handeln können. Die Installierung einer anerkannten wirtschaftspolitischen Führung in Europa erscheint notwendig zu sein, um eine größere Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten durchzusetzen. 6
  • 7. Marktausblick Der Leitzins wird bis Mitte 2012 bei 1,50% verharren, weil die Konjunkturindikatoren auf eine Abkühlung der Wirtschaft hinweisen und die Inflation wieder sinken wird. Einige Marktteilnehmer gehen sogar von einer Leitzinssenkung Mitte Dezember aus. Auch die Kapitalmarktzinsen werden sich nicht deutlich erhöhen, solange die Euro-Schuldenkrise für Unsicherheit bei den Investoren sorgt. Die Aktienmärkte bleiben volatil. Die Gewinnerwartungen der Analysten werden wegen der nachlassenden Konjunkturdynamik weiter revidiert. Es ist damit zu rechnen, dass vor allem zyklische Unternehmen die künftige Geschäftsentwicklung skeptischer sehen. Das Rückschlagpotential für Banken- und Versicherungstitel ist wegen der ungelösten Schuldenkrise weiterhin sehr hoch. Quelle: Bank im Bistum Essen © Kurt F. Domnik / PIXELIO 7
  • 8. Aktuelles fuer die Berufsgruppe Fortbildung Themen und Daten bis Mitte 2012 l 06.02.2012 und 13.02.2012 Atempausen für Mütter - erfahren und gestalten (mit Frau Judith Dimke- Schrader) l 27.02.-04.03.2012 Ignatianische Einzelexerzitien (mit Klara Bremen und Pfr. Frank Reyans) l 02.06.2012 Diözesantag gestaltet als Wanderrecollectio (mit Bischof Dr. Overbeck) l 11.-15.06.2012 Frühlingstreffen in Berlin (für GR i. R.) l 19.06.2012 Facebook, Twitter und Co. in der Gemeindepastoral (mit Jens Albers) l "Spiritualität im Alltag" - Dem Alltag Farbe geben vom 18.-22.06.2012 in Herstelle (mit Sr. Angela Gamon OSB) 8
  • 9. Wir sind bei facebook. Zurzeit haben wir 14 Mitglieder. Zu Fragen des Datenschutzes können Sie uns gern ansprechen. Wir empfehlen aber auch aus dem Fortbildungsprogramm die Veranstaltung „Facebook, Twitter und Co. in der Gemeindepastoral“. Als Faustregel gilt: posten Sie nichts, das nicht jeder Mensch lesen darf. Unsere Homepage existiert bereits 2 Jahre: http://www.gemeindereferentinnen.kirche-vor-ort.de/ 9
  • 10. 10
  • 11. Der Blick wird von der Mitte angezogen: Eine große Hand hält behutsam einen kleinen Kopf in den Händen, bergend und schützend. Gut behütet liegt dieses kleine Wesen da, sicher und geborgen, vertrauensvoll die Augen geschlossen. Eingehüllt in einen Kranz aus Flügeln, Engelsflügeln gleich. Im äußersten Kranz schließen vier Frauen- oder Engels-Gestalten den Kreis ab. Die Hand erhoben, abwehrend, beschützend oder wie einen Finger vor den Mund gelegt, für Ruhe sorgend stehen sie um die Mitte, um das kostbare Gut des Lebens. Dies gilt es zu bewahren, zu schützen und zu fördern Dem Kleinen scheint nichts passieren zu können, geborgen im warmen Rot, Zeichen der Liebe und des Lebens, erfüllte Sehnsucht und erfüllte Hoffnung - angedeutet durch das Grün am unteren Rand. Das Bild „Willkommen, kleiner Mensch!“ von HaPe Eggerl bringt zum Ausdruck, was für jeden von uns gilt: DU bist: Erwünscht, erwartet und ersehnt. Geborgen, umfangen und gesegnet. So sollst du werden, der du bist! Claudia Schäble 11
  • 12. Garnelen – Muschel – Ragout *** Steinbutt mit Artischocken und Zitronenbutter oder Lammrückenfilet in Rotweinsauce *** Birnen mit Schokoladeneis und Zimtsabayon Bei Interesse ist das Rezept beim Redaktionsteam erhältlich. 12
  • 13. Winterwanderung Im Sommer sind wir nie gewandert. Wir Schuhe dürfen abends nicht wie waren alle in der Jugendarbeit aktiv und gewohnt draußen stehen bleiben. Das die Sommerferien waren belegt mit Leder friert und am nächsten Morgen Freizeiten und spannenderen Aktivitäten kommt man nicht hinein. Essen ist ein als Wandern. Nach einigen Frühjahrs- Problem. Alles was man dabei hat friert und Herbstwanderungen, die sich ein und schmeckt nicht mehr. Müesli- meistens als regelrechte Riegel habe ich in der Hosentasche Schlammschlachten nach ausgiebigem aufbewahrt und statt Tee kam eine dicke Regen erwiesen, brach ich zu meiner Suppe in die Thermos-Kanne. Beim ersten Winterwanderung auf: Endlich Wandern läuft man sich warm und im sollte es mal eine Wanderung ohne Schlafsack ist es selbst bei deutlich unter Regen und ohne Schlamm sein. An Null Grad angenehm. Zelt abbauen muss einem Wochenende im Januar morgens sehr schnell gehen, da wird es richtig gegen sechs Uhr startete ich am Rande kalt. Wegweiser können sehr hilfreich eines kleinen Dorfes im Westerwald. sein, wenn man sie denn sieht. Weiße Bis auf einen sehr guten Schlafsack, den Wegweiser an Bäumen die mit Schnee ich günstig im Angebot eines Versandes überzogen sind, sind nicht wirklich gut bekommen hatte, hatte ich eigentlich zu erkennen. keine besondere Ausrüstung mit; Das Wandern oder die Idee vom Erfahrung auch nicht besonders viel. Wandern bietet sich sehr gut an, Dunkel war es: besonders als ich die spirituelle Gedanken damit zu Straßen hinter mir gelassen hatte und in verbinden. Viele schöne Wanderungen den Wald kam. Die Bäume hielten den mit biblischen Impulsen oder mit dem Wind ab, das machte die Kälte erträglich Dialog mit Gott in seiner Schöpfung und nach ein paar Kilometern Wanderns habe ich schon erlebt. Im Winter aber würde mir schon warm werden. Es muss reduziert sich alles auf das Wesentliche bis vor kurzem noch geregnet haben. Die und wenn es so richtig kalt ist und man sonst gut zu begehenden Feldwege wirklich so ganz draußen bleibt, dann waren mit einer dicken Eisschicht vergisst man alle guten Impulse und überzogen. Das macht das denkt fast nur noch daran, dass jeder Vorankommen besonders mühsam. Fehler den man macht, schwerwiegende Ständig rutschte ich aus und stolperte, Folgen haben kann. Ich hatte auf jeder und in der Dunkelheit musste ich schon Winterwanderung den Eindruck, dass sehr aufpassen, dass ich die richtige sich alle Gedanken auf das Jetzt Weggabelung nicht verpasste... reduzieren, besonders dann wenn man Spannend an einer Winterwanderung wenig Erfahrung und nur mäßige sind auf jeden Fall die vielen Ausrüstung hat.. Erfahrungen – besonders die schmerzhaften, die ich mitnehmen darf. Pater Georg Steinberg 13
  • 14. Jes 45,24-25 Jer ... zieht euch warm an ... (wenn der Winter 2 Makk 8,27 Weish 6,10-15 Nah 1,7 Ps 34,8 Ps 57,3 Ps 34,15 Ps 7,11 Ps 23,4 Ps 34,20 Ps 91,4 S
  • 15. r 23,3-6 Ps 91,1-2 kommt) ! Jes 4,2.5-6 Ps 31,21 Koh 7,19 Ijob 24,8 Ps 5,12-13 Ps 32,7 Gen 3,21 Ps 64,3 Ps 34,19 Ps 28,8 Sir 34,19-20
  • 16. Wo Gott ist, da ist Zukunft ! Eindruecke vom Papstbesuch aus Berlin und Erfurt „Du warst doch in Berlin, kannst du nicht etwas dazu für unseren Rundbrief schreiben.“ Dieser freundlichen Einladung komme ich nun, vier Wochen später, nach. Ja, ich war mit einer bunt gemischten Gruppe unserer Pfarrei in Berlin und in Erfurt. Es waren schöne Tage mit vielen Erlebnissen. Jetzt, wo viele von uns sich mit Martinsfeiern, Krippenspielen und einem ersten Blick auf die Sternsingeraktion beschäftigen, fällt mir das Bild der Könige ein, die sich auf den Weg zur Krippe machen. Ganz ähnlich fühlten sich viele aus unserer Gruppe: Was erwartet uns? Welche Aussagen, Veränderungen wird es geben? Was wird der Papst den Menschen der verschiedenen Gruppen sagen? … und dann mag vielleicht der eine oder die andere enttäuscht gewesen sein. Viele Hoffnungen wurden nicht erfüllt. Aber wir wurden beschenkt mit einer Tiefe in den Gottesdiensten, einer Stille und Ruhe, einer Klarheit und einer Freude. Vielleicht so, wie die Könige, die den König gesucht und ein Kind gefunden haben. Die Tage in Berlin und Erfurt waren gefüllt mit Begegnungen, Freude, Auseinandersetzungen und Diskussionen; aber auch mit der Zusage, dass Gott den Weg unserer Kirche durch alle Wirrnisse, Anfechtungen, Skandale mitgeht in die Zukunft. Was die Könige von der Krippe mitnahmen, weiß ich nicht, uns hat der Besuch ermutigt, weiterzugehen, in unsere Gemeinden, in unsere Familien, denn wir haben ein Stück erfahren dürfen: wo Gott ist, da ist Zukunft. Lydia Bröß 16
  • 17. Was bleibt vom Papstbesuch ? Viel wurde darüber debattiert, ob der Bundestag der richtige Ort für die Rede eines Papstes ist. In den ablehnenden Reaktionen mischten sich harsche Kritik an der katholischen Lehre über Frauen, Ehe und Homosexualität sowie am Umgang mit sexuellem Missbrauch mit grundsätzlichen Anfragen zum Verhältnis von Kirche und Staat. Es ist gut, dass darüber öffentlich gestritten werden kann. Jeder und jede Abgeordnete war frei in der Entscheidung, die Rede zu hören oder nicht. Auch ich finde nicht alles richtig, was das römische Lehramt sagt. Aber das Unerbittliche und Eifernde an dieser Diskussion fand ich befremdlich. Wenn man eine tolerante Gesellschaft will, muss man zum Dialog fähig sein. Dazu gehört die Bereitschaft zuzuhören. Die Ansprache, die Papst Benedikt XVI. gehalten hat, hat die Kritik als überzogen entlarvt. Er hat darin gewitzt alle konkreten Erwartungen enttäuscht. Ich fand das Bild vom „hörenden Herzen“ – also der Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und Unrecht zu bekämpfen – für einen Politiker sehr treffend, ebenso die Forderung, dass Gerechtigkeit der Maßstab von Politik sein muss. Dazu hat uns der Papst inmitten der europäischen Finanzkrise daran erinnert, was Europa zusammen hält: eine mehr als 2000 Jahre alte Kultur-, Philosophie- und Religionsgeschichte. Was Papst Benedikt auf seiner Reise gesagt hat, wird weiter diskutiert werden. Das ist gut so. Denn das Evangelium ist kein Museumsstück, sondern Sauerteig für eine humane und gerechte Gesellschaft. Andrea Nahles, MdB 17
  • 18. "DIESER BESUCH BLEIBT MIR IN LEBENDIGER ERINNERUNG" In einem Schreiben an den In dem Brief des Papstes an Vorsitzenden der Deutschen Erzbischof Zollitsch heißt es weiter: Bischofskonferenz, Erzbischof „Als Vorsitzender der Deutschen Dr. Robert Zollitsch, hat sich Bischofskonferenz haben Sie in Papst Benedikt XVI. für die besonderer Weise zum Gelingen Gastfreundschaft in Berlin, Erfurt meines Pastoralbesuches und Freiburg während seines beigetragen. So möchte ich Ihnen Deutschlandbesuches bedankt. und Ihren Mitarbeitern nochmals „Mit großer Freude und von ganzem Herzen Dank sagen für Dankbarkeit denke ich an meine all ihr Mühen und Planen im Apostolische Reise nach Vorfeld der Reise“, schreibt der Deutschland zurück. Dieser Papst. „Die herzliche Aufnahme Besuch mit seinen durch die Bischöfe und die eindrucksvollen Stationen in Gläubigen in Deutschland und die Berlin, Erfurt, Etzelsbach und sichtbar zum Ausdruck gebrachte Freiburg bleibt mir in lebendiger Verbundenheit mit dem Nachfolger Erinnerung. Vielen Menschen Petri haben mich in meinem durfte ich begegnen, ihnen die Petrusdienst bestärkt.“ Frohe Botschaft verkünden, mit ihnen zusammen beten und sie im Glauben stärken.“ PRESSEMELDUNG 27.10.2011 - Nr. 164, DBK 18
  • 19. Jetzt ist es tatsächlich geschehen. Erzbischof Zollitsch hat seine Einladung wahrgemacht. Auf der Delegiertenversammlung in Besonders wichtig war mir natürlich Mannheim, hat er alle seine Rede im Konzerthaus. Papst Teilnehmer/innen zum Papstbesuch in Benedikt sprach besonders den sein Bistum eingeladen. Zunächst zum Ehrenamtlichen seinen Dank aus. Vortrag in das Konzerthaus, später Darüber hinaus war die auch in den Bereich der Ehrengäste zur „Entweltlichung“ der Kirche eines Messfeier. Nie hätte ich gedacht, Papst seiner Hauptaspekte. Wir sollen für die Benedikt so nah und so intensiv zu Welt tätig werden, jedoch nicht ein Teil erleben. Doch der Reihe nach. dieser sein. Der „Geist von Mannheim“ wirkte Er fragte uns Hauptamtliche an: Was ist noch nach, als ich mich auf den Weg uns wichtig? Was ist der Grund unseres nach Freiburg machte. Welche Handelns und unseres Glaubens? Sind Aussagen würde der Papst machen? wir mehr Funktionär oder Verkünder/in Würde er auf den Dialogprozess des Glaubens? Eine Frage, die wir uns eingehen? Die Reden im Bundestag alle stellen sollten. und in Weimar hatte ich am Fernseher verfolgt. Was würde er zu uns aktiven Leider ging er nicht direkt auf den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Dialogprozess in der deutschen Kirche Katholiken sagen? ein. Aber sein Reden vom „Erbarmen Gottes“ macht mir Mut, in Zukunft auch Die Messfeier am Sonntag hat mich vom „Erbarmen der Kirche“ reden zu sehr beeindruckt. Zu erleben, wie so können. viele tausend Menschen miteinander schweigen und andächtig die Messe Ich denke, der Besuch Benedikt XVI. in feiern, war ein sehr intensives Erlebnis. Deutschland ist ein guter Anlass über Dieser Gottesdienst war kein Event das Selbstverständnis der Kirche und oder eine Inszenierung, vielmehr war seiner Hauptamtlichen nachdenken. für mich der persönliche Glaube des Immer in dem Bewusstsein: Wo Gott Papstes spürbar. ist, ist Zukunft. Elvira Neumann 19
  • 20. Sie wurde schwanger und gebar Schwangerschaft und Geburt im AT Wer selbst Kinder hat, weiß, dass Schwangerschaft und Geburt eine Frau verändern und der Beziehung zwischen Frau und Mann eine neue Qualität verleihen. Aus einer Zweier- wird eine Dreierbeziehung, die an beide, an Mann und Frau, neue Herausforderungen stellt. Dies habe ich bei der Geburt unserer eigenen Kinder so erlebt, ebenso bei der Geburt unserer Enkel. Ein natürliches Geschehen Am Anfang jeden menschlichen Lebens stehen Schwangerschaft und Geburt. „Sie wurde schwanger und gebar ...“ (Gen 3,1 u. ö.). Mit dieser feststehenden Redewendung beschreibt die Bibel dieses Phänomen und nennt die erste Frau Eva (= Leben). Mit dieser Formel ist mehr ausgesagt als eine Information über die Geburt eines Kindes. Die Redewendung sagt zugleich etwas über die Frau, ihr Selbstverständnis und ihren Platz in der Gesellschaft. „Geboren von einer Frau“ (Gal 4,4) betont die Herkunft und die Teilhabe Jesu am menschlichen Geschick. Obwohl das AT davon überzeugt ist, dass Schwangerschaft und Geburt von göttlichem Wirken (Gott öffnet den Mutterschoß) und Gottes Segen umfangen sind, bleiben Schwangerschaft und Geburt für die Menschen der damaligen Zeit ein natürliches Geschehen im Leben einer Frau. Es ist etwas Selbstverständliches, aber auch Bedeutsames. Andere Frauen, meist Nachbarinnen, leisteten Geburtshilfe; manchmal auch Hebammen. Soziale Folgen Mit der Schwangerschaft stieg die Achtung einer Frau und ihr gesellschaftlicher Rang. Einer kinderlosen Frau drohten Scheidung und Vertreibung aus dem Haus des Mannes. Der Wettstreit der beiden Schwestern Lea und Rachel um die Gunst des gemeinsamen Mannes Jakob erzählt dies auf eine spannende und unterhaltsame Weise. Obwohl Lea von Jakob zurückgesetzt und vernachlässigt wird, wird sie schwanger. Nach der Geburt ihres dritten Sohnes ist Lea überzeugt, „jetzt endlich wird mein Mann an mir hängen“ (Gen 29,34). Rachel dagegen, die bis zu diesem Zeitpunkt noch kinderlos ist, wird eifersüchtig und fordert von ihrem Mann: „Verschaff mir Söhne! Wenn nicht, sterbe ich“ (Gen 30,1). Kinder sind Zukunft; und ohne Kinder sein, heißt, ohne Zukunft sein. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, warum Kinderlosigkeit in der Bibel als hartes Frauenschicksal beschrieben wird. Betroffene Frauen werden von anderen Frauen 20
  • 21. verachtet und konnten eine Frau in tiefe Depressionen stürzen. Darüber tröstete auch nicht die liebende Zuneigung eines Mannes (vgl. 1 Sam 1,1-18). Deshalb findet sich in der Bibel die Vorstellung, ein glückliches und erfülltes Frauenleben liege in der Mutterschaft. Das Motiv der Unfruchtbarkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die biblischen Texte und gilt für viele Mütter herausragender Männer - so: Sara (Gen 16,1), Rebekka (Gen 25,21), Rachel (Gen 30,1), Hanna (1 Sam 1,2), Elisabet (Lk 1,7). Das Bild der Unfruchtbaren , die gebären wird, kündet deshalb die © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb. bevorstehende Heilszeit an (Ps 113,9). Krise und Neuanfang Das AT weiß auch um die Mühsal und die Gefahren, die mit Schwangerschaft und Geburt verbunden sind. Gebären geschieht unter Schmerzen (Gen 3,16). Fehlgeburten waren häufig. Was oft als Folge des Sündenfalls dargestellt wird, ist die Beschreibung der konkret erfahrenen Wirklichkeit und Zeichen einer gebrochenen Welt. Schwangerschaft und Geburt können für eine Frau auch tödlich enden. Dies bleibt im AT bei aller Freude über die Geburt eines Kindes gegenwärtig. So stirbt Rahel kurz nach der Geburt Benjamins (Gen 35,16-19; vgl. auch 1 Sam 4,19-20). Die Geburtswehen dienen häufig als Bild für anbrechende Krisen und anstehende Not und letztlich für die Wehen der Endzeit. Gott selbst schreit wie eine Gebärende (Jes 42,14) und gebiert so die neue Heilszeit. Das biblische Wort „Erbarmen“ (hebr.: rahamin) ist von raehaem (= Mutterschoß) abzuleiten und ein Wesenszug Gottes. Deshalb wird die innige Beziehung einer Mutter zu ihrem Kind zum Bild für Gottes Zuneigung und Treue (vgl. Jes 49,15). Die Frau, mit der Sonne bekleidet, den Mond unter den Füßen und einen Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt, die in Offb 12,1-3 als großes Zeichen am Himmel erscheint, ist schwanger und in Geburtswehen. In unseren Mariendarstellungen, die gerne dieses Motiv aufgreifen, ist nur selten eine Schwangere oder Gebärende zu sehen, obwohl nach dem NT Schwangerschaft und Geburt entscheidend das Leben Marias geprägt haben. Dr. Rainer Dillmann 21
  • 22. MAGISCHE ORTE Natur- und Kulturmonumente der Welt Die im Gasometer Oberhausen in Kooperation mit der Deutschen UNESCO- Kommission und TUI Deutschland gezeigte Ausstellung „MAGISCHE ORTE – Natur-und Kulturmonumente der Welt“ wird bis zum 21. Oktober 2012 verlängert. MAGISCHE ORTE zeigt seit dem 8. April 2011 zum ersten Mal die Wunder der Natur und Kultur in einer einzigen Ausstellung als gleichermaßen bedeutende Schöpfungen unseres Planeten. Rund 350 000 Besucher haben sich allein im ersten halben Jahr dorthin auf den Weg gemacht, wo die Geschichte unserer Erde lebendig wird: Spektakuläre Fotografien, erstaunliche erdgeschichtliche Fundstücke und beeindruckende Kunstwerke führen uns durch Wüsten und Gebirge, durch Urwälder und verwunschene Gärten, in Tempel und Paläste. Diese „Magischen Orte“ sind Kultstätten der Natur- und Menschheitsentwicklung, voller Geschichten, Mythen und Sagen. In ihrer Schönheit verkörpern sie die gewaltigen schöpferischen Kräfte unserer Welt Welt. Die großformatigen Bilder und Exponate spannen einen Bogen von der Frühgeschichte unseres Planeten bis in die Gegenwart. Zu sehen sind beispielsweise außergewöhnliche Gesteinsformationen und leuchtende Kristalle, erkaltete Lava, Ammoniten und eine Baumscheibe, die viele Generationen und Ereignisse des Menschen überdauert hat. Kulturgeschichtlich geht die Reise von ältesten Kultreliquien vorbei an den sieben Weltwundern der Antike, prachtvollen Kathedralen und Tempeln des Mittelalters bis in die Jetztzeit. In den himmelstürmenden Wolkenkratzern der Gegenwart erkennen wir die enorme Schöpfungskraft des Menschen – die aber auch, daran erinnern zwei Exponate aus Hiroshima, zu seiner eigenen existenziellen Bedrohung werden kann. „In der Ausstellung MAGISCHE ORTE verbinden sich naturwissenschaftliche, kulturgeschichtliche sowie künstlerische Sichtweisen. Sie sprechen gleichermaßen das Denken, Fühlen und die Sinne an, vermitteln Erkenntnisvergnügen und ästhetischen Genuss“, erklären die Kuratoren Peter Pachnicke und Wolfgang Volz. Gewidmet haben sie die Ausstellung der Arbeit der UNESCO, die Schönheit und Vielfalt unseres Planeten zu bewahren. Kathedrale der Natur Der international renommierte Künstler und Fotograf Wolfgang Volz schuf für den 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers in Zusammenarbeit mit dem Lichtgestalter Herbert Cybulska und dem Komponisten Sebastian Studnitzky die 43 Meter hohe Regenwaldbaum Skulptur „Regenwaldbaum“. Die monumentale Skulptur verwandelt den Gasometer Oberhausen in eine „Kathedrale der Natur“. In ihr steht dieser „Baum des Lebens“ symbolisch für die Schönheit und 22
  • 23. Fruchtbarkeit, aber auch für die Verletzbarkeit des ewigen Kreislaufes der Natur. Wechselnde Farb- und Klangimpressionen spiegeln die sich ständig verändernden Stimmungen wider. Ein Tagesablauf dauert hier rund eine Viertelstunde. „Magische Orte“ ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH, Partner sind die Deutsche UNESCO--Kommission und TUI Deutschland. „Wir freuen uns über den großen Erfolg dieser außergewöhnlichen Ausstellung. Das zeigt uns, dass die Menschen von fernen und exotischen Ländern träumen.“, erklärt TUI- Unternehmenssprecher Mario Köpers. Die höchste Ausstellungshalle Europas „Magische Orte“ sind in der höchsten Ausstellungshalle Europas zu sehen. Der Gasometer, 117 Meter hoch, ist Wahrzeichen der Stadt Oberhausen, beeindruckendes Dokument der Bau- und Technikgeschichte und spektakulärer Veranstaltungsort. Große Ausstellungen im Gasometer sind seit 1994 erfolgreicher Bestandteil der Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen. Mit bisher mehr als vier Millionen Besuchern steht der Gasometer Oberhausen stellvertretend für den lebendigen Wandel der Region. Das Raumerlebnis im Inneren dieser „Kathedrale der Industrie“ ist einzigartig. Ein sieben- bis achtfaches Echo lässt die Besucher staunen. Vom Dach des Gasometers, zu erreichen über den gläsernen Panoramaaufzug im Inneren, bietet sich der Blick über das gesamte westliche Ruhrgebiet. MAGISCHE ORTE – Natur- und Kulturmonumente der Welt Ort: Gasometer Oberhausen, Arenastraße 11, 46047 Oberhausen Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen: 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen; in den NRW-Ferien an allen Wochentagen geöffnet Eintrittspreise: Erwachsene 8 EUR, ermäßigt 5 EUR, Familien (2 Erwachsene, bis zu 5 Kinder) 17 EUR Dauer: bis 21. Oktober 2012 Weitere Informationen im Internet unter www.gasometer.de Telefon: 0208 850 37 35 23
  • 24. Wende Begleitung von Menschen in Krisensituationen Menschen erleben für sich Gott hat uns bei der Taufe versprochen Lebenssituationen sehr uns auf unserem Lebensweg zu halten, unterschiedlich. Ein einschneidendes zu schützen und zu begleiten. Erlebnis ist manchmal eine Wende in Das irdische Leben ist endlich – das ihrem bisherigen Leben. Sie richten wissen wir! Wir Christen leben aus dem ihr Leben neu aus. Glauben, dass damit unser Weg mit Gott Gerade in Krisensituationen, aber nicht zu Ende ist, sondern dass wir Situationen, in denen man einen leben werden bei Gott. geliebten Menschen verloren hat, Die Zusage Jesu aus dem durch Tod oder Trennung, erlebe ich Johannesevangelium: „Im Hause meines oft eine solche Wende. Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn Menschen in einer solch es nicht so wäre, hätte ich euch dann einschneidenden Lebenssituation zu gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch begleiten finde ich als Seelsorger vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin spannend. Ich war 15 Jahre als und einen Platz für euch vorbereitet Krankenhausseelsorger in habe, komme ich wieder und werde euch verschiedenen Einrichtungen tätig. zu mir holen, damit auch ihr dort seid, Seit zwei Jahren verrichte ich meinen wo ich bin“ (Joh 14,2f.), kann uns dabei Dienst in der Polizeiseelsorge. Trost und Hoffnung spenden. Nebenher bin ich in der Jetzt in der Herbst- und Winterzeit, wo Notfallseelsorge tätig. In allen drei die dunklen Anteile der Tageszeiten Bereichen hatte und habe ich es länger sind, haben wir das Gefühl, dass immer wieder mit den Themen Tod, wir uns stärker und öfter mit den Trauer, Verlust und Verabschiedung Themen Sterben und Tod zu tun. Neben all dem Negativen, das auseinandersetzen. Im Bereich der mit diesen Themen einhergeht, sehe Notfallseelsorge haben wir oft auch den ich auch die Möglichkeit, Positives zu Eindruck, dass gerade in diesen entdecken und zu formulieren. Dies Jahreszeiten sich mehr Menschen das mit den hinterbliebenen Menschen Leben nehmen. Die Fallzahlen in der anzugehen, sie bei einer Statistik zeigen keine erhöhten Werte Neuausrichtung ihres Lebens zu gegenüber den anderen Jahreszeiten an. begleiten, erlebe ich als Der Eindruck entsteht bei uns selbst, da Herausforderung und als Chance für wir uns im Herbst intensiver mit der unsere Seelsorgearbeit. Vergänglichkeit des Lebens 24
  • 25. auseinandersetzen. Um uns herum bereitet sich die Natur auf die Ruhephase vor. Im Jahreskreis sind für uns besonders die Tage Allerheiligen und Allerseelen bedeutend, da wir unserer Verstorbenen gedenken bzw. an Allerheiligen die Grabstätten unserer Verstorbenen aufsuchen. Ein bewussteres Auseinandersetzen mit dem Jahreskreislauf der Natur kann uns helfen, dem eigenen Lebenskreislauf nachzuspüren. Die Kirche kann uns dabei mit dem Kirchenjahr und seinen Feiern helfen. So erhalten wir ein Stück Trost und können auch Lebenskrisen aushalten. In der Gemeinschaft spüren wir, dass wir nicht allein diese Situationen tragen und ertragen müssen. Menschen gehen ein Stück des Weges mit, halten aus und tragen mit. Auch wenn dieses Mitgehen viel an Kraft von uns fordert, können wir uns auch als Bereicherte fühlen, da wir auch für unseren eigenen Lebensweg neue Möglichkeiten erkennen können. An der Stelle möchte ich für die Mitarbeit in der Notfallseelsorge werben. Trotz vieler Lasten und Einschränkungen während der Bereitschaftszeit, - es ist ein Dienst, bei dem wir die Kirche und den Glauben in Extremsituationen zeigen können. Es lohnt sich, da wir hier dem Menschen ganz nahe sein können. Hier wird durch uns die Liebe Christi zu den Menschen deutlich. Das spüren die Menschen und sind dankbar, auch wenn sie der Kirche oft skeptisch und distanziert gegenüberstehen. Krisensituationen sind auch immer verbunden mit Chancen für uns Menschen, bei denen wir die Möglichkeit haben, unserem Leben eine neue Richtung zu geben, bis hin zu einer möglichen Wende. Eines können wir als Christen gewiss sein – Gott ist mit uns. Diakon Bernd Malecki 25
  • 26. Hilfreiche Hinweise Buchempfehlung: Wintersalat mit Gemeindereferentinnen und Walnüssen Gemeindereferenten, Profil einer professionellen Pastoral, 50 ml Orangensaft vom Filetieren der herausgegeben von Hans Martin Orangen Weikmann und Werner Wertgen, 3 EL Apfelessig und Salz, Pfeffer, Verlag Friedrich Pustet Prise Zucker und Das Buch informiert über Wurzeln, 4 EL Öl (Traubenkernöl) mischen. Werdegang und Zukunftsaussichten 50 g Walnüsse kurz fettfrei anrösten unseres Berufes und enthält ein 1 Kopf Radicchiosalat in grobe Stücke umfangreiches Quellen- und zerpflücken Literaturverzeichnis. 3 Orangen filetieren und den Saft auffangen Sie finden das Buch im 100 g Feldsalat säubern Medienforum. Alles nett auf einem Teller anrichten und die Soße dazu reichen. I nternetseiten mit Bildern, Texten und Grafiken zum kostenlosen Download: www.pfarrbriefservice.de www.bilderkiste.de www.gifs-paradies.de www.kostenlose-grafiken.de Das Blatt wendet sich In der Arbeitshilfe der kfd Man trägt rote Rucksäcke statt roter Mützen. "VOR ORT", Ausgabe 1- 2011 steht der gelungene Mehr dazu in der nächsten Ausgabe. Artikel "Urheber- und Persönlichkeitsrecht“ Erst fragen, dann wagen! 26
  • 27. Quellenangaben Die Rechte an Bildern und Texten liegen bei den Autoren und Künstlern. Wir haben uns bemüht, alle Angaben zusammenzustellen, und bitten um Hinweise, falls uns ein Fehler unterlaufen sein sollte. Texte: Seite 11: Claudia Schäble, Seite 22 und 23: Gasometer Oberhausen Bilder: Titelbild: unter Verwendung eines Fotos von B. Bittger, Seite 5: © Rosel Eckstein / PIXELIO /bearb., Seite 7: © Kurt F. Domnik / PIXELIO, Seiten 8, 21 und Mittelseite: G. Lauenburger, Seite 9: A. Wenner-Schlüter, Seite 10: Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Künstlers HaPe Eggerl, Seite 16: Benedikt Gottlieb/bearb., Seite 17: Büro A. Nahles, Seite 21: © Angelina Ströbel / PIXELIO /bearb., Seite 25 und Rückseite: Th. Eckhoff Impressum Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten im Bistum Essen, Zwölfling 16, 45127 Essen, Telefon 0201-2204 -243 Redaktion: D. Bertz, D. Janssen, I. Klein, G. Lauenburger, E. Neumann Mitarbeit: B. Bittger, L. Bröß, Dr. R. Dillmann, B. Malecki, A. Nahles, Pater G. Steinberg und viele hilfreiche Korrekturleserinnen Druck: Bischöfliches Generalvikariat, ZA IT-Service Redaktionsschluss: 7. Februar 2012 Arbeitstitel der nächsten Ausgabe: „Kreuz ist Trumpf“ 27
  • 28. Winterwende Inhalt dieses Rundbriefes Grusswort Der astronomische Winter Zwei Jahre Euro-Schuldenkrise Aktuelles fuer die Berufsgruppe Kleiner Mensch - willkommen Wintergericht Winterwanderung Mittelseite: Adventskalender Rueckschau Papstbesuch Schwangerschaft und Geburt im AT Magische Orte im Gasometer Oberhausen Wende (Krisenmanagement) Hilfreiche Hinweise Quellenangaben Impressum