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II
t
ie Vorstellungen vom Lehren
und Lernen haben sich verän-
dert. Früher ging man davon
aus, das Lehrer oder auch
Coaches einen Input eingeben und
dieser einen vorhersehbaren Output
bei den Lernenden ergeben soll. Dies
erklärt die zahlreichen Lehrbücher
im Sport mit eindeutigen Technikan-
leitungen und die immer noch weit
verbreitete Vorstellung, dass zuerst
eine,,solide Grundtechnik" vermittelt
werden sollte, bevor es ans ,,richtige
Tennisspielen" gehen kann. Schwer-
punkt des neuen Lernens und Lehrens
ist die ,,Renaissance" des Impliziten
Lernens im Gleichschritt mit den For-
schungen von Wolfgang Schöllhorn
zum Differenziellen Lernen (DL) und
der Theorie einer nonlinearen Päda-
gogik (NLP).
In diesem Artikel geht es um die
Entwicklung von Aufschlagtechnik
und -taktik mit Beginnern und Kön-
nern. Der Aufschlag wird als geschlos-
17 | 4-2017
sene Fertigkeit beschrieben, als Schlag,
der weniger als andere Schläge vom
Spielpartner und den Rahmenbedin-
gungen beeinflusst wird. Deshalb wird
er auch häufig isoliert von den ande-
ren Grundschlägen trainiert. Er eignet
sich aus diesem Grund besonders gut
zur Beschreibung einer implizit-dif-
ferenziellen und nonlinearen Vorge-
hensweise. Auch Schöllhorn hat für
eine der wenigen vorliegenden Studi-
en zum DL im Tennis den Aufschlag
gewählt und die Wirksamkeit des DL
überprüft.
Diese im Folgenden beschriebe-
nen lerntheoretischen Vorstellungen
bedeuten einen radikal verändern-
denZugang zum Lehren und Lernen.
Sie ergeben sich aus der Systemthe-
orie, nach der (motorisches) Lernen
nicht mehr nach dem ,,Ursache=Wir-
kung-Prinzip" beschrieben werden
kann. Ein misslungener Aufschlag
lässt sich also nicht nachhaltig durch
einfache Erklärungen, wie ,,Triff
den Ball höher" oder ,,Schwing am
anderen Bein vorbei" korrigieren.
Sportler werden in diesem Ansatz
als dynamische (biologische) Sys-
teme rnit der Fähigkeit zur Selbst-
organisation gesehen. Ein Spieler mit
Kniebeschwerden zum Beispiel wird
andere Lösungen für Bewegungsaufga-
ben suchen und finden müssen, als ein
gesunder Spieler. Ein körperlich groß
gewachsener Spieler entr,vickelt eine
andere Technik als ein kleinerer Spie-
ler. Lehrbuchtechniken und die Ideen
des jerveiligen Coaches von einer,,Ide-
altechnik" ergeben in diesem Ztgang
also wenig Sinn.
Sind Systeme im Gleichgewicht
(vielleicht erinnern Sie sich an das
Tier- oder Figurenmobile über ihrem
Kinderbett), dann verharren sie in die-
sem Zustand. So lässt sich vermeint-
lich irrationales Verhalten auch aus
der Sicht des Betrachters als ,,sinnvoll"
verstehen. Entwicklung findet nur
dann statt, wenn Systeme in Schwin-
ao
E
o
ß
-ö
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Gehen lernen
Sie sind bisher nur auf allen Vieren gelaufen und wollen nun das zweibeinige
Gehen lernen. Dann könnten Sie so vorgehen:
I AUFSCHLAGTRATNTNG
gung und aus dem ,,Gleichgewicht"
gebracht werden. Veränderungen
oder,,Einschränkungen" (constraints)
im Training ermöglichen in unserem
Kontext den Sportlern neue bewuss-
te oder unbewusste Sichtweisen und
erweitern die Möglichkeiten des Han-
delns. Kleinste Veränderungen können
dabei große Auswirkungen haben. So
führt der von einer Erhöhung (zum
Beispiel einem Stepper) ausgeführte
Aufschlag zu einer veränderten Sicht-
weise auf Ballwurf und Treffpunkt.
Der Aufschlagvon der Seitenlinie führt
zu einer veränderten Sichtweise auf
Drall und Effekt des Aufschlags und
damit zu Veränderung von Technik
und Taktik.
Einschränkungen und
Differenzen (constraints)
Beim Lernen sportlicher Bewegungen
ist es demnach hilfreich, durch Ver-
änderung der Aufgabenstellungen das
,,Gleichgewi cht" zu stören.
Die Herstellung von,,Differenzen"
und ständiges Variieren der Bedin-
gungen bewirken Schwankungen, die
das biologische System zu Anpassun-
gen zwingen. Der Bewegungsspiel-
raum wird dadurch erweitert und die
Lösung von Bewegungsaufgaben mit
der Entwicklung einer angemesse-
nen, individuellen Technik verbunden
(siehe Kasten zu ,,Gehen lernen'). Im
implizit-Dl kann deshalb, im Unter-
schied zur traditionellen Spielsport-
vermittlung auf Technikerklärungen
und -beschreibungen verzichtet wer-
den.
Differenzen lassen sich beim Auf-
schlag zum Beispiel durch unter-
schiedliche Ausgangspositionen (Auf-
schlag im Feld, von seitlich außen,...)
und durch zusätzliche Einschränkun-
gen erzeugen (seitlich stehen, offen
stehen, unterschiedliche Bä11e,...). Die-
se ermöglichen es den Spielern, den
Aufschlag selbst zu entwickeln und
mit Schläger, fland, Arm, Körperpo-
sition zu ,,spielen", um die Bälle zum
Wodurch lassen sich Differenzen
und,,Schwankungen" erzeugen:
. Regeländerungen
. Zeitvorgaben
. Größe der Spielfelder
. Zielfelder (klein/groß, im Spielfeld,
außerhalb des Spielfelds, ...)
. Equipment (Netzhöhe, Schläger,
Bä11e,...)
. u ntergrund (instabiler/stabiler,
Erhöhung,...)
. sozialer Rahmen (Zuschauer,
Trainingszeit, soziale Handlungen)
. Spielpartner
. Unterstützu ng durch Metaphern/
Ana logien (,,Stell Dir vor....")
Beispiel in ein bestimmtes Zielfeld
zu spielen. ,,Constraints" geben den
Spielern den Spielraurn mit geradem
Aufschlag, Slice- und Kick-Aufschlag
zu experimentieren, ,,ohne explizit zu
wissen, was sie genau tun". Der Coach
kann Hinweise geben, die sich aber
auf den Effekt des Schlages (Flugbahn
des Balles, Schlägerkopf, Drall,...) und
nicht auf eine explizite Beschreibung
der Technik beziehen. Aufgabe des
Coaches in der NLP ist es, Fragen zu
stellen um im Dialog mit den Spielern
die beste Lösung für die gestelite und
kontinuierlich anzupassende Aufga-
be zu finden. Der Lernprozess kann
durch die Verwendung von Meta-
phern und Analogien unterstützt 'er-
den (,,spring beim Aufschlag hoch wie
ein Känguru", ,,spie1 den Aufschlag
wie in Zeitlupe",...)
Ein möglicher Beweg'ungstrans-
fer von der bereits erlernten (Ball)
Wurfbewegung kann sich bei Begin-
nern aus der Durchführung von Wür-
fen mit unterschiedlichen Bäilen, dem
Ball in cler Socke, den-r Vortex oder
eir-rem alter-n Schläger ergeben. Sämt-
liche Drills können miteinander kom-
biniert u,erden und ergeben dadurch
einen riesigen Drillspool im Sinne des
irnplizit-DLs, bei dem Wiederholungen
vermieden werden sollten.
Evidence-based coaching
Ganz neu ist das nicht. Zum impliziten
Lernen gehören viele Trainingsfor-
men, die bisher schon zum Standard-
repertoire im Tennistraining gel-rören
und unter dem Begriff ,,methodische
Hilfestellungen" auftauchen. Dabei
werden eben auch Aufgabenstellun-
gen vereinfacht oder erschwert um
TennisSport | 4_2017 118
Plan A:
Sie suchen sich eine gerade Strecke auf
ebenem Untergrund und ein Ziel, zu
dem Sie gehen möchten und gehen nun
immer von Startpunkt zu Zielpunkt.
Plan B:
1. Sie gehen um Ecken
2. Sie gehen vorwärts und rückwärts
und seitwärts
3. Sie schwenken beim Gehen lhre Arme
vorwärts und rückwärts oder nach oben
und wieder nach unten
4. Sle gehen über Hindernisse
5. Sie gehen auf weichem, auf hartem,
auf nassem, auf trockenem, auf ebe-
nem, auf unebenem Untergrund
6. Sie gehen auf Sand, auf Erde, auf
Asphalt,....
7. Sie gehen mit einem ,,Supportel' an
der einen Hand, dann an der anderen
8. Sie gehen abwechselnd mit klei-
nen, großen Schritten
9. .....
Plan B nennt sich ,,implizit-differenzielles Lernen" oder ,,non-lineare Pädagogik".
Dieser könnte anstrengend sein und verlangt von lhnen einen ,,Ausstieg aus der
Komfortzone". Sie sind mit Plan A vielleicht (scheinba0 schneller am Zielpunkt und
lernen schneller das,,Geradeaus Gehen". Plan B aber f ührt zu einem stabilen, variab-
len, sicheren und,,selbstbewußten" Gehen.
Plan g
?,
bestimmte Bewegungsziele leichter zu
erreichen (zum Beispiel der Aufschlag
aus dem Kniestand zur Entwicklung
des Slice-Aufschlags in,,DTB-Trainer-
bibliothek" Band 5 ,,Bewegungs- und
Gerätehilfen für Tennisunterricht und
-training", Sindelfingen 1998). Sie sind
im Unterschied zur NLP in der Regel
aber zielgerichtet und direktiv, das
heißt der Coach hat eine Vorstellung
von der ,,richtigen Lösung". Solche
,,Einschränkungen" sind ein zentrales
Element in der NLP und lassen sich zu
großen Teilen im Play and Stay-Kon-
zept der International Tennis Federa-
tion (ITF) wiederfinden. Lernen findet
dort handlungsorientiert und spiele-
risch statt und wird von Anfang an mit
der Einbeziehung von Taktikelemen-
ten verbunden.
Dass Lernen unter diesen Rahmen-
bedingungen effektiver und stabiler
ist, zeigen zahlreiche Studien aus den
unterschiedlichsten Sportarten. Den-
noch besteht noch ein großer Nach-
holbedarf an Forschunger, zur Sport-
art Tennis. Evidenzbasiertes Training
(evidence-based coaching), dessen
Wirksamkeit sich in wissenschaftli-
chen Studien nachweisen lässt, steht
leider oft immer noch hinter einem
auf die richtige Technik fokussier-
ten methodischen Traditionalismus
zurück. Um diese,,traditionelle Vorge-
hensweise" zu begründen berufen sich
Planung einer Trainingseinheit mit den Kriterien einer nonlinearen
Pädagogik, Schwerpunkt Aufschlagtraining
' Was soll sich ändern? (zum Beispiel
Aufschlag mit Drall)
. Zielformulierungen (Gegner unter
Zeitdruck bringen)
. Entwurf derAufgabe (implizit, con-
straints) (zum Beispiel Aufschlag von
seitlich außerhalb des Feldes, in unter-
schiedlicher Nähe zum Netz)
. Durchf ührung der Trainingseinheit
Trainer mehr auf ihre Lernbiographie
als auf wissenschaftliche Erkenntnisse.
Untersuchungen zum DL zeigen,
dass mit der traditionellen Technik-
vermittiung, in der der Coach explizit
und korrigierend in die Schlagausfül-r-
rung eingreift, zwar ähnliche Lern-
effekte erreicht werden, diese aber
nach einer gewissen Zeitspanne wie-
der verschwinden. Beim DL dagegen,
bei dem sich die passende Schlagtech-
nik aus den Aufgabenstellungen ergibt,
ist die entwickelte Technik deutlich
stabiler und,,choking-under-pressu-
re"-Phänomene tauchen deutlich sel-
tener auf. Im,,choking-under-pres-
sure" brechen unter Drtick die ein-
studierten Techniken zusammen. Das
Nachdenken über die ,,richtige Tech-
nik" verhindert den Zrgrifl auf intui-
. Reflektion/Feedback (was ist
passiert bei Aufsch laglRetu rn)
. Ergeben sich aus den Schwankungen
veränderte Zielsetzungen? (zum Bei-
spiel schnellere Platzabdeckung)
. Anpassung der Zielsetzungen und der
Aufgabenstellu ngen
. Reflektion/Feedback
tive und abgespeicherte Lösungen für
schwierige Bewegungsaufgaben.
Nachweisen iässt sich auch, dass
implizit-differenzielles Lernen zt
einer höheren Kreativität bei techni-
schen tind taktischen Problemlösun-
gen im Spiel ftihrt.
Der Aufschlag in einer non-
linearen Trainingseinheit
Drills zum Bewegungstransfer stehen
in der Regel am Beginn des Lern-
prozesses (zurn Beispiel Wurfbewe-
gung äber Kopfl. Die Spiel- und Wett-
kampforientierung spielt von Anfang
an eine bedeutende Rolle, da Technik-
und Taktikentwicklung parallel statt-
finden. In das Aufschlagtraining sollte
deshalb immer auch das Returntrai-
ning direkt mit einbezogen werden.
Bei einer Vierergruppe können zwei
Spieler aufschlagen und zwei spielen
Return, ebenfalls unter implizit-dif-
ferenziellen Aufgabenstellungen (auf
Ziele, Standort verändern, ....). Kom-
plexe Spielformen mit Aufschlag,
Return und Spiel um Punkte gehören
in jede Trainingseinheit. Aufgaben-
stellungen und Einschränkungen wer-
den in den folgenden Trainingseinhei-
ten nicht wiederholt, sondern stän-
dig variiert (,,Wiederholen ohne zu
wiederholei-r"). In der Vierergruppe
auf einem Platz können zum Beispiel
die Punkte im Wecl-rsel ausgespielt
werden. Um der Bedeutung des Auf-
schlags im modernen Tennis gerecht
zu werden, sollte mindestens ein Drit-
tel der Trainingseinheit aus Drills/
Spielformen zum Aufschlag bestehen.
Die Drills und Spielformen rer-
den nach dem Abschluß des jeweiligen
Drills/der jeweiligen Spielform bespro-
chen und weiterentwickelt. Die folgen-
den Drills können in der angebenen
Reihung eingesetzt werden, sind aber
auch - ja nach Trainingsziel - aus-
tausch- und kombinierbar.
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Ifl I /, tttt/*J I a,-Lvtt
I AUFSCHLAGTRAINING
weitere Einschränkungen: kniend, ste-
hend in unterschiedlichen Stellungen,
auf Ziele,,,möglichst weit", Ballwurf
der anderen Hand (bilateral), Ziele/Ziel-
felder variieren
Drills und Spielformen für das implizit-differenzielle
Lernen am Beispiel des Aufschlags
Zielsetzung: Verbesserung der Ball-
wurfbewegung mit direkter Umset-
zung in Aufschlagbewegung (ganzheit-
lich), N utzen des Bewegungstransfers
Aufbau/Material: Sockenball, verkno-
tetes Springseil, Vortex, alter Schläger,
leichte Bälle, schwere Bälle, Bälle in
untersch iedlichen Größen, Pa rtnera rbeit
Aufgabe: Wurf von oben (,,Kernwurf"),
aus unterschiedlichen Positionen, mit
Zielenloh ne Ziele
Zielsetzung: Entwicklung des individu-
ell passenden Griffs f ür den Aufschlag
Aufbau/Material: mit Zielen/ohne Zie-
le, unterschiedliche Positionen, Punkte
spielen
Aufgabe: Aufschlag mit unterschiedli-
chen Griff haltungen
weitere Einschränkungen: Vorhand-
griff,,,Hammergriff", Rückhandgriff,
Kurzgriff , Langgriff, Kombination mit
anderen Aufgabenstellungen, Ziele/
Zielfelder variieren
Zielsetzung: Entwicklu ng der Kontrolle
des Ballwurfs, Entwicklung der indivi-
duell passenden Beinstellung beim Auf-
schlag
Auf ba u/Materia l: Au f sc h lag, Ziele /Zi el-
felder, Punkte spielen
Aufgabe: Aufschlag in unterschiedli-
chen Stellungen, mit Rückschlag
weitere Einschränkungen: Offen ste-
hend, linker Fuß parallel zur Linie, linker
Fuß 90 Grad-Stellung zur Grundlinie, mit
überkreuzten Beinen, etc, Kombination
mit anderen Aufgabenstellungen
.E
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E
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ö
o
r
Zielsetzung: Rhythmus,,,Trick the
mind"
Aufbau/Material: Ten nissch läger, Bäl le
Aufgabe: Aufschlag mit Dreier-Rhyth-
mus,,,Am-ster-dam",
weitere Einschränkungen: unterschied-
liche Bälle (Größe, Form, Gewicht),
unterschiedliche Schläger (Länge/
Gewicht), Ziele/Zielfelder variieren,
Kombination mit anderen Aufgaben-
stellungen, Zweier-Rhythmus
TennisSport | 4-2017 l2A
1.
-
Zielsetzung: Entwicklung und Verbes-
serung des Ballwurfs, optimalen Treff-
punkt entwickeln, Aufschlag in der Vor-
wä rtsbewegu ng
Aufbau/Material: Stepper, Balance-
Pad, Markierungslinie
Aufgabe: Aufschlag von verändertem
Untergrund, Aufschlagen mit Bewe-
gungseinsch rä nkungen, mit Rücksch lag,
le nach Einschränkung Punkte spielen
weitere Einschränkungen: vom
Ba lance-Pad (a bsteigend/a uf steigend),
vom Stepper (a bsteigend/a ufsteigend),
Teller vor dem Fuß zur Bewegungsein-
schränkung, Auf schlag mit Sprung über
Linie, stabiler/instabiler Untergrund,
Bewegungseinschränkung durch Hin-
dernisse, Aufschlag vom Stepper, Auf-
schlag mit Schritt auf Stepper, Kombi-
nation mit anderen Aufgabenstellun-
gen,Ziele/Zielf elder
Zielsetzung: Entwicklung eines indivi-
duell passenden Treffpunkts, Kontrol-
le Ballwurf
Auf bau/Material: u n te rsch ied liche
Ten n isbä lle
Aufgabe: Ballwurf variieren (immer
in Kombination mit der Schlagbewe-
gu ng)
weitere Einschränkungen: Niedriger
Ballwurf, hoher Ballwurf, nasse Bälle,
unterschiedliche Bälle, mit einem Ball/
zwei/dreiBällen in der Hand
Zielsetzung: Entwicklung von Sliceauf-
schlag, Kickaufschlag, Wahrnehmung
der Flugbahn des Balles beim Aufschlag
Aufbau/Material: auf einem Knie (links
f ür Slice), auf beiden Knien (Kick)
Aufgabe: Aufschlag kniend mit/ohne
Zi el e(n) lZi elf e I d e r( n )
weitere Einschränkungen: Langgriff,
Kurzgriff , unterschiedliche Bälle (Grö-
ße, Form, Gewicht), unterschiedliche
Schläger (Länge/Gewicht), Zielfelder
variieren
Iß
E
E
o
u
.o
=m
Zielsetzung: Entwicklung und Verbes-
serung des Aufschlag mit Kick (erhöh-
tes Netz), Entwicklung und Verbesse-
rung der Aufschlaggeschwindigkeit
(niedrigeres Netz)
Aufbau/Material: Netzhöhe verä ndern,
Punkte spielen
Aufgabe: über erhöhtes oder niedrige-
res Netz aufschlagen
weitere Einschränkungen: Netzerhö-
hung, Netz tiefer, Kombination mit
anderen Aufgabenstellungen, Zielel
Zielf elder
23. | 4*2017
.
9.*
Zielsetzung: Entwicklung und Verbes-
serung von Aufschlagvarianten, Stabili-
sierung des Aufschlags
Aufbau/Material: Linien zur Markie-
rung der Aufschlagposition, ZielelZiel
f elder
Aufgabe: Aufschlag von unterschiedli-
chen Positionen in und außerhalb des
Feldes, Aufschlag auf unterschiedliche
Ziele/Zielfelder in und außerhalb der
Aufschlagfelder, Punkte spielen
weitere Einschränkungen: Zielfelder
variieren, Kombination mit anderen
Au fga benstel I u ngen
*Drills 9 nach einer ldee von Shaun Sharp
IFP'-
10.
Zielsetzung: Stabilisierung des Auf-
schlags, Platzieren des Aufschlags
Aufbau/Material: Ziele (Markie-
ru ngsteller, Ma rkierungsl i nien)
Aufgabe: Aufsch la g auf ZielelZielf elder
in den Aufschlagfeldern, Punkte spie-
len
weitere Einschränkungen: Kombinati-
on mit anderen Aufgabenstellungen
Zielsetzung: Stabilisierung der Auf-
sch la gbewegu n g
Auf bau/Materia!: Th era ba nd
Aufgabe: Auf schläger beim Auf-
schlagen durch Fremdeinwirkung
aus der Balance
weitere Einschränkungen: Kombi-
nation mit anderen Aufgabenstel-
lungen
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Zum Autor
Frercks Hartwig hat Sport und Pädagogik in Freiburg und Tübingen studiert. Er leitet im Raum Horb am Neckar die Tennis-
schule TMS. Hartwig ist Referent in der Traineraus- und -weiterbildung im Württembergischen Tennis-Bund (WTB), im Bayeri-
schen Tennis-Verband (BTV) und in der Heidelberger Ballschule.
TennisSport I 4_2017 |22

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Lehrbuchtechnik ade

  • 1. II t ie Vorstellungen vom Lehren und Lernen haben sich verän- dert. Früher ging man davon aus, das Lehrer oder auch Coaches einen Input eingeben und dieser einen vorhersehbaren Output bei den Lernenden ergeben soll. Dies erklärt die zahlreichen Lehrbücher im Sport mit eindeutigen Technikan- leitungen und die immer noch weit verbreitete Vorstellung, dass zuerst eine,,solide Grundtechnik" vermittelt werden sollte, bevor es ans ,,richtige Tennisspielen" gehen kann. Schwer- punkt des neuen Lernens und Lehrens ist die ,,Renaissance" des Impliziten Lernens im Gleichschritt mit den For- schungen von Wolfgang Schöllhorn zum Differenziellen Lernen (DL) und der Theorie einer nonlinearen Päda- gogik (NLP). In diesem Artikel geht es um die Entwicklung von Aufschlagtechnik und -taktik mit Beginnern und Kön- nern. Der Aufschlag wird als geschlos- 17 | 4-2017 sene Fertigkeit beschrieben, als Schlag, der weniger als andere Schläge vom Spielpartner und den Rahmenbedin- gungen beeinflusst wird. Deshalb wird er auch häufig isoliert von den ande- ren Grundschlägen trainiert. Er eignet sich aus diesem Grund besonders gut zur Beschreibung einer implizit-dif- ferenziellen und nonlinearen Vorge- hensweise. Auch Schöllhorn hat für eine der wenigen vorliegenden Studi- en zum DL im Tennis den Aufschlag gewählt und die Wirksamkeit des DL überprüft. Diese im Folgenden beschriebe- nen lerntheoretischen Vorstellungen bedeuten einen radikal verändern- denZugang zum Lehren und Lernen. Sie ergeben sich aus der Systemthe- orie, nach der (motorisches) Lernen nicht mehr nach dem ,,Ursache=Wir- kung-Prinzip" beschrieben werden kann. Ein misslungener Aufschlag lässt sich also nicht nachhaltig durch einfache Erklärungen, wie ,,Triff den Ball höher" oder ,,Schwing am anderen Bein vorbei" korrigieren. Sportler werden in diesem Ansatz als dynamische (biologische) Sys- teme rnit der Fähigkeit zur Selbst- organisation gesehen. Ein Spieler mit Kniebeschwerden zum Beispiel wird andere Lösungen für Bewegungsaufga- ben suchen und finden müssen, als ein gesunder Spieler. Ein körperlich groß gewachsener Spieler entr,vickelt eine andere Technik als ein kleinerer Spie- ler. Lehrbuchtechniken und die Ideen des jerveiligen Coaches von einer,,Ide- altechnik" ergeben in diesem Ztgang also wenig Sinn. Sind Systeme im Gleichgewicht (vielleicht erinnern Sie sich an das Tier- oder Figurenmobile über ihrem Kinderbett), dann verharren sie in die- sem Zustand. So lässt sich vermeint- lich irrationales Verhalten auch aus der Sicht des Betrachters als ,,sinnvoll" verstehen. Entwicklung findet nur dann statt, wenn Systeme in Schwin- ao E o ß -ö o r
  • 2. Gehen lernen Sie sind bisher nur auf allen Vieren gelaufen und wollen nun das zweibeinige Gehen lernen. Dann könnten Sie so vorgehen: I AUFSCHLAGTRATNTNG gung und aus dem ,,Gleichgewicht" gebracht werden. Veränderungen oder,,Einschränkungen" (constraints) im Training ermöglichen in unserem Kontext den Sportlern neue bewuss- te oder unbewusste Sichtweisen und erweitern die Möglichkeiten des Han- delns. Kleinste Veränderungen können dabei große Auswirkungen haben. So führt der von einer Erhöhung (zum Beispiel einem Stepper) ausgeführte Aufschlag zu einer veränderten Sicht- weise auf Ballwurf und Treffpunkt. Der Aufschlagvon der Seitenlinie führt zu einer veränderten Sichtweise auf Drall und Effekt des Aufschlags und damit zu Veränderung von Technik und Taktik. Einschränkungen und Differenzen (constraints) Beim Lernen sportlicher Bewegungen ist es demnach hilfreich, durch Ver- änderung der Aufgabenstellungen das ,,Gleichgewi cht" zu stören. Die Herstellung von,,Differenzen" und ständiges Variieren der Bedin- gungen bewirken Schwankungen, die das biologische System zu Anpassun- gen zwingen. Der Bewegungsspiel- raum wird dadurch erweitert und die Lösung von Bewegungsaufgaben mit der Entwicklung einer angemesse- nen, individuellen Technik verbunden (siehe Kasten zu ,,Gehen lernen'). Im implizit-Dl kann deshalb, im Unter- schied zur traditionellen Spielsport- vermittlung auf Technikerklärungen und -beschreibungen verzichtet wer- den. Differenzen lassen sich beim Auf- schlag zum Beispiel durch unter- schiedliche Ausgangspositionen (Auf- schlag im Feld, von seitlich außen,...) und durch zusätzliche Einschränkun- gen erzeugen (seitlich stehen, offen stehen, unterschiedliche Bä11e,...). Die- se ermöglichen es den Spielern, den Aufschlag selbst zu entwickeln und mit Schläger, fland, Arm, Körperpo- sition zu ,,spielen", um die Bälle zum Wodurch lassen sich Differenzen und,,Schwankungen" erzeugen: . Regeländerungen . Zeitvorgaben . Größe der Spielfelder . Zielfelder (klein/groß, im Spielfeld, außerhalb des Spielfelds, ...) . Equipment (Netzhöhe, Schläger, Bä11e,...) . u ntergrund (instabiler/stabiler, Erhöhung,...) . sozialer Rahmen (Zuschauer, Trainingszeit, soziale Handlungen) . Spielpartner . Unterstützu ng durch Metaphern/ Ana logien (,,Stell Dir vor....") Beispiel in ein bestimmtes Zielfeld zu spielen. ,,Constraints" geben den Spielern den Spielraurn mit geradem Aufschlag, Slice- und Kick-Aufschlag zu experimentieren, ,,ohne explizit zu wissen, was sie genau tun". Der Coach kann Hinweise geben, die sich aber auf den Effekt des Schlages (Flugbahn des Balles, Schlägerkopf, Drall,...) und nicht auf eine explizite Beschreibung der Technik beziehen. Aufgabe des Coaches in der NLP ist es, Fragen zu stellen um im Dialog mit den Spielern die beste Lösung für die gestelite und kontinuierlich anzupassende Aufga- be zu finden. Der Lernprozess kann durch die Verwendung von Meta- phern und Analogien unterstützt 'er- den (,,spring beim Aufschlag hoch wie ein Känguru", ,,spie1 den Aufschlag wie in Zeitlupe",...) Ein möglicher Beweg'ungstrans- fer von der bereits erlernten (Ball) Wurfbewegung kann sich bei Begin- nern aus der Durchführung von Wür- fen mit unterschiedlichen Bäilen, dem Ball in cler Socke, den-r Vortex oder eir-rem alter-n Schläger ergeben. Sämt- liche Drills können miteinander kom- biniert u,erden und ergeben dadurch einen riesigen Drillspool im Sinne des irnplizit-DLs, bei dem Wiederholungen vermieden werden sollten. Evidence-based coaching Ganz neu ist das nicht. Zum impliziten Lernen gehören viele Trainingsfor- men, die bisher schon zum Standard- repertoire im Tennistraining gel-rören und unter dem Begriff ,,methodische Hilfestellungen" auftauchen. Dabei werden eben auch Aufgabenstellun- gen vereinfacht oder erschwert um TennisSport | 4_2017 118 Plan A: Sie suchen sich eine gerade Strecke auf ebenem Untergrund und ein Ziel, zu dem Sie gehen möchten und gehen nun immer von Startpunkt zu Zielpunkt. Plan B: 1. Sie gehen um Ecken 2. Sie gehen vorwärts und rückwärts und seitwärts 3. Sie schwenken beim Gehen lhre Arme vorwärts und rückwärts oder nach oben und wieder nach unten 4. Sle gehen über Hindernisse 5. Sie gehen auf weichem, auf hartem, auf nassem, auf trockenem, auf ebe- nem, auf unebenem Untergrund 6. Sie gehen auf Sand, auf Erde, auf Asphalt,.... 7. Sie gehen mit einem ,,Supportel' an der einen Hand, dann an der anderen 8. Sie gehen abwechselnd mit klei- nen, großen Schritten 9. ..... Plan B nennt sich ,,implizit-differenzielles Lernen" oder ,,non-lineare Pädagogik". Dieser könnte anstrengend sein und verlangt von lhnen einen ,,Ausstieg aus der Komfortzone". Sie sind mit Plan A vielleicht (scheinba0 schneller am Zielpunkt und lernen schneller das,,Geradeaus Gehen". Plan B aber f ührt zu einem stabilen, variab- len, sicheren und,,selbstbewußten" Gehen. Plan g ?,
  • 3. bestimmte Bewegungsziele leichter zu erreichen (zum Beispiel der Aufschlag aus dem Kniestand zur Entwicklung des Slice-Aufschlags in,,DTB-Trainer- bibliothek" Band 5 ,,Bewegungs- und Gerätehilfen für Tennisunterricht und -training", Sindelfingen 1998). Sie sind im Unterschied zur NLP in der Regel aber zielgerichtet und direktiv, das heißt der Coach hat eine Vorstellung von der ,,richtigen Lösung". Solche ,,Einschränkungen" sind ein zentrales Element in der NLP und lassen sich zu großen Teilen im Play and Stay-Kon- zept der International Tennis Federa- tion (ITF) wiederfinden. Lernen findet dort handlungsorientiert und spiele- risch statt und wird von Anfang an mit der Einbeziehung von Taktikelemen- ten verbunden. Dass Lernen unter diesen Rahmen- bedingungen effektiver und stabiler ist, zeigen zahlreiche Studien aus den unterschiedlichsten Sportarten. Den- noch besteht noch ein großer Nach- holbedarf an Forschunger, zur Sport- art Tennis. Evidenzbasiertes Training (evidence-based coaching), dessen Wirksamkeit sich in wissenschaftli- chen Studien nachweisen lässt, steht leider oft immer noch hinter einem auf die richtige Technik fokussier- ten methodischen Traditionalismus zurück. Um diese,,traditionelle Vorge- hensweise" zu begründen berufen sich Planung einer Trainingseinheit mit den Kriterien einer nonlinearen Pädagogik, Schwerpunkt Aufschlagtraining ' Was soll sich ändern? (zum Beispiel Aufschlag mit Drall) . Zielformulierungen (Gegner unter Zeitdruck bringen) . Entwurf derAufgabe (implizit, con- straints) (zum Beispiel Aufschlag von seitlich außerhalb des Feldes, in unter- schiedlicher Nähe zum Netz) . Durchf ührung der Trainingseinheit Trainer mehr auf ihre Lernbiographie als auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Untersuchungen zum DL zeigen, dass mit der traditionellen Technik- vermittiung, in der der Coach explizit und korrigierend in die Schlagausfül-r- rung eingreift, zwar ähnliche Lern- effekte erreicht werden, diese aber nach einer gewissen Zeitspanne wie- der verschwinden. Beim DL dagegen, bei dem sich die passende Schlagtech- nik aus den Aufgabenstellungen ergibt, ist die entwickelte Technik deutlich stabiler und,,choking-under-pressu- re"-Phänomene tauchen deutlich sel- tener auf. Im,,choking-under-pres- sure" brechen unter Drtick die ein- studierten Techniken zusammen. Das Nachdenken über die ,,richtige Tech- nik" verhindert den Zrgrifl auf intui- . Reflektion/Feedback (was ist passiert bei Aufsch laglRetu rn) . Ergeben sich aus den Schwankungen veränderte Zielsetzungen? (zum Bei- spiel schnellere Platzabdeckung) . Anpassung der Zielsetzungen und der Aufgabenstellu ngen . Reflektion/Feedback tive und abgespeicherte Lösungen für schwierige Bewegungsaufgaben. Nachweisen iässt sich auch, dass implizit-differenzielles Lernen zt einer höheren Kreativität bei techni- schen tind taktischen Problemlösun- gen im Spiel ftihrt. Der Aufschlag in einer non- linearen Trainingseinheit Drills zum Bewegungstransfer stehen in der Regel am Beginn des Lern- prozesses (zurn Beispiel Wurfbewe- gung äber Kopfl. Die Spiel- und Wett- kampforientierung spielt von Anfang an eine bedeutende Rolle, da Technik- und Taktikentwicklung parallel statt- finden. In das Aufschlagtraining sollte deshalb immer auch das Returntrai- ning direkt mit einbezogen werden. Bei einer Vierergruppe können zwei Spieler aufschlagen und zwei spielen Return, ebenfalls unter implizit-dif- ferenziellen Aufgabenstellungen (auf Ziele, Standort verändern, ....). Kom- plexe Spielformen mit Aufschlag, Return und Spiel um Punkte gehören in jede Trainingseinheit. Aufgaben- stellungen und Einschränkungen wer- den in den folgenden Trainingseinhei- ten nicht wiederholt, sondern stän- dig variiert (,,Wiederholen ohne zu wiederholei-r"). In der Vierergruppe auf einem Platz können zum Beispiel die Punkte im Wecl-rsel ausgespielt werden. Um der Bedeutung des Auf- schlags im modernen Tennis gerecht zu werden, sollte mindestens ein Drit- tel der Trainingseinheit aus Drills/ Spielformen zum Aufschlag bestehen. Die Drills und Spielformen rer- den nach dem Abschluß des jeweiligen Drills/der jeweiligen Spielform bespro- chen und weiterentwickelt. Die folgen- den Drills können in der angebenen Reihung eingesetzt werden, sind aber auch - ja nach Trainingsziel - aus- tausch- und kombinierbar. .g E o u o 6! s E o ö o L Ifl I /, tttt/*J I a,-Lvtt
  • 4. I AUFSCHLAGTRAINING weitere Einschränkungen: kniend, ste- hend in unterschiedlichen Stellungen, auf Ziele,,,möglichst weit", Ballwurf der anderen Hand (bilateral), Ziele/Ziel- felder variieren Drills und Spielformen für das implizit-differenzielle Lernen am Beispiel des Aufschlags Zielsetzung: Verbesserung der Ball- wurfbewegung mit direkter Umset- zung in Aufschlagbewegung (ganzheit- lich), N utzen des Bewegungstransfers Aufbau/Material: Sockenball, verkno- tetes Springseil, Vortex, alter Schläger, leichte Bälle, schwere Bälle, Bälle in untersch iedlichen Größen, Pa rtnera rbeit Aufgabe: Wurf von oben (,,Kernwurf"), aus unterschiedlichen Positionen, mit Zielenloh ne Ziele Zielsetzung: Entwicklung des individu- ell passenden Griffs f ür den Aufschlag Aufbau/Material: mit Zielen/ohne Zie- le, unterschiedliche Positionen, Punkte spielen Aufgabe: Aufschlag mit unterschiedli- chen Griff haltungen weitere Einschränkungen: Vorhand- griff,,,Hammergriff", Rückhandgriff, Kurzgriff , Langgriff, Kombination mit anderen Aufgabenstellungen, Ziele/ Zielfelder variieren Zielsetzung: Entwicklu ng der Kontrolle des Ballwurfs, Entwicklung der indivi- duell passenden Beinstellung beim Auf- schlag Auf ba u/Materia l: Au f sc h lag, Ziele /Zi el- felder, Punkte spielen Aufgabe: Aufschlag in unterschiedli- chen Stellungen, mit Rückschlag weitere Einschränkungen: Offen ste- hend, linker Fuß parallel zur Linie, linker Fuß 90 Grad-Stellung zur Grundlinie, mit überkreuzten Beinen, etc, Kombination mit anderen Aufgabenstellungen .E 6 o u 6 E o ö o r Zielsetzung: Rhythmus,,,Trick the mind" Aufbau/Material: Ten nissch läger, Bäl le Aufgabe: Aufschlag mit Dreier-Rhyth- mus,,,Am-ster-dam", weitere Einschränkungen: unterschied- liche Bälle (Größe, Form, Gewicht), unterschiedliche Schläger (Länge/ Gewicht), Ziele/Zielfelder variieren, Kombination mit anderen Aufgaben- stellungen, Zweier-Rhythmus TennisSport | 4-2017 l2A 1.
  • 5. - Zielsetzung: Entwicklung und Verbes- serung des Ballwurfs, optimalen Treff- punkt entwickeln, Aufschlag in der Vor- wä rtsbewegu ng Aufbau/Material: Stepper, Balance- Pad, Markierungslinie Aufgabe: Aufschlag von verändertem Untergrund, Aufschlagen mit Bewe- gungseinsch rä nkungen, mit Rücksch lag, le nach Einschränkung Punkte spielen weitere Einschränkungen: vom Ba lance-Pad (a bsteigend/a uf steigend), vom Stepper (a bsteigend/a ufsteigend), Teller vor dem Fuß zur Bewegungsein- schränkung, Auf schlag mit Sprung über Linie, stabiler/instabiler Untergrund, Bewegungseinschränkung durch Hin- dernisse, Aufschlag vom Stepper, Auf- schlag mit Schritt auf Stepper, Kombi- nation mit anderen Aufgabenstellun- gen,Ziele/Zielf elder Zielsetzung: Entwicklung eines indivi- duell passenden Treffpunkts, Kontrol- le Ballwurf Auf bau/Material: u n te rsch ied liche Ten n isbä lle Aufgabe: Ballwurf variieren (immer in Kombination mit der Schlagbewe- gu ng) weitere Einschränkungen: Niedriger Ballwurf, hoher Ballwurf, nasse Bälle, unterschiedliche Bälle, mit einem Ball/ zwei/dreiBällen in der Hand Zielsetzung: Entwicklung von Sliceauf- schlag, Kickaufschlag, Wahrnehmung der Flugbahn des Balles beim Aufschlag Aufbau/Material: auf einem Knie (links f ür Slice), auf beiden Knien (Kick) Aufgabe: Aufschlag kniend mit/ohne Zi el e(n) lZi elf e I d e r( n ) weitere Einschränkungen: Langgriff, Kurzgriff , unterschiedliche Bälle (Grö- ße, Form, Gewicht), unterschiedliche Schläger (Länge/Gewicht), Zielfelder variieren Iß E E o u .o =m Zielsetzung: Entwicklung und Verbes- serung des Aufschlag mit Kick (erhöh- tes Netz), Entwicklung und Verbesse- rung der Aufschlaggeschwindigkeit (niedrigeres Netz) Aufbau/Material: Netzhöhe verä ndern, Punkte spielen Aufgabe: über erhöhtes oder niedrige- res Netz aufschlagen weitere Einschränkungen: Netzerhö- hung, Netz tiefer, Kombination mit anderen Aufgabenstellungen, Zielel Zielf elder 23. | 4*2017
  • 6. . 9.* Zielsetzung: Entwicklung und Verbes- serung von Aufschlagvarianten, Stabili- sierung des Aufschlags Aufbau/Material: Linien zur Markie- rung der Aufschlagposition, ZielelZiel f elder Aufgabe: Aufschlag von unterschiedli- chen Positionen in und außerhalb des Feldes, Aufschlag auf unterschiedliche Ziele/Zielfelder in und außerhalb der Aufschlagfelder, Punkte spielen weitere Einschränkungen: Zielfelder variieren, Kombination mit anderen Au fga benstel I u ngen *Drills 9 nach einer ldee von Shaun Sharp IFP'- 10. Zielsetzung: Stabilisierung des Auf- schlags, Platzieren des Aufschlags Aufbau/Material: Ziele (Markie- ru ngsteller, Ma rkierungsl i nien) Aufgabe: Aufsch la g auf ZielelZielf elder in den Aufschlagfeldern, Punkte spie- len weitere Einschränkungen: Kombinati- on mit anderen Aufgabenstellungen Zielsetzung: Stabilisierung der Auf- sch la gbewegu n g Auf bau/Materia!: Th era ba nd Aufgabe: Auf schläger beim Auf- schlagen durch Fremdeinwirkung aus der Balance weitere Einschränkungen: Kombi- nation mit anderen Aufgabenstel- lungen :r g: : Zum Autor Frercks Hartwig hat Sport und Pädagogik in Freiburg und Tübingen studiert. Er leitet im Raum Horb am Neckar die Tennis- schule TMS. Hartwig ist Referent in der Traineraus- und -weiterbildung im Württembergischen Tennis-Bund (WTB), im Bayeri- schen Tennis-Verband (BTV) und in der Heidelberger Ballschule. TennisSport I 4_2017 |22