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Intensiv-Forum Formate/Didaktik

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Partizipation statt Langeweile – Vom Teilnehmer zu Akteur; Dr. Thorsten Knoll
TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing

Partizipation zum Prinzip erhoben: Barcampsals soziale Innovation; Dr Kai-Uwe Hellmann,
Professor für Konsum-und Wirtschaftssoziologie TU Berlin

Teilnehmer zu Teilhabern machen:Round Tables und World Café; Oliver Panne, SWOP. Medien und Konferenzen

Mehr als lustige Wissenschaft:Science Slam weitergedacht; André Lampe
Laserphysiker –Moderator –Wissenschaftskommunikator

Veröffentlicht in: Marketing
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Intensiv-Forum Formate/Didaktik

  1. 1. Partizipation statt Langeweile – Vom Teilnehmer zu Akteur
  2. 2. Sozio-technischer Wandel ermöglicht bzw. bedingt eine verstärkte Teilhabe an gesellschaftspolitischen Prozessen Partizipation als gesellschaftliches Prinzip - Web 2.0. als Architektur des Mitwirkens (Tim O´Reilly 2005) - Mobile Devices (Smartphones und Tabletts seit 2007) - Digital Natives der Generation Y
  3. 3. Kongresse und Tagungen folgen noch immer überkommenen Mustern, die die Möglichkeiten einer effizienten Partizipation von Teilnehmern negieren. Wunsch nach neuer Wissensvermittlung - Starre Ablaufregeln (Key Speaker, Plenary Session, Parallel Sessions) - Frontale Vorträge mit PowerPoint - Kurze Pausenzeiten - Mehrere Vorträge hintereinander
  4. 4. Die Teilnehmer möchten sich nicht nur informieren, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und alte aufzufrischen. Vom Teilnehmer zum Akteur - Nachhaltiges Lernen erfordert eine aktive und belebende Gesprächsatmosphäre - vom Monolog zum Dialog, von der Präsentation zur Informationsgenerierung - Wissen als Impulse setzen, um etwas dazuzulernen - Networking auf allen Ebenen ermöglichen bzw. fördern
  5. 5. Partizipativen Formaten ist gemein und unabdingbar: sie nutzen die „Weisheit der Vielen“ (wisdom of the crowd). Partizipation als Gegenmittel - Barcamps als sogenannte Unkonferenzen bieten den Teilnehmern größtmögliche Freiheit und Teilhabe - World Cafés und die Round Table Sessions ermöglichen einen Wissensaustausch auf Augenhöhe - Science Slams bieten dem Publikum eine direkte Teilhabe als Jury im Rahmen eines engagierten Rednerwettstreit
  6. 6. Partizipative Formate werden einen Teil des tradierten Veranstaltungswesens ersetzen, um effektive Wege der Wissensgenerierung und -vermittlung zu ermöglichen. Umsetzung für die Zukunft -Die Wahl organisatorischer und didaktischer Mittel sollte sich an Inhalten, Zielen und Teilnehmern orientieren - Kongresse und Tagungen können als klassische Live Events auch auf emotionaler Ebene den Austausch von Wissen befördern - Neue Meetingformate werden in Zukunft noch stärker technologiebasierte Möglichkeiten direkter Partizipation einbinden
  7. 7. Partizipation statt Langeweile – Vom Teilnehmer zu Akteur Dr. Thorsten Knoll TUBS GmbH TU Berlin ScienceMarketing Hardenbergstraße 19 10623 Berlin www.tubs.de KNOLL@TUBS.DE
  8. 8. Partizipation zum Prinzip erhoben: Barcamps als soziale Innovation Kai-Uwe Hellmann www.barcampus.de
  9. 9. Barcamps sind ein genuines Produkt der Internetkultur 2003 erfunden von Tim O‘Reilly, dem Promoter des Buzzword Web 2.0. 2005 demokratisiert und global verbreitet. 2006 fand das erste Barcamp Berlin in Deutschland statt. 2008 haben Frank und ich das jährlich stattfindende CommunityCampBerlin gegründet. 2014 fanden allein im deutschsprachigen Raum rund 150 Barcamps statt. Herkunft
  10. 10. Vielfalt Inzwischen gibt es drei Formen von Barcamps: 1. Klassische Barcamps: Thematisch völlig offen 2. Themencamps: Es gibt einen thematischen Fokus, wie beim CommunityCampBerlin 3. Corporate Camps: Barcamps inhouse für – Einarbeitung und Fortbildung von Mitarbeitern – Image und Reputation – Networking und offener Austausch mit internen und externen Stakeholdern – Pflege der Unternehmenskultur – Qualitäts- und Ideenmanagement – Recruiting und Employer Branding – Über den Tellerrand schauen: Kreativitätsfabrik – Wissenstransfer
  11. 11. Regeln Die wichtigsten Regeln sind: 1. Strikte Gleichheit der Teilnehmer – schon bei der Vorstellungsrunde „Dialog auf Augenhöhe“). 2. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest. 3. „No spectators, only participants!“: Aktive Teilnahme & Mitarbeit sind entscheidend. 4. Sprich über das Barcamp! – Ergebnissicherung, Feedbackrunde, Recaps, WrapUps … 5. Der Rahmen bestimmt die Qualität: Die Organisatoren und Moderatoren sichern Prozess- und Ergebnisqualität eines Barcamps.
  12. 12. 1. Regel Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Barcamps sind gleichberechtigt! Hierarchien werden bewusst und temporär aufgehoben, um einen offenen und ehrlichen Austausch auf Augenhöhe zu gewährleisten. Es wird konsequent geduzt. Die Vorstellungsrunde zu Beginn ist ein wichtiger Eisbrecher. Alle Teilnehmer stellen sich durch drei Hashtags (Schlagworte) kurz mit ihrem Namen vor, aus welcher Organisationseinheit sie kommen und was sie interessiert. Strikte Gleichheit der Teilnehmer: Deswegen Duzen wir uns ab jetzt
  13. 13. 2. Regel Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit und ist ausdrücklich aufgefordert, ein eigenes Thema vorzuschlagen. Jedes Thema ist grundsätzlich zugelassen, während das Plenum darüber entscheidet, ob eine Session stattfindet. Es gibt so viele Sessions gleichzeitig, wie es Räume gibt. Leicht abgewandelt, können bereits im Vorfeld sogenannte „Themenpaten“ identifiziert werden, die auf jeden Fall ein Thema pitchen werden. Die Agenda steht nicht im Vorhinein fest: Sie kommt von den Teilnehmern
  14. 14. 3. Regel Wenn Du zum Barcamp kommst, stell Dich darauf ein, selber mitzumachen! Es ist eine intensive Veranstaltung mit Präsentationen, Diskussionen und Interaktionen der Teilnehmer untereinander. Wenn Du selbst keine Session hältst, beteilige Dich wenigstens an der Diskussion. Jeder hat die gleiche Redezeit! „No spectators, only participants!“: Wir bitten um rege Teilnahme
  15. 15. Technische Empfehlungen Vorstellungsrunde • Name • Herkunft/Club • drei Schlagworte Vorschlagsrunde • Name der Session • Inhalt/Thema • Teaser maximal 30 Sekunden Tipps für Sessiongeber • Biete Mehrwert (keine Werbeveranstaltung) • Rede von Erfahrungen (Fehler, Erfolge) • Sei interaktiv (Diskussion anstatt Präsentation) • Der Blick aufs Smartphone usw. ist nicht unhöflich • Beachte das Gesetz der Füße • Halte Dich an den Zeitplan (45 +15)
  16. 16. Über Feldmann & Hellmann Frank Feldmann Diplom-Finanzwirt, Digital Native und Social Event Berater • Barcamp Evangelist und Barcamp-Experte • Initiator, Organisator, Moderator u.a. des Barcamps Berlin 2007, des CommunityCamps seit 2008 und des CSRcamps 2014 • „Gatekeeper der Veränderung „ ( Zitat Tagesspiegel vom 25.10.2013) • Veranstalter der Online Marketing Lounge Dr. Kai-Uwe Hellmann Professor für Konsum- und Wirtschaftssoziologie TU Berlin • Forschungsschwerpunkte: Wirtschafts- und Konsumsoziologie, Organisationstheorie, Gesellschaftstheorie, Systemtheorie • Initiator des ersten Themen-Barcamps in D • Durchführung zahlreicher wissenschaftliche Tagungen, Kongresse und Workshops zum Thema
  17. 17. Impressionen
  18. 18. Teilnehmer zu Teilhabern machen Round Tables und World Café Oliver Panne www.swop-berlin.de
  19. 19. Statt one to many … The Great Dictator © Roy Export SAS
  20. 20. … many to many!
  21. 21. • Nach allen Seiten offen, keine Ecken, betont Gemeinschaft • Teilnehmer sitzen gleichberechtigt, auf Augenhöhe • Kommunikativ und übersichtlich, Teilnehmer sind einander zugewandt • Akustische Nähe (ohne Verstärkung) • Ermöglicht Entfaltung einer Gruppendynamik • Standard-Mobiliar für Festabende, Bankette o.ä. Das Prinzip „Runder Tisch“
  22. 22. • 10 bis 15 Kongress-TN pro Round Table (300 TN = 20 bis 30 Tische) • Dauer 1 Round Table Session: 45 bis 60 min, mehrere Durchgänge mögl. • 1 Gastgeber pro Tisch, hält Impulsvortrag, moderiert die Runde • 1 Thema pro Tisch, Veranstalter kuratiert Themen/Referenten • Themenmarkt: z.B. 50 parallele Table Sessions, TN können ihr Thema frei wählen, während der Runde aufstehen und sich einer anderen Tischgruppe anschließen Round Tables: Themenorientiertes Networking
  23. 23. … many to many!
  24. 24. • 1 Moderator • 1 übergeordnete Fragestellung • mind. 3 runde Tische mit je einem Gastgeber • jeder Tisch behandelt einen Teilaspekt der übergeordneten Fragestellung • Tische sind mit Papier überzogen, TN schreiben ihre Ideen darauf • 3 Durchgänge, dann Ergebnispräsentation im Plenum World Café: Vernetztes Denken und Arbeiten
  25. 25. Bild WC „Café-Etikette“ (nach Juanita Brown und David Isaacs, den Erfindern des WC) • Auf das fokussieren, was wichtig ist. • Eigene Ansichten beitragen. • Mit Herz und Verstand sprechen und hören. • Hinhören, um wirklich zu verstehen. • Die entstehenden Ideen verbinden. • Seine Aufmerksamkeit darauf richten, neue Erkenntnisse und tiefergehende Fragen zu entdecken. • Spielen, kritzeln, malen: Es soll auf die Tischdecke geschrieben werden. • Spaß haben.
  26. 26. Bild WC
  27. 27. + Themenspezifische Networking-Anlässe + Themen-Markt: vielfältiges Angebot + Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt + Erhöht Anzahl der Kongress-Akteure (Identifikation!) − Organisatorischer Aufwand (viele Referenten, Themen kuratieren) − Raum- und Platzbedarf − Akustik Round Table Sessions: Pro und Contra
  28. 28. + Aktivierung der Teilnehmer + Selbstorganisation + Wissensgewinn über Crowdsourcing, vernetztes Denken und Arbeiten + Jede/r entscheidet, wie intensiv er/sie sich einbringt − Organisatorischer Aufwand (Konzeption Fragestellungen, Tischdecken) − Raum- und Platzbedarf − Teilnehmerzahl begrenzt World Café: Pro und Contra
  29. 29. • Round Table Sessions: natürliche Anlässe für themenorientiertes Community Building • World Cafés: Freiräume für selbstgestaltetes Crowdsourcing und vernetzte Ideengenerierung RTS und WC bereichern unser Formate-Repertoire. Sie sind eine Spielwiese, die unsere Kongressteilnehmer aktiv gestalten können. Wozu?
  30. 30. Bild Runde Tische (Übersicht)
  31. 31. SWOP. Medien und Konferenzen Oliver Panne T 030-5314737-0 oliver.panne@swop-berlin.de
  32. 32. Mehr als lustige Wissenschaft: Science Slam weitergedacht André Lampe Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator @andereLampe
  33. 33. Science Slam ist eine Erfindung von 2006 aus Darmstadt Es gibt nur drei einfache Regeln: 1. Wissenschaftler stellen ihre eigene Forschung vor 2. Jeder hat 10 Minuten Zeit 3. Das Publikum bestimmt am Ende den/die Gewinner/in Science Slam…?
  34. 34. Wissenschaftskommunikation Science Slam ist genau das – nicht mehr, nicht weniger. Eine Chance für Tagungen und Konferenzen Großartig für das Rahmenprogramm – und alles andere Gelegenheit um einen Keynote Speaker mal ganz anders zu erleben Warum nicht mal ein Buchhaltungs Slam? Niemand wird Ihnen den Kopf abreißen wenn man der Sache einen neuen Twist gibt ...aber vielleicht fragen Sie vorher jemanden der sich damit auskennt.
  35. 35. Format ...vielleicht mal was eigenes? Nennen Sie nicht alles Science Slam – Branding können Sie doch, oder?Show mit Partizipation ist nie perfekt – nicht schlecht wenn man „das kann ich auch“ willWissenschaftskommunikation ist reich an Formaten – FameLab, Pecha Kucha, Science Café … Sie werden lachen: Bauern Slam, Racing Slam, Mathe Slam, StartUp Slam, Westfalen Slam …Science Slam ist Vortragstraining – Metaphern, Beispiele, Projektionsfläche, DramaturgieSlam ist der Stein der Weisen – am Kiesstrand der Weisheit
  36. 36. Was tun? 1. Lesen Sie unser Buch 2. Denken Sie mal ernsthaft über Science Slams und Formate nach 3. Fragen Sie jemanden der sich damit auskennt 4. Planen Sie früh und geben Sie nicht die Entscheidung aus der Hand 5. Kommen Sie zu uns an die Diskussionstische 6. Grinsen Sie mal, ich hab heute Geburtstag und will ein Selfie machen
  37. 37. Herzlichen Dank fürs Zuhören André Lampe Laserphysiker – Moderator – Wissenschaftskommunikator • Bühne: Poetry Slam seit 2006, Science Slam seit 2010 • Fernsehen: TM Wissen (ServusTV), Superheld Mensch (RTL), … & YouTube • Workshops: Science Slam, Wissenschaftskommunikation, Wissenschafts-PR • Forschung: Mikroskope, Laser, Didaktik & Kommunikation ScienceBlogs.de/dieKleinenDingetheoneandonlylampe@gmail.com @andereLampe

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