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Online-Vorlesungen
Leitfaden für Professoren / Dozenten
Was ist eine Online-Vorlesung?
• "Live" während der Vorlesung aufgezeichneter Videomitschnitt;
wird dann im Internet zugänglich gemacht.
• Enthält oft neben Ton und Bild auch die begleitenden
Präsentationsfolien.
• Viele moderne Online-Vorlesungen ermöglichen auch:
 das direkte Anwählen bestimmter Stellen anhand einer Gliederung,
 die individuelle Anpassung der Abspielgeschwindigkeit,
 das Herunterladen zum Offline-Abspielen,
 das Abspielen auch auf Mobilgeräten und
 den Einsatz als OER (Open Educational Ressource).
• Seit vielen Jahren erfolgreich an deutschen Hochschulen im Einsatz.
• Ursprünglicher Kerngedanke: Möglichkeit der Wiederholung für eigene Studierende.
• Inzwischen in vielen Fällen auch offen für externe Interessenten übers Internet zugänglich (siehe ANHANG).
• Für viele Professoren ein erster einfacher Schritt zur digitalen Unterstützung der Lehre.
• Hinweis: Nicht zu verwechseln mit MOOCs und anderen speziell produzierten Online-Kursen.
2
(Quelle: https://videoonline.edu.lmu.de/de/node/378)
Warum überhaupt Vorlesungsaufzeichnungen?
3
1. Ermöglichen das Wiederholen (z.B. vor der Klausur).
2. Ermöglichen das Aufholen von Wissen (z.B. zu Studienbeginn).
3. Ermöglichen Lernen auch in besonderen persönlichen Lebenssituationen (z.B. Kinderbetreuung, Beruf).
4. Ermöglichen Wiederholung zum besseren Sprachverständnis (ausländische Studierende).
5. Ermöglichen Lernen auch bei persönliche Einschränkungen (Veranstaltung kann körperlich nicht besucht werden,
Tempo ist "live" zu schnell etc.).
6. Ermöglichen das Nachholen einzelner zeitlich verpasster Vorlesungen.
7. Ermöglichen gezielten Einsatz in der Lehre durch Dozenten (z.B. im "Flipped Classroom").
8. Optional zusätzlich möglich: Öffnung der Lehre für die Allgemeinheit (siehe ANHANG).
 Online-Vorlesungen sind letztlich nur ein Zeichen des technischen Fortschritts:
Wiedergabe der Originalvorlesung statt gedruckter Zusammenfassungen (Skripte).
 Daher weder "Allheilmittel" noch "Bedrohung", sondern einfach eine technische Erweiterung der Lehre.
Und wer genau sollte Zugang haben zu den Online-Vorlesungen?
Die kritischen Fragen...
4
• Bekomme ich bei Online-Vorlesungen nicht Probleme mit dem Urheberrecht?
 Wer sich der Thematik bewußt ist und ein paar einfache Tipps befolgt, hat nichts zu befürchten. (Siehe Praxistipps
auf der Folgeseite).
• Ersetzen die Videovorlesungen nicht meine Präsenzvorlesung?
 Nein. Die Erfahrung zeigt, dass keine "leeren" Vorlesungen zu erwarten sind. Zusätzlich möglich wird das Ansehen
eines Vortrags vorab und Nutzung der Präsenzstunde zur Diskussion (sog. Flipped Classroom).
• Kann dann plötzlich jeder bei mir lernen, ohne für ein Studium eingeschrieben zu sein?
 Ja, bei offen zugänglichen Vorlesungen wäre das möglich (ähnlich dem Gasthörer-Konzept). Viele Professoren
freuen sich über zusätzliches Interesse. Die Entscheidung über eine Veröffentlichung trifft aber der einzelne Dozent.
• Was ist mit der Privatsphäre bei offen zugänglichen Videovorlesungen?
 Die Videoteams der Hochschulen achten darauf, Teilnehmer nicht direkt aufzunehmen. Auch Dozenten können von
sich nur Ton und Folien aufzeichnen lassen (siehe Beispiel 6 auf S. 6).
• Entsteht mehr Aufwand für Dozenten? Brauche ich dann umfangreiche Präsentationsfolien?
 Die technische Umsetzung erfolgt durch die Experten der Hochschule. Begleitende Präsentationsfolien sind
hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.
Praktische Tipps: Diese Punkte sollten Sie als Dozent beachten
5
• Urheberrecht
Wenn Sie Ihre Vorlesung offen zugänglich machen, verzichten Sie am besten auf urheberrechtlich geschützte
Inhalte. Oft hilft Ihnen das Videoteam Ihrer Hochschule auch, potenziell kritische Inhalte zu identifizieren.
(Weitere ausführliche Informationen zum rechtlichen Fragen im E-Learning erhalten Sie z.B. auch hier:
https://www.mmkh.de/fileadmin/dokumente/Publikationen/Leitfaden_E-Learning_Rechtsfragen_Kreutzer_MMKH_2015.pdf )
• Gliederung
Für ein effizientes Lernerlebnis empfiehlt sich eine Gliederung zur Navigation (siehe Beispiele auf S. 6). Und
begleitende Präsentationsfolien (bzw. ein gut lesbarer Tafelaufschrieb) erleichtern das Online-Lernen ungemein.
• Technik
Vor Beginn jeder Aufzeichnung sollten unbedingt Ton und Bild auf Funktionsfähigkeit geprüft werden.
• Teilnehmerfragen wiederholen
Da die Studenten nicht aufgezeichnet werden, sollten Sie Fragen vor der Beantwortung für die Tonaufzeichnung
kurz wiederholen.
• Schnitt
Eine grobe Nachbearbeitung der Videoaufzeichnung durch das Technikteam empfiehlt sich, um z.B. etwaige
Pausen zu vermeiden.
• Zuverlässigkeit
Wer sich für eine Vorlesungsaufzeichnung entscheidet, sollte diese dann auch zuverlässig für alle Termine
durchführen. Fehlende Aufzeichnungen erschweren das spätere eigenständige Lernen unnötig.
6 technisch gut gemachte Beispiel-Vorlesungen*
- Prof. Spaeth,
Universität Hamburg,
Betriebswirtschaftslehre
- gute Bild-/Tonqualität
- Folien ergänzend
eingeblendet
6
(Quelle: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/16126)
- Prof. Brachtendorf,
Universität Tübingen,
Philosophie
- gute Bild-/Tonqualität
- zeitliche Gliederung der
einzelnen Vorlesungen
(Quelle: http://timmsrc.uni-tuebingen.de/Player/PlayerFlow/UT_20160412_001_philanth_0001)
- Prof. Beck, TU Clausthal,
Elektrotechnik
- gute Bild-/Tonqualität
- Folien und Folienvorschau
sichtbar
(Quelle: http://video.tu-clausthal.de/videos/iee/vorlesung/et1-ws0405/26102004/et1-26102004.html)
- Prof. Kröger, Universität
München, Informatik
- Folien ergänzend
eingeblendet
- Download der Folien
möglich
(Quelle: https://videoonline.edu.lmu.de/de/node/412/369024)
- Prof. Prange, Universität
Frankfurt,
Kunstgeschichte
- Folien gut lesbar
- Springen zu einzelnen
Folien/Abschnitten
möglich
(Quelle: https://electure-ms.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/vod/clips/DU5Exiw8ZS/flash.html)
- Prof. Grell, TU Darmstadt,
Pädagogik
- Beispiel für Folien und
Audio, ohne Bildaufnahme
- Download der gesamten
Vorlesungen möglich (OER)
(Quelle: https://openlearnware.tu-darmstadt.de/resource/arbeitsformen-und-themenspektrum-3274)
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel 5
Beispiel 6
*Auswahl zur Illustration, Reihenfolge ohne Wertung.
Was die Experten sagen:
"eLectures sind inzwischen ein adäquates Element zur Diversifizierung universitärer Lernangebote geworden, gelten
als Zusatzangebot zur Präsenzlehre und erleichtern die Studienorganisation."
studiumdigitale-Team, Goethe-Universität Frankfurt (über Vorlesungsaufzeichnungen)
http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/63270059/DeLFI_2016_Praesi_V4_Tillmann_Niemeyer_Kroemker.pdf
“The idea is simple: to publish all of our course materials online and make them widely available to everyone.”
Professor Dick K.P. Yue, MIT (über seine Idee für das MIT OpenCourseWare-Programm)
https://ocw.mit.edu/about/
"Die HRK sieht (...) OER als mögliche Ergänzung und Bereicherung der konventionellen Lehre."
Die Hochschulrektorenkonferenz (über Open Educational Ressources im Hochschulbereich)
http://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/sites/4/2016/03/Beschluss_HRK-Senat_zu_OER_15032016.pdf
"The ability to share OER offers the possibility of (...) a more even distribution of high-quality educational resources.
This can build bridges between (...) informal learning and formal education and facilitate lifelong learning."
Die OECD (über Open Educational Ressources)
http://www.oecd-ilibrary.org/education/open-educational-resources_9789264247543-en
7
ANHANG: "Offene" Vorlesungen für Jedermann?
8
ANHANG (1/2):
Viele Vorlesungen sind bereits offen für die Allgemeinheit
9
 Diverse große und kleinere deutsche Hochschulen stellen bereits einen Teil ihrer Vorlesungen online
(z.B. in München, Frankfurt, Hamburg, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Tübingen, Darmstadt, Karlsruhe,
Bremen und Clausthal)
 Laut Edukatico-Statistik sind alleine von den genannten Hochschulen bereits über 500 Vorlesungen der
Allgemeinheit digital zugänglich.
 Die meisten der Online-Vorlesungen kommen bisher (aufgrund der natürlichen Affinität zu diesem
Thema) aus dem Bereich Informatik (ca. 20% der digitalen Vorlesungen), daneben aber auch aus
zahlreichen anderen Fächern der Geistes- und Naturwissenschaften.
 International berühmte Programme für offene Vorlesungsaufzeichnungen gibt es z.B. von bekannten
US-Universitäten wie Yale, MIT oder Berkeley.
 Übrigens: Selbst auf die englischsprachigen offenen Online-Vorlesungen
des MIT erfolgen ca. 0,5 Mio. Zugriffe pro Jahr aus Deutschland. (MIT
OCW hatte insgesamt weltweit bereits über 200 Mio. Besucher.)
 Eine einzelne durchschnittliche offene Online-Vorlesung in Deutschland
erreicht schätzungsweise ca. 1.000-5.000 Zugriffe (je nach Fach etc.).
 Die meisten Abrufe der deutschen Vorlesungen erfolgen durch
Präsenzstudenten, die Gelerntes vor Prüfungen wiederholen.
• Für wen sollen die aufgezeichneten Vorlesungen zugänglich sein? Nur für eigene Studierende oder für
jeden Bildungsinteressierten?
• Viele Professoren und Dozenten öffnen Ihre Vorlesungen inzwischen für die Allgemeinheit:
(Quelle: anneileino/pixabay)
ANHANG (2/2):
6 Gründe, Online-Vorlesungen für die Allgemeinheit zu öffnen
10
1. Hürden abbauen: Studierende können jederzeit und ohne komplizierten Anmeldevorgang auf Lehrinhalte
zugreifen. Auch Studenten aus anderen Fachbereichen und Hochschulen haben so einfachen Zugang zur Lehre.
2. Lebenslanges Lernen ermöglichen: Experten sind sich einig, dass "lebenslanges Lernen" ein Schlüssel für die
Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften ist. Frei zugängliche Vorlesungen unterstützen dies, z.B. auch für
Gasthörer.
3. Interesse an Fachthemen fördern: Offen zugängliche Online-Vorlesungen fördern die Beschäftigung mit einem
Thema. Dozenten können so weitergehendes Interesse an "Ihrem" Fachthema unterstützen.
4. Bekanntheit der Hochschule unterstützen: Offen verfügbare digitale Vorlesungsangebote können die positive
Wahrnehmung einer Hochschule unterstützen (auch international, siehe z.B. MIT OpenCourseWare). Auch die
Bekanntheit eines Lehrstuhls für bestimmte Themenschwerpunkte wird so hochschulübergreifend gefördert.
5. Hilfe bei der Studienwahl: Schüler und Studieninteressierte können sich einen ersten Eindruck über ihr
Studienfach verschaffen.
6. Lehre für die Gesellschaft öffnen: Hochschulen und Professoren können mit frei zugänglichen
Videovorlesungen ihre hochwertige Lehre der gesamten Gesellschaft zur Verfügung stellen. Mehr und einfacher
Zugang zu Bildung hilft grundsätzlich jeder Gesellschaft ("Open Educational Ressources" / OER).
(Quelle: crystal710/pixabay)
Tausende Online-Vorlesungen, MOOCs und Online-Kurse aus
22 Fachgebieten im Verzeichnis von Edukatico.org
www.edukatico.org
Hinweis: Dieser Leitfaden ist unverbindlich und kann nicht einer umfassenden technischen oder rechtlichen Beratung dienen.
Tausende Online-Vorlesungen, MOOCs und Online-Kurse aus
22 Fachgebieten im Verzeichnis von Edukatico.org

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Online-Vorlesungen: Leitfaden für Professoren / Dozenten

  • 2. Was ist eine Online-Vorlesung? • "Live" während der Vorlesung aufgezeichneter Videomitschnitt; wird dann im Internet zugänglich gemacht. • Enthält oft neben Ton und Bild auch die begleitenden Präsentationsfolien. • Viele moderne Online-Vorlesungen ermöglichen auch:  das direkte Anwählen bestimmter Stellen anhand einer Gliederung,  die individuelle Anpassung der Abspielgeschwindigkeit,  das Herunterladen zum Offline-Abspielen,  das Abspielen auch auf Mobilgeräten und  den Einsatz als OER (Open Educational Ressource). • Seit vielen Jahren erfolgreich an deutschen Hochschulen im Einsatz. • Ursprünglicher Kerngedanke: Möglichkeit der Wiederholung für eigene Studierende. • Inzwischen in vielen Fällen auch offen für externe Interessenten übers Internet zugänglich (siehe ANHANG). • Für viele Professoren ein erster einfacher Schritt zur digitalen Unterstützung der Lehre. • Hinweis: Nicht zu verwechseln mit MOOCs und anderen speziell produzierten Online-Kursen. 2 (Quelle: https://videoonline.edu.lmu.de/de/node/378)
  • 3. Warum überhaupt Vorlesungsaufzeichnungen? 3 1. Ermöglichen das Wiederholen (z.B. vor der Klausur). 2. Ermöglichen das Aufholen von Wissen (z.B. zu Studienbeginn). 3. Ermöglichen Lernen auch in besonderen persönlichen Lebenssituationen (z.B. Kinderbetreuung, Beruf). 4. Ermöglichen Wiederholung zum besseren Sprachverständnis (ausländische Studierende). 5. Ermöglichen Lernen auch bei persönliche Einschränkungen (Veranstaltung kann körperlich nicht besucht werden, Tempo ist "live" zu schnell etc.). 6. Ermöglichen das Nachholen einzelner zeitlich verpasster Vorlesungen. 7. Ermöglichen gezielten Einsatz in der Lehre durch Dozenten (z.B. im "Flipped Classroom"). 8. Optional zusätzlich möglich: Öffnung der Lehre für die Allgemeinheit (siehe ANHANG).  Online-Vorlesungen sind letztlich nur ein Zeichen des technischen Fortschritts: Wiedergabe der Originalvorlesung statt gedruckter Zusammenfassungen (Skripte).  Daher weder "Allheilmittel" noch "Bedrohung", sondern einfach eine technische Erweiterung der Lehre. Und wer genau sollte Zugang haben zu den Online-Vorlesungen?
  • 4. Die kritischen Fragen... 4 • Bekomme ich bei Online-Vorlesungen nicht Probleme mit dem Urheberrecht?  Wer sich der Thematik bewußt ist und ein paar einfache Tipps befolgt, hat nichts zu befürchten. (Siehe Praxistipps auf der Folgeseite). • Ersetzen die Videovorlesungen nicht meine Präsenzvorlesung?  Nein. Die Erfahrung zeigt, dass keine "leeren" Vorlesungen zu erwarten sind. Zusätzlich möglich wird das Ansehen eines Vortrags vorab und Nutzung der Präsenzstunde zur Diskussion (sog. Flipped Classroom). • Kann dann plötzlich jeder bei mir lernen, ohne für ein Studium eingeschrieben zu sein?  Ja, bei offen zugänglichen Vorlesungen wäre das möglich (ähnlich dem Gasthörer-Konzept). Viele Professoren freuen sich über zusätzliches Interesse. Die Entscheidung über eine Veröffentlichung trifft aber der einzelne Dozent. • Was ist mit der Privatsphäre bei offen zugänglichen Videovorlesungen?  Die Videoteams der Hochschulen achten darauf, Teilnehmer nicht direkt aufzunehmen. Auch Dozenten können von sich nur Ton und Folien aufzeichnen lassen (siehe Beispiel 6 auf S. 6). • Entsteht mehr Aufwand für Dozenten? Brauche ich dann umfangreiche Präsentationsfolien?  Die technische Umsetzung erfolgt durch die Experten der Hochschule. Begleitende Präsentationsfolien sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.
  • 5. Praktische Tipps: Diese Punkte sollten Sie als Dozent beachten 5 • Urheberrecht Wenn Sie Ihre Vorlesung offen zugänglich machen, verzichten Sie am besten auf urheberrechtlich geschützte Inhalte. Oft hilft Ihnen das Videoteam Ihrer Hochschule auch, potenziell kritische Inhalte zu identifizieren. (Weitere ausführliche Informationen zum rechtlichen Fragen im E-Learning erhalten Sie z.B. auch hier: https://www.mmkh.de/fileadmin/dokumente/Publikationen/Leitfaden_E-Learning_Rechtsfragen_Kreutzer_MMKH_2015.pdf ) • Gliederung Für ein effizientes Lernerlebnis empfiehlt sich eine Gliederung zur Navigation (siehe Beispiele auf S. 6). Und begleitende Präsentationsfolien (bzw. ein gut lesbarer Tafelaufschrieb) erleichtern das Online-Lernen ungemein. • Technik Vor Beginn jeder Aufzeichnung sollten unbedingt Ton und Bild auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. • Teilnehmerfragen wiederholen Da die Studenten nicht aufgezeichnet werden, sollten Sie Fragen vor der Beantwortung für die Tonaufzeichnung kurz wiederholen. • Schnitt Eine grobe Nachbearbeitung der Videoaufzeichnung durch das Technikteam empfiehlt sich, um z.B. etwaige Pausen zu vermeiden. • Zuverlässigkeit Wer sich für eine Vorlesungsaufzeichnung entscheidet, sollte diese dann auch zuverlässig für alle Termine durchführen. Fehlende Aufzeichnungen erschweren das spätere eigenständige Lernen unnötig.
  • 6. 6 technisch gut gemachte Beispiel-Vorlesungen* - Prof. Spaeth, Universität Hamburg, Betriebswirtschaftslehre - gute Bild-/Tonqualität - Folien ergänzend eingeblendet 6 (Quelle: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/16126) - Prof. Brachtendorf, Universität Tübingen, Philosophie - gute Bild-/Tonqualität - zeitliche Gliederung der einzelnen Vorlesungen (Quelle: http://timmsrc.uni-tuebingen.de/Player/PlayerFlow/UT_20160412_001_philanth_0001) - Prof. Beck, TU Clausthal, Elektrotechnik - gute Bild-/Tonqualität - Folien und Folienvorschau sichtbar (Quelle: http://video.tu-clausthal.de/videos/iee/vorlesung/et1-ws0405/26102004/et1-26102004.html) - Prof. Kröger, Universität München, Informatik - Folien ergänzend eingeblendet - Download der Folien möglich (Quelle: https://videoonline.edu.lmu.de/de/node/412/369024) - Prof. Prange, Universität Frankfurt, Kunstgeschichte - Folien gut lesbar - Springen zu einzelnen Folien/Abschnitten möglich (Quelle: https://electure-ms.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/vod/clips/DU5Exiw8ZS/flash.html) - Prof. Grell, TU Darmstadt, Pädagogik - Beispiel für Folien und Audio, ohne Bildaufnahme - Download der gesamten Vorlesungen möglich (OER) (Quelle: https://openlearnware.tu-darmstadt.de/resource/arbeitsformen-und-themenspektrum-3274) Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4 Beispiel 5 Beispiel 6 *Auswahl zur Illustration, Reihenfolge ohne Wertung.
  • 7. Was die Experten sagen: "eLectures sind inzwischen ein adäquates Element zur Diversifizierung universitärer Lernangebote geworden, gelten als Zusatzangebot zur Präsenzlehre und erleichtern die Studienorganisation." studiumdigitale-Team, Goethe-Universität Frankfurt (über Vorlesungsaufzeichnungen) http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/63270059/DeLFI_2016_Praesi_V4_Tillmann_Niemeyer_Kroemker.pdf “The idea is simple: to publish all of our course materials online and make them widely available to everyone.” Professor Dick K.P. Yue, MIT (über seine Idee für das MIT OpenCourseWare-Programm) https://ocw.mit.edu/about/ "Die HRK sieht (...) OER als mögliche Ergänzung und Bereicherung der konventionellen Lehre." Die Hochschulrektorenkonferenz (über Open Educational Ressources im Hochschulbereich) http://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/sites/4/2016/03/Beschluss_HRK-Senat_zu_OER_15032016.pdf "The ability to share OER offers the possibility of (...) a more even distribution of high-quality educational resources. This can build bridges between (...) informal learning and formal education and facilitate lifelong learning." Die OECD (über Open Educational Ressources) http://www.oecd-ilibrary.org/education/open-educational-resources_9789264247543-en 7
  • 8. ANHANG: "Offene" Vorlesungen für Jedermann? 8
  • 9. ANHANG (1/2): Viele Vorlesungen sind bereits offen für die Allgemeinheit 9  Diverse große und kleinere deutsche Hochschulen stellen bereits einen Teil ihrer Vorlesungen online (z.B. in München, Frankfurt, Hamburg, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Tübingen, Darmstadt, Karlsruhe, Bremen und Clausthal)  Laut Edukatico-Statistik sind alleine von den genannten Hochschulen bereits über 500 Vorlesungen der Allgemeinheit digital zugänglich.  Die meisten der Online-Vorlesungen kommen bisher (aufgrund der natürlichen Affinität zu diesem Thema) aus dem Bereich Informatik (ca. 20% der digitalen Vorlesungen), daneben aber auch aus zahlreichen anderen Fächern der Geistes- und Naturwissenschaften.  International berühmte Programme für offene Vorlesungsaufzeichnungen gibt es z.B. von bekannten US-Universitäten wie Yale, MIT oder Berkeley.  Übrigens: Selbst auf die englischsprachigen offenen Online-Vorlesungen des MIT erfolgen ca. 0,5 Mio. Zugriffe pro Jahr aus Deutschland. (MIT OCW hatte insgesamt weltweit bereits über 200 Mio. Besucher.)  Eine einzelne durchschnittliche offene Online-Vorlesung in Deutschland erreicht schätzungsweise ca. 1.000-5.000 Zugriffe (je nach Fach etc.).  Die meisten Abrufe der deutschen Vorlesungen erfolgen durch Präsenzstudenten, die Gelerntes vor Prüfungen wiederholen. • Für wen sollen die aufgezeichneten Vorlesungen zugänglich sein? Nur für eigene Studierende oder für jeden Bildungsinteressierten? • Viele Professoren und Dozenten öffnen Ihre Vorlesungen inzwischen für die Allgemeinheit: (Quelle: anneileino/pixabay)
  • 10. ANHANG (2/2): 6 Gründe, Online-Vorlesungen für die Allgemeinheit zu öffnen 10 1. Hürden abbauen: Studierende können jederzeit und ohne komplizierten Anmeldevorgang auf Lehrinhalte zugreifen. Auch Studenten aus anderen Fachbereichen und Hochschulen haben so einfachen Zugang zur Lehre. 2. Lebenslanges Lernen ermöglichen: Experten sind sich einig, dass "lebenslanges Lernen" ein Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften ist. Frei zugängliche Vorlesungen unterstützen dies, z.B. auch für Gasthörer. 3. Interesse an Fachthemen fördern: Offen zugängliche Online-Vorlesungen fördern die Beschäftigung mit einem Thema. Dozenten können so weitergehendes Interesse an "Ihrem" Fachthema unterstützen. 4. Bekanntheit der Hochschule unterstützen: Offen verfügbare digitale Vorlesungsangebote können die positive Wahrnehmung einer Hochschule unterstützen (auch international, siehe z.B. MIT OpenCourseWare). Auch die Bekanntheit eines Lehrstuhls für bestimmte Themenschwerpunkte wird so hochschulübergreifend gefördert. 5. Hilfe bei der Studienwahl: Schüler und Studieninteressierte können sich einen ersten Eindruck über ihr Studienfach verschaffen. 6. Lehre für die Gesellschaft öffnen: Hochschulen und Professoren können mit frei zugänglichen Videovorlesungen ihre hochwertige Lehre der gesamten Gesellschaft zur Verfügung stellen. Mehr und einfacher Zugang zu Bildung hilft grundsätzlich jeder Gesellschaft ("Open Educational Ressources" / OER). (Quelle: crystal710/pixabay)
  • 11. Tausende Online-Vorlesungen, MOOCs und Online-Kurse aus 22 Fachgebieten im Verzeichnis von Edukatico.org www.edukatico.org Hinweis: Dieser Leitfaden ist unverbindlich und kann nicht einer umfassenden technischen oder rechtlichen Beratung dienen. Tausende Online-Vorlesungen, MOOCs und Online-Kurse aus 22 Fachgebieten im Verzeichnis von Edukatico.org