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Gentechnik -  Fluch oder Segen Ing. Elfriede Berger  Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Was sagt ein betroffener Landwirt ? Percy Schmeiser  Kanadischer Bauer und Träger des Alternativen Nobelpreises 2007
<ul><li>Keine Ertragssteigerungen </li></ul><ul><li>Ertragseinbußen von 10% bei Raps und 15% bei Sojabohne </li></ul><ul><...
<ul><li>Neue Pflanzenschutzmittel notwendig </li></ul><ul><li>Aus der regulären Rapspflanze entwickelte sich ein neues „Su...
<ul><li>Zielgen wird ausgesucht, isoliert und verändert </li></ul><ul><li>Einschleusen erfolgt  nicht als Einzelgen in bes...
<ul><li>Einbau des Genkonstruktes erfolgt zufällig und an unvorhersehbarer Stelle </li></ul><ul><li>Entstehen von Arten wä...
<ul><li>Höchste Anteil an Freisetzungen weltweit (75%) sind herbizidtolerante gentechnisch Pflanzen.  </li></ul><ul><li>Ba...
Herbizidtoleranz <ul><li>Fallbeispiele für Herbizidtoleranz </li></ul><ul><li>*EPSPS (5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-syn...
<ul><li>Zweithäufigste gentechnische Modifikation ist insektizid wirkendes Gift - durch Bacillus thuringiensis erzeugt. </...
<ul><li>Enzym Polygalacturonase (Weichmacher) lässt Früchte reifen und baut Pektin der Zellwände ab – Tomaten werden weich...
<ul><li>Genübertragung zwischen Pflanzen innerhalb einer Art oder ähnlichen Arten  wird als  Kreuzung bezeichnet und ist e...
<ul><li>Genübertragung zwischen Pflanzen unabhängig von Artengrenzen ist der horizontale Gentransfer </li></ul>Verfahrensr...
<ul><li>Kanada:  </li></ul><ul><li>2003 herbizid toleranter Wildraps gefunden  und ist somit im Wildraps verankert (Warwic...
<ul><li>Risiko ist  die Instabilität der neuen Genome </li></ul><ul><li>Tendenz aufzubrechen und mit anderen Genen neue Ko...
  Gentechnik -   in der Landwirtschaft  … das Risiko ist zu groß…
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Gentechnik fluch oder segen

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Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
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Gentechnik fluch oder segen

  1. 1. Gentechnik - Fluch oder Segen Ing. Elfriede Berger Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
  2. 2. Was sagt ein betroffener Landwirt ? Percy Schmeiser Kanadischer Bauer und Träger des Alternativen Nobelpreises 2007
  3. 3. <ul><li>Keine Ertragssteigerungen </li></ul><ul><li>Ertragseinbußen von 10% bei Raps und 15% bei Sojabohne </li></ul><ul><li>Keine Pflanzenschutzmittelreduktion </li></ul><ul><li>Seit Beginn des Gentechnikeinsatzes sind die 3-fache Mengen Pflanzenschutz notwendig. </li></ul>Gentechnik in Kanada seit 1996 – Ergebnisse
  4. 4. <ul><li>Neue Pflanzenschutzmittel notwendig </li></ul><ul><li>Aus der regulären Rapspflanze entwickelte sich ein neues „Superunkraut“. Grundlage waren drei unterschiedlichen Rapsarten mit gentechnisch veränderte Organismen. </li></ul><ul><li>In Kanada werden heute Pflanzenschutzmittel </li></ul><ul><li>mit 70 %-igen Anteil „Agent Orange“ verwendet. </li></ul>Gentechnik in Kanada seit 1996 – Ergebnisse
  5. 5. <ul><li>Zielgen wird ausgesucht, isoliert und verändert </li></ul><ul><li>Einschleusen erfolgt nicht als Einzelgen in bestehende Genfolge </li></ul><ul><li>Genkonstrukt wird gebildet </li></ul><ul><li>Genkonstrukt wird übertragen: </li></ul><ul><li>mit Plasmid (ringförmiges DNA Molekül aus einem </li></ul><ul><li>Bakterium) </li></ul><ul><li>oder mittels „Genkanone“ in Zellen geschossen </li></ul>Beispiele für gentechnische Veränderung
  6. 6. <ul><li>Einbau des Genkonstruktes erfolgt zufällig und an unvorhersehbarer Stelle </li></ul><ul><li>Entstehen von Arten wäre ohne Einhaltung der Artengrenzen nicht möglich gewesen. </li></ul><ul><li>Diese Grenzen werden bei der Kreation von GVO´s überschritten- zahlreiche ungelöste Probleme </li></ul>Beispiele für gentechnische Veränderung
  7. 7. <ul><li>Höchste Anteil an Freisetzungen weltweit (75%) sind herbizidtolerante gentechnisch Pflanzen. </li></ul><ul><li>Bakterielle Gene werden in Pflanzen übertragen, deren Produkte sich auf den Stoffwechsel auswirken und Pflanzen gegenüber Pflanzenschutzmittel unempfindlich machen. </li></ul><ul><li>Einsatz von Breitbandherbiziden wird möglich. </li></ul>Herbizidtoleranz Unkräuter entwickeln Resistenzen, daher muss mit zusätzlichen anderen Herbiziden bekämpft werden
  8. 8. Herbizidtoleranz <ul><li>Fallbeispiele für Herbizidtoleranz </li></ul><ul><li>*EPSPS (5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-synthase) - Enzym für den Aufbau von aromatischen Aminosäuren </li></ul><ul><li>**Glutaminsynthase - zentrales Enzym für N-Stoffwechsel, bei Hemmung Anreicherung von Ammoniak - Welkung </li></ul><ul><li>***PAT (Phosphinothricin-Acetyltransferase) wandelt das Herbizid um </li></ul>Produkt Soja Mais Herbizid Round up Ready Liberty Wirkstoff Glyphosat Phosphinothricin (Glufosinat ammonium) Wirkung blockiert EPSPS * hemmt Glutaminsynthase ** inseriertes Gen Agrobakterium tumefaciens CP4 glyphosat-tolerant Streptomyces hygroscopicus bar - Gen codiert EPSPS PAT *** Resultat reduzierte Sensitivität durch erhöhte Anzahl der Wirkungsorte Umwandlung und Inaktivierung von Phosphinothricin Produkt enthält Glyphosat, äquivalentes Enzym neue Metaboliten, zu 80% äquivalentes Enzym
  9. 9. <ul><li>Zweithäufigste gentechnische Modifikation ist insektizid wirkendes Gift - durch Bacillus thuringiensis erzeugt. </li></ul><ul><li>BT Gen wird in Pflanze eingeschleust </li></ul>Insektenresistenz Insektenresisdente Pflanzen wirken nicht nur gegenüber Schädlingen, sondern auch wichtigen Nützlingen Längerfristig besteht die Gefahr durch neue Resistenzen
  10. 10. <ul><li>Enzym Polygalacturonase (Weichmacher) lässt Früchte reifen und baut Pektin der Zellwände ab – Tomaten werden weich </li></ul><ul><li>GVO verändert Pektinabbau – Tomate bleibt fest. </li></ul>Antisenese Technologie Tomate bleibt fest, aber andere Abbauprozesse (Vit.C) schreiten ungehindert fort.
  11. 11. <ul><li>Genübertragung zwischen Pflanzen innerhalb einer Art oder ähnlichen Arten wird als Kreuzung bezeichnet und ist ein natürlicher Vorgang. </li></ul>Verfahrensrisiken – vertikaler Gentransfer Koexistenz von GVO Pflanzungen und konventioneller/biologischer Landwirtschaft ist nicht möglich Verunreinigung kann nicht vollständig unterbunden werden: Stürme, Überschwemmungen, Bienen , Vertragen durch Tiere, verlorene Körnerbeim Transport usw. . Die Natur kann nicht wie in einem Labor kontrolliert werden.
  12. 12. <ul><li>Genübertragung zwischen Pflanzen unabhängig von Artengrenzen ist der horizontale Gentransfer </li></ul>Verfahrensrisiken – horizontaler Gentransfer Der Einbau des Genkonstrukts erfolgt an Stellen im Pflanzengenom, die „empfindlich“ sind -„hot spots“ (heißen Stellen). Transgene DNA ist nicht fest verankert und kann „ausbrechen“. Sie können in Wildpflanzen, Bakterien oder Pilzen übertragen werden und neue Kombinationen bilden
  13. 13. <ul><li>Kanada: </li></ul><ul><li>2003 herbizid toleranter Wildraps gefunden und ist somit im Wildraps verankert (Warwick et al 2003) </li></ul><ul><li>Nachweis von GV DNA in Tiermist </li></ul><ul><li>Unüberschaubares Risiko </li></ul><ul><li>Reparaturtechnologie </li></ul><ul><li>nicht machbar </li></ul>Verfahrensrisiken – horizontaler Gentransfer
  14. 14. <ul><li>Risiko ist die Instabilität der neuen Genome </li></ul><ul><li>Tendenz aufzubrechen und mit anderen Genen neue Kombination zu bilden. </li></ul><ul><li>Gene Sliencing – Phänomen des Stummschaltens von Genen ist natürliche Art sich gegen Fremdgene zu wehren. </li></ul><ul><li>BT bei GV Baumwolle in Indien (Ho 2005), katastrophale Ernteverluste. Auslöser: hohe Lichtintensität, Temperatur </li></ul>Verfahrensrisiken – Instabilität der neuen Genome Gene sind 3- dimensionale Gebilde, deren Bestandteile untereinander in Beziehung stehen und sich beeinflussen
  15. 15. Gentechnik - in der Landwirtschaft … das Risiko ist zu groß…

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