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Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Kompliziertheit?

Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Kompliziertheit?

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Viel wird über Komplexität geredet und geschrieben. Oft empfinde ich die Darstellungen als nicht unbedingt handlungsleitend.

Auch bestehende Modelle, wie Cynefin, sind meiner Erfahrung nach nicht so gestaltet, dass Komplexität gut verstanden werden kann, was nicht bedeutet, dass ich das Cynefin Modell komplett ablehne.

Aus dieser Motivation heraus habe ich in diesem kleinen Foliensatz meine Ideen und Gedanken zu Komplexität gespiegelt.

Viel wird über Komplexität geredet und geschrieben. Oft empfinde ich die Darstellungen als nicht unbedingt handlungsleitend.

Auch bestehende Modelle, wie Cynefin, sind meiner Erfahrung nach nicht so gestaltet, dass Komplexität gut verstanden werden kann, was nicht bedeutet, dass ich das Cynefin Modell komplett ablehne.

Aus dieser Motivation heraus habe ich in diesem kleinen Foliensatz meine Ideen und Gedanken zu Komplexität gespiegelt.

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Komplexität: Was ist das? Und wie unterscheidet sich Komplexität von Kompliziertheit?

  1. 1. • • •
  2. 2. 100% nicht handlungsleitend beschreibbar (100% komplex) 100% handlungsleitend beschreibbar (100% kompliziert) Einordnung eines zu lösendes Problems (x% kompliziert und y% komplex mit 0% < x,y < 100%) Wann immer wir ein Problem als komplex ansehen, bedeutet es, dass wir dieses nicht beschreiben können.
  3. 3. Stellen Sie sich einen Ihnen gänzlich unbekannten Raum vor. Dieser ist stock finster und da dieser Raum unbekannt für Sie ist, wissen Sie nicht, ob und wenn ja welche Möbel wo platziert sind. Sie kennen auch die Größe des Raumes nicht. Sie haben die Aufgabe, von der Tür zur gegenüberliegenden Seite des Raumes zu gelangen. Sie besitzen kein Wissen über den Raum und damit keine Möglichkeit zur Beschreibung. Das Problem ist für Sie also eines mit einem hohen Anteil an Komplexität und Sie würden das Problem weit links auf dem Strahl einordnen. Nun stellen Sie sich bitte einen Menschen vor, der von Geburt an blind ist, der den Raum aber ebenfalls nicht kennt. Dieser Mensch würde wahrscheinlich das Problem weiter rechts auf dem Strahl einordnen. Ihm stehen aufgrund seiner anders ausgebildeten Sinnesorgane andere Mittel zur Verfügung. Dieser Mensch kann den Raum also besser beschreiben als Sie. Damit sinken die komplexen Anteile des Problems für diesen Menschen. Stellen Sie sich bitte weiterhin vor, dass Sie diese Übung stetig wiederholen müssen. Der Raum bleibt aber stockduster. Mit jedem Mal der Wiederholung gelangen Sie zu mehr Mitteln, um den Raum zu beschreiben. Ihre Erfahrung wächst. Das Problem wandert also auf dem Strahl nach rechts. Vorausgesetzt natürlich, dass im Raum nichts geändert wird, weil sonst die vorhandenen sprachlichen Mittel zur Beschreibung korrigiert werden müssen. Das Problem wandert dann wieder ein Stück nach links. Ihre Erfahrung ist nicht mehr so viel wert. Jetzt stellen Sie sich bitte zusätzlich vor, dass mit jedem Mal der Wiederholung der Übung nach und nach der Raum immer mehr erhellt wird. Dieser Fakt führt dazu, dass Sie Ihre sprachlichen Mittel, um den Raum zu beschreiben, schneller ausarbeiten können. Das Problem wandert damit schneller von links nach rechts.
  4. 4. Je komplexer ein Problem ist … … desto weniger reichen unsere sprachlichen Mittel aus, um dieses handlungsleitend zu beschreiben.
  5. 5. … desto weniger Wissen liegt vor, dieses zu lösen. Je komplexer ein Problem ist …
  6. 6. … desto schwieriger ist es das eigentliche Kernproblem zu identifizieren. Je komplexer ein Problem ist …
  7. 7. … desto weniger lässt sich eine Lösung vor dem Handeln als richtig oder falsch klassifizieren. Je komplexer ein Problem ist …
  8. 8. … desto weniger lässt sich dieses in Teilprobleme zerlegen und die Teillösung zu einer Gesamtlösung zusammen setzen (Emergenz). Je komplexer ein Problem ist …
  9. 9. … desto weniger gibt es die eine beste, sondern viele mögliche Lösungen. Je komplexer ein Problem ist …
  10. 10. … desto eher zieht eine gefundene passfähige Lösung immer auch negative Wirkungen mit sich, die man handhaben sollte. Je komplexer ein Problem ist …
  11. 11. … desto eher sollte man fragen, was GEGEN (Konsent) eine Lösungsoption spricht, nicht was FÜR (Konsens) eine Lösungsoption spricht. Je komplexer ein Problem ist …
  12. 12. … desto länger und größer sollte man den Lösungsraum offen halten ( Ethischer Imperativ von Heinz von Foerster). Je komplexer ein Problem ist …
  13. 13. … desto eher sollte man nach dem WER fragen, nicht nach dem WIE. Je komplexer ein Problem ist …
  14. 14. … desto eher kann man lernen dieses zu handhaben, in dem man es tut. Beispiel: Gleichgewichthalten beim Fahrradfahren lernt man durch Fahrradfahren. Methoden helfen weniger. Je komplexer ein Problem ist …
  15. 15. … desto eher führt eine einseitige und primäre Fokussierung auf wenige Aspekte zu einer kurzfristigen Lösung des Problems, jedoch langfristig zur Verschlimmerung des Problems. Je komplexer ein Problem ist …
  16. 16. … desto mehr gewinnt der Mensch in Bezug zur Maschine beim Problemlösen an Bedeutung. Je komplexer ein Problem ist …
  17. 17. Kompliziert (handlungsleitend beschreibbar) Komplex (nicht handlungsleitend beschreibbar) einfacheinfach schwierig schwierig Einfach ist nicht gleich einfach 10 Kg hoch heben 1.000 Kg hoch heben Gleichgewichthalten beim Radfahren Gleichgewichthalten beim Snowboarden
  18. 18. Beitrag Link Muss man einen Wettlauf mit der Komplexität eingehen? https://blog-conny-dethloff.de/?p=1046 Dialog zu den Themen Komplexität, Entropie, (Nicht)Wissen und ihre Auswirkungen auf Ethik und Entscheidungen https://blog-conny-dethloff.de/?p=1079 Vortrag “Der Wettlauf mit der Komplexität in der Wirtschaft” https://blog-conny-dethloff.de/?p=1264 Komplexität und Sprache: Der Versuch einer Definition https://blog-conny-dethloff.de/?p=3879 Analytik zerstört Komplexität zerstört Lebendigkeit https://blog-conny-dethloff.de/?p=4214

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