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GEWINNSPIELAcht Bildfehlern auf der Spur:Suchen und gewinnen!                                                      U N D S...
Infomobil 01-2012
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  1. 1. INFO MOBILHERVORRAGEND BEWERTETWie sich der Busverkehr in Wiesbaden abermalseine gute Note verdient hatHINAUFGESTIEGENWie der Schulberg zum interessanten Ziel einesHaltestellenspaziergangs wirdHISTORISCH BETRACHTETWie der Bingert-Wasserturm WiesbadensNahverkehrsgeschichte mitschrieb 01 2 012 Das Magazin der ESWE Verkehrsgesellschaft
  2. 2. WWW.B U S -S U C HT-FAH RER.DEDu hast es in der Hand.Gib Deinem Leben einen neuen Dreh: Steig jetzt um!unzufrieden im aktuellen job? wiesbadener linienbusse zu lenken:Wir bieten eine reizvolle Alternative: Busfahrer/-in Das ist, egal ob Beruf oder Berufung, eine krisen-im Linienverkehr der hessischen Landeshauptstadt sichere Beschäftigung mit verlässlicher Zukunfts-Wiesbaden! Die WiBus GmbH, Mitglied der ESWE- perspektive. Wer sich beruflich neu orientierenUnternehmensfamilie, stellt regelmäßig neue möchte, ist bei uns herzlich willkommen – und er-Fahrerinnen und Fahrer ein. hält die Fahrschulausbildung komplett finanziert!ALLES WEITERE GIBT’S ONLINE UNTER:www.bus-sucht-fahrer.deWiesbadener Busgesellschaft mbH · Gartenfeldstraße 18 · 65189 Wiesbaden · Telefon (0611) 72 38 74 80 · www.wibus.info
  3. 3. WILLKOMMEN | INHALT WENN GEMEINSAME IDEEN Früchte tragen 4 E-TICKET NEUE BUSSELenken Sie, liebe Leserin, lieber Leser, doch deutlich angestiegen –, freut uns daherbitte einmal kurz Ihren Blick auf die linke natürlich umso mehr. 5 KUNDEN-Seite des INFOMOBILs, so wie es gerade auf- Ebenso freut es uns, auch an dieser Stelle ZUFRIEDENHEITgeschlagen vor Ihnen liegt. Sie sehen dort die neue Vorsitzende des Aufsichtsrateseine Anzeige, die Ihnen vor kurzem vielleicht der ESWE Verkehrsgesellschaft noch einmalschon im Stellenteil Ihrer Tageszeitung be- offiziell willkommen heißen zu dürfen: 6/7 HISTORIE DES ESWE-gegnet ist und die Sie womöglich im Januar Seit Dezember 2011 steht Sigrid Möricke, FUNKVERKEHRSauch – in Gestalt eines riesigen Werbe- Wiesbadens Dezernentin für Stadtentwick-banners – im Wiesbadener Hauptbahnhof lung, Bau und Verkehr, dem Aufsichtsgre-entdeckt haben. 8 LINIENVER- mium unseres Unternehmens vor; und wir LÄNGERUNGUnsere Schwestergesellschaft WiBus sucht sind gewiss, dass die Zusammenarbeit mitmithilfe dieser Anzeige zusätzliche Busfah- ihr viel Positives für Sie, unsere Fahrgäste,rerinnen und Busfahrer. Und wie Sie un- bewirken wird. 9 NEULICH IM BUSschwer erkennen können – das Foto und die In diesem Sinne: Herzliche Grüße aus der MODELLBUSZeile „Gib Deinem Leben einen neuen Dreh: GartenfeldstraßeSteig jetzt um!“ sind ja prägnant genug –,richtet sich die Anzeige gezielt an Menschen, 10 HALTESTELLEN-die ursprünglich in anderen Berufen zu SPAZIERGANGHause sind, nun aber diese ganz besondere Uwe Cramer Stefan BurghardtLeidenschaft für den Busfahrerberuf in sich E-Mail-Kontakt: 11 GEWINNSPIELverspüren. geschaeftsfuehrung@eswe-verkehr.deWir von ESWE Verkehr haben WiBus bei der 12 FILMWETTBEWERBKonzipierung und der Realisierung dieserAnzeigenkampagne gerne unterstützt, weil FAHRGAST-beide Unternehmen die gemeinsame Ver- INFORMATIONENantwortung dafür verbindet, dass Sie IhrenWiesbadener Nahverkehr auch künftig in 13 SCHWERBEHINDERTEN-der bewährten, von Ihnen zu Recht erwarte- ZÄHLUNGten Quantität und Qualität nutzen können.Dass die Kampagne bereits Früchte zu tra- RUDIS GEBABBELgen beginnt – die Bewerbungszahlen sind 14 HISTORISCHE LINIEN- WEGE, TEIL 12 +++ newsticker +++ newsticker +++ newsticker ++++++ „Nightliner“-Fahrten: Bekanntlich verkehren diese sind der 16. und der 17. März, der 21. April sowie der 15 AUSFLUGS- UNDESWEs „Nightliner“-Busse unter der Woche ein Mal je 1. Juni. Anmelden kann man sich telefonisch unter AUSGEHTIPPSNacht und in den Nächten vor Sams-, Sonn- und Feierta- (0611) 345 - 16 30 oder per E-Mail an ngg.ppwh@polizei.hessen.de. IMPRESSUMgen drei Mal je Nacht. Im zweiten Quartal 2012 betrifft dieFeiertagsregelung die Nächte vor Karfreitag, Ostermontag +++ Rekord-Passagierzahl: Immer mehr Menschenund dem 1. Mai sowie vor Himmelfahrt, Pfingstmontag in Deutschland nutzen öffentliche Nahverkehrsmittel.und Fronleichnam. Auch in den Nächten von Himmelfahrt Im Jahr 2011 fuhren mehr als 9,7 Milliarden Fahrgäste mitund Fronleichnam zum jeweils folgenden Freitag finden je Bussen und Bahnen; dies entspricht einer Steigerungdrei „Nightliner“-Fahrten statt. Darüber hinaus werden in von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2002 sindden beiden Nächten des „Theatriums“ (Wilhelmstraßen- die Kundenzahlen damit um fast acht Prozent bzw. 700fest), also vom 1. zum 2. Juni und vom 2. zum 3. Juni, jeweils Millionen Fahrgäste gestiegen.sogar vier „Nightliner“-Fahrten angeboten (außer auf derLinie N7). Detail-Infos gibt’s auf www.eswe-verkehr.de +++ Krimidinner-Neuauflage: „Krimi im Bus“, diesowie im aktuellen Fahrplanbuch auf der Seite 576. seit drei Jahren „mordsmäßig“ erfolgreiche Krimidinner- Reihe von ESWE Verkehr, geht 2012 in ihre vierte Runde.+++ Zivilcourage-Schulungen: Im vergangenen Im Zentrum des Geschehens stehen wieder ESWEs Old-INFOMOBIL wurde über die Gewaltprävention-Trainings timerbus, anno 1961 erbaut, sowie das Team vom Impro-berichtet, die unter dem Titel „Zivilcourage: Ja! Aber wie?“ visationstheater „Für Garderobe keine Haftung“. Neu invom Wiesbadener Polizeipräsidium gemeinsam mit ESWE diesem Jahr ist, dass zwei der insgesamt 15 Termine alsVerkehr und weiteren Partnern durchgeführt werden. Fürs „Mottotage“ gestaltet werden. Weitere Infos sowie einenerste Halbjahr 2012 gibt es nun neue Schulungstermine; Online-Ticketshop findet man auf www.krimi-im-bus.de.
  4. 4. 4 E-TICKET | NEUE BUSSEELEKTRONISCHER FAHRSCHEIN AB AUGUST: Ein anspruchsvolles Ziel die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft unter anderem mit der Firma Systemtechnik GmbH aus dem thüringischen Sömmerda zusammen. Die Fahrzeugflotte soll bis etwa Anfang April vollständig umge- rüstet sein – jeder Bus muss mit einem festinstallierten eTicket- Kontrollgerät ausgestattet werden –, und auch die Fahrausweis-„Wir wollen, dass zum Start des eTickets in Wiesbaden alles prüfer haben mittlerweile mobile Prüfgeräte erhalten. „Unsermöglichst reibungslos läuft“, erklärt Holger Elze, der bei ESWE Ziel ist es, ab August mit der stückweisen Ausgabe von eTicketsVerkehr für den Fachbereich Rechnungswesen zuständig ist. Das an die Inhaber eines Abonnements oder einer Jahreskarte zu be-ist auch der Grund, aus dem die Wiesbadener Verkehrsbetriebe ginnen“, erläutert Holger Elze die Planungen von ESWE Verkehrerst für August 2012 die Einführung des neuen elektronischen und ergänzt: „Ein Kunde erhält immer dann den neuen elektro-Fahrausweises planen – und sich damit bewusst mehr Zeit las- nischen Fahrausweis, wenn sein Abonnement- oder Jahreskar-sen als andere Verkehrsunternehmen im Rhein-Main-Gebiet, die tenzeitraum neu beginnt.“ Damit wird gewährleistet, dass zumdieser Tage mit der Ausgabe der ersten eTickets beginnen oder einen nicht auf einen Schlag gleich mehrere tausend eTicketsschon begonnen haben. „Es sind noch viele Details zu organisie- ausgegeben werden müssen und dass zum anderen hierbeiren, damit das System nicht nur in einigen technischen Teilbe- möglicherweise auftretende Probleme zeitnah gelöst werdenreichen, sondern komplett funktioniert“, erläutert Holger Elze. können. Zu späteren Zeitpunkten sollen dann auch CleverCard-Der Fachbereichsleiter begründet seine Aussage zum einen Kunden und FirmenCard-Inhaber auf den Fahrausweis mitdamit, dass noch nicht alle technischen Komponenten zur Elektrochip umgestellt werden.Prüfung der elektronischen Fahrscheine funktionieren: „Die ESWE Verkehr hält die Fahrgäste übrigens immer über den aktu-Schwierigkeiten in diesem Bereich sehen wir derzeit in anderen ellen Stand in Sachen eTicket auf dem Laufenden. Zum BeispielVerkehrsunternehmen, und aus diesen Erfahrungen zieht ESWE sind auf der unternehmenseigenen Website schon jetzt detail-Verkehr die richtigen Schlüsse.“ Zum anderen sei es aber auch so, lierte Informationen rund um den elektronischen Fahrscheindass die für die Abwicklung notwendigen IT-Systeme bei ESWE hinterlegt. Die Online-Adresse lautet:Verkehr noch nicht vollständig installiert sind. Hier arbeitet www.eswe-verkehr.de/eticketPILOTPROJEKT für noch umweltfreundlichere BusseEs hat beinahe schon Tradition: Fast jedes Jahr im Frühling rollen („Enhanced Environmentally Friendly Vehicle“) genügen, der diebei ESWE Verkehr fabrikneue Busse auf den Betriebshof; andere gegenwärtig anspruchsvollste europäische Richtschnur für denBusse, die schon viele hunderttausend Kilometer als Fahrleistung Schadstoffausstoß von Bussen und Lkws ist. Doch halt – hier kom-abgeliefert haben, werden dafür „in Rente geschickt“. Einen Ge- men die drei anderen oben erwähnten „Sonderlinge“ ins Spiel: Diesamtbestand von knapp 235 Bussen weist der Fuhrpark der beiden drei neuen Gelenkzüge erfüllen nämlich sogar die „Euro VI“-Abgas-Verkehrsunternehmen ESWE und WiBus derzeit auf. norm, die erst im Jahr 2014 EU-weit in Kraft treten wird.In diesem Jahr gehen mit ESWEs turnusgemäßer Busneuanschaf- Dass dieser zukünftige Filtertechnik-Standard schon heute getestetfung zwei Besonderheiten einher. Unter den insgesamt 21 Fahrzeu- werden kann, geht auf eine Initiative des Busherstellers EvoBusgen (18 Solowagen und drei Gelenkzüge), die im Zeitraum März bis zurück. An dem von EvoBus ins Leben gerufenen Pilotprojekt, dasJuni nach und nach neu auf die Straße kommen, befinden sich zwei die Fachleute „Kundenfahrerprobung“ nennen, beteiligt sich nurMal drei „Sonderlinge“. Da sind zum einen drei Solowagen-Busse, eine Handvoll besonders innovationsorientierter Verkehrsunter-die – eine Premiere für Wiesbaden – nach dem „Low Entry“-Prinzip nehmen in Deutschland; ESWE Verkehr gehört dazu.konstruiert sind. Diese Bauart, eine Weiterentwicklung der seit vie- „Ich bin sehr froh, dass wir die neuen Motoren der ‚Euro VI‘-Normlen Jahren bewährten Niederflurtechnik, ist dadurch gekennzeich- als einer der ersten Betriebe in Deutschland erhalten“, kommentiertnet, dass der Bus niedrige („low“), stufenlose Einstiege („entry“) ESWEs Technischer Geschäftsführer Uwe Cramer die Teilnahme derbesitzt und im vorderen Wagenteil einen ebenfalls „niederflurigen“ Verkehrsgesellschaft an dem Pilotprojekt; „dies belegt die besonde-Innenraum aufweist, während der Heckbereich des Fahrgastraums re Wertschätzung, die EvoBus unserer Werkstatt entgegenbringt –über zwei Stufen im Mittelgang verfügt. Weitere Neuerung der denn nur mithilfe optimaler technischer Rückmeldungen kann der„Low Entry“-Busse: Im vorderen Wagenteil sind alle Sitzplätze in Hersteller sein Produkt weiter verbessern, und wir werden dieseFahrtrichtung angeordnet. Rückmeldungen in Form von Auswertungen des bei uns stattfin-Beinahe überflüssig zu erwähnen – weil bei ESWE Verkehr seit denden Praxiseinsatzes der drei ‚Euro VI‘-Busse liefern.“langem Selbstverständlichkeit – ist, dass alle neu angeschafftenFahrzeuge in puncto Abgasfiltertechnik dem „EEV“-Standard
  5. 5. KUNDENZUFRIEDENHEIT 5POSITIV UND STABIL: Nahverkehrsnote 2,6Ein Mal pro Jahr untersucht die Hochschule RheinMain im INFOMOBIL: Und wie hat der Nahverkehr bei den Einzelkrite-Auftrag von ESWE Verkehr, wie zufrieden die Wiesbadener rien abgeschnitten?Bevölkerung mit den Angeboten des hiesigen öffentlichen ELZE: Besser als im Vorjahr bewertet wurden einerseits dieNahverkehrs ist. Die Auswertung der im Jahr 2011 durchge- Schnelligkeit der Verbindungen, die Fahrtentaktung und die Er-führten wissenschaftlichen Befragungen liegt seit kurzem reichbarkeit der Ziele sowie andererseits die Linienführung, dievor. Von Holger Elze, Pressesprecher bei ESWE Verkehr, hat Haltestellenstandorte und die Engmaschigkeit des Liniennetzes.sich die INFOMOBIL-Redaktion die Ergebnisse der aktuellen Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die AtmosphäreKundenzufriedenheitsanalyse erläutern lassen. in unseren Bussen erhielten positivere Beurteilungen. Etwas schlechter als 2010 fielen hingegen die Noten für die Sauber-INFOMOBIL: Herr Elze, wieso eigentlich lässt ESWE Verkehr keit in den Bussen und für die Informationen über Tarife unddie Zufriedenheit der Menschen in Wiesbaden mit „ihrem“ Tickets aus – hier werden wir uns etwas einfallen lassen!Nahverkehr untersuchen? INFOMOBIL: Lassen sich aus den UntersuchungsergebnissenELZE: Es interessiert uns natürlich – und es muss uns interessie- weitere Aussagen zum „Konkurrenzverhältnis“ zwischen Busren –, ob unsere Fahrgäste und auch jene Menschen, die nicht und Auto herauslesen?oder noch nicht zu unseren Fahrgästen zählen, mit der vonuns angebotenen Servicequalität zufrieden sind. Ich meine ELZE: Ja, sehr erfreuliche sogar. Vorab muss man wissen, dassübrigens, dass jedes Dienstleistungsunternehmen in regelmä- die Analyse die Befürworter einer bestimmten Fortbewegungs-ßigen Abständen seine Kunden befragen sollte. Davon abge- art jeweils deren Kritikern gegenüberstellt. Die Wissenschaftsehen besteht für uns auch eine Verpflichtung zur Messung bezeichnet Befürworter auch als „Promotoren“, was bedeutet,der Kundenzufriedenheit im Jahresrhythmus: Denn seit ESWE dass diese Befragten angeben, dass sie ein Produkt oder eineVerkehr vor vier Jahren erneut die Konzessionen für den Betrieb Dienstleistung in ihrem persönlichen Umfeld weiterempfehlendes Linienbusverkehrs in Wiesbaden erhalten hat – und zwar würden. In der aktuellen Untersuchung nun kommt der Nah-für den Zeitraum 2009 bis 2017 –, müssen wir den städtischen verkehr – bei 32 Prozent Befürwortern und 27 Prozent Kritikern –Gremien ein Mal pro Jahr einen Leistungsbericht vorlegen, der auf den sehr guten Promotoren-Wert von plus fünf. Der Pkw-unter anderem aus einer aktuellen Analyse der Kundenzufrie- Verkehr hingegen erzielt einen Promotoren-Wert von sage unddenheit besteht. schreibe minus 62, der sich aus nur neun Prozent Befürwortern, aber 71 Prozent Kritikern errechnet.INFOMOBIL: Und diese Untersuchung findet mittels einer wis-senschaftlich seriösen Methodik statt? INFOMOBIL: Unterm Strich sind Sie also zufrieden mit der Zufriedenheit?ELZE: Allerdings. Seit dem Jahr 2009 führt eine wissenschaft-liche Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard ELZE: „Luft nach oben“ gibt’s natürlich immer, ganz klar. AberHeidel von der Hochschule RheinMain in unserem Auftrag die mit unserer stabilen Gesamtnote 2,6 stehen wir gegenüberjährliche Repräsentativuntersuchung der Kundenzufriedenheit vergleichbaren deutschen Städten ziemlich gut da – zumal einedurch. Dabei finden, um eventuelle saisonal bedingte Mei- ähnliche Untersuchung, die ebenfalls im Jahr 2011 vom Verbandnungsschwankungen auszugleichen, die Befragungen übers Deutscher Verkehrsunternehmen durchgeführt wurde, eineJahr hinweg in vier Intervallen statt – und zwar an jeweils zehn Bundesdurchschnittsnote von 2,9 ergeben hat.verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Im Rahmen der vier INFOMOBIL: Herr Elze, vielen Dank für dieses interessante„Umfragewellen“ sind im Jahr 2011 insgesamt 1.876 Passanten Gespräch!interviewt worden. Dabei wurde, auch dies dient der wissen-schaftlichen Seriosität, großer Wert darauf gelegt, dass sowohldie Meinungen regelmäßiger und sporadischer ESWE-Kundenals auch die Ansichten bekennender Nicht-Fahrgäste sowieeingefleischter Nur-Auto-Fahrer Eingang in die Untersuchungs-ergebnisse gefunden haben.INFOMOBIL: Lassen Sie uns die Leser nicht länger auf die Fol-ter spannen – was hat die Untersuchung denn nun ergeben?ELZE: Die generelle Erkenntnis lautet: Die Meinungen derWiesbadener sind sehr stabil. Schon zum dritten Mal in Folgehat – orientiert an der Schulnotenskala von eins bis sechs – derNahverkehr in unserer Stadt die Gesamtnote 2,6 erzielt. Eben-falls unverändert geblieben gegenüber dem Jahr 2010 ist dieEinschätzung der Pkw-Nutzung in Wiesbaden: Hier lautet dieGesamtnote abermals 3,2. (Bildquelle: Mark Burggraf)
  6. 6. 6 HISTORIE DES ESWE-FUNKVERKEHRSWIE ALLES BEGANN: „Mister Bingert“ und die Erfindung des Uhrenvergleichs „Bingert“ erstmals auf Empfang: Die Bedienung des Modernisierung der Funkleitstelle: Die ersten Bild-1970/ 711970/71 970/71 Funkverkehrs erfolgte in den Anfangsjahren recht 1 9 76 / 7 7 1976/77 976/77 schirme hielten Einzug, mit denen das Geschehen an den simpel, nämlich per Telefon wichtigsten Haltestellen überwacht werden konnte„Der Bingert-Wasserturm spielt in der ESWE-Historie, vor damals jüngsten ESWE-Busfahrer berufen zu werden. Zehnallem in der Geschichte des Funkverkehrs, eine ganz be- Jahre lang verrichtete Eder von nun an hinter riesigen Daimler-sondere Rolle. Näheres hierzu wird das nächste INFOMOBIL Benz-, Büsing- und Henschel-Lenkrädern echte Schwerstarbeit,01/2012 berichten.“ Dieses Versprechen gab die INFOMOBIL- bevor er zum Verkehrsposten und zur Stimme der Auskunfts-Redaktion in der vergangenen Ausgabe ab. Hier und heute sprecherkabine auf dem Hauptbahnhofsvorplatz avancierte. Im Jahr 1968 folgte schließlich die Tätigkeit eines Streckendienst-soll das Versprechen nun eingelöst werden – und ein beson- Kontrolleurs, bevor es für Otto Eder dann 1970/71 mit der Arbeitderer Zeitzeuge hilft dabei. in der Funkleitstelle losging.Mit Fug und Recht kann man Hans-Otto Eder als „Mister Bin- In den ersten Jahren, in denen die Busse nach und nach mitgert“ bezeichnen. Der heute 81-jährige ESWE-Pensionär, den alt- Sprechfunkeinrichtungen ausgerüstet wurden (was durchgediente ESWEler nur als „Otto“, wahlweise auch als den „Eder entsprechende Aufkleber an der Frontseite kenntlich gemachtOtto“ kennen, zählte nämlich zusammen mit zwei Kollegen wurde), empfingen Eder und seine Kollegen die Fahrer-Funk-zu den Geburtshelfern des ESWE-Funksprechverkehrs, dessen sprüche noch auf Telefonapparaten. In der zweiten Hälfte derRufkennwort schon damals – wie noch heute – „Bingert“ lau- 70er-Jahre hielt dann modernere Funktechnik Einzug; paralleltete (über die Herkunft dieses ungewöhnlichen Funkrufworts dazu begann das Zeitalter der monitorgestützten Überwachungberichtet der nebenstehende Infokasten). des Geschehens an den wichtigsten Haltestellen im Stadtge-Dieses „Damals“, also die Geburtsstunde des Funkverkehrs im biet. Einen technologischen Quantensprung stellte schließlichWiesbadener Linienbusbetrieb, datiert auf die Jahre 1970/71. im Jahr 1988 die Inbetriebnahme der neuen Verkehrsleitzen-Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die einzige Möglichkeit der trale dar: Hier liefen fortan alle Fäden der Daten-, Funk- undKontaktaufnahme zwischen einem Bus auf Linienfahrt und Betriebstechnik sowie des „Rechnergesteuerten Betriebsleit-der Betriebszentrale in der Gartenfeldstraße in den sogenann- systems“ (RBL) zusammen.ten „Streckentelefonen“. Diese waren an allen Endhaltestellen 1991 ging Hans-Otto Eder, mittlerweile 60 Jahre alt, nach 45 (!)sowie an einigen ausgewählten „Unterwegs“-Haltestellen des ESWE-Dienstjahren in den Ruhestand. Auf besondere Kuriosi-Liniennetzes stationiert und erlaubten es dem Fahrer, in einer täten aus seinen rund 20 Jahren als „Mister Bingert“ angespro-kurzen Fahrpause per Telefon Nachricht zu geben, wenn sich chen, erinnert er sich spontan an das aus einem Zirkus ausge-zum Beispiel ein Unfall oder ein anderes Vorkommnis ereignet büxte Kamel, vor dem er die Fahrerkollegen per Funk warnenhatte, das den Linienbetrieb in seinem Ablauf beeinträchtigte. musste. Und fragt man den rüstigen ESWE-Senior nach denMit dieser umständlichen Kommunikation war ab Anfang der Talenten, die man für den „Funker-Job“ benötigt, nennt er eine70er-Jahre Schluss. Hans-Otto Eder und seine beiden Kollegen ruhige, angenehme Stimme, zu der ihm an „Heiserkeitstagen“besetzten im Zwei-Schicht-Dienst – von 4:30 bis 12:30 Uhr das eine oder andere Pulmoll-Bonbon verholfen habe.und von 12:30 bis 20:30 Uhr – die neu errichtete Funkleitstelle. Mit einer ganz speziellen Erfindung hat sich Hans-Otto Eder tiefFür den „Eder Otto“ war dies bereits die fünfte Station seines ins Gedächtnis der ESWE-Fahrerschaft eingebrannt: „FrüherBerufslebens bei den Stadtwerken: 1946 hatte er im Alter von waren die in den Bustachos eingebauten Uhren praktisch nicht15 Jahren seine dreieinhalbjährige Autoschlosserlehre bei ESWE zu gebrauchen“, gibt „Mister Bingert“ zu Protokoll; „sie gingenbegonnen, um dann, nach einigen Jahren als Geselle in der so ungenau, dass ich eines Tages einen Uhrenvergleich perBuswerkstatt, anno 1954 – mit gerade mal 23 Jahren – zum
  7. 7. HISTORIE DES ESWE-FUNKVERKEHRS 7 Einweihung der neuen Verkehrsleitzentrale: Daten-, Funk- und Zurück an alter Wirkungsstätte: Im Februar dieses Jahres19881988 988 Betriebstechnik waren hier fortan ebenso angesiedelt wie das 2012 2012 012 stattete Hans-Otto Eder der heutigen, hochmodernen ESWE- „Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem“ (RBL) Verkehrsleitzentrale einen Besuch abSprechfunk-Rundruf eingeführt habe, der fortan mehrmals einmal zehn Minuten begrüßen drei Mitarbeiter ihren ehe-täglich stattfand.“ Wie nachhaltig diese Idee noch heute maligen Kollegen mit der Aufforderung: „Otto, machste bittewirkt, zeigt sich, als Otto Eder Mitte Februar 2012 seiner alten mal’n Uhrenvergleich?!“Wirkungsstätte einen Besuch abstattet: Innerhalb von nichtWasserspender, Namensgeber, FunkstationDer Ursprung des Bingert-Wasserturms geht auf den in den als Kennzeichnung für potenzielle Flughindernisse verlangtJahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auch in Wies- hatten), konnte der Bingert-Wasserturm im Herbst des Jahresbaden expandierenden Wohnungsbau für US-Soldaten und 1957 eingeweiht werden – er ist übrigens noch heute in Betrieb.deren Familien zurück. Es galt, die rund 600 Wohneinheiten, die Das Bauwerk hatte sich in seiner Funktion als „Wasserspen-damals oberhalb des Bierstadter Aukammtals neu entstanden der“ für die rund anderthalb Kilometer entfernte und etwa 80und wenig später die Aukamm-Siedlung bildeten, mit Wasser Meter tiefer liegende Aukamm-Siedlung längst etabliert, als derzu versorgen. Diese Aufgabe sollte eigentlich von einem Was- Turm Ende der 60er- und Anfang der 70er-Jahre zusätzlich zumserreservoir übernommen werden, das im Bierstadter Gebiet Namenspaten gemacht wurde – und das gleich in doppelter„An den Fichten“ lag – bloß genügte dieses Reservoir trotz Hinsicht: Zum einen wurde die im Jahr 1969 ins Leben gerufeneseines Fassungsvermögens von rund 2.000 Kubikmetern den Firmenzeitschrift der Wiesbadener Stadtwerke auf den NamenAnforderungen nicht. So fiel die Entscheidung, einen neu zu „bingert“ getauft; zum zweiten benötigte man für den 1970/71errichtenden Wasserturm „zwischenzuschalten“. gestarteten Funkverkehr des städtischen Linienbusbetriebs einAls Standort des neuen Turms war rasch der zwischen Sonnen- unverwechselbares Kennwort – und fand es im bis heute exis-berg und Bierstadt gelegene, wenngleich zum Rambacher tierenden Funkrufwort „Bingert“. Der Grund hierfür ist klar:Territorium gehörende Landrücken namens „Bingert“ ausge- Die zentrale Sendean-guckt. Im Juli 1956 begannen die Bauarbeiten, und schon ein lage des Funkverkehrshalbes Jahr später, im Januar 1957, konnte der Rohbau des knapp befand sich (und befin-28 Meter hohen Turms abgenommen werden. Er war damit der det sich noch heute)erste Wasserturm, der im Auftrag des Wiesbadener Wasser- auf dem Bingert-Turm.werks, das zu den damaligen Stadtwerken gehörte, errichtetworden war.In 17 Metern Höhe wurde dem neuen Turm ein 250 Kubikme-ter fassender Wasserbehälter eingebaut; und nachdem einzwischenzeitlich entbrannter Streit über die Farbgebung desGebäudes beigelegt worden war (der Landschaftsschutz hattefür dezente Pastellfarben plädiert, während die Verantwort-lichen des Erbenheimer Flugplatzes einen rot-weißen Anstrich
  8. 8. 8 LINIENVERLÄNGERUNGLINIE 47: Vom Erwachsenwerden einer BusverbindungSie gilt als die „kleine Schwester“ der zwei Jahre vor ihr, näm- Mainzer Buslinie 64 in Richtung Budenheim umsteigen; und anlich Ende 2008, aus der Taufe gehobenen Linie 45: Die ESWE- den drei in der Breiten Straße gelegenen Haltestellen „Kapellen-Linie 47 überquert als Wiesbaden-Mainzer Gemeinschafts- straße“, „Nerotalstraße“ und „Wilhelm-Raabe-Straße“ kann vonlinie seit Dezember 2010 den Rhein via Schiersteiner Brücke. der 47 aus direkt in die Straßenbahnlinien 50 und 51 umgestie-Während die Linie 47 bislang in Mainz-Gonsenheim an der gen werden, die im Mainzer Westen bis Finthen und im Süden bis Hechtsheim verkehren.Haltestelle „Wildpark“ endete, kommen jetzt, Mitte April, vierneue Haltestellen hinzu. Die „kleine Schwester“ wird allmäh- Die Linienverlängerung in Gonsenheim und die damit einher-lich erwachsen … gehenden neuen Verbindungsmöglichkeiten in Mainz und um Mainz herum führen auch auf der Wiesbadener Seite zu Verän-Der 16. April ist in diesem Jahr beiderseits des Rheins, in Hessen derungen – allerdings nicht bei der Fahrtroute der 47er-Busse,ebenso wie in Rheinland-Pfalz, der erste Schultag nach den sondern bei manchen Abfahrtszeiten. So finden ab dem 16. AprilOsterferien. Ab eben diesem Montag nimmt die Linie 47 im die Abfahrten der Linie 47 am Dern’schen Gelände montags bisMainzer Stadtteil Gonsenheim einen teilweise neuen, in jedem freitags zwischen ca. 9 Uhr und ca. 12 Uhr 15 Minuten früherFall verlängerten Verlauf. Die bislang im Uhrzeigersinn ge- statt als bisher. Der Grund dieser Vorverlegung ist die Notwen-fahrene Schleife über die im Norden Gonsenheims gelegene digkeit, in Gonsenheim die Wendezeiten der Busse einhaltenElsa-Brändström-Straße entfällt, infolgedessen werden auch zu können.die Haltestellen „Wildpark“ und „Elsa-Brändström-Straße“ nunnicht mehr bedient. Stattdessen fahren die 47er-Busse aus Alle Detail-Infos zum erneuerten Fahrtweg der Linie 47 und zuRichtung Wiesbaden/Schiersteiner Brücke/Mainz-Mombach den teilweise veränderten Abfahrts- und Ankunftszeiten sindkommend ab Mitte April weiter nach Gonsenheim hinein, online unter www.eswe-verkehr.de zu finden.wo sie nacheinander an den Haltestellen „Am GonsenheimerWald“, „Kapellenstraße“, „Nerotalstraße“ und „Wilhelm-Raabe-Straße“ stoppen – die letztgenannte Haltestelle ist dann auchdie neue Endstelle (einzelne Fahrten enden allerdings schon ander Haltestelle „Kapellenstraße“).Der nach langwieriger Diskussion in der Mainzer Politik undder Gonsenheimer Bürgerschaft nunmehr festgelegte neue47er-Fahrtweg bietet den Fahrgästen eine Reihe von Vorteilen:So ist von der neu hinzugekommenen Haltestelle „Am Gonsen-heimer Wald“ aus der – nomen est omen – zu Spaziergängeneinladende Gonsenheimer Wald ebenso gut erreichbar wie dasangrenzende Naturschutzgebiet „Am Großen Sand“. An der Das „Geschwisterpaar“ auf der Schiersteiner Brücke: Die Linien 45 und 47 ver-Haltestelle „Kapellenstraße“ können die Fahrgäste zudem in die binden Wiesbaden und Mainz auf der wichtigsten Route zwischen beiden Städten n le al A H de A n- A e än e aß hn ng ai tz ße . m aß e tr ße ße ße el le .-S n-M hn Pla tr i C -S ra f en oru Str -R G ße en Al ra fC ra ho -S ße ra te er St - ss es st r- ck St ei rn St ab ra Lu en er ho it id ra e- A ng eu pe itze A en ch Rh p- in to Bo M n- st ne gr is ach st nd z Ba g e ri H k at ns el te rg üt ie ./ Th um F m en n- in lle ch lic e ck r- Li ba -D tr pl es Lu lb eg ch be er bl w ei w ir ha do .- lm .-S nb la ar ns ba a ch ed pt ch th le D zh ch -v ri -L rn hw ep eo sm rg he m ei ei eb re uß rl au -S rl oe is rs fr es ot er Äp St Bu Rh RhBg Ka Ca Lo Sc Sc Al A. Ki Bi Bi N H H G G D g in rn Co r. . d e tr ow St ße al ck e e -S e s- .W aß aß aß D rü ra D er iu n/ e St rB tr er tr tr e nd m rg aß ße z m aß fe zs d -S e- rS m an nh ne Be lä el m tr ra ha e en eu ch ab er tr ye Fr aß tf ed se ri ei ns h- st ils g hw rt oß os Kr Ra rK d- or ed st on in tr ri al ic lle ga Ze -B ra Fl Sp -F .- er Sc re ss tr dr de ot m G pe on ilh rl hr ul es hi rl be al ie er Am Am Am Ca An Ka KaPa Fa Kr Sc W W M Fr O N
  9. 9. NEULICH IM BUS | MODELLBUS 9 „… GERADE NOCH MAL GUT GEGANGEN!“Neulich im Bus … lernte der achtjährige Paul schon auf dem kann er keinen weißen Knopf entdecken. „Na ja, dann drückeWeg zur Schule etwas Neues – und das kam so: ich halt einfach noch mal auf den roten Stopp-Knopf, dann wird die Tür schon aufgehen“, versucht sich Paul zu beruhigen.„Wenn Du acht Jahre alt bist, darfst Du alleine mit dem Bus indie Schule fahren“, hatte Pauls Mutter immer zu ihm gesagt, Als der Bus gerade anhält, drückt der Schüler hastig auf denund lange hatte er diesem Moment entgegengefiebert. Doch roten Knopf. Aber nichts passiert. Er drückt wieder und wieder –als er an diesem Morgen in der Kälte an der Bushaltestelle nichts! „Junge“, ruft der Busfahrer nach hinten, als er Paul leicht„Scheffelstraße“ steht, ist ihm ein wenig mulmig zumute. Was, panisch den Knopf drücken sieht: „Da kannst Du lange drücken,wenn etwas schiefgeht? Was, wenn er die Haltestelle verpasst? der Knopf öffnet Dir nicht die Tür. Das mache ich von hier vorne„Du musst nur rechtzeitig den roten Stopp-Knopf drücken, aus, sobald ich sehe, dass Du aussteigen möchtest.“ Eine Frau,damit der Bus an der Haltestelle ‚Diesterwegschule‘ hält“, hatte die hinter Paul steht, erklärt dem Achtjährigen die Technik:seine Mutter ihm beim Frühstück noch eingetrichtert. „Einen Knopf zum Türöffnen für die Passagiere gibt es nur ganz hinten in den Gelenkbussen, denn so weit nach hinten kann derDa kommt der Bus mit der Liniennummer 8 auch schon ange- Busfahrer nicht gucken.“ „Ach so“, murmelt Paul etwas verlegenfahren. Als Paul einen Sitzplatz gefunden hat, ist er froh: „Das und ist froh, als sich im selben Moment die Tür öffnet und erhat ja schon mal gut geklappt“, sagt er zu sich. Nach der Halte- aussteigen kann. „Uff“, denkt er erleichtert, „das ist ja geradestelle „Jägerstraße“ steht der Junge auf, geht zur Tür und drückt noch mal gut gegangen!“den Stopp-Knopf. Sofort leuchtet das Wort „Stop“ in der Anzeigeauf, die oben an der Fahrzeugdecke angebracht ist, und der Bus Merke: Der rote Stopp-Knopf in den Bussen dient nur dem Zweck,verlangsamt seine Fahrt. dem Busfahrer den Aussteigewunsch für die nächste Haltestelle mitzuteilen. Die Bustüren werden immer vom Fahrer geöffnet – es„Oje“, schießt es Paul plötzlich durch den Kopf, „wie kriege ich sei denn, man möchte in einem Gelenkbus ganz hinten aussteigen.jetzt eigentlich die Tür auf?“ Neulich, als er mit seiner Oma in Dort an der Tür befindet sich ein weißer Türöffner-Knopf, den jederdie Stadt fuhr, da hatte sie auf so einen weißen Knopf gedrückt, Fahrgast selbst betätigen kann – und auch muss, denn die hintereum die Tür zu öffnen. Er erinnert sich ganz genau; sie hatten Tür im Gelenkbus kann nicht vom Fahrerplatz aus bedient werden.ganz hinten gesessen in so einem langen Gelenkbus. Aber jetztNEUER ESWE-MODELLBUS: Ein Muss für jeden SammlerESWE Verkehr hat die Produktion eines neuen, originalgetreuen schätzung verdienen. „18 Meter lang und eigene Fahrspur!“,Modellbusses in Auftrag gegeben. Hergestellt wird der Gelenk- lautet einer der Slogans der Kampagne, die nun also auch aufbus des Typs Mercedes-Benz Citaro G E4 (Maßstab: 1 zu 87) von einem Modellbus verewigt wurde.der Firma Rietze. Der Mini-Bus kostet 29,50 Euro und ist ab sofort – übrigens ver-Als reales Vorbild diente ein ESWE-Bus mit einer Außenwer- sandkostendfrei – im ESWE-Online-Shop (www.eswe-ticket.de)bung zur Busfahrer-Imagekampagne. Diese Kampagne, die seit erhältlich. Auch in der Mobilitätszentrale im LuisenForum kannSommer vergangenen Jahres auf drei Wiesbadener Bussen zu man das Sammlerstück erwerben.finden ist, möchte der Öffentlichkeit vermitteln, dass Busfahrerfür ihre verantwortungsvolle Arbeit Anerkennung und Wert-
  10. 10. 10 HALTESTELLENSPAZIERGANG33 STUFEN bis zur Hoch-KulturBaujahr 1860 trifft Baujahr 2011: Die alte Werkkunstschule und die neue Gotteshaus im „angesagten“ Viertel: An der Bergkirche sind die bewegten Zeiten,Kunsthalle – zusammen bilden sie das Kunsthaus auf dem Schulberg die das nach ihr benannte Quartier erlebt hat, fast spurlos vorübergegangenWiesbadens Topografie als „gebirgig“ zu bezeichnen, wäre hiesige und auswärtige Künstler und beherbergte zudem diegewiss übertrieben. Dennoch geht’s im Norden des Stadtzen- Geschäftsstelle des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnentrums durchaus hügelig zu – der Schulberg und das Berg- und Künstler (BBK). Im Mai 2011 wurde nördlich ein modernerkirchenviertel tragen die Geländeerhebungen bereits in Anbau, die „Kunsthalle am Kunsthaus“ eingeweiht. In dem wei-ihren Namen. Der INFOMOBIL-Haltestellenspaziergang ist ßen Kubus befindet sich unter anderem ein geräumiger, mehr als 300 Quadratmeter großer Ausstellungssaal. Dort werdendiesmal also ein ansteigender. noch bis zum 25. März zahlreiche Gemälde und Grafiken vonBuslinie 6, Fahrtrichtung Nordfriedhof. Wer an der Haltestelle Vincent Weber, dem legendären Direktor der Werkkunstschule„Michelsberg“ aussteigt und ein paar Schritte in östliche Rich- in den Jahren 1952 bis 1965, gezeigt. Im Untergeschoss des Neu-tung geht, dessen Blick wird unweigerlich gefangengenommen baus hat die zum städtischen Kulturamt gehörende „Artothek“,von einem der ungewöhnlichsten Bauwerke Wiesbadens: Die Wiesbadens erste Adresse für die Ausleihe hochkarätiger Kunst-im Januar 2011 eingeweihte „Gedenkstätte für die ermordeten werke, ihr Domizil gefunden.Wiesbadener Juden“ besteht aus zwei Teilen, zwischen denen Nach so viel Hoch-Kultur führt der Spaziergang weiter über dieder Straßenverkehr pulsiert. Das großflächige, baulich karge Straße Hirschgraben, die den Übergang zum BergkirchenviertelMahnmal steht exakt auf dem Grundriss einer früheren Syna- markiert. Dieses ehemalige Arme-Leute-Quartier galt bis in diegoge; erst lange nach deren Zerstörung in der Reichspogrom- 70er-Jahre hinein als größtes Sanierungsgebiet einer deutschennacht 1938 erhielt die Coulinstraße ihren heutigen Verlauf, der Großstadt. Dann entdeckte vor allem das junge, studentischedie Gedenkstätte zweiteilt. Milieu dieses Viertel für sich, und eine Bürgerinitiative verhin-Links vom Mahnmal führt eine Treppe nach oben; sie gehört derte den von Stadtplaner Ernst May vorgesehenen Komplett-zur Straße Schulberg. Genau 33 Stufen muss man erklimmen, abriss und Neuaufbau mehrerer Straßenzüge. Heute sind hier,danach steigt die schmale Straße auch ohne Stufen weiter an – im sogenannten „Katzeloch“, kleine, individuelle Geschäfte an-und schließlich steht man linker Hand vor einem imposanten sässig, und auch manche Kreativfirma ist in den Straßen rundGebäude. Das anno 1860 in exakter Ost-Blickachse zur Schüt- um die Bergkirche heimisch geworden.zenhofstraße errichtete Lustschlösschen wurde 1863 zur Schule Das Gotteshaus, das dem Viertel seinen Namen gab, liegt inumfunktioniert – daher der Straßenname. Nach dem Zweiten der Lehrstraße; es wurde 1879 eingeweiht und war dezidiert alsWeltkrieg bezog die Wiesbadener Werkkunstschule das Gebäu- „Kirche der kleinen Leute“ gedacht. Außer den Gottesdienstende; die pädagogische Einrichtung ging auf eine schon im Jahr finden hier regelmäßig Konzerte statt, und im benachbarten1817 gegründete Fortbildungsschule zurück, die sich, inzwi- Gemeindesaal hat das freie Theater „Wiesbadener Kammer-schen zum Gewerbeverein gehörig, 1919 zur Handwerker- und spiele“ seine Bühne gefunden.Kunstgewerbe-, später auch Modeschule wandelte. Der künst-lerischen Gestaltung von Industrieprodukten verpflichtet, Was folgt, ist der Abstieg vom „Berg“: Direkt gegenüber derresidierte die Werkkunstschule bis 1970 am Schulberg, bevor sie Bergkirche führt ein Fußweg hinunter zur Nerostraße. Werals Fachbereich Gestaltung in die Wiesbadener Fachhochschule diese überquert, erreicht via Jawlenskystraße die Taunusstraße.integriert wurde. Jahre später wurde das alte Schulgebäude in Genau dort befindet sich die Bushaltestelle der Linie 1, die den„Kunsthaus“ umbenannt; fortan fungierte es als Atelierhaus für Spaziergänger ins Stadtzentrum zurückbringt.
  11. 11. GEWINNSPIELAcht Bildfehlern auf der Spur:Suchen und gewinnen! U N D SO G EH T’ S:Nur auf den ersten Blick gleichen sich die beiden Fotos des Neroberg- Markieren Sie im unterbahn-Viadukts wie ein Ei dem anderen. Bei genauerem Hinsehen stellt en Foto die acht Feh-man jedoch fest, dass sich das untere Bild an genau acht Stellen vom ler, indem Sie sie mit ein em Stift ankreuzenOriginalfoto darüber unterscheidet. Finden Sie die acht Bildfehler, und oder einkringeln.gewinnen Sie einen wertvollen Sachpreis! Tragen Sie rechts nebe n dem Foto IhrenUnter allen Teilnehmern, die die acht Bildfehler gefunden und korrekt Namen und Ihre Adres sdaten ein, schnei-markiert bzw. angeklickt haben, werden zehn USB-Sticks mit jeweils vier den Sie das Foto samt Adressfeld aus,Gigabyte Speicherkapazität verlost. Die INFOMOBIL-Redaktion wünscht und senden Sie alles in einem frankiertenviel Spaß beim Fehlersuchen und viel Erfolg bei der Verlosung! Briefumschlag an : ESW E Verkehr, Redaktion INFOMOBIL, Gartenfelds traße 18, 65189 Wiesbaden Alternativ können Sie au ch online an dem Suchspiel teilnehmen. Klicken Sie auf ww w.eswe-verkehr.d e/gewinnspiel – dort finden Sie eine int eraktive Mitmach- möglichkeit. Der Rechtsweg ist bei diesem Gewinnspiel ausge- schlossen. Mitarbeiter von ESWE Verkehr, WiBus und EVS sowie deren Angehörige dürfen nicht teilneh- men. Einsendeschluss ist der 30. April 2012 (23.59 Uhr bei Online-Einsendungen, Datum des Poststempels bei postalischen Einsendungen). Die Gewinner wer- den schriftlich benachrichtigt und in der nächsten INFOMOBIL-Ausgabe bekanntgegeben. Vorname, Name Straße, Hausnummer PLZ, Ort E-Mail-Adresse (freiwillige Angabe)

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