Diese Präsentation wurde erfolgreich gemeldet.
Die SlideShare-Präsentation wird heruntergeladen. ×

LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile

LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile

Herunterladen, um offline zu lesen

Am 28.05.2020 habe ich auf dem Online Event des LeanStammtisches Mannheim einen Impuls zu Lean und Agile gegeben.

Im ersten Part erkläre ich meine Beobachtungen, warum wir Menschen so gerne scheinbar sicheren Konzepten, wie Lean und Agile, hinter her jagen. Im zweiten Part erkläre ich wie Lean und Agile für mich funktionieren. Hier entmystifiziere ich auch ein wenig. Im dritten und letzten Part gehe ich darauf ein, warum wir immer wieder Buzzwords, wie Lean und Agile es für mich sind, generieren und hinterhereifern.

Am 28.05.2020 habe ich auf dem Online Event des LeanStammtisches Mannheim einen Impuls zu Lean und Agile gegeben.

Im ersten Part erkläre ich meine Beobachtungen, warum wir Menschen so gerne scheinbar sicheren Konzepten, wie Lean und Agile, hinter her jagen. Im zweiten Part erkläre ich wie Lean und Agile für mich funktionieren. Hier entmystifiziere ich auch ein wenig. Im dritten und letzten Part gehe ich darauf ein, warum wir immer wieder Buzzwords, wie Lean und Agile es für mich sind, generieren und hinterhereifern.

Weitere Verwandte Inhalte

Diashows für Sie

Weitere von Conny Dethloff

Ähnliche Bücher

Kostenlos mit einer 30-tägigen Testversion von Scribd

Alle anzeigen

Ähnliche Hörbücher

Kostenlos mit einer 30-tägigen Testversion von Scribd

Alle anzeigen

LeanStammtisch Mannheim - Lean vs. Agile

  1. 1. Lean vs. Agile LeanStammtisch, Mannheim, 28. Mai 2020 28.05.2020 Conny Dethloff
  2. 2. 28.05.2020 Conny Dethloff 2 Conny Dethloff – Meine Reise des Verstehens Zeit Rationalist, Realist Radikaler Konstruktivist Ich muss π π Ich sehe die Welt, wie sie ist. Ich sehe Welt, wie ich funktioniere. 1974 2006 Heute Logbuch der Reise des Verstehens: https://blog-conny-dethloff.de/
  3. 3. 28.05.2020 Conny Dethloff 3 Warum sind Konzepte wie „Agile“ und „Lean“ so interessant?
  4. 4. 28.05.2020 Conny Dethloff 4 Was ist NEU für mich?  immer mehr wirklichkeitsemulierte Systeme Stete Weiterentwicklung der Technologie Alle Menschen können im Internet produzieren, nicht nur konsumieren. (Web 2.0) Daten verbreiten sich rasend schnell um den Globus (Rechner werden immer schneller). Daten werden immer und überall gemessen (verbesserte Sensoren). Daten werden immer und überall gespeichert (Speicherplatz immer billiger). Immer mehr parallel laufende wirklichkeitsemulierte Systeme
  5. 5. 28.05.2020 Conny Dethloff 5 Beispiele für Wirklichkeitsemulation?
  6. 6. 28.05.2020 Conny Dethloff 6 Viele unserer Managementmethoden basieren auf dem Paradigma Ursache-Wirkung, töten damit Unbestimmtheit und Überraschungen. Motto: Alles MUSS „getötet“ werden, damit es bewertet werden kann. In der Schule werden nur die Fragen gestellt, wo die Antworten bereits bekannt sind. Heinz von Förster (1911-2002), österreichischer Physiker, Kybernetiker und Philosoph
  7. 7. 28.05.2020 Conny Dethloff 7 Beispiele für notwendige Unbestimmtheit, die ich bestimmen (imaginieren) sollte, aber nicht „töten“. (1) Quelle: Stefan Kühl „Entzauberung der lernenden Organisation“ (https://www.uni- bielefeld.de/soz/personen/kuehl/Eigene%20Publikationen/Kuehl-Stefan-2015-Entzauberung-der-lernenden-Organisation-.pdf) Prinzipien guten Organisationswandels Ungewollte Nebenwirkungen dieser Prinzipien Klare Ziele und Visionen für Veränderungsprozesse Mangelnde Zielflexibilität bei veränderten Bedingungen des Umfeldes Identifikation der Mitarbeiter mit Produkten und Prozessen Organisation büßt an Wandlungsfähigkeit ein, weil Prozesse versteift werden Mensch steht im Mittelpunkt der Organisation Überlastung mit Ansprüchen der verschiedenen Organisationsmitglieder Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation Überlastung mit sprachlicher Kommunikation Selbstorganisation Orientierung an bestehenden Strukturen, die eigentlich überwunden werden sollten Breithaltung von Ressourcen für Veränderung Verschwendung und Selbstbehinderung durch überschüssige Ressourcen Lernen Erfolgreiches Lernen schreibt Strukturen fest und behindert spätere Anpassungsprozesse
  8. 8. 28.05.2020 Conny Dethloff 8 Beispiele für notwendige Unbestimmtheit, die ich bestimmen (imaginieren) sollte, aber nicht „töten“. (2) Teams, Bereiche, Unternehmen etc. müssen in Unbestimmtheit agieren, weil sie z.B. nicht gleichzeitig … • … jeden im Team an allen Fragen beteiligen können (=Partizipation) als auch dem Wunsch gerecht werden können, ohne Einmischung anderer in Ruhe arbeiten zu können (=Abkapselung). • … Konsens herstellen (=Identifikation mit dem Bestehenden) als auch Konflikt (= De-Identifikation zugunsten von Flexibilität ) sicher stellen können. • … die Unterordnung der Teammitglieder unter die Teamziele (= gemeinsame Ausrichtung) als auch die Individualität der Teammitglieder (= Sicherstellung der Kreativität) bedienen können. • … Motivation durch neue Ideen bei den Vertretern des Neuen (=Zerstörung von Bewährtem) als auch die Motivation durch Erhalt des Bewährten bei den Vertretern des Alten (=Verhinderung von Innovation) gewährleisten können. Quelle: Klaus Eidenschink „Teamdynamik – ein Geschehen im Paradox“ (https://metatheorie-der- veraenderung.info/2020/01/09/teil-1-zur-teamdynamik/)
  9. 9. 28.05.2020 Conny Dethloff 9 Praktisches Beispiel für Unbestimmtheit am Konzept „Freiheit“ Bis zum Exzess angewendet, darf ich ALLES tun, selbst Jemanden bestehlen. Sagt Jemand zu mir: „Das darfst Du nicht.“ kann ich entgegnen: „Ey, willst Du mich in meiner Freiheit beschneiden?“ Jedes Prinzip im lebendigen Bereich bis zum Exzess angewendet, führt ins Absurdum. Klassische Managementinstrumente verleiten hier zu einer nicht passfähigen Antwort, da mit ihnen nach kontextloser Bestimmtheit gesucht wird. Sie gaukeln Sicherheit vor.
  10. 10. 28.05.2020 Conny Dethloff 10 Wie funktioniert „Agile“ und „Lean“ für mich?
  11. 11. 28.05.2020 Conny Dethloff 11 Eine Unterscheidung von „Lean“ und „Agile“ bringt für mich keinen Mehrwert, … Prozess Ergebnis Effizienz Effektivität Standardisierung Flexibilisierung Automatisierung Individualisierung Lean? Agile? Hinter Lean und Agile verbergen sich für mich Denkmodelle, Tools und Methoden, die jeweils unterschiedliche Fokussierungen im Beobachten fördern. Hier gilt für mich kein Entweder-Oder, sondern Sowohl-Als-Auch.
  12. 12. 28.05.2020 Conny Dethloff 12 … weshalb ich Ideen aus „Lean“ und „Agile“ auch stets zusammen denke und danach handele. Prozess Ergebnis Effizienz Effektivität Standardisierung Flexibilisierung Automatisierung Individualisierung … … Einordnung Fokussierung notwendiger Handlungen, um ein Problem zu lösen, in einem Spannungsfeld von Extrempolen
  13. 13. 28.05.2020 Conny Dethloff 13 Welche Fähigkeiten benötigt ein Unternehmen um lebensfähig zu sein? Das Geschöpf, das gegen seine Umgebung gewinnt, zerstört sich selbst. Gregory Bateson (1904-1980), anglo-amerikanischer Anthropologe und Philosoph Ein System sichert dann sein Fortbestehen, wenn es stetig eine passfähige Balance zwischen Geben (Generieren von Überraschungen für Umwelt) und Nehmen (Aushalten von Überraschungen aus Umwelt) mit Umwelt herstellt.
  14. 14. 28.05.2020 Conny Dethloff 14 2 Werkzeuge zum Handhaben von Überraschungen Viable System Model von Stafford Beer 1. Fragestellung: Wie arbeiten die einzelnen Teile im System zusammen, damit auf Überraschungen der Märkte passfähig reagiert werden kann? 2. Fokus der Beobachtung: Zentrale Nervensystem (ZNS) 3. Balancing Loops (sich ausbalancierende Schleifen) Viable Business von Clemens Dachs 1. Fragestellung: Wie arbeiten die einzelnen Teile im System zusammen, damit Überraschungen für die Märkte generiert werden können ( Wachstum)? 2. Fokus der Beobachtung: Physiologie 3. Reinforcing Loops (sich verstärkende Schleifen)
  15. 15. 28.05.2020 Conny Dethloff 15 „Inside-Out“ und „Outside-In“ Denken im Unternehmen miteinander integrieren. Outside-In-Denken: Start des Denkprozesses sind Aufgaben und Anforderungen der Kunden. MarktUnternehmen Inside-Out-Denken: Start des Denkprozesses sind die Geschäftsfähigkeiten im Unternehmen. Inside-Out-Denken ist eingeübt. Outside-In-Denken war zu Zeiten der Industrialisierung nicht notwendig (Verkäufermarkt).
  16. 16. 28.05.2020 Conny Dethloff 16 Sind „Agile“ und „Lean“ „Kalter Kaffee“ für mich?
  17. 17. 17 Gefunden am 18.06.2019 hier: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10157671819904645&set=a.10 150685167679645&type=3&theater Ich beobachte im Kontext „Lean“ und „Agile“ ganz viel „Buzzword-Rumgekreische“ 28.05.2020 Conny Dethloff
  18. 18. 18 Gefunden am 18.06.2019 hier: https://twitter.com/mkyschnitzel/status /1140683611676524545 Der „Buzzword-Dschungel“ vernebelt mein Denken und Beobachten 28.05.2020 Conny Dethloff
  19. 19. 19 • Für Fortschritt ist oft eine neuer Denkrahmen notwendig, also „WIE“ gedacht wird, sollte geändert werden, nicht nur „WAS“. • Viele Ideen, die heute mit „Lean“ und „Agile“ verbunden werden, sind richtig und passfähig, aber teilweise bereits Jahrzehnte alt  „Kalter“, aber „guter Kaffee“ Bestehender Denkrahmen Ein Entkommen aus dem „Buzzword-Dschungel“ funktioniert für mich über ein Ändern des Denkrahmens 28.05.2020 Conny Dethloff

×