Deutsche Hochschule für
Prävention und Gesundheitsmanagement
Hermann Neuberger Sportschule 3
66123 Saarbrücken
Bachelor-Th...
2/53
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG........................................... 5
1.1 Erkenntnis Ausda...
3/53
5 ERGEBNISSE .......................................................................................... 26
5.1 Auswer...
4/53
ANHANG......................................................................................................... 49
An...
5/53
1 Einleitung und Problemstellung
1.1 Erkenntnis Ausdauerdiagnostik
Erreichen die Menschen in Fitnessanlagen die erhof...
6/53
2 Zielsetzung
Um genaue Daten erheben zu können und beide Methoden zu vergleichen, muss
die Leistungsdiagnostik anhan...
7/53
In der Muskelzelle ist ATP in sehr geringen Mengen vorhanden und sichert dort
die „Grundversorgung“. Bei Belastung is...
8/53
Je niedriger und länger die Belastung, umso höher ist der Anteil der Fettverbren-
nung. Mit steigender Intensität nim...
9/53
3.2 Überblick zu Leistungsdiagnostikverfahren
3.2.1 Klassische Spiroergometrie - Einleitung
„Die Spiroergometrie ist ...
10/53
3.2.2 Grundlagen der Physiologie
Bei starker Belastung steht der Körper unter Stress. Bei einem Ausbelastungstest
au...
11/53
3.3 Darstellung der Inhalte des Konzeptes von aeroscan®
3.3.1 Technisch-wissenschaftliche Basis
Der aeroman® profess...
12/53
3.3.2 Testdurchführung
Damit der Test zuverlässige und vergleichbare Ergebnisse liefert ist es notwen-
dig, dass sic...
13/53
3.3.3 Testauswertung
Folgende Parameter werden automatisch durch die Softwarte ausgewertet:
Abb. 3: Legende aeroman ...
14/53
3.3.4 Bestimmung der Trainingsbereiche
Prinzipiell werden im Ausdauersport vier Kerntrainingsbereiche unterschieden
...
15/53
Dauermethode und
ihre Varianten
Kontinuierliche
Dauermethode
Intensive
Dauermethode
Extensive
Dauermethode
Variable
...
16/53
Die extensive Dauermethode ist gekennzeichnet durch eine geringe Belastungsin-
tensität in Verbindung mit einer rela...
17/53
Der Unterschied zwischen beiden Methoden liegt in der Dauer der Intensität und
der Pausen. Die extensive Intervallme...
18/53
3.5 Risikofaktoren bei Überbelastung
Durch eine falsche Dosierung des Ausdauertrainings kann es häufig zu Überbe-
la...
19/53
4 Methodik
4.1 Studienaufbau
4.1.1 Probandenauswahl
Aus dem bestehenden Mitgliederstamm werden 20 Personen für die S...
20/53
Sportmedizinische Angaben
Haben Sie chronische oder akute gesundheitliche Probleme?
Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Ort...
21/53
4.1.2 Diagnosedaten
Tab. 6: Diagnosedaten der Probanden
Blutdruck
(gemessen am linken Handgelenk mit
RIVATEST®medist...
22/53
4.1.3 Bewertung der Diagnosedaten anhand wissenschaftlicher Normwerte
Tab. 7: Klassifikation der Blutdruckwerte (vgl...
23/53
Tab. 9: Bewertung des Körperfettanteils bei Männer (vgl. VicMedic Systems GmbH Gebrauchs-
anleitung, Version 10, 200...
24/53
4.1.4 Darstellung der Trainingsprogramme beider Gruppen
Tab. 12: Vorstellung der Trainingsprogramme
Klassisches Ausd...
25/53
4.1.5 Testungen
Tab. 13: Checkliste für Testungen
Ausdauergerät auswählen
19 der insgesamt 20 Tests wurden auf
dem L...
26/53
5 Ergebnisse
5.1 Auswertung der Daten der Fettstoffwechselgruppe
Die folgende Tabelle zeigt einen Vorher-Nachher-Ver...
27/53
Im Durchschnitt lag der prozentuale Körperfettanteil der zehn Personen bei
29,7%, bei einer Körpergröße von 167,6 cm...
28/53
5.2 Veränderung der Trainingsbereiche
Um eine genaue Verbesserung der Trainingsbereiche zu ermitteln, zeigt die fol-...
29/53
Person5
Verbesserung von TB 1: 11 Schläge / TB 2: 6 Schläge
Die veränderte sich von 142 auf 152
Person6
Verbesserung...
30/53
5.3 Auswertung der Daten der Intervallgruppe
Diese Gruppe hat ein Intervalltraining durchgeführt und besteht aus 5 M...
31/53
Der Körperfettanteil der Intervallgruppe lag im Durchschnitt bei 21,83%. Zu be-
rücksichtigen ist dabei der Männeran...
32/53
Tab. 17: Veränderung der Trainingsbereiche im Vorher-Nachher-Vergleich
Person1
Verbesserung von TB 1: 5 Schläge / TB...
33/53
Person7
Verbesserung von TB 1: 6 Schläge / TB 2: gleich
Die veränderte sich von 141 auf 132
Person8
Verbesserung von...
34/53
Bei der zweiten Analyse des Körpergewichtes gab es keinen Unterschied zur ers-
ten Messung der FG. Bei der IG kam es...
35/53
Die maximal erreichten Belastungswerte, die anhand des respiratorischen Quoti-
enten ermittelt werden, sind individu...
36/53
Bei der IG wurde die Schwelle um 8,4 Schläge verschoben und zwar ab 159 .
Es wird durchschnittlich bei einer Geschwi...
37/53
5.5 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
Die folgenden Diagramme veranschaulichen die Ergebnis...
38/53
Die DA hat im Vergleich zur IM
höheren Einfluss auf die Herzfre-
quenz in Ruheposition.
Abb. 12: Diagramm - Herzfreq...
39/53
Der Ruheumsatz der IG erhöhte sich
mehr als der Umsatz der Probanden,
die ein AT nach der DM durchge-
führt haben.
A...
40/53
Der TB 1 Bereich der DM- Gruppe
wurde stark verbessert im Vergleich
zu IG. Im Gegensatz konnte die IG
den TB 2 Berei...
41/53
6 Diskussion
6.1 Kritische Betrachtung der Datenauswertung
Körperfettanalyse
Körperanalysen sind heute in der Gesund...
42/53
6.2 Einflussfaktoren
Um alle Daten so präzise wie möglich zu erheben, wurden die Tests zu Beginn
der Studie außerhal...
43/53
Dabei sollte eine Sache im Vordergrund stehen: der Spaßfaktor. Denn wer Spaß
und Motivation hat bleibt im Normalfall...
44/53
7 Zusammenfassung
Über einen Zeitraum von 8 Wochen führten 20 Personen im Alter von 21 – 60
Jahren, drei Trainingsei...
45/53
8 Literaturverzeichnis
ALBERS, T./ISRAEL, S.: Studienbrief Medizinische Grundlagen. Unveröffent-
lichtes Studienmate...
46/53
9 Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungsverzeichnis
9.1 Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Auswirkung von Laktat (Eigene Dars...
47/53
9.2 Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Die ATP-Resynthese im Überblick (vgl. ALBERS/ISRAEL, 2010, S. 203) ...............7
...
48/53
9.3 Abkürzungsverzeichnis
IG Intervallgruppe
FG Fettstoffwechselgruppe
IT Intervalltraining
AT Ausdauertraining
Herz...
49/53
Anhang
Anhang 1: Protokoll für das Ausdauertraining für Probanden
Trainingstag/DatumTrainingsbereicheTrainingsdauerH...
50/53
Anhang 2: Abbildung von unveröffentlichten Quellen
51/53
Anhang 3: Beispielhafte Auswertung - Selbstversuch
52/53
Anhang 4: Selbständigkeitserklärung
Selbständigkeitserklärung
Hiermit erkläre ich, dass ich die eingereichte Arbeit ...
53/53
Anhang 5: Beispiel Trainingsplan
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

bt_240936_renschler_diana

228 Aufrufe

Veröffentlicht am

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
228
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
0
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

bt_240936_renschler_diana

  1. 1. Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement Hermann Neuberger Sportschule 3 66123 Saarbrücken Bachelor-Thesis zur Erlangung des Grades Bachelor of Arts Titel der Abschlussarbeit: Untersuchung der Trainingseffekte bei Teilnehmern eines Intervalltrainings im Ver- gleich zu Teilnehmern eines klassischen Ausdauertrainings nach der Dauermethode Studiengang: Fitnessökonomie eingereicht von Name, Vorname: Renschler, Diana geboren am: 13.09.1989 Matrikelnummer: 240936 Betreuer des Ausbildungsbetriebes: Krauss, Judith (nur bei Bachelor-Studiengängen ausfüllen) Betreuer/in der DHfPG: Westphalen, Oliver Ort und Tag der Einreichung: Wertheim, 28.08.2013
  2. 2. 2/53 Inhaltsverzeichnis 1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG........................................... 5 1.1 Erkenntnis Ausdauerdiagnostik .................................................................................5 1.2 Aktualität der Trainingssteuerung .............................................................................5 2 ZIELSETZUNG ......................................................................................... 6 3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND ................................................ 6 3.1 Prozess der Energiebereitstellung ..............................................................................6 3.2 Überblick zu Leistungsdiagnostikverfahren ..............................................................9 3.2.1 Klassische Spiroergometrie - Einleitung ...................................................................9 3.2.2 Grundlagen der Physiologie....................................................................................10 3.3 Darstellung der Inhalte des Konzeptes von aeroscan®............................................11 3.3.1 Technisch-wissenschaftliche Basis .........................................................................11 3.3.2 Testdurchführung ...................................................................................................12 3.3.3 Testauswertung ......................................................................................................13 3.3.4 Bestimmung der Trainingsbereiche .........................................................................14 3.4 Trainingsmethoden für das Ausdauertraining .........................................................15 3.4.1 Klassisches Ausdauertraining nach der Dauermethode ............................................15 3.4.2 Die Intervallmethode ..............................................................................................16 3.5 Risikofaktoren bei Überbelastung ............................................................................18 4 METHODIK............................................................................................. 19 4.1 Studienaufbau ...........................................................................................................19 4.1.1 Probandenauswahl ..................................................................................................19 4.1.2 Diagnosedaten........................................................................................................21 4.1.3 Bewertung der Diagnosedaten anhand wissenschaftlicher Normwerte .....................22 4.1.4 Darstellung der Trainingsprogramme beider Gruppen .............................................24 4.1.5 Testungen...............................................................................................................25
  3. 3. 3/53 5 ERGEBNISSE .......................................................................................... 26 5.1 Auswertung der Daten der Fettstoffwechselgruppe .................................................26 5.2 Veränderung der Trainingsbereiche ........................................................................28 5.3 Auswertung der Daten der Intervallgruppe .............................................................30 5.4 Hypothesenaufstellung..............................................................................................33 5.4.1 Hypothese 1 - Körperfett ........................................................................................34 5.4.2 Hypothese 2 - Ruheherzfrequenz ............................................................................34 5.4.3 Hypothese 3 - maximale Sauerstoffaufnahme ..........................................................34 5.4.4 Hypothese 4 - Ruheumsatz .....................................................................................35 5.4.5 Hypothese 5 - Anaerobe Schwelle...........................................................................35 5.4.6 Hypothese 6 - TB 1 und TB 2 Bereich ....................................................................36 5.5 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse ................................37 6 DISKUSSION........................................................................................... 41 6.1 Kritische Betrachtung der Datenauswertung ...........................................................41 6.2 Einflussfaktoren .......................................................................................................42 6.3 Wahl des Ausdauergerätes .......................................................................................42 6.4 Kosten .......................................................................................................................43 7 ZUSAMMENFASSUNG .......................................................................... 44 8 LITERATURVERZEICHNIS ................................................................. 45 9 ABBILDUNGS-, TABELLEN-, ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ......... 46 9.1 Abbildungsverzeichnis ..............................................................................................46 9.2 Tabellenverzeichnis ..................................................................................................47 9.3 Abkürzungsverzeichnis.............................................................................................48
  4. 4. 4/53 ANHANG......................................................................................................... 49 Anhang 1: Protokoll für das Ausdauertraining für Probanden ...........................................49 Anhang 2: Abbildung von unveröffentlichten Quellen .........................................................50 Anhang 3: Beispielhafte Auswertung - Selbstversuch ..........................................................51 Anhang 4: Selbständigkeitserklärung ...................................................................................52 Anhang 5: Beispiel Trainingsplan ........................................................................................53
  5. 5. 5/53 1 Einleitung und Problemstellung 1.1 Erkenntnis Ausdauerdiagnostik Erreichen die Menschen in Fitnessanlagen die erhofften Ziele? Die Erfolgsquoten der Mitglieder liegen bei ca. 5 bis 10%. Hier stellt sich die Frage was Fitnessan- lagen zur Erfolgsunterstützung ihrer Mitglieder leisten (vgl. GOTTLOB, 2007, S. 162). Nur wenige Anlagen scheinen ihr eigentliches Produkt, das Fitnesstraining, zu vermarkten. In fast jeder Sportzeitschrift wird über die Leistungsfähigkeit berichtet. Doch welche Testverfahren lassen seriöse Aussagen zum aktuellen Trainingszustand zu? Qualitativ hochwertige Ausdauertests ermitteln die Trainingszonen um ge- sund zu trainieren und die passende Ausdauermethode zielorientiert zu wählen (vgl. SANDIG, D.: Ausdauerdiagnostik. In: Sportexperten Report, 2013, S. 1). 1.2 Aktualität der Trainingssteuerung Da auch das intensive Intervalltraining eine vermehrte Aufmerksamkeit im ge- sundheitsorientierten Fitnesstraining erfahren hat, soll mit dieser Arbeit unter- sucht werden, wie anhand der Atemgasanalyse (aeroscan®) verwertbare und hand- feste Ergebnisse zur Trainingssteuerung genutzt werden können, um die Trainingseffek- te zwischen Intervalltraining und dem klassischen Ausdauertraining nach der Dauerme- thode zu vergleichen. Welche Auswirkung bringt eine Intensivierung des Ausdauertrainings mit sich. Nament- lich maskiert unter dem Anglizismus HIIT (High Intensity Interval Training) bei dem nahezu maximale Intensitäten erreicht werden (vgl. PREUSS, P.: Intervalltraining. In: trainer’s digest, 2012, S. 21).
  6. 6. 6/53 2 Zielsetzung Um genaue Daten erheben zu können und beide Methoden zu vergleichen, muss die Leistungsdiagnostik anhand exakter Messtechniken durchgeführt werden. Der aeroscan® liefert die Basis für effiziente Testungen. Ebenfalls können Phasen der Leistungssteigerung oder der Stagnation analysiert werden. Aus dem bestehenden Mitgliederstamm werden 20 Personen herangezogen. Die Teilnehmer/-innen absolvieren drei Trainingseinheiten pro Woche mit einer Dauer von 45 Minuten, über einen Zeitraum von acht Wochen. Somit sollen prospektiv die Veränderungen verschiedener Daten evaluiert werden und vor allem ein Vergleich beider Trainingsmethoden durchgeführt werden. Die Auswertung soll ferner zur Trainingssteuerung dienen, um irrtümliche Zeitein- schätzungen zur Zielerreichung zu vermeiden und durch effizientes Ausdauer- training optimale Ergebnisse zu erzielen. Das Intervalltraining wird in der Wissenschaft vor allem für trainierte Ausdauer- sportler zur Leistungssteigerung verwendet, dies ist Grund genug sich mit den Formen und Varianten zu beschäftigen, Neues zu erforschen und „leere“ Einhei- ten zu vermeiden. 3 Gegenwärtiger Kenntnisstand 3.1 Prozess der Energiebereitstellung Alle körperlichen Aktivitäten erfordern Energie. Durch Spaltung der Nahrungs- bestandteile werden als Energiequelle nutzbare Verbindungen freigesetzt wie z.B. das wichtige ATP (Adenosintriphosphat).
  7. 7. 7/53 In der Muskelzelle ist ATP in sehr geringen Mengen vorhanden und sichert dort die „Grundversorgung“. Bei Belastung ist diese Energiequelle schnell erschöpft. Der Körper benötigt neues ATP, wobei ihm drei Wege zur Verfügung stehen: 1. Gespeicherte Phosphate Liefern sehr schnell Energie, die jedoch nur für kurze Belastungen reicht. Diese Form der Energiegewinnung, bei der kein Sauerstoff benötigt oder kein Laktat gebildet wird, spielt im Ausdauersport keine Rolle. 2. Spaltung von Zucker (Glykolyse) Liefern ebenfalls relativ schnell Energie unter Bildung von Laktat. Sauer- stoff wird dabei nicht benötigt („anaerober“ Stoffwechsel). Laktat gelangt aus der Muskulatur ins Blut. Durch eine steigende Laktatkonzentration tritt eine Übersäuerung der Muskelzellen ein, die zur Ermüdung führt und die Dauer der Belastung begrenzt. Der Körper schützt sich vor anhaltender Überbelastung. 3. Verbrennung von Zucker/Fetten mit Sauerstoff Die Verbrennung erfolgt „aerob“. Die Oxidation von Zucker liefert dabei schneller Energie als die Fettverbrennung. Bei den meisten Sportarten lau- fen Zucker- und Fettverwertung parallel ab, jedoch mit unterschiedlichen Anteilen (vgl. KUSCH/NUESSER, 2008, S. 4, 5). Tab. 1: Die ATP-Resynthese im Überblick (vgl. ALBERS/ISRAEL, 2010, S. 203). Energiebereitstellung Ort Energieträger Dauer anaerob Zytoplasma ATP, KrP 3 – 20 Sekunden anaerob Zytoplasma Glukose 20 – 120 Sekunden aerob Mitochondrien Glukose 2 – 60 Minuten aerob Mitochondrien Fette ab 60 Minuten
  8. 8. 8/53 Je niedriger und länger die Belastung, umso höher ist der Anteil der Fettverbren- nung. Mit steigender Intensität nimmt er ab. Der Anteil der Fettverbrennung an der aeroben Energiegewinnung ist abhängig vom Trainingszustand. Gut Ausdau- ertrainierte haben bei gleicher relativer Belastungsintensität eine höhere Verwer- tung der Fettsäuren als weniger trainierte Personen. Bei zu hohen Belastungsin- tensitäten kann der hohe Energiebedarf durch Zucker nicht mehr gedeckt werden und es kommt zur Unterzuckerung (vgl. KUSCH/NUESSER, 2008, S. 6). Entscheidend für die Ausdauerleistung ist demnach die effektive Nutzung des aeroben Stoffwechsels, d.h. der Zucker- und Fettverbrennung unter Beteiligung von Sauerstoff. Eiweiße unterstützen die Regeneration der Muskelzellen, spielen im Energiestoffwechsel jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Je höher die aero- be Verbrennung umso weniger muss der anaerobe Stoffwechsel unter Bildung von Laktat zu Hilfe genommen werden. Dadurch kann der Körper mehr Leistung erbringen, ohne zu hohe Laktatkonzentrationen zu produzieren. Abb. 1: Auswirkung von Laktat (Eigene Darstellung). Der Prozess der Energiegewinnung findet dabei in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Muskelzelle, statt. Durch optimales Training kann die Anzahl der Mitochondrien erhöht und damit die Effizienz der Energiebereitstellung deut- lich gesteigert werden. Ziel beim Ausdauertraining ist es eine möglichst lange Energiebereitstellung aus den unerschöpflich zur Verfügung stehenden Fettreserven zu schaffen, da die Vorräte an Zuckern sind begrenzt (vgl. KUSCH/NUESSER, 2008, S. 5,6). Zu hohe Laktatkonzentration Übersäuerung Ermüdung
  9. 9. 9/53 3.2 Überblick zu Leistungsdiagnostikverfahren 3.2.1 Klassische Spiroergometrie - Einleitung „Die Spiroergometrie ist ein Verfahren, mit dem sich qualitativ und quantitativ Reaktionen von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel während muskulärer Arbeit sowie die kardiopulmonale Belastbarkeit beurteilen lassen“ (WONISCH et al., 2003). Die Grenzen der Leistungsfähigkeit lassen sich anhand der Atemstromstärke, Sauer- stoffaufnahme, Kohlenstoffdioxidabgabe und Herzfrequenz messen. Die maximale Sauerstoffaufnahme ( ) definiert das obere Limit und gilt als objektives Maß der körperlichen Leistungsfähigkeit. Das Atemminutenvolumen (Ventilation ) setzt sich aus der Atemfrequenz und dem Atemzugvolumen (Tidalvolumen ) zusammen. Diese wichtigen Größen werden in der Medizin herangezogen um Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder verringerte Atemeffizienz zu ermitteln (vgl. WONISCH et al., Spiroergometrie in der Kardiologie. In: Journal für Kar- diologie, 2003, S. 10). Das Messverfahren wird über eine Atemmaske bei kontinuierlich ansteigender Belastung analysiert, dabei werden drei Messsignale aufgezeichnet:  Sauerstofffratkion der ausgeatmeten Luft  Kohlendioxidfraktion der ausgeatmeten Luft  Volumen der ausgeatmeten Luft Gemeinsam mit der Herzfrequenz können aus diesen drei Variablen weitere aussage- kräftige Parameter berechnet werden. Bei modernen Geräten werden diese Messgrößen bei jedem Atemzug mittels schneller Analysatoren gemessen und mit einer speziellen Software verarbeitet.
  10. 10. 10/53 3.2.2 Grundlagen der Physiologie Bei starker Belastung steht der Körper unter Stress. Bei einem Ausbelastungstest auf dem Ergometer erfordert es große Anstrengungen des gesamten kardiopul- monalen Systems. Tab. 2: Definition Kardiopulmonale System (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 23) Das kardiopulmonale System Zusammenwirken von Atem- und Herz-Kreislauf-System, um die Sauerstoffver- sorgung des Körpers gewährleisten zu können. Durch diese Ausbelastung kann die Leistungsfähigkeit bei einem gesunden Men- schen ermittelt werden. Außerdem können funktionelle Reserven bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen festgestellt werden. Die Standardmessgröße der aeroben Leistungsfähigkeit ist die Sauerstoffaufnah- me bei Maximalbelastung ( ) (vgl. KEUL et al., 2000). Definition: „Die maximale Sauerstoffaufnahme repräsentiert die maximale Leistungsfähigkeit der sauerstoffaufnehmenden, sauerstofftransportierenden und sauerstoffverwertenden Teil- systeme im Körper“ (NEUMANN et al., 2007, S.71). Mit anderen Worten: Die Sauerstoffmenge, die bei schwerer dynamischer körper- licher Arbeit großer Muskelgruppen maximal pro Minute aufgenommen werden kann (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 23). Das Verfahren der Spiroergometrie ist für die Gesundheits- und Fitnessbranche langfristig gesehen zu teuer und aufwändig.
  11. 11. 11/53 3.3 Darstellung der Inhalte des Konzeptes von aeroscan® 3.3.1 Technisch-wissenschaftliche Basis Der aeroman® professional ist mit seinem technischen Kern, d.h. in der verwendeten Sensorik und Messtechnik, seit 5 Jahren im Weltmarkt etabliert. Diese Technologie wird von mehreren Herstellern von klinischen Spiroergometriesystemen erfolgreich eingesetzt und wurde so innerhalb der Spiroergometriegeräte nach deutschen (MPG) und amerikanischen (FDA) Medizinproduktgesetzen zugelassen. Der Unterschied zur Spiroergometrie liegt in der Auswertung und den Kosten für die Gerätschaft. Die Rohdaten werden durch eine Software zur Bestimmung der individuellen Trainingsbereiche des Sportlers genutzt. Allerdings nutzen die kli- nischen Geräte Daten zur Diagnostik von Krankheiten. Dieser Fitness-Check auf Basis der Atemgasanalyse kann in weniger als zehn Minuten durchgeführt werden. Ziel ist es, die individuelle Fett- und Kohlenhyd- ratverbrennung des Studiokunden bei moderater Belastung zu ermitteln. Zur Bedienung des Geräts steht eine PC-Anwendung zur Verfügung (vgl. HEINEN, A.: pressemitteilung. In: aerolution® mediaservice, 2010). Abb. 2: Lieferumfang aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolution® Handbuch Version 07/2012.
  12. 12. 12/53 3.3.2 Testdurchführung Damit der Test zuverlässige und vergleichbare Ergebnisse liefert ist es notwen- dig, dass sich der Kunde auf den Test vorbereitet. Voraussetzung: „Checkliste vor dem Test“ Tab. 3: Checkliste vor dem Test (vgl. aerolution® Handbuch Version 07/2012). Checkliste vor dem aeroscan Mit den folgenden Fragen prüfen Sie, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um mit dem aeroscan verwertbare Testergebnisse zu erhalten. Vor dem aeroscan Liegt der letzte Wettkampf mindestens vier Tage zurück? Haben Sie gestern eine Trainingspause eingelegt oder sich nur wenig körperlich belastet? Haben Sie gestern kohlenhydratreiche Speisen zu sich genommen? (z.B. Brot, Reis, Teigwaren) Am Testtag Sind Sie ausgeruht und haben sich heute nicht körperlich belastet? Haben Sie heute ausreichend Wasser getrunken? Haben Sie heute gut und ausgewogen gefrühstückt? Haben Sie heute im weiteren Tagesverlauf auf kohlenhydratreiche Nahrung (z.B. Energieriegel) verzich- tet? Haben Sie in den letzten beiden Stunden auf Nahrung und Getränke (außer Wasser) verzichtet? Nur wenn Sie am Testtag alle Fragen mit JA beantworten, kann der aeroscan beginnen. Andernfalls liefert der Test keine verwertbaren Ergebnisse.  Geschlecht, Geburtsdatum, Größe und Gewicht eingeben  Ausdauergerät auswählen  Atemeinheit für jeden Probanden individuell einstellen  Ruhemessung im Sitzen – Atemeinheit aufsetzen und durch das Mund- stück atmen lassen (Ruheumsatz ermitteln)  Nach Abschluss der Ruhemessung wird die Schaltfläche für „Belastung starten“ freigegeben  Startbelastung am Ausdauergerät eingeben  Jede Stufe dauert 90 Sekunden (60 Sekunden ohne Atemeinheit)  Test kann beendet werden, wenn keine Fettverbrennung mehr messbar ist  Testverlauf wird grafisch dargestellt und die Trainingsbereiche automa- tisch bestimmt
  13. 13. 13/53 3.3.3 Testauswertung Folgende Parameter werden automatisch durch die Softwarte ausgewertet: Abb. 3: Legende aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolution® Handbuch Version 07/2012. Abb. 4: Screenshot grafische Auswertung aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolu- tion® Handbuch Version 07/2012. Es stehen drei vertikale Achsen für die folgenden Parameter zur Verfügung:  Energieumsatz in kcal/h für Kalorienverbrauch, abs. Fettverbrennung und abs. Kohlenhydratverbrennung  Anteil in % für rel. Fettstoffwechsel und rel. Kohlenhydratstoffwechsel  Herzfrequenz in Schlägen pro Minute
  14. 14. 14/53 3.3.4 Bestimmung der Trainingsbereiche Prinzipiell werden im Ausdauersport vier Kerntrainingsbereiche unterschieden (ZANTL&EISENHUT et al., 2001). 1. Regenerations- und Kompensationsbereich (REKOM) 2. Grundlagenausdauerbereich 1 (GA1) 3. Grundlagenausdauerbereich 2 (GA2) 4. Wettkampfspezifische Ausdauer (WSA) (modifiziert nach Aeroscan®) REG – Regenerationsbereich Dieser Bereich ist gekennzeichnet durch eine sehr niedrige Belastungsintensität. Das Training findet ausschließlich in aerober Stoffwechsellage statt. Es fördert die aktive Regenration nach vorangegangenen intensiven Trainingseinheiten. TB 1 – Grundlagenbereich Das extensive Grundlagentraining mit niedriger Intensität dient der Verbesserung des aeroben Energiestoffwechsels. Die individuelle Fettverbrennung ist in diesem Bereich hoch. TB 2 – Aufbaubereich Das intensive Grundlagentraining mit höherer Intensität dient der Verbesserung der aeroben Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufs-Systems. Es erfolgt der Übergang zur intensiven Kohlenhydratverbrennung. TB 3 – Wettkampf/Spitzenbereich In diesem sehr intensiven Trainingsbereich erfolgt der Übergang zur anaeroben Energiebereitstellung. Es erfolgt Intervalltraining oder Tempotraining.
  15. 15. 15/53 Dauermethode und ihre Varianten Kontinuierliche Dauermethode Intensive Dauermethode Extensive Dauermethode Variable Dauermethode 3.4 Trainingsmethoden für das Ausdauertraining Es gibt verschiedene Ausdauerformen die sich in Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitausdauer einteilen lassen. Von größter gesundheitlicher Bedeutung ist die Langzeitausdauer, die über 30 Minuten geht. Außerdem unterscheidet man zwischen aerober und anaerober Ausdauer. „Aer“ kommt aus dem Griechischen und heißt „Luft“, wobei in der Sportmedizin Sauerstoff gemeint ist. Bei einer aeroben Leistung ist Sauerstoff vorhanden. Bei der anaeroben Ausdauer ist die Belastung so intensiv, dass man in Sauerstoff- mangel gerät (vgl. KONOPKA, 2005, S.56). 3.4.1 Klassisches Ausdauertraining nach der Dauermethode Die Dauermethode stellt die Basismethode im Gesundheitssport dar. Dabei wird ein ununterbrochenes Training über einen längeren Zeitraum im aeroben Bereich durchgeführt. Durch die konstante Energiebereitstellung erfolgt eine Verbesserung der aeroben Kapazität und somit eine Erweiterung der Grundlagenausdauer (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 166). Die Dauermethode wird in verschiedene Varianten eingeteilt, die je nach Trai- ningsziel eingesetzt werden. Abb. 5: Die Dauermethode und ihre Varianten (eigene Darstellung).
  16. 16. 16/53 Die extensive Dauermethode ist gekennzeichnet durch eine geringe Belastungsin- tensität in Verbindung mit einer relativ langen Belastungsdauer. Im Gegensatz dazu besteht die intensive Dauermethode aus höherer Intensität und kürzeren Einheiten. Die variable Methode stellt dabei eine Mischform aus beiden Formen dar. Es besteht ein systematisches Wechselspiel zwischen hohen und niedrigen Intensitäten. Dies geschieht durch Wechsel von Laufgeschwindigkeit, Trittge- schwindigkeit oder Veränderung der Wattleistung. Kontrollgröße ist in jedem Fall die Herzfrequenz. 3.4.2 Die Intervallmethode Die Intervallmethode wurde entwickelt um die Leistungsfähigkeit zu steigern. Dabei liegt die Belastung an oder oberhalb der anaeroben Schwelle. Die Laktat- produktion ist an diesem Punkt sehr hoch, wodurch die Belastung nur über einen kurzen Zeitraum aufrechterhalten werden. Um eine möglichst lange Trainings- einheit durchführen zu können wird zwischen den Intervallen eine lohnende Pau- se durchgeführt. Diese können unterschiedlich lange ausfallen. Ein wesentliches Merkmal ist, dass es auch während der Entlastungsphase zu keiner vollständigen Erholung kommt. Auch die Intervallmethode wird in zwei Varianten eingeteilt: Abb. 6: Die Intervallmethode und ihre Varianten (vgl. ZINTL&EISENHUT, 2001). Intervallmethoden Extensive Intervallmethode Intensive Intervallmethode
  17. 17. 17/53 Der Unterschied zwischen beiden Methoden liegt in der Dauer der Intensität und der Pausen. Die extensive Intervallmethode besteht aus geringer Belastungsinten- sität und kürzeren Pausen. Die intensive Intervallmethode dagegen aus höheren Belastungen und längeren Pausen, um eine Übersäuerung zu vermeiden. Bezogen auf die Dauer der Intervalle gibt es Unterschiede zwischen Kurzzeitin- tervallen (20-40sec), Mittelzeitintervallen (60-90sec) und Langzeitintervallen (3- 8min) (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 175). Beim Intervalltraining wird zudem die Muskulatur, Schnelligkeit und Laktattole- ranz trainiert. Das Training dient zur Verbesserung der max. Sauerstoffaufnahme und zur Vergrößerung der Glykogendepots. Die maximale Sauerstoffaufnahme ist das Bruttokriterium der maximalen Ausdauerleistungsfähigkeit. Viele Faktoren beeinflussen dieses Kriterium wie zum Beispiel der Ausdauertrainingszustand der Muskulatur mit genügend Mitochondrien, rotem Muskelfarbstoff und einer guten Funktion der Enzyme, die den Energiestoffwechsel gewährleisten (vgl. KONOPKA, 2005, S.57). Bei diesen hochintensiven Belastungen wird mit maximaler (90%-100% der ma- ximalen Laufgeschwindigkeit, Herzfrequenz oder Sauerstoffaufnahme) und sup- ramaximaler Belastungsintensität gearbeitet (vgl. HULLA, 2003). Die maximale Sauerstoffaufnahme von Männern und Frauen nimmt im Laufe des Lebens kontinuierlich ab. Durch ein richtig dosiertes Ausdauertraining kann man diesen biologischen Alterungsprozess wieder weit rückgängig machen. Tab. 4: Absolut- und Relativwerte der (nach HOLLMANN&HETTINGER et al, 2000). Absolutwerte Relativwerte Untrainierte Frauen 2-2,5 l/min 35-40 ml/kg/min Untrainierte Männer 3-3,5 l/min 40-45 ml/kg/min Hochtrainierte Frauen 4-5 l/min 65-75 ml/kg/min Hochtrainierte Männer 6-7 l/min 80-90 ml/kg/min
  18. 18. 18/53 3.5 Risikofaktoren bei Überbelastung Durch eine falsche Dosierung des Ausdauertrainings kann es häufig zu Überbe- lastungen oder auch einem Übertraining kommen. Dabei wird die Regenerations- fähigkeit in den Erholungsphasen überfordert. Es kommt zu einer Stagnation im Trainingsprozess welches zu einer monatelan- ger Leistungseinschränkung führen kann. Außerdem wird das Immunsystem an- gegriffen und hormonelle Probleme können auftreten. Deshalb sollten folgende Warnsignale ernst genommen werden:  Erhöhter Morgenpuls  Lymphknotenschwellung  Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit  Infekte und Erkältungen  Fehlender linearer Pulsanstieg bei Belastung  Depression  Müdigkeit  Gesteigertes Belastungsempfinden  Verzögerte Erholung nach dem Training  Leistungsabfall (vgl. HULLA, 2003) Folgende Risikogruppen sollten besonders darauf achten:  Internistische/Orthopädische Erkrankungen  Adipositas  Fettstoffwechselstörungen  Arterielle Hypertonie  Diabetes mellitus Typ 2  Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung  Koronare Herzkrankheit
  19. 19. 19/53 4 Methodik 4.1 Studienaufbau 4.1.1 Probandenauswahl Aus dem bestehenden Mitgliederstamm werden 20 Personen für die Studie aus- gewählt. Insgesamt 6 Männer im Alter von 21–60 Jahren und 14 Frauen im Alter von 21 – 41 Jahren. Die Probanden werden unabhängig von Geschlecht in zwei 10er Gruppen aufgeteilt wobei mögliche Risikofaktoren anhand eines Eingangs- fragebogens berücksichtigt werden. Tab. 5: Eingangsfragebogen (vgl. aerolution® Handbuch Version 07/2012). Eingangsfragebogen Persönliches Name: Größe (in cm): Gewicht (in kg): Geburtsdatum: Alter: Sportaktivitäten Welche Sportarten / welche sportlichen Aktivitäten betreiben Sie seit mindestens 6 Monaten regelmäßig (mindestens 1 x pro Woche) mit wie vielen Stunden pro Woche? Mit welchem Trainingspuls (Schläge/Minute) haben Sie im Durchschnitt Ihr Ausdauertraining absolviert (bitte ankreuzen)? weiß nicht 110 – 125 125 – 140 140 – 155 > 155 Wie schätzen Sie Ihre derzeitige Leistungsfähigkeit ein? ungenügend mangelhaft ausreichend befriedigend gut sehr gut Geben Sie bitte an, wie lange Sie welche sportlichen Aktivitäten in einer Woche aktuell durchführen. Beispiel: Montag, Spinning, 60 min. oder Mittwoch, Jogging, 45 min. Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
  20. 20. 20/53 Sportmedizinische Angaben Haben Sie chronische oder akute gesundheitliche Probleme? Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Orthopädische Probleme: Stoffwechsel-Erkrankungen: Sonstige: Bemerkung zu Erkrankungen: Nehmen Sie regelmäßig Medikamente? Nein Ja, folgende Medikamente: Sportliche Ziele Haftungsausschluss-Erklärung Hiermit erkläre ich, dass ich freiwillig an einer leistungsdiagnostischen Untersuchung, dem aeroscan, teilnehme. Ich erkläre mich einverstanden, dass im Rahmen der Leistungsdiagnostik eine Atemgasanalyse durchgeführt wird. Die maximale Belastung wäh- rend der Untersuchung unterliegt meiner freien Entscheidung und wird nicht vom Untersuchungsleiter vorgegeben. Ich kann jederzeit die Untersuchung abbrechen. Ich bin über die theoretisch denkbaren negativen gesundheitlichen Folgen eines maximalen Ausbelastungstests (z. B. Übelkeit, Kollaps, Herz-Kreislauf-Stillstand) aufgeklärt worden. Zur Trainingsplanung ist eine maximale Ausbelastung nicht zwingend notwendig. Außerdem bestätige ich, dass meinerseits keine medizinischen Einwände (z. B. Herz-/ Kreislauferkrankungen, akute Infekte etc.) gegen eine Ausbelastung bestehen und ich zurzeit keine Medikamente einnehme, die meine sportliche Leistungsfähigkeit beein- flussen oder eine Gefahr im Zusammenhang mit der Leistungsdiagnostik darstellen könnten. Die Teilnahme an der Leistungsdiagnostik erfolgt auf eigene Verantwortung! Für eventuelle Schäden an meiner Person, Gesundheit, Eigentum oder anderen Dingen werde ich zu keiner Zeit Ansprüche stellen. Ich wünsche eine maximale Ausbelastung: ja/nein Datum Unterschrift Der Eingangsfragebogen dient zur Aufteilung in die jeweilige Studiengruppe. Zehn Personen führen das klassische Ausdauertraining nach der Dauermethode durch und die anderen zehn Probanden die Intervallmethode. Wobei die Zielset- zung und die sportmedizinischen Angaben als Hauptkriterium verwendet werden. Ausschlusskriterium für das Intervalltraining sind neben Bluthochdruck (Hyper- tonie) auch erhöhter Stress, Diabetes, Schlafstörungen, Metabolische Syndrom, Gereiztheit, Depressionen, Herz-Kreislaufstörungen und einige Medikamente. Die Dauermethode kann von jedem gesunden Menschen durchgeführt werden außer es bestehen orthopädische Einschränkungen, die ein Ausdauertraining auf dem Laufband, Fahrrad, Rudergerät oder Crosstrainer nicht zulassen. Neben dem Eingangsfragebogen werden zusätzlich weitere Testungen durchge- führt, die anschließend auch für die Auswertungen ausschlaggebend sind. Der Proband trägt die eigene Verantwortung und ist sich im Klaren drei Einheiten in der Woche (45 Minuten) durchzuführen. Der Ausdauertest kann nur durchgeführt werden, wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen bestehen.
  21. 21. 21/53 4.1.2 Diagnosedaten Tab. 6: Diagnosedaten der Probanden Blutdruck (gemessen am linken Handgelenk mit RIVATEST®medistar)  Gemessen bei körperlicher und seelischer Ruhe im Sitzen  Nicht sprechen und Beine ne- beneinander stellen  Handgelenk muss sich in Herz- höhe befinden Körperfettmessung (gemessen am Messpunkt Bizeps mit FUTREX® Modell 6100/XL Body Composition Analyzer)  Patentierte Nah-Infrarotlicht Technologie  Messung des Gesamtkörperfett- anteils am Bizeps anhand „Biceps Locator“  Messbereich 3% bis 45% (vgl. VicMedic Systems GmbH Ge- brauchsanleitung, Version 10, 2004) BMI (Body Mass Index) ( : )  Einstufung des derzeitigen Ge- sundheitsrisikos Ruheherzfrequenz (Messung im Sitzen mit Pulsgurt von Polar Bluetooth Empfänger)  Beurteilung des Ausdauerleis- tungszustandes  Tagespuls liegt 5-10 Schläge höher (vgl. WEINECK, 2003, S.50) Für Herzkranke ist eine Sportausübung mit Schnellkraft und Schnelligkeitsantei- len nachteilig. Die Belastungshöhe richtet sich nach der Pulszahl. Diese soll nicht höher als 180 minus Alter liegen. Ein Pulsschlag über 160 pro Minute bringt kei- ne zusätzlich positiven Wirkungen auf das Herz. Werden Betablocker eingenommen, reduziert sich die maximale Höhe nochmals um 20 Schläge. Die Überforderung ist genauso schädlich wie die Unterforderung (vgl. MAIER, 1998, S. 364).
  22. 22. 22/53 4.1.3 Bewertung der Diagnosedaten anhand wissenschaftlicher Normwerte Tab. 7: Klassifikation der Blutdruckwerte (vgl. ISRAEL/ALBERS, 2010, S. 254). Wertung Systolischer Blutdruck Diastolischer Blutdruck Normotonie optimal < 120 mm Hg < 80 mm Hg normal < 130 mm Hg < 85 mm Hg hochnormal 130 – 139 mm Hg 85 – 89 mm Hg Hypertonie Stufe 1 140 – 159 mm Hg 90 – 99 mm Hg Stufe 2 160 – 179 mm Hg 100 – 109 mm Hg Stufe 3 > 180 mm Hg > 110 mm Hg Tab. 8: Bewertung des Körperfettanteils bei Frauen (vgl. VicMedic Systems GmbH Gebrauchs- anleitung, Version 10, 2004). FRAUEN Alter Exzellent Gut Normal Erhöht 20-24 < 18,8 18,9-19,9 20,0-25,0 > 25,1 25-29 < 19,2 19,3-22,1 22,2-25,4 > 25,5 30-34 < 19,7 19,8-22,7 22,8-26,4 > 26,5 35-39 < 21,0 21,1-24,0 24,1-27,7 > 27,8 40-44 < 22,6 22,7-25,6 25,7-29,3 > 29,4 45-49 < 24,2 24,3-27,3 27,4-30,9 > 31,0 50-54 < 25,8 25,9-28,9 29,0-32,3 > 32,4 55-59 < 27,0 27,1-30,2 30,3-33,5 > 33,6 60+ < 27,6 27,7-30,9 31,0-34,2 > 34,3
  23. 23. 23/53 Tab. 9: Bewertung des Körperfettanteils bei Männer (vgl. VicMedic Systems GmbH Gebrauchs- anleitung, Version 10, 2004). MÄNNER Alter Exzellent Gut Normal Erhöht 20-24 < 10,8 10,9-14,9 15,0-19,0 > 19,1 25-29 < 12,8 12,9-16,5 16,6-20,3 > 20,4 30-34 < 14,5 14,6-18,0 18,1-21,5 > 21,6 35-39 < 16,1 16,2-19,3 19,4-22,6 > 22,7 40-44 < 17,5 17,6-20,5 20,6-23,5 > 23,6 45-49 < 18,6 18,7-21,5 21,6-24,4 > 24,5 50-54 < 19,5 19,6-22,3 22,4-25,2 > 25,3 55-59 < 20,0 20,1-22,9 23,0-25,9 > 26,0 60+ < 20,3 20,4-23,4 23,5-26,3 > 26,4 Tab. 10: Klassifizierung des Body-Mass-Index (vgl. LUPPA et al., 2010, S. 172). Klasse BMI ( : ) Untergewicht < 18,5 Normalgewicht 18,5 – 24,9 Übergewicht 25,0 – 29,9 Adipositas Grad 1 30,0 – 34,9 Adipositas Grad 2 35,0 – 39,9 Adipositas Grad 3 > 40,0 Tab. 11: Ruhepuls und Tagespuls (vgl. ALBERS/ISRAEL, 2010, S. 150) Durchschnittsbürger Gut trainierte Sportler 60-80 Schläge pro Minute 50-60 Schläge pro Minute
  24. 24. 24/53 4.1.4 Darstellung der Trainingsprogramme beider Gruppen Tab. 12: Vorstellung der Trainingsprogramme Klassisches Ausdauertraining nach der Dauermethode Ausdauertraining nach der Intervallmethode Das Ausdauertraining erfolgt 8 Wochen und bleibt unverändert, insgesamt müs- sen 80% der 24 Einheiten durchgeführt werden. Vorgesehen sind 3 Einheiten mit jeweils 45 Minuten in der Woche. Die Wahl des Ausdauergerätes ist frei. Trainingseinheit Nr. 1 Trainingseinheit Nr. 2 Trainingseinheit Nr. 3 Trainingseinheit Nr. 1/2/3 Ein Intervall besteht aus 30 Sekunden Belastung mit 90% der und 90 Sekunden lohnende Pause. Die anaero- be Schwelle wird beim Training über- schritten. Die Trainingsbereiche werden für je- den Teilnehmer individuell bestimmt. Die anaerobe Schwelle wird beim Training nicht überschritten. Alle Ein- heiten befinden sich im individuellen Fettstoffwechsel, ermittelt durch Atemgasanalyse. Für die 30 Sekunden Belastung ist ein schnelles Sprinten vorgesehen. In der lohnenden Pause soll die Herzfrequenz wieder in den TB 2 Bereich sinken eventuell sogar in den TB 1. Alle 3 Einheiten sind gleich aufgebaut. Eine Einheit besteht aus 15 Intervallen.
  25. 25. 25/53 4.1.5 Testungen Tab. 13: Checkliste für Testungen Ausdauergerät auswählen 19 der insgesamt 20 Tests wurden auf dem Laufband durchgeführt Laufband Einstiegsbelastung für Trainierte 6 km/h, Steigerung um 1 km/h Einstiegsbelastung für Untrainierte 4 km/h, Steigerung um 0,5 km/h Beim Laufband wird grundsätzlich eine Steigung von 1,0% eingestellt. Nur ein Test wurde auf dem Fahrrad- ergometer durchgeführt Fahrradergometer Einstiegsbelastung 50 Watt Steigerung um 25 Watt Jede Stufe wird 60 Sekunden durchlaufen anschließend muss 30 Sekunden mit der Atemmaske geatmet werden. Bei der Testung ist eine Ausbelastung nicht notwendig. Die anaerobe Schwelle wird ab einem Wert von 1,0 RQ überschritten. Dies gilt als Kriterium für die Testbeendung, außer es besteht der Wunsch auf eine Ausbelastung (s. Eingangsfragebogen). Abb. 7: Die anaerobe Schwelle Als Beispiel beginnt der anaerobe TB3 Bereich hier bei 6,8 km/h (s. Abb. 7). Der Test kann danach beendet werden. Wenn der RQ die 1,0 erreicht besteht eine 100%ige Kohlenhydratverbrennung. Bei einem Wert von 0,7 besteht die Energie- bereitstellung rein aus den Fettsäuren. RQ - Respiratorische Quotient: Parameter zur Bestimmung der Ausdauerleis- tungsfähigkeit. Der Quotient aus Kohlendioxidabgabe und Sauerstoffaufnahme.
  26. 26. 26/53 5 Ergebnisse 5.1 Auswertung der Daten der Fettstoffwechselgruppe Die folgende Tabelle zeigt einen Vorher-Nachher-Vergleich der Parameter Ruhe, , Ruheumsatz und der IAS (Individuelle anaerobe Schwelle) der einzelnen Probanden und soll grob zur Übersicht dienen. Die Daten konnten mit Hilfe der Atemgasanalyse ermittelt werden. Diese Gruppe besteht aus 9 Frauen und einem Mann. Der Altersdurchschnitt liegt bei 32,4 Jahren. Während der Studienzeit wurden keine Änderungen im Verhalten bezogen auf Ernährung, Bewegung etc. vorgenommen. Tab. 14: Individuelle Anpassungsmuster der 10 Teilnehmer nach 8 Wochen Personen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Ruhe Vorher 73 84 79 56 90 68 58 68 70 78 Ruhe Nachher 64 79 74 61 69 70 63 74 82 77 ( )Vorher 1,2l 1,1l 0,9l 1,1l 1,7l 0,8l 1,0l 0,7l 1,0l 1,5l ( )Nachher 1,4l 2,2l 1,8l 2,4l 2,5l 1,6l 2,7l 2,0l 2,6l 1,6l Ruheumsatz Vorher 1250 kcal 990 kcal 1000 kcal 1130 kcal 2290 kcal 690 kcal 1140 kcal 1020 kcal 1090 kcal 1040 kcal Ruheumsatz Nachher 1450 kcal 1980 kcal 1610 kcal 970 kcal 2220 kcal 1860 kcal 2160 kcal 1420 kcal 2380 kcal 1630 kcal IAS – Vorher 111 154 179 169 154 141 170 132 139 129 IAS – Nachher 145 183 170 175 178 152 184 180 148 137 Verbesserung Keine Verbesserung Nicht bestimmbar Abb. 8: Bewertungsfelder 1 (Eigene Darstellung)
  27. 27. 27/53 Im Durchschnitt lag der prozentuale Körperfettanteil der zehn Personen bei 29,7%, bei einer Körpergröße von 167,6 cm. Der Fettanteil hat sich im Verlauf nicht signifikant reduziert und liegt nach der Messung bei 29,51%. Das Körper- gewicht lag durchschnittlich bei 74,67 kg. Bei der nachträglichen Untersuchung wurde keine Veränderung festgestellt. Der Blutdruck lag durchschnittlich bei 125/79 mm Hg und wurde beim Re-Test nicht mehr berücksichtigt. Die Messung wurde aufgrund der kurzen Studiendauer ausgeschlossen. Die Herzfrequenz in Ruhe (im Sitzen zu verschiedenen Tageszeiten) war durch- schnittlich bei 72,4 Schlägen in der Minute. Nach der Testung liegt dieser Wert bei 71,3 Schlägen in der Minute. Die maximale Sauerstoffaufnahme betrug im Durchschnitt 1,1l/min. Dieser Wert verbesserte sich bei allen Probanden und erhöhte sich auf 2,08l/min. Wobei keine Ausbelastung durchgeführt wurde. Der Ruheumsatz lag im Durchschnitt bei 1164 kcal. Er erhöhte sich während der Zeit auf 1768 kcal. Also um 604 kcal. Die anaerobe Schwelle wird mit dem RQ bestimmt. Beträgt der RQ 1.0 und mehr wird diese Schwelle überschritten. Die Herzfrequenz dient als Vergleichswert. Im Durchschnitt wurde die Schwelle ab einer von 147,8 erreicht. Dieser Wert veränderte sich und wird jetzt ab 165,2 bestimmt. Genauer gesagt 17,4 Herz- frequenzschläge später. Somit ist eine verlängerte Energiegewinnung aus den Fettsäuren möglich. Die Kohlenhydratverbrennung beginnt zu einem späteren Zeitpunkt. Ein weiteres Kriterium zur Beurteilung des Ausdauerzustandes und der Leis- tungsverbesserung, ist die Veränderung der verschiedenen Trainingsbereiche. Auf welchen Trainingsbereich wirkt sich das Ausdauertraining nach der Dauer- methode am meisten aus? Erst eine solide Grundlagenausdauer hat Effekte auf weitere leistungssteigernde Mechanismen. Mit welcher Ausdauerform wird sowohl die Grundfitness als auch die spezielle aerobe und anaerobe Fähigkeit entwickelt und aufrechterhalten? Die folgende Tabelle soll zur weiteren Analyse und Aufklärung dienen.
  28. 28. 28/53 5.2 Veränderung der Trainingsbereiche Um eine genaue Verbesserung der Trainingsbereiche zu ermitteln, zeigt die fol- gende Tabelle die Vergleiche der Personen von Test 1 und Test 2. Die Verände- rung der beiden Bereiche TB 1 und TB 2 sind in dem Fall am Wichtigsten. Beispiel: Der grüne Bereich war vorher bei 110 - 112 und hat sich erweitert auf 110 – 136 = Verbesserung um 24 Schläge. Tab. 15: Veränderung der Trainingsbereiche im Vorher-Nachher-Vergleich Person1 Verbesserung von TB 1: 12 Schläge / TB 2: 32 Schläge Die veränderte sich von 145 auf 138 Person2 Verbesserung von TB 1: 19 Schläge / TB 2: 9 Schläge Die veränderte sich von 156 auf 156 Person3 Verbesserung von TB 1: 6 Schläge / Stagnation von TB 2: 13 Schläge Die veränderte sich von 155 auf 136 Person4 Verbesserung von TB 1: 18 Schläge / Stagnation von TB 2: 8 Schläge Die veränderte sich von 129 auf 132
  29. 29. 29/53 Person5 Verbesserung von TB 1: 11 Schläge / TB 2: 6 Schläge Die veränderte sich von 142 auf 152 Person6 Verbesserung von TB 1: 12 Schläge / Stagnation von TB 2: 19 Schläge Die veränderte sich von 129 auf 123 Person7 Stagnation von TB 1: 17 Schläge / Verbesserung von TB 2: 1 Schlag Hier wurde der Regenerationsbereich stark verbessert. Die veränderte sich von 136 auf 144 Person8 Verbesserung von TB 1: 15 Schläge / Stagnation von TB 2: 2 Schläge Die veränderte sich von 113 auf 141 Person9 Verbesserung von TB 1: 13 Schläge / TB 2: 1 Schlag Die veränderte sich von 130 auf 132 Person10 Verbesserung von TB 1: 10 Schläge / TB 2: 2 Schläge Die veränderte sich von 121 auf 117
  30. 30. 30/53 5.3 Auswertung der Daten der Intervallgruppe Diese Gruppe hat ein Intervalltraining durchgeführt und besteht aus 5 Männern und 5 Frauen. Die Einteilung erfolgte zufällig. Der Altersdurchschnitt liegt bei 32,8 Jahren bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 177,2 cm. Während der Studienzeit wurde der normale Alltag durchlebt, somit müssen andere Aktivitäten im Kursbereich, Dauerläufe und Krafttrainingseinheiten berücksichtig werden. Die Personen sind keine Leistungssportler sondern aktive Mitglieder, die 2-3 mal in der Woche Kraft- und Ausdauertraining durchführen. Ein Regenerationstag zwischen den Ausdauereinheiten wurde vorgeschrieben. Tab. 16: Individuelle Anpassungsmuster der 10 Teilnehmer nach 8 Wochen Personen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Ruhe Vorher 54 57 73 59 79 78 53 74 - 66 Ruhe Nachher 62 60 70 46 67 76 54 70 85 91 ( )Vorher 1,0l 2,0l 0,9l 2,6l 0,9l 0,8l 1,2l 1,0l 0,8l 2,9l ( )Nachher 3,5l 2,7l 2,6l 4,1l 2,5l 1,9l 3,8l 2,9l 2,2l 2,8l Ruheumsatz Vorher 1230 kcal 1360 kcal 1130 kcal 1570 kcal 850 kcal 790 kcal 1190 kcal 930 kcal - 1710 kcal Ruheumsatz Nachher 2210 kcal 2040 kcal 2000 kcal 2070 kcal 1680 kcal 1530 kcal 1930 kcal 1850 kcal 2370 kcal 2630 kcal IAS - Vorher 145 157 153 171 169 148 145 175 97 147 IAS – Nachher 156 156 160 169 186 162 150 171 126 155 Verbesserung Keine Verbesserung Nicht bestimmbar Abb. 9: Bewertungsfelder 2 (Eigene Darstellung)
  31. 31. 31/53 Der Körperfettanteil der Intervallgruppe lag im Durchschnitt bei 21,83%. Zu be- rücksichtigen ist dabei der Männeranteil der Stichprobe. Die Nachher-Messung zeigte einen Wert von 20,48%. Dieser Wert veränderte sich um 1,35%. Auch veränderte sich das durchschnittliche Körpergewicht von 77,22 kg auf 76,32 kg. Der Blutdruck lag durchschnittlich bei 125/80 mm Hg und wurde als Parameter ausgeschlossen. Die Veränderung des Blutdruckes lässt sich durch zu viele Stör- größen beeinflussen. Die Herzfrequenz in Ruheposition lag durchschnittlich bei 65,8 Schlägen in der Minute. Der Ruhepuls von Person Nummer 9 konnte nicht bestimmt werden. Die Messung wurde übersprungen, da kein Signal des Pulsgurtes angenommen wer- den konnte. Nach der Messung liegt der Ruhepuls im Durchschnitt bei 68,1 Schlägen in der Minute. Person 10 hatte eine sehr hohe Herzfrequenz (Nervosität etc.). Die maximale Sauerstoffaufnahme lag im Durchschnitt bei 1,41l/min. Dieser Wert verbesserte sich bei fast allen Probanden und erhöhte sich auf 2,9l/min. Auch bei der Intervallgruppe wurde keine Ausbelastung durchgeführt. Der Ruheumsatz lag durchschnittlich bei 1195 kcal. Er erhöhte sich während der Zeit auf 2031 kcal. Also um 836 kcal. Im Durchschnitt wurde die anaerobe Schwelle ab einer von 150,7 erreicht. Dieser Wert veränderte sich und wird jetzt ab 159,1 bestimmt. Genau 8,4 Herzfrequenzschläge später. Bei der Untersuchung der Protokolle kam es zu folgenden Auffälligkeiten. Einige Personen haben alle Einheiten auf dem Laufband durchgeführt. Diese Personen hatten ein „sicheres“ Gefühl bei der zweiten Messung. Die Situation war für die Outdoor Läufer nicht so vertraut. Allein die Steigung von 1,0% hat bei vielen die arbeitende Wadenmuskulatur beeinflusst. Das „Sprinten“ bei einem 30 Sekunden Intervall auf dem Laufband ist schwierig, da es bereits einige Sekunden braucht bis die eingestellte Geschwindigkeit er- reicht wird. Person Nummer 1 konnte sich auf dem Laufband nicht ausbelasten und erreichte selten die 90% der . Grund dafür war die maximale Geschwindigkeit des Laufbandes bei 17 km/h.
  32. 32. 32/53 Tab. 17: Veränderung der Trainingsbereiche im Vorher-Nachher-Vergleich Person1 Verbesserung von TB 1: 5 Schläge / TB 2: 1 Schlag Die veränderte sich von 136 auf 138 Person2 Stagnation von TB 1: 6 Schläge / Verbesserung von TB 2: 14 Schläge Die veränderte sich von 153 auf 144 Person3 Verbesserung von TB 1: 6 Schläge / TB 2: 11 Schläge Die veränderte sich von 143 auf 144 Person4 Verbesserung von TB 1: 8 Schläge / TB 2: 2 Schläge Die veränderte sich von 142 auf 142 Person5 Stagnation von TB 1: 5 Schläge / TB 2: 8 Schläge Die veränderte sich von 146 auf 150 Person6 Verbesserung von TB 1: 7 Schläge / Stagnation von TB 2: 4 Schläge Die veränderte sich von 130 auf 134
  33. 33. 33/53 Person7 Verbesserung von TB 1: 6 Schläge / TB 2: gleich Die veränderte sich von 141 auf 132 Person8 Verbesserung von TB 1: 18 Schläge / Stagnation von TB 2: 1 Schlag Die veränderte sich von 137 auf 134 Person9 Verbesserung von TB 1: 5 Schläge / TB 2: 27 Schläge Die veränderte sich von 127 auf 110 Person10 Verbesserung von TB 1: 8 Schläge / Stagnation von TB 2: 1 Schlag Die veränderte sich von 133 auf 125 5.4 Hypothesenaufstellung 5.4.1 Hypothese 1 Zwischen dem Ausdauertraining nach der Dauermethode und dem IT besteht ein Unterschied bei der Auswirkung auf den Körperfettanteil und das Körpergewicht. Das Ausdauertraining nach der Dauermethode hatte nur einen geringen Einfluss auf die Körperfettveränderung. Die Reduzierung lag im Durchschnitt bei nur 0,19%. Im Gegenteil dazu veränderte sich der Wert bei der IG um 1,35%, dieser Wert ist verhältnismäßig hoch.
  34. 34. 34/53 Bei der zweiten Analyse des Körpergewichtes gab es keinen Unterschied zur ers- ten Messung der FG. Bei der IG kam es zu einer durchschnittlichen Reduzierung von 0,9 kg. Die Geschlechter wurden dabei nicht berücksichtigt. Zur Ermittlung wurde eine standardisierte Waage vor Ort verwendet und die Werte in einer EXCEL Tabelle dokumentiert. 5.4.2 Hypothese 2 Die FG und die IG zeigen unterschiedliche Ergebnisse auf, bezogen auf die Herz- frequenz in Ruhe. Der Unterschied der vorab zu erkennen war, ist die schon sehr niedrige durch- schnittliche Ruheherzfrequenz der IG. Diese liegt vor Studienbeginn bei 65,8 Schlägen in der Minute. Die FG liegt bei 72,4 Schlägen in der Minute. Dieser Unterschied ist auf einen verbesserten Trainingszustand der IG zurückzuführen. Umso niedriger die Ruheherzfrequenz umso besser ist die Leistungsfähigkeit. Fünf Personen der FG haben die Ruheherzfrequenz senken können und zwar um durchschnittlich 8,2 Schläge in der Minute. Insgesamt sechs Teilnehmer der IG konnten durchschnittlich 5 Schläge in der Minute einsparen. Jeder Parameter weist eine Spontanvariabilität auf, die sich aus technischem Messfehler und bio- logischer Schwankung zusammensetzt. 5.4.3 Hypothese 3 Die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme ist beim Ausdauertraining nach der Intervallmethode höher als bei der Dauermethode. Dieser international gebräuchliche Ausdauerkennwert bildet sich aus maximaler Leistung mit maximaler Laufgeschwindigkeit. Da aus Sicherheitsgründen der Probanden eine Ausbelastung nicht durchgeführt wurde, wird die anaerobe Schwelle mit der jeweiligen Sauerstoffaufnahme verwendet.
  35. 35. 35/53 Die maximal erreichten Belastungswerte, die anhand des respiratorischen Quoti- enten ermittelt werden, sind individuell unterschiedlich. Alle Personen der FG haben eine verbesserte maximale Sauerstoffaufnahme er- zielen können. Es erhöhte sich durchschnittlich um 0,98l/min, demnach auf 2,08l/min. Der Effekt auf die Sauerstoffaufnahme ist bei der IG höher. Dieser Wert verbesserte sich im Durchschnitt um 1,5l/min. 5.4.4 Hypothese 4 Zwischen beiden Methoden besteht ein Unterschied bei der Effektivität auf den Ruheumsatz. Die Verbesserung des Umsatzes in Ruhe entsteht durch ein richtig dosiertes Aus- dauertraining. Alle Teilnehmer der IG konnten diesen Umsatz stark erhöhen und zwar um 863 kcal. Auch bei der FG war eine Verbesserung um 604 kcal festzustellen. Durch das intensive AT der IG hat sich der Kalorienverbrauch- und Umsatz stark erhöht. Dabei ist zu beachten, dass Geschlecht, Körpergröße und das Körpergewicht starken Einfluss darauf haben. Männer haben grundsätzlichen einen höheren Ver- brauch. Oftmals wird der Stoffwechsel durch Radikaldiäten, Übertraining, Heiß- hungerattacken und Ähnliches runtergefahren. 5.4.5 Hypothese 5 Das AT nach der DM hat größeren Einfluss auf die anaerobe Schwelle als das AT nach der IM. Die anaerobe Schwelle sollte so spät wie möglich eintreffen. Bei neun der zehn Teilnehmer der FG wurde die Schwelle verschoben. Der RQ wird im Durschnitt 17,4 Schläge später erreicht. Das heißt bei 165 . Dabei stellt sich die Frage mit welcher Geschwindigkeit dieser Wert erreicht wurde.
  36. 36. 36/53 Bei der IG wurde die Schwelle um 8,4 Schläge verschoben und zwar ab 159 . Es wird durchschnittlich bei einer Geschwindigkeit von 9,8 km/h erreicht. Person Nr. 10 wurde bei der Berechnung ausgeschlossen, da die Testung auf dem Fahr- rad durchgeführt wurde. Im Vergleich zur IG erreicht die FG diesen Wert bei einer Geschwindigkeit von 7,88 km/h. Tab. 18: Vergleich von Herzfrequenz und Geschwindigkeit Herzfrequenz Geschwindigkeit FG 165 7,88 IG 159 9,8 Die FG erreicht die anaerobe Schwelle bei einer Hf von durchschnittlich 165, bei einer Geschwindigkeit von 7,88 km/h. Im Vergleich dazu ist die Hf der IG viel niedriger, die Leistung jedoch höher. Somit kann sich die IG mehr belasten, bis zu einer Geschwindigkeit von 9,8 km/h und der Puls bleibt trotzdem relativ nied- rig. 5.4.6 Hypothese 6 Das AT nach der DM hat größeren Einfluss auf den TB 1 und den TB 2 als das AT nach der IM. Die Verbesserung bei der DM im TB 1 Bereich liegt durchschnittlich bei 12,8 Schlägen in der Minute. Nur eine Person hat den TB 1 Bereich nicht erweitert sondern den Regenerationsbereich aufgearbeitet. Der TB 1 Bereich der IG wurde durchschnittlich um 7,8 Schläge erweitert wobei zwei Personen keine Verbesserung vorweisen. Nur sechs Personen der FG haben ihren TB 2 Bereich um durchschnittlich 8,5 Schläge verbessern können. Ebenfalls konnten sechs Personen den TB 2 Bereich der IG erweitern, um 9,3 Schläge.
  37. 37. 37/53 5.5 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse Die folgenden Diagramme veranschaulichen die Ergebnisse und beschreiben die Trainingseffekte der IM im Vergleich zur DM, bezogen auf alle aufgestellten Hypothesen. Welche Ausdauerform erzielt höhere Trainingseffekte der aufgelis- teten Parameter? Das IT hat im Vergleich zur DM eine relativ hohe Auswirkung auf die Re- duzierung des Körperfettanteils. Abb. 10: Diagramm - Körperfettreduktion durch AT Das IT hat im Vergleich zur DM hö- here Effizienz bei der Gewichtsre- duktion. Abb. 11: Diagramm - Gewichtsverlust durch AT 0,19% 1,35% Körperfettanteil Positiver Effekt des IT Körperfettreduktion Dauermethode Intervallmethode 0,90 kg Körpergewicht Positiver Effekt des IT Gewichtsverlust Dauermethode Intervallmethode
  38. 38. 38/53 Die DA hat im Vergleich zur IM höheren Einfluss auf die Herzfre- quenz in Ruheposition. Abb. 12: Diagramm - Herzfrequenz in Ruhe Das IT wirkt sich positiver auf die maximale Sauerstoffaufnahme aus als die DA. Abb. 13: Diagramm - Maximale Sauerstoffaufnahme 8,2 bpm 5 bpm Herzfrequenz in Ruhe Positiver Effekt der DA auf die Ruheherzfrequenz Dauermethode Intervallmethode 0,98l 1,5l Maximale Sauerstoffaufnahme Positiver Effekt des IT auf die VO2max Dauermethode Intervallmethode
  39. 39. 39/53 Der Ruheumsatz der IG erhöhte sich mehr als der Umsatz der Probanden, die ein AT nach der DM durchge- führt haben. Abb. 14: Diagramm - Ruheumsatz Das AT nach der DA erzielte einen größeren Effekt, bezogen auf die anaerobe Schwelle als das AT nach der IM. Abb. 15: Diagramm - anaerobe Schwelle 604 kcall 863 kcall Ruheumsatz Positiver Effekt des IT auf den Ruheumsatz Dauermethode Intervallmethode 604 kcal 863 kcal Ruheumsatz Positiver Effekt des IT auf den Ruheumsatz Dauermethode Intervallmethode 17,4 8,4 Anaerobe Schwelle Positiver Effekt der DA auf die anaerobe Schwelle Dauermethode Intervallmethode
  40. 40. 40/53 Der TB 1 Bereich der DM- Gruppe wurde stark verbessert im Vergleich zu IG. Im Gegensatz konnte die IG den TB 2 Bereich ausweiten. Insgesamt hatte das AT nach der DM bessere Trainingseffekte. Abb. 16: Diagramm - TB 1 und TB 2 Bereich Das AT nach der DM wirkt sich vor allem auf den TB 1 Bereich aus. Dieses Training dient zum Aufbau der Grundlagenausdauer und findet fast nur im Fett- stoffwechsel statt. Dabei wurde auch die anaerobe Schwelle stark verschoben. Zusätzlich konnte eine Verbesserung in Ruhe ermittelt werden. Im Vergleich da- zu hat das IT den größten Effekt, bezogen auf die maximale Sauerstoffaufnahme gehabt. Dieser Wert wird ermittelt um eine Leistungssteigerung festzustellen. Das AT nach der IM hat den TB 2 Bereich gestärkt. Dieser Aufbaubereich dient zur Ökonomisierung des Herzkreislaufsystems und liegt an der Schwelle zum anaeroben TB 3 Beriech. Der Ruheumsatz konnte dabei auch stark erhöht wer- den. Durch das sehr intensive Training konnten die Probanden ebenso Körperge- wicht und Körperfett reduzieren. Um die Auswirkungen auf den Blutdruck zu ermitteln sollte die Studiendauer verlängert werden. Die Messungen schwanken zu stark, um eine genaue Verände- rung innerhalb von 8 Wochen bestätigen zu können. 12,8 8,5 7,8 9,3 TB 1 TB 2 Positiver Effekt des AT auf TB 1 und TB 2 Dauermethode Intervallmethode
  41. 41. 41/53 6 Diskussion 6.1 Kritische Betrachtung der Datenauswertung Körperfettanalyse Körperanalysen sind heute in der Gesundheitsbranche nicht mehr wegzudenken. Die Messung des Körperfettanteils soll eine klare Aussage darüber treffen ob man den Kampf um die Fettverbrennung gewinnt oder verliert. Im Fall der Studie wurde die Nah-Infrarotlicht-Spektroskopie verwendet. Eine Messung der Körper- fettmasse mit Hilfe dieser Methode basiert auf den unterschiedlichen Absorpti- ons- und Reflexionswerten der verschiedenen Gewebetypen. Der Bizeps als Messpunkt wurde durch Studien ermittelt und steht in direkter Korrelation zum Gesamtkörperfettanteil. Das Messprinzip erfordert eine möglichst genaue Mess- punktbestimmung. Bei der Reproduzierbarkeit der Messergebnisse spielt also die Handhabung, der Messdruck und die Gewichts- und Messpunktbestimmung eine entscheidende Rolle. Durch zu viel/zu wenig Licht oder schlechte Verbindung zwischen Lichtstab und Buchse kann die Messung fehlschlagen. Ruhemessung – Störfaktoren Die Ruhemessung dient zur Ermittlung des Ruheumsatzes und des Grundumsat- zes, hierbei wird auch die Herzfrequenz berücksichtigt. Durch äußere Einflüsse wie Stress, Müdigkeit, Wetterbedingung, Tageszeit, Persönliches Empfinden, Geräuschpegel etc. kann dieser Wert stark beeinflusst werden. In so einem Fall kann es zu einem Testabbruch/Überspringen der Ruhemessung kommen. Abb. 17: Ruhemessung mit Fehlermeldung aeroscan
  42. 42. 42/53 6.2 Einflussfaktoren Um alle Daten so präzise wie möglich zu erheben, wurden die Tests zu Beginn der Studie außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt. Somit konnten äußere Einflussfaktoren reduziert werden. Aufgrund der langen Aufbauphase der Gerätschaft, Messungen, Testverfahren etc. wurde es aus ökonomischer Sicht nicht mehr gesichert und in den normalen Studiobetrieb etabliert. Vor allem die Wetterbedingungen und die nicht klimati- sierten Räume haben den Probanden zu schaffen gemacht. Auch die Tageszeit der Messung spielt eine wichtige Rolle. Oftmals wurde das subjektive Empfinden vor der Messung als „schlapp“ und „müde“ bestimmt (abends). Es muss entschieden werden, ob es sich wirklich um eine Leistungs- steigerung und Verbesserung des Wertes handelt oder um eine zufällige Schwan- kung/Messfehler. Die eventuell durch ein Versagen der Technik zustande kom- men könnten. Für Ausdauerleistungsdiagnostik ist es wichtig, dass möglichst viele Parameter ausgewertet werden um zu erkennen ob es ein Trainingserfolg gibt oder nicht. So individuell der Mensch ist, so individuell kann auch das Ergebnis im Einzelfall aussehen (vgl. SCHARHAG-ROSENBERGER, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, Jahrgang 64, Nr. 2). 6.3 Wahl des Ausdauergerätes Nicht nur die Art des Ausdauertrainings spielt eine wichtige Rolle sondern auch das Ausdauergerät selbst. Dabei gibt es ein Unterschied zwischen der Beliebtheit und der Effektivität. Demnach spielt die Höhe der verbrauchten Kalorien unter Berücksichtigung der richtigen Belastungsdosierung eine bedeutende Rolle (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 121).
  43. 43. 43/53 Dabei sollte eine Sache im Vordergrund stehen: der Spaßfaktor. Denn wer Spaß und Motivation hat bleibt im Normalfall auch weiterhin aktiv. Der Klassiker nach wie vor, ist das Fahrradergometer. Die meisten fühlen sich mit dem Gerät vertraut. Außerdem gehört es nicht zu den sehr anstrengenden Bewegungsformen. Ein Lesen und Fernseher schauen ist dabei möglich. Beim Crosstrainer handelt es sich ähnlich wie beim Fahrrad um einen einfachen Bewegungsablauf. Zu den anspruchsvollen Geräten gehören das Laufband und das Rudergerät. Die- se Ausdauergeräte erfordern eine bestimmte Bewegungstechnik und stellen höhe- re Ansprüche an die Kondition. Im Vergleich zu allen anderen Ausdauergeräten ist der Kalorienumsatz beim Lau- fen am höchsten. Die Wahl des Trainingsgerätes hat ebenso Einfluss auf den Trainingseffekt wie auch die Ausdauerform. Denn bei unterschiedlichem Einsatz der Muskelmasse und der Muskelarbeitsweise findet auch eine vergleichsweise hohe cardiopulmonale Beanspruchung statt. Demnach haben die Personen, die auf dem Laufband trainiert haben, höchstwahr- scheinlich den größten Effekt erzielen können als Probanden die das Fahrradfah- ren oder den Crosstrainer bevorzugt haben. 6.4 Kosten Normalerweise kostet ein Test mit dem aerolution® professional 129€ für Mit- glieder. Um genügend Teilnehmer zu erhalten, gab es den Re-Test gratis. Voraussetzung: 80%ige Einhaltungsquote der 24 Ausdauereinheiten. Die Ruhemessung alleine, ohne die Testung, kostet in der Regel 29€. Für Neumitglieder ist es in der Servicepauschale mit einkalkuliert (Ermittelt wird der Grundumsatz und der Ruheumsatz). Die Leistungen mit dem aeroman® lassen sich für Privatpatienten zum Teil nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. Ärzte und Sportmediziner können ihre Patienten professionell unterstützen.
  44. 44. 44/53 7 Zusammenfassung Über einen Zeitraum von 8 Wochen führten 20 Personen im Alter von 21 – 60 Jahren, drei Trainingseinheiten pro Woche durch. Untersucht wurde die Effekti- vität von AT nach der Dauermethode im Vergleich zur Intervallmethode. Diese Testungen wurden anhand der Atemgasanalyse durchgeführt. Diese Art der Leis- tungsdiagnostik gehört zum Gold-Standard der Spiroergometrie. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Eine genaue Trainingsmethode zu wählen bleibt trotz- dem schwer. So verlockend die Ergebnisse von hochintensiven Intervallbelastun- gen sind, im Rahmen einer langfristigen Trainingskonzeption ist eine Ausprä- gung der Grundlagenausdauer nötig. Ein Wechsel zwischen beiden Methoden garantiert einen Trainingserfolg in meh- reren Ebenen. Auch aus psychischer Sicht sind Dauerläufe eine gute Wahl. Am Wichtigsten ist es dabei, die richtige Dosierung zu finden. Erst dann sind positive Leistungs- und Gesundheitsverbesserungen zu erwarten. Auch müssen bestimmte Risikofaktoren beim Intervalltraining berücksichtigt werden. Personen mit Blut- hochdruck etc. sollten ein HIIT Training vermeiden. Niemand zweifelt mehr an dem positiven Effekt von Bewegung. Bei der Trai- ningsplanung stellt sich eher die Frage, wie der momentane Zustand ist und wel- che Trainingsmethode zuvor absolviert wurde. Kritisch zu betrachten ist, ob durch häufiges HIIT Überlastungssymptome auftre- ten können, die längerfristig zu Ermüdung und Stress führen. Aus medizinischer Sicht, können alle Personen ein AT nach der Dauermethode durchführen ohne maximale Belastungen zu erreichen und dabei trotzdem leis- tungssteigernde Effekte erzielen. Bei untrainierten Personen scheinen beide Trainingsmethoden erfolgsverspre- chend. Leider ist die Zeitvorstellung einiger Personen zur Zielerreichung unrea- listisch. Jahrelanges Schludern und Fehlbelasten soll in Zukunft durch detaillierte Plangestaltung vermieden werden.
  45. 45. 45/53 8 Literaturverzeichnis ALBERS, T./ISRAEL, S.: Studienbrief Medizinische Grundlagen. Unveröffent- lichtes Studienmaterial der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesund- heitsmanagement. Saarbrücken 2010. GOTTLOB, A.: Differenziertes Krafttraining mit Schwerpunkt Wirbelsäule, 2006, S. 162. HULLA, H.: Freude am Laufen In: TV Dingolfinger Halbmarathon, 2005. KONOPKA, P.: Fit in der Lebensmitte. 1. Auflage. Econ Verlag, Berlin 2005. KUSCH, M./NÜSSER, S.: Training im Griff, Leistungsdiagnostik im Breiten- sport. 2. Auflage 2008, S. 4-6. LUPPA, D./ALBERS, T./WORM, N./HERGER, M.: Studienbrief Ernährung 1. Unveröffentlichtes Studienmaterial der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Saarbrücken 2010. MAIER, F.: Kursbuch Herz und Kreislauf. 1. Auflage. Kneipp-Verlag, Leoben 1998. PREUSS, P.: Was bringt Intervalltraining 30-20-10 Konzept. In: trainer’s digest shape up (2012), S. 21-22. REIß, M./FIKENZER, S.: Studienbrief Trainingslehre 2 – Gesundheitsorientier- tes Ausdauertraining. Unveröffentlichtes Studienmaterial der Deutschen Hoch- schule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Saarbrücken 2011. SCHARHAG-ROSENBERGER, F./MEYER, T.: Deutsche Zeitschrift für Sport- medizin; Ausdauertrainingseffekte, 2013. SANDIG, D.: Ausdauerdiagnostik. In: trainingsworld Sportexpertenreport, (2013), S. 1-2. SCHOTTERS, M./JUNG, G.: Handbuch aeroscan® professional 2.0, Version 07/2012. WONISCH, M./FRUHWALD, FM./HOFFMANN, P./HÖDL, R./KLEIN, W./MAIER, R./POKAN, R./SMEKAL, G./WATZINGER, N.: Spiroergometrie in der Kardiologie. In: Journal für Kardiologie (2003) 10, S.383-390.
  46. 46. 46/53 9 Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungsverzeichnis 9.1 Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Auswirkung von Laktat (Eigene Darstellung)............................................................8 Abb. 2: Lieferumfang aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolution® Handbuch Version 07/2012 .....................................................................................................11 Abb. 3: Legende aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolution® Handbuch Version 07/2012 .....................................................................................................13 Abb. 4: Screenshot grafische Auswertung aeroman professional 2.0 mit Quellenverweis: aerolution® Handbuch Version 07/2012 .................................................................13 Abb. 5: Die Dauermethode und ihre Varianten (Eigene Darstellung) ...................................15 Abb. 6: Die Intervallmethode und ihre Varianten (vgl. ZINTL&EISENHUT, 2001) .............16 Abb. 7: Die anaerobe Schwelle ...........................................................................................25 Abb. 8: Bewertungsfelder 1.................................................................................................26 Abb. 9: Bewertungsfelder 2.................................................................................................30 Abb. 10: Diagramm - Körperfettreduktion durch AT .............................................................37 Abb. 11: Diagramm - Gewichtsverlust durch AT ...................................................................37 Abb. 12: Diagramm - Herzfrequenz in Ruhe..........................................................................38 Abb. 13: Diagramm - maximale Sauerstoffaufnahme .............................................................38 Abb. 14: Diagramm - Ruheumsatz ........................................................................................39 Abb. 15: Diagramm - Anaerobe Schwelle..............................................................................39 Abb. 16: Diagramm - TB1 und TB 2 Bereich ........................................................................40 Abb. 17: Ruhemessung mit Fehlermeldung ...........................................................................41
  47. 47. 47/53 9.2 Tabellenverzeichnis Tab. 1: Die ATP-Resynthese im Überblick (vgl. ALBERS/ISRAEL, 2010, S. 203) ...............7 Tab. 2: Definition Kardiopulmonale System (vgl. REIß/FIKENZER, 2011, S. 23) ..............10 Tab. 3: Checkliste vor dem Test (vgl. aerolution® Handbuch Version 07/2012 ) .................12 Tab. 4: Absolut- und Relativwerte der (HOLLMANN&HETTINGER et al, 2000) .. 17 Tab. 5: Eingangsfragebogen (vgl. aerolution® Handbuch Version 07/2012 ) .......................19 Tab. 6: Diagnosedaten der Probanden .................................................................................21 Tab. 7: Klassifikation der Blutdruckwerte (vgl. ISRAEL/ALBERS, 2010, S. 254)...............22 Tab. 8: Bewertung des Körperfettanteils bei Frauen (vgl. VicMedic Systems GmbH Ge- brauchsanleitung, Version 10, 2004).......................................................................22 Tab. 9: Bewertung des Körperfettanteils bei Männer (vgl. VicMedic Systems GmbH Ge- brauchsanleitung, Version 10, 2004).......................................................................23 Tab. 10: Klassifizierung des Body-Mass-Index (vgl. LUPPA et al., 2010, S. 172) .................23 Tab. 11: Ruhepuls und Tagespuls (vgl. ALBERS/ISRAEL, 2010, S. 150) .............................23 Tab. 12: Vorstellung der Trainingsprogramme ......................................................................24 Tab. 13: Checkliste für Testungen ........................................................................................25 Tab. 14: Individuelle Anpassungsmuster der 10 Teilnehmer nach 8 Wochen .........................26 Tab. 15: Veränderung der Trainingsbereiche im Vorher-Nachher-Vergleich .........................28 Tab. 16: Individuelle Anpassungsmuster der 10 Teilnehmer nach 8 Wochen .........................30 Tab. 17: Veränderung der Trainingsbereiche im Vorher-Nachher-Vergleich ........................32 Tab. 18: Vergleich von Herzfrequenz und Geschwindigkeit .................................................36
  48. 48. 48/53 9.3 Abkürzungsverzeichnis IG Intervallgruppe FG Fettstoffwechselgruppe IT Intervalltraining AT Ausdauertraining Herzfrequenz DM Dauermethode
  49. 49. 49/53 Anhang Anhang 1: Protokoll für das Ausdauertraining für Probanden Trainingstag/DatumTrainingsbereicheTrainingsdauerHerzfrequenzdurchschnittlichMaximaleHerzfrequenzAusdauergerätPersönlichesEmpfinden 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
  50. 50. 50/53 Anhang 2: Abbildung von unveröffentlichten Quellen
  51. 51. 51/53 Anhang 3: Beispielhafte Auswertung - Selbstversuch
  52. 52. 52/53 Anhang 4: Selbständigkeitserklärung Selbständigkeitserklärung Hiermit erkläre ich, dass ich die eingereichte Arbeit selbständig verfasst und – einschließlich eventuell beigefügter Abbildungen und Skizzen – keine anderen als die im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen, Darstellungen und Hilfs- mittel benutzt habe. Dies gilt in gleicher Weise für gedruckte Quellen wie für Quellen aus dem Internet. Ich habe Passagen und Sätze der Arbeit, die dem Wort- laut oder dem Sinne nach anderen Werken entnommen sind, in jedem einzelnen Fall unter genauer Angabe der Stelle ihrer Herkunft (Quelle, Seitenangabe bzw. entsprechende Spezifizierung) deutlich als Entlehnung gekennzeichnet. Mit ist bekannt, dass Zuwiderhandlungen gegen diese Erklärung eine Benotung der Arbeit mit der Note „nicht ausreichend“ sowie die Nichterteilung des ange- strebten Leistungsnachweises zur Folge haben. Bei der Auswahl und Auswertung des Materials sowie bei der Herstellung des Manuskriptes habe ich Unterstützung von folgenden Personen erhalten: Die Zustimmung des Unternehmens zur Verwendung betrieblicher Unterlagen habe ich eingeholt. Die Arbeit wurde bisher in gleicher oder ähnlicher Form we- der veröffentlicht noch einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt. Ort, Abgabetermin und Unterschrift des Verfassers __________________________________________________________________ Der Betreuer/ die Betreuerin des Ausbildungsbetriebes bestätigt mit seiner/ ihrer Unterschrift, dass ihm/ihr die Arbeit von der Abgabe vorgelegt wurde. __________________________________________________________________ Ort, Datum und Unterschrift der/s Betreuers/in des Ausbildungsbetriebes
  53. 53. 53/53 Anhang 5: Beispiel Trainingsplan

×